8074 "llige Preise, rsweg x V. ti. ‘ 1J)02- abds. 8'U 1 Kelsenkeller er Königliche! 'S von Hesse *i 31 3uujCd Mudcqti wua der MmeM L vc->^ tivoWt*1 srao, tild^weB/uf Nr. «74 Erscheint täglich außer SomnagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die rtegenee Lamilien- blätter viermal m der Woche beigelegt. BotattonSbrud u. Verlag bei Brüh l'schen Univers.'Buch- u.Slein- bruderet (Pietsch Erben) fiebaftton, OrpebilioH und Trudctei: Schul praße 7. Kbvefie lüt Depeschen: Anzeiger Gießen. 5rm1prrd)an1(tl)i6 *J?r 51. ■BnaDamo Erstes Blatt. 152. Jahrgang Freitag 21. November 1802 Eichener Anzeiger General-Anzeiger y Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ve»ag»preiO: monalUch75P>., plertel* jährlich Alk. 2JO, durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Wd. 2.— viertel jährt ouSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnuinnier bifl vormittags 10 Uhr, ßetlenpretO; lofal 12Pf^ auswärts 20 Psg. verantwortlich: für den poltt n. allgem, fcetl: P. Wittko^ sür , (Stabt unb Vantr und .Gertchtssaal' Lurt Plato: sür den Anzeigenteil. Han- Beck. Volitische Tagesschau. AnS dem Reichstag. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 20. November: Im Reichstage ist heute wieder eine Streitfrage zwischen der Zollkommissions-Mehrheit und der Regierung angeschnitten worden: die Besteuerung von Lebensrnitteln durch die Gemeinden. "Durch den neu eingefügten $ 10 a sollen nach Inkrafttreten des Zolltarifgesehes solche Abgaben nicht mehr erhoben werden. Das Zentrum hält an seinem in der Kommission vertretenen Standpunkt gegen die kommunale B"steuerung fest, während Abg. Rettich für die Konservativen die Auffassung des Staatssekretärs Grafen Posadowsky acceptierte, daß diese Abänderung Lerfassunaswidrig sei. Noch schwereres Geschütz, als die ,,starken Bedenken" des Grafen Posadowsky fuhr der preußische Minister des Innern Frhr. v. Hammerstein auf. *€r war in der Lage, gleich einen Kollektiv-Protest Ler süddeutschen Bundesstaaten gegen diesen „tiefen Eingriff in das Finan.zrecht" zu überbringen. Die Finanzverhältnisse der Gemeinden, welche indirekte Verbrauchssteuern erheben, würden in hohem Grade gefährdet werden, bedeutende Erhöhimgen der direkten Kommunalsteuern zweifellos unumgänglich sein. Allerdings, das ist die „Kehrseite der Medaille". In der Nachbarresidenz Verlins, in Potsdam, hat bei näherer Betrachtung dessen, DaS folgt, der auf den ersten Blick so „populäre" Antrag recht sehr an Glanz verloren. Daß drdneter an. — Der „Reichsauz." veröffentlicht eine Bekanntmachung, betreffend Bestimmungen für den Kleinhandel mit Garn vom 17. d. M. — Einen der schwierigsten Punkte bei der Neuregelung des Krankenversicherungsgesetzes bildet die Aerztesrage. Es kann gar nicht, wie das „Leipz. Tgbl." schreibt, bestritten werden und wird auch in den Kreisen, die mit ber Entwickelung bes Krankenkassenwesens vertraut sind, gleichviel, auf welchem politischen Parteistanbpunkt sie stehen, nicht zu bestreiten versucht, baß namentlich die jungen Aerztc, so lange die Verhältnisse in ben Kassen so liegen wie augenblicklich, in immer größere Abhängigkeit geraten. Dem muß unter allen Umständen gesteuert werden. — Am 16. November fand zu Berlin bie Generalversammlung des Vereins zur Förderung der Bodenkultur in.nter den Juden Deutschlands und die Hauptversammlung der Bodenkulturgesellschaft m. b. H. statt. Der Verein hat stark an Mitgliedern und Jahresbeiträgen zugenommen. Tas Stammkapital der Gesellschaft wurde von 20 000 Mark auf 40 000 Mark erhöht. Aus bem von ber Gesellschaft erworbenen Gute Neuhof würbe eine befriedigende Ernte erzielt. Tie Bauten für bie Eleven sind errichtet, ju'nb die Ausnahme wird vom 1. Januar 1903 ab erfolgen. Posen, 20. Nov. Bei den Stadtverordnetenwahlen ht ber dritten Abteilung verloren die Deutschen einen Sitz an bie Polen. Dresden, 20. Nov. Aus Salzburg wird gemeldete Bei der gerftigen Jagd erlitt Kronprinz Friedrichs August einen leichten Unterschenkelbruch. Nach neueren Meldungen ist Fieber nicht vorhanden. Das Allgemeinbefinden ist gut. Die Rückkehr nack Dresden erfolgt voraussichtlich 'Montag. Ausland. Brüssel, 20. Nov. Tie sterblichen Ueberreste des Burenführers Lukas Meyer wurden heute nachmittag nach dem Nordbahnhof gebracht, von wo sie nach Antwerpen abgingen. Die Leiche wird demnächst nach London und von dort nach Kapstadt übergeführt. Paris, 20. Nov. Kammer. Coutant (Soz.) intec* pelliert bie Regierung über ihre Haltung gegenüber den von den Vororten nach Paris führenden Straßenbahnen, durch deren schlechte Ergebnisse zahlreiche kleine Kapitalisten geschädigt seien, unb verlangt Zurückziehung ber ben Gesellschaften erteilten Konzessionen. Ter Arbeitsminister erwidert, ba bie Gesellschaften alle am Ende ihrer Mittel angelangt seien, sei ein Vorgehen schwierig. Bei Zurückziehung der Konzessionen würde sich, niemand um dieselben bewerben wollen. Abhilfe liege in ber Berge- meinblichung bes Straßenbahnbetriebes, aber der Gemeinde- rat von Paris scheine nicht geneigt zu sein, diese Last auf sch zu nehmen. Tie Gesamtverluste der Gesellschaften betrügen etwa 210 Millionen Francs. Rom, 20. Nov. Ter Bürgermeister empfing heut« abend eine Abordnung zahlreicher Vereine, welche, begleitet von einer großen Volksmenge, sich in feierlichem Zuge durch bie Straßen der Stadt zum Capitol begaben, um ihre Freude über bie Geburt einer Tochter bes Königspaares Funb zu thun. Ter Bürgermeister richtete an die Abordnung eine Ansprache. Hierauf begab sich ber Zug zur Piazza Colonna, wo bie Königshymne gespielt unb Hochrufe auf ben König unb bie Königin ausgebracht wurden. — Gegenüber den auswärts verbreiteten ungünstigen Berichten über bas Befinben bes Papstes wird von gut unterrichteter Seite mitgeteilt, ber Papst befinbe sich wohl und empfange morgen in ber Sixtinischen Kapelle piemvn- tesische Pilger. Petersburg, 20. Nov. Tie „Nowoje $ßremja" berichtet aus Bombay, ber dortigen Behörde sei aus Afghanistan die Mitteilung zugegangen, baß ein ernster Aufftand gegen ben Emir ausgebrochen sei. Die Engländer beeilen sich', Truppen an ber afghanischen Grenze zu konzentrieren. Pretoria, 20. Nov. Heute würbe für Transvaal das Kriegsrecht aufgehoben, jedoch werden von dem stellvertretenden Gouverneur bedeutende Streitkräfte unter den Waffen behalten, um bie Ordnung aufrechtzuerhalten. Erlaubnisscheine zur Einwanderung werden auch ferner verlangt. Von dieser Zögerung befreit sind nur Personen, welche am 31. Mai 1902 in Transvaal ansässig waren unb nicht seitdem ausgewiesen worden sind. Ebenso werden den kriegsgefangenen Burghers Erlaubnisscheine nur erteilt, wenn sie den Untertbaneneib leisten ober eine gleichbedeutend Erklärung abgeben. Ter stellvertretende Gouverneur ist ermächtigt, Personen, die ben Frieben des Landes gefährden, auszuweisen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 21. November 1902. Gedenket der hungernden Vögel! '* Gedenktage. Zu Plön in Holstein wurde am 22. November 1830 der Astronom Karl Christian BruhnS geboren. Nach seinen Angaben wurde die Leipziger Sternwarte erbaut, zu deren Direktor er als Professor der Aftto- nomie 1860 ernannt wurde. Ganz Hervorragende? leistete BruhnS auf rechnerischem Gebiete, namentlich durch Berechnung vieler Kometenbahnen. Bekannt ift er ferner durch die Entdeckung mehrerer Kometen und durch sein an höheren Schulen vielgebrauchtes »Neues logarühmisch-trigonometrisches Handbuch auf sieben Dezimalen". - Personalien. Der Negierungsbaumeister Ludwig Haag aus Darmstadt ist zum Bauasiesior ernannt worden. — Der Ministerialrevisor Christian Brückner ist auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand verseht worden. — Der Hochbauaufseher bei dem Hochbauamt Gießen, Peter Sahlfeld, ist auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt worden. * • Konzertoerei n. Dem Vorstande deS Vereins ist eS seitens einer Anzahl der Mitglieder nahegelegt worden, den in den letzten Jahren weniger gepflegten Klavier- vorträgen in dieser Saison mehr Beachtung zu schenken. Der Vorstand hat diesem Ansinnen gern entsprochen, wie er jederAn- tegung aus der Mitte seiner Mitglieder nach Möglichkeit nachkommt, und an zwei Abenden hervorragende Klavierkünstler gewonnen. Für den zweiten Konzertabend, Sonntag den 30. November, ist Fräulein Hedwig Meyer aus Köln, eine ganz hervorragende Vertreterin ihres Instruments, verpflichtet worden, die ganz besonders als Beethoven-Interpretin bekannt und geschätzt ist. Der Vortrag der Kompositionen dieses Meisters, von dem das Programm in Hinblick auf die nötige Mannigfaltigkeit nur einige Nummern enthält, dürfte besonderes Jnteresie erregen. Dem Fräulein Meyer künstlerisch ebenbürtig wird die junge Geigerin Fräulein Hedwig St rache, mit erstgenannter Dame gemeinsam, im Konzert mitwirken. Frl. Strache ist unserem musikalischen Publikum wohlbekannt, ist sie doch im vorigen Winter durch Kammersänger Buff und Hofkapellmeister Richard Strauß bei uns eingeführt, und hat dieser gewichtigen, glänzenden Empfehlung voll und ganz entsprochen, sodaß ihr Wiederkommen gewiß allseitig mit Freuden begrüßt werden wird. Ueber uns vorliegende Preßstimmen werden wir demnächst geroijlenhoft berichten. M DaS gestrige Abonnementskonzert, das erste der diesjährigen Wintersaison, war leider nur sehr schwach besucht. Unser sonst so musikliebendes Publikum befand sich gestern wohl zum weitaus größten Teile im Theater, um dem Gastspiel der Alwine Wiecke beizuwohnen. — Das Programm brachte im zweiten Teil die prächtige Symphonie in Et-dur Nr. 3 von Haydn. Der Vortrag, unter Leitung des Herrn Musikdirektors Krauße war durchaus exakt und einwandsfrei und gab den besten Maßstab für die LeistungS- Fähigkeit der Kapelle ab. Im ersten Teile deS Programms errang Herr Neudack mit dem Pistonsolo Rome sweet home reichen und verdienten Beifall. Von den übrigen Nummern gefielen außer der klastischen Musik auch sehr die Variationen über daS Lied »Wenn wir durch die Straßen ziehen" von Lux. War das Publikum auch nicht groß, so war eS doch sehr dankbar für daS Gebotene, was, wie wir hoffen, die Künstler einigermaßen entschädigt haben wird. * * Operetten-Auff ü hrung im Stadttheater. Zu der morgen Samstag den 22. d8. statt findenden Operetten- Aufführung „DaS süße Mädel" findet der Billetverkauf bei Herrn Ernst Challier statt. Es steht zu erwarten, daß • der Abend ein äußerst genußreicher sein wird, da Herr Direktor Maxwell in Marburg laut Bericht der dortigen Zeitung täglich ein auSverkauftes HauS hatte. • • Die Aufhebung deS Oktrois. In der gestrigen Sitzung des Reichstages wurde der von der Kommission in das Zolltarif-Gesetz neu eingefügte § 10a mit einer Abänderung deS Abg. v. Kardorff angenommen, wonach am 1. April 1910 das Oktroi auf Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl, Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett, außer Malz zur Bierbereitung, in allen deutschen Gemeindewesen aufgehoben werden soll. • • Die Temperatur sank, wie auS unserem meteo- tologischen Tagesbericht zu ersehen ist, heute Nacht auf unter 12,8° 0. DaS ist die tiefste Temperatur, die seit vielen Jahren im November verzeichnet worden ist. * * Merkverschen für Hausbesitzer: Vor Deinem Hause Liegt EiS, Streu' ohne Pause Mit Fleiß Asche darauf, Sonst purzeln Junge und Alte — Warte nur, halbe Purzelst Du auch! ** Zu den Landtagswahlen lesen wir tm „Törmft. Tagebl.", es bestehe die Absicht, die Wahl der dortigen beiden Landtagsabgeordneten anzufechten. Bekanntlich war die unterlegene nationalliberale Partei nur um sechs Zettel hinter dem obsiegenden Gegner zurückgeblieben und das Endresultat hatte sich so scharf zugespitzt, daß die l'öchstbestimmten Dahlmännerkandidaten der unterlegenen Partei nur um eine Stimme hinter den niebrigft- besiimmten Dahlmännem des Siegers zurückgeblieben sind. Sehr lehrreich ist in dieser Beziehung die im Jahre 1896 in Darmstadt erfolgte Landtagswahl, bei welcher die nationalliberale Partei gegen eine Vereinigung mehrerer anderer Parteien Sieger geblieben war. Damals betrug der Stimmunterschied noch 33 Zettel, waS die Gegner nicht hinderte, die Dahl mit einem wuchtigen Protest anzugreifen. Tie damalige mehrtägige Verhandlung in der Zweiten Kammer ist noch in guter Erinnerung und die beiden Mandate gingen nur mit ganz geringer Mehrheit als gültig durch. DaS nun die Behandlung eines etwaigen bei der Zweiten Kummer anzubriuaenden DahlprotesteS betrifft, so gehört zu den ersten Geschäften der Abgeordnetenkammer nach der zu Anfang der nächsten Woche stattsindenden Eröffnung deS Landtages die Prüfung der Legitimationen der neu gewählten Mitglieder. Sofern bei Neuwahlen nicht schon vorher durch den Dahlkommissar die Beanstandung einer Dahl stattgefunden hat, waS aber nur zulässig ist, wenn der Dahl- kommissar findet, daß ein ober mehrere Formfehler vorgefallen sind, welche bie Dahl unheilbar nichtig machen, und welche auch ohne eine neue Dahl nicht verbessert werben können, sodaß von ihm eine alsbalbige tPnmi-rung her Wahl zu veranlassen ist, steht der Sammer selbst bas absolute Recht xu, die Dahlen der neu ein tretenden Mit- glieber für gültig oder ungültig zu erklären. *• Unfair me ldun gen zur Soerbeirufung von Hilfe in Unglücksfällen (bei Feuers- ober Dassersgefahr, in Krankheitsfällen, bei nächtlichen Diebstählen u. bergt) Tonnen nicht allein in Form von Telegrammen, fonbem auch burch Unfallmelbegespräche übermittelt werben. Unfall- melbegespräche sinb zwischen öffentlichen Sprechesten, zwischen Fernsprechanschlüssen sowie Zwischen Fern sprech-Anschlüssen unb öffentlichen Sprechstellen zulässig, flboch nur insoweit, als bie Betriebs- unb örtlichen Verhältnisse die Herstellung der erforderlichen Sprechverbindungen ermöglichen. Die Abwickelung der Gespräche unter Benutzung der Apparate der öffentlichen Sprechstellen kann aus nahe- liegenh-n Gründen während der Nacht nur solchen Personen gestattet werden, die dem Verwalter der öffentlichen Sprechstelle bekannt sind; sie ist ausgeschlossen, wenn der Apparat im Schlafzimmer untergebracht ober bie Verwaltung bet öffentlichen Sprechstelle weiblichen Personen übertragen ist. Haben bie Empfänger ber Unfallmeldungen keinen Fem- sprechanschluß, so können sie, sofern es die örtlichen Verhältnisse gestatten, an den Apparat einer öffentlichen Sprechstelle herangerufen werden. Die Gebühr für ein in der Nacht ab^uhalteudes Unsallmeld^gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt im rOtsverkchr 20 Pfg., im übrigen Verkehr das Doppelte der für ein am Tage zu führendes Gespräch von gleicher Dauer festgesetzten Sätze, mindestens jedoch 50 Pfg. Für Unfallmelbegespräche in den Dienstpausen der Vermittelungsstellen während des Tages werden außer den gewöhnlichen Gespräcchsg"bühren besondere Zuschläge nicht erhoben. Für das Herbeirufen von Personen an den Apparat, soweit es sich nach den örtlichen Verha^tn'ssen überhaupt ermöglichen-läßt, beträgt die Gebühr 25 Pfg. Tie Gesprächsgebühren und die Gebühren für das Herbeirufen werden auch dann erhoben, wenn das Gespräch aus irgend einem Grunde nicht zu stände kommt. ** Kirchliche Dien st nachrichten. Pfarrer (D- munb Licht aus Angersbach hat sein Amt als Pfarrer ber Hessischen Landeskirche freiwillig niedergelegt. — Ernannt wurden: Pfarrvikar Tr. Thumm zu Pohl-Göns zum Pfarrverwalter in Bensheim (erste Pfarrstelle); Pfarrvikar Nies zu Ilbeshausen zum Assistenten der Pfarrei Kastel-Kost- heim,, Pfarrverwalter Cchweickert zu Wölfersheim zum Pfarrverwalter in Schwickartshausen, Pfarrassistent Stau« bach zu Drheilgen zum Pfarrvikar daselbst. — Tie Ernennung des Pfarramtskandidaten Emmel zu Hof Darthof zum Pfarrassistenten in Fränkisch-Crumbach wurde auf sein Nachsuchen wieder zurückgenommen. — Zur Dieberbesetzung werben ausgeschrieben: Die evangelische Pfarrsteffe zu Rothenberg, bem Fürsten zu Seiningen steht das Präsentationsrecht zu; die evang. Pfarrstelle zu Höchst a. d. N., dem Freiherrn zu Günderode zu Frankfurt a. M. steht das Präfentationsrecht zu; die evang. Pfarrstelle zu Langenhain; die evangelische Pfarrstelle zu Mittel- Seemen, dem Fürsten zu Stolberg-Roßla steht das Präsentationsrecht zu; die erste evangelische Pfarrstelle zu Bensheim; die evangelische Pfarrstelle zu Ober- Mossau, dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu; die evangelische Pfarrstelle zu Eich. ha. Grebenhain, 20. Nov. Zu dem Raubmord wird und noch gemeldet: Der Mörder soll in der Richtung nach Gedern zu entflohen sein. Da er früher schon längere Zelt am Bahnbau Lauterbach-Grebenhain beschäftigt war, ist ihm diese jetzt im Betrieb befindliche Bahnstrecke bekannt. Wie weiterhin mitgeteilt wird, soll der Ermordete etwa 300 Mark bei sich geführt haben, bie ebenso wie die Uhr fehlen. Daß der Mörder dem Ermordeten die Kleider aufgeriffen hat; um nach besten Barschaft in einem um den Leib getragenen Gurt zu suchen, ist nicht anzunehmen, man glaubt vielmehr, daß daS Zerreißen der Kleider durch das Schleifen des Körpers über den Erdboden entstanden ift — Viele in den umliegenden Orten wohnhafte ausländische Arbeiter müsten durch diesen Vorfall sehr leiden, da sich Jedermann fürchtet, einen solchen in Logis zu nehmen oder sonst mit denselben zu verkehren. — Ter ,D. Ztg." wird noch auS Grebenhain gemeldet: Als Thäter wird der 20—21 Jahre alte kroatische Erdarbeiter Rendulic steckbrieflich verfolgt. Der Ermordete heißt Marco Cindic, ist auch kroatischer Erdarbeiter, über 50 Jahre alt und soll eine Frau mit drei Kindern haben. Ein dritter Kroat, ein ebenfalls älterer Mann, war mit Kindic schon längere Zeit zusammen in Ilbeshausen. Den jetzigen Thäter brachten die beiden vor etwa vier Wochen von Bebra mit, wo ihr Landsmann mittellos von ihnen angetroffen wurde. 8 Oberkleen, 20. Nov. Der von hier gebürtige bejahrte Johannes Jung ist gestern an der Ehaustee nach Oberwetz erfroren aufgefunden worden. In letzterem Orte weilte der Genannte noch am Sonntag bei Bekannten, und am Montag wollte er hierher zurück, wurde aber unterwegs unwohl und konnte nicht mehr weiter. Eine zur Nachtzeit denselben Weg pastierende Perfon ersuchte auf Wunsch deS Jung angeblich einen hiesigen Bürger, den Hilflosen mit dem Wagen hierherzuschaffen, was aber während der Nachtzeit abgelehnt worden sei. Inzwischen ist der wohl in Vergesten- heit gekommene Jung ein Opfer der Kälte geworden. Büdesheim, 19. Nov. Ein seltene- Fest durste am 14. b. M. die Gemeinde BübeSheim und daS evang. Dekanat Rodheirn feiern. Daren doch an diesem Tage 60 Jahre verflossen, seitdem der verdienstvolle Pfarrer von Büdesheim und langjährige Dekanats-Stellvertreter Pfarrer Friedrich Hellwig in Holzheim in daS geistliche Amt ordiniert wurde. Don nah unb fern waren bie Freunbe unb Bekannten l»es Jubilars herbeigeeilt, um ihre Glückwünsche barzubringen. Beim FestgotteSbienste brachte Superintenbent Petersen in herzlichen Worten Dank und Glückwünsche ber oberem Kirchenbehörbe bar unb teilte mit, baß bem Jubilar Allerhöchstenorts ber Charakter als Kirchenrat verliehen worden sei. Im Namen bes Dekanats unb ber Dekanatsgeistlichkeit, bie fast vollMlig erschienen war, sprach Dekan Sartori uS Worte warmen Dankes für bie treuen Dienste, die ber Jubilar bem Dekanat währenb 42 Jahren burch Rat unb That und insbesondere als Dekan-Stellvertreter geleistet, unb überreichte als äußeres Zeichen bes Tankes ein kostbares Dilb: der zzvölf- jährige Jesus im Tempel von Hofmann als JubiläumSgabe der Tekanatökoffegen. Nach Verlesen ber Glückwunschschrei, ben der Gemeinben. in benen ber Jubilar als Vikar gewirkt, brachten noch der Vertreter des KreiSamts unb ber Kreis- Schulkommisiion Glückwünsche bar. Später fanb unter großer Beteiligung noch eine Nachfeier üerbunben mit einem Festmahle statt. Darmstadt, 20. Nov. Im Frühjahr, so schreiben die j,N. H. VolkSbl.E, geruhten I. K. H. die Großherzogin, daS Protektorat über unsere hessische Epileptischen-Ansta^ Ramsiadt, niederzulegen. Daß aber daS warme Interesse, daS die hohe Frau jederzeit der Anstalt gegenüber an den Tag gelegt hat, noch dasselbe ist, beweist ber Umstand, daß sie in diesen Tagen dem Vorsitzenden deS LandeS-AuSschuffeS deS Verein? »Anstalt für epileptische Kinder und Jugendliche im Großherzogtum Hessens für letztere ein reiches Gnaden- geschenk im Bettag von 1000 Mk. hat übermitteln lassen. Mainz, 19. Nov. Tie für Rheinhessen zur Errichtung kommende Bismarcksäule, um deren Standort sich Gaualgesheim und Oberingelheim seither gestritten haben, wirb nach dem Beschluß bes gcsck>äftsführenben Ausschusses jetzt definitiv in Oberingelheim zur Ausstellung kommen. — Vor (Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Stadtverordnetenversammlung wurden auf Antrag des Vorsitzenden einige Anträge um Aushebung des Oktrois und Ermäßigung des GaS- preifes an die verschiedenen Ausschüsse verwiesen. Auf Antrag bes Beigeordneten Tr. Schmitt erklärte sich die Versammlung bereit, die Beschäftigung Arbeit-, loser auf Ottund bes Uebereiulomm u:- vorpmehmen, wie es auf ber kürzlich in Frankfurt abgehaltenen Konferenz verschiebeuer Stäbte vereinbart worben ist. Stabtv. M. M. Mayer berichtet über bie Beschaffung von Steinkohlen währenb bes Winters 1902/03; er beantragt, bie Stabt Mainz soll bie- nötigen Steinkohlen selbst ankaufen unb zum Preise von 87 Pfg. per Zentner verkaufen. Ter Oberbürgermeister beantragt, eine Summe von 4000 Mk. zu bewilligen zur Beschaffung von Steinkohlen unb bereu Gratisabgabe an Minderbemittelte. Unter Ablehnung aller anderen Anträge wurde der Antrag des Oberbürgermeister- einstimmig angenommen. Ein Gesuch ber Schwestern von der göttlichen Vorsehung um Erbäuung einer besonderen Krankenanstalt wurde einstimmig abgelehnt. Vermischtes. Lübeck, 21. Nov. Da? Lagergebäude deS EngroS- ProduktengeschäftS Meyer u. Comv ist abgebrannt. 'Saloniki, 20. Nov. Ist ber Ortschaft Gjeugjelu wurde eine türkische Familie angeblich von Mitgliedern deS macedonischen Komitees ermordet. "König Leopold und die Sozialisten. Anläßlich des Attentats auf König Leopold bringen englische Blätter folgende Anekdote in Erinnerung. Der König floate einst in ungezwungener Unterhaltung seinen Leibarzt, halb scherzend, was wohl die belgischen Sozialisten von ihm dächten. „Ein hervorragender soz. Abgeordneter", antwortete der Arzt, „bemerkte kürzlich, daß, wenn Sie nicht König der Belgier wären, Sie vielleicht Präsident der belgischen Republik sein könnten.^ Der König lächelte hierauf sarkastisch und antwortete: „Ich danke Ihnen sehr, aber roafl würden Sie wohl sagen, wenn man Sie zum Tierarzt machen wollte?" " Eine breitägige furchtbare Feuersbrunst zerstörte die persische Handelsstadt Rescht. 1600 Häuser und viele Warenmagazine sind niedergebrannt, 200 Menschen sind umgekommen, Hilfe mangelt gänzlich. Landmirtschnst. Neber Maßregeln zur Bekämpfung der -lnstccknugsgefahr der Riudcrtuberkulose beriet ber Vorstand der brandenburgischen Landivirychafiskainmer. Es rourbe beschloßen, einen Versuch mit der Tilgung der klinisch erkennbaren Tuberkulose zu machen. Zu diesem Zweck sollen durch besonders geeignete Tierärzte die Rind- viehbestande von freiwillig sich meldenden Züchtern auf klinisch erkennbare Tuberkulose untersucht werden. Die hierzu erforderlichen Untersuchungen sollen fürs erste in den Laboratorien deS Prolessorl Ostertag und des TepartementS-TierarzteS Klebbo oder in dem hygienischen Institut der Tierärztlichen Hochschule in Berlin vorgenommen werden. Da aber dies Verfahren auf die Dauer nicht ausreichen wird, so ist in nicht zu ferner Zeit auf die Begründung einer eigenen bakteriologischen Untersucbungsstatio n seitens der Kammer Bedacht zu nehmen, ferner wurde beschlossen, die Königliche Regierung zu bitten, für strenge Durchführung der bestehenden Verordnungen für die Pasteurisierung der au8 den Sammelmolkereien in die Wirtschaften zurückgehenden Magermilch, Buttermilch und Molken, zu roirfen. Handel und Uerliehr. Volkswirtschaft. Würzburg, 19. Nov. Tie deutsch-amerikanischen und bie rumänischen Petroleumgesellschaften wollen auch in Bayern den Petroleumverkauf monopolisieren. Sie beabsichtigen auch in LandShut Tanks zu errichten unb von da mittelst Petroleumwagen ihre Produkte in daS Land zu verbringen. Auf Veranlassung der Passauer Handelskammer beschloß die hiesige Kammer, das Ersuchen an daS Staatsministerium des Innern zu richten, bem Unternehmen dieser Gesellschaften fein Augenmerk zuzuwenden unb bie Anlage von Tanks an ber Bahn unb an Flüssen zu verbieten. Die 3 V, e,0 löt« Anleihescheine der «ladt Leer vom Jahre 1902 wurden am 20. d. M. zum ersten male an ber Berliner Börse, zum Eourse von 99,10 e'e, gehanbelt Chemnitz, 20. Nov. Bis zum 6. Dezember ist das Dezugsrecht auf 1000 000 Mk. neue Aktien ber Ehemischen Werke vorm. Tr. Heinrich Byck zmn Eourse von 112% auSzuüben. Prämien-Anleihe der Stadt Genua vom Jahre 1869. In der Ziehung am 3. November wurden folgende Nummern mit Dauptpreifen gezogen. Nr. 6180 60 000 Lire, Nr. 37 802 6000 Lire, Nr. 223 2500 Sire, Nr. 18 086, 81 641, 45 293 4 1000 Lire, Nr. 4563, 19 792, 43 384, 62 991, 66 018, 69 261 1 500 Sire, Nr. 48 879, 60 362 k 285 Lire, Nr. 280, 14 693, 20 181, 87 289, 37 341, 40 538, 43 936, 44 291 * 250 Lire. (Ohne Gewähr.) Stadt Vari, 100 Lire-Lofe von 1869. Die bis jetzt noch nicht gezogenen Lose werden mit 66 Lire, die verlosten unb noch nicht eingelösten mit 9,60 Lire zurückdezahlt. Eingesandt. "Für Form unb Inhalt alte unter biei'er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Haltestelle Giehen-Rord. Nachdem in ber letzten Stadwerorbneten-Verfammlung bte Errichtung eines NordbabnhofeS beforschen und von ben Vätern des Gedankens stets die Hebung des Nordendes als Zweck dieser Anlage hervorgehoben worden ist, mag es einem Bewohner dieses Stadtteils gestattet sein, die Angelegenheit auch einmal vom Standpunkt des Nicht-Grundbesitzers auS zu beleucht-n. Ich frage zuerst: waS soll eine Haltestelle am Rodbera bezwecken ? Antwort: sie soll 1. den Bewohnern des nördlichen Stadtteils eine beoueme Verbindung mit der Bahn schassen; 2. den Verkehr aus dem nördlichen Teil der Provinz und ben angrenzenden Strichen nach der Stadt beleben; 3. den Bewohnern von Wiefeck zu gut kommen. Beginnen wir bei der Betrachtung dieser drei Punkte mit bem letzten, so können wir bieten (ofovt auSscheiden mit dem Hinweis darauf, datz wir keine Vervflichtung haben, für die Kememde Wiefeck zu sorgen. ?kuch der zweite Punkt ist schnell abgetbaiu Wir haben eine direkte Verbindung mit unserem nördlichen Hintev Vormittags Vormittags um Telephonischer Kursbericht« . 24.40i R % Oberhessen 4% Oesterr. Goldrente . . 102.95 pfohlen. Probepackete 60, 80 Psg. und A!k. 1.—. 6262^ Schlittschuhe B Brüder Schmidt in grosser Auswahl empfehlen Arbeitsvergebung Verschiedene zur Wiederher 1903 04 liest °°m 24. b. 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Belgrad, 21. Nov. Der Minister erklärte einem Journalisten, die neue Regierung stehe auf vollkommen verfassungsmäßigen Boden und werde sich auf keine Partei ausschließlich stützen. . Orsowa, 21. Nov. Ein mit Arbeitern vollbesetzte-' Boot ist auf der Donau infolge eines LeckeS gesunken^ 30 Personen sind hierbei ertrunken, nur fünf konnten gerettet werden. San Francisco, 21. Nov. Flüchtlinge aus Gua- te mala bestätigen die jüngsten Gerüchte über die vulkanischen Au s b r ü ch e daselbst, Tie Indianer sind ganz besonders Opfer des Ausbruches geworden. Tausende derselben sind durch giftige Gase erstickt, andere durch brennende Lava und ausgeworfene Steine getötet worden. Räuberbanden durchziehen das Land und ermorven die Flüchtigen, nachdem sie deren; Ansiedelungen ausgeplündert haben. Tie vulkanischen Aus> brüche sollen nicht von dem Vulkan Santa Maria, sonder«' von dem Vulkan Fasaioo erfolgt sein. bare lischt. M HW geb« tW* M.___ , 9Ve Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2'/, Ubr: Christenlehre, darauf Andacht. Müde des kng^. abgebrannt. er Ortschaft GjeuA ikblich von Mitglied Sozialisten, fo, po(b bringen englische mg. Der König fre'i! seinen Leibarzt, $ Sozialisten von je geordneter', oita» in Sie nicht iftdent bet /r>chen chelte hieraieÄ'tisch sehr, aber-Ä Men im Tien.'jl machen Bekannlmachnng. Der Voranschlag der Gemeinde Göbelnrod für 1903'04 liegt vom 24. d. MtS. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessen- ObMjWe Gesellschaft für statur- «nd gtilknnbf. Nächste Slh»nq: Montag, den 24. November 1902, abends 8 Nhr im Auditorium des physikalisch - chemischen Laboratoriums. Tagesordnung: Ertrag des Herrn Prof. Elbs: „Neber künstlichen Indigo." . 91.95' . 80.00 . 95.90« . 210.10’ . 187.10 . 137.30 . 142.00 . 15525 . 148.40’ . 18.10 . 180.80 . 200.80 . 166.50 . 167.40 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lueckborn für abends 8 Nhr: Versammlung und Bibelbesprechung hn Konsirmaudensaal der JohanneSkirche. Montag, den 24. November, abends 8 Uhr, Bibelstunde im Lonfirmandensaal der JohanneSkirche. Tert: Psalm 126. Pfarrer Euler. Nächstfolgenden Sonntag, am 1. Advent, nach allen GotteZ-- diensten: Sammlung für die Kirchenkasse. Abendmahlsfeiern mit Beichte finden statt: Am 1. Advent für die LukaS- und die ^ohanneSqemeinde im Vormittagsgottesdienst. Am 2. Advent für dieJohanneSgemeinde und am 3. Advent für die Luka sg em ein de, jedesmal im Abendgottesdienst. Zu diesen Abendmahlsfeiern werden die Neukonfirmirten besonders eingeladen. Die Pfarrer und Kirchenvorstände der vier Kirchengemeinden bitten ihre Gemeindeangehörigen, ihnen auch in diesem Jabre Gaben zur Ehristbescherung der Armen spenden zu wollen. Solche Gaben wolle man freundlichst den Pfarrern oder Kirchenvorstehern jeder Gemeinde übermitteln. Katholische Gemeinde. SamStag, den 22. November. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 23. November: Letzter Sonntag nach Pfingsten. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lauter für das Jahr 1903/04 liegt vom 25. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Lauter, den 20. November 1902. Großh. Bürgermeisterei Lauter. Samstag, den 29. d. Mts., vormittags 10 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 19. Nov. 1902. Großb. Hochbauamt. Neuling. 8099 ^-t der 'b btf, der w W IM. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 26. Sonntag nach Trinitatis, den 23. November. Totenfest. Gottesdienst. In der Stadtktrche. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schellnemann. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarkuSgemeinde. Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Schlosser. Dienstag den 25. November, vormittags 9’zt Uhr: g^irr Feier des Geburtstags Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS. Vereinigter Militär- und Zivilgottesdienst. Pfarrer Euler. Donnerstag den 27. November, abends 8 Uhr, im unteren R onfirmandensaal, Kirchstraße 9: Bibelstunde. Mare. 2. Sonntag den 80. November, als dem 1. Advent, wird im h»auptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Matthaus- und Markusgemeinde gemeinsam gehalten werden. Anmeldungen dazu nettben vorher bxi dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Weitere Abendmahlsfeiern sinden statt am 2. Advent im Mendgottesdienst für die Matthäusgemeinde, am 3. Advent im Mendgottesdienst für die Markusgerneinde. Zu beiden wird be- swnders die konfirmirte Jugend einqeladen. In der JohanneSkirche. Vormittags 9V? Uhr: Pfarrer Euler. Dormtttags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. In der FrtedhosSkapelle. Nachmittags 2 Uhr: Psarrassistent Vogt. «’s» ■S8anbi8?^«5 •9.e We US* L9fuj9 des u.gung Arbeit? äiS nhtet berkllufen. Ter jimme von 4000 Ms und dem ^^burgermeifterz h der Schwestern t-cn •rbi|? ,s vo" de" -rdend^ tflU*e* je Bekanntmachung. Die diesjährige Fichten- und Tannen-Lamenernte im Netzener Stadtwald soll Mittwoch den 26. November, vormittags 11 Uhr, brr Dürgerrneistereigebäude, Zimmer Nr. 15, öffentlich verwertet woirden. — Die Großh. Bürgenneistereien der umliegenden Orte nrnrben ersticht, dies dorten bekannt machen zu laffen. Gießen, am 20. November 1902. 8102 Großherzogliche ^ürae> meisteret Gießen. Mecum. Nentlte Mcllinnakn. vriginaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeiger. Berlin, 21. Nov. Der Arbeitsausschuß des deutschen Burenhilfsbundes trat zu einer Sitzung zusammen, welcher a»lch Delarey beiwohnte. Straßburg, 21. Nov. Der Präsident des Direktoriums und Oberkonsistoriums der Kirche Augsburgischer Konfession Petri hat sich entschlossen, mit Rücksicht auf sein hohes Alter den Statthalter um Enthebung von seinem Posten zu ersuchen. Ter Statthalter hat infolgedessen diesen Posten dem derzeitigen Rektor der hiesigen Universität Dr. Mayer angeboten, um ihn von Leipzig abzuhalten. Dr. Mayer hat aber auf die Annahme verzichtet. London, 21. Nov. Nach einem Telegramm aus Willemstad soll zwischen der deutschen Gesandtschaft in Caracas und dem Präsidenten Castro mit Bezug auf den Besuch des deutschen Kreuzers „Panther ein Streit ausgebrochen sein. Turch diesen Konflikt sei die Spannung zwischen den beiden Ländern noch verschärft worben. Die Gesandtschaft soll, so heißt es in der Meldung weiter, angeblich von Berlin aus angewiesen worden sein, die Anmeldung deutscher Entschädigungs-Ansprüche einzusammeln, sobald die Macht des Präsidenten Castro wieder vollständig befestigt sei. London, 21. Nov. „Daily Mail" meldet aus Palta: Die Besorgnisse über den Gesundheitszustand des Zaren nehmen in seiner Umgebung zu. Die russischen Aerzte haben eine Consultation von hervorragenden fremden Specialisten für nervöse Krankheiten empfohlen. Paris, 21. Nov. Einzelne Blätter behaupten, die Abfahrt der drei Kreuzer aus dem Touloner Hafen nach Marokko sei durch die Entsendung en g li s ch e r Sch i ff e nach den Marokkanischen Gewässern veranlaßt worden. Man befürchte, daß England in Marokko irgend welche geheime Pläne verfolge. — Der Deputierte Pressenee richtete an Delcasss ein Schreiben, in dem er ihm mitteilt, daß mehrere tausend Armenier, die sich den Verfolgungen seitens der Kurden entziehen wollen, die Absicht haben, nach Persien auszuwandern. Telcasss möge diesen Plan beim Schah von Persien unterstützen und die Konsularagenten beauftragen, den Auswanderern zur Seite zu stehen. Pressenee regt in der „Aurore" eine öffentliche Geldsammlung zur Förderung dieses Projektes an, für welches ein Freund der Armenier 5000 Francs zur Verfügung gestellt hat. Paris, 21. Nov. In der Wohnung des russischen offen .wo ® gfc, rri4tenunb.Sn. tmrt - bet rt-KL riten mak o" Ä-Ä««» enaa vt en ^ 37802 Ss« tl ah«. Sind Sie magenleidend,muss en 8 ie in der Wahl der Speisen vorsichtig sein, versuchen Sie es m'd DnKnechjsMagen- bitter„SäntiSr die Wirkung ist eine ganz überraschende. Grosse Flasche M.2,50 .Probeflasche 1,00. Ü berall erhä I tl ich. ^««stclbmgSgesah' । bet btanbenbut^djr sten, tmen Dchuch li dM >u machen. nett Tierärzte die w t Züchtern auf flinifA f kit hierzu eriorderlichc Moratorien M?rolek ifeä Alebba ober m bt Ihm M «ul litSumnM ferner wnrdr WM «urifi* ö 4l/)% Oesterr. Silberrente 101.20 ” --- ’ . 101.60 l»nbe, seitdem die Züge her Bahn Grünberrr-Londorf-Lollar bis in «nseren Bahnhof hmeingeleitet werden. Wer aus dieser Gegend »ach Gießen kommen will, wird sich nicht durch den Weg vom Bahnhof zur Stadt abschrecken laffen, zumal der Nordbahn- Hos kaum näher an der Stadt liegen wird, als ler Südbahnhof auch. Aber angenommen, die Zahl der Jetzt durch den Omnibus auS der Rabenau hereinbeförderten Personen noürde sich verzehnfachen, so ist daS immer noch keine Verkehrs- Weigerung, die eine so erhebliche Ausgabe für den Stadtsäckel recht- lerttgen wurde. Bleibt nur noch der erste Punkt. Seien wir doch aufrichtig: roer wird den Nordbahnhos, an dem die Schnellzüge nicht halten werden, benutzen? Zunächst doch nur der Nahverkehr nnb hierbei auch nur Reisende aus dein Beurk zwischen Marburger »tztraße, der östlichen Nordanlage und der Weser-Straße. Sodann hat man davon gesprochen, einen Teil deS Güterverkehrs dorthin zu leiten. Ja, ist eS denn nicht vollkommen gleichgültig, ob das «igene Fuhrwerk oder daS des Spediteurs nach dem Nodberg fährt, ■Der nach dem Güterbahnhof durch die fast gerade Verbindung Sßtein-Straße—Nordaulage—Hamm-Straße? Hängt wirklich das Aufblühen de« Nordendes an der um 5 oder 10 Minuten geringeren Entfernung von einer nur unter bestimmten Voraussetzungen benutzbaren Haltestelle? Und wegen dieser etwaigen geringen Worteile, die nur einer ganz verschwindenden Minderheit Mifallen würden, sollte unsere Stadt so bedeutende Ausgaben übernehmen, nod) dazu in einer Zeit, wo das Gleichgewicht des städtischen Haushaltes so ungemein schwierig herzustellen ist? I Aber weiter. Was wird denn nun die thatsächliche Folge der Einlage der Haltestelle sein? Ein kaum abzuschätzender Schaden für die gesamte Einwohnerschaft! Denn die Geländepreise, nicht mir in der unmittelbaren Nähe deS künftigen Nordbahnhofs, sondern im ganzen Nordteil der Stadt, werden rapid in die Höbe peben, in dem Augenblick, in dem die Stadw-rwaltung die Errich- i mfl der Haltestelle beschließt: ja, sie haben es seit der letzten StadtoerordneteN'Sitzung bereits gethan. Den Bodenpreisen werden teie Mietpreise auf dem Fuße folgen. Sind aber in dem weniger elegant angesehenen Nordviertel die Mietpreise auf der Höhe der- innigen der übrigen Viertel angelangt, so werden begreiflicher Weise c*ie letzeren wiederum über die ersteren hiuauszukommen trachten. Dem Steigen der Boden- und Mietwerte endlich schließt sich nach einem eisernen Gesetz ein Steigen der Preise für alles ^urn Lebens- materhalt Notwendige unmittelbar an. Somit hätten die Grund- b esitzer allein, vor allem die des Nordoiertels, den Vorteil von her Haltestelle, während das übrige proNnnm vnlgns die Zeche be- j«hlen müßte. Deshalb fort mit dem NordbahnhofI Ein Gemeinwesen ist nicht dafür da, zu Gunsten einer kleinen Minderheit durch künstliche Werte-Steigerung die Gesamtheit zu schädigen. Schließlich gibt es andere Mittel zur „Hebung^ des Nord- i nbe5, und von einem hat unser verehrter Herr Bürgermeister gelegen! lief) gesprochen: das ist eine elektrische Straßenbahn. Wenn mnan die Kosten für die Haltestelle (Zinsen des Anlagekapitals und 8ietrieh8foften) mit dem Zuschuß vereinigt, den die Omnibus- Gesellschaft jährlich beansprucht, so erhält man eine Summe, die d as in den ersten Jahren sicher zu erwartende Defizit einer elek- tmschen Bahn, wenn nicht ganz, so doch nahezu, deckt. Dann aber icmrbe man einer solchen Verwendung städtischer Gelder auch bei Irbroieriger Finanzlage nur freudig zustimmen können, denn sie geschähe zu Nutz und Frommen der ganzen Stadt und nicht eines u nerheblidien Teiles. offen. Göbelnrod, den 19. November 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Göbelnrod. Damm. 8089 Queckborn, am 20. November 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Queckborn. Schmidt. 8093 Die Lieferungs-Bedingungen: können auf dem VerwaltungS-- Büreau genannter Anstalt nach-- mittags von 3—5 Uhr ein* gesehen werden. Offerten sind mit entsprechender Aufschrift versehen, versiegelt bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 27. November 1902 mittags 12 Uhr dahier einzureichen. Zuschlag erfolgt bis zum 2. Dezember 1902. Gießen, den 21. Nov. 1902. Großh. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. 05222] Mädchen empfiehlt sich im Nähen in und außer dem Hause. Kirchstraße 13, H. Submission. Die Füllung des Eiskeller- in den neuen Kliniken ht Gießen soll auf dem öffentlichen SubmissionZwege ver-^ anzeigen. NamenS der tiestrauernden Hinterbliebenen: O-Zimmer-Wohnung L mittleren O tttocf per sofort zu vermieten. Kirchstratze 2. 5299 Gäste können eingeführt werden. Der Vomtand. Ferd. Hennstiel LudwigSplatz 14. 4766 Wööelhandlang Blockstraße 8 1. Januar oder 1. zu oer- suppe. WAS ich hiermit zurück. mit dem Möbl. Zimmer zu vernr. Anzus. Sonnt. 10—12. Neustadt 78, II. We8eschilhteu.Literaillr Sonntag deu 23. November 1902, abeudS 8Vt Uhr, im Saale de» Hotel Etuhoru 8098 Vortrag* des Herrn Dr* Prager, Lavdradbiner zu Cassel: „Vererbung von Schuld und Sühne in der Bibel im antiken und modernen Drama". irir PensiM- nnö Sifnffn=$frHtnin(i werden überall Vertreter gesucht. Besonder- geeignet für Bankiers, Kaufleute und Lehrer, sowie Vertreter für Lebensverstch. Cffcrten unter L. n. 5710 an Rudolf Stadt. Schlachtham Rreibant. Heute uud morgen: Mtoflrifdi 58 pf-. Fertige Iederbclten mit 6 Pfund Federn gefüllt, Stück zu 12.—, 15.—. 18.—, 21.- Mark und bester. Puppen-Zimmer-, -Möbel, -Küchen Küchen-Einrichtungen Eisenbahnen, Bahnhöfe, Tunnels eowie B&mmtbohe Zubehörteile. radikal und sicher wirkend, bei Adolf Bieler, Progerie MarktwtrAaeA ß. 7801 chöne 5-Zimmer-Wohuuug mit allem Zubehör per sofort zu oerniieten. Wolfshund, reinrassig, 10 Wochen, starkes Exemplar, dunkelwolfsfarb., schon wachsam, billig abzugeben 05218 Licherstratzc 7, TT. 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