Montag 21. Juli 1902 Zweites Blatt. *' 524t B3 E3 ES m9, von 3 n geliefert. Die Heuttge Yummer umfaßt 10 Seiten Dr. Breidert. 152. Jahrgang iroei |d)one, viermonai- deutich-kurzhaarige jnerhunde tietiii Kratze 4. manbank eine Anleihe von dreißigtausend Pfund gegen Verpfändung der Zolleinnahmen des Hafenplatzes Samsun auf. Als der Großvezier hiervon Kenntnis erhielt, über* reichte er seine Demission mit der Begründung, daß das Vorgehen des Palastes den Bedingungen zuwiderlaufe, welche er bei der Annahme des Großvezierrptes stellte. Ter Sultan befahl hierauf, daß Se. Hoheit einige Tage das Zimmer hüten möge. Petersburg, 20. Juli. Wie versichert wird, dürften die Verhandlungen mit der Pforte wegen Erweribiung eines eigenen russischen Handelshafens am Bosporus demnächst zu einem positiven Resultat führen. Sansibar, 20. Juli. Ter Sohn des verstorbenen Sultans, Seyyid Ali, ist zum Sultan ausgerufen worden. Der Premierminister Rogers wird die Regentschaft ühren, bis der Sultan sein 21. Lebensjahr vollendet hat. Tie Ruhe ist nicht gestört. Heute ist ein aus sieben Kriegschisfen bestehendes englisches Geschwader hier an- zekommen. Nr. 168 Erscheint tLgttch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien- tlätter viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag t>L. Brühl'sche- Unroer|, Buch-u.Stei. tr.ucferpi (Pietsch Erben) thebafuu.. Expeditio.» um Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. sftrnsprechanschluß Nr.51. Dolitische Tagesschau. In Italien glaubt man schon wieder einem anarchistischen Anschlag gegen den König Viktor Emanuel auf die Spur gekommen zu sein. Einer vom Bureau Lassan weitergegebenen Meldung des „Daily Telegraph" aus Mailand zufolge verhaftete die Polizei in Bra, Provinz Piemont, welchen Ort König Viktor Emanuel auf seinen Automobilfahrten oft passiert, einen jungen Mann, der kürzlich aus der Anarchistenstadt Paterson (Newjersey) nach Italien gekommen sein soll, und sich für einen Barbier ausgiebt. Bei der Durchsuchung feiner Wohnung durch die Polizei wurden zahlreiche Schriftstücke gefunden, die eine enge Verbindung des Verhafteten mit den Anarchisten in Paterson, für deren Abgesandten man ihn hält, beweisen. Unter den Papieren soll sich folgende Notiz befinden: „Die Königin-Mutter, die um die Ermordung chres Gatten weinte, wird noch einmal umdie ihres Sohnes weinen". Der Verhaftete gabs der Polizei gegenüber seinen Namen als T 0 n e t t i an, man glaubt jedoch, daß dies nicht sein richtiger Name ist. Er be§eid}nete sich selbst als Anarchisten der That. Wie verlautet, wurden die italienischen Behörden durch die Polizei in Paterson von der Abreise Touettis nach Italien benachrichtigt. Die Meldung klingt ja stark romanhaft. Aber obwohl ein Anarchist Tonetti in Paterson unbekannt ist, und auch bas dortige AnarchDenlager um keins seiner Mitglieder in der letzten Zeit kleiner geworden sein soll, scheinen doch für das Leben des Königs ernsthafte Befürchtungen zu herrschen. Wenigstens wird aus Innsbruck gemeldet, daß dort auf Befehl der Statthalterei alle Bahnhöfe Tirols, die der Hofzug mit dem Könige von Italien auf der Itückreise von Rußland passierte, für das Publikum streng abgesperrt waren und längs der Bahnlinie Gendarmerie Aufstellung genommen hatte. Deutsches Mich. Berlin, 20. Juli. Aus M 0ld e wird gemeldet: Außer einigen Spaziergängen konnte der deutsche Kaiser wegen schlechten Wetters besondere Partien nicht unternehmen. Heute vormittag war Gottesdienst an Bord der „Hohen- zollern", mittags sah der Kaiser einige Gäste der hier ein- gelaufenen „Auguste Viktoria" zur Frühstückstasel. Dtorgeu, Montag, vormittag Wreise nach Drontheim, wo der Älufent- hatt auch für Dienshag in Aussicht genommen ist An Bord alles wohl. — Eine weitere drastischeAeußerung Herrn von AodbielskiZ gräbt die „Voss. Ztg." ans: Die Arbeitszeit der Frauen. Die Aufforderung des Reichskanzlers an die Gewerbe- Inspektion zur Berichterstattung über die Zweckmäßigkeit und Ausführbarkett einer weiteren reichsgesetzlichen Beschränkung der täglichen Arbeitszeit für Frauen von elf auf z e h n Stund en hat in den Kreisen der Industrie lebhafte Beachtung gefunden. Verschiedene wirtschaftliche Körperschaften haben schon über die Frage beraten oder ihre Mitglieder um Aeußerungen darüber ersucht. Eine, Kundgebung liegt vor von dem Verbände rheinisch-westfälischer Baumwollspinner, Vorsitzende C. O. Langen jr. in M.-Gladbach, der auf eine Anfrage der königlichen Gewerbe- Jnspettion in M.-Gladbach die Frage mit „Nein" beantwortet. Jede Herabsetzung der Arbeitszeit der Arbeiterinnen in den Spinnereien würde die Herabsetzung der Arbeitszeit überhaupt, also auch die sämtlicher männlichen Arbeiter, zur unausbleiblichen Folge haben. Der Verband weift dann im einzelnen nach, daß in regelrechten Zeiten jede Verkürzung der Arbeitszeit in den Baumwollspinnereien eine entsprechende Erhöhung der Gestehungskosten und demgemäß auch eine Verringerung des Lohnes zur Folge haben müsse. Ob eine Verlängerung der Mittagspause von 1 auf iy2 Stunden angezeigt erscheine, hänge von den örtlichen Verhältnissen ab und würde gegebenenfalls keine Schwierigkeiten bieten, wenn die Arbeiter damit einverstanden seien, abends eine halbe Stunde später zu schließen. Ein früherer Schluß der Arbeitszeit für weibliche Arbeiter an Samstagen als um 51/2 Uhr, wie jetzt bereits, sei unmöglich. Aehnlich beurteilt man die Frage in anderen Betriebszweigen, die weibliche Arbeiter be- schäfttgen. * M von sennm i< 1 ab EchM Simon l|, 1 " , £« befarfl1. -MM actfolgefs- läset Garantie für beste Ansföh^ Dunst- buchsen Honiggläser I bilbg8ten rier. Aarnit^ 19. Hessischer Ieuerwehrtag in Aad-Muheim am 19., 20. und 21. Juli 1902. (—) Bad-Nauh ein;, 20. Juli. Am Sonntag nachmittag 3i/2 Uhr fand in der Turnhalle zu Bad-Nauheim die Delegiertenversammlung des Landesverbandes Hess. Feuerwehren tatt. Hierzu waren ca. 180 Abgeordnete erschienen. Der erste Vorsitzende des Verbandes, Ober-Branddirektor! Drücket- Mainz, ist zur Zeit leider an Zungenkrebs schwer erkrankt und konnte gleich dem ebenfalls verhinderten zweiten Vorsitzenden der Tagung nicht beiwohneti. An ihrer Stelle eröffnete das Mitglied des Landesausschusses Feller-Lollar die Sitzung mit einer Begrüßung der Delegierten. Dann ergriff Kreisrat Fay-Friedberg das Wort zu einer Ansprache, indem er betonte, daß sowohl die Staats- wie auch die Kreisverwaltung ein reges In-, teresse an den Verhandlungen des Feuerwehrtages hätten; zum Wohle des Feuerlöschwesens wünschte Redner den Verhandlungen guten Erfolg. — Nun begrüßte der Vorsitzende des Festausschusses, Bürgermeister W ö r n e r - Bad- Nauheim die Mrsammlung, und hieß die so zahlreich Erschienenen namens der Stadt und des Festausschusses herzlich willkommen. Anschließend hieran widmete der zweite Hauptmann der Nauheimer Freiw. Feuerwehr den erschienenen Feuerwehrleuten, sowie den anwesenden Kreis- seuerlösch-Jnspektoren warme Begrüßungsworte. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen des Vorsitzenden brachte sodann Kreisfeuerwehr-Inspektor Damm- Friedberg eine Statistik des Feuerlöschwesens im Groß- Herzogtum Hessen zur Kenntnis, worauf Kreisfeuerwehr- Jnjpektor Völker- Dieburg einen längeren Vortrag über „Mäugel int Feuerlöschwesen" hielt. Redner behandelte in rascher Folge die verschiedensten Gebiete. Er sprach zuerst über „die Gründung freiwilliger Feuerwehren" und hob dabei hervor, daß in sehr vielen Fällen die Landbürgermeister sehr beeinträchtigend auf die Gründung der freiwilligen Feuerwehren wirkten; den Bürgermeistern erscheine eine freiwillige Feuerwehr int Verhältnis zu einer Pflichtfeuerwehr zu teuer, während doch einem gut organisierten Korps ein bedeutender Vorzug zuzumeften sei usw. Der Redner empfahl hierauf, es solle dahin gewirkt werden von setten des Landesverbandes, daß bestimmte Vorschriften gegeben würden für einheitliche Uniformen, ein* heitltche Ausrüstungsgegenstände und Geräte. Völker will die Gemeindevertretungen ausgeschlossen haben bei Verwendung von Geldern der Landesfeuerlöschkasse, dafür sei der Vorstand der freiwilligen Feuerwehr da. Warum existiere denn eigentlich die freiwillige Feuerwehr? — Auch bemängelte Redner, daß es den Bürgermeistern obliege, die Listen der freiwilligen sowohl wie der Pflichtfeuerwehr zu führen. Im Februar stelle der Bürgermeister die Liste der Feuerwehrleute auf, welche bekannt gemacht würden; gegen diese Liste könne Beschwerde erhoben werden, aber wer entscheidet über die Beschwerde? Der Bürgermeister! Am 1. April nehme der Bürgermeister die Einteilung der Feuerwehr (der Pflichtfeuerwehr? D. Red.) vor. Wozu seien da nun egentlich die Kommandanten da; alle diese Machtbefugnisse der Bürgermeister seien verfehlt. — Redner geht dann auf bie UnfaHfrage ein. Alle Gewerbe hätten ihre Berufsgenossenschaften resp. Unfallversicherungen, nur die Feuerwehren nicht. Er empfehle die Errichtung solcher und Einsetzung von Vertrauensmännern. — Tie Mitglieder der Wehren hätten Arbeit und Beschwerde zu erdulden, was würde denselben dafür geboten? Redner glaubt diese Angelegenheit noch nicht abgeschlossen und hofft, daß Provinzialkassen ersteben, die den Mitgliedern freiwilliger Feuerwehren im Bedarfsfälle Unterstützung usw. gewähren. — Tie 'dreijährige Landesversammlung sei nicht hinreichend genug, um Beschlüsse in genügender Weise und rechtzeitig zu fassen, überhaupt sei zu empfehlen, daß mehr Zusammenhang der Wehren resp. Verbände erstrebt werde. Die Provinzialausschüsse sollten ihre Beschlüsse fallen und dem Landesverei.lt Bericht erstatten. Auch sei die „Feuerweh rzeitung" als Verbandsorgan nicht ausreichend; sie sei als obligatorisches Organ zwar behördlicherseits empfohlen, auf den Landgemeinden beziehe der Bürgermeister das betr. Exemplar, das in den meisten Fällen sofort zu den Akten wandere. Den richttgen Zusammen- hang schaffe eine allgemeine Kranken- und Sterbekasse. Jedenfalls sei es gut, wenn in dieser Hinsicht etwas geschehen wird. — Nunmehr wendet sich der Vortragende der Allgemeinen Bauordnung zu; er bemängelt den Bau der Treppenhäuser und anderes. Beim Brande der Darmstädter Turnyalle habe man gesehen, daß selbst die steinernen Treppen nichts taugten, wenn sich irgend eine Ulli P „i. dk”‘M Ad.1 Ausland. London, 19. Juli. Ter König der Belgier stattete heute dem König Eduard einen Besuch auf der Aacht „Victoria and Albert" ab. — Wie üerlaufet, ist der heutige schwache Stand der Konsols teilweise zurückzuführen auf Gerüchte über bevorstehende (Hmssion einer Dransvaal-A nleihe, die die Einkünfte der Kolonie gesichert und von der britischen Regierung garantiert werden soll. — Bei der heute nachmittag stattgehabten Eröffnung des neuen konservativen Klubs zu Fulham hielt Balfour seine erste außerparlamentarische Rede als Premierminister. Nachdem er über den Verlust gesprochen, den das Land durch den Rücktritt Salisburys erlitten habe, führte der Premierminister aus, daß England während des Krieges teilweise erstaunt und teilweise empört gewesen sei über die Anschauungen verschiedener Völker des Kontinents gegenüber dem britischen Volke und den britischen Truppen; Balfour gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Konttoversen für immer ihr Ende gesunden hätten. Er glaube, daß die Kritiker Englands nach einiger Ueberlegung einsehen werden, England habe einige Züge an sich, die nicht ganz (stimmt auch! T. Red.) unvorteilhaft seien, und daß diejenigen, welche England beschuldigten, es habe ein freies, sich selbst regierendes Volk mutwillig angegriffen, aus der zukünftigen Entwickelung Transvaals erkennen werden, was die britischen Ideen von Freiheit, kolonialer Selbstregierung und Reinheit der Verwaltung dazu tchun können, die Rassen zu verschmelzen, und aus Südafrika das zu machen, was England aus so manchen anderen Teilen der Welt gemacht habe. Er glaube jetzt, daß die Angriffe gegen England auf dem Kontinent eingestellt würden und daß man Aussicht habe auf stets wachsende gute Beziehungen zwischen England und den Nationen des' Kontinents. Alsdann sprach Balfour die Hoffnung aus, man werde sich an der Schwelle eines langenZeitraumsinternatio- nalen guten Einvernehmens befinden. Der Premierminister besprach hieraus die gleichfalls befriedigenden Beziehungen zu den Kolonien. Im weiteren Verlaufe seiner Rede betonte Balfour, Lord Salisbury gehöre der Regierung nicht mehr an, aber seine Politik werbe weiter geführt werden. Wien, 20. Juli. Wie ein Lemberger Blatt aus Warschau berichtet, hat die dorttge polnische Jugend zur Grunwaldfeier eine gegen die Marienburger Rede gerichtete Broschüre verbreitet. Die russische Behörden haben energische Vorkehrungen zur Verhütting etwaiger Kundgebungen anläßlich der Grunwaldfeier getroffen. In den Warschauer Kasernen ist das Militär konsigniert. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 20. Juli. Das Valais nahm unter Ignorierung der Pforte in der vorigen Woch>e bei der Otto- „Wie Herr v. Podbielski denkt und spricht, erweist ein Vorgang, der sich abspielte, als er noch Staatssekretär des Reichspostamtes war. In einer landwirtschaftlichen Genossenschaftsversammlung zu Talmin nahm er als einer der Hauptinteressenten das Wort, um den anwesenden Landwirten, die durch Vermittelung der Genossenschaft Milch und Eier nach Berlin schickten, eine größere Reellität sehr energisch ans Herz zu legen. Sie sollten sich vorhalten, daß die Stadtbevölkerung für gutes Geld nicht schlechte Ware, sondern gute Ware zu beanspruchen habe. Was im Besonderen die Einlieferungen anlange, so sei es vorgekommen, daß nach Berlin als frische Trinkeier eine Ware gelangt sei, die das ganze Reichspostamt und seine A!mts Wohnung durch stänkert habe." — Ter „Fränkische Kurier" erzählt: „Als die Erhöhung der Getreidezölle noch im Vordergründe des Interesses der Öffentlichkeit stand, sagte dem Minister ein freisinniger Reichstagsabgeordneter bei der Fahrt des Nordd. Lloybdampfers „Kronprinz Wilhelm": „Excellen^, die sechs Mark bekommen Sie nie und nimmer!" und Excellenz antwortete mit der größten Seelenruhe in reinstem Berlinerisch: „Na, denn nich, denn is et ooch jut!" — Der „Frkf. Ztg." wird aus Aachen berichtet: Tagtäglich halten Tausende von Menschen, ihrer Tracht nach meistens Bauern, das Münster umstellt und hemmen im Kernpunkt der Stadt den Verkehr. Morgens 10 Uhr beginnt die öffentliche Vorzeigung der Heiligtümer von einer Turmgalerie des Münsters aus. Ein priesterlicher Herold ruft die einzelnen Gegenstände in der Art des lithur? gischen Gesanges aus, wie folgt: „Man wird Euch zeigen die Windeln, worin Christus nach seiner Geburt von seiner Mutter eingewickelt ward. Bittet den allmächtigen Gott, daß wir dieses Heiligtum anschauen mögen zur Vermehrung seines Lobes und zur Erlangung der ewigen Seligkeit!" Sodann zeigt ein anderer Geistlicher die Gegenstände vor, worauf *ba-§ Volk zu beten anfängt. Wenn zum Schluß mit dem Lendentuch^ mit dem man Bildchen, Skapuliere, Rosenkränze und die Kranken berührt, der Segen erteilt wird, fallen die Tausende in die Kniee. Ein älteres Fräulein wurde bei der Heiligtumsfahrt vom Schlage getroffen und als Leiche weggetragen, ein Gutsbesitzer aus Sittart verfiel in religiösen Wahnsinn, lief betend und singend duurch die Straßen unb machte beständig den Versuch, sich zu entkleiden. Kiel, 20. Juli. Das unter dem Befehl des Prinzen Heinrich stehende erste Geschwader ist heute nachmittag von jeiner Uebungsreise in der Nordsee durch den Kaiser Wilhelm-Kanal zurückgekehrt. 9kach dem Einlaufen begaben sich Prinz Heinrich und Prinz Friedrich Karl von Hessen nach Hemmelmark. ——5* Ä Ä Bezugspreis: W d monatlich^ Pft viertel«, GietzeimAmelgerW V General-Anzeiger " Sf ** für den polit. tu allgem. Amts- und Aiyelgeblatt für den Kreis Gießen ZWZ ™ zeigenteil: Hans Beck. .ose ■ Wäofien. 5278 terbsen ,C! 5226 "iou, Grabenstraße. tenkartn :h and billigst 'sehe OnwzDruckerel Kühle bei Bieber. >er zu verlausen. Mauels 3. lttren- Wchiift reicher Sllaße gelegt ar sehr gut renriereti halber abzugebei. en belieben ihre MP lamngeschäst 0I0O c 2 Bl. abzugebeii^ iczeit Kekanntmachung. Sämtliche Diensträume der Großh. Provinzial- Direttion Oberhessen, des Großh. Kreisamts Gießen und des Großh. Kreisbauinspektors befinden sich von heute an wieder im Regierungsgebäude, Brandplatz Nr. 9 dahier. Gießen, den 21. Juli 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. Breidert. Gießen, den 21. Juli 1902. Das GroMerzogliche Kreisamt Gießen an die Grötzh. Bürgermeistereien des Kreises. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie wiederholt ortsüblich zur Kenntnis Ihrer Geineindeangehörigen bringen lasten. Oeffmrug im Treppenhaufe befinde. Durch die dadurch aussttömende Wut sei ein Passiere» der Treppe ja doch nicht' möglich. Die allgemeine Bauordnung falle auch verbieten, daß bei Man fand enbanten ein Gesimsvorsprung geduldet werde, da sich derselbe bei Rettungsarbeiten schon äußerst hinderlich gezeigt habe. Das Gesetz lasse auch beim Feueralarm eine Lücke. Der Mangel an Bestimmungen lasse keine Bestrafung bei Nichtbefvlgung des Alarmsignals zu. Ausflüchte verschiedener Art müßten berücksichtigt werden. Nachdem der Redner seinen Vortrag geschlossen, wenden sich mehrere Delegierte gegen verschiedene Gesichts- imrtte dieser Ausflihrungen. Sv wird der Hoffnung Aus- Druck gegeben, daß die Uufalllasse nicht zu stände komme, -ein anderer Herr tadelt die Vorwürfe, die man den Gemeindebehörden gemacht, da sehr viele Gemeinden doch auch, den freiwilligen Feuerwehren wohlgesinnt seien; zudem gebe es auch, noch andere Wege, wenn eine Gemeindebehörde sich« widerwillig zeige; doch sei in den meisten Fällen zu hoffen, daß, wenn den Gemeindebehörden der Zweck und die Ziele der freiwilligen Feuerwehr klar gemacht würde, diese dafür zu haben sein werden. Zu tadeln seien die vielen Verbesserungsvorschläge Völlers. Feller-Lollar weist nach, daß die Landesfeuerlöschkasse in erster Linie dazu berufen sei, bedürftige Mitglieder zu unterstützen, in zweiter Linie könne sie auch ben Gemeinden mit Hilfe nahetreten. Er verwahre ftch gegen die Vorwürfe, die die Landesfeuerlöschkasse betreffen. Völker sucht hieraus einige Auffassungen seiner Rede richtig zu stellen, sodann wird zu Punkt 4 der Tagesordnung : Antrag der Feuerwehr Nidda, „Obligatorische Einführung der Kreisfeuerwehrtage in sämtlichen Kreisen des Landes" geschritten. Hierzu verliest Fischer-Nidda, den betr. Antrag. Demgegenüber wird von anderer Seite die Einführung obligatorischer Kreisverbände empfohlen. Der Kreisfeuerwehrverband wähle einen Vorsitzenden,' bei den Kreisversammlungen sollten'die wichtigen Fragen zur Verhandlung kommen, und das Resultat der Kreisverband- Verhandlungen bei der üblichen dreijährigen Landesversammlung vorgetragen werden. In dem Antrag Nidda war von den Kreisfeuerwehr-Jnspelloren die Rede gewesen. Meiski s en.-Schotten verwahrt sich gegen alle Sticheleien gegen die Kreisfeuerwehr-Jnspektoren. Die Ansicht, daß das. Kreisamt seine Zustimmung zu geben habe zur Bildung von Verbänden freiwllliger Feuerwehren, wird bestritten, während Meiski f en.-Schotten erklärt, es seien in manchen Kreisen, namentlich in den seinigen, so wenig freiwillige Feuerwehren vorhanden (im Kreis Schotten sind 2: Schotten und Gedern), daß die Bildung von KreiSverbärrden unmöglich sei. Vetzb erg er-Nidda verteidigt wiederholt den Niddaer Antrag, wahrend der Kreisvertreter des Kreises Lauterbach, gegen die Abhaltung von Kreisversammlungen spricht und einen andern Vorschlag, macht; im Kreise Lauterbach werden abwechselnd in verschiedener Bezirken große Uebungen abgehalten, zu welchen die Wehren aller in Betracht kommenden Gemeinden herangezogen würden. Nach der Uebiung fänden die gemeinsamen Beratungen des Kreisfeuerwehrinspektors und der einzelnen Vorstände statt. — Nachdem nochmals die Bezirks- feuerwehrtage empfohlen wurden, beantragt Felley- Lollar, daß an die Streiäömter ein Cirkular gerichtet werde, worin gebeten werden soll, daß die Kreisfeuerwehrtage eingeführt würden. Als Punkt 5 der Tagesordnung beantragt die Feuerwehr Friedberg, daß die Gradabzeichen der Feuerwehr ein- heitlich gesetzlich bestimmt werden. Der Vorsitzende Feller befürwortete diesen Antrag, der einstimmige Annahme fand. Bürgermeister Wörner-Bad-dLauheim bittet hierauf, die Verhandlungen für einige Augenblicke unterbrechen zu dürfen. Er beantragt die Absendung eines Huldigungs?- telegrammes an den Protektor Der Hess. Feuerwehren, Se. K. H. den Großherzog. Die Versammlung stimmte dem einstimmig zu und wurde bald darauf das Telegramm ab gesandt, in folgendem Wortlaut: An des Großherzogs von Hessen Königl. Hoheit. Euer Königl. Hoheit dem geliebten Landesherrn und hohen Protektor bringen die aus,Anlaß des 19. hessischen Feuerwehrtages zu Bad-Nauheim Versammelten unter- thänigste Huldigung dar. Feller, Fay, ,Vors. des Yess. Feuerwehrtages. Großh. Kteisrat. Wö. rner, Bürgermeister und Festpräsident. Punkt 6 der Tagesordnung bildet ein Antrag beS Oberhessischen Verbandes: Die Versammlung wolle beschließen, daß der Landesausschuß die Großh. Regierung ersuche, betr. Auslegung der Absätze 2 und 3 des Art. 11 der Landes- Feuerlöschordnung bestimmte ,Verfügung zu erlassen, um die verschiedenartige Auslegung dieser Artikel in den einzelnen Kreisen des Landes zu beseitigen. Dieser Antrag findet die einstimmige Zustimmung der Versammlung. — Punkt 7 der Tagesordnung gab wieder zu einer längeren Debatte Veranlassung. Die Feuerwehr Lang-Göns hatte angefragt, ob alle Bahnarbeiter oder nur die verpflichteten Personen vom Feuerwehrdienste befreit seien und wie weit sich diese Befreiung auf die Postaushilfeboten erstrecke. Nach dem' Gesetze sind diese Leute vom Feuerwehrdienste nicht befreit, sie müssen denn nachweisen, daß sie zur Zeit des Brandes oder der Uebung im Dienst gewesen sind. Kreis- rat Fay verliest eine ministerielle Verfügung vom Jahre 1893, wonach nur die unabkömmlichen Arbeiter befrell sind. Demgegenüber verliest Meiski sen.-Schotten eine Verfügung des Ministeriums vom Jahre 1896, wonach die Arbeiter auf ausdrückliche Bestimmung des Bahnvorstandes von den Uebungen sowohl wie vom Dienst bei Bränden befreit seien. Die Telegraphenarbeiter seien insoweit befreit, als sie sich zur Zeit des Brandes oder der Uebung von ihrem Wohnorte abwesend aushalten. — Damm- Friedberg bittet, daß das Ministerium neue Verfügung treffe, worauf Kreisrat Fay mitteilt, daß das Kreisamt Friedberg ein diesbezügliches Gesuch ein gereicht habe. Sobald eine Entscheidung getroffen sei, werde dieselbe der Redaktion der Feuerwehrzeitung zur Veröffentlichung im Verband sorg an übergeben werden. Als letzte Position steht auf der Tagesordnung der Antrag der Feuerwehr Alsfeld, die nächste Landesversammlung in Alsfeld abzuhalten. Diesem Antrag kann nicht stattgegeben werden, da die Versammlung abwechselnd in den drei Provinzen abgehalten werden muß. Auf Antrag Fellers wird zunächst beschlossen, die nächste Landesversammlung erst wieder in vier Jahren abzuhalten, da auf Antrag der sreiw. Feuerwehr Mainz die vorige Versammlung wegen des dortigen Stiftungsfestes um 1 Jahr früher abgehalten worden sei. Tie nächste Versammlung müsse in Starkenburg stattsinden, und da Gernsheim und Langen um lieber» lassung des Festes bitten, wird abgestimmt. Die Versammlung entschied sich für Gernsheim, was den wärmsten Tank des Vertreters aus Gernsheim erntrug. Die nächste Laudesversammlung findet «also 1906 in Gernsheim statt — Zum Schluß wird noch die Diplomfrage angeregt und beschlossen, ein von Damm-Friedberg beschafftes sehr schönes Diplom als einheilliche Auszeichnung für 20- jährige Dienstzeit einzuführen. Damit war der offizielle Teil erledigt, und die Versammlung ging auseinander, um sich Bad-Nauheim etwas näher anzusehen. Abends vereinigten sich die Delegierten zu einem Zug durch die Stadt nach dem Festplatz, wo ein Kommers stattfand. Im allgemeinen war der Kommers nicht sehr stark besuchst und endigte auch früh. Wir heben besonders den Chorgesang der Singabtellung des Turnvereins hervor, deren Leiter Lehrer Fritz, aus Langsdorf gebürtig, ist. Gestern, Sonntag, kamen die Mllglieder der Wehren in großer Zahl aus allen Teilen des Großherzogtums hier an; sie wurden am Bahnhose empfangen und mit Musik in ihre Quartiere geleitet Um 11 Uhr fand eine Uebung der Bad-Nauheimer freiw. Feuerwehr statt, welche aus Feuerr- wehrkreisen sowohl wie von )eiten des Publikums zahlreiche Zuschauer angelockt hatte. Diese Uebung wurde als sehr exakt und mustergiltig bezeichnet, namentlich fanden auch die neuesten Geräte allgemeine Beachtung. Nachmittags stellten sich die Wehren zum F e st zu g auf, welcher sich um 3 Uhr durch die sehr schön und reichhaltig geschmückten Straßen nach dem Festplatze begab. Nahe an 100 Vereine waren im Zuge. Dazwischen waren 12 Musikkapellen und eine entsprechende Anzahl Trommler- und Pfeifer-Korps eingeschaltet Auf dem Festplatze begrüßte Bürgermeister Wörner die Feuerwehrleute. Für die verschiedensten Unterhaltungen war in reichlicher Weise gesorgt. Leider trat ein feiner Regen ein, sodaß viele Feuerwehrleute in die Stadt zurückkehrten. Auf das gestrige Huldigungstelegramm an den Groß- Herzog war ein Antworttelegramm von demselben eingetroffen, das aber leider nicht verlesen wurde. Allen Feuerwehrleuten wurde eine Festschrift gratis überreicht, enthüllend die Geschichte der Freiwilligen Feuer^- wehr Bad-Nauheim und anderes. Aus Stadt und Kund. Gießen, 21. Juli 1902. ** Audienzen. S. K. H. der Großherzog empfing am 19. Juli den Oberstaatsanwalt Theobald und den Staatsanwall Hoos von Gießen. ** Personalien. Die „Darmst. Ztg." bringt die Ernennungen der Kr e is g e o m e t e r, aus denen wir folgende hervorheben: Ernannt sind: der Geometer 1. Kl. Georg Knapp aus Fürth i. O. zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Gießen, der Kataster-Geometer Adolf Hein eck aus Kirtorf zum Kreisgeo- meter des Kreisvermessungsamtes Alsfeld, die Geometer 1. Kl. Jo chim aus Einartshausen zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Schotten, Henkel aus Gedern zum Kreisgeometer des Kreisvermessungs- amtes Grünberg, Schäfer aus Nieder-Weisel zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Mainz, Schopbach aus Alsfeld zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Friedberg, Hensing aus Darmstadt zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Homberg, Bücking aus Alsfeld zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Butzbach, Linden st ruth aus Atzenhain zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Büdingen, Hohe nadel aus Bergheim zum Kreisgeometer des Kreis- vermessungsamtes Nidda, Habermehl aus Wiebelsbach zum Kreisgeometer des Kreisvermessungsamtes Lauterbach. ** Düsseldorfer Ausstellung. Turch die Großß Handelskammer Gießen wird uns mttgeteitt, daß für den Arbeiterverkehr der Sttecke Wetzlar-Köln fettens der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. Fahrpreisermäßi- gung zum Besuch der Düsseldorfer Ausstellung gewährt wird. Arbeitern industrieller Werke, einschließlich der sachf- verständigen Führer, wird eine Erleichterung des Besuches in der Weise zugestanden, daß bei einer Teilnehnrerzahl von mindestens 20 Personen, jedoch nur an Sonntagen, für die Person und den Kilometer in 3. Wagenklasse für die Hinfahrt und die Rückfahrt ein Preis von je 1,5 Pfg. (zusammen also 3 Pfg.) berechnet wird. Die Hin- und Rückfahrt muß an einem Kalendertage ausgeführt werden. Anträge auf Gewährung dieser Ermäßigung sind an den in Frage kommenden Unternehmungen drei Tage vorher bei der Abfahrtsstation zu stellen, bei großer Anzahl der. betreffenden Besucher empfiehlt sich! eine frühere Anmeldung. Seitens der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Vereins zur Förderung wirtschaftlicher Interessen zu Hennef a d. Sieg und Großh. Handelskammer Gießen war an die Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt das Ersuche gerichtet worden, eine allgemeine Fahrpreisermäßigung für den TireMonslbezirk eintreten zu lassen. Dieselbe wurde jedoch, abgelehnt. ** Auf dem Dünsberg sind in der Nacht vom Samstag auf Sonntag zwei Turms en st er zertrümmert und ein verschlossener Schrank gewaltsam erbrochen worden. Ferner ist die am Flag gen stock befindliche Leine durch einen brennenden Lampion beschädigt worden. Dieser Rohheiten verdächtig sind sieben bis acht junge Leute, welche bei einem Fasse Bier im Turmzimmer übernachteten. Durch Eintragung ihrer Namen im Fremdenbuche haben die Burschen dem Dünsbergverein die Verfolgung erleichtert, es ist von dem letzteren Strafantrag wegen Sachbeschädigung und Einbruch gestelll worden. ** Zur Landtagswahl. Mit bekannter Schnelligkeit habendielSoziald emo traten die Mttgüeder ihrer Partei bestimmt, die sich bei den kommenden Landtags- ersatzwahlen in Starkenburg um Landtagsitze bewerben sollen. Erhalten, bezw. erobert sollen die Stadt Offenbach, der 16. (Mühlheim-Steinheim) und der 13. Wahlkreis werden. In den' beiden ersten ist der Abg. Ulrich aufgestellt. Man hat, wie der^„Darmst. Tgl. Anz." meint, den Führer zweffellos zweimal ausgestellt, weit man sich in Offenbach, das 1896 die sozialdemokratische Partei nur mit 200 Stimmen Mehrheit gewann, nicht mehr recht sicher fühlt. Wird Ulriche in Offenbach gewählt, dann soll auf dem Lande der Stadtverordnete Joh. Orb in Offenbach für ihn eintreten. In Goddelau-Wolfsiehlen, das bisher der Abg. Backes vertrat, soll der Schuhmacher Friedrich in Darmstadt, der Kassierer des Reichstagswahllreises Darmstadt-Groß-Gerau, auf den Schild erhoben werden. Es wird besonders versucht werden, in Weiterstadt so- zialdemo Irakische Wahlmänner durchzusetzen. ** Der Hessische Gauverband der Vereine Deutscher Studenten begeht Ende ds. Monats sein zehnjähriges Stiftungsfest, verbunden mit einem Kartelfest der südwestdeutschen Vereine Deutscher Studenten im Kyffhäuser- verband. Die Hauptfeier sindet zu Lindenfels i. O. und einem noch näher zu bestimmenden Ort an der Berg- sttaße statt. ** Der gestrige Sonntag zählle, im Gegensatz zu seinem Vorgänger am 13. ds. Mts., zu denjenigen, die viel, versprechen, aber wenig hallen. Die ersten Morgen- und Vormittagsstunden waren für alle, die lieber draußen als wo anders Lust kneipen, recht einladend zu Ausflügen; gegen Mittag fing es aber in dem berüchtigten Wetterwinkel an zu brummen, und bald darauf setzte ein zahmer Landregen ein. Die Folge war ein allgemeines Orakeln in den mit Töchtern reichgesegneten Familien; je nachdem die Frage.: „Gehen wir, gehen wir nicht", entschieden und die Debatten über die notwendig gewordenen Aenderungen in der Toilette, durch energische Schlußrufe der Familienväter und Mütter beendigt, traten die Mutigsten die Wanderung an.. Die mit dem feuchten Element am besten vertrauten Feuerwehrmänner wurden, ca. 140 Mann stark, mit den ersten Vormittagszügen nach Bad-Nauheim entfühtt, wo der auf drei Tage vorbereitete 19. Hessische Feuerwehttag stattfand, lieber die am Samstag stattgehabten Beratungen berichten wir an anderer Stelle; was der Festott am Sonntag bot, nämlich Frühkonzett, Uebung, Festzug, Konzert, Tanz- und Volksbelustigung, konnte programmgemäß abgewickelt werden. — Der vorsichtiger Weise auf den Vormittag angesetzte spott- liche Teil des Radfahrfestes in Wißmar, bestehend in einem 15-Kilometer-Sttaßenrennen auf der neu angelegten, auch kleine Hindernisse bietenden Straße Wißmar—Oden- Hausen mit dem Drehpunkt in letztbezeichnetem Orte, wurde ohne Störung durchgefühtt und recht anerkennenswett geradelt. Den Löwenanteil an den Preisen, nämlich den 1., 2. und 4. Preis heimsten Gießener Herrenfahrer, den 3. Preis ein Kleinlindener ein. Die geräumige, mit Saal und Unterkunftshallen gut ausgestattete Schneider'sche Wirtschaft in Wißmar gestattete die Durchführung des zweiten Programmteils: Konzert, Tanz, Volksbelustigung. — Die Kirmes in Rödgen, die in ftüheren Jahren gegen Ende des Kalender- Sommers stattfand und stets gut besucht wurde, wurde durch das unbestimmte Wetter etwas beeinträchtigt. — Die Teilnahme an dem Kinder- und Familienfest auf Helgo- land in Steins Garten hatte unter der Ungunst der Witterung zu leiden, trotzdem verlief die für die Seestadt Gießen neue Vergnügungsspezialität zur Zufriedenheit aller, besonders der Kleinen. — Das „bei jeder Witterung auf dem Schiffenberg stattfindende" Sommerfest des Kauf-- männischen Vereins wurde in den Saal des beliebten Ausflugspunktes verlegt. Man sah wohl viele, die nicht da waren, aber die Anwesenden füllten ttotzdem den Saal und die Nebengemächer bis zur Gemütlichkeit, die sowohl durch unsere Regimentsmusik, wie durch die vorzügliche Bewirtung (es gab Kaffee und Kuchen, Roastbeef, Kalbsbraten, „Geröstete" und Salat) bis zur Fröhlichkeit gesteigett wurde. Die Teilnehmer, denen zudem reichlich Gelegenheit gegeben war, das Tanzbein zu schwingen, werden mit der gegen 10 Uhr gezogenen Vergnügungsbilanz zuftieden sein. Die Marschfesten zogen mit Musik nach der Stadt, die übrigen benutzten die Eisenbahn. — Die Nachbarschaft des Schiffen- bergs, der Ludwigsbrunnen, hatte den Männer- Turnverein zu einem Waldfest eingeladen. Die wackeren Turner machten aber „Kehrt" und vergnügten sich, so gut es ging, in Steins Gatten. — Der Turnklub, der die Nachfeier seines 28. Stiftungsfestes in der ersten Schneist rechts der Licherstraße abhalten wollte, zog es vor, die Feier in die Rö h r le'sche Bier Halle zu verlegen. — Das Sommerfest des Wohlthätigkeits-Veteins Gießener Zitherklub fand auf der „Schönen Aussicht" statt, das Volksfest auf der „Liebigshöhe", beide allerdings auch durch das ungünstige Wetter etwas beeinträchtigt. — Die Räume des „Wind Hofes" beherbergten den Fechtverband Gießen-Lahr. Wie unser Festberichterstatter auf Pflicht und Gewissen versichett, wurde hier ausgiebig getanzt. — Das in Preisschießen, Kinderspielen mit Preisverteilung, Bretzelpolonaise und Tanz bestehende Sommer- fest der GießenerGewerkschaften fand, obwohl im Fall ungünstigen Wetters das „(Safe Leib" vorgesehen war, am alten Anneröd er Weg statt; nicht weit davon, in der ersten Schneise der Licherstraße, hatten sich mit Kind und Kegel die allezett wetterfesten Eisenbahner, der Lokomotiv- Beamten-Verein, niedergelassen; All und Jung hielt wacker aus, bis das Signal zum Sammeln für den Rückmarsch ertönte. — ? Kinzenbach, 20. Juli. Der hiesige Krieger- Verein hat in seiner letzten Generalversammlung beschlossen, demnächst eine Vereinsfahne anzuschafsen und oem allgemeinen Deutschen Krieger verbände beizutreten. ?? VermutsHain, 20. Juli. Die zuletzt abgehallene zweite Bürgermeistermahl wurde infolge eingelegter Reklamation wieder beanstandet, sie wird am nächsten Samstag den 26. Juli vor dem Kreisausschuß in Lauterbach zur Verhandlung kommen. Nach Aussage verschiedener vernommener Zeugen dürfte auch diese Wahl gesetzlich für un* giltig erklärt werden. Es steht sodann den Bewohnern der Gemeinde Bermuthshain eine dritte Bürgermeisterwahl bevor. Darmstadt, 20. Juli. Die Enthüllung deS Aliee-Denkmals, das in Gestalt eines Obelisken von Bildhauer Ludwig Habich auf dem Wilhelminenplatz errichtet wird, soll am 25. August d. I. stattfinden. Frankfurt, 20. Juli. Des Vertrauens der Arbettec unwürdig gezeigt hat sich der Kassierer der hiesigen Verwaltungsstelle des Deutschen Tabakarbeiterverbandes, Genosse Christian Kraiker. Er hat sich Unterschlagungen und Betrügereien in Höhe von über 1000 Mark zum Nachteil des genannten Verbandes zu Schulden kommen lassen. Der Vorsitzende des Verbandes, Junge aus Bremen, reifte hierher, um einmal nach dem Rechten zu sehen. Hierbei stellte sich heraus, daß Kraiker Bücher und Quittungen gefälscht, sowie Belege vernichtet hatte. Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist erfolgt. Die Unterschleife soll Kraiker hauptsächlich in der Weise verübt haben, daß er die Reiseunterstützungsquittungen fälschte und doppelte Beträge erhob, wovon er die Halste immer für sich verwandte. „Unbegreiflich erscheint es allerdings", so meint die „Volksstimme", „wie dieser ziemlich Plumpe Schwindel so lange unentdeckt bleiben konnte. Offenbar ift die Kontrolle, doch ziemlich lax gewesen, wie oft Ge- Telephonischer Kursbericht« Frankfurt a. 56, 103.90 4‘/s% Oesterr. ßüberrente 102.10 Wie uns aus (von uns heute sich elbabwarts 102.40 103.30 47.30 29.00 27.45 112.50 44.00 3V2% 3% 3V,% 8% 31/2°/o Hessen . . 3Oberhessen 4% Oesterr. Goldretne Reichsanleihe do. Konsole . do. . . 102.55 93.05 102.40 92.65 100.50 zum Wiederaufbau des CarnpcmLe verwendet werden soll. — Beim Abräumen des Schlütes wurden wieder wesentliche Bestandteile der Loggetta ausgefunden, darunter vier Basreliefs, die Aquarellen darstellen und Waffen, sowie drei größere Reliefs: ^Gerechtigkeit", „Neptun" und „Liebe": Dagegen liegen die vier Statuen von Vrkorio unter den Steinblöcken zertrümmert. Vermischtes. Ein entsetzliches Schiffsunglück. 1902. . 26.45 . 91.05 . 101.30 . 107.70 . 213.30 . 183.40 . 136.40 . 144.00 . 155.50 . 149.20 . 18.40 . 168.50 . 195.50 . 186.00 . 166.50 Hamburg telegraphisch gemeldet wird Morgen durch Extrablatt bekannt gemacht), hat von Hamburg bei Blankenese ein schweres Schiffsunglück er- eignet. Der Buxtehuder Dampfer Primus mit 185 Passagieren an Bord, darunter der Mannergesangverein Treue aus Eil deck, wurde heute Nacht 12 Uhr 30 Min. von dem See- 4% Ungar. Goldrente . . 4*Vi) Italien. Rente . . . 4*/2% Portugiesen . . < 80/., Portugiesen. . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4’/2% äussere Argentiner 3% Mexikaner 41 /2V0 Chinesen . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Lanrahütte . . . Bochum . . , . Harpener Tendenz: schwach. UniorrsltAs-Nachrichtr«. Wie aus M ü n st e r t. W. gemeldet wird, ist die dortige At a d e rn i e durch eine königliche Urkunde vom 1. d. zur Uni = versität erhoben worden. fchlepper Hansa bei Blankenese überrannt und durch- schnitten. Nur etwa 30 Personen wurden gerettet. — Ein weiteres Telegramm aus Hamburg, das uns in den Vormittagsstunden zuging, meldet noch folgende Einzelheiten: Der „Primus" fuhr mit den Mttgliedern der Liedertafel aus Ellbeck, im Ganzen 180 Personen ab. Bei Nienstedten stieß er mit dem elbabwarts fahrenden Dampfer „Hansa" zusammen. Die Hansa traf den Primus mit den Steven mit furchtbarer Gewalt gerade in die Mitte und schnttt chn glatt durch. Ein großer Teil der Passagiere wirrde über Bord geschleudert. Der Primus füllte sich schnell mit Wasser und sank in wenigen Minuten. 50 bis 60 Personen wurden von den herbeieilenden Dampfern gerettet. Ueber 100 Personen werden noch vermißt. Eine große Anzahl von Leichen ist bereits geborgen. Die Suche nach den Verunglückten wird fortgesetzt. Die Unglücksstätte ist nur 100 Fuß von Nienstedten entfernt. Der Dampfer Hansa kehrte, nachdem er sich an den Reüungsarbetten be- telligt hatte, nach Hamburg zurück. — In Eilbeck herrscht großes Wehklagen, Ellern vermissen ihre Kinder, Kmder chre Eltern. — Die Schuld an dem Unfall soll die Hansa tragen, die die vorgeschriebenen Positionslaternen nicht führte. Die Untersuchung ist eingelettet. • Berlin, 20. Juli. In der Nacht versuchte die Händlerin Böhm in einem Tobsuchtsanfall ihren achtjährigen Sohn durch das vorher zertrümmerte Fenster auf den Hof hinabzuwerfen. Der Knabe wurde so schwer verletzt, daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause erforderlich wurde. Die Mutter wurde nach einer Irrenanstalt gebracht. — Heute morgen tötete in der Potsdamer Sttaße der aus Böhmen gebürtige Gürtler Stahr seine von ihm getrennt lebende Ehefrau durch Revolverschüsse und erschoß sich darauf selbst. * Der ermordete Dir. Ord en st ein, der übrigens ein Ehrenmitglied der Gießener Burschenschaft Germania war, ist am Soirntag in Paris auf dem Friedhöfe Montparnasse unter großer Betettigung von Freunden des Verstorbenen und Mttgliedern der deutschen Kolonie beigesetzt worden. Tie deutsch«»: Regierung, die einen Kranz mit der Aufschrift: ^Tem Andenken des Patrioten und Menschenfreundes" sandte, war durch, den Botschaftssekretär v. Schlözer und mehrere andere Mttglieder der Botschaft vertreten. Ter Präsident des' deutsche Hllss- vereins Frhr. v. d. Tann. kielt namens des Vereins die Gedächtnisrede. — Der Mörder Firmin Chabaneix verfügte über ein ganzes Arsenal von Mordwaffen, die er teils bei sich! führte, teils in seiner Wohnung gelassen hatte, darunter ein langes Tranchiermesser, ein schwedisches Dolchmesser und ein sogenanntes katalinisch.es Messer, die Lieblingswaffe der Zuhälter. Die Unthat selbst aber vollführte er mit einem langen Küchenmesser. Bei sich trug er noch einen mit fün Kugeln geladenen Revolver, zwei Riemen, die augenscheinlich für die Erwürgung seines Opfers bestimmt waren, und eine Serviette mit sorgfältig ausgetilgten Wäschezeichen, um sich an ihr die bluttriefenden Hände! zu reinigen. Fügt man dazu noch einen schweren Stahlhammer, der sich in seiner Wohnung fand, berücksichtigt man ferner die verzweifelle Lage des entlassenen TelegraphenLeamten, der nach, einer anderen Lesart von seinem Vater keine wetteren Gelduntev- stützungen mehr erhoffen konnte, so stehen wir einfach vor einem Raubmörder, der aus Beute ausschaute. Daß ihm Dr. Ordenstein zum Opfer siel, war das Werk des Zufallesl Die theatralische Bergiftungsszene, die Chabaneix der seiner Verhaftung vorgenommen hat, giebt uns den Maßstab für die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen; sein Gisttrank war harmlos und sein Allgemeirrbefinden nach der Vergiftung vorttefflich. — Eine andere Mitteilung aus Paris besagt: Tie Untersuchung über die Ermordung des Dr. Orden stein bestätig immert mehr, daß es sich um einen Raubmord- Versuch handelte. Auf die Frage des Untersuchungsrichters, warum er getötet habe, antwortete der Mörder: vielleicht nur, um zu Men!" Auf die wettere Frage,, warum er in seiner Wohnung eine Sammlung neuer Messer besaß, antwortete er: ,Marum soll denn ein Staatsbürger keine Messer besitzen dürfen?" * Verona, 19. Juli. Der historische Glockenturm der St. Leonhardtskirche (Eine solche ist uns in Verona nicht bekannt. D. Red. des „Gieß. Anz.") ist durch einen Brand zerstört worden. * Vom Glockenturm in Venedig. Ein New- Yorker Klub hat eine Subskription eröffnet, deren Ergebnis nossen gegenüber, die sich! ein gewiffes Vertrauen in der Arbeiterbewegung erworben haben. Kraiker war seit einigen Jahren Beamter der hiesigen Allgemeinen Ortskrankeu- kasse und verhältnismäßig gut bezahlt. Von Notlage, die ihn zu den Unredlichketten veranlaßt Mt, kann feine Rede sein." Balduinstein, 19. Juli. Me Königin Wilhett- miua berließ heute die Schaumburg, deren Sttlle und Abgelegenhett, in Verbindung mit der reinen Luft, ihr wieder zur früheren Frische verholfen haben, und in deren ausgedehnten Waldungen kaum ein passierbarer Weg zu finden fft, den die Königin nicht in den vergangenen sechs Wochen zu Fuß oder Wagen zurückgelegt hat. Besonderes Vergnügen bereiteten chr in letzter Zett die gemeinsamen Ausfahrten mit dem Prinzgemahl, der übrigens den gestti- gen Morgen noch zu einem kurzen Besuch von Ems benutzte. Dwtz der Ungunst des Samstags waren Viele herbeigeeill, um dem hohen Gaste beim Abschied zuzujubeln. Kurz vor 10 Uhr fuhr die Königin-Mutter und sogleich darauf in dem von ihrem Gemahl gelenkten Gespann und neben ihm den Bocksitz einnehmend, Königin Wilhelmina selbst vor und begab sich nach dem fürfttichen Wartezimmer, wo sie sich bis zum Abgang des Sonderzuges' von dem zurück- bleibenden Hofmarsch-all, wie auch von Landrat Duderstadt und dem Ahloßanttmann der Schaumburg, Major a. D. mm Giseuhardt-Rothe verabschiedete. Beide Herren, wie auch Major von Schermening zu Diez und Major Httlmar zu Oranienstein waren durch Verleihung von Orden ausgezeichnet worden, während einer Reihe von Herren und Beamten der Schaumburg, sowie aus Balduinstein, Diez und Wiesbaden, letztere vom Sicherheitsdienst, neben zum Lett namhaften Geldgeschenken, goldene und silberne Me- dattlen verliehen waren. Sport. Alzeh, 18. Jrcki. Von den 42 in Darmstag am Donnerstagabend 9 Uhr fortgerittenen Lheilnehmern am diesjährigen Kaiser- ritt trafen im Lause des heutigen Tages 37 ein. Der Erste kam ;egen 6 Uhr vormittags, der Letzte am nachmittag. Drei Pferde ind verunglückt. Hier wurde eine eintägige Rast gemacht. Cassel, 20. Juli. Vom Bundestag des Deutschen Radfahrerbundes. Heute vormittag erfolgte die feierliche Einholung der aus allen Gauen Deutschlands vor den Thoren Eassels eingetroffenen Teilnehmer an der Sternwanderfahrt zum Buirdestag. In festlichem Zuge ging es zum Festvlatz; hierauf erfolgte die offizielle Eröffnung des Bundestages im ^anufch-Saale. Der Dresdener Gau übergab das Bundesbanner an den Gau Kassel, dann begrüßte Oberbürgermeister M ü l l e r mit herzlichen Worten die Gäste. Nach einer Ansprache des Bundesvorsitzenden begann der Bundesausschuß seine Beratungen mit Verlesung der Präsenzliste. Die Rechenschaftsberichte lagen gedruckt vor. Der Kassenbericht schließt mit einer Bilanzsumme von 214 473.79 All. ab. Eine reiche Thätigkeit entwickelte der Vertreter für Rechtsschutz, der hauptsächlich in Angelegenheit der Fabrradversicherungs-Gesttlschast Wittenberge erfolgreich vorging. Auch mü Bezug auf die verschieden hohen Gebühren für ne Radfahrerkarte wurde vom Vertreter für Rechtsschutz wirksam vorgegangem Die Gebühren find infolge dessen auf eine minimale Höhe gebracht worden. Der Mitgliederstand betrug am 30. Juni 1902 36 556. Es folgt dann die Beratung der Einführung der Hastpflichwersicherung für alle Bundesmitglieder. Nach langer, heftiger Debatte wird der Antrag auf Einführung der allgemeinen Haftpflichtversicherung angenommen. Weiterhin beschloß der Bundestag, nächstes Jahr in Hamburg zu tagen. Der seitherige Vorstand wurde wieder-, für Vogel- Königsberg, der ablehnte, als 2. Vorsitzender v. Köller- Altona aewahlt. — Tie Meisterschaft des Deutschen Radfahrerbundes auf iiederrad gewann Max Schönemann -Leipzig, auf Hochrad Richard Schultz- Altona. — Ueber die wetteren Feierlichkeiten wird uns noch gemeldet, daß das am Samstagabend im Park der Aktienbrauerei bei zahlreicher Beteiligung abgehallene Garten- f e st tadellos verlaufen ist. Der am Sonntagmorgen gefahrene Corso verlief programmmäßig. Die Betettigung an demselben sowie die Ausstattung war den Verhältnissen entsprechend gut. Von den Gießener Vereinen beteiligte sich der G. R. V. 1885 mit einer stattlichen Anzahl von Fahrern. Das für Sormtagmittag angesetzte Radrennen mußte infolge schlechter Witterung auf Montag ver- schoben werden. Es regnet seit heute mittag 4 Uhr unaufhörlich. btr eniqen ™ , sm ' öle viel Wn als 7? ^lnkel J9? Bregen Ä* V? Debatte ? ber Toilette, * "nd Mütter Feuerwehr. 7 ersten Bor- wo der auf *9 stattfand. ,tlln9en berchen m ^nntag bot I3eti- Tanz- und wickelt werden, ^gesetzte spost- c' bestehend in neu angelegten, kHmar-Odeü- ;m Ctie, wurde :ennen§roert ge- nämlich den 1. den 3. Preis aal und Unter- : Wirtschaft in Uto Programm- Kirmes xn des Kalender- rde, wurde durch l- — Die Teilest auf Helgo- der Ungunst der für die Seestadt Mdcnheit aller, Utenrng auf dem sl des Rauf* lal des beliebten ele, die nicht da n den Saal und dw sowohl durch igliche Bewirtung albsbraten, ,Ge- gesteigeä wurde, elegenheit gegeben a mit der gegen ftieden sein. Die tobt, bie übrigen aft be§ Schaden SOlänae^ , Die voad-wm W gut ntlub, der die >t ersten Zchneise zog es vor, die verlegen. - Tas 'eins Gießener chchi- statt, te de allerdings auch lrachngt. -- en den Fecht- Aeslberichterilatter ner ausgiebig ge> ielen mit Preis- lehende Sommer obwohl im ssall r'aesehen war, wn eu davon, m der i mit Kmd t und JunE in für * ** zulktzt °bE 1 » 7 w-* n.hüttA s üninenplaS A. , i., arbeit EtC Mtbüte «bl1 Mtrt011' t. * “’n Al ,he des x pesen- gewicht 58—62 Mg., Schaff L Qrrall Schlachtgewicht 64—66 Pfa. 2. Qual. 60—62 Pfg„ 3. Qual. 00—00 Psg.; Schweine L SDuaL 66-00 Pfg., Lebendgewicht 52 Pfg^ 2. Qual. 65 Pfg,, LebendgewüA: 51—00 Pfg., 3. Qual. 52—56 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig Ueberstmrd gering, bei Kleinvieh gut, alles verkauft. fc. Frankfurt a. 9JL, 2L Juli. (Orig.°Telegr. des ^Gießern Anz.") Arntliche 9lotierungen der heutigen Frucht markt preise. Weizen Wk. 00.00—17^5, Kurhessischer All. 00.00—00.00, La Plabr All. 17.25—1800, Kansas All. 1500—00.00, Roggen (hiestgech Mark 1500—OODO, Gerste (Wetterauer) All. 15.75—16J35, Franken» el ber Mt. 18,00—1800, Hafer ML18.00—18.50, Mais Mk.12.00—12L5, Weizenmehl 0 Alk. 25.00—2500, 2. Qualität AL 23.00 bis AL 23^0, 3. Qualität DL 2100—2L50, Roaaemnehl 0 AL 24.00—00.00, 1. Qucttttät Mk. 21.50—0000, Weizenkleie AL 8^5 bis AL OOO, Roggentleie AL 900—000, Maiskeime AL 1000 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried AL00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Gerichtssaal. Leipzig, 19. Juli. Exners zweiter aSer-tetM-ger Drucker, führt aus, die Direktoren hätten in erster Exposö nur bestellte Arbeit geliefert, seien daher nur der Beihilfe zur Verschleie-- rung schuldig. Das zweite Epost enchalle keine Unwahrheiten. Ein Betrug Exners gegenüber v. d. Heydt und Bleichröder^ liege nicht vor, da ein Kausalzusammenhang zwischen den Vermögens- Verlusten derselben und Exners Handlung nicht gegeben sei. Dr. Drucker wendet sich ferner gegen die Anklage wegen Untreue. Justizrat Dr. B roda als Verteidiger Gentzschs acht auf„ bie Anklage gegen Gentzsch ein und erörtert die Frage oes betrügerischen Bankerotts. Wohl hätten die Angettagten die Pflichten des sorg-> ältigen Kaufmanns verletzt, aber sie hätten gebüßt mtt ihrem ganzen Vermögen. Auch die Frage der Verschleieftrng und der Untreue sei zu verneinen. Neueste Meldungen. OriginaLdrahtmeLdungen des Gießener Anzeigers. Berlin, Zl.Jull. Wie das polnische Blatt ^Orendoro- nik" meldet, soll der Karmnecherr v. Morcrrvski in Berlin bei einem der Minister gewesen sein und diesen ersucht haben, er möchte den Kaiser bestimmen, daß er seine Reise nn dem Hause Nordanlage 7 V ist eine elegante 6-Zimmer- wohmlng mit Bad, Balkon und allen sonstigen, der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu ver- mielen. Näh. 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