Nr. 168 Erstes Blatt. 152. Jahrgang Montag 21. Juli 1902 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfifchey Landwirt die Gießener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.51. Sietzener Anzeiger General-Anzeiger * * * * v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngSpreiSr monatlich7bPs., viertele jährlich Mk. 2L0; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel» jährl. ausschl. Bestellg, Annahme von Anzeigen für die Tagesniirnmer bis vormittags 10 Uhr. Zetlenprers: lokal 12Pf^ ausivärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wtttko: für .Stadt und Lmrd^ und „Gerichtssaal*: Curl Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Politische Wochenschau. Der preuß. Landwirtschaftsminister v. Podbielski !hat in Stolp gelegentlich seiner Reise durch Hinterpommern ein bischen starken Tabak geraucht: Erstens wären die Moorkulturen in Pommern sehr im Argen und die Landstraßen verwahrlost. „Schweinevieh" habe er gesehen, "^yie Landwirte hielten am alten Zopf fest und sollten nicht immer wie politische Kinder nach dem Staat schreien; die anderthalb Mark Zoll über die Regierungsvorlage hinaus könnten der Landwirtschaft auch nicht helfen; ihre Vertreter sollten sich hüten, in die Fußstapfen der Sozialdemokratie zu treten und imperative Mandate zu erteilen; und endlich sagte der Minister: „Bilden Sie sich nicht ein, daß die Negierung auch nur einen Pfifferling nach- giebt." Diese Worte, noch dazu auf einem Festmahl gesprochen, sind allerdings geeignet, Sensation hervorzurufen. Die sie mit anhörten, kamen von einem Erstaunen ins andere. Das Bündlerorgan zweifelt an der Richtigkeit der veröffentlichten Worte, indem es zugleich dem Minister „burschikoses" Wesen vorwirft, während die „Kreuz- zeitung" meint: „Das wäre sehr traurig, wenn der Minister wirklich also geredet hätte!" Ein Dementi der Worte: „keinen Pfifferling" ist bis jetzt nicht erfolgt und es ist nicht ganz so urrwahrscheinlich, oas sie wirklich gesprochen wurden. Denn es muß im hohen Grade auffallen, daß über diese Rede, die nun schon ein 3 Wochen- Kind ist, vorher noch kein Sterbenswörtchen verlautete, daß die Geburt bis dato auf das sorgsamste verheimlicht ist und erst von Gegnern aufgedeckt wurde. Wenn aber der Minister die „PfiffeÄings-Worte" wirklich in diesem Zusammenhänge gebraucht hat, so ist damit eigentlich das Schicksal der Zolltarifvorlage entschieden: Die Regierung geht nicht einen Schxitt weiter; den Agrariern nützt die Regierung nachts — ergo: sie stimmen gegen den Taris und dieser verschwindet damit wirklich in dem Orkus. Auch der Führer des Bundes, Freiherr v. Wangen- cheim, scheint allmählich am Gelingen des 'agrarischen Zolltarifes zu verzlveifeln, er ist parlamentsmüde und die bündlerische Presse hat die Nachricht davon nicht widerrufen, also stillschweigend bestätigt. Der Häuptling verläßt das Lager. Dazu kommt noch eine scharfe Absage des Zentrums. Herr Brand-Netzbach kandidiert im ehemalig Lieber'schen Wahlkreise. Die Zentrumspresse hatte, gestützt aus die „Emser Ztg." die Nachricht verbreitet, Herr Brand sei ohne sein Wissen von dem Bundesorgan als Kandidat ausposaunt worden; er wolle aber gar nicht kandidieren, ihm sei es vielmehr völlig „farcDnentum", wer gewählt würde. Da diese Nachricht nun aber von Herrn Brand eigenhändig dementiert wurde, erwiderte das Zentrum: „es wäre egal, ob Herr Brand kandidiere oder nicht, an der „zentrumsfeindlichen" Haltung des Bundes der Landwirte ändere die Kandidatur- Brand nichts!" Gerade setzt trifft diese Absage den Bund doppelt schwer. Auch das Zentrum hat die schlechtesten Stimmungen durchzukosten, weil man in Bayern den Kultusminister von Landmann in „Urlaub gehen" ließ. Daß die dortige Regierung sich in diesem Falle mit den Liberalen einverstanden erklärte, und aus die Seite der Würzburger Universitätsprofessoren trat, hat das Zentrum« erregt, so daß in ihrer Presse sogar das Wort gefallen ist: Das HaM Wittelsbach stehe in Gefahr, die Stütze im Lande zu verlieren. Doch'wir glauben,'das Zentrum wird schon wissen, wie der Hase lauft im Bayernlande. Daß es in Bayern aber doch geschah, v. Landmann kurzer Hand fallen zu lassen, bedeutet immerhin eine nicht unerhebliche Mederlage des Zentrums. Unsere Abgeordneten und Führer haben sich mit der Mehrzahl der Minister in die ländliche Einsamkeit zurückgezogen.' Von letzteren weilt Graf Bülow in Norderney. Nur der unermüdliche Posadowsky ist in Geschäften in Berlin, mit dem preuß. Handelsminister Möller sitzt der Gras in der Zolltarifkommission, wo gegenwärtig die Verhandlungen über die Jndustriezölle einen etwas lebhafteren und schnelleren Fortgang nehmen. Von der 9tord- landsfahrt des Kaisers kommt verhältnismäßig wenig Kunde. Der Groß Herzog von Hessen begießt sich heute (Montag) aus acht Tage nach Bayreuth um den Festspielen beizuwohnen. Ebenfalls recht ruhig hat sich in England ein Wechsel im Ministerium vollzogen, der, wenn man ihn auch erwartete, doch immerhin überraschte. 73 Jahre alt ist Lord Salisbury, nachdem er 13y2 Jahre als erster Minister die Geschäfte des Landes geleitet hat, vom Amte zurückgetreten und sieht seinen Neffen Balfour als Nachfolger seinen Posten einnehmew Chamberlain, der allmächtige Chamberlain, hat seine Zustimmung zu dieser Ernennung erteilt. Englands Kolonialminister hätte ohne jeden Zweifel diese Stelle für sich in Anspruch nehmen können, und sie wäre ihm sicher zugesprochen worden. Aber als Premierminister hätte er auch dem Unterhause vorstehen müssen. Mag fein, daß rhm diese ungewohnte Beschäftigung zur Zeit noch zu vrel Mutze bereitet. König Eduard ist immer noch recht krank, doch ohne Unfall in Cowes zur Erholung eiugetrofsen, während der Besieger Transvaals, Lord Kitchener, mit Ehren überhäuft in Englands Hauptstadt feierlichen Einzug hielt. Es ist, als sei aber mit ihm Albions guter Geist aus Südafrika gewichen. Denn die Nachrichten, die überdies auffallend spärlich einlaufen, erzählen von allerlei merkwürdigen Dingen. Es scheint nach dem ersten Gefühl der Friedens- freuoe ein Rückschlag in der Stimmung der Buren eingetreten zu sein. Der Bu r en ko m Mandant Herzog soll neulich sogar eine Rede gehalten haben, daß nach dem beendeten Kampfe im Felde ein anderer Kampf kommen müsse, eift härterer, der das Burenvolk groß machen soll, denn Südafrika müsse doch für die Südafrikander sein. Auch wird von geheimen Zugeständnissen gemunkelt, wodurch die Buren zum Fried ensschiluß bewogen sein sollten. Die Absetzung des verhaßten Milner, an dessen Stelle Arthur Lawley trat, sei eine dieser Konzessionen. Es wäre zu wünschen, daß sich diese Version bestätigt. In bester Harmonie verliefen die Tage des Besuches Viktor Emanuels III. beim Kaiser Nikolaus. Empfang und Abschied standen unter dem Zeichen wirklicher Herzlichkeit. Der persönlichen Freundschaft beider Monarchen, die in den Trinksprüchen verschiedentlich betont wurde, wird von russischen und italienischen Preßstimmen eine tiefere politische Bedeutung beigelegt. Wie weit hierbei Kombinationen und Wünsche über die Wirklichkeit hinausgehen, ist freilich mit Sicherheit nicht leicht zu entscheiden. Jedenfalls aber ist kein Grund dafür einzusehen, warum Rußland und Italien politisch nicht befreundet sein sollten, da ihre Lebensinteressen sich nirgends kreuzen. Als weiterer Beweis für die Annäherung beider Länder muß Englands offenkundige Mißstimmung darüber gelten. Deutschland und dem Dreibund kann es rech! sein, wenn seine Mitglieder Fühlung mit anderen Mächten suchen und finden. Wäre dies doch eine weitere Befestigung des Weltfriedens! 5>ic Errichtung einer «Landwitt-chastskamrner im Orotzyerzogtrrm Kessen. (Schluß) Der Bericht des dritten Sonderausschusses hat den Haasschen Entwurf zu verbessern gesucht und rhn in einem Hauptpunkte im Artikel 3 so verbessert, daß er dem preußischen Gesetz gleichkommt. Jener Entwurf will nur den Privatwald einbegriffen wissen, der dritte Sonderausschuß schließt den gesamten Wald ein, genau wie das preußische Gesetz, und damit hat der dritte Sonderausschuß wohl das richttge getroffen. Ueber die Zusammensetzung der Landwirtschastskammer weicht der Ausschuß etwas von dem Haasschen Entwurf ab. Der Ausschuß will außer 36 Abgeordneten, je zwei aus den 18 Kreisen des Landes, dem Präsidenten, den Vizepräsidenten, drei weiteren auf die Dauer von sechs Jahren gewählten Abgeordneten der landwirtschaftlichen Provinzialvereine des Landes nochje zwei auf die Dauer von sechsJahren gewählte Abgeordnete deshessisch! en Bauernbundes, des h e s s i s ch! e n Bauern- v er eins'und der h e s sis ch e n 1 an d w ir ts cha ft- lichen Genossenschaften gewählt hcchen und beschränkt die Zahl der S a ch v e r ft ä n b i g e n, die die Landwirtschaftskammer auf die Dauer von sechs Jahren als Mitglieder berufen kann, a u f h ö ch st e n s sechs. Damit würde die Landwirtschaftskammer 59 Köpfe stark werden. Auch diese vorgeschtagene Aendernng wird wohl aus keine Schwierigkeiten stoßen seitens der Unterzeichner des Haasschen Entwurfes. Auch, betreffs der Stimmberechtigung schlägt der Ausschuß eine Verbesserung vor, indem er allen im Großherzogtum Hessen wohnhaften männlichen Mitnießern und Pächtern landwirtschaftlich benutzter Grundstücke, welche die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt sind re., während der Haassche Entwurf nur von im Wahlbezirke wohnenden männlichen Grundeigentümern spricht. Der Haassche Entwurf will in Artikel 8, daß die Wahl der 36 Abgeordneten, je zwei aus' den 18 Kreisen des Landes, unmittelbar und geheim sein [oll. Dasselbe will der Ausschuß, nur will er die Gemeinde als Abstimmungsbezirk gelten lassen, während der Haassche Entwurf jeden Kreis in zwei Wahlbezirke zerlegen will, in dem je ein Abgeordneter an einem bestimmten Orte zu wählen wäre. Der Haassche Entwurf will also den Wahlakt für die Wählenden bequemer, weniger umständlich machen, der Ausschuß fordert einen Apparat, der dem der Wahl zum Reichstag entspricht. Gegen beide Vorschläge lassen sich begründete Einwürfe erheben, und nicht selten ist bei den Verhandlungen in den landwirtschaftlichen Vereinen und anderswo von sonst fanatischen Anhängern der direkten und geheimen Wahl die indirekte Wahl für die Wahl zur Landwirtschaftskammer empfohlen worden. An dem Wahlverfahren wird jedenfalls die Errichtung der Landwirtschastskammer nicht scheitern. Die direkte und geheime Wahl wird in den Augen der Mehrheit die beste, wenn auch die umständlichste sein. Die weitere Ausführung der Wahl interessiert uns hier nicht, auch nicht die Gef.chäftsthätigkeit und Geschäftsordnung der in Aussicht stehenden Landwirtschaftskammer, auch nicht das Kosten- und Rechnungswesen, aber wohl die Um- lagep flicht. Der Artikel 35 des Haasschen Entwurfes sagt, umlage- pflichtig sind diejenigen Grundbesitzer, welche zu einem Grundsteuerlapital von Ackerland, Wiesen, Wald, Weinberge und Weiden im Betrage von mindestens 25 Gulden veranlagt sind. Der Ausschuß ändert diese 25 Gulden in Mark um und zieht damit eine größere Anzahl Umlage- pflichtige heran. Man muß auch diese Maßnahme als eine Verbesserung des Haasschen Entwurfes ansehen. Die Umlage, welche durch die Landwirtschaftskammer erhoben werden darf, soll zwei Pfennig per Gulden resp. Mark Grundsteuerkapital nicht überleiten. Eine höhere Umlage bedarf der Genehmigung des Ministeriums des Innern. Hierüber herrscht Uebereinstimmung. Auch über die Artikel 39 und 40 ist die Meinungsverschiedenheit so gering, daß sie an dieser Stelle unerwähnt bleiben kann. Durch diesen Ausschußbericht war erwiesen, daß man in der Zweiten Kammer der Errichtung einer Landwirtschaftskammer freundlich gegenüüerstand. Die Verhandlungen und die Absttmmung in der Zweiten Kammer bestätigten das. Man scheint im Lcuide zu verstehen, daß auch die vereinigten Landwirte selbständiger gemacht werden müssen. Es ist doch ein beklagenswerter Zustand, wenn die Landwirte des Groß- Herzogtums darauf verachten müssen, eine bedeutende Ausstellung mit ihren Produkten zu beschicken, die vor unserer Thür in dem benachbarten und befreundeten Bundesstaate stattfindet. Das Fehlen besonders unserer Rinderzüchtunaen auf der Ausstellung in Mannheim bedeutet für die hessischen Landwirte eine Niederlage und einen Verlust, den sie nicht so leicht ausgleichen und verschmerzen können. Die landwirtschaftlichen Vereine haben nur geringe eigene Mittel, die für solche Unternehmungen nicht ausreichen, wir hängen also vollständig von der Bewilligung von Staatsmitteln ab. Erklärt, wie gelegentlich der Mannheimer Ausstellung, die Regierung: wir haben Fein Geld, so müssen wir zu Hause bleiben. — Dies Versagen der Staatsmittel für unsere, Zwecke kann noch schtimmer wirken bei unseren sonstigen Maßnahmen zur Hebung des landwirtschaftlichen Gewerbes im Lande. Alle unsere seit wenigen Jahren getroffenen Einrichtungen zur Hebung der Viehzucht verlangen fortlaufende und noch für Jahre hinaus steigende Mittel, wenn sie von Erfolg begleitet fein sollen. Man hebt die zurückgekommene Viehzucht in einem Lande nicht in drei bis vier Jahren, sondern in ebenso viel Jahrzehnten, und dann erfordert es noch immer beständige Aufmerksamkeit, Beharrlichkeit und Geld, um das Erreichte nicht wieder bett« sinken zu lassen. Wie nun aber, wenn uns die Regierung erklärt, die Finanzlage des Landes gestatte es nicht, im kommenden Jahre Die bisherigen Mittel zu gewähren? Das trieb uns in diesem Jahre zu dem Schritt, zu sagen: wir können ohne große Einbuße bei den eingeleitetan Arbeiten zur Hebung besonders der Rindviehzucht die bisher gewährten Staatszuschüsse nicht entbehren, wir wählen denn das kleinere Uebel, wir verzichten auf die Mannheimer Ausstellung, damit wir den für dieser: Zweck vorgesehenen Bedarf verwenden können, um wenigstens das zu erhalten, was wir bisher geschaffen haben. Kann uns jemand mit Bestimmtheit Voraussagen, ob sich diese Schwankungen in der Bewilligung von Staatsmitteln nicht in der Folge vielleicht in noch empfindlicherer Weise wiederholen können? Aus diesem Abhängigkeitsverhättnis müssen wir im Interesse unseres landwirtschaftlichen Gewerbes heraus. Die hessischen Landwirte haben keine Zeit, noch langer zu warten. Die hessischen Landwirte sind einig in der vorliegenden Frage, sie wollen sich selbst helfen, sie wollen einen Teil der Mittel, die für Aufgaben der Jetztzeit nötig sind, selbst aufbringen; die Landwirte der Nachbarstaaten sind uns in dieser Frage schon feit Jahren mit Erfolg; vorangegangen, und uns ruft man trotzdem zu: Nur immer langsam voran! Auch der Ersten hessischen Kammer graust's vor der Landwirtschaftskammer. Sie hat sechs Gründe, die gegen die Errichtung einer Lc^dwirtschaftskammer sprechen: 1. paßt es ihr nicht, daß die Kammer durch Gesetz ins Leben gerufen wird; 2. ist sie gegen die Einbeziehung der Forstwirtschaft; 3. gegen die Pflicht der Regierung, Gutachten der Landwirtschaftskammer einzuholen; 4. gegen die Einführung des gleichen Wahlrechts; 5. gegen die ordentliche Mitgliedschaft von Nichtlandwirten; 6. gegen die unbedingte Steuerautonomie. Aus diesen Bedenken entsteht das bekannte Messer ohne Klinge, an dem daI Heft fehlt, also nichts. — In; Preußen wählen die Kreistage die' Mitglieder zur Landwirtschaftskammer. Bei uns sollen sie durch direkte Wahl der Stimmberechtigten gewählt werden. Das ist doch wohl besser! In Preußen ist die Regierung.verpflichtet, Gutachten der Landwirtschaftskammer einzuholen, und das soll bei uns nichts taugen. Die Erste Kammer ist gegen die ordentliche Mitgliedschaft von Mchtlandwirten, das smd die sechs Sachverständigen: Agrikulturchemiker, Juristen, Professoren der Landwirtschaft, der Volkswirtschaft usw. Glaubt man denn, man könnte in einer Landwirtschafts- farnmer ohne die Mitwirkung solcher Sachverständiger weitgehende Beschlüsse fassen? Wir haben dergleichen Sachverständige im Hessischen Landwirtschaftsrat doch auch schon immer nötig gehabt! Und kann man diesen Herren zumuten, sich blos abhören zu lassen, um fie hinauszu- schicken, wenn über die betreffende Frage abgestimmt werden soll! Die Erste Kammer ist der Ansicht, man braucht uns in Bezug auf die Selbstbesteuerung nicht besser zu stellen als z. B. die Handelskammer. Dieser Vergleich läßt vermuten, daß der berichtende Ausschuß der Ersten Kammer über die Ausgaben einer Landwirtschaftskammer nicht genügend unterrichtet war. Wir haben nun den Bericht des dritten Sonderausschusses Der Zweiten Kammer und den Beschluß dieses hohen Hauses für Errichtung einer Landwirtschaftskammer; ferner den Beschluß der Ersten Kammer, welche das Gesetz ablehnt. Die Großherzogliche Regierung hat noch nicht Stellung genommen. Wird sie einen neuen Gesetzentwurf einbringen, ddr sich wesentlich unterscheidet von dem Königlich Preußischen, oder dem der anderen deutschen Bundesstaaten? Das würde schon um deswillen zu beklagen sein, als auf den Landwirtschaftskammern der deutschen Buickresstaaten sich eine Organisation der Landwirte für das ganze Reich aufbauen soll, die dann erreichen kann, z. B. auf dem Gebiete des Versicherungswesens gegen Feuerschaden, Hagel, Viehseuchen, ferner der Unterdrückung der Rindertuberkulose, was wir bis jetzt vergeblich zu erreichen suchten. Daraus ergießt sich die Notwendigkeit, auch für das Großherzogtum Hessen eine Landwirtschaftskammer zu schaffen, die sich in den wesentlichen Punkten den ßereits bestehenden Landwirtschaftskammern anschließt. hoffen wir, daß es der hohen Einsicht der Großh. Regierung gelingt, unseren Ständen recht bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der den Verhältnissen, wenn es möglich ist, noch ßeffer entspricht, als der von der Ersten Kammer abgelehnte. Zur Jericufrag« ■et^ttenwir mttWcmrschrg mrtec derAuffchrtst „Sottl m er» f e rr eir" folgende Auschrist: Nachdem die F«üenftage infolge der llmfrcme der Di- reLtionen wieder das öffentliche Interesse erregt yat, scheint es wohl angebracht, dieselbe von allen Seiten zn beleuchten. Die Artikel in Nr. 163 nnd 165 des „Gieß- Anz." Haden ans eine neben den bis jetzt allein in Betracht gezogenen Möglichkeiten vorhandene dritte hingewiesen: vierwöchentliche Juli- und 14tägige Septemberferien, wie sie auch sonst im Lande bestehen, einzuführen. Dieser Vorschlag wird in Nr. 165 als der hygienisch, schultechnisch usw., kurz sachlich am nächsten liegende"' bezeichnet. Soweit es sich um eine hygienische und schultechnN'che Frage handelt, wird doch wohl in erster Linie auf das Urteil der Fachleute zu achten fein, deren Meinung zu erfahren es vielleicht besser NUN Ziel führende Wege giebt als eine lokale Massenversammlung. Hier soll nur aus die Stimme einer ärztlichen lAwtorität ersten Ranges hingewiesen werden. Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Eulenburg in Berlin hat vor mehr als Jahresfrist in einem Aussatz der „Umschau" die Frage der Schjulpausen und Schulferien behandelt und kommt dort Zn dem Ergebnis, daß neben den an die kirchf- lichen Festzeiten anknüpsenden kleineren Ferienpausen, längere Sonunerserien nötig seien, wie man sie z. B. in Oesterreich habe (1. bezw. 15. Juli bis 1. be^w. 15. September), und daß man nach, dieser größten Erholungspause das Schuljahr beginnen müsse. Er sagtwörb- lich: „Diese tz^anz naturgemäße und im Grunde selb st - verständliche Anordnung hat bei uns bisher dennoch nicht durchgeführt werden kömren, aus Gründen, die — welcher Art sie auch immer sein mögen — jedenfalls weder auf dem schulpädagogischen noch auf dem schulhygienischen Gebiet KU suchen sind, und die uns daher auch nicht von der Verrichtung entbinden können, jene Forderung im Interesse des Zustandekonnnens einer ersprießlichen Schtul- uud Ferienordnung bis zu ihrem endlichen Durchpringen immer und immer wieder von neuem zu präsentieren." Er konstatiert weiter, daß die Dauer der Sommerferien in Preußen überall zu kurz bemessen erscheine, da der Wiederbeginn des Schulunterrichts allenthalben noch in der heißesten Jahre^eit stattfinde. Im übrigen verwahrt er sich dagegen einer ,chden Ein- und Gleichförmigkeit" auf diesem Gebiete das Wort reden §u wollen Er meint (und auch für uns Hessen ist das wohl beherzigenswert): „Gerade für die Frage der Ferienordnung sind regionäre und provinziale Verschiedenheiten bis zu einem gewissen Grade md# nur durch Gewohnheit, sondern auch durch die sich gellend machenden Ungleichheiten klimatischer, wirtschafi- und sonstiger Verhältnisse gerechtfertigt." Aber als ,Fettenden Grundgedanken der unausbleibllchM Reform" müsse man die Verlängerung der Sommerferien in den halbes Dutzend Ansagen ptr Teilnahme an einer solchen vorliegt. Jahresbericht der Kroßh. KaudelsKammer Hießen für das Jahr 1901. Soeben ist der Jahresbericht der Handelskammer Gießen für 1901 erschienen. Wir entnehmen ihm folgendes: Die rückläufige Konjunktur auf allen Gebieten der deutschen Volkswirtschaft ist erst im verflossenen Jahre recht zum Durchbruch gekommen. An dem Niedergang sind aber auch die meisten anderen Länder Europas, in erster Linie England, beteiligt. Ileberall ein Sinken der Aufnahmefähigkeit des Marktes, ein Ueberwiegen des Angebots über die Nachfrage, allgemeiner Rückgang der Preise, namentlich in der Montanindustrie, Produktionseinschränkungen, Arbeitslosigkeit, Entwertung der Jnd ustri epapi ere: das sind kurz die Hauptsymptome der allgemeinen Krisis. Der Grund dieses Zustandes wird aus der Periode des glänzenden Aufschwunges in der zweiten Hälfte der 90er Jahre gefolgert, und zwar wurden am härtesten betroffen diejenigen Industriezweige, die ganz besonders an dem Aufschwünge beteiligt waren, also die Maschinenindustrie, die Metallverarbeitung und die gesamte Montanindustrie. Die Folge war ein Rückgang der Produktion sowohl, wie des Verbrauchs. — Die weitere Folge war eine Lohnrcduktion und eine ausgedehnte Arbeitslosigkeit. Die mißliche Lage im Jahre 19 01 wurde noch v erschürft durch eine Reihe von Bankkatastrophen (Spielhagenbanken, Kreditanstalt für Handel und Industrie in Dresden, Leipziger Bank). Es machte sich ein allgemeines Mißtrauen auf dem Geldmarkt und der Börse geltend. Vor allem war die Gefahr einer Kreditkrisis sehr naheliegend, wenn nicht die Reichsbank in voller Erkenntnis der Lage und mit Rücksicht auf die bedrohten allgemeinen Jntereffen mit all ihrem Einfluß eingeschritten wäre. Gerade hier hat die Reichsbank einmal zur Evidenz ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Während der kritischen Monate Juni bis August betrug die Anlage der Bank in Wechseln 2951 Mill. Mk. gegen 2363 Mill. Mk. in den gleichen Monaten des Vorjahres.. Troßdem war die Metalldeckung höher als in 1900. Der Diskont war Anfang des Jahres: 5 %, Ende Februar 4y20/0, Ende April 4%, ab 18. Juni (also während der kritischen Periode) 3'/2 olO, ab Ende September 4%. Der in der Krisis klar hervorgetretene Mangel an Widerstandsfähigkeit bei Bank und Börsen hat seinen eigentlichen Grund in der durch das Börsengesetz heroorgerufenen Schwächung. heißen Jahresnroncrten und ihre organische,Verbindung mit dem Schlüsse des Schuljahres festhalten. Was hier von dem Mediziner als das allein Erstrebenswerte bezeichnet wird, wurde bereits in einem in Nr. 185 des vorigen Jahrgangs des „G. A" erschienenen Artikel als durch die Ausgaben des Unterrichts dringend geboten htngestellt. Es wurde dort darauf hingewiesen, wie außerordentlich der Unterricht Not leidet, wenn die Arbell des grundlegenden ersten Halbjahrs in der Weise zerstückelt wird, wie dies bei Ostembegiun in .Verbindung mit Pfingst-, Juli- und Septemberserien der Fall ist. Kein Schulmann wird das Gewicht dieser Gründe bestrellen können. Die seitherige hiesige Ferienordnung und selbst die von vielen Ellern ge- gewünschte Aenderung ist dem gegenüber immer noch das kleinere Uebel. Es läßt sich, wenigstens was Gießen betrifft, nicht einmal behaupten, daß die llimatischen Verhältnisse gerade Ju li-serien dringend erforderten. Die heißeste Zeit ist bei uns nickst die Zell vom 1. Juli bis zum I.August, sondern, nach einer seiner Zell von Prof. Hoffmann angestellten Durchschnlltsberechnung, die Zell vom 10. Juli dis zum 21. Auguft Tie mittlere Lagestemperatur im Juli ist bei uns immer noch etwas Niedriger als die von Berlin lln August, während dessen dort ruhig Schule gehalten wird. Dazu kommt, daß die Hitze erst bei längerer, durch wenig Niederschläge unterbrochenen Tauer ihre erschlaffende Wirkung äußert. Die Höhe der Niederschläge in August beträgt in Gießen nach nahezu 40jährigem Durchschnitt 2,32 Pariser Zoll, dagegen die im Juli 2,81. Der Herr Artikelschreiber von Nr. 165 hat aber den Vorschlag der Juliserien als den „hygienisch schullechnisch u. s. w." nächslliegenden bezeichnet. Taß man über die hygienische und schultechnische Selle der Sache anderer Meinung sein kann, hat sich gezeigt. Nur noch ein Wort über das „u. s. w.", das man wohl auf die in Betracht kommenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, sowie etwaige Wünsche des Ellenchauses beziehen darf, die, trenn auch in dritter Linie, immerhin Berücksichtigung verdienen. Besonders ein Gesichtspunkt ist in der öffentlichen Diskussion, schon im vorigen Jahre, stark hervvrgetreten, die Rücksicht auf die Universität. Daß sie eine solche wohl beanspruchen darf, sollte man eigentlich nicht bestreiten. Es handelt sich dabei durchaus nicht bloß um die Professoren. Alle die zahlreichen anderen Beamten der Universllät, alle Familien, die Söhne auf der Universität haben oder Zimmer an Studenten vermieten, während zugleich Kinder höhere Schulen besuchen (also ein sehr beträchtlicher Teil unserer Bevölkerung) haben das größte Interesse daran, daß die Schulferien in die Mllversitätsferien hineinfallen. Allen diesen Familien würde durch. Juliferien eine längere gemeinsame Erholung, ja oft jede Erholung, unmöglich gemacht, wodurch auch wieder die Kinder empfindlich geschädigt würden. Mau söllte hier so wenig, wie bei der Ferienftage überhaupt, glauben, durch einen einfachen Hinweis auf Preußen sei irgend etwas bewiesen, als, was zu beweisen nicht nötig ist, daß die Regierung schließlich eine solche Ferienordnung auch in Gießen einsühren kann, wenn sie will. Ob eine solche Maßregel gut und wünschenswert ist, darüber sagt uns die Thatsache, daß sw irgendwo getroffen ist, gar nichts. Der Preuße Eulenburg hält die preußischen Schulferien, wie wll sehen, für äußerst reformbedürftig. Seien wir nicht preußischer als die Preußen! Wenn eine neue Petition an das Ministerium gerichtet werden soll, so entschließe man sich vor allem, die Düaß- regel zu verlangen, ohne die überhaupt feine rationelle Ferienordnung möglich ist: Verlegung des Schulbeginns auf d en Her b st S. Unter Bezug auf die Ausführungen des Herrn Prof. Dr. Bartholomae in unserer letzten Nummer wird uns heute mitgeteilt, daß die Mehrzahl der Gießener Neal-Gymnasial- lehrer für fünfwöchige Sommerferien sich ausgesprochen hat. Die Einberufung einer öffentlichen Versammlung zur Erörterung der Ferienftage scheint in der Bürgerschaft nur roenig Anklang zu finden, da uns z. Zt. ecft etwa ein Das allgemeine Mißtrauen gegenHandel und Industrie spiegelt sich darin wieder, daß die Zahl der Neugründungen von Aktiengesellschaften erheblich gesunken ist. Von den 158 Neugründungen des Jahres 1901 entfielen nur 19 auf die Metallverarbeitung mit 19 Mill. Mk. Kapital. Auch aus der Emissionsstatistik ist ein Rückgang der wirtschafllichen Thätigkeit in 1901 zu ersehen. Von bet? 1578,09 Mill. Mk. (Kurswert) in 1900 emittierten Werten entfallen auf Aktien (Banken, Eisenbahnen, Industrie) 583,82 Mill. All., von den 1872,70 Mill. Mk. in 1901 nur 167,18 Mill. Mk. Es ergiebt sich weiter eine Abnahme der Umsätze bei den deutschen Abrechnungsstellen, eine Zunahme der Konkurse. Auch inpben Zahlen des Außenhandels findet der Konjunkturrückgang entsprechenden Ausdruck. Die Einfuhr ist 1901 gegen 1900 um 1,61 Mill, t oder 332,66 Mill. Mk. gesunken, die Ausfuhr um 0,32 Mill, t oder 2,39 Mill. Mk. Auf das Verkehrswesen war die allgemeine wirtschaftliche Lage nicht ohne Einfluß. Z. B. blieben bei der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft die Einnahmen gegen den Etatsansatz um rd. 80 Mill. Mk., gegen die Einnahmen in 1900 um 35 Mill. Mk. zurück. Ebenso weist der Eisenbahnüberschuß gegen den Etatsansatz einen Rückgang von 58 Mill. Mk., gegen das Vorjahr um 43 Mill. Mk auf. Trotz dieses Niederganges aber steht zu hoffen, daß die wirtschaftliche Depression nicht so anhaltend sein werde, wie die ftüheren, zumal durch die Katastrophen des verflossenen Jahres sozusagen eine Reinigung stattgefunden habe. „Wir müssen aber", so heißt es in der Einleitung des Berichts, „solange der Zukunft skeptisch gegenüberstehen, solange nicht die Zolltarifangelegenheit in einer zufriedenstellenden Weise abgethan ist." Es wird im weiteren mitgeteilt, daß „die maßlosen Forderungen der Agrarier in Bezug auf die Getreidezölle uns mit schwerer Sorge erfüllen, wogegen „Front gemacht werden" müsse. Es wird ferner das Verharren der Handelskammer auf dem „ablehnenden Standpunkt den übertriebenen agrarischen Forderungen gegenüber" betont. (Schluß folgt) Volitischc Tagesschau. Tie 49. Generalversammlung der Katholiken Teutschlands findet bekanntlich im August in Mannheim statt. Die Einladung dazu lautet: Katholiken Deutschlands! Zum ersten Male wird in der von Gott so reich gesegneten Pfalz die Generalversammlung der Katho- liken Teutschlands abgehalten, da am Mannheim, die Metropole derselben, durch den Beschluß der letzten Tagung m Osnabrück die Ehre der Wahl als Versammlungsort für 1902 gefallen ist. Mannheim gleicht an Reichtum historischer Erinnerungen nicht anderen bekannten Städten der Pfalz, — wir nennen nur die Reichsstädte Speier und Worms, das Kurfürstenschloß Heidelberg; es kann sich auch mit Bezug auf die Zeugnisse katholischer Vergangenheit mit keinem der historischen Orte messen, welche die glänzenden Jahresversammlungen der Katholiken Deutschlands bisher beherbergt haben. Erst mit Beginn des 18. Jahrhunderts unter dem hoch- sinnigen Kurfürsten Karl Philipp und seinem Nachfolger Karl Theodor entfaltete sich in Mannheim ein reiches Leben in Kunst und Wissenschaft, wie in religiös-kirchlichen Schöpfungen, m den Werken der Jugendbildung und Charitas.^ Hervorragende Künstler und Gelehrte jenes Zeitalters haben der Stadl ihren Stempel ausgeprägt. Ter in jener Epoche geweckte Bürgersinn, verbunden mit Unternehmungsgeist und Thatkraft, hat es alsdann im verflossenen Jahrhundert, zu dessen Beginn dre rechtsrheinische Pfalz zum Großherzogtum Baden kam, oerftanben, die glückliche Lage der Stadt an den beiden Flüssen Neckar und Rhein auszunützen und mit reichlicher staatlicher Unterstützung während der weisen 50jährigen Regierungszeit Großherzogs Friedrich Mannheim zur Zentrale des Handels und der Industrie im Südwesten Deutschlands, zum größten Hasenplatz des Brnnenlandes umzujchaffen und in die Zahl der großen Städte des Reiches als jüngste und modernste einzw- reihen. Die Besucher der 49. Generalversammlung werden in Mannheim große Unternehmungen des modernen Erwerbslebens, des Handels, der Industrie und der Schifffahrt, wie kaum sonstwo,' kennen lernen, in der nächsten Umgebung an den Spuren geschichtlicher Größe wie den landwirtschaftlichen Reizen der weingefegneteu Rheinpfalz und des anmutigen Neckarthaies sich freuen, liberal! den. gemütlichen pfälzischen Frohsinn finden. Tie Katholiken Mannheims haben, obwohl sie sich der großen Schwierigkeiten bewußt waren, welche die Vorbereitung einer so bedeutsamen Versamm--- lung ihnen bieten, aus den wichtigsten Gründen zur Förderung: der katholischen Lebensintereffen, getragen von der Begeisterung des katholischen Volkes des Pfalzgaues, den Versuch unternommen, mit Unterstützung seitens der Katholiken der Schwesterstadt Ludwigshafen der deutschen Katholikenversammlung für die Tage ernster Arbeit und festlicher Veranstaltungen eine würdige Stätte zu bereiten und freuen sich, recht viele katholische Männer aller Berufsstände und Erwerbsklassen aus dem ganzen Reiche und bett benachbarten Ländern deutscher Zunge, der Schweiz und Oesterreich, begrüßen zu dürfen. Die zeügeschichtlichen Strömungen, die Notwendigkeit des Fortschritts der Katholiken im kirchlichen-wie im öffentlichen Leben nach den unwandelbaren Grundsätzen der Wahr-, heit und Gerechttgkeit, die Stärkung der Einigkeit in unseren Bestrebungen stellen auch der diesjährigen Generalversammlung der Katholiken Deutschlands hochwichtige Aufgaben. Wir laden alle katholischen Siänner ein, au ihrer Lösung nach besten Kräften mtt- zuwirken. Die heurige Generalversammlung steht in der Reihe ihrer Vorgängerinnen an der Schwelle des Zeitpunktes, mit dein die Zahl ihrer 50. Jahreswiederkehr erfüllt jein wird. Sie tagt- gleichzeitig in dem Jahre, das dem Abschluß der viertelhnndert- jähngen glorreichen Regierung des Oberhauptes unserer heiligen Kirche, des heiligen Vaters Leo XIII. vorangeht. Die Würdigung vornehmlich des letzten Ereignisses wird der Generalversammlung in Mannheim eine besondere Weihe geben. Die 49. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wird am 24. August beginnen und die Tage bis einschließlich 28. August umfassen. Das katholische Deutschland sei hierdurch zu diesen Tagen mtt aller Herzlichkeit eingeladen! Das Programm lautet: Samstag deii 23. August: Abends 6 Uhr: Feierliches Geläute. — Sonntag den 24. Llugust: Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst in der Jesuitenkirche, Festtug der katholischen Arbeiter- und Gesellenvereine in die Feschalle; dort öffentliche Versammlung. Abends 8 Uhr: Begrüßungsfeier in der Festhalle. — Montag den 25. August: Vormittags halb 8 Uhr: Abholung des Hochw. Herrn Erzbischofs. Vormittags 8 Uhr: Pontifikalamt in der Jesuitentirche zur Anrufung des heiligen Geistes. Vormittaas 10 Uhr: 1. geschloffene Generalversammlung in der Festhalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der drei Ausschüße im Realgymnasium. Nachmittags 5 Uhr: 1. öffenttiche Generalversammlung in der Feschalle. — Dieristag den 26. August: Vormittags 8 Uhr: Feierliches Requiem für die verstorbenen Müglieber in der unteren Pfarrkirche. Vormittags 9 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Vormittags 11 Uhr: Geschloffene Generalversammlung in der Feschalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Nachmittags 5 Uhr: 2. öffentliche Generalversammlung in der Feschalle. — Mittwoch den 27. August: Vormittags 8 Uhr: Feierlicher Gottesdienst der Marianlschen Sodalitäten und des Priestervereins zur Anbetung in der Jesuitenkirche; heilige Messen in der Intention des hl. Vaters. Vormittags 9 Uhr: Sitzung der Ausschüsse im Realgymnasium. Vormittags 11 Uhr: 3. geschloffene Generalversammlung in der Festhalle. Nachmittags 3 Uhr: Sitzung der Ausschüße. Nachmittags 5 Uhr: 3. öffentliche Generalversammlung in der Festhalle. Abends 8 Uhr: Gartenfest mit Beleuchtung im Stadtpark. — Donnerstag den 28. August: Vormittags 7 Uhr: Hellige Messen in der Intention des Bomfatiusverems. Vormittags 8 Uhr: 4. geschlossene Generalversammlung in der Feschalle. Vormittags 10 Uhr: 4. öffentliche Generalversammlung m der Feschalle. Nachmittags halb 2 Uhr: Fesünahl im Bernbardushof (katholisches Vereinshaus). Nachmittags 4 Uhr: Festfahrt auf dem Rhein und Besichtigung der Hafenanlagen. — Programm der besonderen Versammlungen: Sonntag den 24. August: Vormittags 10 Uhr: Augustinus-Verein Generalversammlung im katholischen Vereinshaus K 1,5. — Montag den 25. August: Abends 81/, Uhr: Festkommers des Kartellverbandes der katholischen Studentenverbindungen (farbentragenb) in der Festhalle. Abends 8l/t Uhrr Festkommers des Verbandes der Studentenvereine „Unttas" im oberen Saale des Saalbaues. Abends halb 9 Uhr: FeslkommerL der katholischen Studentenverbindung „Arminia"-Freiburg mit Kartellangehorigen im Saale der „Zwölf Apostel", C 4, 1L Abends halb 9 Uhr: Festveranstaltung der Windthorstbunde im Saale des Bernhardushoses. — Dienstag den 26. August: Vormittags halb 9 Uhr: Sitzung des Gefamworstcmdes des Vol^vereins für das katholifche Deutschland im Realgymnasium. Vormittags halb 10 Uhr: Generalversammlung des Vollsvereins (Eintritt frei) in der Festhalle. Abends halb 9 Uhr: Festkommers des Llartell- Verbundes der katholischen Studentenvereine (nicht farbentragend) in der Feschalle. Abends halb 9 Uhr: Festkommers des Verbandes der Süddeutschen Studentenvereine im oberen Saale des Saal- baues. Abends halb 9 Uhr: Festveranstaltung der katholischen kaufmännischen Vereine im Saale des Bernhardushofes. Abends halb 9 Uhr: Fesweranstattung der katholischen Gesellenoereine im Gesellenhaus K 1, 17. Abends halb 9 Uhr: Begrüßungsabend der katholischen Lehrer im großen Saale des Saalbaues. — Mittwoch den 27. August: Vormittags 9 Uhr: Versammlung katholischer Lehrer im Saale des Bernhardushofes. Vormittags 9l/t Uhr: Versammlung des Priestervereins zur ewigen Aiibetung in bet' Spitalkirche Lik. E 6, 1. Vormittags 97< Uhr: Versammlung der Diitglieder der Marianischeri Sodalitäten im oberen Saale des Saalbaues. Vormittags halb 10 Uhr: Versammlung des Verbandes geselliger Vereine „Omnes unam“ im Realgymnasiuni. Nachmittags halb 3 Uhr: Generalversammlung der Vincentius-Dereine im oberen Saale des Saalbaues. UnwerftMs-Rachrichle». Harzburg, 19. Juli. Wie wir erfahren, hat sich der Zustand des hier in der Villa Rautmann wohnenden Geh.-Rats Professor Rudolf Virchow heute echeblich gebeffert Virchow hat allerdings in der letzten Zeit mehrfach an Athemnot gelitten, doch giebt sein Zustcnid keineswegs zu irgendwelchen Besorgnissen Anlaß. Gesteni wurde von Berlin ein Krankenwärter hierher berufen, der aber nur den jetzigen Pfleger ablosen soll. In der Villa laufen täglich Briefe und Telegramme ein, in welchen Erkundigungen über das Befinden Virchows eingexogen werden. Würzburg, 19. Juli. Zum Rektor der Universttät für 1902/03 wurde Prof. Dr. Meurer (Jurist) gewählt. — Bei der Senatswahl wurden die dem bisherigen (demonstrireuden) Senat angehörigen Professoren v. Burkhard (Jurist), v. Frey und Stöhr (Mediziner), Abert (Theologe), Voß und Wilcken (Philos.) wieder gewählt. Neuaewählt wurden die Professoren Mayer und Piloty (Jurift.), Heß (Äiediziner), v. Scholz (Theol.), Martin Schanz (bisher Rektor) und Wien (Juristen). Senator Beckenkanrp, der den P rote st nicht unter zeichnete, wurde nicht mehr gewählt. Handrl und Verkehr. VoUismirlschaft. — Lederwerke borur. Mayer, Michel u. Teniuger in Mainz. Nach dem Geschäftsbericht hat das abgelaufene Geschäftsjahr 1901/02 abermals einen starken Adsatz'Rückgang aufzuweisen. Die Verteuerung der rohen Felle und gegerbten unzugerichteten Leder tonnte nicht durch Erhöhung dek«Verkaufspreise ausgeglichen werden. Das Geschäftsjahr schließt nach Abschreibungen von 26 211 Mk. (i. V. 22 262 Alk.) mit 147231 Mk. Verlust ab, der sich um 87 895 Mk. Geivmu auf Geläudevertauf auf 68 426 Mart verringert und in dieser Höhe durch den Reservefonds ausgeglichen wird. Am 2. Februar waren alsdann nock; art Reserven 227 459 >Mk. (299 148 Mk. Februar 1901) bei 5 Mill. Mk. Aktten- kapual vorhanden. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von 2318S Mart erzielt, eine Dividende indeß nicht verteilt. Konstantinopel, 19.Juli. Tie Einnahmen der Tü rkis ch en Tabatregie-Gesellschast betrugen im Monat Juni 1902 19 000 000 Piaster gegen 18 600 000 Piaster im gleichen Monat des Vorjahrs. ö Z ö sr s 2* 2 •e « c L Ci 2 sä-?” Q-2 e- s N s* 2 c o$» ar» •£? OJ ar, CO OS» «j 2 2 Eg ©N- öJ p . T> '-* tS) So >» P -j. Eg 6x«-* LN 07&S £ -Z- 2 £S 2 2,A 8 o t± 2 5 £ 5 2 2 gg£H P & 2.Ä a «Egg 2 <23 S Q$h E 2 CO CM CO CO CD CO CT CD ►ö ■ K So ar» 8"2 L-N ”= & Z R c hl L 2K CP 2 * S?© OMRNR © Co 2 »ff 5 .5 c © ö? © e AK) Z p G p ar» E pg? © 5- & *tT «r> p e:c K-r ’gCQ© p-2 o p e< CTO S? >b»Q b 2 E <3 « 2 2 Cd ct 2 2 B CM §§ p ar» co O x£5 00 2 2- X) e ar» 2 44 A <*= p 01» ck <■> s 5 2 2 O p © i £-2 £TP E*» G 2 55 5 O 2 2 s s e 2 Eiche Geueral- . August: Vox- •enen Müglieder © ar» Z! CT1 ■’S o -S'p er-» <33*- «4»Ö 3t: B S DL 5-2 .. 2 2 «J 2 wp o CT-" CT 2 e ci°v-> Ö Q . M _Qr» .2 e L4 2 1 M 2 « os» P O :rt^ „© -2 2 £ö.ffS *e^2P> s-» ck ö 2^ 2 2 2 fi v p LMLZ c-rco S 2 os» S -. 5» CT .£*§2 2 CT ti OK CT ■"S? (ist o a 2 p ct: z4 p pK^ 2 os» 2 2 2®^ 2° CD© MN 2 3Ä P e -w ps " g p G s 2 o p •O »ß> 2 . Q ■ö JE Q p <_» p ai» >g'«a 2 »p 2 'P s pbP'.jP. ctpCQ"« .O © nr\ -O ■? Mimvoch den «MeÄienst du zur Anbetmg lention des hi. )üfie m Reul» eaetatoetjomms I bei Ausschüsse, mg m der Fest- j im Stabtparf.' : Heilige Messm Ö?-J5 ar» .. 2 ■2 t: ä 2 p O 2.2 2-—® 22 2t^7 2- 2 s 2 E2 pö p 2 "0^ i&S »hcttB saale«» (mrt des Ver- L o^Z p 2 C 2 L ct E Octo «g« P ar» gs p «x ö°3vQ säflWWfi-ssj M LZZ 'O. a® §1 £»"2 2 Pj^_ ctO 2 T»2 ZLLZEZZKZ $ Z S C ZÄ) _ C? >g'0' © p %o«5''s e £>dü „ >s' P 2 < p p ä £ ^CT-P^g 3Ä«e« »a p «o4*C?5 2 £ ZZZ2Z .CQ$S.©^ 3 CT 2 . o o-g o c ^sC'^y- 3- 2 ct e 0 •P2-JP S CT--- •— 2 2*' Srto 1°hrft* de- Billa laufe» ^etfunbui* UawersK g rähU- ^.Eadeus idemonlk^ al’1)- .0, ^.Philos-) ^'-§enA!ayer N^Tsiath» I '^Äenkamp' ZE S’Ä :ä< ffSS’U ZLS je#" * Ä " ö § 5M-* 5-^ ä «DerbJX ^ttbsleL? S„Ww-’ JWeti» «L ^len bewuvt- ”'3-S §s Nabt LZ SS? N-v zu bp» LE«L und bett L^CefS tz?L ukrajien tny= Reihe N uut dem «le taqt vltttelhundZ- N heiligen ^Fürd'gung Generalow a£ ?ugust be= Manen. M mA aller * ttate Augmt: Nach- (v Aeshug bet schalle,' bat Bieter in der s halb 8 Uhr- «ags 8 Uhr: > des heiligen p-£> . g ®p 2 'N ar» ar» ar» O ar» O ar» £ 2 ar» 2 M ar» 2 2 2 -0 2 CT © »S'jQ o ** SK <5 CD t£ L xQ P P CT-M 2 2 e 2 CO C?CT . O 1O J5* ^p " 5? CT© CT P H «u. O :p Q © c-. CK »S' "=» *CT CK Z-K - CT P vP ctS5 »S' p L-SL AS" xg'P c ^.KO XD-P5« ♦ S-O w >p G 0 p G© CT W O o c-c ck Pt-a P ox> §^0 Bekanntmachung. Nachdenr Großh. Direktion der höheren Mädchenschule dahier -eine Beteiligung bei: Schule an dem am 13. August abzuhaltenden Jugendfest wiederholt abgelehnt hat, fordern wir hierdurch alle Eltern, welche Kinder in der höheren Mädchenschule haben, auf, dieselben, soweit sie an dem Festzug teilnehmen wollen, auf dem Bürgermeisterei-Gebäude — Zimmer Nr. 15 — bis zum 26. Juli 'Anmelder: zu wollen. Die angemeldeter: Schülerinnen werden in besonderen Gruppen unter besonderen Spielleitern dem Festzug angereiht werden. Gießen, den 19. Juli 1902. 5282 Großhermögliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Mecum._______________ Sielbau Metzen. Die bei den diesjährigen Sielbau-Ausführungen benötigten Eisertteile für Spül und Absperrvorrichtungen sollen öffentlich vergeben werden. Bedingungen rmd Angebotssormulare ausschließlich der Zeichnungen können gegen porto- und bestellgeldfreie Einsendung von Mk. L50 durch das Sielbauamt bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Zeichnungen, sowie sonstige Verdingungsunterlagen während der Dienftstunden zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr L)berbaurat Schmick, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Spül- und Absperr-Vorrichtungen für den Sietbau Gießen" bis zum 4. August d. I., nachmittags 3 Ufyt, bet dem Sielbauamt einzureichen, woselbst die Eröffnung der em- gelaufenen Angebote nn Beisem etwa erschienener Bewerber am genannten Termin erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 16. Juli 1902. 5265 Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Mecum._______________ Bekanntmachung. In ba§ hiesige Handelsregister wurde heute bezüglich der Firma „Singer Co. Nähmaschinen Akt.-Ges.", Zweigniederlassung Gießen, eingetragen: In der Generalversammlung vom 28. Mai 1902 ift § 2 der Statuten geändert und lautet nunmehr: „Der Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist der Vertrieb von Singer Nähmaschinen, die Fabrikation und der Vertrieb von Nähmaschinen , Nähmaschinenteilen, Nähmaschinen - Utensilien, Elektromotoren und Teilen von solchen. Gießen, am 15. Juli 1902. 5286 Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die am 15. d. Mts. fällig gewesenen Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken sind innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung der Beitreibung zu bezahlen. Zahltage: Täglich vormittags. Gießen, den 21. Juli 1902. Stadtkasse Gießen. Do epser. 5288 Ailanz pro 31. Dezember 1901. Daher Stand der Mitglieder Ende 1901 . 142 Aktiva. «AL ,5) Passiva. «AL H 1. Warenbestand 6983.36 1. Bilanzkonto 7121.02 2. Kaffabestand 194.72 2. Mitgliedereinlagen 1420.— 3. Mobilien 8.10 3. Reservefonds 1742.88 4. Ausstände 8191.02 4. Kreditäres 3212.20 5. Sonstiges Gut- 5. Reingewinn 1886.20 haben 5.10 V Sa. 15382.30 Sa. 15382.30 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 143 Während 1901 gingen zi r ..... . 6 149 V V „ ab .... . ._ 7 Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Rechnung pro 1901 in der Wohnung des Direktors acht Tage lang zur Einsicht der Mitglieder offen liegt. 5283 Alten-Buseck, am 18. Juli 1902. Lnnhnmtschnftlicher jMsliMreii! Alten - Bnscck. Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. K. Rau, Direktor. Rupp. Einladung. Die Mitglieder des Konsumvereins Alten-Buseck, e. G. m. u. H., werden hiermit zu der Samstag den 26. d. M., abends 8 Uhr, in der Wirtschaft des Kaspar Rau stattsindenden sriielltlilhell freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Rechnungsabhör pro 1901. 2. Verteilung des Reingewinns. 3. Verschiedenes. Alten-Buseck, am 18. Juli 1902. Der Vorstand: Rau. Rupp. Ural- «h HuöklHck (Privatschule mit Pensionat) in Marktbreit a. Main. Die Reifezeugniffe berechtigen zum einjährig-freiwilligen Dienste. — Aufnahme-Alter 10—16 Jahre. 1525 Prospekte durch J. Damm, Rektor. Spezialität: Billige Ausgaben. 960 Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko, Musikalien-Handlung und -Leihanstalt Ernst Challier (Rudolphs Nach!.) i Glessen. Spul-Wätt 6 fcitom aller Art. 1 Fritz Eccarius, Giessen : Markt 7. Wilhelm Orbig Nachfolger. Markt 7. ' Petroleum-, Gas- und elektrische Beleuchtungskörper: a kl j in grösster Auswahl, jeder Preislage und Geschmacksrichtung. in tadelloser Ausführung. in eigener Werkstätte. Extra• Anfertigungen von Beleuchtungskörpern zu jeder Einrichtung passend. Schuhe u.Stlefel billig für Groß und Klein. Glocken, Sättel Gelbe und rote Dameufpangeuschuhe ä 3 — Mk. und Großer Posten Chevreaux Dameukuopf- und Schnürstiefel ä 7.35 „ AWick .Herrenstiefel ä 4 Mark unb höher Schuhlager, 5264 Extra feste Extra feste Gelbe Dameuhalbkuopfschuhe ...... Feine schw. Dameuhalbfchuhe Damenlackschuhe, nicht Freudenberger Lack. . . WichSleder Dameufpangeuschuhe (alles Leder) . Wichsleder Dameuhalbfchuhe, I. Qualität. . . Dameu-Lastiughalbfchuhe, zum Schnüren, besetzt Amna SprisBgfiusBEaaa, Laiumäntel, Luft- schläuche,Oel,Carbid u. Flickzeug. Spezial-Reparatur- Werkstärte mit den neuesten Maschinen, Drehbänken, Apparaten usw. Carl Grat, Giessen, Ladeneingang Schlossgasse Swirbrihuitjrn Dienstag, Donnerstag und Samstag, 5017 von vormittags Va9 Uhr an bei B. Schomber, do. do. ahrräder Erstklassige Deutsche. Laternen Luftpumpen ä 3.50 ä 4.35 ä 3.15 ä 3.35 ä, 2.50 4.25 2 — 2.— 3.— 3.50 3.25 2.50 Gasherde und Petroüeumherde neuester Konstruktion und äusserst sparsamen Brand. 4628 Umänderungen für Gas- oder elektrisches Licht -e—leparataren and Isolieren aller Lampen Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 9 Uhr an bei Hosbäcker Noll Mäusburg. 4960 Hochelegante Kalbleder Kinderknopf- u. Schnürstiefel Nr. 31—35.............ä Extra starke Kiuderknopf- u. Schnürstiefel Nr. 21—24 ä, Extra starke Kiuderfchuür- u. Kuopfsttefel Nr. 25—26 ä. Sie erhalten: Hochelegante Kalbleder Äinderfchuür- u. Kuopfsttefel Nr. 25 und 26 ä 3.— Mk. Hochelegante Kalblcder Kinderknopf- u. Schnürstiefel Nr. 27—30 ä 3.75 v u. do. Nr. 27—30 u. do. Nr. 31—35 Grotze Einkaufsreisen habe ich gemacht Urrd hab' der Kundschaft wirklich preiswerte Schuhe mitgebracht. Darum können Sie leicht Geld erben, Sobald Sie Ihre Schuhe bei Sprmgmann sich erwerben. In großen Massen sind die Schuhe dort am Lager, Schone frische Ware, 's ist näher hier nicht zu sagen, Ern Jeder soll gleich darrrach gehen, Die hübschen Schuhe zu besehen. Bei Anna Springmann nur allein, Bekommt man die feinsten MmMser 8elee->OnigMstr in allen Größen, 52-14 EinmUaser mit Verschluß, Patent Schiller, IresdLüllsergtllBjer mit Verschluß, empfehlen Lang & Wiederstein 4 Marktstraße 4. KiMschnittencs Mschch trocken, per Eentner Ack. 1,30, bei Bestellung von 3 Etr. frei ans Haus geliefert. Dampfsäge- werk Georg Schnbecker. 5183 MhkaMcli Wellerauer, gelbe, Perle von surt pro Eentner inkl. Sack Mk., ebenso Frührosen ver- det gegen Nachn. ab Echzell A. Simon II. in Echzell iu der Wetterau. Schlossfreiheit- Lose find wieder eiugetroffeu. 5278 Carl Petri, Saaterbsen zu haben bei 5220 G. Simon, Grabenstraße. Visitenkarten liefert rasch and billigst Brühl’sche Oniv^DruckereL 03099] Zwei schöne, viermonat» liche, rein deutsch-kurzhaarige Hühnerhunde braun u. getigert, sind samt der braunen, jagdlich sehr gut. Mutter billig zu verkaufen. Ehrist's Mühle bei Bieber. Bahnhofstraße 58. Bahnhofstraße 58. Das JDEAL Epochemachend auf dem Gebiete der Hygiene: Kpystall-Priskalin-Rasöp Seife im Köcher. Aerztlich warm empföhlen. Preis per Stvclc 60 Pfennige. Erhältlich in den meisten Apotheken, Drogerien, Parfümerien und Friseur-Geschäften.*) einer Schönheits- und Kinder-Seife ist 4 BACHEBERLE’s ^jfgiemschepriskalin-Seife. Yliltf — zart — erfrischend — ohne jede Schärfe ElneToiletten-Seife von bedeutendem hygienisch, Werth! l 5049 *) Giessen: Pelikan-Apotheke. Victoria-Drogerie, Marktshasse 5, Adolf Bieler. KEB08-LICHT. Das billigste und schönste Licht der Gegenwart. Ueberall sofort anzubringen oder aufzustellen. 500 Kerzen Leuchtkraft kosten garantiert nur 6 Pfg. die Stunde. Ehrendiplom und Goldene Öledaille. Eier!! 02783 2 Stück 11 Pfg., p. Stück 6 Pfg., empfiehlt W. Ullrich, Schloßg. 7. Garantie für frische Ware. Winsen- ß Tod „Diskret“. Bestes Mittel! Nur echt Flasche 50, 100 Pfg. zu haben Ad. Bieler, Marktstr. 5, Ang. Roll, Drog. z. roten Kreuz. 2 Pinscher zu verkaufen. 03127 Mäusburg 3. Cigarren- Gefchäst in verkehrsreicher Sttaße gelegen, nachweisbar sehr gut rentierend, Umstände halber abzugeben. Reflektanten belieben ihre Adresse unter Cigarrengeschäft 5150 an die Exped. d. Bl. abzugeben. Zur Einmachezeit empfehle Einmachebüchsen kXä Frucht- n. Last-Pressen re. 5142 Emil Pistor Nachfolger, Konservengläser Garantie f. luftdicht. Verschluss Einmachgläser B Uelee- gläser mit und ohne Ver- empfiehlt zu Garantie für beste Ausführung Dunstbüchsen Honiggläser Schluss in all. Grössen billigsten Preisen Neustadt \ Phil. Wagner, Nenstadt j Grosse Auswahl in modernen Büchsen und Waschgarnituren in allen Preislagen. Anker-Lichorien in Tafeln! Unübertroffener Kaffee-Zusatz, würzig und bekömmlich, eingeteilt in Tafeln zu 50 Würfeln. Ungemein praktisch und sauber im Gebrauch. 1 Tafel für 10 Pfg. reicht au8 zu 200 Taffen Kaffee. Ueberall zu kaufen. 4358 Dommerich & Co. in Magdeburg - Buckau. M O für dlo warme Jahreszeit empfehlen in bcstbewährten Qualitäten fl99ß Ang. Montanes Nacht, Markt 9-10 Damen- und Herren-Modewaren. t 5«lii|, Wetzsteinstraße 45 empfiehtt Wetzsteinftraße 45 echt dimsiitschllillrze?nmcn- nn) Ainder-Ltrninpse (Schulstrünrpfe) in Wolle u. Baumwolle, beste Qualit., äußerst billig, Sttickeu und Austriücn von Strümpfen, Socken u. Aeinlänge« rc. wird prompt und billigst besorgt. "Bl 4613: ^Haumannia-Seif©?6 (gesetzlich geschützt) ilfarnnonim Vniin« die beste, billigste und praktischste "Wasch- 11Uuiiliinillll'ljvHte seife! Nach jeder "Waschmethode wirksam verwendbar! 3156 IVonmannir Vnifn» Reinheit und Neutralität garantiert! Zart liulllillluulil’ijvUv« für die Hände, beisst dieselben nie auf! VaiIa* Ibisse und bunte Wäsche, zum Putzen Illi Ulli lUiUiu'OuIv o unübertrefflich, daher im Haushalt allein nötig. Ähnimqiinia Müe Preifl nur 12 P{8- das Stück in allen Seife jludllidli ullL’O vllue führenden Geschäften Billig und gut!