Mittwoch 21.Mm 1908 152. Jahrgang Zweites Blatt. monatlich De»«gspret-r monatlich 7b PI., viertel' jährlich Mk. L20; durchs Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch Nr. 116 •rf^riet täglich außer 6tmntag& Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit bem Üefßscheo Landwirt bie Siebener ZamUieu- blätter viermal in der Woche beigelegt. No tattons druck n. Verlag der Brüh l'schm Unwers.-Vuch- u. Steindrucke rei (Pietsch Erbend Rebaftton, Grvedttion und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Arrnsprrchcmschluß Nr. 51. dtePost Mk. 3.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« sür die Tagesnummer btS vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS: lokal 13 auferoärte 20 Pfg. Verantwortlich: für den pohL iu allgenu xeil: P. Wtltko: für .Stadt und Laut/ und .Gerichtklaaf:R.Ditt» mann; für den Anzeigenteil: $>anfl Beck. GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger ” ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Politische Tagesschau. Die Verfchleppimg der Zockersteuervorlage. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 20. Mai: 3n bff^iösen und offiziös auftret mb en Blättern wird fortgesetzt mit kräftigen Worten versichert, daß die Regierung eine Verschleppung der Zuckersteuervorlage „keinen- falls", ,^unter keinen Umständen" zu dulden beabsichtige. Das ist energisch gesvrochen; nur vergißt man, mitzu- teileu, welche entschiedenen Maßregeln denn die Regierung in Bereitschaft IM, wenn der Plan zur Ausführung gelangt, die den Agrariern so unerwünschte Vorlage unter den Tisch fallen zu lassen? In der Kommission kann die Vorlage nach berühmten Mustern derart „gründlich" durchberaten werden, ba& wenn die Dinge glücklich bis zum Bericht ans Plenum gediehen sind, die warmen Tage der Beschlußfähigkeit des Reichstags ein Ziel setzen. Gegen einen nichtbefchlußsähigen Reichstag hat die Regierung kein Mittel, außer dem einen der Diätenbewilligung, das sie nicht anwenden will. Es macht keinen imponierenden Eindruck, wenn die Bethätigung des festen Willens der Regierung angekündigt wird, und wenn hierauf nichts erfolgt, was man als Ausdruck dieser Entschlossenheit ansehen könnte. Nach Amercka. Man schreibt uns ferner aus Berlin, 20. Mair Die Leistungen der Zöglinge der amerikanischen Militärakademie in Westpoint erregten, wie erinnerlich sein dürste, das besondere Interesse des Prinzen Heinrich von Preußen. Wie nunmehr feststeht, begiebt sich der Kommandeur der Lichterfelder Hauptkadettenanstalt in Begleitung eines Majors am 27. d. M. nach Anwrika, um auf die Einladung der Westpoint-Direktion hin und mit Einwilligung des Kaisers die amerikanische Akademie zu besichtigen. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß diejenigen Formen der amerikanischen Disziplin, die den Bruder des Kaisers überraschten ^ind zu Worten der Anerkennung verblaßten, späterhin in den Lehrplan der deutschen Offtziersbilduugsanstalten herübergenommen werden. In erster Reibe wäre das die spezielle Pflege sportlicher Ueb- ungen jeder Art, die „drüben" fterlich unserer praktischen und theoretischen Durchbildung unverhältnismäßig vorangestellt wird. Was übrigens die Teilnahme amerikanischer Offiziere an den diesjährigen deutschen Kaiser- manöveru oetrifft, so verlautet von militärischer Seite, daß besonders Die zu erwartenden Operationen der gewaltigen Kavalleriemassen Gegenstand des Studiums der transatlantischen Gäste sein werden. Deutsches Reich. Berlin, 20. Mai. Der Kaiser reiste heute nachmittag um 4.15 Uhr nach Ur Ville. — Bei der gestrigen Frühstückstafel im Neuen Palais brachte der Kaiser ein Hoch aus den Kaiser von Rußland aus. — Der Kronprinz ist mit seinen militärischen Begleitern heute früh von Potsdam in Oels eingetrvffen und am Bahnhofe von dem Forstmeister Frhr. v. Moven- stern und Bernstadt begrüßt worden. Er begab sich sofort nach dem Schlosse und fuhr nach einem halbstündigen Aufenthalt zur Pürsche nach Ludwigsdorf. — Prinzessin Heinrich von Preußen ist mit ihren seiden Söhnen von Kiel nach Dresden zur Kur abgereist — Reichsbankpräsident Dr. Koch hatte vor einiger Zeit wegen eines schweren inneren Leidens Baden-Baden zur Kur ausgesucht. Seit den letzten Tagen hat sich sein Bfe- sindeu zuin Schlimmeren gewendet und giebt zu Besorgnissen Anlaß. Geh. Oberfinanzrat Dr. v. Glafenapp ist am ersten Pfingstfeiertage schleunigst nach Baden-Baden gerufen worden. — In Gegenwart des Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, des Kultusministers Stud t und unter Teilnahme namhaftester Vertreter der wissenschaftlichen Luft- schifsahrt des In- und Auslandes wurde heute vormittag die dritte Tagung der „Internationalen aeronautischen Kommission" im Sitzungssaale des Reichstagsgebäudes eröffnet. Die Versammlung sandte an den Kaiser ein Telegramm, um für die Förderung ihrer Bestrebungen zu danken. In der Nachmittagssitzung teilte der Vorsitzende, Prof. Dr. Hergesell unter lebhaftem Beifall der Versammelten ein vom Kaiser eingelaufenes Antworttelegramm mit: „Der Kaiser danke für die freundliche Begrüßung, bringe der Entwickelung der wissenschaftlichen Lustschisfahrt besonderes Interesse entgegen und wünsche der Arbeit der Kommission guten Erfolg." Ten ersten Gegenstand der Beratung bildete die Landung eines bemannten Ballons im In- und Auslande. Nach eingehender Erörterung wurde eine von Rikatchef -- Petersburg vorgeschlagene Resolution angenommen, durch diplomatische Verhandlungen die ungehinderte Mitführung der notwendigen wissenschaftlichen Apparate zu ermöglichen. Der Vorschlag einer Ausdehnung dieser Vergünstigung auf Militärballons wurde abgelehnt und die Angelegenheit vertagt. Ferner wurde beschlossen, auf diplomatischem Wege dahin zu wirken, Registrierballons unter den Schutz der staallichen Behörden zu stellen und im offiziellen Publikationsorgan zur Veröffentlichung des Beobachtungsmaterials zu schaffen. . . * — Ein Anarchistenkongreß tagte über Pfingsten nn „Prinzen Max" in Mannh eim. Zur lleberwachnng hatte die Polizei ein starkes Polizeikommandv aufgeboten. Düsseldorf, 20. Mai Der hier tagende internationale Bergarbeiterkongreß nahm mit allen gegen die Stimmen von drei englischen Delegierten eine von der englischen, belgischen und französischen Bergarbeiterorganisation eingebrachte Resolution aus gesetzliche Einführung des Achtstundentages an. Im Laufe der Debatte entspann sich eine lebhafte Erörterung über die Frage, ob den österreichischen Delegierten das Recht zustehe, zur Resolution zu sprechen, ldiglischerseits wurde der Standpunkt vertreten, daß dem einerseits das seit der Tagung des Berliner Bergarbeiterkongresses übliche Reglement im Wege stehe, andererseits dann auch den Schottlandern und Wallisern als eigenen Nationen das Recht zugestanden werden müsse, zu jedem Beratungsaegen- stand das Wort Lu ergreifen. Der Kongreß beschloß mit großer Mehrheit Die Ab schaffung des Berliner Reglements. Chemnitz, 20. Mai. Die deutsche Lehrerversammlung, die hier tagte, sprach sich für die Gewähruna des Rechts an die Lehrer, die Universität zu besuchen, und für Vermehrung der Volksbildun g aus. Als Ort der nächsten im Jahre 1904 stattfindenden Versammlung wurde Königsberg i. Pr. gewählt. Stuttgart, 20. Mai. Der Minister des Innern hat dem ärztlichen Landesausschuß eine Aerzteordnung voraelegt, enthaltend die Errichtung einer Aerztekammer nach preußischem Vorbild. Vorgesehen sind vier Ehrengerichte und ein Ehrengerichtshos. Nürnberg, 20. Mai In der heutigen Generab- versammlung des Wahlvereins der bayerischen Konservativen wurde nach einem Vortrage des Reichstagsabgeordneten Dieterich Hahn eine Resolution gefaßt, wonach die Zolltarifvorlage der verbündeten Regierungen in keiner Weise die Parität sürLandwirt- schaft und Industrie wahre. Die Vorlage dürfe daher in der vorliegenden Fassung unter feinen Umständen Gesetz werden. Dann heißt es weiter: „Mit ganz besonderem Bedauern konstatiert die Generalversammlung, daß die b a y e r i s ch e R e g i e r u n g sich gegen die Forderungen der Landwirtschiaft bis jetzt ablehnend verhalten, entgegen dem Votum der überwältigenden Mehrheit der bayerischen Volksvertretung. Die Generalversammlung giebt der Erwartung Ausdruck, daß die bayerische Regierung in der richtigen Erkenntnis der ausschlaggebenden wirtschaftlichen Bedeutung für das Königreich Bayern die Zolltarifforderungen derselben zu den ihrigen macht und im Bundesrat auf das Nachdrücklichste dafür eintreten wird." Ausland. Wien, 20. Mai. Die gestern erschienene Broschüre des Abg. Schalk gegen Wolf beginnt mit einer Darstellung der Beziehungen Wolfs mit Frau Seidl, wobei verschiedene delikate Details mitgeteilt werden. Sodann wird gegen Wolf der Vorwurf unreellen Vorgehens in mehreren Geldangelegenheiten erhoben und hiebei zwei Gelddarlehen besonders hervorgehoben. Die „Ostdeutsche Rundschau" habe zahlreiche Pauschalien von Instituten bezogen. Wolf wollte die „Ostdeutsche Rundschau" der russischen Regierung für Publizitätszwecke zur Verfügung stellen; die Unterhandlungen seien jedoch durch den Tod L o b a n o w's zum Stillstände gekommen. — Der Direttor der Kreditanstalt Gustav Ritter von Mauthner, Mitglied des Herrenhauses, ist, 54 Jahre alt, gestorben. Er wurde in Voeslau nach dem Abendessen im Hotel vom Schlage getroffen und blieb sofort tot. Paris, 20. Mai. Das in die Afsaire Humbert verwickelte Mitglied Staatsrat Jaequin hat dem Justizminister seine Entlassung zugeschickt. — Waldeck-Rousseau hatte bereits am Tag nach den Stichwahlen, am 12. Mai eine Unterredung mit Lou- 6 et, wobei er unter Hinweis auf den Ausfall der Wahlen feine Demission anzeigte. Loubet erfuqjte Waldeck, die formelle Demission wenigstens bis nach der Rückkehr ans Rußland zu vertagen, was zugestanden wurde. London, 20. Mai. Nach einer Meldung der „Times" aus Tokio verlautet dort aus gut unterrichteter Quelle, der japanische Flottenvermehrungsplan sei auf sechs Jahre, ab 1904, berechnet und umfaßt den Bau von vier Lchlachtschiffen von je 15 000 Tons, zwei gepanzerten Kreuzern von je 9900 Tons, vier Kreuzern zweiter Klasse von je 5000 Tons, 15 Torpedobootzerstörern und 50 Torpedooooten. Madrid, 20. Mai. Ter Untersuchungsrichter ordnete die Schließung des Klubs an, in bem die infolge der Entdeckung des Komplottes verhafteten Anarchisten Versammlungen abhielten. — Tie Presse verdächtigt die Polizei, die Verhaftungen der angeblichen Anarchisten am Krönungstage aus übertriebenem Amtseifer ober aus Belohnungssucht vorgenommen zu haben. Bislang hat die Untersuchung nichts gegen bie acht in die Einzelhaft gebrachten Inhaftierten ergeben. Christiania, 20. Mai. Das Neutralitätskomitee des Storthings stellte dem Storthing anheim, die Regierung aufzufordern, sobald es angängig sei, über die Frage der permanenten Neutralität Schwedens und Norwegens Verhandlungen einzuleiten und die Durchführung der Neutralität anzustreben unter Formen, bie die Freiheit und Selbständigkeit beider Reiche gewährleisten. Wilna, 20. Mai. Ter verwundete Gouverneur Generalleutnant Wahl hatte eine ziemlich gute Nacht. Tie Temperatur ift nahezu normal. Die Revolverkugeln sind aus den Wunden entfernt, ebenso Tuchreste, welche in die Wunden eingedrungen waren. — Der „Regierungsbote" erflärt, der Anschlag habe ersichllich einen politt s ch e n Charakter. Der MissethLter wird vor ein Kriegsgericht gestellt. Middelburg (Kapkolonie), 20. Mai. Eine Abteilung von 120 Buren griff am 18. Mai Aberdeen an, wurde aber zurückgeschlagen. Kommandant Vanheer- ben wurde getötet, zwei verwundete Buren gefangen genommen. Newyork, 20. Mai. Eine Depesche aus Trinidad vom Samstag besagt: Die Beschießung von Cura- Pano durch die venezolanischen Regierungs-Stteitkräfte soll heute nachmittag erfolgen. Der deutsche Kreuzer „Gazelle" ist das einzige dort weilende frenlde ^ioas- schiff und wird sowohl bie französischen als die deutschen Einwohner beschützen. Buenos Aires, 20. Mai. Zwischen Argentinien und Chile ist eine Abrüstung auf folgender Grundlage vereinbart worden: Argentinien verzichtet auf die in Italien bestellten Panzerschiffe und übernimmt dafür die Hälfte der von Chile in England bestellten Schiffe. lieber den Schiedsgerichtsvertrag dauert die Verhandlung fort. Havana, 20. Mai. Der Präsident der Republik Kuba, Palma, unterzeichnete heute das erste Dokument in seiner Eigenschaft als Präsident. Nachdem ihm der bisherige amerikanische Gouverneur Wood aus diesem Anlaß seine Glückwünsche ausgesprochen, holte Letzterer unter Salut die amerikanische Fahne nieder und hißte eigenhändig die kubanische Flagge zum Zeichen, baß die Vereinigten Staaten Kuba frei gemacht hätten. Generali Gomez wohnte der Feier bei. Wood ging unmittelbar nach der Hissmig der kubanischen Fahne mit seinem Stabe und den amerikanischen Truppen an Bord der Schiffe, die sofort den Hasen verließen. Zu derselben Zeit übergab in Santiago General Whlledide seinem kubanischen Nachfolger die Amtsgewalt und trat mit der amerikanischen Kavallerie die Rückreise nach den Vereinigten Staaten an. Tientsin, 19. Mai. Einzelne Banden der von chinesischen Truppen zersprengten Aufrührer in Süd- Tschili warfen sich auf die im Bau begriffene Bahnlinie Hankau—Peking. Eine Brücke wurde verbrannt, desgl. an mehreren Stellen Bauvorräte. Die belgischen Ingenieure wurden nach Tschenatingfu zurückgezogen. Die Angreifer traten nicht als geschloffene Streitmacht auf. Englische Wahrheitsliebe. Der „Deutsche Burenhilfsbund" schreibt uns unter deut 20. Mai: Der Deutsche Burenhilfsbund sieht sich genötigt, folgenden Protest, den der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen hat, der Oeffentlichkeit zu unterbreiten: 2luf sein Ersuchen um die Erlaubnis, eine Ambulanz in das Buren lager ^u senden, erfolgte seitens der englischen Regierung eine Wlehnuna mit der Begründmrg, daß tm Fall der Genehmigung auch andere Mächte sofort dieselbe 23ergünftigung verlangen würden. Es wird speziell dieeslbe Vergünstigung verlangen würden. Es wird speziell daraus verwiesen, daß auch eine h olländisch e Eingabe abschlägig beschießen worden sei. Jetzt erfahren wir zu unserem gerechten Erstaunen, daß die holländichse Eingabe abgelehnt wurde mit her Begründung, baßauchdasdeutsche Ansuchen KU rückgewiesen werden müßte. Wir versagen es uns, mit den zutreffenden Worten ein Verfahren zu bezeichnen, das nicht die Ablehnung einer Vergünstigung, sondern die Versagung eines Rechtes an deutsche Samariter begründet mit der Ablehnung, die an holländische Menschenfreunde ergangen fei, und wiederum diese Ablehnung der holländischen Ansuchen zurückführt auf die Ablehnung der deutschen Dienste. Das doppelzüngige Verhalten der englischen Regierung wird den Deutschen Burenhifsbund nur zu erneuter Liebesthätigkeit anspornen, zumal die Wahrscheinlichkeit des Friedensschlusses sich vermindert, die Gewißheit aber sich verstärkt hat, daß die Not und das Elend in den beiden südafrikanischen Republiken gerade dann am stärksten in die Erscheinung treten wird, wenn der Krieg sein Ende gefunden hat. Aas Kisenöaynunglück in Aeuß. Schon wieder hat sich ein schweres Eisenbahnunglück ereignet, diesmal, soweit sich aus den noch unbestimmten Nachrichten ersehen läßt, infolge der Fahrlässigkeit eines Eisenbahn beamten. Wie wir bereits gestern telegraphisch meldeten, ist die Zahl der Verletztenbedeutend. Sie dürfte 5 0 üb e r ft eigen. Einer wurde tot unter dem Zuge hervorgezogen. Der Unfall ereignete sich kurz vor der verhängnisvollen Niveaukreuzung der Linien Düsfeldorf-Aachen und, Köln-Krefeld, loo gleichzeitig im spitzen Winkel das Geleise auf den sogen. Bergisch-Märkischen Güterbahnhof einmündet. Ter Vorzug Nr. 417 Aachen-Tüsseldorf, welcher 10.24 ab M.-Gladbach geht, hatte freie Einfahrt in die Station Neuß erhalten. Der Güterzug Nr. 6833 fuhp gleichzeitig aus dem Güterbahnhof aus. Ein Weichensteller soll bleiern unbefugterweise das Abfahrtssignal gegeben haben. Ter Führer des Güterzuges bremste sofort, konnte aber den Zug nicht rechtzeitig zum Stehen bringen, weil die am Schlüsse des Güterzuges befindliche Druckmaschine das Haltesignal nicht mehr rechtzeitig befolgen konnte und nachdrückte. Dem vorbeifahrenden Personenzuge wurden die Tritt- bretter des Packwagens sowie des ersten Personenwagens vollständig abrasiert. Der dritte Wagen dritter Die Personenwagen 3. Klaffe. Der preußische Minister unserer Eiszeiten auf derselben, daher große Länderverschiebungen und das Untertauchen großer Gebiete unter Wasser und das entgegengesetzte Auftauchen auf der anderen Seite der Erdkugel. Daher an den beiden Schwingungspolen, dem Westpol in Ecuador und dem Ostpol in Sumatra, konstantes tropisches Klima. Auf diesen und einigen weiteren, zum teil konstruierten, zum teil that- ächlichen geographischen Bedingungen suchte dann Simroth die Entwicklung und Verbreitung derTierwelt dar- uthun, die von den beiden Schwingungspolen als Zentren ausgegangen sei; und er führte eine Menge vor allem üer- gcographischer Thatsachen an, um an diesen seine Theorie zu erörtern und zu stützen. Nach einer kurzen Pause sprach Prof. Brauer von Marburg, einer der Teilnehmer an der deutschen Tiefsee-- expedition, über den Bau der Augen einiger Tiefseefische, besonders über die eigentümlichen sogen. Teloskop- äugen, die in ihrem Bau und ihrer Entwicklung eine Reihe von Abweichungen zeigen, die wohl als Anpassungen an die eigenartigen Lebensoerhältnisse der Tiefsee aufzufassen sind. Hierauf trat eine zweistündige Mittagspause ein und von 3—5 Uhr folgten dann noch die Vorträge Dr. Meisenheimers (Marburg): „lieber die Entwicklung der Pantopoden und ihre systematische Stellung" und Dr. F. Schmitts (Würzburg) über „Die Gastrulation der Doppelbildungen bei der Forelle", denen sich einige Demonstrationen mikroskopischer Präparate anschlossen. ‘ Um 5 Uhr unternahmen dann die Teilnehmer einen Spaziergang nach dem Schiffend erg, wo gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Hier blieb man zwanglos zusammen und fuhr dann um y2U Uhr nach Gießen mit der Bahn zurück.■ these zurückzuführen, auf seine sogen. Schwingungs - oder Pendulationstheorie der Erde. Diese Theorie sucht darzuthun, daß die Erde periodische Verlagerungen ihrer Nord- Süd-Achse erfahre, nut anderen Worten, daß die Erde gleichmäßig um eine Achse, tue durch den Aequator von Ecuador nach Sumatra zu denken sei, in großen Perioden hin- und herschwinge, pendele. Daher die großen Kli ma- schwank ungen in der Erdgeschichte und die Entstehung von Personenwagen in den Abteilen 3. Klaffe verschiedene So sind an Stelle der fangung Herbeigeellten schnellstens Reißaus nahmen. Metzger- meister Hartung von hier wurde von ihr nicht unerheblich verletzt. Ein im Feld arbeitendes Mädchen aus Wixhausen wurde von dem Vieh auf die Hörner genommen und in eine in der Nähe besindliche Grube geschleudert. Es liegt an seinen Verletzungen zu Hanse. Einem hiesigen Landwirt rannte sie am Wagen vorbei und verletzte das eine seiner Pferde derartig, daß es gebrauchsunfähig im Stall steht. Als alle Mittel zu ihrer Habhaftwerdung vergebens waren, wurde sie von dem Feldschützen der Gemeinde Wixhausen nieder- geschossen. dert Millionen fehlten! — Inzwischen haben, während im Auftrage des Masseverwalters die Gemälde, Gobelins, Kunstgegenstande, Stt- berzeug und Möbel des Hotels der Avenue de la Grande Armee in 16 großen Packwagen nach den verschiedenen Auttionslokalen gebracht wurden, zw ei Einbrech er das unter Gerichtssiegel verschlossene Landhaus der Humbert bei Melun nächtlicher Welle bei Sturm und Gewitter ausgesucht, einen Fensterladen gesprengt, eine Scheibe eingedrückt, vierzehn wertvolle Gemälde, darunter zwei Eorots, aus dem Rahmen geschnitten und dann das Weite gesucht. Der mit der Ueberwachmig der Gerrchts- siegel betraute Diener, der im zweiten Stockwerk schlief, hatte nichts» gehört und nichts gesehen. Natürlich geht in der Umgebung von Melun das Gerücht um, der Einbruch sei auf die Weisung d er Fr a u Hum b ert selbst erfolgt, der man die Rolle einer Banditen-Führerm zu- schreibt. Nach einem Wolff'schen Telegramm betragt der Wert der gestohlenen Gemälde angeblrch 200000 Frs.; auch der „Matin" verzeichnet die Vermutung, daß der Diebstahl von Mitgliedern der Familie Humbert verübt worden sei, und daß man daraus schließen könne, daß die Humberts Frankreich noch nicht verlassen haben. In gleicher Weise wurde das Schloß C e l e y r a n bet Narbonne, das der Familie Humbert gehörte und das bereits unter Siegel gelegt war, von Ernb rechern heimgesucht. Die Wachsamkeit der Justiz schemt demnach in Südfrankreich ebensowenig ernst zu fern wie rn der Umgebung von Paris, und der Eindruck verstärkt sich, daß mindestens ein Teil der Familie Humberr un Land verblieben ist, um ungestört ihr Treiben fortzuseßen. Der Kumvert-ßrawsorb-Schrvindel. Humbert-Anekdoten machen bei dem Aussehen, das die Schwindelgeschichte überall erregt, jetzt in Pariser Blattern die Runde. Vor fünszehn Jahren brachte Parmentrer, der Anwalt aus Havre, der jetzt hinter Schloß und Riegel sitzt, dem damals schon sehr beschäftigten Advokaten Du Buit ein Dossier Erawford. Es handelte sich darum^ern sogenanntes vorläufiges Urteil zu erhalten. Du Vurt prüfte das Aktenstück, fand es unvollständig und schrckte es dem Anwalt zurück. Viele Jahre vergingen, der Zwischenzeit hatte Frau Humbert dem Advokaten Du Bull verschiedene Prozesse übergeben, die gar nichts mit der Angelegenheit des Geldschrankes zu thun hatten, da dieser Prozeß in den Händen Duriers lag. Als Dürrer starb, bat Frau Humbert Du Buit, sich mit allen ihren Angelegenheiten zu befassen, und der Advokat hatte seine Einwilligung zu diesem Vorschlag Vorbehalten. Daraufhin erhielt er folgenden Brief: „Mein Herr, Sie haben es ehemals angenommen, für mich zu plaidieren. Seute erfahre ich, daß Sie beabsichtigen, die Interessen einer Frau zu verteidigen, die meine Gegnerin ist. Das wäre ern Verstoß gegen die Gewohnheiten der Advokatur, und rch mußte die Sache bei dem Amtsgericht anzängig machen. C r aw- f o r d." Alle vertrauensseligen Leute werden zugeben, daß Du Buit gerechtfertigt war, an das Dasein einer Persönlichkeit zu glauben, die sich ihm auf so energische Art bekannt zu machen verstand. Wie konnte er denn auch gleich daran denken, daß hier eine geschickte Machinanon feinec eigenen Klientin vorlag! — Für die unglaubliche Kaltblütigkeit der Frau Humbert ist die folgende Anekdote bezeichnend, die auch erklärt, wie sie so viele und in erster Reihe den Advokaten Du Buit zum Narren haben konnte. An dem Mittwoch, an dem Du Buit von dem Präsidenten, des Gerichtshofs eine Verordnung erhielt,, die die Oesfnung des Geldschrankes verlangte, wurde Du Buit ungeduldig im Termin einer Zivilkammer erwartet. Daher wandte er sich, als die Verordnung ihm zugestellt war, an einen Kollegen, der ein sehr bekannter Advokat und Mitglied des Parlaments ist und sagte zu ihm: „Ich kann mich unmöglich auch nur einen Augenblick lang entfernen. Wvllen Sie, bitte, an meiner Stelle Frau Humbert, die in ihrem Wagen hinter dem Palais wartet, die Entscheidung des Präsidenten mitteilen?" „Sehr gern", antwortete Herr X. und machte sich sofort auf den Weg, um den erhaltenen Auftrag auszuführen. Er fand Frau Humbert und ließ die „gute Nachricht", wie er und Du Buit es nannten, wissen, daß der Geldschrank auf Befehl des Präsidenten geöffnet werden konnte. „Wie glücklich bin ich!" rief Frau vumbert aus, „endlich werden meine Feinde vernichtet! Ich hoffe, mein Herr, daß Sie uns auch das Vergnügen bereiten werden, der Oefsnung des Geldschranks beizu- whonen." „Das wirb mir unmöglich sein, gnädige Frau, aber Du Bull wird sicher anwesend sein." Thatsachuch war Du Buit an dem festgesetzten Tage zur Stelle, alle ' Welt war da — nur Frau Humbert und die hun- -Kkasse wurde durch den Stoß auZ dem Geleise gehoben/< - Die Personenwagen 3. Klaffe. Der preußische -vunyier stürzte um und wurde noch etwa 20 Schritt weit ge- der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, bafcbet dem Neubau schleift non Personenwagen in den Abteilen 3. Klaffe verschiedene Der Restd es P erson en zuges war lo s g erissen Blenderungen vorgenommen werden. So sind an Stelle der worden, rollte ein Stück weiter und kippte dann zur h^^rigen leinenen Gardinen bei Neubeschaffungen und not- Seite um. Die beiden am Ende befindlichen Wagen vierter roenbiQ werdendem Ersatz solche aus Wollstoff zu verwenden. Klass- hoben \iä)\ inetacutber, ine; sic unteren giä^cn der Sitzpolster sind, soweit dies nicht U V e V n b f aus rnenbor be" töon der Fall ist! durch Asbestpoppe mit Blech oder durch Esstu^e^ BÄAwnEsel«z kleinen Kindes war, den Asb-stschi-f-r zu sichern. Von, der Belegung der unteren recht en Fuß ab Später mußte das Bein amputiert Flache des Fußbodens mit Asbestpoppe und Blech bet einem werden. Der Infanterist Schösser vom 29. Jnf.-Regt. Teil der zu beschaffenden Wagen ist abzusehen. Dagegen zu Düsseldorf, welcher in seiner Heimat Rheydt gewesen ^nd die Versuche nut feuersicheren Anstrichen für Holz sort- wo*, wurde mit zerschmettertem Schädel aus den ^setzen. Trümmern hervorgezogen. Vilbel, 16. Mai. Die Nebenbahnstrecke Stock- Im städtischen Hospital rn Neuß sanden noch folgende^^^-Windecken wird in etwa 4 Wochen eröffnet werden. Personen mit schweren terefcmigen Wna£me^ Karl y ^as Endstück Windecken-Vilbel ÄrASÄ «•.■.“ä'ÄV'K? r L'L. 2i. -l d-° vom 11. Husarenregiment aus Düsseldorf, der Schreiner Am Eingangsthor zum Dome wurde vom Pralat Dr. Theodor Ni eß en aus Düsseldorf, der Schweizer Wester- Schrader ein reich ornamentiertes Portal, das ganz ny k aus Neuß, der Schiffsknecht Peter Harth vom Edi, on L ^auecn)erf versteckt war, entdeckt. Es ist dies der zu Duisburg und der Fabrikarbeiter H^ch. Muller auA .^ Bestandteil des Domes. Er soll freigelegt werden. Flingern bei Düsseldorf. Die übrigen nur leicht Verletzten f(? ^den j. $ 21. Mai. (Privattelegr. des „Gieß. Urlaub Mrückkehrende Anz.< Gestern fand hier di- Versammlung des Mittel- Soldatem Die Rettmigsarbeiten erfolgten durch die Neußer rheinischen A e r z t e - V c r e t n s statt, an der etwa 150 Freiwillige Feuerwehr, die Arbeiter der benachbarten Eisen- Mitglieder teilnahmen. Verschiedene Koryphäen der medt- werkMten, sämtliche Neußer Aerzte und die geretteten zwischen Wissenschaft hielten Vorträge. Prof. Dr. Sommer- Passagiere. Der Materialschaden wird etwa 100 000 ®ie£cn sprach über die Differenzialdiagnostik bei Hirntumoren, Mark betragen. Alle Strecken sind seit gestern nachmittag P^f, Dr. Pfannenstiel-Gießen demonstrierte einen Fall 4 Uhr wieder fahrbar. üon Carcynomen. Die nächste Versammlung findet in ' Wiesbaden statt. Für 1904 ist Frankfurt als Versamm- Aus KMÜl UNS Mw. lungsoll ausersehen, das vor 50 Jahren in Verbindung mit Gießen, den 20. Mai 1902. Darmstadt diese Zusammenkünfte ins Leben rief. — Einschränkung von Vereinssestlichkeiten. Auf ministe- Cronberg, 20. Mai. Pnnz und Prinzessin Friedrich rielle Weisung hin werden von den Kreisämtern Maß- Karl von Hessen hielten ihren Einzug m Sch oß nahmen vorbereitet, die darauf hinauslaufen, in ländlichen Friedrichshof. o Bezirken auf die Beschränkung der Vereins- und sonstigen Fulda, 19. Mai. Wahrend des gestrigen Pontisikalamteü Fesllichkeüen hinzuarbeiten. Es werden deshalb bereits un Dom, kurz vor der Wandlung, stürmte m einem plotz- staüstische Erhebungen vorgenommen. lichen Anfalle von Geistesgestörtheit der Schremer- *» Mililardienstuachrichteu. v. Lepel, HauptmannL.l.s. meifter Joseph Raab, der schon zweimal m Marburg unter des Infanterie-Regiments Nr. 115 und kommandiert zur psychiatrischer Beobachtung stand, von einem Seitenaltar hm- Dienstleistung beim Militärkabinett des Kaisers, unter Be- weg, mitten hinein aus die Leute im Mittelschiff und rie lassung a 1. s. des genannten Regts., in das Militärkabinett „Feuer!" Dadurch entstand eme Panik, der Bischof versetzt; Winther, Hauptmann im Jnf.-Regt. Nr. 117, unterbrach die Messe und mehrere Hundert Menschen unter Enthebung von dem Kommando zur Dienstleistung bei drängten den Ausgangen zu, wobei verschiedene zu ^all der Militär-Intendantur, in das Jnf.-Regt. Nr. 118 ver- kämen, andere Quetschungen erlitten. setzt; v. Haustein, Oberlt. im Jnf.-Regt. Nr. 116, und ** Sttoxtt 9}httcilunöen aug £enen unb beu ^a^bQr^^aatcn. Balthasar, Oberlt. im Jnf.-Regt. Nr. 168, zu über- In einer Wirtschaft m Ossendach erstach m der Nacht -ähliqen Hauptleuten befördert; Suermondt, Oberlt. im vom ersten zum zweiten Feiellage wegen einer geringfügigen 2. Großh. Hess. Draa.-Regt. Nr. 24, unter Verleihung des Sache — es handelte sich um das Singen eines LiedeÄ Charakters als Rittmeister und mit der Erlaubnis zuni der 37jährige Francesco Galvani aus Brescia den *-~jal)5 Tragen der Regts.-Uniform, der Abschied mit der gesetzlichen eigen Giuseppe Stefannti aus Udme nut einem großen B ■ 1 Messer durch zwei Stiche m den Rucken und den linken Vermischtes. * Dortmund, 20. Mai. Amtlich wird gemeldet:Am 2. Pfingstfeiertag abends 6% Uhr entgleiste auf iiei Pension bewilligt. , »* Konzert. Die von unserer Regimentskapelle am Oberschenkel. 2. und 3. Pfingstfeiertag in Steins Garten veranstalteten . _ " a > Konzerte hatten sich eines sehr guten Besuches zu erfreuen. 1*4. Jahresversammlung Die Vorträge fanden durchweg großen Beifall, so daß manche tzxx Deutschen Zoo!0gischett Gesellschaft. Einlage gegeben werden mußte. (Originalbeti&t des „Gieß. Anz/') • • Verhaftung. Em hier bediensteter Fahrbursche wurde k ;, wegen Vergehens gegen § 176, 3 des R.-St.-G. heute da- b Gießen, 21. Mai. "“«Teht« regelrechten Rauferei kam es gestern Abend Prof. E. Chun aus Leipz.g, der bekannte Leiter der in der Sonnenstrab- zwischen zwei hiesigen Arbeitern, die deutschen Tiefsccexpedltlon, erostnete die V-riammlung noch dazu Brüder sind. Auch ihr- Ehehälften beteiligten sich sind deutet- auf die Resultate hm, die in den verschiedenen lebhaft an der kräftigen Auseinandersetzung. Der Ein- biß Zweigen der^ Zoolog!- in den letzten Jahren erzielt wore en sogar seinem Gegner in die Hand und verletzte ihn nicht un- sind. Die Systematik sei bedeutend erweitert und vertieft erheblich. Anzeige ist erhoben. "°rden. Aus den Kolonien se. eme Menge neuen Mate- " Zu viel des Guten leistet- sich ein auswärtiger Tag- rialz zusammengetragcn und and) die syst. ftenntmffe der kühner, der den 3. Feiertag dazu benutzte, um sich einen ge- Tierwelt ""ftrer^e-mat seien besonders durch H^an- hörigen Rausch zu kaufen. Da er sich fortgesetzt auf der si-ehung biologischer und tiergeograph scher Ao- Straße zu lustig gebärdete, mußte er verhaftet >°erden. mente wesentlich ge,ordert worden. Ebenso seien d,° rem • • Verband der Schaufenster-Dekorateure aller Branchen, morphologischen Zweige unserer Lissenschaft, der ver- e. B. Unter diesem Titel hat sich am 6. Mai ein Verein gleichenden Anatomie und Entwicklungsgeschichte^ des Haupt- mit dem Sitze in Berlin konstituiert, der den Schutz und sächlichen Arbettsgebwts der Mitglieder der Gesellschaft, erheblich die Förderung der Juteressen seiner Mitglieder bezweckt. Das weiter ausgebaut worden; be!onders habe die Entwicklungs- Fachorgan ist die in Berlin erscheinende moderne illustrierte geschichte durch die experimentelle Bearbeitung eme Zeitschrift .Das Schaufenster" und die 14tägige Sonder- vielseitige Bereicherung erfahren. Sehr erfreulich aber sei es, ausgabe „Der Dekorateur". Die Geschäftsstelle des Ver- daß auch der Biologie der Tiere immer mehr Jntereffe und bandes ist'm Berlin W., Schöneberger Ufer 32, wohin alle Bearbeitung zugewendet worden sei. Anfragen zu richten sind. . Herauf hieß Prof. Dr. Hans en, derzeitige Rektor der • * Die Hauptversammlung des Deutsche» Verbandes Kansi Universität, die Deutsche Zoologpche Gesellschaft herzlich m männischer Vereine findet am 9. und 10. Juni in Kassel Gießen willkommen und wuchchte der Gesellschaft m statt. Auf der Tagesordnung stehen u. A.: Die Erhebungen Gießen erfreuliche Tage und günstigen Erfolg für ihre über die Arbeitszeit in den Kontoren und Lagern der nicht Sitzungen. _ mit offenen Verkaufsstellen verbundenen Handelsbetriebe. Die Nach ihm ergriff Geheimerat Pros. ^r. Spengel, der Errichtung kailfmännischer Schiedsgerichte. Alters- und In- Direktor des hiesigen zoologischen Instituts, das Wort, be- validenversorgung der Handelsangestellten. Ist ein Dienst- grüßte die Gesellschaft, und dankte, daß sic io zahlreich ferner Vertragsschema für Handlungsgehilfen zu empfehlen? Er- Einladung nach Gießen gefolgt sei, obwohl ihr hier an der weiterimg der Wirksamkeit des Stellenvermittelungsbundes I kleinen Universität naturgemäß nicht so viel geboten werden und Bekämpfung der gewerbsmäßigen Vermittelungsbureaiix. könne. Sei es ihm ja nicht einmal möglich, die Versamm- Einschränkung der Konkurrenzklausel auf Handelsangestellte lung gewissermaßen im eigenen Hause aufzunehmen, da die mit wenigstens 5000 Mk. Jahresgehalt. Die Notwendigkeit Räumlichkeiten seines zoologischen Institutes zu klein dafür kaufmännischer Fortbildimgsschulen für weibliche Angestellte, seien, sodaß sie als Gäste in den Räumen des anatomischen • * Wild-West in Hessen. Unter dieser Überschrift erzählen Instituts tagen müßten. Hieraus gab er sehr interessante bic „N. Hess. Volksbl." folgende Kuhgeschichte aus Ar- Mitteilungen über die „Vorgeschichte und Geschichte des heilgen: Hiesige Metzger führten letzten Donnerstag eine Zoologischen Instituts der Universität Gießen", worüber noch zum Schlachten bestimmte Kuh von dem Hof Kranichstein ausführlich berichtet werden wird. hierher. Unterwegs ging sie durch unb konnte selbigen Tages Nach einigen geschäftlichen Verhandlungen der Gesell- nicht mehr eingefangen werden. Am Freitagmorgen wurde schäft erteilte Prof. Chun an Prof. Simroth aus Leipzig ihre Aufsuchung und Einfangung wieder ausgenommen. In das Wort zu seinem Vortrage über „Das natürliche der Nähe der Straße Darmstadt—Frankfurt in der Ge- System der Erde." markung Wixhausen wurde sie wieder gefunden, aber in solcher I P^vf. Simroth machte den schwierigen und kühnen Wildheit und in einer Verfassung, daß die zu ihrer Ein- Versuch, eine Reihe geologisch-geographischer Fragen, vor “ “ - ™ ' allem die urgeschichtliche Entwicklung und Entstehung der tierischen Formen und deren jetzige Verbrettung auf der Erde auf eine von ihm und Herrn Reibirch aufgestellte Hypo- ertranken. Kunst und Wissenschaft. Tendenz: fest. ablehnend verhalten. Dem et, der zuletzt zur Besprechung Die „Bert. Pol. Nachr. 101.85 45.10 28.90 27.80 111.60 44.00 ßu/0 Mexikaner •P/s '/o Chinesen . Electric, ßchackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatebahn Lombarden . . Gotthard bahn . . La urahütte . . . Bochum .... Harpener . . . München, 20. Mai. Der Schriftsteller Prof. Adalbert Svoboda ist gestern hier gestorben. Brüssel, 20. Mai. In der General-Versammlung der unter dem Protektorat des Königs stehenden ,8oci6t6 Royale des artisans .eunis*1 wurde beschlossen, un Haufe des Monats Oktober d.J. eme B ä n n c r 1 n I) x-1 nach Berlin zu unternchmen. Wien, 20. Mai. Der Schriftsteller Hermann v. Lohn er ist an 61. Lebensjahre hier gestorben. 40/,) Italien. Rente . . . 4Va% Portugiesen . . , b°/ Portugiesen, . . . 1% C. Türken . , . Türkenlose ..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4>/J% äussere Argentiner Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 2L Mai. Die „dLat.-Ztg." erfährt, die Po- ')en Landtage zu- . 25.70 . 89L0 . 100.75 . 106.15 . 215.30 . 184.00 . 135V0 . 139J0 . 152.60 . 149.60 . 14.10 . 170.00 . 200.00 . 194L0 . 17X00 87»% Reichsanleihe ßo/o do. ßl/,0/g Konsole * 8°/o do. . . ß1/2°/n Hessen M. Seidenstoffe hä EE, von Elten & Keussen, ZLL Krefeld. sammemufasien, heißt es, daß bie Mehrheit der Tran^- vaalburen einschließlich der Mitglieder der Regierung de,n Frieden günstig sind, während die FreNtaatbnren nut wenigen emflußrcichen Ausnahmen die Unabhängigkert als Grundlage für die Friedensbewegung wünschen. Loudon, 21. Mai. „Daily Niall" hört, obgleich sich da den Beratungen der Buren gewiße Schwierigkeiten erhoben hätten, seien diese doch nicht von der Art, daß sie die Fortführung der Verhandlungen berühren konnten. — „Daily Telegraph- meldet aus Pretoria vom 18. b&, bie Burenkonferenz in Vereeniging tagte gestern noch. Die Be- sprechungen sind stellenweise sehr erbittert, sodaß eS \o» Fort de France, 21. Mai. Durch die Hochflut von gestern Vormittag ist ein Teil von Le Corbet zerstört worden. Senator Knight schiffte sich auf dem „Suchet" cm, um sich über die Lage im dlorden der Insel zu vergewissern. Die Bevölkerung ist in großer Aufregung und räumt die Orte der Umgegend. Ein Teil geht nach Guadeloupe, ein anderer nach dem Süden der Insel. Fort de France, 20. Mai. Heute früh entlud sich ein starker Aschenregen mit ungeheurer Schuelligkeit über Fort de France. Die Strahlen der uutergehendeu Sonne ließen denselben als mit zuckenden Flammen durchsetzt erscheinen Die Erscheinung war von dumpfen Rollen begleitet. Während dieser neuen Thätigkeit des Bullaus entstaub eme ge. wattige Panik. Die Bevölkerung flüchtete entsetzt nach allen Richtungen. Etwa 20 000 Menschen durcheilten während des Asche- und Steinregens voller Schrecken unter lautem Zaunuer die Straßen. Biele warfen sich auf die Knie und beteten. Die See wurde durch große Mafien, die sich vom Mont Pelse aus den sich öffnenden Kratern ergofieu, stellenweise zum Kochen gebracht. Das amerikanische Schiff Potomac uud der englische Kreuzer Jndefattigable, welche eiugetroffen waren, um die Leichen des amerikanischen und englischen Konsuls aus St. Prerre zu holen, gingen schleunigst wieder in See. New-Uort, 21. Mai. Aus St. Lucia wird berichtet, daß ein furchtbares donner ähnliches Getöse von den Znselu Dominica uud Guadeloupe vernommen wurde. Rachrichteu aus Dominica zufolge wurde dort eine feuerrote Wolke, begleitet von heftigen Winden, gesehen. Die Er- scheiuung hat unter der Bevölkerung eine große Paull hervor- gerufen. __ n qar zu Zwistigkeiten kam. London, 21. Mai. Die „St. James Gazette" erführt: Die Audienz Balfours beim König in Wintyor am Montag stand mit den Friedensverh an d l u ng en m Südafrika in Bewindung. In Regierungstrersen herrschte gestern eine sehr optimistische Stimmung. Die auS Vereeniging eingetroffenen Nachrichten bc starken dre Anssi ch t e n auf den Frieden. Die Frredensparter der Buren soll es durchgeseyt haben, mit der britischen Regierung in Verhandlungen zu treten. Dics4>cdeute, daß die Forderung der llnabhängigkeit fallen ge las s e n sei. Es gelte als sicher, daß eine Deputation nach Pretoria geschickt werden würde, wahrscheinlich gegen Ende der Wvche. Damit sei der Friede zwar noch nicht gesichert, unö es dürften noch lange Verhandlungen folgen über tnc aelbft* regierung und die Begnadigung der Rebellen. e Loudon, 21. Mai. Die heutigen Morgenblätter legen aroße Reserve in Bezug auf die Friedens-AuS- sichten an den Tag. „Mornmg Leader" komenturt die Haltung der englischen Kolonnen in Südafrika, besonders diejenigen in Ratal, welche den Frieden nicht verlangen, da die Fortsetzung des Krieges für die dortigen Geschäfte günstiger sei die Brensch, die Zorn, — - - - _■ . treten sind und weite Strecken überschwemmen, ^nt öl Amarinthal war die Hochwassersgesahr so groß, daß man die | Sturmglocken läutete. Desgleichen sind auf der ganzen Bahnstrecke zwischen Zabern i. Lothr. und Straßburg ungeheure Landstrecken, Fabriken, Gehöfte re. infolge der Überschwemmungen unter Wasser gesetzt. Die Saar ist hoch angeschwollen und auch das Wasser im Kanal steht hoch. — Weiter kommen Hochwassernachrichten aus Oesterreich. Die Theiß hat die Umgegend verschiedener Ortschaften des Uaoscaer KomitatS überschwemmt. Der an den angebauten Pflanzungen angerichtete Schaden ist sehr groß. Zwi>chen o ah o n y und Es ap wurde eine Holzbrücke über die Theiß hergestellt. Infolge Stauung von Flößen unter ihr stürzte sie ein. Mehrere Personen, die sich auf den Flößen befanden, Telephonischer Kursbericht. .Frankfurt a. Jü», 2L Mai 1902. St--ck- Eff-n Ha. Steck (N°-d> °-m btm oon «fiem 6ta-1a^3■ t-°n ziemlich b-s-?t °bgel°si-nen P°i,°n-nzug 91t. V®Jtwncn. infolge Bruches der Vorderachse em Wagen 4. Klaffe. Im i ö » 21.Mai. Seit gestern tagt hier der Deutsche Ganzen sprangen 6 Personenwagen aus dem Geleise. ,aBe' gchulDeretn na Erhaltung des Deutschtums im Auslande, der von den Reisenden, noch vom Zugpersonal Obermeister Gauß begrüßte die Erschienenen und wünschte ist jemand verletzt worden, da die Wagen nach ku^emi und feinen Zwecken Erfolg. Heute findet die Laufe zum Halten gebracht wurden und dicht neben dem ftQtt. Geleise stehen blieben. Di. Reisenden wurden tellS imPact- gflnbon 21 Die Liverpooler Polizei wurde be- wagen und in dem unversehrt gebliebenen vorderen Pers^chrichtiqt ' dciß'dcis Humbert'sche Ehepaar am vorigen nenroagen untergebracht und weiter befördert, teüs Letzten sie Somstaq i'm dortigen Adolfi-Hotel gesehen und mit Sicherten Weg zu Fuß fort. Die Aufräumungsarbeiten wurden erkannt wurde. Tie Polizei glaubt, daß sich das Paar sofort mit 8 Werkstätten in Angriff genommen dauertenje- p m fii ( aufhält. doch bis 5 Uhr morgens. Inzwischen mugte der lebhafte Dublin 21 Mm. Prinz Heinrich, welcher gestern Feiertagsverkehr auf einem Geleise Steele—Nord—Essen-Hb. I Polosmel^im Phönixpark teilnahm, war nut einigen bewältigt werden, wodurch naturgemäß einige Zuge Berspa- nfniierc aeftern Abend Gast des Marquis Ormonde taug erlitten. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Hmafionm * Hochwasser. Aus den verschiedensten Gegenden ‘ 91 ’ ^aut Blättermelduna wurde der ÄÄTiiÄÄ i'S“ von 5,00 Meter auf 6,40 Meter und in Kehl von 4,05 Ausstand der Weber ausoebrochen. 800^' auf 5,04 Meter gestiegen. In Mainz ist der Rhem zirkaIArbeit nieder. Die Arbeitgeber weigern sich, nad)öugebcn. 160 Meter, seit gestern zirka 90 Zentimeter gestiegen und ftOttt/ 21. Mai. Die Wiederaufnahme der offiziellen wächst noch fortgejetzt. Die Köln er Pegelhöhe zeigte gestern ^oziehungen zwischen Italien und der Schweiz soll 3,90 Meter. Aach von einzelnen oberrheinischen Jteben-1 m nächsten Tagen erfolgen. slüssen werden Ueberschwemmungen, sowie weiteres bedent- 2i Mai. Ueber ganz Mittelitalien wütete gestern liches Anwachsen gemeldet. Die Ruhr führt Hochwaiser. ^ Myelon.' Ter Bahnverkehr mußte teilweise eingestellt (Eben o wird aus Straßburg gemeldet, dag die Zll, em ) - bie Xtiur über dre Ufer ge- werden. . ' - 9-- J *^ । Przemysl, 21. Mai. Im Spionageprozeß wurde der Angeklagte Josef Zalewski zu 4*/, Jahren, Peter Schuster zu 3‘/a Jahren schwerem Kerker verbunden mit Fasten und hartem Lager verurteilt. Petersburg, 21. Mai. Im großen Palais von ^arskoie-Sselo fand zu Ehren des Präsidenten Lou- bet ein Galadiner zu 300 Gedecken statt. Der Kaiser brachte folgenden Trinkspruch aus: „Indem ich Herr Pras^ dent, von ganzem Herzen willkommen heiße, gebe ich gern der Hoffnung Ausdruck, daß Ihr Aufenthalt unter uns Ihnen die besten Beweise der Gefühle darbieten werde, welche Frankreich und Rußiland einigen. Möchten Sie eine Erin ne r un g b e w a h r en, Derjenigen ähnlich, die wir, die Kaiserin und ^ch-^ur immer bewahren an bie im vorigen Jahre in Frankreich iso angenehm verlebten Tage. Ich erhebe mein Glas Ihnen zu Ehren, Herr Präsident, auf die Große und das Wohlergehen des schönen, uns befreunbeten und ver- bünbeten Landes!" Das Orchester spielte die Marseillaise^ Präsident Loubet erwidert folgendes: „Srre! andern ich ^hrer Einladung entsprach, ist es mir besonders angenehm gewesen, die Wünsche Frankreichs zu überbringen, welches stets für Ew. Majestät die Gefühle hegt, deren Ausdruck Sie vor kurzem haben entgegennehmen können. Einige Stunden genügten mir, um seststellen zu können, rote sehr ___ das Herz Rußlands im Einklang mit dem Dmidel uni) Verkehr. Volkswirtschaft. eX ki"VJnJÄ n erfährt die V0-1 Handlung gekommenen Friedensbedingungen Präsident Berlin, 21.Wlar. ®ie3t0- Stejn unb Wessels sind, die im Nordosten des Oranje- aeaangen ^Sie ^we^rde spätestens am Donnerstage rm staates kommandieren, und Mueller, der m der Nahe von Druck^vorliegen. - Die „Voss. Ztg." meldet, der Knltus- Middelburg steht, sowie Celliers, Befehlshaber un nörd Minister habe angeorbnet, baß aus allen pr eußis ch en s^erl Transvaal. Kommandant Hertzog soll sich gleichfalls Univ erst täten Anfangskurse im Griechischen für Re- ablehnend verhalten. Dewet, der zuletzt zur Besprechung alabiturienten errichtet werden. — Demselben Blatt fQm unb in efroQ§ grimmiger Stimmung war, schemt jetzt zufolge riüstete der Kultusminister emen Erlaß an den -x^dfertiger zu sein. Die der Einstellung der Feind- Ausschuß der Aerztekammerii, nachdem ^fer bie seligkeiten abgeneigten Elemente sind zweifellos stark, so stark, fammern über den Herlw h?s e hor^ . ~ bcn c-riedensschluß zu den bereits besprochenen Be- Dte "Är?' Po^'Äachr." bezifsrrn %eu den^prcusiischcn bingungen zweiselhast erscheinen lassen. Um alles kurz zu-I 101.95 91.75 101.90 91.75 99.70 3% Hessen ..... —.— 4% Oesterr, Goldretne . . 102.85 4’/2% Oesterr. bilberrente 101.75 4% Ungar. Goldrente . . 101.65 Für bie Rebaktion veraiitwirtlich i B.: R. Dittmann. Damen-Handschnhe Preislagen A« weg 60. Bekanntmachung. Dienstag de» Mai sollen folgende Grasuutzungeu öffentlich versteigert werden: 1 . von den Wiefcckböschungcn nachmittags 2 Uhr mit Zusammenkunft am Lenz'schen Fetsenkeller, 2 von den städtischen Feldwegen nachmittags 3 Uhr un ' Hof des Bürgermeistercigebäudes, 3 von dem oberen Teil des alten FriedhoseS und von ‘ dem Wafferbchälter am Luthcrberg nachmittags 4 /, Uhr an Ort und Stelle, . 4 . von dem neuen Friedhof nachmittags 5 /, Uhr an Ort G^ßkn^n 20. Mai 1902. 3822 Großhe^ogttche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Versteigerung. Donnerstag den 22. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28: Haus- und Küchengeräte aller Art, sowie eme Nähmaschine, eine Ladentheke u. v. a. Gießen, den 21. Mai 1902. 02289 Seipel, Gerichtsvollzieher. Stöbt. Schlachtham. Freibank. Heule und morgen: ©Wriiflriß 56 Kfz. zchwttsröcisih 52 pfg. LaselschfeBkisch 48 |)fg. !BeküMtmachung. Von dem Bankhause Gebrüder Neustadt, hier, ist bei uns der Antrag auf Zulassung von Nom. Mk. 600,000 3V2 Prozent Anleihe der Großherzoglich Hessischen Provinz Lberhessen zum Handel und zur Notierung an der hiesigen Börse eingereicht worden. 3819 Frankfurt a. M-, den 16. Mai 1902. Die Kommission für Zulasiung von Wertpapieren an der Börse zu Frankfurt a. M. (inaibgeredjter Jäger sucht Ab- schuß von Rehböcken gegen hohes Schußgeld. (Äefl. Offenen unter Nr. uuo an bie Exped. b. Bl. Iechtveröand Aichen-Lahr. (Wohlthätigkeits-Bereiu.) Sonntag den 25. Wai, nachmittags 3 Mr anfangend auf der Schönen Aussicht: Grußes Wliis-Immklstll Kinderspiele mit Preisverteilung aller Art. 3823 Präzis 5 Uhr: Aufsteigen eines großen Luftballons mit Fallschirm. MT Auf dem Fesrplotze: tSroßes Toppel-Karuffell, Lchießbude-c., außerdem das berühmte L Kasperle-Theater des Herrn Hildebrand aus Darmstadt. Abends: Konzert, ©tolartige Mnmiuatwll des ganiru lkstplllhes. y Eintritt 20 Pfg. Kinder frei. Ter Ueberfchuß wird zur Verteilung an hiesige Ltadtarme verwandt. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenfi ein Dßif Vorstand. tivl Heute mittag 1 Uhr entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere inniggeliebte Tante Augusto Zimmermann im 79. Lebensjahre. Familie von Ritten Giessen, den 19. Mai*1902. 8816 3818 ARMOUR8 3813 Fleisch Extract ist das ausgiebigste Präparat dieser Art. Zu haben in Kolonial- and Delikatesawaren-GeeohStten. ARMOUR & Co., grösste Schlachterei der Welt. dirx • >- ’-y • •. > Zu vrvhiiufcn Die Ueberfühnmg zum Bahnhof findet statt: Donnerstagvormittag 9 Uhr. Die Beerdigung nachmittags 4 Uhr auf dem Friedhöfe in Darmstadt. ML •y». frMJ 3684] (Lin Fahrrad zu ver- kaufen. Aliccstraste 11, 11. M selche i» h-tt enifi der M 1.1 Zigarett' und auf roege vei 2. 90 M Kik -LE * -‘U WWdMK Ernestine Hopfner Grüubergerstraße 17. Statt jeder besonderen Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unseren lieben, unvergesslichen Gatten, Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Im Hamen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich, Emil Loos. Wörrstadt, Kassel, Hagen, Jngenheim, Giessen, den 21. Mai 1902. IMiinlritW Im Stricken u-AnstrickenvonStrüulpsen empfehle ich mich angelegen: lid) ft KtrickgarnestrsttNuslitAwl habe ich stets vorrätig. HLsdmvritsMlcmFrl.Mmiim Kietzen, Südanlage 7. Wiederbeginn des Unterrichts in allen weiblichen Handirrbeiten, sowie Kunstarbeiten 8829 Mittwoch den 21. War 1902. Ao y Hi Mtra- 1 sch 1. R 2. R 3. Ki 4. Ei ste Ti r>. Di dt R 6. W •w'r.T> << Herrn Oberlehrer Dr. Wilhelm Loos Rektor der höheren Bürgerschule zu Wörrstadt im Alter von 29 Jahren nach längerem, schwerem Krankenlager am 19. Mai, abends, zu sich abzurufen. Versteigerung. Donnerstag den 22. d. M., nachmittags 8 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 fünf Fässer Därme. Versteigerung bestimmt. 3806 Gießen, 20. Mai 1902. _______Seipel, Gerichtsvollzieher. M Nemchr Hotel IlnS Pension Kniferhof Bef.: 9l. Wacgeler versendet Broschüre über Rur- verhältnisse rc. gratis und franko. Couverts mit Firma liefert billigst Brühl'sohe Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Schühenverein. Montag den 26. Mai b. I., abends 9 Uhr, im Schützevyaus: General-Versammlung. TageS-vrdnuug: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage pro 1900/01, Entlastung des Rechners. 3. LIL. Verbandsschießen au Neustadt a. d. Hardt. 4. Auslosung von 6 Anteilscheinen der neuen Schießhalle. 5. Verschiedenes. 3831 Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ein Der Vorstand. 3816] 3 bis 4 Gentner gutes Sen flpin noch guterhalt. Frack und Weste billig zu verkaufen. Fr. Meckel, Steinstraße 38. LrM.Aeit-ll.MgcllPstt-e (Vollblut-Hannoveraner) flehen zum Verkauf bei 3795 Suutheim, Domäne Wollersdorf bei Station Frankenberg, (Bahnstrecke Marburg-Warburg!» Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige Sdbm ** -,-r Sm Daniel Amend, Lehrer i. UN 85. Lebensjahre entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten: Ate trauernde« KinterLNcöene» Elisabeth Amcnd, geb. Rühl. Marte Ameud. Elise Grün, geb. Amend. Heinrich Grün, Lehrer. Hermann Grün. Gießen, Wiesbaden, Reiskirchen, 20. Mai 1902. 3880 Die Beerdigung findet Donne^tag, 22. Mai, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaufe. Wresenstraße 4, aus statt. Vor her her. Lord No m Mai Das ge jenes denn zu kettgene lands a daraus : werde S suchen. ' Nun «Lustiger in Wiest uniform. Rechten Mechtel eine Ans erteilt, e Name toi angegebe daß Äru leit besis darauf r ^otimo ^lehnl Watt, ! tvesen j N Bureau' richtet, teert g. Kaiser z Setrages welcher eines O . Dai Loch R wollen, neben trotz !> gewagt wenn j halten i" W zu erad berts n>' hi Uerilli Me e. ln desse» Hw f£in gutgeh. Spezereigefchäfl mit ^5/ ständiger Landkundschaft, in bester Lage einer verkehrsreichen Kreisstadt a.d. Lahn, fteyt Sterbefall halber zu verpachten. 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