ngeu Detter 19,6<> C. 2,8° C, Mnnenjd)ein =0^ te, 1 2em« erile (\n ^dwebei^H uenäo >eir 12 * wg MnnäVuM- Sch°Ä°M *■ «wJfi LWZ ürchenplah. rf)en Telegraph.) 11 H- Feyen, vom c Mrgens wohl- Anzeigers. Gomjponbäij künftighin du in der Zen- u den Vertrau- ltachr." melden, lig erwogen, ob n M, daß er ’ unterbreitet® zum Herö/t lung kommende Hause mit der ank und ging wurden ver» nb veranstaltete durchzogen, gab gergarde. 2er des Vizeprasi- Beide Male Im Ganzen ,cim elften Zu- Die Toten und fortgeschafft. Ichnler! » ielsteilea h» b°A * w-h-"' c. Montag S1. April L««S Erstes Blatt. 153. Jahrgang Nr. 92 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Siebener Zamilien- Mtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'sche« Unwers.-Buch- u. Stell»- druckerei (Piets ch Erbend Redaktton, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FtrnsprkchanschlußNr.51. _...... — _ _ vezngspretA, . Q XFF O monatlich7bPs.,viertelt _ jährlich Mk. 2.20; durch, GietzenerAnzeiger« u General-Anzeiger w .•sxs, *' * für den poltt. u. allgem. Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM U zeigenteil: HanS Beck. KeKanntmachung. Mit Ermächtigung Großh. Ministeriums der Finanzen kündigen wir hiermit von der wegen Errichtung einer Landes- kultur-Rentenkaffe aufgenommenen Anleche vom 1. Oktober 1880 den Rest der noch im Verkehr bestndlichen Obligationen nn Nennbetrag von 254 000 Mk. zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1 9 02. Wir fordern hiernach die Inhaber der gekündigten Obligationen auf, die Nennbeträge mit Zinsen bis Ende September l. I. zwischen dem 15. und 3 0. September 190 2 gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicht mehr zahlbaren Zinsscheine nebst Zinsscheinanweisungen bei Großh. Staatsschuldenkasse in Darmstadt, oder für deren Rechnung bei der Niederlassung der Bank für Handel und Industrie in Frankfurt a. M. um so gewisser zu erheben, als dieselben vom 1. Oktober 1902 an nicht mehr verzinst werden. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß die auf Namen von Kirchen, Schulen und milden Stiftungen usw. eingeschriebenen Obligationen nur nach Vorlage der nach Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 28. November 1873 zu Nr. M. d. I. 12 391 erforderlichen Ermächtigungen gegen Empfangsbescheinigung der Rechner dieser Fonds zurückbczahlt werden können. Darmstadt, den 30. März 1902. Großh. Hessische Staatsschuldenverwaltung. Ewald. Dr. Goldmann. Moellinger. Aas tznde des Generalstreiks in Belgien. Brüssel, 20. April. Der Generalrat der Arbeiterpartei beschloß, nach 2^ stündiger Beratung, daß die Arbeit von der bevorstehenden Woche ab allgemein wieder auf- genommen werden soll. Heute abend wird ein Aufruf an die Arbeiterbevölkerung erlassen, der diese von dem Beschluß des Generalrats in Kenntnis setzt. Gestern vormittag wurde bereits in kleinen Werkstätten der Streik beendige Voraussichtlich wird dieses Beispiel bald im ganzen Lande befolgt, vielleicht sogar Dienstag mit Ausnahme der streiklustigen Arbeiter im Bezirke Charleroi und Mittelbeken. In der gestrigen Versammlung im Volks Hause betonten mehrere Redner wiederholt, daß es allein vom Könige abhänge, im Lande Frieden zu schaffen. Vander- velde gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Koalition der Opposition durch das Blut, welches die Regierung vergossen, nur fester zusammengeschweißt werde. Der Generalrat der National-Liga der liberalen Propaganda faßte gestern einstimmig den Beschluß, sämtliche Ge- meinderale, Handels- und sonstige wirtschaftliche Vereinigungen zu ersuchen, an den König eine Petition zu richten, die Auflösung der Kammer zu verfügen. Der Generalrat beschloß gleichzeitig, die Agitation zu Gunsten der Revision der Verfassung sortzusetzen. Das Manifest ist unterzeichnet von sämtlichen Abgeordneten der pro- gressistisch-liberalen Fraktion und zahlreichen hervorragenden Liberalen. Eine Gruppe Professoren beabsichtigt ebenfalls, an den König eine Petition zu richten, um die Auflösung der Kammer zu verfügen und der gegenwärtigen Sage hierdurch ein Ende zu machen. „Petit bleu" verzeichnet das Gerücht, daß die Regierung beabsichtige, eine große Anzahl Mitglieder der Arbeiter-Partei wegen Verstoßes gegen die Süyerheit des Staates gerichtlich verfolgen zu lassen, die „Gazette" hört, die Staats-Minister seien zu einer heute beim Könige im Schlosse zu Laeken stattfindenden Beratung gereift. Das Schwurgericht zu Brüssel verurteilte gestern eine Reihe von jtunbgebern wegen Tragung von Waffen, Beleidigung der Polizei, Agitation usw. zu kleinen Gefängnisstrafen. 9hxc einer wurde zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, well bewiesen wurde, oaß er Revolverschusse auf die Polizei abgegeben hätte. Nach einem Telegramm des „Berl. Tagebl." kam es am Freitag auch in Charleroi und Huy zu sehr erregten Szenen. In Huy wurden die Fenster katholischer Institute einaeworfen und erst dem energischen Einschreiten der Sicherheitsorgane gelang es, die Ordnung wiederherzustellen. Im Fabrik^entrum werden die Eisenbahnen Tag und Nacht durch Posten bewacht. Unter einer Eisen- brücke hatte man eine Bombe mit 1100Gramm Dynamit gefunden. Der gestrige Abend ist in Löwen ohne Zwischenfall verlaufen. Die Polizei hat einen sozialistischen Mauer- anschlag entfernt, worin der Oberst de Neeff beschuldigt wird, seine Leute in dem Irrtum irre geführt zu haben, indem er ihnen erklärt habe, daß nur sogenannte Streif- Patronen, deren Wirkung nicht tödlich sein könne, verteilt worden seien. Verschiedene Blätter besprechen diese Angelegenheit und verurteilen das Verhalten des Obersten, der in Zivil Sekretär des Ministers Trooe ist. In Löwen sollen mehrere Bürgerwehr-Mitglieder, die ihre Waffen weggeworfen hatten, verhaftet worden sein. Der Tambour, der erklärt haben soll, die Bürgerwehr besitze keine scharfen Patronen und die Kundgeber aufforderte, weiter vorzudringen, wurde ebenfalls verhaftet. — Die Beerdigung der Opfer vom Freitag sand heute statt. Zahlreiche Kränze wurden im Trauerznge getragen. Bis jetzt sind keine weiteren Zwischenfälle zu verzeichnen gewesen. Zwischen Amay und Hersse auf der Nordbahnlinie wurde der Versuch gemacht, den Expreßzug Paris- Köln zur Entgleisung zu bringen. Eine Schwelle war über das Geleise gelegt worden, glücklicherweise aber von einem dem Expreßzug vorauffahrenden Güterzuge bei Seite geschleudert worden. Trotzdem mußte der Expreßzug zum Halten gebracht werden, da die Stelle, wo die Schwelle gelegen hatte, defekt geworden war. Die Parteivertretung der deutschen Sozialisten in Oe st erreich hat aus ihrer Kasse 1000 Kronen an die belgischen Genossen abgehen lassen und folgendes Telegramm abgesandt: „Im Namen der klaisenbewußten Arbeiterschaft Oesterreichs, die Euren Kämpf für das Wahlrecht mit Bewunderung und Spannung verfolgt, sendet Euch die Parteivertretung der deutschen Sozialisten in Oesterreich ihre heißesten Wünsche mit herzlichen Brudergrüßen. I- A. Adler. Skoet." Deutsches Reich. Berlin, 20. April. »Der Kaiser und der Kronprinz sind heute abend von Hannover hier eingetroffen. — Ter Kaiser hat befohlen, daß zum 24. d- M. anläßlich des Regierungsjubiläums des Großherzogs von Baden eine Abordnung des ersten Sce- bataillons nach Karlsruhe geht. — Wie aus Paris berichtet wird, erzählt der „Gan- lois": Ms Oberst Marchand in Berlin weilte, habe Kaiser Wilhelm ihm durch eine hohe Persönlichkeit sagen lassen, er würde ihn gern sehen und erwarte ihn im Palais. Diese Einladung, sagt der „Gaulois", glich sehr einem Befehl. Marchand antwortete durch die Mittels-Person „mit ebenso korrekter wie fester Ehrerbietung: Es sei ihm angesichts feiner bevorstehenden Abreise nicht möglich, den Wunsch des Kaisers zu erfüllen. (Offenbar ist die ganze Nachricht eitel Schwittdel! Die Red. d. „Gieß. Anz.") — Reichskanzler Graf Bülow empfing den gegen» toärtig hier weilenden Botschafter in St. Petersburg Grasen Alvensleben. Der Botschafter folgte einer Einladung des Reichskanzlers zum Diner. — Der General der Arttllerie Fürst Anton Radzi- will feierte gestern sein 50jähriges Dienstjubi- läum. Er erhielt vom Kaiser ein Glückwunschtelegramm. Um 1 Uhr mittags erschien das gesamte Osfirierkorps des ersten Garbe-Feldartillerie-Regiments, um dem Fürsten, der seit dem 26. April 1892 a la suite des Regiments steht, seine Glückwünsche zu überbringen. — Ein feierliches Requiem für den verstorbenen Abg. Dr. Lieber wird auf Veranlassung ber Zentrumsfraktionen des Reichstages und des Landtages am nächsten Mittwoch in der Hedwigskirche abgehalten werden. — Wie die „Tägl. Rundschau" hört, wird der Abg. Arendt den jüngst bekannt gewordenen Fall, daß Ausländern, die sich zu deutscher Gesinnung bekennen und deutscher Abstammung sind, die Aufnahme in den preußischen Unterthanenverband verweigert wird, wenn sie auch im übrigen alle Vorbedingungen für die Aufnahme erfüllen, in Verbindung mit anderen Fragen des Heimatsrechts im Landtag zur Sprache bringen. M ünster L W, 20. April. Dieser Tage hielten die Christlich-Sozialen in Mennighüffen eine Versammlung ab, bei der auch ein größerer Bauer, der Kolon Hufendieck, referierte. Bemerkenswert war folgender Satz seines Referates: „Es ist ja wahr, daß im Osten unseres Vaterlandes die Lage der Landwirtschaft gedrückt ist, bei uns aber kann man doch wohl von einer direkten Notlage nicht sprechen." Krefeld, 20. April. Für den 20. Juni ist der Besuch des Kaisers angesagt. Es findet festlicher Empfang statt. Hersfeld, 20. April. Tas Ableben des Fürsten von R e u ß ä. L- ruft hier die Erinnerung an einen Vorgang wach, der sich anfangs der 70 er Jahre hier abspielte. Der Fürst besuchte mit seinem Schwager, dem Erbgrafen von Merholz, unsere Stadt. Eines Morgens saßen die Beiden in der Wirtschaft von Wolf beim Frühschoppen und unterhielten sich lebhaft und in derben Ausdrücken über das Jahr 1866 und auch über 1870/71. „Der Preuß' hat uns nichts Gutes gebracht", meinte Heinrich XXII. An ihrem Stammtisch in der Nähe ber Beiden saß eilte Anzahl hiesiger Nationalliberalen, lauter enragierte Preußenfreunde. Sie veranlaßten, daß ein Schutzmann herbeigeholt wurde, um die Namen der beiden Reichsnörgler fest zu st eilen. „Fürst Reuß" lautete die Antwort des einen. Der Schutzmann verschwand urplötzlich. Gotha, 20. April- Die Gemeinde Dietharz wählte den sozialdemokxatischen Landtagsabg. Wolf zum Bürgermeister. Metz, 20. April- Eine evangelische Kirchenzeitung schreibt, daß der Verein für innere Mission hier den Hofprediger a. T. Tr. Stöcker zu riner in der großen Garnisonlirche geplanten Feier als Redner eingeladen habe, daß aber die Ueberlaffung ber Kirche für biefen Zweck verweigert worden sei. Diese Mitteilung wird bestätigt. Ausland. Stockholm, 20. April. An Demonstrationen zue Erzwingung des Stimmrechts nahmen heute über 20 000 Menschen teil. Der Volkszug durch die Stadt veranlaßte die Polizei zu wiederholten Angriffen, wobei mehrere Verwundungen und zahlreiche Verhaftungen stattfanden. Christiania, 19. April. Der Departementsdirektor Dr. Sigurd Ibsen (ein Sohn des großen Dichters. D. Red. des „Gieß. Anz.") hat den Posten als Vorsitzender der norwegischen Staatsratsabteilung in Stockholm angenommen. Staatsminister Blehr hat dem Kronprinz-Regenten mitgeteill, daß er die Neubildung des Kabinetts übernehme. London, 19. April. Der „New Park Sun" wird auS Kingston auf Jamaica gemeldet, daß dort noch ein Gefühl der Unruhe herrsche. In dem Gemeindebezirk St. Mary sei ein Lehrer verhaftet worden, weil er dem Volk riet, die Steuern zu verweigern. Auch sei bei ihm eine Quantität Dynamit gefunden worden. London, 20. April. Lord Aberdeen erklätte, man könnte den Buren, wie s. Z. Sen Kanadiern, das liberalste Maß von Amnestie gewähren. Asquith sagte in einer Rede, daß der Friede so gut wie gesichert sei. Der beste Dienst für die Sache des Friedens sei nunmehr, zu schweigen und Geduld zu haben. Amsterdam, 20. April. Hier tritt mit Bestimmtheit das Gerücht auf, daß Präsident Krüger die von den Buren-- führern angeblich acceptierten Fried ensbedingungen in der Hauptsache angenommen habe. Die offizielle Erklärung Krügers werde binnen kurzem erfolgen. Haag, 19. April. Das heute ausgegebene Bulletin lautett Die Königin hatte eine ziemlich ruhige Nacht. Die Krankheit nimmt den gewöhnlichen Verlauf. Irgendwelche Komplikationen sind nicht eingetreten, obgleich die Kräfte, entsprechend der Krankheit, ein wenig abnehmen. Kunst und Wissenschaft. Auf der VIII. Versammlung der Deutschen Landcsgruppc der Iutcrnatioualcu krimLualistischc» Bcrciniguug, die bieier Tage in Bremen unter Vorsitz des UnterftaatsfetretarS v. Mayr (München) tagte, stand zur Beratung u. a. die Reform der V o r u n t e r s u ch u na, worüber zunächst Professor Tr. Rosenfeld (Königsberg i. Pr.) Bericht erstattete. Prof. Tr. Rosenfeld legte folgende Thesen vor: ^1. Die gerichtliche Voruntersuchung als be= sonders abgegrenzter Teil des Vorverfahrens ist zu streichen, unter Beibehaltung der richterlichen Mitwirkung im vorbereitenden Verfahren und weiterer Ausgestaltung desselben im Sinne der Parteiöffentlichkeit. 2. Tie Auffassung des Beschuldigten als eines Unter« suchungsobjeltes ist durch bte Gesetzgebung mehr als bisher zurückzudrängen. Die Fälle der notwendigen Verteidigung sind zu vermehren, inöern in allen wichtigeren «achen auf Antrag des Beschuldigten die unentgelttiche Beiordnung eines Rechtsanwalts oder Iustizbeamteu erfolgt. Heber dieses Recht ist der Beschuldigte bet der ersten Vernehmung zu belehren. Ter Verteidiger darf richterliche Beweiserhebungen beantragen und Polizeibehörden um Auskunft ersucheit. 3. In allen Fallen der Untersuchungshaft ist binnen kürzester Frist nach Erlaß des richterlichen Haftbefehls die förmliche Anklage zu erheben. Tas Gericht hat alsdann sofort über die Fortdauer der Untersuchungshaft vorläufigen Leschlus; zu fassen und im bejahenden Falle zugleich von Amts wegen einen Verteidiger zu bestellen. Der zweite Berichterstatter, Landgerichtsrat Kulemann (Braunschweig) vettrat in zahlreichen Punkten einen durchaus abweichenden Standpunkt. In der Debatte sprach sich der großh. Oberstaatsanwalt Pretorius (Darmstadt) mit Entschiedenheit gegen die Öffentlichkeit und die Mündlichkeit des Verfahrens aus. Er ist auch dagegen, daß die Anklage in der Hauptverhandlung durch den Untersuchungsrichter vertreten werben soll, ebenso gegen eine ausgiebige Beteiligung des Verletzten. Dagegen hall er für erstrebenswert die Verwertung der Kraft des Untersuchungsrichters bei der Ueberweisung zur Harrptverhandlung und für solche Fälle, in, denen ein bestimmter Thäter noch nicht ermittelt ist. — Man beschloß mit allen gegen eine Stimme von einer enbgiltigen Stellungnahme zu dem Problem abzusehen und den Vorstand zu beauftragen, dre Frage der Reform der Voruntersuchung auf die Tagesordnung ber nächsten Versammlung zu stellen und die Frage durch Einholen von Gutachten, auch schweizertfcher und österreichischer Juristen, oorzubereiten. Mit Interesse nahm die Versammlung einen Vortrag des Direktors der Bremer ^rrenanftalt, Dr. Delbrück, über die verminderte Zurechnungsfähigkeit und die Verpflegung der vermindert Zurechnungsfähigen tn besonderen Anstalten entgegen. Klingers „Beethoven" Aus Wien wird geschrieben: Die 14. Ausstellung ber eeceh’ion bietet nur den Klinger'schen Beethoven; baß fic bas fertig brachte, ist eine künstlerische Thal. Alle kunstbegeisterten Menschen werben dahin wallfahren und dem Meister huldigen, der in diesem Werk die größte Offenbarung seines Genies giebr. Durch Reklame waren unrichtige Ansichten über das Weck verbreitet. Auf einem vorspringenden Felsen, in einem eigentümlich geformten Bronze-Thronsessel, sitzt eine bis zum Gürtel nackte Gestalt, aus parischem Marmor, ein Prometheus, die Verkörperung des kämpfenden, strebenden Helden, dem Klinger die Züge Beethovens gab. Bon den Kmeen an bedeckt ein Gewand aus gelbem Laaser Onix wie eine Wolke den Körper. Tie Kraft des Ausdrucks in dem herrlichen Kopf, die Gedankenarbeit, die sich in ber Götterstirn ausspricht, das Leid, bas Augen und Mund beschattet, wickt erschütternd. Diese Statue scheint ein Höhepunkt moderner Kunst, die aus dem antiken Geiste neu geboren wurde. Hier empfindet Jeder die Weihe ber Kunst. Wie in einen Tempel trat man in ben Raum. Dieses Werk wird bie Wandlungen des Geschmacks überleben und wie der Moses von Michel-Angelo seine Bedeutung behalten. Tie verschiedensten Materialien, in noch nie dagewesener Weise verarbeitet, sind zu dem Beethoven verwendet worden, staunend bleiben Künstler und Laien von dem Werke gebannt. — Aus Le ipztg wird gemeldet: „Die Verhandeung wegen des Ankaufs von Klinger's Beethoven durch em Wiener Vrivatmuseum hat sich zerschlagen. Nunmehr hat der Rat der Stadt Leipzig 150000 Mk. als Beisteuer für den Ankauf m Aussicht gestellt, um das Weck dem Leipziger Museum zu sichern. Ter Beschluß des Rates steht bereits für die nächsten Tage bevor." Klinger verlangt 400 000 Mk. u Berlin, 19.April. Tie Märchenbrunnen-Ange le g enheit ist heule bis zum derbst vertagt worden, nachdem Stadtbaurat Honmann der Kunst-Teputation einen neuen Entwurf vorgelegt haue. Wie«, 20. April. Nach der „N. Fr. Pr." Hat die jüngste Reise des Grafen Bülow die Erneuerung des Dreibundes zum thatsächlichen Ergebniisse gehabt. Die Erneuerung beziehungsweise Fortsetzung des Dreibundes zwischen den drei Vertragsmächten sei verabredet, wenn auch die Schriftstücke noch nicht unterfertigt seien. Die Erneuerung des Dreibundes sei unter den gleichen Bestimmungen erfolgt, welcher die bisherigen Verträge enthielten. Die neuen Vertrage sollen auch für den gleichen Zeitraum Geltung haben, wie die ablaufenden. Petersburg, 20. April. Der Mörder des Ministers Ssipjägin soll im Gefängnis Selbstmord begangen haben. Ein unverbürgtes Gerücht will wissen, daß Balta- schew alias Malischem wenige Stunden nach seiner Einlieferung in das Gefängnis Gift nahm und tot ist. Jus Stadt und Kaud. Gießen, den 21. April 1902. LU. Vou der Laudesuuiversit'at. Mit dem heutigen Tage beginnen die Immatrikulationen an der Universität für das Sommersemester. Die Vorlesungen nehmen am 28. ihren Anfang. *• Kreisausschußsihung. Eine für die Kreisverwaltungen grundsätzlich wichtige Entscheidung hat am Samstag nach eingehender Verhandlung der Kreisausschuß des Kreises Gießen gefällt. Der Kreis Büdingen hat beschlossen, mit einem Kostenaufwand von ca. 120 000 Mk. für den Kreis und einen angrenzenden Bezirk des Schottener Kreises in der Nähe des Bahnhofes Stockheim am Ausgang des Nidderthales eine Sammel-Wasenmeisterei zu errichten. Hiergegen haben außer den Bürgermeistereien von Stockheim, Selters und Ortenberg die Standesherrschast Stolberg-Ortenberg, die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., der Besitzer der Hessenmühle und eine Anzahl von Einwohnern der Stadt Ortenberg Protest eingelegt und zwar teilweise auf Grund der hessischen Ausführungsverordnung zu den gesetzlichen Bestimmungen, betreffend Anlage einer Abdeckerei, resp. Wasen- meisterei. Der Kreisausschuß entschied, sämtliche Einsprachen abzuweisen. — lieber den Verlauf der Verhandlungen teilen wir folgendes mit: Die Anlage wird sich nach dem neuesten verbesserten System Podewils als eine Fabrikanlage darstellen, die in ihrem Aeußeren mit einer Abdeckerei nicht die allermindeste Ähnlichkeit haben wird. Das Ministerium erklärte, daß die von ihm gegebenen Ausführungsbestimmungen zu den Gesetzesvorschriften, betreffend Anlage von Abdeckereien, auf die geplante Anlage keine Anwendung finden könne, weil bei Erlaß dieser Verordnung Sammelwasenmeistereien der hier in Frage kommenden Art überhaupt noch nicht existierten und weil das Verfahren, mittels dessen in diesen Anstalten die Tierkadaoer vernichtet werden, ganz verschieden von demjenigen sei, das in den einzelnen Abdeckereien geübt werde. Der Vertreter der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. bezog sich auf die in Frage kommende Verordnung des hessischen Ministeriums, wonach Abdeckereien 500 Meter von menschlichen Wohnungen entfernt sein müssen. Die geplante Anlage wäre aber nur ca. 30 Meter vom Bahnkörper entfernt. Es sei zweifellos, daß durch die Ausdünstungen, wenn die Sammel-Wasen- meisterei erst im Betrieb sei, die Passagiere der vorbei- sahrenden Züge belästigt werden würden. Weiter stehe ganz in der Nähe ein Bahnwärterhaus, auch sei die Station Stockheim nur ca. 600 Meter entfernt. Die Beamten würden durch eine Sammelwasenmeisterei an jener Stelle belästigt werden und darum habe die Eisenbahnbehörde den Wunsch, die Anlage möge nicht an jener Stelle erfolgen. (Schluß folgt.) 8. Eine Provinzialausschußfitzung des landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen findet am Donnerstag dem 24., nachm. 3 Uhr, im Hotel Prinz Karl in Gießen statt. Es wird in der Hauptsache verhandelt werden über den Antrag des Abgeordneten Haas betr. die Errichtung einer Landwirtschaftskammer (Referent Herr Generalsekretär Oekonomierat Dr. Müller); Beratung über die Bestimmungen betr. die Verwendung der Staatsmittel zur Förderung der Viehzucht, sowie des Obst- und Gemüsebaues (Referent Herr Vizepräsident Kreisrat Dr. Wallau). Ferner über Anträge der Verwaltungskommission der Jungviehweide Tiergarten, Anerkennung von Schweinezuchtvereinen, Mitteilungen über den Kartoffelabsatz nach Amerika. — Das Hauptinteresse wird sich konzentrieren auf die Errichtung einer Landwirtschaftskammer, einer Einrichtung, die jeden hessischen Landwirt heranzieht zu den gemeinsamen Aufgaben, welche immer dringender infolge des Sinkens der landwirtschaftlichen Produkten- preffe an die Landwirte herantreten. Diese Aufgaben lassen sich nicht lösen allein durch die Landwirte, die den landwirtschaftlichen Vereinen angehören, so erheblich auch die Zahl der Mitglieder seit einiger Zeit gewachsen ist. Eine vollgiltige Vertretung der hessischen Landwirtschaft bilden unsere landwirtschaftlichen Vereine nicht, da die große Mehrzahl der Landwirte denselben heute noch nicht angehört. Die Errichtung einer Landwirtschaftskammer für das ganze Großherzogtum würde hierin Wandel schaffen. — Am Samstag dem 26. d. Nits., vormittags 10*/, Uhr, findet im Rathaussaale in Büdingen die Frühjahrshauptoersammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins statt. •* Verhafteter Einbrecher. Der am Freitag unter dem Verdacht, den Einbruchsdiebstahl zu Großfelda begangen zu haben, Verhaftete, ist der aus London stammende Kaufmann Otto Vorbach. Er befindet sich z. Z. im hiesigen Provin- zial-Arresthaus in Untersuchungshaft. ** Grober Unfug. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde ein fremder Hausierer, der in einer Wirtschaft an der Bahnhofstraße eine Fensterscheibe vorsätzlich zertrümmerte, weil ihn der Wirt wegen seines renitenten Benehmens aus dem Lokal verwiesen hatte, verhaftet. — In einer Wirtschaft an der Dammstraße war am Abend ein gleicher Fall vorgekommen. Beide Male wurde leider von dem Geschädigten kein Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt. ** Ein verunglücktes Rößlein. Gestern früh kurz nach 7 Uhr siel einem Geschäftsmann in der Frankfurterstraße ein wertvolles Pferd, das der Knecht im Hofe vor dem Stall putzen wollte, in die vor dem Stalle befindliche Mistgrube, die etwa vier Dieter tief und zufällig leer war. Tas Pferd hatte in dem Augenblick, als der Knecht nochmals in den Stall ging, mit den Vorderhufcn auf der mit Breitem zugedeckten Grube gehackt; die Bretter gaben nach, und das Pferd verschwand in der Tiefe. Es wurde sofort ein Gerüst aufgestellt und das etwa 12 Zentner schwere Pferd mittels eines Flaschenzugs aus der Grube gezogen. Es glückte, das Pferd bis auf einige geringfügige Hautabschürfungen unversehrt herauszuziehen. Darmstadt, 21. April. Der Großherzog hat dem Finanz- mtnifter Dr. Gnauth die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Großherzog von Oldenburg verliehenen Ehren-Großkreuzes des Hausordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig erteilt, desgl. dem Obersinanzrat Dr. Rohde und dem Geh. Finanzrat Dr. Götz für das Ehrenritterkreuz 1. Klasse. Griesheim a. M., 20. April. Der auf dem hiesigen Bahnhofe als Fahrkarten-Ausgeber beschäftigte Hilfsbeamte Blum ist seit gestern Nachmittag flüchtig. Er hat sich ernste Unregelmäßigkeiten zu Schulden kommen lassen; in der Billetkasse sollen an 900 Mk. Defizit fein, wie die vorgenommene Revision ergeben hat. Leydens 70, Geburtstag. Berlin, 20. April 1902. Gestern vormittag erschienen bet Professor v. Leyden Staatssekretär Graf Posadowsky und der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld, um namens des deutschen Centralkomitees zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke herzliche Glückwünsche zum 70. Geburtstage zu entbieten. Am nachmittag war in der Privatklinik Leydens eine intimere Vorfeier. Heute mittag fand im Saale der Philharmonie in Anwesenheit der Vertreter der Staatsbehörden und der Stadtbehörden, sowie zahlreicher Mitglieder der medizinischen Welt des In- und Auslandes die Feier des 70. Geburtstages des Geh. Medizinalrates Pros. v. Leyden statt. Erschienen waren Geheimrat Aeumann vom Kultusministerium, die Professoren Koch, v. Bergmann, Hertwig und andere. Nach der Eröffnungsansprache des Geheimrats Waldeyer-Berlin hielt Hoftat N o t h - nagel-Wien eine Festrede und schilderte Leyds Werdegang und die großen Erfolge und wünschte ihm ein langes Leben zum Wohle ber Menschheit. Generalstabsarzt der Armee Dr. v. Leuthold begrüßte den Jubilar namens des Sanitätskorps und der Kaiser Wllhelm-Akademie und gedachte seiner hervorragenden Erfolge um die Heranbildung der Militärärzte. Sodann sprachen Abordnungen der deutschen und außerdeutschen Universitäten. Die Professoren Waldeyer, Hertwig und Gusserow sprachen für Berlin, Jaffv für Königsberg, wo Professor Leydens Laufbahn begann und Pros. Jolly für Straßburg, wo Leyden gleichfalls wirkte. Geheimrat Professor Dr. Quincke-Kiel überbrachte Glückwünsche des Kongresses für innere Medizin, dessen Begründer und Ehrenmitglied Professor Leyden ist. Namens der auswärtigen Unioersttäten sprachen Nothnagel - Wien, Jacksch - Prag, Krauß - Graz, Mitu- leccu-Bukarest, Runeberg-Helsingfors. Dr. Jakob-Berlin überbrachte im Auftrage der Universität Odessa deren Ehrenmitgliedschaft, Generalarzt Schaper und Geheimrat Müller gratulierten namens der königlichen Charits und der Gesellschaft der Charitsärzte, Geheimrat Kirchner überbrachte Glückwünsche des Komitees für Krebsforschung und teilte die Ernennung Professor Leydens zum Ehrenvorsitzenden des Komitees mit. Es folgten Ansprachen 18 ausländischer Deputationen, darunter der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien, der Gesellschaft für innere Medizin zu Wien, der Akademie Bologna und zahlreicher russischer Gesellschaften, von denen acht Prof. v. Leyden zum Ehrenmitglied ernannten, der ärztlichen Vereine in Paris, Cherbourg, Brüssel, Bukarest und Marienbad und der Finländischen Gesellschaft der Aerzte, der Aerzte Japans, welche durch Generalarzt Dr. Honda üertreten waren. Alsdann überreichte Geheimrat Prof. Dr. B. Fränkel-Berlin die 56000 Mark betragende Leyden-Stiftung zur Förd errung medizinischer Forschungen und bemerkte hierbei, daß außerdem Herr Kapell zu Händen des Jubilars 26 000 Mk. für Kinderheilstätten an den Seeküsten und Herr Riedel 100 000 Mk. für em Findelhaus stifteten. Sodann folgte die Ueberreichung einer Festschrift der Freunde durch Professor Korayi-Budapesl und einer Festschrift der früheren und jetzigen Asiistenten durch den Privatdozenten Michaelis. Privatdozent Dr. Jacob enthüllte eine Leyden-Büste, welche für den Neubau der Charitee bestimmt ist. Es schlossen sich nunmehr Beglückwünschungen zahlreicher deutscher ärztlicher Vereine und Heilstättenvereine, sowie die Ueberreichung besonderer Festschriften und Festgaben an. Hofrat Nothnagel- Wien hielt die Schlußrede. Prof. Leyden dankte tiefergriffen allen Rednern einzeln für die dargebrchten Huldigungen. Am Abend fand, wie wir bereits in unserer heutigen Morgenausgabe berichteten, im Saal der „Philharmnie" ein Festmahl statt, an dem über 400 Personen teilnahmen. Ein Scherzwort zur Leyden-Feier geht augenblicklich in 'Berlin um. Weßhalb — so fragt man — wird zum Jubiläum des Klinikers gerade ein Diner veranstaltet? Nun, weil er Spezialist für — die Nieren (diniren) istl Der Krosigk-Urozeß. (Dritter Verhandlungstag.) Gumbinnen, 19. April. Heute wird im Gerichtssaale eine große Tafel auf- gestellt, auf der eine Zeichnung der Reitbahn, in der der Mord verübt wurde, der Bandenthür mit dem Guckloch, der verschiedenen Ställe usw. enthalten ist. Martens bemerkt auf Befragen des Präsidenten, am 21. Januar 1901 habe er vormittags Fußdienst und nachmittags Reitdienst gehabt. Um 31/2 Uhr mußte er nach der Regimentskammer gehen. Gleich ihm seien Hickel und einige andere Unteroffiziere dorthin kommandiert gewesen. Gegen 4 Uhr sei der Dienst auf der Kammer beendet gewesen . Danach hätten sie auf gemeinschaftliche Kosten für 40 Pfennig Branntwein holen lassen. Die Flasche sei einige Male herumgegangen. Wieviel er getrunken habe, wisse er nicht. Gegen 41/2 Uhr sei er mit Hickel in die Wohnung seiner Eltern gegangen. Er habe sich mit Hickel etwa 10 Minuten in der elterlichen Wohnung aufgehalten. Als sie von dort fortgingen und um die Ecke kamen, sagte Hickel, indem er auf die Ställe sah: „Dort brennen feine Lampen, ich muß sofort hingehen und veranlassen, daß sie angezündet werden". Er, Marten, sei daurauf auf f eine Stube Mr. 48 gegangen- Auf Antrag des Vertreters der Anklage, Oberkriegs-- gerichtsrats Meyer, beschließt der Gerichtshof, Hickel während der Vernehmung Martens aus dem Saalch führen zu lassen. Marten erzählt: „Ms er auf seine Stube gehen wollte, sei er dem Dragoner Stumbries begegnet Dresem. sagte er, er werde noch am selben Abend das Remonte- pserd „Isidor" reiten, „der Kerl müsse einmal ordentlich durchstudiert werden, der Hund müsse heute Farbe bekennen". In der Stube habe er den Unteroffizier Grigat getroffen und ihn gebeten, ihm etwas Brot zu geben. Er nahm an, daß sich in den Stuben Drückeberger aufhielten, weil die Unteroffiziere alle in der Reitbahn waren. Er machte daher die Thür der zweiten Stube auf, um zu sehen, ob Drückeberger darin seien. — Präs.: Weshalb machten Sie gerade die Thür zu der zweiten Stube auf? — Martern Das weiß ich nicht. Ich blieb alsdann einige Augenblicke auf dem Korridor stehen, um auf Drückeberger aufzupassen und traf die Dragoner Weber und Bartulein. Dann begab ich mich nochmals in die elterliche Wohnung, da ich dort mein Telegraphenbuch vergessen hatte. Als ich in die Kaserne zurückkam, traf ich wieder Stumbries. Dieser fragte, ob ich schon wisse, daß fick der Rittmeister soeben erschossen habe. Ich sagte: „Sie sind wohl verrückt?" Ich mag vielleicht gelächelt haben, weil ich diese Erzählung nicht glauben konnte. Ein vergnügtes Gesicht habe ich jedenfalls nicht gemacht. Ich ging darauf in den Stall; dort fragte mich Vize-Wachtmeister Scholz, ob ich schon wüßte, daß der Rittmeister ge- oder sich erschossen habe; vielleicht hat er auch gesagt, der Rittmeister ist verunglückt. Ich versetzte: Ist es wahr? — Präs.: Weshalb fragten Sie, Sie hatten die Nachricht ja schon von Stumbries gehört? — Marten: Ich glaubte es aber nicht. Aus Veranlassung des Präsidenten muß nunmehr Hickel wieder in den Saal treten. Der Präsident teilt ihm die Aussagen Martens mit. Er hält dann Marten vor, daß- da er sich vom Reitdienst gedrückt hatte, es unvorsichtig vou ihm war, daß er doch zum Reitdienst ging, da er vom Rittmeister hätte bestraft werden können. Es sei besser, gar nicht als zu spät zum Dienst zu kommen. — Marten erklärt, er glaubte nicht, daß der Rittmeister noch da war. Vize-Wachtmeister Scholz übergab ihm die Abteilung, die er sofort ab sitzen ließ. Alsdann sei er in den Rekrutenstall gegangen; dort habe ihn Unteroffizier Bunkus gefragt: Ist es denn wahr? Ich wollte es nicht glauben, da mir bekannt war, wie vorsichtig der Rittmeister war. Gleich daraus ließ Oberleutnant v. Hoffmann den Re- krutenstall absperren und sagte: „Es ist ein furchtbares Verbrechen geschehen, der Rittmeister ist erschossen worden; jeder, der etwas weiß, soll sich melden." Von da ab habe ich erst die Sache geglaubt. Präs.: Sie sollen auf die Frage, weshalb Sie zu Bunkus gesagt: „Ist es denn wahr?" einmal geäußert haben: Ich wollte mich nicht verdächtig machen. — Marten: Ich wurde von Kriegsgerichtsrat Lüdicke so viel gefragt, daß ich dies zu meiner Verteidigung anführte. Auf Antrag des Verteidigers, Rechtsanwalts Burchard, wird aus den Akten festgestellt, daß Marten diese Aeußerung bei feiner Vernehmung am 23. Januar 1901 gemacht hat. Es wird das Schießbuch vorgelegt. Danach hat Marten 1898 viermal geschossen. Marten bemerkt, er sei kein guter Schütze gewesen, und habe seines Wissens, nachdem er von der Telegraphenschule aus Berlin zurückkam, nicht mehr geschossen. Weiter erklärte Marten, er habe auf niemanden einen Verdacht gehabt. Es sei richtig, daß er bei der Vernehmung vor dem Kriegsgerichtsrat Lüdicke gesagt habe, er hätte deshalb mehrfach gefragt: Ist es denn wahr?, weil er sich nicht verdächtig machen wollte. Der Kriegsgerichtsrat habe so viel gefragt, daß er dies schließlich als Erklärungsgrund gab. Die Vernehmung der beiden Angeklagten war um Mittag beendet. Es wurde hieraus eine Pause gemacht. Heute nachmittag wurde mit der Vern e hmu ng der Zeugen begonnen. Oberleutnant v. Hoffmann bekundet, der Befehl, diejenigen, die nicht in der Reitbahn waren, sollten sich rechts und die anderen nach links aufstellen, wurde so laut gegeben, daß derselbe weder überhört, noch mißverstanden werden konnte. Trotzdem habe sich Marten link auf gestellt. Leutnant Lo r e n z sagte aus, am Samstag vor dem Morde sei gegen 4 Uhr nachmittags die Bandenthür der Reitbahn, während in dieser Reitübungen ftattfanben, geöffnet worden. Der Rittmeister sei darüber sehr ungehalten gewesen und habe die betreffende Person feststellen lassen wollen. Letztere sei aber sogleich verschwunden gewesen. Die Bandenthür sei oftmals aus Neugierde geöffnet worden. Es fei dies kein seltenes Vorkommnis gewesen. Oberstabsarzt Dr. Goebel und Stabsarzt Dr. H a s s e l b e r g bekundeten Übereinstimmend, die Kugel sei dem Rittmeister von vorn in die Brust gedrungen und zum Rücken herausgekommen. Es sei dem Rittmeister ein großes Gefäß in der Nähe des Herzbeutels und die große Lungenschlagader zerrissen. Das Geschoß war ein kleinkalibriges und mußte unbedingt tödlich wirken. Aus Anftage des Verteidigers Burchard bekundet Dr. Goebel noch, in dem Gehirn des erschossenen Rittmeisters seien Wucherungen und in der weichen Hirnhaut Flüssigkeit vorgefunden. Einen Schluß aus den Charakter lasse aber der Gehirnbefund nicht zu. Gegen 5 dreiviertel Uhr .wird die Verhandlung auf Montag vormittag 9 Uhr vertagt. Die zweite Kammer der dstände tritt, wie wir bereits in unserer heutigen Morgenausgabe mitteilten, am nächsten Freitag vorm. 10 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. folgendes: Der Staate ertrag über die Vereinigu ng der Großh. Hessischen Landeslotterie und der Thüringisch-Anhaltischen Staatslottevie, der Antrag der Abgg. Ulrich und Genossen, das Hilfspersonal in staatlichen Betrieben betreffend, drei Anträge betr. die Sonntagsrückfahrkarten betreffend; ein dringlicher Antrag der Abg.g. Horn und Genossen, Strohmangel betr., und eine Vorstellung der Bauernvereine von Seligenstadt, Klein-Krotzenburg 2c., Ab gäbe von Streu aus den Domanialwaldungen betreffend; Antrag des Abg. Ulrich, den Bau eines Gymnasiums in Offenba ch betreffend; zwei Anträge, die Erteilung von Wirtschaftserlaubnissen betreffend; mehrere Vorstellungen, die Gehalts-, Einkommens-, sowie Altersversorgungsverhältnisse der Orts- und Polizeidiener betreffend; die Vorstellung des Fußgendarmen 1. P. Dotzert in Gießen, die Erhöhung seiner Pension bezw. Bewilligung der Verstümmelungszulage betreffend; die Vorstellung der Petitions-Kommission der landwirtschaftlichen Bezirksvereinsversammlung zu Langlvaden, Hagelve rf.i cherung betreffend; Antrag der LLbgg. Korell unb Genossen, biß Tagegelder unb Reise- ko sten der Staatsb eamten belieffrab; der Antrag des Abg. Köhler (Langsdorf), die Ernricytung von landwirtschaftlichen Kursen für Lehrer an ländlichen Fortbildungsschulen betreffend; Antrag Kühler (Langsdorf), die Einrichtung eines landwirtschaftlichen Lehrkursus mü Freiwilligkeit der Teilnahme der Soldaten des 2. Jahrgangs der ui Darmstadt garnisonierenden Regimenter betreffend; Antrag der 8ü>gg. Joutz und Genossen, die Kosten der Unterhaltung der Ufa betreffend; Vorstellung des Landwirts Gustav Gilurer zu Hasselhof, Gewährung eines Staats- rus chusf es für gefallenes Vieh betreffend; Antrag der Abgg. Dähr und Genossen, das Vermögens st euer- gesetz vom 12. August 1899 betreffend; Antrag der Abgg. Erk und Genosse«, Verlegung derHaltestelleRan- stadt au der Linie Gießen—Gelnhausen betreffend. Köhler-Langsdorf hat seinem Anträge betreffend die Einrichtung von landwirtschaftlichen Kursen für Lehrer an ländlichen Fortbildungsschulen neuerdings den Zusatz gegeben, es möge an der Ackerbauschule zu Friedberg ein sommerlicher landwirtschaftlicher Kursus für Lehrer an ländlichen Fortbildungsschulen eingerichtet werden, der an- gemesseu zu dotieren und durch Begründung eines Fonds zur Unter stützung der Kursisten zu kräftigen ist. Ferner ist wieder eine Anzahl von Berichten des vierten Ausschusses zu erwähnen. Die Vorstellung der Gemeinde Burggemünden (Kreis Alsfeld) betreffend die Errichtung einer Untererheb erstelle dort findet nicht die »Unterstützung des Ausschusses, ebensowenig der obenerwähnte Antrag der Abgg. Ulrich und Genossen betreffend das Hilfspersonal in staatlichen Betrieben, und die Anträge betr. die Wirtschaftserlaubnisse. Der bereits 1893 von dem Abg, Metz (Darmstadt) gestellte Antrag um Zurücknahme der Verordnung vom 10. November 1886 ist damals dem Ministerium zur Meinungsäußerung mitgeteilt worden, das 1895 ein Antwortschreiben erließ, in dem u. a. folgendes aus- aeführt wurde: „Wenn auch keine statistisches Angaben Dariiber beigebracht werden können, daß die Verordnung von 1886 eine Verminderung des Konsums von Wein oder Branntwein zur Folge gehabt habe, dies schon darum nicht, weil, den Ausschank und Kleinhandel von Branntwein ausgenommen, der Bedürfnisnachweis für den Betrieb der Gast- wirtschaft und zum Ausschänken von Wein und Bier durch Verordnung der Landesregierung nur für Ortschaften mit weniger als 15 000 Einwohnern emgesührt werden kann, für Ortschaften mit 15000 und mehr Einwohnern aber außer- demi hie Errichtung eines Ortsftatuts hinzutreteni maß, das im Großherzogtum für die Städte Gie ßen und Mainz niemals errichtet worden ist, für Darmstadt aber nur vorübergehend für die Dauer von 2 Jahren bestanden hat — so ist doch ohne weiteres anzunehmen, daß, je mehr Gelegenheit zum Konsum geistiger Getränke geboten wird, De sto mehr de r Konsum selbst zunimmt. Daß aber der Bedürfnisnachweis an und für sich geeignet ist, der allzu starten Vermehrung der Schank- wirtschajten entgegenzuwirken und diesen Zweck auch erfüllt hat, ergiebt sich aus der unverhältnismäßig stärke ren Zunahmeder Wirtschaften mit Brannt- weinausschauk und der Branntweinverkaufs- stellen, wie sie in den Städten Gießen, Mainz und Darmstadt, im Vergleich zu den Städten Worms und selbst Offenbach, sowie in den Gemeinden unter 15 000 Seelen, für welche das Erfordernis des Bedürfnisnachweises besteht, — seit 1878 stattgefunden Hai. . . . Tas Ministerium hält sich deshalb für verpflichtet, dem Antrag auf Aufhebung der Verordnung vom 10. November 1886 seine Zustimmung zu versagen, dies zwar umsomehr, als die Wiedervorlage des tu einer früheren Session des Reichstags unerledigt gebliebenen Gesetzentwurfs zur Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke, wenn auch nicht unmittelbar, so doch bei gelegener Zeit zu erwarten stehen dürfte." In den achtziger Jahren gelangte eine Anzahl Vorstellungen des Zentralbureaus des Rhein-Main-Gastwirte- verbandes und von Wirten aus Darmstadt, Offenbach, Gießen, Butzbach, Mainz, Worms und zahlreichen anderen Städten an die Landstände, in denen gebeten wurde, den Bedürfnisnachweis neben der Prüfung der Person desGesuch- stellers als ausschlaggebend für die Konzessionserteilung festzustellen. Daraufhin hatte die Großh. Regierung die Verordnung vom 10. dkovember 1886 erlassen. 9hm hat der Abg. Möllinger einen Antrag gestellt, durch den er allerlei Mißstände beseitigt wissen will. Die Regierung hat sich zu diesem Anträge gegenüber dem vierten Ausschüsse geäußert und u. a. folgendes ausgeführt: „Nach einer alljährlich aufgestellten Statistik liefen in den Jahren 1896, 1897, 1898, 1899 bei den Kreisämtern 1015, 1078, 964, 1279 Gesuche um Erteilung von Wirtschaftskonzessionen ein, welche in 166, 113, 93, 117, im ganzen also in 4 Jahren in 489 Fällen erstinstanzlich ablehnend beschieden wurden. In den Jahren 1897, 1898, 1899, in welchem im ganzen 323 Gesuche in der ersten Instanz abgeschlagen wurden, erfolgte in 112 Fällen Rekurs, welchem in 44 Fällen von dem Provinzialausschuß stattgegeben wurde. Die Zahlen ergeben, daß einerseits infolge der durch Einführung des Bedürfnisnachweises geschaffenen Erschwerung der Konzessionserteilung die Errichtung zahlreicher Wirtschaften verhindert wurde, andererseits aber daß nur ein Drittel der erstinstanzlichen Entscheidungen angefochten und daß in der höheren Instanz in den meisten Fällen das angefochtene Erkenntnis bestätigt wird. Die von dem Abg. Möllinger geschilderten Mißstände können hiernach durch schwankende Rechtsprechung nicht veranlaßt sein. Schließlich dürfte der Hinweis auf die That- sache von Interesse sein, daß die Bürgermeisterei Gießen durch Ortsstatut vom 11. Dezember 1899 die Verpflichtung zu m Nachweisdesvorhandenen Bedürfnisses eingeführt hat, da auf andere Weise dem Entstehen von allzuviü neuen Wirtschaften nicht vorgebeugt werden konnte." Ter Ausschuß sieht in dem immer mehr steigenden Verbrauch geistiger Getränke eine schwere Gefahr für die Allgemeinheit und stimmt gern allen Vorschlägen zu, welche eine Verringerung des Alkoholgenusses bezwecken und den Mißbrauch geistiger Getränke einzu- schränken geeignet sind. Tie Mehrheit giebt auch zu, daß hin und wieder verwandtschaftliche ober geschäftliche Einflüsse bei Abstimmungen! im Gemeinderate ausschlaggebend sein können. Ob hieraus zu folgern, daß im allgemeinen der Gemeinderat unfähig sei, objektiv in Diesen Dingen zu urteilen, kann nicht zugegeben werden. Wenn ferner durch den Konzessionsstempel die Errichtung neuer Wirtschaften erschwert wird, so erblicken die Mitglieder der Mehrheit in Ermangelung anderer wirksamer Wege ein wirksames Korrektiv in der Verordnung und empfehlen der Regierung, da sie die zuweilen vorkommenden Härten bedauern, entsprechende Verfügungen an die KveisLmter zu erlassen, welche bei Prüfung der Kor^essionsgesuche zu berücksichtigen sind. Der Ausschuß beantragt in seiner Mehrheit: die Kammer wolle den Antrag Möllinger ablehnen; in seiner Minderheit: die Kammer wolle dem Anträge zustimmen; die Vorstellung der Bürgermeisterei Bingen für erledigt zu erklären. Eine neue Regierungsvorlage betrifft den Bau des neuen Museums. Wir sind gespannt darauf, wie sich der Landtag zu dieser Vorlage stellen wird. An die Land- stände wird das Ansinnen gerichtet, für diesen Bau den weiteren Betrag von 289000 Mark unter dem Anfügen zu bewilligen, daß die zur Deckung dieses Betrags erforderlichen Mittel im Wege des Staatskredits flüssig gemacht werden und daß bei Ausnahme und Tilgung der hierzu erforderlichen Anleihe nach Maßgabe des Artikels 3 des Finanzgesetzes für das Etatsjahr 1902/03 verfahren wird. Um thunlichste Beschleunigung der Beratung und Beschlußfassung über diese Vorlage wird ersucht. Sodann wünscht die Regierung die Schaffung einer Hausbeschließerstelle für den Museumsneubau, der einen Gehalt von 1700 bis 1900 Mark erhalten soll. Der erste Ausschuß billigt die Regierungsvorlage be- treffenb: Staatsvertrag über die Bereinigung der Großh. Hessischen Landeslotterie und der Thür.-An- haltischen Staatslotterie in ihrem ganzen Umfange. Vermischtes. • Berlin, 19. April. Ein schwerer Bau-Unfall trug sich heute vormittag auf einem Neubau in Moabit zu, wobei ein Arbeiter sein Leben einbüßte und zwei andere schwer verletzt wurden. * Köln, 19. April. Durch die Explosion eines Gasofens im Köln-Lindenthaler Metallwerk wurden 2 Arbeiter schwer und 3 leicht verletzt. * Erdbeben sind in diesen Tagen wieder in verschiedenen Gegenden beobachtet worden. Laut Bericht des geologischen Instituts zu Budapest waren dort am 19. d. M. vier ziemlich heftige Erdstöße verspürbar. In Pola wurde an demselben Tage ein starkes Beben von vornehmlich ost- westlicher Richtung signalisiert. Die Entfernung des Zentrums wird auf 10000 Klm. geschätzt. — Wie die „Nowosti" aus Schemacha vom 17. ds. melden, traten dort um 10 und 10‘/8 Uhr abends starke Erdstöße auf. In Mumargejan (Bezirk Ferghana in Turkestan) wurde in der Nacht zum 18. ds. ein starker von unterirdischem Getöse begleiteter Erdstoß verspürt. — Die Stadt Mexiko wurde von einem schweren, 90 Sekunden andauernden Erdbeben heimgesucht, welches verhältnismäßig wenig Schaden angerichtet hat. • Brände. Auf der Schiffsbauanstalt Brlomley in Moskau brach durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters Großfeuer aus. Mehrere Werkstätten, drei große und drei kleine Dampfer verbrannten. — Bei einem Brand eines Druckerei- gebäudes in der Londoner Vorstadt Hackney sind ein Mann, zwei Frauen und vier Kinder verbrannt. HanSel und Verkehr. Volkswirtschaft. — In der Zigarrenindustrie ist der Konsum so schwach, daß die Lagerbestände nicht abnehmen und möglichst wenig neue Ware hergestellt wird. — Vom Rheinisch-westfälischen Eifeumartt weiß die„Rhein.- Westf. Ztg." zu berichten, daß im Verlause weniger Wochen so viele Aufträge herausgegeben worden sind, daß nahezu alle, mindestens aber die großen Werke auf ein halbes Jahr Beschäftigung haben. Auch auf den kleineren Werken liegen in den meisten Artikeln hinreichende Aufträge vor und Spezifikationen gehen so reichlich ein, daß den Werken ein geregelter Betrieb auf Wochen und Monate hinaus gesichert ist. Die Preise haben in den letzten Wochen ihren bekanntlich nicht unwesentlich erhöhten Staub bewahrt, hier und da sogar noch eine kleine Aufbesserung erfahren können. Sie gewährleisten den Werken heute durchweg einen wenn auch geringen Verdienst; Verluste sind, selbst unter Berücksichtigimg der gleichfalls etwas heraufgesetzten Halbzeugpreise, jedenfalls ausgeschlossen. — Es soll uns nur sehr freuen, wenn diese Mitteilungen den That- sachen entsprechen und nicht alsbald durch gegenteilige Berichte wieder desavouiert werden, wie dies schon oes Oesteren der Fall war. — Norddeutscher Lloyd. In der ordentlichen Generalversammlung wurde die beantragte Kapitalerhöhung von lü Millionen Mark genehmigt. Der Präsident der Gesellschaft teilte mit, daß der Norddeutsche Lloyd in Gemeinschaft mit der Firma Friedrich Krupp- Essen Kohlenfelder erwerben, deren Aufschließmig alsbald erfolge. Auf Anfrage wurde ferner mitgeteilt, daß, soweit sich bisher das laufende Geschäftsjahr übersehen lasse, die Erwartung berechtigt sei, daß es zu einem normalen Geschäftsjahr führen werde, da bei dem allerdings noch immer gedrückten Frachtenmarkt der Personenverkehr sich auf ungewöhnlicher Höhe bewege. HCS. Dortmunder Union. In der Leidensgeschichte dieser Gesellschaft ist eine neue Phase eingetreten. Nachdem die Aktionäre monatelang im Unklaren darüber gelassen worden sind, ob die notwendige Sanirung dnrch Zuzahlung oder durch Verkauf der Zeche Adolph von Hansemann bewirkt werden soll, wird jetzt aus Verwaltungskreisen bekannt, daß die Zeche bei der Gesellschaft bleibt und daß die Aktionäre zu einer neuen Zahlung herangezogen werden sollen. Dieselbe wird diesmal jedenfalls sehr ausgiebig bemessen werden müssen, denn die Gesellschaft hat nicht nur für Begleichung der Buchschulüen, die Ende Juni v. I. 20 Millionen betrugen, zu sorgen, sondern muß auch auf die Herabminderung der teilweise immer noch übermäßig hohen Buchwerte bedacht sein und ferner neues Betriebskapital auforingen. Hierzu werden sich die Aktionäre natürlich nur bereit finden, wenn die Verwaltung Garantien dafür zu bieten vermag, daß die neuen Opfer nicht wieder nutzlos gebracht sind. Tie diesjährige bedeutende Unterbilanz rührt, wie bekannt, zum guten Teil aus den langsichtigen Abschlüssen auf Roheisen her. Dieses zu teuersten Preisen gekaufte Roheisen wird, einer Mitteilung der Verwaltung zufolge, _ Ende d. M. aufqearbeitet sein. Ta es gelungen ist, den Auftragbestand von Ende Äezember v. I. von 69 025 auf 105 527 Tormen zu erhöhen, und dem Generaldirector große Thatkraft nachgerühmt wird, auch die Zeche Hansemann wieder in Betrieb ist, wäre es ja denkbar, daß die Union wieder in eine auffteigenbe Phase gebracht werben könnte, wenn bie Aktionäre bie Gesellschaft von allen lästigen Verpflichtungen befreiten. Tie Börse faßte bie Ankündigung der Sanirung ungün|tig auf. Der Cours der 2lfiien ging bis ans 50 pCt. zurück, troß umfassender Jnterventtonskäufe. Märkte. Grünberg, 19. April. Frachtmarkt. (Durchschnittspreis pro 100 Kilo.) Weizen 17.06 bis 00.00 Mk., Korn 14.26 bis 00.00 Mk., Gerste 14.82 bis 00A0 Mk., Hafer 16.58 bis 00,00 Mk., Erbsen 17.06 bis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Mk., Lein 00.00 Mk., Wicken 00.00 Mk., Samen 00.00 Mk., Kartoffeln 3.50 bis 0.00 Mk. fc. Frankfurt a. M., 2L 2lpril. (Telegr. Lria.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche 9lotierungen der heutigen Viehmarktpreise. 3uni Verkaufe standen 481 Ochsen, darunter 125 aus Oesterreich, 51 Bullen, barunter, 5 aus Oesterreich, 779 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, OKuh aus Oesterreich, 274 Halber, 186 Schafe und Hämmcl, 1096 Schweine,0Ziegen,0 Ziegen-, 00Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachlgewichr. Ochsen 1.Qualität 66—68Mk., 2. Qual. 59—62 Mk., 3. Qual. 53—58 Alt.; Bullen 1. Qual. 55 bis 57 Mk., 2. Qual. 51—53 Mk.; Kühe 1. Qual. 60—62 Mk., 2. Qual. 56-59 Mk., 3. Qual. 45—48 Mk, 4. Qual. 35—38 Mck., 5. Qual. günftiaen Saat en stand und ch die Landwirte nicht besser Ungarn melden einen überaus einen Witterun-gsverlcmf, den fii wünschen können. Ich sehe auf den Namen ——»■——-n eine auf geklärte Hausfrau, wenn ich einen Artikel, mit dem ich zufrieden war, wieder in derselben Qualität haben will. So gcht es auch mit Gioth's gemahlener Kernseife mit Salmiak und Terpentin, Wer dieses vorzügliche Waschpulver einmal benutzte und sich nachher als Ersatz dafür ein anderes billigeres Waschpulver hat auf» schwätzen lassen, darf sich nicht beklagen, wenn seine Wäsche not- leibet, der Waschfrau bie Hände aufgeben, und man noch drei Packele mehr verbraucht, wo früher em einziges Packet ausreichte. Gioth's gemahlene Kernseife, Fabrikant I. Gioth, Hanau, Preis per Packet 15 Psg. 30—34 2M. Kälber: 1. Qualität80—82Pig^ Lebendgewicht 46—50 Pst, 2. Qual, 73—76 Psg^ Lebendgewicht 44—17 Psg., Schlachtgewicht 65—70 Pfa., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 63—64 Pfg., 2. Qual. 59—62 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine L Qual. 65 Pfg^ Lebendgewicht 51—00 Pfg., 2. Qual. 64 Pfg^ Lebendgewicht 50 Vsg^ 3. Qual. 56 bis 58 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut, Markt: geräumt — Wegen des jüdischen Osterfestes wird der Viehmarkt vom 28. auf den 30. April verlegt. fc. Frankfurt a. M., 21. April. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen 2JIL 17.25—17.50, Kurbessischer Mk. 17.50—00.00, La Plata Mk. 17.00—17.75, Kansas All. 17.00—17.75, Roggen (hiesigechj Mk. 14.25—14.50, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16^5, Hafer 2JIT. 16.50—17.00, Mais Mk. 12.00 bis Akk. 1235, Weizenmehl 0 Mk. 24.50—25.00, 2. Qualität 9)tt. 2L50 bis Mk. 23.00 , 3. Qualität Mk. 20.50—21.00, Roggenmehl 0 Mk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 21.25—21.50, Weizenklete Akt 8.75 bis Mk. 9.00, Roggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadtlheatrr. Lpernhauö. Dienstag den 22. April, abends 7 Uhr: ^Ter fliegende Holländer." Schauspielhaus. Dienstag den 22. April, abends 7 Uhr: „Der Fall Elemeneeau.* Gottesdienst drr israelitischen KeligionsgestÜschast. Dienstag den 22. und Mittwoch ben 23. April 1903 Passahfest. 1. Tag. Vorabend 7UO. Morgens 8" Predigt Nach- mütag 400. 2. Tag. Vorabend 8'°. Morgens 8°°. Nachmittag 4°°. Festesausgang 8Zu. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 21. April. Wie das „Kl. I." von angeblich gut unterrichteter Seite erfährt, sieht die Regierung be* züglich der künftigen Verhandlungen über die Handels^ vertrüge in der Zolltarif-Kommission, wie dene« im Plenum des Reichstages mit aller Ruhe entgegen. Sie ist mit einem vollen Aktions-Programm ausgerüstet und wird sich weder durch agrarische noch liberale Pressions-Versuche beirren und von ihrem un*< verrückbaren Standpunkte abbringen lassen. So^ wohl der Reichskanzler Graf Bülow wie der Staatssekretär Posadowsky haben Zusicherungen seitens der Dretbundmächtes und der Bundesregierungen betreffs der Ausgestaltung baj Handelsvertrags-Politik mitgebracht. Wenn die Regierung bisher noch gezögert hat, das entscheidende Wort auszu^ sprechen, so sind hierfür lediglich gewichttge taktische Grunde maßgebend, die momentan noch eine gewisse Zurückhaltung notwendig machen. Jedenfalls soll die Situation noch vor Pfingsten eine völlige Klärung erfahren, wobei mancherlei Ueberraschungen zu Tage treten dürften. Selbst eine Auflösung des Reichstages erscheint nicht ausgeschlossen. Stockholm, 21. April. Im ganzen Lande fanden geftea* Kundg ebungen zu gunften de§ allgemeinen! Stimmrechts statt. Im Laufe des Nachmittags kam eäJ zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und der 93o(f§*| menge, die unter dem Rufe „nach dem Schloß" den Polizei-- kordon zu sprengen versuchte. Die Polizei machte von der blanken Waffe Gebrauch. Mehrere Personen wurden durch Säbelhiebe verwundet, 5 Verhaftungen wurden vm> genommen. Eine Abteilung Militär hiett mit aufgepflanztenr Seitengewehr die zum Schloß führende Treppe besetzt. Der Sozialistenführer Brcmttng hielt mehrere Ansprachen an bie Volksmenge, in denen er zur Ruhe mahnte. In Malm« beteiligten sich 15 000 Personen an der Kundgebung. Christiania, 21. April. Die Ministerkrisis ist be* endet. Blehr wird Staatsminister in Christtania, bec Minister des Innern, Sigurd Ibsen, Minister in Stockholms der bisherige Justizminister, Oman, wird Mitglied bes^ Staatsrats, das Justtzministerium übernimmt Aarstab. London, 21. April. Aus Pretoria wird gemeldet^ Die Engländer haben das Kommando von Bezuidenhout in der Nähe von Telemechuskop angegriffen. Sie verfolgtem dasselbe 25 Meilen weit. Die Buren verloren zahlreiche Munition, Maulesel und Proviant. Paris, 21. April. Der Exekutionsausschuß der repubfo kanisch-radikalen und radikal- sozialistischen Partei oa>' öffentlich! einen Wahlaufruf, in dem es heißt: Als publikaner und Demokraten wollen wir gemeinsame Reform«^! welche mehr Gleichhett und Gerechtigkett in die sozialen Vev^ hältnisse bringen, bie zweijährige, für alle gleiche; Militärbien st zeit, die Reform der birecten Steuern,: die Einführung der Einkommensteuer, welche die kleinen^ überlasteten Steuerzahler entlasten soll, Organifa* tion der Versicherungen gegen Gefahren, welche bie sozialen Verhältnisse mit sich bringen, Entwickelung desj landwirtschaftlichen Kredits, Gründung einer allgemeinen! Altersversicherungskasse für Arbeiter. Wir sind energische Verteidiger des individuellen Besitzes und wollen deshalb! verhindern, daß das Großindustriellentum den Charcckter einer neuen Feudalherrschaft annehme. Wir wollen die Beschleunigung der Reformen, welche dadurch, daß sie sparen, den Zweck des Kapitals erleichtern, die Zahl der kleinen; Eigentümer vermeyren und ben sozialen Frieden gründen. Tas ist unser Programm. Unter der Maske des National lismus verbirgt sich die Gesamthett der reaktionären Kräfte. Wir werden siegen durch Einigkeit und Disziplin aller repW« blikanischen Kräfte. Wien, 21. April. Alle Berichte aus Oesterreich unü Stadt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen: KuWeisch 45 M Im Leben nie wieder Gelegenheitskauf. Wir vers. per Nachn. Rote Sattu°Step° oeckeu, herrl.Arbeit 6 Jt, extra groß 8 JL, Prachtv. Teppiche nur8Ut, fchr groß 14 Größe **!.<>» nur 21 JL Preisl. gratis, imchtpass. zahle d. Geld retour. A.Kirsch berg &Kctilin, Leipzig, Petersstr. 44. 8170 Verdingung. Die Lieferung von 16000 cbm Packlagesteinen und 60670 r Klein sch tag aus Hartgestein soll öffentlich vergeben werden. Die Veroingungs-Unterlagen nebst Angebotbogen können von gn Gentral-Büreau gegen und bestellgeldfreie Ein- g von 30 Pfg. (nicht in larken) bezogen werden. Angebote sind postfrei mit der Auffcmift: ^Angebot auf Lieferung von Packlagesteinen und Klein- sthlag" bis zum Eröffnungstage: Dienstag den 6. Mai 1902, vormittags 11 Uhr, Uerher einzureichen. 3171 Zuschlagsfrist: 15. Mai 1902. Mainz, den 20. April 1902. König l. Preußische und Großh. Hessische Eiseubahn-Direttiou. er- ere Kkckck's ßauSclochhrmiftlllt «BÖ SflHfm. Kmcau Gießen, Bahnhofstraße 39, L werden junge, sowie auch ältere Personen (Damen und Herren) jeden Standes und Alters, selbst solche ohne Vorkenn kniffe, unter Wer schreibt, der bleibt! Bessere Stellung Höheres Gehalt erlangt mit Recht nur derjenige, welcher über perfekte Fachkennt- niffe versüßt. 3179 Zu tüchtigenBüreau-und Bankbeamten, Prokuristen^uchhaltern, haft ausgebildet in kürzester E Jede steife, schlechte und unle Uche Schrift wird durch un bewahrte, bisher weder im In- noch im Auslände unübertroffene Methode dauernd schön u. geläufig. Ausbildung tüchtigerMaschinen. schreiber und --Schreiberinnen auf neuen erstklassigen Maschinen. Mißerfolge gänzlich ausgeschlossen. Kursus-Cröffuung: Dienstag deu 22. April 1902. Gesundheits- Haser-Zwieback »u baden bei P. Pfeiffer und tn den Niederlagen: Emil Kalbfleisch» Marburgerstr. Adolf Bieler, Marktstraße. Karl Eichmaun, Nordanlage. Adolf Lenhardt, Klinikstratze. Ludwig Gräf, Leihgesternerweg. Joh. Seibel, Ludwigsplatz. PH. Gaus, Dammstraste. Gg. Adami, Seltersberg. 3. Trageser, Grünbergerstr. E.Heiuzerling, Schiffenbergerw. Ar. Kopp, Ecke Bismarck- und Stephanstraße. 3176 / Emil \. / Fischbach \ Außöodenanflrich bk jedweder Art VLackfarbeJr Sorten, Alle Sorten Sntlirtsssel« empfiehlt 3003 I. Hauke k, Schloßgasse 6. Hosen TS Henrden JS Blusen 29io "^2 Jacken Schürzen rc. * werden zu sehr billigen «—» Preisen abgegeben. Robert Stuhl, 23 Neustadt 23. Alleinverkauf für Giessen und Umgebung: Otto Rathschlag, Wäschegeschäft | I Besten Schütz vor Erkältung * Gesündeste, Praktischste, .. , . Äffl im Gebrauch Billigste. Kein Dlctet _ fKp 4sy Eingehen od. Verfilzen. Kein I« erm. Bauer, Dammstr.34,11 Pünklliche und gute Ausführung zugesichert. la. 2015 aus den ersten Fabriken Msck 1.7ä pro ein Lock C. Rübsamen, Telephon 259. — Westanlage 60. •i Wie haben Sie es nur fertig gebracht, daß diesesmal die Fußboden so p rachtvoll geworden sind ?— Mit „O.Fritzes Bernstein-Oel-Lack- sarbe" ist es lueiter kein Kunststück, dieselbe übertrifft an Haltbarkeit, schnellem Trocknen und elegantem Aussehen alle anderen Fußbodenlacke. Niederlage bei: 2008 Aug Noll Lahnhosür.4l Elbsenreiftr zu haben. Rahrungsberg 9. °um Waschen u. Bügeln LoUschi. wird angenommen. 01499_____Neustadt 12. 32 000 Pracht-Betten wurden vers. Ein Beweis, wie beliebt m. Betten sind. Ober-, Unterbett u. Kissen m. weich. Betts, gef. zus. nur 12 JL 50 PrachtvHotelbcttcul7i, 2,sJtotc Ausstattuugsbetteu, kompl. nur 22’/i 9lichtpass. zahle d. Geld retour. Preisl. aratis. a.7O A.Kli seit berg, Leipzig 36. MHÜiKtetoei!!! für Fahrräder 3m Stricken u. Anstricken von Strümpfen empfehle ich mich angelegemlichst StrickgarneslttsttTnslMkns habe ich stets vorrätig. BV Preise billigst. Ernestine Hopfner Grünbergerstraße 17. sichere Meq! Erbteilungshalber ist eine seit 40 Jahren bestehende Eiseu- wareu-, Dielen- und Kohlen- handlung mit großem Eckhaus (hypothekenfrei) tn allerbester Ge- chäftslage Wetzlars unter gün- tigsten Bedingungen sofort zu ver- 'aufen durch Carl Martell, Jmmob.-Geschäft, Wetzlar. 01804 IQute Speise-Kartoffelu sind zu haben bei 3130 H. Gottmauu, Marburgerstr. 65. Ein überzühliges PferS billig zu verkaufen. Louis SPieS, Mineralw.-Fabr., Ob.Franksrtrstr. /Lrstklassiges Dameufahrrad, v^roenig gebraucht, zu verkaufen. Näh. Ludmigstr. 11, Htrh. nachm. OjAAA mit Lamm zu verkaufen. Hejsenstratze 5. !!.>»!..„Inch.- - Eissehrank, hochthürig, gebraucht, zu kaufen gesucht__Schulstraße 5.3179 erinietnnqen _» - ' j- Achone 5-Zimmerwohnung mit allem Zubehör, der Neuzeit entsprechend, per 1. Juli zu verm. I. Atzbach, Grünbergerstr. 10. c>amilienlogis zu vermieten. 01790 Wiener Hof. tztogis an reinliche Leute zu oer- mieten. Rittergasse 23. 3159] Logis, 3 Zimmer, Keller und Bodenkanrmer, per 1. Mai SUDei-m^ Alarktplatz 22,jiu_2abeu 2901] Erster Stock, 5-Zinnner- wohnung und allem Zubehör, per 1. Juli zu ver,nieten. _________ Ludwigsplatz 15. Nordanlage 7 ist eine elegante 6-Zinunerivohnung per sofort zu vermieten. 1572 Näheres Frankfurterstraße 29. 1803] Tas zweite Obergeschoß in unserem yieubou Brandplatz Nr. 15 nut 5 Zimmern, Bad, sowie Bleichplatz und Trockenboden ist per sofort zu vermieten, desgl. in Nr. 14 einige 4-Zmuner- wobnungen per Juni evtl, auch früher. Birkenstock & Schneider. Wfthnnnffoon 5 bi§ 6^ima VUUUUg mern zu vermieten.________Afterweg 40. 2919) Infolge meiner Versetzung ist meine Wohnung, 7—8 Zimm, mit Gartenanteil, von Anfang Mai an zu vermieten. Prof. Dr. Pitz, Grünbergerstr.14 Kleine Wohnungen für solide Arbeiterfamilien zu verm. Zu erfr. b. Schieferstejn, Neuen-Baue 20. 2680] Geräumige 5-Zimmer- ivohnung mit sämtl. Zubehör, in schöner Lage, per 1. Juli an ruhige Farnilie zu vermieten. stlaheres Hofmannstratze 4. ffi^ohnung von 3 Ziinmern im Vorderhaus zu verm. 2878 I. Unverzagt, iLchottstraße 11. 2993] Das seither von Herrn Tapezierer Nennstiel bew. Logis nebst Lagerraum und Werkstatt ist per 1. Juli zu vermieten. _________Leopold Schlatter. 3080] Eine 5-Zimmerwohnung zu vernu Bahnhofstraße 57. Per 1. Juli eine elegant eingerichtete Füns- Zimmerwohuung mit Zubehör zu vermieten. 1017 Karl Wenzel, Stephanstraße 13. 2 möbl. Zimmer, nahe der Univ^ __zu verm. Bismarckstr. 36, III. »1 möbliertes Zimmer zu verm. JA Bahuhofstrave 13. Ruhiges, freundl. Zimmer sosott «A zu verm. Weslanlage 27, III ch. möbl. Wohn- u. Schlafzimm. ^preisw. z. vrm. Westanlag e25,i. ILinfach., schönes, möbl. Zimmer zu verm. Neuen-Bäue 10. 2 gut möbl. Zinrmer zu verm. 2716 Asterweg 6, I. 2673] Schön möbl. Zimmer in angenehmem Hause, ruhige Lage, zu verm. Schillerstt. 11, III. 01685] 3sch.rnübl.Zimm.,m.od. o.Pens.sof.z. verm. Stephanst.43^>. Laden | mit Wohnung, neu hergerichtet, sofort zu verm. Mäusburg 7. 2325] Ein schöner ger. Laden nebst 1 Zimmer, zu jed. Geschäft geeignet, im Hause Bahnhofftr.48 zu vernr. Näh. Bahnhofftr. 50. Per 1. Zilli mieten. Pulvermühle. 01780 Helle große Werkstätte mit Lagerrämnenfof.zu verm. Zu erfr. bei Schieferstein, Neuen-Bäuen 20. 1463] Neubau Wilhelmstr. 12 sind per Juni elegante Wohnungen 7—10 Zimmer und allen der Neuzeit entsprechenden Einrichtungen zu vermieten. Näheres ______Frankfurterstraße 29. 2410] Haus zum Alleinbewohn., 8 Zimmer, 2 Mansarden- und Badezimmer, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, im Großen Steinweg 19 zum 1. Juli zu mieten. Nah. Wallthorstr. 71. 2411] Großer Steiuweg 28 sind drei 5-Zimmerwohnungen nebst Bad, Loggia und allein Zubehör, daselbst auch eine 23ter« Zimmerwohnung zum 1. Juli, eventl. auch früher, zu vermieten. Näheres Wallthorstraße 71. dT\a§ in meinem Geschäftshause Settersweg 39 seither von mir bewohnte Logis (10 Wohn- räume mit Zubebör, sowie Gas- und elektrische Anlage) ist ganz oder geteilt zu vermieten u. gleich beüebbar. Die Wohnung eignet sich, oer ftequenten Lage wegen, besorrders für Aerzte, Rechtsanwälte od. kaufmännische Büreaux, die gleichzeitig Lager bedürfen. 2651 Otto Schaaf. ckleletage per 1. Juli od. früher ö zu vermieten. 2703 ___________Südanlage 10. GsNansarde an ruhLeute zu verm. JJl 2704 Südanlage 10. 2854] Freundl., kleinere Wohnung per 1. Mai zu vermieten. Näheres Mäusburg 4._____ Mansarde an ruhige Leute zu vermieten, 3 bis 4 Zimmer per 1. Juni event. 15. Mai. 03046__________Steinslraße 27. Sails Jilin Alleiilimohiicil 7 Zimmer re., Vor- und Hintergarten, alsbald beziehbar, zu vermieten. Näheres durch Architekt Seulittg, Wallthorstr. 75. 3100 3112] Hammstraße 12 Drei- Zimmerwohnung mit Zubehör, Wasserleitung rc. zu verinieten. Näh. Liebigstr. 46, von 8—2 Uhr. 3181] Schön möbl. Zimmer zu verm.______Settersweg 4. »ti/öbliertes Zimmer zu ver- l mieten. Dammstr. 24,1. öblicrie Zimmer zu verm. L.j'ichirrane 13, part. u' ui nu - iiCLied Zimmer zu ver- ^2/ mieten. Seliersweg 60, III. Wietsteluche /Line 5- bis 6-Zimmerwohnung Nähe Ludwigsplatz, gesucht. Offerten mit Preis unter M 01665 an die Exped. d. Bl.____ Hintnr., unw. der Liebig- **V undFrankfrtrstr.,fof.ges. Off. m. Preisang. u. 01794 an die Exp. Ruhiges Zimmer zum miul. Preis zum 1. Äiah nicht zu weit von ber Universität, gesucht. Offerten unter Nr. 3169 an die Expedition dieses Blattes._______ Sofort ein leeres Zimmer zu mieten gesucht, nahe der Bahn. Off. Postlagernd A. 0. 22 Gießen. PlTeiir stellen Feiler-Veksichttililg. Von einer alte», hochau- gescheueu deutschen Feuer- Berstcherungs ° Gesellschaft mit ausgedehntem Geschäft werden 2416 rührige Agenten an allen Plätzen gesucht. Offerten unter O. U. 88 an Haasensteiu & Bögler, A.°G., Frankfurt a. M. Tücht. Rockschueider gesucht. R. Gärtner, Liebigstr. 55. (3067 -^ücht. Schreinergeselle findet * dauernde Beschäftigung. Louis Beil, Grünbergerstraße. Stelllköhlen-Bezugs- GesellsAst Aehelt. Die Stelle eines 3066 Kaffenboten, welcher entsprechende Kautton zu leisten hat, ist per 1. August d. I. zu vergeben. Schriftliche Anmeldungen sind bei dem I. Vorsitzenden, Herrn A. Dickors, Schanzensrraße 8, einzureichen. Der Borstand. Für hiesiges Kontor jüngerer Kommis sowie ein Lehrling (bei soforüger Vergüt.) gesucht. Offerten unter Nr. 3098 an die Expedition. c>ücht. Polsterer u. Schreiner ges. X/ Grünebaum, Möbelgeschäft. Enterb PF verheirat., möa- IkUlbUiiül, lichstKavallerist, sehr gut empfohlen, der Haus-- und Gartenarbeit mit übernehmen muß, gesucht. Eintritt 15. Mai, auch früher. Näheres durch Frau Hüttenberger, Seltersweg. 3178] Jüngerer Hausburfche fof. gesucht. Markus Bauer, _______________Kirchenplatz 11. Hausbursche gesucht. [01681 Ludwigstraße 20, im Ladeu. Bon einer hiesigen Cigarren- fabrik wird ein Lehrling mit guten Schulzeugnissen gesucht. Adr. zur schristl. Bewerb. bei der Exped. zu erfr. 2710 Lehrling gesucht. @*Ä Glaserei, Kaplansgasse 27. 377 Lehrling gesucht für das Kontor eines hiesigen Fabrik-Geschäftes. Selbstgefchr. Offert, unt. 8 2845 an die Exp. tcrärtuer-Lehrliug gesucht. 01779 Wilh. Gerhard. Ein Kelloer-Lehrlillg | gesucht. Cafe Großherzog. Tücht. Berkäuferiu s.Cigarren- Wein- mSpirituosengesch. p.l^imi ges. Bewerb, müff. sch. i. Eiaarren- gesch. thätig gew. sein. Off. nebst Gehaltsanspr. bei freier Station u. Nr. 01789 an die Exped. d. Bl. 3177] Eme Lauffrau gesucht. Kircheuplatz 11, Laden. Ordentliche, jüngere Lauffrau oder Mädchen per sofort ge- sucht. Ludwigstraße 14, IL junges Mädchen kann das -V Kleidermacheu gründlich er- lernen. Weidcugasse 1, I1L WMWW ALuche für meinen Sohn passende Stelle als Lehrling in einem kaufm. Büreau. Derselbe besitzt Abgangszeugn. echühLlürgerschule Beding, freie Staion u. Familienanschluß. Karl Mehring, Uhr- macher, Schotten.3131 Fräulein sucht Stelle als Haus- bälterin, bei Dame oder Herren. (Am liebsten nach auswätts.) Off. Postlagernd A. C. 22 Gießen. VkrlWchents Nachhilfestunden in allen Fächern werden erteilt. Näh, in der Exp. d. Bl. 1505 Student erhält freie Wohnung geg. Beaufsichtigung d. Schularbeiten v. 2 jüng. Realschülern. Offert, unt. 01800 an die Exped. Stud. piiiL erteilt Privatunterricht und übernimmt Beaufsichtigung der Schülerarbeiten. 01788 Ludwigstr. 24, IL T\en von Max Langzettel an- gefertigten Bogelkäsig hat Nr. 147 gewormeu.______01786 Lr>amen-Portemouuaie mitJn- halt gefunden. Abzuholen Lang & Wiederstein, Marktstr.4. Red Starline 113tst6eJU Siern Jjßinte nach gQ |o|idamHer von 'Antwerpen^ Auskimst erteilen geh Star finit in Jlntotrpte, )olj. fr. Schoss in Sittztn, S fillppfltin in §onzs!>ors. und I mit dem MW JJeste^eife nah und fern?