Freitag 21. März 1903 152. Jahrgang Erstes Blatt. vezugSpretSr monatlich 75 Pf., viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePoft Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für dre Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr.^ Zeilenpreis: lokal 12Pf, auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal":R.Ditt* mann; für den An- zeigentell: Hans Beck. GießenerAnzeiger General-Anzeiger " Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Nr- 68 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vesfischea Landwirt die Eichener ZamUien- blütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktton, Expedition und Druckerei: Gchnlstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprrchansLluß Nr. 51. Bekanntmachung, Der Ortsvorstand von Alsfeld beabsichtigt mit dem am 28. Juli d. Js. daselbst stattfindenden sogenannten Prämienmarkt eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten zu verbinden. Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 10 000 Lose zu 50 Pfg. das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich ist der Vertrieb der Lose in der Provinz Oberhessen gestattet worden. Gießen, 19. März 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Wagner. DckmtiMmichung. Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Utphe. Die zu Utphe ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Gemarkungssperre wieder aufgehoben worden. Gießen, den 19. März 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Ate Kährung in Auhland. Heber die letzte Studenten-Demonstra- /tion in Petersburg liegen heute briefliche Berichte vor, die den Umfang und die Bedeutung dieser revolutionären Bewegung als viel weitgreifender und tiefer erkennen lassen, als aus den bisherigen Mitteilungen hervorging, soweit sie überhaupt dre wachsame Zensur zu passieren vermochten. Wenn es nur die Studenten wären, die sich gegen die herrschenden Zustände auflehnen, so würde der Charakter der Bewegung minder gefährlich sein. Aber es sind Arbeiter und Studenten hier im Bunde, und daraus erwächst, eine ernste Bedrohung. Bereits sotten über tausend Arbeiter in die sibirischen Bergwerke verschickt, und, wie wir bereits meldeten, 15 Studenten erschossen worden sein. In vielen Schöpfungen der russischen Litteratur spielt die russische Jugend der gebildeten Stände eine Rolle. Es wird von den jungen Leuten in tteinen, sorgfältig gegen Unberufene abgeschlossenen Kreisen das Aeusterordent- lichste geleistet an leidenschaftlichen Reden, daß es „anders" werden müsse in Rußland, aber mit den Thaten ist es schlecht bestellt. Turgenjeff z. B. schildert sehr scharf und anschaulich dies Schwarmgeistertum mit seinen unklaren und unpraktischen Reformbcstrebungen. Wo wirklich einmal ein Ansatz gemacht wird, „dus Volk zu gewinnen", da zeigt das Volk gar keine Neigung für die ihm gelobte Befretung vom Joch. Nur der Branntweingenuß entflammt vorübergehend die Gemüter. Ter Wirklichkeit entnommen mag jene Darstellung des berühmten russischen Schriftstellers sein, wie der jugendliche „Befreier" sich aus die Agitation begiebt, zündende Reden an das „Volk" hält, aber die gewaltigen Mengen Branntwein, die ihm aufgenötigt werden, nicht vertragen kann, und wie schließlich das „Volk" den ganz Berauschten und Unzurechnungsfähigen höchst unglimpslich und durchaus nicht wie einen ,früher" behandelt. . . . Die Verhältnisse haben sich geändert, wesentliche dadurch^ daß der erwerbende Arbeiter in Rußland vielfach mit dem Studenten gemeinsame Sache macht. Für sich allein würde vielleicht awch heute noch nicht der russische Student von der Masse ernst genommen werden. Das Ärbeiterelement, das sich zu gleichen Zielen bekennt, verschafft chm Respekt. Als Führer der Bewegung gelten die Studenten, wir neigen der Ansicht zu, daß sie mehr die Vorgeschobenen sind. Die Studenten haben die sozialistischen Tendenzen in sich ausgenommen, das beweisen die letzchin bekannt gewordenen studentischen Programme. Die Forderung des „Achtstundentags" z. B. ist echt sozialistisch Es ist im Grunde eine sozialistische, eine Arbeiterbewegung, die auch die Studenten ergriffen hat. Und mit dieser Bewegung werden auch die russischen Behörden trotz der furchtbaren Mittel ihrer Macht nicht sobald fertig werden. Das Bedenttichste ist, daß die Bauern mehr und mehr sich zugänglich zeigen. Der russische Bauer steht auf einer sehr niedrigen Kulturstufe trotz der vortrefflichen Bemühungen des, übrigens z. Z. schwer erkrankten Grafen Tolstoi, dessen Werke aber leider zum großen Teile in Rußland nicht gelesen, ja nicht einmal gedruckt werden dürfen. Wenn sie gerade jetzt in einer ausgezeichneten deutschen Gesamtausgabe erscheinen (bei E. Die- derichs in Leipzig), so kommt das wohl dem deutschen Volke sehr zu gute, und es ist dringend zu wünschen,. daß auch der d e u t s ch e B a u e r sich mit den schönen Schriften dieses großen Christen bekannt mache (jeder Band der erwähnten deutschen Ausgabe ist für 1.50 bis 2 Mk. einzeln käuflich); aber es hilft dem russischen Volke nichts. Auf seinen eigenen Gütern ist das Wirken des Grafen natürlich von heilsamstem Einfluß. Hier lernt der Bauer einen christlichen Idealismus, dec ihn von dem Lager des Aufruhrs fern hält. Aber außerhalb der Einflußsphäre Tolstois verstehen es die revolutionären Studenten und Arbeiter, dem beklagenswert unwissenden russischen Bauer klarzumachen, zumal bei der immer t r o st l o s e r sich g e st a l t e n d e n Lage der russischenLandwirtschaft, daß es einen Kampf ums Brot giebt. Das ist dem Beschränktesten einleuchtend. „Die Regierung ist unthätig, sie hat für alle möglichen anderen auswärtigen Zwecke Geld in Hülle und Fülle. Der Arbeiter und der Bauer mögen hungern." Das ist der gemeinverständliche Appell. Die Gärung in der Landbevölkerung stellt an die russische Regierung diejenige Forderung, die man an den amtlichen Stetten des Zarenreiches mit größerem Unwillen vernimmt, als den Ruf nach politischen Reformen, nämlich: materielle Unterstützung zu ge- währen. Geld ist das Köstlichste, Wertvollste für die Leiter der russischen Politik, denn der Rubel mutz rotten für bte gewaltige Ausdehnung des Reiches, für die Erweiterung und Befestigung seiner Macht. Weil man sich in Rußland so schwer vom Gelbe trennt und das Attermindeste übrig hat für die Not der Unterthanen, wird die Bewegung unter den Bauern nur noch wachsen. Aus Petersburg liegt heute folgende telegraphische Meldung vor: Aus Anlaß der Straßenunruhen vom 16. März hat der Stadthauptmann 87 Personen, darunter 45 Studierende wegen Ueberrretung d^r polizeilichen Bestimmungen über Straßenansammlungen mit dreimonatiger Haft bestraft. Unabhängig von dieser Strafe wird gegen die Rädelsführer ein gerichtliches Verfahren eingeleitet werden. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 20. März 1902. Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Em- melius, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffkl), Hanau, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Loos, Orbtg, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schiele und Wallenfels. Entschuldigt: Der Beigeordnete Grüneberg, die Stadtverordneten Dr. Fuhr, Haubach, Heichelheim, Heyligenstaedt, Löber, Schaffstaedt und Schmall. Bürgermeister Mecum teilt zunächst mit, daß zwei Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung krankheitshalber leider verhindert seien, in der nächsten Zeit die Sitzungen zu besuchen; es stnd das die Stadtv. Schmall und Dr. Fuhr, denen der nachgesuchte Urlaub bewilligt wird. Bürgermeister Mecum gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich der Gesundheitszustand beider Herren bald bessert, damit sie wieder an den Sitzungen teilnehmen können. — Eine Zuschrift des Kassenboten Schmidt, worin derselbe seinen Dank für seine Anstellung ausspricht, wird zur Kenntnis der Versammlung gebracht. — Eine weitere Mitteilung betrifft die Vorgänge in der vorigen Stadtverordneten-Sitzung, wozu Bürgermeister Mecum erklärt, daß er dem Wunsche des Stadtverordneten Löber entsprechend Strafantrag gegen denselben gestellt habe. — Betreffs des Preisausschreibens zur Erlangung von Entwürfen für den Neubau eines Gebäudes ür die höhere und erweiterte Mädchenschule, über dessen Ergebnis bereits im „Gieß. Anz." berichtet wurde, teilt Bürgermeister Mecum mit, daß die eingegangenen 104 Entwürfe durchgängig als gute, brauchbare Arbeiten zu bezeichnen seien, er nehme deshalb Veranlaffung, allen beteiligten Architekten für ihre Mühewaltung öffentlich zu danken. Die preisgekrönten Entwürfe würden allerdings nicht ohne weiteres zur Ausführung kommen, der zum Ankauf empfohlene Entwurf 9lr. 28 (Verfasser: die Architekten Ferd. Köhler, Paul Kranz in Charlottenburg) würde mitverwendet, da er einige gute Ideen enthalte. Diejenigen Stadtverord- neten, welche sich genauer informieren wollten, werden eingeladen, am Dienstag-Nachmittag 4 Uhr in dem Ausstellungsraum (Turnhalle der Stadtknabenschule) zu erscheinen. Die Versammlung stimmte dem Ankauf des Entwurfs Nr. 28 zu und erklärte ferner ihr Einverständnis mit dem Anträge der Baudeputation, von der zu 12 000 Mk. veranschlagten Ueber- wölbung des Schoorgrabens an der Baustelle in der Nordanlage vorläusig abzusehen, da der Zugang zu den Bauarbeiten von der Tammstraße aus geschehen kann, der Bauplatz durch den offenen Schoorgraben aber vor unbefugtem Betreten geschützt ist. Das Baugesuch der Firma Birken stock & Schneider für den Brand-Platz ist zurückgezogen worden. Zu dem Baugesuch von Schäfer u. Größer für die Roonstraße wird beschlossen, den Gesuchstellern den 930 Mark betragenden Beitrag zu den Straßenbaukosten M stunden, bis durch Ausmaß der von ihnen ausgesührten Erdauffüllung ihre Gegenforderung sestgestellt ist. Wi l h. Seipp II. hat um abermalige Befristung zur Erbauung eines Vorderhauses amRiegelp,ad bis Ende dieses Jahres nachgesucht. Nach längerer Debatte, in der auch eine Beschwerde der Nachbarschaft über den Holzlagerplatz zur Kenntnis gebracht, ferner auf die infolge der Nähe der Eisenbahn gesteigerte Feuersgesahr hingewiesen wird, beschließt die Versammlung aus Vorschlag des Bürgermeisters, dem Gesuch insoweit stattzugeben, daß bis zum 15. Oktober d. I. die Fundamentierungsarbeiten, bis 1. Juli n. I. der Rohbau sertiggestellt sein muß Infolge früher gegebener Anregung wurde beschlossen, die östliche Dammböschung der Main-Weser- Bahn an der Westan läge zu bepflanzen. Die Kosten sind auf 750 Mk. veranschlagt. Die Eisenbahndirektion hat die Genehmigung zur Anpflanzung auf Widerruf erteilt. Mit dem darüber ausgefertigten Vertrag erklärt sich die Versammlung einverstanden. — Auf die Bemerkung des Stadtv. W a l l e n f e l s, daß die Anpflanzung wenig Wert habe, wenn nicht an der Sette auch das Trottoir angelegt werde, bemerkt Bürgermeister M e c u m, daß die Anlage nur geschaffen werden solle, um den häßlichen Anblick des Bahndammes zu decken. „ Zu Punkt 7 der Tagesordnung: Begießen der Straßen, bezw. Vergebung des Fahrens der Gießfässer, liegt ein Schreiben des Fuhrmanns Herzberaer, dem s. Z. das Fahren der Gießfässer und später der Kehrmaschine Feuilleton — Druckfehler. Es bat etwas Tröstliches, sich zu ver- /gewissern, daß die Leiden, oie der Dämon der Druckfehler den Autoren bereitet, nicht erst unserer Zeit der hastigen Publikationen entstammen. Im März 1870 schrieb Freiligrath an einen Stuttgarter Freund folgende launige Zeilen über ein Gedicht, das er kurz vorher auf Veranlassung Fanny Lewald's zum Besten des Berliner Asyls für Obdachlose verfaßt batte. „Ich habe 300 Exemplare eigenhändig unterschrieben, uno dieselben werden jetzt als Autographen im Asyl-Bazar verkauft. Das Gedicht, scheint es, läuft durch alle Zeitungen. Ich habe es heute schon in sieben verschiedenen Blättern vor mir liegen, und zwar in jedem mit neuen Druckfehlern. Der heiterste davon ist in der vierten Strophe, wo es in der „B.Z." prophetisch heißt: „Und nächstens (statt nächtens) ruhig brennt und blitzt das Firmament". Das sind so die kleinen Lewen (und Freuden) des Schriftstellerlebens, und man Gott danken, wenn es nicht schlimmer kommt. Was ist einmal meine,n guten Freunde und Nachbar Edmund Hofer begegnet? Der schrieb in einer feiner Novellen: „In der Ecke des Kirchhofs hatte ein uralter Hollunder seine zahllosen Schößlinge getrieben" — wie aber war diese Stelle gedruckt in der Stuttgarter „Frauenztg." zu lesen? „In der Ecke des Kirchhofs hatte em alter Holländer seine zahlreichen Schößlinge getrieben." Und in einem Buche von G e r st ä ck e r beißt es buchstäblich: „Ein kalter Schneider (statt Schauder) lief -ihm den Rücken hinab." Ich selbst las einmal in meinen Gedichten: „Um das Feuer auf der Erde — vor den Hausen (statt Hufen) semer Pferde". Das Lachen thut einem wirklich manchmal not bei allem Traurigen, was so oft an einen heranttttt. Wir wollen es ja nicht verlernen." Ein anderer Druckfehler, der dem Dichter zu schaffen machte, befindet sich in Miß Thcrckeray's Old Kensington 1873, wo das Motto zu Kapitel ViIl lautet: „Die Stunde kommt, die Stunde kommt, Wo Du am Graben stehst und ttagst." (Em paar andere litteratur-historische Scherze mögen hier bei- aefügt sein. Uhland hatte das Mißgeschick, daß ihm in der ersten Auflage seiner Gedichte der Drucksehlerkobold gleich aus dem allerersten seiner Worte „Liede r" das böse „Leder" machte, so daß auf S. 1 zu lesen war: „Leder sind wir! Unser Vater Schickt uns in die weite Welt." Ernst Wichert, der unlängst verstorbene ostpreußische Romanschriftsteller, schrieb 1888 einen Roman „8 a am cuique“, zu deutsch: „Jedem bte Seine". Natürlich machten Setzer und Correktor das ihnen bekannte „Sunm cuiqu«“ ("Jedem das Seme") daraus und noch heute liest man in den Notizen, die Brockhaus' Kono-Lexikon und Kürschner's Litteratur-Kalender über Wichert bringen, „Saum«* statt „buam caique". D. Red. des „Gieß. Anz.") Oskar Blumenthal sendet den Freunden, die seiner an seinem Jubelseste gedacht haben, aus Meran folgende Dankesverse: Erscheint uns auf dem Meilenstein Tie böse Nummer Fünfzig, So spinnt man sich in Schwermut ein Und wappnet mit Vernunft sich. Man grüßt der Gratulanten Chor Mit schämiger Verbeugung, Und jeder Glückwunsch klingt im Ohr Wie Kondolenz-Bezeugung. . . Doch Freundeswort und Liebeskuß Erleichtert uris das Altern, Und gläubig hört man jeden Gruß Von wohlgestimmten Psaltern. Aus bll'lh'nden Wünschen ein Gerank Versteckt die ernste Pforte . . . Und darum Dank! imö wieder Dank Für alle lieben Worte! — Im Nesideuztheater zu Hannover aaftterte Met Tage Irene Trief ch in Hebel's „Maria Magdalena und Sudermann's „H e i m a t". Es ist ganz interessant, was em dortiger gewisser Kritiker über die große Künstlerin lagt. Es lautet: „Für die Gastspiele von Irene Triesch ist die Reklametrommel tüchtig gerührt, was nicht immer das beste Zeichen ist für bte Leistungsfähigkeit einer Künstlerin. War also bie Reklame schon verdächtig, so war nicht minder auffällig die an beiden Abenden des Gastspiels gut organisierte C l a q u e, die den vorausgesetzten Erfolg kräfttg inszenierte. Viele Besucher waren sicher von der Darstellung der Maria Magdalena in Hebel's grandiosem, aber etwas veraltet wirkendem Trauerspiel enttäuscht. Außer einem wunderbar schonen Auge besitzt Frl. Trtesch eigentlich wenig äußere Vorzüge, und in der Darstellung fehlte ihr bie t) e r b e ©roße, welche das Mädchen von ihrem Vater erbte. Abgesehen hiervon spielte der Gast die meisten Szenen mit ergreifendem Realismus und großer Natürlichkeit. Die Magda in Sudermann's „Heunath' hat uns von der Künstlerin besonders in den letzten Akten sehr gefallen, denn hier fand sie viele Töne echter Leidenschaft und zeigte auch eine gute Technik im Spiel, sowie virtuose Beherrschung der Sprache. In den ersten Akten fehlte ihr d e r H u m o r in den Szenen mit dem Pfarrer und den Besuchs-Damen. Tas Organ .der Künstlerin ist n t ch t s e h r m o d u l a 11 o ns ah ig , doch versteht sie es meisterhaft zu behandeln. Alles tn Allem ist Frl. Tnesch jedenfalls k e i n neuerStem am Theaterhimmel und noch lange keine Sorma, an deren Stelle sic in Berlin wirkt." — Dian kamt auch anderer Meinung sein! ,,Es lebe das Lebcu". Unsere Vermutung, daß Suder- mann's neues Drama bald in Frankreich feine Freunde finden roirb, bestätigt sich. Es wirb aus Paris gemeldet, daß die bekannte Tragödin Sarah Bernhardt sich mit der Rolle der Beate bereits beschäftigt. Das Stück wird demnächst auf der französischen Bühne erscheinett. Nach beit widersprechenden, im Tabel meist voreiligen Kritiken, die in Deutschland über diese bedeutendste Novität der Wtntersaison gefaßt worden sind, darf man gespannt fein, welche Ausnahme das Stück in Paris finden wird. Aus StM und Kand ! 1902/3, dessen Drucklegung noch vor Ostern beendigt wird, bemerkt Bürgernreister M e cum, daß sich der Voranschlag ? 7 ~ Der Bürgermeister . „ . nötigen Ausgaben vor der endgültigen Beratung des Voranschlags nach dem 1. April zu leisten. Sechs Gesuche um Wirtschafts-Konzession werden, da es sich lediglich um Uebergang bestehender Wirtschaften an andere Inhaber harrdelt, bezüglich der Frage des Bedürfnisses zum Ausschank von Branntwein befürwortet. Tie Gesuchsteller sind 1) Wilhelm Krätzer (Wirtschaft im Hause Schützenstraße 1), 2) Fried. Harri icke l (Wirtschaft zum Kaiserhof in der Sonnenstraße), 3) Emil Freund (Seltersweg 13), 4) Reinhold Cho- schick aus Marburg (Bahnhofstraße 48), 5) Hans Prot- tengeier (Schanzenstraße 8), 6) Jak. Noll (Cafe Leib.) Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. oersitäts-Jorstgärtner Karl Dörmer zu Gießen auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste Anhangschiffe zusammen und erlitten ebenfalls Beschädige ungen. „Stinnes" konnte seine Reise nicht fortsetzen und wird in den nächsten Tagen jedenfalls zur Reparatur abgeschleppt werden. Auch der Schraubendampfer erlitt großen Aufenthalt. Frankfurt a. M., 20. März. An der Germaniastraße, mit der Front nach der Lersnerschule, erhebt sich ein stattlicher Häuserblock, den die Stadt errichtet hat. Der ganze Block umfaßt 12 Zweizimmerhäuser, 2 Dreizimmerhäuser und ein Dreizimmerdoppelhaus. Die Häuser enthalten im Ganzen 64 Wohnungen. Sechs der Häuser sind bereits bezogen und alle übrigen Wohnungen vermietet. Die Mieten betragen in den Zweizimmerhäusern im Parterre 22 Mk. pro Monat, im ersten Stock 24 Mk., im zweiten 23 und im dritten Stock 21 Mk.; in den Dreizimmerhäusern im Parterre 34, im ersten Stock 38 und im zweiten 36 Mk. Die Ausstattung der Wohnungen entspricht bis in die Details allen Anforderungen, die man heutzutage an ein gutes Logis zu stellen pflegt. Bewilligt waren für die Bauten 393 000 Mk., für Wege- und Gartenanlagen 11 500 Mk. Die Baukosten für ein Zweizimmerhaus beliefen sich auf 21 000, die für ein Dreizimnierhaus auf 29 000 Mk. Am 15. Oktober 1900 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die Bauleitung lag in den Händen des Architekten Jakob Müller, unter Oberaufsicht des Bauinspektors Wilde. Vor den Häuserfronten wird eine hübsche Gartenanlage mit einem Kinderspielplatz angelegt. * Ein fürchterliches Quidproquo. Mit dem Prinzen Eduard von Anhalt-D essa u verwechselt wurde dieser Tage der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Peus, welcher von Dessau nach Berlin fuhr und in einem Abteil 1. (!) Platz genommen hatte. Mit demselben fuhr auch der Prinz von Anhalt nach Berlin, und zwar in einem hinteren Wagen, ebenfalls in einem Abtell 1. Klasse. Seine Mitfahrt hatte man telegraphisch nach Wittenberg gemeldet, wo die Passagiere des Zuges auszusteigen haben, um nach dem Berliner Zug, der auf einem andern Bahnsteig steht, zu gehen. Als der Zug von Dessau nun in Wittenberg antangte, glaubte man dort, der Reichstagsabgeordnete Peus sei der avisierte Prinz und empfing ihn unter Verbeugungen, um chn nach dem Berliner Zug zu geleiten. Erst als Peus den Stationsbeamten zurief: „Meine Herren, Sie irren sich, dahinten ist der Richtige !" wurden sie auf den Irrtum aufmerksam und liefen dem Prinzen, der inzwischen schon allein seinen Weg nach dem Berliner Zug angetreten hatte, nach. * Ueber eine Blutthat in Eberswalde, schreibt man: In dem Hause Bergerstraße 28 spielte sich Dienstag Morgen ein schreckliches Drama ab, dem zwei blühende Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Daselbst hatte der Arbeiter Jaenisch auf dem Hofe eine Parterrewohnung inne, die er außer mit seiner Ehefrau auch mtt deren Tochter aus erster Ehe, der 21jährigen Luise Battels, bewohnte. Letztere hatte ein Verhältnis mit einem Witwer, dem 35jährigen Arbeiter Geißler, einem russischen Unterthan, dem sie bis vor kurzem die Wirtschaft führte. Geißler beabsichtigte das Mädchen zu heiraten. In letzter Zett schien eine Erkältung zwischen den beiden eingetreten zu sein, und die Bartels wandte sich schließlich ganz von ihrem Liebhaber ab. Weder Drohungen noch Bitten vermochten das Mädchen umzustimmen, das in seiner ablehnenden Haltung von seiner Niutter bestärkt wurde. Der Verlassene sann auf Rache und lauerte schon seit eingen Tagen dem Mädchen auf. Montag Abend versuchte er vergebens Einlaß zu der Wohnung der Jaenischs zu erhalten. Er faßte nun einen furchtbaren Racheplan, den er am Dienstag Morgen gegen 5 Uhr zur Ausführung brachte. Als der Arbeiter Jaenisch, der Stiefvater des Mädchens, sich zur Arbeitsstätte nach dem nahen Eisenhammer begeben hatte, benutzte der Verschmähte diesen Moment, um durch das Fenster, welches er mit einem Bette zertrümmert, in die Wohnung zu gelangen. Hier zog er einen Revolver hervor und brachte zunächst der Ehefrau eine schwere Verletzung in der linken Brnstseite bei; dann stürzte er sich auf die noch im Bett liegende Bartels und gab auf dieselbe zwei Schüsse ab, von denen der eine auf der rechten Kopfieite über dem Ohr in das Gehirn drang und sofort tätlich war, der andere die rechte Hand durchschlug. Nach vollbrachter That eilte der Mörder in eine benachbarte Kammer, riegelte hinter sich zu und erhängte sich mit einem Strick, den er in der Tasche gehabt hatte, an dem Fensterkreuz. Der sofort herbeigerufene Arzt legte der schwerverletzten Ehefrau einen Notverband an, später wurde sie nach dem städtischen Krankenhaus übergeführt. Bei Geißler und der Bartels konnte nur noch der Tod konstatiert werden. " Französische Hilfe. Wie dem „Hamb. Korr." aus Dar-es-Salaam gemeldet wird, leistete am 5. Februar bei einem Waldbrande, der ein Pulvermagazin bedrohte, eine Abteilung Matrosen des französischen Kreuzers „I n - f e r n o c t" unter dem Befehl des Fähnrichs Benoit wertvolle Httfe. *Auch ein König im Exil. In Paris wurde soeben Achill Laviarde bestattet, der von seinem Vetter, dem 1661 thatsächlich zum Könige von Patagonien und Araukanien ausgerufenen Aurelius Antonius Laviarde, den Königstitel ererbt hatte. König Achill war seit 1878, dem Jahre seines „Regierungsantrittes", nicht in seinen Staaten, deren Umfang doppelt so groß als Frankreich ist. Er wohnte in Paris an der Place du Trane sehr behaglich und vereinigte einmal wöchentlich seine Großwürdenträger, welche mit allen Orden erschienen, zum Diner, bei welchem es manchmal exotische Gerichte mit araucanischen Namen gab. König Achill starb kinderlos und hinterläßt den Königstttel einem derzeit in Rom weilenden Verwandten. Vermischtes. * Lissabon, 20. März. Zwischen zwei Fischerbarken fand gestern bei Nazareth ein Zusammenstoß statt. Elf Personen kamen um. * Eger, 20. März. Der Lokomotivführer Stark erschoß heute Nacht in einem Anfalle von Wahnsinn seine beiden Töchter im Alter von 15 und 16 Jahren im Schlaf und stellte sich dann selbst der Polizei. * Innsbruck, 20. März. Um 12 Uhr 40 Minuten nachts wurden Erdstöße in der Dauer von 45 Sekunden verspürt. Gießen, den 21. März 1902. Penfioniruug. Der Großherzog hat den Uni- Tir beschränkter Submission bis auf weiteres übertragen tvurde, vor, worin derselbe unter Hinweis auf die von ihm. ___..... Spachten Aufwendungen ersucht, das Vertragsverhältnis ohne Steuererhöhung feststellen'ließ, noch für dieses Jahr bestehen zu lassen. Die Frage der wird ermächtigt, die nötigen Ausgabe: Kündigung des Vertrages wurde s. Z. lediglich auf Vor-' schlag eines Mttgliedes der Stadtverordneten-Bersamm- lung: das Fahren der Fässer und Kehrmaschine aus dem Submissionswege zu vergeben, erwogen. Der Antrag der Baudeputation, das Vertragsverhältnis mit Herzberger bis zum 1. Oktober bestehen zu lassen und die Arbeit dann auszuschreiben, wird zum Beschluß erhoben. Bürgermeister Mecum empfiehlt, dann auch die Kohlenanfuhr beim Gaswerk auszuschreiben. Die Eingabe einer Anzahl Fuhrwerks- besitzer besagt, daß sie sich zurückgesetzt fühlten, wenn ihnen nicht Gelegenheit gegeben werde, mit in Wettbewerb, von dem die Stadt profitiere, treten zu können; das Gesuch geht dahin, die Stadt wolle künftig das Fahren der Fässer und der Kehrmaschine ausschreiben. Stadtv. Hanau spricht j sich für das Ausschreiben aus. — Stadtv. Huhn empfiehlt, einen Teil der Gießfässer außer Betrieb zu setzen und bie; Straßen nebst Trottoir aus den Hydranten mittelst Wasser-! Verteilern zu begießen, womit gleichzeitig die lästige Ver-s pslichtung der Hausbesitzer, die Trottoirs zu begießen, weg-! falle. — Bürgermeister Mecum bemerkt, daß es sich heute nicht um die Ausschreibung, sondern nur um Weiterdauer . . - _ des Vertrages handle; das Begießen aus der Wasserleitung mit Wirkung vorn 1. April an in den Ruhestand versetzt und verursache so große Abnutzung des Schlauchmaterials, daß ihm aus diesem Anlaß das Silberne Kreuz des Verdienstwahrscheinlich die Arbeit nicht billiger werde. Stadtv. ordens Philipps des Großmütigen verliehen. SW?1 m Etwaigem Ausscheiden der Arbeit ** Ernennungen. Der Großherzog hat den Forstwart ÜBertiaaen^ b-ümgungslos dem Murdestforderuden Su L Forsthaus Frankel bei Unter-Schönmattenwag Heinrich Tas zum Anbau van weiteren Kliniken nötige 3um F°chg°rtenaufseh°r bei der Landesuniversität lande hat die Stadt zum Preise von 2 Mark pro Quadrat-! . ÜOm V ^^tt 1902 ernannt Ferner wurde meter zur Verfügung gestellt. lieber zwei inmitten bie ®efangcnroärterm am Gefängnis m Mainz Christine von der Stadt erworbenen Geländes gelegene Parzellen Weber zur Gefangenaufseherin an dieser Anstalt mit Wirkung von Simon (3365 Quadratmeter) und Plank II. Erben vom 15. Februar ernannt. — Der Großherzog hat den (1042 Quadratmeter) hat Beig. Wolff Kaufvertrag ab- Prioatdozenten Dr. Ernst Kornemann zu Gießen zum geschlossen, dem die Versammlung zustimmt. außerordentl. Professor bei der philosophischen Fakultät der ^as Gesuch des Backerrneisters Jakob Klingel- Landesuniversität, den Oberlehrer an dem Schullehrer-Seminar zum Oberlehrer an dem Realgym- das Gelände dem Gesuchsteller pachtweise überlassen werden. < dU Darmstadt, ^Oberlehrer an d^R^schule und Tie Lieferung der zur Anlage erhöhter Trottoirs in Progymnasium zu Alzey Prof. Dr. Wlßmann zum der Hofmannstraße erforderlichen Bordsteine wird dem Oberlehrer an dem Oster-Gymnasium zu Mainz, den Ober- H. Müller zu Allertshausen für 798 Mark übertragen. lehrer an der höheren Bürgerschule zu Dieburg Weißgerber Zu dem Hinweis des Stadtv. Jughardt auf die schad- zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium haften Stellen in den Trottoirs bemerkt Beig. Wolff, twß zu Alzey und den Oberlehrer an dem Oster-Gymnasium zu Auftrag zur Ausbesserung bereits erteilt sei. Mainz Rouge zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule u n g8^rr igCTe fU mti ™ägtotfiV erW ^T"9' ^-'Ng °°m 1. AM ab, er» Älaffe" «Lerbach, 18. März. Nach langem Streben und tooknDrftinef,relen eOn DrtSfa,,C abge'leh^ s chÄ ,^d- genannten Tag. Das Kuratorium der Höheren Bürgerschule, zinsen und Änerkennunqsgebühren Mk. 808.09 (0 40); Kap'italzinsen obeno^nannten1"?ur*)e .mx^ ^>er Urkunde Mk. 25 761.64 (258191,99); Oktroi Mk. 120 021.27 (21611 72)- ^€9enf^n5en em Exemplar der „Darmst. Hundesteuer Mk. 7 540.— .(—); Anteil an Stempeltaxen für Wander' , des „Gießener Anzeigers" unb des „Sauterb. Anz." lager Mk. 28.50 (—); für die Landesunwersität Mk. 80.—(924.46)- em gelegt. Die Urkunde selbst wurde nebst den angeführten Fleischbeschau Mk. 7 477.57 (5 299.26); Cholerabaracke und Des- ^egeusränden in einen Zinkkasten gelegt, ber verlötet und ÄÄ^usanstalt Mk. 344.75 (943.82); Zusammenlegung von Grund- in die Höhlung des Grundsteins versenkt wurde. Der siuckeii Mk. 466.69 (311.56) • ausgeliehene Kapitalien All. — Grundstein wurde dann durch eine Eisenplatte verschlossen, Ob-lh. Eis-nbah7"LLd° - EntDLgung Ak - ^76^4); 7n "n folgende Zahlen auf: Rest aus vorderen Jahren Mk. 374 246.46 (—); r^-Hammer abgegeben wurden, und zwar von dem Stiftungskapitalien Alk. 5542.47 (4052.47); An- und Verkauf von Eroßh. Kreisrat Dr. Wal lau für den Kreis, von dem Gebäuden und Grundstücken Mk. 43 683.22 (29 211.50); Erbauung Bürgermeister Stöpler für die Stadt, von Oberpfarrer gememheitlicher Gebäude Mk. 300.— (53345.45); Erbauung von Vogt für bie Kirche, von dem Kreisschulinspektor Andres Strafen und Wegen Mk. 27 960.9o(70 738.00); die folgenden Posttios für das Kuratorium, von Rektor Förmes für die Schule, zeigen keme Einnahmen; die Ausgaben betragen für Kanal- und von dem Kreisstraßenmeister Sockel als des Bauletters Was)erbauten Mk. 17 367.09, Erbauung eines Gaswerks Mk. 51218.69, Das neuniäbniaP m x ol Erbauung eines Elekrizitätswerkes Mk. 300 000, Anlage eines neuen ^chterchen des Bauleiters Zocket sprach Friedhofes Mk. 99 588.37, für ein Kriegerdeittmal M. 5011.65. Die als Schlußwort em Gedicht. Mit dem Gesang des Kapitalausnahme verzeichnet an Einnahmen Mk. 736.788.47, an I : sei Dir" von Karl Gläser schloß die ^§9aben 58 ö22.— Summa der Vermögensrechnung: Einnahmen offizielle Feier. Daran schloß sich ein Schulaktus der höheren Mk. 1 188 521.57, Ausgaben Mk. 711920.24. Bürgerschule. Rektor Förmes hielt eine Ansprache, die mit Tem Gesuch des Vorstandes des Lesehalle-Ve r»Mnem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog schloß. eins, um Gewährmlg eines Zuschusses aus städtischen Darmstadt, 20. März. Die Prinzessin Heinrich von Mttteln wird stattgegeben. Wie aus dem betr. Schreiben Preußen wird, von Dresden kommend, am Grün- hervorgeht, ist der Verein zu größeren Aufwenoungen donnerstag, Prinz Heinrich am CHarfreitag Vormittag zum bie Folge das Institut bestehen und Besuche am Großherzoglichen Hofe erwartet. steiaerte eri?eüxe^ foIL ^ ge- Bingen, 19. März. Heute vormittag fuhr hier der steigerte Arbett der Bibliothekarin erfordert eine Gehalts- Schleppdampfer Stinnes Nr. 3" mit mehreren son 9ebecte6 in"8gedruckten KatMgs ist nicht Anhangschisfcn zu Berg' Bei Erbach im Rheingau fiel nun tolieiit bcÄetein Bcrsammlung plöhli4 der Strom mit dichtem Nebel zu. In dieser Lage 400 ^arf sowie Unterstützung von jährlich wurde der Schleppdampfer von einem thalwärts kommen- kur Siem bTÄöfnÄ von 200 Mark den h o llänLisch en^SchraubendamPfer angerannt. ^Elegung des Kataloas zu bewllüaen. Der eine Radkasten von „Stinnes 3" wurde vollständig zer- Zum Voranschlag ber Stadt Gießen für|trumraert, ebenso Keßen infolge des Anpralles auch die te Temperatur am 19.—20. März niedrigste 19.-20. Peitschenstiels Mutter. Die 2123 Gegen Schnupfen hilft Korman. t dev in > 1. Die in § 31 der Statuten unter Nummer 1—4 genannten Gegenstände der Tagesordnung der regelmäßige» 2. 3. 4. 2342 Heller. oder bei den in n Herren n n Bericht der Direktion über 1902. Hedderich. Parcus. Leicht löslich \ leicht verdaulich. 15,8« c, 0,5° C. u II Dresden Halle a. S. Hamburg Heilbronn Mainz Mannheim Neustadt a. H. der den » ZWNWMMZ Cacao^ ff Der Rümelin & Co., Schmitz, Heidelberger & Co„ Wingenroth, Soherr & Co., Eduard Loeb & Co., Bank-Kommandit-Gesellschast. das Geschäftsjahr 1901 steht vom 23. März a. c. ab zur Verfügung ber deutend größer war als das Angebot. Daher waren auch die Preise ungemein hoch. Das Paar geringer Ferkel wurde mit über 40 Mark, das Paar starker Ferkel mit 60 Mark bezahlt. Generalversammlungen; < Genehmigung des Fusionsvertrages mit der Bank für Süddeutschland und des Vertrages mit der Breslauer Diskontobank behufs Angliederung bezw. näheren Anschlusses dieses Instituts an die Bank für Handel Erhöhung ^des Grundkapitals der Bank um nominal Mk. 12,538,000 durch Ausgabe von 12 538 Inhaber- aktisn von je nominal Mk. 1000, welche vom 1. Januar 1902 ab dividendeberechtigt sein und in Gemäßheit des mit der Bank für Süddeutschland abgeschlossenen Fusionsvertrages den Aktionären der letzteren ausgehändigt werden sollen, Feststellung des Ausgabekurses jener 12 538 Aktien und Bestimmung der Ausführungsmodalitäten; , Erhöhung des Grundkapitals der Bank um einen weiteren Betrag bis zu nommal Mk. 16,667,000 nut Dividendenberechtigung ab L Januar 1902 durch Ausgabe von Inhaberaktien ä, nominal Mk. 1000, also bis zu 16 667 Stück, welche in Gemäßheit der den Aktionären der Breslauer Drskontobank zu machende« und in dem ad 2 genannten Vertrag mit letzterer näher umschriebenen Offerte zum Umtausch von Aktien der Breslauer Diskontobank verwendet werden sollen, Feststellung des Ausgabekurses der vorerwähnten Quittung. Für den armen Bergmann im Westerwald gingen ferner bet mir ein: Gustav Schad 1 Mk., Ungenannt 2 ML, Ungenannt, Wiesbaden, 4 Mk., Lehrer Sames 1 Alk., M. K. 1 2JIL, Mitglieder des Gesangvereins „Eintracht" 2.10 Mk., Summa 11.10 Mk.; ferner an Pfarrer Cäsar-Marienberg von W. Hartenfels, Gießen, 3 Mk. Insgesamt gingen ein 168JO Mk. Herzlichsten Dank allen freundlichen Gebern. E. Krumm. Herren Aktionäre. Darmstadt, den 19. März Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lich pro 1902/03 liegt vom 22. März an 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen. Lich, den 20. März 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 16 667 Stück Aktien und Bestimmung der Ausführungsmodalitäten; 5. Ermächtigung des Vorstandes, die zur Ausführung obiger Beschlüße etwa weiter erforderlichen Verem- barungen und Bestimmungen, soweit die letzteren nicht bereits seitens der Generalversammlung beschloßen worden sind, namens der Bank zu treffen und zu unterzeichnen, sowie Ermächtigung des Aufsichtsrates, Faßungs- änderungen an den Generalversammlungsbeschlüffen vorzunehmen und die Fassung des § 4 der Satzungen nach Maßgabe der Beschlüsse sub 3 und 4 und entsprechend dem sich demnach ergebenden Betrage des Grundkapitals, sobald dies gesetzlich zulässig ist, zu ändern. Die Hinterlegung der Mtien in Gemäßheit des § 25 der Statuten hat spätestens am 6. April a. C. während der üblichen Geschästsstunden zu erfolgen, und zwar entweder bei den Niederlassungen unseres Instituts in Darmstadt, Berlin, Frankfurt a. M., Hannover, Straßburg L Els., Leipzig, Stettin, Güstrow i. Mecklenb. und Gießen, Bemerkung: Abdrücke der cm die Generalversammlung zu stellenden Anträge sind bei unseren Niederlassungen, sowie bei alle» übrigen Anmeldestellen vom L April a. o, ab erhältlich. Gerichtssaat L. Gieße«, 19. März. Schöffengericht. In der gestrigen Sitzung verhandelte das Schöffengericht gegen die Ehefrau eines hiesigen Fabrikarbeiters fowie deren beiden erwachsenen Ruwer wegen Körperverletzung. Die Mutter war mit einer fchon bejahrten ~ au. die in demselben Hauie wohnte, in Streit geraten, der zu , — - m---einen 233# Wank für Kandel und Industrie. Frau, die in demselben Hauie wohnte, tn «treu gereuen, u Thätlichkeiten ausartete. Die Mutter versetzte ihrer Gegnerin Fußtritt und schlug dann mit dem dicken Ende emes Peitsche: auf sie los. Dre dazu kommende Tochter half ihrer Mutter. Angegriffene wurde nun zu Boden geworfen und mit den Fausten bearbeitet. Später erschien auch noch der angeklagte Sohn aus dem Kampfplatz, mit einem Stiefel bewaffnet, den er als Hiebwaffe benutzte. Dre Angeklagten wurden zu 20 refp. 30 und 10 Mk. Geldstrafe und Tragung der Sioften der von der Verletzten angestrengten Nebenklage verurteilt. — Eines weiteren Deliktes der Körperverletzung haben sich zwei hiesigeBergwerksarbeüerschuldw gemacht, deren Strafthat mit Geldstrafen von 20 bezw. 25 Mk. gesühnt wurde. — Der 15jährige Hausburfche eines hiesigen Backers erhielt wegen Diebstahls mit Rücksicht auf feine Jugend und seine sestherme Un- beschollenheü einen gerichtlichen Verweis. — Em früher hier beschäftigter Taglöhner, der sich wegen des gleichen Deliktes z. Z. in Untersuchungshaft zu Mühlheim a. d. R. befindet wurde zu zehn Tagen Gefängnis veriirteilt, die durcl) die Untersuchungshaft als Herren Albert Kuntze & Co., „ Hermann Arnhold & Co., Bank-Kommandit-Gesellschast, Vereinsbank in Hamburg, Für die Frauen. Die sehr interessante März-Nummer der Zeitschrift „Knust- aewerbe fürs Haus", heraiisgegeben von C. oon Swers, Versag von Otto Lienekampf, Berliii W 35, Lützowstraße 9, bietet wieder viele reizvolle Aluster und Vorlagen für die verfchieden- arttgsten, kunstgewerblichen Arbeiten. Schone, gesttckte Decken und Pomt-lace-Arbeiten, fein dekorierte Porzellane, einen zart gemalten Fächer, Blumenständer und Truhe für Holz- oder Tiefbrand entworfen, reizende originelle Kerbfchnittarbeüen, em geschmackvoll verziertes Frauenkleid, Pompadour u. s. w. u. s. w. Anregende Aussätze „Vom Kunstgewerbe in Wieii" und „Neues und Altes aus dem Kunstgewerbe-Museum", auch die Berliner Ausstellungsberichte dürften jedem Kunstfreund willkommene Lektüre fern. Außer den zwei Beilagen mit den Originalgrößen Musterauheicknungen sinden wir diesmal auch wieder eine farbige Beilage „Frosch-Idyll , das uns vom kommenden Frühling erzählt. Die neueste Nummer der beliebten Modenzeitung „Elegante Mode" enthält eine Fülle von Frühjahrskleidern, Mänteln re. für Damen und Kinder mit Schnittmustern. Die geschmackvollen Toiletten nach den neuesten Pariser Blöden zeichnen sich durch einfache Eleganz aus. — Ein Abomiement auf die „Elegante Atode empfiehlt sich schon allein der Vergünstigung wegen, die den Abonnenten durch Frankolieferung ausgeschnittener, gebrauchsfertiger Schnittmuster für 30 Pfg. pro Stück gewährt wird. Alle Post- anslalten und Buchhandlungen nehmen jetzt Aboimements aus das 2. Quartal für la/A Alk, an. . ---- Wank für Kandel und Industrie. 49. ordentliche Generalversammlung. Wir beehren un§ hiermit, unsere nach § 25 und bezw. 28 der Statuten berechtigten Herren Aktionäre zu Montag den 21. April a. c., nachmittags 3% Uhr, unserem Geschästslokale dahier stattfindenden neunundvierzigsten ordentlichen Generalversammlung einzuladen. Tagesordnung: Letzte Holz-Versteigerung in der Areiherrtichen Höerförsterei Ilabenau. Montag den 24. März 1908 werden versteigert aus den Distrikten Eibschenhain, Rödern, Noll, Range, Donau, Höringsteich, Steinberg und Odenberg: Stämme: Lärche 3 Stück von 25—33 cm mittl. Durchm mit 3,38 im, Derbstaugeu: Fichten 6 Stück mit 0,58 fm, Scheiter, rm; Buche 72 1. Klasse. 4 II. Klasse, Birke 4, Eiche 10 (worunter 6 rm Rundschett 2*/i m lang), Nadel 66 1. Klasse (worunter 2 rm Rundschett 2*/2 m lang), 41 IL Klasse, Aspe 14 il. Klasse, Knüppel, rm: Buche 16 I. Klasse, 2 II. Klasse, Birke 4, Eiche 20, Nadel 102 1. Klasse, 53 11. Klaffe, Aspe 2 1. Klasse, 12 II. Klasse, Reiser, rm: Buche 216, Eiche 128, Nadel 22, Aspe 6, Stöcke, rm: Buche 21, Eiche 20, Nadel 26 I. Klaffe, 72 II. Klasse. Das zerstreut sitzende Windsallholz, sowie das im Distrckt Eibschenhain sitzende Holz wird nicht vorgezeigt, Steigliebhaber wollen sich dasselbe vorher ansehen. Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr auf der Chaussee Appenborn-Weitershain, an der Abfahrt in Distrikt Noll. Nähere Auskunft erteilt Forslwart Leyerer, Odenhausen. Londorf, den 14. März 1902. Freiherr liehe Oberfürsterei Rabenau. Nicolaus, 2340 verbüßt gelten. 8. Darmstadt, 18. März. Dor dem hiesigen Schöffengericht wurde heute eine Beleidigungsklage verhandelt, die auch wettere Kreise interessiert. — Einige hiesige Schweinemetzger, welche bei der Vergebung einer Schweinefleischlreferung für die Öe Garnison-Verwaltung durchgefallen waren, obwohl sie das estgebot eingelszt hatten, waren darüber sehr aufgebracht. Die Aufregung steigerte sich noch, als einer derselben eine mit dem hier unbekannten Namen „Bruchs unterzeichnete Postkarte erhielt, auf der der Proviantmeister, ein Hauptmann a. D., der Bestechwrg beschuldigt und ihm vorgeworfen wurde, daß er sich in jedem einzelnen Falle 100 Mark zahlen laße. (Der Umsatz soll monatlich 10000 Mark betragen.) Der Empfänger machte von der Karte den weitgehendsten Gebrauch und äußerte auch gelegentlich im Schlachthof, er möchte eigentlich diesem Schwindler (gemeint ist der Prooianlmeister) einen groben Brief schreiben re. Auf Veranlassung der Intendantur des Genercttkommandos in Frankfurt wurde Strafantrag wegen Beleidigung gestellt und heute em großer Apparat von Belastungs- und Entlastungszeugen aufgeboten; hierbei wurden die Interessenten darüber aufgeklärt, daß nach den gesetzlichen Bestimmungen der Mindestsordernde keinen absoluten Bekanntmachrmg. Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 6. lfd. Mts. sollen für die Marburgerstraße, von der Nord- und Ostanlage bis zum Wieseckerweg und für die von dieser Straße aus vorgesehenen Seitenstraßen Fluchtlinien festgesetzt werden. Die Seitenstraßen sollen zur Bebauung vorerst nicht eröffnet und nur die Bebauung der an die Marburgerstraße grenzenden Eckbauplätze zugelässen werden. Der Entwurf des Fluchtlinienplanes liegt bis zum 10. April L I. auf dem Stadtbauamt offen. Einwendungen gegen denselben sind binnen gleicher Frist bei Meidmig des Ausschlusses bei uns anzubringen. ___ Gießen, am 19. März 1902. 2322 Großherzoglrcye Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung, betreffend: Die Heichelhcim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung find am 19. Juni d. I. die halbjährlichen Zinsen mit 525 Mark an eine in Gießen wohnhafte, würdige und bedürftige israelitische Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden bis zum 15. April auf unserem Büreau — Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 4 — entgegen genommen. Gießen, den 18. März 1902. 2303 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. Anspruch auf den Zuschlag der Lieferung hat. Das Gericht erkannte auf eine Gesamtstrafe von 120 Mk. en ent 24 Tage Haft Ein Skandal in der russischen Gesellschaft. Em der Gesellschaft Petersburgs spielender interessanter Prozeß kam dieser Tage im dortigen Bezicksgericht unter Ausschluß der Oeffentlich- keit zur Verhandlung. Es handelte sich um eine Kriminalklage gegen die Gräfin Ni eroth, eine frühere Operettendiva. Em Fall von simulierter Schwangerschaft! Die Gräfin wollte sich, da ihre Ehe kinderlos blieb, durch em im richttgen Moment unterzu- fchiebendes Kind den großen Majoratsbesitz und das bedeutende Vermögen ihres Mannes sichern, welche sonst an die jüngeren Brüder des Grafen gefallen wären! Diese Brüder hatten auch die gerichtliche Klage gegen ihre Schwägerin angestrengt und deren Plan vereitelt. Bei oem Zeugenverhor kam es m vielen pckanten Enthüllungeli, welche die Korruption gewisser Gefellschafksklassen in einem grellen Lichte erscheinen ließen. So wurde festgestellt, daß die Gräfin im Verlauf der letzten zwei Jahre nicht weniger als 80 Gardeoffizieren, vom General bis auf die jüngsten Leutnants herab, welche zu den Gerichtsverhandlungen erschienen waren und ihr Zeugnis ablegten, chre Gunst geschenkt hatte. Das Gericht erklärte den Fall von simulierter Schwangerschaft für erwieseii und die Gräfin Nieroth, der Feststellung der Sachverständigen nach, für unfruchtbar. Von einer Bestrafung der „modernen Aspasta" wurde anscheinend auf einen von oben her ausgehenden Wink ab» gesehen und der Urtellsspruch damit motiviert, daß der geplante Betrug mißlungen fett . . . Das nennt man russische Logik! Zandel und Verkehr. Uolkswittschast. Köln, 20. März. Die Generalversammlung der Bank von Rheinland und Westfalen erteilte dem Vorstand unb Aufsichtsrat einstimmig Entlastung und genehmigte die beantragte Zulegung der Aktien von 6 zu 5. Wie«, 20. Mä^„ Die E in fu h r O e st err e i ch - U na ar ns betrug im Februar 1902 1397.0 Mill. Kronen (mehr 14 Mill, gegen das Vorjahr). Die Ausfuhr 1385/.» Wliß. (mehr 158/10 Mill.). Somit beträgt das Passiv um 7„ Mill, gegen ein Pasfivum von 24/,0 Mill, im Vorjahr. Tie Einfuhr im Januar und Februar beträgt 2847» Mill, (mehr 247» Milt), die Ausfuhr im Januar und Februar 281 Mill, (mehr 294/» MiL) Das Pasfivum der Handelsbilanz stellt sich demnach auf 371O Mill, gegen 87« Mill, im Vorjahre. Konstantinopel, 20. März. Die Einnahmen der T ü r k i s ch e n Tabak -Regie-Gesellschaft im Februar betrugen 15600000 Piaster gegen 15000000 Piaster in der gleichen Periode des Vorjahres. — DiScouto-Gefellfchaft, Berlin. Der Aufficktsrat hat in seiner gestrigen Sitzung befchloffen, der auf den 7. April einzu- berufenden Generalversammlung eine Erhöhung des Kommandit- kapitals auf 150 Mill. Voranschlägen durch Ausgabe von 20 Mill, neuer Krmmanditanteile mit Dividendenberechtigung für ein Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres. Maßgebend für den Eintrag war die Rücksicht auf die Erweiterung der Geschäfte, insbesondere durch Errichtung und Ausdehnung der Filialen in London und Frankfurt a. M. und nähere Verbindung mit der Allgem. Deutschen Kredttanstatt in Leipzig. Die neuen Kommanditanteile sollen von einem Konforttum übernommen werden und den bisherigen Korn- mandttisten zum Kurs von 160 pEt dergestalt angeboten werden, daß auf je nominal 8400 Mk. alter Anteile ein neuer Anteil von 1200 Mk. entfällt — Lhinesische Anleihen. Die chinesischen Staatspapiere sind in den letzten Tagen um Bruchstücke und zuletzt um nahezu 1 pEt gefallen. Es wird dies auf Nachrichten aus China zurück- gesührt, daß sich dort wieder aufständige Bewegung bemerkbar macht und neuerdings an Boden gewinnt. — Bom Eisenmartt. Die Erhöhung derWalzeisen- preise um 5 Mk. ist von den Vereinigten oberschlesischen Walzwerken, der Laurahütte und den Mitteldeutschen Walzwerken beschloßen worden. Die Nachfrage der in- und ausländischen Kundschaft hält auch im zweiten Quartal an. w. Friedberg, 19. März. Der heutige Viehmarlt war nur von kurzer Dauer, da die Nachfrage nach Ferkeln beSchisssnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 19. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelfchrauben-Schnellposldampfer „Kaiser Wilhelm der Große, Kapitän H. Högemann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angetonunen. „Red Star Linie" Antwerpen. Der Postdampser „Switzerland" der Red Star Sine, in Antwerpen, ist laut Telegramm am 14. März wohlbehalten in Philadelphia angekommen. März Barometer auf 0° reduziert t -tenipeiauii der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 20. 2« 737,5 + 15,3 6,4 50 SW. 6 Sero. Himmel 20. 925 736,3 + 12,5 7,0 65 SW. 4 ff V 21. 7 25 736,1 + 9,0 6,2 72 SW. 4 w 9 | kleMkeitHsuk! teMRMe rainwr» Gin Pvsten Ein Posteil 10.50 Ein Posten 18.50 Ein Posten 15.— Ein Posten 6.50 teilt Posten 10.— 7e50 Ein Posten 12.- Damen-Schnürstiefel »XMtt 9.50 tein Posten 18.— tein Posten 18.50 Ein Posten 6.50 Ein Posten ÜSWKll'LpSllZkllZVdlldk V» Absatz 8.— teilt Posten 4.25 tein Posten 5.50 teilt Posten 3.— tein Posten Adolf GroS. 2084 8 Schulstratze 8 2174 Mit dieser Sorte ivird eine Kartoffel hi den Handel gebracht, die bem längst gehegten Wunsch jedes Gartenbesitzers und Land- ivirts endlich entspricht und un» la. 2015 01177 48 Öen Magel auf den Kopf 3. Wetter. 2201 2817 3 835 tutb Man verlange ausdrücklich Neue 2287 von und mit und mit Ueberail vorrätig! 92 il880 regnl. Wert 6.50 Dosen älO u 25Pfg. Bohnenstangen eignen, rm Nadel-Knüppel, Buchen- und Nadel- Wellen, rin Stücke. 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Gießen Flur 1/85,8 — 125 qm Hosralle in der Müblgaffe, Flur 1/85,5 — 181 qm Hof racke daselbst, Nur 1/86,8 — 19 qm Grabgarten daselbst, Flur 1/86,5 — 12 qm Grabaarten daselbst, ferner die vor den Namen der Susanne. Theodore und Louise Weidig stehende Parzelle Flur 27 245 — 619 qm Grab- garten am alten Schlag ie vor dem Namen der Weidig, Balch. 1. Ehefrau, stehende Parzelle HUrr 40 Nr. Grabgarten ausdemGartseld terbucrteihui^ Halver öffentlich freiwillig meistbietend versteigert, teß wird ausdrücklich bemerkt, daß nur diese eine Versteigerung stattftndei und bei annehmbarem Gebot der Zuschlag erteilt werben wird. (Sieben, 10. März 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. llerrell-ägriiffsllstielsl r,eLİns Herren-Zugstiefel dauerhaft Herren-Zugstiefe! «m Damen-Chevreaux stiefel, elegante FaqonS, »/* Absatz, in allen Welten Same n. Sämtliche Hemü|e- und ZLtumensämereien m Rus guter, keimfähiger, erprobter Ware empfiehlt 3380 Eduard Rieger, Xabew: «starwog 3. Gärtueret: Marbnrgerstr. 88. 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Die Knollen sitzen in großer Zahl, 20—80, an der Pflanze, sind groß und mittelgroß. Das Fleisch ist gelblich, die Schale gelb und flach mit glatten Augen. Sie kocht sich ausgezeichnet und dürste als die wohlschmeckendste Frühkartoffel zu bezeichnen sein. Enorm ist der Ertrag; einer meiner vorjährigen Abnehmer teilte mir mit, daß er von 25 Pfd. Triumphkartoffcln 71/, tetr, geerntet hätte. 1 tetr. Mk. 15, V, Ctr. Mk. TL 7. Ltr. Mk. 4*/4, 10 Pfd. = ein Poftkolli 3JIL 8. Versandt nur bei srostfreiem ■flieht Suppen imb Saucen, Gemüse und Fleisch Kraft, Wohl- geschnurck und Farbe. Zu haben bei 1918 Wllh. Hau*. WirtschaW - Empfehlung. Einem verehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich daö Reatmirant Zur Westendhalle übernommen hal>e. Zum Ausschank gelangt das Bier aus dem Gießener Brauhaus. Für onflige Gcttänkc, sowie für Speisen ist bestens Sorge getragen. Um gerreigten Zuspruch bittet Paar Mk. Herren-Agraffenstiefel dauerhaft 4e?J? 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