Samstag ÄO. Dezember 1903 152, Jahrgang Zweites Blatt vezng-PretAr monatlich 7b Pj., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen tür die Tagesnuinmer bi- vormittags 10 Uhr. Zeilenprers: lokal 12'PU auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den poltt. u. allgem. Teil £58.: Fr.Hannemann; für.Stadt u. ßanb' und -Gerichtssaal*: Gurt Plato; für den Anzeigenteil: Han4 Beck. Nr. 299 Erscheint täglich außer 6ountag<. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstscheo Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal in der Woche beigelegL lAotalionSdruck u. Verlag der Brü h i'ichen Univers.-Buch- u.Dlein- druckerei iPietsch Erben) Redaktion, ftrpebttUm und Druckerei: Schulpratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FerniprrchaniLluß Nr. 61. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nie heutige Aummer umfaßt 22 Seiten. . 11 -■ "1 — Jedermann wird in den jetzigen Wintermonaten mit seinen langen Abenden daraus bedacht sein, eine Zeitung zur Hanb zu haben, die ihn nicht nur mit Hilfe eines umfassenden Depeschen- und Telephondienstes unb eines weit ausgedehnten Netzes von Berichterstattern über alle wichtigen Ereignisse in Stadt und Land orientiert, sondern ihn auch über die wichtigen Reichstagsverhandlungen, wie über die bedeutsamen Beratungen in der Zweiten hessischen Kammer schnell und zuverlässig unterrichtet ihm aber auch in spannenden Erzählungen, anregenden und fesselnden Romanen, sowie einer reichen Auswahl aus der bunten Tageschronik eine geeignete, gern gelesene Familienlektüre bietet. Alle diese Vorzüge genießt der Leser durch den „Gießener Anzeiger", der im 152. Jahrgang steht und nicht nur die älteste, sondern auch die tri^aHigöf, größte und beliebteste Zeitung Oberhessens ist. Bestellungen aus den „Gießener Anzeiger" für das neue Vierteljahr werden bei allen Postanstalten, Zweigstellen, von den Zeitungsträgern und Briefträgern entgegengenommen. Ten Postabonnenten empfehlen wir, daS Abonnement schon jetzt zu erneuern, damit keine Unterbrechung in der Zustellung stattfindet. Der Konflikt mit Venezuela. Neber daS Vorgehen gegen Venezuela wird der „Voss. Ztg." von zuständiger Seite mitgeteilt, daß die drei kleinen Kreuzer „9Hobe", „Amazone" und „Ariadne" Befehl erhalten haben, nach Wilhelmshaven ins Winterlager »u gehen. .Von einer Entsendung der Schiffe nach Venezuela ist mithin nach dem gegenwärtigen Stand der politischen Tinge Abstand genommen worden. — Nach einem Telegramm deö Berliner ,Lokalanz." aus Newyork fand in Caracas eine Bürgerversammlung statt, in der gefordert wurde, daß die Regierung nach geben solle. Tre Rebellen sind wieder äußerst rührig. Sie besetzten TucacaS und belagern Coro. Ter Expräsident Andrade hat sich gegen Castro erklärt. Dieser soll, unverbürgten Gerüchten zufolge, Caracas verlassen haben. TaS Kubinett in Washington wird die KriegS- blokade spätestens am Samstag anerkennen, wenn der Gesandte Bowen bis dahin keine gütliche Einigung vermittelt hat — Weiler meldet daS genannte Blatt über London, daß der deutsche Kreuzer „Falke" in den Gewässern von Maracaibo 6«en venezolanischen Schoner Mctoria" fing, ihn durch Umhauen des Hauptmastes seeuntüchttg machte und ihn dann seinem Schicksal überließ. Tie venezolanische Regierung erlaubte den Mannschaften des englischen Kreuzers „Jndefattgable" zum Einkauf von Lebensmitteln an Land zu kommen. Tie durch entsprechende Bevollmächttgung des amerrka- mehr Mk. 369 710. Bei der Verwaltung der ReichS-Eisen- bahnen sind die Einnahmen auf Mk. 87 879 600 (— Mark 1905 900), die fortdauernden Ausgaben auf Mk. 66 818 300 (4- Mark 1181500), die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats auf Mark 3105 000 (— Mk. 851 000), die Ausgaben des außerordentlichen Etats auf Mk. 12 710 000 (— Mk. 910 000 veranschlagt. Die Einnahmen an Zöllen, Verbrauchssteuern und Aversen sind folgendermaßen veranschlagt: Zölle Mark 472 563 000 (gegen Etatssoll 1902 weniger Mk. 11088 000), Tabaksteuer Mark 12 312 000 (+ Mk. 204 000), Zucker- steuer Mk. 98 629000 (— Mk. 16 268000), Salzsteuer Mk. 49 073 000 (— Mk 247 000), Branntweinsteuer, a. Maischbottichsteuer 18 559 000 (4- 1696 000), d. Verbrauchsabgabe Mk. 108 667 000 (weniger Mk. 1925 000), Schaumwein» steuer Mk. 4 531000, Brausteuer Mk. 30 846 000 (weniger Mk. 734 000); Gesamtbetrag Mk. 795 252 880 (weniger Mk. 28 830 810, Stempelabgaben Mk. 93 028000 (weniger Mk. 1 570 000). Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unS hierzu unterm 19. Dezember: lieber den Entwurf des ReichZhaushalts für 1903 bringt diesmal die „Nordd. Allg. Ztg." eine Reihe von „vor- zeittgen" Mitteilungen. In früheren Jahren wurden die Berliner Zeitungen, ausgenommen die ganz oppositionellen Blätter, umschichtig beglückt durch Sendungen mysteriöser Herkunft mit Auszügen aus je einem Etat. Ein wohlgesinntes Organ glaubte sich übergangen und entrüstete sich- über das „Ausschlachten" des Etats.. Bald darauf war es in den Stand gesetzt, selbst einen Dell des Etats zu veröffentlichen. Seit der unbefugten Preisgabe des Zoll- tarifentwurss ist hie Kontrolle über politische Aktenstücke sehr verschärft worden. — Tie zumeist interessierenden EtcttS ber Heeres-, der Marine-, der Kolonial— und der ReichSpost- i^rwaltung fehlen einstweilen in den Mitteilungen der „Nordd. Allg. Ztg." Hervorzuheben ist aus dem vorliegenden Material, daß der Reichszuschuß für das Schutzgebiet Kiautschou, das bekanntlich dem Ressort der Marineverwaltung ungegliedert ist, eine Erhöhung von 377 000 Mk. erfährt. Wlr waren vor einiger Zeit in der Sage, dies anzukündigen. Daß die Erhöhung glatt ^durchgeht im Reichstag, ist zu bezweifeln. Bei solchen verhältnismäßigen Kleinigkeiten setzt mit Vorliebe die parlamentarische Sparsamkeit den Rotstift an. Ein geschickt aufgebauter Etat bietet den Abgeordneten möglichst viel Gelegenheit, Forderungen geringeren Bettages zu streichen; desto sicherer sind dann die bettächklichen Forderungen. Sehr düster liest sich das Kapitel von den veranschlagten Einnahmen des Reiches. Wohin man steht, ein Minus. Ta werden die Zoll-Einnahmen auf über 11 Millionen geringer veranschlagt, die Einnahmen aus der Zuckersteuer um 16 268000 Mark, die Stempelabgaben um 1 570 000 Mark usw. Sogar bei dem Stempel auf Lose von Staatslotterien und Privat- lotterien wird mit einer Minder-Einnahme von rund 900 000 Mark gerechnet. Es müssen schon sehr ungünstige Zeiten fein, wenn ein so gewalttger Ausfall int Absatz von Losen vorausgesehen wird. Bei der Stempelabgabe auf Privat-Lotterien rechnet der Etat mit einer Verminderung gegen das laufende Etatsjahr um ungefähr zehn Prozent. Bemerkenswert ist andererseits, daß diesmal eine Er- hö hungder Börsensteuer-Ernnahmen, nämlich ein Mehr von 109 000 Mark, vorausgesetzt wird. Danach er» Nischen Gesandten Bowen geförderte Absicht einer schiedS- riafterlichen Entscheidung der venezolanischen Krisis stößt, Washingtoner Meldungen der „Morning Post" und „Daily i^preß" zufolge bei Deutschland auf Hindernisse und Widerspruch- Ter 58ertretet der „Morning Post" will aus Re- gierungSkreisen gehört haben, der Kaiser habe in Washington andeuten lassen, er werde auf Etablierung eines Schiedsgerichts nie und nimmer eingehen und zwar, wie der „Daily Expreß"-Kvrrespondent erläutert, weil er keinerlei Ver- ttauen zu der Regierung Venezuelas habe und in dem ganzen Vermittlungsvorschlag nur einen unehrlichen Schachzug erblicke. England gilt, zahlreichen übereinstimmenden Korrespondenten aus Washington und Newyork zufolge einem Schiedsgericht für sehr geneigt. Aus London erfährt das Reuter'sche Bureau, England habe an Amerika eine Antwort bezüglich der Anregung Amerikas gesandt, die venezolanische Frage einem Schiedsspruch zu unterwerfen. Ter Inhalt der Antwort ziele daraus ab, wie man annimmt, ein Uebereintommen zu einer befriedigenden Lösung der Schwierigkeit zu stände zu bringen unter voller Wahrung der Interessen der beteiligten Mächte. Tie Meldung ans Caracas, daß Castro dem amerikanischen Gesandten Vollmacht erteilte, als Vertreter Venezuelas zu handeln, wird in London als fragwürdig angesehen. Irgend welche derartige Aktion Castros würde als in keiner Weise zum Ziele führend bettachtet werden. Aus Washington, 19. Dez., verlautet: Man glaubt hier, daß die Vereinigten Staaten es abgelehnt haben, für die Ausführung der von den Mächten Venezuela gestellten Bedingungen (Garantie zu übernehmen. Frankreich erhielt von England, Deutschland und Italien die Versicherung, daß in jedem Uebereinkommen die Interessen Frankreichs gewahrt werden würden. Das Repräsentantenhaus nahm einen Anttag an, wonach Deutschland und England erfucfjt werden sollen, jedes zwischen diesen Mächten und Venezuela getroffene Uebereinkommen der amerikanischen Regierung mitzn teilen.___________________________________________ Der neue Ieichshaushatts-ßtat für 1903. AuS dem neuen, mit großer Spannung ermatteten ReichShauShaltSetat werden soeben in der »Nordd.Allg. Ztg.^ die ersten authenttschen Auszüge bekannt gegeben. Danach beziffett der Etat für daS Schutzgebiet Kiautschou die eigenen Einnahmen auf Matt 455 000 (4- Mk. 96 000). Der Reichszuschuß ist auf Mark 12 421000 (4- Mk. 377 000) bemesien. Die fortdauernden Ausgaben erfordern Mark 5 345 316 (4-Mk. 886,077). Davon entfallen auf die Zivil- Verwaltung Mark 966 664 (4- Mk. 167 117), auf die Militärverwaltung Matt 2 441755 (4- 73 216), auf gemeinsame Ausgaben Matt 1936 897 (4- 146 744). Die einmaligen Ausgaben belaufen sich auf Matt 7 470000, darunter zu Hafenbauten Mk. 2 990000. Die Ausgaben der Reichsjustizverwaltung sind auf Mark 2146 445 veranschlagt. Die Summe der Ausgaben des Reichsinvalidenfonds betrögt Matt 49 003 749; die Einnahmen sind auf Mark 10148 000 berechnet. Der Etat Reichsdruckerei ist in den Einnahmen mit Matt 7 906 000 um Matt 201000 niedriger veranlagt als 1902, die fortlaufenden Ausgaben mtt Mark 5 686 671 um Mark 403 860 niedriger, die einmaligen Ausgaben mit Mark 313150, weniger Matt 166 850; der Ueberfchuß beträgt Mk. 2 006179, Das Hheaterdorf. Lustspiel in 3 Akten von Blumenthal und Kadelburg. —nn. Gie ßen, 20. Dezember. Tas kolossale Geschäft, das die „bestrenommierte" Lustspiel-Firma Blumenthal und Kadelburg vor einigen Jahren mit dem „Weißen Rößl" erzielte, hatte sie bekanntlich veranlaßt, bald daraus eine Fortsetzung „Als ich wieder kam erscheinen zu lassen, die in etwas matterer Weise die glückliche Situationskomik von Nr. 1 fortsetzte. Aber der „Bedarf des Publikums" wurde damit noch nicht gedeckt, die Nachfrage" blieb eine rege und so entschloß sich die Sirma kurzer Hand, auch noch ein drittes Muster von derselben Art in die Welt zu setzen. Man wählte einen ganz ähw lichen Stoss aus, nahm ein etwas anderes ^fiin und ditt Perpackung und siehe da, opuö Nr.,3 mtt der Marke ^beaterborf" war fertig. Wer da aber rn^meimatskunst" ein für allemal vorbei, es kehrt wieder ber stille einsame Friede ber Gebirgswelt unb die reine Höhenluft ein. Ties die Handlung des neuen Lustspiels, sofern man bei Blumenthal überhaupt von einer solchen reden kann. Tie frische, fröhliche Ferienstimmung, die das „Weiße Rößl" so angenehm erheiternd durchweht, hat hier wirren Lärmszenen ber Torf schön en und satirischen Anspielungen Platz gemacht, an die Stelle gesunder Situationskomik tritt hier das parodistische Element, indes die einzelnen Akte mit nicht wenig alt abgedroschenen, an den Haaren herbeigezogenen Hilfsmittelchen belebt werden. Die Darstellung war im allgemeinen eine recht flotte. Eine prächtige Figur bot Herr Ger lach als Franzl dar, voll Blut und Leben unb gesundem Spiel, bpm auch die vorzügliche Behandlung des Dialekts sehr zu statten kam. Gleich ausgezeichnet war Herr Ramsey er als Pfarrer vom Nussensee, gut charakteristisch jührten die Herren Sättige (Kreuzhuber) und Töpfert (Bachwirt) ihre Rollen durch, während der Justizrat des Herrn Steinert eine recht unglückliche Maske aufwies, auch im Spiel etwas zu trocken blieb unb Herr v. Stahl nicht sieghaft genug den Schauspieler und Liebhaber in einer Person zusammen- faßte. Als Kathi zeichnete Frl. Würtemberg mit gutem Geschick den Typus einer echten, feschen Torfschönen, deren Liebesszene mit Franzl mit Recht sehr beifällig ausgenommen wurde. Tie verliebte Tochter Cilli spielte Frl. E gar b zart unb anmutig, bie Vachwirtiu Res.i fanb in Frl. Marie Jenny und die Juftizrätin in Frl. Lina Schmidt eine angemessene Vertreterin. Tas Publikum nahm die Pre- miöre, namentlich die Szene des 2. Aktes, mit Heiterkeit und Beifall auf, ohne sich im übrigen sehr für bas neue Opus zu erwärmen. hofft Me Red-Ftucrnzverwalttrna eine Betebung des Börsengeschäfts. Da eine solche, bei dem Fehlen besserer Aussichten für das Wirtschaftsleben im allgemeinen, nur dur^h die Beseitigung der von der Börse besonders drückend empfundenen Bestimmungen herbeigeführt werden könnte^ so läßt sich aus dieser Einnahme-Position der Schluß ziehen, daß die Regierung beabsichtigt, den Reichstag noch mit der Börsengesetz-Novelle zu beschäftigen. Deutsches Keich. Berlin, 19. Dez. Der Kaiser sagte sich heute abend äei dem Reichskanzler und der Gräfin Bülow zum Tiner an. Unter ben Geladenen befinden sich der Ches deS llivllkabinetts v. Lueanus, der Chef des Militärkabinetts v. Hülsen, Staatssekretär Graf Posadowsky, Minister Frhr. v. Rheinoaben, der Staatssekretär des Auswärtigen Äntes Frhr. v. Richtbofen, Unterstaatösekretär Mühlberg der Staatssekretär oes Reichsschatzamts Frhr. v. Thielmann, Vizeadmiral v. Senden, die Professoren Slabh, Harnack und Koch, der Wirkt Geh. Oberregierungstat Conrad, die Gesandten v. Ltchnowskh und Rücker-Jen isch, Oberstleutnant Plüskow, Korvettenkapitän Grumme, Geheimer Hofbaurat Ihne und Oberleutnant Graf Villor zu Eulenburg. — Ter neue amerikanische Botschafter Tower wurde Freitag nachmittag vom Kaiser in Audienz empfangen. — In parlamentarischen Kreisen wird an der Hoffnung sestgehallen, daß der Reichstag Mitte Januar in den Besitz des ganzen Reichshaushaltsetats gelangt sein wird. Tie erste Lesung des Etats soll alsdann sofort stattfinden. — Aus Anlaß des Namenstages des Kaisers Nikolaus wurde gestern ein Festgottesdienst in der Kapelle der russischen Botschaft abgehallen. Ter Reichskanzler wohnte der Feier bei und nahm später an dem Frühstück in der Botschaft Teil. Ter Reichskanzler empfing Donnerstag den russischen Geheimrat Timiriasew vor dessen Abreise nach Petersburg. — Ter „Staatsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 10. Dez., in dem unter Bezugnahme auf den Brand in einer Konditorei in Bochum, bei welchem neun in den oberen Geschossen wohnende Personen den Tod fanden und vier schwer verletzt wurden, auf genaue Beachtung der im Interesse der Feuersicherheit getroffenen Bestimmungen der Baupolizeiordnungen, insbesondere derjenigen über die Treppen, hingewiesen wird. Hanau, 19. Dez. Bei der heute in Salmünster stcttt- Sndenen Ersatzwahl zum preußischen Ab-geordneten- e für den Wahlkreis Gelnbausen-Schlücktern erhiell >eshauptmann Frhr. Riedesel in Cassel (kons.) 165 Stimmen, Lucke (Bund der Landwirte) 42 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Kiel, 19. Dez. Anläßlich der Anwesenheit des Prinzen Albrecht von Preußen fand heute abend 7i/a Uhr bei dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen im Meißen Saale des Schlosses eine Tafel zu 50 Gedecken statt. An derselben nahmen außer den hohen Herrschaften tell: Prinz Adalbert von Preußen, der Kommandant des 9. Armeekorps v. Massow. Oberpftisidertt v. Wllmowsft, der Kommendator Gras Brockdorf-Ahlefeld, die übrigen Johannitterritter der schleswig-holsteinischen Genossenschaft mit ihren Gemahlinnen, sowie ine Hofstaaten der prrnz- lichen Herrschaften. Breslau, 19. Dez. Auf das von dem Breslauer evangelischen Arbeitervereinanden Kaiser gesandte Huldigungstelegramm ist nachstehende Antwort eingegangen: „Ter Kaiser mit) König lassen dem dortigen evangelischen Arbeiterverein für den Huldigunasgruß rmd den Ausdruck der Treue vielmals danken. Auf Mlerchöchsten Befehl: v. Lueanus." Ausland. Brüssel, 19. Dez. Dom „Soir" zufolge bestätigt es sich daß KönigLeopold im Januar an Bord der Aacht ,Mberta" eine Fahrt nach Italien, Egypten und Grieche- land unternehmen wird. Antwerpen, 19. Tez. Der Kvngodampfer „Albertville" bringt folgende Nachrichten aus dem Kongostaate mit: Im Kassaigebiete sind neuerdings Unruhen ausae- brochen. — Tas Gericht in Boma verurreille drei Europäer wegen Grausamkeit, verübt an eingeborenen Frauen und Kindern, zu 10 bis 15 Jahren Zwangsarbeit. — Tie Dkörder des Leutnants Tondeur, der in der Nähe des Kiwu-See meuchlings ermordet mürbe, sind hingerichtet worben. — Teil Befehlshaber bes Forts Mooni haben Eingeborene getötet rr nd aufgefressen. Wien, 19. Tez. Wie verlautet, wird die Regierung das Budgetprovisorcum nicht mittels 8 14, sondern auf Grund kaiserlicher Ermächtigung perfektionieren. Asch ab ad, 18. Tez. Der Chef des Depots der Eisenbahnstation Andischan meldet: Tas Erdbeben zerstörte alle Bauteil aus der Station und in der Stadt Tie Wasserleitung ist unterbrochen. Tas Inventar liegt unter Trümmern. Tas Personal ist obdachlos und mittellos unb wurde zeitweilig in Güterwagen untergebracht. Hilfe für die Bevölkerung ist nötig. Eine Hungersnot droht. Bis jetzt sind 510 Opfer festgestellt worden, darunter 10 Russen, die übrigen sind Eingeborene. Proviant wird in Margelan an- gekaust, Inventar wird aus Kokand gesandt Es ist angeordnet worden, daß den Eisenbahnbeamten Geldvorschüsse gegeben werden. Tas Erdbeben dauert fort Ser Generalgouverneur von Turkestan ist am 17. Dezember nach Turkestan abgereist. Tie Lokalzeitung „Sakaspiskoe Ob- serenjie" eröffnete eine Subskription. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. Dezember 1902. ” 93on der Landesunioersität. An der nunmehr beendigten juristischen Fakultätsprüfung haben sich 50 Rechtskandidaten beteiligt Von ihnen haben 32 bestanden und zwar einer sehr gut (1), drei gut (2), vierzehn im ganzen gut (3), vierzehn genügend (4). Von den nicht bestandenen Kandidaten befanden sich zehn zum ersten Male, sechs zum zweiten Male, zwei zum dritten Male im Examen. * * Aus dem Mi litärwochenblatt. Beförderungen im Beurlaubtensland: Dse Vizefeldwcbel Hcckler flachen), Lutz (I Altona) zu Leutnants d.Res. des 1. Großh. Hesi. Jnf.-Rcgts. (Leibg.-Regts.) Nr. 115, Sunkel (Hers- feld), Wimmenauer, Dann (Gießen) zu Leutnants der Res. des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116, Berg (Mainz) des Jns.-Leid-Regts. Großherzogin (3v Großh. Hess.) Nr. 117; die Vizewachnneüter Rötst deld (Gießen) zum ßt d. Res. deS 1. Großh. Hess. Feldart-RegtS. Nr. 25, Neuling (Gießen) zum Lt. der Res. des 2. Großh. Feldart-Regts. Nr. 61, Birnbaum (Gießen) deS Großh. Hesi. Train-BatS. Nr. 18; die Vizefeldwebel LaspeyreS. HooS (Gießen) zu Leutnants der Landwehr 1. Aufgebots. — Der Abschied bewilligt: Lechner, Hauptmann d Res. deS Jnf.-Leib-RegtS. Großherzogin (3. Großh. Hesi.) Nr. 117 (Mainz), mit der Erlaubnis zum Tragen der Landwehr- Armee-Uniform. — Die Anlagenmusik findet morgen um 1/112 Uhr in der Südanlage statt. Gespielt werden: 1. Ouvertüre zur Oper ,Stradella* von Flotow. 2. Spinnlied aus d. Op. »Die Hexe" von Enna. 3. An der VenuSgrotte! Walzer von Richardi. 4. Fantafie über Koschats „Verlassen bin i* von Reindel. * * AuS dem Theaterbureau. Das neue Blumen- thal-Kadelburg'sche Lustspiel ,Das Theaterdorf wird Sonntag den 21. d. M. zum zweiten Male in Szene gehen. Auch für diese Vorstellung gelten der hohen Honorartostcn wegen erhöhte Preise. * * Unglücksfall. Der in vergangener Nacht verunglückte Rangierer Magnus aus Großen-Linden ist gestern abend in der Klinik gestorben. Magnus war 22 Jahre, alt. * * Der Gescyästss ührende Ausschuß für die landw. Provinzial-Ausstellung in Gießen 1903 beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Aufstellung einer Prämiierungsordnung. Es kommen als Geldpreise zur Verwendung außer den Ehrenpreisen, Medaillen, Diplomen für Rindvieh co. 3970 Mk., für Pferde ca. 1560 Mk., für Zuchtschweine 1130 Mk., für Ziegen 562 Mk., für Geflügel 350 Mk., für Obst 500 Mk., für Bienenzucht 200 Mk. Tie Platzfrage für die Ausstellung wird erst' anfangs Januar entschieden. Die Zeit ist auf den 10. bis 13. September 1903 festgesetzt. An die Ausstellung wird sich der Herbst-Pferbemartt voraussichtlich unmittelbar anschließen unb mit diesem wirb ein Zuchtviehmarkt, die Genehmigung des Ministeriums vorausgesetzt, verbunden. Auch die Lotterie der landwirtschaftlichen Ausstellung und des Pferdesmarktes wirb voraussichtlich eine gemeinsame sein. Ter Pferbemarkt würde bann auf demselben Platze ab gehalten werden, auf dem auch die landwirtschaftliche Ausstellung sich befindet. Die Ausschüsse werden zusammen gerufen werden, sobald die Platzfrage endgiltig entschieden ist, und der Plan der Ausstellung vorliegt. Es wird eine bedeutende Beschickung besonders auch mit Rindern und Pferden erwartet. Aus den Akten der Ausstellung vom Jahre 1895 wurde mitgeteilt, daß die Gesamtausgaben damals 90 000 Mark betrugen. Diesen Ausgaben standen damals größere Einnahmen gegenüber. Hoffentlich wird das auch bei der Ausstellung 1903 so sein. *• In Amerika verstorbene Hessen. In Seybests- ville, Pa., Chr. Hampel aus Darmstadt, 82 Jahre alt. In Orange, To^ Frau Marg. Gr atz aus Auerbach, 71 Jahre alt. In Arlington, O., Frau I. Poth, geb. Hartmann, auS Brandau, 52 Jahre alt. In Hamburg, Can., Joh. Meiller aus Unterhausen (Kreis Alsfeld), 75 Jahre alt In Mount Carroll, Jll., Adam Messinger aus Zell, 41 Jahre all. TraiS-Horloff, 19. Dez. Bürgermeister Bornmann wurde einstimmig wiedergewählt. () Darmstadt, 19. Dez. Heute fand im hiesigen Hoftheater die Premiöre des diesjährigen Weihnachts- stückes „Das wundersame Bilderbuch" von Lise Ram speck, Musik von Aug. Ackermann, statt. Die Verfasserin ist die Gattin des langjährigen Redakteurs der „9c. H. Volksbl." und dupch ihre ftüheren im Großh. Hoftheater wiederholt zur Aufführung gelangten Märchenstücke auf das Vorteilhafteste bekannt und beliebt. Auch ihr neuestes Werk: „ein einem schlafenden Knaben im Traume erscheinendes lebend gewordenes Bilderbuch" zeichnet sich durch Originalität und flotte fidele Stimmung aus, sodaß nicht nur die zahlreich erschienene Kinderwelt, sondern, wie der oft stürmische Beifall des ausverkauften Hauses bewies, auch die Erwachsenen sich, auf das Vorteilhafteste unterhielten. Die von Acker- mann's kundiger Hand arrangierte Musik paßte sich dem Ganzen in vollendeter Weise an, auch ihm wurden, wie Oberregisseur Bald eck und der Ballettmeisterin Frau Thiele-Leonhard wohlverdiente Hervorrufe zu teil. Mainz, 17. Tez. Die durch Reichstagsbeschluß für das Jahr 1910 verfügte Beseitigung des städtischen Oktrois beschäftigte gestern abend die hiesige Stadtverordnetenversammlung Handelskammerpräsident Geh. Kommerzienrat Michel referierte über die letzte Städte-Ver- sammlung, welche Stellung zu dem Reichstagsbeschluß genommen hat. Die Ausführung des Reichstagsbeschlustes würde eine bedeutende Erhöhung der Steuern in den betreffenden Städten zur Folge haben müssen. Ter Städtetag beschloß, eine erneute Eingabe gegen diesen gewaltsamen Eingriff in die Rechte der Städte zu machen, in welcher betont werden soll, daß nach Aufhebung des Oktrois die Fremden keinen Beitrag mehr zu den Kosten der Stäpte leisten würden, was bisher geschehen. Kommerzienrat Michel verspricht sich von der erneuerten Eingabe einigen Erfolg und macht darauf aufmerksam, daß der Ausfall für die Stadt Mainz 5 00 000 bis 600 000 Mark pro Jahr ausmache und daß es deshalb sehr fraglich sein werde, ob man fernerhin im Bewilligen noch eine so offene Hand haben bütfe, wie seither. ------------1 ■■■■ ■ ■ ■■ ' ----- ------------SLL" Vermischtes. * Unwetter unb Schneegeftöber. Aus ver- schiebenen Tellen deS Reiches laufen Meldungen ein über gestern niedergegangene Gewitter mit Schneegestöber. In Stuttgart trat vormittags 9 Uhr plötzlich Finsternis ein. Alsbald blitzte und bornierte es und Hagel prasselte $ur Erde nieder. Nach wenigen Minuten trat ein heftiges Schneegestöber ein. In Osnabrück, im Teutoburger Walde, in Köln und Karlsruhe enlluden sich gleichfalls Gewitter, nach denen heftiger Schneefall eintrat. Zahlreiche Telephon- leituugen nad) Mittel- und Norddeutschland sind zerstört. — Auch Hochwassernachrichten gehen ein. InBambergist die Regnitz im Steigen begriffen, der Oberrhein und seine Nebenflüsse steigen ebenfalls, und auch aus dem sächsischen Erzgebirge wird Hochwasser gemeldet. * Berlin, 19. Tez. Ein 24jähriges aus Oesterreich gebürtiges Mädchen verübte heute morgen auf ihren ehemaligen Geliebten, den 26jährigen Civll-Jngenieur Karl Bär, angeblich wegen Bruchs des Eheversprechens auf der Gerhardstraße, einen Mordversuch, indem sie sechs Revolverschüsse auf chn abgab, von denen drei trafen. Die Thäterin wurde verhaftet. Ter Getroffene ist schioer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. »Hamburg, 19. Tez. Im Hafen hat sich ungetoöbn- lich starker Eisgang eingestellt. Ter ganze Hasen bildet ein einziges Eisfeld, in dem die Schleppdampfer und Schleppzüge festsitzen. Zahlreiche Unfälle an kleinen Dampfschiffen sind eingetreten. Heute nacht trat Sturm, flut ein, die Bevölkerung wurde von 4 Uhr an durch War. nungsschüsse unterrichtet. Gegen Morgen wurde das Wetter ruhiger und die Ueberschwemmungsgesahr war vorüber * Glückstadt, 19. Tez. Tie der hiesigen Rhederei E. I. N Falck gehörige Schoonerbrigg „Barbara Hendrika" wurde in der Nordsee ohne Bemannung mit gebrochenen Masten aufgcfanden und nach dem ena- lisch en Hafen Leith gebracht, lieber den Verbleib der Besatzung, die aus Kapitän unb fünf Mann bestand, ist nichts bekannt. Das Schiff war am 23. Oktober nach Leith in See gegangen und mit einer Ladung Kohlen von dort hierher unterwegs. Cherbourg, 19. Tez. Zahlreiche Fischerboot» sind infolge des herrschenden Sturmes untergegangen. Die Zahl derselben ist zwar bisher nicht bekannt, doch ver- mutet man, daß sie sehr groß ist und viele Menschen um- gekommen sind. Ter durch den Sturm angerichtete Schaden ist sehr bedeutend.' Gerichlssaal. 8. Gictzcu, 19.Tez. Schöffengericht. Zwei junge Bursche aus Staufenberg, beute wegen Sachbeschädigung angetlagt, scheinen jungst nach gemeinjamen, etwas ausgedehnten Wirtshausbesuche einen unbezwinglichen Thatendrang in sich verspürt zu Haden. Unterwegs wurde ein aus der Straße alleinstehender Cefonomie- ivagen mitgejchoben. Als der Weg jedoch für den Wagen zu schmal wurde, entfernten die Beiden sämtliche Räder und rollten zwei davon in einen naheliegenden Teich, zwei warfen sie in einen Ziehbrunnen. Ter enträderte Wagen wurde sodann mit vereinten Kräften über den Zaun am Wege geworfen; dort blieb er zerschellt liegen. Nach dieser Kraftprobe kehrten die Burschen befriedigt zur Wirtschaft zurück. Tas Urteil lautete gegen St. auf 6Wochen, gegen Gr., der noch nichtsvorbestraft ist, auf 4 Wochen Gelängt nis. — Der Kaufmann Fritz K., z. Zt. in Frankfurt, war kurzlia, in einer am hiesigen Schöffengericht anhängigen Privarklagcsache als Zeuge geladen. Bei Auszahlung der Zeugengebühren gab er unter anderem an, von Hannover bis Gießen dritter Klasse gefahren zu sein, wahrend er in Wirklichkeit die vierte Klasse be- nutzt hatte. Den hierdurch erlangten Ueberjchuß an Gebühren verwandte er für sich. K. wurde deshalb heute wegen Betrugs zum Nachteil des Fiskus bezw. des Privatklägers, der den Vorschuß geleistet hatte, unter Annahme mildernder Umstände zu ei.iei Geldstrafe von 100 Mk. verurteilt.— Dieser Fall beweist beur- lich, daß man auch bei Liquidation von Zeugengebühren streng ehrlich sein muß; das Gericht Hal immer nur die wirklichen ÄuS- lagen zu vergüten. — In einer Privatklagesache, die den Schluß der Sitzung bildete, wurde der Dienstmann K. wegen Ungcbuljr vor Gericht in eine Ordnungsstrafe von zweimal drei Tagen Hast genommen. Krefeld, 18. Tez. Der Prozeß Terlinden, der für Mitte November angekündigt war, scheint noch in weiter Ferne zu liegen. Nach der „Rhein.- und Ruhrztg/ hat nach den Rechtsanwälten Tr. Wallach und Bonwitt nunmehr auch der Rechtsanwalt Walter das Mandat zur Verteidigung niedergelegt. Nach demselben Blatte soll Terlinden Geistesgestörtheit simulieren. Köln, 19. Tez. Heute vormittag wurde das Urteil gegen den Bankier Strömer gesprochen, der ihm anoertraute Tepostlen im Betrage von 138 000 Mk. unterschlagen hatte. Strömer erhielt 2'/, Jahre Gefängnis. Zahlreiche kleinere Leute sind vollständig ruiniert. München, 19. Dez. Vor dem hiesigen Landgerichte ist heut« nach dreitägigen Verhandlungen der bekannte Wucherprozeß gegen ein aus fünf Personen bestehendes .Geschästskonsoruum' (Agenten und Kaufleute) zu Ende geführt worden. Drei der 8Jn- geklagten wurden freigesprochen, zwei zri 6 und 10 Monaten Gefängnis, 900 und 1500 Alk. Geldstrafe und zu fünfjährigem Ehrverlust verurteilt. Der Staatsanwalt hatte gegen alle Angeklaaten 1 bis 2 7, Jahre Gefängnis beantragt. Das Publikum nahm bas Urteil, namentlich die Freisprechungen, unwillig auf. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aiiei unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nach der denkwürdigen Reichstagssitzung vom vergangene» Samstag zum Sonntag hatte unser Reichstagsabgeordneter Herr PH. Köhler-Langsdorf, der es endlich für notwendig erachtet hatte, auch einmal seinen Platz im Reichstage einzunehmen, aus welchem man ihn in der zur Neige gehenden fünfjährigen ReichetagSsellion höchst selten erblickt hatte, seinem gepreßten Herren Lust gemacht durch ein längeres .Cinaesandt" an den „Gieß, Anz." Herr üohier ist tief betrübt, daß die Anträge des Bundes der Landwirte bezw. des Herrn von Wangenheim keine Gnade fanden vor der ti-om- promißmehrheit des Reichstages; er hat gegen den Zolltarifentwurf geftimmt, denn er steht auf dem Standpunkt „Rur keine Halbheiten". — Er ist nur zu haben für ein Zollgeiey, welches alle agrarischen Forderungen erfüllt, mögen Industrie, Handwerk und Handel darüber auch zu Grunde gehen. Zu seinem „Eingesandt" tm „G.-A." bemerkt nun die „Freis. Ztg.«Ter antisemitische Abg. Köhler veröffentlicht im „Gieß. Anz." eine lange Erklärung, roarum er gegen die Zolltarifvorlage gestimmt habe. Nach der Erklärung konnten seine Wähler annetjmen, als have Abg. Köhler vergeblich wie ein Löwe gegen die Vorlage gekämpft. Thatfächlich ist Abg. Köhler überhaupt bis zum /EtztenLage tn der ganzen Session, welche bekanntlich im November 1900 begonnen hat, im Reichstag garnicht sichtbar gewesen. Vor Lonnaveno den 13. Dezember hat Köhler an keiner einzigen namenilicl)cn uv- fhmmung teilgenommen". — Die Wähler des penm Kohler werde sich die fleißige Vertretung ihrer Jntereffen durch ihn nun oocy geioiß bald gebührend merken.*) '£‘ •) Anm. b. Red.: Wir geben auch diese Zuschrift unter derselben Reserve wieder, wie die des ReichStagsaog. Kobler. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Alle Kinder aus dem K i nd e r g o tt esd ienst ohannesgemeinde werden aufgeforbert, sich am_naä)iu Hoiuag, nachmittags 3 Uhr, in der Johannesktrche einzustnden. ä’ 1 y Pfarrer Dr. Naumann. Kandel und Uerlielir. Uollrswirtschast. Gießen, 20.Dez. Marktbe^stchtt AusdemheuttgenWochenmarkt kosteten: Butterpr.Pfd. 1,00-1,20 . Die Thronfolge in Montenegro wurde durch ein neues Gesetz dahin geregelt, daß in Zukunft stets d as erstgeborene zur Thronfolge berechtigt ist. Ferner kündigt der Fürst in der Thronrede eine vollständige Umgestaltung veS RegierungSsystemsl in modernem Sinne an. Sofia, 20. Tetz. Das macedonische Komitee hat ein Memorandum ausgearbeitet, in welchem alle diejenigen Reformen genau präzisiert sind, welche allein geeignet seien, die dauernde Ruhe tu Maeedvnien zu sichern. Dieses Memorandum soll dem Grafen Lambsdorff bei seiner Anwesenheit in Sofia überreicht werden. Newyork, 20. Tez. Der Kreuzer Falke nahm nach einer Patrouillenfahrt in La Guayra mehrere venezolanische Schiffe weg. Tie Washingtoner Regierung wird im Kongreß demnächst alle Tokumente und die Venezuela betreffenden Verhandlungen vorlegen. Telephonischer Kursbericht« Frank fort a. 20. Dezember 1902. 3*/e°/o Reichflanleihe . . 102.80 3»/n do. ... 91.60 Konsole .... 102.20 8°/n do.....91.55 SVgO/n Hessen .... 100.70 S % Oherhesflen . . . 99 80 4% Oeflterr. GoMrenie . . 108.00 4V, % Oesterr. Silberrente 101.60 4% Un?ar. Goldrente, . . 101.25 40/ Italien Rente . . . 108.40 4il1% Portugiesen . . . 49.50 SO/ Portugiesen. . . . . 31.10 \% C. Türken . ... 0000 Türkenlose...... 122 00 4°/o Griech. Monopol.-Anl. 44.60 4*/,% äussere Argentiner —.— 8% Mexikaner .... 24 50 41//1/-, Chinesen . . . . 91.15 Electric. 8ackert ... 76.00 Nordd Lloyd . . . . 95.90 Kreditaktien . ... 211.10 Diskonto-Kommandit. . . 188.80 Darmstädter Bank . . , 184 80 Dresdener Bank .... 143.20 Berliner Handelsges. . . 156.90 Oesterr Staatsbahn . . . 145.00 Lombarden ..... 17.10 Gotthard bahn.....179.00 Laurahütte ...... 205.10 Bochum ....... 171.50 Harpener......165.80 Tendenz: still. gs. Im Schntzborden-Prozetz „Königin" der Firma Mann L Stumpe in Barmen gegen W i l h. B ü S g e n hat Samstag das Reichsgericht das vom OberlandeSgericht gefällte Urteil, das zu Gunsten der erstgenannten Firma lautete, voll bestätigt. Die Kosten der Revision fallen der Firma BüSgen zur Last, obendrein hat sie für den der Firma Mann u. Stumpe ent- stanvenen und noch entstehenden Schaden aufzukommen. Wie un4 die Firma Mann u. Stumpe mitteilt, werden auf Grund dieses reichsgesetzlichen Urteils alle Fabrikanten, die die Schutzborde ebenfalls angefertigt haben, zu Schadenersatz herangezogen werden, soweit gegen sie zivil- oder strafrechtlich noch nicht vorgegangen wurde. Die gesamte Barmer Industrie dürfte von vorstehender ReichSgerichtS-Entscheidung mit großem Interesse Kenntnis nehmen. ) j Kornbrot Bäcker. (4 (6 (2 (4 24 H 48 „ 72 , 22 , 44 , Krvtpreise vom 21. Dezember 1902 bis 8. Januar 1903. Der auswärtigen _ 1 Kilogrannn (2 Pfund) Weißbrot bet: Der hiesigen Bäcker. I Kg. (2 Pfd.) Tafelbrot - H i Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot ) Weißbrot 26 ' 3 ' ) , 62 „ 1 „ 2 „ 2 , (4 1 . (2 Gießen, den 19. Dezember 1902. Großherzogliches Volizeiamt Gießen. Hechler. _____ Keorg Dern II., Gr.-Linden 23 H Heinr. Weber, Heuchelherm 25 2. Steinmüller, Gr.-Linden 24 „ W. Weitzel, Lang-Gons . .25 W. Steinmüller, L.°Göns . 24 „ L.Stemmuller, Gr.-Lmden 25 W. Fabel, Wieseck ... 25 „ W. Lern, Kletn-Ltnden . 26 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 46H W. Weitzel, Lcntg-Göns. .50 2. Steinmüller, Gr.-Linden 48 „ Letnr. Weber, Heuchelherm 50 W.SteinmüNer, Lang-Göns 48 „ L-Stemmuller, Gr.-Lmden 60 W. Fabel, Wieseck ... 50 „ W. Lern, Kletn-Linden . . 52 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bei: , Georg Dern V., Gr.-Linden 21H Sch. Weber, Heuchelherm 22 2. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ W. Lern, Klem-Linden . . 24 W.Steinmüller, Lang-Göns 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 42 4 Gust. Jakoby, Alten-Buseck 44 L. Steinmüller, Gr.-Linden 44 „ Kemr. Weber, Heuchelhetrn 44 W.Steinmüller,Lang-Göns 44 „ W. Lern, Klem-Linden . . 48 W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 „ 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wieseck . . . 66^) Gust. Jakoby, Alten-Buseck 66 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Lein, Klein-Linden . .44-9? Der Brotverkäufcr: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, Arbeitnehmern «Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltltch Arbeit vermitteln. An den Wecklagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ff'ö können oinaestellt werden: 2 Schmiede, 1 Schneider, 1 Bauschreiner, 3 Knechte, 1 Hausbursche, 9 Dienstmädchen, 1 Haus- Mädchen, 1 Zimmermädchen, 2 Laufsrauen Lehrlinge: 2 Bäcker, 2 Kaufleute, 1 Schreiner, 1 F^seur. Es suchen -lrbcit: 2 Backer, 3 Metzger, 1 Stmnhauer, 1 Sattler und Polsterer, 1 Sattler, 2 Schlosser, 1 Schmied, l Schneider, 1 Schuhmacher, 3 Schreiner, 5 Taglohner, 1 Schneelehrer, 1 Kellner, 1 Fahrbursche, 4 Hausburschen, 2 Bureau zehilfen, 3 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 1 Kaufmann. khrißdäme I Backfische -mpfiehlt Dienstmann Böttrcr, 11 veUersthor und bei Frau Jenßen. zu haben [8799] Hammstr. n. Samstag, beit 27. b. M. nachmittags 1 Uhr werden in der Wohnung deß Herrn Vorstehers zu EberSgönS öffentlich ausgeboten und zwar auf ben Abbruch, ble bisherige Pfarrscheune nebst zwei Ställen itnb ein Abort. An den Gebäuden ist ganz besonders gutes und starkes Eichenholz. Groß-Rechtenbach, 8619 den 10. Dezbr. 1902. DaS Bürgermeister-Amt. Versteigerung. Dienstag, den 23. Dez. d. I. nachmittags 2 Nhr versteigere Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: a. 8 Muffe, 15 Boas und 5 Fcder-BoaS, b. einen Eisschrank, 3 Waagen mit Gewichten, 1 Hackklotz, 1 Gasofen u. Möbel aller Art. Tie Versteigerung zu a findet bestimmt statt. 3832 Born, Gerichtsvollzieher. J. Kaan jr. Kreuzplatz 10 empfiehlt in größter Auswahl: 8822 tzttml-geinden Kragt» u. Monlchkttkn firnvnttfn KosrntrSger Ikgrnlchirme sowie sämtliche Unterkleider. VratböMnge ß eingetroffen bei A. Koch Nachfl. Fische, Konserven,Delikatesten im Havfyaa» zar Sonne. Durch den zur Zeit in Ausführung begriffenen Neubau neben meinem Laden ist es mir nicht möglich, meine bebeuteuben 8835 Schulstraße 5 SchuMraße 5. W eihnachts - Anschaffimgen durch Ausstellung zur Geltung zu bringen. Um nun den nötigen Absatz zu schaffen, bin ich gezwungen, auf sämtliche Waren eine bedeutende Preisermäßigung eintreten zu lasten und bitte ich höflichst um gütigen Besuch. Hochachtungsvoll W, BEtiisa, Iuwklier Pöü*”8n Echtsdiwed.Pünsch 8680 von J Seiner, Düsseldorf empfiehlt Eberh. Metzger. Gl'üh- strümpf® bester Qualität empfiehlt Cti. Zimmer Vahnllofstr. 12. 8819 Magenleidenden teile ich aus Dankbarkelit gern und unentgeltlich mit, was mir von jahrelangen, qualvollen Magen- und Derdauungs- beschwerdeu geholfen hat. 8472 A. Hoeck, Lehrerin, Sachfenhaufeu b.Frankfurt a.M. Sämtliche Backzuthaten in bekannt hochfeinen Quali- litäten erhält man bei [8644 Pfo. Herrmann, Seltersweg 33. Teleph. 257. in allen Qualitäten und Preislagen. 8770 Iäiiferstoffe 1— ööB Billigste Preise. Ernst Bio dner Seltersweg. Versende 30LiterWeißwein zu M. 10.50 30 „ Rotwein „ „ 12.— gegen Nachnahme; Faß leihweise und franko zurück. 8488 F. Brennflf ck. Weingut Schloß Kupperwolf, Ede.heim, Pfalz. Bei Catarrh, Heiserkeit, Trockenheit bes Halses schleimlösend: Apoth. Albrecht'S Aepfelfäure »Pastillen (1 Gr. Säure, 25 Gr. Zucker) sehr fein ichmeckend. In d. Apoth. und bess. Drogerien. Schachtel 80 Pfg. Harwl°Depüts: Hirsch- und Universitäts-Apotheke. 8474 Danksagung Fm Marie Moos Wwe Tuchhandlung gegr. 1827. Wallthorstrasse Nr. 17. TOTO Lollar, Gießen, den 20. Dezember 1902. 8823 Großer M8rel fienntifHDÖqrlä. verk. Kirchen- vlatz 18, vt., hinter der Stadtkirche. 8833 Wtihtiadils-WerHaiif ZZuchweizenmeHl frisch eingetroffen. 8830 bis BaHnHosstr. 58 GieSSPfl Bahnhosstr. 58 8825 05209 nbgef)o(t. Kmderft.efel ungemein billig Warme Herren-HauSschnhe . . 8826 ausge führt von der KccrNcnuui.sTvrraAKT. C£S.C. Billigste Bezugsquelle hier. billig zu verkaufen. 8704 Näh. Lindenplatz 8, Cigarrengesch. Turmmrein Eintritt 40 Pfg. Anfang 5 Uhr. 8756 Der Borstand. 05575 ä Th. Brück, Möbelfabrik-Lager Der Vorstand. 8796 Der Vorstand. Gießen, den 20. Dezember 1902. MW»--in'TT-wr - v ' .-/• . • '7- E.MWWH- L- Vs>A ” ■ «**■ *** -MM 4 l<*J!** A 0.83 M. , 1.38 _ , 1.75 . J. Sc^ufkof Marktstraße 4. Sehlossgasse, ttke Kanzleibcra-Brandplalz. ----- 8827 lOOZimmerEinrichtungen 25 komplett eingerichtete Musterzimmer. Motiv au-« meinen komplett eingerichtete» Musterzimmern (nach photographischer Aufnahme), deren Besichtigung als Sehenswürdigkeit gerne ohne Kaufzwang gestattet ist. Circa 10 Sorten Schirme wurden mir vom Deutschen Reichs- Patentamt gesetzlich ge- ichützt. Solideste Arbeit und Verwendung des allerbesten Materials. M. Lev?, Schirm-Fabrik. Höchste Auszeichnung Oberhess. Gewerbe-Ausstellung 1898. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei der Beerdigung unserer lieben, unvergeßlichen Mutter 05502] Schöne Wellen- und Nyrnphcn-Papagcieu zu verkaufen Balmhos|traße 26, R. ?lbgesteppte Tameupautoffel mitFilz- u.Ledersohlen ,, ,, mit Sohle und Absatz Damen-Meltonpantosfel mit Lackkappen .... Dameu-Filzhalbschnhe zum Schnüren, rings mit Lederbesatz........... Damen-Lcdcrpantoffel, warm gefüttert, gelb,schwarz und rot............ Damen-Filzschuürstiefel, rings mit Lederbesatz . . ,, ,, rings mit Waschettbesatz . Wichsleder-Damen-Knopf- und Schnürstiefel . . Kalbleder- ,, „ ,» Echte Ehevrean^-Damen-Knopf- u. -Schnürstiefel Die beste» Boxcalf-Damen-Knopf- u. Schnürstiefel sowie für die liebevolle Pflege der Schwester sagen ihren innigsten Dank Die lieftrauernden Kinder Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Groflsh. Musikdirektors Herrn C. Kransse. 2.10 , 2.80 . 2.25 , 3.25 , 4.15 , 6.25 , 6.50 , 6.95 , 58 E3euenweg 53 Lieferung franko Bahnstation. Telephou 373. Hmraf Reich, glücklich und ueirai. passend für alle Unverheiratete vom Bürger bis zum höchsten Adelsstand. Näh. unt „Glückstcru",Berlin8.42. [8714 WUMM Kunstgewerbiiihes Etablissement ersten Ranges Pfarrer Dr. Friedrich Grein t Nachruf mit Bild des Verewigten. $*rets IO Pfennige. BrSM’sche Druckerei, Schulstraße 7. Auch die Zeitungsträger des Gießener Anzeiger- nehmen Bestellungen entgegen. 8790 4.50 , 4.50 , 6.50 , 6.50 . 7.05 , in Schuhwaren. Sämtliche Schuhe und Stiefel verkaufe ich von jetzt Weihnachten zu jedem annehmbaren Preise. firmn Aim Hriugimn Schichlager Aug. Werner Korb- und Stuhlflechterei Todes-Anzeige. Gestern abend entschlief sonst nach langem Krankenlager unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Döring* Schriftsetzer im Alter von 49*/, Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernde» Hinterbliebenen. Büdingen, Ortenberg, den 19. Dezember 1902. Die Beerdigung findet Sonntag den 21. Dezember, vormittags 11 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs mi5 statt. 05577 Drucksachen aller Ari liefert in Jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 «NNW ßlM HHrM. Von meinem präm. Stamm edl. Harz. Kanonen sind fleiß., zarte Sänger, singen auch bei Licht, zu mSinqen Preisen abzugeb. s05539 I. Löberrna^u, Westanlage 64. Herren-Zug- und Schnürstiefel....... Gute und starke Wtchöleder-Herreu-Zng- und Schnürstiefel.......... Herren-Filzzng- und -Schnürstiefel, rings mit Lederbesatz...... . . . . la. WichSledcr-Herren-Schnallenstiefel . . . . Kalbleder-Herren-Zugstiefel........ Die besten Bo;calf- und Chevrcaux-Herren- Schnürstiefel .......... Xaafmäaniscbe factocbilt Sonntag den 21. Dezember, von abends 8 Uhr an, findet in der Turnhalle, Steinstraße, die diesjährige Weihnachtsfeier des Kaufmann. Lehrlingsheims statt, wozu die Mitglieder des kaufmännischen Vereins, alle Schüler der kaufmännischen Fachschule, sowie beider Freunde und Angehörigen hierdurch freundlichst eingeladen werden. NttMmlen-(s-rttakl aus der Hof-Parfümerie C. D. Wunderlich, Nürnberg, 3mal preisgekrönt. Rein vegetabilisch, ganz unschädlich, nm Haaren ein dunkles Ansehen zu geben. Haarfärbo-Nußöl, ein das Haar dunkel färbendes, feines fyaar'öl, zugleich vorzüglich zur Stärkung des Wachstums der Haare. Beide A 0.70 u. 1.20 Mk. W. Ktlbinger, Drogenhandlung, SelterSweg 62. . . k 0.89 Mk. 8- , Harzer Kanarienvögel, steih. gute Sänger, zu oerfcntfen. 03554 Sonnenstraße 18. 05564] Harzer Kanarienvögel, vorzügliche Sänger, zu verkaufen. Brnchstraste 12. Carttatal-Vereiit Gertttatita. Sonntag den 21. Dezember, von nachm. 4 Nhr au. Große Tanzbelustign«!, in der Stadt Lich. 06558 Eintritt frei. — Es ladet ergebenst ein Der Vorstav^. Tuchstone la. deutsche und englische "Waren in allen Preislagen. Eine grosse Parthie Rester passend n Herren- und Knabenanrügen Preislage: 3, 4, 5, 6, 7, 8 Mark mit 20% Rabatt. Louis Treff & Co. Freitag den 26. Dezember, abends */a8 Uhr: Weihnachtsfeier bestehend in Donnerstag den 25. Dezember 1902 abends 6 Uhr: Weihnachtsfeier im Orphemn, Schanzenstraße, früher LonyS ®ietfenet, bestehend in Kinderbescherung und Verlosung. Theaser, Kontert, Verlosung u. Danz. Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Vorstand. flJrttXis HciratS.Auswahl zum Jluuji neuen Jahr kolossal. Senden Sie nur Adresse, sos. erh. Sie 600 reiche Partien, auch Bilder zur Ausw. „Kts-rm", Serliv 14.066M BR für reisende fiOSDlZ Damen B im evang. Schwesternhaus, Giessen, Johannesstr. 7. herein „Geselligkeit“. Sonntag, den 21. d. MtS. abends 8 Uhr Weihnachtsfeier bei Schäfer ,,RolandSeck". freunde des Vereins willkommen. 8163 Bezahle hohe Preise für Haseufelle, Marder, Jltise, Wüchse und Kauinfelle. Tie Kürschnerei von A. Kretzschmar 22 Marktplatz 22. Ankauf Bon Siimpcn, Knochen, Eisen nnd Metallen. Jacob Neustädter Wallthorstrasie 46. Auf Wunsch werden dieselben IMOOMtÄ °°°n° pünktlichem Zinszahler ges. Cff. unt. Nr. 5588 an die Exp. d. Bl. nhn Heirat vermittelt Bu- laviullv reau Krämer, Leipzig, Brüder tr 6. Auskunft areren RU Pf. Bestellungen werden prompt ausgeführt. Steins Garten. Sonntag den 2L Dezember: Konzert Jede? Quantum sauber gepflückte Kiefern- »ni> Uchtenzapsen kausen zu hoben Preisen 8140 Ferd. Bang & Sohn, Klenganstalten, Marburg a. Lahn. Ein wüchsamer SHnnb zu kaufen gesucht. 8795 Näheres Sonnenstr. 6, part. 05586s 2 neue DivanS sind sof. billig zu verkauf. Damm, ©attler- gehülfe bei Herrn Hetz, Marktstr. 14. Kasfaschrank, noch rote neu, preiswert abzugeb. 05584_______Wallthorstrasie 85. Irci rcimMe Lciden?ni>cl Farbe schwarz, hat billig abzugeben Yeter Landvogt, Rocken- berg, Wetterau.____________8809 kräETchnei-erchmschine *1 ,F