uojiifleb. Dinh w ®hä?ssla S&Ä1; Schon mobl Rir SSLUSfe^ wi >iwi»rSr iieieii^6iepi}oii|tiügtj),^ AUÜ T^iSüSiu. 'ern, $£ l°7l |0,tile^tK^^k3 l7Uüöl Y pttl»,C| Wc.^utt ?LS DK ^i^ünTzTT^-^ ° JööÜe lö iu SPSisÄiiÄ W ööiL KU' knieten, Hotel Uu>h ^«u Arbcuer eiuV Jielle, Äsienvcg 3. agucn dü na •teiiüi Herren u.Tanitu »des, durch den Merton in Anikels. Sluslimi, c 15 unb jranlo tifl. t/i t Frankreich». $ ur Äusnayine tum im stlichea Llltal«i.ne WM »cvorjugt vJ tm BtuÖ/rrcut« hiesigen AvnM. btt: ÜjurinMsMchenMi.^ U$r t* isl. h°- idenhonorar -ugestchrr. • ie legelnuW as ßaiye W-Wiw- n \o\l, \\t eine W- .twüitem erhebliche-^ ^eucn mit Cchrillprobr u üöl76 an die ttjpeJüu. erbeten.___ ld)Ljcltcr«wePS —Mchräa go»uS ,^01- ’W11W 55«** » E-sE Nr. 273 ®r| gestellte Personen, Leute, die Selbständigkeit und j= , Beherrschung besitzen, ältere und aus gebildeten en, werden sich naturgemäß weniger für Suggestion HT L. Büchner: Im Dienste der Wahrheit. Verlag von Gießen. eignen, während Leute, die an strenge Disziplin und Gehorsam gewohnt sind, sowie körperlich und geistig schwache Menschen, sensitive Naturen re., bessere „Medien" abgeben werden. Fast alle Hypnotiseure geben unumwunden zu, daß zu dem Gelingen eines Experimentes unbedingt der Wille dazu auf beiden Seiten vorhanden sein muß. Erinnerungen an Personen, die uns in der Hypnose beigebracht werden, und die uns in unserem gewöhnlichen Zustande schon längst entfallen waren, wollen als Beweis gar nichts bedeuten; wie oft kommen uns z. B. schon im Traume Erinnerungen und Personen unwillkürlich zu Gesicht, an die wir uns im wachen Zustande nie, auch bei dem schärfsten Gedächtnis, so genau erinnert hätten. Offenbar erhält die Erinnerungskraft, die im gewöhnlichen Leben latent bleibt und besonderer Anlässe bedarf, um aus der Tiefe des Bewußtseins wieder an die Oberfläche zu treten, im hypnotischen Zustand eine Steigerung. Spiritismus und Hypnotismus, wie oft werden dieselben für nahe verwandt gehalten! Wenn der Hypnotismus auf wissenschaftlichem Wege leicht erklärbar ist, so geben eine solche Möglichkeit die Anhänger des Spiritismus bei diesem nicht zu. Tie vielen Entlarvungen in den letzten Jahren der „Medien" haben ja genügend bewiesen, wie oft sich die, einer spiritistischen Sitzung Beiwohnenden täuschen lassen. Man kann wohl eine Person durch Hypnose inspirieren eine Handlung auszuführen, die ihr gelegen ist, d. h. ihr bekannt ist, aber kein Spiritist der ganzen Welt wird es fertig bringen, z. B. einen Menschen, der nie reden konnte, ifo zu inf^irür.n, daß er plötzlich anfängt, lange Reden zu halten und noch dazu über ein Thema, das ihm vielleicht nie bekannt war. Ein „Medium" tanii seine Zuhörer wohl im günstigsten Falle soweit durch Hypnose bringen, daß sie glauben, z. B. den Geist eines Verstorbenen zu sehen, over gar j.ch mit einem solchen zu unterhalten, lvaö in Wirklichkeit ja natürlich nicht zutrifst. Ter Redner,Herr Leo Erichsen führte uns in seinem Vortrag auf dieses Gebiet des Hypnotismus und Spiritismus und betonte in erster Linie, daß wohl durch angewiesen werben, streng darauf zu achten, daß die Unter' ofsiziere stets mindestens 3 Schritt von der Llbteilung, die sie exerzieren lasten, entfernt stehen. Pie KeneraLversammlung des Kesstschen Aauern- vereivs. (Originalbericht des „Gieß. Anz.") Gernsheim, 19. Nov. Die siebente Generalversammlung des hessischen Bauernbundes fand heute hier statt. Nach stattgehabter Begrüßung besichtigten die Er- schietrenen die landwirtschaftliche Ausstellung, an der sich die Raiffeisen-Filialen in Ludwigshafen und das Lagerhaus Lorsch in hervorragendem Maße beteiligt hatten. Weiler hatten noch ausgestellt u. a. die Zuckerfabrik Frankenthal (Torfmehl, 9Nelassetorfmehlfutter), die Pfälzer Tabakverwerlungsgenosfenschaft Berg a. Rh. (Tabak, Zigarren). Viele Andere hatten Obst, Kartoffeln und andere Feldfrüchte, Geflügel rc. ausgestellt. Interessant von Raiffeisen waren die graphischen Darstelluligen der zunehmenden Anzahl der angcschlossenen Orlsvereine der Pfalzer Tabak- verraufsgenossenschaft. Im Jahre 1897 waren es 18, im Jahre 19U1: 52. Ferner Die Darstellungen der zunehmenden Anzahl der Tabatpflanzer der Pfälzischen Tabakoerkaufs- genossenschaft: im Jahre 1897: 739, im Jahre 1901: 2439, sowie weiter die Darstellungen der Zunahme der jährlichen Tabakmengen lb«er Pfälzischen Tabatverlaufsgenolfenschaft: int Jahre 1897: 8297 Zentner, im Jahre 1901: 30 100 Ztr. Um 11.45 Uhr begann die Abwicklung des geschäftlichen Teiles. Bürgermeister Roß von Gernsheim begrüßte die Teilnehmer: „Ter Bauernstand ist das festeste Fundament des Staates und der Gemeinde. Standhafter wie irgend eine andere Berufsklasse ertrügt er über ihn hereinbrechende Krisen" — das war das Leitmotiv seiner Ausführungen, die mit einem Hoch auf den Hessischen Bauernverein schlossen. Nach dem Jahresbericht zählt der Verein in 56 Lolawereinen, die sich auf die drei hessischen Provinzen verteilen, 3054 Mitglieder. Die Einnahmen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 17 014,99 Mk., die Ausgaben 15 438,8 i Mk. Das Vermögen des Vereins beträgt 17153,66 Mark. Das Vereinsblatt hat eine Auflage von 3700 Exemplaren. Beiläufig bemerkt wurde, daß 4 26 Mitglieder mit den Ver e insb ei t rä g en im Rückstände sind. Sie werden ersucht, bald ihrer Pflicht und Schuldigkeit nachzulommeli, widrigenfalls sie aus der Mitgliederliste gestrichen werden. Tas Vereinsvermögen hat sich in den letzten Jahren wesentlich gehoben und zwar hauptsächlich dadurch, daß der Generalsekretär des Vereins, der 3000 Gehalt bezog und dafür absolut nichts leistete, einfach a b g e s ch a s s t wurde. Dem Rechner wurde Techarge erteilt. Zum 1. Präsidenten des Vereins wurde der Landwirt Regner-Bretzenheim gewählt. Hieraus wurde eine Statutenänderung dahin Dorgenommen, daß künftig die Generalversammlungen stets im letzten Viertel des Jahres abgehalten werden sollen, anstatt wie früher im März> Als nächster Ort der Generalversammlung wurde Dieburg für den Fall bestimmt, daß die v b e r h essisch e n Lokalvereine, die nicht vertreten waren, nicht den Wunsch ausdrücken sollten, sie in einem vberhessischen Orte abzuhalten. In Der Diskussion trat Wagner- Urberach für eine regere Agitation und Gründung neuer Lokalvereine ein. Weiter befürwortet er die Einteilung der Lokalvereins- bezirke in der Weise, daß sie mit den Landtagswahlkreisen das Mystische, das dieses Gebiet schon an und für sich umglebt, es zu einem ausgiebigen Felde für die größten und erfolgreichsten Gaunereien und Betrügereien geworden ist. Er schilderte uns durch Worte und in mehr oder weniger gelungenen Experimenten das gaunerhafte Treiben des so weltberühmten amerikanischen Taschenspielers Stuart Cumöerland. Er gab uns Aufschluß über die meisterhaften Täuschungskünste der Gedanienleserpaare Homes und Fey, Fly und Stade u. a. in. Er führte uns ein interessantes Beispiel „tiefer Hypnose" an einem aus dem Publikum ausgesua)ten „Medium" wirklich meisterhaft vor, und kam zum Schluß auf den Spiritismus und die Betrügerin Der bekannten Anna Rothe zu sprechen, indem er bewies, welch betrügerisches Spiel dieses „Medium" mit seinen Zuhörern getrieben hat. Gern hätten wir von dem Redner einige Worte übet den berühmten Roman Tumauriers ,L!rilby" gehört, in dem ja bekanntlich die Hypnose die Hauptrolle spielt. Auch wäre das Thema der Anwendung der Hypnose zu Heilzwecken gewiß ein ebenso interessantes wie ausgiebige^ Feld für eine Besprechung gewesen. Im großen und ganzen erfüllte der gestrige Vortrag die Erwartungen, mit denen man nach dem Cafe Leib gegangen war. Wenn dies und jenes nicht klapstte, so ist daran in erster Linie das Verhalten eines Teiles pes Publikums schuld. Ohne Rücksicht auf den mehrfach geäußerten Wunsch des Vortragenden machte sich fortwährend große Unruhe bemerkbar, junge Grünschnäbel lachten, Kellner klimperten mit dem Geld, und auf der Galerie herrschte anhaltendes Getrampel und Stuhlrücken. Ein Teil der Experimente konnte daher nicht gelingen, was sehr bedauert werden muß. Wir möchten zum Schluß noch darauf aufmerksam machen, daß die Heldin" Der heute in unserem Stadt- t h e a t e r durch eine Berliner Künstlerin von Oluf zur Tar- ftellung gelangenden pdäenoen Tichmng Ibsens „T i e F r a u vom Meere" erkckirlich wird, w.nn man sie auf faßt als in hypnotischem Zustande befindlich als Et -ff £2 Die TageSanlagen der Eo u «- •c Wett November € L § Foulard-Seide * Seiden • Fabrik flenntb rg. Zürich. € 19 auf auf den 2 -5 V hl -t- Hungen, S. November. Braunkohlengrube »Friedrich —>8- - s & Z eo kalte Winter dürfte den Bahnarbeiten nichts weniger günstig und förderlich sein. g. Wohnfeld, 19. Nov. In der Nacht vom 17. den 18. November hat sich der Landwirt Johann Rahn seinem Speicher erhängt. Unheilbare Krankheit hat . Mann in den Tod getrieben. Z c - j» *■ G beginnt bereits sich zu erfüllen. Ein hier bestehender Verein der Friseurgeb i l s e n hat beschlossen, fortan, vorläufig an Sonntagen und Kneipabenden seine Mitglieder studentische Korpsbänder in den Farben weiß-rvt-gold tragen zu lassen und man hatte bereits Gelegenheit, Mitglieder dieser Verbindung auf den Straßen in „Wichs" bewundern zu können. Sb die „Bartstudenten" auch Mensuren aussechten werden, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist Münster durch dieses neue „kulturelle Element" anderen Universitätsstädten erheblich über. ' Von der schweizerischen Rekrutenprüfung. Die Schweiz hat noch Analphabeten. Bei der Rekrutenprüfung un Kanton Uri kam es zu folgender Auseinandersetzung zwischen dem Prüfenden und einem Rekruten aus dem Schächenthale. Pr.: »Leset einmal.• — R.: »Ich cha mt iesä, Herr, ich cha g'wiß mt lefä.N — Pr.: »Ach, Ihr könnt'- schon, probierte nur.- — R.: „Ich cha bim Eicher nit lesä, lüenb mi' nit länger plagä, ich will ech lieber öppis gä." Spricht's und zieht seinen Geldsäckel heraus und streckt dem Examinator em Frankenstück hin. Zum Militär wurde -er Schächenthaler aber doch ausgehoben._________________ Gisenbichn Zeitung. M ur°'A„°u^7---n B°dn»,.n ,an. Seleeetifjeit habet, Die auf btt!Xe .r„ba0nt)ire,llo„ kranlaflung marken zu erhalten, so hat die Ei|c . r mres Bezirkes tu genommen, sämtliche &abnhofsbuchh^„ tct8 auch eine Anzahl ersuchen, neben den Vertaufsgcgenstandr , bQ(tCn und Des Verkehrs. Es giebt mehrere Aufgaben, die durch einen Verkehrsverein erfüllt werden können. Zahlreiche old)er Vereine in anderen Orten haben es sicht vornehmlich zur Ausgabe gestellt, Passanten den Aufenthalt in der ^tadt und der Umgebung angenehm zu gestalten. Andere Vereine sind gewissermaßen Ansiedelungsoereine. Bei zahlreichen Personen tritt in einem gewissen Lebensalter das Bedürfnis Bedürfnis hervor, sich vorn Berufe zurückzuziehen und sich mit Familie an einem genehmen Orte an zu sied ein. Wird dieser Entschluß zur rechten Zeil gefaßt, so spürt der im Berufe überarbeitete Beamte, Offizier, Lehrer, Kaufmann rc. 20. den Erfolg, daß sich seine Gesundheit in^ kurzer Zeit hebt und er sich dadurch noch, lange ieiner F-amilie erhält. Tie Großstadt ist dafür durchaus nitch immer geeignet. Tas Hastige, Ueberhastende in ihr macht oft den ruhigen Zuschauer nervös. Umgang mit angenehmen und gecilbeten Leuten, den Besuch von guten Theatervorstellungen, Konzerten rc. will man nicht missen, und Rücksicht nehmen muß man auf die Kinder, sie guten Schulunterricht erhalten sollen. Gießen ist für diese Zwecke außerordentlich geeignet Es hat eine hübsche Umgebung, des Lahnthals und der zahlreichen Taunusbäder Schönheiten sind benachbart Unjere Stadt hat zweifellos bie günstigsten Bedingungen für ein „Pensionopolis". Es besitzt die besten Schulen, Universität, hervorragende Aerzte, auSg-zsichnete Äliiufcn, eine musterhafte Badeanstalt, ferner schattige und schöne Promenaden innerhalb der Stadt, die leicht noch hier und da ein wenig verbessert werden könnten, rc. rc. Was ist nun zunächst in Gießen zu unternehmen, um Fremdenbesuch herbeizuziehen (z. B. von dem nahen Bad Nauheim aus) und als einen sehr geeigneten dauernden Aufenthaltsort bekannt zu machen? Wie in anderen Ssiidten, muh auch in Gießen das Bestreben darauf gerichtet fein, alle der Hebung des Fremdenverkehrs dienenden Institutionen zu einer einheitlichen Organisation zu vereinigen, zu gemeinsamer Thäsigkell. Tie Schwierigkeiten, auch wirk sich etwas zu erreichen, darf man nicht verkennen, doch je steiler das Ziel, desto höhe- der Lohn, desto größer die Verdienste um die Allgemeinheit. Für einen Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs dürften folgende Grund|ätze maßgebend fein: Vor allem empfiehlt es sich, in Wort und Schrift diejenigen Vorzüge der Stadt und Umgebung gebührend hervorzuheben, welche geeignet sind, den Ansiedlerzuzug und den Fremdenverkehr kräftig zu fördern, d. h. kein Hilfsmittel einer wirksamen Reklame zu versäumen. Es müßte also wohl zunächst ein geeigneter Gratis-Fremdenführer, dessen Kvsten durch Inserate gedeckt werden können, geschaffen werden. Tiefer — illustrierte — Führer müßte in Gießen am Bahnhof jedem Ankömmling überreicht werden, ebenso in Nauheim und auch durch Drudervereine in anderen Orten zur Ausgabe gelangen. Prospekte, in Eisenbahnwagen ausgelegt, dürsten nicht fehlen, ebenso wenig Plakate. Ein größerer Fremoenoerkehr stellt aber auch erhöhte Forderungen. Tamm find die eifrigen Bemühungen anderer Vereine und Unternehmungen zur Hebung des Theaters und des Musikweseus, alle Bestrebungen auf Erlich tun g eines schmucken Schauspiel- und Konzert- Hauses von dem VerkchtsverciK mit allen Mitteln zu unterstützen. Man muß, wie in Nauhein'5'Lnö Marburg, an Die Begründung von Familienpensionaten denket, ip denen natürlich, ebenso wie in Hotels und Restaurants, auf küsste Bedienung größter Wert zu legen ist. Nicht verabsäum!' iverden darf die größte Reinlichkeit der Straßen. Tie Errichtung eines ständigen Troschkenhalteplatzes — selbst am Bahnhof bei Ankunft von Schnellzügen findet man nicht immer Droschken vor (9.19 Schnellzug von Eassel beAiu. ^agen nach Frankfurt!). — Ein Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs muß auch Hand in Hand gehen mit dem Berschönerungsoerein. 9 tätig ist die Schaffung einer zuverlässigen Auskunftsstelle. Eine solche ist praktisch mit einem Reissebureau zu verbinden. (£in Reisebureau kann sich meistens ganz gut lelbst erhalten. Als Beispiel, waS im Verkehrswesen geleistet werden kann, mögen hier die Ergebnisse aus zwei Nachbarstädten folgen. Ter ^Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs" in Ai ar bürg blickte am 28. Mai d. I. auf eine elfjährige Thtigäkeit zurück. Es wurden durch den Verein für Broschüren, Rellamebllder rc. veraousgadt vom Jahre 1891 bis 1900 zusammen 8511 Mk. Tafür ist aber auch Marburg in den weitesten Kreisen des deutschen Vaterlandes wie aud) im Auslande als angenehmer Aufenthaltsort bekannt. Tie ausgewendeten Mittel, also nur etwa 800 Mk. pro Jahr, haben einen erheblichen Einfluß auf den Besuch und Zuzug uon Fremden unb wohl nitch minder auf die Frequenz der Universität ausgeübt. Es liegt auf der Hand, daß Damit auch das geeinte gewerbliche Leben, die Grundstückswerte wie die Sreuerkrast im allgemeinen gestärkt und gehoben werden mußten, sodaß jedem Gewerbetreibenden und Grundstückbesitzer direkt und indirekt Nutzen aus der Vereinsthätigkell zugeflossen ist. Auch Bad 9i a u lj e i m, das erst in diesem Jahre eine „Verkehrskommission" bildete, hat, wie der „Gieß. Anz." schon einmal berichtete, durch Herausgabe einer GratiSdroschüre rc. tüchtig gearbeitet und zum Teil dadurch bie Frequenz des Bades um etiva 2700 Kurgäste gehoben. Zum Schlüsse sei noch bemertt, daß man in Frankfurt a. Main am 24. Januar d. I. die Bildung eines „Bundes deutscher Derkehrsvereinc" anregte. Dieser Bund wurde am 9. Oktober d. I. in Tüsseldorf (onftituiert Als Vorort ist Leipzig erwählt worden. Der Bund bezweckt den Zusammcii- ichluß aller Vereine zur Hebung des Fremdenverkehrs. Gerichtssaal. o Gieße«, 18. Nov. Schöffengericht. Gegen die Obst- Händlerin Witwe S. aus Gießen war, wie wir feiner Zeil derich- leten, Anzeige ergangen, weit sie Sonntags Nachmittags wahrens Des Gottesdienstes Obst seilgehalten hätte. Die Entscheidung war damals ausgefetzt worden, well nicht klar war, ob sonntags von 2-3 Uhr in der katholischen Kirche .Gottesdienst' abgehallen wuide. Heute wurde entschieden, daß die Andacht, welche zu dieser ont m der katholischen Kirche abaehalken wird, nicht aiS Goliesdienft im technischen ömne des Gesetzes anzusehen set, da ,a auch Die Zerkaussläden während dieser Zett ohengehalten wurden. Sie geklagte wurde h-eraus sretgesprochen. In ZuturM, werden also Anzeigen dieser Art nicht mehr erhoben werden. - Die Tien b- niagl Uijette S. hatte nut einer hiesigen Herrschau einen Dien t- vertrag abgeschlossen und nach Abschluv desselben ztoei Aiark Drauf- erhalten. Trotz wiederholter Mahnung erschien sie ledochi nicht rnn/^Misiaiuritt. Tas Gericht verurteilte sie deshalb zu 15 mt. Welbftrl 'X und in die Kosten des Verfahrens. — Wegen Rorytv- ueiojira der Schlosser W. und der Taglöhner «. angeklagt. Sentern b,e unaehorsa.n war, mit ein« Mi|t- f^afe,“®6 ?u'uSani< ö t e t o no. e n i an9 n —X * bei Hungen, welche bekanntlich durch die Ko hlenstaub explosion im Juni d. Js. sehr stark zerstört wurden, sind nunmehr so weil wieder hergestellt, daß die Brckettfabnkation wieder ausgenommen werden konnte und in einigen Wochen sämtliche Pressen in Betrieb gesetzt werden können. Sämtliche Apparate der inneren Einrichtung sind bei den Reparatur- und Umbaiiarbeitcn von Grund auf renoviert bezw. durch neue ersetzt, sodaß jetzt ein besseres, allen Anforderungen entsprechendes Fabrikat hergestellt wird. An Stelle des ftüheren Pappdaches hat die Bnkettfabrik ein Wellblechdach erhalten, wodurch die gesamten Tagesanlagen gegen früher einen hübscheren und gefälligeren Eindruck machen und auch gegen Feuersgefahr bester geschützt sind; der Brikettlagerschuppen erhält ebenfalls eine Wellblechbedachung. Wie bekannt, ist die Heizkraft der Friedrich-Briketts sehr groß und die Briketts sind wegen ihrer Langflammigkeit besonders bei den Bäckern sehr beliebt; ferner eignen sie sich infolge ihres großen und anhaltenden Heizeffektes vorzüglich zu Hausbrand- und wegen der günstigen Frachtoerhältniste auch zu Jndustrie- zwecken bezw. zur Kestelfeuerung. Bemerkt sei hier, daß der frühere den Briketts anhaftende starke Geruch durch Aushalten der theerhaltigen Schwelkohle beseitigt ist, sodaß mit Sicherheit die Unterbringung der ganzen Brikettproduktion zu erwarten steht; es wäre dies auch aus dem Grunde zu wünschen, weil dadurch noch manchen Leuten Arbeitsgelegenheit geboten würde. Zur Zeit ist der Absatz, auch nach Süddeutschland, flott Hoffentlich bleibt die Grube, welche durch die fast vollständige Verbrennung von ca. 650 Doppelwagen gelagerten Briketts sowie die teilweise Zerstörung der Tagesanlagen und den langen BetriebSstillsland großen chaden erlitten hat, von weiteren Unglücksfällen verschont. Die Krüudung eines ZZcreins zur Kcbung des KremdeuvelkehlS. Gießen, 19. Nov. Unsere Zeit hat ein Ueberrnaß von Vereinen aller Art hervorgebracht, doch der außerordentlich wichtigen Frage Ve r kehr shebung l)at man in den meisten Orten noch nicht genügende, ja z T. noch gar keine Aufmerksamkeit geschenkt — und dabei hört man fast täglich das Kaiser- wort: „Unsere Zell steht im Zeichen des Verkehrs!" Durch die mobcnien Reiseverbindungen werden heutzutage die Entfernungen aufgehoben. Wer in Neivyork einen luxuriös ausgestattcten Schnelldampfer beüeigt, der verläßt ihn acht Tage darauf in einem deutschen Hafenorte. Niemand wundert sich mehr, daß mau den Ozcan in so kurzer Zeit durchmej'en kann. zusammensallen, um Bei LandtagSwahlen energisch eingreifen zu können Pfarrer Mauer pflichtete dem Vorredner bezüglich des ersteren Punktes bei, widersetzte sich aber auss heftigste dem zweiten Vorschläge Wagners. Ter Hessische Bauernverein sei kein politischer Verein unb habe mit Politik nichts zu thun. Auch Rechtsanwalt Tr. Frenay - Maiiiz erklärte sich gegen eine Neueinteilung der Bezirke, ohne indes das politische Moment besonders zu betonen Tagegen ist er für eine regere Agitation, be. Gießen, den 20. November 1902. •* Gedenktage. In Breslau wurde am 21. November 1768 der unermüdliche Kämpfer für eine freiere Kirchen- versastung Friedrich Ernst Daniel Schleier machet geboren. Er war ein Schüler des Pädagogiums Barby an der Elbe und wurde in strengster herrnhuiischer Frömmigkeit erzogen. Nachdem er als Erzieher, Lehrer, Prediger und Prosestor gewirkt hatte, ging er nach Auflösung der Universität Halle nach Berlin, wo er durch Schrift und Won bemüht war, den nationalen Geist des Volkes lebendig zu erhalten 1809 wurde Schleiermacher Prediger in Berlin und dann Professor an der wesentlich nach seinen Ratschlägen neu- gegründeten Universität — Zur Hebung des Fremdenverkehrs macht in München und im bayerischen Hochlande em diesem Zwecke dienender Verein große Anstrengungen. Seiner Thätigken sind bereits verschiedene Neuerungen zu danken. U. a. ist von der Generaldirektion der bayerischen Staatseisenbahnen gestattet worden, daß der Verein die Rundreise billets mit eigenen Umschlägen versieht, deren Ausdruck für Propa gandazwecke dienen kann. Die Verbreitung einet von ihm herausgegebenen ,Offiziellen Fremdenzeitung" in den Eisenbahnwagen der bayerischen Hauptoerkehrslinien wird angestrebt. § Mücke, 19. Nov. In nicht eingeweihten Kreisen glaubte man an eine Fertigstellung der neuen Eisenbahnstrecke Mücke — Laubach noch in diesem Jahre. Die vorgeschrittenen Arbeiten zwischen Flensungen und hier konnten diesen Glauben nähren. Wer aber die Durchstechungs- und Durchbruchsarbeiten mit ihren Schmierigkeiten bei Laubach und bei Freienseen beobachtet, der wird es bezeugen, daß an eine Vollendung der neuen Strecke vor nächsten Herbst nicht zu denken ist Zudem ist zu den erforderlichen Stationö- Erbauungen noch kein Anfang gemacht Der hereingebrochene c it 3 E 19. 2“ 749,6 — 2,0 3,7 54 NE. 2 19. 9" 749,0 — 5,2 2,3 65 NNE. 2 20. 7” 749,1 -5,5 ■ifi 76 NE. 2 ■*Tw 3 «ft 3 c <5 £ so £ ° 8 © E 3 3tz!"L °LK EW jQ E° CO C.N t^s c 3 S CO «ft oft d° 3 5» N cd5S >b >b ä 3 as co N S- = E J5 £ ÖS » «ft 3 NN 8 E L g» *ti c? 3 (SD B 8 e 8 e «« © «3* E o E 2 8 «r, w e ‘S' 5 3 ft C CD © S ® 3 a 0® © >b >b «ft c 00 CD c c 3 >8 »LQ c 8 N 3 S 3 S 2" o CDQ 3 N 5 K © a -E 3 o #d L Lc^-L d 8 © Q GDtiS O Zr oft 8 85 c ö cd 3 c CO o CD 3 3 LZ CD >b S o — -_ :E o> E 8^-3 © so M-> og»se E o •“ E -- — ±t cd p .E3^3 Tt E p £ — M 5 «ft CD eX° 5 trb ^—■ «ft 55 >g 5 <■§2 !b S Ta E 2 ibachtuvgell eben.__.— richt. Gegen irdst- e wir seiner Zr-mch' gs NachmillLnchMd Tie lintfdA war : war, ob ÄrHs von bienjt* abge^rn wurde. )t, welche v * b nicht ^ SourrdMll jen lei, M ia auch dir halten Men. Tw An- n. Zn Zulunst werden n werden. - !lenst« berrl4aii einen Tieiist' leibeiuweiStadW erschien sie tedochnch t sre drshald jü lb ixens. - W «öJ2 •MW« «- °"»M am war, mit einer l'il1’ Ä'ääJ n tSeiängnis vemrick w vielen SahnhSlen ^ -W flet§ auch t,ne , f nu hallen unb. -««en bekannt U lant'^aaen ju «'S lb « ' 1,6 °6- I Mktnbe^ 8)7«C. 19», W-^Ob’en. pä avshirlte, «u. nie, ber ^ N c *Jh *5* S S'leiitet' J feS * ’«We* .^0erengenetQls)«on ?»Ä ?L Louis im bQ. i“ --«nbai1 itb, ^a| Haupnanns Loujz S" * L"E terei§ sich Mi »rlleu?! 6»m> ie et itübentiffc K®'tragen jul«A i'^lnbet die,er fe, Jetounbern ju tonnen, unster burch bieiti Ulversitätsstäbten » ^ekrutenprüfung. 21 derRekrutenprüsung ?r Auseinanbersetzunz Rekruten aus bin - R.: .Ich cha br.: ,Ach. Jhr kömsj a bim Eicher nit Ikjj ech lieber öppis gr eraus unb streckt h im Militär routi?.: e E* E 3Ö O Oft E c £ ^N 3 e »e 3 3 •co SO s S s CO OD Ev vd S 3 N 3 .5 £ «5 5£«'x c N CO *d 3 3 CO yg'W 3 a 3 COD 3 C3®2 cd cd O COD' =oQ 'Z «ft s °S» E LN -ft cd; « C5 N N 3.: b EdK £ COD «ft SO 3 CD 3 3 tt <3 CD 3 © E CD 3 3 3 3 3 a c N CD 3 CD 3 E E S °v -S.. H.S ZZ8 *2 CD ^D B«ft sk CD 3 COD L c 8 As© 3^ c c «ft 00 b£ «*W 2 co Z ^.§ (9 cj *c3" COD . ,..Ä s E 3 w 3 3) C 'a>2 5S 3 - -t 3 C CD Ä«ft N-^ rO E CQS h ^N LZ Si-ZD 3 C «ft -C N KZ Strs.E 3 3 —- «ft C 5 3 eS S'- CD CD CD P CD>O 11 £ - Q# ä-?Q §-=ODp38Ö KZ.E-SZ- PS u 5 CD —q «. <3D P dQ 2 “e w 3 2-° E □ -r. - ZZÄZ3^ S’stH'®' CD s= 3 L SS £ og? 3 3 CD® uO c 5$ S»ö E*» 3 3 s 3 O £ volS) 3$J :«ft 3 £ a SD 'S" c SD L> -o COD- cod"; N ZIL e «$> =: 2 g (S) E 3 sZr SD e« »D £©K £> N S £ CD N 3 ty <9 3 (?< "a *ti p P CD -F «3 aö e £ ^p-T 'S o £(9 3-1 gut e 3 E e.s'S'S © p £ — «ft — «» £ *»■] 3 , »,§ä ,, P 3D CD COD E :E COD— 3 ■— E — «° £ CD P ÖD :C CD P CD—' p P O CD ro CD P dS N P 3 3 ~ ocE t7E -j C S?jQ C u— O CD CO COD P $? 3 rP COD S E 5 Z^K AZ 3 *p «ft •— Zsr-Z N 3Z- . -^S-S3 3 C £-tT" 3 C E Sd =P S8C 3 § LZ g L S. ,7t« s^'^ZZ cd E-? _ EZL $? jQ g = S n - 3> £ gO-ODÄp DÖ £ W E 5 E — 3 Aip 3 rt -p L£Z§ 3 *- =O sS ^<9 ß« Deutsche Nähmaschinen Gesellschaft Vielfachen ouS unserem Kundenkreise geäußerten Wünschen entsprechend und weil die seither benutzten Räume nicht auSreichten, eröffneten wir am hiesigen Platze 5 Schul st raße 5 neben dem Gießener Anzeiger, gegenüber dem Hamburger EagroS-Lager ein Xea.il en-©eseli ältt. Hierdurch ist dem Publikum besser wie seither Gelegenheit geboten, sich von der Vor- züglichkeit und Preiswürdigkeit unserer Nähmaschinen zu überzeugen und laden wir zu lebhaftem Besuch höflichst ein. Der Verkauf von Zubehör- und Ersatzteilen, Nabeln, Lelen, Mseiiie re. wird besondere Pflege erfahren und machen wir alle Konsumenten, als Näherinnen, Schneiderinnen, Hcrrnschneider, Schuhmacher re. hiermit auf die Gelegenheit zum Bezüge dieser Artikel aufmerksam. Für seither bewiesenes Vertrauen bestens dankend, bitten wir Sie, uns auch ferner gleiches Wohlwollen zu bewahren, das wir stets und in Allem zu rechtfertigen bestrebt bleiben. tile*een Hochachtungsvoll ä DeMe WmschimMelM Ladengeschäft. Eymer & Käme». Wiesbaden Ellenbogengasse 16. Basel Riehenchorstraße 1L 8065 General - Vertretung der Gritzner-Nähmaschine». Fluß- und Seefische J. II« Schulhof leleobon 119 814 | üronwtet Verland! nach auftro. | L. Steinhäuser yleuettbäue 17 Telephon 346 empfiehlt: per Piund Pfg. Ist. Zuckcrrübeukrant Id , -jwetschenhonig 25 , Mariuelaöe ^gemischt) 28 , Apfelgelee 8u „ JohanniSbeermarmelade 55 , Erdbeermarmelade 60 , Htmbeermarmelave 60 , Ptenenhonig, rein, 1,00 Frisch geschossene Hasen! Heinrich Klotz, Mäusburg 17 Fste. Bert. Rollmöpse, jmet Sluck 11 Ps., Heringe, p. Sluck 6 Pi., Mainzer Haudkäse, per Stück 4 Pi., amerik. Petroleum, per Liter 17 Pf., empfiehlt 104927 W. Ullrich, Schloßgasse 7. Eine» Poften Kartoffeln '4 preisen 7906 Kreuzplalz. Haus geliefert. 05164 Zum Totenfest empfehle in großer Auswahl 8003 Ofensetzer Ofeuputzer C. Röhr & Co Wasche mit Luhns in geschmackvollster Ausführung und billigsten Preifen. Eduard Rieger, HMIMucr, Wrmg 3 (Wetterauer Ware) hat preiswert abzugeben 7806 J. w el«.el, Sonnenstraßc. Prima gelbe MäuScheu-Lalatlartoffeln. Kohlen! Alle Sorten, jedes Quantum, zu billigsten Tagespreisen frei ins Ich habe mich in Gießen als Arzt niedergelassen. Meine Wohnung befindet sich Ludwigstratze 38, Part. Sprechstunden: Bormittags 8*/, bis 10 Uhr, nachmittags 8027 2‘/, big 4 Uhr. Sonntag nur vormittags. Dr. Geyer, pr. Arzt jeder Art bei pünktlicher und ge- । wtsienhaiter Bedienung. 05190 gaplauögafic 23. Empfehle mich im Setzen und Reinigen von Seien und Herden MchcnhcMrLWimbcM Merknacheninehl (phosphorsaurer Kalk) Zrq-ii.Mlihiloa Gustav Walter, 05103 Mäusburg 13. Mestlaltsches Uetttuch- V halbleinen 160 Zentimeter breit, in vorzüglicher Qualität, für den billigen Preis von JßSgp 1 Mark per Meter empfehlen 7081 Meine berühmten Hetrolensnheizofen von denen bereits ISO Stüok verkauft, bringe loh Io empfehlende Erinnerung. Vollste Garantien in jeder Beziehung. Alleinverkauf Fritz ^ccarins Wilhelm Orbig Nachfolger 7 Markt 7 7075 7 Markt 7 Prof. Dr. Jäger’s Normal-Woli-Ünterkleider Benger’s Failas-Tricot-önterkleider sowie alle anderen wollenen, halbwollenen und baumwollene« Hemden, Unterjacken und -Hosen m den besten und solidesten Qualitäten empsiehtt 8033 Julins Schulze. Kreuzplatz. M Winkr-Knkrljkiikr für Damen, Herren und Kinder. J. Keiser, Gießen, Ederftratze 2. Philipp Hof j(aematog Bei Etnfendnng deS Flachses ob. Leede bitte ich anzugeben, wela-e Nr. Varn gewünscht wird oder zu welcher Sone Leinen dasselbe gebtaucn iverden foll. Für 1 Pid. gute reine L>eede liefere ich 1 Stück Harn. I 1 Uii|vitc heuilgen 'Jluogabe hegt em Prospelt der Firma Wilh. Anhalt G. 'N. b. H. Lst' sccbad Uolberg, bet bo66