FfS-P«' Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Samstag SO. September LTVS kehren o, Zeugnis und von der des Antwerpen nach Brüssel, Montag nach Rotterdam und dann nach dem Hang zurück. An jeden Dreck muaßa blosn, wann er eahm aa net brennt, In a jeds Haserl stiert er eini, der Himmisakrainent. Mstr.: Js dös woahr? Haderer: Woahr ist Mstr.: Aufrewoin! Aba jatz Manner kimmt no a beffars Fress'n, Da Gothaer Bock und da Ulrich von Hess'n. Ta Oan' kriagt jetzt bat an Ord'n, da Anda saust an Groß- he^og sein Wei', Und dös wöll'n nächst richtinga Dlanna sei, Dia san scho vo Grund aus oölli oadorb'n Und nächstens kriagt a Jeda a Hofuniform. Mstr.: Js dös woahr? re. *) Gemeint ist August Bebel. „Schandversen vom Haberfeldtreiben" ab, die im neuesten ^Vorwärts" abgedruckt werden denen die beiden ersten also lauten: Da August von B r e i ß n") mit dem fang ma Weil ea 's Fexiern und 's Raafa so guat ko. Bal 110 Caner von uns 's Nosnzipferl rüahrt, Glei kimmt ea wia Schandari daher gschbaziert; Katholischen erteilt; dem Obersten v. Dewitz, Kommandeur des Infanterieregiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, dem Hauptmann HooS, Kompaguiechef im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) 9ir. 116, das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens, dem Oberleutnant Becker im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens verliehen worden. Ans Hüidt und Land. Gießen, 20. September 1902. " Auszeichnungen. Dem Gen.-L., Kommandeur 21. Division d. Deines ist die Erlaubnis zum Anlegen Großkreuzes des Königl. span. Ordens Isabellas der Gießen, den 18. September 1902. Bett.: Die Ableistung des Huldigung»- und VerfassungS- eideS. DaS Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises init Ausnahme der Amtsgcrichtsbezirke Grünberg, Homberg, Hungen, Laubach und Nidda. Die Ableistung des HuldigungS- und Verfassungseidcs der in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen OrtSbürger, sowie derjenigen Großh. Hessischen Untertanen, welche sich, ohne Ortsbürger zu werden, verheiratet haben, soll wie nachstehend angegeben stattsinden: 1. der Orts- und Staatsbürger auS den in den Amtsgerichtsbezirken Lich und Butzbach gelegenen Gemeinden des Kreises Gießen Freitag den 3. Oktober d. I., nachmittags 21/i Uhr, in dem Rathause zu Lich; 2. der Orts- und Staatsbürger aus den in dem Amtsgerichtsbezirk Gießen gelegenen Gemeinden Dienstag den 7. Oktober d. I., vormittags 11 Uhr, In dem Sitzungssaal des RegierungSgebäudes zu Gießen lBrandplatz Nr. 9). Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu den Terminen vorzuladen und, wie geschehen, unter Angabe der Namen der Vorgeladenen bis zum 25. ds. Mrs. anzuzeigen, oder zu berichten, daß niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. Dr. Treibert. Länderbank in Wien entdeckten Unterschlagung? Auch das ist bezeichnend für die mangelnde innere Festigkeit des Berliner Platzes. Es wäre in früheren Jahren einfach» unmöglich gewesen, daß eine bei einem ausländischen Finanzinstitut begangene Unredlichkeit daS Berliner Börsengeschäft zeitweilig fast zum Stocken hätte bringen können, wie daS heute der Fall war. Die Länderbank wird an dem Verlust, sei er wirtlich so hoch, wie gemeldet, nicht zu Grunde gehen, und die Berliner Bankkreise dürften überhaupt nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Es hätte für die Börse jedenfalls näher gelegen, aus den die Bedeutung des! Bankierstandes würdigenden Worten der dorthin entsandten Regierungsvertreter einige Anregung zu entnehmen. Ein neuer Beweis, wie wenig die Börsenlogil mit der natürlichen Logik in Einklang zu bringen ist. Möglicherweise wäre ein kühler Ton in den Reden der Regierungsvertreter für ine Börse das Signal gewesen zur — Befestigung der Tendenz. Der sozialdemokratische Parteitag. Abg. Molkenbuhr berichtete in gründlicher und sachlicher Weise über die Arbeiterversicherungen. Die Resolution, die er seinem Berichte zu Grunde legte, forderte Ausdehnung der Versicherung auf alle Arbeiter und alle ihnen wirtschaftlich gleichstehenden Personen, Einheitlichkeit der Versicherung, volle Selbstverwaltung durch die Versicherten, Heranziehung aller Klassen zur Tragung der Kosten, Bekämpfung der Volkskrankheiten, weiteren Ausbau der Unfallverhütungsvorschriften, Einführung der Arbeitslosenversicherung, und der Wittwen- und Waisenversorgung. In der Debatte wiederholte die Genossin Lilly Braun ihren schon erwähnten Vorschlag der Mutterschaftsversicherung. Die Resolution Molkenbuhrs wurde mit einigen Abänderungen angenommen. Dann erstattete Singer über den internattonalen Kongreß in Amsterdam Bericht und forderte zur zahlreichen Be- -schickung dieses Kongresses auf. Zum Schluffe begann Genosse Lindemann sein Referat über die Kommunalpolitik, das wegen vorgerückter Stunde unterbrochen werden mußte. In der Freitagssitzung berichtete Abg. Bebel über die ReichStagswahlen und die Aussichten derselben unter der Parole des Zolltarifs für die Sozialdemokratie. Er kam zu dem Schluffe, daß die Sozialdemokratie sich keine beffere Wahl-Parole als den Zolltarif wünschen könne. Freilich sei notwendig, daß die Partei ihre vollste Schuldigkeit thue unter Anspannung aller physischen und materiellen Kräfte. Redner entwarf dann in großen Zügen ein Bild von der Reichspolitik, der Steigerung der Ausgaben für Militär und Marine, der Verteuerung der Lebensmittel, den neuen Steuer* plan, der Freundschaft mit England und Rußland, wozu fortwährend neue Rüstungen kämen und erteilte den Rat, unverzüglich in die Wahlagitation einzutreten. Der Redner erntete stürmischen Beifall. Der Parteitag nahm einstimmig die Resolution Bebel bezüglich der Reichstagswahlen an. Die Anfrage des badischen Delegierten, ob bei einer Stichwahl zwischen Zentrum und Nationalliberalen die sozialisttschen Wähler für den nationalliberalen Kandidaten stimmen dürften, wurde mit Nein beantwortet und strenge Wahlenthaltung proklamiert. In der nur kurzen Diskussion spielte die Religionsfrage eine große Rolle. Bollmar unb Bebel traten energisch für den Programmsatz ein, daß Religion Priv atsach e sei. Schließlich wurden noch eine Anzahl Anträge betreffend Organisationsfragen erledigt. Wie sich die Sozialdemokraten auf dem Münchener Kellerfeste amüsiert haben, davon legt eine Anzahl von Volltische Tagesschau. Die Königin von Belgien -f». Wie uns ein gestern abend um 11 Uhr eingetroffenes Telegramm aus Brüssel meldet, ist die Königin von Belgien am Freitag abend um 7 Uhr 50 Min. in Spaa gestorben. Königin Maria Henriette von Belgien, die vor wenigen Wochen ihr 67. Lebensjahr vollendet hatte, war eine Erzherzogin von Oesterreich und seit dem 21. August 1853 mit Leopold II., König der Belgier, vermählt. Dieser Ehe sind drei Töchter entsprossen, von denen die mittelste, Prinzessin Stephanie, sich bekanntlich 1881 mit dem Kronprinzen von Oesterreich vermählt hatte. Die Königin war in Belgien wegen ihrer großen Herzensgüte und Mildthätigkett allgemein beliebt Leider erfuhren die Familienverhältnisse im Königlichen Hause durch die Wiedervermählung der österreichischen Kronprinzessin mit dem Grafen Lonyay, die gegen den Willen insbesondere der Mutter der Braut stattfand, eine bedauerliche Trübung, die den Gesundheitszustand der greifen Königin ungünstig beeinflußte. gegen England zu vermeiden. Schon die Wahl des freikonservativen Abg. Lückhoff zum Vorsitzenden des geschastSführenden Ausschusses unb zum Leiter der öffentlichen Versammlung dürste als Beleg hierfür gelten. Im Hotel hat die Begrüßung Ernst von Wildenbruch übernommen; am Abend des Ankunfttages wird dann eine Festsitzung deS „Burenhilfsbundes" staltfinden unter Leitung des bekannten Bildhauers Professor Siernering, der den Generalen als Ehrengabe für das Volk die Summe von 200000 Mark überreichen wird. An die Sitzung schließt sich ein Abendessen. Am nächsten Tage giebt der Vorstand desAlldeutschenVerbandesden Generälen ein Frühstück, und am Abend folgt die große Versammlung in der Philharmonie. Alle drei Burengeneräle werden Ansprachen halten, ohne jedoch politische Fragen zu berühren. Deutscherseits werden Abg. Lückhosf und Pfarrer Riemann sprechen; die Uebertragung der Reden der Generäle ins Deutsche hat Pastor Schowalter übernommen. In Begleitung der Generäle werden sich bestimmt Frau Telarey und deren Tochter, wahrscheinlich auch FrauLouis Botha befinden, denen die Damen des „Frauen-Hilssbundes" eine Ehrung darbringen werden. Tie übrigen Tage wollen die Generäle verwenden zu Besprechungen über eine weitere große Hilfsaktion, über den Plan zu einer Reise durch Deutschland mit Versammlungen und über die Begründung wirtschaftlicher Unternehmungen in der Heimat. Zur Reise der Buren-Generäle hat die „Köln. Ztg." jüngst von angeblich der Burenbewegung nahestehender Seite die Nachricht gebracht, daß die Generäle Botha, Telarey und Tewel im Sinne hätten, mit Hilfe von Pro- Bur-Kreisen große Volksiversamnuungen zu halten und,>ohne Schranke der Well die Wahrheit mitzuteilen und den grauenhaften Betrug zu enthüllen, dessen Opfer sie gewesen seien". Tie „Disch. Burenzentrale" erklärt diese Nachricht für vollkommen erfunden. Sie giebt an, über die Absichten der Generäle genau unterrichtet zu sein, und zwar von ihnen selbst. Tie Generäle werden lediglich an die Mildthätigkett der Völker apellieren und zu diesem Zwecke die da und dort bestehenden Burenhilfskomitees um ihre weitere Hilfe bitten, da ihr Sani) durch den Krieg total verwüstet ist. Sie thun dies im Auftrag ihres Volkes und sie werden sich jeder Demonstration, jeder Berührung inner- und außerpolttischer Angelegenheiten streng enthalten. Sie werden vor allem jede Verletzung Englands vermeiden. Eben deshalb haben sie auch zuerst bei ihrer nunmehrigen Regierung angeklopft, ehe sie an andere Völker sich wenden. Tie Burengeneräle sind am Freitag in Antwerpen eingetroffen. Sie wurden am Bahnhose von einer zahllosen Menschenmenge begrüßt; ganz Antwerpen schien auf den Beinen. Selbst die Tächer der im Bahnhof stehenden Züge waren von Beamten besetzt. Tie Tochter Bothas, die ihren Vater begrüßen wollte, gebrauchte 20 Minuten, um zu dem Zuge zu gelangen. Ter Präsident des Burenkomi- tees hielt eine kurze Ansprache, worin er sagte, die Buren hätten die Waffen nur aus Mitleid mit ihren Frauen und Kindern niedergelegt, sie seien nickt besiegt worden. Nur mit großer Mühe gelang es den Generälen und ihrer Begleitung, den Bahnhof zu verlassen, sie bestiegen alsdann die Wagen und begaben sich zur Familie Osterrietb, wo um 4 Uhr großer Empfang stattsand. Am Abend fand eine große Versammlung statt. Tie Polizei war vollständig ohnmächtig, die Ordnung aufrecht zu erhalten, Zwischenfälle waren jedoch nicht zu verzeichnen. Tie Burengeneräle reiften gestern abend von Börsenlogik. Aus Berlin, 19. Scptemver, wird uns geschrieben: Die in der Eröffnungssitzung des deutschen Bankier- tages gehaltenen Reden sind auf die hiesige Börse ein- drucks los geblieben. Deren Interesse wurde völlig in Anspruch genommen durch die Meldung von der bei der Der Kaiser und die konservative Presse. Der konservativen „Elbg. Ztg." haben die übrigen konser- battven Organe in letzter Zeit mehrfach die Glaubwürdigkeit abgesprochen. Jetzt bringt das Blatt eine neue Mitteilung über den Kaiser und das sächsische „Vaterland". Wir lesen d vor ■bcm i» ; ^rden. §5 stecken. Dichrdl! He sMerwi^ Lhj. ben letbon nietnal§ nöt®pa<5 twÄ“1*'*S9' Mate! ,r.e " eind n«l deDB . ebiete westlich davon. Ter Heizer BraLkerud starb im Herbst 1899. Ter Tanipikessel ist iviederholl unbrauchbar geivorden: sonst alles wohl. —Der „Fram" lag d r e i Jahre i»n Jonesund fest gefroren. Tie Bersilche, die Eis- massen zu fprengen, waren vergeblich. Im Juli 1902 löste eine starke südliche Strömung die EiSinasseii. *5 er ,Fram" verließ Godhaab (Grönland) am 16. August 1902. Kurz nach der Abfahrt brannten die Feuerrohre des Dampfkessels durch, weshalb das Schiff Segel benutzte. Ter ,ftram" zeigte sich als außerordeiillich gutes Seeschiff. Es geriet ans Grund uiid erlitt auch andere lln* fälle, hielt sich aber immer gut. Die Expedition tötete über 100 Mofchusochsen, die den Mitgliedern als Nahrung bienten. Die Expedition litt viel unter Krankheiten. Nachdem der Arzt gestorben, behandelte Sverdrup selbst die Kranken. Soerdrup nahm persönlich an den gröbsten Arbeiten teil nnd war bei den Mannschaften stets sehr beliebt. Große Landstrecken sind kartographiert. Im Winter 1898,99 war der „Fram" auf 78° 45', 1899/1900 auf 76® 29', im nächsten Winter aus 70® 29, 1900,01 am 76® 40', 1901 02 aus 76® 40'. (>5enchtsslial. r. Marburg, 19. Sept. In dem natjen Treisbach tötete be= fonnntlicb im Juiti d. I. ein 9 Jahre alter Schulknabe namens Jesberg seinen jüngeren Spielgenossen Adam Jnnerle durch einen Revolverschuß in die Brust. Heule verurteilte die Strafkammer den Baler des Thäters, den Landwirt Jesberg, weil er die gefährliche Schußwaffe nicht an einem sicheren Ort ausbewahrte, wegen fahrlässiger Kindestötung zu einem SDl o n a t Gefängnis. Wien, 19. Sept. Ter hiesige Gerichtsadvökat Tr. Mandel wurde wegen Untreue im Amte zu zwei Jahren schweren Kerker und Ersatz der vom Gläubiger-Ausschuß beantragten Summe verurteilt. Fam 11 > MMMaslc u. Gestorben: Herr Jacob Küchel IV in Butzbach. £lcui'|U &tUiuuiujrn. Originaldrahtmeldungeu des Gießeucr Anzeigers. Berlin, 20. Sept. Gegen den bekannten Berliner Schriftsteller Tr. Jon Lehmann schwebt ein Strafverfahren wegen eines vor einiger Zeit in einer hiesigen Zeitschrift veröffentlichten Gedichtes, in welchem die Berliner Staatsanwaltschaft eine Beleidigung deS deutschen Offizierkorps erblickt. B e r l i n, 20. Sept. Nach Mitteilungen der Anarchisten- blotter wurde dieser Tage hier ein von London kommender bekannter Anarchist, als er in Begleitung hiesiger Anarchistenführer die Geschäftsstelle des Anarchistenblattes „Reue- Leben" besuchte, zum Polizei-Präsidium sistiert, einem Verhör unterzogen und am andern Tage wieder entlassen. Man bedeutete ihm, daß seine Sistierung erfolgt sei, weil er in Begleitung von bekannten Anarchisten aesehen wurde. Tie Ankunft des Londoner Anarchisten soll von dort der hiesigen Polizei avisiert worden sein. London, 20. Sept. In amtlichen Kreisen dementiert man immer noch die Meldung von der Besetzung eines Teiles von Ke lad an durch englische Reservisten. Sollen Truppent gclatidet sein, so sei daö auf Veranlassung des Sullans geschehen. Tie Sllg.erung habe noch keinerlei Mitteilung. Brüssel, 20. ^epo Tie Prinzessin Clementine kam aus Lacken zu spät, um der verstorbenen Königin, ihrer Mutter, die Augen znzudrücken, während der König in den Pyrenäen weilt. Tie Nachricht vom Tode erregte wenig Erregung. Tie Theater unterbrechen nicht einmal die Vorstellungen. In den Easös und Restaurants wurde das Ereignis ais neben- fachlich besprochen. Brüssel, 20. Sept. König Leopold, welcher in den Pyrenäen weilt, yatte trotz des hosfnnngslosen Zustandes der Königin gestern abend durch die „Agence Havus" mitteilen lassen, daß er seinen Aufenthalt daselbst bis in den Oktober ausdehnen werde. — Ter sozialistische ,,Peuple" konstatiert, daß die Königin im Volke unpopulär war, daß aber ihr Ende, verlassen von Gatten und Kindern, Mitleid erwecken müsse. Antwerpen, 20. Sept. Tas Buren-Meeting, welches um 8 Uhr abends im Saale der Harmonie stalt- sand, gestaltete sich zu einer großartigen Kundgebung. Tie drei Generäle sprcÄ>en über den Krieg und den Zweck ihres Besuches. Tie Anwesenden fangen zum Schluß das Lied vom vlandrischen Löwen. Tarauf begleitete die Menge die Generäle unter ungeheurem Enthusiasmus nach ihrem Hotel. Man glaubt, daß angesichts des Todes der Königin von Belgien das Programm des Brüsseler Besuches eine Abänderung erfahren wird. Nieuport, 20. Sept. Tas deutsche Kriegsschiff B i n e t a, welches hier wegen einer kleinen Reparatur angelausen war, ist gestern nach Venezuela abgegangen. R v m, 20. Sept. Ter Mörder Tuttio Murri forderte, als er Ala mit dem Münchener Zuge passierte, einen italienischen Polizeibeamten aus, den Bahnhofs-Kommissar zu rufen. Weil er noch auf österreichischem Gebiete war, verhaftete ihn sofort Tr. Kuck, indem er ihn durch zivei Polizisten nach Reveredo bringen ließ. Außer 400 Francs in Gold trug Murri zwei Pastillen ätzenden Cuecfr silber-Sublimats bei sich. — Zum Schaden des F-iskus au8- geübte Schmuggeleien der Zuckerfabrik Cologna Ve» neta sind auf die Erfindung eines deutschen Mechanikers zurückzuführen, der eigens zu diesem Zweck einen Toppelcylinder konstruierte. Wien, 20. Sept. Ein Journalist hatte hier eine Unterredung mit dem Ehren-Leibarzt des Zaren Dr. B,ertenson. Dcrjelbe erklärte die Gerüchte, daß der Zar wegen angegrifscner Gesundheit und Depression über bas Ausoteiben des Thronfolgers sich mit Rücktritts- Qeba.nfen trage, für unsinnig. Trotz seiner Heuten zarten Figur besitze ber Zar eine außerordentliche Wider- flandslrast und bedeutende Arbeitslapazilät. Der TyphuS Dom Vorjahre habe keine Folgeerscheinungen gehabt. DaS Zarenpaar sei ferner überzeugt, daß ihm noch ein Throw- Iolgcr beschert werde. Es liege gar kein Grund vor, daran zu zweifeln. — Bezüglich der P e st in Odessa sagte Dr. Berthenson, daß Oie Seuche infolge umfassender Vorkeh- rungcn lokalisiert sei und für Europa keine Gefahr bestehe. Telephonischer Kursbericht* 3'/e°/0 Keiclinauitiibe , . 102.20 3/ do. ... 92.40 J«/,®/ Konsuls .... 102.00 do .... 92.20 i* v°/ Ht-asen .... 100.40 % Oberhea»<*n . . . 99 70 4% Oi-aterr. Go dre te . 103.10 4‘ ,% Ueaierr. f'iib r ento 101.40 4% Ungar. . oldr nie . . 101.50 4° li ul.en Rente . . . 103.25 4't% Portugiei n . . . 49.65 •/ t ertng oB. n.....80.80 1% C. Türken .... —.— l’ürkenlose......123.60 4°/o Uriech. Monopol -Anl. 44.40 i1 . % nupnem Ar.gentiner —.— i 3 7g Mexikaner . . 4*/i / Chineaen , . Electric, bei uckort . . Nordd Lloyd . . . nreditaklien . . . Dianonto-Kommandit. . Darmbtädt r Bank . . Urt-ad uer Bank . . , Ber iner Handelegea. Ui-aterr StaaUbahn . . Lombarden .... Gotthar bahn .... Lauranütte..... Bochum ...... llarpener ..... Tendenz; fest. 26.75 . 91.60 . 86.00 216*90 . 188.90 . 137.50 . 144.20 . 157.90 . 158.30 . 20.00 . 176.80 . 199.80 . 184.80 . 167.10 Bal llir Handel yifittie. Depositenkasse Giessen. (Darmstädter Bank.) Mannesstase 1. Giessen. Ecke Nenenweg. An- und Verkant von Wertpapieren. Einlösung von Coupons, Geldsorlen etc. Entgegennahme von Bar-Einlagen gegen Verzinsung mit und ohne Kündigung. Die Verzinsung beginnt mit dem Tage der Einzahlung. Hinterlegungsstelle für Mündelgelder Cassastunden: 8 bis 127, Uhr und 2 bis 6 Uhr. Sonntags geschlossen. '«üü».«eselljuj oeijr Ich.ipeiroleumuinre bill. zu verkaufen Bahnhossir.76,1. 6522 Aer- Obst •••©o©©®@@®eeeeeeeeo Verein Edelweiss Giessen. Alten - Buseck. Körber. Im Anschluß an die steigerung kommt das ßumemberts-, Kronen-, Srüfj|iüäis-Käse Morgens 9 Uhr ab: Wettturnen, nachmittags 3 Uhr ab: Konzert, Schau- und Kürturnen, abends 8 Uhr: Aufführung oon Pyramiden und Preisoerteilung. 7. Literfl. Alt. 3.00 7, , , 1.70 Aecht nur zu haben bei: Gebr. 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Wallenfels a AUiki XL lacpbun 46. Sonntag den 21. Sept., nachm. 4 Uhr: Rtkruten-Absihird mit Tanx bti «Leihtich (Kermania). Zu zahlreichki» Besuch ladet freundlichst ein 6521 Der Vorstand. Zillhiii-, Limbiirgcr- öllnd-, Mutet3 Stflngcnfümmcl- Zur Aeier unseres 40zähr. Siiftungsfe/Ies Sonntag den 21. September Hauptgewinne: Mark 8O3ÖOO BOOOÖ 25000 B50C0 2»10 OTO-20 000 4^-5000 = 20000 10äl 000= i 0030 100 ä 500 = 50 000 150» 100= 15000 600ä 50 = 30000 16000 ä 15 = 240000 Loose versendet t Haupt-Debit Ad. Müller & Co. Lckndt Aale ÄÖ. 04077 «sterweg 1. I L-V Keim-1 ereeuiebuni;! | Uluckaniüll. fh Gewinnerfol0e sind weltberühmt i Ziehung octobJr“In Berlin* 9° Wohlfahrts- Lnftnriß Iu Zwecken der Deut- utlCl lu lohen Sonutzgeolete. Loose&X3 30P®rtou L,Rte — - 30 P(g. extr». Iß 870 U ‘«‘«C- wlnne iu,u i v ohne Abzug Mark 575000 (bi'lmigiiciTiii He>tkl!ikit. 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Der Musik - Unterricht k jSST* Trierer heutigen Ausgabe liegt em Prospekt über: „Große Modenwelt" des Berlages von John Henry Schwerin, Berlin W. 35, bei. 6507 Der Klavierunterricht beginnt wieder Donnerstag den 25. September. Emma Sander Tanz-Unterricht Mein Tanz-IU nf erricht beginnt wieder Montag den 13. Oktober 1902. Mon einem in Sprachhettknuoe erfahr. Geisllichen in der Rähe (Bahnstation) werden^n Sprachgebrechen (Stammeln,Stottern:c) leideiide Kruder u. Erwachsene in Behandlung genommen. 6225 Nähere- zu erfragen bet Herrn Buchhändler Krebs, Schulstr. 10. Friseuse nimmt noch Kunden an und em- vfiehlt sich im Kopfwäschen (Shampoonierens in und aufzer dem Hause. Wilhelmstr. 8, ll. Herbst- und Winter-Saison alle erdenklichen Sorten Schuhe und Stiefel zu äußerst bill. Dreisen. Reparaturen werden in eigener Werkslälte prompt ausgeführt. VST 1 rentable Sm Trci AitMeim des Frau Anna Presch i geb. Düring. Kelterobst kaust Georg Schäfer 6518 Apselweinkelterei __Llcherwi ra-ae 5. 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