Hl Drittes Blatt. Samstag AO. September 1902 152. Jahrgang Nr. 221 GrscheiNt tLgtt- außer Sonntag«. ^)em Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. (RotattonSbrucf il Verlag der Brüh l'ichen Untvers.-Buch- iL®teln* druckeret (Pietsch Cirben) Rebattton, Expedition und Druckerei: Schulftraße T. tlbrefie für Depeschenr Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 6L — Ä ve,ugSprei»» O monallich7bPs^vieckeb, GlehenerAmelgerM General-Anzeiger " ML Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen AMZ V geigentetl: HanS Beck. iren ber: mheuser. dortigen Ziehkinderfürsorge sehr wirksam unterstützt; dagegen wurden die ehrenamtlichen Waisenpflegerinnen noch von den nachfolgenden Rednern höher gewertet, als von dem Referenten, der unter allen Umständen nur besoldete Waisenpflegerinnen haben wollte, was besonders für kleinere Städte, wie Gießen, wichtig ist. Auch darauf wurde hingewiesen, wie nötig die Bestellung eines Vormundes für a»lle Ziehkinder sei. Dtiobtt atW Ä ^Wurantjo^^ — RAdii --------777 aüi flui« Rin WP *,* &**&•** GKM öüwLöiu^. Straßen haben, die nach verdienten Mitbürgern, Staatsmännern, Feldherrn, Dichtern usw. genannt worden sind, deren Andenken mit der Zeit nur allzuschnell verblaßt, wäre der Gedanke gar nicht so übel. Aber wünschenswerter scheint es zunächst, im Interesse des ständig wachsenden Verkehrs nämlich, die jetzt vorhandenen Straßenschilder überall so anbringen zu lassen, daß sie für den Fremden auch sichtbar sind. Wie oft beobachtet man Durchreisende, die vergeblich an den Straßenecken nach dem betr. Schilde suchen! Manchmal ist es erst ein paar Schritte weit von der Ecke angebracht; manchmal hat ein Kaufmann erbarmungslos seine Firmatafel darüber plaziert, und manchmal fehlt es ganz! Charlottenburg hat sich von den an die Hauswände zu nagelnden Schildern ganz losgesagt, und an jeder Straßenkreuzung, ziemlich an der Bordschwelle, eiserne Träger ausgestellt, die in Augenhöhe etwa, ein doppelseitiges Schild mit dem Straßennamen ausweisen. An diesen Trägern rönnte man dann auch biographisch und illustrierend wirken. Die Hauswände sind für diese Idee jedenfalls ungeeignet. In den Theatern hat das Fühlen nach den „Schlagern" der Saison begonnen, ohne bisher Resultate zu zeitigen. Ein Stück von wirklicher Zugkraft ist in diesem Jahre noch nicht geboren. Ob das „L e s s i n g t h e a t e r" mit L a u s s s düsterem „H e e r o h m e" Glück haben wird, bleibt abzuwarten; ebenso der Erfolg von Sch illings „Pfeifertag" am O p e r n h a u s e. Tas „Deutsche Theater" brachte in diesen Tagen die 100. Aufführung von Sudermanns „Es lebe das Leben!" Aber diese 100 Aufführungen bedeuten nicht etwa 100 volle Häuser! Die Gastspiele haben mit Charlotte Wiehe, deren mimodranra- tische Virtuosität ich schon voriges Jahr geschildert habe, sehr glücklich eingesetzt. Nun wird auch Sarah Bernhard endlich kommen und sich einen Teil der fünf Milliarden wiederholen. Wer hätte das noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten? A. R man hat in Berlin, in manchen Regionen wenigstens, nie viel für Böcklin übrig gehabt, wie die Geschichte seines Bildes „Die Gefilde der Seligen" in der National-Galerie bitter beweist. Dieses Bild hat nämlich, da es den Beifall einer durch ihr Kunstverständnis sonst hervorragenden hohen Frau nicht gefunden haben soll, jahrelang im Keller des Museums gestanden, ohne freilich von seiner Farben- frende und Schönheit das Geringste einzubüßen. So wird das Schicksal der „Nereide" usw. wohl sein, von irgend einem überseeischen Näbob auf Nimmerwiedersehen über den „großen Tümpel" geführt zu werden. Amerika hat eben trotz aller seiner ^Nüchternheit Millionen für Kunstzwecke verfügbar, wo wir uns vergeblich bemühen, Tausende zusammenzubringen. Wenn sich auch ein etwas derber Zug von Milliardären-Protz dabei markiert: Tie künftigen Generationen „drüben" haben die Freude und den Segen davon. Eine Bilderfreude, allerdings etwas eigentümlicher Art, kann man Heuer auch in einem der wie die Pilze hochschießenden neuen Kneiplokale Berlins im „Weißen Rößl" haben, dessen Wände mit Bildern unserer Theatergrößen, zum Teil von recht zweifelhafter Berechtigung, äusgeschmückt sind, natürlich in irritierter Art. Der ausführende Künstler war Knut Hansen. Daß er neben Richard Alexander, dem großen Pfeiler des Residenz- theaters, Emil Thomas verewigt hat, der seinen einstigen Ruhm viel zu lange in Aktivität überlebt, ist zu verstehn. Was aber die durch lärmende Reklame zu Tagesberühmtheiten ausposaunten Leute vom Schlage eines Bender und Josephi auf diesen Wänden sollen, ist schwer zu beantworten. Da es sich um ein Kneiplolal handelt, sollte man sich nicht gerade darüber aufregen, aber als ein Beitrag für die „Mache" fei es immerhin hier registriert. Bilder und kurze biographische Notizen über den Taufst athen unter jenen Straßenschildern anzubringen, die den Namen irgend eines berühmten Mannes tragen, war ein Vorschlag, der nach französischen Vorbildern auch für Berlin angeregt wurde. Da wir ein ganzes Regiment von 22. Kongreß des deutschen Vereins für Armenpflege und WohllhätigKeit. (Originalärtikel des „Gieß. Anz.") mg. Colmar, 18. September. Seit gestern tagt hier der 22. Kongreß desDent- schen Vereins für Armenpflege und Wohl- thätigkeit. Es ist das zweitemal, daß der Kongreß im Elsaß einkehrt. War es das erstemal in Straßburg im Jahre 1896 ein gewisses Wagnis, den Boden der Reichslande mit ihren schwierigen Verhältnissen und ihrem ganz eigenartigen Armenwesen au betreten, da waren in Colmar dem Kongreß die Wege aufs beste geebnet. Tas war einmal die Wirkung des ersten Kongresses, dessen Anregungen gerade in Colmar auf sehr fruchtbaren Boden gefallen sind, und gewiß auch daS besondere Verdienst des Rechtsanwalt Tr. Ruland in Colmar, der in jahrelanger unermüdlicher Arbeit in Colmar eine mustergiltige Armenpflege nach deutschen Grundsätzen und unter starker Beteiligung von Frauen ins Sehen gerufen hat. Auch sonst mar die Wahl der Stadt Colmar sehr glücklich. Tenn diese alte Reichsstadt mit dem Blick aus die nahen Vogesen, mit ihren engen Straßen und interessanten alten Gebäuden, in denen die geschichtlichen Erinnerungen der Stadt fortleben, bietet in der That für den Besucher viel Anziehendes. Nicht wenig zur Erweckung der rechten Stimmung trug der Willkomm bei, den die Stadt in der alten Weinbörse, dem „Kopfhaus", durch den Mund ihres Bürgermeisters Riegert und durch einen Ehrentrunk in edelstem Elsässer Wein bot. Ter Begrüßungsversammlung ging in dem Saale des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Kaufhauses die Sitzung des Zentralausschusses voraus. Heute morgen um 9 Uhr begannen die öffentlichen Verhandlungen im geräumigen Katharinensaal, der in sehr geschmackvoller Weise in eine alte gothische Kirche eingebaut ist. Wir heben aus ihnen folgendes hervor. Ter Geschäftsführer des Vereins, Stadtrat Tr. Münsterberg aus Berlin, konnte über das Ergebnis der Verhandlungen der Kommission für Ge- meindestatistik berichten, daß diese wichtigen Arbeiten, die für die llebung der Armenpflege die nötige sichere Grundlage bieten sollen, demnächst in einer besonderen Veröffentlichung zutage treten werden. Ten Mittelpunkt der heutigen Tagung bildeten die Verhandlungen über „die Einrichtung von Notstandsarbeiten und deren Er- f o l g". Tie trefflichen Referate darüber wurden von den Beigeordneten Tr. Hartmann aus Barmen und Tr. Sch wander aus Straßburg erstattet. Letzterer faßte die Arbeitslosigkeit vor allem als notroenbige Folge unserer sozialen Verhältnisse auf. Er forderte von diesem Gesichtspunkte eine Behandlung der Notstandsarbeiten, die sie als soziale Fürsorge, nicht als ein Stück Armenpflege erscheinen lasse, und als Ergänzung die Einrichtung einer Arbeitslosenversicherung. In der Tiskussion fanden die praktischen Ausführungen des Referenten viel Zustimmung und Ergänzung, wogegen dem Gedanken der Arbeitslosenversicherung scharfe Gegner erwuchsen. Bei der Abstimmung wurden die beiden ersten Leitsätze, die die Einrichtung von Notstandsarbeiten unö Verschiebung nötiger Ausführungen aus 'den Winter fordern, einstimmig angenommen, der dritte dagegen, der die Einrichtung der Arbeitslosenversicherung für erstrebenswert erklärt, nur mit 50 gegen 47 Stimmen. Sehr lebhaftes Interesse erregte auch der Vortrsag des Stadtrat Pütter aus Halle über ,chie Beaufsichtigung der Zieh - oder Haltekinder". Er wurde durch die Mitteilung der in Leipzig und Hamburg auf diesem Gebiete gemachten Erfahrungen seitens der Leiter der Vermischtes. * Berlin, 19. Sept. Aus Anlaß der Erörterungen über den „Fall Löhning" erinnert der „Berl. Börsenkurier"' daran, daß gegen Ende März 1874 in der „Kreuzzeitung" die folgende etwas ausführliche, etwas redselige, aber doch auch vielsagende Vermählungsanzeige erschien: „Unter dem heutigen Datum haben sich durch fakultativen Zivilakt und priesterliche Einsegnung ehelich verbunden: des heiligen Römischen Reiches Reichsfrei- und Pannerherr Friedrich Karl Eduard Ernst v. Wolzogen und Neuhaus- Bauerbach, Königl. Preuß. Premier-Leut. a. D., mit Reichsfrei- und PaNnerfrau Hermine v. Wolzogen und Neuhaus- Bauerbach, geborenen Dettloff, von sechs Töchtern die zweite des Herrn Eduard Karl Dettloff, Wachtmeister der 2. Eskadron Kgl. Preuß. Garde-Husaren- regiments in Potsdam. Die Titel -eigen wohlgemach. Daß alle Welt vergeht, Drum merket nur auf diesen Spruch: Thatkräftige Lieb allein besteht! Nur auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege unseren tiefgefühltesten Dank für die so vielseitig uns schon bewiesenen herzlichen Teilnahmen. Cuxhaven, den 18. März 1874. Eduard von Wolzogen. Hermine von Wolzogen, geb. Dettloff." Herr v. Wolzogen stand bei den Gardehusaren und war als Mann von Geist und Vermögen in der vornehmeren Gesellschaft Potsdams eine begehrte Per- dort unten eine Vorstadt billiger Wohnungen entstehen. Wie groß das Bedürfnis danach hier ist, beweist der Umstand, daß die Wohnungen lange vor ihrer Fertigkeit bereits alle vermietet sind. Frankfurt a. M., 18. Sept. Unter Führung des Direktors des Zoologischen Gartens von New- y o r k traf am Mittwoch eine Kommission im Garten ein, die eine genaue Ausnahme des neuen „Hauses für Säugetiere" machte und Modelle in Auftrag gab, die „hinüber" geschickt werden sollen. Es wird sich vermutlich bald in der Yankeestadt ein gleich eingerichteter Bau erheben, von dem dort erwartet wird, daß er dieselben günstigen Gesundheitsverhältnisse bei seinen Insassen bewirkt, wie dies beim hiesigen Musterbau erreicht wurde. Am kommenden Sonntag (den 21.) findet der letzte 50 Pfg.-Tag in diesem Jahre statt. Frankfurt, 19. Sept. Die von dem Magistrat beabsichtigte allmähliche Einführung des mit Französisch als erster Fremdsprache beginnenden Frankfurter Lehrplans auch in der zweiten, bisher noch nach Staatslehrplan eingerichteten Abteilung des Wohler-Real- gymnasiums hat nunmehr die Genehmigung des Ministers gefunden. Von Ostern 1903 ab werden demnach den den Lehrplan der Reformanstalten bevorzugenden (Ätern vier französische Sexten zur Einschulung ihrer Söhne zur Verfügung stehen, zwei am Wöhler-Realgymnasium, je eine am Goethe-Gymnasium und am Realgymnasium Musterschule. Eine mit Latein anfangende.Realgymnasialsexta wird in Frankfurt a. M. nicht mehr errichtet werden. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Wiesbaden legte der Magistrat den Stadtverordneten den provisorischen Vertrag mit Prof. Thiers betreffs des Kurhaus-Neubaues vor. Die Baukosten sollen 2^ Mill. Mk. betragen, das Honorar des Pros. Thiersch 40|000 Mk. für den Entwurf und 63 760 Mk. für die Bauausführung. Der Bau soll am 15. September 1905 schlüssel- fertig übergeben werden. Plaudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Bocklinbilder bei Schulte. — Im „Weißen Noßl". — Zur Frage der illustrierten Straßenschilder. — Theater-Umschau. Den Kunstfreunden bietet sich in diesen Septembertagen eine kaum wiederkehrende Gelegenheit, sich an Bocklin'scher Farbenpracht zu berauben. Unter den Linden bei Schulte, dem vornehmsten Kunstsalon Berlins, ist eine Reihe von Böcklin's ausgestellt, unter denen neben der „Toteninsel", die der Meister wohl fünfmal gemalt hat, die „Fischpredigt" (der heilige Antonius predigt den Fischen. Die oberen zeigen blöd-fromme Gesichter, wahrend in der Tiefe die Raublust und Vcrtilgungsgier ihren alten Weg geht) zu finden ist. Das Hauptstück der Reche bildet jedoch das in seiner wunderbaren Koloristik unübertroffene Bild „Nereide und Triton", auf dem Wirkungen von geradezu berauschender Kraft z. B. m rieselndem Was;er usw. zu erblicken sind. Die Bilder stammen zum ^eil aus dem Nachlaß des kürzlich verstorbenen Musik-Verlegers Simrock, der ein eifriger Sammler war und das nötige Kleingeld für diese Liebhaberei hatte. Jetzt harren |te eines neuen Käufers. Da die Preise für Bocklm's in stetig aufsteigender Linie begriffen sind, |o muß dreier neue Käufer natürlich ein kleiner Krösus sein. Die Nereide und der Triton" sollten schon vor Jahren 96 000 Mark kosten, während ein rheinischer Kunstfreund nur 80 000 dafür geben wollte. Der Kauf zerschlug sich und der Barmer Mäcen begnügte sich damals mit dem etwas seltsamen Bilde „Gottvater und Adam", aus dem unser Stammvater nicht gerade als Ahn erscheint, auf den man sich viel einbilden konnte. Aber auch dieser, nicyt nach jedermanns Geschmack geratene, Böcklin kostete schon oOOOO Mark. Wer mag wissen, wohin die kostbaren Bilder, die heute noch bei Schulte stehen, geraten? Es wäre Nicht gerade unnatürlich, wenn sich der Staat dazu verstände, die Schätze für die National-Galerie zu erwerben. Aber Aus Stadt und Land. Gießen, 20. September 1902. **DasGroßh. Regierungsblatt Nr. 63 , aus- gegeben am 16. d. M., enthält: 1. Verordnung, die allgemeinen Staatsprüfungen für das Hochbau-, Ingenieurbau- und Maschinenbaufach betreffend. 2. Bekanntmachung betreffend. ** Das Amtsblatt Großherzoglich en Ministeriums der Justiz Nr. 29 Dom 5. September enthält ein Ausschreiben an die Justizbehörden, insbesondere die Staatsanwaltschaften, betreff. Mitteilungen der Staatsanwaltschaften an andere Behörden in Straf-, Disziplinar- unb Ehesachen. ** Blumen-Ausstellung. Nächsten Sonntag am 21. und Montag den 22. d. M. findet in der Turnhalle der Stadtmädchenschule (Westanlage) eine Ausstellung von Blumen statt,'welche in diesem Frühjahr den Schülerinnen der oberen Klassen der Volksschule zur häuslichen Pflege übergeben wurden. Wir machen hiermit alle Blumenfreunde auf diese Ausstellung aufmerksam. Sie ist an beiden Tagen von vormittags 11 bis nachmittags 5 Uhr geöffnet. )( Vom oberen Vogelsberg, 18. Sept- Seit einigen Tagen ist hier anhaltendes Regenwetter eingetreten, sodaß das Einbringen der Sommerfrucht zurückgeblieben ist, ebenso auch die Grummeternte unterbleiben muß. Vordem waren einige sehr schöne heiße Tage da, an denen jedoch nur Grummet gemacht werden konnte, da die Sommerfrucht noch nicht reif war. Die Witterung ist im übrigen schon recht herbstlich, zeitweise herrschte verhältnismäßig große Kälte hier. Mit dem Aussäen des Kornes wird allmählich schon begonnen, da dies in hiesiger Gegend frühzeitig geschehen muß. An Kartoffeln giebt es in diesem Jahre wenig, desgleichen an Dickwurz und Kohlrabi, da das Aussetzen zu spät erfolgen mußte. An Obst giebt es eine Unmenge von Birnen und Aepseln, sodaß sich die Bäume unter der Last biegen. Kirschen hat es hier nicht gegeben. Viele Haselnüsse sind dagegen vorhanden. Es wird ein frühzeitiger Winter erwartet- Frankfurt a. M., 18. Sept. 762 kleine Wohnungen auf einmal hat die Aktiengesellschaft „Hellerhof" an der Rebstöckerstraße in der Nähe von Griesheim so weit vollendet, daß sie in nächster Zeit bezogen werden können. Jeder Wohnung von zwei und drei Zimmern ist eine Küche mit ventiliertem Speiseschrank, ein Badezimmer, ein Klvset, ein Bodenraum, ein Kellerschrank, ein für sich eingefriedigter Gartenanteil, sowie die Benutzung der Waschküche und des Trockenplatzes zugeteilt. Tie Mietpreise schwanken zwischen 10 und 45 Mk. monatlich. 150 Wohnhäuser sind auf Veranlassung der Stadtverwaltung errichtet und erforderten einen Kostenaufwand von 4 300 000 Mk. Die Bebauung des Geländes ist landhausmäßig erfolgt und geschickt das „Kasernenartige" dieser Wohnungen, die 3000 Personen fassen, vermieden. Tie Gebäude sind zweieinhalb Meter voneinander entfernt. Auch die Aktiengesellschaft für kleine Wohnungen baut in der Nähe eine Anzahl Häuser, mit meist Zweizimmerwohnungen, und so wird nach und nach Mädchen ftwm gesucht. tzraulsurterstMt 27, M 040011 Jung, brav. MM einzelner TamegM-. Nah, Lodvigstr. 24, 6360] Ihn braves w Coursbericht von Joseph Herz, Bankgeschäft, Gießen, Reuenbäuen 41 — Neue Experimente mit drahtloser Telephouie sollen jetzt auch tn London wieder oorgenommen werden, und zwar nach einem System von Armstrong. Tie Versuche {ollen sich aus eine Entfernung von etwa 40 Kilometer erstrecken, nämlich von der Umgebung des Alexandra-Palais nach der Stobt Caunderton Buckinghamshire. Noch interessanter ist die Shitteilung, daß ivaier auch Versuche mit drahtloser Telephouie unter der Erde zwischen zwei der ttefsien Kohlenschachte in Süb-WaleS gemacht werden sollen. Ter Zweck dabei ist die Ermittelung ob, wie es nach gewissen neueren Beobachtungen den Anschein hat, die Telephouie ohne Draht in beträchtlicher Tiefe unter der Erdoberfläche besser gelingt als unter freiem Himmel. weiter, bis sein Gegner eine Wunde am Kopfe erlitten hatte. Damit wurde der Zweikampf für erledigt erklärt- * Tod bei eine r Schnapswette. Ein Burger aus Latsgirren (Ostpreußen) ging in einem Schanklokal eine Wette dahin ein, daß er einen Liter Schnaps in zehn Minuten austrinken wollte. Nachdem er drei Viertelliter davon getrunken, auch noch ein großes Glas Bier zu sich genommen, begab er sich nach seiner Wohnung. Nach Verlauf von kaum zwei Stunden war der Mann eine Leiche. sönlichkeit. Nach seiner Verlobung mit Fräulein Dettlvfs nahm er den Abschied und wurde von den vornehmen Damen in Potsdam aufs bitterste befehdet. Er rächte sich dafür später Burch diese originelle Anzeige. Frhr- von Wolzogen, ein Oheim des bekannten Schriftstellers Ernst o. Wolzogen, starb bereits 1884. * Eine Wiener Skandalgeschichte. Der Eigentümer des Witzblattes „Kikeriki", der pensionierte Ober- (eutnant Fritz Ziger, zeigt, wie uns ein Privattelegramm aus Wien meldet, an, daß der Offiziersehrenrat der 47. Infanterie-Truppendivision über ihn das Urteil ausgesprochen, er habe sich einer Verletzung der Offiziers- standesehre schuldig gemacht, und sei somit der Charge eines Oberleutnants verlustig geworden. In einem Prozeß um den Besitz des Blattes „Miterifi", den Jlgers geschiedene Frau gegen ihn führte, legte ihr Vertreter Dr. Frischauer einen Zettel vor, der angeblich von Jlgner unterschrieben und folgenden Inhalt hat: Ich verpflichte mich mit meinem Mannesworte keinerlei Schritte gegen meine Frau sowie gegen wen immer sie Umgang pflegt oder ich sie verdächtige zu unternehmen, ihr überhaupt die Freiheit wiederzugeben und sie mit Eifersüchteleien zu verfolgen, auch verpfuchte ich mich, niemanden, der mit meiner Frau verkehrt, zu fordern ober gerichtlich zu verfolgen. Jlger erklärt nun, der Zettel sei von seiner Frau geschrieben, feine Unterschrift sei aber gefälscht. Er erinnere sich nicht und sei überzeugt, den Zettel nicht geschrieben zu haben. * Säbelduell. Aus ganz nichtigen Gründen, eines Wortwechsels halber, fand in Riva in Süd-Tirol am Sonntag zwischen dem Kaiserjägerhauptma.nn Waldmüller und dem Landesschützenmaior Hasch ein Säbelduell statt. Major Hasch erhielt einen Hieb über die Achsel, focht jedoch Ein allgemein bekannter Arzr, Spezialist von Magen- und Tarmkrankheiten, schreibt uns dieser Tage: „Ihr Santis . Magenbitter ist vorzüglich, der Erfolg ist ein ganz außer- ordentlicher." In ber Thal, bie r'U täglich einlaufendell Anerkennungen sind ganz überrafchend. Jeder, der mit „Dr. Unecht» Magenbitter" einen Versuch gemacht hat, bezeugt, daß die Wirkung von .,Santis" aus den Stoffwechsel eine ganz vorzügliche ist. Zu haben in allen feineren Kolonialwaren und Telikateß- Geschasten, sowie bei CH. Lndw. Thomas, Bahnhosstr. 37. Dr. W. Knecht & Co., Frankfurt _ M. Kunst und Wissenschaft. Mainz, 18. Sept. Heute sind es 50 Jahre her, daß anläßlich der am 18. September 1852 tagenden Generalversammlung ber deutschen Geschichts- und Altertumssorfcher das römisch-germanische M nie um gegründet wurde, außerdem ist an demselben Tage der Beschluß gefaßt worden, in Nürnberg em gleiches Museum ins Leben zu rufen. Ter Antragsteller für diese beiden Schöpfungen war der in der Generalverlammlung anwesende Freiherr v. Auffeß-Nürnbera. Noch an demselben Tage wurde der Zentral- vorstand für das Museum gewählt und beauftragt, mit der Stadt Mainz umgehend in Unterhandlung zu treten und um Ueberlafiung passender Räume zu bitten. Als Lener des Museums wurde Prof. Lindenschmit bestellt. In den ersten Jahren entwickelte sich das Jnstililt sehr langsam, denn es standen alljährlich nur 700 Gulden Staatszuschuß zur Verfügung. Erst von 1855 an wurde das Museum durch den König von Sachsen, den Kaiser van Oesterreich, den König von Preußen und den Großherzog von Hessen unter- stützt. Im Jahre 1862 hatte sich Napoleon HI. mit dem Tirek- tor des Museums, Professor Lindenjchmü, in Verbindung gesetzt. Diese Verbindung mit Napoleon war für das Museum von großem Vorteile. Ju den 70er Jahren bewilligte der Reichstag dann große Summen und heute genießt das Nluseum einen Weltruf. —---;——--- Course vom 2 Course vom «T Course vom Course vom s Course vom G Course vom 5 18./9.I 11J9. □9 18./9. | 11./9. <3Q 18./9.| 11./9. Ä 18./9.I 11. 9. ÖQ 18. 9. 11./9. ibjy.i 1179. Staatspapiere. 1 Türken Lit. B. 56.80 56.80 4 Wiener 1902 . 100.50 100.50 Gelsnkirch.Brgw 17O.6U 172.50 4 Preup. Central» 4 Wladttawk 96 99.60 99.70 1 do. „ C. 31.20 31.50 6 BuenoS-AireS . 39.26 39.10 Harpener „ 166.60 167.9u Boden. . , 102.40 102.40 steuerst. . . Deutsche. 1 do. „ D. 29.10 29.25 41/- do..... — — — —_ Hibernia „ 172.— 173.70 4 Westdeutsche. . 102.20 102.20 5 Anatolier . . 102.80 102.60 D. ReichS.-Anl. 102.— 102.25 4 Ung. Goldrenle 101.55 102.10 Standerhrl. Anl. Vaurd „ 198.90, 203. 37, do..... 96.20 96L0 8 Salon.-Monast. 63,95 63.10 3 do..... 92.35 92.85 4 do. SlaatSrente 98.8b 98.90 Hdrder „ 110.60 112.— 4 Preuß. Hypoth.» 98.30 98^5 Lose 3M Prruß. Consols 101.90 102.15 3M desgl. . . . 91.70 92.55 4 SolmS-Braunf. _ _____ __i Ztfe 160.2.") 161.- Akl.»Bk. abg.. 3 do..... 92.25 92.40 D Argenl. v. 1887 —.— —.— •-11/. da. . . ’ __ _ _ Phönix 127.50 130.— m Prozenten. 4 Badische . . . 105.30 105.30 4M do. Gold v. 1888 76.40 76.80 yiy' Asenb.-Birstein. 97.70 97.70 Hoefch Stahl . 143.25 146.80 Eisenb.-priorit. 4 Bad. Thlr. 100 146.90 3M do..... 100.55 100 80 4 do. äuß. v. 1897 70.10 SchailerGrubeu 329.40 331.30 4 Bayer. Thlr.100 160.20 4 Bayer. St.-Obl. 105.15 105.30 4M Chile Gold-Aul. —.— 89.20 Bank-Aktien. Magdeburger 457.- 4 Dux-Bodenbach 100.30 100.20 3V, Gothaer Präm^ 3M do..... 100.80 100.80 6 Chinesen. . . 105.30 105.30 Reichsbank . . Berg.-Märklsche Bank . . . Berliner Bank. Berliner HolSg. Darmstädter Bk. Deutsche Bk. . DiSconto»Ges. . Dresdner Bk. . Rational-Bk. . Schasshfr. Bkv.. Oest. Cred.-Att. 156.— 155.- Bergwerk . . 457.- von 1891. . Psdbr. L . . 120.80 120.70 4 Hess. St.-Obl. . 106.— 105.80 5 do..... 100.70 101.10 67< Buderus. . . 108.— 109.— 4 Elijab. steuerfr. 101.90 101.90 37, 37, 3 4 4 3 do. IL . . 110.75 3M 3 3M 3M 3M 4'/, 'do..... do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 Hambg. v. 1899 Ausländische. BoSnicr . . . 100.40 89.75 100.60 100.— 100.60 100.60 100.35 90.15 100.8V 100.— 100.70 100.60 4M 5 5 3 do..... Mexikaner Serie 1—4 . Mexikaner v. 99 do..... Provinz- und Städte-Anlelhe. 92.70 40.90 1016.0 27.50 92.15 0 41.40 101.10 ‘ 27.10^1 8 4 3 90.20 157.00 136.70 210.- 187.20 144.- 117.80 117.- 216.50 90*50 158.45 138.20 211—. 189.20 146.- 117.— 117.90 213.70 4 3V. 4 37, 3*/, Pfandbriefe. Franls.Hypotbk. Serie 14 do. Serie 15 Frkf.Hyp.-Cred.- Verein 1905. do. 19u6. do. tilgbare 102.80 101.- 96.50 101.20 96.30 96.30 4 4 102.80 5 101.20 96.60 5 101.20 4 96.30 3 96.30 3 Franz Joseph . ilajchau-Oderbg. Oesterr. Rord- westbahn B. . do. Südbahn (Lomb.) do..... do..... Raab-Oedenbg. 100.75 99.60 109.— 102.60 64*85 101.— 109.- 103L6 91.40 66.30 Cüln-Mlndenrr Madrider . . Akeingr. Präm.- Psdbr. Thlr. 100. . . . Oesterr. v. 1860 bo. v. 1854 Oldenb. Thlr.40 Türk. FrS. 400 137.30 47.60 135.60 153.50 129*.— 123.— 187.40 47 60 137.20 163.80 129*.— 124,- 5 Grlrch. C.B. von 3M Oberhessen . . 99.70 99.70 ö8/< 4 Frlf.Landwtsch. 98.20 99.- Cbs. . . . 77.20 73.10 1890 . . . 40.20 40.20 3M Starkenburger. 99.7U 99.70 4 Hamburger Hy» 4 Rudolsbahn. . 100.45 —.— UnverjiaSllche 4 Griech. Monop. 44.50 44.- 4 Rhcinprvvinz . 103.80 104.— Industrie-Aktien polheken-Bank 100.20 pr. Sluck u. Wit. 4 Italiener Rente 103.- 103.55 3M do..... 100.50 100.2u 276.- 272.- ©er. 141-250 100.10 62 90 3 do..... 67.— 69.- 4 Gießener. . . 103.20 14 Mainz.Brauerei 4 do. unkündbar 2V1O Jtal. staatl. gar. 68.30 Ansbacher fl. 7 31/. Oester.Silberrte 101.35 101.95 3M oo..... _ _ 20 Fardw. Höchst. 350.— 350.— bi» 1910 102.75 102.75 C. B. . . . 68.40 Augsburg, st. 7. 37.— 36.— 5Z Oester. Goldrte. 103.45 103.65 öM Frankfurter. . 99.40 99.40 10 do. Griesheim 212.— 213.90 37, do. Serie 46 24/io Livorneser . . 69.40 b9JU Brichw.Lhlr.20 4M Portug. Staat. 49.60 50.50 4 Darmstadter 102.60 _ _ — Elektr.Lahmeyer 79.50 81.— bis 190. 95L5 95.60 4 Sard. Sec. flfr. 100.90 Finnldr.Lhlr.10 —.— 82.50 4 do..... 30.75 31.— 3M do..... 98.40 — „ Schuckert 89.10 92 — 37, bo. SericbOl gar. . . . 100.70 Akaüand.FrS.46 41.— 4 Rum. am. Rte, 98.10 99.60 3M Mainzer. . . 98.55 8 „ Siemens 122.50 122.50 bis 31U. 95.70 95.70 37, Gollhardbahn . 100.70 101.20 do. FrS. 10 16L0 4 Rumän. v. 1890 85.60 86.8u 3M Offcnvacher. . 98.40 98.85 u. Halske 4 Meining. Ser. 8 102.60 102.50 4 KurSk Kiew. stfr. 101.10 Oesterr. st. luO 4 Gold »Russen v. 4 Wormser . . ___ _ _ 10 Mafchf.Grieyncr 166.— 166.— 37, do. abg. . 96.— 96.- gar. . . . —.— von 1864. . —,— 1880 . . . 101.— 101.— 3M do..... 98.50 _ _ 10 do. Uleyer . 171 — 169.- 4 Prruß. Boden» 4 Russ. Südost 97 99.60 99.60 Pappenh. st. 7 43.60 41.— 3M do..... 95.10 31, Heidelberger _ _ — Credtt . . . 101.50 101.50 stsr..... Aleininger st. 7 4 Russen v. 1902 99.50 99.50 4 Mannheimer . 103.75 Bocbum Bergw. 181.70 184.— 4 Rhein Hypoth.» 102.80 102.80 4 Warschau Wien llngar. SlaatS 351.60 352.40 4 Serben v. 1895 74.75 74.30 31/, Bao Rauheimer 98.20 98.20 Concordia „ 277 - 276.50 Bant 1907er stfr..... 99.40 yy.- fl. 100 • e 4 Spanier. . . 85.20 —.— 4 Lissaboner . . 78.30 78.- Cichweiler „ 215.50 217.25 37, do. 96.75 96.75 4 oo. XI. 1911er 99.4a 99.— BenelianerL.3O Gascokes. Preise seit 10. Wil IM: Für den Eentner ab Verkaufsstelle: Stück-CokeS.............. 1,10 Alk. Nuß-Cokes, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenenKorngrößen für Stubenheizung und für roeite und enge Ofenjchächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracü, g a it g- barste Sorte......... 1,25 Mk. Größe 9h*. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anlhracil......1,30 Akk. In Wagenladungen von mindesten- 36 Gentnern: Ltückcokcs.......1,05 Alk. Nnßcokcs 9lr. 1.....1,20 , NnßcokeS Nr. 2.....1,25 „ Bei Entnahme von mindestens 200 Gentnern: LtückcokeS.......1,— Alk. Nußcokes Nr. 1.....1,15 „ NnßcokeS Nr. 2.....1,20 „ Für Eokesabnehmer, welche zwei und mehr DoppcllvaggouS beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere ö Pfg. pro Gentner. Für Au,uhr au das Hans werben 5 Pfennig für den Ceutner bereumet. NB. entern das Verbringen der Cokes — bis zu 6 Gentnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall ic.) mit feinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht bie-j oi)uc besondere Vergünma. Im Gaswerk iinbct nur ein Verkauf von über 5 Gentner CokeS statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ber Mimikans bet GnslÄrs von 1 bis 5 Gentner eingerichtet, nämlich bei ben Herren: Ivh. Fischer, Alicestraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Hrankfnrterstraße 161, Cd. Klinlel, Bahnhofstraße 10, ttuiil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, ^icherslraße 2, August Struck, Bismarckslraße 6, Georg Unverzagt, Kaptansgasse 5. Diese Finnen berechnen obenslehenbe Preise unserer Gascokes [amt Anfuhr lote bas Gasiverk und verabfolgen dieselben axub tn Menge»! unter 5 Genmenu Die Preise unserer Gaseokes für bie Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen sich um den Betrag ber Lctroirückvergntilug von 4 Pfg. für ben Gentner. Gieß en, den IG. April 1902. 3086 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen Verdingung. Tie zur Ausführung der für bie Feldbereinigung m Gemarkung Gießen, rechts der Lahn, im Herbste bs. Js. vorgesehenen Traluageli eriorberlidjen ^iefer- ungen unb Arbetteli sollen im Wege schriftlichen Angebots öffentlich vergeben werden. 1. liefern von Dramröhren etwa 21700 m 2. Liefern von Thon- rohren cuua 650 , 3. Anjahreii der Röhren etwa 3100 Str. 4. Grabeii- und Rohr- üerlegungsarbeiteu etwa 22350 m Tie Angebotsunlerlagen liegen bei ber unterzeichneten Behörde wahrend der Tienflstunden zur Einsicht auf, woselbst auch bie Aligebotsformnlare unb Bedingungen gegen Erstattung von u,öu All. für jedes Atos erhältlich sind. Tie Angebote sind verschlossen, poltfrei unb mit entsprechender Ausjchrist versehen bis zum 26. d. Mts., voriu. 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde em- zureichen. Um bie genannte Zett fmbei oie Lestnung der Angebote m Gegenwart der etwa erfchiene- neu Bieter |iaiL 6331 Zuschlags,nst 14 Tage. Gießen, ben 11. Sept. 1902. Großh. Kulturiiispektion Gießen. Wißmaiiiu Cbftf Verstclgerung. Mittwoch den 24. VS. MtS. soll das Obst der Gemeinde Fellingshausen versteigert werden. Der Ansang ist vormittags 9 Uhr am westlichen AuSgang des Torfes. Bemerkt wird, daß bad Obst voiwiegend aus guten Aepfel- jorten besteht. 6498 Fellingshausen, 18. Sept. 1902. \ Der Bürgermeister: agner. Submission. Für unsere Kliniken soll die Lieferung von 25 Etr. Aepfeln 550 , Kartoffeln 10 „ Zwiebeln 6 , roten Rüben 2 , weißen Rüben 3 , gelben Rüben 2 „ untererd. Kohlraben 2 , Rleerrettig 35 , Weißkraut 100 Stck. Rotkraut 500 „ Sellerie 100 , Lauch auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Berwaltungs- bureau offen. 6462 Angebote versiegelt und mit der Aufschrift; „Angebot auf Gcmüfclleserung" versehen, sind mit den Mustern bis zum 18. Oktober d. I., vormittags 11 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Aligebote slattfinden wird, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zilschlagsfrist erfolgt bis zum 26. Oktober d. I. Gicszen, 16. September 1902. Großh. Verwaltungs-Direktion der chirurg. und Augen-Klinlk. P o p p e r t. VossiuS. Konservengläser fLrumachgtaler kclee- nni pochMn nut und ohne Vei,a)tuß empsteytl in allen Großen zu den bUligüc» Preisen Philipp Wagner, Neustadt 4. 5418 Obst- Versteigerung. Mittwoch den 24. September, von vormitt. 9 Uhr an, soll das Obst der Gemeinde Grotzen-Buseck, bestehend in bedeutenden Quantitäten Aepseln, sehr schönes Tafel- und Kelterobst, und etwas Birnen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Beuern. Großen-Buseck, am 17. Sept. 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Buseck. _______Schwalb. 6477 Obst- Versteigerung. Donnerstag den 25. September, von vormittags 9 Uhr an, soll das der hiesigen Gc- meinde zustchcnde Obst, bestehend in eincrgroßenQuantität Aepseln und Birnen, versteigert werden. Die Zusamnienkunst ist bei der Kirche. Annerod, 19. Septbr. 1902. Gr. Bürgermeisterei Annerod. Horn. - 6503 nach Red StarliiK l l Rothk l) Stern lißmU pojldampfer ton Antwerpen] Red Star Linie in Antwerpen, Earl Retter im „Kaufhaus zur Sonne" in Gießen, H Klippstein in Langsdorf. Lehr gutes Wiest«- nnö Klethen Korn- n. Weizenstroh Alaschinendrusch, gebe in jeder Quanttläl pieiSwürdig ab. Em in ei, 04015 Warthof bei Grünberg L H. Ortsgcwcrbcvcrcin. Heneial-Zerlamml'ung Dienstag den 23. September 1902, abends 8'/, Uh*, im Restaurant Fcidcl. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Gewerbegerichtswahlen. 5. Genossenschaftswesen. 6. Wmtervorlräge. Zu zahlreicher Betelllgung ladet ergebend ein 6499 Der Vorstand. V® MsM WM eld-Schränke • 1 R.tzv 93.10 102.30 Salon.-'Dlonaß. 351.60 352.40 st. M . . 1VV . • ----- | |8ti!«ianttß.3O 13750 153.30 135.60 153.50 OlabÜaot % steuech, , , Inatolitt , , 162.50 63.10 129.- 124.- 82JW 41- 16» Lose in Prozelltrn. 8ab. Lhlr. 100 Vayei.Thlr.100 SvliM Präm/ Mr. I.. . Bo. IL. . Tüln'Mnbrnu Hiaöriber . . Mwzr.Präm.« Psbbr. Lhlr. M. . . . Okslen. v. 1860 bo. B. 1854 Olbenb.Thlr.40 Türk. Frs. 400 ünBttjiMche pr. Lluck u. akt. In-bacher st. 7 HuflSbur j. st. 7. V^lhw.Lhlr.LO fynnl6r.iWr.10 1 Slaiiiui.lrri.45 io. MIO >sten. |L WO \ Bon 1864. . st. 7 j)Wyt st 7 Unflat. Staats 146.90 ■ 160.20 SD?? ;tet ift 7 «antis Sütei» er •< “Kienbut wS*' i>'e “**• «Äs m bejeugi 6„6 hj •’Sdittle" au; 6,‘ gliche iK. ^ahnhoW, 37/ Frankfurt u m. H(o|er)», -KSK be,^p6 120.80 120.70 -.-1110.75 137.30'137.40 47.61) C,A w «•i4V i i* Stcinbrr'finitiHtncn 1C. Vertreter: Carl Daub, Betzdorf a. Sieg. sJiDtcn Dividenden- „ Petkuser 'Jioßßcit Lchwe i. Schnee-Noggen Abnahme Preise rrnä- ßigung nach Vereinbarg. für Strotzen- und Eisenbahn-Schotter, besonders fröftig gebaut. Prut Eittlßor-Zlhrotmnhlkkl für Landwirtschaft und Industrie, (^icefflor-^oö- und Keröftoff-MühltN ^atcnt-Kugelmühlen mit stetiger Ein- und Austragung für Farbstoffe, gebrannten Ralf, Panzerkassen, Aktenschränke v4vs für Gemeinden und Behörden, Kassetten und Kopierpressen preißwürditr. T. i.rocmann, KassenMhrankfabrtk. Versandt ab Lauterbach (Oberh. Bahn) in neuen Säcken, die tum Selbstkostenpreis berechnet werden. 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