Nr. 115 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »esstschea Landwirt die Siebener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'schm Untverf.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schul st raße 7. Rdresie für Depeschen: «nzetger Gießen. FtrnsprrchanschlußAr.bl. Dienstag SO. Mai 1908 158. Jahrgang ______ Ä VezugSpretA, , Zr; ^?X TsT © monatlich75ie heutige Mummer umfaßt 8 Seiten. Aie Tyronöesteigung Alfons XIII. Der junge König von Spanien hat am Samstag den B3erfa(fung§eib geleistet. Ans diesem Anlaß waren in Madrid die znm Parlamentsgebäude führenden Straßen von einer ungeheuren Menschenmenge besetzt. In 24 Staatswagen bewegte sich der feierliche Zug zum Gc- bünde der Cortes. Im letzten saß der König, die Königin und die Infantin Teresa. Im Saale hatten die fremden Fürstlichkeiten, das ^diplomatische Korps und die außerordentlichen Gesandtschaften die Tribünen besetzt, während unten im Parterre oie Senatoren und Deputierten saßen. Als der Mnig den Saal betrat, erhoben sich alle von ihren Plätzen. Der König nahm auf dem Throne Platz. Während sich auf seine Aufforderung hin Senatoren und Deputierte setzten, schritt der Präsident der Dc- vuttertenkammer zum Throne und richtete an den König die Bitte, den Erd zu leisten. Der König erwiderte: „Ich schwöre bei Gott, und den Evangelien, die Verfassung und die Gesetze zu beobachten." Laute Zurufe oer Versammlung folgten diesen Worten. Parauf verließ der feierliche Zug das Parlamentsgebäude und setzte sich nach der ^ttrche S. Francisco el Grande in Bewegung, wo ein Tedeum stattfand. Auch auf diesem Wege hielt eine gewaltige Menschenmenge die Straßen besetzt. Truppen bildeten Spalier. Der König betrat die Mrche unter einem Baldachin, der von sechs Priestern getragen wurde, und begab sich so zu dem Thronsessel, gefolgt von zwei Kardinalen und ungefähr 30 Bischöfen. Dem Tedeum wohnten die fremden Fürstlichkeiten und Gesandtschaften, sowie die Senatoren und Deputierten bei. Dem Publikum war der Eintritt in die Kirche nicht gestattet worden. Im Amtsblatt veröffentlicht der König eine Proklamation an die Armee und die Marine. Es heißt in der Proklamation: „In dem Augenblicke, wo ich selbst das Kommando über Armee und Marine übernehme, erfülle ich eine Pflicht, die meinem Herzen hohe Befriedigung gewährt. Als König, als General, als Spanier und als Soldat begrüße ich Euch. Tapferkeit, Mut, Energie, Ausdauer, Disziplin, Patriotismus, alles das besitzt Ihr zum Wohle und Gedeihen des Vaterlandes. Ich werde Euch stets nahe sein und werde in den Augenblicken der Gefahr stets bei Euch fein. Die Geschichte wird von mir sprechen, wenn sie von Euch handelt. Erfüllt immer Eure Pflicht zur Erhöhung des Glanzes der Nation und Ihr könnt auf die Liebe Eures Königs rechnen." Die Minister reichten, Wie es bei einem Regentenwechsel üblich ist, ihre Demission ein, der König erneuerte jedoch die Vollmachten Sagasta's. Bei der Fahrt des Königs nach dem Parlament ereignete sich ein Zwischenfall, den das Gerücht sofort ju einem Attentatsversuch aufbauschte. Glücklicher Weise stellte es sich heraus, daß es sich nur um den harmlosen Streich eines Geistesgestörten handelt. Das Gerücht, auf den König sei ein Attentat verübt, aber vereitelt worden, verbreitete sich auf eine Aeußerung des Kammerpräsidenten hin. Ehe nämlich der König im Sitzungssaale des Parlamentsgebäudes erschien, näherte sich ihm der Sekretär der Kammer und flüsterte ihm etwas zu. Der Präsident erbleichte und rief: „Beruhigt Euch! Ein Wahnsinniger oder ein Ruchloser hat versucht, sich am Könige zu vergreifen, aber glücklicher Weise ist nichts geschehen. Der Verbrecher ist verhaftet!" Als der König dann im Saale erschien, war er Gegenstand begeisterter Huldigungen; auch auf der Rückfahrt nach dem Schloß wurde der Hof lebhaft begrüßt. Ueber den Sack>verhalt selbst wird folgendes gemeldet: Als der König sich nach dem Parlament begab, näherte sich ein Mann dem Wagen des Königs, indem er seinen Hut in die Lust warf. Er versuchte darauf, den Schlag des königlichen Wagens zu öffnen, wurde aber sofort verhaftet ; man fand bei ihm keine Waffe, sondern nur ein an die Infantin MariaTeresagerichtetes Liebesgedicht. Aus dem Verhör ergab sich, daß der Mann irrsinnig ist: er heißt Jose Puig, ist 23 Jahre alt und in Crevillente (Provinz Alicante) geboren; er gab an, er hätte die Absicht gehabt, um die Hand der Jn- fantin zu bitten. Puig war früher Kellner in einem Madrider Hotel; >r wurde aber vor einiger Zeit entlassen, weil er einen Blumenstrauß in den Wagen der Königin-Regentin geworfen hatte. Daraus schasste ihn feine F-arnilie in die Heimat. Am Donners.ag aber kehrte er nach Madrid zurück. Die Umstehenden stürzten sich in dem Glauben, daß es sich um ein Attentat handele, auf ihn und brachten ihm einige Verletzungen bei. Dagegen wurde noch rechtzeitig ein a n arch istisch es Komplott entdeckt, das sich in der T7-at gegen das Leben des Königs richtete. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten wurden sechs Personen verhaftet, darunter ein gewisser Gabriel Lopez, Diener in dem Bureau einer Versicherungsanstalt in der Straße San Geronimo, wo er auch seftgenommen wurde. Die Polizei sand bei ihm ein Dynamitpatronen ent» haltendes Paket; Lopez behauptet, dasselbe von einem andern Anarchisten erhalten zu haben mit dem Auftrage, beim Vorüberfahren des königlichen Wagens eine Patrone zu schleudern. Tie Verhafteten leugnen samttich nicht, anarchistische Ideen zu haben. Weiter befinden sich unter ihnen ein Student der Medizin, ein Setzer, em Tischler und ein Maurer. Bei diesen wurden neun Dynamitpatronen vorgefuiiden. Der Untersuchungsrichter, welcher mit der Angelegenheit betraut ist, bewahrt vollkommenes Stillschweigen. In dem Laboratorium der Genietruppen wurde alsbald eine Analyse der Explosivstoffe vorgenommen. Berlin, 17. Mai. Der Kaiser hat dem König von Spanien anläßlich seiner Thronbesteigung einen prächtigen Degen zum Geschenk gemacht. Die Klinge ist eine echte Damaszener und trägt eine vom Kaiser verfaßte Widmung. Ferner hat der Kaiser Alfons XIII. zum Chef des dritten Magdeburgischen Infanterie-Regiments 9fr. 6ö ernannt. Politische Tagesschau. Die 13. Generalversammlung des deutschen Bergarbeiterverbands ist am Samstag nachmittag in Essen a. Rh. eröffnet worden, nachdem bereits am Vormittag eine geheime Verhandlung der Vertrauensmänner vorausgegangen war. Anwesend waren u. a. die Reichstags abgeordneten Bernstein und Sachse, ferner sieben Delegierte der österreichischen Bergarbeiter. Zum Vorsitzenden wurde Sachse gewählt. In der zweiten Sitzung am 1. Feiertag waren auch zwei französische und zwei belgische Bergarbeiterführer erschienen, welche ebenso wie ein weiterer österreichischer Delegierter von dem Vorsitzenden, Reichstagsabg. Sachse begrüßt wurden. Bei der Abstimmung über die vorliegenden Anträge wurde u. a. beschlossen, für das Saargebiet und Lothringen einen ständigen Verbandsbeamte n zur Agitatton anzustellen. Die Berbandspresse soll ihre sttenge, gewerkschaftliche Haltung beibehalten. Ein Antrag auf Herausgabe eines polnischen Verbandsorgans wurde abgelehnt . Sodann berichteten die Vertrauensmänner der verschiedenen Bergbaubezirke über die Lage in denselben, die allgemein als ungünstig geschildert wurde. Zwei Delegierte aus Ober- und yttederschleften sprachen über die Lage der Bergarbeiter in den dortigen Revieren und erklärten, die Lohn -und Arbeitsverhältnisse seien ungenügend. Ein bayerisch er Delegierter bezeichnete hingegen die Verhältnisse der oberbayerischen Bergleute als ziemlich günstig. Nachdem die Berichterstattung beendet war, wurden mehrere Resolutionen angenommen. In der einen protestiert die Generatversammlrmg gegen die wiederholten Bestrafungen und Lohnabzüge, und fordert die Berufsgenossen auf, sich nicht zu einem Ausstand hinreißen zu lassen, da derselbe augenblicklich nur den Grubenbesitzern Vorteil bringen würde. Die Generalversammlung erwartet von den Regierungen, daß sie den Uebel- ständen im Bergbaubettiebe durch gesetzliche Mittel zu Gunsten der Arbeiter ein Ende mache. — Weiter wurde eine Resolution angenommen, worin eine Reform des Kn ap p- schaftswesens durch Reichsgesetz für unbedingt erforderlich erklärt wird. — In einer anderen Resolutton spricht sich die Versammlung für eine Weiter bildun g des Krankenkassengesetzes in dem Sinne aus, daß bie angekündigte Novelle des Krankenversicherungsgesetzes den knappschastlichen Krankenkassen die Gewährung eines Krankenlohnes im Betrage von drei Viertel des verdienten Lohnes auferlvgt. — Eine Resolution, die gestern angenommen wurde, verlangt eine Reform des Berggesetzes. Ein Antrag, den Ausstandsfonds obligatorisch zu machen, wurde abgelehnt. Nach einem von der Versammlung gebilligten Referat des Verbandsleiters Huet, welcher erklärte, daß die Bergleute kein besonderes Interesse an der Verstaatlichung des Bergbaus hätten, aber im Interesse des Gemeinwohls für sie eintreten müßten, wurden die Verhandlungen geschlossen. Tas englisch-chinesische Eisenbahn-Abkommen. Das zweite Eisenbahn-Abkommen, welches der englische Gesandte Satow mit Juanschikai neben dem auf die Rückgabe der Bahnlinie Peking - Schanhaikwan an die Chinesen bezüglichen Abkommen geschlossen hat und das bisher geheim gehalten wurde, wird nunmehr bekannt und stößi auf den allgemeinen Widerstand der Mächte. In den einleitenden Worten wird erklärt, daß cs sich um ein Abkommen zu Gunsten der S t a a t s e i n n a h m e n und für die Interessen der Aktionäre der Peking-Sch anhaikwan-Eisen- bahn handelt. Die Bestimmungen, welche Widerspruch erregen, besagen, daß alle Eisenbahnen, die von jetzt ab innerhalb einer Entfernung von 80 Meilen von der bestehenden Linie errichtet werden, von der Verwalttrng der nördlichen Eisenbahnen gebaut werden sollen und von keiner auswärtigen Macht kontrolliert werden dürfen. Rußland betrachtet den Weiterbau. der Eisenbahn von Peking nach der Großen Maner als in seine Sphäre fallend. Ferner werden amerikanische und französische Projekte von Bahn- b aut en zwischen Tientsin und Paottngfu durch das Abkommen getroffen, ebenso das deutsche Syndikat, welches die Konzession für einen Bahnbau von Schautung nach Tientsin besitzt. Diese und andere Pläne sind durchkreuzt, wenn das Abkommen in Kraft tritt. Der russische Gesandte hat bei i>er chinesischen Regierung Einspruch erhoben und chr ernste Vorhaltungen darüber gemacht, daß sie das Wkommen unterzeichnet habe, ohne Rußland zu befragen. Die Vertreter der anderen Mächte haben sich mit ihren Regierungen ins Benehmen gesetzt. Die Russen erklären, sie würden die Mandschurei nicht räumen, und die Eisenbahnlinie den Chinesen nicht zurückgeben, wenn England, wie die Russen sagen, auf diesem Versuch bestehe, die Eisenbahnen Nordchinas unter seine Kontrolle zu bekommen. Wie indes vorauszusehen war, lenkt die chinesische Regierung angesichts der Proteste bereits ein. So meldet die „Times" aus Peking, Prinz Tsching habe am 17. Mai den englischen Gesandten Satow gebeten, in eine nochmalige Prüfung des Eisenbahnabkommens zu willigen. um Rußland zu beruhigen. Und die Kaiserin von China hat einer Reutermeldnng infolge sogar ein Edikt erlassen, in dem uanschikai und H n y u f e n ein Verweis da- für erteilt wird, daß sie das Eisenbahnabkommen mit England unterzeichneten, und in dem ferner dem Zensoramte auf getragen wird, für die betreffenden Beamten eine angemessene Strafe festzusetzen. Durch ein zweites Edikt wird der Gouverneur von Juennan, Lichinghsi, abgesetzt und dem Zensoramte aufgetragen, ihn zu bestrafen. Die Lage tu Südafrika. Ueber die Vorverhandlungen für die Friedensschließung, die gegenwärtig von den Bnrenfilhrern in Ver- eeiniging geführt werden, ist bisher noch nichts Zuverlässiges in die Oeffentlichkeit gelangt Bei der englischen Regierung ist bis jetzt nur die offizielle Nachricht eingelaufen, daß die erste Burenkonferenz in Vereeiniging zur Erwägung der Lord Kitchener vorzulegenden Vorschläge am Donnerstag abgehalten wurde. Die Blätter ergehen sick nach wie vor in sich mehr ober weniger widersprcchenoen Mutrn aßun gen über den Ausgang der Verhandlungen. So wird der „Köln. Ztg." aus London gemeldet, in dortigen mllitäriscben Kreisen sei die Ansa)onung der Dinge hinsichtlich der Versammlung in Vereeniging günstiger als in politischen. Diese rechnen, im Hinblick auf die Vergangenheit, mehr mit Imponderabilien, erwägen auch den auffallenden Einfluß, den unter den Buren hartnäckige, verhältnismäßig kleine Minderheiten bisher siegreich geltend gemacht haben. „Daily Mail" hört gleichfalls, daß vielfach geäußerte Befürchtungen sich auf die Annahme gründeten, Delarey, sowie einige seiner Anhänger könnten Schwierigkeiten machen. Die „Times" meldet aus Pretoria. Es seien in Vereeiniging 160 Buren versammelt, welche fast alle wohlbekannt seien. Welchen Erfolg auch immer die Beratungen haben konnten, das Ende des Krieges fei jedenfalls nicht mehr fern. Die Zusammenkunft in Vereeiniging werde wahrscheinlich bedingungslose Uebergabe auf verschiedenen Punkten des Kriegsschauplatzes zur Folge haben, wodurch eine große Anzahl Truppen verfügbar werde für die Bezirke, die sich noch nicht unterworfen^ hätten. Es ist überflüssig, daß man sich zu allen diesen Ge» rächten äußert, die nicht den geringsten positiven Hinter-- gründ haben. Daß die Burenführer in eine bedingungslose Uebergabe willigen würden, kann auch nur von englischen Blättern ihren englischen Lesern aufgetischt werden. Heer und Flotte. Potsdam, 19. Mai. Heute vormittag um 11 Uhr fand die Feier des Stif« tnngssestes des Lehrinfanterie-Bataillons auf dem Platze vor dem Neuen Palais statt. Auf der Südseite des Palais, unter den alten Kastanienbäumen war ein Feldaltar errichtet, Vor demselben hatte das Lehr-Jn- fanterie-Bataillon in einem offenen Viereck mit der Fahne Aufstellung genommen. Außer dem Kaiser nahmen an der Feier teil die Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses, Prinz Paribatra von Siam, der russische Botschafter Graf von der Osten-Sacken und die Herren der Botschaft, die fremdherrlichen Militär- und Marine- attachees, Graf Bülow, die Ober-Hof- und Vizeoberhvs- chargen, die Chefs des Generalstabs der Armee und des Mmiralstabs, sowie die Spitzen der Potsdamer Zivilbehörden. Hof- und Garnisonprediger Keßler hielt einen lithurgischen Gottedsdienft ab. Tie Gesänge wurden vom Militärttrchenchor ausgeführt, die Musik von der Kapelle des 1. Garderegiments zu Fuß. Zum Schlüsse wurde das niederländische Dankgebet gesungen. Hierauf pftanzte das Bataillon die Bajonette auf und stellte sich auf dem breiten Wege in Front auf. Der Kaiser mit dem gesamten Gefolge schritt unter den Klängen des Präsentir- marsches die Front ab. Hierauf trat das Bataillon zum Parademarsch an und defilierte einmal vor dem Kaiser vorüber. Danach begaben sich die Truppen nach den festlich geschmückten Kommuns und nahmen hier an den zum Essen aufgerichteten Tafeln Platz. Beim Erscheinen Sr. Majestät und der geladenen Gäste spielten sämtliche an den Kommuns aufgestellten Musikkorps der Garnison „Heil Dir im Siegerkranz". Der Kaiser brachte ein Hoch auf die Armee aus, der Kommandeur des Gardekorps General von Kessel ein Hoch auf den Kaiser. Tie Truppen riefen dreimal Hurra! und die Musik spielte die Nationalhymne. Se. Majestät brachte hieraus eiu dreifaches Hurra auf den Kaiser von Rußland aus, woraus sämtliche Musikkorps die russische Nationalhymne spielten. Der Kat i er begab sich gegen ein Uhr nach dem Neuen Palais zurück; dort sand im Muschelsaale eine FruhKückstasel zu ungefähr 110 Gedecken statt. Bei der Tafel saß Se. Majestät zwischen der Prinzessin Friedrich Leopold und der Herzogin von Albany. — Eine im Armee-VerordnungSblatte veröffentlichte Kabinettsordre bestimmt, daß die Offiziere der technischen Institute der Infanterie und Artillerie zu einem Osfi- zterkorps vereinigt werden und als Abzeichen der Zu, jammengehörigkeit eine gemeinsame Uniform erhalten. Deutsches Deich. Berlin, 17. .~ai. Zuverlch^gen -tachrichten zufolge hat der Kaiser der Bonner Studentenschaft zugesagt, einen ihm für seine Anwesenheit in Bonn (17. bis 19. Juni) zugedachten Fackelzug anzunehmen. — Anläßlich der heutigen Krönungsfeier des Königs Alfons XIII. von Spanien liefen auf der hiesigen spanischen Botschaft im Laufe des Vormittags zahlreiche Gratulationen ein, u. a. auch die des Auswärtigen DorteS. Wegen Erkrankung des Botschafters au Influenza finden Festlichkeiten in der Botschaft nicht statt. Der Reichskanzler stattete dem hiesigen spanischen Gesandten Ruata einen Besuch ab, um ihm persönlich seine Glückwünsche zur Thronbesteigung des Königs Alfons aus- zusprechen. — Wie die ^Ftordd. Allg. Ztg." vernimmt, geht der Gesetzentwurf betr. die Maßnahmen zur Stärkung des Deutschtums in den Provinzen Westpreußen und Pos en dem preußischen Abgeorduetenhause unmittelbar nach Pfingsten zu. — Die ,Korrespondenz für Kunst und Wissenschaft" erfahrt, Professor Uphues sei in Wiesbaden vom Kaiser persönlich mit der Ausführung der für Washington bestimmten Bronzestatue Friedrichs des Großen beauftragt worden. — Der ,Lteichsanzeiger" giebt die vom Bundesrat neu- bezw. wiedergewählten Mitglieder des Börsen- ausschusses und deren Stellvertreter für die fünfjährige Periode vom 1. Juli 1902 ab bekannt. Ausland. Amsterdam, 19. Mai. Der Zustand der Königin kst recht befriedigend; ihre Kräfte nehmen schnell zu. Dr- Roeningh wurde, als er den Palast verließ, Gegenstand einer Sympathie-Kundgebung sämtlicher Mitglieder der Königlichen Familie, welche ihn als den Retter der Königin preisen. London, 17. Mai. Sicherem Vernehmen nach wird die Dritisch-Ostindische Regierung in allernächster Zeit die Ausgleichszölle gegen Prämienzucker derart er- höhen, daß auch die von den Zuckerkartellen der Ausfuhrländer gewährten Vorteile durch den Zollzuschlag kompensiert werden. Rom, 18. Mai. In Gegenwart des Königs, der Königin, der Minister, des diplomatischen Korps sowie zahlreicher Mordnungen von Schützen-Vereinen aus Italien und dem Auslande wurde heute vormittag auf den Schietzständen bei Farsina das vierte allgemeine nationale Schützenfest eröffnet. Ministerpräsident Zanardelli hielt eine Ansprache. Der Kömg gab die ersten Schüsse ab. Madrid, 18. Mai. Der König legte heute nachmittag den Grundstein zu einem Denkmal für seinen Vater, den König Alfons XII., im Park Retiro. Die hier einge- troffenen Fürstlichkeiten und Gesandtschaften wohnten der Feierlichkeit bei. Die Menge bereitete dem König stürmische Huldigungen. Belgrad, 18. Mai. Der König hat die Demission des KabinetsWuitsch angenommen. Mit der Bildung des neuen Kabinetts ist der ehemalige Führer der radikalen Partei Nikolaus Peschitsch betraut worden. New York, 17. Mai. In der Nähe von Atlanta im Staate Georgia kam es zwischen Negern und der Polizei zu einem Zusammenstöße, wobei fünf Polizisten und fünf Neger getötet wurden. Die Staatsmiliz und Artillerie sind ensiandt worden, um die Häuser, in denen die Neger sich aufhalten, anzugreifen. Helsingfors, 19. Mai. Die amtliche „Finljands- faja Gaseta" veröffentlicht einen Tagesbericht des Gegner algouverneurs Bobrikow an die Truppen des finlän- dischen Militärbezirks; danach sind vor den hiesigen russischen Kasernen gedruckte Blätter verteilt worden, worin der ungenannte Verfasser die Truppen auffordert, ihrer Obrigkeit nicht zu gehorchen. Der Tagesbefehl enthält ferner Anordnungen zur Festnahme der Agitatoren. Aus Stadt und Land. Gießen, 20. Mai 1902. ee Prälat D. Habicht t- Prälat tt). H ab ich t ist gestern Mittag 1 Uhr gestorben. Die Beerdigung findet am Donnerstag früh 11 Uhr statt. ** Die verflossenen Pfingstfeiertage boten reiche Abwechselung zunächst im „Wetter". Es gab vorerst Regen in Fülle, zeitweise vermischt mit Schnee, dann Sonnenschein, roteber, Regen, prachtvolle Regenbogen, Sturm, Blitz und Donner. Dieses wetterwendische Durcheinander ließ eine richtige Fest- stimmung nicht aufkommen; nur diejenigen rissen sich von den heimischen Penaten los, die durchaus die Feste feiern wollen, wie sie fallen. Von den üblichen Zugüberfüllungen und -Verspätungen hat man diesmal wenig wahrgenommen, der Verkehr wickelte sich so glatt ab, wie es der Psingst- reisende nur wünschen konnte. Dieselbe Abwechselung wie im Wetter zeigte sich in den Toiletten. Die nach fürchterlichem Drängeln der Schneiderinnen, Schneider und Putzmacherinnen zustande gekommene neue Kluft mußte angethan werden; der weiße, mit Blumen in allen Farben besteckte Strohhut wurde nötigenfalls mit einem Familienparapluie überspannt, die zitronenfarbigen Schuhe in Gummischuhe gesteckt, die Helle Blouse mit einem pelzgefütterten Radmantel überhängt und den Pstngstfeiertagsdurst nötigenfalls mit Kaffee und Glühwein gelöscht. Die sonst zur Pstngstzeit gefüllten Biergärten zeigten wahre Weihnachtsphysiognomie: gestürzte Tische und Stühle, und nur die im Besitze gegen das Eindringen von Wasser und Kälte geschützter Räume und eines tüchtigen Kohlenvorrates befindlichen Wirte der näheren Umgebung sahen den Dingen mit weniger ernstem Antlitz entgegen. Am 2. Feiertag füllten sich die mit der Bahn erreichbaren Lokale, wie Windhof, Jagdschlößchen u. s. w. mit Gästen, denen diesmal das Herunterreißen vieler Kilometer, sei es zu Fuß, zu Wagen oder zu Rad gründlich verleidet worden war. Und heute, am 3. Feiertage? Es scheint fast, als ob das Loosungswort des launischen Wettergottes heißt: Fortsetzung folgt. Der wunderschöne Monat Mai wird so zu Ende gehen wie er begonnen, beschämt von seinem Vorgänger April. Auf den Frühling mußte die von den Unbilden des Winters ohnehin genug geplagte Menschheit verzichten, hoffentlich erfüllt sich aller Wunsch: Es muß doch endlich — Sommer werden. ** Parlamentarisches. Nachdem die beiden Kammern den Entwurf des Finanzgesetzes für das Etatsjahr 1902/3 genehmigt haben, ist derselbe dem Großherzog zur Genehmigung vorgelegt worden. Danach werden lt. Art. 1 an Einkommensteuer die seitherigen Sätze erhoben, dagegen erfolgt für die Vermögenssteuer eine Erhöhung von 3G4/10p(£t., sodaß sich, wie bekannt, der Steuersatz für je 1000 Mk. Vermögen von 55 auf 75 Pfg. erhöht. Als außerordentliche Decküngs- mittel sind 6 249 905 All. im Wege des Staatskredits flüssig zu machen und zu diesem Zweck eine Anleihe zu einem dem Stand des Geldmarktes bei Begebung derselben entsprechenden Zinsfüße in geeigneten Zeitabschnitten und in einem Nennbetrag aufzunehmen, der zur Beschaffung der vorbezeichneten Summe erforderlich sein wird. Zur vorübergehenden Verstärkung des Betriebskapitals der Hauptstaatskaffe sollen nach Bedarf Schatzanweisungen, aber nicht über 10 Mill. Mk., ausgegeben werden. — Der Zwecken Kammer ging am Samstag eine Regierungsvorlage zu betr. die Herstellung einer Verbindungsbahn zwischen Lampertheim, Mannheim und dem neuen Rangierbahnhof Mannheim der badischen Staatsbahn. Cs werden zunächst 240 000 Mk. angefordert zum Erwerb des erforderlichen Geländes. Die Summe soll im Wege des Staatskredits flüssig gemacht werden. — Der erste Ausschuß der Zweiten Kammer ftimmte der Regierungsvorlage betr. die Erweckerungsbauten der Technischen Hochschule in Darmstadt zu, da dieselben unumgänglich nötig seien. Ebenso der Regierungsvorlage bete. Erbauung eines Justizgebäudes, Provinzialarresthauses und Gymnasiums in Mainz. * * Lehrergehälter in Deutschland. Nach einer Darstellung der „Magdeb. Ztg." bezieht ein Lehrer im 30. Dienstjahre in Bremen-Land 3600 Mk., in Hamburg-Land und in Hessen 2900 Mk., in Anhalt 2430 Mk., in Lübeck-Land 2200 Mk., in Sachsen-Gotha und in Schaumburg-Lippe 2100 Mk., in Waldeck 2090 Mk., in Oldenburg 2045 Mk., in Neuß, Lippe- Detmold, Sachsen-Weimar, Sachsen-Meiningen und Baden 2000 Mk., im Königreich Sachsen und Braunschweig 1900 Mk., in Sachsen-Altenburg und Württemberg 1850 Mk., in Bayern 1740 und in Preußen 1700 Mk. In dem größten deutschen Bundesstaat ist demnach das Gehalt des Lehrers am niedrigsten bemessen! * * Ein lustiger Streich. In der Nacht vom 1. zum 2. Feiertage wurde ein junger Mann, der sich in lustiger Gesellschaft einen gehörigen Affen angezecht hatte, von seinen Zechbrüdern auf eine mck dem „Gießener Anzeiger" dekorierte Karre verladen und durch die Kirchstraße, über den Marktplatz, die Marktstraße, Neustadt nach der Hammstraße gefahren. Die Gießener Dienstmänner beabsichtigen, die Transporteure wegen unlauteren Wettbewerbs zu belangen, da diese den Transport für eine Mark, die natürlich sofort in eine Runde umgesetzt wurde, bewerkstelligten. * * Diebstahl. Am 1. Pfingstfeiertage wurden einem Bewohner in der Liebig st raße ein neuer Herrenhut und ein Paar Glacehandschuhe aus dem Schlafzimmer entwendet. An Stelle des neuen Hutes war ein alter Filzhut zurückgelassen worden. Der Dieb wurde in der Person eines zugereisten Fremden in der Nähe des hiesigen Bahnhofes betroffen und verhaftet. Er trug den gestohlenen Hut und die Handschuhe. Bei der Durchsuchung fand man bei dem Diebe eine Anzahl Visitenkarten mit dem Aufdruck „taubstumm" und verschiedener Verse, die jedenfalls zu Bettelzwecken benutzt wurden. Der „Taubstumme" war im Besitze eines Korridordrückers. Auf dem Transport zur Polizeiwache widersetzte sich der Festgenommene den ihn transportierenden Schutzleuten und verursachte durch sein Gebühren einen Menschenauflauf. Jedenfalls hat man es mit einem geriebenen Gauner zu thun. Derselbe ttug falsche Legitimationspapiere, die er ebenso wie die Visitenkarten von einem großen Unbekannten zugesteckt bekommen haben will, bei sich, während ihm dieser seine eigenen Papiere entwendet habe. * * Der gestohlene Roßschweif. Am Samstag stellte ein Landwirt von auswärts sein Pferd in die Stallung einer hiesigen Gastwirtschaft und begab sich in die Stadt. Bei seiner Rückkehr machte er die unangenehme Entdeckung, daß seinem Pferde ein Teil des Schweifes bis zur Schwanzwurzel abgeschnitten war. Als Thäter dürfte einer am Sonntag hier verhafteter Bettler in Betracht kommen, und zwar derselbe, der die bei Kirchhain gestohlene Uhr bei sich führte; man fand bei diesem eine Partie Roßschweifhaare, die er zur Anfertigung von Lampenbrennerreinigern benutzte. Er will jedoch die Roßschweifhaare von dem großen Unbekannten gekauft haben. * * Schwer bezecht. Ein hiesiger bekannter Trunkenbold mußte am 1. Pfingstfeiertag wegen Trunkenheit und Ruhestörung in Polizeigewahrsam genommen werden. * * Ruhestörung. In der Nacht vom 1. zum 2. Pfingstfeiertag wurde ein Maschinenbauer, der in der Dammstraße Lärm verübte und mit anderen Personen Streit anfing, auch den Aufforderungen eines hinzukommenden Schutzmannes nicht Folge leistete und den Lärm fortsetzte, verhaftet. * * Ein diebischer Reisebegleiter. Am ersten Pfingstfeiertag erschien ein durchreisender Handwerksbursche auf der Polizeiwache mit der Meldung, es seien ihm in vergangener Nacht in einem Dorfe bei Kirchhain von seinem Reisebegleiter die Uhr nebst Kette gestohlen worden. Der Dieb wurde in der Herberge zur Heimat betroffen und verhaftet. Die Uhr war aber nicht mehr in seinem Besitz, sondern wurde bei einem dahier verhafteten Bettler vorgefunden. Der Dieb hatte diesem die Uhr auf der Herberge zur Heimat verkauft, und dieser versuchte sie wieder zu verkaufen. Derselbe hat sich der Hehlerei schuldig gemacht. * * Verband deutscher Handlungsgehilfen. Nach dem soeben herausgegebenen Bericht der Kranken- und Begräbniskasse des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig stand das Geschäftsjahr 1901 unter dem Zeichen der Wirtschaftskrisis; cs war das ungünstigste seit dem 19jährigen Bestehen der Kasse. Bei Beurteilung der stetig steigenden Kassenleistungen darf allerdings nicht außer Betracht gelassen werden, daß alljährlich mehr Mitglieder bezugsberechtigt werden für das volle versicherte Krankengeld bis zu 5 Mk. täglich auf die Dauer von 52 Wochen und für die Gewährung des höchsten Begräbnisgeldes bis zu 300 Mk. Während von den länger als 26 Wochen erwerbsunfähigen Mitgliedern vor 5 Jahren noch nur einem Viertel für die weitere Krankheitsdauer volles Krankengeld zu bezahlen gewesen ist, hat sich jetzt das Verhältnis bis über die Hälfte gesteigert. Für 65 pCt. der Verstorbenen hat das höchste Begräbnisgeld ihrer Verficherungsklasse bezahlt werden müssen. Auf jedes Mitglied entfielen im Durchschnitt 12.19 Mark Krankengeld und 11.35 Mk. für Arzt und Arznei. Die 21485 Kaffenmitglieder verteilen sich auf 66 Verwaltungsstellen, 243 Zahlstellen und 2067 einzelne Orte im ganzen Reiche. Die Auszahlungen betrugen 257 959.93 Mk. Krankengeld, 239 403.86 Mk. Arzt und Arznei und 16 832.80 Mk. Begräbnisgeld. Dagegen beträgt das Kaffenvermögen 435 845.85 Mk. Auch ein im Erzgebirge gelegenes Genesungsheim mit eigenem Garten und Waldpark steht den Mitgliedern in Niederschlema zur Verfügung; es wurde von 313 Personen besucht. t. Reiskirchen, 16. Mai. Ein hier in Dienst stehender Knecht fuhr mck einem Caroussel-Wagen nach Gießen. Unterwegs scheute das sonst sehr ruhige Pferd vor einer Dampfwalze, schlug um sich und versetzte dem Knecht einen heftigen Schlag gegen Kopf und Arm. Der Verletzte mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. w. Geilshausen, 18. Mai. Der Gesangverein „Jugend» mut" feiert am 1. und 2. Juni fein 25jähriges Stiftungsfest. Gegen 20 Vereine haben bereits ihr Erscheinen zugesagt. Natürlich wird sich auch die ganze hiesige Einwohnerschaft an dem Feste 'beteiligen. Das Fest wird am Sonntag durch eine Tagesreveille eingeleitet, daran schließt sich Empfang der Gäste. Um 2 Uhr nachmittags ordnen sich die Teilnehmer zu einem Festzuge. Nach Ankunft auf dem Festplatze folgen die üblichen Begrüßungsreden, die Ueberreichung einer von unseren Frauen und Jungfrauen gestifteten Fahnenschleife usw. Die Feier verspricht sehr schön zu werden. -e. Bad-Nauheim, 17. Mai. Die Verwaltung der „Israelitischen Kinderheilstätte in Bad-2k anheim hat ihren Rechenschaftsbericht für 1901 herausgegeben. Es ist daraus zu ersehen, daß im Jahre 1901 210 arme Kinder auf Kosten der Anstalt verpflegt und kurgemäß behandelt wurden; es waren 112 Knaben und 98 Mädchen, die in dem großen und prächtig gelegenen Heim an der Frankfurterstraße, gegenüber dem Teich und dem Park, mehrere Wochen sich auscuhen und kräftigen durften. Der Anstaltsarzt Dr. E. Hirsch-Bad-Nauheim bezeichnet den Erfolg der Kur im allgemeinen bei fast allen kleinen Pattenten als be- ftiedigend, speziell auch bei Iben 22 herzleidenden Kindern, von denen zwei besonderes wissenschaftliches Interesse erregten, und die sich in der Anstalt sehr erholten. Die Einnahmen und Zuwendungen von privater Seite sind in dem abgelaufenen Rechenschaftsjahre spärlicher geflossen als früher. n. Ober-Mörlen b. Bad-Nauheim, 17. Mai. Seck einiger Zeit wird der Bau einer Bahnlinie Bad-Nauheim— Nied er - Mörlen — Ober - Mörlen—Ziegenberg — Usingen geplant. In seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat zu Ober-Mörlen einstimmig beschlossen, das Gelände für die neue Bahn in der ganzen Gemarkung Ober- Mörlen frei zur Verfügung zu stellen und außerdem zu den Baukosten 100 000 Mk. beizutragen. Mck diesem Entschluß hat der Gemeinderat dem Wunsche der gesamten dorttgen Einwohnerschaft entsprochen und das Zustandekommen des Projektes fast gesichert. Zu erwarten ist, daß sich nun auch der Gemeinderat der Stadt Bad-Nauheim entschließt, etwas in der für diese Badestadt höchst wichtigen Angelegenheit zu thun, damit die Bahn wenigstens bis Ziegenberg in Kürze gebaut werden kann. Ziegenberg ist mit seinem Schlosse prächtig im Gebirge gelegen und wird von den Nauheimer Kurgästen gern besucht; eine Wagenfahrt dahin — es sind etwa 10 Kilometer — ist aber ziemlich teuer. Die Strecke Bad-Nauheim—Usingen beträgt etwa 16 Kilometer. Die Chaussee führt dicht an der Ufa entlang; Terrainschwierigkecken sind nicht vorhanden. Mainz, 16. Mai. Ein hiesiger Geschäftsmann, der nachgewiesenermaßen seine Steuern unrichtig eingeschätzt hatte, wurde zu einer Nachzahlung von 800 Mark und zu einem Kostenbetrag von 200 Mk. verurteilt. — Ein in der Neustadt wohnender Privatmann, der das Glück hatte, eine ganze Reihe von Jahren mit seinem nächsten Nachbar in steter Freundschaft zu leben, wurde aus diesem Grunde von ihm, einem ehemaligen Gärtnereibesitzer, zum Universalerben seines nicht unbedeutenden Vermögens eingesetzt. Die Frau des Verstorbenen hat dem Testament ihres Mannes ihre Zustimmung gegeben. Der Privatmann tritt die Erbschaft an, sobald sie gestorben ist, da leibliche Erben nicht vorhanden sind. Das Testament bestimmt jedoch, daß 15 000 Mk. an den Hospckalfonds, welcher Betrag zu Gunsten der in dem Jnvalidenhaus befindlichen Insassen und der Kinder der beiden Waisenanstalten verwendet werden soll, ab- zuführen sind. " Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. Die dem Vorschußverein Butzbach gehörige Hofraithe in der Griedelerstraße in Butzbach Flur I Nr. 79, 66 qm ging durch Kauf an die Eheleute Louis Krämer dort zum Preise von 7000 Mk. über. Vermischtes. * Berlin, 17. Mai. Heute Vormittag wurde der Schiffsbau-Direktor vom Reichs-Marineamt, Geheimrat Rudloff, beim Ueberschrecken des Straßendammes von einem Schlächter-Fuhrwerk umgeworfen uud schwer am Kopfe verw und et. * Berlin, 17. Mai. Heute vormittag wurden drei Eisenbahnarbeiter auf der Strecke zwischen den Stationen Treptow und Rixdorf von einem Eisenbahnzug überfahren und getötet. Ein vierter erlitt schwere Verletzungen. * Berlin, 17. Mai. Die elektrische Hochbahn ist wegen Störung des Gottesdienstes verklagt worden. Sie geht am Lausitzer Platze dicht an einer Kirche vorüber, die dadurch in ihrer architektonischen Wirkung beeinttächttgt wird. Außerdem soll der Lärm so groß sein, daß während des Gottesdienstes die Gemeinde gestört und die Worte des Predigers übertönt werden. Man hat sich nunmehr an den Polizei-Präsidenten gewendet, damit dieser die Hochbahn veranlasse, während der Gottesdienststunden die Züge wenigstens langsam fahren zu lassen. * Karlsruhe, 17. Mai. Im Rheinhafen stürzte heute ein Gerüst an der Werfthalle ein und riß eine Anzahl Arbeiter in die Tiefe. Ein jung verhecketer Arbeiter wurde so schwer verletzt, daß er bald darauf starb. Mehrere Arbeiter erhielten leichte Verletzungen. » Konstanz, 19. Mai. Infolge anhaltenden Regen» wetters sind alle Gewässer des Oberlandes über die Ufer getreten. Der Bodensee ist seit Samstag um 19 Zentimeter gestiegen. • London, 17.Mai. Einer bei Lloyds eingegangenen Meldung aus Aden zufolge ist der deutsche Dampfer „Eyrenfels", von Kalkutta nach Hamburg bestimmt, am 9. Mai unter dem 12. Grad nördlicher Breite und 56. Grad östlicher Länge untergegangen. Ein Teil der Bemannung EfferrengefchSN m aller Orten gertngTUgtg, truUKTte i LorUokorrenwerkehrs, der einen stetigen 9Ui^cn stra ne eorqtaU in seiner Behandlung erheischt., wirst met Händen fit Das sich die Konkurrenz in vermehrtem Grade. Die Konsortialgeschäfle ^xdcn. — versprechen fürs Erste noch nicht wieder ime fetten Gewinne zu ^elung erh Der Munizipalrat bewilligte 20000 . Qual. ' 75—77 Pfg., Lebendgewicht 44—47 Pfg., Schlacht- cwicht 64—68 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 64—66^Psg., Telephonischer Kursbericht. Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. ^ittmann. wieder aufgehoben wird. Berlin, Hamburg. üä egftüsoiuf bestes | Mundwasser W der Welt! 101.80 45.20 28.65 25.90 112.40 43.90 Tendenz seinen Verletzungen erlag. Krefeld, 20. Mai. Laut amtlicher Meldung fuhr gestern Abend 10 Uhr 47 Minuten auf dem Bahnhof Neuß ein Güter- zug infolge falschen Auftrages zur Abfahrt dem Zug 417 Aachen-Düsseldorf in die Flanke. 8 Wagen entgleisten und stürzten ein. 1 Person wurde getötet, 4 schwer und 44 leicht verletzt. Der Zugverkehr wird durch Umsteigen auf Oelung erhalten. Rom, 20. Mai. und schoß sich in die Schlafe. Schwerverletzt wurde er in das Heiliggeist-Hospital geschafft, wo er nachmittags ioth’s gemahlene Kernseife v mit Salmiak nnd Terpentin, 4% Grieoh. Monopol -Anl. 4’/a% äussere Argentiner in Aden gelandet, der Kapitän und 40 Mann, welche da§ Schiff in Booten verlaffen hatten, werden vermißt. • Paris, 19. Mai. Während des Radrennens zwischen Paris und Marseille ist gestern der Belgier Kerff gestürzt und auf dem Wege zum Hospital gestorben. Der Unfall ereignete sich in der Nähe von Aix. ...... * Florenz, 19. Mai. Die Naphthaltufabrtk m Refretti ift niedergebrannt. Ter Schaden wird auf über 1 Mill. Lire geschätzt. Opfer an Menschenleben hat der Brand nicht gefordert, da sich alle Arbeiter noch rechtzeitig letten konnten. 3u/o Mexikaner 4‘/a7o Chinesen . Electric, ßchuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . , Gotthardbahn . . Lanrahütte . . . Bochum . . a * Harpener . . . : fest Etter aicn anrwarreren nrrr entrr stration. Schließlich kam es zu einer Schlägerei, wobei mehrere Demonstranten verletzt und viele verhaftet . Monsignore Tarnassi hat gestern ine letzte auf die Pflege des —------. vr • , abwirst. aber große Sorgfall in ferner Behandlung erheischt. I'ranktnrt a. U., 20. Mai 1902. 25.60 89L0 101.00 106L4 215.00 188.80 135.80 139.00 152.00 149.60 14.80 169.50 20050 175.70 173M Spitzen und seidene Foulards i •|-|« selbst zu waschen, ohne denselben zu schaden, kann MllAlg) man nur mit Serfa. 3872 Eisenbahn-Zeitung. b. Mainz, 16. Mai. Gestern sand die Betriebs-Eröffnung der neuen strategischen Bahn G au a la es he im - M ü n st e r a. St. statt. Bei dem aus diesem Anlaß stattynden- ben Festessen wurden an den Eisenbahnmmtster v. Thielen sowie den Eisenbahndirektionspräsidenten Brerdenbach Be- grüßungstelegram»le abgesandi. Man verlange überall: t— fjt oell’s vorzügliche - Kronen-Papier-Wäsche h jnd achte beim Einkauf auf die nebenstehende S c hutzmarke. Universitäts Nachrichten. __ Schnla. 17. Mai. Das „Leipz. Tagebl." meldet: Der afa I her Gesangverein ^Coneordia"-Schwanheim (215 Py, den 3. Ehren- bemische Senat der hiesigen Universität hat beschlossen, daß, ab- preis (gest. vom ,,Mozarwerein"'Darmstadt) das „Mannerguartett - geschen von etwaigen ganz besonderen Anlässen, öffentliche thea- Mainz (206 P.), den 4. Ehrenpreis (gest. vom Gastwlrte-Verein tralische ?(uffübrunqcn von Studierendeil der Universität Darmstadt) das Silberdorf'sche ^Mannerguartett -Mainz (198 B.), 87a% Reiohsanleihe °eipAiq als unvereinbar mit den Zwecken und Zielen des aka- den 5. Ehrenpreis (gest. von den Damen des sestgebendra Vereins) go/o do. demlschen Studiums in Zukunft nicht mehr zu gestatten sind. der Verein „Sängerrande"-Mainz (185, P-), den 6.- Ehre^reis 31/,°/» Konsols . Darmstadt, 17. Mai. Dem Assistenten an der Großh. Tech-l lgest. vom Badener Verein) der Verem „Sangerlust-Roßdop (I80P.) I 30/0 do. . . mschen Hochule Dr. ine. Ernst Vetterlein ist die venia legondi ©obann erhiell das Männerquartett „Liederzwela"-Ossenbach die Hessen für Bauttmft erteilt worden. . vom Mozarwerein Darmstadt gestiftete goldene Medaille für her- 3% Hessen . . Budapest, 19. Mai. Der hervorragende Frauenarzt, Uni- vorragende Ehorleistungen. In Klasse 1 konkurrierten zmer Ver- 14% Oesterr. GoMret Handel und Uerlrehr. UotkLwixtschast. Deutsche Baukaktieu. Das Jrrteresi- für deutsche Bankattien ist an der Börse fast ganz und gar verschwunden. Tle Unyatze tn dies^ Pan- -en beschränken, sich aus etn Minimum. Dem ent- sprrche-rd die Kursbewegung nur eine sehr geringe. Nur bk Ärtten be-'Tiskontogesellfchaft sind seit Anfang Mai um ca. 21/. Prozent zurückgegangen und die Aktien der Oesterreichischen Rrebitanftalt sind 1.30 Prozent gestiegen, wahrend alle übrigen >vnangebendell Papiere, wenn man diesen rlusdruck überhaupt noch gebrauchen bad, fast gar keine Veränberungen erfahren haben. Es fehlt geqeilwärtig die Phantasie, bie diesem Gebiet größere Jm- vulse verleihen könnte. Der Geldsland hat sich wohl, etwas gehoben, aber er ist doch noch weiter so niedrig, dap eigentlich . größere Aussicht auf eine lohnende Verwendung gar mcht vor- van Houtens Cacao Versuchen Sie einmal während Will 8 Tagen eine Büchse van Houten’s Cacao als erstes Frühstück. ML Die Wohsahrts-Lose ä 3L0 Mk. mit dem Hauptgewinn von 100000 Mk. sind nahezu ausverkauft. Die Ziehung der 8. Wohlfahrts-Lotterie zu Zwecken der deutschen Schutzgeoiete findet bereits den 27., 28., 29., 30. u. 31. Mar im Ziehungssaale der königl. General-Lotterie-Direktion zu Berlin öffentlid) statt unb sind Lose, so lange noch Vorrat, zu beziehen von ftn bekannten hiesigen Verkaufsstellen ober von bem General-Debit ßub. DJtüller u. Co., Bairkgeschäst in Nürnberg, München, recht erhalten. Al len stein (Ostpreußen), 20. Mai. Ein schwerer Unalircksfall ereignete sich auf dem Exerzierplatz von nfoC-ti Dentb en bei einer Attacke des 10. Dragoner-Regiments. 1 bestes Mittel aum Kochen der Wasche und zum Auswaschen. V«- Das Pferd eines Rekruten wurde scheu und ging dnrch. ein,acht di- 2&beit und verlängert die p-Iwark-ti: der Wasche tm NLrLKSSSLLW t8cga»gf»“ »j »X ”* ’* - *"w”* Geibniz JBiscutis Stuttgart, 20. Mai. Ter Minister des Innern Zu haben bei ttoü. J. koax, Marktplatz No. 6. 8505 hat dem ärztlichen Landesansschuß eine Aerzteord- — nun g vorgelegt, enthaltend die Errichtung einer Aerzte- —" kammer nach preußischem Vorbild. Vorgesehen sind vier Ehrengerichte und ein Ehrengerichtshof. London, 20. Mai. Die Blätter teilen mit, daß während des gestrigen Tages Lord M i l n e r in ständiger telegraphischer Verbindung mit der Regierung gestanden hat. Es heißt, Milner wie die Burenführer verlangtem von der englischen Regierung eine endgiltige Antwort über die Friedensbedingungen. Dublin, 19. Mai. Prinz Heinrich kehrte heute aus Schloß Kilkenny hierher nach der Residenz des Vizekönigs, zurück. Am Diner, das später daselbst stattfand, nahm auch der deutsche Botschafter Graf Wolff-Metternich teil. Madrid, 19. Mai. Der König hielt heute zu Pferde, begleitet von den fremden Fürstlichkeiten, die Truppenschau über die Zöglinge der Seekadettenanstalten und die Garnison Madrid ab. Nach der Truppenschau befiel den König ein leichtes Unwohlsein, welches der Hitze der letzten Tage und den anstrengenden Festlichketten zugeschrieben wird. Madrid, 20. Mai- Die gerichtliche Untersuchung in der Angelegenheit des Anarchisten-Komplotts dauert fort. Alle Verhafteten werden fortgesetzt strengen Verhören unterzogen. Ueber das Ergebnis der bisherigen Untersuchung verlautet nichts, da die Mitglieder des Gerichtshofes strengstes Stillschweigen beobachten. Lissabon, 19. Mai. Blättermeldungen zufolge wurden heute an Bord des nach Brasilien gehenden Dampfers „Chile" Durchsuchungen nach den Mitschuldigen in der Humbert - Crawsor d-Angelegenheit vorgenommen. * Rom, 20. Mai. Wie die Blätter melden, hat die Pforte ein Jrade erlassen, welches das Recht der italienischen Regierung auf ausschließlichen Schutz der italienischen Staatsangehörigen in den heiligen Orten anerkennt. Rom, 20. Mai- Die Klerikalen in Livorno organisierten anläßlich der Veränderung der Heiligen-Namen zweier Straßen in die Namen „Galiläi" und „Giordano Bruno" eine sttttmische Entrüstungs-Kundgebung. 102.00 91.75 101.90 91.75 99.75 _ [ ge]lljieie goiuene uaeuuiuc ju<. ycv-iox, ubbbuu ..... • Budapest^l9.'Mäü''Der hervorragende Frauenarzt, Uni-1oö^ageUe'(Lhorleistungen. In Klasse 1 konkurrierten zwei Ver-»4% Oesterr. Goldretne . . 102.80 versitätsprosessor Tr. Eezmarszky, ist gestorben. eine. Es erhieltenMannerquartett „Liederzweig Offenbach 500 Mk. 4 /2% Oesterr. ßüberrento lOl.tO — Der Sinologe Professor Dr. Friedrich Hirth an der Um- und eineMebaille.JnKl.2„Loncordia"°L-chwanheim300Ack unbemc 4% Ungar. Goldrente . . 101.90 oerfität München hat einen Ruf als Professor für den neu zu be- Medaille. In Kl. 3: ,Sängerrunbe°°Dchmz 200ML. und emeAtebatlle. 4°/g It^.en. Bente . orundenden Lehrstuhl für das Chinesische an der Columbta-Um- In Klasse 4a: „Mannerquartettt'-Mamz 150 Mk. und eme Medaille. 4V.56 Portugiesen . oerfität in New Bork erhalten. Prof. Hirth hat sich außerdem Die übrigen Preise bestanden in lobenden Anerkennungen. Von 8°/^ Portugiesen. . . kürzlich verpflichtet, im Auftrag der kaiserl. russisichen Akademie Gießener Gesangvereinen nahm der Maschinenbauer-Verein an dem Mo 0. lurken . . in St. Petersburg die derselben unterstellte Sammlung chinesischer Wettstreit teil. Xi* ' Dinickmcrkc und Handschriften zu katalogisieren. Es wird sich dem- » .. gÄm — ^Prost Di^Kehr"in Göt?Äyen°i?t, um die Herausgabe UeULstt MetdUNgkN. OUgmaldrahtm-ldung-n des «ießetter Anzeige. Universität abgelehnt hat, ift zum ordentlichen Professor ernannt gestern m erneu Wortwechsel und feuerte auf fotoi£ worden. — Ter a. 0. Professor und Adjunkt am ersten chemischen aus seinen Hauswirt je euren Revo lv er s chu tz, ab, ledoch Laboratorium in Wien, Dr. Rudolph Bretschneider, wurde ohne zu treffen. Darauf richtete er dre Waffe gegen suy zum Professor für physikalische Chemie ernannt. ' c w ” ** Lemberg, 16. Mai. Die Hörer des hiesigen Polytechnikums haben heute den angekündigten Streik e r ö ff ne t und den Unterrichtsnünister telegraphisch verständigt, daß sie die Vorlesungen so lange nicht besuchen werden, bis nicht die ministerielle Verordnung über die Beschränkung der Veriammlungsfrechett jede Auskunft und betrat festen Schrittes den Richtplatz. Der Zar hatte das Todesurteil in lebenslängliche Kerkerhaft in den unterirdischen Gewölben von Schlüsselburg umändern wollen, doch bestand der Minister des Innern Plehwe auf der Hinrichtung, damit kein ähnlicher Fall vorkommt. Darauf willigte der Zar schließlich ein. New York, 20. Mai. Im Norden Kaliforniens sind- gestern mehrere Erdstöße verspürt worden. New York, 20. Mai. Der amerikanische Konsul auf Barbados telegraphierte, daß neue Unterstützungen PönTn wurden"«e*tiieT®eg« 1ÖÖerüttrö'Sed^ungen.II®Äta? infolge^^Ä^. Die Telegraphenlimen sind unterbrochen. den Aschenregens zum größten Teile auf die im Hasen • Bombay, 16. Mai. Nach viertägiger Unterbrechung gtpflTL liegenden Schiffe. • ist die telegraphisch- Verbindung zwischen Karratsch. g $6rn| Mn bcm geftrigm geiegenttidj der New-Bort, 20. Mai. Nach den letzten Meldungen an8 unb den übrigen Teilen Indiens wieberhergestellt. I n ^h^nweihe besÄiännerchors Doppelquartett"veranstalteten Ge Kuoxville beläuft sich die Zahl der umgekommenen Berg- Distrckt von Kärratschi sind 40 Meilen Elsenbahnstrecken jangswettstreit beteiligten sich gegen 3000 Sänger aus ganz leute auf 300. Die Grube steht in Flammen. weggeschwemmt, Brücken unb Dämme fortgerissen Hessen unb ben Nachbarstaaten, bie in 6 Klasien und eine Ehrenklasse Peking, 19. Mai. (Reuter.) Die Regierung teilte -d ö° Meilen Telegraphenl.men zerstdrt. -----IÄÄ ÄSÄ Ä gefangen geiwmmen morden sewn. ' 216 Punkten, ben 2. Ehrenpreis (gest. von ber Stadt Tarnistadt) tragen, bie sie früher so begehrenswert erschemen ließen. Andere .........u r «’ s« tür bie durch die Katastrophe auf Mattiniquc banden. „ I Gefchabigten. , Stahl und Eifcu «kt.-Ges. Hörde. Das Unternehmen ist, Belgrad, 20. Mai- Das neue Kabinett wie man uns mittetlt, in bie giotrocnbigfeit versetzt, ben Betrieb sch tsch ist gestern wie folgt gebildet worden: Paschttschj ganz wesentlich einmschränkeu, werni mcht völlig emiuftenen, ba snrä.-tbium unb F-tnanzen, Andreas Nicolitsch Aeußeres, es an genügender Beschafttgung fehlt. Die Bllanz per . -j-ch Bauten, Milosawljewitsch Inneres und o.Js. schlotz mU 61M9 'Hart Beriuft, mährend sur 18S9/1W0 ^'Mrr^w "witsch Kultus. Diese fünf Minister sind • Wilna, 19. Mai. Als der Gouverneur von 4 Prozent vetteill worden waren. Radikale. Stamenkowitsch Justtz und Nintschitsch Handel. Wilna, Generalleutnant Wahl, in der verfloßenen Nacht Märkte. Diese beiden sind Fortschrittler und schließlich der neutrale gegen 12 Uhr den Zirkus verließ, feuerte ein Mann, der fc Frankfurt a. M., 20. Mai. (Telegr. Orig.-Bericht des Oberstleutnant Pantonitsch Krieg. sich dem Gouverneur von rückwärts nähette, 2 Revolver- „Gieß. Anz"). Amtliche Nottmlngm derh'uNgenViehmarkt- Petersburg, 20. Mai. Vor der Hinrichtung wu^e schüsse aus chn ab, welcher an der linken Hand und dem ^^^ch^Bu^Earuntt'r^a^Oest^-euh/sWKWe?Fer?e!ü dem Mörder des^Ministers S''Pl°g'N' «almasch^ rechten Fuß verletzt wurde. Der Verbrecher wurde von und Rmber OKuh aus Oesterreich, 155Kalber, 108 Schafe und fettens der Richter gnädig g 5 g f der Polizei mit Hilfe des Publikums festgcnommen. Als er $ämmcl, 905 Schweine, 0 Ziegen, 0 Zlegen-, 00 Schaslammer. Bezahü | er^ f et ne .. 1111 d) uj b1 g c n^ an fit b u ^almasch .Kirfu^(llk am Boden tag. fm* « tmjn dr.tten Schuß ab. Der haftete nennt sich Htrsch--ekert. 57 ^ck. 2. QuaL 51—53 Alk.; Küh^ 1. CuaL 58—60 Mk., 2. Qual. • New- Port, 19. Mai. Aus Coal Creek (Tennessee) 1--^^ 3 £.ua[ 45—48 Alk, 4. Qual. 38—40 Mk., 5. Qual. wird gemeldet, daß in der Fraternville- und Thislle-Kohlen- 3^-36 Mk.''Kälbei: 1. Qualität80-82 Pfg.,Lebendgewicht 49-50 Pf., grude eine Explosion erfolgte, die löv Menschen das 2. Qual. 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