Zweites Blatt. Donnerstag 20. Februar 1908 152. Jahrgang Nr. 43 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kefflschrn Landwirt die -iehener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erbens Redaktion, Erpeditüm und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FkrnsprechanschlußNr.bl. GletzenerAnzelgerW M General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WW ____________ " zeigenteil: Hans Beck. Pie heutige Yummer umfaßt 10 Seiten. Bekanntmachung. Betr.: Die veterinärärztliche Beaufsichtigung der Gießener Märkte. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß mit Genehmigung des Großh. Ministeriums des Innern die sämt- llchen Viehmärtte zu Gießen, für die bisher nur ein Tag vorgesehen war, künftighin in der Weise abgehalten werden, daß an dem jeweiligen bis jetzt bestimmt gewesenen Tage (jedes- n*a( Dienstags) der Rindviehmarkt und an dem jeweils darauf folgenden Tage (Mittwochs) der Schweinemarkt statt- Kndet. Gießen, den 19. Februar 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v- Bechtold. Gießen, den 19. Februar 1902. Betr.: Wie oben. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur Kenntnis der Interessenten in Ihren Gemeinden bringen. v- Bechtold. Are AoütarifLomrnisstou des Reichstags lehnte am Mittwoch nach unwesentlicher Debatte zunächst den sozialdemokratischen Antrag betr. die Erntestatistit ab und wandte sich dann dem § 1 tz!U- Absatz 1 lautet: Bei der Einfuhr von Waren in das deutsche Zollgebiet werden die Zölle nach Maßgabe des nachstehenden Zolltarifs erhoben, soweit nicht für oie Einfuhr aus bestimmten Ländern andere Vorschriften gelten. Absatz 2 enthält dann die Minimalsätze von vier Getreidearten. Tie ersten vier Nummern des Tarifs über die Maximalsätze werden mitberaten. Hierzu liegen der Kompromißantrag, ferner ein Antrag GotHein-Fischbeck vor, unter Streichung der Minimalsatze den alten Tarif beizubehalten. Schließlich liegt ein Antrag Bebel vor, die Getreidezölle ganz aufzuheben. Goth ein bekämpfte in nahezu einstündiger Rede die vorgeschlagenen Zölle. Auch die Bauern hätten kein Interesse daran, da die Ertragsfähigkeit chrer Viehzucht geschädigt werde, sie brauchten vielmehr billigere Futtermittel. Von einer Erhöhung der Getreidezölle hätte der Großgrundbesitz allein Vorteil, aber auch nur euren vorübergehenden. Zuletzt gehe der Kranke an diesem Morphium zu Grunde. Die Erhöhung der Zölle werde die Boden preise steigern, iuü> das Ende dieser Preistreiberei werde ein Krach sein. Dann komme die Lati- fundienwirtschast. Dazu werde die deutsche Arbeiterschaft direkt geschädigt, ihre Lebensbedürfnisse verteuert und ihre Leistungsfähigkeit geschwächt, unsere Stellung auf dem Weltmarkt werde gefährdet. Speck und Heim (ZtrJ beantragen ohne Angabe eines bestimmten Satzes auch Hopfen unter die Minimalzölle aufzunehmen. Graf Kanitz kündigt für Mehl' einen dasselbe Ziel verfolgenden Antrag an. Speck nick» Freiherr v. Wangenheim berichten über die zahllosen Petitionen. Bebel vermißt darunter die sozialdenrokratische. Bad. Ministerialdirektor Scherer bekämpft die Ausführungen Gotheins. Nicht der Großgrundbesitz, sondern 1300 000 Bauern Deutschlands hätten Vorteil von den Getreidezüllen. Baden fei aber gegen eine Erhöhung über die Vorlage hinaus. Herold (Ztr.) empfiehlt den Kompromißantrag, dessen Hauptzweck sei, die Spannung zwischen Mi- nimccktaris und Maximaltarif zu erhöhen. Wenn die Regierungen auf dieses Entgegenkommen nicht ein gingen, treffe sie die Schuld an dem Scheitern der Vorlage. Graf Posadowsky kündigt für morgen eine „besonders vertrauliche" Erklärung der verbündeten Negierungen zu dem Kompromißantrag an, und regt an, die morgige Sitzung geheim zu halten. Ties wird auf Antrag Bebels abgelehnt. Morgen 10 Uhr Weiterberatung. Mit Recht hat die Kommission es abgelehnt, sich in eine Dunkelkammer verwandeln zu lassen und unter Ausschluß der Leffentlichkeit die Aeußerungen der Regierung entgegenzunchmen. Wozu Mitteilungen unter dem Siegel der Verschwiegenheit? Warum erschien nicht Graf Bülow in der Zolltarifkommission, um klipp und klar die Entscheidung der Verbündeten Regierungen zu verkünden? Will die Regierung oder eine Mehrheit der Verbündeten Regierungen ein Loch zustecken, mehr entgenkom- m en? Oder sind es Gründe der hohen Politik, mit denen die Ablehnung des Mmpromißantrages gerechtfertigt werden soll? Rian darf wohl eher das letztere annehmen. Ter Vertreter der badischen Regierung hat keinen Zweifel darüber gelassen, daß Baden jeder Erhöhung der vor- oeschlagenen Zollsätze die Zustimmung verweigert. Warum schweigen die Vertreter der übrigen Regierungen? Heute also redet Graf Posadowsky! Vom Abg. Tr. Oertel hat man inzwischen durch eine Ansvrache im deutschkonservativen Wahlverein erfahren, daß ein Beschluß der Konservativen vorliegt, Diesen Zolltarif, wenn er nicht anders gestaltet werden könnte, abzulehnen". Abg. Herold vom Zentrum, der Wortführer der westfälischen Bauernvereine, läßt etwas Aehnlicyes durchblicken. Nehme die Regierung die <Ätze des Kompromißantrages nicht an, dann sei es ziemlich sicher, daß die Vorlage zu Fall komme. Wieviel kostbare Zeit konnte erspart werden, wenn man schon vor Wochen solche Offenherzigkeiten ausgetauscht hätte! Aber die Regierung trägt einen Teil der Schuld an dieser Verzögerung. Statt diplomatischer Wendungen sich zu bedienen, wie z. B. der berühmten Warnung vor dem „Ueberspannen des Bogens", war das einfachste, gleich bei Gelegenheit der ersten Lesung zu sagen, was nach chrem Willen unabänderlich ist. Dann wußte jedermann, woran er war, und vielleicht hätte man sich allmählich mit der Thatsache adgefunden. So aber zwinkerten sich die parlamentarischen Auguren zu: in letzter Stunde wird die Regierung schon einlenken. Noch sind die Brücken nicht abgebrochen. — Die Taktik des Grafen Bülow, zu sehen, wie der Hase läuft, den Reichstag herankommen zu lassen, ist ebenso verunglückt, wie des sel. Herrn von Miquel Lavirkunst bei den Kanalvorlagen. Der Kompromiß-Antrag ist übrigens, wie uns aus Berlin geschrieben wird, von 15 Mitgliedern unterschrieben. Vom Zentrum fehlt der Abg. Heim, dem die Erhöhung des Gerstenzolles noch nicht genügen soll, und von der Rechten Frhr. v. Wangenheim. Wie die „Germania" mitteilt, sind die Unterzeichner drei Konservative, zwei Freikonservative, sieben Zentrumsmitglieder, ein Nationalliberaler, ein Pole und ein Antisemit. Danach wären es nur 15 Unterschriften. Politische Tagesschau. Zum päpstlichen Jubiläum. In einem Artikel anläßlich des Eintritts des Papstes in das 25. Jahr des Pontifikats schreibt die „Nordd. Allgem. Zeitung": Wir verstehen die Gesinnungen der Verehrung unserer katholischen Mitbürger bei dem Anbruch des seltenen Jubeljahrs. Die Regierung Leo's hat Anspruch auf einen glänzenden Platz in der Kirchengescyichte. Wie seit Langem kein Vorgänger verkörperte er die geschichtliche Idee des Papsttums. Dieser Idee steht das neue deutsche Reich gegenüber, das nicht mehr im mittelalterlichen Sinn nach Weltherrschaft strebt, unbefangener als das vergangene heilige römische Reich deutscher Nation. Kaiser und Pap st sanden seü Jahrzehnten ihr Interesse dabei, miteinander von Souverän zu Souverän in den Formen der völkerrechtlichen E o u r t o i s i e zu verkehren, und der jetzige Träger der Tiara verdankt die nachhaltigsten Erfolge seines PoMisikats der weisen Pflege derBeziehungen zu der deutschen Großmacht. Das Entgegenkommen, das er hierin bei den Hohenzollernkaisern gefunden, war dem internationalen Ansehen des Papsttums förderlich. Der Kaiser hegt auch persönlich für den ehrwürdigen Kirchensürsten eine auf- richtigeSympathie, die über dasAtaß der zwischen Souveränen h e r k ö m m l i ch e n H ö f l i ch k e it hinaus- g e h t. Unter den Glückwunschabordnungen wird eine Spezial- Mission des Kaisers nicht fehlen. Das sind Worte hoher Ehrung. Die deutschen Katholiken können mit dieser von maßgebender amtlicher Stelle her- rührenden Kennzeichnung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem päpstlichen Stuhle zufrieden sein. Leo XIII. wird das feine Kompliment des Deutschen Kaisers verstehen. Uebrigens ist die Bemerkung von der herkömmlichen Höflichkeit unter Souveränen in einem Blatt der Regierung beinahe etwas kühn.... Die Befriedigung wäre vollkommen in den Kreisen des Zentrums und seiner Wähler, wenn als Jubiläumsgeschenk der Jesuitenorden wieder zugelassen würde. Doch diese Gabe bleibt aus, und vielleicht werden die anderen Aufmerksamkeiten verdoppelt, weil dieser Wunsch versagt wird. Deutsches Reich. Berlin, 19. Febr. In Kreisen, von denen man voraussetzt, daß sie ernst zu nehmen sind, wird davon gesprochen, daß die Absicht des Kaisers bestehe, Ende April der Stadt Mannheim einen Besuch abzustatten. Diesen Besuch will der Kaiser mit dem badischen Großherzogs- Jubiläum, zu dem er in Karlsruhe ein treffen wird, verbinden und zwar deshalb, weil in die Jubiläumstagc auch die Einweihung des Mannheimer Offizierkasinos, das bei den neuen Kasernements erbaut wurde, fällt. — Der Kronprinz wird Aniang nächsten Monats eine längere Studienreise in Elsaß-Lothringen unternehmen, wobei zunächst die Stadt Metz berührt werden soll. — Die Bud g et kommtssio n des Reichstags beendete die Beratung des Etats für die oft asiatische Expedition. Von den einmaligen Kosten im Betrage von 950 000 Mk. wurden 404000 Mk., von den laufenden in Höhe von 24 900 000 Mk. auf Antrag Richter 4900000 Mark gestrichen. Auf Antrag Richter wird die Forderung von einer Million Mark außergewöhnliche Mehrkosten der auf der ostasiatischen Station befindlichen Schiffe und Temobilisierungsgeld ganz gestrichen. Die Resolutionen Richter und Bachem auf baldige Verminderung bezw. Auflösung der ostasiatischen Besatzungsbrigade wurden abgelebnt. — Tas Reichsgesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung, wonach § 21 des Gesetzes betr. Schlachtvieh- und Fleischbeschau am 10. Oktober 1902 in Kraft tritt. Ter Paragraph bestimmt: Bei der gewerbsmäßigen Zubereitung von Fleisch dürfen Stosse oder Arten des Verfahrens, welche der Ware eine gesundheitsschädliche Beschaffenheit zu verleil)cn vermögen, nicht anae- wendet werden. Verboten ist, derartig zubereitetes Fleisch aus dem Auslande cinzusühren oder sonst in den Verkehr zu bringen. Gleichzeitig treten die bezüglichen Strafvvr- schrillen des Gesetzes in Kraft. Ferner veröffentlicht das Reichs-Gesetzblatt eine Bekanntmachung, welche besagt, die Vorschriften des § 21 des Flcisckbeschaugesctzes finden auf folgende Stoffe sowie auf die solche Stoffe enthaltenden Zubereitungen Anwendung: Borsäure und deren Salze, A»r- maldehyd, Alkali und Exdalkali, Gydroyide und Karbonate, schweflige Säure und deren Sal^e, sowie unterfchwefligsaure Salze, Fluorwasserstoff und dessen Salze, Salicylsäure und deren Verbindungen, und chlorsaurc Salze. Dasselbe gilt für Farbstoffe jeder Art, jedoch unbeschadet ihrer Verwendung zur Gelbfärbung der Margarine und ^im Färben von Wursthüllen, insofern diese Verwendung nicht anderen Vorschriften zuwiderläuft. — Die auf den 28. Februar und 1. März berufene Aus- schußsitzung des Zentralverbandes deutscher Jn- du strieller, in der Anträge zum Zolltarifgesetz zur Erörterung gelangen sollten, ist bis auf weiteres verschoben worden, weil die Beratungen der Zolltarifkommission so wenig weit vorgeschritten sind, daß Voraussicht- lich noch längere Zeit vergehen wird, bis die Kommission mit der Beratung der Jndustriezölle beginnt — Der römische Korrespondent des „Berl. Tagöbl." will aus ersten deutschfreundlichen vatikanischen Kreisen positiv erfahren haben, daß die Reichsregierung sich von neuem über die Haltung des polnischen Klerus, besonders des Erzbischofs v. S t a b l e w s k i bitter beschwert habe, der bei seiner Ernennung eine so deutschfreundliche Haltung an den Tag legte, setze jetzt der polnischen Agita- tion keinerlei Widerstand von Belang entgegen. Die Lage in Polen werde immer ernster und drohe geradezu gefährlich zu werden. — Die Errichtung eines Ursulinerklosters in Haste bei Osnabrück ist von der Regierung genehmigt worden. — Zu der Blättermeldung, daß der österr. Finanzminister erklärt habe, er könne Oesterreich in der Zuckerfrage nicht isolieren, die österreichische Regierung werde den englischen Forderungen nachgeben und den Eingangszoll für Zucker auf 5 Fres. herabsetzen, und daß diese Entschlüsse auf gleiche Absichten der deutschen Regierung zurückgeführt würden, erfährt der „Berl. Bürsenc.", daß diese Nachricht unrichtig sei. Was Deutschland anlange, so sei hier noch gar kein endglltiger Beschluß gefaßt worden. — An Stelle des Geh. Ober-Regierungsrats Dr. Kelch, der sein Landtags-Mandat niedergelegt hat, wurde heute der Fabrikbesitzer Otto Eckert (frkons.) einstimmig zum Land tags abg. für den Stadtkreis Potsdam gewählt. Danzig, 19. Febr. Folgende Verfügung hat die Regierung erlassen: „Aus Anlaß eines besonderen Falles ordnen wir an, daß aus den unter Verwaltung von Lehrern stehenden Volksbibliotheken an Katholiken nicht Bücher ausgeliehen werden dürfen, die in Bezug auf das Bekenntnis bei katholischen Lesern Anftoß erregen oder sie gar verletzen könnten, gez. Moehrs." Der Erlaß wurde heute den Lehrern vertraulich' bekannt gegeben. Hamburg, 20. Febr. Die Bürgerschaft brachte heute nach einer langen Sozialistendebatte die Anträge auf Errichtung von Arbeiter-und Handln ngsgehilfen- Kammern zu Ende. Beide Anträge wurden, ohne erst einer Kommission überwiesen zu werden, gegen wenige Stimmen abgelehnt. München, 19. Febr. Kammer der Abgeordneten. Bei der heute fortgesetzten Etatsberatung wiesen mehrere Abgeordnete' nochmals die im preußischen Ab- geordnetenhause vorgebrachten Behauptungen bezüglich einer infolge des Viehimports aus Oesterreich nach Bayern dem Norden von Bayern drohende Viehseuchengefahr zurück. Minister Frhr. v. Feilitzsch betonte, daß, während am 15. Januar noch 56 Gehöfte in Bayern verseucht waren, dies am 31. Januar aber noch bei 31 Gehöften der Fall gewesen, daß also die Seuche nahezu erloschen fei Er sei dem preußischen Landwirtschaftsminister dafür dankbar, daß er unumwunden anerkannt habe, daß von feiten Bayerns alles geschehe, um die Seuchengefahr zu beseitigen. Tie beyerische Regierung wolle keinem Bundesstaate einen Vorwurf machen, daß er lässiger in der Bekämpfung der Seuchengefahr sei als ein anderer, es gebe ein gemeinsames Reichsseuchengesetz, und man müsse von der Voraussetzung ausgehen, daß jeder Bundesstaat in dieser Hinsicht voll und ganz ssine Pflicht thue. Tie Regierung roarne auch niemand davor, trotz im Norden vorgekommener Seuchenfälle, dort Vieh anzukaufen. Sie verlange aber hierin Neeiprocität und stehe im übrigen auf viel zu bundesfreundlichem Standpunkt, als daß sie zu Gunsten Bayerns irgend eine Warnung gegen andere Bundes-Staaten erlassen wollte. Sie schätze die Käufer aus Norddeutschland sehr hoch, denn aus Grund dieser Käufe sei Bayern im stände, hübschen Gewinn zu erzielen, wie andererseits Bayern allerdings wieder Norddeutschland, zumal durch feine Schweineankäuse daselbst, schönen Verdienst zuführe. Man möge gemeinsam die reichsgesetzlichen Vorschriften beachten und so dem Vorwurf begegnen, als ob etwas versäumt werde. An Stelle des verstorbener^ der folgende: 64 23 423 't 366 778 158 215 1005 433 der Belten 1060 von Gewinngegenständen zn verwenden sind. Zugleich i der Vertrieb der ßr1" in der Provinz Oberhessen gestatten worden. Lauterbach, 19. Febr. Dem Vernehmen nach ioll mit Einführung des Sommerfahrplans (1. Mai) auf der Strecke Lauterbach-Grebenhain, ein Frühzug eingelegt werden, der von Grebenhain 4.30 Uhr morgens abfährt und Lauterbach wieder um 6 Uhr morgens verläßt. Der Handelsverein Lauterbach hatte wegen Einlegung eines solchen Zuges vor einigen Wochen eine Eingabe an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. gemacht. Die Direktion hat in anzuer- kennender Weise dem in der Eingabe ausgedrückten Wunsche nunmehr entsprochen. Die übrigen Züge werden auch während des Sommers in der seitherigen Weise auf der Strecke verkehren. Friedberg, 17. Febr. Dieser Tage fand hier eine außer- .ordentliche Generalversammlung de§ We-^tcrarr-er (^c = L Landeshospital Hosheim . . . . 2. Landesirrenanstalt Zahl der Verpflegten 1188 546 288 Mitglieder und die Obmänner der einzelnen Ortsgruppen, mindestens drei Mitglieder an demselben Ort; weitere Exemplare werden, je nach der Mitgliederzahl, für die zu bildenden Lesezirkel geliefert. Ferner wurde die Errichtung von Eierverkaufs stell en angeregt, ein Beschluß darüber jedoch nicht gefaßt. 8. Darmstadt, 19. Febr. Der Großherzog von Sachsen-Weimar wird mit Gefolge morgen nachmittag 2.13 Uhr hier Eintreffen. Am Bahnhof findet großer Empfang statt. Die Ehrenkompagnie wird die 3. Kompagnie des Jnf.-Regt. Nr. 115 unter Hauptmann Frhr. Treusch von Buttlar-Brandenfels stellen. Die Herrschaften werden a la Daumond über die Rheinstraße und den Marktplatz nach dem Schloß fahren, von einer Ehren-Eskorte des 2. Dragoner- Regiments unter Rittmeister Mackensen von Astfeld geleitet. Im Schloß werden sie von dem Oberhofmarschall v. Westerweller und dem Hofceremonienmeister von Riedesel empfangen. Um 5 Uhr findet Galatafel im Residenzschloß zu 37 Gedecken statt. Um 7 Uhr ist ein Besuch des Großh. Hofthea- tcrs vorgesehen. Als Festoorstellung wird „Aida" aufgeführt. Die Fürstlichkeiten werden mit Gefolge m der großen Fürstenloge Platz nehmen. Während der Pause werden Thee und andere Getränke serviert werden. Für Freitag Vormittag ist ein Besuch des Jagdschlosses Kranichstein festgesetzt. Um 1 Uhr wird Frühstück für die Fürstlichkeiten im engeren Familienkreise im neuen Palais, für das Gefolge im Residenzschloß stattfinden. Der hohe Gast wird nachmittags 2.57 Uhr nach Karlsruhe abreisen. fc. Wiesbaden, 19. Febr. Die Raubanfälle in den Straßen unserer Stadt mehren sich in erschreckendem Maße. Nachdem erst kürzlich in der Langenbeckstraße sowie bei Elarenthal und Sonnenberg Raubanfälle vorgekomm'en sind, würbe neuerdings in der Nikolausstraße eine Dame von einem Wegelagerer überfallen und durch einen Faustschlag zu Boden gestreckt. Es gelang ihr jedoch noch zu entfliehen, als auf ihr Hilfegeschrei ein Mann herbeieilte. Der Räuber entkam. fc. Wiesbaden, 19. Febr. Die „Frkf. Ztg." brachte vor Kurzem „unter dem Strich" eine Mitteilung, wonach Kaiser Wilhelm mit Rücksicht auf die an seine in Bremen gelegentlich der Ausreise von nach China bestimmten Truppen gehaltene Rede geknüpfte Krllik auf eine dem Hofrat Ludwig Barnay geschenkte Photographie den Vers geschrieben habe: „Ich schau herab von meinem Tier, auf das Gehudel unter mir." Wie jetzt festgestellt wird, hat der Kaiser die Photographie schon am 3. Juli 19 00, mit dieser Widmung versehen, an Barnay abgesandt, während die sogen.,Hunnenrede am 27. Juli 1900 gehalten wurde. Kassel, 19. Febr. Nach zuverlässiger Information haben Hermann Sumpf und Schlegel sich zum Strafantrllt bereit erklärt. Arnold Sumpf, der auf freien Fuß gesetzt 'worden war, hat auf Revision verzichtet. Schulze-Dellwig und Otto meldeten die Revision an. Otto beantragt außerdem Hastenlasiung. Schulze-Dellwig ist bekanntlich auf freiem Fuß. Kassel, 19. Febr. Direktor Schmidt von der Treber- trocknungs-Gesellschaft trifft heute Nacht mit dem Frankfurter Schnellzuge hier ein. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Schlossermeister Jean Beck m Bad-Nauheim geht Ende ds. Mts. als Maschinenmeister an eine Reparaturwerkstätte des Kaiserlichen Marine-Amts nach Deutsch-Südwest- Afrika. vom 1. April an. ** Zur Frage d r Gasmcssermiete. In den letzten Wochen durchlief eine Notiz die Zeitungen, wonach kürzlich das Schöffengericht in Dülmenhorst ein Urteil verkündet habe, wonach die Gasmessermiete als ungesetzlich anzusehen sei, weil nach § 448 des Bürgerlichen Gesetzbuchs die Kosten des Messens und Wägens der verkauften Sache dem Verkäufer zur Last fallen. Von juristischer Seite wird _ nun zur Klärung dieser Frage Folgendes mitgeteilt: „Die Bestimmung des § 448 ist keine Zwangsvorschrift, das heißt, sie kann durch Vertrag zwischen den Parteien aufgehoben werden. Ter angeführte Paragraph kommt also nur dann zur Anwendung, wenn nichts anderes vereinbart ist. In den meisten Fällen haben die Gasanstalten eine Bestimmung darüber in ihren Bezugsbedingungen ausgenommen, und die Abnehmer müssen sieh schriftlich an diese Bedingung gebunden erklären. Ein Vorgehen auf dem Klagewege hat also nur dann Ansicht auf Erfolg, wenn die Bezugsbedingungen, welche die Bezieher anerkannt haben, eine solche Bestimmung nicht enthalten." ** Jagdvcrpachtungcn. Die Gemeindejagd in Ruppertenrod, die am Dienstag auf weitere 6 Jahre verpachtet wurde, erzielte einen jährlichen Pachtpreis von nur 261 DA. In der vorausgegangenen Periode betrug der Pachtpreis 450 Mark. Der höhere Preis wurde damals dadurch erzielt, daß eine Frankfurter Jagdgesellschaft den besten Teil der Gemeindejagd pachtete. Da die Frankfurter Herren diesmal nicht konlurierten, kam der Pachtpreis wieder dem früherer Jahre nahe. — An demselben Tage fand auch die Verpachtung der Gemeindejagd zu Ober-Ohmen statt. Der seitherige Pachtpreis betrug 500 Mark, der jetzige 550 Mark. Pächter wurde hier ein Herr aus Steinfurth. — Kurz vorher hatten die Jagdverpachtungen in Ober- und Unterseiberten- r o d stattgefunden. In der ersteren Gemeinde wurde die Taxation der Jagd mit 200 Mark nicht erreicht. Tas Höchstgebot war nur 180 Mark, m der letzteren Gemeinde stand dem seitherigen Pachtpreise von 245 Mark nur ein Angebot von 125 Mark gegenüber. In beiden Gemeinden wurden die Steigerungen nicht genehmigt und ein neuer Steigerungstermin in Aussicht genommen. — Außerordentlich billig im Verhältnis zu den sonstigen Jagdpreisen wurde die Geineuide- jagd zu Groß-Eichen verpachtet, nämlich trotz der Nähe der Bahnstation Mücke für nur 113 Mark. — Der fiskalische Fischbach in Grebenhain, der sog. Woggraben, wurde auf weitere 12 Jahre verpachtet. Meistbietender war der dortige Gastwirt K. Strauch mit 30 Mark jährlich. Seither halte ihn GastwirtR.Weitzelfürl0M.jährlich gepachtet.— In Eudorf wurde die Gemeindejagd, welche seither für 143 Mark verpachtet war, auf weitere 6 Jahre für 271 Mark verpachtet. Die Gemeindekasse erhält hierdurch eine jährliche Mehreinnahme von 128 Mark. — In Groß-Felda ergab die Gcmeinde- I ,'Verpachtung den Erlös von 355 Mark gegen 200 Mark m jcl vorigen Jagdperiode. Pächter sind: daA Großh. Zahl Durch- der Pflege-- schnittliche tage Tagesbelegung Vermischtes. • Neustadt a. H., 19. Febr. In Weidenthal in der Pfalz ist die bedeutende Tuchfabrik von Amt heute gänzlich abgebrannt. • London, 19. Febr. Telegramme aus Lorenzo Marquez berichten, daß im Gaza-Lande in Portugiesisch- Afrika mächtige Goldfelder entdeckt worden sind. * Paris, 19. Febr. Gestern wurden wiederum zwei Personen auf dem Boulevard erfroren aufgefunden. * Prag, 19. Febr. Hilsner, der wegen der Polnaer Mädchenmorde zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglichem Kerker begnadigt wurde, hat in der Strafanstalt Pankraz um die Wiederaufnahme des Verfahrens nachgesucht mit der Begründung, daß er seine Mitschuldigen, nennen wolle. Die Sache ist der Oberstaatsanwaltschaft übergeben worden. * Dem Raubmörder Kneißl wurde, nach einer Meldung aus Augsburg, die Bestätigung des gegen ihn ergangenen Todesurteils durch den Ersten Staatsanwalt mitgeteilt. Kneißl, der anfangs sehr trotzig auftrat, bat bann um eine Gnadenfrist. Die Hinrichtung erfolgt am Freitag früh. • Das Schreiben des Ersten Staatsanwalts Jonen in Sachen des in Elberfeld rehabilirten Oberstabsarztes Dr. Schimmel, das wir gestern bereits erwähnten, hat nach der „Düsseld. Ztg." folgenden Wortlaut: „Elberfeld, 17. Febr. 1902. Euer Hochwohlgeboren möchte ich auf die gestrige Depesche, die ich erst abends um 11 Uhr erhalten habe, folgendes ergebenst mitteilen: Da ich annehmen muß, daß Sie beabsichtigen, mir im Auftrage des Herrn Oberstabsarztes Dr. Schimmel eine Herausforderung zu überbringen, so erkläre ich von vornherein, daß ich eine solche grundsätzlich ablehnen müßte. Da ich jedoch nach den Debatten von Samstag befürchten muß, daß ich Herrn Dr. Schimmel ein Unrecht zugefügt habe, was ich nicht beabsich-. tigte, so wollen Sie mir gestatten, hier nochmals zu wieder- Heppenheim . . . 465 3, Jrrenklmik derLandes- unwerfität Gießen . 100 Geh. Regierungsrats Dr. Braden wurde einstimmig durch Acclamation Kreisrat Fey zum Präsidenten gewählt. Der Geschäftsführer teilte folgende geplanten wichtigen Neuerungen mit: 1) Der Wetterauer Geflügelzuchtverein beabsichtigt, in der landwirtschaftl. Schule zu Friedberg eine Zuchtanstalt für Geflügel mit Einrichtung für künstliche Brut zu errichten. Der Verein wird bei den zuständigen Stellen um bie nötige finanzielle Unterstützung einkommen. 2) In Zukunft müssen bie Inhaber ber Geflügelzuchtstationen auch Mitglieb bes lanbwirtschaftlichen Vereins sein event. werben. 3) Ein Normalstatut für sämtliche oberhessischen Geflügelzuchtverein e hat ber Verbanbsvorsitzende in Arbeit. 4. Die Leipziger „Geflügelztg." erhalten vom Verein aus vom 1. April 1902 ab frei geliefert: bie Vorstands- Aus Studt und Amid. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, 20. Februar 1902. — Der Stand der öfseutlicheu Irrenanstalten unseres Groß- Ausland. London, 19. Febr. Nach einem Telegramm aus Tientsin beträgt die Zahl der augenblicklich in der Mandschurei befindlichen russischen Truppen 40 000. Brüssel, 19. Febr. Bei der heutigen Fortschung ber Wahlrechtsdebatte in der Kammer erklärte Janson, das angesehenste Mitglied der äußersten lib. Linken, daß er vor einem allgemeinen Stimmrecht, das die Frauen einbeziehe, sogar dem Status quv den Vorzug gebe. Das Frauenstimmrecht bedeute eine kolossale Vermehrung der Wahl stimmen aller Beichtväter; er erklärt das Frauenstimmrecht als verfassungswidrig. Barcelona, 19. Febr. Die Regierung hat mit den Tirektoren der Eisenfabriken Verhanblungcn angcknüpst und hofft eine baldige Verständigung. Acht Delegierte der Ausständischen, welche die Einstellung deS Eisenbahnverkehrs von den Behörden verlangten, und zwar unter der Drohung, die Züge eventuell zur Entgleisung zu bringen, wurden verhaftet; ebenso wurde die Anarchistin Therese Clara Munt und der kürzlich aus Frankreich ausgewiesene Anarchist Nery, der eine Kopfwunde bei den Zusammenstößen davongetragen hat, verhaftet. Rom, 19. Febr. Gerüchtweise verlautet, daß der Finanzmini ft er und der Minister des Aeuße rn ebenfalls zu demissionieren beabsichtigten. Es sei daher eine Rekonstruttion des Kabinetts durch den Eintritt Rudinis und Luzzattis wahrscheinlich. Eger, 19. Febr. Dem hiesigen ersten Stadt-Schulrat Dr. Bernardi wurde, nachdem seine Wahl als Vertreter der Stadt im Bezirks-Schulrat bereits dreimal nicht be- stüligt worden war, auch zum viertenmale die Bestätigung versagt. Dr. Bernardi ist V o r s i tz e n d e r der alldeutschen Organisation Nord-Westböhmens. Budapest, 19. Febr. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenha us es kam es neuerdings zu einer Nationalitätendebatte. Der sächsische Abg. Korodi erklärt unter fortwährendem Widerspruch: Die Sachsen kämpfen nicht gegen die magyarische Sprache, sondern gegen die chauvinistische Rassenpolitik, die selbstmörderisch ist. (Ra- kosi ruft: Wenn Sie nicht Sachsen, sondern Polen wären, und in Preußen so sprechen würden, kämen Sie ins Gefängnis!" Warschau, 19. Febr. Blätter melden, daß die Regierung das Wohnrecht der Juden zu erweitern beabsichtigt. Die über die Berechtigung, sicy außerhalb des jüdischen Wohnsitzrayons oder sogen. Ansiedlungsrayons auszuhatten, bestehenden Bestimmungen sollen in liberalerem Sinne verändert werden. _ Newyork, 19. Febr. Die Stadt beginnt zu dekorieren. Einige Häuser weisen schvn prächtigen Schmuck aus. Prinz Heinrich wird auch die Columbia-Universität besuchen. — Die Firma, welche die neue Nacht des deutschen Kaisers gebaut hat, hat für den Stapellauf 2000 Einladungen ergehen lassen. Unter den Geladenen befinden sich die höchsten Staatsbeamten sowie alle hervorragenden Männer auf dem Gebiete der Politik, Wissenschaft und aus dem Geschäftsleben, sowie Vertreter der großen deutschen Vereine. Nach dem Stapellauf wird ein Frühstück in einem neu errichteten Riesen-Gebäude stattfinden, an dem auch Prinz Heinrich und Präsident Roosevelt leil- nehmen werden. Summe 1625 2022 548 416 — Die Zahl der Betten hat sich in der Anstalt Hofheim gegen das Jahr vorher um 60 vermehrt. Aus der vorstehenden Uebersicht ist zu entnehmen, daß die Belegung in den Anstalten Hofheim und Heppenheim die Zahl der verfügbaren Plätze nahezu erreicht. Bekanntlich sind inzwischen in der Anstalt in Hofheim umfassende Neubauten zur Aufnahme von weiblichen Geisteskranken der Benutzung übergeben worden, sodaß für diese Kranken das Unterbringungsbedürfnis zunächst wohl noch gedeckt ist. Die Notwendig- feit, noch weitere Anstalten für Geisteskranke in unserem Lande zu errichten, ist von der Regierung und den Ständen anerkannt. ** Geheimrat Usiuger -j-. Gestern vormtttag ist im 74. Lebensjahre Geheimrat Ufinger in Darmstadt gestorben. Er hat dem Ministerium des Innern als Ministerialrat bis zum 1. August 1898 angehört, an welche Stelle er durch Allerhöchstes Dekret vom 20. September 1888 berufen worben war. Vorher bekleidete er während einer längeren Reihe von Jahren die Kreisratsstelle in Bensheim. Im Ministerium des Innern war ihm besonders auch die Ab- tellung für öffentliche Gesundheitspflege, die vorher der spätere Finanzminister Weber geleitet hatte, unterstellt. Er hat es verstanden, dieses wichtige Ressort auf der Höhe der Zeit zu erhalten. Nachdem er bereits in den wohlverdienten Ruhestand getreten war, am 22. März 1899, erneuerte ihm die Landesuniversität da§ juristtsche Doktordiplom. Der Verstorbene war ein Mann von hervorragenden Eigenschaften und. durch schlichtes Wesen und Herzensgüte ausgezeichnet. ** Plötzlicher Tod. In dem Abendzuge, der gegen 6 Uhr von Gießen kommend, auf der Station Mücke eintrifft, befand sich vorgestern in einem Wagen vierter Klasse ein Mann aus Ehringshausen. Zum Schrecken der Mitreisenden fiel er plötzlich zu Boden und verstarb auf der Stelle. Die Leiche wurde auf dem Bahnhof in Grünberg aus dem Wagen gebracht. — Von anderer Seite geht uns folgende Darstellung des ttagischen Falles zu: Einem Passagier des am Dienstag abend von Gießen nach Grünberg fahrenden Zuges wurde unterwegs plötzlich unwohl. Da er von Grünberg mit ber Londorser Bahn wetterfahren wollte, brachte man ihn in den Warteraum, wo er nach kurzer Zeit verschieb. Wie ber rasch hinzugezogene Arzt feststellte, trat ber Tod infolge eines HirnschlagZ em. Der so plötzlich cm3 dem Lebene Ge- herzogtums war i. I. 1900 Zahl schiebens stammt aus Roßberg und stand im Alter von etwalflügelzuchtvereins! ftatt. 65 Jahren ' G-»b. Reaierunasrats Dr. B ** Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Stationsassistent in ber Hessisch-Preußischen Eisengemeinschaft Karl Bauer zu Burg- unb Nieber-Gemünden mit Wirkung Hofjagbamt mit 234 Mark, Wilbprethänbler Tiegel von Groß- Felba mit 121 Mark. • * Eingezogene Münzen. Von ben zur Einziehung gelangenden Münzsorten waren Ende Januar npch im Verkehr für 3,7 Millionen Mark goldene Fünfmarkstücke, für 6,3 Millionen silberne Zwanzigpfennigstücke unb für 1,8 Millionen Nickelzwanzigpfennigstücke. Für bie goldenen Fünfmarkstücke ist der Einlösungstermin erloschen. Die fehlenden 3j/3 Millionen dürften wohl in Goldwarenfabriken eingeschmolzen worden sein. * * In Amerika verstorbene Hesien. John Maglatt aus Heppenheim a. B., gest. in Hiawatha (Kans.); 87 Jahre alt. — Karl Ringel, gest. in Peoria (Jll.); 65 Jahre alt. — Konrad Dietrich, gest. in Saginaw (Mich.); 59 Jahre alt. — Joh. Heinrich Hahn aus Ober-Gleen (Kr. Alsfeld); gest. in Heidelberg (Ont.), 74 Jahre alt. * * Lollar, 19. Febr. Arg verspätet geht uns ein Bericht über die Karnevalsfeier der Gesellschaft „Hansko- lvnne" zu die einen festlichen Zug durch Lollar veranstaltete. An allerlei sonderbaren Karnevalsgestalten fehlte es natürlich nicht; selbst ein recht ungezogener Kater befand sich in dem Zuge, der offenbar um einen Tag zu früh auf die Welt gekommen war. § Merlau, 19. Febr. Wie in den meisten Gemeinden der hiesigen Gegend ergab auch die Verpachtung der hiesigen Jagd einen ziemlich beträchtlichen Mehrerlös, indem der jährliche Pachtpreis um 175 Mark höher ist, wie seither. e. Hcifsenhausen, 19. Febr. Der im Juni v. I. hier gegründete Gesangverein beabsichtigt, im Juli sein I. Stiftungsfest zu begehen. Lauterbach, 19. Febr. Der Stadtvorstand zu Lauterbach beabsichtigt, mit dem am 9. Juni d. I. daselbst stattfindenden sogenannten Prämien-Markte eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen und Haushaltungsgegenständen zu verbinden. Die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung wurde der „Darmst. Ztg." zufolge vorn Großh. Ministerium de§ Innern unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 8000 Lose, zu 0,60 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 55 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankau 4 3*/i% Reichsanleihe Tendenz: fest. 100.70 42.30 28.00 28.00 114.00 45.10 Nordd. Lloyd . . , Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr Staatöbahn . Lombarden • . . Gotthard bahn . . . Lanraiiütte . . . . Bochum . . « . . Harpener . . . . Vorjahre ausgezahlt. Ter Bremer Vulkan erhöht sein Aktienkapital von auf 6 Millionen Mark. 4°/. Italien. Rente , . 4aß für bas lausende Semester eine Verringerung des jur Lösung des Konflikts zu erklären. Tas Kabinett müsse durch ein anderes ersetzt werben. Möglicherweise beruft die Regierung die Reservemannschaften ein. Gegenüber einigen ungen übrig bleibt und die Heranziehung stiller Reserven in keiner Weise nötig sein wird. Dresdner Bankverein. Das Institut erzielte einen Reingewinn von 1598 701 Mk. gegen 1 958 785 Mk. im Vorjahre. An Dividenden werden 0V2 gegen 8 Proz. im Kandel und UerKrhr. Volkswirtschaft. 31/3 0/0 Offenbacher Stadtanleihe von 19 0 2. Der Anlehensvertrag mit der Stadt Offenbach a. M. betr. Ausgabe eines 31/2 °/o Anlehens im Betrage von 6 000 000 Mark ist dieser Tage unterzeichnet worden. Inzwischen sind auf dem Wege des freihändigen Verkaufs über heben Achtel des Anlehensbetrages zum Kurse von 97.75 plaziert worden, sodaß das Uebcrnahine-Konsortiunr von einer Subskription Abstand genommen hat. Bis zur Lieferung defini- tiöcr Stücke werden Jnterimsscheine zur Ausgabe gelangen, welche von der Bank für Handel und Industrie ausgestellt sind. Die Einführung der Anleihe wird an den Börsen von Frankfurt a. M. und Berlin erfolgen. In Kassel ist der Abschluß der Gründung der Kleinbahn a k t i e n g e s e l l s ch a f t Kassel-Naumburg er- solgt, nachdem das gesamte Aktienkapital von zusammen 2305 000 Mk. gezeichnet worden ist. Vorsitzender des Aufsichtsrates : Geh. Justizrat Dr. Renner in Kassel, Stellvertreter des Vorsitzenden: Direktor Dr. Alfred Parisius in Frankfurt a. M., Vorstandsmitglieder der Gesellschaft: Direktor Ludwig Oberschulte in Frankfurt a. M. und Architekt Oskar Gebhardt in Kassel. .. Z u der geplanten Aenderung des s ach s i- Lotterieplans erfährt man, daß die Erhöhung der niedrigen Gewinne auf 255 Mark und die Schaffung von 200 Gewinnlosen zu je 3000 Mark dadurch ermöglicht wird, daß der Haupttreffer von 600 000 Mark gestrichen und eine Prämie von 500 000 Mark eingestellt wird, die am letzten Tage der Ziehung auf den jeweilig höchsten Gewinn fallen soll Es kann also im günstigsten Falle der höchste Gewinn der sächsischen Lotterie 700 000 Mark betragen. Dresdner Bank. Der „F. Ztg." wird telegraphiert, daß der Abschluß einen Reingewinn von rund 10 Millionen Mark (im Vorjahre 14 087 000 Mk.) ergiebt. Derselbe stammt ausschließlich aus dem laufenden Geschäft, xie Dividende von 4 Proz. (Borj. 8 Proz.) wird 5 200 000 Mk. erfordern, sodaß also noch ein namhafter Betrag zu Extraab schreck»- Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) C. S. Besondere Kriegsgesetze giebt es nicht. Vielmehr treten die im Militärstrafgesetzbuch aufgeführten Vorschriften für strafbare Handlungen, sofern sie von im Felde Stehenden begangen werden, als Kriegsgesetze in Kraft. Diese bestehen als solche natürlich nur so lange, als die Mannschaften im Felde stehen, resp. bis sie in die Heimat entlassen sind. — Nach dem Militärstrafgesetzbuch vom 20. Juni 1872 standen die zu den Kontroll- Versammlungen einberufenen Reserve- und Landwehr- mamischaften bereits unter den Militärgesetzen; doch ist darin nicht genau festgelegt, für welche Zeit dies der Fall war. Dies wird durch eine kriegsministerielle Verfügung vom 18. Mai 1887 geregelt, die in der neuen Wehr- und Heerordnung vom Jahre 1888 enthalten ist. Danach sind die zur Kontroll - Versammlung einberufenen Personen während des ganzen Tages als zum aktiven Dienst ye- hörig anzusehen und unterliegen infolgedessen der Dis- ziplinarstrafordniing vom 31. Oktober 1872. Telephonischer Kursbericht, . 102.35 ! Mo Mexikauer .... 26.85 Gerichtssaal. Mainz, 18. Febr. Die 33jährige Ehefrau des Arbeiters Heinrich Schweickhard ui Oberi n g elh e i m hatte sich vor der Strafkammer wegen gefährlicher K ö r- perverlctzung ihres inzwischen gestorbenen zehnjährigen Stief kindes Elise zu verantworten. Nach den Zeugenaussagen hat die Angeklagte das an der Schwindsucht hinsiechende Kind in der barbarischsten Weise mißhandelt. Trotzdem der behandelnde Arzt angeordnet hatte, daß das schwer erkrankte Kind in einer geheizten Stube liegen müsse, befand sich sein Lager, bestehend aus einem Strohsack und Lumpen, in einem speicherähnlichen ungeheizten Raum. Regen und Wind hatten freien Zutritt. Das von mitleidigen Nachbarn gespendete Essen für das tränte Kind wurde in den meisten Fällen von der Stiefmutter und ihren beiden eigenen Kindern aufgegessen. Ter praktische Arzt Dr. Höchstenbach in Oberingelheim, ber das verstorbene Kind in Behandlung gehabt hat, bc merkte, daß es fast in Schmutz erstarrt sei. Der Tod sei durch Tuberkulose eingetreten. Nach dem Gutachten des Kreisarztes Dr. Schäffer in Bingen wurde der Tod des Kindes durch die rohe Behandlung beschleunigt. Das fcinb ei in einem verwahrlosten Zustcmde gewesen, der sich gar nicht beschreiben lasse. Die Staatsanwaltschaft beantragte vier Monate Gefängnis, das Gericht ging noch weit über diesen Antrag hinaus, und erkannte auf neun Monate Gefängnis. Fulda, 19. Febr. Der Schlächtermeister Wahl hier wurde wegen Verkaufs tuberkulösen Rindfleisches zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Leipzig, 19. Febr. In dem Strafprozeß gegen den Grasen Pückler auf Klein-Tschirne vom November vor. Jahres, über den wir seinerzeit berichteten, hat das Reichsgericht auf Verwerfung der eingelegten Revision und Bestätigung des Urteils erster Instanz erkannt. Am 9. November 1901 war Gras Pückler-Klein-Tschirne von der Strafkammer des Landgerichts I zu Berlin wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten zu 300 Mark Geldstrafe und im Nichtbeitreibungsfalle zu Gefängnis verurteilt worden. Tie Aufreizung wurde in einer Rede gefunden, die der Graf am 14. Dezember 1900 in Berlin gehalten hatte. folgt. Die aufrührerische Menge plündert die starren des Schlachthauses und verteilt das Fleisch unter das Volk. Da die Zufuhr der Märkte unterbunden ist, so sind die Preise für Lsebensrntttel unerschwinglich hoch und die Stadtz Barcelona ist von Hun gersno t bedroht. Auch die Bries-Austragungen sind saft ganz verhindert, da die Postwagen nur unter starker Bedeckung fahren können. Gestern nachmittag wurden in Barcelona Geschützean zahlreichen Punkten der Stadt aufgestellt. In Linares errichtete die Menge einen riesigen Sch etter Hausen. Auch das Kloster-» gebäubc wurde in Brand gesteckt. Madrid, 19. Febr. Der Senat nahm definitiv die Vorlage betr. Aushebung der verfassungsmäßigen Gewalten in Barcelona an. Nach telephonischer Meldung aus ^Barcelona von 8 Uhr abends dauerte das Gewehrfeuer in verschiedenen Straßen fort. Ein Gendarm I wurde getötet und ein Leutnant verwundet. Barcelona, 19. Febr. Die Truppen, die zur Wiederherstellung ber Ruhe herangezogen waren, wurden von Individuen, welche sich auf den Balkons des Theaters Santa Madrona befanden, angegrifen und mußten dieSchußwafse gebrauchen. Mehrere Personen wurden verwundet. Das Militär schlug die Thüren ein, um die Angreifer festzunehmen, welche Revolverschüsse abgaben. Die letzten Kautschukfabriken, welche noch offen waren, sind geschlossen. Tie Ausständiaen betrachten bie Schließung als einen großen Triumph. Ter Anarchist Benafulla ist festgenommen worden. Die Druckereiarbeitev drohten diejenigen Kollegen, welche die Arbeiten wieder ausnehmen, zu töten und die Truckerei zu zerstöre. Die Zeitungsdirektoren beschlossen, bis zur Wieoerher stell- ung der Crönung die Zeitungen nicht erscheinen^zu^ast'^. Ertrags der Kohlenzechen zu erwarten sei, die eine etwaige Besserung des Hütteiierträgnisses vielleicht reichlich ausgleicheii werde. Im allgemeinen wird geglaubt, das;, , - - - . , .. . auch die anderen Hüttenwerke einen starken Gewinnrück- auswärtigen Zeitungen, die behaupten, daß die Bewegung in gang melden werden. Barcelona eine politische fei, wird in Regieiungskreisen erklärt, Vereinsbank Nürnberg. Tas Institut hat einen daß sie lediglich einen sozialistischen Eharakter habe, der deutlich Reingewinn von 2.1 Millionen erzielt. 250 000 Mk. werden erkennbar sei. Die „Eorresponcia d'Espana" glaubt, daß die )en Reserven überwiesen. Die Aktionäre erhalten eine I Regierung Truppen nach Barcelona schicken werde, da eine Car- Dividende von 10 Proz. listen bcwegung zu befürchten sei. Zn Villa Rueva kam ei Einnahmen deutscher Eisenbahnen. Im cinem Zusammenstoß mit der bewaffneten Macht. Ter Zei- Monat 3miuar betnigen bie Einnahmen aus dem Per-1 ^ngövcrkauf in Madrid ist unterlagt. Tie Gesellschaft vom E Vorjahres eln Plus^ von 1545 887 Mk. httrge^n is! »oten Kreuz erhielt Befehl, ihr gesamtes Material bereit ,n der Güterverkehr noch immer wesentlich hinter dem des halten. Tie Ausdehnung des AuSstandeS aus die Provinz Sara- Vorjahres zurückgeblieben, er betrug 82924 870 Mk. oder goffa wird befurchtet. Am L Marz wird em Ausstand in ganz 4 898 970 Mk. weniger als im Vorjahre. Spanien erwartet. Türkische Tabakregie-Gesellschaft. Die Ein- Berlin, 20. Febr. Dem freif. „Berl. Zagebl" zufolge nahmen betrugen im Januar 16100000 Piaster gegen erwartet man in parlamentarischen Kreisen, die Regier- 15 600 000 in der gleichen Periode des Vorjahres. ung werde den Kompromiß-Antrag ab lehne n, Halle a. d. S., 19. Febr. Der Aufsichtsrat ber Halle- da ein Eingehen auf den Kompromiß-Vorschlag hier durch scheu Maschinenfabrik und Eisengießerei beschloß bei den die notwendige Rücksicht auf das Ausland unmöglich gi> gleichen Abschreibungen wie im Vorjahre die Verteilung macht wird, nachdem Graf Bülow seinerzeit erklärt hat, einer Dividende von 28 Proz. vorzuschlagen. die Sätze der Vorlage seien das äußerste Maß dessen, wo- Märkte. mit man noch Handels-Verträge zu stände bringen könne. Limburg a. d. L., 19. Febr. Fruchtmarkt. Durch- — Wegen der angeblichen Aeußerung derKaisers über doö schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.23 Mk., Weißer Weizen «Duell, die die „Potsd. Ztg." veröffentlichte, ist nun- 00.00 Mk., Korn 10.40 Mk., Gerste 9.15 Mk., Hafer 8.08 Mk., me^r Anklage erhoben und Termin auf den 12. März Erbsen 0.00 s2)lf., Kartoffeln 0.00 Mk. nnr ^cr ersten Strafkammer in Potsdam angesctzt worden. ■ Angeklagt sind Redakteur Paul Groll, Buchdruckerev- $lniVEr|lIÄI$-$Lan)nnjinL vesitzer Stein und der Geh. Rechnungsrat Julius Stein- Der Generalstabsarzt der Armee, Prof. Dr. von Leut- buch in Potsdam wegen Beleidigung der Leutnants! hold begeht (Sonnerstag) feinen 70. Geburtstag. v. Kessel unj) v. Goßler aus 8 186 Str. &. SB - $cr ais er ’ gedenkt dem un Juni statt findenden 75. Stiftungsfeste des (PirpIlhrthn-^pitinUT Korps Borussia in Bonn beiznwohnen und aus diesem Anlaß euugc Tag^in Bonu zu verwetten. Höchst a. M., 19. Febr. Die Kleinbahn Höchst- Breskau Ä). Febr Dr. Warner Sombart, K«mgstei?'-ird morgen eröfsnet Außer ben L7a"ch?N.ed7rt°fhL7L^^^^^^ Lstkr Kelkheim: ^»^0 Hochschule zu Karlsruhe arhalren, oder Fischbach, Hornau und Schneidhain. | London, 20. Febr. „Daily Matt" berichtet aus Lissabon: Wie gemeldet wird, ist unter den Buren, welche: sich im Lager von Galdas-Rianje befinden, ein ernster Aufruhr ausgebrochen. Einer der Buren-Ofsiziere uiid mehrere andere Buren-Gefangene sind verwuiidet toorbeu. Madrid, 20. Febr. Vergebens wartet man auf genauere Berichte aus Barcelona. Die Zensur verstümmelt fortgesetzt alle Berichte. Die Lage in Barcelona wird immer furchtbarer, da die Zahl derAusständigenüber ^hunderttausend meist bewaffnete Personen stark ist. I Die Bewegung hat jetzt fast ganz Castilien ergriffen. Die verfügbaren Truppen siiid un genügen b. Neue Verstärkungen dürften unverzüglich aus Eastilien und Aragonien abgehen. Die genaue Zahl ber bei den Zu- ! sammenstößen getöteten Personen konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. An 200 Verhaftungen sind bis jetzt er- 3% Hessen . . . 4-6 Oesterr. Goldrente 4' ,% Oesterr. bilberrente 101.75 4% Ungar. Goldrente . . 101.20 92.20 I 4‘/2 /, Chinesen 102.00 Electric, bctuckert 92.00 IOOLO 102'90 30/j do. 3*/i°/o Konsole 3% do. 3‘/g% Hessen „Henneberg-Seide“ ZW 77 w schwarz, roett u, farbig für Blusen und Roben von 95 Pfg. bis Mk. 18.66 p. Attr. Absolut Seinen Zoll zn zahlen! da die portofreie Zwcndung der -losie durch meine Seidenfabnt auf deutschem Grenzgebiet erfolgt — Nur echt, reenn direkt von mir bezogen! Muster umgehend. [342 als: 1490 585 Ludwig Lott M Tochter Stnh9 Ntllstck 23 □ Gießen, den 19. Februar 1902. 1483 A (Hessen, den 19. Februar 1902. 0699 mit 36,52 Fsrm. n Antwerpen nach Pens, zu 6. 0640 Oktober zur Ver- Angaben erbeten. 0676 14 Tage. 1491 185 40 D. $1rlleii=0')Cliid)r DirWMs In uevniifteit MMKstW / 135 20 zr 39 101 876 442 1049 294 21 3 875 37 59 85 58,57 211,29 131,52 386,88 176,24 14,52 2,02 44,29 lang. Gießen, 18. Februar 1902. Das Stadtbauamt. Schmandt. PLIlajmiitiHo., Frankfurt am Main n. Berlin V., Chansseestr 2E Statt jeder besonderen Meldung. 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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme i unserem schweren Verluste sagen herzlichen ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ Bedeutendes Heirat vermittelt äluÄvUü Frau Krämer, Leipzig, Brüderstr. 6. Auskunft gegen 3n pf. 0670s Kl., eins. möbll Zimm. z. verm. Frankfurterstraße 41. #6® Der Anfang ist vormittags 10 Uhr im Kleinhäuserberg. Nieder-Befftngen, den 20. Februar 1902. GroßherzoglicheBürgermeisterei Nredcr-Beffingen. Horst. 1497 Verkäuferin aus Giessen oder Umgegend für Kaffee-Spezlal-Geachäft In Glessen, durchaus tüchtig, branchekundig u. platzkundig gegen hohes Sttlair per später gesucht. Zeugn.-Abschr. und gen. Red StarTine V1 Rothe AJ Stern KÄ Linie Doßllumpfer von Koßtenlieferung. Für die Großherzogl. neuen Universitäts-Kliniken in Gießen soll die Lieferung von ca. 32,000 Ctr. Maschinenkohlen, 600 Ctr. Nußkohlen und 60 rm Tannen-Scheitholz für das Rechnungsjahr 1902/03 auf dem öffentlichen Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 können auf dem Verwaltungs-Bureau der neuen Kliniken an den Wochentagen von 3—5 Uhr nachmittags eingesehen werden. 1492 Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Samstag, 8. März 1902, vormittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 25. März 1902. Gießen, 20. Februar 1902. Gr. Verwaltungs-Direktion der neuen Kliniken. Kiefern-Rundscheitholz. Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. 1902 gewährt. 07011 Die Erklärung in Nr. 41 des „Gieß. Anz." über Johs. Schäfer IX. aus Steinberg wird widerrufen u. als Irrtum erklärt, da Balthasar Häuser XI. keine Beleidigung geg. dens. ausgespr.h. Metzern n. Ärn, welche ein sicheres Heim suchen, ist mit wenig Kapital hierzu Gelegenheit geboten, cm. mehreren sehr frequenten Plätzen aus dem Lande, woselbst zum Teil wenig oder gar keine Konkurrenz vorhanden ist. Reflektanten wollen Offerten unter a. B. 1493 an die Exped. d. Bl. gelangen laffen. 0703s Schön. 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