Nr. 167 Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 19. Juli 1902 VezugSprel-r Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familienblätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse sür Depeschen: Anzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. 5L GlchenerAmelgerW W General-Anzeiger " für den poltt u. allgem. Amis- und Anzeigeblatt für den Meis Eichen LMZ " -«y 1 tvJ* jeiqenteil: HanS Beck. Uolttische Tagesschau. Kirchenpolitische Pläne des Zaren. Auf Grund von Mitteilungen aus bestunterrichteten Petersburger Kreisen will die „Int. Korr." über kirchliche Plänen des Zaren Nikolaus folgendes melden können: Der Zar hatte sich schon seit Jahren mit der Frage einer Neuorganisation der griechisch-orientalischen Nationalkirche befaßt, die nach seinem Plane in eine feste Verbindung untereinander treten und wobei naturgemäß die russische Kirche die Führerstellung erlangen sollte. Inzwischen aber haben sich diese Bestrebungen des Kaisers auch auf die katholische Kirche ausgedehnt, mit der ebenfalls eine gewisse Verständigung zu erzielen sei. Hierbei haben sowohl die Beziehungen Rußlands zu Frankreich, als besonders die auch neuerdings angeknüpfte Freundschaft mit dem italienischen Hofe mitgewirkt. Die mit allen Fasern noch im Banne der orthodoxen Kirche stehende Königin Helena von Italien dürfte wohl den ersten Anstoß dazu gegeben haben, daß König Viktor Emanuel eine Wiederannäherung zwischen der römischen und griechischen Kirche in den Bereich seiner Bestrebungen gezogen hat. Der König verfolgt dabei noch ein besonderes Ziel. Er glaubt offenbar, daß der Papst in der römischen Frage seine unbedingt ablehnende Haltung aufgeben werde, wenn ihm als Entschädigung dafür die Anerkennung eines, wenn auch nur rein ideellen Prinzipats über die orientalische Kirche geboten werde. Zu einem solchen Zugeständnis scheint Zar Nikolaus geneigt zu sein, besonders da ihm in diesem Falle das politische Protektorat über die katholische Kirchengemeinsch asten des Orients zufallen würde. Die erste greifbare Gelegenheit, um diese Frage zu einer näheren Erörterung zu bringen, wird die Streitfrage wegen der heiligen Stätten in Jerusalem darbieten. So hat der Zar sür die Beilegung des alten Streites um die Auferstehungskrrche bereits bestimmte Vorschläge machen und diese der sranzösischen und der italienischen Regierung unterbreiten lassen. Es ist daher in jedem Falle anzunehmen, daß bei dem jetzigen Besuche König Viktor Emanuels auch die kirchlichen Fragen Gegenstand eingehender Beratungen sein werden. Hierbei ist allerdings zu bemerken, daß der Oberprokureur des Heiligen Synoos Pobedonoszew allen diesen Anschauungen seines kaiserlichen Herrn nur sehr geringes Verständnis entgegenbringt, wie dieser auch besonders den im Einverständnis mit dem Zaren gemachten Vorschlag, das unbedingte Verbot des Austritts aus der griechischen Kirche auszuheben, aufs schärfste bekämpft. Die Amtslage dieses unzugänglichen Herrn sind indessen gezählt, und fein Einfluß dürfte schwerlich noch ausreichen, um die eingeleitete Bewegung wieder auszuhalten. Das ist doch wohl etwas viel Phantasie auf einmal. Die Zolllarifkommisfio« setzte am Freitag die Beratung des Abschnittes Papier bei Pos. 659, Buntpapier 10 Mk., fort. Die Pos. wird nach der Vorlage angenommen. Pos. 660, 661 und 672 bis 674 werden gemeinsam beraten, ©ie betreffen zum Aussüllen vorgedrucktes Papier und verziertes Briefpapier und Papierwaren. Zu Pos. 660 beantragt Gothein folgende Fassung: Drucke jedes Verfahrens einschließlich des Kopier- ve rfahrens auf Papier und Pappe, auch farbig oder schwarz gerändert, oder sonst irgend verziert, einfarbig 10, mehrfarbig 15.Mk. Zu Pos. 661 beantragt Gothein folgende Fassung: Papier und Pappe, ansgestanzt, mitHandmalereien, gepreßten Naturblumen, Photographien usw. 15Mk. Schließlich werden Pos. 660 und 661 in der Fassung Gothein mit fleiner redaktioneller Aenderung aber unter Belassung des Einheitssatzes von 10 Mk. in Pos. 660 und 20 Mk. in Pos. 661 angenommen, wie die Vorlage wollte. Die Pos. 672 bis 674 werden nach der Vorlage genehmigt. Pos. 662, mit Gespinsten überzogenes Papier, wird nach der Vorlage mit 24 Mk. genehmigt. Zu Pos. 665, Schieferpapier, Polierpapier, wird der Zusatz von 3 Mk. gemäß einem Antrag Gothein auf 1 Mk., desgleichen zu Pos. 666, photographisches Papier, von 12 auf 10 Mk. ermäßigt, Pos. 667, Gelatinepapiere, Pauspapiere und chemische Papiere, wird mit redaktioneller Aenderung nach einem Antrag Müller-SagM, aber nach der Vorlage mit einem Zollsatz von 12 Mk. genehmigt. Die Kommission nahm sodann nach der Vorlage die Pos. 663, Tapeten, 664 Spielkarten, 668 Düten, Beutel, Säcke, 669 Plapier w äls che,. 670 Brie f- papier in Behältnissen an. Zu Pos. 671, Albums, Geschäftsbücher, Notizbücher mit Leder, Gespinnsb- waren oder Celluloid ausgestattet 50 Mk., in anderer Ausstattung 24 Mk. beantragt Gothein, Albums aus Pos. 671 herauszunehmen und eine neue Pos. 671 a zu bilden, Albums mit Leder, Gespimiftwaren oder Celluloid ausgestattet 8Mk., in anderer Ausstattung 4 Mk. Ter Antrag wird schließlich genehmigt. Die Pos. 675 bis 679 werden debattelos awgenommen. Die Kommission vertagt sich alsdann auf Montag. Aus Stadt und Land. Gießen, 19. Juli 1902. ** Der Gießener Wingolf versendet soeben die Einladungen zu seinem 50jähv. Stiftungsfeste. Am 6. Ang. findet in Steins Garten Festkommers, am 7. August ebenda Gartenfest statt. ** Hessische Handwerkskammer. Im kommenden Monat wird zu Darmstadt die 6. Plenarversammlung stattfinden, auf bereu Tagesordnung ein g wichtige Punkte zur Beratung stehen. In erster Linie w-. sich die Kammer; zu der Vorlage die Einführung des Besä h i gung sn ach- weises ijm Baugewerbe, zu äußern und die eini zelnen Punkte festzustellen haben, wie sich der hessische Handwerkerstand zu dieser Frage stellt. In einer Kommissionssitzung wurde nach den im Darmstädter Bezirk bestehenden Verhältnissen ein Bedürfnis zur Einführung des obligatorischen Befähigungsnachweises für die Baugewerbe bejaht, in erster Linie aus Gründen der allgemeinen Sicherheit und um der Ueberhandnahme des Bauschwindels entgegenzutreten. Im weiteren werden u. a. die Lehrzeit im Uhrmachergewierbe, die Anstellung von Beauftragten, Abnahme der Jahresrechiwung 1901/02 und Genehmigung des Voranschlags 1902/03 Gegenstände der Beratung sein. Für den vom 25. bis 27. September in Leipzig statt- sindenden 3. deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag wurden der Kammer gelegentlich der Tagung desAusschusses zu Eisenach zwei Referate übertragen und zwar die Regelung des Submissionswesens und die Behandlung der Frage des Abschlusses eines schriftlichen Lehrvertrages zwischen Vater und Sohn. Im kommenden Oktober werden im Großherzogtum erstmals die Meisterprüfungen, mit deren Bestehen der Prüfling das Recht, den Meistertitel zu führen, erlangt, abgehalten werden. Wie wir hören, wird die Beteiligung recht lebhaft werden, da sich bereits jetzt eine statlliche Zahl zu den Prüfungen angemeldet haben. Seitens der Kammer wird noch im Lause dieses Monats ein Merkchen herausgegeben werden, das den gesamten Prü- sungsstoff in leicht faßlicher Form und übersichtlich zusammengestellt, enthält. Da die Prüflinge in den Meisterprüfungen außer den praktischen Fähigkeiten noch die Kenntnisse der für sie in Betracht kommenden Bestimmungen der Gewerbeordnung, der Arbeiterversicherungsgesetzgebung, der Buch- und Rechnungsführung wie auch der Wechsellehre nachweisen müssen, so wird das Merkchen wohl den Beifall aller Kandidaten für ldie Meisterprüfungen finden. Es sei wiederholt darauf hingewiesen, daß die Prüflinge aus Ober- Hessen sich bei dem Vorsitzenden der Meisterprüsungs-i kommission zu Gießen, Hauptlehrer Traber, anzumelden haben. § Vom neuen Grundbuch. Im Großherzogtum Hessen sind jetzt für 90 Gemarkungen die Grundbücher nach dem System des neuen Rechts angelegt; in 87 Gemeinden ist bereits das neue Grundbuch in Kraft getreten, während hinsichtlich der drei übrigen Gemarkungen diese Wirksamkeit mit dem 1. August beginnt. Im Gang resp. begonnen ist das Anlegungsversahreu bezüglich etwa 60 weiterer Gemarkungen, wovon ungefähr 25 bis zum Schlüsse dieses Jahres unter das neue Jmmobiliarsachenrecht treten können. ()Allendorf a. d. Lumda, 18. Juli. In den letzten Tagen haben sich zwei Brieftauben hierher verirrt. Die eine ist dem Schlosser Reinhardt ^geflogen und trägt außer verschiedenen Stempeln an den Flügeln einen Fußring mit der Bezeichnung 228 H. 10. Die zweite verirrte Brieftaube ist von dem Müller Nohrgang ausgenommen worden. -h- Burkhards, 18. Juli. Schpn seit etwa zwei Wochen sind die Arbeiten zu uns er em Schulhausneubau rüstig vorwärts geschritten. Gestern abend sand die feierliche Grundsteinlegung im Beisein des Orts- und Schulvorstandes, der Schulkinder und der Gemeinde statt. Lehrer Mohr gab int Namen der Gemeinde die drei üblichen Hammerschläge ab. Das Schsulhaus wird massiv erbaut Ter Plan wurde von Baurat Stahl aus Gießen entworfen. § Ob er-Seemen, 18. Juli. Nunmehr ist unsere seit Beginn des neuen Schuljahres errichtete dritte Lehrer^ stelle durch den Schulverwalter W e st r u p p aus Ruppertenrod besetzt. * * Operetten-Ensemble. Ein Teil der Abonnements-Bons sind noch ausstehend. Tie unbekannten Inhaber werden daher dringend gebeten, ihre noch in Händen habenden Bons gegen Rückzahlung des Betrages Herrn C h a l l i e r zu überweisen. Vermischtes. * W ü r z b u r g, 18. Juli. Rektor Tr. Hammer, ein aw- gesehener Schulmann, gab bet der Abschiedsfeier den Abiturienten des Mten Gymnasiarms warm empfundene Geleitworte mit auf den Weg. Er sprach über die Ausgaben der humanistischen Gymnasien und berührte bei dieser Gelegenheit auch, das schädliche Treiben der verbotenen Schüler- oder Froschverbindungen, schilderte eindringlich die schweren Gefahren, welche sich für die körperliche und geistige Entwicklung derjenigen Mitglieder ergeben, die an den Ausschreitungen dieser „lichid- scheuen Gesellen" teilnehmen. Es bleibt nicht: bei den Saufgelagen, sondern gar manchmal sind noch viel schlimmere Tinge damit verbunden. Wenn dann die Schüler zurückbleiben und die deullichen Spuren gesundheitlich>er Störungen sich zu zeigen beginnen, dann wird das den „allzu hohen Anforderungen unverständiger Lehrer" oder der „Ueberbürdung" zur Last gelegt. Mit scharfen Worten geißelte er die Kurzsichtigkeit jener Eltern, welche die Ueber- tretung der Schulgesetze mit Nachsicht beurtetfen oder sogar fördern. Redner wandte sich mit der dringenden Sitte an alle Eltern und Angehörige der Schüler, die Lehrer in der Aufrechterhaltung der Schiulzucht zu unterstützen. Dröge dieser Mahnruf eines erfahrenen und wohlmeinenden Schulmannes in allen Kreisen vernommen und beachtet werden. Sonst kommen wir so weit, daß viele Schüler, wie Rektor Dr. Hammer ausführte, die Bildungsanstalt als ein Gefängnis und die Lehrer als Gefängniswärter ansehen. * Bombay, 18. Juli. Die „Times of Jndia" meldet: Ein heftiger Erdstoß, der drei bis vier Minuten dauerte, hat am 9. Juli in Bender Abbas stattgesund en. Alle Hauptgebäude haben gelitten, ein Eingeborener ist getötet Am 9., sowie am 10. Juli wiederholten sich die Erderschütterungen. Dieselben schienen von der Insel Kishm auszugehen. In Bender Abbas wurde lauter Lärm von Kishm her gehört. Man befürchtet, daß die Zerstörung daselbst erheblich ist. ♦ Heber die Ermordung D r. Orden ft einsi wird noch aus Paris berichtet: Tiefe Trauer und Entrüstung herrscht in der deutschen Kolonie zu Paris über die heimtückische Ermordung des Dr. med. Orb en ft ein im Eisenbahn zu ge zwischen Paris und Versailles. Ordenstein, seit 1859 in Paris, war einer der ältesten und angesehensten deutschen Aerzte, ein ruhiger, bescheidener und sympathischer Mann, der thatsächlich keinen Feind hatte, hochverdient um den hiesigen deutschen Hülfsverein, dessen konsultierender Arzt er seit Jahren gewesen war. Weshalb er von einem ihm unbekannten Menschen, einem gewesenen Telegraphenbeamten, ermordet ward, ist bis jetzt noch nicht aufgefiärt. Diebstahl lag der Unthat nicht zu Grunde, denn es ist anzunehmen, daß der Mörder bei dieser Absicht sich der Uhr, Uhrkette und der Börse seines Opfers bemächtigt, auch sein Heil in der Flucht gesucht haben würde. Statt dessen setzte er, wie schon berichtet, selbst die Lärmglocke in Bewegung und zerschlug mit eigener Hand das Verbindungsglasfenster zwischen | einem und dem benachbarten Abteil, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er lieferte sich somit selbst aus, nachdem er versucht hatte, sich zu vergiften. Daß er Gift bei sich trug, macht die Absicht des Raubes noch zweifelhafter. Der Mörder ist ferner keineswegs verrückt; seine Aussagen zeugen vielmehr von llarer Erkenntnis der Sachlage, wenn er auch seinen Beweggrund zum Morde verstoitt für sich behält und die zahlreichen Bücher, die man in feiner Wohnung fand, sprechen für seinen verhältnismäßig hohen Bildungsgrad. Soweit es aus den heutigen Mittelungen ersichtlich ist, ist der Thatbestand folgender: Am 15. d. M. ertönte im Zuge auf der Strecke Paris-Versailles bei der Station Becon-les-Bruyeres die Lärmglocke. Der Zug kam zum Stehen, alle Abtellschläge füllten sich, mit ängstlichen Gesichtem; da öffnete sich hastig die Thür eines Wagens erster Klasse, und es erschien auf dessen Schwelle ein junger, schwarzgekleideter Mann mit einem blutigen Messer in der Hand; die Hand selbst, wie sein Hemd waren gleichfalls blutbefleckt; man nahm ihn fest und entdeckte hinter ihm zwischen den beiden Sitzreihen einen älteren Herrn, der sich die blutigen Eingeweide zusammendrückte, die sich aus der Bauchhöhle herauspreßten. Mit schwacher Stimme gab er seinen Namen an: „Doktor Ordenstein, wohne 42 Rue Le Peletier; der Mensch da, der in Saint-Lazare mit mir in dasselbe Abteil stieg, hat mir einen Stich in den Unterleib versetzt; bringen Sie mich ins Hospital." Der Mörder ließ sich ruhig festnehmen und durchsuchen. Man fand bei ihm eine fast leere Geldtasche, ein Paar Handschuhe, einen Frauenhandschuh, einen Plan von Paris und ein Fläschchen. „Nie werden Sie erfahren", so sagte er, „weshalb ich die That begangen; im übrigen ist Ihre Nachfrage überflüssig, ich habe mich vergiftet." Er behauptete, die Phiole, in der sich angeblich ein Sublimatsirup befunden haben sollte, geleert zu haben. Mittlerweile ist er aber nicht gestorben. Man hatte ihm Gegengift gegeben, vielleicht auch war der Trank nicht tödlich. Infolge anderweitiger Nachforschungen ergab es sich, daß der Mann Jean Chabaneix beiße, 26 Jahre all und der Sohn eines Briefträgers aus Limoges sei. Er hat eine gute Erziehung erhalten, trat mit 18 Jahren in den Post- und Telegraphendienst, diente in Algerien und ward im vorigen November wieder in Dienst gestellt, bis er vor vier Monaten seinen Posten verlor. Seitdem führte er ein einsames Leden, sprach mit niemandem und studierte viel. Wie er nun dazu tarn, bei seinen beschränkten Mitteln sich eine Fahrkarte erster Klasse zu losen, um mit Dr. Ordenstein in demselben Wagen die Fahrt nach Versailles mitzumachen, ob er den Arzt kannte, ob dieser ihn kannte, alles dies bleibt rätselhaft. — Das „Petit Journal" berichtet aus Limoges, woher Chabanatz gebürtig ist, daß dieser in dem kleinen bischöflichen Seminar von Ajain seine Schulzeit durchgemacht und das Diplom als Bachelier erworben habe. Darauf trat er als Postgehülfe in den Staatsdienst. Der Vater ist ein einfacher Telegraphenbote, der ein kleines Vermögen besitzt, das ihm gestattete, seinen Sohn mit Geld genügend zu unterstützen. Universitäts-Nachrichten. Marburg, 18. Juli. Eine heute nachmittag hier in der Universitätsaula abgehaliene allgemeine Studentenversammlung beschloß, nach dem Vorbild der Gießener Universität auch hier eine Versicherung der Studierenden gegen Unfall in die Wege zu leiten. Kopenhagen, 18. Juli. Der Professor der Pathologie an der hiesigen Universität, Reiß, ist geftorberu — Aus Bern meldet man, daß der Universitätsprofessor Vetter seine Demission zurücknehmen wird, da ihm die Berner Regierung und die philosophische Fakultät entgegen ge- komlnen sind. — Tie Nachricht, daß der frühere Unterslaalssekretär im Reichsschatzamt Aschenborn zum Kurator der llniuerfität Halle ausersehen sei, wird der „Kreuzzeitnng" als unzutreffend be° zeichnct. Gerichtssaat. Gießen, 18. Juli 1902. Fer i enstrafkammer. Den Vorsitz führte Landgerichtsrat Müller, die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt Theobald. — Der Händler Heinrich T ö p p e l I von Heldenbergen ist der falschen Anschuldigungen angeklagt, wird jedoch mangels Beweises von Strafe und Kosten sreigesprochen — Ter Taglöhner August Arnold von Vilbel wird wegen Verbrechens i. S. des § 176,3 Str.-G.-B. unter Annahme mildernder Umstände zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. — Der Waldarbeiter Heinrich Zimmel I, der Landwirt Heinrich Link VII, der Arbeiter Heinrich Link ledig, der Maurer Karl Wirth und der Polizeidiener Heinrich Jockel, sämtlich von Breungesheim, sind der gemeinschaftlich begangenen Körperverletzung angeklagt. Anläßlich einer Geburstagsfeier un Dezember 1901 in einer Wirtschaft in Breungesheim kam es daselbst zwischen den Angeklagten und anderen anwesenden Bur-scyen ijtt eurer Schlägerei, nr deren Verlauf die Beschuldigten die ihnen zur Last gesetzten Körperverletzungen begingen. Das Gericht nahm lerne gemeinschaftlichen Begangenschaften, sondern selbständige Hand- Hungen an und verurteilte die Angeklagten Zimmel und Linker VII zu Geldstrafen von je 15 Mark, den Angekl. Linker ledig zu einer Woche Gefängnis und den Angekl. Jäckel zu einer Geldstrafe von 30 Mark. Der Angeklagte Wirth wurde sreigesprochen. — Die Ottilie Röhrig aus Frankfurt a. wegen Diebstahls vorbestraft, wird wegen emfachen Diebstahls in 2 Be- gangenjchafren zu zehn Wochen G efängnis verurteilt.— Der Taglöhner Johann Friedrich wird wegen Körperverletzung, verübt mittels eines Mesters, in eine fünfmonatige Gefäng- rr i.s st r a f e genommen. Maseru, 18. Juli. Der Prozeß gegen den B as uto H äuptling Joel wegen Ho ch v er r a l es kam vor dem Residenten und Kommissar zur Verhandlung. Joel wurde zu ein emJahre Gefängnis verurteilt und muß außerdem strafweise 500 Rinder liefern. Suömisstons-Kaleuder. 2L Juli. Offenbach a. M. Gr. Bürgermeisterer, Lieferung von Een Oberbaunvateri.ali.en, rund 0.75 Klm. normalspuriges Gleis auf eisernen Quer schwellen. Beding, für 1.50 Mk. durch das Sladtbauamt, Abt. für Neubau Hasen. — 23. Juli. Lange. (Hess.-Darmstadt). Großh. Amtsgericht, Lieferttug des Bedarfs an Steinkohlen (Nußkohlen 1. Klasse. Beding, durch die Gerichtsschreiberei. — 24. Juli. Darmstadt. Großh. Hess. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion 2, Lieferung von ungefähr 700 Cbm. Grobschotter und 100 CLm. Feinsefetter zur Unterhaltung von Zufuhrstraßen und Ueberwcgen Beding. 0.25 Mk. — 24. Juli Gießen, Sied- bauamt Großh. Bürgermeisterei, Vergebung der Arbeiten und Lieferungen für das Hauptabflußsiel, den Hauptsammler A und den Regensammler W 2 zum Sielbau der Pro- VinKialHauptstadt Gießen. Beding, für 1.50 Mk. — 24. Juli. Worms. Großh. Eisenbahn-Bauavteilung, Vergebung der zur Erbauung eines Abort-Gebäudes erforderlichen Ars- beiten. Beding, für 1.50 Mk . Bädcrzeitung. Bad Salzschlirf, 18. Juli. Im Jahre 1899 kamen nach Salzschlirf im Laufe der ganzen Saifon 1600 Kurgäste, jetzt ist erst Mitte Juli und die Zahl 2000 ist bereits überschritten^ damals wurden 6000 Bäder monatlich in der Hochsaison abgegeben, heute find es nahezu 18 000 im Monat. Vor drei Jahren verdankte Salzschlirf seinen Ruf lediglich seinen, bei Gicht geradezu wunderbaren Heilerfolgen, war aber sonst als langweilig verschrieen, heute ist Sa^schlirf auch als Bad in anderem Sinn eine Perle, nämlich mit Bezug auf seine Veranstaltungen zur Unterhaltung der Kurgäste. Die neulich vercmstaltete venetianische Nackt bot wieder einen Beweis von der Leistungsfähigkeit Salzschlirfs nach dieser Richtung. Gewiß wird man in den sonst genanntesten Bädern Arrangements vorftnden, welche in ihrer Großartigkeit blendender wirken und in ihrer Massigkeit den bescheidenen Glanz eines Salz» schlirfer Festes überstrahlen, aber wohl kaum irgendwo liegen die örtlichen Verhältnisse günstiger, und selten wird mit einem solchen Lhik und mit solcher Vielseitigkeit einer stimmungsvollen Wirkung des Gesamtbildes Rechnung getragen wie hier, einer Wirkung, welche man charakterisieren möchte mit den Worten, welche zufällig an unser Ohr schlugen: J’ai vu des totes ä Carlsbad, A Manen- bad, ä Vichy, ä Franzensbad, A Spaa — mais voila; une petite bonbonniöre. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Pommersche-Berliuer Hypothekenbank. Eben, wo das Gerichtsurteil über das Verschulden des Konzerns der Preußischen Hypothekenbank bevorsleht, lenkt der heute veröffentlichte Jahres- bericht der Pommerschen Hypochekenbank, die inzwischen den Namen Berliner Hypothekenbank angenommen hat, den Blick auf die VerhälMiffe des Pommern-Konzerns. Der Bericht behandelt zunächst die der Reorganisation vorangegangene Mißwirtschaft. Die Klagen gegen die früheren Vorstandsmitglieder Schultz und Romeick sind nun erhoben worden, während die Verhandlungen mit den früheren Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahre noch nicht zu Ende gefiihrt sind. An Hypotheken waren Ende 1901 in den Händen des Treuhänders 167 Millionen Mark, davon 121 Mill. Amortisationshypotheken und 46 Millionen kündbare Darlehen. Bei fast sämtlichen Amortisationshypotheken ist der Beginn der Amortisation hinausgeschoben. Von dem Hypothekenbestande wurden im Laufe des verflossenen Jahres 27 637 852 Mark verkauft beziehungsweise zurückgezahlt. Der Bestand freier Hypotheken Ende 1901 war 5038311 Mark. Die Revisionskommifsion l)at eine Prüfung sämtlicher im Besitz der Bank befindlichen Hypotheken vorgenommen. Es stellte sich heraus, daß eine große Anzahl von Hypotheken nicht nur nicht innerhalb der gesetzmäßigen Grenze von 60 Prozent des Grundstückswertes lag, sondern daß auch zahlreiche Grundstücke weit über den wirklichen Wert hinaus b e l i e h e n worden waren. Die Kommission stellte in Ueberein- stimmung mit der Aufsichtsbehörde einen w ahrscheinlichen Verlust an den Hypotheken von 18 Millionen M k. fest. Demnach war es erforderlich, eine Reserve in genannter Löhe für Ausfälle an Hypotheken zu schaffen. Ta bereits in der revidierten Bilanz für 1900 9 Mill. Mark in Reserve gestellt sind, mußte eine roeUere Reserve von 9 Millionen Mark gebildet werden. Das Zinsensoll für 1901 betrug 7894707 Mark. Bis Ende Januar 1902 waren eingegangen 207489 Mark, so daß 1371860 Mk. rückständig blieben. Von diesem Betrage müssen als vollkommen uneinbringlich 1070240 Mark abgeschrieben werden. Dieselben betreffen Hypotheken, welche auf ertraglosen — der Jmmobilien-Verkehrsbank gehörigen — Grundstücken eingetragen sind. Fast sämtliche Grundstücke, von welchen diese Zinsen herrühren, stehen zur Zeft unter Zwangsverwaltung. Hierbei ist zu bemerken, daß m vorstehender Ausstellung die rückständigen Zinsen für das erste und zweite Quartal nicht in ihrer vollen Höhe zur Erscheinung kommen, da die am L Januar 1901 und 1. April 1901 fällig gewesenen Zinsen der Jmmobilien-Verkehrsbank und anderer zahlungsunfähiger Schuldner noch durch Nachbelastungen oder Hereingabe von Hypotheken und durch Kontrahierung einer Schuld im Kontokorrent fettens der Jmmobilien-Verkehrsbank scheinbar beglichen worden sind; dies ist für das dritte und vierte Quartal in Fortfall gekommen. Der Buchwert von Bankgebäude inklusive entac betrug Ende 1901 2536819 Mark. Die Effekten figurieren in der Bilanz mit 41670 Mark. In die Bilanz ult. 1901 sind die Debitoren mit 657 668 Mark eingestellt; hiervon sind als durchaus sicher bezw. durch gute Unterlagen gedeckt anzusehen 336629 Mark. Restliche 321038 Mark werden ganz in Reserve gestellt. Die Bank hofft, daß bei vorsichtiger Regulierung irn Laufe der Zeit von diesem Betrage noch ein Teil eingebracht werden tarnt. Der per 31. Mai verbliebene Gewinnsaldo beträgt entsprechend unserer gestrigen Mitteilung 820 664 Mark, während in der Bilanz per 31. Dezember 1901 noch ein Verlust von 30 Mill. Mark aufgefuhrt war. Neue Geschäfte hat die Bank bisher übrigens noch nicht machen können, indem sie nach einer von den Aktionären gefaßten Resolution neue Geschäfte erst wieder unternehmen soll, wenn der Pfandbriefumlaus, der Ende Mai 124 Mill. Mark betrug, auf 100 Millionen Mark reduziert sein wird. Die Direktion spricht immerhin die Hoffnung aus, daß das Institut I nunmehr auf der neuen Grundlage einer guten Zukunft entgegengehe. Tie Zahlung, die an die Dankwelt für ihre Mitwirkung an der Reorganisation zu leisten war, beschränkt sich auf den relativ bescheidenen Betrag von 300 000 Mark, den die Darmstädter Bank für sich in Anspruch nahm. Seit Abfassung des Geschäftsberichtes ist Geh. Staatsrat Budde aus Schwarzburg-Sonderhausen, em Bruder des gegenwärtigen preußischen Eilenbahnministers, in die Direktion eingetreten. Ausmg öus den Ztaudesamtsretzisterrr der Stadt Gießer. Aufgebote. Juli. 12. Friedrich Birnbaum, Gerichtsassessor in Laubach, mit Julie Magdalene Franziska Elise Wimmenaurr dahier. 14. Johannes Friedrich Wilhelm Fiedler, Bauaspirant dahier, mit Anna Katharine Bambach in Bensheim. 15. Karl Keßler, Metzger dahier, mit Frieda Kahn Hierselbst. 16. Sebastian Joses Schmitt, Kaufmann dahier, mit Franziska Margaretha Elisa Wirsig Hievselbst. 16. Georg Löhr, Kellner dahier, mit Katharina Margaretha Steller in Annerod. 17. Waldemar Bruno Frank, Schlosser dahier, mit Katharine Rohrbach Hierselbst. 17. Jakob Reifferscheid, Gättner dahier, mtt Marie Klein in Grenzhausea. 18. Johann Jakob Laun, Schuhmacher dahier, mit Elise Kreiling Hierselbst. 18. Otto Willy Müller, Schlaffer dahier, mit Karoline Eharlotte Marie Weinhardl Hierselbst. Eheschließungen. Juli. 12. Friedrich Römer, Eisendreher dahier, mit Marie Seth Hierselbst. 12. Heinrich Martin Tilges, Kaufmann dahier, mit Emma Elise Auguste Wols in Otterbach. 12. Heinrich Emil Erle, Kaufmann dahier, mii Marie Louise Wilhelmine Müller hierselbst. 12. Heinrich Lemberger, Lagerarbeiter dahier, mit Elise Deist hierselbst. 12. Friedrich Albert Hatz, Taglöhner dahier, mit Elisabeths Rücker hierselbst. 15. Karl August Heinrich Lonn, Großh. Regie- rungsassessor in Worms, mit Mathilde Henriette Roth dahier. Geborene. Juli. 6. Dem Kaufmann Justus Wilhelm Horn ein Sohn, Karl Ludwig Hans. 6. Dem Oberleutnant Otto Rudeloff eine Tochter, Edilha. 6. Dem Fuhrknecht Konrad Balser eine Tochter, Marie. 9. Dem Postschaffner Georg Hanauer ein Sohn, Wilhelm Heinrich. 10. Dem Schuhmachermeister Theodor Judt eine Tochter, Anna Elise. 11. Dem Lokomotivführer Kark Storck eine Tochter, Irma Margarethe Marie. 11. Dem Straßenkehrer Daniel Müller eine Tochter, Luise Margarethe Else. 11. Dem Restaurateur Michael Kreiling eine Tochter. 11. Dem Weißbindermeister Heinrich Konrad ein Sohn. 12. Dem Schuhmacher Robert Mader ein Sohn, Georg Johannes Robert. 12. Dem Lokomotivheizer Karl Alt ein Sohn. 13. Dem Postschaffner Karl Pfeiffer eine Tochter. 15. Dem Knecht Adam Horny ein Sohn, Walter. 16. Dem Großh. Regierungsassessor Hermann Schreiner ein Sohn, Heinrich Fritz Eurt. 16. Dem Wirt Friedrich Schäfer ein Sohn. Gestorbene. Juli. 1L Friedrich Velten, 9 Monate alt, Sohn des Tag. löhners Philipp Velten dahier. 13. Marie Kühne, geb. Plank. 50 Jahre alt, Ehefrau des Hotelbesitzers Heinrich Kühne dahier. 17. Marie Noll, geb. Löber, 68 Jahre alt, Rentnerin dahier, 17. Louis Flett, 67 Jahre alt, Rentner dahier. Mgöjnwac MM, rissige, spröde Hautstellen werden wieder zart und geschmeidig durch vorschriftsmäßige Anwendung von Obenneyers Herda-Seife. Z. h. p. St. Mk, 1,25 in Apotheken, Drogerien u. Parsümerien oder v. Fabrikanten I. Gioth, Hanau. 167 MAGGI’5 BOUILLON - KAPSELN" L 12 und 16 Pfg. für 2 getrennte Portionen ergeben eine roohlschmecLeubere und feinere Fleisch- oder Kraftbrühe als alle ähnlichen Präparate. Stets frisch zu haben bei Carl Seibel, Frankfurterstraße 76. Du vermieden Ebelstratze 10, untere Stock, 13 Zimmer, 1 Kabinett u. Boden- >raum zc. per L Oktober ds. Js. zu vermieten. Näheres Ebelstraße 14, I. Schöne 4-Zimmerwohnung mit Kabinett, Trockenb., Bleichet, per |1. Okt. ob. sp. zu oerm. Einsrcht der Wohn. 12—3 Uhr. Asterweg 53,1. 5-Zimmenv. an ruh. Familie per fl. Okt. zu v. Bismarckstr. 17, pari. 5253s In unseren Neubauten »am Asterweg sind mehrere 3- amd 4-Zimmerroohnungen mit Zubehör und Garrencutteil per itoeptemöer u. 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Ruder-Gesellschaft „Rhenania“, Coblenz. Crefelder Ruderklub 1883, Crefeld. Ruderverein Ems, Ems. Frankfurter Ruderverein -Frankfurt. Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Oberrad“, Frankfurt Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Germania“, Frankfurt. Frankfurter Ruder-Gesellschaft „Sachsenhausen“' Frankfurt Frankfurter Ruderklub, Frankfurt Giessener Ruder-Gesellschaft, Giessen. „Hassia“, Hanau a. M. Heidelberger Ruderklub e. V., Heidelberg. Ruder-Gesellschaft „Heidelberg6, Heidelberg. Mainzer Ruderverein, Mainz. Mannheimer Ruderverein „Amicitia“, Mannheim. Offenbacher Ruderverein 1874 e. V., Offenbach a. M. Offenbacher Ruder-Gesellschaft „Undine“, Offenbach a. M. Ruderverein „Hellas“, Offenbach a. M. Wetzlarer Ruderklub, Wetzlar. Während der Regatta: Grosses ausgeführt von der Kapelle des Leib - Dragoner - Regiments Nr. 24 (Kaiser Nikolaus) unter Leitung des Musikdirektors Herrn Stützet Ppnnpomftl Samstag de“ ?6e abends 9 Uhr: Gesellige Zusammenkunft auf dem Bootplatz. Sonntag den 27. Juli, vormittags 9 Uhr: Beginn der II UUI alllllL Vorrennen 10 Uhr: Frühschoppen am Bootplatz. Mittags 12% Uhr: Festessen im Festsaale des Gesellschaft*Vereins. Anfang der Regatta: nachmittags 3 /2 Uhr. Nach Beendigung derselben: Preisverteilung am Bootplatz. Abends 9 Uhr: Reunion in den Sälen des Gesellschaftsvereins für aktive und passive Mitglieder und die Inhaber der Passe-partout-Karten. Preise der Plätze: Vorverkauf: I Platz Mk. 1.50 II. Platz Mk. 0.80. An der Kasse: I. Platz Mk. 2.-, II. Platz Mk. 1.-, Schürz’sohe Bleiche 20 Pfg. -------------------------- Karten im Vorverkauf sind zu haben bei den Herren: Heinrich Hettler, Südanlage; Heinrich Noll, Mäusburg; Daniel Heil Nachf., Lindenplatz. ö 7 . Ber* Regatta-Ausschuss. reise der rlatze für unsere Mitglieder nur im Vorverkauf bei Herrn Ernst Challier, Neuenweg 9: I. Platz Mk. 1.—, Beikarte 75 Pfg, 11. Platz gratis, Beikarte 50 Pfg. .. a 6 ’ _________________ _ 6 Oer Vorstand der Giessener Ruder-Gesellschaft. ^tLbigsHöHe. Sonntag kn 20. Juli: Abends 5215 Der Vorstand. Große Einkaufsreisen erwerben. 6198 Der Vorstand. Zweites großes billig für Groß und Klein. Sie erhalten: Gelbe und rote Dameuspaugeuschuhe L 3.— Mk. und 3.25 5179 Das Kommando. Anzug: Huchrock «ud Kelm. Bahnhofstraße LS. Bahnhofstraße 58. Extra feile Extra feste . a 2.50 . ä 3.50 . ä 4.35 . ä 3.15 . ä 3.35 Gelbe Damenhalbknopfschuhe...... Heine schw. Damenhalbschnhe Dameulackschuhe, nicht Freiwenberger Lack. . Wichsleder Dameuspangeuschuhe (alles Leder) Wichsleder Damenhalbschnhe, I. Qualität. . auf dem Schiffenberg. Konzert der hiesigen Regimentsmusik. in der Wirtschaft des Herrn Hermann Jhring. Tagesordnung: L Mitteilung über Errichtung einer Landwirtschaftskammer. 2. Berichte der Herren Bürgermeister Heller in Lich und Krämer in Steinbach über die landwirtschaftliche Studienreise. Auch Nichtmitglieder sind zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. 5206 Kesseler Zither-Club (Wohlthätigkeitsverein). Lormtag den 20. Juli d. I., von nachmittags 3 Uhr an: Heinrich Wagner BL Wilhelm Balser VI. Wwe VW Gute Speisen und Getränte, Hochelegante Salbleder Kiuderschuür- u. Suopfstiefel 9tr. 25 und 26 ä 3.— Mk. Hochelegante Salbleder Siuderkuopf- u. Schnürstiefel Nr. 27—30 .........ä 3.75 Hochelegante Salbleder Siuderkuopf- u. Schnürstiefel Nr. 31—35.............L 4.25 Extra starke Siuderkuopf- u. Schnürstiefel Nr. 21—24 ä 2 — \ Extra starke Siuderschnür- u. Suopfstiefel Nr. 25—26 ä 2.— „ DdAirisPsti.LnkelnclkinGjcßen Aersammtung Sonntag den 20. Juli 1902, nachmittags 3 Uhr, Kunstverein. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand ist noch morgen Sonntag geöffnet, von Montag den 21. dss. Mts. bleibt dieselbe auf einige Wochen geschloffen. 5274 Der Borstand. Dameu-Lastiughalbschuhe, zum Schnüren, besetzt . A 2.50 Großer Posten Chevreaux Damenknopf- und Schnür- ,,, stiefel...............ä 7.35 , Mgklite Herrenstiefel ä 4 Mark und hher^ Anna Springwasiu, 6264 Schuhlager, Sonntag den 20. Juli d. 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Juli: Grosses Extra-Konzert zum Besten des Invalidendank auugefQhrt von der 5272 Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Kransse. Kießener WolKsöad. Jie Stelle einer Aadewärterin ist per 15. August d. I. anderweit zu besetzen. Schriftliche Anerbietungen sind in der Expedition dieses Blattes unter Chiffre Volksbad 5269 niederzulegen. Tanz. 4 Uhr: Kaffee, 7 Uhr: Abendessen, beides gemeiirschastlich. Zur Rückfahrt kann der Zug 10*/2 Uhr abends ab Station Schiffenberg benutzt werden. Das Fest sindet bei ,eder Witterung auf dem Schiffenberg statt und bitten wir um recht zahlreiche Beteiligung. ^n großen Klagen |tno oie Schutze Dort am 2oger, L-chdne frische Ware, 's ist näher hier nicht zu sagen, Ein Jeder soll gleich darnach gehen, Die hübschen Schuhe zu besehen. Bei Anna Springmann nur allein, Bekommt man die feinsten Schuhe «.Stiefel Eintritt 50 Pfg, Steins Garten. do. Nr. 27—30 ä 3.— do. Nr. 31—35 ä 3.50 Freiwillige Gail’sche Feuerwehr. Sonntag den 20. Juli l. I., vorm. 8.16 Uhr: Abfahrt zm 19. HeWetl zeaertvehrtag. Abmarsch zur Bahn 7.45 Uhr von ftamcrob Arnold. 5257 Staudauartier iu Bad-Nauheim: Fagdschlüßcheu, bei Kniese. Ttivchrveihfest wozu ergebenst einladen Wirte Fest-Programm. Morgens 6 Uhr: Weckruf. — 8 Uhr: Beginn des Rennens Strecke Wißmar—Odenhausen und zurück. Als Preise sind vier Ehrenzeichen ausgesetzt. Einsatz 2 All. Meldungen nebst Einsatz md bis zum 19. l. Mts. an Wilhelm Bittendorf, Metzger in ÄT ,u - 9 bis 10 Mr: F^ibkonzert. - 2 Uhr mittags: Aufstellung des Festzuges. — Von 3 Uhr an: Konzert, Volksbelustigung und Tanz in dem Etablissement des Herrn Restaurateurs Schneider. 02987 Zu dem Fest ist das prachtvolle zweistöckige Karuffell des verrn Kramer ausgestellt. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst em __ ____________________Der Vorstand. Volksfest Eintritt frei. des Evangel. Arbeitervereins in Räumen von Steins Garten. Vorverkauf der Karten für Nichtmitglieder ä 40 Pfg. bei den Herren Friseur Wahl, Neustadt, Kaufmann Seeger, Neuenbaue, Kaufmann Möser, Settersweg, Kaufmann Haas, Bleichstraße; für Mitglieder bei der Trägerin des Verbandsorgans. Sonntag bett 20. Juli 1902. Großes Strandsest -oder: Ein Kinder- und Familienfest auf Helgoland. Garten - Promenaden - Konzert, «oubonregen. — Kinderspiele aller Art. Aufstieg des Kiesen-Luftballons „Neptun“. Alles Nähere siehe Plakate und Zettel. Kinder 15 Pfg. Erwachsene 25 Pfg. Kassenöfsuung 2 Uhr. Anfang des Festes und Konzerts 4 Uhr. Jedes Kind erhält einen reizenden Straudhut gratis. Schnittbillets von 7 Uhr ab ü. 15 Pfg. 03123 Kaufmännischer Verein Giessen. Sonntag den 20. Juli: Sommerfest Anfang 8 Uhr. Steins Harten Kornrnrrfest auf der Schönen Aussicht. Aufführung vor. Kinderspielen etc. Tanz. Eintritt 20 Pfg. Militär ohne Charge 10 Pfg. Cs ladet ergebenst ein Der Vorstand. Vornitttags IO1/, Uhr: Festgottesdienst in der Stadttirche. 11 „ Delegiertenversammlung im Cast Ebel. 17, Festzug (Aufstellung in Oswalds Garten). 2 /- „ Fahnenweihe des Evangel. Arbeitervereins Gießen mit anschließendem Gartenfest in Steins Garten. Magd