Samstag IS. April LSOS ISS. Jahrgang Zweites Blatt. Nr. 91 Mrschetnt täglich außer SormlagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessische« Landwirt die Siebener Kamilien- blätler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch- u.Siein- drucke re i (Pietsch Erbend Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstratze 7. Adresse sür Depeschen: Anzeiger Gieße«. FtrnsprrchanschlußNr.bl. ______ _ Bezugspreis! Q O monatlich7bPs.,viertel« GletzenerAnzelgers " General-Anzeiger " ** v für den polit. il allgem. Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MW V » VJ zeigenteil: Hans Beck. I>ie yeutige Kummer umfaßt 16 Seiten. Politische Tagesschau. Tie Nordseesahrt des Kaisers. Kaiser Wilhelm hat soeben seine Nordseefahrt beendet, die er am Donnerstag angetreten hatte und an der sich nicht weniger als acht Minister beteiligten: v. Goßler, Frhr.Hammer- ftein, Kraetke, Möller, Podbielski, Rheinbaben, Richthofen, Tirpitz. Sonstige Reisebegleiter waren außer der miliiärischen Suite, Malern und Proffessoren (Busley und Slaby) ausschließlich Personen, die dem HandelsoertragS-Verein ange- hören oder doch ihm gesinnungs-verwandt sind; lauter Hanseaten, darunter deS freisinnig vereinigten Abg. Freese und außerdem Kommerzienräte, Financiers usw., wie die Herren Arnhold-Berlin, G. v. Bleichröder, Löwe-Berlin. Nur ein Mann agrarischen Berufs befand sich unter der Reisegesellschaft, der Rittergutsbesitzer v. G r a ß - Kl.-Klcmin. Von Bord des Schnelldampfers »Kronprinz Wilhelm" wird vom 18. d. M. gemeldet: Der Kaiser verweilte gestern bis Mitternacht unter den Gästen und beteiligte sich lebhaft an der Unterhaltung. Der Kronprinz verfolgte mit großem Interesse die Ankunft deS Lootsenbotes, das von der Dampfschifffahrtsgesellschaft „Neptun"-Bremen durch ihre Vertretung in Stavanger zur Abgabe und Aufnahme von Telegrammen beordert worden war. Heute gegen Morgen steuerte der Dampfer in der Richtung auf Borkum, Um 10 V2 Uhr vormittags hatte der Dampfer auf etwa 60 Meilen Entfernung telegraphische Fühlung mit der Station auf Borkum bekommen, was dem Kaiser Veranlassung gab, sofort Telegramme aufzugeben. Um halb 3 Uhr nachmittags wurde das Weser-Leuchtschiff gesichtet und der Kurs nunmehr erneut nach Norden auf Helgoland genommen, das um 3*/8 Uhr in Sicht kam. Der Dampfer fuhr westlich eine Strecke darüber hinaus und wendete sodann, um in derselben Fahrtrinne nach der Weser zurückzukehren. Die Ankunft in Bremerhaven erfolgte gegen 9 Uhr abends. Die Abfahrt des kaiserlichen Sonder- zugeL erfolgte um 11 Uhr abends. Das während der Einfahrt in die Weser stattgehabte Diner verlief in jeder Beziehung glänzend und bildete einen würdigen Abschluß der zu Ehren des Kaisers und des Kronprinzen vom Norddeutschen Lloyd getroffenen Arrangements. Die Blumenansstattung des Speisesaales war außerordentlich prächtig und erregte allgemeine Bewunderung. Der Abschied des Kaisers und des Kronprinzen von den Mitgliedern des Aufsichtsrates war überaus herzlich. Unter den vielen Ordens- auszcichnungen sei der Dekorierung deS Direktors Bremermann mit dem Roten Adlerorden, dessen Insignien der Kronprinz ihm persönlich überreichte, heroorgchoben._____________________ Deutsches Reich. Berlin, 18. April. Der Kaiser und der Kronprinz treffen am Samstag, von Bremerhafen kommend, aus dem Schießplatz der Firma Fried. Krupp bei Meppen, Bez. Osnabrück ein, um daselbst umfangreichen Schießübungen mit Geschützen, die eine neue Rücttaufvorrichtung zeigen, beizuwohnen. — Marcus Wolf Hinrichsen, ehemaliger Reichstagsabgeordneter und früherer Präsident der Hamburger Handelskammer, ist einer Meldung aus Hamburg zufolge, in der letzten Nacht dort gestorben. G 0 t h a, 18. April. Der Landtag wird in Kürze hier wieder versammelt sein. Als seine Hauptaufgabe gilt die praktische Durchführung des im Dezember vor. Jahres vereinbarten Domänen-Ausgleichs. Es war hierzu ein forstwirtschaftlicher Teilungsplan erforderlich, mit dessen Aufstellung eine fortstwissenschastliche Autorität Thüringens betraue wurde. Diese nicht leichte Arbeit ist derart ausgeführt worden, daß die Regierung in der Lage ist, den Teilungsplan dem Landtag vorlegen zu können. Heidelberg, 18. April. Am nächsten Dienstag findet in der hiesigen Jesuitenkirche die Trauung der Prinzessin Olga Maria von Sachsen-Weimar, der Schwester des hier wohnhaften Prinzen Wilhelm von Sachsen-Weimar, mit dem Prinzen Leopold von Isen- burg-Birstein statt. Außer vielen anderen hohen Herrschaften werden auch das Königspaar von Württemberg, der Fürst von Jsenburg-Birstem, vielleicht auch das badische Großherzogspaar zur Bermählungsfeier hier eintreffen. Karlsruhe, 18. April. Die badische Haupt- und Residenzstadt veranstaltet zur Feier des 50jähr. Regierungs-Jubiläums des Großherzogs große, mehrere Tage währende Festlichkeiten. — Tie zweite Kammer beschloß in einer geheimen Besprechung eine Adresse an den Großherzog. In der Kammer gelangte diese Adresse nicht zur Besprechung, da die Sozialdemokraten erklärten, dagegen zu stimmen. Ausland. Amsterdam, 18. ^pril. Eine Extranummer des „Staatscourant" macht heute bekannt, daß die Königin an febris tiphoidea (Typhus) leida Man nimmt hier allgemein den Zustand der jungen Fürstin als äußerst er n ft an. P a r i s, 18. April. Der Leichnam des Jnfanten Franz von Assisi wird morgen nach Jrun gebracht, wo königliche Ehren vorgesehen sind, und von da zum Escurial geleitet. Die Pariser spanische Kolonie wurde heute ovn der Königin Isabella int Schlosse Epinay zur Kondolenz empfangen. Bern, 18. April. Der Ständerat erklärte mit 31 gegen 4 Stimmen einen Antrag für erheblich, nach welchem der Bundesrat unbeschadet lder Durchführung des Vev- fassungsartikels, welcher die Gründung einer mit Notenmonopol ausgestatteten Zentralbank fordert, über die Frage der Revision des jetzigen Banknotengesetzes einen Bericht und einen Antrag etnbringen soll. Wien, 18. April. In der EhrenaffaireWolf- Schalk lehnte der Vertreter des letzteren oen Dr. Eduard v. Stransky als Vertreter des ersteren ab, da dieser ebenfalls durch eine angebliche Fälschung der Unterschrift eines Telegramms an das „Grazer Tagblatt" im Dezember vorigen Jahres, betreffend die Affaire Wolf-Seidel, die Satisfaktionsfähigkeit verwirkt habe. Budapest, 18. April. Ein Vorstoß der klerikalen Volkspartei erfuhr heute im Abgeordnetenhause eine Zurückweisung. Die Klerikalen bekämpften den provisorischen Budgetposten von 8000 Kronen für den 79jährigen Dichter Moritz Jokai als gewesenen Redakteur des Werkes des Kronprinzen Rudolf. Einzelne Redner beschimpften den Poeten; Abg. Madaraß erklärte ihn für ein Jndivi.duum, das sich am Volk versündigt habe. Es kam zu beispiellosen Skandalszenen, wobei Mitglieder des Hauses sich mit Schmähnugen überschütteten. Die Majorität verlangte unter furchtbarem Lärm den Ordnungsruf für den 87jährigen Madaraß. Der Präsident erklärte die Aeußerung Madaraß für unwürdig des ungarischen Parlaments, woraus ein neuerlicher ungeheurer Lärm entstand. Minister Wlassics bat Jokai, die Worte, welche seinen Weltruhm nicht beeinträchtigen könnten, zu vergessen. In namentlicher Abstimmung beschloß die Majorität, den Antrag der Unabhängigkeitspartei anzuuehmen, wonach der erwähnte Betrag für Jokai als lebenslang^ .Ncit- tionalgeschenk votiert wird. Die Majorität will einen diesbezüglichen Gesetzentwurf einbringen. Petersburg, 18. April. In der Universitätsstadt Dorpat, dem jetzigen Jurjew, ist eine von Anarchisten unterhaltene Bombenfabrik entdeckt worden. — Tie polnischen Studenten russischer Nationalität, die aus Berlin cuusgewiesen wurden, weil sie geheimen Gesellschaften angehörten und polnische Agitation betrieben, sind an der Grenze von der Polizei verhaftet und in das Gefängnis nach Warschau gebracht worden. Aus Stadt und Land. Gießen, 19. April 1902. * * Militärdienstnachricht. Der einjährig-fieiwillige Arzt beim Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2 Großh. Hess.) Nr. 116 Schaaf, wurde unter Ernennung zum Unterarzt des Friedensstandes mit Wahrnehmung einer Assistenzarztstelle beauftragt. ” Wissenschaftlicher Fortbildungßkursus für Volksschullehrer. Der Meldeschluß für den Fortbüdungstursus für Volksschullehrer, der im nächsten Sommersemester an der Landesuniversität stattsinden wird, ist auf Mittwoch, den 23. April, festgesetzt. Bemerkt sei, daß es auch seitens der vorjährigen Teilnehmer einer ausdrücklichen Erklärung bedarf, daß sie auch dieses Jahr wieder sich an dem Kursus beteiligen wollen; anderenfalls werden sie aus der Liste gestrichen. Näheres über den Beginn der Vorlesungen usw. wird den Einzelnen durch besondere Zuschrift mitgetellt werden. Doch sei auch hier nochmals besonders hervorgehoben, daß als Vorlesungstag nur der Mittwoch — ausnahmsweise vielleicht auch em- oder zweimal der Sonnabend — in Aussicht genommen ist. • * Der neue Oberpostdirektor. Der vortragende Rat im Reichsposlamt, Geh. Oberpostrat Kobelt übernimmt zum 1. Juli die Leitung der Lberpostdirektion in Darmstadt. Wie die postofsiziöse „Dtsch. Verkehrsztg." hört, handelt es sich hierbei um die Erfüllung eines Wunsches des Genannten, deffen Heimatsbezirk der Bezirk Darmstadt ist. * * Konzert. Morgen findet in der Südanlage Promenadenmusik mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Tie Felsenmühle" von Reißiger; 2. Spinnlied a. d. Op. „Die Hexe" von Guna; 3. Martin- Walzer von Zeller; 4. Phantasie a, d. Op. Jesjonda von Spohr. * * Verhafteter Einbrecher. Unter dem dringenden Verdacht, in der Nacht vom ersten auf den zwetten Osterfeiertag den Einbruchs-diebstahl in Großfelda begangen zu haben, wurde gestern ein Mann verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Offenbach, 18. April, lieber die Gründe, aus denen gegen den Beigeordneten Wolff das Disziplinarverfahren eingeleitet wurde, sei nach der „Osfb. Ztg." noch folgendes mitgeteilt: Stadtv. Böhm war vom Verfassungsausschuß damit beauftragt worden, den Antrag %u formulieren und zu begründen. Er führte u. a. aus: Er habe keine Veranlassung, auf die älteren Angelegenheiten zurückzukommen, aber schon damals, wie auch jetzt wieder sei die Unverträglichkeit des Beigeordneten Wolff, die Sucht, zu verdächtigen und Leute, die ihm unbequem geworden sind, mit allen Mitteln zu verfolgen, zutage getreten. Redner bespricht bann das Verhältnis Wolffs zur Ortskrankenkasse, deren Vorstandsmttglied er war. Anfangs Jet das Verhältnis des Beigeordneten Wolff zu dem Vorsitzenden der Kasse, Streb, recht gut gewesen; das habe sich aber mit dem Augenblick geändert, in dem Herr Streb eine selbständige Meinung geäußert habe. Redner bemerkt dabei, daß die Ortskrankenkasse in allen strittigen Fällen, in denen die Entscheidung des Kreisamts angerufen wurde, Recht be kommen habe. Nur einmal, als die Reibereien mit Wolff einen solchen Grad erreicht hatten, daß das Kreisamt vom Vorstand der Kasse ersucht wurde, die Aufsicht über die Kasse in andere Hande zu legen, antwortete oas Kreisamt, daß daß vorliegende Material bis jetzt nicht genüge. Am 30. März 1901 beleidigte der Beigeordnete Wolff ohne jede« Grund in der Entscheidung einer Beschwerde den Vorsitzenden Streb auf das schwerste, indem er ausführte, die Ausführungen des Vorstandes seien umsomehr mit Vorsicht zu betrachten, als Thatsachen vorlägen, die bewiesen, daß der Genannte sich bei feinen Entschließungen nicht in erster Linie von dem Interesse der Versicherten, sondern vielfach von finanziellen Erwägungen habe leiten lassen. Ebenso^ habe derselbe in einem anderen Falle, in dem er Kassen- mitglieder zu Almosenempfänger gemacht habe und bei einer Vernehmung darüber zunächst die Aussage über die Gründe verweigerte, schließlich einen nicht stichhaltigen Grund angegeben. Aus einer derartigen Zeugenaussage oer Aufsichtsbehörde gegenüber sei zu entnehmen, daß bei unbewiesenen Behauptungen möglicherweise Dinge behauptet mürben, die der Willkür d^s Vorsitzenden entsprangen. Diese Ausführungen seien den betreffenden Beschwerdeführern schriftlich mitgeteilt worden, und die Folge sei gewesen, daß diese schweren Vorwürfe in weiteren Kreisen gegen Herrn Streb kolportiert wurden. Redner geißelt weiter die Art des Prototollmachens des Beigeordneten Wolff. Er erwähnt weiter, daß der Beigeordnete Wolff die in seinem Ressort beschäftigten Beamten fortgesetzt zum Schreiben persönlicher Schriftstücke, die mit seinem Amt nichts zu thun hätten, benutzte. Auch habe er den Beamten Reitz dazu verwendet, um im Vorstand Unfrieden zu stiften. Ferner führte Redner aus einem ihm vorliegenden Briefe Stellen an, in denen der Beigeordnete Wolff sagt ,daß er gegen den Kreisrat Beschwerde beim Ministerium eingereicht habe, well dieser ihm beim Vorstand der Ortskrankenkasse die größten Schwierigkeiten bereitet hätte, und daß er sich speziell wegen der Mittel beschwere, die derselbe gegen ihn zur Anwendung gebracht habe. Stadtv. Böhm bemerkt dazu, daß das, was der Beigeordnete Wolff hier vom Kreisrat behauptet, völlig unwahr fei. Es gereiche der Stadt außerordentlich zum Nachteil, wenn durch derartige Verdächtigungen in allen Teilen der Verwaltung Unfrieden gestiftet werde. Redner kommt dann auf den Fall, oer die eigentliche Veranlassung zu dem jetzigen Vorgehen gegen den Beigeordneten gegeben habe. Er schildert chronologisch den Verlauf, der Angelegenheit des Beigeordneten Wolff mit dem Versorgungshausverwalter Schi ff, und hebt besonders hervor, daß der Beigeordnete entgegen dem Beschluß der Stadtverordneten Vernehmungen in dieser Sache ohne Hinzuziehung eines Mitgliedes des Verforgungsaus schuss es vorgenommen habe. Unter besonders gravierenden Umständen sei dieses am Samstag nach der letzten Stadtverordnetensitzung geschehen. Wolff habe durch seine Beamten an die Heimatsbehörde eines früher im Versorgungsbause angestellten Mädchens in seiner Eigenschaft als Beigeordneter der Stadt Offenbach schreiben lassen. Als das Mädchen hier ankam, wollte es zu Schiff gehen. Dies wurde iym dadurch unmöglich gemacht ,daß sie von einem Herrn im Auftrage Wolffs am Bahnhof in Empfang genommen und zu diesem gebracht wurde, wo sie sofort in ein Kreuzverhör genpmmen wurde. In welcher Art das Protokoll ausgenommen wurde, erhellt schon aus dem Drängen der beiden Herren: „Sie müssen noch viel mehr wissen; Sie haben uns noch nicht alles gesagt rc." Obgleich das Mädchen erklärte, daß es ein derartiges Protokoll nicht beschwören könne, gab es schließlich auf Veranlassung des Herrn Wolff seine Unterschrift. Eine derartige Protokollaufnahme sei eine ernste Gefahr, und da in letzter Zeit noch mehrere Verhöre stattgefunden hätten, so sei ein unverzügliches Einschreiten geboten. Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf Disziplinaruntersuch-- ung und vorläufige Enthebung vom Amte einstimmig angenommen. Bingen, 18. April. Eine Millionenerbschaft wurde der Stadt Bingen zuteil, wie in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten von Bürgermeister Neff mitgeteilt wurde. Mit der Uebernahme dieser Erbschaft sind allerdings noch einige Schwierigkeiten verbunden, die es als sehr fraglich hinstellen, ob die Stadt jemals in den Besitz, der Million gelangen wird. Der Erblasser, Herr Gutsbesitzer Karl W 0 11 i n g e r in St. Gotthard (Ungarn), läßt der Stadt durch das Bezirksgericht Graz mitteilen, daß die Million zur Gründung eines Waisenhauses unter dem Titel „Wollinger-Stiftung" verwandt werden solle, aber sie wird erst dann in den Besitz der Stadt Dingen übergehen, wenn sein Sohn, der jetzt 22 Jahre alt ist, und feine jung verheiratete Tochter ohne Erben ft erben. S. Darmsta dt, 18. April. Im Offizierkasino des Jnf.-Leibg-Regiments Nr. 115 hielt heute nachmittag Oberleutnant v. Oidtmann vom Jnf.-Regt. Nr. 115, der den China-Feldzug mitmachte und bei Tientsin, Peking rc. focht und dann ein Jahr beurlaubt war, während welcher Zeit er sich in Südafrika aufhielt und die hartnäckigen Kämpfe zwischen Buren und Engländern eifrig verfolgte, einen Vortrag, zu dem auch der Kommandierende General des 18. Armeetorps v. Lind equ ist, sowie zahlreiche ©tabS» offiziere fast aller Regimenter, welche dem Korps angehören, anwohnten. Insbesondere hat die Schlacht bei Magers- fontein eine eingehende Behandlung erfahren. — Der Mozartverein hier hat dem Gesangverein Doppelquartett, welches Pfingsten hier einen großen Gesangswettstreit veranstalten wird, einen dritten Ehrenpreis sowie eine große silberne Medaille für relativ beste Leistungen gestiftet. Bekanntlich hat der Großherzog den ersten und die Stadt Darmstadt den zwetten Ehrenpreis gestiftet. m. Mainz, 18. April. Die Genickstarre bei den Mannschaften des 1. Bat. 87. Jnf.-Regts. dahier ist erloschen. sc. A l z e y, 18. April. Aus einem Grundstück beiBiebeln- heim wurde in einer Tiefe von nur 3 Meter ein menschliches Skelett gesunden. Man glaubt hier einem bis jetzt ungesühnten Verbrechen aus der Spur zu sein. sc. Bad Ems, 18. April. Der König von Schweden trifft am 15. Mai zur Kur hier ein und zwar unter dem Jruognito Graf v. Hagä. * * Kleine Mitteilungen aus Hoffen und den Nachbarstaaten. In Mainz ist der ödjährige Gürtler Friedrich Selinger gestorben, der sich mit Salzsäure vergiftet hatte. Vermischtes. * Berlin, 18. April. Im Vororte Steglitz wurden heute Vormittag durch Einsturz des Gerüstes emes Neubaues ein Klempnergeselle getötet, ein Maurermeister und em Dachdecker schwer verletzt. * Duisburg, 18. April. Die Frau des verhafteten Fabrikanten Terlinden ist gestern verhaftet und ins Gerichtsgefängnis eingeliefert worden. * Elberfeld, 18. April. Die Kriminalpolizei nahm letzte Nacht eine aus 8 Personen bestehende Falschmünzerbande fest, welche seit längerer Zeit falsche Einmarkstücke in Umlauf gebracht hat. Die zur Herstellung erforderlichen Formen, sowie eine Menge falscher Stücke wurden beschlagnahmt. * Crefeld, 18. April. Heute erfolgte auf der Strecke Crefeld-Uerdingen ein Zusammenstoß zwe ier Güterzüge. Der Materialschaden ist sehr groß. Sieben Wagen wurden vollständig zertümmert, ein Bremser verletzt. Die Verkehrsstörung ist wieder beseitigt. • Martig ny (Wallis), 18. April. Zwei Touristen Arthur Jmer von Lausanne und ein dort wohnender Amerikaner, die vor einigen Tagen eine Tour über den Anselpaß machen wollten und seither vermißt wurden, sind in der Schlucht oberhalb Bonavau todt aufgefunden worden * Konstantin opel, 18. April. Da in Al exandrien neuerdings zwei Pcstfälle constatirt sind, wurde für Provenienzen aus Alexandrien eine fünftäge Quarantäne festgesetzt. * Ueber die letzten österreichisch-ungarischen Duelle wird gemeldet: Gelegentlich der Abstimmung über die Resolution betr. die tschechische Gewerbeschule in Budweis kam es, wie bekannt, zwischen den österreichischen ,Abgg. Walz und Dr. Steinwender zu einem scharfen Wortwechsel. Der Abg.* Walz ries dem Abg. Steinwender, welcher den Präsidenten zur Vornahme der Abstimmung zu bewegen suchte, die Worte zu: „Schämen Sie sich! Sie gehen immer mit den Christlichsozialen!" Dr. Steinwender erwiderte : „Was wollen Sie? Ich werde Ihnen die Zeugen schicke n." Abg. Walz acceptierte mit den Worten: „Ich stehe Ihnen zur Verfügung." Dies die Genesis der Duell-Affaire. Die Gegner und chre Sekundanten trafen sich in einem dem Wiener Parlamentsgebäude benachbarten Lokal. Als Waffen wurden Säbel gewählt- Die Kämpfenden gingen mit solcher Vehemenz gegen einander los, daß die Zeugen wiederholt an die Wand gedrängt wurden. Im ersten Gang erhielt Abg- Walz einen flachen Hieb auf die Stirnquartfeite und im zweiten einen flachen Hieb auf den rechten Arm. Im dritten Gange versetzte Abg. Walz dem Abg. Dr. Steinwender eine Rückenquart, die eine Lappenwunde aus der Wange und am Kinn bewirkte. Daraus wurde die Kampfunfähigkeit des Abg. Steinwender festgestellt und das Duell für beendet erklärt. An Ort und Stelle wurde von den Zeugen ein Protokoll ausgenommen dahingehend, daß die Angelegenheit in streng ritterlicher Weise zum Austrag gekommen sei. Die beiden Gegner schieden versöhnt. Dr. Steinwender ist gezwungen, das Zimmer zu hüten- Seine Verletzung ist.keine schwere. Aerztlichem Ausspruch zufolge dürste er zu Beginn der nächsten Woche soweit hergestellt sein, um den Sitzungen des Parlaments beiwohnen zu können. Die Sekundanten des Dr. Steinwender waren zwei alte Herren der „Silesia", die des Abg. Walz die Abg. Dr- Erler und Dr. Sylvester. — Aus Budapest wird solgendes gemeldet: Zwischen dem Grafen Andor Festetics jun. und Michael Lang, dem Sohne des Geh. Rates Ludwig Lang, fand ein Säbelduell statt, bei dem Graf Festetics am rechten Ellbogen verwundet wurde. — Aus Großwardein kommt folgende Nachricht: Der vormalige Husaren-Oberleutnant, Finanzbeamter Ujfa- lussi hatte mit dem Leutnant des 37. Landwehr-Jnfan- terie-Regiments Uhde ein Säbelduell wegen eines Wortwechsels. Uhde erhielt einen Flachhieb, sein Gegner hingegen eine schwere Verletzung. Die Gegner versöhnten sich. Gerichtssaal. Vom Schöffengericht Friedberg wurde dieser Tage der Re- bacteur Vetters von dersozialdem. „Mitteld. Sonnt.-Ztg." wegen Beleidigung des Stationsvorstehers Kiefer in Friedberg zu 150 Mk. Geldstrafe verurteilt. Vetters hatte dem Beamten in einem Artikel vorgeworsen, er bevorzuge bet Einstellung von Arbeitern und Hilfsackreitern diejenigen kacholischen Glaubens. Der Wahrheitsbeweis mißlang. Marburg, 18. April. Wegen Körperverletzung mit einer Waffe hatte sich vor der hiesigen Strafkammer der Bäcker Heinrich Reinhard aus Allendors a. Lumda zu verantworten, zugleich auch, weil er ohne polizelliche Erlaubnis mit einer Pistole geschossen habe. Am Abend des 3. November n. I. war der Angeklagte, ein junger Bursche, mit seinem Bruder und noch einigen Burschen aus Allendors in Nordeck in der Spinnstube. Abends gegen 10 Uhr verließen sie diese, um nach Hause zu gehen. In /einem der letzten Häuser, bei Krieb, wo ebenfalls Spinnstube gehalten wurde, kehrten sie nochmals ein. Zugleich auch kamen mehrere Nordecker Burschen, die wegen eines unwesentlichen Vorganges mit den Allendorfer Burschen Streit anfingen, wobei ein Bursche, namens Rösser, es namentlich auf den Angeklagten abgesehen hatte. Dieser verließ das Haus, um sich auf den Heimweg zu machen. Draußen aber wurde er von Rösser umhergestoßen und bedroht Bei diesem befand sich noch eine größere Anzahl Nordecker Burschen. Indessen erschien der Nachtwächter aus der Blldfläche. Reinhard lief nun wieder fort. Auf der Straße außer- -balb des Dorfes blieb Reinhard stehen, um auf die anderen Allen- oorfer zu warten. Jetzt kam Rösser abermals auf ihn $u und stieß ihn herum, weil er dte übrigen Allendorfer $u seiner Hilfe herbeigerufen habe. Reinhard zog ein Taschen-Te>chin hervor und gab einen Schreckschuß ab, worauf ihn die Burschen Rösser und Lemmer auf einen Steinhaufen stießen. Nun schoß Reinhard noch etwa zweimal, wobei er mit Schrot den Rösser unbedeutend im Gesicht und am Halse verletzte. Das Urteil lautete, da der Gerichtshof Notwehr annahm, auf Freisprechung. Frankfurt a. M., 18. April. Auf dem hiesigen sog. Bagatellgericht hatte sich heute ein. Ämt sricht er^mit einer Unmasse kleiner Forderungsklagen herumzuplagen. Schließlich kam eine solche über 2,50 M. an die Reche. Als sich die Parteien ßaxmdft einigen wollten und immer längere Plaiüoyers vom Sta- I per ließen,. erklärte der geplagte Richter: „Set solcher Bagatelle wäre es eigentlich am Besten, ich bezahlte Alles selbst! Sprach's und griff resignirt in die Tasche. Die Parteien schmnnzel- ten, das Publikum schmunzelte. Der Richter aber zog sein Taschentuch, trocknete sich die amtssorgengefaltete Stirn und sprach : „tfafjren Sie fort 1" Allgemeine Enttäuschung.. Kunst und Wissenschaft. — Prof. Harrrack's Schrift „Das Wesen des Christentums" und die bann aufgestellte Lehre von der Verkündigung Jesu bildete der „Tarrnst. Ztg." zufolge den Gegenstand einer Besprechung vvn Mitgliedern und Freunden der „N ieder-Wüllstädter Konferenz" die am 16. in der „Rosenau" in Frankfurt a. M. stattfand. Das Thema, sowie der dafür bestellte Referent, Ober- konsistorialrat a. T. W a a s, haben gewiß beide an ihrem Teil dazu beigetragen, daß die Versammlung reckt gut besucht war. Es waren die Konserenzmitglieder fast zur Hälfte sowie einige Gäste erschienen. Der Ordner der Konferenz, Pfarrer Wissia rn Bad- Nauheim, war amtlich am Kommen verhindert; an seiner Stelle leitete Kirchenrat K a l b h e n n von Burggräfenrode die Verhandlungen, die nach gemeinsamem Gesang mit Gebet und einer eingehenden Besprechung von Matth. 16, 13—28 durch Pfarrer Lic. theol. Dr. Bert aus Weisenau eröffnet wurden. Ueber das oben genannte Thema hatte Oberkonsistorialrat a. D. Waas folgenbe Leitsätze ausgestellt, die zugleich den Gedankengang seines klaren und fesselnden Vortrags zeigen: I. Harnack's Untersuchungen über die Verkundigimg Je,u wollen fein und sind historische Untersuchungen, aber nicht voraussetzungslose Untersuchungen. II. Der stark in Zeitirrtümer verflochtene Jesus der Harnack- schen Schrift kann nicht das Licht der Welt und Gegenstand des Glaubens sein. , i II. Zur Verkündigung Jesu gehört wesentlich der Hinweis auf seine Wunder. (Matth. 11, 4—6, 20 ff.) Harnacks ablehnende Haltung gegenüber dem Wunder, die damit zusammenhängt, daß er nicht hoch genug von den geheimnisvollen Kräften denkt, die in den Tiefen der in sich und von Ewigkeit her von Gott, dem Vater, einigen Person Jesu ruhen, beeinträchtigt seine Darstellung der Verkündigung Jesu. IV. So gut vieles ist, was Harnack über die Grundzüge und Hauptbeziehungen der Verkündigung Jesu sagt, so hat bei ihm die Person Jesu weder in der Verkündigung Jesu noch neben ihr den ihr zukommenden Platz. In ersterer Beziehung verweist Harnack den Sohn ganz aus dem Evangelium Jesu hinaus, während in Wirklichkeit der Sohn der H a u p t i n h a l t des Evangeliums Jesu ist. Was aber die Bedeutung der Person Jesu neben seiner Verkündigung betrifft, so tritt hier die Person Jesu bei Harnack so sehr zurück, daß Jesus nur als der von dem zeitlosen Evangelium überragte Träger desselben erscheint. V. Tod und Auferstehung Jesu ist nach Harnack kein Bestandteil der Verkündigung Jesu, der Glaube an die Heils- bedeu tung des Todes und der Auferstehung Jesu gehört vielmehr erst dem apostolischen Zeitalter an. Auch auf diesem Punkte findet eine Verkürzung der Verkündigung Jesu und eine Verkennung der Thatsache statt, daß das Evangelium und dasjenige der Apostel wesentlich ein und dasselbe ist." Aus der sich anschließenden eingehenden Besprechung heben wir nur das hervor, daß nachgewiesen wurde, wie Professor Harnack durch die Weise, wie er willkürlich mit Büchern und Stellen der hl. Schrift umgegangen ist, den Standpunkt des Historikers, den er in biejer Frage einnehmen wollte, verleugnet hat, und daß anteilig betont wurde, wie die Leugnung der so gut bezeugten leiblichen Auferstehung Jesu weder historischen Sinn, noch religiöses Verständnis für die einstige Verklärung der Menschheit nach Leib, Seele und Geist verrät. Otto Scholdcrer. Im Frankfurter Kimstverein gelangt am 29. d. M. der künstlerische Nachlaß von Otto Scholderer zur Versteigerung. Der mit einem Porträt des Künstlers und mit einem warm empfundenen Nachruf von A. Spier ausgestattete Katalog ist soeben uns zugegangen. Er enthüll 116 verschiedene Nummern an Oelgemälden und Studien, und zwar Landschaften, Stillleben, Porträts und Genrebilder. Die öffentliche Ausstellung im Kunstverein beginnt am morgenden Sonntag. Universitäts-Nachrichten. Marburg, 18. April. Professor Dr. K. Brand i ist zum ordentlichen Professor für mittelalterliche und neuere Geschichte an der Universität Göttingen ernannt worden. Er scheidet schon mit Beginn dieses Semesters aus dem Lehrkörper aus und siedell nach Göllingen über. Mit dem Sitze in München hat sich ein Komitee zur Errichtung eines Pettenkofer-Denkmals in der bäuerischen Residenz gebildet und in Halle will der Bund der Landwirte dem Prof. Märker ein Denkmal setzen. Kandunttschast. — Eine neue agrarische Gründung ist unter dem Namen „Getreidemarkt, G. m. b. H.", am 15. April in das Handelsregister des Amtsgerichts I Berlin eingetragen worden. Das Stammkavital der Gesellschaft beträgt 122 000 Alk. Geschäftsführer sind der Rittergutsbesitzer Dr. Rösicke-Görsdorf, Prof. Dr. Ruhland- Berlin, Direktor Telge-Steglitz und Direktor Plaskuba-Berlin. Der Gegenstand des Unternehmens ist: 1. Gründung einer Zeitung, welche die Bildung der Getreidepreise und der Preise aller sonstigen landwirtschaftlichen Produkte und sowie alle mittelbar ober unmittelbar bamit zusarnmenhängenben Fragen auszuklären hat; 2. weitere Maßnahmen zur Regulierung der Getreibeprelse. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 19. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr.Pfd. 1,10—1,20 Mk., Hühnereier 1 Stck. 5—6 Pfg., Gänseeier 10—12 Pfg., Enteneier 6—7 Pf., Käse pr. Stück 5—7 Pf., Käsematte 2 Stck.0—O Pfg., Erbsen pr. Liter 19 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 1,20—1,80 Mk., Enten pr. Stück 2,40—2,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsensleisch pr. Pfund 66—76 Pfa. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfuiid 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 64-66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,00—3,80 Alk., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 7,50—8,50 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Äepfel per Pfd. 0—00 Pfg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzen und nicht im Urnhei^iehen fellgeboten werden. Gottesdienst in der Synagoge Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Dienstag, den 22. und Mittwoch, den 23. April 1902: Passahfest. 1. Tag. Vorabend: 7^ Uhr. Morgens: 8^ Uhr Predigt. Nachmittags: 4 Uhr. 2. Tag. Vorabend: 81R Uhr. Morgens: 880 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Abends: 815 Uhr. Famitien-Nachrichten. Gestorben: Georg Becker, Lehramtsaccessist, Arhellgen. — Frau Gertrud Jacobis geb. Kirchhöfcr, Jnbustrrelehrerin i. P., Darmstadt. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 19. April. Die Kommission des preuß. Abgeordnetenhauses zur Vorberatung der Lex Ad ick es setzte am Freitagabend ihre Beratungen fort Zu § 9, der bestimmt, daß die umzulegenden Grundstücke in einer Masse zu vereinigen und die bei der Umlegung überflüssig werdenden öffentlichen Wege und Plätze aber vorweg auszuscheiden sind, lagen verschiedene Anträge vor, die aber abgelehnt wurden. Angenommen wurde dagegen die Regierungs-Vorlage mit folgendem Zusatz: Durch die Ueberweisung werden die Gemeinden und die sonstigen Wege-Unterhaltungspflich- tigen für die Einwerfung der öffentlichen Wege und Plätze abgefunden." Der Zusatz entsprach einem Zentrumsantrage. Schließlich wurde noch § 10 unverändert nach der Vorlage angenommen. Mittwoch wird die Vorlage weiter beraten. London, 19. April. Die Erklärung, die im Unterhause der erste Lord des Schatzes, Balfour, abgab, hat neue Hoffnungen erweckt. Man meint, wenn die Burenführer Pretoria verlassen haben, um srch mit ihren Kommandanten zu besprechen, handelten sie nur im Einklänge mit dem Gesetze der Buren, das den Führern bewaffneter Streitkräfte im Kriege die Pflicht auferlegt, von einem Friedensschluß die im Felde stehenden Burger zu befragen. Daß dieses Plebiscit günstig ausfallen werde, wird nicht bezweifelt. Ein Abgeordneter, der Südafrika kennt, erklärte sogar, der Frieden sei nunmehr that- sächlich gesichert. Selbst weniger optimistische Kreise räumen ein, daß die Friedens-Aussichten niemals günstiger gewesen seien als gegenwärtig. Jedenfalls haben die Burenführer die britischen Bedingungen nicht rundweg verworfen und das ist immerhin schon eine bemerkenswerte Thatsache. Brüssel, 19. April. Der Advokat Spaak, ein Schwiegersohn des Abg. Janson, wurde zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, weil er sich weigerte, an dem Dienst der Bürgergarde »eilzunehmen. Alle Offiziere sind in den Kasernen auch des Nachts konsigniert. Der Gouverneur der Provinz Brabant schickte ein Rundschreiben an alle Bürgermeister, in dem ihnen das Ergreifen strenger Maßregeln gegen die Störer der Arbeitsfreiheit zur Pflicht gemacht wird. — Die gestrigen verschiedenen Meetings waren äußerst stark besucht. In einem derselben, an dem über 5000 Personen teilnahmen, erklärte Vandervelde, das Volk solle sich vor die Thür des Königs begeben und um Gerechtigkeit schreien. Brüffel, 19. April. Aus B urenkreisen wird gemeldet: Kitchener habe die Buren-Deputierten von Klerksdorp nach Pretoria berufen, um ihnen die letzten Bedingungen Englands vorzulegen, welche auf das Einwirken des Königs festgestellt worden seien. Die Bedingungen Englands seien jedoch nicht derart, daß sie den Frieden herbeiführen könnten und die Abreise der Burenführer von Pretoria muffe als Bew eis des Abbruches der Verhandlungen betrachtet werden. Sobald die Führer zu ihren Kommandos zurückgekehrt feien, würden die Vorbereitungen zur Winter-Kampagne beginnen. Amsterdam, 19. April. In der Umgebung der Königin beginnt die Unruhe, da die Krankhell einen normalen Verlaus nimmt, einer h o ssnu ng so ollen Stimmung Platz zu machen. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. JÄ.. 19. April 1902. 378% Reichsanleihe . . 3% do. . . . 37,% Konsols . . . . 3% do...... 3*/g% Hessen .. . . 3% Hessen . . . . . 4% Oesterr. Goldretne . . 4%% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 4*/2% Portugiesen . . . 3°/ Portugiesen, . . . . 1% C. Türken . . . . Türkenlose ...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4’/2% äussere Argentiner 101.70 92.25 101.70 92.15 100.15 102*50 101.65 101.20 100.90 43.60 28.55 1LL20 44.60 3u/q Mexikaner 47s7o Chinesen . Electric. Sohuckert Nordd. Lloyd . , Kreditaktien , . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatobahn Lombarden , , Gotthardbahn . . Laurahütte . . , Bochum . , « » Harpener ... Tendenz: fest. . 26.20 . 89.90 . 111.20 212*70 . 189.50 . 137.60 . 139.30 . 153.70 . 141.70 . 17.50 . 167.50 . 203.75 . 198.50 . 170.10 Hochfeine, stilvolle | Hof-Möbelfabrik und ■■ • *11 I Kunstsohreinerei von Einrichtungen | x-Sä 758 Etablissement allerersten Ranges. Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungen Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion. k ~ - ■ ' ' • ' ’__. - ■ - - M —___Wenn die kleinen Weltbürger tTB CS Sä SeK eSH © HÜ ■ das geringste von Ausschlag an ihrem Körper an sich haben, wenn sie eine Seife suchen, welche bas non plus ultra an Zartheit unb Unschädlichkeit für bie zarte Haut eines Säuglings ist, bann nehmen Sie bie ärztlich aufs wärmste empfohlene Obermeyers Herbaseife, per Stück Mk. 1,25. Bestanbtcile 90% Seife, 2% Salbei, 3°/p Arnica, 15% arab. Wafferbecherkraut. 3,5% Harnkraut. Zu haben in Apoeheken unb Drogerien ober burch ben Fabrllanten I. Gioth in Hanau a. M. Bon zahlreichen wissenschaftlichen Autor! täten und vraktischcn Llcrzten geschätzt, sind die Apotheker Rich. Brandt'- schen Schweizcrpillen seit Jahrzehn- ten in allen Kreisen daS beliebteste Hausmittel. Ansichtspostkarten der Schweiz, die interessa,'.testen Gegenden, 24 Serien ä 5 Stück sind tu fast ollen Apotheken gratis erhältlich H $ $ . Unübertroffen zur Haut- und Schönheitspflege Myrrholih-Seife sowie als beste Kinderseife ärztlich empfohlen. 1 'M 9, ber't : ^I'g werA | L'SS §-Ä ÄS? to“ta betÄ J’“’"1 tatet, y* h« Ä toenn die mit ihren = ”?Ä ! 11 Wern be, I /uferlegt, | )Cn Burger £ Ml°» t°erL | .,er Südafrika | ?umhr thai. lmiW Kreise I ■emolä günstiger 'abendieBnre^ ^eg verworfen :en^erte Thot-. £ J ein . 1,14 ^gen (& | 1 dm Dienst der I sind in den =*[ £er, Goutierneui ' Nben an alle Wenger Mch M Pflicht ge, lleeimgs waren , an bem iüxr i ervelde, bb Königs bt, -isen wird ge* 'N vonKlecksdorp iten Bedingungen irken des Königs zen Englands Frieden her« Burenführer von ches der 33er. d die Führer zr ürden die Bor- Umgebung dv nkheit einen not» i llen Sllmmuuc Bricht oandil unk k . älsgea bahn . , 212.70 . . 189 j0 . . 137.60 . . 13951 . . 153.71' . . 14L70 , . 175) . 1675) . , 203.7® . ,19850 . . 170.10 tiPfleg6 eife ipfoble”- S-cb5S SÄ Bekanntmachung.^ . ZoimeMirme $? SJufl größte Auswahl Der Oberleutnant a. D. Heinrich Sack 0 Eigene Reparatur werkstätte. 3 ^indenplatz 3. — Mcben von verlegt habe. Telephon 166. Männer-Turnverein IV. I i' Neuling. 3133 3140 bis Moritz Gregori&Sohn 3167 6 60 75 30 30 !!! Achtung!! Garantiert naturreinen Gleichzeitig empfehle mein großes Lager in Regenschirmen Ueberziehen von Regen-- und Sonnenschirmen schnell und gut. Arthur Koppel DÜSSELDORF Graf Adolfstrasse 89. Fabriken In Bochum und Camen L W. liefert als Speclalitit: Ludwig Knorr von Roseu- roth.geb. am 31. Oktober 1867, verheiratet, evangelisch, in Gießen aufenthältlich, ist durch Beschluß des unterzeichneten Gerichts vom 9. April l. I. wegen Verschwendung entmündigt worden. 3133 Gießen, den 16. April 1902. Großh. Amtsgericht. Pension, Eaf^ und Restaurant, Inhaber: Carl Krämer. Schönste Lage in nächster Nähe der Brunnen. Nen und komfortabel eingerichtet. Hübsche Zimmer mit prächtiger Aussicht. Exquisite Küche. Pensionspreis nach Uebereinkunft. NN Zapf. August Friedrich ^Jbold iw Gawbrinus. 3072 Bn des ProvillMl-Titchellhachs zu Ciktzev. Die zur Erbauung der Anstalt näthigen Schlosser- arbeiteu sollen im Wege des schriftlichen Angebotes vergeben werden. Die Lose I bis HI enthalten die eigentlichen Schlosser- arbellen, Los IV die Kunstschmiedearbeiten. Es steht den Anbietern frei, Angebote aus alle oder auf (Buchner Wiesbaden. Elektrische Licht u. Kraft- Anlagen in jedem Umfange. Centralen IQr Städte. Lieferung sämmtllch. Bedarfs-Artikel. Ingenieur-Besuch und Projekte kostenfrei. Mausen b.MaWMgi.H.) Schwefel- und Srafjlquellen Promenade - Hotel, in jeder Preislage uud geschmackvollen Farben., Eine Partie zurückgesetzter Sonnenschirme weit unter Preis. MMMM Im Stricken u.Anstrickeu von Strümpfen empfehle ich mich angelegenilichst KtriLgarnesttsteVukIltAelll habe ich stets vorrätig._____ BB” Preise billigst. "W Ernestine Hopfner Grund ergerstratze 17. Montag, den 21. April 1902, nachmittags 21/, Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die den Christian Löberl. Erben gehörigen Grundstücke, wie solche bereits im ,Gießener Anzeiger näher verzeichnet sind, einer dritten und letzten Steigerung ausgesetzt. Bei annehmbarem Gebot wird der Zuschlag alsbald erteilt. Gießen, den 14. April 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. Los I, , n, , III, und x 9B' einzelne Lose einzulegen. Im Baubureau, Licher Straße 59 (Gasthaus zur Stadt Lich) - sind die Zeichnungen und Muster einzusehen und die Bedingungen und Verdingungsanschläge gegen Zahlung oder portofreie Einsendung der folgenden Beträge zu erhalten: Pfg. für die Bedingungen, Verein der Astmrtc lmAeßen ii.ltmg. (t.$.) Wir geben den Mitgltedern bekannt, daß unsere 5tLanken- kaffe Montag den 21. d. Mts. in Kraft tritt. 3146 Arft: Dr. Mey erhoff, Neuenweg 39. Kassenlokal und Meldestelle: Wallthorftratze 5. Der Vorstand. Hochachtungsvoll A. Jakob Feinste lebende sftkgkl-Ärftm empfiehlt 3152 J. WL Schulhof. von 5 Mart an, Leiterwagen zu 3 Centner Tragfähigkeit von 3 Mark an in größter Auswahl und enorm billig empfehlen 2999 60 „ , , IV. Zeichnungen und Muster werden nicht versandt. Die Angebote sind bis Freitag den 9. Mai d. Js., vormittags IO1/, Uhr an das Baubureau einzureichen, woselbst um diese Zeit die Eröffnung derselben erfolgen wird. Zuschlagsfrist bis zum 20. Mai d. Js. Gießen, den 18. April 1902. 3134 Magdeburger FellmerPeraags-kesellschaft. Magdeburger Hagelverfichelllugs-lZcsellslhast. Wir bringen hiermit zur öfsenllichen Kenntnis, daß wir in Alteu-Buscck und Holzheim Agenturen errichtet und bteje den Herren Heinrich Müller, Zimmermeister in Alteu-Buscck und Georg Heinrich Zeitz 1., Wagnermeister in Holzheim übertragen haben. Tie Genannten sind zur Aufnahme von Versicherungsanträgen und zur Empfangnahme von Prämiengeldern ^öfsenbach a. SOL, im April 1902. Die General-Agentur. BerctL Hahn. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehlen wir uns zur Aufnahme von Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaften und sind wir zu jeder Auskunft über dieselben gerne bereit. — Alten-Buseck und Holzheim im April 1902. Für Wirte empfehlen billigst Kegel uud Kegelkugeln Billard-Dueuee und sonstige 3000 Villard-Uteusilieu. MmWegm & Sohu Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenstrake 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Bauschlofier, 1 Hausdiener, 1 Taglohner, 1 Dienstmädchen von auswärts, 1 Bureaugehuse ^rachfrage^der Arbeitgeber: 1 Schuhmacher, 1 Lauffrau, 3 Dienstmädchen. Bekanntmachung. der Zeit vom 12. bis 19. Aprll 1902 wurden in kiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Tischdecke, 1 Paar Knopfstiefel, 1 Kinder - Strohhut und 1 Korb mit Bürstenwaren. Die Empfangsberechtigten dieser Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 19. April 1902. Grvßherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Stenographie I Beginn eines Anfangskursus für Herren: Montag den 28. April d. I. Beginn eines Anfangskursus für Damen: Montag den 5. Mai d. I. Gefl. Anmeldungen bitten wir alsbald schriftlich an Herrn Großh. Bureauvoriteher Schiff nie, Grünbergeritraße 3, gelangen zu lassen. 3165 Stürrluberzer Sienogr. Deren, DamevkraHlchev i. vabelsd. (emgetr. Verein). StnrogrsphnvArreiLS. Mittwoch den 23. Älpril, abends 9 Uhr, n im Hotel Schütz: h Kauptverfammlüng. W Tagesordnung: 1. Bericht. 2. Entlastung y des Rechners für 1901/02. 3. Sommer-Pro- § gramm. 4. Anträge. 5. Verlegung des 93er- ” einslokals. 6. Verschiedenes. 3147 , Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Borstand. p. p. Hierdurch mache ich Ihnen die ergebene Mitteilung, dass ich meine Vrohnung Goethestrasse 23 nach der 8160 Ludwigsträsse 37, I. Etage, Emil Horst, Giessen Aauartiket-Jaörik und -Hrotzyandlung. CeimtMen, Honchttcii, lojaifplattcn, Porzellunstutteil ii. s. w. 'übr° ich »ichh°M--s “““ “* ' ferner liefere ich Treppenstufen, Spülsteine und Grabeiusassuugeu in Cemeut, Kunst- ' stein und Terrazzo, sowie Fensterbänke, Gesimse, Thorpseller, Borgartcustcrue, Abdeck- * platten und alle anderen Bauwerksteine in jeder gewünschten Ausführung, Dachziegel, Rohre, Riuueu, Krippen, Tröge, la. Portlaud-Cemcnt, gemahlenen Kalk usw. usw. } Mit Preislisten, Kosterworanschlägen und Mustern stehe ich gerne zu Diensten. 3154 * rs Felduahagleise, Mppwagen etc. Welchen, Drehscheiben. patentLügell-^ottenlager mit 50 pCL Zugkraft -Ersparniss. Patent-Mulden-Feststellung selbstthätlg wirkend, Unfälle verhütend. Elektrisch. Lokomotiven Grosse Lagervorräthe. — Kataloge gratis and franco. — Musterglelsanlage nebst Wagen auf der Industrie- und Gewerbe- Ausstellung Düsseldorf 1902. Sommerspiele sowie Emm-Sportwagen Elbsenreiscr zu haben. Nahrungsberg 9. Fussboden- Anstrichfarben, owie alle übrigen Farben, Lacke, vele, Carbolineum, Pinsel, Etahlspähnc, Bohnerwachs u. bergt empfiehlt 2187 August Noll, Bahnhofstr. 51. Lichcrheits-LeiliMeii zum Auswinden vou Lasten Einfach! Praktisch! Bewährt! 585 fh.IajkiriHk, Fraotlürl am Iain ii. Berlin X., Chaosseeetr. 2E Zur Anferttgung aller 01690 Draht Arbeiten als Gartenzäune, Hühner- u.Vogel- Häuser, Hühner- u. Taubennester, u. sonst. Drahtarbeit empfiehlt sich Mar Arnold, Neuenweg 42. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute uud Montag: Killdßkjsch 54 pfg. SchmmkStisch 56 pfg. ___KuhÜkisch 45 pfg.___ Konserven. Hochfeine junge Erbsen, 1 Psd.-Dose Ä W 1. Schnittbohnen, 2 Psd.-Dose & *7 » 1. Kirschen, rot, tifk m. Stein, 2 Psd.-Dose » usw. usw. 3153 Bitte verlangen Sie redttzierte Preisliste. J. M. Schulhof, Marktstraße 4. Telephon 119. 7,Aquarium“. KT Prima 3145 Apfelwein! Heinrich Müller Gg. Hch. Zeitz L Zimmermetster. Dagnermeister. werden schön und billig garniert 017711 Asterweg 19, Neubau. Alle Sorten ArteuWe, Bohnenstangen u. Erbseureiser empfiehlt 01757] K. Gerth, Neustadt 71. elegante Herren-Anzüge' lief, ein gut eiliges. Maß-Geschäft unt. Garantie. Erstkl. Dualität zu 60 Mk. Grotze Auswahl sehr guter Zuzüge vou 45—54 Mk. Wegen Billigkett ab. sof. Kasse, od. günst. Teilzahl. Off, u. 01756 a. d. Exp. Namens des Provinzial-Ausschusies der Provinz Oberhesfen. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende zur Erweüerung des hiesigen Kreisamtsgebäudes nötigen Schreinerarbeiten nebst Materiallieferungen, nämlich: LoS I. 116 qm Parkettfußboden von Eichenholz, Los II. 590 qm Aktengestelle von Tannenholz werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeüsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots-Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum 26. April d. Js., vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Ausichrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 18. Aprll 1902. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. WS U I Unterfertigte Studentenverbindung erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben E. M. E. M. A. H. A. H. E. Ph. E. Ph. und A. M. A. M. von dem am 18. April 1902 in Darmstadt erfolgten Ableoen ihres unvergesslichen Inaktiven Die Beerdigung findet am 20. April 1902, nachmittags 3 Uhr, in Arheilgen statt. Giessen, den 19. April 1902. Dis Studentenverbindung- „Chattia“. 1. A.: Kn.au.ss. Lehramtsaccessisten ^eorg Beckes* geziemend in Kenntnis zu setzen. Monogramme ZUM Wäfchc^eichnen, in jeder Ausführung und Größe sind billigst zu Haden bei 3142 Kirchcnplatz 5 H. Schneider, Kirchenplatz 5 Buchbmderei und Papierhandlung. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die BrUhl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 M Steins Garten. Sonntag den 20. April: 3110 Grosses Garten-Konzert ausgeführt von der Anfang 5 Uhr. Eintritt 35 Pfg. Bier per Glas 12 und 15 Pfg. Marktplatz 9—10. Marktplatz 9-10. Red StarTine z L Rothe A) Stern Linie |ojldampfer von Antwerpen nach und t I MckFmeri -W.rkm.iatrr Di ektor Jentzen ra 3167 erwarte. Bubenrod, 593 Steinstraße 15. Kant Oesmsie rWWitMs Vier Jahreszeiten. Sonntag Ütn 20. April. aufeu. 3148 itraub. Hof heim a.Bieber. Neue Formen. Neue Ausstattungen. Bekannt billigste Preise. Iffn tzrirngflihigll Limmm- Wer Zuchtbulle, Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. . 1.1— Tbttrinciecbee Technikum Ilmenau An- und Verkauf von gebrauchten Möbeln, Betten, Kleidern, Wäsche, Oefen und Herden, Gold- und Silbcrsacheu, Antiquitäten, Metallen, Eisen, Lumpen und Äuocheu, sowie Ueberuahme ganzer Einrichtungen^ 171 Louis Rothenberger Wwe. G. B. V. 1885. Sonntag den 20. April 1902: Frühstückstour nach Wetzlar. Abfahrt 7 Uhr Lahnbrücke. m£n Hiesenöampjern MMsciti Lloyfl, BREMEN. Kostenfreie .Auskunft ertbeilt in Giessen: Carl Loos „ Grünberg: Julias Karl „ Friedberg: Isidor Schalho Ein kleiner 3101 Röhren-Dampfkessel in gutem Zustande, billig zu ver- kansen. Näh, in der Exped. d. Bl. nachmittags 2 Uhr, Tiefeuweg r? verschiedcue Möbel, Haus- uud Küchengeräte. 01744 Jakob FormhalS. Velo Erstklassiges Halbrenurad, ast neu, prerswert zu verkaufen. Wo sagt die Exped. os. Bl. 12941 01766 Licherstratze IS. Früh-und Lpäl-Kartoffeln z.ver- kaufen. Fischer, Gr. A ühlgasse4. Kleines Ftschaquarium zu ver- «b kaufen. H. Sack, Lindenplatz 3. Aug. üonianus lachf. Inh.: Gebr. Imhenser 3164 Damen- und Herren - Modewaaren ffltti tüchtiger Kaufmann empf. sich Geschäften, Handwerksmeistern zc. zum Beitraaen von Büchern und allen kaufmännischen Arbeiten für ganze u. halbe Tage oder auch auf längere Zeit. Off. unter Nr. 01720 an die Erped. PÄTEITE» A Patentanwalt Sack-leipzict 8ichtittZHerklib Wohllhätigkeitsoerein. Sonntag den 20. April 1902: Ausflug 3119 nach der Germania. [flut erh., gebr., eis. Gartensoal. zu kaufen ges. Wiener Hof. Kinderliegwageu zu kaufen gesucht. Dammstratze 6, 1L 30 Filialen im In- und Auslande. ) BeckersHandels-Lehr-Anstalt \ und kaiifm. Bureau. GIESSEN, Bahnhofstrasse 39. Gewissenhaften Unterricht durch akademisch gebildete, an Universitäten und Handelshochschulen, sowie auch prakt. gesch. Lehrkräfte in: Schönschreiben, Rechtschreiben, Maschinenschreiben, Beamtenschrift, Buchführung eins., dopp., gewerbl., landwirtsch., Handelskorrespondenz, Wechsctlehre, Rundschrift, Rechnen, Stenographie, Sprachen re. re. Mißerfolg gänzlich ausgeschlossen. _ Wem darum zu thun ist, seine Stellung zu verbessern, empfehlen wir, cm diesen Kursen tellzunehmen. Wir garantieren für eine gediegene und perfekte Ausbildung bei geringem Preise. Jede fteife, schlechte und unleserliche Schrift wird durch unsere bewährte, bis heute weder nn In- noch im Auslande, unübertroffene Methode dauernd schon und geläufig Ausbildung junger, sowte aud) älterer Personen, Damen und Herren, auch solche ohne Vorkenntmsse m kürzester Zeit zum tücht. Bureau- und Bankbeamten, Buchhaller Korrespondenten, Kassierer, Sd)reiber rc. ' Unbemittelte erhallen Preisermäßigung, bezw. aud) den Schreibkursus gratis Nach Schluß des Kursus erhält jeder ein begl. Zeugnis, eventl. auch Diplom und sind wir Dank unserer großen Verbindungen fast stets in der Lage, fleißige Schüler in paff. Stellungen unterzubringen. 31$3 BCursus-Er Öffnung: für A-'Men und Kerreo, D>eastag bett S«. April b. I. Al PsttS unter zwei die Wahl, zu verkaufen. Bäcker Äliugelhöffer, Asterweg. ^auspähue und Abfallholz zu V verkaufen. I. Wellhöfer, 01557__________Älarburgerstraße. Ein sogenannter LauterbacherWagen zu verkaufen. LouiS Faber, 2846 Wolkengasse^ll. Kleines WohllhaliS 8 Zimnrer, Veranda, Garten, nebst allem Zubehör, der Neuzeit entsprechet eingerichtet, zu 23000 Mark sofort zu verkaufen. 1118 Näheres bei H. Wiuu, Hof- mannstraße 14. 01750] Warne hiermit jedermann meiner Frau Katharina Schmidt, Waschfrau, auf meinen Namen etwas zu borgen oder zu verabreichen, da ich für nichts hafte Johannes Schmidt,Straßenkehr. Lexikon zu verkaufen. Näheres u. 01752 a. d. Exped. dieses Bl. 9 Woche« Ärttl 1U ecr‘ 3155__________Riegelpfad 30. i^ute Speise-Kartoffeln sind 'S! iu haben bei 3130 H. Gottmauu, Marburgerstr. 65. Haferstroh Kartoffeln (rnagonm bonnm), IMckwurz verkauft Steinmauer, Lang-Göns. Hausthöre, Borplatzthüre, einige Fenster, verglast, gut erhalten, billig abzugeben Hosmann- straße 9, zu cr?ni^©elter§n3cg 39. Frühkartoffeln verkauft [01735 lj C. Spies, Neuenweg 29. ZivklslöcklgcS Wchtzaiis mit Stallung, Remise, großem Hof und Garten in schöner Lage aus freier Hand zu verkaufen. Näh, in der Exp. d. Bl. 3104 erbaute Hofraitel mit großem, schönem Laden und Hinterbau, zu Werkstatt od. Lagerräumen für jedes Geschäft oder Gewerbe passend,, im Mittelpunkt der Stadt, ist Umstände halber . preiswert zu verkaufen. Selbstreflektanten belieben Offerten unt. Nr. 01661 in der Exp. niederzul. Mist verkauft I Jungblut, Rodheimerslr.2 [01475 fU^egzugshalber billig abzugeben eine Plüsch-Causcuse mit zwei Sesseln, nebst zwei passenden Feusteriiberhängeu, eiu hocheleganter 3teil. Mahagoni- Spiegelschrauk, ein gut erhaltener Kücheuschrauk. 3040 Näheres bei Möbeltransportes' Weber, Seltersweg 52.________ mit Hintergebäude «JJWIIV Seltersweg 61, beste Geschäftslage, seither zur Bäckerei benutzt, auch sür andere Geschäfte geeignet, sofort zu ver- Auskunft erthellen^ Lied Atar Lmie iu Antverpe», M Fr. Schass w Sießra, S Sl'PpSkM m Langsdorf. 8elr>be«tklche«J^„gcfllnj>. Abzuh.i.d.Geschäftsst.d.Bl. [3138 Erteile russischen Unterricht und übernehme rilSM. Correspondenz.Ebelstr 23,11