es. mversität jolgenb, schule Dame« lern Zeugnis üba f)L Außerdem V Genehmigung des bo§ AIkriZ."L > d.q 5,Er'°lge^ ÄH ? tret, ^amüsiert, "Liebes. frei vou Art. Z tz-u Baum- irisch tijjjm ein t$, lecher !“«■ tt lZ "'«.fetter, ■'J’lfe ..trab. Vielem Stile ere materielle c Zeit immer aderes lüryn. Telsias öblliy aß die cchrip chöpste sie chrr er.Zeü heftiger glücklichen )rc Arbeitskrch ielfach Schulden setzentwurf im £>anöe.x für kaufmännch check '»dem darunter du BÄ f pfiw « 'Stfrie*?1 ib(!* ^Koni*0! I* , U1“’ irt öll§ ,.jde a- W" durchs ) blC ;ie Sog' eil erd^e besu ch Las « des sTßunft^ ßerteben bföoP -S*-" L r Anzeigers. in§roinbt, der ungen, lenkbares [rem in Schöne- rugs Wd d° rwarts' teilt bei mit, daß au! sschen Sozia u einer Sanim* des /Lorwarts i00. Mer MeldunLtras Muß" bei den 31. Januar und )as Schiß war in enslation ist valliz uppe ber intet- inigung toffi d zum crstennM ii)L Cber»9teg/ Ztrafaesetz- mmen. Tie Af 3 Nr. 91 Erschet«! täglich außer SonniagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Siegener Familien- Wärter viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schea Unlvers.-Buch- u.Steiw- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprrchanschliißNr.bl. Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 19. April LS«S 0 O mxmat?id}75^r mcrte^i GlchenerAmelgerW ** General-Anzeiger " ‘ES' v *7 für den poltt il allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen U " zeigenteil: Hanß Beck. Bekanntmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Ium 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Fn den ermtrtelten Turchschnittsmarktpretse, einschließltch eines Auf schlags von Fünf vom Hundert pro Monat März 1902 für den LieferungSverband Gießen pro 100 Kg. betragen Hafer Mk. 19,30, Heu Mk. 9,20, Stroh Mk. 7,40. Gießen, den 17. April 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Bechtold. Königin Natalie. Mährend im Belgrader Konak die Prunktoiletten und die nationalen Trachten anprobiert werden, in denen Königin Draga sich während der Sommertage dem Kaiser und der Kaiserin von Rußland vorftellen wrrd, kommt die Kunde, die wir bereits mitteilten, Königin Natalie sei vom orthodoxen Glauben zur römisch-katholischen Kirche übergetreten. Es ist durchaus nichr lästerlich, aus den Zusammenhang hinzuweisen zwischen den Staatsrvben, mit denen Frau Draga in Gatschina oder Livadia sich in der durch einige ironische Heiterkeit gewürzten Ojnabe des großen Zars und seiner edeldenlenden Gemahlin, einer hessischen Prinzeß, sonnen wird, uno der weltflüchtigen Sehnsucht nach deu Mysterien und Tröstungen der römisch»katholiichen Kirche, von der die in allen ihren Lebenshoffnungen so bitter getäuschte Natalie Ket,chko, geschiedene und verwitwete Obrenowitsch, erfüllt ist. DaS Bekenntnis, das die erste Serbenköntgin nach der Lehre Roms nunmehr abgelegt hat, die Entsagung, mit der sie ihren früheren Glauben abschwur, brauchen deshalb nicht weniger aufrichtig und redlich zu sein, weil der Uebertritt zur katholischen Kirche auch der letzte Trumps war, den die millionenreiü)e russische Bojarentochter der slavischen Welt bieten konnte, jener Welt, die sie hineinführte in das fürstliche Leben uno sie von allem Glanze der Krone nichts als bi- Pein gelassen hat. Keine Frau lebt wohl in der fürstlichen G s.llschaft Europas, bie ein grausameres Schick,al erdulder hätte, die mehr Anlaß hätte, mit den Menschen, mit der schreienden Ungerechtigkeit der sogenannten politischen Rüa.,ichten zu rechten und verachtend sich von der Welt des Scheins abzuwenden, als Natalie. Die orthodoxe blirche und die slavische Welt haben es nicht um sie verdient. Als die junge, schöne Natalie Ketschko dem Fürsten Milan von Serbien die Hand reichte, war noch die sog. orientalische Frage und das bischen Balkan die Achse, um die sich die europäische Politik drehte. Dem Serbenfürsten, der mit den steten Geldbedürfnif,en für sich und sein Land ein gehorsamer Kostgänger Oesterreichs geworden war, schenkte Rußland eine seiner reichsten Erbinnen, mit deren Renten Milan seinen fürstlichen Haushalt bestreiten, mit deren persönlichen unb politischen Beziehungen er sich in der Nordwestecke der Balkanhatbinset als brauchbarer russischer Wachtposten bewähren konnte. Ein weiblicher Apostel des orthodoxen Panflavismus — so kam Natalie nach Belgrad, gerüstet zur Herrschaft in dem Ländchen der Pflaumen und Schweine durch ihre Schönheit, ihr Geld und die Diacht der ganzen slavischen Welt, für die sie das enfant terrible des Ärlkans, den jungen Milan Obrenowitsch, der eigentlich ein Sündenkind seiner schönen Mutter und des Fürsten Kusa von Rumänien war, ktrre machen sollte. So klug die Rechnung schien, so falsch war sie aufgestellt. Für Belgrad ist der Zar weit; um so näher aber sind die Kanonen und die Gulden Oesterreichs. Das legitime Joch, unter das Fürst Milan sich beugen sollte, wurde ihm nicht leichter und milder, weil bie Frau schön war, die es ihm auflegen wollte. Je legitimer Natalies Stellung und chre 2üi,prüche waren, desto verhaßter wurde sie damit ihrem Gemahl, der zeitlebens das Wort „Pflicht" nur als eine Fessel betrachtet hat, die man anderen auferlegt. Schon nach wenigen Monaten ihres Aufenthalts in Belgrad war oas Unglück Natalies entschieden. Da sie die Liebe des Mannes nicht gewinnen konnte, versagte auch ihr Einfluß in allen politiscyen Dingen, und der Widerwille gegen die herrsch- üchtige Russin drängte Milan geradezu in b.e Gefolgschaft der Wiener Politik. Nach der Geburt Alexanders, des ersten und einzigen Kindes aus der Ehe mit Milan, war das eheliche Zusammenleben der Gatten abgeschlossen. Die Königin erschien zu den Hoffesten, sie hatte ihren Hofstaat, empfing die Besuche von Gesandten und Würdenträgern, aber es war eine Entscheidung zweier feindlicher Lager am serbischen Fürstenhofe, die einander stetig mit Jntriguen bekämpften. Die Sommermonate verbrachte die Fürstin in BÄern, und sie erholte sich im europäischen Westen von den Um erfreulichkeiten des halbasiatischen Hoslebens in Serbien. — Tas alte Schicksalsrätsel der Frauenseele! — Wer damals die schöne, fürstliche Frau in Franzensbad sah, ihre herrliche Figur, die Glut bewunderte, die ihre großen dunklen Augen ausstrahlten, dem mochte es selbst für einen Milan unfaßlich erscheinen, daß solcher Liebreiz nicht beglücken, nicht fefsein sollte. Durch alle Enttäuschungen, Verbitterungen, Leiden, die ihr das Leben auferlegte, hat sich der Ruf chrer Tugend rein und makellos erhalten, und doch sah gerade diese Frau darnach aus, als dürste in ihr ein 'stürmisches Temperament nach Liebe. Die schwere Enttäuschung chres Lebens lag in ihr selbst, in dem Widerspruck? zwischen Schein und Sein, ihres eigenen Wesens, -.escr reichen, schönen, zum Thron getragenen Frau tvac oer Zauber versagt, der ein Aschenbrödel zur Königin macht: die Liebenswürdigkeit. Ein einiziges Mal schien es, als sollte wirklich Natalie Ketschko die Schicksalsgöttin werden, die im Dienste der slavi- schen Welt über die Geschicke des Balkans entscheidet. Es war nach dem Berliner Frieden, als der erste Fürst von Bulgarien, Alexander von Battenberg, die russische Vormundschaft ablehnte uno in einen sich stetig steigernden Konflikt mit dem Zar-Befreier geriet. Da erwachte plötzlich kriegerische Thatenlust im Belgrader Konak, das schwer beleidigte Rußland fand an Milan einen Rächer, und seine Königin wollte die Walküre werden, die Serbiens Krieger zum Siege führte. Der Battenberger aber machte auch diesen Traum zu nichte, und nur die etwas eigenmächtige Voreiligkeit des damaligen österreichischen Gesandten in Belgrad schützte die Residenz der Obrenowitsch vor dem Einmarsch der bulgarischen Sieger. Dieser traurige Feldzug entschied das Schicksal der unglücklichen Königin. Hatte König Milan, durch die vorsichtigen Distanzen, aus denen er sich das Blut der Schlachten besah, den letzten Rest von Achtung bei seiner Frau eingebüßt, so war ihm die Frau, von der für chn außer Verachtung nicht einmal einiges Klein- ober Groß gelb zu holen war, völlig unerträglich geworben. — Ein willfähriger Priester erklärte die Königsehe für geschieden, uno oijne Appell wurde die Verstoßene aus dem Lande gejagt. Wenige Jahre später ließ König Milan der Gattin, bic in Wiesbaden eine Zufluchtsstätte gefunden hatte, auf Grund seiner väterlichen Rechte den Sohn entreißen, und die Unglückliche mußte es duldend mit an seh en, daß ihr Kino von einem moralisch verkommenen Vater umb nach ber Thronentsagung von ehrgeizigen, gewissenlosen Männern „erzogen" wurae, bie in dem jungen Fürsten nur das Werkzeug für ihre eigenen Pläne erblickten. Eine kurze Versöhnungslomödie Milans, bie wenigstens in der Form die Ehe wieder als bestehend anerkannte, sand mit ber abermaligen unfreiwilligen Abreise ber Königin aus Belgrad schnellen Abschluß. Heimatlos, von ihren früheren russischen Freunden und Gönnern als ungeeignete Vertreterin der Slavensache preisgegeben, irrte die Frau im Westen Europas umher, nur selten mit dem Schiasal versöhnt, wenn ihr Sohn zeitweilig bei ihr weilte. Dann kam jene letzte Episode im Spieler- und Abenteurerleben Milands, da dieser als Kommandant ber serbischen Armee neuerlich die Regierung Serbiens, das heißt die Befriedigung seiner Geldbedürfnisse aus den serbischen Staatseinnahmen, besorgte uno durch seinen Einfluß bie Verbindung des jungen Königs mit seiner Mutter endgiltig löste, llnb dieser junge König, der Zögling Milans und Risritschs, hätte beinage die Eltern knapp vor Milans Tod miteinander versöhnt. Ein einziges Mal waren Natalie und Milan derselben Ansicht, drückte derselbe Schmerz bas verbitterte Gemüt der Mutter und den blasierten Leichtsinn des Vaters, als König Alexander die Hofdame Draga Maschin zu seiner Gattin und Königin machte. Die traurige Posse von den vereitelten Hoffnungen auf eine Nachkommenschaft, ber Obrenowitsch, als deren Heldin Königin Draga fungierte, ist noch in aller Erinnerung. Nach diesem lächerlichsten Skandal, den die Geschichte der Dynastien kennt, hat nur der zwingende Wunsch der Großmächte, jede Krisis in den Ballanländern zu vermeiden, den Verbleib Alexanders auf dem Throne Serbiens ermöglicht. Dieses quieta non movere ließ auch Madame Draga an der Seite ihres Gatten, und jetzt — da die Bulgaren wieder einmal unartig sind, und sich in Macedonien unangenehm bemerkbar machen, soll bas artige Serbien ausgezeichnet werben. Königin Draga wirb am russischen Kaiserliche erscheinen, und aus Frankreich kommt die Kunde, daß Königin Natalie den orthodoxen Glauben abgeschworen und sich zur Kirche Noms bekannt hat. So hat einst auch Christine von Schweden, die königliche Tochter Gustav Adolfs, nach den Irrfahrten ihres Lebens in der Kirche Roms Trost und Frieden gefunden, und Christine von Schweden hatte wenigstens Liebesglück und Liebesleid in ihrem Leben reichlich erfahren. Die arme Natalie Ketschko trauert um ein freudlos dahingeopfer- tes Leben; sie kann Trost und Frieden brauchen. Nolitische Tagesschau. Gegen den Alkoholgenuß im Heere wendet sich ein B e f e h l, den der ErbprinzBernhard von Sachsen-Meiningen als Kommandeur des 6. Armeekorps erlassen. Die wichtigsten Sätze des Befehls lauten wie folgt: „Ter Genuß von Alkohol und alkoholischen Getränken auf Märschen, Hebungen aller Art und auch während der Manöverübung ist verboten. Es dürfen daher keinerlei alkoholische Getränke (Kognak, Liköre aller Art, alkoholische Essenzen) oder Bier in Feldflaschen mitgenommen ober von Seiten der Marketender an die Mannschaften verkauft werden. Unter Manöverübung ist nicht der Zustand der Ruhe im Bivak umb in ber Ortsunterkunft zu verstehen. Ter Vertrieb von Schnaps ober schnapsähnlichen Getränken in beit Kantinen ist für die Gemeinden im Winter von 9 Uhr abends, im Sommer von 10 Uhr abends ab, für Unteroffiziere im Winter von 10 Uhr abenos, im Sommer von 11 Uhr abends ab bis zur Ausgabe des Mittagessens am nächsten Tage untersagt. Derartige Getränke dürfen überhaupt mir glasweise, nicht in Flaschen oder anderweitigen Behältern verkauft werden. Weitere Einschränkung zu befehlen bleibt den Vorgesetzten überlassen." Man darf in diesen Anordnungen wohl eine Folge der Verhandlungen sehen, die über das Thema „Wehrkraft und Alkoholfrage" in Breslau bei ber letzten Versammlung der Deutschen Vereine gegen den Mißbrauch geistiger Getränke gepflogen wurden. Erbprinz Dernharo geht nicht so weit, wie Graf Häseler mit einigen anderen Heerführern, die die Spirituosen gänzlich aus den Kantinen verbannt haben, aber feine Anordnungen sind ooü , recht weittragend, und man. kann gegen sie nicht die Einwendung erheben, daß die Soli baten sich in schlechteren Kneipen Schnaps kaufen würben,, wenn ihre Kantine ihn nicyt mehr führt. Kongreß für innere Medizin. in. Wiesbaden, 18. April. Karniner (Berlin) sprach über die Beziehungen zwischen Infektion und der Glykogen reaktion der Leukocyten, die nach ihm durch Kulturen und Toxine einer Reihe vpn Bazillen erzeugt wird. Professor Friedrich Müller (Basel) sprach über die Bedeutung der Antolyse bei einigen krankhaften Zuständen. Er machte darauf aufmerksam, daß die verdauende Wirkung der verschiedenen Bakterienarten keine gleiche sei, daß man z. B. die Höhlenbildung bei der Lungenschwind- fnajt nicht dem Tuberkelbazillus ober Streptotökius zur Last legen dürfe. Er schloß mit einem Hinweis darauf, daß der fermentative Charakter ber autolytischen Vorgänge zwar für einige sicher bewiesen sei, au er doch nicht für alle. Tann berichtete von Schrötter (Wien) über einen sehr seltenen Fall von Strahlenpilzerkrankung des Herzens, bie zu großartigen Zerstörungen des Organs geführt hatte, und bemoniirierte das zugehörige Präparat. Den Ausführungen von Gumprecht (Weimar) über bic Natur der sogenannten Eh areot schon K'ry- stalle wurde von v. Poehl (Petersburg) entgegengetreten, den seine Untersuchungen zu anderen Resultate» geführt hatten. Klemperer (Berlin) sprach über die Lö slich- keitsverhältnisfe der Harnsäure im Harn und betonte die Bedeutung, welche die Biseoxität des Harns und die Anwesenheit des Harnsarbstoffes für die Löslichkeit der öarniäure habe. In der Diskussion berichtete Edinger (Freiburg) über den Einfluß des Rhodans auf die Acidität des Harns, welche für die Löslichkeit der Harnsäure von Bedeutung ist. Sahli (Bern) demonstrierte ein einfaches Verfahren und Instrument zur exakten Bestimmung des Gehaltes an Farbstoff (Hämoglobin) im Blute. Georg Rosenfeld (Berlin!'sprach über die Pathologie der Niere, speziell über ihre sogenannte fettige Degeneration, welche ber Redner als Regenerationsvorgang, als Mobilmachung der Zellreserven archaßt. Salomon (Frankfurt) berichtet über zwei Fälle von Fett stütz len, die seiner Ansicht nach nicht auf. Pankreaserkrankung beruhten. Es giebt bei übrigens gesunden Menschen Zustände, bei denen bie Fettaußaugung im Darm eine spezifische Störung aufweist. Die Therapie btefer Zustänbe ist eine fettarme Diät. Die Berfütterung von Pankreasdrüse unb die Darreichung von Pankreon bleibt bei diesen Zuständen wirkungslos, dient aber als Reagens daraus, ob die bestehende Störung der Fettauf- saugung einer Anomalie der Sekretion oder der Resorption ihre Entstehung verdankt. Zum Schluß sprach Friedrich Strauß (Frankfurt), über die Physiologie und Pathologie der Nierenfunktionen und betonte an ber Hand seiner Erfahrungen die Wichtigkeit der neuesten Untersuchungsmethoden, welche allein eine exakte Diagnose und darauf begründete rationelle Therapie (speziell Operation) gewährleisteten. Ab. Schmibt (Bonn) sprach über die Entstehung ber Magengeschwüre und führte an der Hand von Tafeln aus, daß dabei die Muskelschwäche des Magens von großer Bedeutung fei, insbesondere bei öluiarmen Personen. Man soll deshalb den Magen ber Geschwürskranken nicht mit flüssiger Kost überladen. Sodann erörterte Felix Hirschfeld (Berlin) die Beziehungen zwischen Viagengeschwür und Magen. Allgemein wurde bisher angenommen, daß Magengeschwüre ober deren Narben bisweilen den Äusgangs- puntt eines Magenkrebses abgeben tonnen. Der Vortragende weist dementsprechend darauf hin, daß bas klinische Krankheitsb'td derartiger Fälle kein einheitliches sei; auch spräche bet Berücksichtigung der auf bestimmte Altersklassen sich richtenden Statistik diese dagegen. Der Prozentsatz von Geschwürsnarben sei alsdann bei Magenkrebskranken nicht größer als bei gleichaltrigen Gesunden. Der größeren Verbreitung des Magengeschwürs in einzelnen Gegenden gehe auch nicht eine größere Häufigkeit an Magenkrebs parallel. Schließlich entspräche auch nicht die Beteiligung der Geschlechter einer derartigen Annahme. Köppen (Norden) spricht über die tuberkulöse Bauchfellentzündung unb den operativen Eingriff bei ihr. Der bei dieser Erkrankung auftretende Erguß in die Bauchhöhle soll erjt dann operativ beseitigt werden, wenn einer ^oxinüberlastung des Organismus vorgebeugt werden solle. Friedr. Pick (Prag) teilt die Resultate seiner Untersuchungen mit, die er über den Einfluß mechanischer undthermischerEinrichtungenaufBlut ström und Gefäßtonus angestellt hat. Er experimentierte an Tieren, deren Blut befebriniert war, und beobachtete die Ausflußgeschwindigkeit des Blutes zugleich an mehreren Venen. Diese Versuche gaben sehr scharfe Resultate. Es wurden Massage, pa^ire Bewegungen, Stätte, Wärme, in ihren Einwirkung'.: i .. Llutstrom und Gesäßtonus untersuch!. turnte b;i , diesen Versuchen im Gegensatz zu biSyerig.n , ... firner Beschleunigung der Zirurla- tion hervor. Ho ffurLAN (Düsseldorf) wirft die Frage auf: (Siebt es eine akute Dilatation des Herzens? In den letzten Jahren ist die Behauptung wiederholt ausgestellt worden, daß auch das gesunde Herz rasches Wechseln seiner Größe vornehmen könnte und akute Herzerweiterung als Folge von Genuß von Alkohol und Anstrengungen etwas sehr häufiges bilde. Durch eine besondere Methode, die es erlaubt, die wirkliche Größe des Herzens zugleich mit den Punkten und Linien der Körperoberflache bei Röntgendurchleuchtung aufzuschreiben, konnte festgestellt werden, daß trotz oft schwerer funktioneller Schädigung des Herzens durch derartige Schädigung keine Herzerweiterung auftritt. Demnach ist die akute Herzerweiterung als ein Vorkommnis zu bezeichnen, das wohl nur bei schon bestehenden Erkrankungen auftritt. Zum Schlüsse der Sitzung sprach kurz Dietrich Gerhard (Straßburg) über die Einwirkung von Arzneimitteln auf den kleinen Kreislauf. Aus Stadt und Sand. Gießen, den 19. April 1902. ** Kunfiverem. Die Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand, die wegen teilweisen Wechsels der Gemälde einige Tage geschlossen war, ist von Sonntag an wieder ge- vffnet. Neu ausgestellt sind u. a. von H. Hacker-München, „Frühling in Sorento"; von R. Lipps-München, „Kanal in Venedig"; von D. Holz-München, „Viehweide"; von E.- Schuch-München, „Gretchen"; von W. Moras-Berlin, „Abendstimmung" und „Mondaufgang"; von O. Günther- Charlottenburg, „Aus Sulden in Tyrol"; von A. Schlabitz- Berlin, „Schwäbische Tracht", „Tyroler", „Die Geschwister" usw. usw. Ferner sind von H. Hardt-Hamburg, z. Z. Großen-Linden, 6 „Großen-Lindener Trachten" und „Kirche in Großen-Linden" ausgestellt. ** Dien st nachrichten. Der Großherzog hat den Kabinetts-Bibliothekar Dr. Lennert in Darmstadt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener in La.uterha.ch Meyer zum Amtsgerichtsdiener in Bensheim mit Wirkung vom 1. Mai ah. — Der Großherzog hat dem Pfarren Hermann zu Ensheim die zweite evangelische Pfarrftelle zu Nidda, Tek. Nidda, übertragen und den von dem Fürsten von Stolberg-Rvßla auf die evangelische Pfarrstelle zu Hirzenhain, Dek. Nidda, präsentierten Pfarrverwalter Schrimpf daselbst für die'e. Stelle bestätigt. — Der Großherzog hat dem Wilhelm Heinrich zu Pfeddersheim im Kreise Worms das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen und dem Fabrikausseher Bork zu Worms, in Diensten der Firma Eorn. Heyl das Allg. Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. § Butzb ach, 18. April. Der seit Montag zur Verbüßung seiner wegen Kurpfuscherei von der Strafkammer in Darmstadt ausgesprochenen 4jährigen Zuchthausstrafe im hiesigen Zellengesängnis befindliche Friedrich Schuhmacher wurde heute morgen in der Haftzelle erhängt aufgefunden. Mittels einiger Bekleidungsstücke halte sich der Lebensmüde am Fensterkreuz stranguliert. Außer der genannten Freiheitsstrafe war der Delinquent bekanntlich noch zu 4500 Mk. Geldstrafe verurteilt. t. Hattenrod, 16. April. Dieser Tage gerieten hier zwei Arbeiter in Streit. Die Gemüter erhitzten sich schließlich so, daß der Eine seinen Gegner in den Finger biß und ihn derartig verletzte, daß ärztliche Hilfe zugezogen werden mußte. Gerichtssaal. M. Gießen, 18.April. Strafkammer. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde vertritt Oberstaatsanwalt v. Hessert. — Der Bürgermeister Hermann Kock von Stockheim ist der Falschbeurkunduna angeklagt. Er soll im Dezember 1900 zu Stockheim als ein zur Aufnahme öffentlicher Urkunden befugter Beamter — als Ortsgerichtsvorsteher — innerhalb seiner Zuständigkeit vorsätzlich eine rechtlich erhebliche That- sache falsch beurkundet haben, indem er in einer vor ihm errichteten Kaufvertragsurkunde beurkundete, daß die Parteien vor ihm erschienen seien und den Verkauf einer Hofraite zu Protokoll vereinbart hätten. In Wicklichkeit war von den Kontrahenten — einerseits den Eheleuten Hartmann, andererseüs dem Joh. Mich. Bauer von Stockheim — die Ehefrau Hartmann nicht erjchienen, sie hat die Urkunoe erst mehrere Tage später in ihrer Wohnung vor dem Polizeidiener unterschrieben, den der Angeklagte zu diesem Zwecke zu ihr geschickt hatte. Die Verteidigung des Angeklagten bestreitet in obiekkwer Hinsicht die Rechtserheblichkeit der falsch beurkundeten Thatsache, da nach dem im Fragefall geltenden Recht der Ehemann zum.Verkauf von gütergemeinschaftlichen Immobilien nicht der Zustimmung der Frau bedürfe, ihre Mitwirkung beim Kaufakt daher nicht rechtserheblich sei, und in subjektiver Hinsicht Len Vorsatz des Angeklagten. Zur Feststellung des letzteren soll noch Beweis darüber erhoben werden, ob eine Belehrung des Angeklagten bei seinem Amtsantritt ober nachher über das vorfchritts- mätzige Verfahren bei Beglaubigungen von Unterschriften stattgefunden hat. Die Verhandlung wird vorläufig vertagt. — Der jugendliche Sattlerlehrling Johannes Busch von Lauterbach hat im Dzbr. v. I. auf die Schienen der Eisenbahn Lauterbach—Crainfeld Steine gelegt und dadurch den Transport in Gefahr gefetzt. Wegen fahrlässiger Transportgefährdung erhält er — angesichts des hohen Grads von Gemeingefährlichkeit feiner Handlungsweise -T- eine Gefängnisstraße von 3 Wochen. — Der Zimmermann Georg Franz von Bad-Nauheim ist der Freiheitsberaubung in RealUrnkurrenz mit dem Vergehen des Widerstands gegen die Staatsgewalt beschuldigt. Er hat eines Tages einen Mieter, mit dem er in andauerndem Streit lebte, im Keller beim Holzhacken betroffen und auf co. 3 Minuten eingeschlossen. Auf die Hilferufe des Eingeschloffenen bezw. von dessen Angehörigen kam ein Polizeidiener herbei, den der Angeklagte in seiner Erregung tbätlich angriff, indem er ihn am Arm packte und einige Stufen ber Treppe hinabstieß. Das Gericht erkennt gegen den Anaeklaaten auf eine zehntägige Gefängnisstrafe. — Der Aufseher Pöer S ch o m b e r von Geilshausen war wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung vom Schöffengericht Grünberg zu einer Geldstrafe von 60 Ach. verurteilt worden. Die Berufung der Staatsanwalt gegen dies Urteil wird als unbegründet verworfen. — Die Ehefrau Henriette Zinn eck er aus Frankfurt a. M. wird beschuldigt, in der Zeü, in der sie in Gießen bedienstet war, einen Betrug verübt zu haben. Sie hat in einer Gärtnerei zwei Blumenarrangements bestellt und soll sich dabei als die Frau eines hiesigen Professors geriert haben. Die Blumen wurden geliefert, aber nicht bezahlt. Die Beweisaufnahme ergab, daß die angebliche Vorfpiegelung falscher Thatsachen in Wirklichkeit nicht stattgefunden hat und daß auch die Nichtzahlung durch eine Reche zufälliger Umstände und nicht durch die betrügerische Absicht der Angeklagten veranlaßt war. Das Gericht hielt einen Betrug nicht nur für nicht erwiesen, sondern die Annahme, daß ein solcher vorliege, für ausgeschlossen und die Unschuld der Angeklaaten für festgestellt. Es wurde daher auf Freisprechung — in Uebereinstimmung mit dem Anträge der Staatsanwaltschaft — erkannt und auf Uebernahme sämtlicher Kosten, auch derjenigen der Verteidigung aus die Staatskasse, mit Ausnahme der Reisekosten des von auswärts erschienenen Verteidigers. — Der Markscheider Ludwig Henrich von Gießen ist der Mißhandlung seiner Frau in zwei Begangenschaften angeklagt. Vom Schöffengericht Gießen war er dieserhalb zu einer 6 wöchigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die von ihm gegen das Urteil eingelegte Berufung wird kostenfällig verworfen. Das Gericht erachtet durch das glaubwürdige Zeugnis der Ehefrau des Angeklagten, das durch ein ärztliches Gutachten und die Aussage eines Augenzeugen unterstützt wird, für festgestellt, daß der Angeklagte einmal seiner Frau einen solchen Schlag auf den Kopf versetzte, daß eine Haarnadel in denselben eindrang und eine Verletzung der Kopfhaut entstand, und daß er ein anderes Mal seine Frau dadurch mißhandelte, daß er sie au den Haaren zog und auf den Kopf schlug. Das Gericht hält aber rociter durch die Beweisaufnahme für erwiesen, daß der Angeklagte fortgesetzt und systematisch seine Fran gepeinigt und in der brutalsten Weise mißhandelt hat. unter Berücksichtigung dieser Thatsachen hielt das Gericht die exemplarische Bestrafung des Angeklagten für durchaus am Platze. Sch. (Stegen, 15. April. (Schiedsgericht für A r - b e i t e r v e r s i ch e r u n g. In der heutigen Sitzung führte Großh. Polizeiamtmann Hechler den Vorsitz. Auf der Tagesordnung standen 10 land- und sorstw. Unsallversicher- ungssachen. 1. Die der E l i s e P r ö s ch e r zu Eichelsachsen gewährte Rente von 15 Proz. hatte die land- und forstw. Berufsgenossenschaft auf 10 Proz. herabgesetzt. Der hiergegen eingelegten Berufung gab das Gericht nack) Anhörung des prakt. Arztes Dr. Büchner-Schotten und nach Inaugenscheinnahme des verletzten Fingers statt und verurteilte die beklagte Genossenschaft zur Weiterzahlung der 15prozentigen Rente. Aus dem gleichen Anlaß hatte Heinrich Möller III. zu Fleschenbach Berufung verfolgt, die ebenfalls mit Verurteilung der Berufsgenossenschast zur Zahlung der 15pro- zentigen Rente endigte. — Der gegen den die Rente von 15 Proz. einstellenden Bescheid der Genossenschaft seitens des Philipp August Schneider-Bruchenbrücken eingelegten Berufung mußte das Gericht den Erfolg versagen, da in dem Zustande des Klägers eine solche Besserung eingetreten ist, daß ein im wirtschaftlichen Leben meßbarer Grad von Erwerbsbeschränktheit nicht mehr besteht. — Karl Gerbig- Gedern will nach der Unfallanzeige vom 8. September 1901 am 28. Dezember 1899 beim Abästen eines Baumes gefallen sein. Ten geltend gemachten Entschädigungsanspruch hatte die Genossenschaft abgelehnt, wogegen Gerbig Berufung verfolgte. Tas Gericht kam nach Anhörung des Kreisassistenzarztes Tr. Langermann-Gedern zu der Ueber- zeugung, daß Kläger durcy die Folgen des Unfalles in seiner Erwerbsfähigkeit in einem nennenswerten Grade nicht geschädigt ist bezw. war und wies demgemäß die Berufung zurück. — Die 20proz. Rente des Heinrich Schmidt-Griedel hatte die Genossenschaft eingestellt. Auf erfolgte Berufung und nach Anhörung des Kreisarztes Dr. Königer hier setzte das Gericht Sie Rente auf 10 Proz. fest, da die in dem Zustande des Klägers eingetretene Besserung die Herabsetzung der Rente auf 10 Proz., keineswegs aber deren gänzliche Einstellung rechtfertigt. — Johs. Weiß von Wingershausen gab sich mit dem die Zahlung der Rente von 15 Proz. anordnenden Bescheid der Berufsgenossenschaft nicht zufrieden. Das Gericht erachtete die eingelegte Berufung für teilweise begründet und verurteilte die Genossenschaft zur Zahlung einer lOproz. Rente. — Der von Konrad Buchenauer- Storndorf erhobenen Berufung mußte das Gericht den Erfolg versagen, da in dem Zustande des Verletzten eine solche Wendung zum Besseren eingetreten ist, die eine Herabsetzung der Rente von 35 auf 25 Proz. für gerechtfertigt erscheinen läßt. Ebenso verwarf das Gericht die von dem Karl Schultheis zu Waldensberg gegen den die Rente von 10 Proz. einstellenden Bescheid der Berufsgenossenschaft verfolgte Berufung. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß Kläger, der durch Rechtsanwalt Gutfleisch vertreten war, in keinem nennenswerten Grade mehr erwerbsbeschränkt ist. — Susanne Völker-Effolderbach war am 27. Oktober 1900 beim Nachhausegehen vom Zuckerrübenausmachen zu Fall gekommen und hatte sich am Knie verletzt. Den erhobenen Rentenanspruch wies die Beruf sgenossenschaft ab. Das Gericht hatte in seiner Sitzung vom 2. Dezember 1901 Beweiserhebung an Ort und Stelle beschlossen, die am 12. Dezember 1901 stattfand. Die Beweisaufnahme ergab, daß Völker einige Meter von der Arbeitsstätte entfernt gefallen war. In der heutigen Sitzung wurde die Entscheidung ausgesetzt, um ein Gutachten des behandelnden Arztes einzuholen. — Ten Anspruch der Krd. Krnpper Witwe-Hartershausen hatte die Berufsgenossenschaft deshalb abgelehnt, weil nach dem vom Großh. Amtsgericht Schltt aufgenommenen Thatbestand nicht anzunehmen sei, daß der Ehemann der Krnpper, Forst- Wart Konrad Krnpper, im landwirtschaftlichen Bettiebe verunglückt sei. Krnpper hatte ein Schwein gekauft und wollte abends, als er nach Hause kam, nach demselben sehen. Hierbei ist er, nach Angabe der Klägerin, zu Fall gekommen und hat sich, wie gerichtsärztlich festgestellt, das Genick ab- gestürzt. Tie Genossenschaft nimmt an, Kruppert fei verunglückt, als er nach oder von dem Abort gegangen sei. Da Klägerin in ihrer Berufungsschrift behauptet, ber Schweinestall, in dem das gekaufte Schwein untergebracht gewesen sei, befinde sich hinter dem Abort, während der Stall für bas Mastschwein vor dem Abort sei, hierüber aber der vom Großh. Amtsgericht Schlitz aufgenommene Thatbestand keinen Aufschluß giebt, beschloß das Schiedsgericht Beweiserhebung und Inaugenscheinnahme an Ort und Stelle. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Bei den Pfälzischen Bahnen zeigt der Monat März gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres wieder einen Ausfall und zwar beträgt das Minus Mk. 85 231. Die Gesamteiunahme der ersten drei Monate d. I. bleibt mit Mk. 6 610 555 um Mk. 216 610 oder 3,17 Proz. hinter der gleichen Vorjahrsperiode zurück. Dabei brachte der Perfonenvettehr Mk. 38 846 mehr, der Gütervettehr aber Mk. 236 593 weniger, der Kohlentransport Mk. 18 863 weniger. Daraus ist wiederum zu rrsehen, daß der industrielle Aufschwung noch immer auf sich warten läßt. — Chemische Fabrik Griesheim Electron. Laut ainer uns zugegangenen Mitteilung beträgt der Gesamt-Brutto-Gewinn in 1901 Mk. 3 367 844 (im Vorjahre Mk. 3 481 224), wovon für Generalunkosten unb Zinsen Mk. 984162 (Mk. 827 600), Emissionskosten der Anleihe Mk. 180 038 (0) und für Abschreibungen Mk. 932 817 (918 311) abgehen, so daß ein Reingewinn von Mk. 1306 827 verbleiben gegen Mk. 1735 311 im Vorjahre. Tie Verwaltung schlägt der am l.Mai stattfindenden Generalversammlung eine Dividende von 10 Prozent vor. Auf neue Rechnung werden Mk. 353 270 (i. V. Mk. 385 081) vorgetragen. — Preußische Hypotheken - Aktien-Bank. Behufs Zusammenlegung im Verhältnis von 10 zu 1 sind im Garnen rund 20 Millionen Mk. eingereicht worden, sodaß etwa noch 3 Millionen ausständig sind. Diese sollen, falls keine Nachfrist bewilligt werden sollte, für kraftlos erklärt werden. — Wiener Stadtanleihe. Die Deutsche Bank hat bei der Zulassungsstelle der Berliner Börse den Prospekt für die Wiener Stadtanleihe eingereicht. In Wien findet keine Subskription, sondern nur ein freilxmdiger Verkauf statt. — Griechische Finanzen. Die internationale Kommission für die griechischen Finanzen veröffentlicht ihren Jahresbericht pro 1901. Tie Kommission berichtet, daß alle Bestimmungen des Kon- zessionsgesetzeS vom 26. Februar 1898 und der verschiedenen Nach- frage seinen Arzt. 2053 Forrnan (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman-Watto (Dose 30 Pfg.) In hartnäckigen Fällen Forman-Pastillen zum Jn- haliren 50 Pfg. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man ttagsbestimmimgen erfüllt worden sind und daß der von den Machten 1898 angestrebte Zweck, die finanzielle Lage zu klaren, erreicht worden sei. Die Kommission würde die Lage als günstig betrachten können, ivenn nicht die innerpolitischen VerhalMiffe zu Bedenken Anlaß geben würden. . — Neue englische Anleihe. Tie 32 Millionen Pfundsterlings-Anleihe wurde an die 40mal gezeichnet. — Allgem. Lokal- und Straßenbahn-Gesellschaft, Berlin. Auf den 12. Mai wird eine Generalversammlung einberufen, in welcher über die Erhöhung des Aktienkapitals von 15 auf 17 Mill. Mark Beschluß gefaßt werden soll. Auch ist die Ausgabe einer neuen Anleihe von 4 Mill. Mark geplant. Die Tiviüende wird mit 7 pCt. (Vorjahr 8Ve pEt.) vorgeschlagen. — Trausvaalbahu. Die Obligationen dieser Bahn haben eine wesentliche Steigerung erfahren, da verlautet, England werde die Obligationen al pari zuzüglich der rückständig gewordenen Zinseii einlösen, wonach der Wert sich auf 107—108 pEt. stellen würde. t Tabak. Wir sind auch heute nicht m der Lage, über eine Besserung im Geschäfte berichten zu können, nach wie vor ruht das Geschäft fast vollständig und es lind uns auch nennenswerte Ab-- schlüffe nicht bekannt geworden. Ta veranlaßt durch die allgemein ungünstige Geschäftslage, die Fabrikation sehr lebhaft über den Verkauf klagt, ist es als selbswerständlich zu betrachten, Paß denselben auch die Lust zum Einkauf ihrer Rohmaterialien fehlt. Es steht zu erwarten und ist wünschenswert, daß sich in nächster Zeit die Fabrikation etwas mehr belebt und dürste hierdurch auch der Tabakhandel wieder in Fluß kommen. In Wattiger, gut brennender Waare besteht größere Nachfrage, doch sind nicht nur die Forderungen hierfür sehr hohe, sondern es bestehen auch an gut brennender und schmeckender .Waare nur geringe Vorräthe. Lose pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine Mk. Mk. 9—9,50, gebündelte All. 11 bis 11,50. Biehmartt. Die dieswöchentlichen Märkte erfreuten sich durchgehends einer sehr lebhaften Frequenz, aber auch der Handel war int Allgemeinen sehr zufriedenstellend. Prima Großvieh, das nicht zu stark angebotcit war, konnte sehr rasch aufgekanst werden, da die Nachfrage dem Antriebe bedeutend voraus war. Tie Preise bcwegteii sich je nach Qualität wie in der Vorwoche, prima Mastvieh tonnte sogar etwas im Preise profitiren. Mittlere Qualitäten ivaren hierdurch veranlaß, bedeutend besser beachtet, der Handel hierin ist bei unveränderten Preisen als gut mittelmäßig zu bezeichnen. Kälber an den größeren Märkten flott abgesetzt, an einigen Plätzen sand der Bedarf nicht volle Deckung. Einige kleinere Märkte dagegen behielten etwas Ueberstand. Fette Schweine sehr flott gehandelt, die Zufuhren waren rasch ausverkauft, die Preise hielten sich stetig, eher ist ein kleines Nachgeben bemerkbar. Läufer und Milchschweine standen in besserer Beachtung und ist der Handel als gut mittelmäßig anzunehmen. Märkte. w. Friedberg, 17. April. Auf dem gefangen Ferkelmarkt wurde der ganze Auftrieb bei hohen Preisen verkauft. Die Nachfrage war so groß, daß der Markt rasch geräumt war. Große schöne Ferkel galten bis 36 Mark, kleine 20 bis 25 Mark pro Stück. Auszug «us dru Slsudrssmisttgistkni der Siebt Sitßru. Aufgebote. Am 15. April. Heinrich Philipp Christian Wick, Bauunternehmer in Marburg mit Mathilde Kölle dahier. Wilhelm Waden- psuhl, Glaser dahier mit Louise Josephine Henriette Marie Elisa- bethe Philippine Belloff hierselbst. Jakobus Sigismund, Schlosser dahier mit Karolme Philippine Fritz hierselbst. Ferdinand Konrad Corvinus, Lehrer an der höheren Töchterschule dahier mit Marie Ottilie Schwalb in Büdingen. Arn 16. April. Dr. Oskar Polano, Assistenzarzt dahier mit Anna Bonnet in Greifswald. Am 17. April. Heinrich Karl Theis, Eisenbahntechniker in Hartenrod mit Elisabeth Henriette Schomber dahier. Johann Heinrich Orfgen, Hilfsbremser in Engers mit Anna Katharina Schuh oahier. Philipp Brück V., Fabrikarbeiter in Alten- Buseck mit Katharina Blum dahier. Arn 18. Heinrich Eichenauer. Fußgendarm dahier mit Ida Valentin hierselbst. Eheschließungen. Arn 12. April. Alfred Krifcher, Schneider dahier mit Katha« rine Luther, geb. Mantel hierselbst. Karl Heinz, Schmied dahiev mit Henriette Repp hierselbst. Heinrich Ludwig Reuß, Bäcker dahier mit Luise Plank, hierselbst. Arn 14. April. Karl Semmler, Bahnarbeiter dahier mit Elisa Göbel hierselbst. Geborene. Am 6. April. Dem Schwimmlehrer Andreas Rödel ein Sohn, Emil Karl. Am 9. Dem Schuhmachermeister Theodor Eißfeller eine Tochter. Am 11. Dem Handschuhmacher Reinhold Rehme eine Tochter, Hedwig Frieda Bertha. Am 12. Dem Schmied Theodor Stein ein Sohn. Am 13. Dem Fabrikarbeiter Christian Becker ein Sohn. Am 14. Dem Schneider Johannes Find ein Sohn, Heinrich. Am 15. Dem Fuhrknecht Johannes Laub eine Tochter, Marie Elisabethe. Dem Stabs- und Bataillonsarzt Dr. Paul Radünz eine Tochter, Katharine. Am 16. Dem Bauführer Heinrich Breither eine Tochter, Frieda Erna. Gestorbene. Am 11. April. Frieda Bechthold, 1 Jahr alt, Tochter deZ Kutschers Heinrich Bechthold dahier. Am 12. Friedrich Eduard Riemer, 46 Jahre alt, Wirt dahier. Johannes Hill, 15 Jahre alt, Lackiererlehrling dahier. Georgine Scriba, geb. TaschS, 63 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Anna Bertha Kohlermann, geb. Rott, 38 Jahre alt, Witwe dahier. Am 13. April. Lina Kinkel, geb. Steller, 44 Jahre alt, Eheftau des Wagners Wllhelm Kinkel dahier. Warnung. Die meisten Nahahmungen von Dr. Hommels Haematogen werden, um das U. K. P. Mo. 81,391 zu umgehen, mit Zuinlienahme von Aether bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aethrrfreie Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr. Hommel’s Haematogen und achte auf die Schutzmarke: „»äugende Löwin“. Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen. WÜRZE xp|| SüPPx mit xn 2990 703 zur Allen Bilanz pro 1901 voran § Mitglied erstand Ende 1900 Zugang in 1901 . . 3117 Wlanz am 31. Dezember 1901 JL H 274701.58 152465.71 101546.55 Friedel & Asprw». 3097 6300.— 7279.86 2073.12 Lchmizn-, Eömtt- Rlihlll-, Limbllrgcr- Slliid-, Kläiitn- LtllilgeilkümUel- 20225.— 11398.04 4522.43 a) gegen Hypotheken b) gegen Bürgschaft c) gegen Güterkaufgelder 2. Kassenoorrat 3. Ausstände 4. Mobllien, 10% Abschreibung Hch. Seuling I., Direktor. Dioidendenverteilung und Sonstiges. Die Rechnung von 1901 liegt acht Tage lang Einsicht der Genossen bei dem Direktor offen. Chaussier- u. Pflasterarbeiten Steinlieferung Kieslieferung Steinsetzen Prima Aepfelwein empfiehlt Carl Reh, Neuenw. 30. Passiva. 1. Aufgenommene Kapitalien' 2226,25 592,50 50,00 33,00 186487,37 10141,80 2100,— 1700,— 700,— 1276,91 2. Geschästsguthaben der Mitglieder 3. Reservefond 4. Reingewinn Gummistofie für Betteiulagen in verschiedenen Preislagen. ausweisen. Treis a. Lda., am 14. April 1902. Großh. Bürgermeisterei Treis a. L^da. Benner. {Glas- a. Porzellan. I Lang & \ Wiederstein Marktstr&ase Passiva. Kapitaleinlagen Mitgliederguthab en Reservefond Hilfsreservefond Nachlaßreserve Gewinnsaldo Die unvergleichliche Fctuheit des damit erzielten Aromas und die große Ausgiebigkeit zerchucn die „31uKKi- w ürxe“ vor allen anderen Produkten, du zu ähulrchcn Zweckens angeprieseu werden, hervorragend and. — Zu haben in Fläschchen von 35 Pfg. au in allen Tclikateß-, Kolonialwarcugeschäften und Drogerreu. 270^ Schutzmarke. steht Tiedevrann's Bernstein- FuPodeulalk mit Farbe. ^7* Weltausstellung Paris 1900 goldene Medaille. Niederlage in Gießen bei: 2564 Emil Fischbach, Seltersweg 24, A.öeG. Wallenfels, 9)kirttpL21; in Lollar bei: __Auguft Zimmermauu. 6j«r= l MsWem» p AlI»Biiset E. G. m. u. H. Sonntag de« 27. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, findet Generalversammlung im Gemeindehaus dahier statt, zu welcher alle Mitglieder freundlichst eingeladen werden. Tagesordnung: Mitteilung des Revisionsberichtes und des Rechnungsabschlusses für 1901. Wahl eines Kontrolleurs und Ergänzung des Aufsichtsrates. Beschluß über Uobeits il AcknMhre in großer Auswahl empfiehlt billigst 2576 Ad. Reinig, Kießen, 30 SelterSweg 30. Abgang in 1901 . . . Mitgliederstand Ende 1901 . . Alten-Buseck, den 17. April 1902. August Th. Kraemer, Rechner. und Gervais empfehlen in frischer feinster Ware zu billigsten Preisen Hochachtungsvoll Wilhelm Weidtmann Jagdverpachtung. Die nach getroffenem Uebereinkommen mit dem Großh. Staate nunmehr der Gemeinde Treis a. Lda. zustehende, links des Lumdabaches gelegene Jagd, umfassend 371,79 ha Wald und co. 575 ha Feld, wird Freitag de« 25. April L F., nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathaus zu Treis a. Lda. auf weitere 6 Jahre verpachtet. Es wird noch bemerkt, daß der in Treis a. Lda. gelegene Bahnhof an der Neubaustrecke Lollar—Londorf, welche voraussichtlich am 1. Juni L I. eröffnet wird, direkt im Jagdbezirk liegt. Pachlliebhaber, deren Qualifikation nicht notorisch vorliegt, wollen sich vorher bei unterzeichneter Stelle genügend Gießen, 15. April 1902. Senßfelder, 3050 Kreisstraßenmeister. Darmstädter Nrij'-Lotterie. Ziehung am 14. Mai. gtn olos nur 1 Mark. Ziehungsliste und ^orto 20 ^fg. 1 eleganter Wagen, Zweispänn. mit 2 Pferden u. tompl. Geschirr L W. von ca. JC 6000. 1 Reitpferd mit Sattel n.Zarrm i. W. von ca. 2000. 1 Stnhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. W. v. ca. JL 1700. 17 Pferde od. Fohlen üGesamt- werte von 10300. 535 andere Gewinne im Gesamtwerte von v*L 5000. Generalvertrieb der Lose: L. F. Ohnacker, larmiaiL empfiehlt zu billigen Preisen Friedrich Kühne Ww. Seltersweg 26. L & G. Wallenfels 21 Mukk 21. Televbon *6. Hostverfteigerung im Flltzeiiivdkllrr ißarhmalii. Es werden versteigert Donnerstag den 24. April d. I. aus verschiedenen Abteilungen : 245 Fichten-Stämmc von 13 bis 25 cm Durchmesser, 8 bis 16 rnLänge mit 57,09 km. 732 Fichten-Derbstangen von 8—12 cm Durchm., 6—15 m Länge mit 51,77 fm. 1805 Fichten-Reisslangen von 5—7 cm Durchm., 6—10 m Länge mit 40,37 fm. Nadel: 45 rm Knüppel, (hiervon 18 rm in Schichten) von 3 und 3,5 m Länge, 8140 Wellen, 79,6 rm Stöcke. Weichholz: 2570 Wellen. Zusammenkunft morgens 9 Uhr bei der Sandgrube cur der Frankfurter Straße. Groß-Rechtenbach, 13. Aprll 1902. 3049 Das Bürgermeister-Amt. MilWsls-CkSDW iiirä -Empfehlung. Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich Samstag den 19. April die Wirtschaft Zum Tannhäuser in meinem eigenen Hause, Frankfnrterstrasse 81/83, selbst übernehmen werde, und halte ich mich meinen verehrten Freunden und werten Nachbarschaft bestens empfohlen. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, durch Verabreichung von nur prima Speise«, «ud Getränken meine werten Gäste zufrieden zu stellen und bitte ich um geneigten Zuspruch. Zum Ausschank gelangt das anerkannt vorzügliche Bier aus der Vrauerei Feldbrand, empfiehlt Heinrich Krock I», 01568 Heuchelheim. Aktiva. JL H 1. Ausgeliehene Kapitalien: Bekanntmachung, betr.: Die Vertllgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 1. Juni l. Js. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertllgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Säumigen angeordnet werden. Gießen, den 16. Aprll 1902. 3103 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Sämtliche Sorten Kleesamen garantiert seidefrei, sowie diverse Sorten Hrassamen empfiehll in vorzüglichen keimfähigen Qualitäten ,108 ChristianWallenfels 17 Marktplatz 17 am Krieger»Z>tnLmat. Telephon 262. Gegründet 1826. Die Rechnung liegt 8 Lage lang zur Einsicht der Jnter- effenten auf dem Bureau des Rechners Schwalm offen. Lollar, den 17. April 1902. Spar- und Vorschuß-Verein Eingetr. Genoffenschast mll unbeschränkter Haftpflicht. Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur: L. Frank 11L Carl Schwalm. Hch. Rohrbach IV 290354.56 62 3 65 6 59 202406,08 110 10 120 5 115 ist das beste, sicherste Mittel gegen- Motten. Pack 20 Pfg. Adler-Drogerie Seltersweg 3», Otto Schaaf. 2143 C£n Stenerfachen fertigt Bc- rnfnngen, VermögenS- und Eiukommen-Steuererklär- nngen, auch erteilt Auskunft 2693 Cd. Rotte, Kaplansgasie 2. 196.83 290354.56 Versteigerung. Freitag den 25. und Samstag den 26. d. MtS., nachmittags 2 Uhr anfangend, versteigere ich im Pfandlokal, Sellersweg 11, gegen Barzahlung: 2 Pianinos, 2 Schreibsekretäre, 1 Schreibtisch, 1 Kassaschrank, 4 Wirtstische, 1 Fahrrad, 1 Billard, mehrere Sophas, Kommode und Kleiderschranke, 1 Nähmaschine, 3 Regulateure, 1 Hobelbank u. a. m. Gießen, den 11. April 1902. 2914 Mnlch, Psandmeister. Vorzügliche Zößrahm-Tafttbstter Hroße Auswahl Kinderwagen und Sportwagen in allen modernen Farben 16611 von den einfachsten bis zn den elegantesten Die Zahl der Mllglieder betrug Ende 1900 Während 1901 gingen zu 3123 Während 1901 gingen ab Daher Stand der Mllglieder Ende 1901 im<5'9un^dbar^ * dl®«-3' it 03 Bekanntmachung, betr.: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben von jetzt bis 30. Aprll in den Schlägen einzuhalten, lieber» tretungen dieser Vorschrift müssen nach Maßgabe des Feld- trafgesetzes zur Anzeige und zur Bestrafung gebracht werdem Gießen, den 16. Aprll 1902. 3102 .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. WcrPrmtklageslicht des Georg Friedrich Schneider von Birklar, Privatklägers, gegen die Ludwig Wtlhelm Schmidt Ehefrau, Katharina Schmidt, von Birklar. Angeklagte, wegen Beleidigung, hat Großherzogliches Schöffen- ;ericht zu Lich am 2. Aprll 1902 ür Recht erkannt: Die Angeklagte Ludwig Wilhelm Schmidt Ghefrau, Kacharina geb. Meyer zu Birklar, 45 Jahre alt, evangelisch, wird des Vergehens der üblen Nachrede im Sinne der §§ 186, 200 R. St. G. B. für chuldig erachtet und deshalb in eine Geldstrafe von zehn Mark, welche im UneinbringlichkellsfaÜ mit zwei Tagen Gefängnis zu verbüßen ffl, sowie in die Kosten des Verfahrens mit Ausnahme der durch den Termin vom 12. Marz entstandenen Kosten, welche letztere der Privatkläger zu tragen hat, verurteilt. Zugleich wird dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils auf Kosten der Schuldigen einmal binnen einer Frist von zwei Wochen von der Rechtskraft des Urteils ab im „Gießener An- zeiger" bekannt zu machen. Die Richttgkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. 3118 Lich, den 10. Aprll 1902. Kohlheyer, Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Für die Abschrift: Dr. Spohr, Rechtsanwalt. Vergebung von Straßenbauarbeiten. Dienstag den 22. l. M., nachmittags 5 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Wieseck nachbenannte Arbeiten und Lieferungen öffentlich in Accord gegeben werden, und zwar: Erdarbeiten veranschlagt zu M. 105,00 Kamemöerts», Kronen-, ArüMcks-Käse Fromage de Brie Kartoffeln zur Aussaat Magnnm bonum ä 2.— Mark, Professor Maerker ä 1.75 „ per Zentner. 3019 Fr. Seibel, Ludwigstraße 31. Prima neue Malta-Kartoffeln fi. Mjes-Scrinze empfehlen 2650 A. & G. Wallenfels Markt 21. Telephon 46. Fahrräder u. Luxus-Nähmaschinen sind erstklassige deutsche Qxf* Fabrikate. i TV DieTahrzcufl-ti.näh- Maschinen -Industrie L Antweiler, Köln a. Rh. liefert solche m.1 jährig. Garantie dlreot zu En- gros-Prelsen. Katalog grat. Wiederverk. ges. Rex IVr. 1 Tourenrad 1*X. 87/10 Lnxu» Nr. 51 N'fitimwob. M.30 ANDLJ Aktiva. 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