Domrerdtag LS.Dezembsr 1SVS 152> Jahrgang Zweites Blatt 35 $>ie heutig« Mumm« umfaßt 12 Seiten. Z>er Konflikt mit Venezuela. Zur NrnnzeichMmg her augenblicklichen Situation tn läufige Streit mit Venezuela wirt) der „Köln. Zt^." folaende nezuela irierte Mitteilung aus Berlin übersandt: Tie Verhand- zu nöti Item Streit aspirierte Mitteilung aus Berlin übersandt: Krone. r _.L , . — Nach der „Fleischcrztg." sind bte noch ausstehenden, preußischen Ausführungsbestimmungen zum Fleischbe- schaugesetz fertiggestellt und werden in der ersten Woche des Jahres 1903 veröffentlicht. — Ter Reichskanzler hatte am Montag eine längere Unterredung mit dem russischen Botschafter. — Ter „Reichsanzeiger" meldet: Am 15. und 16. Dez. sorgfältig überdacht und «wurden auf Einladung des Reichseisenbahnamtes werden zu "gehöriger Zeit zur Benachrichtigung für die und unter seiner Leitung kommissarische Beratungen der Ktien raebm toerixn. tofliemng Iftfe^rlam Sfenba^toqcn beteiligten Bundesregierungen wer Nr. 29V »»scheint täglich ander Sonntag». dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit t>em Kesßschen Landwirt die Gießener Familien- Hättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'ichen üniverf.'Buch- u.Etein- ii ruderet tPlehch Erben) Redaktion, Erpedittoa und Druckerei: Scho lstrahe 7. 1 Hbrefie für Depeichen: Anzeiger Gießen. ^rnsprechansckilnßNr.bl. Ve)«g»pr»t»: monatlich 7b Pi., oierteb jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.; durch diePostMk.2.-viertel- jährl. auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittag» 10 Uhr. Zeilen preiS: lokal 12Pf^ auswärt» 20 Pfg. Verantwortlich für den polil. u. allgem. Teil t.V.: Fr.Hannemann; für „Stadt u. Land^ und .GcrichtSsaaf: Lurt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Deutsches Deich. Berlin, 17. Dez. Der Kaiser hat bestimmt: Dee Kapitän zur See Scheder ist unter Belassung rn den Stellung des Kommandanten de? großen Kreuzers „Vineta mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs der auf der ostamerikanischen Station zu vereinigenden Kreuzerdivision beauftragt worden und führt in dieser Eigenschaft den Kommodore-Stander fort. Es ist dem Chef der Division überlassen, einen etatsmäßigen Stab derselben Division von Kreuzern in einem ihm notwendig erscheinenden Umfange aus den unterstellten Offizieren zu bilden. — Wie die „Nordd. ANg. Ztg." meldet, verlieh Kaiser Franz Josef dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen Amts, v. Mühlberg, die erste Klasse des Ordens der Eisernen Unterhause abgegeben werde. Premierminister Balfour erwidert: In dem Falle, daß die Beschlagnahme der venezolanischen Kanonenboote nicht die von uns allen gehofften Ergebnisse zeitige, wird es nötig sein, zur Blokade zu schreiten, die von uns und Deutschland durchgeführt werden und, obgleich die beiden Flotten für die gleichen Ziele thätig sind, werden sie nicht als eine einzige Streitmacht handeln. Wir baben nicht die Absicht und haben sie nicht gehabt, britische Truppen in Venezuela landen zu lassen oder venezo-' lanisches Gebiet zu besetzen. Selbst wenn eine solche Operation nur vorübergehend sein würde, glauben wir nicht, daß es aus militärischen und anderen Gründen wünschenswert sein wird. Larcourt (liberal) fragt, ob eine ent» sprechende Notifikation vor der Blokade gegeben werde, so daß die Mächte wissen würden, unter welchen Bedingungen die Blokade ausgeübt werde, und ferner, ob die Regierung i die Mitteilungen veröffentlicht, die zwischen England und Amerika ausgetauscht seien. Balfour erwidert auf Harcourts Anfrage: Tie ganze Angelegenheit ist auf das sorgfältigste erwogen worden. Alle Bedingungen, die für die Blokade maßgebend sind, wurden sorgfältig überdacht und gierungSvorlage, betreffend den Entwurf eines Gesetzes über die Aenderung des Gesetzes, die Erhebung der direkten Steuern betreffend, vom 29. August 1874. Bei der Zweiten hessischen Kammer ist ne« eingeqangen eine Regierungsvorlage, bett. den Ilmban des Großh. Hoftheaters zu Darmstadt, für welchen insgesamt 404 910 Mk. verlangt werden. Weiter ist eingegangen eine dringliche Anftage der ^lbgg. Noack, Langenbach und Saeng, betreffend die Lohnverhältnisse der Arbeiter an der ehemaligen Main-Neckar-Eisenbahn, und eine dringliche Anfrage der Abgg. Schönberger und betr. das Verhalten eines Landwirtschastslehrers in der Provinz Starkenburg- der sich -angeblich Uebergriffe bei der bevorstehenden Wahl eines Präsidenten des landwirtschaftlichen Provinzialvereins Starkenburg erlaubt haben soll. Weiter ist noch eine Vorstellung des Oberlehrers i. P. Baumann zu Worms um anderweite Regelung seines Pen- I sionsgehcllts und eine Vorstelluna der Angestellten des Dieburger Arbeitshauses um Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen eingegangen. i Streitfrage, ob es so etwas wie eine friedlich« Blokat» die geben könne. Ich glaube, es ist (gairf wahrscheinlich, daßj Amerika denke, eine solche Blokade könine es nicht geben. Persönlich habe ich dieselbe Ansicht. Offenbar involviert eine Blokade den Kriegszustand. Auf eine Anftage wie hoch die englischen Forderungen im Vergleich mit uns nremano oiuuni ya Guayra, oen vaien von ^ulucu», iuu y^yc-t-1ben Kosten der Expsdition seien, ^'^beraen mmer in der vcnzo- wartia sich Venezolaner und die deutsch-englischen Der- Balfour, man sei vorgegangen F g rzugeh-en oder Eng-IKündeten beschreibt Dr. Vaul Preus; in seiner vom Kolo-1 von Aktionären einzutrnben, sondern un r gr ß länb'im Stiche zu lassen, nachdem wir einmal über die nial-wirt'schaftlichen Komitee ausgerüsteten Expedition nach strebenl und langem S^l^gemc Mwa^^u, Ffenunb gehandlung der Sache handelseins geworden. Trotzdem ^^tral- und Südamerika (1893/1900) folgendermaßen: „3u- ^n^^r)e^Re^^ Camvbe?l Mniner> hat Balfour sich durch seine loyalen Erklärungen ein Der- ^chst bietet sich dem Auge nur ein einziger schwar^r, hienst envorben, weil er damit denen die Pläne durchquert riesenhafter Berg, der unmittelbar aus der See stell auf- man (llberal ^^b Balftur Grüber geven hat, die jetzt die Gelegenheit als gekommen erachteten, steigt. Allmählich unterscheidet man an seinem ?zuße einige könne, vb bie Teutschen noch andere X 1) «nanziellen ihrer Mißstimmung gegen Deutschland praktische Folge zu weiße Flecken, die Häuser von La Guayra, und biemzwischen Venezuela ^enaußer . "^alfour^ antivortet: Ich geben. Wenngleich unsere Schiffskommandanten ieder für aufgehende Sonne beleuchtet eine der eigenartigsten Natur- Ansprüchen ^kstand 1 • . 1 ' - , x ^eftt bie ich selbständig handeln, st llt sich das ganze Vorgehen szenerien. Tie Hafenstadt La Guayra lieyt auf einem ganzi glaube, sie habmftlcheBibern Healy M als ein durchaus einheitliches dar. Tie Verhandlungen schmalen Landstreifen an dem Fuße des bis 2800 Meter steil ^?srage, vb die ^^nigten ^ta auM^e&it des englischen Parlaments haben gezeigt daß es in diesem euch orsteigendeu Gebirges, und einzelne der blau,-ob« hhmrnt Jane nicht to tei« ist, Feutfchiand^bM. | SSrt ra X 2 vorspringenden Bergrücken erbaut, befinden. Healy fragt darauf, ob denn der Krieg er- beherrscht die Stadt, an deren anderer Seite eine flache A art sei. Dalßourstellt ^rcmf seineriseiV die Fr mit zahlreichen Kokospalmen bedeckte Landzunge rn die stark Healy denn vermute daß o^ne Krieg WUnv brandende See hinaustritt. Zollschwierigkeiten gab es auf fremde Sck^ffe genommen und die BI o^^ Ersuchen des deuffchen Konsulats, und auf Vorzeigung verhängt werden könne. Keir DarNie (Lrverrer- meines staatlichen Reisegepäcks nicht und mein ganzes Gepäck Partei wünscht «u wissen, ob ^fo^ die ^klärung passierte frei ohne Revision. Um die Zeit bis zu dem geben könne, ob da- Änerbieten der schiedsrichterlichen Re- Iprengen, wie man an einzelnen Stellen geglaubt zu haben scheint. , Aus Newyork wird über die Lage in Venezuela geneidet: Tie deutsche Kolonie in Caracas hat Resolutionen gefaßt, in welchen dem amerikanischen Gesandten hohe An- rrrennung gezollt wurde für seine Haltung ihr gegenüber, rie Kolonie, so wird berichtet, sei geneigt, die schnelle Ab- sr (State ’m. Smc s araa.«i «=tJ nrtcbet ibr° ©rfSafte. - Sie RevolutionSre wir einen Aurslug nach den, eine Stunbe von La Guayra wiirde. Dvifonrentgean«^ «r tonne etae fotfie wachten den Regierung Struppen zwei Niederlagen bei unb entfernten, von Sommerfrischlern besuchten Orte Makuto, n t>e5 DarlamerckS vor irolkn jetzt, 3000 Mann stark, auf Caracas marschieren, wo Weintrauben sehr gut gedeihen, und wo ich zum ersten soweit er wifle, da Zi^mn^tr P Ter Rebcllensührer Rolando ist angeblich geneigt, fich mit Male den in Venezuela überall wachsenden Mahagonibaum, |bcm 17. Februar nicht notwendig sei. —. Deutschland und England gütlich zu veraleichen. Private Dwietenia bijuga oder „Caoba" genannt, kennen lernte. ----------------— - - l Mitteilungen bcHÜglich der gestrigen geheimen Sitzung deS La Guayra ist einer der heißesten Platze der Erde, dabei^aber Parlamentarisches. Senats weichen von der halbamtlichen Darstellung in- nicht ungesund wenn nicht gerade e^mal das gelbe^-ieber ErfteKammerderStände hält am SamStaa, sofern ab, als anscheinend sehr scharfe Morte gegen dahin verschleppt wird. Berge sind meist stefl und von Dezember d. I., vormittags 9Vr Uhr, eine Sitzung ak. Deutschland und England fielen. Senator Teller Cacteen, Agaven und stachlichen Akazien bewachsen. Ter Aaesordnung lautet: I. Mitteilungen. II. Mündliche erklärte beispielsweise, beide Mächte hätten einem Kviegs- TytmS der ganzen Stadt ist echt spanisch. Die hochbeladenen I ^^^rstattunq, Berattmg und Absttmmuna über: 1. Re- zustand heraufbeschworen, der daS Völkerrecht verletze, und und bepackten Esel und Maultiere, ^E ^eren Gestalten ^rungsvorlagE betreffend den Gesetzentwurf, die Fürsorge es sei an der Zeit, ihnen Halt zu gebieten. Bacon erklärte und gelben Gesickster der Venezolaner mit ben breitrandigen 9^ ^folge von Betriebsunfällen betteffend, 2. Re- daö Vorgehen für eine Aufreizung und ein anderer be- s-ombr ar öS, die Fruchthandlerinnen an den Straßen,das '^brungsvorlage, betreffend Nachtragsforderung xu Kapitel merkte, £ sehe die Zeit kommen, wo die europäischen Mächte bietet ein völlig anderes M), man es in den englischen A ; ^en", H^uptVoranschlags 1902/03, 3. Re- aeaen die vereinigten Staaten verbündeten, wie sie Kolonien sieht." Von La Guayra begab sich Tr^ ?tteuß mit „JtTiminauu||Cj , ,, . J.A etzt gegen Venezuela zusammenhielten. Ter Vertret er der der englischen Bahn nach Caracas Dlebeideni Stadtelie^gen Administration brachte Me Diskussion zu Ende, indem er in der Luftlinie nur acht Kilometer weit auseinander und sagte Präsident Roosevelt werde ehestens den Senatoren dabei hat die Bahn eine Steixpma von *000 Stetem ju Aufschluß über seine Maßreaeln aeben. — Nach einem Tele- überwinden. Die Fahrt ist äußerst interessant. In den aramm au& Caracas ist das deutsche Kanonenboot unglaublichsten Schlangenlinien windet sich der Zug an Panther nach Maracaibo abaegangen, um die Miranda den Bergen in die Höhe. Die stets wechselnden Ausblicke und die noch übrigen venezokanischen Schiffe auf- auf die See und zurück auf die Stadt und den Wen, tn tu6rinaen die tiefen Schluchten und Schwindel erregenden Abgründe ” Einer Kabeldepesche der „Frff. Ztg." auS Newyork, und auf die roterdigen Lateritberge und stellen Felswände 17 Dez. zufolge wird die Bundesregierung Admiral Tewey bis hinauf in die Kaffeepslanzungen der Cordilleren anweisen sofort einen geeigneten Offizier mit einem Tor- sind ungemein fesselnd. Aie Bahn ist em Meisterstück der ve^obooti äger nach Ca^cas^ zu schicken zur Unter- Technik, sie wird aber durch tue deutsche Bahn zwischen' stütiuna des amerikanischen Gesandten. Tie Maßregel Caracas und Valencia an Großartigkeit und Kuhnhell rn wurde a^r"idlleirt^if^^^getroffea, weil man eine Käbelunter- der Ausführung übertroffen. Auch die so viel gerühmte brechung befürchtet. — Die Presse ist angesickM der Der- mexikanische Bahn von Veracruz nach Mexiko kann sich Hängung der A-rieasblokade ruhiger als bisher upd von mit dieser nicht messen. einer Ausnahmestellung der amerikanischen Schiffahrt tvird I « * » nichts mehr gesagt. Das berliner Auswarttge Amt ga englischen Unterhause bildete die venezo- den Nachrichtenagenturen eme lange ^klarung über । > lenT ju^er den Gegenstand ein- N SS. Truppen erfolgen werde und erneuert deshalb die Behaup- tuna Deutschland wolle auf der Insel eine Kohlenstatton erwerben. Es herrscht große Auftegung ^ie gesamte Presse macht Deutschland für die e n Schiffe im Haien von La Guayra durch die Veibundeten richtete der deutscl)« Befehlshaber folgende Botschaft an die Aav'täne der venezolanischen Schiffe: ^Auf Befehl meines i iungen beS Pavlam-N» h^ben injofsj ein« erteibigen lÄJten, »ta ich verpflichtet, Sie nnt Gewalt -nb-ren betneutra^an^^ l wrchauS zuftiedenstellenden Verlauf genommen, als Pre- daran zu verhindern/ », • ■ A Ttrfp m^rHr^aaf • ^eutfcManb finh ^60x101 gen Vernier-Minister Balfour gegenüber den Anzapfungen einer Nach Berichten auS Süd- nn d Z entral-Amerika Tilke (liberal) sagt Zn ^sichlE fiiw cewuna lbelwollenden Opposition klipp und klar darauf hinwieL, besteht bei ben verschiedenen Republi^neinmüttgine M- ^^^beSJnhalt^baß ^weridi es ^^'keine ^krie^ I!>aß E n g l a n b in Venezuela redlich aufseiten Deut ^ch- sicht, sich an dem gegenwärtigen Konflikt Venezuelas nicht Wellung der ^'tralevl zu f g , Vorstellung^ 'la n bS stehen werde. Mr haben sck)on ftüher, fährt dasNu beteiligen. Einem Telegramm des „Newyork ^ratb;' ertobcn^rben^ • Blatt fort, als selbstverständlich betont, daß zwei (Staaten, au§ Port of Svain yifoTge stellt der Agent der venezolan^ Punkt in ^n y 6 fic& auf feie iHe, wie Teutsc^land und England, zu einem polittschen schen Aufständischen daselbst in Mrede baf3 Mok^ zwecke sich vereinigen, diesen Zweck auch gemein)am er- mit Castro gegen die Verbündeten Machte verbunden hatten. >-.tre,tsraae. ob es fo etwas w vn :eichen müssen und nicht einseittg zurücktrelen können. Daß Er erklärt, die eingegangenen Berichte meldeten, bau bte •Balfour sich genau in diesem Sinne geäußert hat, ist für Aufftändischen bie Regierunastruppen bei Guiria und spater mS keine Ueberrasch>ung, benn wir konnten von diesem hei El Chico geschlagen hätten, wo letztere vallstaillng zer- - Staatsmann keinen Augenblick anderes erwarten und sprengt worden seien. Ebenso wird berichtet, daß 6000 Auf- zlauben, daß er eine gegenteilige Vermutung alö Beleidtz ständische auf Caracas marschieren. jung empfinden würde, ebenso wie bei unö niemand daran | § a Guayra, den Hafen von Caracas, )enkt. unter wichen Umständen auch immer in der vcn ______.o ;./y lanischen Angelegenheit gesondert vor^ugehen c^)er Eng- hündeten, be‘ Souverän» und W Kvnnnobvre bet beulfchtn fteicgSfWe I batauf bedacht dach diese Operonen de»n M>tt»nbig. in Westindien ersuche ich Sie, bie Flagge sofort zu streichen werden wir bebauem, so wenig mit Unzuträglichreiten für und daö Schiff Mt Sr Mannschaft binnen 10 Minuten I bie Neuttalen verbunden sein sollen, als eS uberhaiipt chun- zu verlassen TieS ist keine Kriegsmaßnahme seitens Deutsch- sich ist. Tie zur Veröffentlichung bestimmten Sck)riftstü^ ?an^onbeim 2 gEeht nur ^i'dem Zwecke, eine vor- werben mit größter Beschleunigung vorbereitet und Beschlagnahme Ihre- Schiffes vorznnehmen um Ve- nehme an baß sich n»xueXa zur Anerkennung unserer gerechten Forberungen Dokumente befinbem Vibson DowleS(^ns.) fragt mi vb zu^nötigen. Falls Sie nicht Folge leisten und yhr Schiff irgenb ern Unterschied Milchen den Sckpffen ber emen ober verteidigen wollen, bin ich verpflichtet. Sie n£t Gewalt anderen der neutralen Nattonen gemacht Werder Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen weitere Maßnahmen zur Sicherung der Zugfolge abgehaltem Gleichzeitig fand eine Vorbesprechung über eine vollständige Neubearbeitung der BetriebsoiLmmg für die Haupteisenbahnen statt. — Eine Spaltung de rpolnischenReichStags- fraktion wegen der Haltung der polnischen Abgeordneten tu der Zolltariffrage und ihrer Abstimmung zu Gunsten des Antrags Kardorff wird in polnischen Blättern angekündigt. W i e S b a d e n, 17. Dez. Geh. Regierungsrat und Lcmd- rat a. D. Baron Otto v. Me erscheidt-Hüllessem ist im Alter von 73 Jahren heute hier gestorben. O elS i. Schl., 17. Dez. In der „Lokomotive a. d. Oder" wird folgender Dan k desKronprinzen veröffentlicht: „An die Arbeiter meiner lieben Stadt Oels! (Ä ist mir eine aufrichtige Freude gewesen, daß sich viele Arbeiter meiner lieben Stadt OelS der Bewegung angeschlossen haben, die heute überall durch die deutschen Lande geht. Ihr beweist dadurch, daß keine Gemeinschaft zwischen Euch und jenen Elenden bestanden hat, oder je bestehen wird, die gewagt haben, einen deutschen Mann an seiner Ehre anzutasten, und daß Ihr gesonnen seid, treu zu Eurem Kaiser und Vaterlande zu stehen. Dies freut mich um so mehr, alS ich mit meinen lieben Oelsern zusammen gehöre. Der Kaiser, mein geliebter Vater, Merhöchstwelchem ich von der treuen Gesinnung, welche mir Euer Wortführer heute gelobt hat, Mitteilung gemacht habe, hat darüber freudige Genugthuung empfnndett. Mir aber wird der heutige Tag unvergeßlich bleiben. Schloß OelS> den 16. Dezember 1902. Wilhelm, Kronprinz." Hamburg, 17. Dez. Der Senat stimmte den Vorschlägen der Stenerkommission zu, die Einkommensteuer von 10000 Mk. an weiter progressiv zu steigern und die Erbschaftssteuer behufs Deckung des größeren Budgetdefizits zu erhöhen. Meiningen, 17. Dez. Das Staatsministerium giebt amtlich bekannt, daß der diesjährige Etat des Herzogtums Meiningen einen Fehlbetrag von über 300000 Mark aufweist. Der ungünstige Stand der Finanzen wird mit dem finanziellen Verhältnis der Einzelstaaten zum Reiche begründet. — In der gestrigen Sichung des Landtags wurde die Beratung des Voranschlags der Staatshatlshaltung für 1903/04 zu Ende geführt Der Etat wurde gegen die 7 Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Ein sozialdemokratischer Antrag, den Etat mir auf ein Jahr zu genehmigen, wurde abgelehnt. Straßburg, 17. Dez. Der Gem einderat wählte in seiner heutigen Sitzung den Reichstagsabgeordneten Justizrat Riff mit 20 von 34 abgegebenen Stimmen zum Mitgliede des Landes-Ausschusses. Der sozialistische Gegenkandidat erhielt 13 Stimmen. — Wie aus Straßburg i. E. gemeldet wird, ist der teutsch-französische Zwischenfall bei Lagarde, wobei die Werkzeuge einer deutschen Bohrgesellschaft auf ftanzöfischem Gebiet beschlagnahmt wurden, dahin geregelt worden, daß die Gesellschaft ihre Maschinen und Bohrzeuge, ebenso die gestellte Kaution nach Abzug von fünf Franks für den Stempelbogen drei Tage später zurückerhielt. Mülhausen, 17. Dez. Der sozialdemokratische Stadtrat Emmel wurde heute nachmittag mit 18 gegen 17 Stimmen in den Landes-Ausschuß gewählt. Es ist dies der erste Sozialdemokrat, der in den Landes-Aus- schuß eintritt. Emmel ist Reichsdeutscher. Ausland. Wien, 17. Dez. Das Abgeordnetenhaus erledigte das Hausiergesetz und ging zum dritten male in die Beratung des Getreideterniinhandels-GesetzeS ein. Morgen ist die letzte Sitzung vor Weihnachten. Es steht nunmehr fest, daß das Budgetprovisorium mit dem § 14 erledigt wird. Brüssel, 17. Dez. Der Ministerpräsident De Smet de Na eher erklärte heute in der Kammer ausdrücklich, daß die Regierung durchaus abgeneigt sei, im neuen Kohlengebiet in Limburg es mit dem Staatsbetrieb zu versuchen, doch bereite sie die Revision des Berggesetzes vor. Paris, 17. Dez. Auf dem Schießplätze in Havre .oerden gegenwärtig Versuche mit einem Riesengeschütz von 15 Meter Länge und einem Gewicht von 42000 Kilogramm angestellt. Das Geschütz schleudert ein Geschoß von 600 Kilogramm Schwere auf eine Entfernung von 18 Kilometer. — EombeS erklärte in einer Unterredung mit einem Marseiller Abgeordneten, der dortige Präfeft habe ihm mitgeteilt, daß derMatrosen-AuS- stand Ende dieser Woche beendet werden würdet P a r i S, 17. Dez. Ueber BischofEhapon von Nizza wurde Gehaltsperre verhängt. Er hatte in einem Brief an den Ministerpräsidenten Eombes sein Erstaunen und Bedauern auSgedrückt, nicht in den letzten Maßregeln gegen die Bischöfe einbegriffen gewesen zu sein, obwohl er zu den Urhebern des Rundschreibens an die Abgeordneten gehört hätte. Der gestrige Ministerrat hat daS Versäumte nunmehr nachgcholt. Konstantinopel, 17. Dez. Der angekündigte Besuch des russischen Minister? dcS Aeußeren, Lambsdorff, in Wien, ruft auf der Pforte große Beunruhigung hervor. Man befiirchtet neue, gegen die Türkei gerichtete Abmachungen. New York, 17. Dez. In hiesigen politischen Kreisen befürchtet man. daß verschiedene kontinentale Mächte einen Druck auf Columbien ansüben werden, da Columbien bei verschiedenen Mächten bedeutende Schulden hat. Ein solches Vorgehen würde mit den Vereinigten Staaten gleichfalls einen Konfiikt herbeiführen. — Ein Telegramm au? Porta uPrince meldet: General Nord ist von den Truppen al? Präsident auSgerufen und scheint Herr der Situation zu sein, obgleich die Mehrheit des KongreffeS fiir Senegue Pierre ist. Die Ordnung ist wiederhergesteM. Bei den gestrigen Zusammenstößen wurden eine Anzahl Personen verwundet. Die amerikanische Gesandtschaft wurde von Truppen beschützt. Aus Statt und Land. Gießen, den 18. Dezember 1902. * H ofn a chricht en. Nach einer telegraphischen Meldung ist S. K. H. der Großherzog vorgestern Abend 6 'Ihr in Port Said angekommen. - AuSzeichnugen. S. K. H. der Großherzoq daben Alleranädigst geruht, am 9 Dezember dem Assistenten für die zoologische Sammlung de? LandeSmuseumS, Dr. Theodor List, das Ritterkreuz 2. Kl. mit der Krone deS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen zu verleihen. - Personalien. In den Ruhestand wurden versetzt der Zugführer in der H.-Pr. E.-G. Heinrich Rauch zu Frankfurt a. M., der Weichensteller in der H.-Pr. E.-G. Georg Schmitt zu Großenlüder, die Bahnwärter in der H.-Pr. E.-G. Leonhard Fröhlich zu Frau-NauseS und Christian Dickel zu Hergersdors. — AuS dem Militärwochenblatt, v. RoqueS, Hauptmann und Kompagniechef im 1. Kurheff. Jnf.-Regt. Nr. 81, zum Bezirksoffizier beim Landw.-Bezirk Gießen ernannt. v. Han stein, Hauptmann im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, als Kompagniechef in das 1. Kurheff. Jnf.-Regt. Nr. 81 versetzt. Girschner, Oberst, im 5. Großherzogl. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168, zum FestungSgefängniS in Rastatt versetzt. Dierke, Oberlt. der Reserve deS 2. Großh. Hess. Dragoner-Regts. (Leib-Trag.- RegtS.) Nr. 24 (Posen), mit der Erlaubnis zum Tragen der Armeeuniform mit der gesetzlichen Pension der Abschied bewilligt. Die Unterärzte der Res. Zoevpritz, Dr. Cursch- mann, Stade (Gießen) zu Assistenzärzten befördert. *• Gewerbebank zu Gießen, Eine außerordentliche Generalversammlung der Gewerbebank zu Gießen findet heute abend 8*/, Uhr im Cafö Leib statt. Wegen der großen Wichtigkeit der Tagesordnung ist der Besuch allen Mitgliedern dringend zu empfehlen. (Vgl. Inserat.) ** Zum Gedächtnis für Friedrich Grein. Von dem in Nr. 292 des Gießener Anzeigers enthaltenen Nachruf für Pfarrer Dr. Friedrich Grein erscheint Samstag, den 20. Dezember, ein mit dessen Bild versehener, vornehm ou5- gestatteter Sonderabdruck, der zum Preise von 10 Pfg. in der Brühl'schen Druckerei zu haben ist, worauf wir Freunde und Verehrer des Verstorbenen hiermit aufmerksam machen. **DaS Theaterdorf. Aus dem Theaterbureau wird und geschrieben: Blumenthal und Kadelburg sind auch dieses Jahr in die Alpen gereist. Sie kehrten diesmal am Nussensee ein, in einem stillen, von wenigen Fremden besuchten Dörfchen, dem ein vom Militärdienst zurückkehrender Gastwirtssohn und ein ftagwürdiger Schauspieler nach dem Vorbilde von Schliersee und Tegernsee durch urwüchsige Bauernkomödie einen plötzlichen Aufschwung geben möchten. Unter den Bauern und den Sommergästen bilden sich Parteien für und wider das Bauern-Theater, und die erste Probe, bei der bereits alle durch das Komödienspiel erweckten Instinkte deS Neides und des Haders hervorspringen, endigt mit einer urwüchsigen Rauferei. Parallel geht ein ehelicher Konflikt zwischen einem Justizrat, der den bon sens vertritt und seiner von der Theaternarrheit befallenen Gattin. Auch für die Rührung ist gesorgt. Ein empfindsamer alter Pfarrer — ein Theatervetter des Crusius aus „Großstadtluft" — ein Mann, der sich als „Kibitz" fremden Glückes zu bescheiden gelernt hat, wird nichtsdestoweniger in die Theaterthorheit mit hineingezogen und giebt sich schließlich, rasch bekehrt, damit zufrieden, „beinahe aufgeführt worden zu sein" — nicht zu vergeßen ein bäuerliches Liebespaar, das durch einen Vormund von Kotzebuescher Herkunft verhetzt und auseinandergehalten wird, aber durch die recht geschickt eingeleiteten Segnungen der Komödienprobe sich wieder zusammenfindet. Diese Vorgänge bilden das lockere Band für hübsche Situa- tionSspässe und eine Reihe gut eingeprägter Witzworte: daS beste ist daS von den dramatischen Sünden, die man — im Gegensätze zu anderen — nur dann verzeiht, wenn sie nicht gebeichtet werden. Die Erstaufführung von „Theaterdorf" findet am Freitag, den 19. d. M. statt. -Weihnachtsfeier deS evangelischen Kirchengesangverein S. In andachtsvoller Weihnachtsstimmung hatte sich gestern in der Stadtkirche eine zahlreiche Gemeinde eingefunden, um der vom evangelischen Kirchengesangverein angefünbigten Weihnachtsfeier beizuwohnen. Wahrhaft herrliche Weihnachtsklänge waren es aber auch, die in den Herzen der andächtig lauschenden Zuhörer den rechten Wiederhall fanden und in allen Gemütern das Gefühl erweckten, als wohnte man einem Weihnachtsgottesdienst bei, in dem an Stelle deS Geistlichen die Musik in der Sprache der Töne zum Menschenherzen redete. Die Feier wurde eröffnet durch eine von Herrn Organisten Görlach mit gewohnter Meisterschaft gespielten Adventssonate von Herzog, die seine technische Fertigkeiten und seine Kunst des Registrierens in günstigstem Lichte erscheinen ließen. Ein dreistimmiger Knabenchor von Albert Becker wurde unter Herrn GörlachS Leitung von der Knabenchorschule musterhaft vorgetragen und gereichte den jugendlichen Sängern wie ihrem verdienstvollen Dirigenten zu großer Ehre. Einen weiteren schönen und erhebenden Genuß spendete Frau Professor Rahn durch den Vortrag deS Liedes „Vom Namen Jesu* von Heinrich Schütz, besten technische Schwierigkeiten sie mit großer Leichtigkeit überwand, so daß man den Eindruck bekam, keine Dilettantin, sondern eine geschulte Sängerin zu hören. DaS Hauptwerk deS Abends war daS Weihnachtsoratorium für Soli, Chor, Gemeindegesang und Orgel von Heinrich Schütz in der Bearbeitung von Arnold Mendelssohn, ein Werk, das wie selten ein'S sich für die Aufführung bei einer kirchlichen Weihnachtsfeier eignet. Im einfachen schlichten Rezitativ erzählt der Evangelist die Geschichte von deS Heilands Geburt, die an geeigneten Stellen durch die Worte deS Engels und durch eingelegte Chöre und ©emeinbegefänge wirkungsvoll unterbrochen wird. Durch bie brei Weisen aus bem Morgen- lanbe, bie in bem ChristuSkinbe einen neuen König bet Juben vermuten, wirb ber Argwohn beS Königs HerobeS geweckt unb bie Flucht nach Egypten als göttliche Fügung burch die Traumerscheinung beS Engels in schöner Weise angeschlosten. Die spätere Rückkehr nach Israel wird in gleicher durch einen vom Engel deS Herrn gebrachten Traum veranlaßt. Mit Chor und Gemeinbegesängen, bie Christum als Märtyrer unb Erlöser preisen, tönt daS Werk in erhabener, ergreifenber Klage auS. Von ben mitroirfenben Solisten nennen wir zunächst Fräulein Louise Schmibt aus Frankfurt, ber für ihre Durchführung ber Partie beS Engels volle Anerkennung gebührt. Herr Zetsche auS Frankfurt, der die große Partie deS Evangelisten übernommen hatte unb sehr wirkungsvoll zu singen verstand, besitzt einen angenehm klingenden Tenor, desten Wirkung durch eine ganz vorzügliche TextauSsprache wesentlich gehoben wurde. Der evangelische Kirchengesangverein brachte die in dem Weihnachtsoratorium eingelegten Chöre unter Herrn Musikdirektor Trautmanns bewährter Leitung in sehr befriedigender Weise zu Gehör. DaS einzige, was dem Verein zu wünschen wäre, ist eine noch bestere Ausgleichung bet Stimmen, bie durch Zutritt neuer Gina unb Sängerinnen leicht erreicht werben könnte. pr$ ♦♦ D i e Hessische Vereinigung für Volk« künde" hielt gestern abend 81'2 Uhr im Cafö Ebel eine Versammlung ab. Der Vorsitzende, Vrovinzialdirektor Dr Br ei d er t, teilte nach der Begrüßung den Erschienener mit, daß S. K. H. der Gt 0 ß herz 0 g allergnädigst gerub, hätten, am 6. d. M. das Protektorat über die „Hesstsä* Vereinigung für Volkskunde" zu übernehmen. Hiern^ sprach Lehrer Weyl aus Dieseck über: „Sitten und Gebräuche bei Schwangerschaft, Geburt unb Taufe auf dem Lande". Der Vortragende berücksichtigte außer Wieseck in erster Linie da? früher hessische Hinterland (Kreis Biedenkopf), da? er in einer 20jährigen AmtSthätigkeit genau kennen gelernt hatte, und dessen Bevölkerung sich ähnlich wie die de? Vogelsbergs durch zähe? Festhalten an alten Bräuchen auszeichnet. SeS Hafter Beifall lohnte dem Referenten für die außerordentlich interessanten und lehrreichen Ausführungen, die zu einer sehr anregenden Debatte fi'lhrten. An dieser beteiligten sich besonders die Professoren Dr. DrewS, Dr. Haupt, Dr. LueiuS, Dr. Wünsch und die Mitglieder Lehrer Fritzel, Hauptlehrer Schaaf, Lehrer Müller. Hepding und Pfarrer Schulte an? Beuern. Cs wurden Anfragen über diesen und jenen Brauch gestellt, und ber Vortrag dadurch ergänzt, manch unerwähnt gebliebener Sitte au? Vogelsberg, Wetterau, Friedberg, der Gegend Beuern-Grünberg-Lich, Odenwald. Darmstadt usw. wurde Erwähnung gethan. Am spannendsten und interessantesten waren die Ausführungen bezw. Ansichten über den Dämonenglauben, das sogenannte Versehen der Schwangeren, der Glaube an den Klapperstorch, die Nottaufe, bezw. das Ableben ungetaufter Kinder. DaS schwere Wochenbett einer Frau schrieb man dem Einfluß böser Geister zu, um diese zu verscheuchen, schoß man dreimal über da? Hau? fort oder las Gebete vor. — Erst um V2II Uhr wurden die zum Teil heiteren Besprechungen durch den Vorsitzenden geschlossen, und man war allgemein der Ansicht, baß derartige Abende für die gute Sache der Volkskunde nickt nur anregend, sondern auch sehr förderlich seien. Im Jahre 1897 wurden die ersten Anfänge zum ©tubium der Hessischen Volkskunde gemacht, am 25. Oktober 1901 erhielten die Bestrebungen dann eine eigene Oroanisa'ion unter dem Namen „Hessische Vereinigung für Volkskunde". Die Zahl der Mitglieder ist bereits auf 900 gtfliegen, die sich über alle Teile de? Großherzogtums verbreiten. ♦ ♦ Gegen bie Kurpfuscher. Da? ReichSqerickt hat nach der ,.V. Z." den Aerztekammern das Recht zu- gesprochen, das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs zum Vorgehen gegen Kurpfuscher zu benutzen * *Das großeLoos von 100 000 M ark der Berlin« Roten Kreuz-Lotterie fiel auf Loos-Nr. 234 092. * * Die Temperatur des gestrigen Tage» war in den Mittagsstunden eine für den Monat Dezember außer- ordentlich hohe. Plus 9 Grad Celsius verzeichnete die Duetfr silbersäule; eine laue, milde Lust wehte durch die Streßen, die im übrigen von Schneeschlamm, Sck)mutz unb Pfützen starrten. Es mußte vor dem Witterungswechsel noch unbedingt schneien, bamit uns der, mit dem Lauwetter eintretende Schmutz ja nicht erspart blieb. In ben gt* pflasterten Straßen hat bas StraßenreinigungSinstrtut eint- germaßen Abhilfe geschaffen uno vielfach ben Schnee be> seitigt, zu betrauern sinb dagegen bie Anwohner ton Straßen und Plätzen, bie, wie z. B. am Dranbplatz, eine Passage baburch herzustellen versuchen, baß re(frjD£ Steine von Schritt zu Schrttt in ben tiefen Schlamm versenkt werben. Allerbings ist eine solche Passage nur bet Hellern, lichten Tage brauchbar, bei Eintritt der Dunkelheit vettagi sie vollkommen. O ist auch kein angenehmer Anblick, bie zahlreichen Militärpersonen, bie von ber Zeughauskaserne nach der Land grafen straße oder der Braugasse gehen wollen, durch den tiefen Morast de? BrandplatzeS waten zu sehen. Es fehlt dort daS so nötige Lrottorr, oder doch wenigstens ein aufgeschütteter Bürgersteig, ver von der Zeughauskaserne zur Rechten an den Häusern en - lang bis zur Landgrafenstraße reicht. Eine ist nun schon mehrfach von uns im Interesse des w- litärS und ber bortigen Anwohner geforbert worden, wrr begreifen nicht, warum man bie Erfüllung einer w einfachen und boch so unbedingt notwendigen Fordern g so lange hinauSschiebt. - Die mildere Witterung hak jedenfalls den, wenn auch einzigen Vorzug, daß erpeni^ an Heizmaterial gespart werden kann, was für die arm 1 Familien eine Wohlthat ist. Im großen und ganzeni man aber dennoch wünschen müssen, daß dieses regnerüDe Wetter ein baldiges Ende nehmen möge; denn für " Gesundheit ist es entschieden unzuträglich. E?vrr 0 auch nicht die richtige Weihnachtsstimmung nut Wjw gehören Schnee und EiS, kurz ber hinter mit feinen tneim Freuden, die von ihm unzertrennlich sind... -Genau wägen! Mit einer peinlichen Dttmffcn- Hastigkeit erfolgt bei ber Post baS Nachtaxieren Briefe, beren einfache? Gewicht seit bem ersten Oktober 0 kanntlich auf 20 Gramm festgesetzt ist. Früher betrug zulässige Gewicht einfacher Briefe 15 Gramm, jedoch Postverwaltung s. Z. Nachsicht walten, wenn die nrf überschritten wurde. Diese Nachsicht würbe auch em Tarif auSgeflbt NeuerbingS jeboch scheint die doltbehd zu ber Erkenntnis gekommen zu sein, baß ber Jan re u schuß durch Erhebung von Strafpottogebühren bedeu en * höht werben kann, unb bie Postbeamten haben 1 ebenfalls o e Anweisung erhalten, sorgfältig auf die die Tare u tenben Briefe zu fahnden. DieS geschieht mit so großer j wiffenhafttgkeit, daß Sendungen, welche die vorschnt^ mag 20 Gramm auch nur um ein halb Gramm ■ niger überschreiten, mit Strafporto in Höhe von psen g belegt werden. , Dudenhofen im Rodgau, 17. D«z- 1' _ Felb-Artillerie-Regiment Nr. 25 veranstaltete gestern- aus einem 8 Gemarkungen umfassenden Gelände, in '' Mitte etwa Ober-Roden lag, ein Schießen mit IJ« fer Munition. Dasselbe fiel in bie Z"t von 9 lly vor- bis 2 Uhr nachmittags und erreichte Arisch 12 Uhr seinen Höhepunkt. Fortwabrenb fanbten die Geschütze ihre Donner burrfi bie wette Ebene bi? , zu ben Ausläufern bes Spessart?. Die auf gestellten ~ hettSposten hielten bie Neugierigen ab.■ z 2•' wurde von ber Militärbehörbe einbrmglich vor dem nm größter Lebensgefahr verbundenen Aufbeben etwa nuyl geplatzter Geschosse imb Zünder gewarnt. Offenbach, 17. Dez. Gestern mittag fanben fr er bie Hanbelskammerwahlen für ^Offenbach Stadt Gemeinden Offenbach Und Bürgel^ statt. Jh t ein an Einstimmigkeit grenzenden Mehrbett wurden gewann. [ Telephonischer Kursbericht. Frank fort a. M., 18. Dezember Verkehr unmöglich macht. Um Abhilfe ersuchen Die dortigen Anwohner. Richard Duchacker, Neuen Baue 11. 8748. Wie die 102.15 91.40 101.85 91.55 100.75 99 80 102.90 101.65 101.20 103.45 49.60 31.10 00 00 00.00 44.60 8*/.% 8% 3'/,°/s 8% 8%«/n Reicheanleihe do. Konsole , do. . . Hessen . Für den Weihnachtsti sch empfehle Cigarren und Cigaretten in schönen geschmackvollen Packungen von 25, 50 und 100 Stück. Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Religionsgemeinde. Samstag, den 20. Dezember 1902. Vorabend 4.80 Uhr. Morgens 9 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schrifterklärimg. SabbathauZgang 5.15 Uhr. Gottesdienst brr israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 20. Dezember 1902. Freitagabend 4.00 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.15 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 7 Uhr, abends 4.00 Uhr. 8% Mexikaner . 4*/,"/i Chinesen . . Electric. Seh ackert , Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber iner Handelspes. Oeeterr Staatubahn . Lombarden « • • Gotthardbahn . , . Laura ütte ... . Bochum ..... Harpener .... Tenden«: fest. .Wiener Arbeiterzeitung« mitteilt, befindet sich an einem alten Hause auf der Straße von Schönwies nach Imst (Tirol folgende Inschrift: Kein Stundenschlag ertönt, Kein Tropfen Zeit oerflutet, Wo nicht ein Menschenherz Im Todeskampf verblutet. Kein Morgenrot beginnt. Kein Abendrot erscheinet, Neueste Meldunaen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger. Berlin, 18. Dez. Die „Berl. Pol. Nachr." glauben auf8 Bestimmteste versichern zu tonnen, daß die Nachricht, die Reich«- regiernng gehe mit der Absicht um, dem Reich «tage eine Zolltarifuovelle zu unterbreiten, jeglicher Begründung entbehre. Berlin, 18. Dezbr. Der „Lokalanz.« meldet: Die Darmstädter Bank setzte auf die Ergreifung deS flüch- tigen Depotverwalters Neßler eine Belohnung von 3000 Mk. aus. Amtlich ist jetzt festgestellt, daß Neßler sich nach seiner Flucht in einem Hotel zu Frankfurt a. M. mehrere gesandt. * „Kein Stundenschlag ertönt . Oberhessen . . . 4% Oesterr. Gotdrente . , 4x,t% Oeeterr. Riiberrente 4% Unzar. Goldrente, . . 40/ Italien. Rente . . , 4ilt% Portugiesen . . , "<0/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 4*/,% äussere Argentiner 1902 . 24.50 . 91.46 . 76.10 . 96.00 . 212.00 . 188.75 . 184.60 . 143.10 . 156 90 . 144.80 . 16.80 - 179.00 . 00.00 . 171.75 . 166^0 London, 18. Dez. „Daily Mail" meldet aus Wilern stad: Die venezolanischen Aufständischen nähern sich Wo ein Verlassener nicht Um den Erblaßten weinet! * Kindermund. Die Mutter: „Die mußt jetzt zu Bette gehen, Emil. Die Küchelchen gehen auch mit Sonnen- Untergang schlafen.« — Der kleine Emil: „Ja, aber die alte Henne geht nicht inS Theater, sondern geht mit den Küchlein schlafen.« Meratur. — rva» schenken wir KU Weihnachten? Für Ansicht?- kartensammler und Vereine durste die Mitteilung von Interesse ein, daß das VersandthauS A. Koltze in Leipztg-Plagwitz ein äußerst praktisches Postkarten-Album, für 836 Karten paßend, gegen Einsendung von nur 4 Mk. liefert, und jeder Bestellung wird gratis beigefügt: 400 Ansichtskarten-Grüße in poetischer Form, 1300 Weiynachts-, Neujahrs-, KommerS- imb Volksliederterte, eine Serie Hochs. Künstlerkarten, u. a. von der JerusalemSreise beS Kcnsers, eine Jubiläums-Postkarte vom Jahre 1900. svr Me Industrie Gustav Bv ehm, Stoirnner^tenrctt Ott» Engelhard, Louis Feistmann, Siegfried LandS- be r g, Ctto Mohr, Geh. Kommerzienrat Eduard Oehler, Eduard Sievers, Kommerzienrat Friedrich Stroh, Kommerzienrat Hermann Wecker, Geh. Kommerzienrat Franz W e i n t r a u d ; für den Großhandel Heinrich Merz- Lach: für den Detailhandel August Kegelmann. — Der Wahlbezirk Offenb ach-Land hatte am 15. Dez. ein Mitglied zur Grvßh. Handelskammer Offenbach zu wählen. Tie Wahl fiel einstimmig auf Holzhändler Johann Karl N v h l aus Klein-Steinheim. Mainz, 17. Dez. Gelegentlich der Besprechung über einen neu anzulegenden Reitweg zwischen Schloßthor und Kaiserthor und der Straße Am Zollhafen und Rheinthar machte, wie das „M. T." berichtet, gestern im Finanzausschuß Oberbürgermeister Dr. Gaßner die Mitteilung, der Kaiser habe sich bei seiner letzten Anwesenheit in Mainz dahin ausgesprochen, daß erjedesJahr, etwa im Maust, hierherzukommen gedenke, um größere Kavallerie-Manöver obzuhalten. TieS sei auch ein wesentlicher Grund gewesen für die Zusammenlegung der 13er Husaren und die Erbauung der neuen Kaserne am hiesigen Platze. Mainz, 17. Dez. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten machte der Vorsitzende vor Eintritt in die Tagesordnung davon Mitteilung, daß bei der Anfangs dieses Monats in Berlin stattgehabten Versammlung verschiedener Städte Deutschlands, welche zusammen- getreten wären, um gegen die im Zolltarifentwurf in Art. 10a vorgesehene vollständige Aufhebung der Oktrois zu protestieren, Herr Geh.. Kommerzienrat St. C. Michel die Stadt Mainz vertreten habe. Derselbe spricht sich dahin aus, daß an dem von der Reichstagsmehrheit gefaßten Beschlüsse, den Oktroi 1910 auf^uheben, nichts mehr geändert werden könne und daß die Stadt Mainz sich mit dieser Thatsache abfinden müßte. Der Ausfall der Oktrois würde bei ber Stadt eine Mindereinnahme von über 600 000 Mark bedeuten. — Tas städtische Orchester, dessen Mitglieder seither mit ziemlich ungünstigen Gehaltsverhältnissen zu kämpfen hatten, soll für die Folge wesentlich besser gestellt werden. Ein von dem Orchestervorstande ausgearbeiteter Plan zur Erhöhung der bestehenden Gehalte wurde von der Deputation gutgeheißen und soll vom 1. April 1903 zur Einführung gelangen. Der gesamte Aufwand an Gehalt für das Orchester würde sich dann auf rund 110 000 Mark belaufen. Groß-Gerau, 16. Dez. Bei der heute hier stattgehabten Neuwahl eines Bürgermeisters an Stelle des nach dem Ober-Elsaß übergesiedelten seitherigen Stadtoberhauptes Herrn Becker wurde der seitherige Beigeordnete Herr Gastwirt Arnold mit 379 Stimmen gewählt. Vermischtes. * Berlin, 17. Dez. Ein großer Diebstahl ist heute bei der Berliner Niederlassung der Bank für Handel und Industrie entdeckt worden. Derselbe beläuft sich auf ca. siebenhunderttausend Mark und ist durch den Tepotverwalter Neßler durch Fälschungen der Depotbücher, zu welchen er sich Zugang zu verschaffen wußte, verübt worden. Ta Neßler ein Effektenguthaven von 100 000 Mk. bei der Bank hat, so ermäßigt sich die unter- schlagens Summe auf 600 000 ML Tie Bücherfälschungen sind in so raffinierter Weise vorgenommen, daß die Unterschlagungen trotz häufiger Revisionen erst heute entdeckt wurden. Neßler ist seit Sonntagmittag flüchtig. Neßler steht im 40. Lebensjahre. Er ist der Sohn des Predigers Neßler von der Berliner französischen Gemeinde und lebt in kinderloser Ehe. Seit mehr als 6 Jahren ist Neßler einer der Ressortchefs bei der Depot-Verwaltung gewesen. Wie jetzt bekannt wird, hat er durch dritte Personen für fich Börsengeschäfte machen lässen. Ob er die de frankierten Kapitalien irgendwie für sich sichergestellt oder ob er sie zu Geld gemacht hat, ist zur Zeit noch nicht ermittelt. — Die Berliner Polizei hat folgenden Steckbrief erlassen: Neßler ist am 21. Okt. 1860 zu Maadmünster geboren, etwa 1.76 groß, Haar dunkelblond, breite Stirn, dunkle Augen, große Nase, blonder Schnurrbart, Grübchen im Kinn, blasses und aufgedunsenes Gesicht, untersetzt, spricht deutsch und französisch Neßler lebte verhältnismäßig bescheiden; sein Gehalt betrug jährlich 5000 Mk.; zu dem noch eine jährliche Provision von etwa 1000 Mk. hinzukam. Bisher ist eS trotz der umfangreichsten Maßnahmen nicht gelungen, den Aufenthaltsort des Neßler zu ermitteln. Unter den unterschlagenen Effekten befinden sich auch dreiprozentige sächsische Provinzialpfandbriefe im Werte von 100 000 Mk. und für 300 000 Mk. 3 proz. preußische Konsols. Bezüglich dieser Papiere ist das Aufgebotsverfahren eingeleitet worden. (Ta das Kapital der Bank 132 Millionen und die Reserven 22 Millionen Mark betragen, so dürste der Diebstahl, der ungefähr 1/2 Prozent der diesjährigen Dividende absorbieren wird, auf die Gesamtlage der Bank keinerlei Einfluß ausüben. D. Red.) • Berlin, 17. Dez. Heute mittag wurde die 60jährige Witwe Budwig in ihrer Wohnung mit einer Schußwunde in der Stirn tot aufgefunden. Da die Sachen durchwühlt sind, ist ein Raubmord anzunehmen. DaS Polizeipräsidium setzte auf die Ermittelung des Urhebers des vermutlichen Raubmordes an der Witwe Budwig eine Belohnung von 1000 Mk. aus. • Zürich, 17. Dez. Heute mittag erschoß der Fuhr- halter Toggweiler in Wiedikon seine Frau, mit der er in Scheidung lebte, und sein zweijähriges Kind, dessen Herausgabe sie ihm verweigerte; er verwundete seine Schwiegermutter und tötete hierauf sich selbst. • Aschabad, 17. Dez. Aus Andischan (Ferghana) wird dem „Sakaspuskoje OboSrenije" gemeldet, daß gestern vormittag fast die ganze Stadt durch ein Erdbeben zer- stört worden sei. Das Eisenbabnstationsgebäude und die Schienenstränge sind beschädigt. Die Bevölkerung ist bei der Station versammelt. Rach einer anderen Meldung ist der Verlust einiger Menschenleben zu beklagen. Auch die umliegenden Dörfer erlitten Schaden. Von Margelan sind Lebensmittel, Waren und Kleidungsstücke nach Andischan ab» m, Schmtz nM tmmMKB- c, mit taW art blieb. W rrrennjjWinW' nelfach den LH" 1 bie Änwohne' 1 am BrtnW utyn, W tiefen Schlamp Passage M bei? t bet Dllnlelhtil' in angenehm - die von der 8g ie oder der gioral MW? daS so E - , MtWet®»/;, itn an Wi, M (Rue |i®X - im M-Ä tr -,-fmderi- mild-« «x :®interW emilich / , ■inet p-Ktz» hem * ist. RÄ 15 Nen,' SS« ^.U"d ditAL geM, e unnkähnt ä? Edberg, bti £ imb mttrfc. Wien über - * der die Nottaufe, . shtvere ier Geister zu, °l über baSki M W durch den Snfau teilt der he der VE-.. förderlich [tn'x lusange zum am 25. öftokj ine eigene Dtgri ngung für W üts auf 900 v- gherzogtum? Beer. Tas Reiö 'arnittern das ivsimg des ur': Kurpfuscher juf*? 0000 MktM E. 234092. gestrigen Tages k Monat TeM is verzeichnete kl Ein nützliches und willkommenes Weihnachtsgeschenk ist eine gute Deutsche Nähmaschine. Während man früher allgemein glaubte, den ausländischen Fabrikaten den Vorzug geben zu müßen, hat sich in den letzten Jahren diese Meinung in daS gerade Gegenteil um- gewandelt. Heute bringt die deutsche Nahmaschinen-Jndustri« Fabrikate auf den Markt, die den ausländischen in Bezug aus Dauerhaftigkeit, Schönheit und Verwendbarkeit überlegen sind. In dem Reigen der deutschen Nähmaschinen-Fabriken ist e5 besonders auch die Maschinenfabrik Gritzner 91.-®. in Durlach, welche sich bemüht, ein allen berechtigten Ansprüchen genügendes Fabrikat her- zustellen. Durch viele hervorragende Auszeichnringen, zuletzt auf der Weltausstellung in Paris 1900 mit goldener Medaille, ist die Leisiunasfähigkeit Der Firma anerkannt worden. Die Deutsche Nähmaschinen-Gesellschast Eymer & Karnes in Gießen, Schulstr. 5, ist mit dem Vertrieb der Maschinen betraut 8763 Valencia. Die Bevölkerung von Caracas verlangt dringend Castros Rücktritt. Es heißt, daß er sich verborgen habe. Die Morgenblätter melden auS Willemstad: Dev rühere venezolanische Präsident Andrade ist aus Co« umbien hier eingetroffen. London, 17. Dez. Das U n t e r h a u S stimmte heut« dem von der Mehrheit des Oberhauses an der Unterrichte» Vorlage angenommenen Abänderungen zu, während daS Oberhaus sich mit den Umgestaltungen, die diese Abänderungen noch im Unterhause erfahren haben, ein* verstanden erklärte. Damit ist die Unterrichts-Vorlage vom Parlamente endgiltig angenommen. Di- Vertagung des Parlaments erfolgt morgen. London, 18. Dez. „Dailv Expreß" glaubt Grn.nd jyu der Annahme zu haben, daß die Regierung einen Nach-' olger für Lord Milner sucht Marseille, 17. Dez. Die Seeleute beschiloffen th einer Versammlung, unter gewissen Vorbehalten morgen die Arbeit unter der Bedingung wiede r aufzuneh» men, daß der Ausstand von neuem beginnen soll, toemt im Parlament nicht ein Gesetz angenommen wird, durch daA die Stärke der Schiffsbesatzungen festgesetzt und die Arbeit an Bord geregelt wird. Madrid, 17. Dez. Der Ministerrat beschloß die Aufhebung des Dekrets betr. den Religionsunterricht in katholischer Sprache. Der Unterricht soll in der Sprache erteilt werden, welche die Schüler kennen. —* Der Präsident deS Militärkasinos, General Bourbon Cast elvi, ein Verwandter des Königs, wurde gestern abend verhaftet. Die Verhaftung ist die Folge von Maßregeln, welche der Präfekt traf, um daS Spielen in den Kasinos zu unterdrücken. Rvm, 18. Dez. Der Kteuzer Agodart erhielt De- ehl, nach Venezuela abzugehen. — Der Gesandte in Venezuela wird penfioniert werden. — Wie verlautet, wird der Korpslommandant in Florenz, Graf Balttsera wegen Differenzen mit Zanardelli demiffionieren. W i e n , 18. Dez. Die „Neue Freie Preffe^ teilt mit, batz der Kaiser die Demission des KriegSministersl Baron Kriegshammer angenommen habe. — Die ungarische Regierimg hat definittv beschlossen, den italienischen Handelsvertrag zu kündigen. M enton e, 18. Dez. Das Duell zwilchen den italienischen und französischen Fechtmeistern soll, heute in Monte Carbo stattfinden. Sofia, 17. Dez. Der Finanzminister legte in der Sobranje das Budget für daS Jahr 1903 vor und gab' eine Darstellung der Finanzlage deS Landes. — Der Kaiser von R u ß l an d spendete für die makedonischen Flüchtlinge 10 000 Rubel. Washington, 17. Dez. DaS Martnedepartemeni beauftragte den Admiral D e w e y, einen geeigneten Offizier auf einem Torpedobootszerstörer nach Venezuela zu entsenden, der als Gehilfe deS amerikanischen Gesandten thättg sein soll in Anbetracht ber Letzterem auS den zahlreichen gegenwärtigen Obliegenheiten erwachsenden Arbeitslast. Der TorpedobootSzerstörer soll, falls der nach La Guaira führende Kabel zerschnitten würde, als Depeschenboot dienen. Caracas, 17. Dez. Bei der heute erfolgten Abreise des italienischen Gesandten waren hervorragende Mitglieder der italienischen Kolonie auf dem Bahnhofe erschienen. Da noch nicht bekairnt war, daß der Gesandte ein Ultimatum überreicht hat, fand keinerlei Kundgebung statt, es hatte sich überhaupt nur ein spärliches Pirblikum eingefunden. Der amerikanische Gesandte gab Riva daS Geleite bis zum Bahnhofe. Caracas, 18. Dez. Wie mitgeteM wird, findet heutL das Bombardement auf die am Maracaibo-See gelegene Stadt San Carlos statt. — Der amerikanische Gesandte Bowen ist als Schiedsrichter angenommen worden. — Die Stadt Rio Chico ist von Revolutionären^ deren Zahl sich auf 1600 beläuft und die vom General Canos befehligt werden, eingenommen worden. — Präsident Castro und der revolutionäre General Fernandez haben sich gegenseittg das Vevsprvch^en gegeben, die Verg-augsw, heit zu vergessen. Gerichtssaal. R. Gieße«, 17. Dez. Strafkammersihung vom 16. Dez. Den Vorsitz führte Großh. LandaerichtSdirektor Tr. Güngerich, als Vertreter ber Staatsanwaltschaft fungierte Großh. Gerichts- affeflor Dr. Hetzel. — Der 21 jährige, mehrfach wegen Betrugs vorbestrafte Kellner S. auS Rostock ist beschuldigt, am 3. September 1902, nachdem er kurz zuvor auS dem Gefängnis entlasten worden war, zum Nachteil deS Wirte? Karl L. in Gießen und des Wirtes Wilhelm H. daselbst Zechbetrügereien verübt und hierdurch den erstgenannten um den Betrag von 95 Pfg., Letzteren um 1.40 Mk. geschädigt zu haben. Außerdem wird ihm zur Last gelegt, dem Heinrich B. hier ein Fahrrad im Werte von 180 Mk. gestohlen zu haben. Ter Angeklagte war im Wesentlichen geständig. Das Urteil lautete dem Anträge der Staatsanwaltschaft entsprechend auf eine Gesamtstrafe von 10 Monaten Gefängnis. Ter Angeklagte rkanute das Urteil sofort an. — Der Maurergeselle R. von Michelnau nahm die von ihm gegen ein Urteil deS Großh. Schöffengerichts Nidda, da? ihn wegen Körperverletzung und Bedrohung zu Gefängnisstrafe verurteilt hatte, eingelegte Berufung zurück. — Der Schausteller Sch. von Ober-Breitenbach und seine Söhne Otto und Georg sind durch Urteil deS Großh. Schöffengerichts Gießen vom 28. Oktober 1902 wegen Körperverletzung und Bedrohung, begangen an den Eheleuten W. in Gießen bezw. wegen Ueber- tretung mit Geldstrafen belegt worden. Tie Verletzten und Nebenkläger, W.'schen Eheleute, hatten durch ihren Vertreter Berufung verfolgt, die jedoch vor Eintritt in die Hauptverhandlung zurück- genomnren wurde. — Gegen das Urteil des Großh. Schöffengerichts Büdingen vom 3. November 1902, wonach der verheiratete Ziegler E. von Ober-Mockstadt wegen eines am 24. März d. I. zum Nachteil deS Zteqeleibesttzers K. in Vonha»lsen verübten Betrugs mit 6 Wochen Gefängnis bestraft wurde, ist von dem Angeklagten und der Staatsanwaltschaft Berufung verfolgt worden. Der Angeklagte ist trotz rechtzeitiger Ladung heute unentschuldigt auSgeblieben. Die Staatsanwaltschaft beantragte Verwerfung der Berufung des Angeklagten, indem sie gleichzeitig ihre eigene Berufung zurücknahm. Tas Urteil lautete auf kostenfällige Verwerfung der Berufung. — Zum Schluß wurde unter Ausschluß ber Oeffentlich- keit gegen beit 47 Jahre alten Taglöhner W. aus Röbgen wegen zweier Sittlichkeitsverbrechen im Sinne bes $ 176 * Str.-Ges.-B. verhanbelt. Das nach 5 Uhr nachmittags verkünbete Urteil lautete aus Freisprechung bes Angeklagten von Strafe unb Kosten. Handel und Nerkehr. Uolkswirtschast. — In ber orbentlichen Generalversammlung ber Brasilianischen Elektrizitäts-Gesellschaft wurde für daS Geschäftsjahr 1901/02 die Verteilung einer Dividende von 5% beschloßen. — Die am 1. Januar 1903 fälligen Koupons der 4 pEt. Griechifchen Eisenbahn-Anleihe vom Jahre 1902 werden mit 10 Fr. refp. 50 Fr. eingelöst. — An der Frankfurter Börse wurden 10 Millionen 3 V, pEt. Bayerische Landeskulturrentenscheine zum Handel und zur Notterung zugelasten. — An der Berliner Börse ist der Antrag gestellt worden, 50 000 000 Mk. 4 pEt. unverloosbare bis 1912 unkündbare Zentral- Pfandbriefe der Preußischen Zentral-Boden-Kredit-Aktten-Gesellschaft vom Jahr 1903 zum Handel an der Börse zuzulasten. — BiS zum 18. Juni (1. Juli) 1904 erfolgt die Auslieferung ber neuen Koubonsbogen mit Talons zu ben Obligationen ber 4 pCt. Russischen Süd-West-Eisenbahn-Metall-Obligationen. — Die am 1. Januar 1903 fälligen Koupons der 5 pCt. Mexikanischen äußeren Anleihen werden vom Veffalltage ab eingelöst. — Die nächste Ziehung der Venediger 30 Lire-Loose von 1869 findet am 81. ds. Mts. statt. — Die Frist zum Umtausch der Zerttfikate der preußischen Hypotheken-Aktien-Bank läuft nicht schon mit dem Schluß dieses Monats ab, sondern erstreckt sich bis 15 Tage nach der nächsten ordentlichen Generalversammlung der Bank, die voraussichtlich im Monat Februar stattfinden dürfte. Märkte. Limburg a. d. £., 17. Dez. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Wetzen 13.42 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., altes Korn 10.30 Mk., nettes Korn 10.60 Mark, (Serfte 8.74 Mk., alter Hafer 6.85 Mk., neuer 0.00 Mk^ Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 17. Dezember 1902. Infolge de? eingetretenen Tau- und RegenwetterS sind im Mittelweg von Crednerstraße bis an die Hofratte deS Oekonomen Preis schier unerträgliche Zustände zu Tage getreten. Die Straße ist kaum noch zu passieren; am unteren Teile der Straße, wo die Treppe zum Bahnhof führt, ist ein kleiner See entstanden, ber jeden Statt öcsonderer Anzeige. Heute wurde unß ein Junge geboren. vr. Ernst Jüngst und Fran Lia geb. Prine. Rüttenscheidt-Effen, am 16. Dezember 1902. [«784 tv $ K rvein-2lusVevktruf. Solang« der Vorrat reicht empfehle: Spanische, Portugiesische, Griechische, Ungarische, Italienische und französische Weine_____ jßj^T AL bedeutend ermäßigten Preisen. Punech-Eeeenzen. 8781 Selterrweg 46. G. E. Seng. beltersweg 46. Jür bevorklehmde AeierLage emplehle: Nürnberger Lehkncben. Sämtliche Delikatre*e* der Saison, Fleche und Geflügel tn grober Au-wahl. Cigarren, importierte u. inländ. Fabrikate in allen Packungen und Preislagen. Grobe Musterauslage tn meinem Schaufenster Nr. 2. 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