Montag 18. August LVO2 153. Jahrgang Gchulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Nr. 192 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hesfischen Landwirt die Gießener Zamilien- d lütter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh lachen Anivers.-Buch-u.Stem- druckerÄau".) — Ministerpräsident Dr. Graf v. Crailsheim weilte gestern auf Einladung des Prinzregenten am Hoflager m Schloß Linderhos. Es Handelle sich aber um keine ber politischen Fragen, die in der jüngsten Zeit aufgelaucht sind. Dies dürfte beweisen, wie lp)ch der Ministerpräsident in der Wertschätzung des Prinzregenten steht. Am Abend kehrte er hierher zurück Er hat nun seinen Urlaub an- getreten. Metz, 18. Aug. Gestern fand die feierliche Weihe ves vom S a ch s e n v e r e i u ui Metz und Umgegend an- gclauften Hauses in Raucourc oei Si. privat fron, in dem in der Nacht vorn 18. bis 19. August 1870 der verstorbene K-önrg Al^berck von Sechstem als Kronprinz nach bei Schlacht von St. Privat gewohnt hat- Ausland. London, 17. Aug. Die Blätter berichten über folgende (Exfanbalaffäi re: Der Arzt des Königs, Dr. Trewes, besuchte vor einigen Tagen in Begleitung ber Königin unangemeldet das Militärh ospital von Nepry. Es wurde in einem voll ständig verwahrlosten Zustande gefunden; die Kranken roaren schlecht verpflegt und überall herrschte die größte Unordnung. Die Königin drückte in scharfen Worten ihre Unzufriedenheit hierüber aus. — Lord Kitchener wird im Oktober seine Reise nach Egypten antreten und sich von dort wahrscheinlich nach Indien begeben. Paris, 17. Aug. Casimir Periöre, welcher sich zur Zeit mit seinem an der Leipziger Universität studierenden Sohne im Großherzogtum Baden bestndet, wurde der Posten des Botschafters m Petersburg angeboten. — Nach Meldungen aus Lissabon ist zwischen Lord Miln er und der portugiesischen Regierung folgende Vereinbarung zu Stande gekommen: Einer englischen Gesellschaft wird in Laurenzo Marques ein ausgedehntes Gelände zur Anlage riesiger Quais konzessioniert, die ausschließlich dem englischen Verkehr dienen sollen. Diese Anlagen gehen, falls in der Zwischenzeit keine andere Vereinbarung getroffen wird, nach fünfzig Jahren in den Besitz Portugals über. Eine Beteiligung portugiesischen Kapitals wurde von England abgelehnt. Aas neue Keim der Hroßherzogiu Victoria Melitta. Man schreibt uns aus Coburg vom 17. b- M.: Die frühere Großherzogin Viktoria Melitta von Hessen ist heute morgen nach Länaerer Abwesenheit, bie sie zu einer Kur in Bad Langenschwalbach benutzte, mit ihrem Töchterchen, ber siebenjährigen Prinzessin Elisabeth, zu dauerndem Aufenthalt in Coburg eingetroffen. Letztere weilt seit der (Bdjeibung ber Eltern zum ersten Male in Coburg unb wirb vorläufig bei ber Mutter verbleiben. Die Großherzogin hat sich bie Villa Ebinburg, bie früher von ihrem verstorbenen Bruder, bem Erbprinzen Alfred, bewohnt würbe, für eine eigene Hofhaltung neu h erricht en'lassen, unb sämtliche Wohnräume finb nach ihrem Geschmack durch nur hiesige Firmen ausgestattet. Der Treppenteil und bie Flure sind in Heller Creamfarbe matt gehalten, die Thüren unb sämtliche Holzteile bagegen in hellerem, glänzenden Elbenbeinlack ausgeführt. Als zweite Farbe ist ein schönes, mattes Grün vorherrschend, zu dem die halbseidenen Fenster-Vorhänge einen prächtigen Kontrast hüben. In den Parterre-Räumen ber Villa befinben sich bie Empfangs- unb Gesellschaftsräume, ber Speisesaal, bie Wohnung ber Hofdame Frl. Passavant und ber Wintergarten- Einen künstlerischen Eindruck macht ber Speisesaal. Rings um bie Wände desselben läuft eine 1,20 Meter hohe, in Elfenbeinfarbe glänzend gehaltene Lamberie; darüber erhebt sich eine prachtvolle, mattgrüne Lineousta-Tapete, völlig dem Stile entsprechend. Alle Möbel, Buffet, Anrichte-Tafel, Speisetisch mit Stühlen sind ebenfalls ganz in Elfenbein, weiß gehalten. Der Aufgang im Treppenhaus zu- dem ersten Stockwerk, in dem sich bie Wohn- und Schlafräume befinden, zeigt an den Wänden Bilder hervorragender Meister. Tas Buboir, dessen Wände, Decken," Teppiche, Vorhänge ic. im reinsten Louis XVI.-Stü gehalten sind, ist ein lauschiges Plätzchen. Das Sck)lafgemach ist wohl das eigenartigste Zimmer, denn sämtliche einzelnen Teile zu den Möbeln, Belten, der Toilette, den Schränken, Stühlen re. sind von ber Frau Großherzogin, ihren Schwestern unb ihrer Jugendgespielin Frau von Raven selbst entworfen, gezeichnet, gebrannt, geschnitzt und gebeizt, während die Vergoldung von einer hiesigen Firma fertrggestellt wurde. Die Einrichtung der Wohn- und Schlafräume für die Prinzessin Elisabeth ist das Idealste, was man sich für eine Kinder-Zimmereinrichtung deuten kann. Alle Aiöbel sind in hellpoliertem Ahornholz mit Kupser- beschlag geschmackvoll ausgefichrt. Die im neuesten Stü gehaltenen Gardinen und Vorhänge aus rotem Phantasiestoff mit eingewebten Vögeln und Blumen vervollständigen das Ganze zu einem Idyll für die kleine Prinzessin. Da die Großherzogin eine völlig selbständige Haushaltung führt, so wurden frühere Bureau-Räume zur Küche und Diener- fchaftszimmern umgewandelt. Aus Sludl und Land. Gießen, 18. August 1902. ** Folgende Auszeichnungen sind aus Anlaß der Mainzer Truppenschau vom Kaiser verliehen worden: Dem Oberst ch Dewitz der Kronenorden 2. Klasse, dem Hauptmann v. Busch der Rote Adlerorden 4. Kl., bem Oberleutnant Köttschau, der zum Ordonnanzofsizier des Kaisers kommandiert war, ber Kronenorden 4. Kl. — Oberst v. Dewitz konnte an der Truppenschau wegen einer allerdings nicht erheblichen Erkrankung nicht teilnehmen unb würbe durch Oberstleutnant Frhrn. v. Zedlitz vertreten, bem ber Kaiser persönlich seine volle Zufriebenheit über bie Haltung und den Parademarsch des hiesigen Regiments ausbrückte. ** An Stelle des Professors Gundermann war an unsere Lcmbesüniversität der a.-o. Professor Traube in München als ordentlicher Profesior für klassische Philologie ernannt worden, er hatte aber den Ruf abgelehnt. Jetzt ist er zum ordentlichen Profesior für die lateinische Philologie des Mittelalters an ber Universität München ernannt worben, zunächst aber ohne Gehalt. Die Mittel sollen im nächsten bayerischen Staatsbudget verlangt werden. * * Auszeichnungen. Aus Darmstadt wird uns telegraphisch gemeldet: Dem Polizeipräsidenten a. D. von Horchenhain zu Frankfurt a. M. ist das Komthur- kreuz 2. Kl. mit ber Krone des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, bem Werkmeister Johannes Pahlke zu Gießen, anläßlich seiner 35jährigen Thätigkeit bei der Firma S. Bock u. Co. hier, das Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift für treue Tüenste verliehen worben. * * Seine silberne Hochzeit feierte heute bas Johann Böckner'sche Ehepaar. Herr Böckner isl ein allen Gießenern wohlbekanntes Muglleb des lueuaen Drenstnrärmer-JnslitutL. * • Musikdirektor Krauße, der allen Gießenern wohlbekannte Kapellmeister ber hiesigen Regnnentskapcüe, ist heute 3 0 Jahre beim Regiment. Die Kapelle brachte ihm heute ein Stänbchen. Vom Offizier- unb UnterofsizierkorpZ würbe ihm gratuliert • * Koschat -Quintett. Thomas Koschat ist uns schon längst kein Frember mehr. Nicht nur ist uns bes Komponisten sinnig schwermüttges „Verlassen bin i* wohlbekannt, auch viele anbete seiner prächtigen Kompositionen finb weit über feine Heimat hinaus in bie Welt, m's Volk gebrungen unb haben sich einen Platz im Herzen aller jener erobert, bie sich bie Liebe zu den einfachen unb boch so wundervollen Volksliedern bewahrt haben. Diese reizenden Arbeiten sind fast durchgängig in Kärntener Vottston gehalten. Kärnten ist ja die Heimat des Komponisten. Er wurde am 8. August 1845 in Viktring geboren, studierte in Wien Philosophie und Naturwissenschaften, trat 1867 in den Verband der Wiener Hof- oper ein und wurde 1878 Hofkapellsänger. Außer den. schon oben erwähnten Liedern ist Koschat befannnt geworden durch seine (etwa 90) weitverbreiteten Chöre, Quartette, Walzeridyllen und auch novellistischen Arbeiten. — Man konnte einen eigenartigen Genuß erwarten, als der vielbelicbte Meister selbst gestern hier erschien, um mit einer kleinen erlesenen Künstlcrschaar seine Kompositionen vorzutragen. Der Saal in Steins Garten war so ziemlich bis auf den letzten Platz gefüllt. Tas Programm umfaßte eine Anzahl seiner bekannten Quintette unb Quartette, von benen besonders bie humoristischen wahrhaft begeisterten Beifall hervorriefen. Nach jedem Teil mußte der Künstler sich zu einer Zugabe bequemen. Das Programm schloß mit bem zum Volksliede gewordenen „Verlaßen bin i". Tie Zusammensetzung des Quintetts war, wie sich das bei Koschat von selbst versteht, musterhaft; die Intonation war tadellos, ber Gesang voll und rein, ohne cm Allzuviel von der sonst so oft wahrzunehmenden Sentimentalität. Besonders hervorzuhebcn ist die exakte dynamische Abstufung bei den humoristischen Gesängen, z. B. bei dem Quintett „s erlaubte Busserl". Aber nicht nur durch sein Konzert erfreute der Künstler das Publckum, sondern in unermüdlicher Rast schrieb er in den Pausen Autogramme auf Ansichtskarten, zum Teil mit den Anfangstakten seiner beliebtesten Werke. Eine eigene Geschmacksart zeigten dabei einige Herren, die durch den Kellner (!) bem Meister Karten zur Unterschrift vorzulegen sich erlaubten. „Das war a Sünd!" ed. Hessisch-thüringische Lotterie. Von unserem sd-Correspondentcn in S) arm ft ab t wirb uns geschrieben: Gegenüber der in verschiedenen Blättern erschienenen Nachricht aus angeblich gut unterrichteter Quelle, daß der w e i • tere Anschluß süddeuts cher Staaten, insbesondere von Württemberg an die hessisch-thüringische Lotterie bevorstehe, bin ich autorisiert zu erklären, daß diese Nachricht entschieden falsch ist. Wohl sind gelegentlich der Konzessionsverhandlungen bezügl. ber Schloßfreiheitslotterie von Seiten einzelner Kollekteure süddeutscher Staaten dies- bezügl. Anfragen erfolgt, doch haben keinerlei Verhandlungen stattgefunden unb liegen von Seiten der Direktion z. Z. auch keinerlei Absicht nach weiterer Ausdehnung vor. Mit ber demnächst beabsichtigten Vermehrung der Losezahl auf 100000 wirb auch die Stelle eines Oberinspektors nut einem Ein- kommen von ca. 5—6000 Mk. neu geschaffen und ist hierfür ein Fachmann aus Sachsen soweit bestimmt. Für die am 1. September frei werdende Stelle des zweiten Direktors haben sich bisher 4 Bewerber gemeldet, boch ist eine bestimmte Entscheidung noch nicht getroffen. ** Der gestrige Sonntag kündigte seine Ankunft schon in aller Frühe nrit einem kräftigen Regenwetter, begleitet von Blitz und Donner, an, sodaß es schien, als werde er seine Vorgänger, was schlechtes Wetter betrifft, übertreffen. Glücklicherweise war dem nicht so, und der Nachyrittag zeigte denen, die gern ans der Stadt hinausl wollten, ein freundliches Gesicht. Ter Vormittag aber entsprach der Stimmung, die die Teilnehmer an der ernsten Feier beschlich, die sich auf unserem schönen Friedhof vollzog. Die Kämpfer von 1870/71 waren es, die gegen 9 Uhr ihre mit Trauerflor geschmückten Fahnen entfalteten und zum gemeinsamen Gottesdienste nach der JohanneSkirchc zogen, wo Pfarrassistent Vogt in seiner Predigt manch trefflich Wort über die 32Johre hinter uns liegenden großenTage, besonders desjenigen von Gravelotte, einfügte. Nach bem Gottesdienste zogen die Gießener Kriegervereinigungen^ Kriegerverein, Kriegerkameradschaft, Veteranen-, 9Jtanne> und Gardeverein nach dem Friedhöfe, wo die den deutschen und ftanzösischen Kriegern gefetzten Tenkmäler bereits im Schmuck grüner Laubgewinde und Zierbäume prangten, bie mit schlichten Eisenkreuzen gezeichneten Einzelgräber ber in Gießen ihren Wunden ober schwerer Krankheit erlegenen Krieger beider Armeen unter üppigem Epheu zur Andacht sttmmten. — Tie Regimentsmusik eröffnete die Feier mit bem Choral „Jesus meine Zuversicht". Darauf nahm Pfarrer Tr. Naumann das Wort, um in markigen Worten der Zeiten zu gedenken, die die deutschen Krieger auf französischem Boden von Sieg zu Sieg führten; er wies darauf hin, daß der 'Tag von Gravelotte die Einlettung des großen Ereignisses vom 2. September war, mit welchem Tage die deutschen Krieger die Höhe erklommen, auf ber weitere Siege erfochten und herrliches errungen wurde: unser starkes deutsches Vaterland; wir sollten deshalb der Krieger gedenken, die der heißen Kämpfe Opfer geworden find. Zwar habe die Gedächtnisfeier an Gravelotte eine andere Gestalt bekommen; die Eltern, die ihre Söhne verloren, seien ab- gerufen, den Witwen, die ihre Gatten betrauerten, feien die Thränen getrocknet, die Kinder, die ihre Väter verloren, seien zu Männern herangewachsen, und auch die, die mit- gekämpft, würden nach und nach zu ihren Vätern versammett; rin junges Kriegergeschlecht wachse heran, zu den Veteranen hätten sich die jungen Krieger gesellt, an ihnen fei es, an dem Gedächtnis ber Gefallenen, aber auch an dem Errungenen festzuhalten. Und wenn erst in diesen Tagen ber französische strieg5minifter bei der Einweihung eines Tenkmals darauf hinge^viesen, daß der auf dem Sockel des Tenkmals stehende Soldat der ^oldat der Zukunft und der Rächer Frankreichs sein werde, so bebeute bies für uns die Mahnung, nicht auf unfern Sorbern auszuruhen,, sondern das Pulver trocken zu halten, das Schwert zu schärfen. Mit einem warmen Appell an die jungen Krieger, ebenso freudig für das Vaterland zu kämpfen, und wenn es sein muß, zu sterben, wie die Veteranen und bie hier Ruhenden, schloß Pfarrer Tr. Naumann ferne zu Herzen aller Anwesenden gehende Ansprache. Nachdem bie Musik noch, den Choral „Nun danket alle Gott" gespielt, marschierten die Vereine mit klingendem Spiel nach, dem Marktplatz. — Hier Hielt 60 ML, 2. DnaL 54—56 ML; Kühe L Qual. 66—68 ML, 2. Qual. als Gast. 4% Oesterr. Goldretne . . 103.80 4*/3 % Oesterr. Silberrente 10244 . 2645 . 3L80 . 86.00 .4084)0, . 21640 . 183L0 . 13440 . 14340 . 15L50i . 15410-' . 18.40 . 17140 . 192.00 . 180.40 . 16240/ 10240 92.70 102.40 92.40 100.40 9940 /feierte der Krieg Lrver ein fern 28. Stiftungsfest. Das /Fest erhielt ferne besondere Weihe durch Verleihung der Äaiserschleife an den festgebenden 'Verein, die Mitwirkung Mehrerer Gesangvereine und ein farbenprächtiges Aeußere ; durch die Teilnahnre der inr besten Sonntagsstaat erschien prenen weiblichen Jugend. — An dem G-auwettfahren, das der Dilbenburger Radfahrerverein veransbiltete, beteiligten sich^ auch, mehrere Gießener Radler; sie legten' die c/o Italien. Rente . . . 4*/2% Portugiesen . . . S% Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol .-Anl. 4?]a% äussere Argentiner 30/0 Mexikaner . . , 4%% Chinesen . . . Electric. Schachert . . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . . Diskonto-Konunandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . . Lombarden . . . « Gotthardbahn . . . . Laurahütte..... Bochum ...... Harpener..... Tendenz: fest. Garnison-Lazareth übergeführt worden. — Wie aus Lüden- cheid depeschiett wird, greift der Typhus in besorgniserregender Weise um sich. Es werden energische Maßregeln zur Bekämpfung der Seuche getroffen. — Aus Posen wird amtlicherseits gemeldet: Die Nachricht, daß hier die Cholera oder eine cholera-ähnliche Krankheit herrsche, beruht auf Er- indung. In einem Teil der Unterstadt hat vor einiger Zeit Brechdurchfall grassiert, der zu zahlreichen Erkrankungen ühtte, gegenwättig aber bereits im Erlöschen begriffen ist. 102.20 103.00 4740 29.35 28.45 113.60 43.50 Vermischtes. * Griudelwald, 17_ August. Am Wetterhorn wurden gestern zwei englische Touristen mit zwei Führern von einer neuen Schneelawine überrascht. Ein Engländer und ein Führer wurde getötet, der andere Engländer wurde leicht und der Führer schwer verletzt. * Tausend Menschen ertrunken. Eine Hongkonger Depesche vom 15. Aug. berichtet über verheerende U e b e r s ch w e m m u n g e n in der chinesffchen Provinz Kwangsi, tausend Personen seien ertrunken. Infolge heftiger Regengüsse in Hongkong seien mehrere Häuser eingestürzt und 20 Personen getödtet worden. • Ein schweres Unglück auf der See. Eine Lloyddepesche aus Kapstadt vom 9. d. M. meldet: Als die britische Bark „Highfteld" von Cardiff gestern Nacht bei tarkem Sturm in den hiesigen Hafen einlief, stieß sie mit rem dott ankernden Hamburger Dampfer „Kaiser" zusammen. Die Bark sank sofott. Von der Bemannung sind 2 3 Personen ertrunken und 4 gerettet Ob Dampfer „Kaiser" gerettet ist, ist unbekannt * Epidemien. Der „Schles. Ztg." zufolge sind von Mannschaften des in Liegnitz garnisonierenden Königs- Grenadier-Regiments, die gegenwättig in Schwersenz b. Posen zum Regiments- und Brigade-Exerzieren einquattiett sind, 69 Mann an der Ruhr ettrankt und in das Posener olgte eine Besichtigung der Ausstellung unter Führung des Ehrenpräsidenten, des Rittmeisters Baron RiedeseL Um 3 Uhr sprach Sdjjrer Seip> in freier, feffeluder Weise über den Nutzen der Bienenzucht und erntete reichen Bestall der zahlleichen Versammlung. 372% Reichsanleihe 30/0 do. 3V,o/o Konsols . 3O/o do. . . 372% Hessen 3% Oberhessen Zpielplan der vereinigten Frankfurter Ztadttheater. Lperuhaus. Dienstag den 19. August, abends 7 Uhr: „Die Regiments-, tochter." Hieraus: Tanzbilder (Ballettdioertissemeut). Schauspielhaus. Dienstag den 19. August, abends 7 Uhr: Dramen-EykluS, -um Abschiede vom alten Schauspielhause. Neunter Abend. Friedrick) Hebbel (geb. 1813, gest 1863.) „Maria Magdalenas Clara: Fraulein Irene Triesch vom Deutschen Theater mBerürp Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 18. August 1902. OberpostseckretjLv i- P. Wacher vor beut Megetixenfmol eine Ansprache, irt ber er .tl t Gießen ihre Krieger in dem Denkmal nnd den in dem allehrwürdigen Rathanse angebrachten GedeuLafellr geehrt; er l^te mit den Worten^ die Kaiser Wilhelm L bei der Enthüllung des Niederwald- (bentmafe gesprochen: „Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Lebenden gyr Anerkennung, oen kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung. Das walle Gott", einen Kranz am Denkmal nieder. Der Redner schloß mell einem Hoch auf Kaiser nnd Großherzog. — Zur FÄer des Tages konzertierte darauf die Regimentskapelle am Kriegerdenkmal.—Der vom Veteran en-Verein am Nachmittag veranstaltete Ans- flng nach Bichlers Terrasse war urcht besonders stark besucht, ‘toaS wohl dem Umstande zuzuschrmbeu war, daß die Mehr» zahl der Vergnügung und Unterhaltung Suchenden entweder die'Wiesecker Kirmes oder das in Steins Garten statt- fiudende Koschat- Konzert aufsuchte. Ueberdas letztere .können wir berichten, daß es sehr gut besucht war und die Vorträge des berühmten Qmntetts verdienten Beifall fanden. Besonders geehrt wurde der Komponist Thomas Koschat selbst; mit cheralevesker Gemütlichkeit lieferte er allen, die ihn darum angingen, sein notengeschmücktes Auto- tgramm ans — der Schwerenöter 1 — In Wies eck gab es Kirmes, Nnd was das heißt, konnte man nachmittags sehen, als der Strom der Gäste sich, nach der in letzter Zett ge- walttg sich ausdehnenden Zukunftsvorstadt wälzte. Wohl die Hälfte seines Bestandes an Männlein nnd Weiblein hatte Gießen hinansgeschickt nach Wiefeck, wo gar verführerisch -lockten duftende Bratwürste und Walzerkomposttionen bekannter, verkannter und unbekannter Meister,' und die alle nach ihrem Geschmack bedienten Biertrinker schmunzelten ebenso mit den Wirten um die Wette, wie die tanArein- schwingenden Jünglinge mit nicht minder tanzlusttgen Schönen zwischen 16 und 50 Jahren. Wer den Festort früh verließ, geht heute wieder nach Wiefeck, und wer spät heimtrollte, dttio. — DerArbettergesangverein Marburghatte als Zttl seiner Sängerfahrt den „Windhof" erkoren. 'Die Gießener „Eintracht"' leistete ihm Gesellschaft, und beide Vereine unterhielten"sich und ihre Gäste nut hübschen Chor- und Quartettgesängen. — In Watzenborn-Ste^inber g Kunst und Wissenschaft. Bayreuth, 16. Aug. Tie heutige „Si egs ried"-Anfuhr u u g befriedigte das internatwnale Publikum vollauf. Siegfried Wagner dirigierte mit vielem Geschick. Die Be- etzung war folgende: Siegfried: Ernst Kraus-Berlin, Mime: Hans Breuer-Wien, Wanderer: Theodor Bertram-Berlüi, Alberich: Fritz Friedrichs-Bremen, Fafner: Johannes Elmblad-Stockholm, Erda: Ernestine Schumann-Heink-Berlin, Brürchilde: Ellen Gulbranson- Christiania, Waldvögelem: Emmn Destin-Berlin. — Frau Costma LÄrgner hat sich wieder vollständig erholt und sieht sehr wohl aus. Bcsau^ou, 17. Aug. Heute fand hier die Einwechung des Pasteur-Denkmals statt. Bei derselben hielt Ackerbau- mimster Mougeok eine Rede, m der er Pasteur als Wohllhäter der Menschheit feierte. Arbeiterbewegung. Köln, 17. Aug. Eine stark besuchte Maurer versamm- l u n g beschloß heute, sich mit den Aushilfsarbeitern, die wegen Lohnerhöhung in den Ausstand gerieten sind, solidarisch zu ettlären und morgen überall bxe Arbeit niederz uLe gen, wo die Forderungen der letzteren nicht bewilligt werden, auch wenn die Forderungen der Maurer, die seit einiger Zeit selbst in der Aus- tandsbewegung sind, bewilligt werden. Ten gleichen Beschluß aßte die Organisation der Zünmerleute und Stuckateure. Gleichzeitig hielt die Kölner Baugewerbe-Innung eine außerordenlliche Generalversammlung ab, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, über die zuletzt bewilligten, aber den Forderungen der Arbeiter nicht völlig entsprechende Erhöhung der Löhne nicht hinauszugehen. Hamburg, 17. Aug. Die Fuhrwerksbesitzer lehMen gestern in nichtöffenllicher Versammlung einen Antrag ab, nach dem der Verkehr im Interesse des Publikums bis zum Septernber wieder ausgenommen werden und danach der Ausstand wieder in vollem Unffang eintreten sollte, wenn die Polizei bis dahin keine Abänderung des neuen Reglements genehmigte. Von morgen ab soll auch die Leichenbeförderung eingestellt werden. Die Aerzte versuchten heute schon überall vergeblich Fuhrwerke zu erhalten. Die Hamburg-Amerika-Linre ließ die auf ihren Schiffen eingetroffenen Reffenden durch von ihr gemietete Motorwagen der Straßenbahrr in die Stadt befördern. Obgleich eine größere Anzahl Ausständiger am Hafen anwesend war, sind Ruhestörungen nicht vor- gekommen. Streikposten an den Hamburger Grenzen suchen auswärtiges Fuhrwerk abzuhalten. Wie es heißt, solle versucht werden, auch die Schaffner und Führer der elektrischen Bahnen zum Ausstand zu veranlassen, damit die Polizei zum Nachgeben gezwungen werde. Es verlautet, daß in den nächsten Tagen auch die Rollfuhrwerksbesitzer den Betrieb einstellen wollen. Paris, 17.Arrg. EinAusstand der Kohlenarberter des Loirgebrets steht bevor. Morgen sollen die Direktoren der Gesellschaft die Antwott aus die Forderungen der Arbeiter geben. Da dieselbe aber abschlägig laiueit dürfte, wrrd voraussichtlich am Dienstag der allgemeine Ausstandi beschlossen werdeii. .ffg., Geschäft: bei Hornvich gut, bei Kleinvieh gut, alles oettaust. fc. Frankfurt a. M., 18. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gießem. Anz.") Amlliche ^Notierungen der heutigen Fruchtmarktp-reife.; Merzen All. 00.00—00.00, Kurhestffcher Alk. 00.00—00.00, La Plata Alk. 16.75—17.75, Kansas Mk. 16.75—17.75, Roggen (hieftger>, Matt 1445—14.75, Gerste (Wetterauer) All. 00.00—00.00, Franke»-, selber Alk. 00,00—00,00, Hafer All.1740—1840, Mais ML 1245—0000,,' Weizenmehl 0 Mk. 25.00—2540, 2. Qualität Mk. 23t», bis Mk. 24.00, 3. Qualität Mk. 21.00—2140, Roggenmehl 0 Mk. 24.00—00.00, 1. Qualität ALL 22.50—00.00, Weizenkleie bis Mk. 0.00, Roggenkleie Mk. 940—0.00, Maiskeime ML HHXK bis Mk. 00.00, Fraiiken, Pfälzer, Ried Atk.00.00—00.00. Alles per, 100 Kg. ab hier. und zahlreicher Zuschauer von dem Kreisrat Dr. Wallau Ä wuuu <ö_,o via., hier mit einer kurzen, packenden, die Bestrebungen der gewicht 62—65 Pfg., Schafe: L Qual. Schlachtg^ncht 64—66 Bienenzüchter anerkennenden Ansprache eröffnet Darauf ' Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Mainz, 18. Aug. Der Kaiser richtete am 16. d. MtZ. aus Homburg folgendes Telegramm au den Gr-vtz- herzvg: „Es ist mir ein Bedürfnis Dtt nochmals auszu- prechen, wie ich durch die Beweise wahrer patriotischer Gefiu- nuug im Heffenlaude gestern ans der prächtigen Rheiufahtt und heute in dem schönen Mainz hocherfreut worden bin. Zch darf/ Dich wohl bitten, Deinem wackeren Volke meine» herzlichsten- Dank zu übermitteln." Hornburg v. d- H., 18. Aug. Der Kattie r und te Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Joachim und Priuzesstttz Viktoria Luise trafen gestern nachmittag auf dem Sauris burg-Kastell ein und ließen sichj durch Baurat JaeoüL, die Bauten, die in der letzten Zett vollendet lvurden, erklären./ Besonders die römische Luftheizung, die angezündet mar.1 Sodann wurde im rechten Flügel des Prätoriums die dort; untergebrachte Ausstellung der Saalbnrgfteunde-BerLn^ deren Mitglieder augenblicklich hier sind, eröffnet. Der Kaiser^ lieh sich den Vorsitzenden, Major Schütz, den Schatzmerster^ unö die Aussteller vorstellen und wünschte zum Unternehmen Glück. Der Kaiser ließ sich alles eingehend erklären nnd, prach, sich sehr anerkennend aus. Zum Abschied reichte er, edem die Hand. Hom du r g, 18. Aug. Der Kaiser hörte gesttm vor-, mittag Votträge und begäb sich nachmittags mit seiner Familie nach der Saallbu r g. Heute vormittag ritt der, Kaiser ebenfalls dorchin und hatte eine Konferenz mit Prof., Jchelhäuser. Berlin, 18. Aug. Eine von etwa 2000 Personen besuchte Versammlung txer Polen BerlrnÄ be- schäftchte sich, gestern mtt dem Thema: „Die antipoüftschen> Maßnchmen der Regierung und unsere nationalen Auf- gaBen." Redatteur Wrobel bezeichnete dos TLutschtumi als den Erbfeind des Polentums, daher dürfe man sich' nicht wundem, wenn die Machtstellung der Polen sich in' rücksichtslosem Kampfe gegen die Regierung zeige. Die Polen in Preußen seien von lauter Feinden nm^ geben. Namentlich! ba£ Zentrum strebe, sie unter den Macht des Glaubens zu germanisieren. Durch den An- siedlungssonds sollten die Polen unterdrückt werden. MiL-i tär- und andere Behörden, boytottierten die polnischen Ge-> schaftsleute. Es gelangte eine Resolution zur Annahme die gegen die polenfeirü>liche Politik der preußischen Negierung Protest erhebt. Es 'wird für eine heilige PfLcht der Polen erklärt, an chrer Nationalität festUchalten. ©ie bettachtet als Verrat der polnischen Sache den Verkauf' polnischer Grundstücke an die Ansiedlungskommisswn. Sie» verpflichtet sich alle Bestrebungen, welche zur Aufrecht-^ erhaltung des Polentums förderlich, find, thatkräfttg zu/ unterstützen. — Gegen die ft 0 In i scheu F r ackt i on Amttt«- g li e d e r im R e ichst ag e wurden im Lause der .Versanrm--- lung heftige Vorwürfe wegen deren schlappen Haltung in. der Polenfrage erhoben. Die Mitglieder der Fraktion, wwv" ben als politische Idioten bezeichsnet. H a m b u r g, 18. Aug. In der Nacht ist der Genea^aul-) streik sämtlicher Droschkenkutscher proklamiett., Auch die Stallkutscher, die feste Kundschaft fahren,; haben die Fahrten eingestellt. Die StraßenLahuwagen find' infolge des Streikes überMlt. P a r i s, 18. Aug. Der „Figaro" veröftentlicht das Bord- Tagebuch Easton-Meuriers auf der Nordlandre^ise mtt Waldeck-Rousseau diach demselben war das Zus am - mentreffen mit Kaiser Wilhelm zufällig. Nach dem Einlaufen der Ariane kam eine Ordonanz von der ,4)ohenzollern", die um die Namen der ftanzösischen Mcht! bat. Am nächsten Tage erschien Herr v- Tschir ss chktz im. Auftrage des Kaisers zur Begrüßung an BorA der „Ariane" und lud Waldeck- Rousseau allein ein,' an Bord der ,^>ohenzollem" zu kommen, da ihn der Kais er zu sprechen 'wünsche. Waldeck-Rousseau blieb eine. Stunde fort und brachte eine Einladung zum Abendesseu' Er kündigte ferner an, daß der Kaiser die, ,Ariane"^ zu besuchen wünsche. Die Besichtigung dauerte zwei/ Stunden. Beim Abendessen auf der „Hohenzollern" spreite-) die Musik nur französische Stücke. Die Unter-: Haltung betraf Theater rc. Als die „Ariane" am andern, Morgen in See stach, begrüßte der Kaiser beim Vor beifahren' nochmals die Insassen der „Ariane". Kandel und Verkehr. Volksunrlschast — Zuckerfabriken und Raffinerien für Kolorrialwareu- Häudler, e. G. m b H., in Magdeburg. Nach langen Vorarbeiten ist das Projekt, Zuckerfabriken und Raffinerien für Rechnung einer Genossenschaft von Kolonialwaren-Händlern zu betreiben, soweit gediehen, daß beim Amtsgericht in Magdeburg die Eintragung ins Genossenschastsregffter erfolgt rst. Mstglred der Genossenschaft kann jeder Kolonialwarenhandler, der glelchzeirig Ladeninhaber ist werden, der die Statuten der Genoffenschast für sich als bindend anettennt und den festen Vertrag von 100 Mk. als Geschäftsanteil entrichten Jeder Genossenschafter kann 300 Anteile erwerben. Die Zahl der Geschäftsanterle, die jcber Genossenschafter erwerben muß, richtet sich nach dem Quantum Zucker das er sich pro Jahr abzunebmeu verpflichtet, und zwar ist für je 20 Zentner Zucker ein Geschästsarüeil von 100 Mk. zu erwerben. Durch Gründung der Genossenschaft haben dre Koloma waren-Handler einen Schrift vorwärts auf dem Weg der Sell^thüfe gethan, um so mchr, als auch dem kleinen Kaufmann Gelegenheck geboten wird, sich an der Gelwssenfchaft zu beteiligen. Märtte. Grüuberg, 16. August. Fruchtmarkü (Turchschnitts- vreis vro 100 Kilo) Weizen 0040 bis 00.00 Mk., Korn lowO bis 0040 M^ Gerste 00.00 bis 00.00 M, Hafer 17.18 bis 00.00 ML, Erbsen 00.00—00 Mk., Linsen 00.M Mk., ^^^00-00 Mst Wicken 00.00 Matt, Samen 22.50-00.00 ML, Kartopttn 0.00 bis 0.00 Mk fc. Frankfurt a. M., 18. Aug. (^elegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Rotiermigen der heurigen Viehmarkt- preise. Zum Verkaufe standen 471 Ochsen, barimter 1^ chis Oesterreich, 44 BMen, darunter 2 aus .Oesteririch 870 ^ihe Fersen Stiere und Rinder, 0 Kuh ausOefterrerch, 186ftalbe_r, 139 ^cha,e und Härumel, 1157 Schweine, ,0Ziegen,0'Ziegen-,0SchasIammer. Bczm)lt wurde für 100 Pfund Schlachtgew, in ' > ch,eii l.Qualitat69-71 Mk L 65—ML, 3. Qua>. .>0—b2 All,; Bullen.LQmll. 08 brs K. 16. Aftia, Heute narBmätag trnrrbe 60 ML, 2. DaaL 54—56 ML; Kühe L Quäl. 66—68 ML, 2. QrraL die Äem mel^L-Gäste Statt besonderer Anzeige Frau Elise Krausse, geb. Liebehenz, im Alter von 68 Jahren nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist Die Beerdigung findet Dienstag den 19. d. Mts., nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause, Grünbergerstrasse 54, aus statt Freunden und Bekannten machen wir hierdurch die schmerzliche Mitteilung, dass gestern vormittag lP/4 Uhr unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Grossmutter Die trauernden Familien Krausse und Düpier. Giessen, Aprath, Hungen, den 18. August 1902. 5808 . Krummeigras -Versteigerung der Stadt Gießen. Montag den 25. und Dienstag den 26. August, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof, von den Anlagen vor ->em Friedyof und von den Wieseckböschungen meistbietend verweigert werden und zwar: Montag den 2». August: a) an Ort und Stelle von den Wiesen vor der Neustadt, von den Wieseckböschungen, sowie von der früher Pascoe'schen Wiese; Neuenwegerchor von den Wiesen im Heegstrauch und im Rußland; c) an Ort und Stelle vom Friedhof (Abt. 1—8) und von den Anlagen vor dem Friedhof; d) im Philosophenwald, nachmittags 2 Uhr, von den Wiesen im Fürsteabrunnen, im Wieseckthal, von zwei Hospitalwiesen und von zwer Psarreiwiesen in der Gemarkung Wieseck, sowie um 5 Uhr von ca. 16 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. DieuStag deu 26. August: e) von den Ochsenwiesen, einer Hospitalwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, am Utersbrunnen und Altentisch; k) nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; x). nachmittags 2*/z Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten-Buseck: h) nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck. Die Zusammenkunft ist am 25. August am Neustädterchor und am 26. August in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, Vorstehendes m ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 18. August 1902. 5805 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecurn. Telegramm! Komme Dienstag auf den hiesigen Markt am Braud Mit einem Doppelwaggon «euer Kartoffeln, Mause, 10 Pfd. 45 Pf., Ctr. Mk. 4.25. außerdem AotLraut, Weißkraut, Wirstug, gelben Flüben, Zwiebeln, ^erlzwiebeln, Almneukohl, Salat- und ßinmachgurkev, Salatvoßnen, Schneiveboßneu sowie einer großen Ladung Kochvirneu, Hinmachbiruen, weicher tzßbirneu, Kepfel und reifer Kberländer Aerk-Maumen. Alles wird billig verkauft. 581(h Heinrich Klees aus Elberfeld. Stadt. Schlachtham. Freibank. Morgen: 5812 SchVtjueßkisH 50 Ksg. Während der Marktzeit findet der Verkauf des Fleisches in der Großschlachtviehhalle statt. Neue Kmloftln la. Wetterauer, weiße, L 3 Mt., — gelbe, Perle von Erfurt, pro Gentner inkl. Sack 3.50 Mk. versendet gegen Nachn. ab Echzell A. Simon II. in Echzell tu der Wetterau. 08551] Eine Sendung ■NF* frische Eiumachgurken kommen morgen am Brandplatz zum Verkauf. Billigste Preise. ___________ Frau Kerber. Jitnt KMinseu ■"g""- z. M. ajiiH. Dachdecker V arbeiten aller Art ,übern im WL Sj Accord und Tage- lohn bei pünktlicher Ausführung zu den billigfieii Preisen Fr. H. 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