Nr. 140 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- Nättet viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck tu Verlag bc. Brüh l'fchc Univerf. Buch- u.Stei. bructerei (Pietsch Erbens 9ui)atuL. Expedition um Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprcchanschlnß Nr. 51. Mittwoch 18.Jmü 19OS 153. Jahrgang Erstes Blatt. Amis- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen sür die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pst, auswärts 20 Psg. Verantwortlich: sür den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: sür „Stadt und Land" und „Gerichtssaal": Curt Plato; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Bezugspreis: monatlich 75Ps., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch A Abhole- u. Zweigstellen V$f inonatlich 65 Ps.; durch v diePostMk.2.—oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen Gießener Anzeiger ** General-Anzeiger H0B Gießen, den 16. Juni 1902, Betr.: Anleihen der Gemeinden. Das Großhersogliche Kreisamt Gießen an i>ie Grotzh. Bürgermcsftcrekett des Kreises. Wir sind veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß Anleihen der Gemeinden mit Ausnahme von s. g. Kassen-Anleihen, die in demselben Rechnungsjahr wieder abgetragen werden und die nicht genehmigungspflichtig sind, zur Deckung laufender Ausgaben, insbesondere zur Erhöhung des Betriebskapitales nicht zulässig erscheinen und nicht genehnligt werden können. Bei dieser Gelegenheit empfehlen wir Ihnen, Ihre An- träge wegen Genehmigung von Anleihen stets zu einen: Zeitpunkt einzureichen, in dem das die Anleihemittel erfordernde Unternehmen sich noch in der Vorbereitung befindet und noch keine Kosten entstanden sind, deren Deckung bei etwaiger Nichtgenehmigung des Anlehens Schwierigkeiten verursachen könnte. v- Bechtold. Gießen, 16. Juni 1902. Betr.: Statistik der Taubstummen. Das GrotzherMliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche uiifcicu Auflage vom 20. Mai 1902 (Amtsblatt Nr. 10) noch nicht entsprochen haben werden an deren Erledigung erinnert. v- Bechtold. Bekanntmachung, Betreffend den Ankauf von Simmenthaler Zuchtvieh aus der Schweiz. Die nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit zur Kenntnis der Beteiligten mit dem Anfügen, daß Anmeldungen bis zum 5. August 1902 bei mir erfolgen können. Sie sind an das Großh. Kreisamt Gießen zu adressieren. Der Direktor des Kreiszuchtviehvereins (für Simmenthaler). Dr. Heinrichs. Bekanntmachung. /fetr.: Wie oben. * Der landw. Provinzialverein beabsichtigt um die Zeit von Ende August bis Mitte September durch eine Kommission von Sachverständigen, Zuchtvieh der Simmenthaler Rindviehrasse und Saaner-Ziegen aus den betr. Originalzuchtgebieten einzuführen. Der Import erstreckt sich nur auf wirtlich gutes Zuchtmaterial von Bullen, jungen Kühen, Kalbinnen, Ziegenböcken und Ziegen. Die Durchschnittspreise dürften sich in der Schweiz wohl gleichhoch stellen, wie in früheren Jahren. Die Ankaufskosten trägt der Verein. Beteiligen können sich am Bezug: Einzelzüchtcr, Gemeinden und Zuchtvereine und sind die Bestellimgen schriftlich bis zum 15. August d. Js. unter Angabe des Geschlechts und der sonstigen Wünsche bei den Zuchtvereinen, oder direkt bei der Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen in Alsfeld anzumelden. Die angekauften Tiere werden unter den Bestellern versteigert. Erreicht der Steigerlös nicht die Höhe der Ankaufssumme, so wird der Fehlbetrag prozentualisch dem Steigpreis der einzelnen Tiere zugeschlagen. Uebersteigt der Steigerlös die Summe der Ankaufspreise, so erfolgt eine Rückvergütung nach demselben Maßstabe. Der Provinzialverein bestreitet, wie schon gesagt, die sämtlichen allgemeinen Kosten des Kaufs (alle Kosten abzüglich der Ankaufspreise). Außerdem kann, soweit die vorhandenen Mittel reichen, auf Antrag der Besteller für Bullen und Ziegenböcke ein Teil des Steigpreises und zwar bis 511 20 Prozent nachgelassen werden, wenn die Besteller Zuchtvereine oder Gemeinden sind. Für weibliche Tiere wird ein Nachlaß nicht mehr gewährt. Ort und Tag der Versteigerung der angekauften Tiere unter den Bestellern wird später mitgeteilt. Hardt-Hof, den 13. Juni 1902. Ter Präsident des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. S ch l e n k e. ____ Dalitische Tagesschau. Nürnberger Fest-Nachklänge. Das Kaiserpaar hat, wie wir bereits ausführlich berichteten, den Nürnberger Feierlichkeiten aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums des Gerinanischen Museums beigewohnt. Am Montag früh waren der Kaiser und die Kaiserin in Nürnberg eingetroffen, der viel besungenen alten deutschen Stadt, die, obwohl sie heute eine bedeutende moderne Fabrikstadt ist, doch so wundersam anheimelnd von ihrer großen historischen Vergangenheit in ihrem Straßenbilde erzählt. Vom ersten Bürgermeister Dr. v. Schuh war der Kaiser mit einer Ansprache begrüßt worden. Der Kaiser antwortete darauf mit folgender Ansprache: Ich spreche Ihnen in meinem und der Kaiserin Namen den herzlichsten Dank für die Begrüßung seitens der Stadt Nürnberg aus. Ich kenne Se. Königl. Hoheit den Prinzregenten und tueip ihm herzlichen Dank, daß er die großartige Idee gehabt hat, an diesem Tage auf historisch denkwürdigen Boden die Fürsten Teutich- lands zusammen zu berufen. Ich fasse meinetl Dank zusamiuen m das Grußwort: „Der Burggraf von Nürnberg grüßt d,e Nürnberger!" Als das erste Amt, das ich heute hier wieder verwalte, fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Se. Königl. Hoheit Prinz Luitpold Hurrahl Bei dem Festmahl am Abend hielt dann der Kaiser folgende Rede: y ] „Aus tiefstem Herzen fließt der Tank, den Ihre Majestät die Kaiserin und ich Ew. kgl. Hoheit entgegenzunehmen bitten. An erster Stelle danke ich als Chef im Namen Meines Jnfanterie- Neginieiits für die huldvolle Ehrung meines unvergeßlichen Großvaters, Kaiser Wilhelms des Großen, durch die Verleihung d es Nam cnszu g es seitens Ew. kgl. Hoheit an das Regime n t. Zum anderen danke Ich Ew. kgl. Hoheit für die Einladung zu dem herrlichen Feste des Jubiläums des Gennamschen Museums. Es war ein kerndeutsches Fest, das wir gefeiert haben. Tenn in dem Museum verkörpert sich alles, was wir Germanen mit Stolz als germanische Kultur bezeichnen. Und dieses Symbol germanischer Kultur, den deutschen Einheitsgedanken verkörpernd, hat das Haus Wütelsbach unter seinen Schul; imb Schirm genommen, seiner althergebrachten Ueberlieferung folgend, in der Treue zu Kaiser und Reich. Nicht Nürnbergs Bürger allein, nicht Bayerns Söhne nur, alle germanischen Stämme blicken heute hierher und feiern heute mit; das bezeugen auch bte hier versammelten deutschen Fürsten. Auf blutiger Walstatt, nach steg- reichem Kampf, schlugen die deutschen Fürsten die Hande meman- ber und, umjubelt von ihren Völkern in Waffen, stellten sie das Deutsche Reich wieder her. Vorüber, so Gott will, ist für immer die kaiserlose, die schreckliche Zeit. Wiederaufgerichtet ist des Reiches ragendes Panier: der schwarze Adler auf goldenem Felde, umringt von den Fähnlein der fürstlichen Hauser mw chützend unr lagert von den in Waffen blitzenden, ch i m m e r n d e n H 0 r st e n der kriegsgewohnten germanischen Völker. Was die Feinde gefürchtet, wgs bte Zweifler verneint, was die Neider zu hinderii gesucht: es ist doch endlich vollbracht wordeii. Mit tiefem Danke gegen Gott, dessen Führung mein Haus von der Burggrafenzeit an bis hierher so wunderbar geleitet, stehe ich tiefbewegt auf Nürnbergs Boden, stolz aus Stehie Würde als Burggraf, vor dem erlauchten Regenten und Vater d i e f e s L a n d e s. Mit derselben Treue, mit bec einst die Burggrafen den früheren deutschen Kaisern die Pfalz bewahrt und behütet, werde auch ich das Kleinod des Reiches bewahren, fest bauend auf die bewährte Reichstreue des Wittels- bacher Hauses. Und nun auf, Ihr 9lürnberger und Bayern! Laßt unsere Gläser uns erheben zlun Gruße dem weisen Haupte des Hauses Wittelsbach. Lang lebe der Prinz-Regent! Gott schütze ihn und fein Haus. So grüßt der Burggraf von Nürnberg, der Hohenzoller, d e s Kö ni g r e t ch s Bayern Verweser, den W i t t e ls b a ch e r. Hurra, hurra, hurra!'. Der Trinkspruch, den der Prinz reg ent bei dem Festmahl ausbrachte, hat folgenden Wortlaut: Von ganzem Herzen begrüße ich meine hohen Gäste, Se. M. den Deutschen Kaiser, König von Preußen, Ihre M. bte Kaiserin, 3 M. den König von Württemberg und den Großherzog von Baden, indem ich ihnen meinen tiefgefühlten Dank für die Gnade ihres Besuches ausdrücke. Durch ihre hohe Gegenwart haben meine mir hoch willkommenen fürstlichen Gäste der Jubiläumsfeier die schönste Weihe verliehen. Ich fordere Sie auf, mit mir in trinken auf das Wohl J.J.M.M. des Kaifers und der Kaiserin und des Königs von Württemberg sowie des Großherzogs von Baden, Sie leben hoch. Der Prinzregent verlieh eine große Anzahl von Ordensauszeichnungen. Der Kaiser verlieh u. a. die Brillanten zum Kronenorden zweiter Klasse dem Bürgermeister Dr. v. Schuh. Wie der „Fr. C." hört, sind dem Kaiser und dem Prinzregenten als Willkommengabe der Stadt plastische Nachbildungen der Burg in edlem Metalle gestern überreicht Worten. Der Kaiserin wurde eine Sammlung von ^ürn* berger Ansichten überreicht. hessischer Kandtag. Zweite hessische Ständekammer. 114. Sitzung. Darmstadt, 17. Juni. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 9,30 Uhr. Am Regierungstisch: Staa-tsminister Rothe Exe., Geh. Staatsrat v. Krug, Oberregierungsrat Weber, Ministerial- sekretär Dr. Weber. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Beratung über die Wahlrechts Vorlage. Abg. Gutfleisch (seist): Er habe sich das Wort erbeten, um einige Worte gegen seinen Kollegen Jöckel vorzubringen. Dieser habe eine Rede im Hause gehalten, wie er sie nicht für möglich gehalten hatte, denn beide Prinzipien des Artikels 4 habe dieser bekämpft. Wenn er auch von vornherein erwartet habe, daß der Abg. Jöckel die direkte Wahl bekämpfen werde, so habe er indes nicht erwartet, daß er auch Ans brr Geschichte der Spar- und LeiMc Gieße«.*) Zu Anfang des Jahres 1833 traten mehrere Männer der Stadt Gießen zusammen, um, dem Beispiele vieler anderer Orte des Großherzogtums folgend, zur Befriedigung des auch hier hervorgetretenen Bedürfnisses eine Spar- und Leihkasse zu gründen. Der provisorische Ausschuß hatte Statuten entworfen, welche am 10. Juni 1833 an den Großh. Kreisrat des Kreises Gießen, Geheimrat Knorr, eingesandt wurde mit der Bitte, die Gemeinden des Kreises Gießen zur Uebernahme der Garantie des Instituts zu veranlassen. Mit Ausnahme der Gemeinden Klein-Linden unb Königsberg lehnten indessen alle übrigen Gemeinden die Garantieübernahme ab. Am auffallendsten war es, daß der Orts- vorstand zu Gießen sie ebenfalls ablehnte, obwohl der damalige Bürgermeister Silbereisen dem provisorischen Komitee angehörte. Daß unter solchen Umstanden, besonders aber bei dem ablehnenden Standpunkt der größten Gemeinde, der Stadt Gießen, nicht daran zu denken war, eine Garantieleistung, wie fie von Seiten der Regierungsbehörde mit warmen Worten empfohlen wurde, herbeizuführen, bedarf keiner weiteren Ausführung. Es mußte deshalb ein anderer Weg gesucht werden, der zum erwünschten Ziele führen konnte. Bei den Erwägungen hierüber scheint der Gedanke aufgetaucht zu sein, den Kreis Grünberg noch in den Bereich des Sparkassenbezirks zu ziehen, um so den Geschäftskreis zu erweitern und die Errichtung der Anstalt besser zu sichern. Am 22. Dezember 1833 erließen die Großh. Kreisräte zu Gießen und Grünberg eine Einladung zum Beitritt zu einem Verein für Errichtung einer Kredit- und Sparkasse auf Montag den 6. Januar 1834. In einer Versammlung wurden dann die Statuten in verbesserter Form angenommen; am 19. März 1834 fand die *) Den vorstehenden Artikel haben wir mit Erlaubnis des Herrn Verfassers der Broschüre gleichen Titels von Rendant Hermann Döring entnommen. D. Red. Wahl der Gesellschaftsbeamten statt und das Institut trat sofort ins Leben. Es fehlte nunmehr noch die landesherrliche Genehmigung, die alsbald nachgesucht wurde. Bei Vorlage des verbesserten Statutenentwurfs war die Regierungsbehörde zu der Ansicht gelangt, daß man den Gemeinden in corpore nicht eine Garantie für das ganze Institut zumuten dürfe, sondern daß jede Gemeinde mir für diejenigen Darlehen aus der Kasse Garantie zu leisten habe, welche mit Zustimmung ihres Ortsvorstandes an einzelne Glieder hergegeben würden, während die Gemeinde selbst sich von den Debenten durch sogen. Rückbürgen Sicherheit bieten lassen solle. Diese Art der Verbürgung wurde von den Gemeindeoorständen zum größten Teile angenommen, während der übrige Teil (darunter auch Gießen) sich selbst in dieser Form nicht vorbürgen wollte. Das Institut erfreute sich in der Folge einer stets steigenden Sympathie im Publikum und nahm in erfreulicher Weise einen immer größeren Umfang an. Während der Stand der Einlagen im ersten Jahre (1834) 18 218 fl. 12 Kr. betrug, ist er bis Ende 1901 auf 9 595 016.35 Mk. gestiegen. Die Zahl der Einlagebücher hierüber beträgt 13 313. Im Jahre 1846 wurden die zum Kreise Grünberg gehörigen Orte abgetrennt und die in dieser Stadt bis dahin gewesene Filiale in eine selbständige Sparkasse umgewandelt. Das Jahr 1866 rief durch den mit Preußen abgeschlossenen Friedensvertrag wieder eine Verkleinerung beS Bezirks hervor durch Abtretung der Orte des Hinterlandes an Preußen: Krumbach, Frankenbach, Fellingshausen, Hermannstein, Königsberg, Naunheim, Nodheim a. d. Bieber, Waldgirmes. Am 2. Mai 1881 wurde von der städtischen Armendeputation der Gedanke angeregt, auch in Gießen eine Pfennigsparkasse zu errichten, wie sie bereits in anderen Städten ins Leben gerufen waren. Nach längeren Verhandlungen, bei denen namentlich die bedeutende Mehrarbeit für den Rechner heroorgehoben wurde, beschloß die Hauptversammlung, bei der Sache mitzuwirken, und bewilligte zugleich am 1. November 1881 1000 Mk. zur Annahme eines zweiten Gehilfen. Obwohl bereits im März 1834 die Anstalt eröffnet wurde, nahm man doch an, daß erst mit Genehmigung der Statuten (7. Oktober 1834) die Gründung als erfolgt anzusehen sei. Es wurde deshalb auch erst am 7. Oktober 1884 ba$ 50jährige Bestehen gefeiert. Dem Direktor Geh. Regierungsrat Dr. Haberkorn sprachen der Ausschuß und die Hauptversammlung den Dank aus für die langjährige und umsichtige Leitung des Instituts. Im Jahre 1884 wurde die Notwendigkeit einer Ver> besserung der Statuten erkannt und diesbezügliche Verhandlungen eingeleitet. Diese hatten jedoch bei den widerstreitenden Ansichten der mit der Sache beauftragten Ausschußmitglieder zunächst fein befriedigendes Ergebnis. Indessen wurden die Verhandlungen fortgesetzt und namentlich die Frage, betreffend die Haftung der Bezirksgemeinden für die Verbindlichkeiten der Kasse, längeren Erwägungen unterzogen. Tie Verhandlungen führten jedoch zu keinem Erfolge. Erst 1896 gelang es, eine Einigung zu erzielen. Es wurde vorgeschlagen: Einführung einer Haftung der Verbandsgemeinden, Beibehaltung der Hauptversammlung, Schonung der Ansprüche der vorhandenen Einzelmitglieder und angemessene Vertretung von Stadt und Land. Weiter wurde vorgeschlagen, die Zahl der Mitglieder der Hauptversammlung auf 100 zu erhöhen unb zwar sollten dieselben bestehen: a) ans dem Bürgermeister, den Beigeordneten und de Stadtverordneten der Stadt Gießen; b) aus den Bürgermeistern, bezw. Beigeordneten der übrigen Verbandsgemeinden, und c) aus gewählten Einwohnern ter Verbandsgemeinden. Gleichzeitig sollten besondere Bestimmungen festgesetzt werden zum Uebergang der bestehenden in bte neuen Verhältnisse. Wetter Juni Höchste Temperatur am 16. bis 17. Juni Niedrigste „ 16. „ 17» 745,5 747,1 748,3 o Dieser Vermittelungsvorschlag wurde von der Haupt- versammlung am 4. Dezember 1896 angenommen. Schon früher hatte die Verwaltungsbehörde daraus hin-1 gewiesen, daß die hessische Regierung beabsichtige, gleich wie, Preußen, das Sparkassenwesen gesetzlich zu regeln. Dieser Hinweis hatte wesentlich dazu beigetragen, daß der von der Kommission ausgearbeitete Entwurf erst 1899 zur Vorluge kam. Derselbe war möglichst den Satzungen der Bczirks- sparkasse Langen angcpaßt. Die Hauptversammlung nahm in ihrer Sitzung vom 29. Dezember 1899 den Entwurf an und es wurde alsbald die erforderliche staatliche Genehmigung nachgcsucht. Dieselbe wurde nach längeren Verhandlungen erteilt. Hiermit ist das Institut nicht nur auf eine ganz neue zeitgemäße Grundlage gestellt worden, sondern es bietet auch durch die von den beteiligten Bezirksgemeinden, deren Namen aus der'Satzung selbst hcrvorgehcn, übernommene Haftpflicht eine hinreichende Garantie, sodaß die Bewohner des Bezirks ihr Geld unbesorgt bei ihm anlegen können, nachdem auch durch Verleihung der Rechtsfähigkeit die Mündelsicherheit ausgesprochen worden ist. voraussichtlich am nächsten Sonntag nach London begeben, wo er am 23. ds. Mts. erwartet wird. — 25 Angehörige der Geographischen Gesellschaft in Lille besichtigten gestern die Räume des Residenzschloffes und der Sammlungen. Mit großem Interesse nahmen die Herren die aufgestellten Kunstschätze in Augenschein und sprachen sich am Schlüsse hochbefriedigt über das Gesehene aus. Sie hätten in Darmstadt so große und wertvolle Sammlungen nicht vermutet, nachdem sie. diese in Städten wie Karlsruhe und Stuttgart in gleicher Regen Bew. Himmel Regen 18,00 c. 4,1° C. men angenommen. Dagegen stimmen die Na- t io na (liberalen Heidenreich, Jöckel, Koch und Möllinger sowie das Mitglied der wirtschaftlichen Vereinigung Leun. Die Annahme des Gesetzes erscheint indes sehr zweifelhaft bet der herrschenden starten Antipathie der Vertreter der ländlichen Wahlkreise gegen eine Vermehrung der städtischen Abgeordneten. Nächste Sitzung Mittwoch 9 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 60 ! N. 83 I NE. 97 WNW. sondern solle trotz seiner Schönheitsfehler etwas schaffen, worauf das hessische Volk stolz sein könne. Abg Bähr (f. w. V.) ist mit den Ausführungen der Abaa. Gutfleisch und Diehl im Wesentlichen einverstanden. Was die Frage der Vermehrung der städtischen Abgeordneten anlange, so dürfe man hier nicht nach der Beoölkerungszahl gehen, denn diese erscheine in der Stadt durch Militär, Studierende, Schüler und Arbeiter viel zu hoch im Verhältnis zum Lande. Man thäte besser, im Interesse des Zustandekommens der Vorlage die Vermehrung der städtischen Abgeordneten fallen zu lassen. Staatsminister Rothe: Die Frage. der Vermehrung der städtischen Abgeordneten hätte man besser bei der Spezialdebatte erörtert, aber nachdem sie einmal angeschnitten worden sei, wolle er kurz darauf eingehen. Schon früher habe der Abg. Wasserburg beantragt, daß hier in Bezug auf ötabt und Land kein Unterschied gemacht werde; allein die Re- das geheime Wahlrecht bekämpfen werde. Abg. Jöckel habe seine Rede eingeleitet mit dem Hinweis, daß er früher dieselbe Begeisterung für das direkte Wahlrecht gehabt habe, aber jetzt sehe er ein, daß die Sache mehr theoretischer Natur sei. Aber die Praxis sei die angewandte Theorie. Daß man die geheime Wahl , bekämpfen wolle, die wir schon hätten umd die man in der Vorlage nur sichern wolle, begreife er nicht. Die erste Kammer halte er weder für freisinnig noch für nationalliberal; aber er sei der Meinung, daß in ihrsich keine drei Mitglieder finden werden, die der öffentlichen Wahl zustimmen. Warum wolle man eigentlich die geheime Wahl: nicht um zu belügen, fanden um frei und unbeirrt leine Meinung sagen zu können. Wer die öffentliche Wahl eingeführt wissen wolle, der muffe erst diejenigen aus dem Wege räumen, die andere wegen ihrer freien Meinung unterdrücken. Er erinnere nur in dieser Beziehung an Fabrikanten, die ihre Aus Stadt und Land. Gießen, den 18. Juni 1902. () N i d d a, 16. Juni. Der fünfte Kreisfeuerwehr« tag und zugleich das 25jährige Stiftungsfest der freiwilligen Feuerwehr Nidda, welches gestern und heute tyiet gefeiert wurde, nahm einen schönen, nur vorübergehend durch etwas Regen gestörten, Verlauf. Am Abend des 14. fand auf der Festwiese Festkommers statt. (Sonntag, früh fand Wecken durch Musik statt. Tie Telegierten- versammlung wurde, vormittags 10 Uhr gehalten. Tas Kreisamt hatte zwei Vertreter entsendet. Großes Interesse erregte der nachmittags unternommene Brandangriff der Wehren ' von Nidda und der umliegenden Ortschaften am Marktplatz. Der Festzug, an dem sich noch sämtliche Niddaer Vereine beteiligten, wurde von dem in den festlich geschmückten Straßen zahlreich versammelten Publikum herzlich begrüßt. Hierauf wurden 13 Mitgliedern der Feuerwehr Nidda, welche 25 Jahre der Wehr angehören, die ihnen verliehenen Ehrenzeichen überreicht. Auf dem Festplatz herrschte ein reges Treiben, das am heutigen Nachmittag seine Fortsetzung fand. ** Bezüglich des am nächsten Sonntage im Volksbade stattsindenben Schwirnrnfestes zur Hebung und Förderung des Schwimmwesens wird darauf aufmerksam gemacht, daß Einzeichnungslisten zum Beitritt als ausübendes oder unterstützendes Mitglied des neu zu gründenden Schwimmvereins an der Kasse des Volksbades unb in der Schwimmanstalt des Herrn Rübsamen aufliegen. Auch das Rektorat der Universität bringt der Sache ein großes Interesse entgegen, und hat seine Zustimmung zur Gründung eines akademischen Schwimmvereins gegeben. An den Vorführungen werden sich eine größere Anzahl der besten Schwimmer und Springer des Ersten Frankfurter Schwimm-Klubs beteiligen. Darmstadt, 17. Juni. Der Großherzog wwd sich Reichhaltigkeit nicht gefunden. । f Braunfels, 17. Juni. Der stets zunehmende — Nicht Fremdenverkehr veranlaßt die Hofhaltungs-Verwaltung zu r... ^ folgenden Beschränkungen der Besuchszeit. In der Zett vom 5 bie Interessen des Staates. Dem Proletartt dürfe man in 15 ^m bis 30. September kann die Schloßbesichtigung m Nach dem heutigen Stande der Wissenschaft nachweislich das beste Mittel zur Pflege der Zahne 4403 und des Mundes. ßWIMME ZKMUMZOMWZL!fr: toTbter angeführten Fall in Friedberg billige, sei eine grobe Unwahr- MMWLZMZWZLWMM L Mte b« die direkte Wahl für ideal und fehlerlos sei absolut noch nicht spruchreif! gerade b.eDor8™ort=ne3^ sie besser sei als jedes and-r- fahr-nh-it der Ansichten m die)er B°z,ehung bewege dt-s. halte, abcer |ct uMqeugi, oap 1 h i bie güt das b,rekte Wahlrecht ichwarme er nicht mehr, weil er üb«^b!mü"m°n°di^Lässigen^besier herlnstehen wnnc und dies-7 Beziehung nicht dieselben Rechte geben wie dem Besitz.stizh^iger Äusdehnu/g stattfinden und zwar: Samstag und so die Stimmung des Volles richtig zur Geltung komme. In der ganzen viertägigen Debatte sei kein neues zwingendes Sonntag den ganzen Tag, Sonntag Nist Ausschlußber Mit der VE eh?ung der städtisehen Abgeordneten könne er Moment zu tage getreten, durch das man gezwungen sei, das if Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit Aussch uß BtfÄÄs wnw«“ * “■‘Brr Aba S »mitt bespricht einen Artikel der Wahlrechts das 26. L-bensjghr mache, bestehe e.n Wider- . Breslau, 17. Juni. Der Kaufmann Thomas Wormser Feitunq", in dem behauptet worden sei, daß die sprach, auf den er habe lediglich au,merksam machen wollen, ,^rde, als er heute früh seinen Laden offnen wollte, das ^eilnalimslosiqkei? der Wähler daraus zu erklären sei, daß einen diesbezüglichen Antrag habe er Nicht stellen wollen. Opfer eines Verbrechens. Im Begriff, vom Vorplatz nad). die Interessen des Volks in der Ersten Kammer eine bessere Einer Vermehrung der stadtllchen Abgeordneten werde er nicht bem V-rkaufslokal zu gehen, traf er einen Einbrecher an Fnitia öe^erführen; auch die Ergebnisse der neuen zustimmen, denn das Land se. so wie so überall benachteiligt. Arbeit, der ihn, als er sich entdeckt sah, m.teinem Stcucraesekaebuna spielten hier em- Rolle. Man stelle hierin Während für die Städte Millionen und abermals Millionen Hammer zu Boden schlug. Der Schweroerletzte wurde ioaar die Behau/tuna auf, dass di-Wahlvorlagc nicht Volks- bewilligt würden, geschehe für die dringendsten Bedursniffe des ! bem Krankenhaus- gebracht. Der -rhater, der die Flucht interessen sondern Konfessionsinteressen diene. (Heiterkeit.) Landes nichts. Das städtische Einkommen resultiere zum ! ^d- verfolgt und festgenommen. ÄaÄ! böbe das direkte Wahlrecht auf dem Parteiprogramm größten Teil aus der Arbeit des Landes. Wolle man die . W>lsdrusf (Sachsen) 17.Jun>. Heute früh erschoß der Nationalliberalcn gestanden? Dessen Einführung sei der Vorlage zustande bringen, so müsse man die Forderung der L Hghndors der 27jährige Büchsenmacher Rühle die siiahrige Wunsch aller liberalen Männer; eine Ablehnung des direkten Vermehrung der stadtllchen Abgeordneten fallen lassen. tcr beä Gastwirts Schmidt. Mit der er ein Lrebcs- Wabl^chts sei kestresweas liberal. hessischen Viehzucht hatten durch den Abstrich .m Budget nicht! „hültnis unterhalten hatte. Gestern Abend Halle Ruh e Aba David (Sou): Er müsse sich dagegen verwahren, die Mittel zur V-rfugung gestanden auf der Mannheimerim Gasthose vorgesprochcn und Nachtquartier erhallen. Als da!) er die französische Revolution habe verherrlichen wollen, Ausstellung auftreten zu können, wodurch sie großen Schaden K,n „on dem Mädchen heute früh der Kaffee vorgesetzt wurde, und daß r mt den Männern mst der schwieligen Faust ge- erlitten hätte. Eine Vermehrung der städtischen Abgeordneten er drei Schüsse auf das Mädchen ab, die es m den droht habe; nur eine Kritik habe er daran geübt. Tas sei nicht von Vorteil für das Land und deshalb werde er sie Rücken trafen. Das Mädchen stürzte leblos zusammen und Bürgertum aber habe keinen Grund, sich derselben zu ablehnen. war sofort todt. Ruhle richtete sodann die Waffe gegen such schämen Von der Regierung se. erklärt worden, d.e Kautelen, Abg. Ulrich (Soz.) halt d.e Ausführungen des Vor-1,^ verletzte sich tätlich. Er wurde noch lebend aufgepmden. die der Entwurf vorsehe, bedeuteten keine Ausnahmegesetz- rcdners veranlaßt durch di- furcht vor den stadllschen Qua, . Paris, 17. Ium. Die Kosten, die durch die Hum- aeaen iracnd eine Wählerklasse. Aber dies sei nur formell litätsabgeordncten; aber die ländlichen Vertreter gaben diesen siert-Afsairc verursacht werden, belausen sich auf durch. ? chsta denn sie treffen direkt und indirekt d,e große Miasse nichts nach. Bezüglich der agrarischen Wunsche habe das ^ttlich 400 Francs pro Tag. Die Telegramme die m d-7 minderbeimttelten Lohnarbeiter, die fluktuieren müßten, Haus sich stets splendid gezeigt. Der Abgeordnete Jockel war. Sache nach dem Auslände gesendet wurden haben b6- menn"sic"keine^Arbeit mehr hätten und oft d,e Steuern n.cht vielleicht mit dem direkten Wahlrecht zufriedenwenn ,,tzt 30f000 Francs und die Versendung der Hastbesehle etwa 2nhr ’ Fännten aus Not Diese Kautelen habe man vor- noch die Nationalliberalen die Maiorttat MI Reichstag hatten, 000 Franes erfordert. gesehen um die Vorlage gewissen Kreisen schmackhaft zu Aber die Jugend, das deutsche Volk habe die Wandlungen , Budapest, 16. Juni. Infolge Austritts Jarnos, macken Der Masse des werkthätigen Volkes dürfe man kein der Nationalliberalen nicht mitgemacht. Die Verteidigung des ^ssts finb bic Stadt Dees und die Ottschaften Bethlen und verkürztes Wahlrecht geben. Wenn der Abg. Köhler das Abg. Jöckel sei kerne glückliche gewesen und stehe mi Wiber- ^^^apos überschwemmt. Zahlreiche Hauser sind Wort geprägt habe, den städtischen Schlammbeißern brauche sprach mit den Anschauungen der hessischen Steuerzahler. eingestürzt und der Eisenbahndamm zerstört. Der man das Wahlrecht nicht zu geben, so müsse er sagen, daß Abg. Molthan (Centr.) bedauert, daß der Abg. L^famte Saatenstand ist vernichtet und der telegraphische Verdis Herren vom Lande, deren agrarische Wünsche von den Weidner zum Kreuzzuge des Landes gegen die ^tadt auf- unterbrochen. rs . Vertretern der Städte stets aufs Beste wahrgenommen worden fordere. Daß das Land gegenüber der Stadt bisher be- »Krakau, 17. Juni. Wie aus Borislaw gemeldet seien, dazu gar keine Veranlassung hätten. Das Richtige sei, nachteiligt worden sei, treffe im allgemeinen nicht zu. ^jrd, wurde auf Veranlassung des Unterfueyungsnchters m auf eine gewisse Zahl Wähler einen Abgeordneten zu wählen. Abg. Köhler-Langsdorf (fr. w. V.) teilt den Stand- Angelegenheit der Borislawer Gruben-Katastrophe der Ein Zentrumsantrag habe anfangs die Steuerklausel beseitigen punkt seiner Freunde Bähr und Weidner. Omer Lermeh- Betriebsleiter verhaftet. - wollen; aber merkwürdigerweise habe sich der Abg. von rung ber städtischen Abgeordneten, die durchaus nicht am I----------- ------------ Brentano, der eine in mancher Beziehung interessante Ver- Platze sei, werde er nicht zusilmmen. - bindung zwischen Feudalismus und Klerikalismus darstelle, Geh. Staatsrat v. Krug: Mit Bedauern habe er in dieser Hinsicht ganz anders geäußert. An den Kaittelen die Wahrnehmung machen muffen, daß die tyragc bei Ver- solle man inbes bas direkte Wahlrecht nicht scheitern lassen, s mehrung der städtischen Abgeordneten sich zu einem Interessengegensatz zwischen Stadt und Land zugespitzt habe. I Der gänzlichen Verschiebung der Beoölkerungszahl müsse man indes gerecht zu werden versuchen. Die geforderten lauteten feien feine neuen, sondern man bringe nur die alten bereits vorhandenen Bestimmungen wieder. 17. Es wird sodann namentlich über den Aus- 17. schußantrag abgestimmt, der die Annahme be§ lö- Paragraphen 4, der das allgemeine, direkte und geheime Wahlrecht vorsieht, befürwortet. Der Artikel 4 wird mit 40 gegen 5 Stirn- Fluß- und Seefische Aus Mot verkaufe ich nicht so Möbel-Fabrik-Lager 4478 3949 und Ausstattnngs-Geschäft o R -6 wie folgt: Verkaufsstelle: 1,10 Aik. Für den Gentner ab 4490 in Stuttgart. Gegr. 1854. Alte Stuttgarter AK. 626 565 708 4268 empfiehlt Darmstädter Schlossfreiheits-Lose empfiehlt 4383 Adolf Bieler, Marktstr. 5. sind zu haben bei 4447 3952 Der Borsttzeude: von Bechtold. 4479 Fussboden- 1,25 Mk. 1,30 Mk. 107 774 032 35 048 304 99 798199 7 714 871 Seit Best, eq Gunst, d. Versieh, erzielte Ueberschüsse Ueberschnss in 1901 Kaplansgasse 18. Seltersweg 8, Hiiikita. 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Etwaige Personen, die Rechte an diesen Parzellen zu haben glauben, werden daher aüfgefordert, innerhalb 6 Wochen solche Ansprüche bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, anderenfalls sie mit ihren Ansprüchen nicht berücksichtigt werden. ist das einzig Wahre zur 2593 Vertilgung der Ratten und Mäuse. Sicherer Erfolg. Menschen und Haustieren ungefährlich. Kein Giftschein nötig. Dose öl) Pfg. und 1 Mk. bei Otto Schaat und in der ilirscti-Apotheke. J. M. Schulhof Telephon 119. 314 Prompter Versandt nach ausrv. Bekanntmachung. Nachdem der Vorstand beschlossen hat, daß künftig Dienstags, Mittwochs und Samstags, jedesmal von 8 bis 12 Uhr und Mittwoch auch nachmittags von 2 bis 4 Uhr Geschäststage abzuhalten sind, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der erste Gefchäftstag im neuen Gebäude — Fohannesstr. 5 — Mittwoch den 18. l. Mts. abgehalten wird. Gießen, den 9. Juni 1902. 4325 Der Direktor der Spar- und Lechkasse Gießen. Wiener. 9!ustcokes 9tr. 1 .... . l,lo „ Nustcokes Nr. 2 .... . 1,20 „ Für Eokesabnehmer, welche zwei und mehr Doppclwaggous beziehen, ermäßigt sich der Preis um weitere 5 Pfg. pro Gentner. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Centner berechnet. NB. Sofern das Verbringen der Gokes — bis zu 6 Gentnern — auf die betr. Lagerplätze (Keller, Stall re.) mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne befondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur ein Verkauf von über 5 Centner Cokes statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der jlmetthmif litt Giimvs von 1 bis 5 Centner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße 19, Hof, Bahnhofstraße 33 und 34, Gebr. Kahl, Frantfurterstraße 151, Cd. Kliukel, Bahnhofstraße 10, Cmil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Pistor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Lichersiraße 2, August Struck, Bismarckstraße 6, Georg Unverzagt, Kaplansgasse 5. Diese Firmen berechnen obenstehende Preise unserer Gascokes samt Anfichr wie das Gasiverk und verabfolgen dieselben auch in Mengen unter 5 Gentnern. Die Preise unserer Gascokes für bte Abnehmer außerhalb oer Gemartüug Gießen ermäßigen sich um den Betrag der Dctroirückvergütung von 4 Pfg. für den Gentner. Gießet:, den 16. April 1902. 3086 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. VMeaU aus Holzdraht empfiehlt 4020 als Ersatz für Jalousien an Fenster und Verandas Heinrich hochstätter Schloßgasse 19. Telephon 305. kieuilizWBreis Gleiberg. Hmeral-Arsammlung auf der Burg Gleiberg am Montag dem 30. Juni, nachmittags 5 Uhr. Lages-Ordnung: Etat für das Jahr 1902/03. Rechnungsablage für das Jahr 1901/02. Geschäftsbericht für das Jahr 1901/02. Bericht über bauliche Herstellungen. Die Besichtigung meiner Lagerräume ist ohne Kaufzwang gestattet!! Coulanteste Zahlungsbedingungen nach Uebereinkunft. Lieferung durch eigenes Fuhrwerk frei ins Haus. 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ICLKrämeP Da wir bauliche Veränderungen vornehmen müssen, sind wir genötigt, wegen Baummangel unser grosses Warenlager zu reduzieren und veranstalten wir deshalb einen Ausverkauf gesangverein Heiterkeit. Sonntag den 22. Juni, nachm. 4 Uhr anfangend: Zommerfest auf der Schönen Aushcht. Konzert, Tanz und Kinderspiele.