nlichen Bemerkmg fc im Parla- ltt*.,Erneute daasche, 3»t5 : Sozialdemokraten non5- Austern und Borazin SöblQi Sprach^ 2 b? K-K Steg; :,l!n Bn"fn o6tt , Ulet bona fides b€m Ctaatz. to S ?nnetn für \c‘® tollte aber j* - L Ä* «e. ass.' lfrecht. Der Ag. ledigt. wachste Titzung am Tagesordnung die denZolltarif. Weiter Stelle nicht die Interpellation Es handle sich um eine neue längere «treten. einen Gegenstand und noch län-rr «er Jntcrpellotn :echung würde r rde aber uferte 3 bleibt fesftir» c. Flei/^vih« -tz- Mngenerale bst fachen nnb nc löafxiU N M >. Oktober 1902. rzog hat denp n und der Realschu ter an dieser W serdacht, den W n wurde cm Sto :fet Im UebM jungen Leuten iqen auseinander n und schkteßüch ■ jungen stehen Winrich wM Automobil V S£”s Zchlch ff* Ä'% Ä- -* -tureigeri- esiener WS ;uinerjJj( in .».»■■jsS --»Ei« ,nt Ä ** ivenlen Nr. »44 •rffteiitt tägltch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Samtlien» blätter viermal in der Woche beigelegt. -Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Untoers.-Buch» u.Slein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulpraße 7. Adresse für Depeschen: «nzetger Gießen. Ftrnsprechanschluß Ar. 51. Erstes Blatt. IS». Jahrgang Freitag 17. Oktober 19OÜ GietzenerAnzeiger w General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ve»va»pre«»: monatlichvbPs^ viertel-' jährlich Mk. L20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6t> Pf.; durch diePost Wit. 2.— oiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 WU a«SwärtS 20 Psg, Verantwortlich: für den polil. u. allgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und .Gertchtssaal^: Cutt Plato; sür den Anzeigenteil: HanS Beck. Au den Hessischen ^andtagswahle«. Man schreibt uns vom Lande: Tas Wettrennen bat begonnen. Alles horcht auf, späht, drängt heran. Wer wird gewinnen? Ter Rote, der Blaue, der Schwarze? Ter Graue, der Wasserfarbene oder der Schwarzweißrote? Am Totalisator wird gewettet und gewartet. Wer möchte an solchem Tage nicht mal „tipsen"? Setzen auch wir unsere Doppelkrvnen, vielleicht haben wir Glück. Im hessischen Landtag wird es durch die Neuwahlen keine allzu großen Veränderungen geben. Wir haben ja noch das liebe indirekte System, das liegt und besitzt und schläft wie es schlafen läßt. Es birgt in seinem weiten Mantel Unrecht und Wahlbeeinflussung, Dummheit und Egoismus, Kirchturmspolitik und schreiende Widersprüche. ES wird seine Verteidiger und geheimen Freunde schon behüten. Und dann — wozu auch der Lärm? Bei uns in Oberhessen giebt es einen eigentlichen Wahlkampf nur im Grünberger Bezirk. Hier platzen die Geister schon seit geraumerer Zeit aufeinander. Ter Antisemit H i r s ch e l ist mit dem Agitator Reuther schon seit Wochen in eine äußerst lebhafte Wahlarbeit eingetreten, um das Mandat des landtagsmuden nationalliberalen Kreis- rateS Schönfeld in Schotten an sich; zu reißen. Mehrere Gegenkandidaten wurden schon genannt, doch schönen sich allmählich die Meinungen auf Kaufmann Moll zu einigen. Bor Ueberraschungen i)t man aber nicht sicher. Man erinnere sich an die letzte Wahl in Gießen- Land! Jeder Bürgermeister glaubt schließlich, daß er für den Landtag geboren sei. Wer weiß, was da alles noch kommen kann. Tie Antisemiten hoffen den Kreis zu erobern. Mit Fortschritt oder Rückschritt des Antisemitismus hat aber die ganze Wahl nichts zu thun. Bei der Agitation für den Äindtag spielt die Judenfrage kaum eine Rolle. Man muß doch auch wohl unterscheiden zwischen antisemitischer Partei und antisemitischer Gesinnung. In Offenbach hat die Sozialdemokratie bei den letzten Stadtverordnetenwahlen eine unerhörte Niederlage erlitten. Mas Wunder, wenn der Abg. Ulrich auch fein Landtagsmandat in Gefahr wähnt und gleich in zwei Bezirken kandidiert. Und — keine Frage — die Wahlaus^ sichten Ulrichs waren wackliger als der Thron von Bulgarien. Ta verhilft ihm das ihn stürzen wollende Bürgertum selbst in Sattel, stellt als seinen G^geNkauoidaten den jüdischen Fabrikanten F e i st mann auf, und mit dem Momente ist Ulrichs Wiederwahl so sicher wie noch nie. Eine für den politischen Gourmet hochpikante Ironie des Zufalls. Ulrich siegend durch Feistmann — das verklärt sogar das dunkle Bild des indirekten Wahlrechtes. That's the humour of it! Bon den übrigen Kandidaten der antisemitischen Bauernbündler wird der Abg. Schmalbach in Crainfeld, als dessen Gegenkandidat der Bürgermeister Muth von Salz (früherer nationallib. Vertreter des Bezirkes Herbstein-Ulrichstein) genannt ist, den Sieg davontragen. Auch sein christlich^sozialer Nachbar Weidner, der streitbare Kämpe von Herchenhain, wird wohl wiedergewählt werden. Es stehen ihm zwar gefährliche Rivalen gegenüber, sein christlich-sozialer Parteigenosse Tr. Vogel in Laubach und der, wie behauptet wird, parteilose Oberförster W e b e r zu Konrabsdorf. Günstig für Weidner wirkte der Groß herzogliche Besuch im September. Se. Kgl. Hoheit ließ sich mit dem Abg. Weidner Arm in Arm photographieren. Tas wirkte im Kreise und so wird Weidner auch fortan im Landtage den Rederekord halten können. Ob der bisherige Vertreter des Butzbacher Bezirkes, Bürgermeister Joutz, wiedergewählt wird, steht in Frage. Ter Bauernbund ist im Butzbacher Landkreise vorzüglich organisiert. Tie Zentrumsorte stimmen geschlossen mit den Bauernbündlern. Ob der sreisinnig-antksem. Bürgermeister von Butzbach nicht dem radikalen Antisemiten Fenchel von Griedel Platz machen muß? In Umstadt wird der bisherige antisemitische Vertreter Beigeordneter Ohl nicht mehr kandidieren. An seiner Stelle tritt der Landwirt Hauck VHI. von Schaafheim als Bewerber auf. Ihm steht als Nationalliberaler der Realschuldirektor Lahm aus Großumstadt gegenüber und als Zentrumsmann Inspektor Hebet Wie die Entscheidung in diesem Bezirke fällt, ist nicht abzusehen. Ohl siegte 1896, ovwoyl er im ersten Wahlgang verhältnismäßig wenig Stimmen erhielt, durch eine eigenartige .Verkettung von Umständen. Es ist nicht unmöglich, daß der Wahlkreis dem Zentrum zufällt Tiefe Partei hat im Offenbacher Bezirk größere Fortschritte zu verzeichnen als die Sozialdemokratie. Es wäre verfehlt, zu glauben, das Zentrum stehe allein ober hauptsächlich durch, den katholischen Glauben fest gegründet. Tie kleine Zentrumspresse ist demokratisch bis in das Mark der Knochen. Sie nutzt die Volksinstinkte aus und das Wort, das der Abg. Schädler auf dem Mannheimer Katholikentage von „Kanonen und Steuerzettetn" sprach, entspricht ganz der Gesinnung der lokalen Zentrumsblätter. Keine andere Partei hat auch solche Fühlung mit den breiten Massen, wie das Zentrum durch die Kapläne. Und in allen sozialen Tebatten, mochte es sich nun um Mittel- ober Arbeiterstanb handeln, hat diese Partei mit bie gewanbtesten unb sachverstänbigsten $ ebner gestellt. Man benfe an Liborius Gerstenberger, den eindrucksvollen Redner ber Spessartbauern, an Tr. Heims Ausführungen zum Zolltarif, Müller-Fulba, Professor Hitze ic. Mache sich die Sozialdemokratie feine thörichten Hoffnungen. Sie wirb bem Zentrum keinen Abbruch thun, mag sie auch noch so laut bie „Religion als Privatsache" ausrufen. Tas Zentrum ist heute thatsächlich bie M i t t e l p a r t e i, nach, der Basser- mann so sehnenb verlangt. Ter Nationalliberalismus steht halb im Reiche ber Schatten. Tas Zentrum ist an seine Stelle getreten. Es wirb sie sobalb nicht abgeben. Es wirb auch seine Landtagssitze ruhig behalten unb vielleicht noch ben einen ober anberen Bezirk erobern. Dem antisemitisch-allbentschen Rechtsanwalt El aß bürste es kaum gelingen, ben Abg. Frenay aus seinem Bezirke zu verbrängen. Nein, ber Zentrumsturm fällt noch nicht. Wer barauf wartet, kann sehr alt werden. Tie Sozialdemokratie wirb wohl in alter Stärke zurückkehren. Die Uneinigkeit ihrer Gegner ist ja ihr bekanntes „Schweineglück". So werben Ulrich und Tr. David wiedergewählt, bie anberen Mitglieber ber sozial- bemokratischen Landtagsfraktion sind ja bessere Nullen. Vielleicht erobert bie Partei noch ben Wahlkreis des Abg. Backes, bes verbienten Vorkämpfers unseres Volksschul- lehrerstandes. (Ter Bezirk dieses Abg. ist übrigens auch vom Bunde der Landwirte bedroht.) Man spricht heute vielfach von einer „Entwickelung nach rechts" in ber Sozialdemokratie. Man bietet Tr. Tavid, bem Bernstein^Berteibiger, ein Wahlbünbnis an, unb bas geschieht von einer Seite, bie doch gegen ben „Umsturz von Thronen" so oft pathetisch Front gemacht hat. Und boch ist von einer solchen Entwickelung recht wenig zu spüren. Zubeil, ber Vertreter ber roten Gastwirte in Berlin, ber Zehn Gebote-Hosmann geben immer noch mehr ben Ton an, als alle Bernsteine guiammengenommen. Tr. Tavib f)at ben Mut gehabt, ben Glauben an Marx zu zerstören, seine abweichende Meinung offen zu bekennen. Tas ist seine ganze „Entwickelung nach rechts". Im übrigen bleibt er nach wie vor Sozialbemokrat. Calwer unb Schippet juw Schutzzöllner, müssen es fein um ber Thatsacheu willen. Nichtsbestoweniger bleiben sie in ber sreihänblerischen Sozialdemokratie. Tie große Masse ber Parteiangehörigen besteht zum Teil aus Mitläufern, zum Teil aus solchen, bie von bem Parteiprogramm kaum eine Ahnung haben unb zum kleinsten Zeit aus wirklich überzeugten Sozialisten. Ueber allem aber schwebt Singers Geist. Die Sozialdemokratie wird vom Instinkte ber Massen getragen. WaS sie nicht ben Tuminheiten ber Gegner verdankt, schuldet sie dem Schlagwort „B r o t w u ch e r" und „Fleischwuche r", das zieht, was braucht's ba Argumente! Darum will die Sozialdemokratie unter allen Umständen den Zolltarif zur Wahlkampfparole machen. Sie betrachtet alles zuerst im Partei-, nicht im Arbeiterinteresse. Unb wie Bebel einst im Reichstag bie sogen. Zuchthausvorlage, bei bereu Ablehnung fast bie Hälfte ber Sozialbernokratie fehlte, als Agitationsmittel ersten Ranges bezeichnete, so wirb auch jetzt ber Schutzzoll ber agitatorischen Wirkung halber bekämpft. Dian spricht zwar wenig davon, baß ber neue Zolltarif im wesentlichen inbustrialistisch ist, ergießt aber seinen Hellen Zorn über die Agrarier. „Brotwucher", ,-Fleischwucher" — Schlagworte tragen bie Partei, bie in bie „Abendröte ber bürgerlichen Welt" hineinschreitet. Ach, unb wie leicht wäre sie zu besiegen. Es könnten bei nur teilweiser Einigkeit ber Bourgeoisie ber Sozialdemokratie drei Tutzend Reichstagsmandate entrissen werden. Es wird nicht geschehen. Wir sind noch nicht so weit. Weder im Reichstag noch im Landtag. — Ter Freisinn hat zwei Mandate zu verteidigen: Gießen und Alsfeld. Sie werden ihm verbleiben. An bie Stelle des seitherigen Abg. Gundrum wird vielleicht fein Gesinnungsgenosse Rechtsanwalt Re eh treten. Und ber Freisinn wird ben Nationalliberalen Friebberg entreißen. Unterm Wahlrechtskurs wirb der freisinnige Beigeordnete Tamm den reaktionären Justizrat Jockel schlagen. Tie Freunde des direkten Wahlrechtes sind es , bie ihm zum Mandat verhelfen. Die Nationalliberalen werben die Zeche bezahlen müssen. Ihre Niederlage würbe noch größer sein, wenn die „Freie wirtschaftliche Vereinigung" nicht bas Gegenteil ihres Namens wäre. Als sicher verloren sinb die Mandate der natl. Abgg. Schönfeld und Jockel zu bezeichnen. Aeußerst gefährdet sind die Bezirke ber Abgg. Backes unb Zinser. Es geht rückwärts mit ber einst allmächtigen Partei. Wenn man bie Besuchsziffer und bie Rebnerliste des Hess. Lanbtags studiert, so tritt einem das klar entgegen. Antisemitismus verbunden mit Agrariertum, Zentrum und Sozialismus sind bie drei impulsiven Strömungen im Reichstag ioie im Lanbtag. Tie stark aufgetragenen Farben werden das erste Viertel des 20. Jahrhunderts beherrschen. Arn hessischen Volk ift es zu beweisen, daß es nicht gesonnen ist, sich weiterhin nasführen zu lassen von geheimen und offenen Gegnern des direkten Wahtverfahrens Kehren wir mit eisernen Besen! Wolf hart., 3>ie Uureu-Keuerale in Aerlin. Die „Nordb. Allg. Ztg." schreibt offiziös über die gescheiterte Audienz ber Bur en generale bei bem Kaiser: In den letzten Tagen sinb viele einanber widersprechende Angaben, zum Teil unter Berufung auf die Generale selbst, verbreitet worden. Dabei hat es bei ber Neigung mancher Blätter, ber eigenen Regierung am Zeuge zu flicken, auch an Anzweiflungen ber Genauigkeit unserer Darstellung vom 9. Oktober nicht gefehlt. Wir halten es deshalb für nützlich unb erforber- lich, nochmals auf bie Angelegenheit zurückzukommen. Am 18. September hatte sich der Kaiser auf den Bo rschlag des Reichskanzlersbereit erklärt, die Generale zu empfangen, wenn sie sich durch Vermittelung bes englischen Botschafters in Berlin anmelden lassen und sich antienglischer Agitationen enthalten würden. Die Generale wurden hiervon infolge einer Verfügung des Auswärtigen Amtes an den kaiserlichen Vertreter im Haag in Kenntnis gesetzt. Dewet erklärte in ihrem Namen, baß sie bas kaiserliche Anerbieten an- nähmen unb mit den Bedingungen einverstanden wären. l der Königin kam —, durch Rußland und durch Nordamerika geführt haben, verläßt .Sie ist vollständig Pariserin geworden und bildet als „blonde Pariserin" eine besonders anziehende Gestalt im Pariser Künstleben. Wie sehr sie sich in ber kurzen Zeit ihres Pariser Lebens zum Liebling ber Pariser aufgeichwungen hat, bewies bie allseitige Freube, die man dort jüngst über die Erwerbung eines Landsitzes bei Paris äußerte, welche man als Garantie bauernder Ansiedlung ausfaßte, und wie sehr die offiziellen Kreise ihre Kun.st schätzen, bewies ihre kürzliche Ernennung zum „officier d'Aeabemie francaife". Taß sie nicht nur Pantomimistin und Tänzerin, sondern zugleich auch eine hervorragende Schauspielerin ist, wird Charlotte Wiehe hier in der Aufführung des Schnitzler- schen Lustspiels „Tas Abschiedssouper" zeigen. Wie außerordentlich faszinierend ihre Kunst wirkt, geht daraus hervor, baß nach Aussage von Alois Prasch es zur Zeit ber Weltausstellung in Paris gesetzte unb ernsthafte Männer gab, bie fast allabenblich in ihr Theater gingen, unb baß ein bekannter namhafter Äinger der komischen Oper ihretwegen sein Engagement verließ und als Schauspielfreiwilliger mit ihr mimte. Henrik Ibsen hat, als er sie in Kopenhagen sah, ihre Kunst als „getanzte Psychologie" bezeichnet. Tie Ausdrucks- sahigkeit ihrer Mienen soll bis zur Vollkommenheit entwickelt sein, ihr schlanker Körper, von ber lebhaften Bewegung der Tänzerin an bis zur starren Nachgiebigkeit ber Puppe jede Aenderung mit sicherster Beherrschung ber Gliedmaßen anschaulich machen können. „Sie ist eine merkwürdige und reizvolle Sonberkünstlerin, bi« als Weib sefselt und in ihrer beinahe bedrohlichen Grazie einen aus Geistigem unb Animalischem seitstrin gemischten Reiz ausüvt." Das Kasispiel von ßharlolte Wiehe und ihre französische Gesellschaft in Hießen. Freitag, ben 24. Oktober.) I. Don Charlotte Wiehe unb bet glänzenben Aufnahme, bie ihr bei ihrer augenblicklichen Kunstreise burch Teutschlanb unb Oesterreich-Ungarn überall zu Teil wirb, hat zwar ber „Gieß. Anz." schon mehrfach nach Berichten aus großen Städten Notiz genommen; nun aber, ba der Tag ihres hiesigen Gastspiels nahe bevorsteht, glauben wir den Wünschen unserer Leser entgegenzukommen, wenn wir zu- sammensassend über Charlotte Wiehe, ihr Leben, ihre Kunst und über ihr für Gießen ausgewähltes Programm berichten. _ . Charlotte Wiehe ist geborene Kopenhagenerin. Als Kind trat sie in die berühmte königliche Balletschule ein und hatte bald als Tänzerin derartige Erfolge, daß sie schon mit 17 Jahren prima Ballerina am Komgl. Theater wurde. Tann entdeckte der Komponist Grieg, daß sie eine sehr schöne Stimme habe, unb die reizende „kleine Lotte", wie bie Kopenhagener sie allgemein nannten, manbte sich üun ber Operette zu. Obwohl auch als Sängerin gefeiert, versuchte sie sich bald noch im Schauspiel unb hatte bie Genugtuung, ihre Energie auch hier durch reiche Erfolge gekrönt zu sehen. Tas Weltausstellungsjahr 1900 sah sie in Paris. Tort würbe sie, bi£ bisher nur in ben skandinavischen Säubern Berühmtheit genoß, weltbekannt. Die Ausstellungsbesucher werden sich noch lebhaft ber Kunsttempel erinnern, die in bunter Reihe in der „tue de Paris" des Ausstellungsplatzes errichtet waren. Hier sah man Sada Aacco, diel Schauspielerin bes japanischen Hoftheaters, ihre eigenartige Kunst ausüben, unb hier ivar es auch, wo Charlotte Wiehe als Tänzerin Vivette in bes Komponisten Bersny Mirno- brama „La main" allabenblich bie Zuschauer entzückte. In berebter Weise schilderte damals in ber „Tt ob erneu Kun st" (ber bekannten unb beliebeten Bong'schen Zeitschrift) Alois Prasch, ber Intendant des Berliner Theaters in Berlin, welchen unvergeßlichen Eindruck Charlotte Wiehes eigenartige pantomimische Kunst aus ihn gemacht habe. Er stubierte, nach Deutschland zurückgekehrt, sofort seiner Gattin, ber auch in Gießen aufs Beste bekannten Schauspielerin Auguste P r a s ch - G r e v e n b e r g, die Rolle ber Vivette ein, und so bekamen bie Berliner bald barauf „Tie Hanb"*) in einer Matinse zu sehen. Seitbem ist dies Memodrama von mehreren ber größeren beutschen Theater ausgenommen worden, wenigstens von benen, welche über eine geeignete Kraft verfügen. Tenn bie Rolle ber Vivette erfordert nicht allein eine gewandte Schauspielerin, sondern zugleich eine vollendete Tänzerin. Teshalb wird Charlotte Wiehe stets die Vwette par excellence bleiben. Noch mehr wirb jetzt ihre eigenartige pantomimische Kunst in einem neuen Berüny scheu totimobrarna,F'H omme aux Poupses" gepriesen, welches in Teutschlanb noch unbekannt war. Was sie darin leistet, das läßt sich, wie die Kritiker allerorten schreiben, nicht beschreiben, das muß man gesehen haben. , . t w , Paris ist seit der Ausstellung ihr dauernder Wohnort, den sie nur zum Zwecke von Gastspielreisen, welche sie bis jetzt durch Eirglaud — wohin sie auf besondere Einladung *) Ueber eine Aufführung der „Hand" im Frankfurter Opernhause wurde seinerzeit tpr dieser Stelle tin^hend - an man 8 8 5: 6'- Li Si- QJ T G mit Mühe konnten die Buren-Generale ihr Coups verlassen und mußten auf einer nahen Treppe den Bahnsteig hinab- geleitet werden. Die Hurrarufe wollten noch immer kein Ende nehmen und pflanzten sich alsdann auf der Straße fort, als die Generale die bereit gehaltenen offenen Wagen bestiegen. Ter Einzug erfolgte gleichfalls unter den brausenden Hurrarufen der Menge, welche öfter die Generale mit Blumen bewarf. Bei der Ankunft hatte Abg. Lückhoff im Anschlüsse an seine Ansprache einen Lorbeerkranz überreicht, welcher Automobil hier ein. Der Prinz trug Zivil: yeUsaroige Schuhe, dunkelblauen Mantel und dunkelblaue Mütze, ja ließ sich den Weg zum Hotel „Hannover" -eigen und hielt dort etwa anderthalb Stunden. Es galt, den Motor, eine schöne, große Maschine, di- der Prinz erst am Doimerrtaa auf der Motorwagen-Ausstellung in Hamburg für 35 000 Mark gekauft hatte, mit Wasser zu füllen. Sowohl der Prinz wie der Adjutant und der Maschinist trugen DU benötigten zwanzig Eimer Wasser herzu und ließen sich dann Suppe, Coteletts, Kartoffelpuffer, sowie eme Flasche Sekt servieren. Während deS Essens unterhielt sich der Prinz sehr leutselig mit Herrn Pottberg, der nicht wußte, welch hohen Gast er beherbergte. Er erkundigte sich nach etwaigen Sehenswürdigkeiten und erwähnte, daß er sehr Sewunbrung hat nach mancher Schlacht UJlbbU I nahmen 'd"en Vorschlag' der Präfekten eme Euch Lorbeerkranze dargedrachl, I krafl de^ Zolles aut das Hvchi 8 Li6 hUitmiAtn funft obiuhalten, an. Man nimmt an, t Euch selbst und Eurer tapfren Schar; Steuerlciüungen auf eine Hohe brachten, daß ie diejenigen bcm anschließen. fteut einen Äiaiu bringt Xüebe bar, aller anderen Bundesstaalen überlegen. 2. »t e u e t-1 ®c,eu,lU--- Und Freude reicht auch den Pokal. lerleichterung des schwer belasteten Mittelstandes. 3- Willkommen, Helden von Transvaal! Steuererleichterung bezw. Befreiung der untersten Steuer* Alsdann erwiderte Botha in hotiändischer Sprache, klassen sTienstboicn rc.). Damit Die Borteile, welc^e die kr [ür. den herzlichen Empfang dankte. Sxr Em-' Steuerreform dem Lande gebracht hat, auch aus Du Städte Durch -in T-l-arannn au? dem Haag, dos aleich-lpfang s-i so g«ßariig und schSn tz-w-s-n, lx-tz « Tefnml zeitig in mehreren deutschen Blättern erschien und aus ^ank nicht ui Worte fasten könne. Die Fahrt durch die Lri^er Luelle geschöpll war, wurde zuerst in der Presse Straßen habe ihm und seinen KameradNi ,o viele Leichm am 27 September bekannt, daß die Generale eine Audienz von Liebe geboten, die man dem kleinsten und ruinierten beim deullchen Kaiser haben würden. Am 6- Oktober Volk, das auf Ker Erde lebe entgegmbringe. Wir haben^^ ließen sie jedoch der amtlichen Vertretung des Reiches so sagte ^tha eine bitte^chwere Zell hrntn uns, aber im Haag mitteilen, daß eine Anfrage bei dem englischen heute giebt es für uns nichts lieberes, als daß wu: unsere Botschafter nicht in ihrem Plane gelegen hatte, das; sie Brüder uno Schwestern von neuem sehm und ityien Du daher die Vermittelung des englischen Bot- Hände drücken können. Unser Kommen hat kernen polltt- schafters nicht nachsuchen würden, es sei denn, schen Zweck, wir haben eme philanthropische Mistion sur unser daß vorher ein förmlicher Ruf des Kaisers Volk, welches in tUfftem Elend lebt, das sich kaum in | an sie erginge. Gegen unsere Bemerkung, daß die Ge- Worten schildern läßt. Für den ©mpjang können wir nicht nerale anderen Sinnes geworden, wurde gesagt, daß sie anders danken als mü Schweigen, -vrum nochmals herz- nach wie vor bereit waren, das Gesuch um Vermittelung lichsten Tank. . c. r, . 3 ir, hei dem englischen Botschafter anzubringen. Tas Ent- Mit lautem Beifall wurde die Rede, welche ins rutsche scheidende ist «aber, dag sie erst das kaiserliche An- übersetzt worden war, begrüßt,, und während derselbe erbieten vorbehaltlos annahmen, Nachtrag- klangen noch immer die Hurrarufe von der Straße in den lich den vorgeschriebenen Schritt bei der englischen Bot- entfernten Saal herein. schäft noch von der dem Kaiser zugemuteten Bedingung Hierauf nahm Tew et das Wort und führte aus, die abhängig machen wollten. Sie führten hierfür an, daß Buren seien im Kampfe besiegt worden und fugten sich, auch König Eduard sie rufen ließ. Dieser Ber- Tie Generale seien nicht gekommen, Rache zu suchen. Ader gleich trifft nicht zu, da der Kaiser nicht ihr Souverän in ihrem Lande herrsche eine furchtbare Not. Sie und bei der Audienz am englischen Hofe die Vermittelung brauchten deshalb Hilfe. Tewet schloß mll herzlichem eines fremden Botschafters überhaupt nicht in Frage Tank für den Empfang. Darauf dankte Delarey eben» kommen konnte. Nachdem die Generale die Bedingung falls livch mit einigen Worten. , des Kaisers annahmen, stellte sich ihre Erklärung vom Tann fand die Festsitzung des Buren yilss- 6. Lttober, wonach sie nicht auf Dem geordneten Wege Ibnndes statt. Ter bekannte Bildbauer Prose,,or ©j e* um eine Audienz bitten, als Novum dar, das die Sach- m er in g hielt eine Ansprache, in der er einen Rückblick läge vollständig veränderte und das Scheitern der Audienz auf die Thätigkeit des Burenhilfsbundes nmrs und 2 0000 0 bewirken mußte. Mark als Rest der Sammlungen, die der Bund veranstaltet Soweit das Berliner Regierungsvrgan. Wenn die hat, mit dem Wunsche überreichte, daß das tapfere Buren- Burenführer nach dem ihnen zu teil gewordenen Empfang voll nicht untergehe. — Pastor Scho Walter fungierte in Berlin gestern noch Muße sanden, einen Blick in die als Tolmetscher. Weitere Geldspenden wurden von den Zeitungen Der Reichshauptstadt zu thun, oder sich von den Chefredakteuren Engel und Lange überreicht. Tann begann auf ihren Besuch bezüglichen Mitteilungen berichten zu das Festmahl. Stöcker sprach ein Gebet und Adg. lassen, so werden sie ein arges Gefühl übler Ernüchterung Rewold brachte das Kaiserhoch aus. Botha bamte. Sein gehabt haben. Ob es wirklich dieser erneuten offiziösen Volk sei wert, daß ihm geholfen werde; denn es habe sellifl Feststellung bedurfte, daß die Buren dasEmpfangsanerbieten im Kriege die Regeln der Civilisation und Humanität be- zunächst „ohne Vorbehalt" angenommen, nachträglich aber folgt, und er scheue sich nicht, als Bettler für es aufzutreten, die Bedingung eines „förmlichen Rufs" gemacht haben? Es müsse erst kriechen lernen, dann stehen, dann laufen. Daß es ich so verhält, darüber konnte ja kaum noch ein Botha betonte dann, daß sie jetzt als brllstche Unterthanen ... . . , Zweifel obwallen. Die Burenführer sind als freudig be- angesehen werden wollen, und er freue sich, daß aus dem Der Mrtei (die m einer 1 .. . . r. <« ________ ...... 4. I .-m. _. sTOnv-f- noAo-n ht» rtoup Wpnipnnin APsnilim I einanoer aeoen oari i eine Malval zu hinterlegen. * Ueber Prinz Heinrich als Automobil« fahr er berichtet man noch auS Diepholz unterm 13. Oktober: „Prinz Heinrich traf SarnStag rnlltag mit einem ausgedehnt werden. Hierzu ist auch eine sachgemäße gesetzliche Umgestaltung des Gemeindesteuerwesens nötig. ^Vermeidung verschwenderischer Ausgaben für landwirtschaftliche Zwecke — Zwangsorganisation, Viehprämienwirtschaft, Simmenthaler Vieh —, welche für die Landwirte selbst keinen Wert haben. 5. Bekämpfung der landwirtschaftlichen Zwan gs or ganisa- tion, weil Rheinhessen den Löwenanteil der Kosten -u tragen hätte und speziell im Kreise Worms der Grundbesitz des kleinen Arbeiters belastet würde. 6. Abkürzuna ber Landtagsverhandlungen, um die alljährlich sich steigernden Diätensummen auf ein richtiges Maß zurück- zusühren. 7. Sparsamkeit im Bauwesen. Vermeidung der Zersplitterung von Verkehrseinrichtungen der hessischen Rhein- und Mainhafenstädte. Tie großen Lasten der Hafenanlagen stehen in keinem Verhältnis zu den Bedürfnissen des Verkehrs. 8. Förderung des Wohnungswesens für Unbemittelte in Stadt und Land auf Grund der erlassenen Gesetze, unter Mithilfe des Staates und der Gemeinden. 9. Bekämpfung der Hebert griffe bestehender Religionsgemeinschaften in die Rechte des Staates. 10. Front gegen das Zentrum. Es ist als eine für das Vaterland unheilvolle Entwickelung zu bellagen, daß sich eine politische Partei auf konfessioneller Grundlage mit Unterstützung der Machtverhältnilse einer als öffentlich rechtlich anerkannten Korporation (hier die Kirche) gebildet hat, welche in den süddeutschen Staaten in der Regierung, der Verwaltung und in der Vertretung zum Bundesrat machtvollen Einfluß zu gewinnen sucht, um das protestantische Kaisertum, mll dem man sich in Preußen äußerlich verträgt, um so sicherer bekämpfen zu rönnen. 11. Kampf gegen revolutionäre Sozialdemokratie, welche den Arbeiterstand ausbeutet und alle Gesetze zu Gunsten desselben adlehnt. Kampf gegen die sozialdemokratischen Agitatoren, welche in guten Zeiten die Arbeit durch Streiks stören und in den jetzigen schlechten den Arbeitern nichts gebracht hoben. 12. IDas Wahlrecht betreffend, haben die Verhandlungen der 2. Kammer ergeben, daß diese Frage nochnicht spruchreif ist. Vorschläge über Verbesserung der Wahlgesetze ^werden in allen Staaten aemacht; — eS liegt im Interesse Zweifel obwallen. Die Burenführer sind als freudig be-I angesehen werden wollen, und er freue sich, daß aus dem i o» ^-77^7 ^^ia^a^ere°^Pa^ grüßte Gäste nach Berlin gekommen, ihrer Tapferkeit, ihrem Wege hierher kein Wort gegen die neue Regierung gefallen einher gehen ^b^u^en^Kftaakn herbeizuführen Marren wendet sich die Bewunderung zu, den Leiden sei. Buren uiid Deutsche seien em Volk! - Dr. Suny »OTpanbe^m ben JüD^^en^ und Entbehrungen des Burenvolkes gehört ein lebhaftes hielt die Festrede. Es folgten weitere Reden und An- Mitempfinden. Aus allen diesen Gründen muß der Zeit- sprachen, so vom Abg. Schrempf, von Lieb ermann iri bepeUt ^'^Isenes Programm en> punkt Der kühlen offiziösen Richtigstellung als nicht glück- von Sonnenberg, von Tewet, Graf Mirbach, Anton Men st eilen zu tonnen. — lich gewählt erscheinen. Besucher, zumal solche, die soviel p. Werneru.a. Schmerzliches erfuhren, verschont man mit Eindrücken im- * • e m a Oafr , n . erfreulicher Natur. 2er Ortsausschuß des Deutschen Burenhilfsbundes zu * Berlin, 16. Okt. Eine Frau von -essel ist au» Tie Buren-Generale haben am Donnerstag -r.xankfur t a. M. hat bekanntlich die Absicht, die Buren- Berlin mü Hinterlassung von mehreren Hundert- Nachmittag ihren Einzug in Berlin gehalten. nenerale auch zu einem Besuch Frankfurts ein» tausend Mark Schulden verschwunden. In ihrer schlichten, einfachen Formen vollzog sich der Empfang, der ^ine am Mittwoch “ stattgehabte Der- Begleitung befand sich ein praktischer Arzt, der Frau und aber trotzdem einen von Grund aus herzlichen Charakter ^mlung von delegierten verschiedener Vereine und von Binder hier zurückgelassen hat. trug. Schon von 4 Uhr ab t)ie£i eine dichte Men,chen- anderen Burenfreunden sollte die Sache fördern. Ter Ver- • Dresden, 16. Okt. Der Hofkapellmeister AloiS menge die Straßen Idefekt,die der Zug passieren sollte. ber Besprechung zeigte aber, daß die Chancen, die Schmidt wurde gestern Abend plötzlich, als er eben die Namentlich in Der Nahe des Bahnhofs Zoologischer Garten Burenaenerale »u sehen, noch geringer geworden sind, J mnnte am stand die Menge wie eine Mauer. Tie Polizei hatte umfang- ^rengenerate Namentlich Generalprobe deS ^Sa^DereinS beginnen wollle, am reiche Absperrungsmaßreaeln getroffen. Das Betreten des üon verschiedenen Seiten ein starker finan- Dingentenpult vom Gehirnschlag Sekoffen und vers Bahnsteiges war nur Personen gestattet, die eme Legllima- .i-ller Erfolg auf den es doch hauptsächlich an- PariS, 16. Ott Hier wird befürchtet, daß der große tionskarte des Burenkomitees vorweisen konnten. Auch die e angezweifelt, da man meime, daß gerade die- Postdampfer Anam untergegegangen ist. Derselbe Bahnhofshalle füllte sich bald mit zugelassenen Personen, ^igen Kreise, die bei sonstigen Gelegenheiten größere ist, wie die Schiffahrtsgesellschaft, welcher der Dampfer ge- unter denen sich nur wenige Tarnen befanden. Immer Summen geben, diesmal Zurückhaltung beobachten würden, hz^, mitteilt, am 21. September von Marseille nach Saigon größere Menschenmengen führten die Vorvrtzuge ^^61, wurde Herr Rud. Ristenpart beauftragt, sofort nach abgegangen, von wo vorauSsichllich heute oder morgen Nach- sodaß das Gedränge direkt lebensgefährlich wurde, '•pnit* zu reifen, um persönlich mit den Generalen Rück- über sein Verbleiben eintreffen wird. Unter den zah/- lich 5 Uhr 23 Min. lief der dicht besetzte Zug in bie Mn- , nehmen. Wenn eine bejahende Antwort erfolgt, . Paffagieren befindet sich auch der Gouvernem von hokLhalle ein, mit nicht -nd-nwoll-nden tzurrarnfM be- Eall> n^ereS über ben Enchsanz uni> anbere Ber- ^dochina. — D-r «ritfUt ffluillaumin routbe ro» ri- r’;« sääsw sp» •£ «... bas, Coups hineingestiegen war, völlig übertönten, dtur Audienz bei Chamberlain nicht beabsichtigt sei.'"" ' ' — ‘ ' *“ ‘ “ Nach den „Brannschw. Reuest. Nachr.", deren Chefredakteur Georg am Donnerstag nachmlltag mit den Burengeneralen Botha, Dewet und Delarey im Speisewagen Dinierte, würden die Generale erst am Montag von Berlin breisen und direkt nach London fahren, wo am Dienstag unter dem Vorsitze Chamberlams die Schlußkonserenz der Friedensverhandlungen stattfmdeü - General Dewet hat positive Unterlagen für die in Köln geäußerte optimistische Ansickit über Englands Haltung nicht. ।— > r - - - i Vastor Schowalter, der als Dolmetscher fungierte, erklärte, auf weih-rot-blauer Schleife die Widmung trug: Ten ßfor- sTÜfler immer noch das geistige Oberhauvt der Buren reichen Buren-Generalen! Nur in langsamstem Tempo f -p ÄxiJaer habe vor seiner Abreise 800000 Francs in konnte der Zug die Straßen passieren. An vielen Stellen Staatskas/e gelegt. wurde der Schutzmann-Kordon durchbrochen. Bor dem Hotel Verhalten der Generale erregt bei der englischen hatte sich eine nach vielen Tausenden zählende Menschen- Regierung natürlich starken Anstoß. Tas Regierunasblatt menge versammelt Die zum Hotel führenden Straßen Z^ard erklärt, die Generale hätten verhüllte Drohungen waren für den übrigen Verkehr völlig gesperrt. Gegen - c§ sei Zeit für England, zu erwägen, was e3 ,vvltu_w „ r c 6 Uhr 45 Min. trafen die Generale vor dem Hotel etn. L ö JLr^en °euten au halten hätte. Tie Generale sollten langsam fahre, er rechne bis Osnabrück drei Stunden. Um Ihre Umgebung war beladen mit den zahlreichen Kränzen Bettelmllsion lieber aufgeben und nach Hause zurück- den Wagen, welcher auf der Straße hielt, hatte sich natür- und Blumenspenden, welche ihnen auf dem Bahn Hofe und auf A cirkuliert ferner ein Gerücht, die englische Re- lich sofort eine ganze Schar Kinder versammelt. Der Prinz der Fahrt zu teil geworden waren. Nur mit Mühe konnte ' cabe Generalen zu verstehen gegeben, falls sagte zu denselben u. a: „Na, Zungs, wann geht Eure den Buren-Generalen, die mit stürmischen Nachrufen be* p. jb,e ~our fvrtsetzten müßte sie erwägen, ob es Lchule wieder an?" „Oeroermorgen um buffe Xieb , fagU grüßt wurden, der Weg zu dem Hotel gebahnt werden, I *^2. rei ^nen die Rückkehr nach Südafrika zu ein dreister Bursche. Zu einem andern, d^: den Motor- wo vom Burenkomitee eine intime Begrüßungsfeier arran- hält es daher hier für nicht aus- wagen anfaßte, sagte der Prinz: „$at «uch iruer ^eijrec giert war. Mit Heilrufcn begrüßt, betraten die Generale, b '^aß die internationale Tour ber Generale mll nicht gelehrt, daß Ihr mit den Augni, aber nicht mit die den Eindruck von schlichten, aber kraftvollen Bürgers- ? ^rHuer Besuch ein Ende finden wird. den Händen lernen sollt?" Der dreiste Bursche antwortete: leuten madjeu, den Raum. Gerührt sprach der greise Z o - • Brüsseler Restaurants für die Buren beran- „Dar hett use Scholrnester noch ntx van seagt. Nachdem Hannes Trojan seinen schwungvollen Prolog, dem die n t önnpHe hat 2750 Francs ergeben; das Antwer- der Adiutant ein Telegramm aufgegeben und einige ^rtqe Generale aufmerksam lauschten. Lener Komitee hat 20 000 Francs zusammengebracht. Ein in den Briefkasten hatte stecken Iahen, guig die^ahrt weiter Der Wortlaut der Trojanschen poetischen Ansprache war Düsseler Blatt erfährt, daß den Äurengeneralen während über Lemförde bis Osnabrück wo durch den Optiker Var> folgender- chres Zweitägigen Aufenthaltes in Frankreich 2 Millionen Hauer im Hause ber Firma Roth Benzm nachgefullt wuroe. foigenoer. I ) 5 ... phcpr Krieges zugegcmgen seien. Iserr de Reuther piäienticrte dem Prinzen eine Flasche ,Willkommen! Helden von Transvaall Francs für frie Opfer d 9 alter Rot" Ter Prinz fuhr im strengsten Inkognito unter Willkommen! Rhngt’S viel tausend Mal, ------— klL qZamen‘ Don Mrenbach Batthauer, den Prinz Heinrich Fägsr **«•»*, SSÄrÄÄÄ Willkommen seid im deutschen Land! Tas Prograwm deS uatioaaüiberalen VeremS ber die Fahrt nicht gemütlicher gemacht Haden Durfte. Zn r>nb rate, eurem Mbcnmut, m WormS zur Landtagswahl Ulllt-t nach d-r d-r Nl^t vmn ^r-ua^zum h^ ^^rnz^un Am Geist gefolgt durch Glut und Blut, Wormser 3tg." also: „ Kötel ^annooer in nmraend tior feiner Weiter« Mü Euch ost haben wir gewagt, " Leitender Grundsatz muß sein, daß eine Landtagswahl Preuven Ule persimllch d ^ .,6 42 Pfund Benzin, Gehom, geiubelt und geklagt. eine ReiÄstaaswabl von persönlichen, son- fahrt im Geschäft ber Gebr. Äiemi^nuor uno joenäui. Dank ^uch, durch die wir milerlebt! ibenfotoen g nülitifchen Gesichtspunkten aus zu be- unterhielt sich mll dem xungen Manne im Geschäft und Was freien Mannes Herz erhebt! . dern lediglich von p sch Parreiwohl und der Ab- nahm mll Tank eine ihm angebotene Zigarre an. Leider Die Zhr jetzt kamt ins deutsche Land! läußerster Sparsamkeit im staatsyaus^yalt. Arbeiterbewegung. L-pari°inr-.r .... P-nt», IS-L-t. Di-L-g- hmstchu.q d-° tSruk-narb-it-r. urvroduklwcr Luägaden, welch- die Lreuer- Ausstandes ist unveräist>eru «leben Lesellichasten ooa i-ha unpioouliioi.t. _______K;Ä I h,n ginrirfilQa der Präfekten, eme vorbereuende Zchammen» daß auch die übrigen drei Mreisblatt tut den Htm <3Sveketl 'N Lessel ist Li :eten hund^ nben. In -n lrzt, der frwb apellmeistu Llois als er ekn die ;innen ucke, am jen und verstarb. ;tet, daß bet große gen ist. Derjcke 1 btt Mi«, 0«* faßt naß) Saigon btt morgen Nach« Intet tefc \^V DaMerneu wt \n wurde M Mionen Frau geraten, M Mtigen Bck« s Automobil* ivholz untern » mittag mit emm oihif- bellfarby WZ- »6»** !:r.« ÄS SÄ S $W « S.TS &-?ä >«»*sji >ie eme M -*Ä Lhnte, dah ^ 1 anwieu- « s, foik " Ä ben ®’u“' *■£ &*5 ®v «+/y Nachdem an W(Je W S $1* s*-,s L'Ä$ 4« we!ii S 3* ; bat der v < öon &eP »SÄ?'-* )vl d°s eia« ' d°r lieh * ^ront OgQa» °^«LÄ ? euie Polüil'cke Stützung der Erkannte« V?lche m den -oerroaltung und .Een Einfluß zu Mm, mit de« ' um l'o sicherer :n revolutio« Arbeiterstand echlben ablehnt, ^oren, welche in uen und in den 'lacht haben. 12. ^Handlungen der Nlchtspruch. .der Wahlgesetze legt im Interesse Frage nicht ai& 1 unserer Partch m herbemführen, mh des Zentrums i Progrmm ent. ■HM s 8 s £ * 2 js-xd ’S . i eS 2-1 2 ‘aT - - 3 s2c.= o tre'S Z c V LÄ 2 2 . «V b © Z- IZZ §-§s E **-• e> es EÄ N § £&> •g - a»Qo öT ä 5 KZ Seo H-SSSsL>N H.NRSD-YS £ B «ft" £ 5 § £ w c 3. §°"c5 +. SS- CQ = © Oft S « 5i 3 2^® 8 cs Z ZrSS = 55^3 ä ‘-*"5 .'^2 Ö "2 r- * aä ” .3(3^ . a»Q Z 5 c c 2=? o w u Oft Cd E-bs c, i** •*• 43\E- <5 =C C E O N R CQR CD (El _ C5 S C ZZ ’gu- N _L «ft cr E CD CQ E © iüßjfi » 5 = = „ Gs> s> g §|e*!! ü -2 2- 6^ cS’ä O u Ä «*■ •H v o1« ,2äp L J •tr «o cn«ä «ft « -- -r S Z s ä 2 .^N-L e> cj *§J8« §»b'b -O ■». E ’m g - = c Z - KsS-§» „ olS.S m .5 2 K © c £ © =5- CO K Ä-Z - >Q -CXD |(ÖS ZZ-E « L L «tT|$ ZLZ^K •'M .40 Ä; M C d « Ä3.-Q « >2^2«^ Sh3-L.F.2 i 8 « *a? Ö2 c "2 a ^R CQc9 ©RcQZ © ’S" n n o •? O -Li rr § L »s rs CD C «ft v u ? w ".«r äS's öh 5 «* 2 M c S.S S „ M » LZIZLZKH P P y »7 :se^S S «s •s •5 L.E-c-SZ Ä c e © © «» R -ift -rr 55 c E L <0? CÜ e.t? e e §br N iO © &>& ixa LK L 2 © «» © Z c E © CD 43* s ? «ft 47. M 3 >0 2^-K 2 >-: XD -E & «ft § ® rr c a= S H <35 rr © 6 E © 2 «< es 21 05 ttri 05 «ft E t? £ Cd E CSV CD© ar» er? 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M O *0-^0 2 9.65 as-E X" ä'-Jq Ö Cd 'E' M 2 3 S3- § 03= 3@ e§!S 2c § 2 °°2, e Z iS 8 g e 3 Ä M E^>S 47 n 6- -M p O 3 ho . LE-S^-> 7-ZZ^- ffÄ-S® 2 _ ®4J Z ZL M .5 O >bLb 2 cj (£) «ft E «ft 8 3.^2 OK 1§ E 1—• 3®^ 43 Tä 3 g oXj- . O ««L- 05 § §- §• Ld E E a d Theater-Verein. L Vorstellung: Freitag den 24. Oktober. Gastspiel von Madame Charlotte Wiehe mit Ihrer französischen Gesellschaft L Le Noeud de Cravate. ComSdie en 1 Ac. de Mr. Henri Jean. b. La Main (Die Hand). Mimodrama In 1 Act Mimik von Henri Beräny. 8. Le Souper d’Adieu. Comädie en 1 Aot de Mr. A. Schnitzler, T282 Adaption frangaise de Mr. M. Vaucaize. A L'Homme aux PoupSes (Seine Puppe). Mimische Erzählung in 1 Aot Musik von Henri Beröoy. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen II Uhr. Tageskasseoprelse bei Ernst 0ballier und an der Abendkasse: Proscenlumsloge Mk. 6—, Mittelloge, Seitenloge und Sperr- sitz Mk 6.— (hintere Leihen Mk. 8.60), Estrade (nur an der Abendkasse) Mk. 2.60, Studentenkarten (nur bei E. Challier) Mk. 2.—. Gewerbeschule. Für Schüler empfehle: Reisszeuge, erstklafl. Präzisionsarbeit in größter Auswahl, Reissbretter nach Vorschrift, Reissschienen und Winkel, sowie alle Zeichnen-Materialien in erprobten ersten Qualitäten. 6907 Mä-Simrg ii. Ernst Balser, Konsum-Verein Giessen und Umgegend E. G. m. b. H. Sonntag den 2. Rovember 1002, nachmittag» 8 Uhr, im oberen Saale der Restauration Postkellerx General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Kassenbericht. 3. Genehmigung der Bilanz. 4. (Lrgänzungswahl des Aufsichtsrats. 6. Be° lchlußfassung über emgelausene Anträge (hierbei wird auf § 12 Absatz 2 des Statuts besonders aufmerksam gemacht). Nur Mitglieder haben Zutritt und wird um deren vollzähliges Erscheinen dringend gebeten. 7299 Der Vorstand: Der AnsNchtSrat: Gustav Holtberg. Michael Keßler. K. Orbig, Vorsitzender. „Geh.-Klub" Meseck. SamStag den 18. d. Mts., abends 8 Uhr: Gesellige Zusauiiurukilnst im ymiBslDkül mit Musik-Unterhaltung. 7289 Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. WrWiohl. Nejtellungen auf la. Weißkohl allersciuste Qualität für Sauerkrautfabrtkatiou per Gentner frei in» Haus Mk. L90, bei Mehrabnahme billiger werden entgegengenommen. Lieferung von Mitte Oktober an. Carl Ka Hin ann Louis Bühl HaudeiSgärwerei Fischbörse 7010 11 Vahuhosstraste 11. Markt 5. Telephon 50. Prima Fptiselmrtoffkln Magnum bonum billigst frei ins Harrs 7215 Peter Berg, Eduard Rieger, vraudplatz 14.Asterweg 8. Frisch eingetrossen: -reue holl. Vollhertuge per Stück 6 Pfg., 10 Stück 55 Pfg. , marinierte Heringe , , 8 , 10 , 75 , Btdmarck-Heriuge , , 8 r 10 , 75 , , Berliner Viollmöpse w . 6 , 10 , 55 , russische Sardinen per Psd. 40 _ per Fan 1.60 Mk. Echte Kieler Bücklinge per Stück 7 Pfg., 10 Stuck 65 Pfg. 7082 Feinste Bratheringe. C. Roth ii, Nachfolger Telephon 822.2Lallryorstratze 5. Tapisserie! Tapisserie! Souue^rstraße J. H. 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