Nr. 40 Erscheint täglich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche bcigetegt. Rolattonsd, t u. Verlag der Br » h l'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pielsch Erben) Redaktion, Erpedttion und Druckerei: Schul ft ratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Frrnsprrchan- lußNr.bl. Erstes Blatt. 152. Jahrgang Montag 17. Februar IEVA GietzenerAMiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezug»pret»r monatlich 7bPs.,vierte!» mhrlich 9)1 L 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost All 2.— viertel» > ihrs. alitzschl. Bestellg. 'nnohme von Anzeigen ir die Tagesnummer 6 vormittag» 10 Uhr. ,«ilenpreeA ungen. Der Anttag Basevi wurde einstimmig angenommen. Bei der Dringlichkeitsfrage schien Abt Treuinfels sitzen zu bleiben. (Lärm bei den Sozialdem.) Eiders ruft: Haderlump ! Schuhmeier ruft: Christus muh mit der Hundspeitsche über diese Kerle kommen! Die Verhandlungen des Schiedsgerichts nehmen in* zwischen einen überaus günstigen Verlauf.^ Die Arbeit dürfte heute wieder ausgenommen werden. Der Stadtrat von Trieft beschloß, für die Hinterbliebenen der Erschossenen 10 000 Kronen zu spenden, sowie das Leichenbegängnis der Ge- sallenen aus Kosten der Stadt zu veranstalten. Tie Polizer verhinderte mit größter Energie die Hissung schwarzer Fahnen. Vom Burenkrieg. Heute früh erhielten wir ein Telegramm ans London, dem zufolge ein Bataillon englischer berittener Jnfantene Volilische Tagesschau. Die Triester Krawalle kamen am Samstag im österreichischen Abgeordnetenhause zur Sprache. Der 2lbg. Basevi brachte den Dringlich keits- antrag ein: Die Regierung möge eine strenge Untersuchung der Triester Vorfälle cinletten und eventuell die Schuldigen bestrafen; das Ergebnis der Untersuchung sei dein Hause vorzulegen. Der Ministerpräsident erhob sich sofort und verlas die ihm zugegangenen amtlichen Berichte. Er betont, daß die Ausschreitungen nach deni vorherigen Verholten der Versammlungsteilnehmer keineswegs zu erwarten waren. Der Ministerpräsident stellt fest, daß zwei Truppenabteil- ungen, nachdem sie mit Steinen und Eisenstücken beworfen und mit Revolverschüssen angegriffen worden waren, und nachdem der kommandierende O be r l e u t n a n t anr K o p f e träglichkeit geführt werden. — Man verlange sicherlich nicht, daß die Interessen anderer Staaten den Vorrang vor denen Italiens haben sollen, man werde vielmehr auf beiden Seiten nach Recht und Billigkeit avwägen. Jeder Produktionszweig wolle von der schutzzöllnerischen Strömung profitieren, um bessere Vorteile zu sichern, aber alle Regierungen und alle Parlamente müßten die richtige Grenze erkennen, bis zu welcher der Schutz der verschiedenen Produkte vereinbar ist mit dem höheren Interesse der ganzen nationalen Ockonomie. Sie dürsten uui> könnten den Schutz über diese Grenze hinaus nicht znge- stchen. Tie Weisheit, Billcgteit und die freundlichen Gesinnungen der Regierungen und Parlamente, sowie der Gedanke, daß eine Verständigung für die Kontrahenten von wechselseitigem Nutzen sei, ließen Italien mit Vertrauen das weitere abwarten, jedenfalls aber würde eine etwaige gegenteilige Sachlage Italien nicht unvorbereitet treffen. Deutsches Deich. Berlin, 16. Febr. Eine vierfache Auszeichnung durch den Kaiser wird gegenwärtig den Hinterbliebenen der bei der Verteidigung der Gesandtschaft in Peking gefallenen deutschen Seesoldaten zu teil. Sie besteht 1. in der Verleihung der Kriegserinnerungsmedaille aus Bronze für Kombattanten mit Divlom, 2. in einem Buche mit dem Titel: Deutsche Seesoldaten bei der Belagerung von Peking im Sommer 1900, welches auf dem Titelbild das Bildnis der damals gefallenen Deutschen trügt, 3. in einem ehrenvollen Anerkennungsschreiben und 4. in der Uebersendung eines .Geldgeschenkes. — Tie Töchter der Kaiserin Friedrich, die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, die Prinzessin Adolf Schaumburg - Lippe und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, haben den Cberbürgermeifter Kirschner empfangen und ihm den Dank für i>te liebernahme des Kaiser und Kaiserin Friedrich-Kinder-Krantenhauses von feiten der Stadt Berlin mit dem ausdrücklichen Bemerken ausgesprochen, daß durch diese Uebernahme ein Herzenswunsch ihrer Mutter erfüllt worden fei. — Gestern fand unter dem Vorsitz des Grafen v. B ü - low im Reichskanzlerpalais eine vertrauliche Besprechung des preuß. Staatsministeriums statt, zu der auch die Staatssekretäre des Reichsschatzamts und des Auswärtigen Amts zugezogen wurden. Der ,^Lok.-Anz." weiß zu berichten, daß es sich bei der Besprechung bestimmt nicht um die Zolltarifangelegenheit gehandelt hat. Das Blatt glaubt vielmehr, daß die Brüsseler Zucker- konferenz den Gegenstand der Beratungen bildete. — Mit der Vertretung des Staatssekretärs v. TirPitz während seiner Amerikajahrt ist der Vizeadmiral Büchsei beauftragt worben. — Tie Generalmajore v. Viehbahu ans Mainz und Hersf aus Darmstadt sind in Berlin eingetroffen. — Als Zeitpunkt für die Inkraftsetzung des Verbots von gesundheitsschädlichen und täuschenden Zusätzen bei der Fleischbereitung (Wurstfärbe- oerbot usw.) soll der 1. Oktober in Aussicht genommen sein. — Die Eröffnung der elektrischen Ho ch-und Untergrundbahn hat in Gegenwart von Mitgliedern des Staatsministerrums, der Eisenbahnbehörden und geladener Gäste stattgesunden. Zuerst wurde die Strecke mit zwei Extrazügen befahren, alsdann fand im festlich ge- schmücklen Kraftwerke eine Festtafel statt, bei welcher der Eisenbahnmiinster v. Thielen der Schöpfer des Werkes gedachte und die vom Kaiser verliehenen Ordensauszeichnungen erteilte. 1L a. hat Wilhelm v. Siemens den Kronenorden 3. Klasse und Arnold v. Siemens den Roten Adlerorden 4. Klasse erhalten. — Das Befinden des Abg. Dr. Lieber ist wenig befriedigend. Die auf die schwere Erkrankung Liebers gefolgte Besserung war nur kurz und nicht anhaltend. Der Zustand des Kranken flößt ernstliche Besorgnisse ein, und man nimmt an, daß er an den Verhandlungen der parlamentarischen Körperschaften nicht mehr Anteil nehmen wird. — Die „Germania" teilt mit, daß die Regierung die Errichtung eines Redemptoristenklosters in Hennef a. d. Sieg >g, enehmigt habe. — Dem preuß. Abgeordnetenhause ging ein Gesetzentwurf zu, betreffend den Erwerb von Bergwerkseigentum int Oberbergamtsbezirk Dortmund für den Staat. Danach wird der Regierung ein Betrag bis zu 58 Millionen zur Verfügung gestellt zu dem Erwerbe erstens von ö2 in den Kreisen Recklinghausen und Lüding- hausen gelegenen von den Vohwinkelschen Erben angebotenen Slemkohlenfeldern, zweitens des SteinkohlenPolizeipräfidium die offizielle Nachricht zugesrellt, daß die Genehmigung zur Aufführung des Paul yeyse scheu TromaL 'Maria von Magdala' Der afll. WiÄ Anstoß erregend sei die Verwendung von stellen der heiligen Schrift, dte dramatische Verwertung der Leidens- aeschichte ChrisN und der Umstand, daß oie Kreuzigung tn Beziehung gesetzt werde zu außerhalb der Ucberliererung liegenden Motiven. Direktor Reumann-Hoser hat rm Verein mit Paul Heyse gegen dieses Verbot Klage er- h ^Aus Jena schreibt man: Tas dreiaktige Schauspiel des hiesigen Unioerjitätsprofessors Tr. R. ^ove „Boom- vlaats", eine Episode aus den Burenkämpfen m -rrans- vaal ans dem Jahre 1849, hat bei der ersten Ausführung hier, ebenso wie unlängst in Göttingen, einen durchschlagen-' den Erfolg erzielt. Tie Tarsteller waren Burger und Studenten. Ä Aus Hannover berichtet man: Luderrnanns neues Trama „Es lebe das Leben'" hatte bei der Erstausführung im Deutschen Theater einen glanzenden Er olg. Tirektor Reufch, welcher die Noottai inszeniert hatte- dankte am Schluß für den stürmisch gerufenen Autor. _ Die Polizeizensur in Parts. Ter Poltzetprasekt von Paris hat den Tirektor des Eldorado-Theaters L u fich berufen und ihm die Streichung von sechs Liedern des Programms anbefohlen, widrigenfalls das Theater noch an demselben Abend geschlossen würde. Gleichzeitig wurde von dem Direktor die Verabschiedung von vier Mitgltedenr des Theaters verlangt, welche durch die Art und Weise wie sie die betreffenden Lieder vortragen, gegen die £>itt* lichkeit verstoßen. Spuren guteA Ausbildung zeigt und ebenfalls zu schönen Hoffnungen berechtigt. In Herrn Siegmund Großkopf endlich kennen wir einen gut talentierten jungen Geiger, der sich der ihm gestellten 9lufgaben mit Geschick und Glück entlebigte. Ele- aante und energische Bogenführung, saubere Technik und gediegene Auffassung der von ihm geivählten Stücke stnd die tzwuptvorzüge, dte wir seinen gestrigen Vorträgen nachrühmen mochten. r ■ . , .. Die Klavierbegleitung des Herrn Hasgren, dem letber kein gutes Instrument zur Verfügung stand, war durchgängig korrekt, doch wäre namentlich bet den Violtnsoli etwas Mäßigung des Pianisten im Forte wohl am Platze gewesen. _______ Der Kaiser hat, wie schon mitgeteilt, Prof. Gustav E b e r l e i n damit betraut, das Goethe -Denkmal für Rom zu scbaffen. Im Auftrage des Kaisers wird sich der Künstler in nächster Zeil nach Rom begeben, um dort ben vom Sinbaco Fürsten Evlonna und dem deutschen Botschafter Grafen Wedel auserwäblten Platz für das Denkmal zu begutachten. - Nun wird behauptet, Prof, feilem beabsichtige sein in Straßburg abgelehntes Goethe- denkmal in Rom aufzustellen. Natürlich protestieren dagegen die in Rom lebenden deutschen Künstler. S'e weilen darauf hin. daß die Italiener dieses seltsame Geschenk als ein" Beleidigung auffassen müssen. Ein Goet-e-^enkmal in Rom müsse Goethes und Deutschlands wegen werk sein. Das Beste fei gerade gut genug, habe auch ^ob Dem^^si^n gthe ater in Berlin wurde vom bergwerks Waltrop bei Waltrop, drittens sämtliche Kuxe der Gewerkschaften vereinigte Gladbeck, BergmannSglück, Gute Hoffnung und Berlin, viertens des der Gewerkschaft deutscher Kaiser zu .Hamborn gehörigen Steinkohlenfeldes Potsdam, sowie der Rechtsansprüche dieser Gewerkschaft aus zweien zwischen den Feldern Potsdam und Berlin gelegenen Bohrlöchern bezw. hierauf eingelegten Steinkohlenmutungen, ferner zur Deckung der Betriebskosten und Ausrüstungskosten vorstehender Bergwerke bis zum 31. März 1903 zu den Neben rosten des Erwerbes. Die Beschaffung der Mittel erfolgt durch Staatsschuldverschreibungen. Näh.res über die Emission bestimmt der Finanzminister. — Im preuß. Abgeordnetenhaus wünschte am Samstag Rügenberg (Ztr.) unter Hinweis auf den Elberfelder Militärbefreiungsprozeß eine Abänderung der Strafprozeßordnung, um Zeugen und Sachverständige gegen Verunglimpfungen vor Gericht au schützen. Justizminister Schönstedt widerlegte mehrere bem Elberfelder Gericht gemachte Vorwürfe und erklärte, dem Richter müsse es gegenüber widersprechenden Aussagen von Zeugen und Sachverständigen gestattet sein, zu prüfen, natürlich muß er dabei mit Takt verfahren. Im weiteren Verlause der Verhandlung teilte der Justiz-Minister mit, daß Gesetzentwürfe betreffend den Schutz des Bauhandwerks und bezüglich der Kompetenzstreitigkeiten den zuständigen Stellen demnächst zugehen würden. Kiel, 15. Febr. Der Kommandeur des dritten See- bataillonS, Major Christ, ist gestern nach kurzem Krankenlager in Tsingtau am Fieber gestorben. Christ hat sich während der Chinawirren in hohem Grade ausgezeichnet. Greiz, 16. Febr. Die Regierung von Reuß ä. L. hat die nachgesuchte Bildung einer Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes innerhalb des Fürstentums mit Berufung auf das Bundesverhältnis verboten. KünMrkonzert. Gießen, 17. Februar. Das Konzert des Tenoristen Herrn Meltzer, das wegen anderer hiesiger Veranstaltungen mehrmals hatte ver- fchoben werden müssen, konnte endlich gestern im Saale des Hotels „Einhorn" ftattfinden. An der Ausführung des Programms beteiligten sich außer dem arrangierenden Sänger der jugendliche Geiger Herr Siegmund Großkopf sowie das Geschleust er paar Herr und Fräulein Haf- gren, sämtlich aus Frankfurt a. M. Ter Verlauf des Konzertes war im allgemeinen befriedigend, obgleich nicht verschwiegen werden darf, daß die geschätzten Mitwirken- den noch nicht die Höhe der Vollkommenheit in ihren Leistungen erreicht haben. Herr Meltzer ist ein junger viel versprechender Tenorist, der das hohe C mit Leichtigkeit erreicht, und dessen umfangreiches Organ viel schöne Vorzüge besitzt, die ihm bei weiterem fleißigen Studium dereinst zu großen Erfolgen verhelfen rocröen. Vorläufig erscheint uns eine größere Ausgleichung der verschiedenen Stimmlagen und eine Verbesserung 5er deutschen Textaussprache — der Künstler ist unseres Wissens Russe — am wünschenswertesten zu sein. Von seinen Darbietungen möchten wir das Lied des Eanio auZ „Bajazzo" und die Stretta aus Verdis „Troubadour" als die am besten gelungensten bezeichnen. Einen schönen Erfolg ersang sich neben Herrn Meltzer Fräulein LillyHafgren aus Frankfurt, die außer der Romanze aus „Mignon" Lieder von Brahms, Hafgren und Grieg in anerkennenswerter Weise zu Gehör brachte. Die noch sehr jugendliche Künstlerin verfügt über einen wohlklingeitden Me^osopran, der die Ausland. London, 15. Febr. Der Militäretat für das Fiskaljahr 1903 beläuft sich auf 69 310 000 Pfund Sterling; die Präsenzstärke des Heeres soll 420000 Mann betragen, davon 219 700 für ben ordentlichen und etwa 200 000 für den Kriegsdienst. Der Voranschlag bleibt hinter dem für 1902 um 23 230 000 Pfund Sterling bezüglich des Kriegsdienstes und um 375000 Pfund bezüglich des ordentlichen Dienstes zurück und sieht die Beibehaltung der Feldarmee in Südafrika in der gegenwärtigen Stärke für acht oder neun Monate des neuen Finanzjahres vor. London, 16. Febr. Die „Bermingham Post" bringt die unglaubliche Meldung, der ameritMiische Gesandte im Haag habe die niederländische Regierung kürzlich sondiert, ob sie geneigt fei, wegen Verkaufs von Nieder- ländisch-Ostindienmit Amerika in Unterhandlung zu treten. Rom, 16. Febr. Der „Patria" zufolge unterzeichnete der König heute ein Dekret, durch das der Schatzminister ermächtigt wird, dem Parlament einen Gesetzentwurf bett. Schaffung neuer 3y2 prozentiger Titres vorzulegen. — Minister Alfr. Baccelli hielt auf einem Festmahl, das die römische Vereinigung für Handel, Industrie und Landwirtschaft ihm zu Ehren veranstaltete, eine Rede, in der er bei der Darlegung der Thätigkeit des Ministeriums des Auswärtigen für die Entwickelung des Handelsverkehrs Italiens mit dem Auslande Folgendes erklärte: Bei dem demnachstigen Ablauf der Handelsverträge mit ben Mächten Zentraleuropas werbe die italienische Regierung ben gerechten Schutz des Ackerbaues und der Industrie Italiens mrt Eifer betreiben. Die Verhandlungen würden nicht ohne Schwierigkeiten sein, indessen lasse die wohlwollende Haltung der an der Spitze ber Slaatsgeschäfte bei den Zentralmächten stehenden Männer Höften, daß die Verhandlungen im Geiste der Verund an der Brust getroffen, zusammenge- funken war, von der Feuerwaffe Gebrauch machen mußten, wodurch insgesamt 7 Personen getötet mrd mehrere verwundet wurden. (Inzwischen Hal sich die Zahl der Toten mindestenss verdovpelt. D. Red.) Es könne nicht gestattet werden, daß sich ine Straße zu einem gewaltthatigen Richter zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder zwischen Behörde und Parteien aufwerfe. Niemand könne lebhafter, als die Regienmg die traurige Vorfälle bedauern, die nicht von den zur Annahme d« Schiedsgerichts bereiten Arbeitern ausgehen konnten, vielmehr augenscheinlich vorbereitet und von Elementen inszeniert wurden, die jeder Gesetzlichkeit spotteten. Ter Ministerpräsident stellte fest, daß die Behörden während des Verlaufs des ganzen Tages ihre volle Pflicht bezüglich ihres Vermittlungsamtes tn nachdrücklichster Weise erfüllt haben und hofft zuversichtlich auf Erfolg dieser Bemüh- von den Buren bei Bückeboschrand überrumpelt worden ist. Das Telegramm -finden unsere Leser in unserem heutigen Morgenblatt. Reute fügte dieser Meldung hinzu, daß es sich anscheinend um den schon gemeldeten Vorfall von Klipriver handele. Diese erste Meldung lautete: „Am 12. Februar wurden 150 englische berittene Infanteristen in der Nähe des Klipriver nach tapferer Gegenwehr überwältigt. 12 fielen, 48 wurden verwundet, darunter mehrere Offiziere." Das ist ein neuer Beweis für die ungeschwächte Kriegsfreudigkeit der Buren, deren „hervorragende Tapferkeit" übrigens von Reuter offen zugestanden wird. Aus Vertykertop wird berichtet: Nach Annahme mehrerer Burenosfiziere beträgt die Stärke der noch im Felde stehenden Buren 12 000 Mann. Alle diese Leute wissen wohl, daß sie ruiniert sind und daß sie ihre Unabhängigkeit verloren haben, aber sic sind entschlossen, den Engländern möglich st großeVer- luste beizubringen und Ausgaben zu verursachen. Sie werden kämpfen bis der letzte Bur getötet oder gefangen genommen ist. Dewets Stab besteht aus seinen beiden Söhnen, von denen der eine als Sekretär, der andere als Adjutant fungiert. Aus 27 Konzentrationslagern liegen verläßliche Nachrichten vor, daß die Englische Militärbehörde bie Wohlthätigteit, soweit sie in Waren besteht, nicht behindert. Tie Januar-Berichte aus neun Konzentrationslager enthalten zwei mit bedeutender Verringerung der Seuchen und Sterblichkeit, u. zw. Mafeking und Pietermaritzburg, alle anderen klagen über M angel an Kleidung, Decken, Wäsche und besonders Schuhwerk, da die Lager sich fortwährend durch neuen Nachschub von Gefangenen vergrößerten. Aus Berichten von Johannesburg und Bloemfontein geht hervor, daß dort die Preise für Wäsche, Stoffe usw. wieder normal sind. Aus Atadt und Land. Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten st nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Auz." gestattet.) Gießen, 17. Februar 1902. * * Prälat Habicht beabsichtigt, wie das „Hess, eoangel. Sonntagsbl." von gut unterrichteter Seite hört, am 1. Juli bestimmt cn den wohlverdienten Ruhestand zu treten, nachdem er vorher noch das 2 5jährige Jubiläum als Mitglied der Eisenacher Kirchenkonferenz gefeiert haben wird. * • Silberhochzeit. Gestern feierten der Briefträger Joseph Staubach und seine Ehefrau im engsten Familienkreise die Silberne Hochzeit. * * 1852—1902. Zu der auf Samstag in das Restaurant Feidel einberufenen Versammlung der Alterskollegen waren 96 schriftliche Einladungen ergangen. Es waren 58 Herren erschienen. Die übrigen hatten größtenteils schriftlich zugesagt, daß sie die Feier mitmachen würden. Es ivurde em Ausschuß eingesetzt, der die Geschäfte leiten soll. Erster Vorsitzender wurde Stadtverordneter L. Huhn. Die Feier ist in derselben Weise wie im vergangenen Jahre geplant. Man beabsichtigt, einen Kommersabend mit darauffolgend ein Frühschoppen und einem Montags-Ausflug nach dem Philosophenwald zu veranstalten. Der Beitrag wurde auf 10 Mk. festgesetzt, jedoch soll damit keine Schranke gesetzt sein. Die Zusammenkünfte sollen um die Mitte jedes Monats, und zwar Samstags stattsinden. Der Termin wird durch den „Gieß. Anz." bekannt gemacht iverden. * * Eissport. Bei anhaltendem Frostwetter und nicht zu scharfem Nordostwind beabsichtigt der Vorstand des Eisvereins, Dienstag Abend einen Abendlauf mit Konzert zu veranstalten. Die Teilnehnien sind gebeten, Lampions mitzubringen. (Alles Weitere ist aus dem Inseratenteil ersichtlich.) * * Im Schlittschuhlaufen versuchte sich gestern auf der Eisbahn auch ein junger Kamerun-Neger. Er soll die Absicht haben, sich zum Meisterschafts-Schlittschuhläufer auszubilden und in seiner Heimat einen Eisoerein nach dem Muster des Gießener Vereins zu gründen, wenn die Biafrabai oder der Golf von Guinea oder der Thadsee sich bequemen wollen, so zuzufrieren, daß es „serr rutscht". * * Turnerisches. Auch das gestrige Konzert des Turnoereins hatte sich eines sehr starken Besuchs zu erfreuen, doch schien es, als ob mit dem Fastnachtstage auch der Karnevals-Humor gewichen sei. An Stelle des sonst üblichen lebhaften Karnevalstrubels war eine ruhige Stimmung getreten; umsomehr aber kämen die Aufführungen zur Geltung. Die Evolutionen am Trapez und Reck, sowie die der Parterre- und Tisch-Gymnastik waren schneidig und exakt. Die Vorträge verschiedener Mitglieder riefen wahre Lachsalven hervor. Ebenso beifällig wurden die Gesangs - Darbietungen des Turner-Sängerchors unter der bewährten Leitung des Herrn Kasten ausgenommen. Nicht unerwähnt darf das Ballet, sowie die Ueberbrettl-Gesänge bleiben. So verlief auch dieser Abend wie der erste schön und zur vollsten Zustiedenheit aller Besucher. * * ,,D' Lahnthaler", Gießener Zitherorchester, veranstalteten am Samstagabend im „Postkeller" ihren ersten Familienabend mit Zither-Konzert. Aus dem reichhaltigen Programm, das im allgemeinen recht gut zur Ausführung gebracht wurde, sind besonders hervorzuheben: „Am Siegesabend", Marsch von Hauser, „Ein Sommermärchen", Reverie von Burda, „Espana", Spanischer Walzer von Meßner, welche Stücke besonders trefflich vorgetragen wurden. Allgemein wurde der Wunsch geäußert, daß der Verein recht oft derartige Abende veranstalten möge. M. Strafkammer. In der heutigen Sitzung wurde ausschließlich gegen den Stadtrechner Anton Mantel von Nidda wegen Steuerhinterziehung verhandelt. Das Gericht vertagte den Urteilsspruch auf Freitag den 21. Februar. ** Die drei hiesigen Gabelsberg'schen Stenographen- vereine (Verein, Gesellschaft und Damenverein) begingen gestern im Saale des Cafe (Ebel gemeinsam die Feier oes Geburtstages Franz Xaver Gabelsbergers, des Erfinders der deutschen Stenographie. Es war eine recht stattliche Versammlung, die Prof. Dr. Pitz im Namen der drei Vereine begrüßen konnte und die Darlegungen desselben, die auf Grund der neuesten Statistik eine gedrängte Uebersicht über den Stand und die Zukunfts-Aussichten der einzelnen Systeme enthielten, fanden den geteilten Beifall der Anwesenden. — Fräulein Auguste Haustein vom Damenverein erläuterte in sinniger Weise in einem Prolog die Worte des Altmeisters Gabelsberger: „Idee und Wort im Flug der Zeit an's Räumliche zu binden, Sucht' ich mit ernster Thätigkeit ein Mittel zu ergründen. Und was ich fand, das gab ich hin um Nutzen zu verbreiten. O möge stets ein gleicher Sinn auch meine Schüler leiten." Der Vorsitzende der Stcnogr. Gesellschaft Koch feierte in erhebenden Worten das Andenken Gabelsbergers, schilderte sein oft verkanntes Ringen und Streben, und zeigte, wie Gabelsberger in seinem Kreise ein leuchtendes Beispiel für alle Zeiten ist. — Tie vorgetragenen humoristischen Darbietungen der Herren Euler, Huber, Kantowski und Lenz waren recht geeignet, die angeregte Stimmung auf ihren Höhepunkt zu bringen, und so war es bereits Morgen, als die letzten der Teilnehmer den Heimweg antraten. * * Bei der Konkurrenz um den Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule an der Nordanlage sind, wie wir hören, gegen 80 Entwürfe cingegangen. Erfreulicherweise haben sich auch, wie man uns mittcilt, die Gießener Architekten zahlreich an der Preisbewerbung beteiligt. * * Gemeindesteuern. Von allgemeinem Interesse dürfte nachstehende Zusammenstellung der m den größeren hessischen Städten zur Erhebung kommenden Gemeindesteuern und indirekten Gemeinde-Abgaben sein. Im Rechnungsjahre 1901/1902 werden nach der „Darmst. Ztg." erhoben in: Mainz 2 419 786 Mk. Gemeindesteuern und 579034 Mk. an Oktroi nach Abzug der Erhebungskosten, Darmstadt 1 696 251 Mk. Gemeindesteuern, 531 400 Mk. an Oktroi uni) 58 000 Mk. Kanalsteuer, Offenba ch 1118178 Mk.Gemeindesteuern und 296 867Mk. an Oktroi, Worms 921 000 Mk. Gemeindesteuern, 219 280 Mk. an Oktroi und 35 000 Mk. Kanalsteuer, Gießen 667 761 All. Gemeindesteuern und 91 289 Mk. an Oktroi, Bingen 276 000 Mk. Gemeindestellern (keine sonstigen Abgaben), Alzey 148 300 Mk. Gemeindesteuern und 1800 Mk. Kanalsteuer. Würden in den vorstehend aufgeführten Städten keine indirekten Abgaben erhoben, und das sich jährlich ergebende Defizit des Voranschlags nur durch Gemeinde-Umlagen gedeckt werden, so würde sich der Zuschlag in Prozenten der doppelten Grundzahlen lmd des staatlichen Einkommcnsteuer- betrags wie folgt erhöhen: Mainz . . > . von 919,54 auf 113,957, Darmstadt . . „ 809,72 „ 109,108, Offenbach . . „ 820,93 „ 103,888, Wprms . . . . „ 89 277 „ 113 925, Gießen . . . . „ 99 850 „ 113 500, Bingen. ♦ . . „ 105,— „ 105,—, Alzey .... „ 103,274 „ 104,528, Aus diesen nackten Ziffern ergiebt sich klar die große finanzielle Tragweite einer eventl. Aufhebung des Oktrois usw. für die betr. Gemeinwesen, wie eine solche von gewisser Seite schon mehrfach beantragt wurde. * * Hessische Landes-Lotterie. In dem Hauptvoranschlag für den hessischen Staatshaushalt in 1902/03 ist aus der Landes-Lotterie ein Ueberschuß von Mk. 979 330 vorgesehen, also Mk. 260 230 mehr wie im Vorjahre. — Aus dem Urkund enstempel ist ein Mehr von Mk. 200 000 vorgesehen. Aus der Erbschafts- und Schenkungssteuer sollen Mk. 20 000 mehr, aus der Hundesteuer dagegen Mk. 15 000 weniger eingenommen worden. * * Eine Versammlung sämtlicher Metzger-Innungen des Großherzogtums Hessen fand vor einigen Tagen in Darmstadt statt. Zur Tagesordnung stand neben verschiedenen gewerblichen Angelegenheiten auch die Schach tfrage. Die Obermeister Falk-Mainz, Lautz-Darmstadt u. a. sprachen, in überzeugender Weise im Interesse der Beibehaltung des Schächtens. Die Versammlung beschloß hierauf dem „Darmst. Tägl. Anz." zufolge einstimmig, 1. so lange die Jsraelcken das Schächten als zu ihrem KuUus gehörig betrachten, 2. es nicht nachgewiesen sei, daß andere Tötungsarten weniger schmerzhaft seien, und 3. nicht erwiesen sei, daß geschachtetes Fleisch sich weniger gut konserviere, als anderes, sich gegen ein Schächtverbot auszusprechen. Im übrigen bezogen sich die Herren Falk und Lantz auf ihre Ausführungen auf dem Allgemeinen Deutschen Fleischer-Verbandstage in Rostok, auf welchem ebenfalls mit großer Majorität ein aus Sachsen eingebrachter schächtgegnerischer Antrag abgelehnt wurde. Bei der Beratung wurde hervorgehoben, daß allerdings das Schächten bei unsachgemäßer Behandlung schmerzhaft für die Tiere sei, daß aber dasselbe bei allen anderen Tötungsarten der Fall sei, wenn diese unsachgemäß ausgeführt würden. Sache der Schlachthof-Direktoren sei es, zu wachen, daß die bestehenden Vorschriften hier genau erfüllt mürben. * * Ein Kurpfuscher der gefährlichsten Sorte ist in dem „homöopatischen Laienpraktiker" Löh in Siegen entlarvt worden. Mit seiner Entlarvung fällt gleichzeitig seine Flucht unter Zurücklassung seiner Familie zusammen. $ lieber, ein Jahr lang war es diesem Schwindler möglich, seine „Praxis" in einer geradezu gemeingefährlichen Weise auszuüben. Der Schwindelmeier hatte einen Zulauf an „Patienten", bie die Zahl 20 fast täglich überschritt. Auch aus Großen-Linden und Klein-Linden und anderen Orten der Umgegend sind zahlreiche Personen zu dem Schwinder gereift, um sich von ihm heilen zu lassen. Die gute Sitte verbietet es, einzelne Kuren, wie äer Schwindler sie an Personen weiblichen Geschlechts vorgenommen, zu brandmarken. h. Watzenborn-Steinberg, 15. Febr. Heute fand die Generalversammlung der Spar- und Darlehnskasse Watzenborn-Steinberg im hiesigen Rathaussaal statt. Die Genossenschaft hat in dem verflossenen Geschäftsjahr wiederum einen ansehnlichen Mitgliederzuwachs mit einem entsprechend höheren Kassenumsatz zu verzeichnen, was der beste Beweis für die Lebensfähigkeit des Instituts ist. Wenn auch der Reingewinn nicht so hoch ist, wie im Vorjahr, so war die Generalversammlung dennoch in der Lage, die gleiche Dividende wie im Vorjahr zu bewilligen. Alle Punkte der Tagesordnung wurden glatt erledigt. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsrats-Mitglieder wurden durch Akklamation wiedergewählt. Nach Schluß der Generalversammlung versammelten sich die Teilnehmer zu einer Feier in der I. Gilbert'schen Wirtschaft in Watzenborn. ? Lang-Göns, 17. Febr. Gestern nachmittag fand im Saale des Wirtes Wenzel eine Bauernversammlung statt. Auch die Nachbarorte waren zahlreich vertreten. Es sprachen die Abgg. Köhler und Leun, der letztere übe hessische Steuerfragen. Ferner erörterte Landwirt Weil verschiedene Erlasse des Kreistages resp. Kreisausschusses, besonders die Frage, wie weit der Gemeinderat noch selbst- sländig als Vertreter der Gemeinde. § Nockenberg, 16. Febr. Bei der gestrigen Bürgerin e i ft e r wähl ging das Gemeinderatsmitglied Anton Wettner als Sieger hervor. Er bekam 73 Stimmen, während fein Gegner, Beigeordneter Dietz, 65 Stimmen er- hielt. Eine Anzahl Bürger machten von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch. [A.] Gedern, 15. Febr. Heute ereignete sich hier ein schwerer Unglücksfall. Der Landwirt H. Weber, ein in den siebziger Jahren stehender, geachteter Bürger, war in der Scheune damit beschäftigt, Strohseile zu knöpfen. Wahr- schemlich wollte er vom Gerüst Stroh holen; dabei stürzte er ab und blieb sofort tot. Der rasch gerufene Arzt konnte nur den eingetretenen Tod feststellen. iS. Darmstadt, 16. Febr. Eme Frage von prinzipieller Bedeutung wird demnächst vor der Strafkammer hier verhandelt werden. Während nämlich bisher die Mensuren der Studenten in einem vor der Stadt gelegenen Lokale gleichsam unter den Augen und dem Schutze der öffentlichen Sicherheitsorgane unbeanstandet ftattfanben, ist vor einigen Tagen, wie es heißt, burch den Verrat eines furchtsamen Musensohnes, ber zur Mensur antreten sollte, eine Anzeige bei ber Polizei eingelaufen, sodaß diese einschreiten mußte. Zwei Teilnehmer und der Wirt wurden ausgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft Hot nun Anklage wegen Zweikampfes, bezw. Beihilfe hierzu gegen die Betreffenden erhoben. Die Verhandlung wird am 27. Februar vor der hiesigen Strafkammer stattfinden. Darmstadt, 16. Febr. Der neue „Zentralbahnhof" scheint nichts weiter zu werden als eine Erweiterung ber bisherigen Bahnhofsanlagen, die bie ganze Gegend nicht geradezu verschönern wird. Außerdem soll der Uebergang von ber Rheinstraße zu ber Breiten Allee gänzlich geschlossen werben. Als Ersatz soll eine zirka 25 Meter breite Rampe über bie 'Schienengeleise gelegt werden, mit einer Steigung von 1:40, die den ganzen Fährverkehr nach Griesheim und auch nach der Griesheimer Straßenbahn bewältigen soll. Dann würden natürlich auch die zwischen der Bahn und dem Exerzierplatz mit großen Geldopsern hergerichteten Anlagen sortsallen. Außerdem dars die Stadt auch noch zu diesem herrlichen „Zentralbahnhos", der weder in einem Umbau noch m einem Neubau besteht, sondern auf eine einstöckige Glashalle vor dem Gebäude der früheren Hess. Ludwigsbahn hinauszulaufen scheint, 400,000 bis 500,000 Mk. beitragen. Frankfurt a. M., 16. Febr. Die Fachausstellung für deutsche Schuh- und Lederindustrie, die vom Verband deutscher Schuhwarenhändler veranstaltet ist, wurde heute vormittag eröffnet. Verbandspräsident Emil Jacoby hielt die Eröffnungsrede, die mit einem Hoch auf den Kaiser schloß. Darauf fand ein offizielles Frühstück und dann ein Rundgang durch die Ausstellung statt. Dieselbe ist von 200 Ausstellern, Leder- und Schuhfabrikanten, beschickt und dauert bis Dienstag. Frankfurt a. M, 17. Febr. Heute fand hier die sehr besuchten Vertreter-Versammlung des Main-Rhein-Gau- Verbandes Gabelsberger'scher Stenographen statt. Der bisherige Vorort Gießen wurde für das Jahr 1902 wiedergewählt. t o. Frankfurt a. M., 16. Febr. In der „Franks. Ztg." finden wir folgendes Inserat: „Strebsamer junger und sehr talentierter Dramatiker, welcher wegen Mangels an Protektion an keinem Theater ankommen kann, wäre bereit, gegen Erstaufführung einem Theaterdirektor einige Schulden zu begleichen. Schriftliche Offerten mit Angabe der gewünschten Summe unter H. J. K., Köln a. Rh., Hauptpostlagemd." Dem Manne kann geholfen werden. Limburg, 16. Febr. Die Generalversammlung des Lahn- thalverbandes fand dieser Tage hier statt. Der Lahnthalverband bezweckt die Förderung des Fremdenverkehrs im Lahnthale. Zu dem Verbände gehören neun Stadtverwaltungen und Körperschaften als Mitglieder, nämlich Ems, Runkel, Limburg, Kurkommission Bad Ems, Kur- kommission Nassail, Taunusklub, Braunfels, Wetzlar, Diez und Weilburg. Nach dem Rechenschaftsbericht des Kassierers betrug die Einnahme 1901 593.07 Mk., dagegen die Ausgaben 545.18 Mk., mithin eine Mehreinnahme von 59.89 Mk., während auf der Kreissparkasse ungefähr 248 Mk. angelegt sind. Der Verband ist dem Verbände deutscher Verkehrsvereinigungen in Frankfurt beigetreten. Die nächste Versammlung findet in Braunfels statt. * * Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. In Darmstadt tötete sich am Freitag Abend ein 19jähriger Fabrikarbeiter durch einen Revolverschuß in die linke Brustseite. — Von der Handelskammer in Wetzlar wurden für 1902 als Vorsitzender der Generaldirektor der Buderus'schen Eisenwerke, Kaiser, und als Stellvertreter Ad. Neumann, Inhaber der Marmorwerke Dyckerhoff u. Neumann, einstimmig wiedergewählt.______________ Vermischtes. * Grenoble, 16. Febr. Hier herrscht ein furchtbarer Sch n eesturm mtt außergewöhnlicher Kälte, wie man sie seit Jahren nicht mehr erlebt hat. * Paris, 16. Febr. Die Auslieferung des Direktors der Kasseler Trebertrocknungs-Gesellschaft Schmidt wird am Montag erfolgen. * Lille, 16. Febr. Ein 66jähriges alleinstehendes Fräulein wurde gestern erdrosselt in 'ihrer Wohnung aufgefunden. Der Hals war mit einem Taschentuch zusammengeschnürt. Sämtliche Wertsachen waren aus der Wohnung verschwunden. * Rom, 16. Febr. Zwischen Modale und Paris ist aus einem Eisenbahnabteil ein Koffer mit 350,000 Frcs. in Wertpapieren gestohlen worden. Von dem Verbleibe des Koffers fehlt jede Spur. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Hamburg, 15. Febr. Bei der heutigen Begebung ber neuen Hamburgischen Staatsanleihe im Betrage von 50 Mill. Mk. in 31/2°/oigen Titres, resp. 55 Mill. Mk. in 3prozentigen Titres erhielt ein Konsortium unter Führmv BA O.R. F». 6ebra Eg? . 7n o j ber 7 u hm ■YfiouBENSl ^MGasheixöfenl i Vertreter an fast allen Plätzen. J Telephonischer Kursbericht 8‘/»°/o Reichsanleihe 92.05 do. 3% Tendenz: fest. 101.70 91.90 100.00 Electric, bctuckcrt . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsgea. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . . , Laura!.iltte . . . . Bochum..... Harpener . . . . Neueste Meldungen. Origiualdrahlmcldungcu des Giencner Anzeigers. Loudon, 17. Febr. Die meisten Blätter kommentieren die Reise des Prinzen Heinrich. Daily Telegraph sagt, Deutschland habe keine sehr würdige Haltung den Vereinigten Staaten gegenüber eingenommen. (5s habe vor dachtige Mittel angewandt, um sich die Freund,chasl desjenigen Volkes zu sichern, welches es bisher immer verachtet habe. Daily Mail sagt: Niemand in England sei eifersüchtig über den Empfang, welcher Auicrika dem Prinzen bereite. Alle Engländer wüaschten glückliche Reise und seien überzeugt, dah die internationalen Beziehungen durch dieselbe nicht geändert würden. London, 17. Febr. Der Verlust der Kriegsschiffe Coudor und Egaria sowie eines Truppen-Transport- s ch ifses, nach Kapstadt bestimmt, werden in hiesigen Militärischen und Regieruugdkreisea dem irläudischeu Komitee zugc- geschriebeu. Dasselbe hat in dtn letzten Tagen mthrfach Drohbriefe versandt, in welchen augelündigt war, dah eine Reihe von Dynamit-Attentaten stattstnden würde, wie solche vor 20 Zähren verübt wurden. London, 17. Febr. Rach Nachrichten aus zuverlässiger Quelle sollen die Bureu-Gefangeuen nicht mehr nach Südafrika zurückkehreu. Sic sollen, sobald die Feindseligkeiten beendet find, als Aequivaleut, soweit fie patriotisch find, (Selb und eine Farm erhalten. Tie anderen britischen Kolonie Verräter" werden für immer von dort verbannt. . Die Buren-Gefangenen in Indien werden bereits zwangsweise in zwei Lager eiugeteilt und zwar in sich Unterwerfende und fich nicht Unterwerfende. . Cherbourg, 17. Febr. Ter Dampfer „Kronprinz Wilhelm" mit dem Prinzen Heinrich au Bord ist uach einer guten Ueberfahrt bei ruhiger See gestern abend 8 Uhr ein- getroffen und setzte uach 20 Minuten Aufenthalt die Fahrt nach dtew-York fort. v. m ,r New-Aort, 17. Febr. Das „Journal" erklärt, dieRerse des Prinzen Heinrich sei die Antwort auf die zwei- 42.00 27.90 28.00 114.40 45.00 . 26.80 . 91.35 . 122.00 ' 219*30 . 195.10 . 141.90 . 138.30 . 152.40 . 147.50 . 20.20 . 168.80 . 210.50 . 203.75 . 170.50 deutige Haltung Englands und die Folge des Briefer welchen Holleben veröffentlichte. Bis jetzt habe fich England als einziger Freund der Union hingestellt, nunmehr sei aber Deutschland alS Rivale ausgetreten. Ter Empfang deS Prinzen in Amerika solle eine Mißbilligung gegenüber der Haltung Englands und gleichzeitig den Ausdruck der bereqtigtcu Freundschaft gegenüber Deutschland bilden. Jena, 17. Febr. In Blankenhain erklärte sich der nationallib. Abg. Bassermann vor einer start besuchten Versammlung, die ohne Rede Freiheit stattfand, ,ehr scharf gegen einen Zoll von 7.50 Mart, und wünschte ein Zusammengehen der Mehrheits-Parteien aus Grund der Vorlage. Triest, 17. Febr. £cr Streik ist beendet. Noch heute wird die Arbeit von allen Arbeitern luieher ausgenommen werden. Tas Leichenbegängnis der Erschossenen hat gestern unter massenhafter Beteiligungdes Publrkum- stattgesunden. Es kamen keinerlei Zwischenfälle vor, sodaß das den Friedhof beseht haltende Militär diesen ohne uty 11 ief vollkommen ruhig. Die Ausnahme Verfügung hat einen tiefen Eindruck gemacht, doch scheint die Bevölkerung beruhigt. Vormittags gao ein Individuum aus einen die Straße passierenden Major einen Revolver schuß ab, ohne zedoch zu stressen. Die öffentlichen Lokale waren bis spät nachts übersüllt. Wien, 17. Febr. Tie Verhängung deS Standrechte- über Triest erfolgte deshalb, weil die Regierung im Besitze von Nachrichten ist, aus welchen hervorgeht, daß die Bewegung vou anarchistischen (slcmcmcn m.zentert und geleitet wurde. N e w y o r t, 1<. Febr. Das 1. und das 2. ^eebataulon der Vereinigten Staaten werden bei der Taufe der kaiserlichen Yacht den Ehrendienst versehen. 40/, Italien. Rente . . , 41/, % Portugiesen . . . b0/ Portugiesen . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose ..... 4% Griech. Monopo.l-Anl 4l/,% äussere Argentiner 3V,°/o Konsole 3°/0 do . . der Norddeutschen Bank von der Hamb. Finanzdeputation den Zuschlag auf eine Zprozenlige Anleihe im Betrage von 55 Mill. Mk. zum Kurse von 89,61°/0; em anderes Konsortium unter Führung der Kommerz^ und Diskontobank hatte 89,54»/0 geboten. — Moskauer Staatsanleihe. Gin Konsortium unter Führung der Nationalbank für Deutschland hat 8 Millionen Rubel 4% Moskauer Staatsanleihe übernommen. Der Uebernahmekurs beträgt 88,32% exklusive des deutschen Stempels. Köln, 16. Febr. (Privattelegramm des „Gieß. Anz/) Das hiesige Amtsgericht orbnctc aus Amrag des Vorsitzenden des Gruben Vorstandes der Gewerk,'chaft Gießener Braunsteinbergiverkc vormals Fernie an: dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. u. Go. m Köln ist die ausgeschriebene Versteigerung von 1055 Lbliaattonen der Uc= werkjchast nnd das AusbeiUcn an 401 Kuren verboten worden bei Meidung einer Geldstrafe von 1500 Mark bis zur rechtskräftigen Entscheidung, ob das von dem Bankhause Säst Oppenheim jr. u. Go. beanspruchte und von der Gewerkschaft bestrittene Pfandrecht Frankfurt a. M., 17. Februar. (Telegr. Oria.-Bericht des Gieß. Anz.ch. Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt preise. Zum Verkaufe standen 414 Ochsen, darunter 130 aus Oesterreich, 24 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 875 Kühe, Zersen, Stiere und Rinder, 265 Kälber, 253 Schafe und Hammel, 123u Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, I Schaflämmer. Be,°chtt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen 1. Qualität 60—68 Mk., 2. Quast 59—63 Rtk., 3. Qual. 54—57 Alk.; Bullen l.Qual. v4 bis 56 Mk., 2. Qual. 51—52 Mk.; Kühe 1. Quast 58—60 Mk., 2. Quast 55—57 Mk., 3. Qual. 43—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30-31 Mk. Kälber: 1. Qualität78-80Psg., Lebendgewicht 46-48 2. Qual. 70—73 Psg., Lebendgewicht 41—44 Psg., 3. Qual. Schlacht' gewicht 60-62 Pfg., Schase: 1. Qual. Schlachtgewicht 62—64 Psg., 2. Quast 58—60 Pfg., 3. Qual. 50—52 Psg.; Schweine 1. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 53—00 Psg., 2. Qual. 66 .^9-, ^^"1006101(1)1 52 Pfg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh gilt Markt: geraumst 10. Franksurt a. M., 17. Febr. (Lrig.-Telegr. des „Gießen. 91nV') Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 17.00—17.25, Kurhesslscher Mk. 17.2o—17.00, La Plata Mk. 17.71-18.00, Kansas Alk. 00.00-00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 14.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. lo.75—I6.0O, Kleie Mk. 00.00—00.00, Hafer Mk. 16.25—16.50, Mais Mk. 00.00 bi^ Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.50—26.00, 2. Qualität Mk. 23.o0 bis Mk. 24.00 , 3. Qualität Mk. 21.50-22.00, Roggenmehl 0 Mk. 22.50-23.00, 1. Qualität All. 21.25—21.50, Weizenkleie Mk. 8.50 bis Mk. 8.75, öloggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskerme Mk. 9.o0 bis All. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. _____ ______ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, Bibel st unde im Konsirmandensaale der Johanneskirche. Psalm 62. Pfarrer Euler. Mittwoch, den 19. Februar, abends 6 Uhr, 2. Passi 0 ns-- andacht in der Johanneskirche. Pfarrer Euler. 31/2°/n Hessen 3% Hessen 4% Oesterr. Goldrente . 103.05 4l/3% Oesterr. Silberrente 101.10 4% Ungar. Goldrente . . 101.40 100.80 . 101.85 I 3d/u Mexikaner . 92.05 4Vo /j Chinesen Dienstag den 18. Februar, nachmittags 5*/7 Uhr findet im Schwesternhaus Veremigiing der konfirmierten Mädchen der Lukasgemeinde slatst_________________________Pfarrer^Eii^er^^^ Gerichtbsaäl?" — Wegen Majcstätobeleidigung imtrbc in Guben ein Zigarrenarbcner zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Hannover, 15. Febr. Tas hiesige Schwurgericht verurieilic die dreifache Kindesmörderiii Kcdzierski zum Tode und zu 10 Jahren 3 Monaten Zuchthaus. Wilna, 15. Febr. Ter wegen Ritualmordversuchs an gellagie Tavid Blondes wurde sre: aeu i ow e n. Garantiert reine Bruch- t (hocoladc per Pfd. 80 Pf fl- Gebr. Berdux Bahnhofstraße 27. Lindenplatz 12. . GiessenerEisverein Die Eisbahn ist bis auf Weiteres geöffnet: 1423 (bei günstiger Witterung). Eintrittsgeld: Müglieder 10 Pfg., Nichtmitglieder 40 Pfg. Besonders passend für Bäcker oder Metzger 1420 Dienstag bleibt die Eisbahn von 1—4 Uhr geschlossen. am Feld. 1400 Buchen: 214 rm Derb und rm Eorpshaus, Grünbergerstraße. rm uch. Scheite. 1419 Bormittags: Nachmittags: Abends: < Brennholz- Versteigeruug im Stmtinötm. Fühelliildell. Samstag, 22. d. Mts., Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf der Straße von hier nach Münchholzhausen 988 rm Reiser, Weichholz: 4 rm Reiser, Radel: 9 rm Derb, 3 Stock, 170 Wellen 3. Kl. und 65 Reiser. 10—1 Uhr, 2-6 „ 7-9 ,, Wachsamer Bernhardiner (Hündin) preiswert zu verkaufen. Brauerei 3bring, Äch. 1404 Jagdverpachtung. Freitag, 28. Februar, nachmittags 2 Uhr, soll die der Gemeinde Zell zustehende Feldjagd in der Seibschen Wirtschaft dahier auf weitere 6 Jahre an die Meistbietenden verpachtet werden. Dieselbe enthält 800 Hektar Feld. Die Station Zell - Romrod der Oberhessischen Eisenbahn liegt mitten im Jagdbezirk. 1418 Zell, 16. Februar 1902. Großh. Bürgermeisterei Zell (Kreis Alsfeld). D ippell. Dienstag den 18. Februar, abends 6—8 Uhr: Eisfest - Konzert Reingehaltene Exemplare der Nr. 38 des „Meß. Anzeigers'' werde» in der Geschäftsstelle des Blattes zurückgetauft. Körbe M Stühle werden billig geflochten. Ford. Parthirr Wwe., Sellersweg 81. Tandem £ zu verkaufen. Seltersweg 30. Statt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen: Slhsevüeisch 54 Pfg. Mßcisch 50 pfg. Sämtliche rückständigen f BrjleMgen an kß Korps Icnfonia sind bet Unterfertigtem eiuznreichen bei Meidung vorerstiger Nichtberücksichtignng. _____, ldlw Cacaoj garantiert rein ■ infolge vorteilhaften Ab°M schlusses. ■ per Pfd. LIO. ßD Gebr. Berdux I 6aljtljof8r. 27. kivbttpl. 12. Versteigerung. | Dienstag den 18. d. MtS., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: U27 2 Pferde, 2 Wagen, 1 Break, 1 Pianiuo, 1 Billard, 150 Ltr. Lkognak und Möbel aller Arst Born» Gerichtsvollzieher. XMXÄMÄÄ*** Prima Austern eiugetrossen 1414 Metzgers Weinstube. 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Februar 1902, vormittags 10 Uhr, kommen im Freund'schen Saale zu Krofdorf zum Verkauf: Schutzb. Waldhaus Bäuer- städt Distr. 34: Eicheu = 51 rm Scheite und Knüppel, 140 rm Reiser; Buchen: 500 rm Schecke und Knüppel, 1000 rm Rester. Distr. 44: Eichen — 9 rm Schichtnutzholz, 7 rm Schecke u. Knüppel; Buchen: 37 rm Schichtnutzholz (Felgenholz), 1089 rm Lchecke und Knüppel, 1321 rm Rester. Tchutzb. Krofdorf Distt. 7 Juugferanneuwald: Buche — 8 rm Scheite, 5 rm Reiser. Distr. 13b Kreuz- schlage = 1 rm Buchen- llVUvIallMVllll ■*** । “ Aachen. Prospekte gratis. Willi heute früh 6*/z Uhr nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu nehmen, Giessen, den 16. Februar 1902. 1417 Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unser einziges, innigst geliebtes Sbhnchen Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag */z8 Uhr vom Sterbehause, Asterweg 5, aus statt Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine treue, innigstgeliebte Gattin, unsere gute Mutter Ludwig Lott and Tochter Giessen, den 16. Februar 1902. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 18. Februar, nachmittags 4% Uhr, vom Trauerbause, Liebigstrasse 23, aus. Familie Insel. Familie Seng. 1421 Frau Johanna Lott, geb. Jung nach 3 tägigem Kranksein in die ewige Heimat abzurufen. Um stilles Beileid bitten ■;,V: -E • V -L 'W v». "t ä Kaisergarten. Am 19. Februar, abends 6 Uhr: W UM E» »d W SÄ ■■ ® allein echten Salvator aus der Paulaner-Brauerei, München. 1405 Am 19. und 20- d< Mts«, abends von 8 Uhr aba INF Sa-wator-Bfiusik. la. Qualität Besonders günstige Gelegenheit! Erbse» . . 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Der Vorstand. NB. Die Liederbücher sind mitzubringen. 1416 WW-VwlkWg nnii -EnMliW. Einem verehrlichen Publikum, sowie meiner werten Nachbarschaft zur gefl. KenrUnisnahme, daß ich mit dem Heutigen mein Staschenöier- und Gigarren-Geschäft sowie Mineralwasier-Handlung nach 30 Heuenweg 30 verlegt habe und bitte ich, mein Unternehmen durch gütigen Zuspruch unterstützen zu wollen. lti0 Hochachtungsvoll Cari Reh. I Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit I die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Gatte I und Vater, Invalid Johannes Frank ■ heute morgen zwischen 6 und 7 Uhr sanft entschlafen ist. I Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: I Familie Frank. Gießen, den 17. Februar 1902. 0663 I Die Beerdigung findet Mittwoch den 19. Februar, nach- ■ mittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Lindengasse 14, aus statt. I 0660 unseren herzlichsten Dank. Gießen, den 17. Februar 1902. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Rühl. Danksagung. Für die uns anläßlich des Ablebens unserer lieben Mutter bewiesene Teilnahme sagen wir Allen 1411] Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. ______Stephaustratze. 15, II. 0654] Zimmer an bess. Arbeiter zu vermieten. Kreuzplatz 11. 1367] Zu mieten aes. p. 1. April eine eleg. 4-bis5°Zimmerwohn. (1. St.), abaeschl. Korrid., Küche u. sonst. Zubh. in der Nähe der höh. Töchterschule, in ruh. Lage Off. abzug. an Herrn A. Weigand, Hotel zum Rappen, Gießen. 1341] Wir suchen einen tüchtigen Reisebeamten aeaen festen Gehalt und Reisekosten, mehrere Berufsagenten gegen feste Tagegelder und an allen Orten tüchtige Vertreter* geg. hohe Provision. Branchen: Levens-, Unfall-, Haftpflicht- und Einbruchsdiebstahl. Off. erb. an die Annoncen-Exp. von Rudolf Masse, Mainz F 2 M 4042, CommisgesECb. Ein solider, tüchtiger, junger Mann, der selbstständig arbeiten kann, flotter Korrespondent mit schöner Handschrift u. in der dopp. Buchführung bewandert, wird alsbald gesucht. Off. nebst. Ang. der seith. 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