Nr. 243 •vfftetwi «Sgttch außer Sonntag-. Pem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit *>em Kesfifcheu Landwirt die Gießener Familien' Wärter viermal in der Woche beigelegt. -rotatton-druck u. Verlag der Brüh l ffchen Univers^Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion. Erpeditto« und Druckerei r Schulstraße T. Adresse für Depeschenr Anzeiger Gießen. Frrnsprrchanschluß Nr. 5L Zweites Blatt. 152. Jahrgang Donnerstag 16. Oktober 1902 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezng-pr-t», monatlich 7b Pf^ viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 6o Ps.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal ISPf, auSwärtS 80 Pfg. Verantwortlich» für den polit e. aQgenv Stell: P. Witiko: für ,Stadt und fianb“ und Gerichtösaal^: Lari Plato; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. KeKanntmachung. Betr.: Rotsaufseuche. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bei je einem Schweine des A. Fülberth und des Heinrich Karl Schneider zu Utphe Rotlaufseuche festgestellt und in beiden Fällen Gehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, den 16. Oktober 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bei einem Schwein des Joh. Martin SameS zu Holzheim Rotlaufseuche sestgestellt und Gehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, den 16. Oktober 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. Breidert. Z— -...... ■■ ■ !■'■.'■ .'L .'JLIBJ.»—"'" Am Aoraöeud der Ereignisse. Aus Berlin, 15. Oktober, wird uns geschrieben: Der Satz von der Gleichzeitigkeit bedeutender Ereignisse kommt wieder einmal zu Ehren. Die letzten Tage der Woche bringen der Reichshauptstadt das Zusammentreffen des Empfanges der Burengenerale und des Beginnes der «großen Zolltarifdebatten im Reichstag, zwei Ereignisse, von denen jedes für sich hinreichend gewesen wäre, «das öffentliche Interesse aufs äußerste zu beanspruchen. Die in den späten Mendstunden erscheinenden Parlamentsausgaben der Berliner Blätter werden gerade zeitig -genug im Straßenverkauf und in den Restaurants ausliegcn, grm den aus der Buren-Versammlung Kommenden zugänglich «zu sein und deren lebhaft angeregtes Empfinden nach einer anderen Richtung fortschwingen zu machen. Umgekehrt werden diejenigen, die auf der Reichstagstribüne den Zolldebatten beigewobnt haben, darauf brennen, Authentisches über den Verlauf der Burenversammlung zu erfahren, sofern sie nicht Einlaßkarten zu beiden „Sensationen" in ihren Besitz gebracht haben, was einige Schwierigkeiten macht. Hier uno da giebt man der Hoffnung Ausdruck, daß die Burengenerale sich entschließen möchten, dem Hause des deutschen Volkes, dem Reichstagsgebäude, einen wenn auch kurzen Besuch abzustatten. Wo Cecil Rhodes weilte, dahin, so meint man, gehören die Burenvertreter erst recht. Sollten die Generale in der That den Reichstagsbesuch in ihr Programm aufnehmen, dann würde die Zolldebatte zeitweilig eine einzigartige Folie erhalten, und mit der Möglichkeit einer spontanen Kundgebung der versammelten Volksvertretung gerechnet werden können. • e • Ein anderer Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 15. Oktober: Die Reise der Burengenerale steht unter keinem glücklichen Stern. Der Enthusiasmus der Bevölkerung ist groß, unverhältnismäßig gering die Opferwilligkeit. In Brüssel wie in Paris fließen die Spenden spärlich. Rach einer Pariser Meldung sind in alle Häuser Aufrufe mit den faksimilierten Unterschriften der Generale versandt worden. Daß in Berlin das Ergebnis der Sammlung besser sein wird, läßt sich kaum mit Sicherheit annehmen. Diejenigen vermögenden Personen, die sonst zu Wohlfahrtszwecken usw. erhebliche Summen zeichnen, halten sich wahrscheinlich großenteils zurück, nachdem die Regierung zu dem Entschluß gelangt ist, von dem Besuch der Generale ke i n e N o t i z zu nehmen. Tie Masse der Versammlungs- besucker und Bewunderer der Duren entrichtet ihren Zoll in Rührung und Begeisterung. Aufrichtig gesprochen, hat es den Burensührern einigermaßen geschadet, daß sie keine klare, prompte Antwort auf die Frage gaben, aus welchen Gründen die Audienz beim Kaiser sich zerschlug. Man versteht nicht, warum nicht mit schlichten Worten alsbald das Erforderliche gesagt worden ist. Die halben Andeutungen in Unterredungen, die Erklärungen durch Mittelspersonen machen einigermaßen den Eindruck des Ausweichens. Es scheint doch, daß die rauhen Krieger gar zu viel Wert auf die Form der Einladung zur Audienz gelegt haben, gar zu sicher gehen wollten, daß sie empfangen würden. Es scheint den Burenführern an Freunden zu fehlen, die sie offenherzig über irrige Meinungen aufklären. Politische Tagesschau. Zm Reichstag. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 15. Oktober: Derselbe Faden und nicht einmal eine andere Nummer. Tas ließ sich ziemlich bald in der heutigen ReichGtags- sitzung erkennen, wo die Beratung der sozialdemokrajt. Interpellation über Maßregeln gegen die Arbeitslosigkeit fortgesetzt wurde. Neues zur Sache wurde nicht bemerkt und konnte nach den ausführlichen Debatten, die ohne jeden praktischen Erfolg geblieben sind, nicht gesagt werden, Nur, .daß diesmal von den Rednern häufig auf den Zolltarif Bezug genommen wurde. Aus einer Aeuße- rung des Tr. Bachem ging hervor, daß das Zentrum das Scheitern des Tarifs auch um deswegen bedauern würde, weil ein Sinken der Industrie-Löhne dann zu befürchten wäre. Abg. Molkenbuh.r (Soz.) meinte mw- gekehrt, der Tarif werde die Arbeitslosigkeit in sehr erheblichem Maße vermehren. Außerhalb des schwach besuchten Hauses wurden natürlich fast allenthalben die Aussichten der Zollvvrlage erörtert. Tie Spannung ist aufs höchste gestiegen, wie die Regierung in diesem Kampf operieren werde, ob Graf Bülow mit einer größeren Rede die Debatte eröffne und ob diese Rede gleich völlige Klarheit schaffen werde über das „Bis hierher und nicht roeiter" der Regierung. Andere Auffassungen gingen dahin, die Regierung werde zunächst die Stellungnahme der Parteiführer zu den landwirtschaftlichen Hauptzöllen abwarten und dann erst das Resümee ziehen. Wie dem immer sei, hochbedeutsame Verhandlungen sind in Aussicht. Tie Karten zu den für das Publikum bestimmten Tribünen sollen völlig vergriffen sein. Tas hindert nicht, daß von manchem, der auch nur über die allerloseste Beziehung zu einem Abgeordneten verfügt, ein letzter eifriger Versuch unternommen wird, einen Platz zu erlangen. Tie naive Auffassung ist schlechterdings nicht aus der Welt zu schaffen, daß die Parlamentarier die Macht besäßen, schaulustige Bekannte in jeglicher gewünschten Zahl „unterzubringen". Ta giebt es sehr siegesgewisse, zeitweilig in Berlin sich aufhaltende Fremdlinge, die „einfach ihre Karte hineinschicken." Es erweckt nicht geringe Schadenfreude bei anderen nicht mit so viel Würde Auftretenden, wenn der Tiener aus dem Sitzungssaal zurückkehrt und den dürren Bescheid überbringt, Herr X. lasse außerordentlich bedauern. Unwillen und (£nt- täuschung malen sich in den Zügen des ALgewiesenen. Bei einer Neuwahl darf der Herr Abgeordnete auf dte Stimme dieses bisher getreuen Wählers nicht rechnen. Ta8 englische Parlament tritt jetzt nach drei Jahren zum erstenmale wieder zusammen, ohne daß Kriegswolken das Land beschatten. Tie Regierung kann also dieser Tagung erhebliche leichteren Herzens entgegensehen, als den früheren seit dem Winter 1899/1900. Die innere Politik steht wieder im Vordergrund des Interesses, und wie eine Erinnerung an Glad- stonesche Zeiten, in denen Alt-England noch nichts von Imperialismus wußte, mutet an, daß die Schulvorlage als der politisch bedeutungsvollste Gesetzentwurf der jetzt beginnenden Parlamentssession sich darstellt. Freilich mit dem Unterschied, daß der vorn Ministerium Balfour vertretene Entwurf durchaus andere Tendenzen verfolgt, als der Gladstonesche. Der letztere wollte von einer Leitung oder auch nur Beeinflussung der Volksschule durch die Geistlichkeit nichts wissen, während der Entwurf des Ministeriums Balfour den Vertretern der Kirche nicht unbeträchtliche Befugnisse im Rahmen der Schulverwaltung einräumt. Mr. Chamberlain, der den Balfourschen Entwurf mitunter- zeichnet Hat, galt bisher als Anhänger der reinen Staats- schule. jDoch er kann „auch anders", wie sich jetzt zeigt, und er empfindet über den Umschwung in seinen Anschauungen offenbar wenig Bedenken, da er ja unlängst trotz ib:er klerikalen Tendenzen der Schulvorlage, für die er nicht verantwortlich zu sein wünscht, für den Fall der Ablehnung den Rücktritt des Kabinetts, also auch seinen eigenen, in Aussicht stellte. Der Kabinettschef, Lord Balfour, Hat sich in dieser Sache noch nicht geäußert. Mr. Chamberlain scheint also auch in innerpolitischen Angelegenheiten das Wort führen zu wollen. Der Fall Stieteocron in Italien. Gottlob, es giebt noch Richter in Leipzig! Während vieler Jahre hat kein Ereignis so böses Blut wider Deutschland in Italien gemacht als der Fall Stietencron. In lieber» schreitung des Notwehrrechts hat bekanntlich vor Jahresfrist der im Elsaß begüterte Rittmeister a. D. Baron von Stietencron einen italienischen Arbeiter erschossen. Dieser, ein nüchterner, fleißiger und stiller Mensch Namens Fazzi aus dem Parmesansichen, war die einzige Stütze seiner Mutter, einer kränklichen Witwe, und deren Vaters, eines 80jährigen Veteranen der Befreiungskriege. Baron St-, der als Millionär gilt, hielt es für gut, den armen Hinterbliebenen des Getöteten den Fortbezug von 30 Lire im Monat, die sie von ihrem braven Sohn pünktlich zugesandt erhalten hatten, zu verweigern. Tas Landgericht Zabern jedoch erkannte auf Zahlung einer Monatsrente von 10 Mk. au die hilfsbedürftigen Hinterbliebenen Fazzis. Das hieß gewiß eine bescheidene Entschädigung für den Verlust des einzigen Sohnes! Der Baron aber erftritt vom Oberlandesgericht Colmar ein obsiegendes Urteil, das ihn von jeglicher Haftung befreite und einen wahren Sturm der Entrüstung in ganz Italien entfesselte. Wer in jener Zeit den „Secolo von Mailand" las, erfuhr tagtäglich zu seiner nicht geringen Verwunderung, daß das Deutsche Reich, worin 70 000 Italiener ihr reichliches Brot finden, nichts anderes sei als ein großes Zuchthaus, wo von reichen Leuten zum Spaß allwöchentlich einige Italiener abgeschossen werden. Gottlob, daß der sechste Zivilsenat des Reichsgericht- das Urteil von Colmar endlich aufgehoben und den Fall zu erneuter Prüfung an den zweiten Senat des elsässischen Oberlandesgerichts zurückoerwiesen hat. Ein gerechtes und humanes Urteil, welches dieses unglückliche Vorkommnis zu leidlichem Austrag bringt, wird bei der verbündeten Nation einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen, als dies zehn geschenkte Tichterstatuen vermögen. Deutsches Keich. Berlin, 15. Oft. Die Rückkehr des Kaisers in das Neue Palais bei Potsdam wird am morgigen Donnerstag Abend erfolgen. — Nach einer parlamentarischen Korrespondenz hat sich das Befinden des Abg. Dr. v. Levetzow im Laufe des gestrigen Tages wieder erheblich verschlimmert. — Wie verlautet, wird ReichstagSabg. Dr. Barth bei der nächsten Wahlperiode im Wahlkreise Danzig kan- didiren, da der Abg. Rickert auf sein Mandat zu verzichten gedenkt. — Nach einca Meldung aus Danzig wird Oberbllrger- meister Dr. Delbrück das Oberpräsidium der Provinz Westpreußen am 1. November übernehmen. — Sämtliche größere Städte Sachsens beschlossen, gemeinsam eine Petition an die Staatsregierung zu richten behufs Hinwirkung auf die Einfuhr lebenden VieheS aus dem Auslande. — Da die amtlichen Erhebungen über die Fleischnot noch nicht beendet sind, wird der Reichstag die zweite Lesung der Zolltarif-Vorlage morgen beginnen. — Nach einer Meldung aus Essen a. d. R. fordert die Leitung des alten sozialistischen Bergarbeiter-Verbandes die gesamten deutschen Bergleute auf, während der jetzigen ausländischen Streiks keine Ueberschichten zu verfahren. — Zum Vorsitzenden der polnischen Reichstagsfraktion soll an Stelle des Fürsten Anton Radziwill ein radikal gesinnter Abgeordneter gewählt werden. Der demokratische Teil der Fraktion verübelt dem Fürsten seine Teilnahme an den Posener Kaisertagen. Potsdam, 15. Okt. Zur Feier der 50. Wiederkehr des Tages der Wiederaufrichtung der Ballei Brandenburg des Johanniterordens durch König Friedrich Wilhelm IV. legte heute Prinz Albrecht von Preußen, begleitet von einer Abordnung von 10 Johanniterrittern, auf dem Sarge des Königs einen Lorbeerkranz, in den das Johanniterkreuz aus weißen Immortellen eingeflochten war, nieder. Hofprediger Wendtlandt sprach an der Gruft ein kurzes Gebet und den Segen. München, 15. Okt. Aus Aeußerungen deL Pfarrers Schowalter, der mit dem Sekretär der Buren-Generale hier anwesend ist, geht hervor, daß die Generale und er aus den ganzen Verhandlungen wegen der Audienz beim Kaiser Wilhelm jetzt den bestimmten Eindruck erhalten haben, daß von englischer Seite die Audienz vereitelt und in letzter Stunde das Mißverständnis vorgeschoben worden ist. (??) Schowalter sagt: Kurz, der Hauptpunkt auf Seiten der Buren-Generale war der, daß sie der Ueberzeugung waren, keinerlei Gewißheit zu besitzen, ob sie empfangen würden. „Wenn auch unser Herz noch so sehr brennt, den deutschen Kaiser zu sehen, uns sind die Hände gebunben", sagt Dewet. Ausdrücklich fügte er hinzu: „Wir waren und sind jederzeit bereit, die vorschriftsmäßigen Schritte zu thun, um den Empfang zu ermöglichen, aber man muß uns dazu einen Weg geben.” Ausland. Kopenhagen, 15. Okt- (Landsthing.) Beider heutigen ersten Beratung der Abtretung derdänisch- west indischen Inseln erklärte der Minister des Aeußern, Deuntzer, an verantwortlicher Stelle fei es jetzt klar, daß entweder die Inseln abgetreten ober die bisher schon großen Mittel für die Erhaltung und Entwicklung der Inseln vergrößert werden müßten. London, 15. Okt- „Daily News" berichtet, daß der en g li sch e O b e r st, der gegen Mad Mullah einen Feldzug unternommen hatte, von diesem zurückgeworfen worden sei und ihm alle Verbindungen abgeschnitten worden seien. Die gan%e Expedition sei durch Aufständische bedroht. Tas Kriegsdepartement stellte diese pessimistische Meldung in Abrede, während „Daily Mall" die Lage der Kolonnen Weil als gefährlich bezeichnet, well jeoe Proviantzufuhr unmöglich geworden sei. — Der Burengeneral Ben Viljoen und der Kommandant Ma lau wurden von einem Londoner Agenten für eine Vortragstour in London und der Provinz engagiert. Der erste Vortrag findet morgen nachmittag statt- Paris, 15. Okt- Nachdem der Abg. Berteax in der gestrigen Kammersitzung seinen Kollegen Berchonlad einen renegaten Sozialisten genannt hatte, fand ein Zeugenaustausch statt. Ein Duell wurde jedoch durch das Einschreiten des Kammerpräsidenten als unbegründet verhindert. Rom, 15. Okt- Tas Ministerium der Posten und Telegraphen hat die Errichtung einer drahtlosen Telegraphen-Verbindung zwischen Italien und Argentinien beschlossen. Die Worttaxe wird dann auch von 7 auf 1 Lire ermäßigt werden können. Wien, 15. Okt. Wie von unterrichteter Seite gemeldet wird, werden sowohl, die österreichische als auch die ungarische Regierung den beiden Parlamenten eine Vorlage über die Erhöhung der kaiserlichen Zivilliste um 2 Mill. Kronen unterbreiten. — In der altkatholischen Kirche Oesterreichs erfolgten in der Zeit Dom 1. Januar bis 30- Juni des Jahres 689 Beitritte. Tas ergiebt im Zusammenhall mit 330 Geburten, 197 Todesfällen und 99 Austritten während derselben Zeit einen Zuwachs von 723 Seelen. Budapest, 15. Okt- Die Blättermeldung, daß Szell die Staatsanwälte angewiesen habe, gegen die pangermanische Agitation mit größter Strenge vorzugehen, wird offiziell als völlig unwahr bezeichnet. Szell habe keinerlei derartige Weisung gegeben. Sofia, 15. Ctt Eine Extraausgabe der „Riformi" meldet, zahlreiche Dörfer dicht an der bulgarischen Grenze seien von den Türken angezündet worden. IJ1D itarf seit dem Beginn 12/03 Bescheinigungen Über das brachen und in die Parterreräume der Kaserne verlegt werden. Vor einigen Tagen siedelte die 2. Kompagnie in die spruch auf den auS, den der wissen. Stadtdekan Tr. v. Braun bittet „nach der schönen ?lrnrtfN . ' 3i ^mtersä !hurnc »er, der | ibeaiet a ®it einei locht« h bürg. No llberwoch machen, locht«, Lrl. Lu öflodlie unb bez 'iäj and) .Änservato Rieh ltochdor^ HloßbaS int <$tlb Sen. L wurde do tiv unket berechtigung einzureichen. - Militärisches. Wie bestimmt verlautet, stehen für die allernächste Zeit in der alten Kaserne bedeutende bauliche Veränderungen bevor. So soll in erster Linie das im Kasernenhof stehende Wirtschaftsgebäude abge- Episode den Rückfall ins männliche Geschlecht verzeihen zu wollen". Er erläuterte die Stellung der Bibel zur Mäßig- wurde das Thor geöffnet. Ter Prinz reifte in strengstem Jncognito. Es wurden bei dem "Nachtquartier die größeren Orte vermieden, um jedes Aufsehen zu verhindern. — Tie Fahrt ging am ersten Tage von Kiel bis .Verden, ca. 180 Kilometer, am zweiten! Loge bis Osnabrück, ca. 180 Kilometer, von hier nach Düsseldorf. Die Ausstellung wurde nicht besucht. Von Rheinstein erfolgte die Abfahrt gestern früh 11 llhr. Die Fahrt ging dann über Bingen, Mainz, Kastel, Kostheim über Gvoß-Gerau und die Einfahrt in Tarmstadt erfolgte durch das Rheinthor. Als der Prinz die Rhein- straßc herauf vor dem Schloß anlangte, waren seine Gemahlin nebst Mördern, der Großherzog, Prinzeß Ludwig von Battenberg, gerade auf dem Wall, welcher freien Aus blick rracy Der Rh ein st raße gewahrt und gingen dem Besuch entgegen. Ter Prinz wird mit dem Großherzog einige Tage die Jagd besuchen und voraussichtlich die Rückreise nach Kiel wieder per Automobil auf dem kürzesten Wege machen. fMpathÄ sprech' ;.r Sühne sichtbar iw«”; die beE bak b0‘ nachou ceruhttte unb vn-r keitsfrage, kam dann aus die gewissen Genies, welche gern als lebendige Beispiele für die wohlthätige Wirkung des Alkohols angeführt werden, wobei man aber vergesse, daß! das Trinken nicht das Geniale an ihnen gewesen und ihnen das Leben durch so manche dunkle Stunde verbittert worden sei. Auch der seucht-sröhliche Bruder Studio bekam sein Teil ab und wurde aufgesordert, den bacchantischen Teil seines Kommersbuches der demselben sehr nötigen Reinigung von Unflat baldigst zu unterziehen. „Philister", „Zopsträge^, seien nicht die, welche die studentischen Trinksitten bekämpften, sondern die, welche an ihnen festhielten. In diesen Tagen habe ihm ein Student gesagt, daß es mit dem Trinken in den Verbindungen schon sehr zurückgehe. Tas habe ihn sehr gefreut; als der junge Mann chm aber gesagt habe, daß das Maximum, das der F u ch s m a j o r den Füchsen an einem Abend vorkomme, nur noch zehn Schoppen sei (Bewegung), und das auch nicht etwa halbe, sondern nur 4 Zehntel (Hört!), da sei ihm der F o r t s ch r i t t Riedesel Frhr. zu Eisenbach, Exzellenz, Oberstallmeister zu Tarmstadt, 18) Herr Bolprecht Riedesel Frhr. zu Eisenbach, Oberkammerherr zu Tarmstadt, 19) Herr Wilhelm Riedesel Frhr. zu Eisenbach zu Kassel, 20) Herr Maximilian Frhr. Ueberbruck von Rodenstein, Geheime- rat zu Bensheim, 21) Herr Karl Frhr. Sch e n k zu Schweinsberg-Wäldershausen, Exzellenz, Wäldershausen, 22) Herr Ernst Frhr. v. Seck end o r f s-Verna, Kammerherr zu Rüsselsheim, 23) Herr Philipp ^rhr. Wambolt von Um- stadt zu Birkenau, 24) Herr Ferdinand Willich genannt von Pöllnitz, Oberlandstallmeister zu Tarmstadt. Diese/ Verzeichnis wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß etwaige Einwendungen bis zum 29. Oktober einschließlich bei dem Regierungskommissär Geh. Staatsrat Krug von Nidda vorzubringen sind. Sollten in dem Verzeichnis nicl)t ausgenommene adelige Grundbesitzer chre Stimmberechtigung und Wählbarkeit begründen wollen, so sind neben dem Nachweis der Versteuerung eines Normalgrundsteuerkapitals von mindestens 2100JÜi des Rechnungsjahres 1901, T Vorhandensein der in Artikel 6 des Ge,etzes vom 8. oember 1872 bezeichneten Voraussetzungen der Stinun- beihen im Resmo Ätsche^ .ui W ■00 Statt ziedig) didaten, I •2hn not Niestet J id. i tixunfl d' nii Ärau I t*M fr« g dah I ' Mau Itengtali K (Minin erdc l Smit! md irährrnd sei C 2w Behird f MaScagni I — ztlvvib •oii^en, i ünrn einfl I äche unb I :tiU be|i Cuartalei I Ltiftun Sii I 'ich bei b I sistierte otompt ei I ch nach worben. Ful I Landgi Umkirch i>nn Tor iümponi spielte i oitib «hi ai’en Zch BWudj; ^ares i es nach c eÄa ®«e aus o^'dneiste Bar» durch emem " ' btnu ^52ibr Bii 1*1 tin N r^b bf" bi Km Rumen [amen Z Sä- fteine« sehr unwirsch wegen der späten Störung war, sich aber schließlich dock) bereit erklärte, das Gepäck nach der Burg zu tragen. Auch auf derBurgwarderEmpfangkein liebenswürdiger; erst als der Prinz auf die Frage „fiScr da" die Antwort erteilte, der Besitzer der Burg, neralkonsul Koche, hatte sich zur Repräsentation dorthin begeben. Ferner waren erschienen Premierminister Danew, Finanzminister Sarasow, der Minister für Handel und Ackerbau, Abrasafew, und das deutsche Konsularkorps auf Sofia unb Warna. An Bord des Dampfers veranstaltete die Deutsche Levantelinie für ihre Gäste ein Frühstück. Bei der Tafel brachte der deutsche Generalkonsul einen Trink- ' ' Fürsten Ferdinand und die fürstliche Famllie Fürst mit einem Hoch auf den deutschen Kaiser erwiderte. Für den Abend wurde das deutsche Konsularkorps, Gweralkonsul Koche und Kapitän Steen von ber „Therapia" zum Diner beim Fürsten nach Euxinograd bürg veranlaßte. Aus der Fahrt zwischen Wahn bis Köln und Troisdorf | versagte nämlich das Fahrzeug den Tienst. Ta in Troisdorf niemand den Schaden reparieren konnte, so schickte der Prinz seinen Adjutanten nach Siegburg voraus, um in der Maschinenfabrik Krämer anfragen zu lassen, ob diese die Reparatur übernehmen könnte. Prinz Heinrich, welcher nicht erkannt wurde, mietete in Troisdorf ein Pferd, um fein Automobil nach Siegburg ziehen zu lassen. Ter Kutscher hielt unterwegs auf der etwa 6 Kilometer betragenden Strecke verschiedentlich an Wirtshäusern an, um sich zu stärken und das Pferd neue Kräfte sammeln zu lassen. Abends gegen 8 Uhr langte der Zug in Siegburg an. Tas Fahrzeug wurde sofort untersucht, wobei Prinz Heinrick) selbst mit Hand anlegte, und es stellte sich heraus, daß der Kessel durch gebrannt war, die Reparatur also längere Zeit in Anspruch nehmen würde, und an eine Fortsetzung der Reise am selben Abend nicht zu denken war. Ta Prinz Heinrich nicht in ein Hotel gehen wollte, so fragte er den Besitzer der Maschinenfabrik Krämer, welcher ein sehr angesehener, aber doch immerhin ein ganz einfacher Mann ist und mit seiner Familie ein kleines Hans bewohnt, ob er ihm vielleicht ein Sopha zur ,Verfügung stellen wolle, aus welchem er die Nacht zubringen könne. I twas langsam vorgekommen. (Heiterkeit.) Krämer räumte dem Prinzen Heinrich und dem Adjutanten Lehrer Tr. K. G. Lutz-Stuttgart begann mit einem je ein Zimmer ein. Bis nach Mitternacht saß der Prinz, ^berblick in die beklagenswerten Ergebnisse zahlreicher , o... , nachdem er im Hause zu Abend gegessen hatte, gemütlich Erhebungen betreffend den Alloholgenuß bei Schulkindern, neue städtische Kaserne über, sodaß nur noch zwei Kompag- mit der Familie Krämer zusammen unb unterhielt fity ber nach den landesüblichen Getränken Wern, Most, Bier , ■ bec aIten verbleiben. Ferner verlautet, daß später r »• < . i* l A.fx Ca.m Qfn ♦ t I J ... , « K a . u« - A .. I nach Herstellung eines weiteren Neubaues auch diese in die ftüh wecken, unb «eine erste Frage galt feinem Automobil. an e.inem Montag 24 Schulkinder w e g e n perlte 9 alte Kaserne soll dann als Ter Prinz hielt sich noch den ganzen Vormittag ber fernen g e l r e ch t en Katzeniammers nach Haufe ge- neue Kasemubersred^ 'S* einer ZeÄ Wirten auf, trank mit ihnen Kaffee unb .peiste mit ihnen mr dürft morden. Zeughauskaserne eingerichtet werden. — Nach einer -Bered) Mittag. Inzwischen war die Reparatur, welche die ganze Abschluß machte ein kurzer Vortrag des Fabrik- nung betragen die gesamten m der legten -Manöver Nacht und den Vormittag in Anspruch genommen halte, Inspektors Tr. Fuchs-Karlsruhe. Die 10 bis 20 Prozent zurückgelegten Märsche unseres Regiments 210 Kilo- beenbet. Kurz vor 12 Uhr trat Prinz Heinrich, nachdem seines Einkommens, welche der deutsche Arbeiter dem meter, welche sich abzüglich der Sonn- und Ruhetage auf er den an seinem Fahrzeug beschäftigt gewesenen Arbeitern Moloch Alkohol opfert, fehlen namentlich an der Ernährung, 10 Marschtage verteilen. unb der Familie seines Gastgebers, sowie diesem selbst ^nb zwar weniger an der Ernährung des Arbeiters selbst, .. aum Selbstmord des Bürgermeisters Wär» die Hand gedrückt und gebankt hatte, bie Wetterreife an, an ber Ernährung der Frau und der Kinder. Auf diefe in Bad Nauheim erfahren wir aus bester Quelle, welche ihn zumeist nach^chlof; Rheinftein bei Bmgen Weise ist der deutsche Arbeiter aber zugleich rnerne schlimme Mitteilung, Wörner habe verhaftet werden sollen, führte, wo er das ihm vom Prinzen GeorZ von Preußen Abhängigkeit von Kneipen» und Kantinenwirten geraten DaB °ie -mu euung, o > > 1 . J . hinterlassene Schloß in Augenschein nehmen wollte. unb trücibt immer mehr seinem wirtschaftlichen Slum ent- nicht richtig ist. Es war lediglich»em, ° J Aber auch dorthin verfolgte ihn das Mißgeschick. Ter nCfleiL Wenn wir da helfen wollen, dürfen wir nicht blos eines Arztes veranlaßtes Ermittlungsverfahren gegen Prinz kam ganz unerwartet, trommelte einen Schiffer ^.wr predigen und uns im übrigen von dem Arbeiter Wörner im Gang; Haftbefehl war weder erlaßen, noch auch am Fuße des Rheinstem aus dem Schlafe, der, wie wir schon fern halten. Nein nicht nur für, sondern mit ihm müssen nur beantragt oder m Aussicht genommen. kurz in unserem heutigen Morgenblatte erzählen konnten, ^ir arbeiten. " Besitz wechsel. Das Bahnhofstraße 20 belegens J Unter dem Tanke an die Redner schloß der Vorsitzende Anwesen deS Gerbermeister Franz Plank ging zum Preise ^urgItzie Versammlung, deren TarbieMngen die zahlreich nament- 35000 Mark in den Besitz der Stadt Gießen über. lich aus deii gÄildeten Bränden erschienenen Zuhörer in •• Geflügelzucht-Verein. Am Sonntag na^ ’el 1 e^eerttigenCfitglfeber - Versammlung des Vereins mittag 4Uhr findet im EaföEbel eine V e re insv ersam m- wohnetn zahlreiche Vertreter der Behörden bei, darunter auch lung des Geflügel- und Vogelzucht-Vere nS RegierungSrat Grünberg-Berlin im Auftrage des Ministern Gießen mit einer sehr interessanten Tagesordnung fiatt. der öffentlichen Arbeiten. Nach einer Begrüßungsansprache Außer den Mitgliedern sind auch freunde der Geflügelzucht des Vorsitzenben, Senatspräsidenten Tr. v. Strauß-Torney-1 dort willkommen. Berlin hielten Pfarrer Gonser-Heilbronu unb Pfarrer - Der Verein für vereinfachte deutsche Schwartz-Warthaus en Vorträge über ,herein und Wirts- Stenographie (Emigungssystem Stolze-Schrey) beginnt, Haus". Tr. Beck sprach über die ftrage bet -rrink,itten- au5 dem Inseratenteil der heutigen Nummer des Blattes Reform bei den öffentlichen Verkehrveinrichtungen. -^rausl ^kommenden Dienstag einen UnterrlchtskursuS wurde der Kongreß gechlossen^ fü'c s^nfig vtt »-«W"®,-»« «<»-«IÄEKTJS“ »LS bett Mißbrauch gelstlger Aelranöe. Liebesthätigkelt zu steudiger Mitarbeit anregen unb ihnen die (Originalbericht des „Gieß. Anz.") g^ege dazu zeigen. Der Preis für den ganzen Kursus be- Stuttgart, 15. Oktober. | trägt 5 Mk., für einzelne Vortrags-Nachmittage oder -Abende Einer der erwärmendsten Begrüßungsabenbe, ber dem 50 Pf. Eintrittskarten sind zu haben im Bureau des eräug, sich jedes Jahr in einer anderen Stabt ein Stelldichein Vereinshauses, Neue Mainzerstr. 41, Frankfurt a. M. Ouar- gebenben beutfchen Verein gegen den Mißbrauch geistig«: zu ermäßigten Preisen vermittelt Frau RegierungSrat Getränke jemals geboten wurde, war ber vorgestern ab-1 Böhmerstr. 50. Wir machen auf diese wichttge gehaltene. P«s-'^r v.^Grützner drang ftiorl mit den„usm-rksam, weil auch für uns in Sieben daS i”eüun96ä>eu^mm Dthören des hervor- Bedürfnis nach folcher Instruktion besteht, und zwar nach ragenden Physiologen empfand gewiß jeher, daß es nicht den beiden Seiten, emmal, daß wir für die ^lebesarbett m nur daraus ankommt, was, sondern auch von wem gesprochen Armenpflege und mancherlei Fürsorge noch viel Harter der wird. Er rüttelte die Hörer aus ihrer Sorglosigkeit ganz Mithilfe unserer Frauen bedürfen, und zum anderen, wie gehörig auf, indem er die landläufigsten Einwände her ro{c hoffen, daß es recht viele Frauen und namentlich auch Alkoholsreunde kurz, bündig unb ohne Schonung ber höheren q-ungfrauen giebt, die sich nach einer Wegweisung zu bestäube wiberlegte. Sogar bas Loblieb eines prattifctien fnebu3Gnbec Erfüllung ihres Lebens in solcher Arbeit sehnen. Arztes aus bie korpsstubentische Trinkfestigkeit . Pfarrer Schlosser dahier kann nähere 'Auskunft würbe tiefer gehängt. „Als Korpsftubent mü,fe er aber - +■' •* bafüt eintreten, baß die Stubenten zu „bierehrlichen geoen- Trinkern" erzogen werben. (Heiterkeit.) Er (ber Arzt) '* Amtsniederlegung Der Krewamtsgehllfe Hag habe sogar gefunbeu, baß jetzt von ben Füch sen zu von Lauterbach, dem der Verwalterposten für das neue Pro- wenig getrunken werbe. (Stürmische Heiterkeit.) Ge- vinzial-Siechenhaus Hierselbst übertragen war, hat das Amt miß sei unsinnige Betrunkenheit unschön, beshalb müßten wieder niedergelegt. die Korpsstubenten auch zum Trinken erzogen wer- »--Wahlen zur Ersten Kammer. In Gemäßheit den. (Erneute Heiterkeit.) Tie Aktivität )ei die Vorschule Bestimmungen bes Gesetzes, bie Zusammensetzung der für anstänbiges Trinken. Ter Korpsstudent komme jpater h^iden Kammern ber Stäube unb bie Wahlen ber Abae- ja in bie Sage, in Osfizierskreijeu seine zrinffe|iigfeit zu orbueteu betreffenb, hat für bie mit Einberufung bes 32. beweisen. Hier müsse er bann feinen Mann stehen können. Landtags beginuenbe Wahlperiobe bie Neuwahl von Wenn das auch in Offizierskreijen immer der Fall wäre, »^vei Abgeordneten des im Großherzogtum genügend bann würden jo traurige Vortommnijfe wie ^corchlugen Grundeigentum angesessenen Abels zur Ersten Kam- unb Insterburg nicht vorgekommeu sein. Von Korpsituben-1 stattzufinden. Tazu sind die nachstehend aufgeführten ten habe man ähnliches noch nicht gehört! (Großes Ge- stimmberechtigten, beziehungsweise Wählbaren crmUtelt dichter und Bewegung.) Tas sind, ,0 meinte Pros. v. roorbcn- n Herr Ludwig Freiherr v. Bouchenröder L Anschauungen, die in gebildeten Kreisen nicht etwa vcr- Butzbach, 2) Herr Hans Freiherr v. Dorth zu Neckar- einzelt dastehen! Milchpantscherei ober bas Zufugen von Leinach, 3) Herr Wilhelm Hermann Karl F-reiherr v. Er- Kirfchsaft zum Himbeersaft verfolgt man, den Berkaus von Nieber-Jngelheirn, 4) Herr Adolph v. Har- Gisten engt man em, aber diesen Gistgenutz laßt manun- n t e r ,u Echzell, 5) Herr Cornelius Wilhelm Frhr. von eingeschränkt zu. Aus diesem Gebiete muß einmal schars $ en ( Herrnsheim, Geh. Kommerzienrat zu Worms, vorgegangen werden. (Beifall.) Eins ist sicher: wenn wir^err Maximilian Frhr. v- Hehl, Älajor ä la suite zu diese Alkoholpest, die immer größeren Um lang annimmt, Tarmstadt, 7) Herr Hugo Frhr. v- Leon har di, Kreis- nicht los werden, so ist unser deutsches Volk trotz aller amtmQnn Darmstadt, 8) Herr Moritz Frhr. v- Leon- Kulturfortschritte, trotz Kanonen und Mafchiuengewehren L a r b; Kammerherr zu Groß-Karben, 9) Herr Erwin i dem Untergänge geweiht! (Stürmischer anhaltenber Beifall.)! ~ q b ro Don unb Steinfurth, Geh. Regierungsrat Eine erfrischenbe Erscheinung auf dem Podium war Tarmstadt, 10) Herr Gilbrecht Frhr. Löw von und zu Frau Staatsrat v. Gö z - Stuttgart. Aus ihrem „Echo Steinfurth zu Meber-Florstadt, 11) Herr Walbemar Graf aus Frau en kreisen" erllang Sachlichkeit unb Ueberzeugungs- 0 Criofa ,u Bübesheim, 12) Herr Albrecht Riebesel kraft. „Vor ben an uns ergehenden Bittgesuchen stehen -u Eisenbach zu Sickenborf, 13) Herr Aug. Riebe,el wir niemals verzweifelter, als wenn Vater oder Mutter -tcetf)Cn; ,u Eisenbach zu Tarmstadt, 14) Herr Friedrich dem Trünke verfallen sind." Tie Frau mutz sich solidarisch Riebesel Frhr. zu Eisenback), Major a- D. zu Lautersühlen mit ihren unaezählten Schwestern, bie durch xrunEd bad 15x ^err Johann Riedesel Frhr. zu Eisenbach zu fucht der Männer schwer geschädigt werden. Sie muß vor Lauterbach, 16) Herr Ludwig Riedesel Frhr. zu Eisenbach, allem ihre eigenen Kinder vor dem Alkohol bewahren, $r iur Erbmarschall zu Schloß-Eisenbach, 17) Herr Moritz sie muß öle großen Söhne ans Haus fesseln, mutz gegen > -A - . < - —•»— Die Trinksitten ber Gesellschaft, wo immer sie ihr entgegen» I treten, Einspruch erheben, muß burch ihr Beispiel in unb außer bem Haus voranleuchten und muß den Sck)lagworten, mit benen der Alkohol verteidigt wird, entgegenzutreten Waldbrand bei Patak reiche bis an bie bulgarische Grenze. 600 Flüchtlinge sind in Bulgarien eingetroffen. — Aus diesen Meldungen werde auf ein energisches Vorgehen der Türken geschlossen. Warna, 14. Cft Fürst Ferdinand von Bulgarien besuchte heute ben Tampfer „Therapia" ber Deutschen Levantelinie in Warna. Der Direktor ber Gesellschaft, Ge- geladen. D u r ba n, 14. Ott Der Zuluhäuptling Tinllulu macht ber Regierung von Natal Sorgen. Er sucht Die Eingeborenen, bie meist bewaffnet finb, gegen bie auf ihre; Farmen zurückkehrenben Buren aufzuwiegeln. New York, 16. Cft Generalpostmeister Payne soll in einer Unterrebung, die er in Milwaukee hatte, geäußert haben, Präsident Roosevelt werde in der bevorstehenden Jahresbotschaft an den Kongreß voraussichtlich für Ermäßigung ber Zölle auf Erzeugnisse, bie länger keinen Schutzzoll erforbern, eintreten. Roosevelt fei auch geneigt. Die Schaffung einer ftänbigen Tarifkommission zu begünstigen. Die AutomobUfttyrt des Annzen Kemrich von Freußen. (Originalartikel des „Gieß. Anz.") Am Mittwochnachmittag kurz vor 4 llhr ist Prinz Heinrich, wie wir bereits in unserem heutigen Atorgenblatt kurz mitteiüen, mit seinem Adjutanten, Korvetten-Kapitän Schmidt von Schwiedt nach ca 6 Tage dauernder Automobilfahrt aus Kiel wohlbehalten in Tarmstadt eingetroffen. Ter Prinz benutzte zu der ca 900 Kilometer langen Fahrt einen in Amerika gebauten Tampfmotorwagen mit sechs Pferdekräften, ben er von einem deutschen Vertreter aus ber Hamburger Automobilausstellung nach eingehenber Probe kurz vor Antritt ber Fahrt gekauft hat. Tieser wirb mit Benzin gespeist unb hat gegenüber ben anberen Systemen einen außerordentlich geräuschlosen Gang, sowohl vor, wie während der Fahrt. Ter Prinz lenkte den Motor während ber ganzen Fahrt eigenhänbig unb hatte nur zur Begleitung für etwaige außergewöhnliche Unfälle re. einen Maschinisten von seinem Flaggschiff „Kaiser Friebrich" mit, der auch Die Speisung bes Adotors mit Wasser unb Benzin, was ca alle 100 Kilometer vorgesehen war, zu besorgen hatte. Durch bessen Versehen ist auch aus Wassermangel eine Undichtigkeit des Tampfkessels eingetreten, was den Aufenthall zwecks Reparatur in Sieg- 5 ÄS *«fe£ D m ■’ ^Uat. lf%,en»98ttl ■blefe leiitia. !**•»■ 7.1““ n«6 8,‘b'S«N 2 °"l Nck, d» rt äderen, rote ^ntlich auch J?3 iu b-- ^nen. -Auskunft Gehilfe Hag c ÖQ§ neue Pro. ’’ hat das Amt In Gemäßheit mensttzung bet lhlen der Uge. erufung des 32. enlvahl von ^tum genügend 'u.r Ersten Kam- nd ausgeführten baren ermittelt ^chenröderü kth zu Neckar« Freiherr v. Er« ldchh v. har. Helm Frhr. von zu Woms, or ä la suite zu lhardi, Kreis- fcljr. v. Leon. 9) Herr Erwin !- Regierungsrat ö to von und zu Waldemar Graf recht Riett/'tt Aug. Riedr/'el ) Herr Friedrich i D. zu Lauter. m ksenbach zu rhr zu Sisenbach, , Irj Herr Moritz , Lom'tallmeister desel tzrhr. zu , 19) Herr Wil- Assel, 20) ^err mftein, Geheime- n k zu Schweins- fyiujen, 22) Herr ammer^err zu holt tron Um* llich genannt W Tracht ■•4 vn rmjchlM atsrat Krug m dem Verzeichn; -er ihre Stünm- i wollen, so ies NomalgMd- seit dem ÄegW Zungen über bti ietzes vom 8. w zen der Stimm- verlautet, fteha Jetne bedeutend; Zo soll m «st« dastsgebäude abg-> iseme verlegt wev Kompagme m w roch zwei K°2 daulet, d°» fr* »uch di-I-m : ai Io« d«»" 7 Nach ki»« .»••’s» N* * 2-xS r‘“t werbe« f* ft »’S Sn, noch d ■n* . na beleget 'N1 ,UIIt N ■JJfeS :-Zs -lzucht^ fljjt «fa£'el))bW* ncn für 5*^ S-S Kunst und Wissenschaft. Der Reinüberschuß des Zollgefälles beträgt Vorjahre. i. 4 705 618 Kronen mehr als im 76 417130 Kronen, b. Telephonischer Kursbericht« LLibnis Waffeln 746,3 744,7 738,6 4 2 4 Bew. Himmel Bed. Himmel 63 76 88 3'/,°/o 3% 3V,% 3°/o 3-/2% 2« 926 7M 13,7 11,4 10,6 7,4 7,6 8,3 W. 8. SSW. 103.30 50.50 31.90 121*40 44.00 3 % Öberhessen 45» Oesterr. Goldrente . 102.00 . 91.90 . 102.00 . 91.85 . 100.15 . 99.60 . 103.00 Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen Die Jubiläums-Kun st aus- ..... . Im Namen Milwirkenden für von dem Ministerpräsidenten aufgestellten Grundsätze über die Sprachenfrage einer eingehenden Beratung durch die Abgeordneten Böhmens und Mährens zu unterziehen. Wien, 16. Okt. Die, Wiener Ztg." veröffentlicht eine Uebersicht über den Ertrag der direkten und indirekten Steuern für die Zeit vom 1. Januar bis öl. August 1902. Der Reinertrag der direkten Steuern beträgt 179 080 526 Kronen, also 28 018 747 Kronen weniger, als in der gleichen Periode des Vorjahres, derjenige der indirekten Abgaben 587 688 681 Kronen, d. i. 115 282 Kronen weniger als im in der Nacht zum Sonntag erfolgen. — In der .StaatSd. Zig.- wird ein Aufruf veröffentlicht, der anläßlich des Prozesses gegen die Zeitung zu Sammlungen auffordert, um dem genannten Blatte einen Preßfonds zur Verfügung zu stellen. Unterzeichnet ist der Aufruf u. A. von den Reichstagsabgg. Werner und Bindewald. Berlin, 16. Okt. DerGeneralstreik der Rohrleger und Helfer ist beschlossen worden. Es kommen dabei etwa 2800 Personen in Betracht. , London, 16. Okt. Gestern Nachmittag marschierte em Zug südafrikanischer Veteranen über den Trafalgar Square. Sie trugen Plakate, auf denen zu lesen stand. „Wollt ihr, daß Leute, die mehr als drei Jahre in Südafrika für die Ehre Englands gestritten haben, vor Hunger sterben? Wenn nicht, so helft uns Genugthuung zu erlangen." Während des Umzuges wurde eine Kollekte ver- 4l/,% Oesterr. Silberrente 100.80 4% Ungar. Goldrente . . 101.50 Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 16. Okt. Bei der heute Abend beginnenden Festsitzung' des Burenhilfsbundes wird der Vorsitzende desselben, Prof. Siemering, den Generalen eine Spende von 200 000 Mark überreichen. Außerdem werden ihnen weitere Einzelsammlungen in Höhe von etwa 50 000 Mk. übergeben werden. Am Freitag Vormittag werden die Generale Kränze am Denkmal Kaiser Wilhelms 1. und des Fürsten Bismarck niederlegen. Bei der Versammlung in der Philharmonie werden alle drei Generale Ansprachen halten. Die Rückreise nach England dürfte bereüs 1902. . 26.65 . 92.85 . 8025 ' 214.60 . 187.00 . 135.10 . 142.30 . 165.50 . 152.00 . 19.80 . 179.00 . 189.80 . 172.40 . 16840 Vorjahre. Dieser Mehrertrag ist hauptsächlich auf die größere Einfuhr von Kaffee und Weizen zurückzuführen. Budapest, 16. Okt. Graf Eugen Esterhazy dementiert das Gerücht, daß er aus dem Jefuiten-Ordevi ausgetreten sei. New york, 16. Okt. Ein Telegramm aus Wilkesbarre meldet, es sei ein Aufruf ergangen zu einer gemeinsamen Versammlung der Ausführenden Ausschüße der vereinigten Grubenarbeiter für morgen. Washington, 16. Okt. Der Sekretär des Kriegsamts, Root, meldete, daß Grund zu der Annahme vorhanden sei, daß eine Uebereinkunft zur Beilegung des Ausstandes abgeschlossen sei. Hongkong, 16. Okt. Aus Canton wird gemeldet, daß die Reisernte sehr schlecht ausgefallen sei; es herrsche große Hungersnot in den betroffenen Distrikten. Peking, 15. Okt. Mit Zustimmung der Mächte wieS das auswärtige Amt Sir Robert Hart an, den neuen Zolltarif am 31. Oktober in Kraft zu setzen. Der Vertrag mit Portugal ist unterzeichnet worden. Portugal erhält eine Konzession für die Macao-Eanton-Eisenbahn, ferner eine Zollstation in Macao und nimmt die Tarifklausel deS Protokolls an. Schisssnachrichten. „Red Star Linie" Antwerpen. Der Postdampser „Kroonland" der „Red Star Linie" in Arttwerpen ist laut Telegramm am 13. Oktober wohlbehalten in New-Pork angefommen. 8% Mexikaner , . . 4,/a% Chinesen . . . Electric. Schnckert , . Nordd. Lloyd . . , Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . . Dresdener Bank . . . Berliner Handelsges. . Oesterr. Staatabahn . . Lombarden . . . » Gotthardbahn . . . . Laurahütte ..... Bochum Harpener . . . . . Tendenz: still. 4% Italien. Rente . . , 4%% Portugiesen . . , 3°/. Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose ..... 4u/o Griech. Monopol.-Anl. 4*/»% äussere Argentiner Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 15. 15. 16. .Frankl art a. JH., 16. Oktober anstaltet. , , Calais, 16. Okt. Im Aennel-Kanal herrscht sett gestern abend ein heftiger Sturm. Die Poswoot? erlitten große Verspätungen. H a v r e, 16. Okt. Bei stürmischem Westwinde ist gestern abend der französische Dampfer, welcher den Verkehr rwi chen Trouville und Havre vermittelt, in letzterem Hafen gegen den Wellenbrecher geschleudert worden, und erlitt schwere Havarie. Paris, 16. Okt- In der heutigen KammeriitzuNg wird der Kriegsminifter einen Gesetzentwurf einbrürgen, wonach Militär-Personen in Friedenszeiten von den Zivilgerichten abgeurteilt werden sollen mit Ausnahme von Vergehen gegen die Disziplin. Paris, 16. Okt. Aus dem Dampfer Kaiser Wilhelm schiffte sich in Cherbourg ein Herr Hecker ans Bremen ein, von dem das Blatt „Patrie" erzählte, er sei deutscher Offizier und habe sich drei Monate lang in Cherbourg aufgehalten, während welcher Zett er das Fort Chavaignac und die Insel Pelee photogra« phiert habe. Bei einer Haussuchung seien seine ClichöS vernichtet und er selbst ausgewiesen worden. Brüssel, 16. Okt. Prinzessin Clementine- die seit dem Tode chrer Mutter von den Schwestern getrennt ist, sott unter dem Druck dieser Vereinsamung den Schleier nehmen wollen. ' Mentone, 16. Okt. Expräsident Krüger ist hier eingetrosfen. Aus Wunsch, seines Arztes wird er den ganzen Winter hier verbleiben. Wien, 16. Okt. Der russisch eHof hat dem König Alexander eröffnet, daß er allein ohne die Königin Draga willkommen sei. In der betreffenden Audienz des Belgrader russischen Gesandten kam es zu heftigen Szenen zwischen diesem und dem König und Butt. Der finnig erklärte, aus die Reise überhaupt verzichten zu wollen. — Als Gründe für die Erhöhung der kai- serlichenZivilliste werden genannt: Gewährung von Appanagen sür zahlreiche großjährig gewordene Erzherzüge, Anwachsen der gemeinnützigen und wohlthätigen Zwecken gewidmeten Betträge des Kaisers und des Hofes, die Notwendigkeit der Unterstützung von Kunst und Industrie, durch Ankäufe und mehrere Hofbauten. 'Wien, 16. Okt. Die Deutsche Volkspartet beschloß, die Empathisch ausgenommen wurde. ES folgte ein von Lehrer^ Miep recht ausgezeichnet gesprochener Prolog, während auf -lei Bühne die Büste JahnS inmitten eines Blumenarrangements ichtbar wurde. Darnach hiett Lehrer Kling die Festrede, 'lie JahnS Leben und Wirken zum Mittelpunkt hatte. In 'äiigerem Vortrage feierte Redner die Verdienste JahnS um I'it deutsche Turnsache, er zeigte, wie Jahn eS verstanden aibe, das Turnen zu einer Volkssache der Deutschen zu liechen. Seine Worte klangen auS in die cm die Turner e richtete Mahnung, das Vermächtnis JahnS hochzuhalten ;mb treu zur Turnsache zu stehen. Ein im Anschluß an die t»,de gestelltes lebendes Bild zeigte den Turnvater Jahn imgeben von seiner wackern Turnerschaar. Sämtliche An- '^«sende sangen dann das Jahnlied »Ein Ruf ist erklungen" jedem Falle zu allem, was auf dem Landtage beschlossen werden wird, gleich Unfern andern getreuen Lanbsassen und Untertanen verbunden und gebatten fein. An dem geschieht Unser gnädigster Wille und Meinung; nndWir verbleiben euch mit Gnaden gewogen. Gegeben durch Unser Staats-Ministerium, Schwerin am 7. Oktober 190L Friedrich Franz. C. Graf v. Bassewitz-Levetzow. v. Arnsberg. U. v- Press entin. ___________ Höchste Temperatur am 14.—15. Oktober 14,4 °C. Niedrigste „ , 14.—15. „ 8,8 C. jionservatorium zu Frankfurt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Mainz, 15. Okt. Drohender Droschkenkutscher- N achbarstaaten. Ein 19jähriges Dienstmädchen aus Streik. Die Droschkenkutscher haben vorgestern und gestern Mosbach lockte ihre 17 Jahre alte Stiefschwester auf das abend in stark besuchten Versammlungen Stellung wegen des ■ • c>pfs. ,,ns. nprinchh» ihr dort den Lais abzuscknei- neuen Tarifs, der morgen der Stadtverordneten-Versanimlung zur wie $eI£“nb ' bort ben Hals ' JJ Genehmigung und Beschlußfassung vorttegt, genommen. In ziem- b tn. Schwer verletzt und mit zahlreichen Messerstichen Weise wurde von den Kutschern getadelt, daß auf ihre iv-urde das Mädchen aufgefunden. Die Thäterin, deren Mo- Wünsche in keiner Weise Rücksicht genommen werde. Sie seien ii d unbekannt ist, wurde verhaftet. gewissermaßen Arbeiter zweiter Klasse. Die Verkeh^deputatton ' _ ------------- habe, wie ihnen von ihren Prtnztpalen mttgetettt worden, Die —— ---------------™ . Grenze der Toppeitaxe von 9 Uhr auf 10 Uhr abends verlegt und U1U5. geschehe dies doch nur im Interesse der Theater- und Konzert- J rr . e - -c ■ bcfucher, die aber eine Droschke nur einmal m Anspruch nehmen * Berlin, 15. Okt. Wegen Entführung einer I roürben schlechtes Wetter eintrete und die Pferdebahn über- Mnderjährigen ist gegen den Schauspieler Leopv ld ^^ seu Nach langen, lebhaften und erregten Debatten wurde u r n e r ein Strafverfahren eingeleitet worden. Thur- beschlossen, wenn die 10-Uhr-Taxe eingeführt werde, die Halteplätze n»er, der seit vier Jahren als Charakterdarstetter dem Neuen unter keinen Umständen mehr zu befahren und von nächsten Frei- Idealer angehörte, verlobte sich vor einem Vierteljahr tag ab in den Streik e i n z u t r e t e n. mit einem wohlhabenden Mädchen, der 19 Jabre alten " - ' — lüichter Helene der Kaufmannswitwe Wulfs aus Charlotten- KgndFl Uttd ÄSMSwtNluMll. &mrg. Nachdem er sich mit seiner künftigen Schwiegermutter ä) ö iilherworfen hatte, wollte diese die Verlobung rückgängig Limburg a. d. L., 15. Oktbr.' Fruchtmarkt. Durch- machen. Ter Plan scheiterte aber an dem Widerstand i^er , » kalter. Roter Weizen 00.00 Mk., Weißer Weizen Achter, die von ihrem Bräutigam nicht lajjen wollte. Ta I ^sgO Mk altes Korn 00.00 Mk., neues Korn 10.70 Mark, Gerste sstrl. Wulff infolge ihres Widerstandes mit ihrer ganzen g.ßg Mk.,''alter Hafer 7.00 Mk., neuer 0.00 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Familie zerfiel, so verließ sie die Häuslichkeit der Mutter Kartosseln 0.00 Mk. u-jib bezog eine Privatwohnung, bis ihr Bräutigam einige — ..... ■' ■ " l_ 22aac später einen Urlaub erhielt, um angeblich zu einer SrUfkufifll dtv Ne!»aKtl0N. militärischen Uebung nach seiner böhmischen Heimat zu » r ! e näfen. Seitdem sucht Frau Wulff vergeblich nadj dem Ver- (Anonyme Aufiagen bleiben unberüanchttgt.) b'eib ihrer Tochter und hat nunmehr gegen den 27 Jahre M. K. Der Bürgermeister wird von den Stadtverordneten alten Schauspieler wegen Entführung nach § 237 des Straf- gewählt und vom Großherzog dann bestätigt, ^en -ruel „otaöt- - isetzbuchs Strafantrag gestellt. Der Aufenthalt des | baural" perleibt die ctai». _________________ Aares ist noch nicht ermittelt; man vermutet aber, daß es nach London gefahren ist, um sich dort trauen zu lassen. • Kaiserliches Geschenk. Kaiser Wllhelm II. hat, de aus Molde (Norwegen) gemeldet wird, dem dorttgen j^rstmeister Preuthum, bei dem er wiederholt abgestiegen icir, durch das Hofmarschallamt ein eselten schöne Jagdbüchse mit einem Teleskop von derselben Art, wie es der Kaiser selbst benutzt, zum Geschenk gemacht. Die Büchse ist mit rner Widmungsinschrift versehen. * Wie in Mecklenburg-Schwerin der Landtag einberufen wird. Ein traulicher Ton herrscht auch 1902 noch zwischen dem Großherzog und seinen Land- boten; denn diese werden durch die amtlichen „Mecklenb. M)r.z/ und durch besonderes Schreiben, das jeder Land- bote erhält, also nach Malchin entboten: Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Großherzog von Mecklenburg, Fürst p Wenden, Schwerin und Ratzeburg, auch Graf zu Schwe- i in, der Lande Rostock, und Stargard Herr usw. Nachdem S5ir beschlossen haben, einen allgemeinen Landtag m Unserer Stadt Malchin halten und denselben am 13. No- v-mber d. Js. eröffnen zu lassen, laden Wir euch zu dem- sLlben hiemit gnädigst und wollen, daß chr abends vor- h !r, nämlich am 12. November d- Js., euch alldort persönlich emfinden und, nach gebührender Anmeldung, die am folgenden Tage in Unserm Namen zu verkündende Landtags- ^wposition, deren Capita im Mdruck hier beigesügt sind, geziemend anhören, den darüber zu haltenden gemein» {amen Beratungen und Beschlußnahmen beiwohnen,, auch Der erfolgtem Landtagsschlusse ohne erhebliche Ursachen euch von dannen nicht entfernen sollt. Ihr mögt nun er» feinen und daselbst bleiben oder nicht, so sollt chr in Universitäts-Nachrichten. - Der Spezialarzt für Ohren-, Nasen- und Kehlkopfleiden Dr. D e n k e r in H a a e n ist zum Professor der entsprechenden Fächer und zum Leite/ der Klinik für diese Lerden an^dte Unwer- sität Erlangen berufen worden, - Der Ordmarrus der staats- fp«sinde sangen dann das Jahnlied .Ein vius . Achaftl^m d« ^versti^M u n ch e^n, ®^ft. rnmii schloß die ernste, in jeder Beziehung würdig verlaufene ro|rr’n’Laft \ci€rte j9einen 80. Geburtstag. — Als Assistent rm yeter. hygienischen Institut der Universität Br e s l a u ist vom 1. Oktober VFriedbera, 15. Okt- Die dieser Tage eingetroffenen d. Js. ab Dr. med. K i r st e t n aus M a t n z berufen worden. — -e^Len Modelle des geplanten Kriegerdenkmals sind Der Privatdozent für Otolome und Laryngologie an^der Uwvev- IlM Mark. — Das Wintersemester am hiesigen evangel- dsscedigerseminar begann dieser Tage mtt 16 Kantaten, sechs waren beretts im Sommer)emester hier und. Karlsruhe, 15. Okt. s ^n traten neu ein; die Zahl ist gegen das Sommer- Lt e t u n g TOuXbe heute Nachmittag geschlossen. c nester um vier gestiegen. , ,, der Regierung dankte Ministerialrat Böhm allen Mu s 8d. Darmstadt, 15. ykt. In der gestern stattgehabten Zustandekommen der Ausstellung, dle m der Geschichte der • i^ikuna der Landeskommission unter Vorsitz des Ministerial- badischen Kunst unvergessen bleiben werde, Tank gebühre vor allem Saun,“ Stefan längere Zei't 'chwebende Fmge der buchen -bttlügl. der Feldbereinigung in Langsdorf (Ober- der Ausstellung, führte aus, daß in dieser Ausstellung em gluck- Hen) dahin erledigt, daß man die Durchführung beschloß, ^cher Gedanke glücklich durchgesührtsei.Dre Ausstellung werde Mainz 16. Okt. Bei der Leiche des verunglück- ein Markstein sein in der kulturellen Entwicklung Badens. Sie .Italien.-,, b« nor einigen Tagen durch emen Baum. m>ch' iiamm erdrückt wurde, fand man unter den Kleidern einen & . die Ausstellung m dem halben. Jahre von über 100000 Per° 3ls besondere Korporationen m den zwei abgelausenen ^^rat v. L. hatte dieses Vorhaben m Erfahrung gebracht Quartalen ds. Js. 372,000 Mk. an Schenkungen und sprach mit dem Theaterdirektor T., worauf dieser bei Stolpe o tiftunaon erhalten. das Abkommen kündigte. In einer Versammlung der sozialdemo- »» •* <**- -K »»WJÄSÄMSsswä D sich bei der von einem übereifrigen Schutzmann zur 4vache ^abCf aber eg seien Personen dagegen, die auf den Theater- i stierten Teilnehmerin des Frauen kongresses Erektor eingewirkt hätten; ^diefe Leute feien ebenfolcheS jr onwt entschuldigt hat, wurde bereits mitgeteilt. Außerdem wie in dem Stück vorkommen". Das Landgerlchi- Glogau hat m ,aS«i4 WeUungen- ber Schutzmann b.fhaft & w orden. t \ Gehen gegen den Ersten Bürgermeister G. begangenen Beleidigung Fulda, 15. Okt. Tie Laudgräfin und der ^mer Gesamtstrafe von 3 Monaten Gefängnis verurteilt. ... 2 andgraf von Hessen besuchten vor einigen Tagen die Gegen dieses Urteil hatte Stolpe Revision beim Reichsgerichte em- 1 ornkirche und wurden am Portal von dem Bischof und gelegt, die unrichtige Gesetzesanwendung rügte und geltend machte, KS mÄmSI1*11 ift die R°°i>'on kostenpfüchtig u.rwort.u worb.n, sich auch fein Musiklehrer, Professor Urspruch vorn Miff- Oktober Barometer aus 0° reduziert ä -tenipciiuiu der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter Dir trauernden Eltern: 7270 Dießen, den 16. Oktober 1902. 7267 I. Vomeud und Frau, 6ei. Preu. Gießen (Gr. Stetnweg 12), den 16. Oktober 1902. TodeS-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerz- liche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unser einzig geliebtes Söhnchen Otto nach kurzem, schwerem Leiden zu sich zu rufen. Um stilles Beileid bitten Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem unS so schwer betroffenen öerlujte, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schlosser und für die fürsorgliche Pflege der getreuen Schwestern sagen ihren innigsten Dank Die trauerdeu Hinterbliebenen Allzost Hofmann unö Wer. Bekanntmachung, betreffend: Versteigerung von Btrkeu-Beseureifig im Siebener Stadtwald. Die in den Distrikten Zollstockswäldchen, Neuheege, Philo- sophenwald, Waldshute, Wanne und Unterhag des Stadtwaldes zur Aufarbeitung kommenden 70 Wellen NirKen-Aescnreiflg sollen Dieuötag den 21. Oktober, vormittags 11 Uhr, im Bürgermeisterei-Gebäude — Zimmer Nr. 15 — öffentlich versteigert werden. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, dies veröffentlichen zu taffen. Gießen, den 14. Oktober 1902. 7276 Grohherzoglicye Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Verein für vereinfachte deutsche Stenografie. (Eiuiguugs-System Stolze-Schrey.) Dieuötag den 21. d. Mts., abends 8«, Uhr, beginnen wir in unserem VeretuSlokal, „Zum Andres", Sonnenstraße, einen UnterrichtS-Kursus für Anfänger, sowie einen UnterrichtS-KursuS in Debattenschrift. Leichte Erlernbarkeit des Systems, sowie vorzügliche Lehrkräfte bieten die Garantie für gründliches Erlernen. DaS Honorar beträgt sür den Anfängev-Kursus Mk. 6.— für den Debatten-Kursus „ 8.— Für Mitglieder des Vereins erfolgt der Unterricht in Debattenschrift unentgettlich. — Anmeldungen werden bet Beginn des Unterrichts entgegengenommen. 7265 Lehrplan für daS Winterhalbjahr 1902,08. Iienrlags, abends 8*/, Uhr: Unterrichtskursus für Anfänger, FortblldungSkursus für Vorgeschrittene, Unterrichtskursus in Debattenschrift; Areitags, abends 7 mieten. Emil Lotz, Kirchenplatz. 6197] Nordanlage 8 2-Zunm.- Wohnung mit Zubehör im 3. St. per sofort zu verm. Näheres bei Liebmann Bär, Nordanlage 1. 6190] Familienlogis, 2 Zimmer, Küche und Zubehör sofort zu ver- mieten. Lndwigstraße 55. Lchnistrnste 11 Zimmer m. 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