Nr. 113 Erschein täglich außer Sonnlag-. Dem D »ebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem SEche* Landwirt die Siebener Familie«. Häher viermal in der Woche beigelegt. Ko tatwnS druck n. Ver» ^ber Brüh l'sche« tvers.-Buch- u.Stei»- druckerei (Pietsch Erbenl Riedaktion. Erpedttüm und Druckerei: Schulstraße T. Ldresie für Depesche«: Anzeiger Gieße». ^rnsprrchanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. ISS Jahrgang Freitag l«.Mai 1008 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen «ezug-pretSr monalUch7b Pf.» viertel jährlich Dck 2.20; bun$ Abhole- u. ZivorgsteÜen- monatlich 65 'Bi«; durch! die Post M. 2 - viertel- jährl. auSschl ScfteQg., Annahme von Anzeige« für bie Tage-snummev bis vonnltlags 10 Uhr, AeiienpreiS: lokal IkPs^ au-wärlS 20 Psg. Veraniivorllich, für den volil. u. allgenu keil: P. Witiko: für „Stadt und tianb' und „GettchlSjaal^.R.Ditt- mann; für ben Anzeigenteil: HcinS Beck. Z)le heutige Yummer umfaßt 12 Seite«. Ausland. Wien, 15. Mai- In der heutigen Sitzung des Ab georduetenhauses kündigte der FinanMrinster ar daß er den Kredit für die neuen Geschütze dutt Deutsches Reich. Berlin, 15. Mai. Wie die „Nat.-Ztgi" zuverlässig erführt, ist die Auflösung der Berliner Handelskammer und oie Anottmung der Neuwahlen wegen der über die Rechtsgiltigkeit Der ersten Wahl entstandenen Kontroverse gänzlich ausgeschlossen. Der Handelsminister beabsichtigt nicht, einen derartiaen Antrag an daß StaatSministerium mi stellen. Es wird vielmehr den Beteiligten überlassen bleiben, die Frage durch Beschluß der Handelskammer und eventuell auf dem Wege des Prozesses vor dem Oberverwaltungsgericht zum Austrag zu bringen. — Die Handelskammer P o t s da m hielt heute nachmittag 4 Uhr nach ihrer Neukonstituierung ihre Eröffnungssitzung ab, in welcher u. cl Handelsminister Möller, OberprLsident v. Bethmann-Hollweg und Regierungs-Präsident v. Moltke teilnahmen. Um halb 6 Uhr fand im Hotel Käst ein Festdiner statt. — Heute wurde im Orangerie-Gebäude in Potsdam mtt der Aufstellung der aus China hierher überführten astronomischen Instrumente begonnen. — Die diesjährige Hauptversammlung der P e u si o n s a n statt oeutscher Journalisten und Schriftsteller hat heute hier stattgefunden. Dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß auch im verflossenen Jahre die Pensionsanstalt gute Erfolge erzielt hat. An Stelle der verstorbenen Vorstandsmitglieder Dahms-Berlin und Wetzstein-München wurden Ripvler-Berlin und Barth- München in das Präsidium gewählt. Zum Ort der nächsten Hauptversammlung bestimmte die Versammlung die Stadt München. — In einem Tagesbefehl gab dem „Vorwärts" zufolge der Polizeipräsident gestern sämtlichen Beamten bekannt, daß sie entlassen würden, wenn sie, sei es auch nur aus Unkenntnis, sozialdemokratisch wählten. — Wie der „Nassauer Bote" meldet, wurde als Kandidat für den Reichstags- und den Landtags-Wahlkreis Montabaur für den verstorbenen Dr. Lieber Tr. jur. Dahlem aus Oberstein as. d. Nahe aufgestellt. Wiesbaden, 15. Mai. Heute vormittag 11 Uhr trafen Prinz und Prinzessin Friedrich Carl von Hessen hier ein. Der Kaiser war zum Empfange am Bahnhof erschienen und begab sich mit der Prinzessin im offenen Wagen zum Schloß. Um 12 Uhr nahm der Kaiser auf dem Platz vor dem uurbause Parade ab über das Hess. Füsilierregiment v. Gersdorff Nr. 80, über die Unteroffitter- schule in Biebrich und die hier garnisonierende Abteilung oeß JeldartillerieregimentS Nr. 27. Letztere war zu Fuß angetreten. Auf dem Paradeplatze lvaren erschienen der kommandierende General des 18. Armeekorps v. Lin de- q u i st und die Generalität. Prinzessin Friedrich Karl, welche Chef des 80. Regiments ist, erschien zu Wagen, der Kaiser in der Uniform der Garde du Corps zu Pferde mit dem Feldmarschallstab in der Hand, ebenso Prinz Friedrich Karl von Hessen. Der Kaiser begab sich nach der Parade zunächst in das Schloß und fuhr dann mit der Prinzessin Friedrich Karl im offenen Wagen nach dem Ofsizierkasino des Füsilier- Regiments Nr. 80, wo er mit dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl an dem Frühstück des OsfiziertorrpZ des Regiments ttilnahm. — Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen reisten heute nachmittag um 4 Uhr von hier ab. Der Kaiser begleitete die Herrschaften zur Bahn. Der Großherzog von Hessen ist um 6 Uhr hier eingetroffen. Der Kaiser holte den Großherzog von der Bahn ab uni# begab sich mit demselben in offenem Wagen nach dem Schloß. — Der Großherzog von Hessen ist nach Schluß der heutigen Festaufführung wieder von hier abgereist. Um 11 Uhr nachts traf der König von Schweden ein. Homburg v. d. H., 15 Mai. Der Kaiser hat gelegentlich seiner gestrigen Anwesenheit seine Teilnahme an der Einwechung des Kaiser Friedrich-Denkmals in Cron berg und des Kaiserin Friedrich-Denkmals in Homburg anfangs August zugesagt. Geestemünde, 15. Mai. Staatssekretär Posa- d o w s k y und eine größere Anzahl Staatsbeamter und Gelehrter aus Berlin, Hannover und Kiel traten auf dem aus Reichsmitteln erbauten Fisch er ei-Forschungs- dampfer „Poseidon" eine Probefahrt an. Stuttgart, 15. Mai. Die Kammer der Abgeordneten nahm heute einen Antrag der deutschen Partei, durch die vorzugsweise Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Verkaufs- und Konsum-Genossenschaften die Bildung solcher Genossenschaften zu fördern, an. München, 15. Mai- Die Abgeordnetenkammer beriet den Antrag auf Reform des Wahlrechts. Der Minister des Innern erklärte, die Regierung werde, nachdem der betreffende Ausschuß des Hauses einstimmig zu dem diesbezüglichen Kompromiß gekommen sei, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen, wenn die Kammer der Abgeordneten und der Reichsräte dem Kompromisse beiträten Die Staatsreaierung stimme der Einführung des direkten Landtagswahttechts unter den vom Ausschüsse vor- geschlagenen Kanteten zu. die Aufnahme einer Anleihe im Sk trage von 24,9 Mill. Kronen decken wolle. Diese Anleihe rtnrb einen neuen Titte der Staatsschulden schaffen, da sie nach der Absicht des Finanzministers tilgbar fein soll. Budapest, 15. Mai. Der Marineausschuß der Ungarischen Delegation nahm den Voranschlag der Kriegsmarine an, nachdem Admiral v. Spann eingehende Aufklärungen gegeben hatte. Minister des Aeußeren Graf von Goluchowski erklärte, das Detachement in Peking diene dazu, den den Botschaftern angewiesenen befestigten Stadtteil zu verteidigen. Kolonial Politik sei für die Monarchie unzweckmäßig, weil sie mit her staatsrechtlichen Struktur derselben nicht in Einklang gebracht werden könne. Andererseits hätten die Staaten der ganzen Wett die zur Kolonisierung verwendbaren Gebiete bereits so sehr besetzt, daß Oesterreich-Ungarn heute verspätet solche nicht mehr erwerben könnte. Brest, 15. Mai. Die Polizei hat bei der Ankunft Loubets in Brest einen Mann verhaftet, der seit zwei Tagen der Polizei durch sein Verhalten verdächtig erschien. Man fand bei ihm einen geladenen Revolver. Es verlautet, der Bettefsende sei Anarchist und habe ein Attentat gegen Loubet geplant. London, 15. Mai. (Unterhaus.) In Erwiderung auf eine Anfrage über die Unter st ützungsmaßnah- m en für St. Vincenz zählt der erste Lord des Schatzes Balfour die von anderen Kolonien b eWill ig t e n B e i- träge auf und erklärt, die Regierung sei bereit, die aus anderen Quellen kommenden Bei steuern, in wie hohem Maße es immer erforderlich fein sollte, zu ergänz e n. Der Minister fährt sodann fort: In dieser Aufzählung habe er noch nicht der von hohem Mitgefühl zeugenden Art und Weise Rechnung getragen, in der die Regierung der Vereinigten Staaten ihren Wunsch ausdrückte, an dem Hilfs- und Rettungswerk teil zu nehmen. Der Gouverneur der Windwardsinseln ist bereits Befragt worden, in welcher Form von dem hochherzigen Angebot am besten Gebrauch gemacht werden kann. Was Martinique Betreffe, so telegraphierte Lord Lansdowne am 12. ds- an den englischen Botschafter in Paris, es würde der englischen Regierung große Freude Bereiten, ihre Unterstützung in jeder Form anzubieten, die als den Notleidenden, auf Martinique dienlich befunden würde. Wenn dies durch die Lieferung von Arznei und Lebensmitteln geschehen könne, so sei die Regierung bereit, sofort in diesem Sinne vorzugeben. Die französische Regierung antwortete, sie nehme das Anerbieten mit Dank an. Diggon fragt, ob der Gouverneur der Windwardsinseln ermächtigt sei, auch für Martinique Geld aufzu- wenden und erklärt, es wäre sehr bedauerlich, falls ein Unterschied zwischen Martinique und St. Vincenz gemacht würde. Balfour erwidert, die Natur des Falles bedinge, daß zwischen den englischen Kolonien und solchen Besitzungen ein Unterschied gemacht werden müsse, welche einer anderen Macht gehörten. Das Reutersche Bureau erfährt, daß die Regierung beschlossen habe, die Tschadseeregion thatsächlich in Besitz zu nehmen, in Kukai einen Residenten einzusetzen und eine Garnison dorthin zu legen, welche wahrscheinlich aus zwei Kompagnien der westafrikanischen Schutztruppen bestehen werde. Dem „Darly Telegraph" wird aus Johannesburg vom Dienstag gemeldet: Heute bringen Ex t r a zü g e die Burendelegrerteu zur Konferenz in Vereenig- ing auf verschiedenen Bahnen herbei. Die Züge halten unterwegs , um Delegierte aufzunehmen. Ein Extrazug kommt vom Süden via Bloemfontein, Kroonftadt-Wolve- hoek, ein anderer kommt von Volkesrust ic. Reuters Korrespondet aus Pretoria telegraphiert unter Hinweis auf die heutige Versammlung in Vereinigung, daß, soviel sich aus den bisherigen Verhandlungen zwischen den Burenführern und den Burg- Hers im Felde ermitteln lasse, nichts stattgefunden habe, was auf eine baldige Einstellung der Feindseligkeiten hindeute. Die beste Friedensgarantte liege noch immer in der energischen Fortsetzung des Krieges. Das brttische Publikum solle sich nicht zu sehr darauf verlassen, daß die gegenwärtigen Beratungen auf einen baldigen Frieden deuten. Madrid, 15. Mai. Prinz Albrecht von Preußen und die übrigen fremden Fürsllichkeiten ftnb um 4.20 Uhr hier eingetroffen. Der Prinz von Asturien, sowie den Minister des Aeußern, der Kriegs- und Marineminister und der deutsche Botschafter waren zum Emvfang am Bahnhof erschienen. Prinz Albrecht entftieg als Erster dem Zuge und wurde vom Prinzen von Asturien begrüßt. Darauf begab er sich mit dem Prinzen ins Schloßt wo er während des hiesigen Aufenthalts wohnen wird. Am Bahnhofe wurden militärische Ehren erwiesen. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich daselbst Beim Eintreffen eingefunden. Barcelona, 15. Mai. Das Militärgericht verurteilte die Katalanisten, welche bei oen Blnmen- feften die spanische Fahne auszischten, zu 8 Jahren Zuchthaus. Konstantinopel, 15. Mai. In Monastir hat ein Bataillon regulärer Truppen gemeutert und das dortige Telegraphenamt besetzt. Petersburg, 15. Mai. In Armavir (Prov. Kuban) hat zwischen Rus len und Armeniern ein blutiger Zusammenstoß stattgefunden. Militär stellte dieAUlhe wieder her; viele Verhaftungen wurden vorgenommen. — Das „Beil. Tagbl." veröffentlicht einen geheimen Flottenbefehl des russischen Admirals der Schwarzen Meerflotte, in dem die Mattosen in väterlicher Weise vor den „Verführungen des Sozialismus" und vor aufrührerischen Schriften gewarnt werden. Der Erlaß schließt: „Alle geheimen Schriften, Heftchen und Bücher sollen, damit aus ihnen das Verderben nicht in Eure Hände komme, ungelesen den Vorgesetzten ausgeliefert werden, dann werden sie Euren Verstand nicht durch diesen gottlosen Schmutz beflecken. Wenn Ihr aber einem solchen Aufruhrer selbst, begegnet — sofort ihn fesch alten und ibn den Borge letzten hell und unversehrt vorführen. Dieser Befehl ist an alle Gemeinen der Division in je einem Exemplar zu verteilen; ben Abwesenden ober Abkommandierten nach ihrer Rückkehr zu übergeben. Viceadmirpl Hiltebrandt." Newyor k, 15 .Mai. Nach einer Meldung der „(Sun* hat Carnegie s .Z. Mc Kinley 20 Millionen Doll, als Ersatz der von Amerika für die P h i l i p p i n e n gezahlten Summe angcboten unter der Bedingung, daß den Filipinos Unabhängigkeit unter amerikanischem Protektorat zugestanden werden Politische Tagesschau Der Generalstreik in Schweden. In Schweden ist eine politische Demonstration im Gange, mittels deren zu Gunsten des allgemeinen gleichen Stimm rechts ein Druck auf die unentschiedenen Mitglieder des schwedischen Reichstags ausgeübt werden soll. Die Bewegung nimmt immer größeren Umfang an. Nach den letzten Meldungen wird allein in Stockholm die Anzahl der Ausständigen auf 15 000 geschätzt, doch dürfte sich diese Zahl noch bedeutend vergrößern. Die Behörden ordneten bie Absperrung einiger innerer Stadtteile an; ferner wurde dem Publikum der Aufenthalt unmittelbar an der Absperrungsgrenze untersagt. Auch die Setzer beschlossen den Anschluß an den Generalstreik. Der Verkehr der Straßenbahnen, Droschken, Arbeitswagen und Dampfer ist eingestellt. In Göteborg ist der Ausstand kein allgemeiner. Buchdrucker, Gasarbeiter, Straßenbahnarbeiter und Droschkenkutscher sind nicht ausständig. Auch in Malmö ist der Verkehr ungestött, in ben Fabriken und Druckereien dagegen die Arbeitseinstellung vollständig. Auch in Helsingborg ist der Ausstand allgemein. In Upsala beschlossen die Arbeiter, die Arbeit drei Tage einzustellen, auch die Bäcker werden sich anschließen. Die ganze Bewegung ist einigermaßen Überraschend gekommen; doch wird sie kaum eine ernste Wendung nehmen ober das Eingreifen der bewaffneten Macht epforderlich machen. Die Nordländer haben kühleres Blut in den Adern als die belgischen Wallonen. Ein wirklicher Erfolg dürste auch dem schwedischen Generalstreik versagt bleiben. Denn wenn schließlich auch die „zweifelhaften* Volksoettrcter ihr Votum im Sinne der Demonsttanten abgeben, so ist praktisch damit garnichtS erreicht. Die Regierung wird über die in ihrer Vorlage gebotenen Ausdehnung des Wahlrechts feinen» falls hinauSgehen wollen. Die Neigung zum Streik liegt bei den Nordländern anscheinend „in der Lust", auch Dänemark hatte bekanntlich jüngst eine Periode des Ausstandes eines Teiles seiner Arbeiterschaft, nur handelte es sich hier um die Erlangung besserer Lohnbedingungen und da ist die Aussicht auf Erfolg erfahrungsgemäß größer als bei einem Ziel politischer Natur. vulkanische Katastrophe. Die Nachrichten von Martinique laufen auch jetzt noch verhättnisrnäßig spärlich und langsam ein. Die Verspätungen in der Ankunft der Meldungen finben ihre Erklärung darin, daß sich nur vier Te legraphisten auf der Insel befinden, die nicht imstande sind, mehr als 115 Buchstaben in der Minute zu übermitteln, da sie, nachdem sie längere Zeit hindurch Tag und Nacht gearbeitet haben, jetzt völlig erschöpft sind. Der Gesundheitsrat auf Martinique hatchbeschlossen, die Bevölkerung des nördlichen Teils der Insel auf die verschiedenen Distrikte des Südens zu verteilen und ihnen Lebensrnittel zu verabreichen. Der Vulkan Pele läßt immer noch ein unheimliches Getose vernehmen. Aus Fort de France hat der Kommandant des deutschen Kriegsschiffes „Falke" folgendes Telegramm gesandt: „Bewohner von St. Pierre sämllich tot. Gouverneur von Martinique ebenfalls. 200 verwundet. 3000 Personen der Umgebung sind durch den „Suchet" und das dänische Kriegsschiff „Valkyrien" nach Fort de France gebracht worden. Habe Proviant und VerBandsmittel übergeben." Ueber die Verwüstungen in St. Pierre und den Ausbruch der Katastrophe berichtet das Bureau Reuter noch folgende Einzelheiten: Der Zutritt zu den Ruinen von St. Pierre ist jetzt leichter. An der Mouillage sieht man jetzt feine Zeichen von Feuer mehr. Alles scheint wie durch einen Tornado zerrissen und durcheinander geworfen. Das eiserne Thor des Zollhauses steht noch. Im Hospital sind die eisernen Bettstellen verbogen, zeigen aber sonst keine Feuerspuren. Die Betttücher und alle gewebten Stoffe sind total verschwunden. Da sZentrum der Stadt und das Fort sind unter Asche von der Tiefe mehrerer Meter begraben. In der Nachbarschaft der Bucht sind einige Häuser unverletzt, die Einwohner aber getötet, als wenn sie der Blitz ge- ttoffen hätte. Die Leichen liegen, sitzen oder lehnen in den merkwürdigsten Stellungen. Aus dem Krater des Vulkans steigt Rauch auf. lieber dem nördlichen Abhang und Über Passe Pointe hängen Wolken heißer Asche und von Zeit zu Zeit sieht man auch Blitze und hört rollende Geräusche. Die McrschrrrMev Evens tmb M o rri s von dem Dampfer ^Roraim^, die jetzt im Hospital von Fort de France liegen, erzählen, dah ihr Schiff um 6 llhr tn et Pierre einlief. Als es 8 Glas schlug, hörten ünr eine furchtbare Explosion hoch oben auf dem Berge und dann wülzte sich eine feurige Wolke mit blitzartiger Geschwindigkeit den Berg herunter über die Stadt und die Bucht. Sne „Roraima" versank fast und stand sofort tn Flammen". Mr. Evans sagte: „Ich werde niemals den entsetzlrchen feurigen Wirbelwind vergessen der mich umgab. Morris und ich eilten unter Deck. Wir waren von dem Feuer nicht so sehr verbrannt worden. Als wir wieder an Deck kamen, um zu helfen, den Anker zu lichten und das Schiff aus der Bucht zu bringen, sahen wir, daß das Schiff Achtern in Brand stand. Wir kämpften mit dem Feuer bis 3 llhr morgens. Da erschien der französische Kreuzer „Suchet" zu unserer Unterstützung. Wir waren gerade damit beschatfigt, ein Floß zu bauen." Die Geretteten sind mit Ausnahme der Maschinisten oon der „Roraima" arme Matrosen und Neger von Martinique. Wie die Passagiere der Dampfer umkamen, darüber ist nichts bekannt, und es ist auch unmöglich, ein Verzeichnis der untergegangenen Schiffe aufzustellen. Der Vizekonsul der Vereinigten Staaten Mr. Testart erreichte das Deck der „Roddam", aber nur, um tot über Bord zu stürzen. Ter tausendste Student. L.U. Gießen, 16. Mai 1902. Iw Lauf des gestrigen Vormittags hat sich der 100 0. Student in die Matrikeln unserer Alma Mater eingetragen, und bet der dritten und letzten ordentlichen Immatrikulation des laufenden Semesters, die heute mittag stattfand, wurde ihm seitens des derz Rektors der Universität, Prof. Dr. Hansen, eine auf Pergament gedruckte Matrikel in rotjuchtenem Umschlag (hergestellt in der Hauser'scheu Buchbinderei) überreicht, der außen die Worte trägt: „10 00. Ludwlgs-Uuiversität Gießen. Sommer 1902. 16. Mai." Der Name des 1000. Studenten ist: stud. med. Hermann Simons aus Haus Vogelfang (Kr. Neuß). Von den anwesenden Damen überreichte ihm Frl. R r e- gel ein prächtiges Bouquet mit blau und weißer Schleife imb der Zahl 1000. Mit folgenden Worten wurde vom Rektor die 1000. Immatrikulation verkündet: „Ich mache bekannt, daß ich soeben die 1000. Immatrikulation an der Universität Gießen vvrgenommen habe. Möge die Zahl 1000 für uns 1000 Intelligenzen bedeuten, die sich zu 1000 tüchtigen Kräften für unser Vaterland entwickeln. Ihnen aber, welchen ein glücklicher Zufall zum millesimus inter pares gemacht hat, wünsche ich, daß Ihre Studien den Erfolg haben, Sie im künftigen Berufe zum primus inter mille zu machen." Das freudige Ereignis, das wir bereits vor mehreren Wochen, als wir in einem Attikel an Hand einer amtlichen Statistik auf die beständig zunehmende Frequenz unserer Universität hinwiesen, als in diesem Semester bevorstehend ankündigten, ist nun eingetreten. Der tausendste Student ist da! Es ist selbstverständlich, daß dieses Ereignis gebührend gefeiert werden muß. Unsere öffentlichen städtischen Gebäude hatten denn auch aus diesem Anlaß bereits gestern nachmittag geflaggt, und ihnen schlossen sich, als die Thatsache bekannt wurde, am Spätnachmittage schon einige private Gebäude an. Ebenso feierte unsere Studentenschaft auf den Kneipen zum teil bereits gestern abend in feucht-fröhlicher Weise den tausendsten Studenten. Wir brauchen nicht darauf hinzuweisen, welche Bedeutung diese Frequenzziffer für unsere Stadt hat, besonders wenn man die bescheidenen Anfänge berücksichtigt, aus denen sich unsere Hochschule entwickelt hat. Wir brauchen auch kaum zu erwähnen, welche Vortelle Gießen aus dem Blühen derLandes- unioersllät hat und welche immer größeren Votteile ihr erwachsen, je mehr unsere Alma Mater emporblüht. Umsomehr aber wäre es zu wünschen, daß unsere Bürgerschaft sich rech zahlreich an der Feier dieses Ereignisses beteiligte und zunächst dem Beispiel jener ersten folgte, die durch Flaggen bereits gestern ihrer Freude darüber Ausdruck gaben, daß das erste Tausend erreicht ist. Denn daß die Freude eine allgemeine darüber sein wird, das ist bei dem herzlichen Einvernehmen, das sich in Gießen zwischen Studentenschaft und Bürgschaft herausgeblldet hat, ja selbstverständlich. Zufälligerweise fand gestern nachmittag, an dem Tage der 1000. Inskription, üne Sitzung der Stadtverordneten statt. Unser Stadtoberhaupt ließ es sich denn auch nicht nehmen, den Stadtverordneten die freudige Botschaft mitzuteilen, die von einem vielstimmigen Bravo ausgenommen wurde, und der Universität weiteres Blühen und Gedeihen zu wünschen. Eine größere Feier ist, wie wir hören, für den Sommer geplant. Es soll zu diesem Zweck eine gemischte Kommission gebildet werden, die die erforderlichen Vorbereitungen treffen wird. Das erste Tausend ist erreicht, ja bereits überschritten. Nun gehen wir auf das zweite Tausend los. Wird es ebenfalls erreicht werden? Und wie viele Jahre wird es dauern, bis es erreicht wird? Aus Stadt und Sand. Gießen, 16. Mai 1902. •* Die Großh. Brandverficherungsanstalt für Gebäude iw Großherzogtum Hessen hatte im Jahre 1901: 469 Brandschäden und 123 Blitzschläge mit zusammen 927 250 Mk. zu vergüten. 11 Brandschäden von über je 10 000 Mk. erfor derten zusammen 480 392 Mk. oder 51 Prozent des Gesam jahresschadens. Der bedeutendste Brand war der einer Dampfmühle zu Mainz mit 140 937 Mk., und nächstdem der Brand mehrerer Hofraiten zu Rodheim v. d. H. mi 98 739 Mk. 15 zündende Blitzschläge erforderten eine Entschädigung von 35 703 Mk., während 108 sogenannte kalte Schläge mit 7823 Mt. geregelt wurden. Von den Blitzschäden kommen 42 auf den Nttmcll Mai und 44 auf den Monat Juli. Der günstigste Monat für die Anstalt war der Monat Februar, der 23 Brände mll 18 898 Mk. Entschädigung aufwetst. Durch Fahrlässigkeit wurden 109, durch mangelhafte Feuerungsanlagen 60 und durch Spielen von Kindern mit Feuerzeug nicht weniger als 37 Brände verursacht. Im Durchschnitt wurden im Großherzogtum mr 1000 Mk. Umlagekapital 0,65 Mk. Entschädigung gezahlt. In den fünf größten Städten betrug dieser Durchschnitt 0,45 Mk„ in den übrigen Gemeinden 0,63 Mk. Die günstigste Stelle nimmt die Stadt Gießen ein, in welcher 0,03 Mk. auf 1000 Mk. Umlagekapital zur Auszahlung gelangten. — Im Jahre 1901 hat sich der Versicherungswett der Gebäude um 58 735 150 Mk. oder 3,79 Prozent vermehrt und betrug am Ende des Jahres überhaupt 1 607 997 150 Mk. Die Zuschlagskapitalien für erhöhte Feuersgefahr der Gebäude betrugen Ende des Jahres 111 047 070 Mk. oder 6,91 Prozent der Gesamtoersicherungskapitalien. Wie im Vorjahre wird auch diesmal wieder ein Bellrag von 7 Pfg. für 100 Mk. Um- agekapital zur Bestteitung der Bedürfniffe der Anstalt genügen. ** Die Stelle eines besoldeten Beigeordneten der Stadt Gießen oll nach einem in der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordneten gefaßten Beschluß vorläufig nicht besetzt werden. Zum juristischen Hilfsarbeiter des Bürgermeisters wurde Ge- richtsaffeffor Carl Curschmann von hier mit dem Titel ,Magistratsassessor" mll Wirkung vom 1. Oktober ab gewählt. ** Offene Stellen für Milit'äranwärter im Bereiche des 18. Armeekorps. Arnsberg, Königl. Regierung, Regierungs- Hilfsbote, jährlich 1000 Mark. — Königl. Eisenbahn-Direktion Frankfutt (Main), Fahrkarten-Ausgeber, zunächst 960 Mark diätarische Jahresbesoldung; bei der Anstellung als etatsmäßiger Fahrkarten-Ausgeber 1200 Mark Jahresgehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß (jährlich 60 bis 240 Mark) oder Dienstwohnung. — Erbach (Rheingau), Bürgermeisteramt, Nachtwächter, 180 Mark jährlich. * * Rhcin-Main-Gastwirte-Verband. Für den 19. Delegiertentag des Rhein-Main-Gastwirte-Verbandes haben sich bereits 90 Teilnehmer von außerhalb angemeldet, trotzdem der Meldeschluß noch aussteht. * * Die Hosraithe des Weißbindermeisters Schmall in der Mühlgasse ist von der Stadt Gießen angekauft worden, desgleichen einige kleinere Geländestücke in verschiedenen Teilen der Stadt. * * Schwere Verletzungen am Hinterkopf zog sich ein zehnjähriger Junge zu, der gestern Nachmittag im 1. Stock eines Neubaues in der Hofmannstraße herumkletterte, wobei er in das Kellergeschoß stürzte. Die Verletzungen sind so schwer, daß er in die Klinik gebracht werden mußte. * * Diebstahl. Ein gestern in einer Villa bei Lollar bettelnder Handwerksbursche nahm, nachdem ihm von einem dortigen Arbeiter eine Gabe geschenkt worden war, beim Weggehen auch noch die Schuhe des Mildthätigen mit. Der Handwerksbursche wurde noch Abends auf der hiesigen Herberge, wo er bereits seine alten Schuhe mit den gestohlenen vettauscht hatte, verhaftet. * * Besitzwechsel. Das Besitztum der Steuercmfsehers- Witwe Bertling, Steinstraße 49, ging durch Kauf für 18 000 Mark in den Besitz des Pflastermeisters Hofmann über. * * Schneefall. Aus allen Teilen unserer Provinz gehen uns Berichte über Schneefälle zu, die in den letzten Tagen stattgefunden haben, und über Schäden, die durch die Frostwitterung in Feld und Garten entstanden sind. So schreibt unser ^-Korrespondent aus Butzbach vom 15. Mai: Letzte Nacht wurde unsere Gegend in eine förmliche Winterland- schast verwandelt, auf Dächern und Fluren lag der Schnee teilweise mehrere Centimeter dick. Gestern Morgen ging in der Richtung nach Bad Nauheim leichter Hagelregen nieder. In vielen Fluren sind durch den Frost der letzten Nächte die landwirtschaftlichen Produkte und Obstbäume arg in Mitleidenschaft gezogen worden und zum Teile vernichtet. — Unser A-Korrespondent schreibt aus Nidda: Seit heute Morgen ist es bei uns wieder Winter geworden. Von 5 Uhr früh bis etwa gegen 8 Uhr schneite es unaufhörlich und zwar derartig stark, daß die ganze Gegend einer Winterlandschaft glich, wie wir sie im stärksten Winter kaum schöner erleben. Hoffentlich hat der Schneefall die an und für sich schon geringen Aussichten auf eine gute Obsternte nicht noch völlig vernichtet. — Aus dem höheren Vogelsberg berichtet unser (-Korrespondent: ' Seit einigen Tagen herrscht hier Winterwetter. Es schneit fottwährend, mitunter liegt der Schnee 7,-1 Fuß hoch. Infolge dieser Witterung ist die schön vorgeschrittene Vegetation wieder zurückgegangen. Für unsere Landwirte ist diese Witterung sehr nachteilig. * * In dem Protokollanszug des in unserer gestrigen Nr. veröffentlichten Berichts über die 4. Sitzung der Gr. Handelskammer hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Bei der Mitteilung über die Beiträge zu dem deutschen Feueroersicherungs- schutzverband heißt es: für Klasse II Versicherungssumme bis 100 000 Mk. 10 Mk. bezw. 7,50Rabatt. Es muß aber heißen: Mk. 10 bez. 7 Mk. abzügl. Rabatt. Auch bei den anderen Klassen muß es vor dem Worte „Rabatt" heißen „abzügl." M. Beuern, 15. Mai. Lehrer 2)1 ergott, der seit Jahren die dritte Lehrerstelle hier verwaltete, mürbe als zweiter Lehrer nach Obbornhofen versetzt. Sein Nach- folger ist noch nicht ernannt. (:) Ldenhauscn bei Lollar, 15. Mai. Am 2. und 3. Pfingstfeiertag feiert der hiesige Kriegerverein das Fest der Fahnenweihe. Der Verein besteht schon 26 Jahre und hatte bis jetzt noch immer keine Vereinsfahne. f Wetzlar, 15. Mai. Zum Leiter des neuen Lehrerseminars, das nach Pfingsten eröffnet wird, ist Seminaroberlehrer Habermaas aus Mettmann ailsersehen. Gleichzeitig werden Schüler von dort nach hier überwiesen, sodaß die Anstatt sofort mll einer vollen Klasse eröffnet werden kann. Vorläufig wird sie in den unteren Räumen der Franziskanerschule untergebracht. e. Bad-Nauheim, 15. Mai. Prof. Dr. Schott beging heute das 25jährige Jubiläum seiner Thätigkeit als Arzt in Bad-Nauheim. Er rourbe von allen Seiten auf das dankbarste gefeiert. Prof. Dr. Schott hat außerordentlich viel zu dem bedeutenden Aufschwung Nauheims beigetragen. Ge- bvren am 28. März 1853 zu Burg-Gräfenrode i. d. W., studierte er in Gießen und wurde auch dort 1876 zum Doktor promoviert. Am 15. Mai 1877 ließ er sich in Bad-Nau- Heim als Arzt nieder. Mit seinem verstorbenen Bruder begann er die grundlegenden Untersuchungen über die Behandlung der chronischen Herzkrankheiten. Er zeigte, daß der geschwächte Herzmuskel durch methodische Hebungen und Maffage gekräftigt werden kann. Heute gehört die „Methode Schott" zu den unumstrittenen Fakten der wiffenschaftlichen Therapie der chronischen Herzkrankheiten. Schott hat Nauheim zum „Herzbade" gemacht, er zeigte, daß Bad-Nauheim in seinen Wassern über vier Heilfaktoren verfügt, die keinem anderen Badeort zu Gebote stehen, nämlich den Soolgehalt, die Temperatur des Wassers, den Kohlensäuregehakt und bir mechanische Wirkung des Druckes, unter welchem die Queller aus der Erde geschleudert werden. Ein Erfolg der Schott- schen Arbeiten, die in vielen Schriften niedergelegt sind, wa eine erhebliche Steigerung der Frequenz, die seit Mitte de* 80er Jahre um mehr als das Vierfache wuchs. Eine Deputation der Gemeindevertretung begab sich heute früh zu dem Jubilar. Bürgermeister ^Börner feierte die hohen Verdienste Schotts um das Aufblühen des Bades. fl. Londorf, 15. Mai. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde der Sohn des in diesem Frühjahre verstorbenen Bürgermeisters, Wilhelm Aumann, mit 148 Stimmen einstimmig gewählt. Das ist gewiß ein schönes Zeugnis für die Einigkeit in unserer Gemeinde. A. Nidda, 15. Mai. Auch in unserem Städtchen regt sich die Bauthätigkeit in erfteulicher Weise. <5o ist an der neuerbauten Kreisstraße nach Dauernheim mit der Errichtung zweier Häuser begonnen worden, von denen das eine vom Amtsrichter Sellheim und das andere vom Oberpost- assistent Aßmus erbaut wird. Inmitten der Stadt ist bereits vor einigen Wochen mit dem Bau eines großen dreistöckigen Hauses der Wwe.Ruppel begonnen worden. Auch die hiesige weithin bekannte Brauerei Krafft soll durch Neuerrichtung des Brauereigebäudes und Ausdehnung des Betriebes bedeutend vergrößert werden. Das hiesige altrenommierte Hotel „Zum Stern" ist am gestrigen Tage durch Kauf von dem seitherigen Besitzer Schmidt an Herrn Brill von Louisenthal für den Preis von 30 000 Mk. übergegangen. Der neue Besitzer wird das Hotel in der seitherigen vorzüglichen Weise weiterführen. W. Unter-Sdjmittcn bei Nidda, 14. Mai. Heute wurde hier unter großer Beteiligung der Altbürgermeister Klaus zur letzten Ruhe bestattet. Zwei Mal zum Bürgermeister gewählt, hatte er eine dritte Wiederwahl wegen seines hohen Alters abgelehnt. Er war auch über 20 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes der Pfarrei Nidda und Mitglied der Armen- .kommission. Ein äußerst rühriger, thätiger Mann ist in ihm geschieden, weshalb er auch alle Achtung genoß. Der Ge- meinbcrat ließ einen Kranz an seinem Grabe niederlegen. 4- Zahmen (Kreis Lauterbach), 14. Mai. Kürzlich weilte der Untersuchungsrichter mit ©enöarmcrie hier. Wie verlautet, stellte er Erhebungen über ein an schulpflichtigen Kindern begangenes Sittlichkeitsvergehen an. lieber bas Ergebnis der Untersuchung ist bis jetzt nichts bekannt geworoen. )( Holzmühl (Kreis Lauterbach), 15. Mai. Gegen einen hiesigen Ortsbürger ist eine Untersuchung wegen Majestäts- beleidigung eingeleitet worben. Der Betreffenbe soll be- leibigende Aeußerungen über unseren Großherzog gethan haben. Verschiebene Zeugen sinb bereits vernommen worben. Wie es heißt, hat sich fern bestimmter Anhaltspunkt ergeben. 8. Darmstadt, 15. Mai. Der Sonderausschuß bett, die Beratung zur Errichtung einer hessischen Landwirtschaftskammer wird morgen seine Verhandlungen wieder aufnehmen; da morgen auch der hessische Landwirtschaftsrat hier zusammentritt, dürften die bisher in diesen Fragen noch vorhanden gewesenen Differenzen wohl ausgeglichen werden. fe. Frankfurt a. M., 15. Mai. Die Landgräfin von Hessen trifft heute hier, von Italien kommend, ein und be- giebt sich am 29. Mal nach Schloß Adolphseck bei Fulda. — Das beliebte und bekannte Mitglied des hiesigen Schauspielhauses Clemens Grün ist schwer erkrankt. Schon lange an der Zuckerkrankheit leidend, äußerte sich die Krank, hell derarttg, daß Grün in das Hospital des Vaterländischen Frauenvereins heute überführt werden und sich dort einer Operation unterziehen mußte. Das rechte Bein bis an das Knie wurde amputiert. •* Kleine Mitteilungen ans Heffen und den Nachbarstaaten. In Dilschhausen wurde em Bursche im Alter von 17 Jahren verhaftet, der am Tage vor Himmelfahrt im Walde einer Frau von 70 Jahren Gewalt angethcm hat. Er hat ihr zu dem Zwecke von hinten einen Sack über den Kopf gezogen und sie dann gewaltsam zu Boden gerungen. Gerichtssaal. S. Darmstadt, 15. Mai. Strafkammer. Zu einer sehr ernpsindlichen Geldstrafe wegen Betrugs wurde heute ein bekannter Weinreisender und Versicherungsagent K. aus dem Odenwald wegen eines ganz unbedeutenden Betruges (5 Pfg.) verurteilt. Derselbe fuhr zu Beginn ds. Jahres, wie schon öfter, die Bahrn strecke Lengfeld i. O.—Darmstadt Ostbahnhos—Rosenhohe. Aus der Rücksahrt ivar er in der Nähe des Hauptbahnhoss. Angeblich um feinen Schwager aufzusuchen, der auch in den Odenwald wollte, löste er eine Bahnsteigkarte und entschloß sich, wie er angtebt, da er seinen Schwager nicht fand, kurzer Hand, nach Hause zu fahren. Als nach der Abfahrt des Zuges die Bahnsteigkarte nicht abgehciert wurde, telegraphierte man nach Rosenhöhe, um eine scharfe Kontrolle zu veranlassen. Und als der Schaffner nun vor Nieüer-Ramstadt zu K. kam, zeigte dieser zunächst eine verfallene, allerdings noch nicht durchlochte Fahrkarte Darmstadt—Lengfeld vor. — Als ihn der Schaffner darauf aufmettsam machte, gab er ihm die g i l t i g e Fahrkarte Rosenhöhe—Lengfeld. K., der öfters Reisen macht behauptet, aus Versehen gehandelt zu haben, mußte aber an die Bahn eine Strafe von 6Mk. zahlen und wurde außerdem von der Bahnverwaltung zur Anzeige gebracht. — Vom Schöffengericht Darmstadt wurde er freigesprochen. Der Staatsanwalt aber legte Berufung ein und K. wurde heute zu einer Geldstrafe von 50 Mk. und den nicht unbeträchtlichen Kosten verurteilt, da der Gerichtshof in dem Lösen der Bahnsteigkarte und dem ersten Vorzergen der ungiftigen verfallenen Fahrkarte einen beabsichtigten Betrug sah. Tie eigentliche Differenz beträgt nur 5 Pfg., da die Bahnsteigkarte 10 Pfg., die Fahrkarte Darmstadt—Rosenhöhe 15 Pfg. kostet. R. roai noch unbestraft. Arbeiterbewegung. Laibach, 15. Mai. Die hiesigen Bau- und Möbeltischler sind wegen Lohndifferenzen in den Streik eingetreten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Brüssel, 15. Mai. Im Kohlengebiet des Bormage wurden die Löhne allgemein um 12 Prozent und mehr herabgesetzt. für Telephonischer Kursbericht. 8% Mexikaner . 26.65 Tendenz: fest. Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. D ittm an u. 400 Vorabend: 7" Uhr. Nlorgens: 8°°Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. zu fabel haft billigen Preisen. 4) Berliner Politischen Nachrichten als u n z u t r e f f e n d be ä 330 2.25 230 sind dies nur Musterschuhe und daher meistens in bester Arbeit ausgeführt. Trotz und alledem verkaufe ich diese L ä ä ä ä L ä 87s% 8'Vo 3V,% 3°/o 8*/»% 4) s 101.90 92.00 101.85 91.90 99.75 ä 2.— ä 2L5 L 3.— L a L ä ä ä L L ä ä ä L ä ä 7.35 4.— 2.30 101.90 45.10 28.90 25.90 112.00 44.00 z Es ,4) dVaVo Chinesen . Electric, ßohackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatebahn Lombarden . . Gotthardbahn , . Laurahütte , . . Bochum .... 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Das dürfe die Landwirte aber nicht abhalten, nach genauer Prüfung der Verhältnisse zu chun, was sie für richtig und geboten hielten. Koste doch heute schon der Zentner Salpeter mehr wie der Zentner Roggen. Salpeter koste heute ca. 10 Mark pro 50 Kilogramm, er kostete schon einmal 18 Mark pro 50 Kilogramm — während 100 Kilogramm Weizen heute 17,50 Mark kosten. — Die Landwirte seien gezwungen, dem Acker die grölen Erntemengen abzuringen, das allein halte sie bei den niedrigen Preisen landwirtschaftlicher Produkte, besonders der Brotfrüchte über Wasser. Chilisalpeter sei bei dreien Ringen eins der besten Hilfsmittel. - Diese Erkenntnis ganz^ merbe bie bischen Landwirte zu der Verwirklichung dieser ßnsta Springmam Partiewarengeschäft. Bahnhofstraße 58 Kinder-Ohrenschuhe in Leder Tamen-Knopfstiesel, schwarz, * Tamen-Halbschuhe, gelb,......... m Tamen-Halbschuhe, schwarz, gute Qualität, . . Tamen-Halbschuhe mit Knöpfen, rot, . . . . . 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Die Aussichten für die Lösung der Wahlrechtsfrage in dieser oder der nächsten Reichstags- sesston seien nicht günstig, aber die Frage könne gelüst werden, wenn jeder mit der patriotischen Gesinnung, die sich m den letzten Jahren deutlich gezeigt habe, dafür eintrete. London, 16. Mai. .Daily Mail' teilt die Bedingungen mit, welche die Buren bei der Zusammenkunft in Ber- eeniging bereits angenommen haben sollen. Es seien dieselben, welche von der englischen Regierung in Pretoria als Mmdest-Forderung ausgestellt worden sind, nämlich völlige Aufgabe der Unabhängigkeit und allgemeine Entwaffnung. Brüstel, 16. Mai. Hier heißt eS, daß der FriedenS^ Abschluß bevorstehe, da die Buren endgülttg auf die absolute Unabhängigkeit verzichtet hätten und lediglich ein Verhältnis anstrebten, wie es zwischen Egypten und Eng. land bestehe. Angeblich eingeweihte Brüsteler Burenfteunde behaupten dagegen unentwegt, daß ohne vorherige Erftagung und Einwilligung Krügers und Leyds und ohne Unabhängig- kett kein Friede zu Stande kommen werde. Paris, 16. Mai. „Aurore" veröffentlicht heute folgende Information: In diplomatischen Kreisen tritt mit größter Bestimmtheit das Gerücht auf, dsß Präsident Sou bet bei seiner Rückkehr aus Rußland den Kaiser Wilhelm. Kanal benutzen werde. Man spricht außerdem von einer sensationellen Zusammenkunft zwischen Soubet und Kaiser Wilhelm. (?) Merida (Spanien), 16. Mai. Das hiesige Gymnasial, gebäude stürzte ein. Zahlreiche Schüler sind unter den Trümmern begraben. Der Direktor und 5 Schüler wurde» getötet Newyork, 16. Mat Die Minen arbeitet: von Hazletou beschlossen, den Ausstand fortzusetzen. London, 16 Mai. Die letzten Nachrichten ans St Vincent besagen, daß der Vulkan noch immer in Thätig. fett ist und daß die ausgeworfeueu Mafien sich bis Yamaika erstrecken. Die vulkanischen Eruptionen saugen nunmehr jedoch au, etwas abzunehmen. New-York, 16. Mai. Ein in der Prefie verbreitetes Gerücht, Fort de France stehe in Flammen, bewahrheitet sich nicht. Die Meldung mag ans die Nachricht von der Der- breuuuug der Leichen aus Martinique zurückznführeu fein. Relativ günstige Nachrichten kamen gestern von Martinique; aber man befürchtet eineu weitereu Ausbruch des Mout Pelöe, weil sich eine neue Krater-Oes fnuug gebildet haL Das Kabelschiff stellt die direkte Verbindung mit St. Viurent wieder her. Paris, 16. Mat Der Untersee Vulkan nächst den Zles Sauguiuaires giebt den Bewohnern Ajaccios Anlaß zu Besorgnis. Men Schiffern wird eingeschärft, daß seit einigen Tagen ein sogenanntes Seekochen oberhalb des Vulkans wahi> genommen werde und daher die Stelle m weitem Umkreise z« meiden set zeichnet Harburg, 16. Mat Der englische Dampf er „Athena^ ist unweit Cap Horn gesunken. Ein Rettungsboot mit 20 Mann fenterte und alle e rtranken. Das zweite Boot mit 14 Insassen trieb 12 Tage auf dem Meere umher. Vier starben vor Entkräftung. Die übrigen 10 wurden gerettet und nach Hamburg gebracht. Göttingen, 16. Mat Ein Arbeiter tödtete im Streite feine greife Schwieg ermutt er, indem er ihr an einer Stuhllehne das Rückgrat brach. Speyer, 16. Mat Der hier nachts um 11.15 Uhr von Germersheim ankommende Zug überfuhr an der Schützenstraße einen Hochzeitswagen. Vier Personen waren sofort tot, eine fünfte starb einige Stunden darauf. Die Hochzettsgesellschaft stammte aus Lachen-Speyerdorf. Dem Bräutigam wurde ein Fuß abgefahren; die Braut wurde irrsinnig. Stockholm, 16. Mat Den beiden Kammern ging heute die Wahlrechtreform -Vorlage zu. In der Ersten 4% Italien. Rente . . . 4*/2% Portugiesen . . . (jO/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . , . Türkenlose . 4% Griech. Monopol -Anl. 4’/a% äussere Argentiner - derren-Plüschpantoffcln mit Sohle und Absatz . . *7 Herren-Segettuchschuhe, schöne Ware, kJ Hochelegante Kalbleder-Herren-Schnür- u. Zugstiefel H Die feinsten Boxcalf-Herren-Schnürstiefel . . . , L 830 3% Hessen .... —.— 4% Oesterr. Goldretne . . 102.80 4' ,% Oesterr. Bilberrente 101.70 4% Ungar. Goldrente . . 102.00 zu bilden. Ob es gelingt, so viel Salpeterfelder zu erwerben, daß der Bedarf Deutschlands aus denselben für 40 und mehr Jabre gedeckt werden kann, steht dahin. Die Schätzungen der Salpetervorräte überhaupt gehen wett auseinander. Man spricht von 540 Millionen bis 800 Millionen Zentner, Deutschland verbraucht alljährlich 8 bis 9 Millionen Zentner Salpeter. Das noch zu bildende Aktienunternehmen hat für die Erwerbung der Salpeterfelder und für den Betrieb der Fabrilen zur Gewinnung des Salpeters viel Geld nötig. Da aber allgemein unter den deutschen Landwirten die Ansicht herrscht, daß man jetzt zugreifen müsse, so wird die Beschaffung der Mittel keine so großen Sck)wierigkeiten machen. Die Furcht, daß das Großkapttal und der Handel in Kurzem die Erwerbung der restlichen Salpeterselder in die Hand nehmen und für die kommenden Jahrzehnte den Landwirten die Preise für den Salpeter diktieren könnten, veranlaßt bie Landwirte zusammenzustehen, um sich selbst zu helfen. Von dieser Selbsthilfe, die doch den Landwirten so häufig in ihrer schlimmen Lage angeraten war, scheine tue Presse, die dem Handel mW der Industrie nahe stehe, nichts zu Nr. 27—30,............. Kinder-Spangen, schwarz und gelb, Nr. 31—35, . Kinder-Knopf- u.- Schnürstiefel, mit Absatz, Nr.21—24 Kinder-Knopst u.-Schnürstiefel, mit Absatz, Nr.25—26 Kinder-Knopf- und -Schnürstiefel, Nr. 27—30, . . Kinder-Knopf- und -Schnürstiefel, Nr. 31—35, . . Kinder-Knopf- und Schnürstiefel, rot und gelb, Nr. 27- 30, Tamen-Knopf- und -Schnürstiefel, rot, Tamen-Knops- und -Schnürstiefel, gelb, . . . . Z!!!Eirre wahre Pracht!!! • sind meine soeben angekommenen 8750 i Schuhwaren. Heute fand hier die 12. ordentliche Generalversamm- lüna der Zeutralgeuosseuschaft ber Hess, landw. Konsumvereine statt. Sie war sehr zahlreich besucht und wurde eröffnet durch den Vorsitzenden des Auffichtsrates Jakod Schmitt-Guntersblum. Der Tttektor Dr- A. Heiden- re ich 1. Mitglied des Vorstandes, erstattete den Jahresbericht' . Danach war das Jahr 1901 das 12. Geschäftsjahr, über welches Ku berichten war. Der Bestand an Mitgliedern betrug HO, darunter 6 Einzelpersonen und 104 Vereine. Die Geschäftsergebnisse wurden als recht befriedigend geschildert. Der Warenbezug ist im ganzen um rund 75 313 Etr. oder 18.75 Pro-., dem Geldwette uach I Unternehmung einigen und opferwillig machen, um rund 132 852 Mk. oder 11 Pro-, gestiegen. Es Wochen würden die Entscheidung in dieser hieran beteiligt* I strane brinacn. Dünger mit 19 982 Etr. oder 75 447 Mk., a ^s hernchte Einigkeit darüber, daß die Mttglieder der Futtermittel 8541 Etr. oder 37 887 Mk. Zentralgenossenschaft oder vielmehr die Genossenschaften Sämereien 304 Etr. oder 5095 Mk., solche sich beteiligen und ein angemessenes Kapital auf- Kohleu 43000 Etr. oder 23 738 Mk. , I bringen werden, um das gemeinsame Ziel verwirklichen Als besonders erfreulich wurde hervorgehoben, dah bet helfen. Die 12. ordentliche Generalversammlung wurde Verbrauch an Kalisalzen erheblich zugenommen habe. In bief€r Feststellung geschlossen. Kamtt umgesetzt, betragt der Verbrauch an ftumit pro 1901 - 11"" - '■= 46 000 Etr. oder das vierfache von dem Verbrauch im Jahre ifhi> UnfhrtdltPlT 1896 oder 1897. — Im Kohlenbezug ist tvotz der Schwiena- JillUjllUjr £lllUJUU)U4k [eiten der Herbeischaffung der Kohlen eine außerordentliche Evangeltfche Gemeinde. Zunahme zu verzeichnen. Trotz der Düngerkonventionen L Psing st fei er tag, den 18. Mat. war der Preis der Sup erp h 0 s p h at-P h 0 s p ho tt- G ott esbieniü fäure ein m-chiyer. DaZ Geschäft in Th » masmeh I ift Bormi 8 S” - r. erschwert durch bte lästigen BezugsbAingungen, welche das VormittaA 9'/, Uhr- Pfarrer Dr. Grein. Thomasmehlsyndikot den deutschen Landwirten allmählich Beichte unb hell. Abendmahl für Matthäus- und Markus- cmfgezwungen hat. Die der Bezugsvereinigung angehörigen gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde landwirtschaftlichen Körperschaften sind gezwungen, ihren erbeten. Fahresbedarf in annähernd gleichen Monatsraten abzr> Vormittags 11'/. Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. nehmen, daraus folgt, ba^ das Thomasmehl gelagert wer- ®Icln* den mufk, um es den kleinen Abnehmern bei ein tretendem , S» Bedarf pi ilberliefetiL Dadurch entstehen Stoffen unb$ei> sättaS S-/^Ühr^ Psamr E ule? lüfte. Die Salpeterpreise sind fett einer Reihe von Jahren! Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas-und die Johannes- im stetigen Steigen begriffen. Dieselben waren rm aemeinbe. AnmeWungen vocher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde 1901 etwa 1 Mk. per 100 ägr. höher als im Jahre vorherJätern unb haben im Frühjahr 1902 abermals eine außerordend- Vormittags 11V« Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasaemeinde. licke Steigerung erfahren. Es scheint chaß die Bestrebungen , Vfarrer E u le r. des auf 5 Jahre abgeschlossenen Salpetersyndikats der Pro- An diesem Tage nach allen Gottesdiensten Sammlung bufrenten in Chile von Erfolg begleitet sinb. Bei ben die Hessische -lex>®11ftun kolossalen Quantitäten, welche in ber beutfchen Landwrrd- A In der Siadtkirche. schäft verbraucht werben, bedeuttt dies eine große Belast-! Vormittags 8 Uhr: Siehe Johanneskirche. ung derselben. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schlosser. <$>ie Preise der Futtermittel waren erheblichen Dormlltags 11 Ubr: Kinderkirche für die Matthäusaemeinde. Schwankungen unterworfen. Durch den Krach der Treber- Pfarrer Schlosser, trocknunasgesellschaft ist bas Geschäft in Trockentrebern auf Die Dereinioung der konftrmrerten mann- gclnnderA Boden getommen. und der inländische MarN lichen 3ug = nb 8er OTa11f)au39 = meinbe »«rb auf c ' xi yOpi f p mie Kipä leitens h#*r Trebern I Sonntag den 25. Mai, abends 8 Uhr, die der meiblichen wrrb ntcht mehr ur der Werfe, wre dre^nrens der Lrev«> » Montag, den 26. Mai, aLcnds 8 Uhr, in den Kon- Trocknuttgsgesell chaft geschehen von Produkten cms allen bladen. Ländern der Welt, guten und schlechten, ohne leglrche Ga- gtt der Johanneskirche. cantie für bie Zukunft, überschwemmt. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Die Bttanz unb das Gewinn- und Verlust-Konto geben Vormittags 9*/2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann, zu befonberen Bemerkungen feinen Anlaß. Es bars auch An diesem Tage besondere Sammlung für die Armen, für das Jahr 1901 hervorgehoben werden, daß die in Katholische Gemeinde. Ansatz gekommenen Fakturenpreffe durchweg sehr madigen 9 Samstag den 17. Mai. Tagespreisen entsprochen haben, ja, daß es uns m manchen Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur Mtikeln möglich gewesen ist, erheblich unter den Tages- heil. Beicht. preisen zu fakturieren. Der Reingewinn übersteigt den- Sonntag den 18. Ntai jentaen des Vorjahres um fast 3000 Ml.; allein der Wert Pfingstsonntag, des Warenbezuges, welcher an ber allgemeinen Rückver- Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenhett zur hell. Beicht, gntnng t-ilznn-hm^^bercch^t is^ist v°rhMnrzmä^ noch . MN 7 Uhr-^D<°^ Mch- fiom. höher geftiegen, ,obaß ber Ausftchtsrat nur eine Ruckver- munion gütung von 3 pCt. Vorschlägen kann. — Der Berichter,tatter 8 Uhr: Die zwelle heiL Mefie. erwähnt wetter bie gegrünbete R e i ch S ge n o s s e n - Mllitärgottesdienst mit Predigt, schaftsbank. Dieser hat sich die Zentralgenossenschafts- „ v 9>/a Ubr: Hochamt mit Predigt, bank awgffchlossen. — ■ Nachmittags um 2‘/2 Uhr: Feierliche Vesper. Nachdem die übrigen Punkte der Tagesorbnung, bie , , 5 Uhr und Abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur kein allgemeines Interesse boten — es handelt sich um ^il. Beicht. Wahlen im Vorstand und Aufsichtsrat, Wiederwahl von Montag den 19. al nach den Statuten aus geschieden en Mitgliedern — erledigt -■ —- -afl‘ - ---- waren, berichteten die Herren Dr. Heidenreich, Oek.-Rat 9 Dettw eiler und Geheimrat Haas über den Stand der ' Erwerbung von Salpeterseldern in Chile. Es ist bekannt, daß diese in 35 bis 40 Jahren vollkommen r ausgebeutet fein werden. Da der Verbrauch nicht allein in Deutschland, sondern in allen Kulturländern ein , . , 9*/» Uhr: Hochamt. steigender ist, da neuerdings Amerika und Japan erheb- Nachmittags um 2 /, Uhr: Sumt . li^ Mpetemenflen anch UN Uinbto. Betrieb verbrauchen, Sre.tag abend um 67, Uhr »t M°,-Andacht. ^fib1e 8««^, »ra-litischm K-ligi°n-g.sellsch°fl. ISS b-schlenntgt werben wird. Es war daher den großen abenb'l*- »ow'ittag 8™. Nachmittag landwrrffchaftltchen Verbanden Deutschland- willkommen, Sabbathausgang 9°^. als sich schon im vergangenen Jahre Gelegenhett bot, Sal- Wochengottesdienft: morgens 630 Uhr, abends 900 Uhr. peterfelder zu erwerben, um so für eine längere Reihe von ------- Jahren Salpeter zu mäßigen Preisen für die deutsche Land- Gottesdienst ill der Zynagoge^ SÜdantage. wirtschaft zu sichern. Tie preußische Regierung enffandte eine Kommission Sachverständiger nach Chile. Diese Kommission ist schon seit Juli 1901 in Chile thätig. Auf Grund S ch ihrer Untersuchungen und Feststellungen sind bereits Salpeterfelder erworben, für andere ausgedehnte Felder ist bas Vorkaufsrecht zu einem besttmmten Preise g e Neueste WetoluuM. sichert. L-ett Februar ist eine Fabrik zur Oktoinnung Berlin, 16. Mai. Die von einem parlamentarischen Be- bi"MZNi^eknzige""«ttien'u'nnk-hmen' "chtechatt-r rerbreitete Nachncht die preußische Staatsregier- dem alle landwirtschaftliche Organisationen: Allgemeiner ung habe aus die Einbringung der angekundigten Vorlage Verband der deutschen Genossenschaften, bestehend au§ 3um. oes Deutschtums m den L.st-Provinzen 8000 Eiiizelgenossenschaften, Landwirtschaftskammem, Bund für diese Tagung des Landtages verzichtet, wird von den der Landwirte, Bauernvereine usw. angehören würden, Berliner Politischen Nachrichten als unzutreffend be- 8759 innigsten Dank Familie Balser. Rödgen, den 14. Mai 1902. 8748 zureichen. 3744 I. A.: Möckel ausgeführt von der 3756 10 8 5 Krammetövogel 3747 roo|U ergchenst einladet la. 2015 Das Comitö. and 3710' «j I« Steinbach bei: H. Krämer L 3761 NrslluMnts In vcrhmtfen Die z. Z. im hiesigen v» O. vors. Burschenschaft Alemannia. Ernestine Höpfner Grünbergerstraße 17. 3684] Em Fahrrad zu verkaufen. Alicestraste 11, II. 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