£E3 nicht versprochen. Die sächsische Kammer und die Getreidezollerhöhung. jährlich M. 2.20; durch Abhole» u. Zweigstellen' monatlich 60 Ps.; durch Völkische Tagesschau. Kein hoffnungsvoller Anfang. Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 15. April: Mit einem ernsten Akt eröffnete Reichstagspräsident Graf Ballestrem die heutige erste Sitzung nach den Öfter» Bei der Beratung des Etats des Kultusministeriums konservativen gestrichen. in der zweiten kgl. sächsischen Kammer hob der konservatives Vermischtes. * Berlin, 16. April. Tie Feuerwehr hat immer noch ununterbrochen mit der Beseitigung des Wassers auS den bet dem gestrigen Unwetter tiberschwemmten Rändle Post WIL 2.— viertel- fährt. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tag^nummer dlS vormittags 10 Ut)C«| ßetlenpretS: lokal 12Ps* auSwärtS 20 Pfg. verantwortlich: für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für ,Stadl und Land^ und ,GenchtSfaal':R.Ditt« mann; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Novelle in weite Ferne gerürkt erscheint, zumal bereits jetzt nicht weniger als 28 Abänderungsanträge vorliegeu. Tre Fortberatung des Gesetzentwurfs wurde heute nur um einen einzigen Paragraphen gefördert — in 3i/a Stunden! bei den preußischen Kanalprojekten gezeigt. Damals/am Morgen der entscheidenden Abstimmung, blieb vollkommen ohne Eindruck, was der Minister des Znnern den Landräten und anderen politischen Beamten „eröffnete". Herr v. Pod- bielsli mag mit Engelszungen sprechen oder 'in düsteren Farben schildern, welches Maß von Verantwortlichkeit die Reiht der Geduldsfaden? Man schreibt uns aus Berlin, 15. April: Rüstet sich Graf Bülow zu einer Entscheidung in Sachen des Zolltarifs? Will er dem „Fortwursteln", wie in der heutigen Kommissionssitzung der Zentrumsabg. Tr. Heim die Situation kennzeichnete, ein Ende machen, weil bei den Kreuz- und Quer-Verhandlungen mit souveräner Nichtbeachtung der Vorstellungen der Regierung doch nichts Rechtes herauskommt? Fast scheint es so, daß die Regierung das Spiel lange genug angesehen hat. Vielleicht soll vorher noch einmal der preußische Landwirtschaftsminister den Agrariern vertraulich zu Gemüte führen, daß es so nicht weiter gehen kann. Ter Reichskanzler empfing heute Herrn v. Podbielski zu einer Besprechung. Soviel verlautete mit Sicherheit in parlamentarischen Kreisen, daß es Vezvg»pret»r , monatlich 7bPf., viertel-- jährlich WIL 2.20; durch Abg. Leithold besonders hervor, daß die Geistlichen aufI Aus Kindt und Lund, dem Lande jetzt vielfach beträchtlichen Einbußen und 2>er- D <2? & Minderung des Einkommens ausgesetzt seien, weil infolge! Gießen, 16. April 1903. des Tarniederliegens der Landwirtschaft und — Postwertzeichen. Bekanntlich sind die bisherigen Reichs« des Rückganges der Pachtpreise die Grundstücke des Pfarr post- und württembergischen Postwertzeichen mit Ende Marz lehns meist nur zu einem niedrigeren Preise als früher außer Kurs gesetzt worden; doch haben die Postanstalten verpachtet werden könnten, teils sogar ganz unver -> u>ir bereits mehrfach hingetviesen, Anweisung erhalten, pachtet und unbewirtschaftet liegen bleiben muß^ ^ Hungen mit alten Postivertzeichen bis auf weiteres nicht reaieruna:^' baran Agenden Appell an Die Staats-/ ber Beförderung aufzuhalten und auch nicht mit Nachtaxe „Wenn in einem industriellen Lande, wie in unserem I zu belegen. Immerhin liegt cS aber im Interesse des Publi- Sachsen, die Landwirtschaft bei den günstigen Absatz-Ikums, möglichst die richtigen (neuen) Postivertzeichen gebieten so darniederliegt, das; die Pfarrfelder keine zu oerroenben, da die alten Postwertzeichen nur blS Ende Pächter mehr finden, dann wird es höchste Zeit, daß hier Juni an den Postschaltern und von den Landbriefträgern helfend eingegriffen wird. Die Zeit ist jetzt äußerst günstig gegen neue Postivertzeichen ilmgetauscht werden. hierzu, nur müßte unsere sächsische Regierung eine der 1 r- AUerlumSfreunde sowohl, als auch Landivirte wird Landwirtschaft wohlwollendere Stelluung im Bundesrate folgendes schöne Reeept gegen Viehseuche interessiren, einnehmen, damit der Reichskanzler ,ich nicht fortwährend . Eberstadt, wie uns von dort geschrieben wird, neben » “* u Ehur Wraintzisches Recpt Vor Krankes Vieh ao 1682 den 19. Jultk ^oseffor Ehrhard. Erstlich soll dem Vieh alle morgen und abend die zunge Ter durch sein Buch „Der Zta t h o li zis m u s un d s dem Maul gezogen und genau beschauet werden. ein hiesiger Kaufmann gelegentlich der Beratung des hesst- I scheu Staatsbudgets dem hessischen wie auch dem preußischen Preusttfches Abgeordnetenhaus. Finanzminister als neue Einnahmequelle eine Steuer vor- nung dieser Perspektive wird ohne Wirkung bleiben. Die! Tas Äaus setzte die Beratung des Eisenbahnetats geschlagen bat, die in Höbe von etwa 50 Pfg. von allen Konservativen^ sind steifnackig, Jie haben Rückgratsfestigkeit | fort und erledigte das Ordinarium ohne wesentliche De- denen er^oben^werbcii^ ll,,Die. nall) ^"^^^^lche Auf- Minister v. Thielen betonte, daß die Wohnungs - nähme das Steuerprojeit bei dem Preuß^cherl ^'inanz- bauten für Eifenb ah nunterbeamte und -Ar Minister gefunden hat, ist bisher nxdytbetcm nt f öibert kräftig Ä. in «tabt tn eTnTm'^mbPn bem w . , Die weitere Beratung ergiebt eure erregtere Debatte Steuererfinder die Unausführbarkeil- seines Projektes dar- Agrarier übernehmen, wenn sie die Sicherheit zurückweisen, wegen der für den Anbau des Bahnhofes in Hom- gelegt hat. Ein-um er wart et er Lohn ist nun aber dem die der Zolltarif mit den Mindestzöllen der Landwirtschaft bürg geforderten 5 Millionen. Abg. Graf v .Limburg Proiektemacher: für feine ^Eit von einer geworden, bietet — trotzdem wird an eine Bekehrung nicht zu denken Stirn m ikons.i bestreitet die Notwendigkeit des Umbaues an die er sicher nicht gedacht hat. Er erhielt nämlich fein. Die Ntehrheit bleibt auf den „Kompromißanträgen" und bittet uni Streichung der Position. Minister v. Thie- über l)" n d e r t B r i e f e, m denen ihm.grauen ihren zu den landwirtschaftlichen Zöllen bestehen, in der zweiten len tritt für den Umbau ein mit Rücksicht auf die Bedeutung Tarik abstatten, daß er endlich ein Mit^l brjonnen habe, wie in der dritten Lesung. Darüber ist fein Zweifel möglich. Homburgs als internationaler Badeort, ganz abgesehen da- durch das dre Eh emann er aui dasLr,c $ e J Ö e Nach< Oder man wiegt sich in Illusionen. Graf Bulow ist zu sehr von, daß die Königliche Familie zeitweise in Homburg zu h.^^ehen gemahnt würben, ^ou l lchen Erfolg hatte Realpolitiker, um an das „Unerwartete", an glückliche Wen- residieren pflege. Abg. Letocha (Ztr.) unterstützt den An-I llch .der Kaufmann, dem wir die Mitteilung verdanken, düngen zu glauben. Täuschen die Zeichen nicht, so hat die trag Limburg, während der Abg. o. Epnern (nt) sich Zolltariskommission nur noch eine knapp bemessene Lebens- über diese plötzliche ganz unangebrachte Sparsamkeit dauer. | wundert. Ter Posten wird sodann mit ben Stimmen der Konservativen und eines Teiles des Zentrums und der Freiferien: einem tiefempfundenen, dem verstorbenen Zentrumsführer Dr. Lieber gewidmeten Nachruf. Rühmend hob Graf Ballestrem hervor, wie Dr. Lieber, ungeachtet der großen körperlichen Schmerzen, bis zum letzten Hauch für des Vaterlandes Wohl gearbeitet habe. . . . Wenn alle Parlamentarier dem toten Zentrumsführer in Bezug auf Arbeitsfreudigkeit n ad) ei fern wollten, bann bliebe dem Präsidenten ein Anblick erspart, wie er fidj ihm heute wiederum bot, der Anblick eines beschlußunfähigen Hauses. Menn das schon am „grünen Holze" der ersten Sitzung nach den wahrlich nicht zu knapp bemesseneii Ferien in Erscheinung tritt, welche Aussichten eröffnen sich da für die nächsten Wochen! Im Parquet saß heute das parlamentarische Stammpublikum, Herren, die fast bei keiner Sitzung fehlen. Zum Teil präsentierte sie fid) in Sommertoilette, so Abg. Lenzmann, der behäbige Freisinns-,. ; //, npinnrh-ne Professor! uuy uv,u -L’luut «1öuuv,‘ ' Jurist, und dessen Fraktionskolleae Abg. Träger, befannt £ a.d L p r ob wann unter oder ob der zungen gelbe, weiße oder schwarze als jartjimtiger Lyriker. Tes letzteren „Konkurrent in dÄ£t Bhrbarb wurde als S!a»sÄaer b-s Blattcm gewahr werden. Im fall ich einige zeigen, sollen »Dir und „politischer Antipode", Abg. Dr. Oertel, der ultat ipralat tUbert Erhard WUÄ« a^z Nachfolger^es gcmQd)tcn inftrumcnt, (roct. Chefr-bakteur bet „jEeutfd». laaeJjtg.", prmmt- '«.«chmuck hie theologische Fakultät der Universität Fr e i - cheS oval und auf einer feite wie eine säge, auf der andern merksam"kcit ^tmr^d^ Mr Breslau ^nerwcwählte^Mitalüch &11 e g >■ ®- berufen. Ehrhards Buch hatte in den gerader scharf schneidig gemacht sein soll) wohl Verkratzt und 1 Rrattion b^a i b n ft ein 9 ixt bilbctcii katholischen Schichten Deutschlands viclialtigc yu. aufgcricben werden, bis etwas blut hernach geht; altzdann vielgenannte^§arteitheoret?ker^^Einc ^sch?anke^Gestalt Mt stimmung gesunden, während die k°useroatr°.kle«ba eu die Materie mit einem tuch, so ungebleicht und rümah en ge. markanten Gesichtszügen, das Auge mit einem scharfen ^se in Oesterveich den Ver a).er des "Uberalen Lvtho- worden, sauber außgebutzet, die zunge mit saltz und Brillenglas bewaffnet — der Typ eines Gelehrten —. befebbeten. ^.refe Angriffe, die brszu starkem weineßig gerieben und endlid) mit etwa« Honig, ba- Am M?nistertisch saß einsam Staatssekretär Graf Posa- ^chen ^runGlimpfmigen rn strei^ar^ Preste gingen, l eg be^to ^nder zusammen heile, überfahren. Jrn fall dowsky, der nimmermüde Arbeiter, dem auch die Oster mo^n nicht an^enigs S kommende^i Antrag an' aber die Zunge Keine Blattern, sondern nur schrunden hat, ftrien keine Erholung ermöglichten. Ter langroanenbt' ^nDfn.^Cn}2Qt Schreiben wor^n ^r^seinen Emtschluü niüßen dieselbe durch den schneidigen theil des instruments Bart des Staatssekretärs ergrautmehr und mehr die 6 nommc:?XTÖ“ gefahren, gleichsam rein geschadet und alßdann obiges ^77-7 «SÄÄ ü ^t,toßrb1e'retIe.n^Tlßtu. ? in b?m Briese: auch applinret werden. Zu merken aber ist daß das instru. Debatte ominöser »Ä* ben^tabttaaen 7©^ H »Mit dieser Mitteilung verbinde ich den Ausdruck ment nach dem gebrauch bei) einem 1-dcn stuck mit weineßig ben ^unöESli*Ct7äu?Sec nÄritet E S der tiefsten Dankbarkeit sur das große Wohlwollen, das wohl gesäubert, alß das IcinmM mit meinem mann i>ic EU" .^uz mir ftit meiiier «erusimp «cl> StanVbgeriebcn, also gleich Verbrent werde, maßen die § 54 der neuen Secmannsordnung derart aus, daß die und in besonders thatkiaftiger Weise bei ^ulatz de^ ,,^^rie sehr scharf und contacioS ist. Auch derjenige, so da- Erledigung der noch zu erörternden 79 Paragraphen der uach Freiburg emi^sen ^on. Ti crh l l,e um[)gC[)Cf soll jedesmahl die Hande in frischem waßer So winkt mir denn an der Freiburger Universität eine samKeit einige Menschen schaden gelitten. 9ieb|tbcm Kann Thätigkeitssphäre, die geeignet ist, mich persönlich folgendes reeept dem so wohl gesunden als Kranken Vlehe und sachlich in viel h ö h e r e m M a ß e zu b e s rie d i - eingegeben werden, nehmlid): Kühnruß, schieß-pnlVer, schwefel gen, als dies unter den Euer Exzellenz wohlbekaiinteu saltz und waßer unter einander gemischt und zu einem teig Verhältnissen in Wien in absehbarer Zeit möglich er- gcuiacht, jedem stück daVon einen Lösel Voll eingegeben, fefcint. „ P t st. Butzbach, 15. 3lpril. In unserer Volksschule sind Emen Umstand, der den <^tfd)luß, von Wien zu Veränderungen im Lehrerpersonal eingetreten. So scheiden, erschwerte, erwähne td) an le^ter ^tj^ üj-eit^ec Oberlehrer Muth an das Seminar nach Fried- ausübte:bie9^na§eliege^nbc^BcMutm/g"^ntailich^baß b»g berufen und Fräulein Best an die Stadtschule nach meine Gegner in einer Euer Exzellenz bekannten Eontro- Worms versetzt. Verse meinen Weggang als einen Sieg hinzustellen sich n. Nidda, 15. April. Aus Anlaß des Wegganges des veranlaßt sehen könnten. Tod) abgesehen davon, daß Postmeisters König, dessen Pensionierung mir bereits ge» ich nicht gewillt bin, ernste Entschließungen von den meldet haben, von hier nach Vilinar hatten die Beamten des Urteilen und Meinungen offen übelgesinnter Personen hiesigen Postamts gestern Abend eine Abschiedsfeier ver- abhängig zu machen, diese Controverse hat mit dem anstaltet, woran aud) sämtliche Unterbeamten, sowie die Post- Schauplätze nieiner lehramtlichen Thaligkeit nichts ui Agenten unb Hilfsstelleninhaber der Umgegend sich vollzählig ?^nn. Meine Widerlegung^ der Kritik im „Vaterland poteiligten. Oberpostassistent Zimmermann überreichte dem ist übrigens bereits im Drucke, und ich werde sie I r ..J , v J. l r « r r sich in dieser Konferenz um den Tari'fentwurf handelte.! gleickj mit einem Worte an die übrigen Kritiker noch scheidenden einen Ruhesessel un iP $ Herr v. Podbielski ist ein geschätzter Mann bei den Konser- als Professor an der Wiener Universität veröffentlichen, aus, daß Herr König die ihm gewahrte Ruhe noch rech vativen: die Landbündler sind ihm nicht so verehrungsvoll Sollte sich aber die Notwendigkeit Herausstellen, für lange in stiller Beschaulichkeit gemeßen ^096. gesinnt. Nach ihrer Meinung müßte der Landwirtschasts-- eine Sache, die Euer Exzellenz im offenen Parlament, N i e de r - O h m e n , 14. April. Em schweres Miß« Minister mit den agrarischen Höchstforderungen zum Zoll- ohne Widerspruch zu finden, als eine „nicht schlechte" zu geschick erlitt gestern abend gegen 9 Uhr ein Fran l s u.rter tarif siegen oder untergehen. Also an die ganz rechts bezeichnen, veranlaßt wurden, nod) einen weiteren Kamps R a d f a h r e r auf der Chaussee tm Walde von Atzenhain Stehenden kann sich Herr v. Podbielski als „mahnender zu führen, so bin ich überzeugt, dies in Freiburg noch hierher. Ohne genaue Kenntnis des Weges übersah et Freund" überhaupt nicht wenden. Die Agrarier der ge- viel leichter und noch viel fidjerer als in Wien thun wahrscheinlich eine Kiirve und fuhr eine Böschung hinunter mäßigten Richtung werden ihn auch nur „anhören", wie zu können." gegen einen Holzhaufen . Er wurde vom Rade geschleudert sie ihn oft angehört haben. Denn Herr v. Podbielski ver- Für die an wissenschaftlichen Individualitäten ohne- und erlitt so schwere Verletzungen am Kopfe, paß er säumte bisher keine Gelegenheit, seinen ehemaligen Frak- hin arme Wiener Universität bedeutet der Abgang Ehr von einem des Weges fomincnbcn Fuhrmanne aus Zell tionsgenossen privatim anseinanderzusetzen, daß und aus Hards einen schweren Verlust. Professor Ehrhard hat niit nad) Nieder-Ohmen geilommen werden mußte, wo ihm. toeldjen Gründen die Regierung nidjts „zulegen" könne, übrigens eine neue Schrift unter dem Titel: Liberaler von Tr. Kißner die erhaltenen zahlreichen Wunden zuge- Wenn nun aber der Minister ankündigt, es stehe eventuell Katholizismus? verfaßt, eine Antwort auf die der- näht wurden. . zu erwarten, daß die Regierung den Tarifentwurf, niangels sckiedenen gegen fein erstes Buch gerichteten Polemiken. b. Mainz, 15. April. Vor kurzem meldeten wir, daß Verständigung mit der Reichstagsmehrheit, zurü ckzieht' » » . •-** '••*-*«•♦** *** und ihn lediglich als Material für die zollpolitischen Unterhandlmigen benützt? Wir glauben, selbst die Eröffnung dieser Perspektive wird ohne Wirkung bleiben Nr. 88 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Mittwoch 1«. April LS«S Erscheint täglich mhm jCk w-f’ Q außer SonntagS. V rj 1 r MGietzenerAnzeiger sas w General-Anzeiger v w Redaktion, Expedition v «ZM Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Fernlprrchanschluß Nr. 51. imen zu thun. Die städtische Straßenreinigung beschäftigte gestern 1600 Arbeiter zur Abhilfe der Wassersnot. Vieh ist bei dem Gewitter zahlreich u in § Leben gekommen. Kamburg a. S., 15. April. Auf der Landstraße nach Wethau wurde gestern der Einwohner Dick ermordet aufgesunden. Von dem Mörder fehlt noch jede Spur. * Aschaffenburg, 14. April. Gestern nachmittag wurde der Radfahrer Friedrich Hartmann aus Frankfurt a. M. in der Nähe von Kleinostheim von sechs Burschen überfallen und unter Bedrohung aus»ge- raubt. Einer der Burschen setzte dem Ueberfallenen den Revolver auf die Brust, und ein anderer entwand ihm das Messer und stach ihn in die Hand. Anzeige ist erstattet. * Dr. Lieber und die Juden. Im Jahre 1896, schreibr die „Germania", hatten neben Sigts „Vaterland" auch andere Blätter die Behauptung gebracht, Dr. Lieber, der den Juden übrigens volle Gerechtigkeit widerfahren ließ, wie das auch Wiudthorst stets, zum Beispiel bei den Verhandlungen des Reichstags über das Schächtverbot, gelhan hat, habe eine jüdische Frau geheiratet. Darau aufmerksam gemacht, antwortete Dr. Lieber, nachdem die „Germania" bereits festgestellt hatte, daß Liebers Frau einer katholischen und einer deutschen Familie entstamme, unter anderem folgendes: „So lange übrigens die liebe heilige Mutter Gottes eine „Jüdin" bleibt, kann ich den „Katholi- cismus" nicht begreifen, der einem einen Vorwurf daraus machen möchte, daß er seine Kinder auch durch eine (natürlich getaufte) Mutter aus dem auserwählten Volk in den Stand setzte, mit dem Priester in der feierlichsten Stille des Meßeanons sich patriarchae nostri Abrahae vor Gott KU rühmen . . . Man kann über derlei nur lachen, und hätte es nicht meine Frau betroffen, ich würde, wenn über» Haupt etwas, erklärt haben, daß ich die Stammverwandt- schast mit Christus und den Aposteln derjenigen mit Sigl, Senftl, Zeitler, id genus omne unter jeglichem Betracht vorzöge." * Ein furchtbares Verbrechen wurde int Ries enge bi rge aufgedeckt. Das Hochwasser hatte einen Sack ans User getrieben, in dem eine Leiche eingenäht war. Der Kopf war abgeschnitten und b e i d e B e i n e ausgedreht. Der Ermordete ist der seit Weihnachten verschwundene Arbeiter Oswald Neugebauer. Die jetzt in Kunersdorf wohnende Ehefrau des Neugebauer, sowie deren Liebhaber, der Arbeiter Lorenz, wurden wegen dringenden Verdachts der Thäterschaft verhaftet. Bei der Haussuchung in der Wohnung des Paares sand man ein Bündel blutgetränkter Männerkleider. * Verhaftung ein es Pastors. In Trebbin wurde der dort seit acht Jahren thätige Pastor Tisfelhof verhaftet. Tisselhof, der 42 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder ist, hat sich große Unterschlagungen zu schulden kommen lassen. Die Kirchengemeinde Trebbin, bei der angeblich seit dem Jahre 1895 keine Kassenrevision mehr vorgenommen worden sein soll, ist um 105000 Mark geschädigt, und aus der gleichfalls von D. verwalteten Kasse der Gemeinde Thyrow soll der ungetreue Geistliche 45 000 M a r k u u t e r s ch l a g e u haben. Auch Wechselsälfchungen werden Tisselhof zur Last gelegt. Lange Jahre hat er seine Untreue betrieben. Endlich aber begannen die Verfehlungen des Geistlichen ruchbar zu werden. Vorgestern erschien infolge dessen einer der Kirchenältesten, Schmiedemeister Schulz, mit noch! einem Gemeindemitgliede bei Tisselhof und verlangte Einblick in die Kasse. Diesen Herren erklärte der Pastor sofort, er habe Unterschlagungen begangen und stehe im Begriff, sich selbst der Staatsanwaltschaft zu stellen. Darauf erfolgte die Verhaftung. Wie weiter aus Trebbin mitgeteilt wird, soll Tisselhof verschwenderisch, gelebt und bei allen öffentlichen Veranstaltungen eine große Rolle gespielt haben. Es sei ihm auch nicht darauf angekommen, bei Ausflügen und sonstigen Festlichkeiten die Zeche für die ganze Gesellschaft bis zu mehreren hundert Mark zu bezahlen. Tisfelhof soll namentlich bei den Damen sehr beliebt gewesen sein. Seiner Frau sagt man nach, daß sie sehr einfach und bescheiden gelebt habe. Der Vater des Verhafteten war langjähriger Prediger an einer Berliner Kirche und ist jetzt Verwalter einer Tiakoniffen-Anstalt am Rhein. Das ganze Kirchspiel, welches neben der Stadt Trebbin noch sieben Dörfer umfaßt, befindet fich in großer Aufregung. * Die Verhaftung des Grafen Heinriche E d m u n d P o t o ck i. In Wien ist Graf Potocki auf Grund einer Anzeige mehrerer österreichischen Kaufleute verhaftet worden, die angaben, von dem Verhafteten betrogen worden zu sein. Graf Potocki wird auch von den Hamburger Behörden schon seit September 1900 wegen Wechselsälschung verfolgt. Als er noch österreichischer Kadett war, erbte er von seiner Mutter das große Vermögen von zwei Millionen Gulden, brachte aber das viele Geld schnell durch. Gerichtssaal. M. Gießen, 15. April. Strafkammer. Den Vorsitz führt Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Reuß. — Der Ticnstknecht Karl Betz von Rodheim hat in einer Wirtschaft ein vernageltes Zigarrenkästchen, in dem Gelder für die Buren gesammelt wurden, erbrochen und einen Teil der gesammelten Gelder an sich genommen. Unter Zubilligung mildernder Umstände erhält der wegen Eigentumsdelikte noch nicht vorbestrafte Angeklagte eine viermonatliche Gefängnisstrafe. — Tic von dem Taglöhner Michael S e l d n e r aus Gießen gegen ein ihn -roegen Betrugs verurteilendes Erkenntnis; des Schöffengerichts in Dießen wird bei Ausbleiben des Angeklagten kostenfällig verworfen. — Die Steinhauer Johann A m e n d und Daniel Korbächer von Odenhausen verfolgen Berufung gegen ein Urteil des Schöffen- aerichts Grünberg, durch welches sie wegen Körperverletzung zu je 2% Monaten Gefängnis verurteilt worden sind. Tie' Berufung wird verworfen, da leslsteht, daß die Angeklagten ohne Veranlassung mit dem Forstwart von Odenhausen, an dein sie sich wegen einer- früher von demselben gegen sie erstatteten Anzeige wegen Fischereifrevels rächen wollten. Streit angefangen und in dessen Verlauf den Forstwart gemeinschaftlich mißhandelt haben. Tas schöffengerichtliche Erkenntnis wurde nur insofern abgeändert, als statt des gesetzlich unzulässigen Strafmaßes von V2 Monat Gefängnis 2 Wochen Gefängnis angefetzt wurden. — Der Taglöhner Heinrich Peter von Lauterbach ist der mittelst eines Messers begangenen Körperverletzung angeklagt. In der heutigen Verhandlung wurde sest- gestellt, daß der Angeklagte von einem Anderen — dem angeblich von ihm Gestochenen — dreimal zu Boden geworfen worden ist und daß er — wenn er überhaupt gestochen hat — in gerechter Notwehr gehandelt hat. Dem Verletzten, der als einziger Belastungszeuge auftrat und sich mit der eidlichen Aussage eines Unbeteiligten in direkten Widerspruch setzte, schenkte das Gericht keinen Glauben. Es erfolgte Freisprechung von Strafe und Kosten. — Der Samenhändler Georg S ch a r m a n n aus Bobenhausen hat seinen; kleinen Jungen mit einem Stock und seiner Frau durch einen Tritt mitten; beschuhten Fuß blutende Verletzungen beigcbracht. Die vom Schöffengericht verhängte achttägige Gefängnisstrafe wird angesichts der Brutalität der Handlungsweise aus 4 Wochen Gefängnis erhöht. — Der Handelsmann Salomon S t r a u ß auS Alsfeld ist angcklagt, durch betrügerische Manipulationen bei einem Pferdehandel einen Ameren um einige hundert Mark geschädigt zu haben. Tie Beweisaufnahme ergab, datz der Angeklagte sich grobe Unredlichkeit zu schulden kommen ließ, daß jedoch eine Verurteilung wegen Betrugs mangels Beweises nicht erfolgen konnte. Der Angeklagte wurde daher freigesprochen. Dresden, 15. April. Wegen versuchten Mordes, Unterschlagung und Diebstahls, letzterer begangen unter Verletzung des Dienstverhältnisses hatte sich vor dem Kriegsgericht der dritten Division der 1881 geborene früher Kutscher, jetzige Husar des 2. Königin-Husaren-Regiments Nr. 19, Rieger zu verantworten. Ter Angeklagte war Bursche bei dem Oberarzt Tr. Schäfer in Grimma, dessen Wohnung sich im Grundstück des Hausbesitzers Wcichelt befindet. Wiederholt hat Rieger mit Erlaubnis seines Herrn für Weichelt Wege bczw. Einkäufe besorgt, bei welcher Gelegenheit er ein paar Groschen unterschlug. In Abwesenheit des Dr. Schäfer entwendete er seinem Herrn aus dessen Portemannaie ein Zivanzigmarkstück. Rät diesem Geld hat er seine Eigentums^ Hosen bezahlen wollen. Als Dr. Schäfer von einer Reise zurückkehrte, sagte er es dem Angeklagten auf den Kopf zu, _ daß er der Spitzbube sei. Während der Abwesenheit seines Herrn faßte Rieger deii Entschluß, seinen Herrn zu ermorden, um ihn davon abzilhalten, von dem Diebstahl und anderen Unredlichkeiten Anzeige zil erstatten. Aus einem sogenannten Arzneischränkchen entnahm R. eine Flasche mit S u b l r m a t lö s un g, goß das Gift in ein kleines Fläschchen und stellte die größere Flasche wieder in den Schrank. Als am 21. November v. Js. sein Herr ihm befahl, zum Abendbrot Thee zu servieren, goß R. aus der kleinen Flasche die Hälfte Sublimatlösung in den Theekeffel, wobei er die Absicht verfolgte, seiiicn Herrn, sowie Fräulem Kühnel, welche zum Besuch bei Tr. Schäfer war, zu vergiften. Beide merkten beim Trinken des Thees etwas Verdächtiges und ließen von dem iveiteren Ge- liusse des Thees ab. Ohne etwas zu sagen, legten sich Dr. Schäfer sowie Fräulein Kühnel zu Bett. Am Abend des 24. November v. Js. hatte Dr. Schäfer dem Angeklagten den Befehl erteilt, ihn um 9 Uhr zu wecken, ivas R. auch that. Als Dr. Schäfer nach wiederholtem Klopfen an die Schlaftammerthür nicht öffnete, ging R. Ku der Frau Weigelt und äußerte, die scheinen oben tot zu sein. Später sind Dr. Schäfer und Fräulein Kühnel aufgestanden, wobei R. die Wahrnehmung machte, daß nichts passiert sein könnte, da Beide noch munter und gesund waren. Nunmehr faßte er wiederum den Plan, seinen Herrn und Fräulein Kühnel zu vergiften, indem er die übrige Hälfte der Sublimatlösung in eme halbe Flasche Rotwein goß, welche Dr. Schäfer und Fräulein Kühnel mittags trinken sollten. Rieger selbst hat, um sich das Leben zu nehmen, aus der Weinflasche getrunken und ist bald darauf unwohl geworden. Während Dr. Schäfer nicht aus der Weinflasche getrunken hat, hat Fräulein Kühnel von dem Wein genossen und ist darauf sehr krau k geworden. Nur durch sofortiges Anwenden von Gegenmitteln ist es gelungen, Fräulein Kühnel am Leben zu erhalten. — Nach dem Ergebnis der Beweisailfnahme wurde Rieger wegen Giftniordversuchs zu 7 Jahren 6 Monaten 2 Wochen Zuchthaus, 2 Jahren Ehrverlust und Entfernung aus dem Heere verurteilt. Handel und Uerlrehr. Volkswirtschaft. Frankfurt a. M., 15. April. Die in der heutige-,! Sitzung des Aufsichtsrates der Consolidirten Alkaliwerke Westeregeln vorgelegte Jahresrechnung pro 1901 schließt nach Vornahme der Abschreibungen von rund 1 393 000 Mk. mit einem Reingewinne von rund 2141 000 Mk. Nach der Dotirung der gesetzlichen Reserve mit 100 000 Mk. Zahlimg der statutarischen Tantldme und Dotirung des Pensions- und Ilnterstützungsfonds mit 70 000 Mk. soll der Generalversammlung vorgeschlagen werden, auf jede Stamni- aktie eine Dividende von 17% und auf jeden Genußschein 32.45 Mk. zur Verteilllng zu bringen. Die Generalversammlung wurde aus den 23. Mai festgesetzt. Kassel, 15. April. Wie die Konkursoerwaltung der Treber-^ gesellschaft bekamit giebt, wird an die Gläubiger der Aussichtsratsmitglieder Hermann und Arnold Sump f 1 Prozent Kon- kursdioidende zur Auszahlung gelangen. Die Auszahlung von 1 Proz. Treberdividende ist vor Mai 1903 nicht zu erwarten. Bom Eiseumarkt. Berliner Berichten zufolge herrscht bei den Berliner Eisengroßhändlern keine große Zuversicht auf das Z u- tandekommen des deutschen Walzwerkverbandes. Inder Versammlung vom 10. d. M. wurde die Bildung des Verbandes osficiell nicht besprochen Ein Antrag auf offizielle Festsetzung des Preises auf 115 Mk. wurde abgelehnt, lieber’ die Lage des Eisenhandels erfährt ein Correspondent der „F. Z.", daß der Absatz wenig besser ist; die Fabriken seien nicht gut beschäftigt. Das Sau» aeschaft sei besser in Folge des billigen Geldstandes, wodurch einiger Ausgleich geschaffen wird. Der Export ist vorläufig noch gut, die Preise vielfach verlustbringend. Die deutsche Maschineuindustrie. Aus dem Geschäftsbericht der deutschen Maschinenbauanstalten entnehmen wir, daß sich die chlechte Eonjunktur des vergangenen Jahres auch in der Maschinenbranche bemerkbar gemacht hat. Die Beschäftigung ist stark zurückgegangen und um den Betrieb einigermaßen aufrecht zu erhalten, mußte teilwessc mit Verlust gearbeitet werden. Auch der Exportverkehr hat unter den Verhältnissen gelitten, wenn auch nicht stark. Die Maschinenausfuhr betrug rund 220 000 To. gegen rund 240 000 To. im Vorjahre. Allerdings hat auch die Äiaschinen- einfuhr einen Rückgang erfahren und zwar von rund 3000 To., so daß die Bilanz des Außenhandels in Maschinen sich gegen das Vorjahr um 10000 To. zu Gunsten unserer Ausfuhr verbessert hat. Der Hauptabnehmer der deutschen Maschinen war nach wie vor Rußland. Im klebrigen ist mehr unb mehr zu bemerken, daß die Güte der deutschen Maschinenfabrtkate im Ausland immer mehr Anerkennung findet; es geht dies besonders aus der Lieferung von Maschinen für Elektrizitätswerke und aus der großen Nachfrage nach deutschen Lokomotiven hervor. Oesterreichische Südbahn. Die Actien dieser Bahn sind neuerdings zurückgegangen, da verlautet, es würde gegen die Bestellung eines Kurators für die Prioritäten Protest erhoben werden. Begründet soll dieser Protest damit werden, daß die geplante Hinanschiebung der Amortisationsfristen eine Benachteiligung der Prioritätenbesitzer tm Gefolge haben würde. Stuttgart, 15. April. Die Fusion der beiden größten würt- tembergischen Maschinenfabriken Eßlingen und Kuhn in Berg bei Stuttgart ist jetzt perfect geworden. Tie Firma Kuhn soll in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt werden. Iandwirtschast. 0 Jungviehweiden. Der Weidebctrieb auf den vom landwirtschaftlichen Provinzialverein eingerichteten Jungviehweiden Wernings (Kreis Büdingen), Tiergarten bei Hungen, Zell (Kreis Alsfeld) unb Lauterbach, sowie auf ber Fohlenweide Merlau (Krs. Alsselb) wird am 2. Juni eröffnet. Zugelassen werden junge Rinder, Simmenthaler und Vogelsberger Rasse, int Alter von IV, bis 2 Jahren und Bullen von V, bis 1 Jahr, welche von in das „Herdbuch" eingetragenen Eltern abstammen. Das Weidcgeld beträgt für Rinder pro Stück und Weidezeit (vom 2. Ium bis anfangs Oktober) 55 Mark, wozu der Provinzialverein einen Zuschuß von 20 Mark leistet. Außerdem nimmt der Verein sämtliche Rinder in Selbstversicherung. Das Weidegeld für Fohlen beträgt pro Stück und Periode ebenfalls 55 Mark. Eistnlrnhn Zeitung. Butzbach, 15. April. Gestern wurde hier die Butzbach — Lichcr Eisenbahn-Aktiengesellschaft gegründet und die erste Rate des Aktienkapitals mit 25%, also 137 500 Mk. von den Actio- nären angezahlt. Zu Ausschußmitgliedern wurden nach der „Butzb. Ztg." gewählt; Bürgermeister Küchel-Butzbach, Bürgermeister Reuhl-Gambach, Oekonomieral Hoffmmm-Höfgüll, Dr. jur. Jaffä- Berlin, Verkchrsdirector Awe-Berlin. In den Vorstand luuiben gewählt: Landtagsabgeordner Joutz-Butzbach, Regierungsbaumeisler Reh-Berlin. Tie Ausführung der Bahn liegt der Bahnbaugesell- schast Lenz u. Eomp. in Berlin ob. In etwa % Jahren dürste die Bahn fertiggestellt sein. Spurt. FrühjahrSgautag des Gauverbands IX dcS Deutsche« Rad,ahrerbnndes. Zu den Verhandlungen, welche tm großen Saale der „Alemannia" zu Frankfurt a. M. am Sonntag vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr 8 frage seinen Arzt. 2053 Von zahlreiche» wissenschaftliche» Autorl täten und vraklischcn SlcrUe» geschätzt, sind die Apotveker Rich. Brand t'- schen Schweizervillen seit Jahrzehnten In allen Kreisen da» beliebteste Hausmittel. Ansichtspostkarten der Schweiz, die interessan.testen Gegenden, 24 Serien ä 5 Stuck sind in fast ollen Apotheken gratis erhältlich Es starben art: Zusammen: Diphtheritis Lungentuberkulose Lurtgenbrand Lungenentzündung Stimmritzenkrampf Tarmkatarrh Sarkom Gehirnerweichung Nierenentzündung Meteorologische Beovachrungerr der Station Gießen. Forman (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman-Watte (Dose 30 Pfz.) In hartnäckigen Fällen Forman-Pa stillen zum Jn- halircn 50 Pfg. Wirkung frappant ! In allen Apotheken. Man Erwachsene: im Wöchentliche Zlebeeßchtder Wesfälle in her Stabt 6it^n. 14. Woche. Vom 30. März bis 5. April 1902. Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Militär). 'Sterblichkeitsziffer: 22,08, nach Abzug von 5 Ortsfremden 12,05%«. Kinder Summa: 11 (5s 7" (4) ' 2 2 (1) Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todessälle in der betreffenden Krankheit auf von cnlswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Morgen begannen, waren 68 stimmberechtigte Delegierte, sowie eine große Anzahl weiterer Vereinsvertreter erschienen. Dem Bericht oes 1. Vorsitzenden entnehmen wir, daß das sportliche Leben im Gau auch wahrend des Winters ein sehr reges gewesen ist und in jeder Beziehung erfreuliche Resultate gezeitigt habe. Besonders erwähnenswert seien die bei den Winterfesten der Gauvereine in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Aschaffenburg, Mainz, Gießen und Höchst gebotenen sportlichen Veranstaltungen. Zwei Vereine seien dem Gauverbaitd weiter bet- getreten. Ter letztere habe durch Herausgabe etites wertvollen Handbuches — welches an alle Gaumitglieder kostenlos verabfolgt wttrde — einem lang empfundenen Bedürfnis Rechnung getragen. Aus dem Kassenbericht des Gauzahlmeisters gingen die besten und geordnetsten Fittaiizverhältttisse hervor; der Tourenbttchfonds beträgt ca. 3000 Mark. „Bill i g e" Fahrräder. Unter diesem Titel richtet der „Cyclist" die folgenden Mahnworte an seine Leser: Mir haben zu wiederholten Malen vor dem Ankauf billiger Räder gewarnt, die von Händlern angepriesen werden, welche keinen Ruf, es sei denn, einen nicht beneidenswerten, besitzen. Wir komtnen von Zeit zu Zeit wieder auf diese Mahnung zurück, um Radnovizen, die sich leicht durch die Ankündigung eines „unerreichten" Fahrrades ködern lassen könnten, vor einer bösen Enttän-schung zu schützen. Heute, wo die hervorragendsten Firmen Räder zu annehmbaren Preisen liefern und in den meisten Fällen in eine ratenweise Abzahlung einwilligen, wäre es geradezu widersinnig, sich beim Ankäufe eines Rades an Leute zu wenden, welche die einzelnen Bestandteile aus allen Windrichtungen zusammenbringen, daraus ein „neues" Rad herstellen, um es unter einem pompösen Namen ihren ahnungslosen Opferit zu verkaufen. Eine Maschine mit schleuderhaft verlötheten Rahmenrohren, mit einem Zubehör, das irgendwo von einer zu Grunde gegangenen Fabrik zu einem Spottpreise zusammengekauft wurde, und mit Pneumatiks einer unbekannten Marke ist weit 'entfernt, den Namen Fahrrad zu verdienen. Vor Allem ist es kein billiges, sondern ein immens teures Rad, wie der bedauernswerte Anfänger aus den fortwährenden Reparaturkosten nur zu bald erfahren wird. Wir möchten darauf schwören, daß ein also Geprellter sich kein zweites Exemplar dieser „unerreichten" Marke an- schaffcn wird. Nichts ist so teuer als eine wohlfeile Schundware; dies wird gewiß jeder ehrlich denkende Mensch unterschreiben. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Donnerstag den 17. April*): „Figaros Hochzeit." Freitag den 18. April: „Das süße Mädel". Samstag den 19. April: „Norma". Sonntag den 20. April: „Fra Diavolo." Schauspielhaus. Donnerstag den 17. April: „Alt-Frankfurt". Freitag den 18. April: „Uriel Acofta." Samstag den 19. April: „Viel Lärm um ttichts." Sonntag den SO. April, nachmittags 3 Uhr: „All- Heidelberg". Abends 7 Uhr: „Der Fall Cletnenceau." Montag den 21. April: „Alt-Frankfurt." *) Anfang, wenn tticht anders bemeckt, abends um 7 Uhr. April Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Lllft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstcicke Wetter 15. 235 745,7 18,4 8,4 54 E. 4 Sonnenschein 15. 9“ 746,1 10,5 7,4 79 ENE. 2 Sternh. Him. 16. 7« 748,3 4,0 4,5 73 NE. 2 Sonnenschein Höch te Tem peratui am L4. bis 15. A pril + 20,0° O. Niedrigste ii 14. „ 15. » 4- 8,1° C. 1 (1) 3 (2) 3 (2) — L(1) 1 (1) 1 (1) — — 1 1 — 1 __ — 1 1 —- 1 — 1 (1) 1 (1) — 1 1 — 1 1 — — aus 'araus Dhrck!. mens teures »tat f0I1, ,fahren wird. Geprellter sich Marke mu ne wohlfeile W denkende en. Mvi, ,, iMobt O "'chfonds (jg, ein m.pompösen mrohren, mit L Grunde ge- mmengelnuft wten edienen. Vor r^el richte 'S 4r‘ Sg”f b,l. ^ni16l »er, ,»SdL :,cs5 ,. ^ahrradeq Achm, }lt r«en äiöjJt “taSöllett ”"e es je, ' Rodes J inhteiie Mt? Freitag ien 19. Apr§ , Freitag den l: Lärm 3 Uhr: ,M- au/ Montag um 7 Uhr. äeü~ Wetter Sonnenschein Lternh. him. Sonnenschein 20,0° 0. 1902. Mann Militär). ?• linder vom c: 2.-15. Jahr KD 1 rr-"" Mn othelc'u 2O-3 •ten -eadch, ’Jf rDaltli» ---20)., a an, wre vrü mlömörts nach -r Z -5 «ft ■* OJ .o E 5 o CD =C E rR> "ft , 2 ' CD E 5 vO E o p er a o o eft •ft O» vQ e CD c E C 2 o ö o C4 >8 s ä. UP c ‘cd C w e «ft CS ö o 04 p. .3- <5 E c >2 © C4 V .5 c *Ö El» _o c >8 G CD. O © T3 C «ft E CD © E «ft «ft jO CD E o P s E E © «ft -2- CD E ’o X «ft E zd 2 _ CD E E cv CD £ 5 ga CDZD . e up -o <2 E ’Sa. -2 E o • - 2 E j« *6" sP CD E. *2^-2 Q • p Uv «ft E © 'S E - — . c C «ft «ft *p p C4‘£ Ü 73 ä u—VD C<£> tS o p p E g^^E JSsa o p ° CD jO 2 _ 2 XD ,tn .a c P vQ Ell e«p c e ♦ ° ss «$> guE- 5 P Po i; Ei:?? O » VD g Q -O Ü E G? Q . Sei-; <Ö> E p c o E “» E p ■ — p CD E E 5 E iE: CD O 2 "-o o •— n® Ä V A ZD E E E C 'S 2 ,O 5 CD 7 I « CD p^p-2^ Z. 2 o «ft Lö E o E. E 2, 2 E. u_ o T7«r> zd --r-, W ¥ 2 EE E-ö o C E CD E 2.5 o E ~ - 5 e> E E E 2 9- Z §1 ZL «s, o — «ft . ?L -w •** O r rv «> 2$ a p- CD :Q 2 Lc7 CD » 2 E o = 25 Ao E ZN-'E K §Z ttE jQ -O ’E p 2 8 4 A o CD Z'o Uv C4 ;= "o ° 2 up__ «ft o c "p = E E P cv o E£ü ^04^*2 p e & S p K> • O 5 ®x Ä — CDJ3 CD UP **—> ZD E "2 cd E ö ä = c © ZD = « 2 , , es c fcS o c o cj p ES E 04 wa o c (E a ' C4 k* 2 O L) E ZD — S$ E :C •— O E l— .* vp E UP—z o £ p o CD 2 CD C E.'S' =a, 2 cv im. © d±_ c AZ, *c5" CD P C o s-ÄZ cv E C *E •"' -E rc L) _ O Q P E CD 2 E -C I® E 'S CTE Ed- A§ 22 *2 o p 5 s "US E NOS 3j ®’o x rt jg®05 sä- *» N c m p ^«.4 c 2i O 2 S ^-2 O § P< P tj3" rr rs er. c •# .ts •* p5' « * 2 O -Q P p , rr « e g - p 2 w Z-Z» e;c2 e »S :~ p EP?^2 EE - 2 e p’S' "57 --- 5 vd CO a> D~ ZS CD . -2 OD O 2 « c «ft UP CD CD c- ES- N- CD C s 2 C O ’e sO er K -J e> E 10 CD § § P E 8‘ p a E OH «3 I P O «ft 5 E(fl Ü UP p p o_<ä e? § © sr Z . ” E <3 Ä w C o o >2 cd 2 — r-f P 42 O UP —» CD «ft >b - K ®E S E 2 JO Z--L.«ft 2s‘E' O ■ti *i— p 2. 5 N- cd -r- X «■§ E^N 5$ CD B'J o . s« £8- .»« «ft A.2 -T8 «ft p _ g & 2 lEL © «ft K tp" § E E CQ.S CD.5 ■~ cv >E" «=> c sO o — Zv cv ‘öS = mL E - 2 >8 C ^(9 Ö7 « sw w 2 iE I© C -P CD E 1-1 C , , «ft E -SS — p £ p -2^ Q P P «ft ZLß 52 P — 2 c-c Le up'e p e% ea 5? 6>) o o o <0 o <0 z§G CD p ,E e a. c 57 <£) $7 p -Es75 c _= >8 .. — 8 o 7. 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