Nr. 242 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien- hiätter viermal in der Woche beigelegt. Rotattonßbrud u. Ver* lag der Brühl'schen Ünwers^Buch- u.Stein» vruckerei (Pietsch drbert) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Eldresie für Depeschenr «uzetger Gießen. Fernsprrchanschluß Nr. 51. Zweites Blatt. 152. Jahrgang Mittwoch 15. Oktober Gichener Anzeiger General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ve-agsprei», Monamch7b Ps^ üiertefa jährlich Mk. 2J2O; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatltch 6o Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel jährl. auöschl. Bestellg. Anaabme von Anzeige« für die TageSnumme, biS vormittag- 10 Uhr, ZellenpreiS: lokal IS^L auSwärtS 20 Pfg. verantwortltchr für den polit tu allgem. Lett: P. Wtttko: fü, „Stadt und ßanb* und ^Gerichtssaal^l 6 nrt Plato; für den lli> zeigenteil: HanS Beck. 3>ie yeutrge Mmmer umfaßt 12 Seiten. Politische Tagesschau. Nationalliberaler Delegiertentag in Eisenach. Prof. Hieb er hielt über die Stellung der Partei zur Sozialpolitik eine Rede; die Partei wolle eine ehrliche Mitarbeit an der Förderung der sozialen Fragen; auch die Arbeiter müssen das Gefühl haben, daß des Reiches Ehre ihre Ehre, daß des Reiches Interesse ihr Interesse ist, daß sie darum freudig Mitarbeiten müssen an der Wohlfahrt und Macht des Reiches. Tie soziale Arbeit sei größtenteils Kleinarbeit mühseliger Art und manchmal undankbar. Aber gerade das Bürgertum hat diese Aufgabe zu übernehmen, als Arbeit des deutschen Pflichtgefühls, des männlichen Mutes, des praftischen Christentums. (Stürmischer Beifall und lang anhaltendes Händeklatschen.) Ter Abg. Prof. Friedberg dankte namens der Versammlung dem Vorsitzenden und dem Ortsausschuß für die gastliche Ausnahme. Tas Schlußwort hielt der Präsident des Tages, der Abg. Wagner-Kempten; er dankte den Referenten, der Stadt Eisenach und dem Eisenacher Reichsverein. Ter Delegiertentag habe bewiesen, wie wertvoll es sei, wenn man von Zeit zu Zeit zusammen tage, wenn 4kord und Süd sich nähern, wenn der eine Teil des Reiches die Bedürfnisse und Wünsche des andern Teiles kennen lernt. Tas Ergebnis sei eine neue Festigung der Partei; eine Uebcreinstimmung sei zu tage getreten, die bewundernswert war. Auch in der Zollfragc sei man einig über die Kardinalpunkte, erstens daß für einen besseren Schutz der Landwirtschaft gesorgt werden muß, zweitens daß Zolltarif und l a n g f r i st i g e H a n- delsVerträge notwendig sind, drittens daß die Regierungsvorlage im wesentlichen die richtige Grundlage für diese Politik abgicbt. Wenn auch in anderen Punkten einige Meinungsverschiedenheiten AuÄrruck gefunoen haben, so wolle man die verschiedenen Bedürfnisse und die Macht der Verhältnisse berücksichtigen. Es sei also keine Veranlassung zu sagen, man sei auch hier nicht im wesentlichen einig gewesen. Das Ziel sei die Festigung der Macht und der Wehrkraft, der friedliche und freiheitliche Ausbau des Reiches, Wohlstand int Volke und Wunsch, daß jeher, auch der Kleinste sich frei und wohl im Vaterlande fühle. Dann wurde mit Hochrufen auf die Partei der Parteitaggeschlossen; abends folgte ein Kommers im Waldhaus, loo Einstimmigkeit darüber herrschte, daß die Tagung die erfreulichste seit einer langen Reihe von Jahren gewesen ist. Der österreichische Ministerpräsident v. Körber ünterbreitetc am Dienstag einer Konferenz die Grundsätze bezüglich der gesetzlichen Regelung der sprachlichen Verhältnisse bei den landesfürstlichen Behörden Böhmens. Für beide Länder gelten folgende gleichen Grundsätze: Tie deutsche Sprache ist in dem bisherigen Umfange zu gebrauchen 1. im gesamten Verkehr mit den Militärbehörden und der Gendarmerie für deren dienstliche Anforderungen; 2. im Verkehr mit den Behörden außerhalb Böhmens und Mährens; 3. die deutsche Sprache ist ferner zu gebrauchen von allen landesfürstlichen Behörden sowohl im inneren Dienstverkehr wie auch in amtlichen Konferenzen urcd in allen Angelegenheiten der bewaffneten Macht, weiter bei Vorlegung von Berichten, Gutachten und Geschästsausweisen an den Zentralstellen, bei Informationen, Berichten usw. in staatspolizeilichen Angelegenheiten und solchen der Sicherheitswache, und endlich bei den Qualifikationstabellen der Staatsbediensteten, außerdem bei allen landesfürstlichen Kassen und Aemtern, bei Führung der Kassenjournale usw., welche von den Zentralorganen benutzt werden, wie in allen Betriebs- und Verkehrsangelegenheiteu im inneren Dienst, dem Geschäftsbetrieb des Post- und Telegraphendienstes und der der Zentralleitung unmittelbar unterstehenden staatlichen Anstalten sowie für den gegenseitigen Verkehr der betr. Organe und Aemter. Abgesehen hiervon sind grundsätzlich bei den landesfürstlichen Behörden zu unterscheiden: ein» sprachiges böhmisches, einfprachiges deutsches und zweisprachiges Sprachgebiet. Als einsprachig gelten jene Gerichtsbezirke, in denen bei der Volkszählung von 1900 und bei jeder zweiteir jeweiligen Volkszählung weniger als 20 Prozent der ansässigen Bevölkerung eine andere Landessprache als Umgangssprache angegeben haben. Alle anderen Gerichtsbezirke find zweisprachig. Darnach richtet sich auch die Einsprachigkeit oder Zweisprachigkeit der landesfürstlichen Behörden. Mehrere Gerichtssprengel umfassende Behörden sind zweisprachig, wenn ttn oder mehrere dieser Sprengel anderssprachig sind als die übrigen. In der Konferenz mit den Vertretern der Deutschen in Böhmen hob Ministerpräsident v. Korber hervor, daß die Grundzüge der Sprachenverordnung nach den Erfahrungen der Behörden zusammengeftellt seien, sie seien aber nrcht unabänderlich. Der Ministerpräsident betonte die Notwendigkeit einer Verständigung und ersuchte, sich über die Grundsätze zu äußern. In tschechischen Kreisen bezeichnet man natürlich diese Lorschläge Körbers als zur Erörterung völlig ungeeignet und nennt es Frevel, daß die Regierung mit solchen Vorschlägen hervortrete. Tie deutschen Abgeordneten find der Änjiaft, die Vorschläge Körbers müßten einer grundlegenden Aenderung unterzogen werden, falls sie zur Grundlage tcher Beratung tauglich sein sollten. Deutsches Reich. Berkin, 14. Okt. Tas ,,B. T." verkündet durch ein „Spezial-Kabeltelegramm", daß der Kaiser einem Herrn Boas in Newyvrk sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift geschenkt habe. BoaS ist Agent der Hamburg-Amerika-Linie. — In gut uttterrichteten englischen Kreisen gilt es als feststehend, daß Kaiser Wilhelm nach seiner Ankunft in England am 8. November, also dem Tage vor dem Geburtsfeste König Eduards, unmittelbar nach Sandring- ham, dem Landgute des englischen Monarchen, sich begeben wird, um dann die ersten englischen königlichen Dragoner in Shorncliffe zu inspizieren. Tas Regiment ist erst in diesen Tagen von Südafrika zurückgekehrt. Es mag hierbei erwähnt werden, daß der Kaiser seinem englischen Regiment die größte persönliche Aufmerksamkeit zu teil werden läßt. Während des südafrikanischen Krieges sandte er von Deutschland aus an das Regiment wiederholt Glück- wunschadressen und er verfehlt niemals, ihm alljährlich am Jahrestage der Schlacht von Waterloo (Bellealliance) ein Angebinde in Form eine§ Kranzes zustellen zu lassen. — Ter deutsche Botschafter in London, Graf Wolff- Metternich ist in Kabinen eingetroffen. — Tie Berliner Handelskammer-Wahlen der 3. Abteilung sind vom Bezirks-Ausschuß als Berufungs- Instanz für ungiltig erklärt worden. — Abg. Tr. Pach nicke (freis. Vcrgg.) legte sein Amt als Schriftführer des Reichstags nieder, da ihm gerade für den bevorstehenden Tagungsabschnitt eine besonders starke Ueberbürdung mit Geschäften in Aussicht steht. — Tie Interpellation der sozialdemokratischen Reichstags-Fraktion wegen der Fleischnot hat folgenden Wortlaut: „Welche Maßregeln gedenkt der Reichskanzler zu ergreifen, um der Steigerung der Fleischpreise, die seit geraumer Zeit eingetreten ist und in steigendem Maße eine Kalamität für immer weitere Schichten der Bevölkerung wird, entgegenzutreten." — Wie bestimmt verlautet, wird der Reichskanzler die Interpellation am Donnerstag nicht beantworten, sodaß an diesem Tage also bereits die zw eite Beratung d es Zolltarifs beginnen wird. — Tie preußische Staatsregierung hat der ostpreußischen Südbahn-Gesellschast, der Marienburg- Mlawka-, der Altdamm-Colberger, der Stargard-Cüstriner, der Kiel-Eckernförde-Flensburger und der Breslau-Warschauer Eisenbahn-Gesellschaft für die Abtretung ihrer Unternehmungen an beit Staat Anerbietungen gemacht, deren Wortlaut vom ,Lieichsanz." veröffentlicht wird. — Der Verband rheinhessischer Weinhändler, der vor kurzem an den Reichskanzler eine (Eingabe wegen Abänderung der Ausführungsbestimmungen zum Schaumwein st euergesetz gerichtet und um eine Revision der Verordnung gebeten hatte, hat vom Reichsschatzamt folgende Antwort erhalten: „Auf die Eingabe vom 27. September d. I. erwidere ich ergeb enft, daß die zu den Schaumweinsteuer-Ausführungsbestimmungen geäußerten Wünsche bereits früher geprüft worden sind, und daß sich erhebliche Bedenken gegen ihre Berücksichtigung ergeben haben, die bisher nicht beseitigt sind. Ter Reichskanzler." — Tie deutsche Buren-Zentrale in München hat uns ihren Rechenschaftsbericht über ihre zweijährige Thätigkeit eingesandt. In dieser Zeit hat sie rund 212 000 Mk. bar Geld und 150 000 Mk. in Waren an die Buren abgeliefert. — Bei den Wahlen zum oldenburgischen Landtag verloren die Agrarier sieben Mandate. Die Sozialdemokraten gewannen fünf, die Liberalen zwei. Stuttgart, 14. Oft. Tie Nachweijung der Rechnungsergebnisse des Staatshaushalts für das Etatsjahr 1900 ist über Erwarten günstig. Ten Voranschlag haben die Einnahmen um 3 132 386 Mk., die Ausgaben um 1009 125 Mk. überstiegen. Tas Gesamtergebnis berechnet sich somit gegenüber dem Etat günstiger um 2123161 Mk. Ta der Etat mit einem Fehlbetrag von 162 837 Mk. abgeschlossen hatte, so beträgt der Ueberschuß nunmehr 1960324 Mk. Er geht in die Restverwahüing für 1901 über. Heer und Flotte. Berlin, 14. Oft. Tie angeordneten Truppenverlegungen haben ftatjtgefunben. Ter Stab sowie die 1., 2. und 5. Eskadron desHusaren-Regiments Nr. 13 wurde von Frankfurt a. M. nach Mainz verlegt, wo das ganze Regiment nunmehr vereinigt ist. Nach Frankfurt kommen der Stab und die 1. Abteilung des 2. Nassaui- ch en Feldar tille-r ie-Regiments Nr. 63 von Mainz. Ferner haben die 3. und 4. Eskadron des Littaui- schen Ulanen-Regiments Nr. 12 ihre Standorte Insterburg und Goldap miteinander vertauscht und die 8. Kompagnie des Hohenzollernschen Fußartillerie-Regiments Nr. 13 ist von Neubreisach nach Altbreisach verlegt worden. — Gegenwärtig findet ein Jnformationskursus für Generale bei der Jnfanterie-Schießschule in Spandau-Ruhleben ’tatt, zu welcher neun Generale der Kavallerie oder Feldartillerie kommandiert sind. Hierzu haben das 11., 14., 15., 16., 17. und 18. Armeekorps je einen General gestellt; außerdem nehmen noch ein Kavallerie-Inspekteur sowie ein sächsischer und ein württembergischer General an diesem Kursus teil, der am 21. d. M. schließt. — Der Ko mm and eur der 25. T-ivision hat folgendes Dankschreiben erlassen: Dem Großh. Ministerium beehrt sich die Division sehr ergebenst mttzuteilen, daß die Mfnahme, welche die unterstellten Stäbe und Truppen wahrend der Manöver seitens der Bevölkerung der Provinz Oberhessen gefunden haben, eine ausaezeichnere war. Ter Patriotismus der Bevölkerung zeigte sich in den häufigsten freiwilligen Angeboten, Einquartierung zu nehmen, im günstigsten Lichte. ES sind zahlreiche Fälle bnkrrnH geworden, in welchen die Quartiergeber in Verabreichung der Beköstigung weit über das Pflichtmäßige hinauSgingen. Besonderes Entgegenkommen zeigte auch die Einwohnerschaft der durch bie Einquartierung stark in Anspruch genommenen Städte Friedberg und Bad-Nauheim. Dem Gr. Ministerium wäre die Division für Uebermitthing deSDanküS an die patriotische Bevölkerung OberhessenS sowie auch an die um die gute Aufnahme der unterstellten Truppen verdienten Behörden zu besonderem Tanke verpflichtet. Ausland. London, 14. Okt- Ein hiesiges Blatt meldet auS Rom, die von Deutschland vorgeschlagene Kon- ferenz über drahtlose Telegraravhie würde nicht zu stände kommen, da England, Frankreich, Italien und Rußland noch nicht auf den Vorschlag geantwortet hätten. (Nach zuverlässigen Informationen liegt keinerlei Grund vor, welche eine so pessimistische Auffassung rechtfertigen.) — Den „Times" wird unter dem 13. Oktober aus Shanghai gemeldet: Es verlautet, daß die Abreise der fremden Garnisonen aufgeschoben und solange ungewiß ist, bis die beiden Posten der Vizekönige von Nanking und Witschang in sicheren Händen zu sein scheinen. Es ist noch ungewiß, ob bte vorläufige Versetzung deS bisherigen Vizekönigs von Wutschang, Tschang-tschi-tung, nach Nanking bestätigt wird. Aus glaubwürdiger Quelle stammenden Nachrichten zufolge, wird als dessen Nachfolger her frühere chinesische Gesandte in Berlin, Lu, genannt. Haag, 14. Okt. Nachdem in Anwesenheit Krügers am Sonntag in der Kirche eine Art Abschiedsfeier abgehalten war, reiste der Präsident heute in einem Salonwagen von Utrecht nach Men tone. Mit Krüger reiften Dr. Hymans, Pfarrer van Broethuizen, Adjutant Bredel! und Krügers Tochter, Frau Cloff. Paris, 14. Okt. Aus dem vom Finanzminister der Kammer vorgelegten Budget für 1903 ist hervorzuheben: Die Ausfuhrprämien für Zucker werden ab geschafft, entsprechend den Beschlüssen der Brüsseler Kvn- serenz; gleichzeitig wird die Zus atz st euer auf Zucker von 65 auf 25 Francs herabgesetzt. Der Minderertrag wird durch den Ausfall der Prämien nicht vollständig gedeckt, es bleibt eine Lücke von 40 Millionen auszufüllen. Davon sollen 19 Millionen durch Erhöhung derTabak- preise gedeckt werden. Das Vorrecht der ländlichen Brenner auf steuerfreien Haustrank soll auf 20 Liter im Jahre beschränkt werden, was einen Mehrertrag der Getränkesteuer von 50 Millionen ergiebt. — Der Staatsvoranschlag stellt fest: Zur Erzielung des Gleichgewichts sind 207 Millionen neue Mittel nötig Unter diesen neuen Mitteln befinden sich die Einnahmen aus der Konversion der 3i/a prozentigÖr Rente, die Regelung des Privilegiums der Hausorenner, Revision der Rechte der toten Hand auf bebaute Grundstücke, die Ausgabe von Schatzscheinen mit sechsmonatlicher Laufzeit usw. Bei Einrechnung der neuen Mittel weist das Budget einen Ueberschuß von 500 000 Frcs. aus. — Die Burengenerale Botha und De Wet statteten heute dem Louvre einen Besuch ab, während D e l a r e y wegen Unpäßlichkeit im Hotel zurückblieb. Alsdann fuhren beide, von einer zahlreichen Menge ehrerbietig begrüßt, nach dem Rathause, wo sie von dem Vizepräsidenten des Stadtrates, Le Menuet, und mehreren Staotraten begrüßt wurden. Nachdem die Generale dem stürmisch geäußerten Wunsche der vor dem Rathaus sich drängenden Menschenmassen, sie zu sehen, durch Erscheinen auf dem Balkon entsprochen, hieß Le Menuet die Generale in einer kurzen Ansprache willkommen. Wir begrüßen, sagte er, in Ihnen die bewunderungswürdigen Soldaten, bie bis zum Enbe für ihr Land gerümpft haben, bie großen Männer, bie an bem Wiederaufblühen ihres Landes arbeiten wollen und die sich an alle Franzosen wenden, mit einem Aufruf zum Besten der Opfer des furchtbaren Krieges. Botha dantte in seiner Erwiderung für die freundliche Aufnahme in Paris. Dann begaben sich die Generale unter erneuten Huldigungen der Menge in das Hotel zurück. — Hier geht das Gerücht, Ch am b er la in wolle die Burengenerale deshalb noch einmal empfangen, um mit ihnen über die Transvaalanleihe zu konferieren. — Ter „Franyais" weist auf die Meldung eines hiesige- Blattes, wonach man sich in Kiel angeblich die Modelle aller fremden Unterseeboote, auch die der französischen, verschafft habe, und greift den Käbinettsdireftor des Marineministeriums sehr heftig an, weil derselbe den Schweizer Ingenieur Pictet beauftragt habe, den Plan ür ein neuartiges Unterseeboot auszuarbeiten. Wien, 14. Okt. Das „Fremdenblatt" schreibt, anknüpfend an Berliner Zeitungsmeldungen, nach welchen der gegenwärtige Botschafter am hiesigen Hofe, Fürst' zu Eulenburg, die Absicht hätte, mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand demnächst um Enthebung von seinem Posten nachzusuchen: Es sei die in verschiedenen Blättern chon oft gehörte Behauptung wieder aufgetaucht, Fürst jU Eulenburg übte während seiner Thätigkeit einen Ein- lufe auf die innerpolitischen Fragen Oefter- reichö aus. Eine solche Einmischung fand, so erklärt das „Fremdenblatt", niemals und in teurem Falle statt. Fürst zu Eulenburg) fei sich der Grenzen seines Wirkungskreises, jiU sehr bewußt gewesen, um nicht jede Stellungnahme zu Fragen, die au rbülb desselben gelegen wavöü, zu eine dort vorliegende amtliche Mitteilung, daß die t gearbeitet wurde, betrug der im letzten Jahre erzielte Reim von über 800 Mark. es sich ergeben, daß der Grabstein einem Soldaten ober Veteranen der 22. Legion gesetzt worden war. — Auch in kam, te einem den sei den fid darauf mit cir digung urteilt 1 pauseS, Äünhfgu Vorhang etoa 25 "es Urt kostenfüll brr vont Port auf gefährde btl ^mrnen klagten Nten h selb , er bc Zellen •!! Gramm f ab, fiel । § Butzbach, 14. Oktober. Heute fand in feierlicher gewinn 754 Mark 45 Pfg., wovon 6 Prozent Dividende Weise die Einweihung deS neuenRealfchulgebaudeS auf die Einlagen und 2 Prozent Warenrückvergütung be- dahier statt. Um 10 Uhr vormittags bewegte sich ein statt- zahlt wurden. Das Warenlager repräsentierte am Ende deS licher Festzug von dem alten Schulhause nach dem Neubau, Geschäftsjahres einen Wert von 4091 Mark 16 Pfg. Alle woselbst im Beisein der Herren Oberschulrat Nodnagel, Waren werden nur gegen Barzahlung abgegeben. — In Oberbaurat Klingelh öffer und Kreisrat Fey bie lieber- der Forsterslraße wurden jüngst bei daselbst vorgenommenen statt, wobei Herr Direktor Jäger die Festrede hielt. Nun wurde das neue Realschulgebäude zur allgemeinen Besichtigung geöffnet, von welcher Befugnis unsere Schuljugend und die zahlreichen Gäste ausgiebigen Gebrauch machten. — Nachmittags 2 Uhr vereinigte ein gemeinsame- Mahl die Festteilnehmer im Saale des „Hessischen Hof*; den Reigen der Tischreden eröffnete Herr Kreisrat Fey, welcher seine Ansprache mit einem Toast auf unseren Landesherrn schloß. In den weiteren Reden wurde der Großh. Staatsregierung, plötzlich am Freitag Abend, den 10. d. M., in die Ewigkeit abgerufen worden, nachdem er 31 Jahre hindurch in fernem Amte treu und mit Erfolg gewirkt hatte. 61 Jahre 2 Mon. bei La Victoria mit einem vollständigen Siege der Regierungstruppen endete. nutzt ?esrr z. 1 edje ®hei er gäbe der Schlüssel an den Stadtoorstand und bezw. den Erdarbeiten zwei Bruchstücke eine- römischen Grab- Direktor der Realschule unter kurzen Ansprachen erfolgte, st eines gefunden. Bei der Entzifferung der Grabschrift hat Sodann fand in der benachbarten Turnhalle eine Schulfeier war er im Jahre 1841 geboren und hatte nach Vollendung seiner Studien an der Universität Gießen eine Fürst!. SolrnS» BraunfelS'sche Patrvnatsstelle, zuletzt die in Werdorf angenommen. Unter seinen Amtsbrüdern und in ferner Gemeinde war Repp hoch angesehen und beliebt wegen seines wohlwollenden freundlichen Entgegenkommens und fernes stet- herzlichen und sachkundigen Urteils. Vielen, die sich hilfesuchend an ihn wandten, spendete er gern selbstlos und unermüdlich guten Rat; ihm war keine Mühe für andere zu viel. Im Pfarrverem Braunfels-Wetzlar nahm er eine hervorragende Stellung ein, in der Synode Braunfels war er als Assessor Stellvertreter des Superintendenten. Die Antts- brüber des Entschlafenen standen tief bewegt an feinem Grabe; sie schätzten hoch seinen festen treuen Charakter, seine vielseitige Bildung, seinen stets liebevollen herzlichen Sinn. Alle Freunde nahmen herzlichen Anteil auch an dem herben, berechtigten Schmerz, von dem erfüllt die Witwe und zwei Kinder an dem Sarg und Grab innig trauerten. R.B. Da rmstadt, 14.Okt. DerDeutscheFlotten« verein dürste mit feinen von der Kreisgruppe Darmstadt veranstalteten biographischenFe st Vorstellungen einen vollen Erfolg erzielen. Die heute Abend stattgehabte erste Vorführung im großen Saale der Turngemeinde war von etwa 500 Teilnehmern besucht. Die Bewegung der deutschen Kriegsschiffe, die Abhaltung von Schiffsmanövern und Truppenparaden vor dem Kaiser, die Feuergefechte und Seefahrten ganzer Schiffsdioisionen riften das Publikum häufig zu lauter Begeisterung hin, die sich namentlich auch dann emfteQte, wenn die wohlgelungenen Kolossalbilder der kaiserlichen Familie, des Großherzogs, des Prinzen und der Prinzessin Heinrich u. A. erschienen. Vor Beginn der biographischen Vorführungen hielt Oberlehrer Lauteschläger einen kurzen Vortrag über Zwecke und Ziele des Flottenvereins. sd. Darmstadt, 14. Oft. Am Sonntag machte ein Unteroffizier der 8. Kompagnie deS Infanterieregiment- Nr. 115 einen Selbstmordversuch, indem er sich oberhalb deS Herzens in die Brust schoß. Wie man jetzt m u-'i hat seine Lebenszeit gewährt. In Holzheim, Krei- Gießen, 0U : sitz W M Le ist JJafter den Weisenauer Steinbrüchen wurden Reste eines römischen Altars aufgefunden, die dem Miiseum überwiesen worden sind. Auch hier laffen sich römische Schriftzeichen erkennen. !- Marburg, 14. Okt. Ein Maffenprozeß, bei bent e§ sich um 11 Angeklagte handelte und etwa 40 Zeugen zu vernehmen ivarcn, beschäftigte heute den ganzen Tag da» hiesige Landgericht. Gelegentlich emeS Tanzvergnügen- : aangen H leugnet! | manu b | ihm m , solche D • gegang, I geirrt j ? zur t dieser ö ■ ; kn faß ■ linltrffl titifrle. aü unhti ttfitiulid . tina, bti 61-3 El | Zuchth • r-trutti । aif die ' überkam Linden — Zu b en Lanbta gswahlen. Aus Darmstabt wirb unC geschrieben: Wie von eingeweihter Seite behauptet wirb, soll bie Wahl bes Antisemiten Hirschel im ober- )essischen Wahlkreis Grünberg-Allenborf als Ersatz ür ben Geh. Reg. Rat Schönfelb für gesichert gelten. — Der u)irb ben: hört, ist gegen benfelben, bet sich mehrfacher Vorstrafen er- ,Jn auswärtigen unb in hiesigen Zeitungen wird bte Nach- / ' 1 ä ü CV . ' 7; .. richt eines in Mainz für bie kommende Landtagswahl zwischen fcent, roegen verschiedener werterer Vergehen, wegen Un- Zentrum und der Nationalliberalen Partei angestrebten K o m - gehorsam, UrlaubsÜberschreitung, Bestechung k. Untersuchung promisseS verbreitet. In soweit meine Kandidatur damit ver- eingeleitet. U. a. war er eines Abends, obwohl er Kasernen- fnüpft wird, ertläre ich, daß ich mich meiner Partei nur für arrc[t hatte, mit einem falschen Barte versehen, doch auS der meine Vaterstadt zur Verfügung gestellt habe. Worms, rel cLn k», m-rr- li Okt. 1902. Reinhart.* Kaserne verschwunden. Er soll sich jetzt auf dem Wege der Beste- AuS Mainz wird gemeldet: In einer Vertrauens- rung befinden. — An der im Laufe der Woche abgehaltenen männer-Versammlung der deutsch-sreisi nnig en Partei Prüfung für Gerichtsschreiber, Gericht-voll- in Ingelheim wurde beschlosten, für den Wahlkreis Jngel- zieher und Polizeikommtssäre beteiligten sich 81 ®e- heim-Finthen den Rechtsanwalt Ferdinand Börkel auS richtsschreiber-, 14Gerichtsvollzieher- und 5 PolizerkommistLr- Mainz als Landtagskandidat aufzustellen. Dieser Wahl- Aspiranten. kreis wurde früher immer durch einen Freisinnigen vertreten, bl. Darmstabt, 14. Okt. Der hiesige Zweigoerem st aber bei der letzten Wahl von dem Zentrum erobert wor- für Ethische Kultur hatte bei der Ausstellung seiner den, welches den Rechtsanwall Dr. Fr en a y von Mainz in Rednerliste für den Winter einer Dame den Vortritt gelosten, >en Landtag entsandte, der fettens des Zentrums zu der be- Frl« Alice Salomon-Berlin, Schriftführerin deS .Bundes vorstehenden Wahl wiederum als Kandidat aufgestellt wor- deutscher Frauenvereine*. Dieselbe behandelte m knappem den ist. — Der .Franks, ßtg* wird auS Darmstadt ge- Vortrag daS Thema .Die wissenschaftliche Bildung und die meldet: Gegenüber der von den Nationalliberalen aufgestellten soziale Arbeit der Frau.* Sie zeigte, in welcher Weise und Beamtenkandidatur Morneweg-Dr. Buff wurden heute warum diese beiden Begriffe, die ehedem, als es sich bei dem als Landtagskandibaten Fabrikant Langenbach unb Buch- Erwerb bes Mistens für bie Frau nur um em ihr persönlich Händler Säng nominiert. zufallenbeS Gut hanbett, oft getrennte Bahnen gingen, sich ** Die Jagb tritt mit bem heutigen Tage in ihre jetzt zu ergänzen hätten. Klare Disposition unb gesunde- Hochsaison ein, da mit diesem Tage auch die Rehgeisen Urteil waren die erfreulichen Eigenschaften deS Vorträge-, in allen deutschen Länbern geschosten werben bürfen unb nun- der gewiß auch ein größeres Aubitorium gefunben haben mehr Schußzeit für alles Wilb ist. Die Sauen sinb gut. würbe, wenn in bet Presse eine gereifte Teilnahme bafür er- Enbe bes Monats wirb auch der fette Dachs gegraben. Der weckt roorben wäre. Der Vorsitzenbe ber Gesellschaft für ethische Damhirsch ist bereits in ber Brunst. Die Waldschnepfen sinb Kultur machte barauf aufmerksam, baß am 26. Oktober ber erste auf bem Zuge. Der Krarnrnetsoogel- unb Wachtelsang be» VolksunterhaltungSabenb beS Winters stattfinden ginnt. In südlichen Ländern werden auf dem Zuge auch würde. Für diesen hat man die frühere Hofschauspielerin viele Singvögel, wie Lerchen, Stare ic. gefangen, ein Ver- Frl. Anna Ethel als Rezrtatrrce gewonnen. — Nach feiner bot thäte sehr not. In Deutschland ist außer dem Fang von Uebersiedelung nach Darmstadt hat sich der Groß Herzog Singvögeln auch das Fangen in Schlingen des nützlichen auch sofort im Theater blicken lassen. In Begleitung seiner Wildes, wie von Hasen, Rehen, Rebhühnern, für Jedermann, Nichte, Prinzessin Alice von Battenberg, wohnte er der Auf- auch für den Jäger, verboten und nur bei schädlichem Raub- führimg deS Moserschen .Hypochonder* von Anfang bitter gestattet. Im Allgemeinen wäre für viele Wildarten bei zu Ende bei. Aus Stadt und Kand. Gießen, 15. Oktober 1902. •* Gedenktage. Vor 10 Jahren, am 16. Oktober 1892, starb in Charlottenburg der Maler Georg Bleibhreu. Er besuchte die Akademie in Düsseldorf und wandte sich ber Schlachtenmalerei zu. Die Kriege 1849, 1864 unb 1866 gaben ihm reichlich Stoff zu lebenbigen, packenben Darstellungen, von benen er einige wieberholen mußte. Den Felbzug 1870/71 machte ber Künstler im Hauptquartier beS Kronprinzen von Preußen mit. Der .Einzug bes Kronprinzen in Fröschweiler am Abenb von Wörths, .Sedan*, .MarS-la-Tour* sind bebeutenbe Werke BeibtreuS. Das Zeughaus in Berlin weist eine Reihe von herrlichen Manb- gemälben beS Künstlers auf: .Angriff auf St. Privat* — .Aufruf an mein Voll*. R. B. Hof nachrichten. AuS Darmstabt wirb uns telegraphisch gemelbet: Die Prinzessin Heinrich (bie, wie in unserer heutigen Parlamentsausgabe schon gemelbet, heute morgen um 8 Uhr Gießen passierte), traf heute vormittag um 10 Uhr 15 Min. mit ihren beiben jüngsten Kinbern unb Gefolge hier in Darmstabt ein. Auf dem Main-Neckar-Bahnhof wurde sie vom Großherzog, in dessen Gefolge sich Flügeladjutant v. Röder und eine Hofdame befanden, empfangen. Die Begrüßung war äußerst herzlich. — Prinz Heinrich, der von Kiel auS hierher die Reise mittelst Automobils machte, besuchte gestern die Düsseldorfer Ausstellung. Er roirb heute im Laufe beS Nachmittags ebenfalls hier eintreffen. Morgen werben hier Großfürst unb Großfürstin SergiuS erwartet, fobaß bann mit Ausnahme ber Zarin sämtliche Geschwister beS Großherzogs hier vereinigt sein werben. — Mit militärischen Ehren würbe heute vormittag 10 Uhr bie Leiche beS Lehrers Jean Mann, ber im hiesigen Regiment als Einjährig-Freiwilliger biente, zum Bahnhof überführt. Mann war früher in Utphe, zuletzt in Hungen beamtet. Er abfoloirte seine Militärzett unb würbe jetzt währenb ber Manöver schwer krank; er war am ganzen Körper gelähmt, bie Atmung mußte ihm währenb seiner Krankheit künstlich erhalten werben. Sein Hinscheiben erregt besvnberS in Hungen, wo er mit einer jungen Dame verlobt war, allseitige Teilnahme. **VonderVolksschule. Wir brachten vor einiger Zeit in einer Notiz die Mitteilung, daß sich in der hiesgen Volksschule demnächst eine Wandlung in der Schulleitung vollziehen werde. Tiefe Aenderung ist mit dem heutigen Tage perfekt geworden. Sie besteht darin, daß der seitherige Oberlehrer der Stadtknabenschule, Hahn, zum Rektor ber hiesigen Volksschule ernannt worden ist und als solcher die Oberleitung in Händen hat. Es sind demselben 6 ei gegeben Lehrer Knauß, als Hauptlehrer ber Stadtknabenschule und Lehrer Schaaf, als Hauptlehrer der Stadtmädchenschule. Ueber die heute erfolgte Tiensteinführung derselben erhalten wir folgenden Bericht: Nachdem um 11 Uhr vormittags die Verpflichtung der Herren auf dem Kreisamte vorgenommen worden war, versammelten sich bald daraus die samllichen Lehrerinnen und Lehrer beider Scl) ul grupp en im Konferenzzimmer der Knabenschule. Präcis halb 12 Uhr erschienen unter Vorantritt des technischen Beamten der Großh. Kreisschulkommission, des Kreisschul- inspektoro Pros. Dr. Lucius, Bürgermeister Mecum und mehrere Herren des Schul- und Stadtvorstandes, um an der Feier teilzunehmen. Kreisschulinspettor Tr. Lucius hebt in seiner Ansprache hervor, daß eine Aenderung im Betriebe des Volksschulwesens um deswillen erforderlich geworden sei, weil durch das eminente Anwachsen der Klassen eine kaum noch zu bewältigende Arbeitskraft an die vorgesetzte Behörde Ijeranyetreten sei und daher eine Erleichterung nach der Richtung hin notwendig geworden wäre, daß ein technischer Beirat ernannt werden müsse, der durch direkten Verkehr mit der Behörde im stände fei, derselben einen klaren Einblick in die hiesigen Schuloerhältnisse allezeit zu ermöglichen. Hierzu habe man in dem seitherigen verdienten Leiter der ^adtknadenschule, Herrn Oberlehrer Hahn, wohl sicher den richtigen Mann gesunden. Herr Bürbermeister Mecum führt des wetteren aus, daß es, abgesehen von Örn bestimmenden Motiven, die voryer ausgesprochen worden seien, doch auch im Interesse der hiesigen Volksschule liege, wenn baä Prinzip der Einheitlichkeit im lehnung gefunden haben würde. Wir sind, fährt das ./Fremdenblatt'" fort, von berufener Sette ermächtigt, unter Hinweis auf die Erklärungen gleicher Art, welche Graf Goluchowski in der Sitzung der Oesterreichischen Delegationen vom 16. Januar 1900 abgab, baä wahre Sachverhält- niA neuerdings festzustellen. Belgrad, 14. Okt. Am Samstag abend wurden, (wie wir bereits gestern kurz mitt eilen konnten. D Red.) sämtliche Minister plötzlich telephonisch zum Hoklager in Msch berufen, wie verlautet, rnfolge einer abermaligen Vertagung der Reise nach Rußland auf unbestimmte Zett, und zwar wegen angeblicher Unpäßlichkeit der Zarin, was das Kabinett Wuitsch bewog, seine Demission einzureichen, welche angenommen wurde. Der König wünscht, ein Koalttionsminifterium, in welchem unter dem Präsidium eines Radikalen auch zwei sogenannte Hofliberale Portefeuilles erhallen sollten. Man spricht auch von der Auflösung der Skuptschina. Konstantinopel, 14. Okt. Bei Krurowa im Distrikte Florina, Bttajek Monastir, wurde eine Bulgarenbande von türkischen Truppen auige- rieben, wobei zehn Bulgaren fielen. Bon Saloniki und anderen Orten sind gestern 2360 Vtann türkischer Truppen nach Dedeagotosch abgegangen. Vorgestern und gestern zerstörten bulgarische Banden auf der Linie Salontti-Kon- stantinopel zwischen den Stationen Porly und Demirhissar an neun Stellen den Telegrcchhendraht. Newyork, 14. Okt. Einem Telegramm aus Port os Prttice zufolge beantragte das diplomatische Korps auf dte Initiative des amerikanischen Gesandten bte Einstel - hing b er Feindselig teiten zwecks Ueberein kommens über die Friedenspräliminarien. Ein Telegramm aus Panama besagt: Admiral Casey beschloß, der Regierung zu gestatten, bie Eisenbahn zur Beförderung von Truppen und Munitton zu gebrauchen. Es ist nicht wahrscheinlich, daß dies Feindseligkeiten oder eine Unterbindung des Handelsverkehrs herbeisühre. — Nach einem Telegramm aus Puerto Gabello besagt lnterrichte unb in ber Erziehung in beiben Gruppen gleich- der Baubehörde, unserer Stadt, der Bauleitung und der Ar- mäßig durchaeführl würde. Herr Rektor Hahn dankt zu- betterschaft gedacht, während in den Zwischenpausen die nächst der hohen und höchsten Behörde für den Beweis Regimentsmusik spielte. Von 5 Uhr ab fand Konzett im des Vertrauens, den sie ihm durch seine (Ernennung aus- grogen Saale des .Hessischen Hof* statt, baS viele Festteil- gedrückt habe und verspricht, dasselbe in jeder Weise zu neßmcr in die vorgerückten Abendstunden vergnügt beirechtfertigen. Tonn, sich zu bem Lehrerkollegium wendend, .... ä ährt er fort, es freue ihn von ganzem Herzen, es heute aus- iammcn px« prechen zu dürfen, daß er mit dem Lehrerkollegium der Von der -ahn, 14. Ctt. Erne sehr zahlreiche ^char Stab lknod en schule, das nun schon zum Teil 16 Jahre mit von Freunden und Verwandten gab am gestrigen Tage der allem Fleiß unb Eifer unter ferner Leitung gearbeitet hätte, entseelten Hülle von Pfarrer Repp zu Werdorf baS letzte n stets freundlichem Verkehr gestanden habe. Er hoffe und Geleit. Durch einen Herzschlag ist der Heimgegangene ganz wünsche, baß dieser angenehme Verkehr auch mit dem Lehr- rersonal deS anderen Hauses sich werde anbahnen und einhalten lassen „Nur in Einheit und Reinheit, nicht in Neid und in gegenseitigem Mißtrauen kann unter Werk gedeihen Lassen Sie uns deshalb nie die Begeisterung verlieren und die Eintracht vergessen! Lassen Sie uns stets ver- traueTisvoll einander enigegentreten! Möge im Hinblick auf die hohe und heilige Sache, die wir vertreten, uns stets der gute Geist der Eiicheitlicykett in Erziehung und Unterricht leiten, bann wird auch der Segen nicht ausbleiben. Ja, möge die Berufsbegeisterung uns führen und ein einträchtiges Handeln uns verbinden!" Diese gut vorgetragenen Worte riefen 'tiefen Eindruck hervor. Herr Hauptlehrer Schaaf spricht den Wunsch und die Hoffnung aus, daß ihm auch fernerhin wie seicher bie Unterstützung ber Lehrer seiner Gruppe zu teil werden möge, und daß der Friede zwischen ihnen und ihm jederzeit möge erhalten bleiben. Herr Hauptehrer Knauß schließt sich zunächst ben Tankesworten des Herrn Rektors an und betont sodann, daß unser Werk, wenn es rechter Art sein solle, doch auch zweifellos vom Segen Gottes begleitet sein müsse. Er wünscht und hofft, daß gegenseitig Vertrauen walten möge, damit durch bie Neueinrichtung in Frieden und Eintracht das Volksschulwesen Gießens nicht nur auf der seitherigen Höhe erhalten, sondern mmer mehr gehoben werde. Sein Schluß Dingt in ben Worten des Vertrauens aus: „Bis hierher hat ber Herr geholfen; der Herr wird weiter helfen." Herr Pfarrer Tr. Naumann spricht seine Herzensfreude über diese Neuorganisation aus. Schon einmal, vor 16 Jahren, fei er Zeuge einer solchen gewesen. Tas Verttauen, das er damals den früheren Oberlehrern entgegen gebracht habe, fei nicht getäuscht worden. Auch heute fei er überzeugt, daß >er e5elfte Teil des Unterrichts und der Erziehung, der Religionsunterricht, bei allen drei Herren in ben besten Händen liege. Damit schloß bie erhebende Feier. Ihrem Berichterstatter perfönlicy sei noch die Hoffnung erlaubt, daß alle Wünsche und Erwartungen, die sich an die Neuorganisation unseres städtischen Schulwesens knüpfen, in eher Weise erfüllt werden und ihre Bethatigung finden, mögen im Wohle der Jugend, der Stadt und des Staates. ■- siü*1 MSh-U kam BctiUifl” cm« iRtnW Drei der zwa 2 Mk. verursacht. Die von dem Angeklagten gegen ä»ks Urteil eingelegte Berufung wird als unbegründet : lo'stenfällig verworfen. — Ter Fuhrknecht Josef Schnellt be:t von Gieselborg ist angeklagt, fahrlässigerweise denTrons- poort aus einer Eisenbahn — der Dieb er th alb ahn — dadurch • ;e?>ährdet zu haben, daß er es unterlassen habe, sein scheu zewordenes Pferd zum Stehen zu bringen, sodaß der Wagen jim dem Zuge erfaßt worden und das Pferd zu Fall ge- lo-nmen sei. Tie Beweisaufnahme ergab, daß den Angelegten kein Verschulden trifft, weshalb er von Strafe und lasten frergesprochen wird. Die Staatsanwaltschaft, )ü selbst Freisprechung beantragte, wies auf die zahlreichen ZMscunmenstöße von Fuhrwerken mit der Bieberthatbahn fim, gedauerte, daß vielfach mangels einer ^Verordnung Ler das Verhalten der Fuhrleute an den gefährdeten wellen ein gerichtliches Einschreiten aussichtslos sei und i^ontc die VLotwendigkeit, daß endlich einmal int Wege bett Verordnung den Fuhrleuten bestimmte Borsichtsmaß- ic geln zur Pflicht gemacht werden, damit diese unerquick- ichen Verhältnisse ein Ende nähmen. — Der Schreiner jeinrtd) Peter Theis von Steinperf, ein wegen Eigentums- peckkte vielfach, u. a. mit langjähriger Zuchthausstrafe vor- ittstrafter Mensch, ist des schweren Diebstahls in mehreren Men beschuldigt. Im ersten Fall war der Angeklagte Min Schein bei einem Schreinermeister in Mannheim in l'imst getreten, hat auch etwa eine Woche gearbeitet, sich tat) dieser Zeit jedoch unter dem Vorwand, seine 23er- v,cndten besuchen zu wollen, unter Mitnahme von allerlei lllädungsstücken und einem Diamanten im Gesamtwert von WMk. entfernt, um nicht mehr zurückzukehren. Ein anderes Mil hat der Angeklagte in Dorf-Gill bei einem Schreiner- r tifter angeblich Arbeit suchen wollen; er traf den Meister ti-ht zu tz»ause, sondern nur dessen Frau. Unter der Maske : )tt» Biedermanns wußte er sich schnell in das Vertrauen bi'4er Frau einzuschleichen, die ihn, wie sie in der heutigen hauptverhandlung bekundete, aus Freude, einen so braven ^mschen gesunden zu haben, zu einer Tasse Kaffee einlud. T> ährend dann die Frau ihren häuslichen Geschäften nach- ' und den Angeklagten öfters im Zimmer allein ließ, luroenbete derselbe mittels falschen Schlüssels aus einem iansolschränkchen einen Geldbetrag von Äwa 44 Mk. Mießlich wird dem Angeklagten ein, gleichfalls mittels Aschen Schlüssels ausgeführter Diebstahl von 300 Mk. zur 3a-[t gelegt. Ter Angeklagte war Ostern 1901 nach Holz- ievm gekommen, wo es ihm unter falschem Namen geglückt Dar, sich als Schreiner eine Stelle zu verschaffen und sich :ajj) das Vertrauen der Familie seines Meisters zu erringen, odaß er sich sogar mit der Schwester [einer Meisterin der- Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 15. Okt. Die Interpellation, welche die beiden freisinnigen Fraktionen zur Fleischteuerung eingebracht haben, lautet folgendermaßen: Welche Maßnahmen gedenkt der Herr Reichskanzler bezw. bie verbündeten Regierungen angesichts der herrschenden Fleischteuerung zu treffen, insbesondere in Bezug auf die Grmzsperre und die schleunige Aufhebung oder Herabsetzung der Futtermittel-Zölle. Leipzig, 15. Okt. Tie ,Leipz. Volksztg." macht bekannt, daß Rosa Luxemburg aus der Redaktion des> Blattes ausgeschieden sei und ihre Thätigkeit für dasselhe eingestellt habe. Stuttgart, 15. Ott. Gestern ist hier der Deut sch e Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zusammengetreten. Ten Begrüßungsabend, der eine Reihe von Ansprachen brachte, eröffnete Universitätsprof. Grützner-Tübingen im Namen des württember- gischen Landes-Verbandes, in dem er im Interesse der Kraft und der Zukunft des deutschen Volkes zum Kampfe gegen den Alkoholismus ausforderte. Im Lause des Mends wies Fabrikinspektor Dr. Fuchs-Karlsruhe auf den un- verhältnismäßig hohen Prozentsatz (10 bis 20 Prozent) hin, der von dem Eintommen der Arbeiter dem Alkohol geopfert werde. Heute findet die öffentliche Mttglieder-Versammlung statt. London, 14. Okt. Das nationalistische Mttglied des Unterhauses O'Donnell wurde auf Grund des Ausnahme-Gesetzes wegen Einschüchterung und Aufreizung zur Verschwörung zu zw e i M on aten sch w er er Arbeit verurteilt. Paris, 15. Okt. Die Leiche des verunglückten Luft- schiffers v. Bradsky wird nach Zwickau in Sachsen überführt und dort in der Familiengruft beigesetzt werden. Cherbourg, 15. Okt- Hier verlautet, ein fremder Offi zier habe die Pläne der Festung auf- ge n o mm en. St. Etienne, 15. Ott. Die Deputierten der beHdiie* denen Arbeiter-Syndikate lehnten den allgemeinen ÄüK^ stand aller Arbeiter-Gruppen mit großer Mehrheit ab. Grenoble, 15. Ott. Gestern hielten die Ber^eute eine Versammlung ab. Der Vorsitzende forderte die Arbeiter aus, in den Ausstand zu treten. W wurden jedoch auch Stimmen dagegen laut. Infolgedessen wurde ein endgilttger Beschluß noch nicht gefaßt. Budapest, 15. Ott. Blättermeldungen zufolge wurde der Vizenotar des Liptauer Komitats Graf LadiSlaus Matuska wegen Fälschung von Eiseuüahnfahr- karten verhaftet. Budapest, 15. Okt. Die Delegierten der ungarischen Kohlenarbeiter beschlossen, daß, falls die 23ergwerks^ Gesellschaften die Lage der streikenden ausländischen Kohlenarbeiter durch Kohlenlieferungen schwächten und für den Fall, daß die ungarischen Gesellschaften die Kohlenpreise erhöhten ohne gleichzeitig eine Lohnaufbesserung eintreten zu lassen, auch in'Ungarn den Generalstreik zu proklamieren. Budapest, 15. Okt. Graf Esterhazy, der vor kurzem aus dem Jesuitenorden austrat, hat sich, in London mit der Marquise Teylard de Reynae verheiratet. Ter Gras äugerte^ er wolle Eurvpai Mr immer verlassen, Belgrad, 15. Okt. Tie Absicht des KönigspaareS, gelegentlich des zweiten Jahrestages des Todes Milans nach Kloster Kruchodol zu reisen, güt hier im allgemeinen als Antwort auf den wieder von Petersburg hinaus- geschobenen Empfang des Königs'paares aw Zarenhofe wegen angeblicher Unpäßlichkeit der Zarin. — Man hält allgemein ein Koalitionsrnrniste- rtum aus allen drei Parteien für wahrscheinlich. Petersburg, 15. Ott. Tie Kommission für die Umgestaltung desReichsschulwese ns hielt unter dem Vorsitz des Unterrichtsministers ihre erste Sitzung ab. Große Genugtuung ruft in Professoren- und Studentenkreisen die Erklärung des Ministers hervor, daß das die Freiheiten der Professoren und Studenten ein- schränkende Statut vom Jahre 1884 für die heutigen Verhältnisse nicht mehr passe und durch ein liberales ersetzt werden müsse. uns leibet durch kein „MezenNonSexemplar" averzeuaen, zu na^ treten zu wollen, müssen wir doch sagen: sie rst uns höchst Wurstl M. Hof. Unsere gestrige Notiz, bett. Beleuchtuna der Fll.re und Treppen, nmß dahin richtiggestellt werden, datz selbstverständlich nicht, wie es gestern infolge Schreibfehlers hieß, nach dem Hastpflichtgeseh, sondern nach dem Bürgerllchen Gesetzbuch der Hausbesitzer für alle Unsälle rc., die Personen aus unbeleuchteten Treppen und Fluren zustoßen, haftbar gemacht wird. Tüten formte Nachdem er fast etn halbes Jahr in dieser Stellung gewesen war, benutzte er eines Tages die Ab- wesetthett mehrerer Hausbewohner, um aus einem ver- chlossenen Schränkchen einen Geldbetrag von 300 Mk. zu tehlen, mit welcher Summe er alsbald verschwand. Tas Gericht war der Ansicht, daß es sich hier um einen unverbesserlichen Gewohnheitsverbrecher handle, den auf möglichst lange Zeit hinaus unschädlich zu machen geboten ei, und erkannte demgemäß gegen den Angeklagten auf eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren, auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von 10 Jahren und auf Zulässigkeit der Stellung unter Polizei aufsicht. Der Angeklagte erkannte das Urteil sofort an. — In der Privatklagesache des W. PH. Siegfried gegen den Eb. Weimer und die PH. Erb Wwe., sämtlich von Attenbuseck, waren die Angeklagten vom Schöffengericht Gießen wegen Beleidigung deS Privatttägers zu je 3 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Die Beschuldigung stützt sich darauf, daß die Beklagten eine gewisse Frau Rabenau gefragt haben ollen, ob es richttg sei, daß sie dem Privatkläger bezw. einer Ehefrau Sachen (aus einem Nachlaß) geschenkt habe, „die (der Privatkläger und feine Ehefrau) sollten nachts um 12 Uhr mit einem Korb voll Zeug aus dem Hause der Rabenau gekommen fein." Tas Berufungsgericht vermochte sich aus der Beweisaufnahme nicht davon zu überzeugen, daß die Angeklagten mit diesen Schwätz er eien den Vorwurf einer strafbaren Handlung gegen den Privatkläger hätten erheben wollen und fvrach, unter Aushebung des erstinstanzlichen Urteils — beide Beklagten frei. 8d. Darmstadt, 14. Okt. Einen ganz gefährlichen Ein- und Ausbrecher, den vielfach vorbestraften Handelsmann Chr. Traugott P r ä ß 1 e r, 50 Jahre alt, aus Reichenbach, welcher während der Verbüßung einer fünfzehnjährigen Zuchthausstrafe aus dem Zuchthaus Untermaßfeld in Thuckngen tm September 1900 entwichen ist, hatte die heutige Strafkammer abzuurteilen. Im Oktober 1900 wurde bei einem Kaufmann in Dieburg eingebrochen und für ca. 400 Mk. Manufakturwaren entwendet. Man fahndete ein ganzes Jahr nach dem Thäter, bis man feststellen konnte, daß der berüchtigte Zuchthäusler Pr. in Aschaffenburg, Mainz, Guftavsburg, Kostheim und Kastel mit Manufakturwaren hausiere. In Aschaffenburg und Umgebung waren inzwischen eine ganze Anzahl weiterer Einbrüche erfolgt und daselbst auch der Thäter in der Person des P. festgenommen. Es wurden ca. 30 Zeugen aus Dieburg, Aschaffenburg, Gr.-Zimmern, Kostheim, Kastel, Krotzenburg, Rockstadt a. M, re. vernommeu und gesteht P. in cynischer frecher Weise ein. Der Gerichtshof dotiert ih»n weitere acht Jahre und drei Monate Zuchthaus, sodaß er wohl für die größte Zeit feines Lebens m Sicherheit Jein wird; auch werden ihm der Form halber die bürgerlichen Ehrenrechte auf weitere zehn Jahre aberkannt. . Saarbrücken, 15. Oktober. Das hiesige Schwurgericht hat nachts 3 Uhr nach 18stündiaer Verhandlung das Urteil gegen den Bergmann Poth, der im Mai d. Js. im Bildstocker Walde den Forstaufseher Roth erstochen hatte, sowie gegen den Bergmann Schank gesprochen, der Poth nach dessen Verbrechen in seinem Hause ausgenommen, ihm neue Kleider gegeben und vor dem Untersuchungsrichter für Poth den Alibibeweis zu erhärten versucht hatte. Poth wurde wegen Totschlages zu vierzehn fahren Zuchthaus und wegen Wüderns zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Sttafe wurde in 14 Jahre und zwei Monate Zuchthaus zusammengezogen. Schank erhielt wegen Begünstigung vier Monate und wegen Wilderns drei Monate Gefängnis. Brauuschweig. 14. Oktober. Landgerichtspräsident Dedekind, der im März d. Js. die auf die Braunschweigische Thronfolge bezugnehmende Denkschrift des Staatsministermms in den „Br. N. N.^ fritifierte, und dem Verfasser der Denkschrift oorgeworsen hatte, er spiele mit Dem Hochoerratsparagraphen, stand heute dieserhalb vor dem Disziplinarhos. Nach fünfstündiger nichtöffentlicher Sitzung wurde die Verhandlung bis zum 4. November ausgesetzt. Wie die .Br. N. 91/ erfahren, soll die bisher nie veröffentlichte Korrespondenz des früheren preußischen Gesandten des Prinzen Psenburg mit dem damaligen braunschweigischen Ministerium vom Jahre 1879 vorgelegt werden, in der die preußischen Forderungen wegen der Handhabung des Regentschaftsgesetzes entschieden zurückgewiesen worden seien. e Leipzig, 14. Okt. Ter Ehrengerichtshof für Rechtsanwälte verwarf die Berufung der Oberstaatsanwaltschaft gegen das Urteil des Ehrengerichtshofes der Berliner Anwaltkammer vom 22. März gegen den Justizrat Se11o. Durch das Urteil war Sello von Der Anklage, sich gegen die Pflichten des Anwaltstandes gelegentlich der Verteidigung August Sternbergs vergangen zu haben, freigesprochen. Handel und Verkehr. Uolkswirlschast. — Deutsche Berlagsaustatt tu Stuttgart. Das 21. Be- ttiebsjahr ergiebt nach dem Geschäftsbericht, wie schon kurz mit- geteilt, nur einen Gewinn von 5756 Mk. (im Vorjahre 188 417 Mk.), in dem der letztjährige Vortrag von 50 782 Mk. eingeschlossen ist. Die Atttouäre der bisherigen Aachener DiSkouto-Ge- sellschaft werden jetzt aufgefordert, ihre Aktien behufs Abstempelung auf die neue Firma, Rheinische Diskonto-Gesellschaft einzureichen. Der KnrS der gestern zum erften Male notierten 3 7, p C t. Anleihe der Stadt Homburg v. d. H. stellte sich auf 99 bz. n. Gd. Kunst und Wissenschaft. Montreal, 14. Okt. Ein Versuch, mittelst drahtloser Telegraphie eine Verbindung mit einem fahrenden Eisenbahnzug herzustellen, gelang. Ter Zug fuhr 60 engt Meilen in der Stunde. Die Verbindung wurde auf eine Entfernung von 8 engl. Meilen eröffnet und während der ganzen Fahrt ohne Stockung aufrecht erhallen. otl das lebt, Wn8ene Z ” bi' < 7«2®on. Z r18 Sieben iiP? Solm8- on. "> fe»er ®(. Ä* andere iu «eine her. wunfelS war er ten- Die Amts. 3n feinem Grabe- Eer, feine M 'chen Sinn. Alle dem herben, be- '■usitme und zwei itien. lt>cheFl°tt-n. üchpe Darmstadt ellungen einen staffgehabte erste neinde war von ung der deutschen >ern und Truppen« ie und Seefahrten n häufig zu lauter ch dann einstellte, -r kaiserlichen ffa d der Pckzch iet biograpW ger einen kqm nvereins. onntag machte em chfanterimgiments dem er sch ober« Wie inan jetzt her Vorstrafen er« ehen, wegen Un« , ic. Untersuchung oohl er Kasernen« en, doch auö du löege derÄesse- he abgehaÜenm serMtz.'v^. tyetL ** ZweigvM Aufftellung feintr m Vortritt gelassen, :erin des adelte in knappem e Bildung und die welcher Weise und als es sich bei dem t ein chr persönlch ahnen gingen, sch tion und gesund^ en deS Bockages, m gesunden habe« Mitnahme dafür ck« ■26.0tob« der«!" ftttetS E “ ’Jm «ät9bitu "b9w 5 zS.fi»;: .traten eu\ ^Genass^ R«rf 16» » o69'9eb'>* «st °°rg " @rai' inein \ n *' ,,, ■w d-wL 6F 7159] 2xnifmfibcf)en Mr sogleich gesucht. Weber. Crednemr. 14 ÜlJoblierteS Zimmer zu verm. 6433 WaUlhorstraße 13. 7246 LudwigSplatz 14. 4766 , immer initen Es ladet ergebenst ein C. Kruse. Petroleum Heizöfen Ale nun. der Lohnansprüche. 72 7214 urt a. M. Änilf-GeMihr MrMMllks Hlirtijchulic (Öffnir Stell di i , NDeiiMMn 6869] Stu großes, fchöumSbl. Zimmer nebst geräumig. Schlafzimmer, mü Gasbeleuchtung, auch Badeeinrichtung im pause, an besseren Herrn sofort zu vermieten. 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