EsstraL ,^Mes MlL^lschen WÄMtt 'Mite kl? oette Lb 'Ä* TL ^werden.__ '•ÖSft ***«MilS n Sr» 2 Progrannns des ? ^Handlungen die ioqen. bettle im kreise ■Ä n^t, einet'M L h/cht es in dem Epstm würden, erwerben. ucht des Ackerbau- ommerweizens d des neuen Winler- nzen bebaute Päche E 125000Q tt Aadttheattt. 'nzert. Doimerstag, 17. Im.,Die Geisha , 18. Jan., nacf>mit- )r - „Die Geisha und • Jan., nachmittags ,Kannen". Montag, Äon". Donnerstag, ag, 17. Jan. ,Lum- ie größte Sünde". W. 7 Ufa. „Sie lagabinte." bends um 7 Uhr. dttWWni- rnber 1901. 4,a7yfC. 1600 Mann Militär). Kinder m vom isjahr: 2.-15. Jahr 1 Z 1 n geben an, wie h von auswärts i«ch en. ner ««zeiger-- q ging -m «r- ’ . 13 Sitten um ’ dW -bgel-hnt je trorunb sprechen ® aus. 3"6,11 1 „on P-W°"°n ehreren £** „ T-quelinsm« unter e mit g-*" 811 e nochmiws 'f, ÄrbertS- Es erfolgte" aU - chstags^'I y*** «SS fw**w w*:> ?«* *„gen uni - iu;i ■«1Itl*> n“5 dh-"^ fing *’ MrU d° ’Ä Nr. 12 Erstes Blatt. 152. Jahrgang Mittwoch 15. Januar 1SVS Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger svrrden im Wechiel mit dem Sesflschen Landwirt die Siebener Zamtllea- Nättcr viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck tu Der» sag der B r ü h l'scheu Unwers.-Buch- u.Stein- druckeret lPietsch Lrben) Kedaktion, Erpedüion und Druckerei: «chulstrabe T. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«. yernsprechanschlußNr.bl. GietzenerAnzeige. General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 7b Pt., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Atk.2.—vierlel- lährl. auöschl. Bestellg. lnnahme von Anzeigen .ir die Tagesnummer s vormittags 10 M)r. .^eilenpreis: lokal 12Ps^ auswärts 20 Psg. verantwortlich: ür den polit. u. allgem. Teil: P. Witiko: für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal":R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Kekamümachung. Gemäß § 8 des Reichsgesetzes vorn 30. Juni 1900, betreffend die Abänderung der Unfallversicherungsgesetze, wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß bei der heute stattgehablen ersten Spruchsitzung des Schiedsgerichts aus der Zahl der am Sitze deS Schiedsgerichts wohnenden approbierten Aerzte als Sachverständige für das Jahr 1902 gewählt worden sind die Herren: 1) Kreisarzt Medizinalrat Dr. Haberkoru, 2) , Dr. Küniger, 8) Profeffor Dr, P oppert, Direktor der chirurgischen Universitäts-Klinik, 4) Profeffor Dr. Riegel, Direktor der medizinischen UniversitätS-Klinik, 5) Profeffor Dr. Sommer, Direktor der psychiatrischen UniversitätS-Klinik, 6) Profeffor Dr. VossiuS, Direktor der Universität- Augenklinik, 7) Professor Dr. ßeutert, Direktor der UviversitätS- Ohrenklinik, 8) Privatdozent für Chirurgie Dr. Bötticher, 9) praktischer Arzt Sanitätsrat Dr. Haupt, 10) , , Dr. Zinßer, sämtlich zu Gießen. Gießen, den 9. Januar 1902. Schiedsgericht für Arbeiterversicherrmg. Hechler. Schers. Kekanntmachung. Nächsten Dienstag den 2L dS. MS-, nachmittags 21/, Uhr wird Herr Oekonomierat Leithrger aus Alsfeld einen Vortrag über Simmenthaler Vieh in Ober-Hörgern abhalten und es wird ün Anschlüsse hieran der Bildung eines Ortszuchtvereins Ober-Hörgern für Simmenthaler Vieh nähergetreten werden. Jedermann auS Ober-Hörgern und Umgegend, der sich für die Sache interessiert, ist hierzu freundlichst eingeladen. Das Lokal, in dem der Vortrag stattftndet, wird noch bekaimtgegeben werden. Gießen den 14. Januar 1902. Der Direktor des Kreiszuchtoereins Gießen für Simmenthaler Vieh. Dr. Heinrichs. Ar. Sigl. Der Münchener Korrespondent der „Lpz. N. Nachr." widmet dem verstorbenen Urbajnvaren uiu> Vater des „Bayrischen Vaterlandes" einen längeren Nachruf, ans dem wir folgendes wiedergeben wölben: Bei Sigls Tode drängen sich Gedanken auf, ob und wie weit er der deutschen nationalen Idee Abbruch ge- than hat. Gemeinhin wurde der Einfluß seines „Vaterlands"' ebenso überschätzt, als andererseits wieder unterschätzt. Stark war sein Einfluß insbesondere zu jener Zeit, als er starrköpfig die päpstliche Jnfallibilttät verfocht, gegenüber dein geheimen und offenen Widerstande der hervorragendsten Katholiken in Bayerw Diese That hat ihm freilich wenig Dank eingebracht, denn es ist bekannt, daß er auch mit den höchsten geistlichen Würdenträgern nach und nach zerfiel, als er sich in Widerspruch setzte zur offiziellen politischen Organisation der Katholiken, dem Zentrum. Gleichwohl gatt auch später Dr. Sigl noch etwas bei dem oder jenem Bischof. So erinnern wir uns noch, daß er sich persönlich einmal vor sechs Jahren beim Erzbischof von Thoma in München für den bekannten Geistlich en Dr. Josef Müller, der jetzt die „R e n a i s s a n c e" herausgiebt, (eine interessante katholische „Monatsschrift für Kulturgeschichte, Religion und schöne Litteratur", eine Art katholischen Seitenstückes zu dem „Türmer"; wir wollen aus Heft 1 des dritten Jahrganges nur folgende Aufsätze kurz erwähnen: Das Bild in der Dichtung; Har- nacks Christus; Dostojewski; Zur Los von Rom-Bewegung; Mein Himmelreich, von Peter Rosegger; die Zeitschrift erscheint in Kommission bei Rudolf Abt in München und kostet pro Heft 75 Pf. D. Red. d. „Gieß. Anz.") verwandte, um diesem von allen ultramontanen Zeitungen gehaßten Mann das Recht wieder zu verschaffen. Messen lesen zu dürfen, um so seinen Unterhalt zu verdienen. Aber auf diesem Gebiet liegt nicht das eigentlich Markante der Siglschen Thätigkeit, das hat ihn auch nicht bekannt gemacht, wett über die Grenzen Bayerns und Deutschlands hinaus. Tas ist vielmehr die bai)erische Sonderbündetei gewesen, die er gegenüber dem neugegründeten Deutschen Reiche seit einem Menschenalter herausbiß. Als partikularistischer Amokläufer hat er ohne Zweifel viel nationale Gesinnung in Bayern erschlagen, wenn auch in keiner Weise in dem Maße, wie man das in Noüd- deutschland wohl glaubte. Auch gilt das mehr von der Generation, die mit Sigl groß geworden ist; bei der Jugend hatte er soviel wie gar keinen Einfluß Allerdings existiert an der Mnüchener Universität eine farbentragende Verbindung, die sich katholisch-bayerische Stu- denten-Verbinduirg „Rhätia" nennt, und deren Gründer Dr. Sigl war. Allein sie hat nie besondere Bedeutung erlangt. Sigls Partikularismus ist vigenttich wohl nur historisch zu verstehen, ganz wie bei dem vor zwei Monaten verstorbenen Dr. Jörg. Sigls Werdejahre fielen in die Zett, da der deutsche Bund iu Trümmer ging, als gegenüber der klei tätlichen Kläglichkeit auf den bayerischen Katholiken oornehmlüb der afte Kaiserftaat der Habsburger anziehend wirken mußte. Andererfetts fällt in diese Zett auch wieder der gewctttige geisttge Aufschwung Münchens; aber diese geistige Blüteperiode unter Maximilian II. war doch wieder veranlaßt und hervorgerufen durch die nach München „Berufenen", durch die „Nordlichter", gegen die sich denn auch der Groll des verletzten Altbayerntums kehrte, da man eine Herabsetzung dieses Altbayerntums darin sah. Wer sich jene Zeit geistig einmal zurückrufen will, der lese heute einmal die ,Historisch-politischen Slotter" aus jenen Jahren, deren Kampfartikel wider die „Berufenen" als die intellektuelle Inkarnation des opponierenden Altbayerntums gelten können- Hub dann: Sigl war im Herzen sicher ein guter Bayer. Der Zusammenbruch des Bundes, Preußens Aufftieg und die Rolle, die Bayern 1866 spielte, mußten auf den jungen Sigl bestimmend eirttv-irken. Sie thctten es auch und die Eindrücke, die er gewonnen, lösten sich nicht wieder, zumal seine historische Bildung und politische Einsicht nur gering waren. Im Grunde wäre ein nationaler Sondergeist kein Schaden, sofern er die Rivalität der Berechtigung in sich trüge. Allein Dr. Sigl war unfähig, sich dem Gang der nationalen Gnttvickelung anzupassen. Sein Blick war nach Südosten gerichtet; die Habsvurger waren ihm die deutschen Fürsten. Denen ist er auch unter seltsamen Wandlungen und Schicksalsschlägen treu geblieben. Obschon ihn die österreichische Regierung zeit- weillg einsperrte, ihn noch 1896 in Nordtyrol anfspüren ließ wankte er doch nicht, hielten doch auch anderev- seits hohe österreichische Aristokraten zu ihm- Der österreichische Gesandte in München, wenn wir nicht irren, Fürst Wrede, konnte sogar Sigl 1889 beim Tode des Kronprinzen Rudolf veranlasfen, einen inspirierten Artikel aufzunehmen, der sich gegen die Münchener liberale Presse richtett. Sigls Kampf gegen das Reich war aber, wie erklärlich, nicht methodisch, die ausgeprägte Abneigung Mrte chm die Feder. Und diese Feder war gewiß eigenartig. Der niederbayerische Volksschlag, dem Dr. Sigl entwachsen ist, zeichnet sich so durch derbe Naturwüchsigkeit und Temperament ans. Den zuletzt genannten Umstand führen Ethnographen darauf zurück, daß dem niederbayerischen Volksstamm romanisches Blut beigemengt ist, da römische Siedlungen in Niederbayern ja vielfach nachgewiesen fink Und ein echter Typ seines Volkes war Sigl. Er übertrug die Derbhett, die ihm angeboren, in die Journalistik und entwickelte sie zu einer eigenartigen Species. Das war es, was ihn ,cherühmt" machte; sein juristisches und nationalökonomisches Wissen war dagegen für einen Dr. iuris und den Begründer des bayerischen Bauernbundes sehr gering. Im Reichstag blamierte er sich ja einmal nach allen Regeln der Kunsß als ein geschickter Schachzug des Abg. Gröber Sigl dazu brachte, zum Bürgerlichen Gesetzbuch zu sprechen. Was er bei dieser Gelegenheit an juristischen Kenntnissen entwickelte, über die Entwickelung gewisser Rechtsinstitutionen oortrug, war derartig naiv und konfus, daß man Sigl den grimmigen Aerger nachfühlen konnte, den er seitdem speziell gegen Gröber hegte. Sigl hat dem Reichsgedanken in Bayern viel geschadet: das steht fest. Mein mit den Jahren nahm man ihn weniger ernst. Kein besseres Zeichen hierfür, als der Umstand, daß sein „Vaterland" hauptsächlich im Sommer florierte, wo sich jeder Norddeutsche, Der nach München kam, eine Nummer zulegte. Gleichwohl haben auch die Unrecht, die ihn nur als komische Figur gelten lassen wollten. Das war er nicht, weder als Politiker, noch als Persönlichkett. Und damit komme ich zu dieser Seite seines Wesens- Ich habe Sigl seit Jahren persönlich gut gekannt- Als junger Student leistete ich ihm nach mitternächtiger Stunde in einer Weinstube der Altstadt oft bis in den Morgen hinein allein Gesellschaft- Da kramte er oft Erinnerungen aus, plauderte über Tausend und Eins und erwies sich als der amüsanteste Gesellschafter, der mir angehendem Journalisten nebenher Fingerzeige gab- Sigl, der mit seinem „Vaterland" ein gutes Geschäft machte, blieb trotzdem in seinen Lebensgewohnheiten einfach. Er verstand freilich zu leben und ließ auch leben. Venus und Bacchus hat er allezeit gehuldigt- Dabei entwickelte er eine große Generosität, war freigebig, wie es ein „guter Kerl" nur sein farm. Wem er persönlich feind war, der hatte es allerdings nicht behaglich, denn Sigl war eine Macht und ein Mann, skrupellos genug, feinen Feind tödlich zu treffen. Das über läßt sich nur für den mit lokalen und engeren Verhältnissen Vertrauten an zahllosen Fällen demonstrieren- Sigl hübet eine Episode der bayerisch-deutschen Geschichte. Sie hatte schon ihr Ende gefunden, als er noch wirkte und schaffte- Ein Erbe im geistigen und politischen Sinne existiert nicht- Was er Greifbares hinterlassem das „Vaterland", wird verfallen. Nicht von heute auf morgen, aber in wenigen Jahren- In einer Besprechung, die der Münchener Korrespondent der „Fr- Z." dem Dahingeschiedenen widmet, finden wir folgende Schnurre: Ms er noch im Flügelkleide ging, korrespondierte er für zwei Zeitungen in einer Provinzstadt, für die liberale und für die klerikale. Er liebte es, in der einen gegen das zu polemisieren/ was er für die andere geschrieben hatte, und die beiden Blätter bekämpften sich oft bis aufs Blut- Da schrieb er einst für das eine Blatt einen Artikel. Zwei Tage darauf machte er diesen Artikel in dem anderen Blatte lächerlich- Aber er hatte sich nicht vorher überzeugt, ob der erste Artikel auch wirklich erschienen war. Er war aber nicht erschienen und so kam die Toppelhändig- kett auf. Seitdem nannte er das betreffende Blatt das dümmste des Mni^reichK,. Zur Rentabilität der Landwirtschaft. In einer dem Reichstage zugegangenen Eingabe des Handelsvertrags-Vereins wird die vom Wirtschaftlichen Ausschüsse angeregte und vom Deutschen Landwirtschafts- rat durchgeführte Erhebung über die Rentabilität typischer Landwirtschaftsbetriebe als unzureichend bezeichnet mit dem Hinweis darauf, daß von den nahezu 10 000 ausgesandten Fragebogen nur ein Fünftel beantwortet zu- rückgekommen sei, und daß von den beantworteten Fragebogen nur Dreiviertel als „einigermaßen brauchbar" erachtet seien. Es liegt hier eine Verwechselung vor zwischen der Zahl der ausgesandten Fragebogen, über welche lediglich zur Kennzeichnung des äußeren Geschäftsbetriebs berichtet worden ist, und zwischen der Zahl der befragten Betriebe. Aber auch sachlich beruht die obige Darstellung auf einer irrigen Auffassung des Wesens einer solchen Enquete. An jeden der über 5 Millionen landwirtschaftlichen Betriebe, die im Reiche vorhanden sind, Fragebogen zu versenden, ist unmöglich, aber auch unnötig, Da bei der weitgehenden Gleichartigkeit der Grundlagen und Voraussetzungen der landwirtschaftlichen Arbett eine so vielseitige Gliederung und Abstufung wie in der Industrie nicht besteht. Vielmehr genügt es, für eine Reihe typischer Betriebe die Feststellungen vorzunehmen. Dies war denn auch von vornherein das Ziel der in Rede stehenden Erhebung. Damit ergab sich auch die Notwendigkeit, ihre eigentliche Ausführung in sachkundige Hände zu legen. Die gegebene Stelle hierfür war der Deutsche Landwirtschaftsrat. Er hat, nachdem der Fragebogen im Wirtschaftlichen Ausschuß festgestellt war, zunächst im Benehmen mit sämtlichen landwirtschaftlichen Zentralvertretungen der einzelnen Reichsgebiete die allgemeinen und einheitlichen Gesichtspunkte normiert, nach denen die Erhebung ins Merk gesetzt werden sollte. Danach haben die zentralen Vertretungen der Landwirtschaft die Angelegenheit innerhalb ihres Bezirks weiter gefördert und schließlich die Fragebogen an die Betriebe geleitet, die als in der einen oder anderen Richtung typisch ermittett worden waren. Der Fragebogen war entsprechend der Natur landwirtschaftlicher Reinertragsberechnungen sehr umfangreich, und seine Ausführung war zeitraubend unb schwierig; schon aus diesem Grunde mußte auf einen starken Abgang unbrauchbar gewordener Blanko-Exemplare gerechnet werden. Zudem lieh sich die Anzahl der für die Erhebung schließlich sich barbietenben chpischen, mit ausreichender Buchführung versehenen Wirtschaftsbetriebe von Anfang an in keiner Weise übersehen. Deshalb wurde der Fragebogen für alle Fälle in einer starken Auflage — nämlich in 10 000 Exemplaren gedruckt- Die gesamte Auflage wurde dem Deutschen Landwirtschaftsrat zur Verfügung gestellt. Den 10 000 von ihm verteilten Fragebogen entsprechen aber nicht 10000 Befragte, da jedem Befragten mindestens zwei, zum Teil noch mehr Exemplare zu übergeben waren, und da ein großer Teil der Formulare von den Landwirtschaftskammern und anderen Vertretungen zur Orientierung der Angestellten, Wanderlehrer usw, sowie für die Akten verwendet worden ist. Dagegen entsprechen 2000 beantworteten Fragebogen ebensoviele typische Betriebe. Daß hiervon noch ein Viertel a usgefonbert wurde, ist ein Beweis für die scharfe Kritik, bie an das eingegangenei Material gelegt wurde, und diese Kritik ist sicher nicht als ein Mangel der Erhebungen aufzufassen- Wenn mehr als 1500 Betriebe den Anfordernngen der Erhebung völlig (nicht, wie die Eingabe sagt: „einigermaßen") genügt haben, so ist dies ein Ergebnis, welches bisher ber einer ähnlichen Erhebung noch nirgends erreicht worden ist; im Durchschnitt kommen auf jede preußische Provinz und auf jeden der größeren Bundesstaaten etwa 80 brauchbare beantwortete Fragebogen, eine Zahl, die über die Grundlagen aller bisherigen ähnlichen Untersuchungen der Wissenschaft und der Verwaltungspraxis beträchtlich hinausgeht und die völlig ausreicht, die vorkommenden Wirtschaftstypen der betreffenden Bezirke zu erfassen. Politische Tagesschau. Ein ftanzöfischer Arzt über den Bureukrieg. Der „Jndependance Belge" entnehmen wir einige Aeuße- rungen, die ein ftanzöfischer Arzt, der den Buren seine Fach- fcnntniffe zur Verfügung gestellt hatte, aber jetzt aus Gesundheitsrücksichten nach Europa zurückkehren mußte, dem Berichterstatter des Blattes vor Zeugen über den Krieg und die Engländer gemacht hat. Der Gewährsmann, der aus begreiflichen Gründen seinen Namen nicht genannt wissen will, erscheint um so einwandsfteier, als er auch von den Engländern Gutes zu berichten weiß. Auf die Frage, ob die englischen Soldaten zur Last gelegten Grausamkeiten in den Konzentrationslagern auf Wahrheit beruhen, erwiderte er: alle Berichte sind bis zur Ungeheuerlichkeit übertrieben; es mag sein, daß einzelne viehische Leute verabscheuungswürdige Handlungen ausgeübt haben, dieses find aber Ausnahmen, und die traurige Rolle, welche die Engländer in diesem häßlichen Krieg spielen, verleitet zu Ueber- treibungen. Was das Elend in den Konzentrationslagern anlangt, so ist dieses ungeheuerlich und spottet jeder Beschreibung. Die Sterblichkeit ist erschreckend, aber man muß hinzufügen, daß auch die Engländer die gleichen Leiden durchzumachen haben; Wächter und Gefangene wohnen, hungern und ertragen Entbehrungen, die einen wie die anderen. Thatsache ist auch, daß, so oft ich englische Aerzte um mir fehlendes Chinin, Arzneimittel und chirurgische Instrumente zur Behandlung unserer Verwundeten anging, diese alles Notwendige mit bereitwilliger Freigebigkeit, die ich anerkennen muß, zu meiner Verfügung stellten. Auf den Einwurf, was demnach von den sogen, englischen Grausamkeiten zu halten sei, fuhr er fort: dieselben existieren, und zwar schrecklicher, blutiger und barbarischer, als man es ausdrücken könnte, aber es sind die Thaten Lord Kitcheners, welcher sich m Südafrika zehnmal wilder beträgt als in Egypten gegen die Madhisten. Er ist kein Mensch mehr, sondern eine Hyäne, eine Art wilder Alba, der, wie Weyler in Cuba, aus Mordlust mordet. Dieser Mann ist der Schandfleck in dem die Engländer schon sowieso entehrenden Feldzug. Auf die Frage nach der Dauer des Krieges antwortete der Arzt: dieser wird sich noch lange hinziehen, wenn auch das Blockhaussystem die Aussichten der Engländer bedeutend verbessert hat. Die Buren werden endlich der Uebermacht unterliegen, aber es wird noch lange, sehr lange dauern. Sodann auf die Thatsache eingehend, daß die Afrikander sich nicht erhoben haben, meint er: Dieses wäre die Rettung für Transvaal gewesen und die Engländer hätten das Kapland verlassen muffen, aber man hat die Führer der Bewegung bestochen und mit Geld gekauft und gegenwärtig haben die Engländer in dieser Hinsicht nichts zu fürchten. Weiter berichtete der Arzt über einen Kriegsrat bei General De Wet, in dem schwerwiegende Beschlüsse gefaßt seien, die bedeutsamen Einfluß auf die zukünftigen Ereignisse haben könnten. Zurückgreifend auf die Aeußerung Krügers in Marseille, daß die Buren durch ihren Widerstand die Welt in Erstaunen versetzen würden, deutete der ftan- zösische Arzt zum Schluffe an, daß in dem erwähnten Kriegsrat Maßregeln für den letzten Akt des Verzweiflungskampfes getroffen seien, die an Schrecknissen Alles bisher in älteren und modernen Kriegen Dagewesene bedeutend übertreffen und allerdings die Welt in Staunen und Grauen versetzen würden. Des Näheren wollte und konnte er sich nicht auslassen, aber er wiederholte: es wird furchtbar sein und Krüger hat wahr gesprochen. Diese Äußerungen eines aus eigener Anschauung berichtenden Augenzeugen verdienen um so größere Beachtung, als sie von einem Manne der Wissenschaft, einem unbeteiligten Ausländer gemacht sind, dem Parteilichkeit oder Voreingenommenheit nicht zur Last gelegt werden kann. Aus Stadt und Zand. iDer Abdruck der unter dieser Rubrik besindlichenOriginal-Nachrichten ift nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestattet.) Gießen, 15. Januar 1902. *• Handgepäck in der Eisenbahn. Das Auffuchen der Plätze in den v-Zügen wird, wie vielfach beobachtet worden ist, besonders dadurch erschwert, daß die im Zuge befindlichen Reisenden die unbesetzten Plätze häusig mit Gepäck- oder Kleidungsstücken belegen. Neuankommcnde Reisende werden hierdurch zu der Annahme veranlaßt, daß die betreffenden Plätze besetzt und von den Inhabern nur vorübergehend verlassen sind. Nachdem infolge der Verlängerung der Geltungsdauer der Rückfahrkarten und der starken Einschränkung der zusammengestellten Fahrscheinhefte nunmehr in größerem Umfange von Fahrkarten mit Anspruch auf Freigepäck Gebrauch gemacht wird, muß mit noch größerer Entschiedenheit darauf hingewirkt werden, daß das Handgepäck auf das nach der Verkehrsordnung zulässige Maß beschränkt wird. Das Zugpersonal ist daher, wie in einem Erlaß des preuß. Ministers der öffentlichen Arbeiten angeordnet wird, nochmals streng anzuweisen, Übergriffen in der Mitnahme von Handgepäck, insbesondere aber der Belegung freier Plätze mit Gepäck- oder Kleidungsstücken und durch Aufstapelung von Gepäck in den Gängen mit allem Nachdruck und ohne Beschwerden Mitreisender Personen abzuwarten, entgegenzutreten. Die mit der Ueberwachung des Verkehrs und Betriebes betrauten Beamten haben ihr Augenmerk gleichfalls hierauf zu richten. ** Prälat D. Habicht, der sich um die evangelische Kirche unseres Großherzogtums große Verdienste erworben hat, feiert am 5. Februar seinen achtzigsten Geburtstag. § Queckborn, 14. Jan. Da bekanntlich seit einigen Jahren in Hessen ein äußerst fühlbarer Lehrermangel herrscht, ist das Eingehen der 2. hiesigen Schulstelle genehmigt worden. Die Schülerzahl, die vor Jahren in beiden Klaffen zusammen gegen 100 betrug, ist jetzt auf etwa 64 gesunken. Mit Beginn des neuen Schuljahres — 6. April — wird also einer unserer Lehrer anderweitig verwendet werden. Unsere Gemeinde besitzt zwei Lehrerwohnungen und zwei Schulsäle, es werden also auch eine Wohnung und ein Saal frei werden. — Wie hier verlaute:, besteht die Absicht, daß die Bewohner des infolge Anlegung eines großen Exerzierplatzes eingehenden preußischen Dorfes Wermertshausen sich teilweise hier ansiedeln w.'-oeii, und zwar auf bisher fiskalischem Gelände. Da rmstadt, 14. Jan. In der vorgestrigen stark besuchten Versammlung des Volksvereins für das katholische D e v. i s d) land sprach Reichs tagsabgeordneter Pfarrer G ersten berg er von Laufach über „Getreidezölle und Brotwucher". Indem er zunächst die gewaltige Agitation der Sozialdemokratie gegen die landwirtschaftlichen Zölle einer scharfen Kritik unterzog , betonte er, Darmstädter Blättern zufolge, im weiteren insbesondere den Umstand, daß die Landwirtschaft nichts weiter erstrebe, als den Schutz gegen die ausländische Konkurrenz, was auch die Industrie auf ihrem Gebiete schon längst thue. Aus den Handelsverträgen von 1892 habe letztere große Vorteile gezogen, während die Landwirtschaft „die Zeche bezahlt" habe. Es sei nicht wahr, daß einzig der Großgrundbesitzer Nutzen aus den landwirtschaftlichen Zöllen ziehe, diese kämen vielmehr vollen drei Vierteln der deutschen Landwirte zu gute. An den gesteigerten Brotpreisen trage nicht die Zollerhöhung, sondern ganz andere Faktoren die Schuld Es handle sich jetzt lediglich darum, der deutschen Landwirtschaft das Vorverkaufsrecht gegenüber dem ausländischen Getreide zu erhalten. Der vor einigen Tagen von der Zentrumspartei Mn Zolltarif ein* gebrachte Zusatzantrag, betr. die Witwen- und Waisenver- forgung der Arbeiter biete für etwaige Schädigungen des Arbeitern einen entsprechenden Ersatz. Es sei unsbesondere im Kriegsfall von der höchsten Dichtigkeit, daß Deutschland bei seiner zentralen Sage den größt"n Teil des erforderlichen Getreides selbst produziere, und dies könne nur geschehen, wenn die Landwirtschafr durch Zölle genügend geschützt sei. Zum Schlüsse mahnt Redner, sich durch das Schlagwort „Brotwucher", das eine Unehrlichkeit sei, nickt bethören zu lassen und der um ihre Existenz ringenden Landwirtschaft die Unterstützung nicht zu versagen. Mainz, 13. Jan. Einem Berichte des Vorstandes des hiesigen Naturhistorischen Museums entnehmen wir die allgemein interessante Mitteilung, daß durch zahlreiche Erschließungen des Bodens rings um die Stadt Aufschlüsse über die Bodenbeschaffenheit geboten wurden. Von Weisenau bis zum Hechtsheimer Berg und von da herüber über.ben Käslrich, die Höhen von Zahlbach usw. finden sich nämlich überall Gerolle und Sand aus Spessart-Buntsandstein und Granit, sowie aus Kieselschiefer vom Fichtelgebirge, als unzweideutiger Beweis, daß ftüher der jetzt durch die tiefeingebrochene Rheinrinne von Mainz getrennte Main diese Schichten linksrheinisch niedergebettet hat. Die Blakschicht muß durch den Eisgang, besonders durch Grundeis abgesetzt ein. Ganz dieselben Funde sind auf der rechten Rheinseite gemacht worden, wo dergleichen Gerölle den Hochheimer Berg und den sogen. Petersberg bei Kastel überziehen und sich, gemischt mit Rheinsanden und Gerölleu der Taunusbäche, über die Adolfshöhe von Wiesbaden, Mosbach, Schierstein usw. Hinwegsetzen. Daß diese Maingerölle in der That gleichaltrig sind mit den durch ihre Fauna berühmten Sanden von Mosbach, hat die Aufsindung eines ganzen Unterkiefers des Ur-Elephanten (Elephas antiquus), welcher in einer Grube unfern des oberen Teiles des neuen israelitischen Friedhofes erhalten geblieben, leider aber von Knaben zer- tört wurde, dargethcm. Nach der ersten Eiszeit, in der ersten Jnterglaeialzeit, floß demnach der Main über die Kästrich- Terrasse und an seinen weiten Ufern lebten die Tiere der Mosbacher Fauna (zwei Elephantenarten, das etruskische Nashorn, das Nilpferd, zwei Biberarten, der Höhlenbär, Bison, Wildpferd, der Breitstirn-Elch, drei Arten Edelhirsche, der kleine Wolf, der Löwe, Encho, Alpenmurmeltiere usw.) Auf diese üppige Zeit der Urwälder folgte später die trockene Löß- oder Steppenzeit, welche die Nachkommen eines Teils jener Fauna mit übernahm, das Gros der Bevölkerung aber aus Asien einführte. Frankfurt a. M., 14. Jan. Dem Vorstand des hiesigen Landwirtschaftlichen Vereins ist vom Großh. Ministerium des Innern die Erlaubnis erteilt toor? den, die Lose der aus Anlaß der Frühjahrs- und Herbst- Pferdemärkte zu Frankfurt a M. im April und September d. I. zu veranstaltenden Verlosungen von Pferden, Wagen, Geschirren und sonstigen Gegenständen innerhalb der Kreise Friedberg, Offenbach und Mainz zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlosungsplan dürfen 120 000 Lose ä 1 Mk. aus-gegeben werden. Frankfurt a. M., 14. Jan. Die Eisenbahnverwaltung hatte für heute vormittag Vertreter der Presse zur Besichtigung eines umgebauten D-Zug-Wagens eingeladen. Bei dem Umbau sind folgende Mnrichtungen für Notfälle getroffen worden: 1) Fallfenster in den Abteilen und Seitengängen können bis zur Fensterbrüstung herabgelassen werden; die daran befestigten Fensterriemen haben Schlaufen zum Festhalten erhalten- 2) In den Wagen 3. Klasse sind >n den Abteilen die kleineren herablaßbaren Doppelfenster, durch ein einziges großes von 800 Millimetern ersetzt. 3) Die früher festen Fenster im Seitengange sind durch nach außen ausschlagende Drehfenster ersetzt, an denen Handgriffe und Leder sch lausen zum Festhalten befestigt sind- 4) Die Dampfheizleitung beziehungsweise Schutzbleche derselben im Seitengange ist höher gelegt, sodaß man sich derselben als Fußtritt bei eventueller Rettung durch das Fenster bedienen kann. 5) An den Außenwänden sind unmittelbar unter den sämtlichen Fenstern eiserne Handgriffe und darunter unter den Langträgern Fußtritte angeordnet. 6) Die seither aus Holz gefertigten Fenstergardinenstangen sind aus starkem Eisenrohr hergestellt. 7) Die Sitzgestelle sind mit. Fußboden und Wänden noch besonders befestigt. Außerdem sind folgende besondere Einrichtungen für die Bequemlichkeit der Reisenden getroffen worden: 1) Bei allen Wagen werden zweite Morte eingebaut. Jeder Wagen erhält einen Wort für Männer und einen für Frauen. Eine Anzahl von Wagen erhalten besondere Pissoirs. 2) Die Fußböden der Worte werden mit Mettlacher-Fliesen und die Wände bis Fensterbrüstung mit emaillierten weißen Eisen kacheln belegt, und die darüber liegenden Wandflächen werden mit weißer Emaille-Farbe gestrichen. 3) Die Waschbecken und Klosets erhalten Wasserspülung; außerdem werden in den Aborträumen Klosetpapierrollenhalter, Handtuchhalter und Schränke, letztere zum Aufbewahren der Putzgeräte angebracht. 4) Worte und Pissoirs erhalten Heizeinrichtung und behufs besserer Lüftung werden Lüftungsklappen mit Luftsauger angeordnet. 5) Ueber den sämtlichen herablaßbaren Fenstern in den Seitengängen und Abteilen werden Lüftungsklappen angebracht. 6) Zur Verhütung des Klapperns der Uebergangsbrücken werden dieselben mit Teakholz-Einlage versehen. — Nach diesem Muster, welches nach den Ausführungen des die Neueinrichtung erklärenden Regierungsrates die äußerst möglichen Verbesserungen darstellt, sollen innerhalb zwei Jahren sämtliche vorhandenen D-Zug-Wagen umgebaut werden. Der Umbau des einen Wagens erforderte einen Kostenaufwand von 16 000 Mark. Die Gänge können bei den umgebauten Wagen nicht verbreitert werden, indessen soll bei den neuen Wagen eine Verbreiterung um 10 Zentimeter erfolgen. — Auch die zweite Tochter des verstorbenen Barons Wilhelm von Rothschild, die Frau Max B- H. Goldschmidt, hat zum Todestage ihres verstorbenen Vaters der Stadt Frankfurt eine Schenkung von einer Million Mark gemacht, über deren Zweck zur Zeit noch Beratungen gepflogen werden- — Heute vormittag fanden im Gewerkschaftshause und in der Concordia Arbeitslosen-Versammlungen statt, die von etwa 1400 Personen besucht waren. Referenten waren Arbeiter-Sekretär Gräf und Redakteur Dr. Quark. Die Redner warfen vor allem der Stadtverwaltung vor, daß sie nichts für die Arbeitslosen thue, und die wenigen bisher geschaffenen Einrichtungen absolut ungenügend seien. Die Redner schlossen nick der Drohung, datzwenndie heutige Stadtverordneten-Versammlung nicht einen erheblichen Betrag zur Vornahme von Notstandsarbeiten bewillige, die Arbeitslosenversammlungen morgen und übermorgen, überhaupt solange täglich stattfinden würden, bis Abhilfe erfolge. In einer schließlich angenommenen Resolution wurden die staatlichen und kommunalen Behörden ersucht, schleunigst für Arbeitsgelegenheit zu sorgen, und bei Vergebung von Notstandsarbeiten an Unternehmer die Bedingung zu stellen, daß in erster Linie hiesige verheiratete Arbeiter beschäftigt werden müssen. Die Versammlungen lösten sich ruhig und ohne jeden Zwischenfall auf. Heute nachmittag ist es zwischen Arbeitslosen und- Polizei zu keinem Zwischenfall gekommen. Auf dem Roßmarkt war die Ansammlung schwächer als in deu, letzten Tagen, ebenso das Aufgebot an Schutzmannschast.- Diese beschränkte sich darauf, längs des StraßerHUgss Roßmarkt-Am Salzhaus-Weißadlergasse-große Sandgasse-, Schnurgasse-Fahrgasse die Kreuzungen freizuhalten; dreA konnte ohne besondere Mühe geschehen. Berittene Schutzmannschaft war nur auf dem Roßmarkt aufgestellt und zwar in der Stärke wie an früheren Tagen. — Ein aufregender Vorfall spielte sich heute nachmittag kurz vor 4 Uhr in der Klostergasse ab. Die ledige Tochter eines dort wohnenden Mannes warf nämlich ihr neugeborenes Kind, ein Mädchen, nachdem sie es in SaclleinwanÄ gewickelt hatte, vom ersten Stock herab auf die Straße. Ein gerade vorübergehender Polizeiwachtmeister hob die Leiche des Kindes auf und requirierte die Rettungswache aus der Friedberger Landstraße. In einem Wagen wurde die Entbundene, welche die That im Fieberwahn begangen hat, nach dem Irrenhaus verbracht. Der Vorfall verursachte eine große Ansammlung von Menschen. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Neue Neichsauleihe und Preußische Cousols. Wie wir schon mitteilten, wird das Reich und Preußen die außerordentlich günstige Konjunktur des Geldmarktes benutzen und schon in allernächster Zeit mit einem neuen Anlehen herauskommen. Die Begebung erfolgt zu 89,20, also 1,30 pEt. unter der jüngsten Notiz der 3pCt. Anleihen. Der Emissionskurs ist mit 89^80 in Aussicht genommen. Wie die „F. Z." meint, ift es nicht ausgeschlossen, daß das Reich bei den vorhandenen Bedürfnissen der ersten Anleche bald eine zweite folgen lassen mutz. — Elektrizitäts-Gesellschaft Lchuckert. Neuestens tauchen auch wieder Gerüchte auf, daß die Verhandlungen der Allgemeinen E l e k t r iz i t ä t s g e s e l l s ch a f t mit der Schnckertgesellschaft wieder in Fluß kommen. _ Ob sich dre- elben bewahrheiten, ist abzuwarten. Nach meinen Informationen haben neue Verhandlungen nicht stattgefunden. — Bayerische Bodeukreditaustalt Würzburg. Dem Jn- ’titut ist die Genehmigung zur Ausgabe von 10 Millionen Mark 4 pEt. O bligationen erteilt worden. — Allg. Deutsche Kleinbahn-Gesellschaft. Die Schutzvereinigung der Obligationäre dieser Gesellschaft macht darauf aufmerksam, daß lt. Art. 13 der Statuten der Vereinigung nicht der Vorstand, sondern ausschließlich die Generalversammlung über alle Maßnahmen, die einen Verzicht auf Rechte der Mitglieder aus den hinterlegten Schuldverschreibungen bedeuten, zu beschließen hat. — Neue Frankfurter Stadtauleibe. Die Stadt Frankfurt hat zu Offerten eingeladen auf eine 3% pEt. Stadtanleche von 10 Millionen. — Börsenbericht. Die Börse war fest, doch fehlle dem Geschäft jede neue Anregung. Daß die Deutsche Reichs bank ihren Diskontsatz voraussichtlich um ein halbes Prozent herabsetzen wird, wird erwartet; doch blieb auch diese Erwartung einflußlos. Die 3prozentigen Deutschen Anleihen haben Bruchteile verloren. Von Bankaktien haben Oesterr. Credit nahezu '-rpEt. gewonnen. Es mag dies mit der bevorstehenden Ungar. Jnvestitionsanleche zusammenhängen. Lombarden waren ebenfalls gesucht. Kohlen- und Eisenaktien waren behauptet. Esch- roetler haben 3, Concordia 1 pEt. gewonnen. Schuckert sind lpCt. gestiegen. Badische Anilin 4,40 pEt. Mons, 14. Jan. Ueber das Vermögen des Bankiers Beeck- mann wurde der Konkurs eröffnet. Beeckmann ist feit Freitag flüchtig. Der Zentralverband deutscher Jnou-* ftrieller hat an den Staatssekretär des Reichspostamts, betreffend Massensendungen von Drucksachen, folgende Eingabe gerichtet: In dem Bureau der deutschen Industrie, von denen aus jährlich Hunderitausende von Massensendungen an Drucksachen ausgehen, die in Mengen von vielen Hunderten an den Schaltern der deutschen Reichst post aufgeliefert werden, wird es seit langer Zeit als Uebel- stand empfunden, daß jede einzelne dieser gleichartigen und gleich schweren Sendungen mit einer Freimarke versehen! werden muß. Viele Stunden, ja "Tage sitzen einzelne Änge^ stellte« und kleben ununterbrochen Marken. Für diese Massensendungen gleichartiger Drucksachen, welche sich mit der Aushebung der Privatposten auf der Reichspost noch ganz erheblich vermehrt Haben, bestehen schon heute Sonder^ bestimmungen, indem sie nicht in die gewöhnlichen Briefe kästen geworfen werden, die zu ihrer Aufnahme auch gar nicht ausreichen würden, sondern am Schalter abgegeben! werden. Infolgedessen liegt es nahe, eine weitere Einrichtung in der Wfertigung dieser Massensendungen ein* treten zu lassen, indem das Bekleben derselben mit Marken beseitigt wird. In Großbritannien und Irland besteht seit Jahren der Brauch, daß solche Massensendungen keine Marken erhalten, sofern sie zu 100 Stück abgezählt, am Schalter abgegeben werden. In diesem Falle kann für sie das Porto in einer Summe bar entrichtet werden. Diese Drucksachen erhalten dann auf der Post einen roten Stempel mit der Umschrift postage paid. Der Postverwaltung erwächst daraus also nicht nur keine Mehrarbeit, sondern eine Minderarbeit. Denn wenn diese Sendungen auch immer noch gestempelt werden müssen, so braucht der Stempel doch nicht wie dort, wo eine Marke zu entwerten ist, aus eine bestimmte Stelle gedruckt zu werden. Im Hinblick darauf, daß sich diese Einrichtung in England als sehr praktisch erwiesen hat und den Wsendern wie der Post ein großes Maß Arbeit sparte, gestattet sich das unterzeichnete Direktorium, die Schaffung einer ähnlichen Einrichtung für das Deutsche Reich zu beantragen. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 16. Januar, abends 8 Uhr im oberen Kon- firmandensaal, (Kirchstraße- 9): Bibelstunde. Psalm 42. Pfarrer Schlosser. Das Beste für die Zähne! «4 Fl. Odd-MLL« 71, , - „ O.M Die seil 3nhtjtbnUn bekannten, von zahlreiche« wissenichajtlichen Autoritäten und praktischen Acrzten angewandten: S Schweizer-Pillen sind heute noch in allen Kreisen da« beliebteste Hausmittel. Man achte darauf, daß jede Schachtel als Stiquettc da» weihe Kreuz In rotbcm Felde, wie nebenslehend,trägt. SZBtyiicf>t ht den Apotheken erhältlich wende>nan sich mit lOVlg.-Poitkarte nit Apoth. Rich. Brandt’! Nachl., Schaffhausen (Schweiz). Besiandtheile sind: lLxtrace von Silgc igr. Moschusgarbe, Absynth, Aloe je 1 gr., Bitter- Nee, Beultan je 0,5 gr., dazu Bcntlan- und DltlerklccUnlvcr in gleichen Tcheilcnvund ist' Quantum um daran» 50 Pillen im Gewicht von 0,12 gr. dellen. Möbel-Fabriklager und Ausstattungs-Geschäft Geschäftslokal: KapEansgasse 18 Hd ä Schreinerei,Polsterwerkstätte,Lagerräume W SZ7ZLDL? SeEtersweg 6, Hinterhaus empfiehlt sein reiCtltlQ-ltl^ÖS 61H ^^.Obölll aller Art. Spezialität: Schlafzimmer-, Hotel- and vollständ. Wohnungs-Einrichtungen. Eigene x rosse Schreinerei und Polsterwerkstätte. 227 Bekanntmachung, betreffend: Die AnSführuug dcö ArankcuverfichcrungsgesetzeS; hier: die Versicherungspflicht der Hausgewerbetreibenden, sowie d« Handlungsgehilfen und -Lehrlinge. Nachstehendes OrtSstatut wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Nach demselben sind vom 3. Februar 1902 an die Hausgewerbetreibenden, sowie die gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Handlungs-Gehilfen und -Lehrlinge beiderlei Geschlechtes der ttrankeuversichernugSpflicht unterworfen. Im Einzelnen wird zu dem Ortsstatut das Folgende bemerkt: Handlungsgehilfen sind von der Versicherungspflicht befreit, wenn der Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt sechs zweidrittel Mark für den Arbeitstag oder, sofern Lohn oder Gchall nach größeren Zeitabschnitten bemeffen ist, zweitausend Mark für das Jahr gerechnet, übersteigt (vergl. § 2b des Krankenversicherungsgesetzes). Die versicherungspflichtigen Handlungsgehilfen und -Lehrlinge sind, sofern sie nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 63 des Krankenoersicherungsgesetzes) einer Betriebskrankenkaffe anzugehören haben, oder Mitglieder einer freien Hilfskaffe sind, welche den Anforderungen des § 75 des Krankenversicherungsgesetzes genügt, zu der dahier bestehenden Ortskrankenkasse aruumelden. Da nach dem Ortsstatut die Vorschriften der §§ 49 und 54 des Krankenver- sichcrungSgesetzes auf die Arbeitgeber der Handlungsgehilfen und -Lehrlinge Anwendung zu finden haben, find die Arbeitgeber, soweit ihre Gehilfen und Lehrlinge einer OrtSkrauleukassc -rügehören, insbesondere verpflichtet: a) den geltenden Meldebestirnmuugeu uachzukommcn, b) die statutenmäßigen Kassenbetträge au die Ortskrankenkasse eiuzuzahleu, o) ein Drittel der Kasseubeiträgc a«S eigenen Mitteln zn leisten. Gießen, den 1L Januar 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. Ortsstatut für die Srovwzial-Kaupistadt Kietzen. Betreffend:. Ausführung des KrankeuverficherungSgesetzeS. Nach Beschluß der Stadtverordneten-Dersammlung vom 7. November 1901 und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 28. Dezember 1901 zu Nr. M. d. I. 87610 wird in Gemäßheit der §§ 2 und 54 des Krankenversicherungsgesetzes vom 15. Jrmi 1883 in der Fassung der Novelle vom 10. April 1892 für die Stadt Gießen das folgende Ortentatut erlassen: § L Die Versicherungspflicht wird gemäß § 2 des Krankenver- ficherungSgesetzes ausgedehnt: a) auf selbständige Gewerbetreibende, welche in eigenen Betriebsstätten im Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbetreibender mit der Herstellung oder Bearbeitung gewerblicher Erzeugniffe beschäftigt werden (Hausindustrie), und zwar auch für den Fall, daß sie die Roh- und Hilfsstoffe selbst beschaffen und auch für die Zeit, während welcher sie nur vorübergehend für eigene Rechnung arbeiten; b) auf Handlungsgehilfen und -Lehrlinge, soweit dieselben nicht nach § 1 des Krankenversicherungsgesetzes versicherungspflichtig sind. § 2. Die Vorschriften der §§ 49—54 des Krankenversicherungsgesetzes finden auf die Arbeitgeber der Handlungsgehilfen und -Lehrlinge Anwendung. § & Die Bestimmungen über An- und Abmeldung, sowie Zahlung der Beiträge finden auf die in § L pos. a, dieses Ortsstatuts genannten Personen (Hausgewerbetreibende) in der Weise Anwendung: a) daß die Hausgewerbetreibenden für sich und die etwa von ihnen beschäftigten Personen selbst die erforderlichen Meldungen zu vollziehen haben; b) daß den versicherten Hausgewerbetreibenden selbst die Einzahlung der Verträge obliegt: o) daß sämtliche Arbeitgeber, für welche der Hausgewerbetreibende innerhalb der Kalenderwoche beschäftigt war, verpflichtet sind, demselben ein Drittel der auf die Woche entfallenden Kaffenbeiträge zu ersehen und zwar nach Maßgabe der auf die einzelnen Arbeitgeber entfallenden Arbeitszeiten bezw. Arbeitslöhne. Die von den Hausgewerbetreibenden chrerseits angenommenen Arbeiter sind gemäß § 1 des Krankenversicherungsgesetzes ver- sicherungspflichtig und es gilt denselben gegenüber der Hausgewerbetreibende als Arbeitgeber im Sinne des § 51 des Gesetzes. § 4. Dieses Statut tritt mit dem 3. Februar 1902 in Kraft. Gießen, den 11. Januar 1902. 459 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. D.: Wolff. Bekanntmachung. Das Genossenschaftskataster der Wassergenossen- fchast Brückenfeld z« Queckborn liegt vom 20. Januar d. I. an 4 Wochen lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zu Queckborn zur Einsicht der Beteiligten offen. Queckborn, den 13. Januar 1902. Der Vorstand der Genossenschaft. Schmidt. 504 Berlinische Lebens-BersicherniO-Gesellschnst. Begründet 1836. Der im Jahre 1902 an die mit Anspruch auf Dividende Versicherten zu verteilende Gewinn für 1897 stellt sich auf 30°/. der Jahresprämie (Modus I), 21, der in Summa gezahllen Jahresprämien, und l14 •/, der in Summa gezahlten Jahres-Ergänzungs-Prämien (Modus 1I)Z und wird den Berechtigten auf chre rm Jahre 1902 fälligen Prämien in Anrechnung gebracht. ^n-Summe der Teilnahmeberechtigten beträgt rund Versicherte Personen Ende 1900: 42401 mü Mk. 200 475 007 Ver- sicherunassummc und Mk. 373 063.05 jährliche Rente. Garantie-Kapital Ende 1900 Mk. 70 361084. Berlin, den 3L Dezember 190L 513 Berlinische Lebens-Berfichernngs-Geseltschast. SW., Warkgrafenstraße 11-12. Die Gesellschaft übernimmt -Zeöens-, Spar- und ^eiörenteu- Derstchernuge« zu den güw.igsten Bedingungen. Erteilung von Auskunft, Abgabe von Prospekten, sowie Annahme von Versicherungs-Anträgen, der Privatier J. Heiser, Hieße«, Ederstr. 2. Jnsanterie'Regiment Nr. 116. Gießen, den 14./L 02. Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Musketier Gabriel Heiligenthal der 2. Komp. Jnf.-Regts. Nr. 116, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Verdachts der Fahnenflucht verhängt. Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an die nächste Mllitärbehörde zum Weitertransport hierher abzuliefern. gez. von Dewitz Oberst u.Regimcnts°Kommandeur Beschreibung: Alter: 26 Jahre, Größe: 1,72 Mtr., Statur: stark, Haare: hellblond, Augen: grau, Nase: stark und gebogen, Ntund: gew., Bart: Schnurrbart. Kleidung: Feldmütze, Lüewka, Tuchhose, Zugstiefel. 505 Die Richtigkeit der Abschrift bescheinigt von Rabenau, Leutnant und Gerichtsofftzier. Jagd Verpachtung. Freitag den 31. Januar d. I., vormittags 11 Uhr, soll auf dem hiesigen Bürgermeisterei - Büreau die Kesselbacher Gemeinde-Wald-- und Feldjagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Keffelbach, 13.Januar 1902. Gr. Bürgermeisterei Kesselbach. Stein. 502 Iagdverpachtung. Freitag den 31. Januar d. I., nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau die Londorfer Gemeindejagd auf wettere sechs Jahre verpachtet werden. Londorf, den 13. Jan. 1902. Großh.BürgermeistereiLondorf. Auma nn. 507 Iagdverpachtung Samstag den 25. d. M., nachmittags 2 Uhr, soll im Schulsaal dahier die der Gemeinde Annerod zustehende Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre unter den dabei bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Annerod, 14. Januar 1902. Großh.Bürgermeisterei Annerod Horn. 491 -llcrlici.amniiuii Hohversteigerung im Sicher Stadtwald. Dienstag den21.Januar, vormittags 10 Uhr beginnend sollen im Licher Stadtwald, Distrikt Ober- und Unterspeierlingskopf, Bezirk Hinderwald, versteigert werden: 130 rm Buchen-, Eichen- und Birkenschetter, 150 rm Buchen-, Eichen- und Nadellnüppel, 6000 Buchen-,Eichen-u.Nadel- Wellen, 300 Buchen-,Eicheu-ruNadel- Stöcke. Zusammenkunft auf dem Burkhardsfelder Weg am Brückelchen. Gr. Bürgermeisterei Lich. _________Heller.______456 Hohversteigerung Montag den 20. d. M. läßt die Firma Gebr. Fehlings m dem Flach'schen Walde, Gemarkung Dornholzhausen, ca. 8000 Stück Fichten- Stangeu IL, HL, IV. und V. Klasse öffentlich versteigern. Die Zusammenkunft ist um 9 Uhr vormittags auf der Chaussee nach Wetzlar. Dornholzhausen, 503 den 13. Januar 1902. Heinrich Behmcnburg^ (yt «e wettelijke voorechriften, gratis verkrijgbar. 600 N gesehen werden. 0194 Fluss- und Seefische J. M. Schulhof w Telephon 119. 314 Prompter Versandt nach ausw. 5 1 137 empfiehlt ar 142 SelterSweg 43. IS Schränke empfiehlt in feiner Ausführung 135 Mpfelstimyen M 0 8. c ar ar ** Gießen, 14. Januar 1902. Seipel, Gerichtsvollzieher. C 'S Täglich frische Fluss- u. Seefische Konserven (Moitner) zu Original-Fabrikpreisen. Deutschen Cognac per Fl. von 1.50 Mk. an. Französischen Cognac per Fl. von 8 Mk. an 1 ftp V» I €» §5 7/isitenAarten liefert rasch und billigst Briihl’sche üniv^Drnckerel. Alle Artikel für] Zchll-, Slillt- nah BlutHege empsiehll billigst Waarschuwing Dienstplicht in Nederland Ingevolge htt Koninklijk Besluit van 16. November 1901 (Staate- blad No. 222) treedt de gewijzigde wet betrekkelijk de Nationale Militie in werking op 1. Janaari 1902. Krachtena de daarin vervatte nieuwe vooreohf iften zijn Nederlanders, uit hoofde van bun rerblijf of dat von banne 0adere of voogden in Duitscbland, niet meer vrijgeeteld van verpfLchtingen ten aanzien van de Nationale Militie in Nederland. Aan alle Nederlanders in Dnitschland verb’ijf hoadende en in bet bijzonder aan hen die zijn geboren in hetjaar 1883, alsmede aan alle in Duitscbland gevestigde ouders of voogden van minderjarige Nederlanders van dien l -eftij i, wordt das dringend aaneeraden, zieh ten spoedigste te verg< wissen omtrent de verpflichtingen, welke de wet bun mocht opleggen, en waaraan Zy voor 31. Januari Zullen moeten voldaan hebben. Niet naleving dier verplichtingen wordt gestraft en stell den militiepflichtige aan vordere nadeelige gevolgen bliot. Aan bet Nederlandsche Gezantschap te Berlijn en aan alle Nederlandsohe consulaten zijn opaanvrage exemplaren van een uittreksel uit de Militiewet 1901 bevattende de ten deze in aanmerking körnende Feuer-, fall- and diebesfeste versandt nach auswärts sehr prompt, da nur 4 Minuten von den ALahnKöfeu u. Hauptpostamt. Kopierpressen zu mässigen Preisen die Qeldschrank-Fabrik von Nähmaschinen, Wasch- und Wringmaschinen Waschmangeln n. s. w. Louis Lind Wein handlang, 10 Kirchen platz 10. preis ggMEDAlLLEV Butzbach/# S Mazze» 5$ frisch eingetroffen. I. M. TchHsf. b FiNche n. Geflügel täglich frische Zusiehren. Stahlpanzsr Kassen Bankeinrichtungen Kassetten Hämatogen Flasche 2 Mk. empsiehll 501 Victoria-Drogerie Ad. ISieker. Warktfiraße 5. Donnerstag den 16. d. 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