Nr. 137 Erscheint tägttch außer Sonntag-. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Vekflsche« Landwirt die Siebener Kamillen. Wärtci viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vev- lag der BrÜhl'sch« Univers.-Buch- u. Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion. Expedition und Druckerei; Schalpratze 7. Ldresie für Depeschenr Anzeiger Gieße«. Kernsprrchanschluß Nr. bl. Zweites Blatt. 152. Jahrgang Samstag 14. Juni LNOS JSSggF Q '^gT LA monat?ich7bPUviÄeLl Gietzener Anzeiger W General-Anzeiger w v * für den polit u. allgem» Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MMZ " zeigenteil: HanS Beck. Die yeutigr Mnmmer umfaßt 18 Sette». -....... ■ 11 ■ Politische Tagesschau. König Albert von Sachsen. Mit aufrichtiger Teilnahme ist man allenthalben int Reich den wechselnden Berichten vom Krankenlager des Königs von Sachsen gefolgt. Tie Hoffnung auf Besserung sinkt leider von Stunde zu Stunde, jede neue Botschaft kann die Lunde bringen vom Ableben des greisen Monarchen, der, wie nur Einer, treu zu Kaiser und Reich stand. In König Albert sieht das deutsche Volk eine Heldengestalt aus Deutschlands großer Zeit, in der des Sachsenlandes Herrscher sich unverwelklichen kriegerischen Lorbeer erwarb. Die Herzen aber gewann sich König Albert durch die Charaktereigenschaften edler Atännlichkeit und Seelengüte. Das konnte der Monarch noch vor einigen Wochen, an seinem 74 Geburtstage, erkennen. Gr äußerte damals, daß er sich beglückt und belohnt fühlte durch die zahllosen Liebeserweise aus allen Gauen Deutschlands. Niemand ahnte damals, daß das Unheil im Anzuge war, wie bald die Festesfreude sich in Betrübnis und Trauer wandeln sollte. An: Abend ist, da im Befinden des Königs keine Veränderung eingetreten ist, kein Bulletin ausgegeben worden. Der Donnerstag gab insofern zu Befürchtungen Anlaß, als der König auffallend viel schlref, wachte er jedoch auf, so war er bei klarem Bewußtsein. Eine unruhige Nacht hatte vor Mitternacht das Befinden erheblich beeinträchtigt, jedoch kräftigte der Schlaf nach Mitternacht den König wieder soweit, daß er am Freitag früh nach dem ersten Frühstück, sowie nach einer Zigarre verlangte. Ter stärkere Asthma-Anfall aber, an dem der König seit der Mittwoch Nacht leidet, ist noch keineswegs überwunden. Auch am Freitag hat er sich jedoch eine Zeit lang mit Regierungsgeschäften beschäftigt. Dann traten wieder Herzbeschwerden ein. Ter Beichtvater des Königs bleibt ununterbrochen in der Nähe des Kranken. Tas Aerzte- kollegium ist in Permanenz. Herr« v. Thielens Nachfolger. Der offiziöse Telegraph verbreitet heute folgende Meldung aus Berlin: „Verschiedene Blätter nennen als künftigen Minister der öffentlichen Arbeiten den Generalmajor a. D. Budde", den früheren Chef der Eisenbahn- Verwaltung des großen Generalstabes und gegenwärtigen Direktor einer Privat-Waffenfabrik. Ein Berliner Korrespondent berichtet, daß außer Generalmajor Budde als Nachfolger Thielens in erster Linie der Direktor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Möll hausen in Betracht komme. Ob General Budde der Minister für Eisenbahn-Reformen sein wird, — ein langer Wunschzettel, speziell in Bezug auf Vereinfachung und Verbilligung der Personentarife, harrt der Inangriffnahme —, kann erst die Zukunft lehren. Nicht mit Unrecht sagt man, daß der Finanzminister den Minister der öffentlichen Arbeiten in Preußen dirigiert. Sobald der Finanzminister es ablehnt, ein Risiko zu übernehmen, das mit Ausgaben für Verkeürsverbesserungen oder mit Fahrpreisermäßigungen verbunden ist, muß sich auch der reformfreundliche Eisenbahnminister bescheiden. Herr v. Thielen war ganz gewiß kein Stürmer, vielmehr allzu vorsichtig und bedächtig allen Neuerungen gegenüber, aber selbst Herr v. Thielen hat mit schmerzlicher Resignation auf manchen populären Plan verzichtet, weil die Finanz- verwaltung den Daumen auf.den Geldbeutel hielt. Das war sogar in guten, glänzenden Jahren der Fall, damit für die mageren Jahre vorgesorgt werde. Bei dem jetzigen Stand der Finanzen ist die äußerste Sparsamkeit gerade im Eisenbahnwesen gewissermaßen zum obersten Gesetz erklärt. Trotzdem könnte Thielens Nachfolger eine Reihe von Verbesserungen einführen, die nichts kosten, doch vom Publikum dankbar begrüßt werden würden. An Vorschlägen hierfür mangelt es wahrlich nicht. Ebenso wie Herrn v. Podbielski seinerzeit bei der lleber- nahme der Leitung des Reichspostamts einige kaufmännische Erfahrungen zu gute kommen, dürfte auch Herr Budde die Ansprüche des Verkehrs, des praktischen Lebens besser würdigen, als es auf Grund der am „grünen Tisch" erworbenen Kenntnis möglich ist. Weiteren Kreisen bekannt geworbten ist Herr Budde durch seine Beteiligung an der Vertretung der Kanalprojekte im preußischen Abgeordnetenhaus. Er erläuterte damals in einer klaren, anschaulichen und mit Frische vorgetragenen Rede die erhebliche militärische Bedeutung der großen Wasserstraßen. Auf die Rede waren von der Regierung viel Hoffnungen gesetzt worden. Indessen beugten sich die Konservativen auch diesem fachmännischen Urteil nicht, wenn sie es auch mit Respekt behandelten. Als rednerische Leistung bildete aber Herrn Buddes Gutachten unbestritten den Höhepunkt der Kanal- bebatten. Eine Nentenfrage. Ans Handelskreisen wird uns geschrieben: Nach einer Meldung aus Paris ist das Kursangebot des Hauses Rothschild für die Uebernahme von 80 Mill. Lire neuer 31/2 prozentiger italienischer Rente von Rom aus als zu niedrig zurückgewiefen worden, weil angeblich günstigere Anerbieten ausländischer Finanzgruppm vorliegen. Die „Voss. Ztg." meint, man werde in Deutschland schwerlich Lust haben, eine neue italienische Rente herauszubringen. Im allgemeinen erfreut sich dieses Anlage- vapier beim deutschen Publikum in der That keiner großen Beliebtheit; die Kouponsteuer wird als lästig empfunden, weil sic eine ins Äwicht fallende Herabminderung per Kerzinfung bewirkt. Dürfte» also schon aus diesem Grunde deutsche Bankhäuser das Risiko solcher Transaktion zu übernehmen minder geneigt fein, so kommt hinzu, daß an erstklassigen sowohl wie an höher verzinslichen Anlagewerten am deutschen Geldmarkt kein Mangel ist. Es Ware ein arger Irrtum, anzunehmen, daß die lieber? Zeichnung der russischen Anleihe in Deutschland auch anderen Emissionen zu teil würde. Die großen Banken müssen ohnehin mit der Möglichkeit einer baldigen lleber- nahme von weiteren Teilbeträgen von Reichs- oder preußischer Anleihe rechnen. Zudem steht die Gmittierung einer neuen Bosnischen Anleche am deutschen Geldmarkt in Aussicht. Der neue französische Marineminister. Als man im Jahre 1848 eine deutsche Flotte und damit ein deutsches Marineministerium zu schaffen sich bemühte, da ging man auf die Suche nach geeigneten Männern, die die Geschäfte führen sollten. Den „Seekapitän" Bromme, einen geborenen Sachsen, holte man sich aus Griechenland, zum Marineminister machte man den Bremenser Großkaufmann Duckwitz und endlich stellte man „als der Marine zweiten Lord an — den jungen Dichter Wilhelm Jordan", dem man marinetechnische Kenntniffe zutraute, weil er vor seiner Wahl ins Frankfurter Parlament — einige Monate als Privatlehrer in der Seehafenstadt Bremen gelebt hatte! An diese interessante Vorgeschichte unserer Flotte erinnern wir uns angesichts des neuen französischen „Zivilmarineministers" Pelletan, über den man sich selbst in Frankreich lustig macht. Der „Figaro" bringt über die „Landratte" Pelletan folgende Scherzszene mit der Ueberschrist: „Die Badewanne." Marineminister Camille P e l l e t a n: Entschuldigen Sie, mein Herr. Was ist denn das für ein Ding? Ein Sekretär: Das ist eine Badewanne, Exzellenz. Pelletan: So? das ist eine Badewanne? Und was ist denn drinnen? Sekretär: Wasser, Exzellenz. Pelletan: Endlich werde ich doch mal Wasser sehen! (er taucht die Hand ein.) Oh, oh, es ist heiß. Sekretär: In der That, Exzellenz, es ist warmes Wasser. Pelletan: Ist Wasser immer warm? «Sekretär: Nein, Exzellenz, Waffer ist gewöhnlich kalt. Pelletan: Also, Flutzwasser, Seewasser, Meerwasser istkall? Sekretär: Ja, Exzellenz, aber das Meerwasser ist salzig. Pelletan: Nein, rote sonderbar! Holen Sie mir doch Salz! Ich will diese Badewanne mit Salz anfüllen. Und lassen Sie mir die kleinen Boote bringen, die ich im Louvre gekauft habe. Sekretär: Ich möchte Ew. Exzellenz geborsamst in Erinnerung bringen, daß diese Badewanne hauptsächlich für Bäder bestimmt ist. Pelletan: Hat Marat nicht eines Tages ein Bad genommen ? Sekretär: Allerdings, Exzellenz. Pelletan: Es ist ihm schlecht bekommen. Sekretär: Die Zeiten haben sich geändert, Exzellenz. Pelletan: Mutig vorwärts! (Er zieht sich aus und steigt ins Wasser.) Ach, mein Gott! Sehen Sie doch: das Wasser wird schwarz. Ich wette, das ist ein Racheakt von Briffou. Et« russische- Petroleumsyndikat. Dieser Tage sind in St. Petersburg die Vertreter der großen Petroleumfirmen: Gebrüder Nobel, A I. Mantaschew u. Co., der Kaspi-Schwarzmeer-Gesellschaft (Rothschild), der Kaspischen Gesellschaft und anderer Firmen eingetroffen, um die Frage der Gründung eines Syndikats der Bakuer Naphtaindustriellen zum Kampfgegeu den amerikanischen Petroleumtrust zu Exportzwecken perfekt werden zu lassen. Der erste dahin gehende Plan der russischen Naphtarndustriellen, ein von oer Regierung anerkanntes Syndikat zu bilden, war vom russischen Knanzminister deshalb cckgelehnt worden, weil sie eine Herabsetzung des Ausfuhrtarifs für Petroleum von Baku nach Batum uird eine Gleichstellung mit dem Binnen- tarif forderten, der um! 4 Kop. pro Pud weniger als der Exporttarif betrügt. Gegenwärtig will das Syndikat analog den südrussischen Montanindustriellen unter der Firma „Vereinigte C^port-Aktiengesellschaft Bakuer Petroleum-Industrieller" zusammentreten. Das Zustandekommen des Syndikats hat sich bisher verzögert, weil eine gewisse Schwierigkeit im Interessenausgleich der einzelnen Firmen lag. Tie Vertreter der Petroleumfirmen haben bereits mit der Festsetzung der näheren Bedingungen begonnen, unter denen sie ihren Plan verwirklichen wollen. Tas Syndikat beabsichtigt, auf dem von ihm ins Auge gefaßten Absatzgebiet Niederlagen und Petroleumzisternett zu er- foauen. Wie nach russischen Blättern verlautet, dürfte die Gründung des Syndikats kaum ohne eine gewisse Hilfe der Regierung in einer teilweisen Herabsetzung des Gxporttarifs zu stände kommen, obwohl" eine derartige Erleichterung nur auf Kosten des inländischen Konsumenten vorgenommen werden könnte, da sie die Petroleum- frachterr künstlich ins Ausland ableiten müßte. Deutsches Keich. Berlin, 13. Juni. Der Kais er hörte gestern nachmittag den Vortrag des Generalintendanten Grafen Hochberg. Zur Abendtasel beim .eäiserpaar waren u. a. geladen der kurz vorher eingetroffene PrinzLevpold von Bayern mit seinem Adjutanten, der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld, die hier weilenden österreichischen Offiziere, Reichskanzler Graf Bülow und die Chefs des Zivil- und Militärkabinetts. Prinz Leopold von Bayern reiste nach der Tafel wieder ab. Heute hörte der Kaiser die Vorträge des LandwirtschastsMinisters v. Podbielski, des Kriegs- ministers v. Goßler und des Chefs des Militürkabinetts Grafen Hülsen-Häjeler. Hm 12 Uhr empfing er den argentinischen Gesandten Quesale und um 1 Uhr den japanischen Grafen Matsukata. — In Gegenwart der Kaiserin fand heute vormittag im königlichen Schlosse die 14. Jahresversammlung des weiteren Ausschusses des evangelisch-kirchlichen Hilssvereins statt. — Der preußische Minister für Handel und Gewerbe hat die Regierungspräsidenten angewiesen, für die bevorstehende Erneuerung der Bekanntmachung vom 8. Juli 1893 über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichenArb eitern in den zur Anfertigung von Zigarren bestimmten Anlagen, deren Gültigkeit am 1. Mai 1903 erlischt, zu prüfen, ob etwa noch weitere Beschränkungen der Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern oder sonstige Abänderungen der Be- kanntmachung vom 8. Juli 1893 angezeigt erscheinen. — Der polnische Maler Adalbert v. Kossak, der beim Kaiser in hoher Gunst steht und in der Berliner Gesellschaft seit Jahren eine Rolle spielt, war im Hofberichit unter dem Gefolge ausgeführt, das vom Kaiser nach Marienburg geladen war; außer ihm noch zwei andere Maler. Man hat dann Betrachtungen daran geknüpft, daß dieser Herr, der auch österreichischer Offizier ist, auf diese Weise die scharfen Aeußerungen des Kaisers über das Polentum angehört habe. Der tschechische Abg. Klosac hat das auch im Wiener Parlament erwähnt und in galizischen Blättern ist Herr v. Kossak als vermeintlicher stumtner Zeuge jener Rede des Kaisers angegriffen worden. Nun aber hat Herr v. Kossak nach Lemberg telegraphiert, daß diese Angriffe ungerecht seien; er habe sich trotz der Einladung des Kaisers nicht nach der Marienburg begeben und sei an jenem Abend in Berlin in Gesellschaft polnischer Mitglieder des Abgeordnetenhauses und Reichstages gewesen. Er werde aber bald Berlin ganz verlassen, da die Situation in der Reichshauptstadt für ihn unmöglich geworden sei. — Der gestrige Hofbericht meldete, daß der Kaiser Herrn v. Kossak in seinem Atelier besucht hat. — Ter „Reichsanzeiger" giebt bekannt, daß die seitens Guatemalas ausgesprochene Kündigung des Handelsvertrags zwischen Deutschland und Guatemala von der Regierung Guatemalas dahin abgeändert worden ist, daß der Vertrag mit dem 22. Juni 1904 außer Kraft tritt. — Ter Abg. v. Sa lisch (kons.) brachte im Reichs-, tage einen Gesetzentwurf ein, bezweckend Entschädig gung von Personen, die bei Rettungswerken verunglücken. Der Antr<^ enthält folgende Grundzüge: Wenn Personen bei Hilfeleistungen infolge polizeilicher Aufforderung oder sonst beim Retten oder Bergen von Personen oder Sachen im deutschen Reiche oder auf deutschen Schiffen einen Unfall erleiden, so ist für die Folgen Schadenersatz zu leisten .Die Höhe des letzteren ist bei Versicherten nach der Unfallversicherung, bei Nichtversicherten nach dem wirklichen Arbeitseinkommen zu bemessen, wobei mindestens, das Dreihundertfache des ortsüblichen Dagelohnes gewöhnlicher Tagearbeiter, höchstens jedoch 6000 Mk., zu gewähren sind. Tie Entschädigung soll durch die Unsatlkasseu desj Bundesstaates, in dem sich der Unfall ereignete, geschehen. — Die Zolltarifkommission nahm die Positionen 389, 390 und 391, Rohseide, unverändert an. Die Positionen 392 und 393, künstliche Seide, und zwar ungezwirnte oder einmal gezwirnte ungefärbt 50, gefärbt 100, zweimal gezwirnte ungefärbt oder gefärbt 200 Mk., wurden gemäß dem Anträge Bachem auf 20 bezw. 40 bezw. 60 Mk. herabgesetzt. Die Positionen 394 und 395, Floret- seide, 396, Floretseidenge spinn st e, wurden unverändert angenommen. — Ter preußische „Staatsanz." veröffentlicht das Gesetz gegen die Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden vom 2. Juni. — Tie Kommission des preußischen Herrenhauses für die Pol en Vorlage nahm den Entwurf unverändert an. Im Herrenhaus brachte v. Levetzow einen mit dem Anträge des Grafen Douglas gegen den Alkohol- mißbrauch sich deckenden Antrag ein. M ü n ch e n, 13. Juni. Die Kammer der Abgeordneten uahnt nach lebhafter Debatte das Schulbedarfsgesetz mitsamt dem sogen. Si multan-Paragraphen in der Fassung des Beschlusses der Kammer der Retchsräte mit 85 gegen 66 Stimmen an. Für das Gesetz stimmten das ganze Zentrum, ein Konservclliver und ein Liberaler. Ausland. Wien, 13. Juni. Abg. Klosa c interpellierte heute, im Reichsrat abermals wegen der Marienburger Rede des deutschen Kaisers. Er fragte, ob die Regierung öffentlich kundzugeben gedenke, daß die Worte des deutschen Kaisers „ in Oesterreich entschiedenste Zurückweisung der Regierung und aller Faktoren fänden". (Dem Mann ist wohl nicht zu helfen.) — Wie verlautet, steht die Verlobung des Herzogs Siegfried in Baiern mit der Erzherzogin Maria Annunciata bevor. Budapest, 13. Juni. Minischrprcisident Szell beantwortete im Abgeordnetenhause eine Interpellation, betr. den Dreibund. Der Inhalt des neuen Vertrages ist ganz gleichwertig mit dem alten. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Verhältnisses zu Deutschland erklärt Szell: „Ich kann nicht leugnen, daß dieses Verhältnis nicht so beschaffen ist, tote es wünschenswert wäre, daß wir das Entg e g e n k 0 tnmen v e rm if f en, aus das wir auf Grund des jetzigen Vertrages Anspruch haben. Es bleibt für uns b ezüglich der Vieheinfuhr und des Beterinärwefens viel zu wünschen übrig. Der Zolltarif, den Deutschland ausgestellt hat, ist — es. läßt sich nicht leugnen — gegen unser In- — Das Bonner Stadttheater ist an den Regisseur Otto ... mnrSprt iHpi hptt Ulli q,uii) ation schäft. die Molkereigenossenschaft Ost heim-Nied erschließende Ledermanschetten zu liefern. Aröeitertiemcgung. Stuttgart, 14. Juni. Heute morgen sind die hiesigen Maurer in den AuSstand getreten, nachdem die Meister erklärt hatten, höhere Löhne nicht zahlen zu können. fährt morgen früh 6 Uhr per Rad in Frankfurt ab und trifft ungefähr gegen 11 Uhr hier ein, wo Empfang und Frühschoppen im Cafe Royal stattsindet. Die Tetlnehmer- zahl wird auf 4—500 geschätzt. Tann folgt in demselben Hotel und im Hotel Viktoria zwangloses Mittagessen. Gegen 3 Uhr allgemeine Abfahrt zum Rennen. Für die Rennen selbst liegen zahlreiche Meldungen vor, worunter auch solche der besten deutschen Amateure, die sich hier ein Stelldichein geben. Beim Hauptfahren werden die beiden Meisterfahrer Bäßler-Hannooer und Drescher-Mamz aufeinander treffen; ihre Führung werden einige Motore übernehmen, die eine Schnelligkeit von ea. 70 Km. m der Stunde haben. Nach Schluß der Rennen findet auf der Hardt-Terrasse Preisverteilung und Konzert der Regimentskapelle bei freiem Ein- Franksurter Schauspielhaus. Aus Frankfurt a. M. wird geschrieben: Zur Eröffnung des Tramen-Cyclus zum Abschied vom alten Schauspielhause wurden Estlands „Jäger" in neuer Einstudierung gegeben. Tas rm Jahre 1785 entstandene Stück wurde vom Publikum recht freundlich ausgenommen. Man erwärmte sich sogar beinahe wred«: für die alten lieben ehrlichen Menschen und erzürnte fich über die bösartigen Schurken, die da auf der Bühne spazieren gingen. Auf Darstellung und Inszenierung war ersichtlich liebevoller Fleiß verwendet worden. Ten Darstellern der Hauptrollen — Pfeil, Frau Freund, Frl. Sangora, Fricke, Bayrhammer, Szika — zollte das Publikum dankbaren Beifall, der auch der geschickten Regie des Intendanten Claar zugebilligt werden muß. Am 19. Mai starb in München der durch lerne eigenen Landwirtschaft. — Born Hessischen Landwirtschastsrat. Landwirtschaftliche Studienreise nach der Provinz Sachsen. Im Programm ist,der Besuch der Kalisalzwerke in Staßfurt vorgesehen, ^a cme größere Anzahl der angemeldeten Teilnehmer die Gelegenheit der Studienreise zu einem Abstecher nach Berlin benutzen will, 'Vic') dem Rechnung getragen werden und auch für den dortigen Aufenthalt >u ortskundige Führung, zweckmäßige Zeitausnutzung und Koslen-- ermäßigung gesorgt werden. Krankheiten durch Spargelschalen. In den Konservenfabriken des Regierungsbezirks Magdeburg wurde bei den Spargelschälerinnen das Auftreten eines Hautaus- schlags auf dem Unterarm, soweit er vom Spargel)a|t be» netzt wird, bemerkt. Dieser Ausschlag erregt Jucken, und bei starker Ausdehnung solche Schmerzen, daß dre Arbeiterinnen die Arbeit bis zur Abheilung aussetzen mußten. Tie Arbeiterinnen haben versucht, sich durch lemene Binden zu schützen, jedoch ohne Erfolg, da diese leicht durchnäßt ! werden. Ten Fabrikleitern ist vorgeschlagen worden, den Arbeiterinnen vor Beginn der Beschäftigung dicht an- Lorom olive. Der Führer und Hetzer wuroen gerorer.i ein Reisender verletzt. — Louis d'Aurignac durste morgen oder spätestens Montag wieder freigelaffen werden, da ein genügender Schuldbeweis nicht erbracht werden konnte, weil er mit den übrigen Mitgliedern der Familie Hum b ert in keinerlei Beziehung stand. — Tie gestrige ^r,teigenmg der Luxuswagen der Familie Humbert hat 40 000^-rrs. ergeben. Am nächsten Dienstag findet der Verkauf der Wem- Vorräte statt, bei der man auf einen Erlös von 100000 Fr. rechnet. — Gestern wurde vor dem Akademie-Gebäude eine Dame v erhaftet, die s. Z. den früheren Minister Hanotaux geohrfeigt hatte. Man nimmt, an daß fie wiederum ein Attentat gegen Hanotaux beabsichtigte. * Paris, 13. Juni. Die nationale jSubskriptton flb die Opfer der Katastrophe auf Martinique hat bisher die Summe von 2 615 043 Fr. ergeben. * Triest, 13. Juni. Die Insel Lissa wurde von furchtbaren Orkan und Hagelschlag heimgesucht. tritt statt. ** Personalnachrichten. Der Großherzog hat dem Gemeinde- und Ortsgerichtsdiener Heinrich Blanke III. zu Dieburg das Allgemein" Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für I elnemfurchtbarenO r lan uno ^agec, q rug 50jährige treue Dienste" verliehen. — Der Großherzog hat ^amtliche Weingarten find vernichtet, viele 1 ) die Landgestüts-Beiknechte Simon Dörsam aus Fürth und sind gesunken. * tzeinrich N°-b aus Zch zu L°ndg-stüts-T.-n°rn ernannt. ' Catania, 13. Ium Heute morgen wurden hier Der S^gierungsaffessor Dr. Michel zu Heppenheim a.d.B. und m Mmeo leichte Erdcrschutterungen wahrge- wurde mit Wabrnehmuna der Dienstverrichtungen eines nommen. ~ s Kreisanitmannfbei dem Kreisamt Bensheim, und der Re- * Chemulpo, 13. Ium. Unweit der Westküste Ko. i^ierungsassessor Kirn berg er zu Büdingen mit Wahrneh- reas stießen die sapam chen Dampfer hat inunq der Dienstverrichtungen emes Kreisamtmanns bei dem und „Kisogawa-Maru" zusammen. F *-,LU „ . ä ,_____TOniwr 9^nn den Reisenden und - ter esse gerichtet. Allerdings ist dies ein autonomer Zolltarif und noch nicht ein Handelsvertrug. Der Ministerpräsident drückt trotz dieser Schwierigkeiten, die Hoffnung aus, daß der Abschluß eines Handelsvertrages möglich sei, und fährt fort: „Ich hoffe, daß wir weder mit Deutschland, noch mit Italien in einen vertragslosen Zustand geraten. Das Bündnisverbältnis ist nicht stark genug, um vorübergehende wirtschaftliche Differenzen im Keime zu ersticken, allein einen dauernden wirtschaftlichen Krieg duldet die Allianz nicht. Tas Haus kann überzeugt sein, daß unsere wirtschaftlichen Interessen niemals aufgeopfert oder verletzt werden. tzuglaud und Transvaal. Das Londoner Kriegsamt veröffentlicht eine neue Der tust liste, woraus hervorgeht, daß am 3. d. M. im Westen der Kapkolonie ein GefechtmitdenBuren unter dem Kommandanten Maritz stattgefunden hat, wobei aus Sellen der Engländer vier Mann getötet und zwei verwundet wurden, darunter ein Offizier. Also wenn englische Blätter unausgesetzt berichten, daß es mit dem Fortgang der Waffenstreckung „ganz unerwartet günsttg" stehe, und daß die Buren „durchweg in guter friedferttger Stimmung nicht nur keinen Groll bekunden, sondern sich mit einer gewissen Herzlichkeit in die neuen Verhältnisse schicken", so darf man dem gegenüber mit demselben ^kepti-, ^eisanilmanns oet oem dxreisatm. xjvn»yvuii, u.iv - T -, ~ Wnrn- zismus verharren, den tetr bei englychen Preise entgegen» r sirnbe zu Büdingen mit Wahrneh- reas stießen die lapamschcn Damps-r ,Surnagaroa=J)laru zubrmgen mit Recht gewohnt Md. rnuna^der Dienswerrichtunqen eines Kreisamtmanns bei dem und „Kisogama-Maru" zulammen. Erl lerer sank UN tiefen Aus Pretoria wird gemeldet: Schalk Burger hat wung oer L)ien)iven j g I n Reisenden und der Mannschaft wurden nur seine Rundreise durch die Konzenttattonslager in Natal Kreisamt Mainz beauftragt. >1 - . nebr4acn wahrscheinlich ver- beendigt. Die im Äonzentrattonslager von Pincetown ** Tie Hessische Handwerkskammer m Darmstadt, schreibt wenige g ' „ erlitt^nur leichte Beschädigungen, untergebrachten Buren überveichtM ihm eine Adresse, uns: Die Gesellenprüfungen neigen sich ihrem^Ende lorem ^,Ki)ogawa-Mar wdtteil von Witten ?Westf j worin sie ihm, sowie den übrigen Burenführern ihr Wer- und bereits jetzt liegt reiches Material über diese Prüfungen ^yp h u s. In einem St dtt f J trauen ausdrücken. Am 12. d. M. kehrte Burger nach ^r. An ihnen haben verhältnismäßig viel Lehrlinge teil- ist der Typhus ausgebrochen. ^A^r wurden 7 Za TI Pretoria zurück und beschäftigt sich nunmehr mit der ^mmen, an einzelnen Orten sogar war der Zudrang ganz gestellt. Em Brunnen wurdebehördlich SeMoffen, femer Rückbeförderung der Buren, die bereits begonnen hat. 9 «anasam aber sicher bricht sich die Erkennt- wird vor der Benutzung des Wasser» eines Baches gewarnt. Wie verlautet, wird Oberst Lynch, falls er von den । 9 g* ... -nxfprc§ ailte§ Fortkomnien unbedingt '■ Worenen »ernrteilt wird, vom König (MM begnadigt ^Bahn, daß benn burd) »„„ß uiid WiffeNschüfi. Ter Lordmayor und die Korporation der Londoner diese erlangen ja die jungen Leute bei ihrer Selb)tändig- _ Stadttüeater ist an den ReMeur Otto City überreichten am Freitag dem König Eduard eine machung die Berechtigung, Lehrlinge zu halten unb an3uleden morden. Bei den auf Glückwunschadresse anläßlich, des Friedensschlusses, welches Recht den übrigen Nicht zusteht. Da außerdem noch 7^000 Mk veranschlagten Ausgaben deckt die Stadt ein eventuelles Auf die Ansprache des Lordmayors erwiderte der gesetzliche Bestimmuna besteht, daß nur derjenige sichim* ersten Jahre bis zu 20 000 Mk., im zweiten Jahre König, er sei dem Allmächtigen innig dankbar für die Meister nennen darf, der die Meisterprüfung abgelegt hat, als 15000 Mk. Es waren 26Bewerbungen emgegangen. Beck ist uns Beendigung des Kampfes, der zwar dem Volke viele, mll Vorbedingung zur Zulassung dieser aber u. a. der Nachweis der Gießenern als Darsteller (College Crampton, ^kullert zc.) wohl- SSS»«sasäs Ntz-Ntz-’Ä“I ■■ " E^-^uVbSraft gebe. Ti^ Offiziere ^nnb Mannschaften, Prüfung mit Erfolg unterzogen haben, diesen Nachweis be- die am Kampfe teilgenommen, hätten einem tapferen und reits erbracht. Aber auch seitens der Eltern und Lehrmeister enffchlossenen Volke gegenübergestanden, beispiellose Schwie- wird darauf gesehen, daß ihre Söhne bezw. Lehrlinge sich rigtellen zu überwinden gehabt und freudig überwunden, den Prüfungen unterziehen, dies haben die zur Instruktion Er fveue sich in dem Gedanken, fuhr der König fort, daß ^er Gesellenprüfungs-Ailsschüsse abgehaltenen Versammlungen die früheren Gegner nun Freunde werden und hoffe, Iauc§ Borste gezeigt. Jedenfalls darf auch darauf hingewiesen daß durch wechselseitiges Zusammenarbellen und durch I en, daß, nachdem das Handwerker-Organisationsgesetz in falls eine Adresse überreichte, sprach der Wnig seine Freude die nach dieser bestandene Gesellenprusung bürgen dafür, daß darüber aus, denken zu dürfen, daß der Sieg den Weg I der Lehrling auch etwas richtiges gelernt hat, und em tüchtiger xu. r— ... .. . dazu biete, den neuen Kolonren künftig jene Regierungs- Handwerker findet heute immer noch sein gutes und reich- geistvollen Schriften sowohl, als auch dura) dre^ Enweckung form zu geben, die mit Gottes Hilfe Südafrika Frieden Auskommen. und Förderung der dichterischen Berarllagung des stererrschen fd für die Zukunft der großen Besitzungen des der ^0^ hat. — o^^Wie llr ^Londoner mllllärischen Kreisen verlautet, wird m. u. H., Ostheim b. Butzbach; mit dem dritten Preise die (ßtrtihtSfafXL Lord Krtchener nach seiner Rückkehr aus Südaftikä Molkereigenossenschaft Ostheim-Nieder-Weisel nach Indien gehen, um dort einen Oberbefehl zu über- m. u. H., Ostheim b. Butzbach, mit dem dritten Preise die Berlttr, 13. Ium. Im ® t tmb neunen. Molkereigenossenschaft Büdingen m. u. H., Bü- m a s ch k e beantragte der^^Staatsanwaltm semem Plmdoyer, den Dr. Leyds beschäftigt sich! augenblicklich mit der Sidbingen; mit dem 2. Preise die Molkereigenossenschaft ^ngttlagten des Alordes ^chul rg zu fnnben q^ridation der Brüsseler Transvaal-Gesand -I^^b^^^bn m. u. H., Büdingen; und mit dem 3. PreiseI Jeugenvernehmungen über die Terrainspekulationen statt, schäft. die Molke reigenossenschaftO st Heim-Nieder - Weis el Eduard Sanden mit Heinrich Schmidt bezw. Puchmuller gema^ Das Herr^^nhaus nahm am Freitag den ^Gese^- f U«®ieK»tt-Sen. Wie aus fjuiba gemdbei n^enhauses an, ebenso ^die Berggesetznovelle. Bahn soll von der Station Lütter der Rhönbahn Fulda- Veranlassung dazu gehabt denn ei $aberoaJ Das Abgeordnetenhaus beriet Kunächst die ^Vor- Gersfeld abzweigen und über Poppenhausen, iet b ^n??abe ^e^em ^cn!^^en Rechenschaft scbiüdia läge betreffend Ausführung des Schlachtvieh- und „gch Meiningen gefühtt werden. Gießen würde damit eme y habe 'alles feinem Generalbevollmächtigten Eduard Fleifchbeschaugesetzes. Gemäß Anträgen der Abgg- 5equeme Verbindung mit dem Westen Thüringens erhalten. Landen überlassen. Es folgen Erörterungen zwischen den Ve»- 'S. "sx-B-y« äB"- ssä ä ä "äs:.7^, ^|a»~am-.«!rgr ma ^e^^n A^siübrungw des FiEzministers, beschlossen Linie auch geeignet, drei weitere Bahnverbindungen, die letzt jährlich 4U bis 50 000 Mark betragen habe. Staats anwalt in 8 13 den Passus aufzunchmen, daß für die zulässige als Sackbahnen endigen, nämlich Mellrichstadt-Fladungen, ^^ h^ dles^^mnw ^fur^o ^^z u^ u^e^r r rotrb' em nochmalige Untersuchung bereits einmal von einem apprv- Dorndorf-Kaltennordheim und ^ann-Hilders an der Lrme dun Erhandelt btt^dem äßarfinsti9 wegen Untreue zur Verant- bierten Tierarzt untersuchten, frischen Fleisches keine Fulda-Meiningen anzuschließen. wortung gezogen wird. Er soll bei der Beleihung eines Grund. Gebühren mehr erhoben werden dürfen.___________________ *• Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. stückes aus eigennügigen©rünben bie ' Zur Revision der Strecke Friedberg-Hungen trafen am haben, ferner soll erlauf ^^undstucke^Reslkau^^^^^ ch f^n Aus Stadt und Land. io. Juni ber @iienba^Prörtbent Sporne foroie abgetreten haben/obwohl! wie bie Gießen den 14 Juni 1902. 6 höhere Beamte von der Betriebslnspektion Gießen m Anklagebehörde behauptet, die Betrage der Hypothtten die Wette „ d,, R-bakti-n d » Ge'kener AmeigfrS Am Heu- Saubach ein. - Am 8. unb 9. Juni feierte ber Krieger©^ftüde überfL.' Warsinski bestreitet, fich ber Untreue figen JifÄ fiÄ LL verein ^ Ober-Ohmen d°s Fest seines 25jährigen Be- sthuw.g gemacht zu babem__ — »ÄKS«’*’’?® »’ää1 tinnen - eÄ^nerin u^ b^lb '»"Der Kaufmännische Verein eröffnet fein biesjähriges Fe-dmanb Jäger, in Hanau gebürtig, ist, 64 Jahre alt, m reichhaltiges Sommerprogramm morgen nut einem Ausflug fluiomen. , . ■ ■— nach Bad-Salzhausen. Es ist Fürsorge getroffen, daß die Teilnehmer bei jeder Witterung im Kurhause bezw. den „ . , , Anlagen gute Unterkunft finden, und so verspttcht die Veran- * $ari§ 13. Ium Auf dem von Maffac stattung bei Konzett und Tanz einen schönen Verlauf. hat sich cm schwerer Ungluckvfall ereignet. Da. e *-• Radrenuen zu Gießen. Aus dem Programm des neue Lokomotive schlecht arbeitete, wollte der Lokomotivführer, morgen stattfindenden Rennfestes der „Wanderer", G. R.-G., um die dadurch verlorene Zett wieder emzuholen, den Dampf- künMN wir folgendes mitteüen: Der Gau 9 des D. R.-B.,druck erhöhen. Hierdurck) explodierte der Kessel der Rotterdam. Märkte. Enschede (Niederlande), 13. Jurti. Der m der TeLtil- industrie ausgebrochene Ausstand ist durch Annahme eines Vev- mittelungsvorschlages beendet worden. Gietzen, 14. Juni. Marktbericht. Auf demheuttgenWochenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 0,90—1,10 Mk., Hühnereier 2 Stck. 11—13 Pfq. Gänseeier 10—12 Pfg., Enteneier 0—7 Pf., Käse pr. Stück 5—7 93L Käsematte2 Stck.0—0Pfg., Erbsen pr. Liter 19Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg^ Tauben pr. Paar 0,80—1,20 Mk., Hühner pr. Stück Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Trausvaalbahu. Die ordentliche Generalversammlung dieser Bahn findet am 21. d. M. in Amsterdam statt. Man glaubt, daß die Direktion angesichts der so wesentlich geänderten Verhältnisse in Transvaal Ausschluß über das Derhällnis zur englischen Regierung und über die fernerhin zu ergreifenden Maßnahmen geben wrrd. — Neichsbaukautette. Auf die Anteile wird vom 16. d. M. ab die übliche erste halbjährige Abschlagszahlung von 1°/« pEt. — 52,50 AU. geleistet. — Düsieldorf-Rattuger Röhrenkeffel-Gesellschaft bortn. Dürr tt. Cie. Die kaiserl. Werft hat 16 Dürrkessel bestellt, die für den Neubau des großen Kreuzers .Ersatz Kaiser^ mit einer Maschinenleistung von 21 000 angezeigten Pserdekrästen bestimmt sind. — Elektrizitätswerke borm. O. L. Kummer, Dresden. Die Rekonstruktion der Gesellschaft ist nunmehr angeregt und sollen hierzu in erster Linie die Obligationenbesitzer die Hand bieten. Sie sollen sich zusammenthun und für eigene Rechnung das Werk erwerben. Der Ermerbspreis soll sich höchstens innerhalb des Betrages der an erster Stelle eingettagenen Obligationen von !>/, Mill. Mark hatten, die wie bisher an erster Stelle auf dem Etablissement eingetragen bleiben sollen. Das Aktienkapital soll aus mindestens 1 Mill. Alk. festgesetzt und zunächst in den Kreisen der Obligationäre und dann der Aktionäre durch eine Barleistung von 33'/, pEt. pro Obligation oder pro Aktie ausgebracht werden. Der Mindestbettag einer Beteiligung soll 1000 Mk. betragen, wogegen eine Aktte von 1000 Alk. und em bezw. mehrere Genußscherne gegeben werden. Schon in den nächsten Tagen soll eine Versammlung derjenigen Obligationäre und Aktionäre stattfinden, die sich an der Rekonstrution zu beteiligen wünschen. — Allgem. Elektrizitäts-Gesellschaft, Berlin. Die Gesellschaft schloß mit der Nernst Electric Ligt Company Limited m London einen Verttag ab, wonach letztere auf eine Reihe von Jahren auf die Fabrikation von Nernstlampen verzichtet und für die ihr vorbehaltenen überseeischen Länder den gesamten Bedarf an Nernstlampen von der Allgem. Elektrizitätsgesellschast bezieht. — Portugiesisches Fiuauzarraugemeut. lieber die Art der praktischen Durchführung des Arrangements wird angenommen, daß voraussichtlich eine gemeinsame Konferenz des Gläubigerkomitees abgehalten werden wird, um eine Einigung über die Detailfragen herbeizuführen. Trotzdem das Arrangement bereits am L Juli in Kraft tritt, wird bte Einlösung der Julicoupons noch nach Maßgabe des alten Convenios und ebenso danach die Ausschüttung der Supplemente stattfinden. Die Bestimmungen des neuen Arrangements würden erst für die vom 1* Oktober fälligen Coupons maßgebend sein. Tabak. Die Fermentation schreitet ruhig weiter. Das Geschäft ist gegenwärtig sehr ruhig, es kamen uns an Verkäufen nur ein Posten ca. 200 Zentner 1901er Lampertheimer Tabak zu Mitte Mk. 40 zu Gehör. Rippen unverändert. Biehmartt. Wohl veranlaßt durch die Wanderausstellung 0er Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft waren die einzelnen Märkte nicht besonders frequentiert. Obwohl ja die Ausstellung an und für sich zum Einkauf sehr wenig Gelegenheit bot, so war man durch die vorwöchigen Deckungen jedenfalls noch genügend versorgt, und der Einkauf hatte hierunter besonders zu leiden. Prima Großvieh wie immer an fast allen Märkten sehr flott gehairdelt, mittlere Qualttäten erfreuten sich an einigen größeren Plätzen besserer Beachtung. Kälber waren im allgemeinen nur mittelmäßig gefragt, auch der Zuttieb war nicht sehr belangreich, sodaß fast allenthalben mit wenig Ausnahme ausoerkaust wurde. Jette Schweine besonders beachtet, an einzelnen Plätzen sogar flott ausoerkaust. Läufer und Milchschweine annehmbar gehandelt. Kraftfuttermtttel. Der Verkehr am Markte ist em ruhiger, wobei jedoch die Stimmung eine unverändert feste bleibt. Für Abschlüsse auf Herbst- und Winterlieferung herrscht durchweg eine gute Meinung, da die Vorräte an den meisten Bezugsplätzen ohne Bedeutung sind. Getreide. In der ersten Wochenhalte war die Stimmung sehr ruhig infolge der weichenden amerikanischen Notierungen, dann aber als an den leitenderi amerik. Märkten eine Besserung erfolgte, befestigte sich auch hier wieder die Tendenz. Die amerikanischeii' Forderungen sind heute ca. Mk. 1 höher als am Schluß der Vorwoche, die rufsischen dagegen teilweife unverändert, teilweise noch Mk. 1 billiger. Die Umsätze befchräickten sich auf das Notwendigste. Roggen ist etwas ruhiger, doch bleibt greifbare und nahe Ware gesucht. Gerste unverändert. Hafer mußte etwas nachgeben. Mais ebenfalls billiger angeboten. Die heutigen Notierungen sind: Red- rointer 2 Juli-Aug. Abldg. Mk. 132. Kansas 2 prompt Mk. 133,50 bis 134,50. Kansas 2 Juli-Aug. Abldg. Mk. 131,50 bis 132. Süd- russ. Weizen Alk. 127 bis 140. Rufs. Roggen Mk. 112 bis 113. Rufs. Futtergerste Alk. 106. Rufs. Hafer Mk. 134 bis 144. Donau- Mais AU. 97. Laplata-Mais r. t. Mk. 95,50. Per Tonne cif 1,00—1,50 Mk., Hahnen pr. Stück 0,90—1,60 Mk., Enten pr. Stuck 2,40—2,60 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr..Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. P und 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 66—70 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Hgr. 3,50—4,00 DU., Weißkraut per Stück 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 14,00—15,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 0—00 Pfg., in Korben 00-00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens 7 Uhr dis nachmittags 1 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzen und nicht im Umherziehen feilgeboten werden. ______ Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nuberückfichtigt.) B. D. Auf der Insel Helgoland bestehen sett Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches dieselben Vorschriften bei Trauungen wie in allen übrigen Teilen des Deutschen Reiches. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 14. Juni 1902. B'/jO/q Reicheanleihe . . 102.20 3O/o do. ... 92.70 3'/,% Konsole . . . . 101.80 30/0 do. 92.20 3*/2°/o Heesen .... 99.90 3>/z56 Oberhessen . . . 99.25 4% Oesterr. Goldretne . . 103.00 4l/a % Oesterr. Silberrente 101.65 4% Ungar. Goldrente . . 101.55 4o/., Italien. Rente . . . 102.75 4*/2% Portugiesen . . . 46.10 3°/ Portugiesen. .... 29.80 1% C. Türken .... 26.30 Türkenlose 112.30 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 44.20 4*/,% äussere Argentiner —.— 3% Mexikaner .... 25.60 4'/2 /o Chinesen .... 91.15 Electric, beb ackert . . . 104.60 Nordd. Lloyd . . . . 110.25 Kreditaktien , . . . . 216.20 Diskonto-Kornmandit. . . 187.30 Darmstädter Bank . . . 138.70 Dresdener Bank .... 146.50 Berliner Handelsges. . . 158.70 Oesterr. Staatobahn . .. . 150.90 Lombarden .... 18.80 Gotthard bahn .... 169.80 Laurahütte 227.00 Bochum ...... 200.20 Harpener 177.70 t: still. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungeu des Gießener Anzeigers. Berlin, 14. Juni. Im Giftmord-Prozeß Tho- maschke wurde heute nacht das Urteil gesprochen. Die Geschworenen erkannten nach anderthalbstündiger Beratung auf nichtschuldig und sprachen demgemäß den Angeklagten Thomaschke frei. Die Urteils-Verkündigung erfolgte gegen 2 Uhr nachts. — Der frühere Reichstags- und Landtagsabg. General-Direktor Friedrich Goldschmidt von der Patzen- Hofer Brauerei ist gestern in Marienbad im Alter von 65 Jahren gestorben. Bonn a. Rh., 14. Juni. Zur Einleitung der Festlichkeiten anläßlich des 50jährigen Garnison-Jubiläums des hiesigen Husaren - Regiments Kaiser Wilhelm I. fand gestern im Offizier-Kasino der Gersdorff- Kaserne ein Festessen statt, an dem u. A. Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe, Generaloberst v. Loe sowie die städtischen Behörden teilnahmen. Seitens der Stadt und des hier gar- nisonierenden Infanterie-Regiments Nr. 160 wurdem dem Regiment zum Jubiläum wertvolle Geschenke überreicht. Sibyllenort, 14. Juni. Nach dem heute morgen 7 Uhr ausgegebenen Bulletin ist das Befinden des Königs von Sachsen nur wenig besser, der König schlief in der Nacht nur teilweise. Die Brustbeklemmungen sind seltener und weniger heftig, doch werden sie bei der geringsten Bewegung stärker. Der König muß deshalb die strengste Ruhelage innehalten. Eine Zunahme der Kräfte hat nicht stattgefunden. Hamburg, 14. Juni. Die Klempner-Jnnung beschloß die Aussperrung von über tausend Gehllfen infolge Differenzen. Ludwigshafen, 14. Juni. Bei dem Bau eines Schulhauses brach ein Gerüst zusammen und riß fünf Arbeiter in die Tiefe. Einer von ihnen starb auf dem Transporte nach dem Krankenhause. Später stürzte bei dem Wiederaufrichten des Gerüstes dieses abermals zusammen und begrub vier Arbeiter unter seinen Trümmern. Zwei wurden schwer, zwei leicht verletzt. Die Untersuchung ist eingeleitet. Die mangelhafte Konstruktion des Gerüstes soll die Schuld an dem Unfall tragen. London, 14. Juni. Nach Meldungen der „Daily Mail" aus Amsterdam übersandte die Brüsseler Buren-Gesandtschaft dem Obersten Lynch vor seiner Abfahrt nach England bk notwendigen Dokumente zur Feststellung, daß er ein naturalisierter Transoaalbürger sei. London, 14. Juni. Eine bedeutende Geld sch rank» fabrik in Birmingham soll Blättermeldungen zufolge gerichtlich verfolgt werden wegen Einschmuggelung von Waffen in Geldschränken an der Küste des persischen Golfes. Paris, 14. Juni. Die Polizei hält es nicht für wahrscheinlich, daß die Familie Humbert oder doch einige ihrer nächsten Angehörigen Paris nicht verlassen habe«, sondern in den Klöstern Zuflucht gesucht haben. Die Polizei hat infolgedeffen eine Durchsuchung der Klöster tx» genommen. Wien, 14. Juni. Abg. Wolff hat den Alldeutschen Berger wegen der vorgestrigen Beschimpfungen fordern lasten. Berger lehnte die Annahme der Forderung ab, weil er Wolf für nicht satisfaktionsfähig hält. — Die Vertreter der drei größten deuffchen Parteien erschienen gestern bei Körber, um sich dagegen zu verwahren, daß den Tschechen für die Erledigung der Tagesordnung irgend welche Zugeständnisse gemacht werden. Körber erklärte, er hätte auf nationalem Gebiete keinerlei Zugeständnisse gemacht und der nächstjährige Staatsvoranschlag werde keine Spur der gegenwärtigen Verhandlungen zeigen. Wien, 14. Juni. Aus diplomatischer Quelle erfährt datz N. W. Tgbl. daß Dr. Kuypers augenblicklich bemüht ist, auf Krüger einzuwirken, damtt er seine Entschlüsse hinsichttich des Friedensschlusses rückgängig macht. Teplitz, 14. Juni. Professor Rudolf Virchow reiste heute früh zur Fortsetzung seiner Kur nach Harzburg. Budapest, 14. Juni. Den letzten verläßlichen Berichten zufolge sind die Ernte-Aussichten andauernd günstig. Philadelphia, 14. Juni. Eine große Feuersbruuh. brach in einer Konservenfabrik aus, in der 200 Arbeiter beschäftigt waren. Wie verlautet, sind zehn Personen in den Flammen umgekommen. Die für den Fall einer Feuersbrunst vorgesehenen Ausgänge waren ungenügend und der Andrang so groß, daß zahlreiche Arbetterinnen Verletzungen erlitten. Drei Leichen sind bereits aus den Trümmern heroorgezogen. ■ 1 ■■■"' . ,a Verlobte verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmftirdt, Offerte nebst Katalog und Preisliste. Bedeutendstes und größtes Einrichtungshaus Mittel-und Süddeutschlands für alle Stande. 160 Zimmer-Einrichtungen wohnungsfertig, einschließlich Küche. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. Spezialität: 93rautausftaitungen in ledern Genre und Preis. Konkurrenzlos in Auswahl, Form. Gediegenheit und Preis. > 3789 Aufschläge beiKindern und Säuglingen. Ein einziger Versuch mit Oberrneyer's Herba-Seife bestätigt die von vielen Aerzte erprobte gute Wirksanckett. 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Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Installateur, 1 Schuhmacher, 1 Küfer, 3 Schreiner, 2 Hausburschen, 1 Taglöhner, 7 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schlaffer.__________________ Vekmultmachung. In der Zeit vom 7. bis 14. Juni 1902 wurden in hiesiger Stadt Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Zwicker, 1 Brille mit Futteral, 1 Damengürtel, 1 Halstuch, ein Kinderkleidchen, 1 Kinderjäckchen, 2 Unterröckchen und 1 Pferdeteppich. Verloren: 1 Uhr mit Kette, 2 Bierzipfel und 1 Säckchen mit zirka 20 Mk. Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 14. Juni 1902. Großherzogliches Polizeimnt Gießen. Hechler._________________' Atelier für Portraitmalerei vou Otto Fritz, akad. Kunstmaler. Unterricht Gocthestrussc 16, Atelierhaus. Haus „Stillfried“, Bad Salzhausen bietet bei mäßigen Preisen angenehmsten Kur- und Ferienaufenthalt. 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Jnni, von vormittags 11 Uhr an, in der Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu Alten-Buseck versteigert werden. Großen-Buseck, 14. Juni 1902. _______Althaus. 4414 Versteigerung. Dienstag den 17. dsS. MtS, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: L ein Fahrrad, 4424 2. zwei Bände Schlagwort-Katalog, eine Leihoibliothek von co. 800 Bänden, eine Nähmaschine und diverse Möbel. Versteigerung zu L bestimmt. Born, Gerichtsvollzieher. Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und Montag: KÄlesgrisch 35 Kfg. ßaMtisch 35 psg. Kuhflrisch Sluhfleisch 40 M Die Freibank bleibt heute bis 9 Uhr geöffnet.___________________ Pschnck tfü Pfalzkellerei ÖL G., 4222 Kirchhe imbolanden. □OOOOOOOOOQ RNMUhlllber rV » Rikan, Seltersweg die Warenvorräte an: Kragen, Kravatten, Manschetten, Vorhemde« Handschuhen zu jedem annehmbaren Preis. Auch ist dicLadeneinrichtung billig abzugeben. 4422 -- Iahrrader Erstklassige Deutsche. 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Jakob Ncustädter, 02523 Wällthorstraße 46. Auf Verlangen wird abgeholt. Btterscher Kchigicrkiu Sonntag den 15. Juni: Ausflug nach Achllsteia-ScrbM. Abfahrt 10.12 Uhr. Konzerthaus ÄH's BittkM Heute Samstag und morgen Sonntag Abschieds - Konzerte des beliebten Kärntner-Quartetts. \eeeeeeeeee VUlmMmiß Im Stricken u.Anstrickm von Strümpsn empfehle ich mich angelegen'lichft. KtriLgarvestkfteDllLtUAr^ habe ich stetS vorrätig. Kanf-Gel'uche Leere Flische« von Ludwigsbrunner und Karlsbader Wasser kauft die 4384 Löwen-Drogerie, W. Kilbinger. G.R. V. 1885. Sonntag den 15. Juni: ZuMnicnircsten fahreru in Friedberg. Abfahrt 6 Uhr von der Katholischen Kirche. Montag den 16. Jnut: MtnMour Abfahrt 7,9 Uhr Lahnbrücke. Puth, Marburgerstraße 24. Kartoffeln verkauft die DamPfwaschaustatt^Edelwetst. IilkwllWstaliflllziilittkMfen tLlne tfrau enrpstehlt sich im Mckcn und Iahen. Zu erst, in der Exped. 02607 > Tbürimrlecbee Technikum Jlmenau Höhere u mittlere Fechecba.e fflr Klektro- a. 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