Nr. 137 Erstes Blatt. 158. Jahrgang Samstag 14.Jmn LV«» vrschetnt täglich ——- AW AK monatliches Pf., viertes außer Sonntags. W W V _ jährlich Mk. LLO; durch SttÄ zOT Xk -M ® B A <4 SÄi ||4| Aix4>iTi>r zlTi<171 iT 17r »säl VJIVIIVIIVT Wil 1VIWIV* $•—ä tt»Ä w General-Anieiaer v *X."X K-dak,u»., erpebition VJVIIVIW» 4U»JViyVl Kt be„ poUL ;u aaflenu -ZM Amts- und Anzeigeblatt Kr den Ureis Gießen MM Kernfprechanschluß Nr.sl.___________________________ ___________ _______ __________ _________________ miiiuiimii.i jlIumujulm» —— KekMUtmachung. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aus schlags von Fünf vom Hundert pro Monat Mai 1902 für den Lieferungsverband Gießen Pro 100 Kg. betragen Hafer Mk. 19,60, Heu Mk. 9,20, Stroh Mk. 7,10. Gießen, den 13. Juni 1902. Großherzogliches Nr eis amt Gießen- v. Bechtold. Herman ^chiUer Noch nicht drei Monate sind es her, da überraschte Uns die Nachricht daß Schillers Gemahlen im. fernen Tunis auf einer gemeinsamen Vergnügungsreise in den b-eften Jahren dahrngerasft worden sei. Biete Gießener Nollegen, Freunde und Bekannte traf die Nachricht wie ein Blitz ans heiteren: Himmel, zumal die, welche in dem gastlichen, gerade durch die herzgewinnende Art der Heimgegangenen so gemütlichen Haus der Bismarckstraße gern und ost verkehrt hatten; doppelt und dreifach aber war der Schmerz, als man erfuhr, däg die durch ein überaus Höchen twicte et es Heiinatsgechhl ausgezeichnete Frau in afrikanischer Erde ihre letzte Ruhestätte finden mußte. Jetzt ist der Gatte der treuen Lebeusgefährtm so überaus schnell nachgefolgt und wiederum stehen wir, da wir absolut nichts Schummes ahnten, tief ergriffen vor dem Walten eines schweren Schicksals. Herman Schiller hat während eines Vierteljahrhunderts in Gießen an hervorragender Stelle gewirkt in angestrengter Doppellhätigkeit als Professor an der Hochschule und Tirettor des Gymnasiums. Ein ihm notwendig erscheinendes Auftreten gegen seine vorgesetzte Behörde hat dem großartigen, erfolgreichen Wirten bekanntlich vor vier Jahren ein plötzliches, vorzeitiges Ende bereitet. Ta er nun für immer von uns geschieden ist, darf aber nicht die Erinnerung an dieses überaus beklagenswerte Ereignis, sondern das Andenken an den unter uns schaffenden Mann in den Vordergrund treten. Ja ein Schaf f e nd er war >er vom ersten Moment, da er ins berufliche Leben eintrat — und das geschah sehr früh — bis zum letzten Atemzug. Wer den stets eleganten Herrn täglich mit dem großen Bernhardiner an der Seite auf dem Svaziergang sah oder den immer Angeregten und Anregenden oft in heiterer Gesellschaft traf, konnte zunächst nicht wissen, wie intensiv dieser Mann arbeitete. Seine Werke, die ihn überleben, legen aber hinlänglich Zeugnis davon ab, wenngleich sie alle, ich möchte sagen, nur so nebenher gearbeitet sind. Die Hanptthätigkeit lag doch auf der täglichen Ausübung des praktischen Berufes, wo Sch. sich nichts schenkte, sondern neben dem Großen das Kleine und Kleinste nicht vernachlässigte. Aber bei seinen glänzenden Geistesgaben arbeitete er überall leicht, daher war ihm die Arbeit Erholung, und wenn es selbst seinem Riesengeist zu viel wurde, dann trieb chn der kategorische Imperativ der Pflicht, die Religion seines Lebens. Schillers Bedeutung für seine neue engere Heimat beruhte zunächst darauf, daß er die Bedürfnisse von Universität und niederen Schulen gleichmäßig kannte, daß er gleichsam ein Bindemittel war zwischen Hoch- und Mittelschille, eine Verbindung, die fnt Interesse beider Anstalten theoretisch ebenso erstrebenswert wie praktisch leider meist mangels geeigneter Persönlichkeiten nicht herstellbar ist. Man muh das heute umsomehr bedauern, da die Wege von Universität und Schule infolge der sich überstürzenden Resormthätigkeit im Mittelschulwesen immer weiter auseinanderzugehw drohen. Schillers Verdienste um die Entwickelung der aufstrebenden Gießener Universität sind nicht gering, aber viel größer sind unstreitig die, um das Gießener Gymnasium, das als eine Musterschule, vor allem im Auslande — auch hier hat der Satz sich tellweise bewahrheitet: der Prophet gllt nichts int eigenen Lande —, betrachtet worden ist. Schulmänner aus allen Teilen der Welt, selbst von jenseits des Ozeans, kamen jahraus jahrein in Masse zu ihm gepilgert, um seine Einrichtungen kennen zu lernen, um bei ihm zu hören und zu lernen. In Sachen der notwendigen Schulreform war Schiller der Ansicht, daß eine solche beim Lehrer beginnen müsse, daß vor allem eine Vertiefung der Lehrerbildung nach der pädagogischen Seite und eine Verbesserung der Unterrichtsmethode notwendig sei, um den von Tag zu Tag sich mehrenden Wissensstoff, wenn auch nur in elementarer Weise, noch zu bewältigen. Dabei sah er aber absolut nicht ein Allheilmittel in der Methode noch suchte er die Jndivi- dualtität des Lehrers zu ersticken, wie Nichtkenner seiner Bestrebungen oft behauptet haben. Nein, Sch. gab der Lehrerindividualität, wenn er sie schätzen gelernt hatte, den weitesten Spielraum — natürlich soweit das int Rahmen des Ganzen möglich war. Denn über ein gewisses Maß von Grundsätzen muß Einhelligkeit unter den Lehrern einer Anstalt herrschen, wenn anders nicht an Stelle eines Kosmos ein Chaos treten soll. Was die Bewertung der einzelnen Unterrichtsfächer betraf, so wollte Sch. das Deutsche in den Mittelpunkt des gesamten Unterrichts gestellt haben und zwar nicht, wie das heute meist geschieht, nur dem Namen nach, sondern in Wirklichkeit. Hier wurde Ernst gemacht mit der einzig richtigen Sortierung: Jede Unterrichtsstunde ist eine deutsche Stunde. Deu tsch reden und d eutsch schre iben ist das erste, was der zukünftige Staatsbürger der leitenden Klassen nötig hat. Daher wurden der freie deutsche Vor trag und neben den großen häuslichen Aufsätzen kleinere schriftliche deutsche Arbellen in allen Lehrfächern, besonders in den oberen lassen, von ihm eminent gepflegt. Die alte Lateinschule, hieß es, paßt nicht mehr für uns, eine wirkliche deutsche Schule muß an die Stelle treten, ohne daß darum der im Interesse einer vertieften allgemein- und litterar-histo- rischen Ausbildung so notwendige llassische Unterricht vernachlässigt wurde. Bezüglich der Verbesserung der Methode gipfelten feine Bestrebungen in folgendem: Vereinfachung des Unterrichts durch möglichste Durchführung des Klassenlehrersystems, innerliche Verknüpfung des Lehr- toffes und Beschränkung des gedächtnismäßigen Wissens, Anregung der Selb st thätigkeit der Schüler an Stelle der blöden Auswendiglernerei, die namentlich gefördert wird durch den auf Schulen immer noch nicht ausgerotteten akademischen Vortrag — durch Fragen unter An knüpfen an vorhandene Vorstellungen aus dem Gesichtskreis der Schüler entwickeln, möglichst wenig vortragen, das war die Parole selbst im Geschichtsunterricht; wer diesen Glanzpunkt Schillerscher Schule richtig mitarbeitend genossen hat, wird Zeit seines Lebens bcmfbar des großen Lehrers gedenken — endlich drittens möglichst ausgiebiger Gebrauch aller erreichbaren Anschauungsmittel, nicht nur im naturwissenschaftlichen Unterricht, wo es sich ja von selbst verstehen dürfte, sondern auch in den sprachlich-historischen Fächern, damit das Lernen erleichtert, zugleich aber das Auge geschärft und das Beobachtungsvermögen geweckt wird, Dinge, die die höhere Schule lange Zeit in geradezu sträflicher Weise vernachlässigt hatte, und die doch für jedes Studium seit der großartigen Ausbildung der naturwissenschaftlichen Arbeitsmethode unerläßlich sind. Sch. selbst war ein ausgezeichneter Beobachter nicht nur an sich selbst und gegenüber anderen Menschen, sondern auch in der Natur, weshalb er, trotzdem er von der Philologie und Geschichte herkam, den Naturwissenschaften und dem Zeichenunterricht an feinem Gymnasium einen hervorragenden Platz anwies. Daß er endlich neben dem geistigen auch das körperliche Wohl seiner Zöglinge im Auge hatte, versteht sich von selbst bei einem Manne, denffelbst täglich im Sommer in der Lahn, und, seitdem das Volksbad besteht, auch im Winter regelmäßig badete. Die Schulhygiene war das Gebiet, dem er in den letzten Jahren seines Lebens in erster Linie seine praktische und litterarische Thätigkeit gewidmet hat. Mehrfach ist Schiller bei großen Schulreformen hercm- gezogen worden. So steckt viel Arbeit von ihm in den noch geltenden hessischen Lehrplänen. Er war Teilnehmer an der bekannten Berliner Dezemberkonferenz im Anfang der Regierung unseres jetzigen Kaisers, wodurch auch viele feiner Gedanken Eingang in die preußischen Lehrpläne gefunden haben. Zu den Reform-Vorschlägen der neuesten Berliner Konferenz hat er kürzlich noch, v-on Leipzig aus in einer Serie von Aufsätzen Stellung genommen. Bor längerer Zeit schon hat die portugiesische Regierung nach einem von ihm entworfenen Gutachten ihr niederes Schulwesen reformiert. Und bei alle dem hat Sch. noch eine wissenschaftliche Thätigkeit auf ganz anderen Gerieten, namentlich auf dem der Geschichte, entfaltet von einer geradezu Staunen erregenden Produktivität. Um nur das Allerbedeutendste zu nenn en, so hat feine „Geschichte der römischen Kaiserzeit", die in zwei Bänden in den achtziger Jahren erschien, eine lange tief empfundene Lücke in Der Wissenschaft ausgefüllt und wird noch lange Zeit als Nachschlagebuch selbst für den Fachmann an erster Stelle stehen, da sie höchst zuverlässig gearbeitet ist. Die neunziger Jahre hat er dazu benutzt, trotz Ueberhäufung mit vielen anderen Arbellen, dem deutschen Volke eine Weltgeschichte in vier Bänden zu schenken, ebenfalls nicht ein Lesebuch zu augenblicklichem Genuß, sondern ein Lernbuch zum ernsten Arbeiten, das Resultat eines fast vierzigjährigen Geschichtsunterrichts in den oberen Gymnafialklassen, eine Herkulesarbeit, die nur ein Mann von solcher Spann- und Arbeitskraft, wie Sch,, allein anzufassen wagen durfte. Ob sie den Erfolg haben wird, den er erhofft hat, nämlich die historische Bildung im Volke zu vertiefen und die Weltgeschichte, die in den Händen von Spezialisten in den breiten Massen den Boden verloren hat, wieder populär zu machen — die Zeit muß es lehren. Schlägt sie ein, bann wird der praeceptor pae- dagogii et universitatis auch auf diesem Gebiete ein Lehrer der Universitas im höchsten Sinne, ein praeceptor Germaniae. Wo soviel Licht war, war auch viel Schallen. Das wissen auch die sehr wohl, die ihm am irächsten standen. Wer heute, da wir an der noch offenen Gruft stehen, geziemt es sich davon zu schweigen. Der Schüler, der mit dem geistigen Gute, das ihm der große Meister übermittelt hat, fleißig weiter gewuchert hat, hat ihm sicher gar bald manches verziehen, oder wenn er es noch nicht gethon hat, wird er ihm jetzt verzeihen, pa sein Mund für ewig sich geschlossen hat. Denkende Menschen zu erziehen, das war fein Streben: nur wer dem Meister nachgestrebt hat oder ihm uachzustreben im Begriffe ist, darf über ihn urteilen. Das Urteil dieser! Schüler aber, die heute über ganz Deutschland, ja über die Welt hin verbreitet sind, wird lauten: Es war ein ganzer Mann, er hat unablässig für uns gearbeitet und war stets bemüht, uns das Beste zu geben, was er zu geben Halle, Drum Friede feiner Asche! Pros. Dr. Ernst Kornemann, Tübingen. Uotitische Tagesschau. Um einen Kopf kurzer. Mr meldeten gestern, daß der türkische Marschall Fuad Pascha im Gefängnis zu Damascus plötzlich „gestorben" sei und deuteten gleichzeitig an, daß uuZ dieser Ausdruck nicht ganz den Thatsachen entsprechend scheine. Die türkischen Bläller veröffentlichen jetzt nachstehende amtliche Darstellung der Angelegenheit Fuad Paschas: Fuad Pascha hat die in seinem Dienste stehenden Per^ sonen bewaffnet und sie von seinem Hause auf die Polizei losgelassen, sodaß drei Personen durch Revolverschüsse und Dolchstöße verwundet wurden. Durch die Aussagen der Personen, die infolge dieses Vorganges und später verhaftet wurden, sowie durch andere Beweise wurde festgestellt, daß Fuad Pascha Umsturzbestrebungen im Smne hatte. Infolge dieser Feststellungen wurde ein Kriegsgericht eingesetzt, dessen Vorsitzender der Kommandant der kaiserlichen Leibgarde Marschall Reuf Pascha, und dessen Mitglieder, die Paschas und Marschälle Edhem, Schakir, Saadeddin, Eumer Ruschdi, die Divisionsgenerale Achmed Asif Pascha und Achmed Pascha waren. Als Staatsanwalt fungierte Divisionsgeneral Reschid Pascha. Durch die Verhandlung wurde der Beweis erbracht, daß die Personen, die sich gegen die Staatsgewalt zur Wehr gesetzt hatten, vorher von Fuad Pascha dazu angcleitet worden waren. Uederdies hat Fuad Pascha zu seinen revolutionären Ansichten auch andere Personen, deren Namen bekannt geworden sind, verleitet. Nachdem der Beweis für sein Verbrechen erbracht war, wurde Fuad Pascha zu lebenslänglicher Haft an einem Orte, der durch allerhöchste Entscheidung zu bestimmen ist, zur Ausstoßung aus der Armee und zum Verlust seines Ranges, seiner Orden und Medaillen ver- urteitt. Ferner wurden der Oberstleutnant Surur Bey, die Majore Dschemil und Aassim, die Hauptleute Hussein, Suleiman Avni, Schukri und Dschewad, die Leutnants Mahir und Achmed Nazis, der Hörer der Ingenieurschule Ali Essend:, Leutnant Meret, Marineunteroffizier Saadullah, Matrose Hassan, deren Mitschuld an den obengenannten Verbrechen Fuad Paschas und anderen erwiesen wurde, je nach ihrem Range zu verschiedenen Strafen verurteilt. Der Mazbata des Kriegsgerichts wurde durch den Kriegsminister dem Sultan unterbreitet. Hieraus wurde die Verurteilung Fuad Paschas wegen seiner verbrecherischen, aus Umsturz gerichteten Handlungen zu lebenslänglicher Haft in der Festung Damaskus, zur Ausstoßung aus der Armee, zum Verlust seiner Marschallwürde, seiner Orden und Medaillen bestätigt. Den verurteilten Offizieren, die auf Anstiften Fuad Paschas und auf seinen Befehl gehandelt hatten, wurde die kaiserliche Begnadigung zuteil. Kolonialpost. Aus dem Hinterlaude von Kamerun. Der Kommandeur der Kameruner Schutztruppe, Oberstleutnant Pavel, hat gemeldet, daß er demnächst nach der Küste zurückkehren werde. Bereits dreiviertel Jahre ist er unterwegs, im Herbste 1901 trat er mit einer größeren Expedition einen Zug an, um in Bango eine Station zu errichten. Durch allerhand Vorgänge ist er veranlaßt worden, stufenweise nach Norden bis in die Tschadseegebiete vorzudringen. Seine Rückkehr nach der Küste ist als ein Zeichen dafür anzusehen, daß in unserer nördlichen Interessensphäre dort eine gewisse Ruhe eingetreten ist. Vielfach ist noch in zuständigen kolonialen Streifen die Ansicht vertreten, daß in Dikoa, der bedeutendsten Ortschaft auf deutschem Gebiete und überhaupt in den Tschadseeländern, noch eine französische Besatzung mit mehreren Offizieren vorhanden sei. Doch ist aus mehreren Gründen daran zu zweifeln. Der französische Gouverneur Gentil war überhaupt erst in das deutsche Gebiet zur Verfolgung Rabehs eingedrungen, nachdem ihn der Landesfürst, der Emir von Borun, dazu ermächtigt hatte. Als Rabeh gefallen und Fadl Allah weit nach Norden entflohen war, gab der Gouverneur befn führenden Offizier Befehl, das Gebiet sofort zu verlassen, sobald die Operationen gegen Fadl Allah beendet wären. Später kam der Oberstleutnant Deste- nave, der den Gouverneur vertrat, abermals nach Dikoa, als Fadl Allah von neuem mit einer starken Macht nach Süden oorrückte. Dieser wurde auf englischem Gebiete vernichtet, worauf sich die Franzosen aus den fremden Sphären zurück- zogen. Da sich aber feit längerer Zeit bei den unterrichteten Personen das Gerücht erhält, daß Dikoa von einer Truppe unter europäischen Offizieren besetzt sei, so erklärt der Gouverneur v. Puttkamer, daß dies nur deutsche Offiziere fein könnten. Da Oberstleutnant Pavel bis nach Marrua vorgerückt ist, würde er sicher von der Anwesenheit der Franzosen in der deutschen Interessensphäre Kenntnis erhalten und darüber berichtet haben. Nach allem diesen besteht kaum noch ein Zweifel, daß eine Abteilung unserer Schutztruppe nahe dem Tschadsee eingetroffen ist und dort festen Fuß gefaßt hat. Durch den Gang der Ereignisse sind wir mit raschen Schritten in das Zentrum des westlichen Sudan mitten in die mohamedanischen Reiche hineingezogen worden. Da gestern, wie wir bereits mitteilten, das Reuter'sche Bureau meldete, daß eine englische Mission am Tschadsee „vollen Erfolg" gehabt und eine französische Kolonne sich zurückgezogen habe, so sehen wir in Jnnerafrika Deutschland mit England und Frankreich aufeinanderstoßen. Aus Stadt und Sand. Gießen, den 14. Juni 1902. ** Vortrag. Der für gestern abenb angekündiate Vortrag des Pastors Gay aus Mailand über: ,ü)ie Waldenserin Vergangenheitund Gegenwart" N Dem Beleidigten wurde die Publikations- Juni ®«tll 19,0° C. 12,8° C. 12. 12. bis 13. „ 13. Vor hiesige brüch selbst jeher, Srudjei gebeten mW Mü Gr Höchste Temperatur am Niedrigste 4. Rai sollen vormi Bür durch geben schlag ebenda Gieß Gr Tie 1 Taubrii ung gö arbeiten 1. Gral ansehnliche Gewicht von oi/4 Psd.; dabei glänzte sie in graugrüner Farbe wie polierter Marmor, mit dem sie auch die Sparte gemeinsam zu haben schien. Wahrscheinlich hat das Pferd die ,Kugel", zu deren Bildung doch sicher eine geraume Zeit nötig gewesen war, schon jahrelang ber sich geführt . , ,, . £ 8 Oppershofen, 13. Juni. Unter allverehrter, fast ein Menschenalter in der Gemeinde wirkender Pfarrer, Dekan Appel, hat zum Bedauern der Pfarreiangehorigen wegen seines hohen Alters sein Pensionierungsgesuch ein- gereicht. Appel, der bereits 75 Jahre alt ist, beging im August 1901 sein 50jähriges Jubiläum. § Mücke, 13. Juni. Auf der hiesigen Darnps-Holz- schneiderei verunglückte gestern nachmittag em Arbiter dadurch, daß ihm ein schweres Holzstück in den Rücken fiel, wodurch er an der Wirbelsäule schwere Ver- : ■ e b u n gen erhielt. __________ ovalem Au- Äe der । Unerreichter Insectentödter! Kaufe aber mir in Flaschen/ wo Plakate aushängen. Vermischtes. den neuesten Berliner Raubmord- bem wir gestern bereits kurze Mitteilung heute berichtet: In dem Hause Nr. 14 an wohnt im Quergebäude im ersten Stock die Witwe Albertine Altmann mit ihrem la. per Fsle, per । Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. 82 Jahre alte Sohne Max und einem anderen Manne, der ihr Aftermieter i’t; mit einer Enkelin, die im 4. Stock wohnt, besorgt die Greisin ihrem Sohne die Wirtschaft. Am Donnerstag Vormittag um 11 Uhr verließ die Enkelin ihre Großmutter, nachdem sie ihr eine Stunde lang geholfen hatte. Bald darauf klingelte ein junger Mensch, der heruntergekommen aussah, und fragte nach einem Aftermieter Ritter. Als die Greisin antwortete, daß sie den nicht kenne, drängte er sich durch den Thürspalt in die Wohnung hinein, schlug die alte Frau, die ihn vergeblich abzuwehren versuchte, aufdenKopf, würgte sie so lange, bis sie, aus Mund, Nase und Ohren blutend, regungslos in der Küche liegen blieb, und plünderte dann alle Behältnisse. In der Küche fand er 3 Mk. 50 Pfg., sonst in der Wohnung aber kein bares Geld, obwohl er Spinden, Kommoden und andere Bshältnisse vollständig ausräumte. In der Meinung, daß die Greisin, die sich nicht rührte, tot sei, ließ er sich Zeit. Nachdem er alles durchsucht hatte, zog er seine abgetragene Ml Die sthieder fünfte bei®- be&rl inarcks binde liefern Hin®' erlaß Ler^ inilT®1 Die llngen urigen l lokal i sind d 21. d. 10 Uh entspw frei an Zusc Gieß Großh da er auch in der heutigen Verhandlung ausblieb, kostemälltg v e r - warfen. — Der Landwirt Eonrad Rüb von Merkenfritz war vom Schöffengericht Ortenberg wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 10 Mk. verurteilt worden. Ter dortige Polizeidiener war gelegentlich eines Men .enauflaufs aus der Menge heraus ^ugner geschimpft worden und bezeichnete ben Angeklagten als den Beleidiger. Auf Grund einer umfangreichen Beweisaufnahme halt das Gericht zwar die subjektive Glaubwürdigkeit des als Haupt- belastungszeugen austretenden Polizeidieners für erwiesen, ledoch einen thatsächen Irrtum seinerseits über die Person des ^haters nicht für ausgeschlossen. Mangels Beweises mußte daher der Angeklagte von Strafe und Kosten fveiae sprach en werden. — Tie Ehefrau Andreas Autsch aus Frankfurt a. M. war vom Schöffengericht Bad-Nauheim wegen Ucbertretunp des § 361?° St.G.B zu 10 Tagen Haft verurteilt worden. Tas Berufungsgericht setzte die Verhandlung behufs Erhebung weitererBeweise vorläufig aus. — In ber Prioatklagesache des Heinrich Böttinger aus Herbstein gegen den evangcl. Pfarrer dortjelbst war der Angeklagte vom . Schöffengericht Herbstein von der Beschuldigung der Beleidigung und Körperverletzung freigesprochen worden. Das Gericht vertagte, nachdem die Verhandlung zu Ende geführt war, die Entscheidung auf Freitag den 20. Jinii. M. Gietzen, 13. Juni. S t r a f k a m me r. Den Vorsitz führte Landgerichtsdircktor Dr. Güngerich, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Reuß. — DerLandwirt Kaspar Kröchel von Rein- hardshain ist wegen Beleidigung des dortigen Polizeidieners an- geklagt. Vom Schöffengericht Grünberg war der Angeklagte frei- gesprochen worden, da bas Zeugnis des einzigen Belastungszeugen, bes Polizeibieners Brück, nicht als genügend zuverlässig erachtet wurde. Die Berufungsinstanz schenkte dem Polizeidiener Brück, dem von dem Beigeordneten in Reinharbshain das beste Zeugnis ausgestellt wurde, vollen Glauben und verurteilte den Angeklagten wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 20 Mk. — event. vier Tage Gefängnis. Dem Beleidigten wurde die Publikations- besugnis zugesprochen. — Der Generaldirektor Leo Otto Böing von Vallendar a. Rh. hat gegen das Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim vom 19. Dezember 1901, durch welches er wegen Vergehens gegen § 1471 der Gewerbeordnung zu einer Geldstrafe von 75 Mk. verurteilt worden ist, Berufung eingelegt. Dieselbe Gerichlssaal. Gietzen, 13. Juni. G ew er b e g e r i ch t. Den Vorsitz führt Stadtverordneter Keller. Der Arbeiter Sch. in Heuchelheim klagt gegen den Backsteinmacher Fr. dahier auf Zahlung von verdientem Lohn. Sch. will gegen einen Monatslohn von 78 Mk. und Gewährung freier Station* vom Fr. zur Arbeit angenommen worden sein. Abschlagszahlung sollte alle 14 Tage erfolgen Bei der ersten Abschlagszahlung habe er jedoch nur 15 Mk. erhalten. Da ihm dieser Betrag zu gering gewesen, habe er die Arbeit nieder- gelegt und verlange nun noch 24 Mk. Restlohn. Ter Beklagte wendet ein, daß Kläger 16 Mk. Abschlagszahlung erhalten und, für während der Arbeitszeit entnommene Nahrungsmittel und Getränke ca. 11 Mk. schulde. Der Kläger gab dies zu, worauf ein Vergleich zu Stande kam, nach dem Beklagter an den Kläger noch 6 Mk. zahlte. — Der Maurergeselle S. von Steinbach verlangt von dem Maurermeister Pf. dahier noch 7,95 Mk. Restlohn. Ter Beklagte habe anstatt des vereinbarten Stundenlohnes von 32 Pfg. nur 26 Pfg. gezahlt. Der Beklagte wendet ein, daß dies richtig sei, er habe ledöch dem Kläger wiederholt erklärt, baß, wenn er nicht mehr leiste, er Kürzuna des Lohnes eintreten lassen müsse. Ter Streit wurde ebenfalls durch Vergleich erledigt. Mit roirb b ackerthc Morgei Grunin wiese di vormitt setzung V, Mont, n Fonsei Aas-' aus de k-ko Meese ruichenl lervice gläjer, Gei fand in Stet»§ (Sorten unter recht zahlreicher Beteiligung ans allen Kreisen der evangelischen Gemeinde statt. Nach einem kurzen Rückblick aus die 700 jährige an Leiden und Kämpfen, an Helden und Blutzeugen reiche Geschichte der Waldenser, die, von dem Lyoner Kaufmann Petrus Waldus um 1160 begründet, ihre Heimat in den piemontcsischen Alpertthälern, chren Mittelpunkt in Torre Pelliu gefunden hat, und sich seit der 1848 ihnen gewährten staatlichen Duldung von da langsam und stetig in ganz Italien ausbveitet, gab der Redner eine Reihe von fesselnden Bildern von der Entstehung, den Leiden und dem Wachstum einzelner Gemeinden, und verstand, durch seine von südländischer Glut durchhauchten Darstellung die Herzen der Zuhörer für seine Sache zu erwärmen und zu begeistern. Die schönen Lichtbilder, die er dann noch vorsührte und erläuterte, trugen dazu bei, die empfangenen Eindrücke zu verstärken. Ter Dank der Versammlung kam in einer Tellersammlung zum Ausdruck, die den Betrag von 80,37 Mark einbrachte. ** Auszeichnungen. Das Ritterkreuz _ zweiter Klasse mit Schwertern und der Krone des Großh. Hess. Verdienst-Ordens Phllipps des Großmütigen wurde dem Hauptmann z. D. Fink, Bezirks-Offizier beim Landwehrbezirk St. Johann; das dem Großh. Hess. Verdienst-Orden Philipps des Großmütigen augereihte silberne Kreuz dem Vize-Wachtmeister Eappel im 2. Hamwverscheu lllanen- Regiment Nr. 14, kommandiert zur Leib-Gendarmerie, verliehen. ** Das Damen kränz ch en des Gabelsberger Stenographenvereins Gießen wird morgen einen Ausflug nach dem Windhof unternehmen. Mit- glieder des Stenographen-Vereins und Freunde sind will- rommeu. ** Der Gabelsbergersche Stenograpihentag tritt im Herbst in Berlin zusammen. Den Ehrenvorsitz hat der Staatssekretär d»es Reichsschfltzamtes v. Thiel- mann übernommen. ** Submissionsblüte. Zu der gestrigen Vergebung der Weißbiuderarbeiten am Siechenhaus waren drei Offerten eingegangen. Zwei derselben boten die Ausführung der Arbeiten für ca. 1400 Mk. an, eine dagegen glaubte die verlangten Arbeiten für 884 Mk. liefern zu können. ** Haushaltungskursus. Die Lehre von den Nahrungsmitteln und der Gesundheitspflege gewinnt in immer weiteren Kreisen an Bedeutung und Beachtung. Die Volksschule allerdings kann in dieser Beziehung nicht viel mehr als theoretische Erkenntnisse bieten. Tie praktische Arbeit muß einem Fortblldungsunterrichte überlassen bleiben. Zu diesem Zwecke bestehen auch in Gießen feit etwa fünf Jahren Haushaltungskurse für Mädchen, welche aus der Schule entlassen sind. Es finden jährlich zwei solcher Kurse statt, einer im Frühjahr und einer im Herbst. Ihre Tauer beträgt acht Wochen. Der Unterricht erstreckt sich auf theoretische Unterweisung über Herkunft, Zusammensetzung und Verwendung der Nahrungsmittel, auf Bereitung guter und billiger Speisen und auf Handarbeit. In dem Lxmdarbeitsunterrichte legt man weniger Wert auf Herestllung als auf sorgfältige Ausbesserung von Kleidungsstücken. Die Schulepinnen zahlen wöchentlich den geringen Betrag von einer Mark. Am 13. d. M. fand nun eine Prüfung statt, welche den letzten Kursus schloß. Die Darbietungen fanden durchweg den Beifall der Anwesenden. In der That verdient die geleistete Arbeit, wenn man die Kürze der Zeit berücksichtigt, alle Anerkennung. Es ist zu bedauern, daß der Besuch des Kursus so gering war. Wir können den Eltern im Interesse ihrer Kinder nur raten, von dieser segensreichen Einrichtung recht eifrigen Gebrauch zu machen. )( Krofdorf, 13. Juni. Die Einführung des neuen Pfarrers der Pfarrei Krofdors-Gleiberg-Kinzenbach, Knieper, bisher in Herdorf, Kreis Altenkirchen, findet am Sonntag, den 22. Juni, statt. Der Gottesdienst beginnt aus diesem Anlaß vormittags 11 Uhr. r. Rodheim a. Bieber, 13. Juni. Im preußischen Abgeordnetenhause wurde kürzlich über die Zuteilung der bisher zu Rodheim gehörigen Nachbarsgemeinden, zum Gerichtsbezirk Wetzlar verhandelt. Für alle diese neuen Gemeinden werden bekanntlich wegen der großen Entfernung der Gerichtsstadt Gladenbach in jedem Monat zwei Gerichtstage auf dem hiesigen Rathaufe abgehalten. Nunmehr sind die Orte Hermannstein, Naunheim und Waldgirmes von Gladenbach abgezweigt und Wetzlar überwiesen worden. Ja in der ersten Plenarsitzung ist auch die Zulegung der übrigen Gemeinden zu Wetzlar für notwendig erachtet worden. Der Kommissar des Justizministers gab zum Schluß die Erklärung ab: „Die ganze Bewegung &u Gunsten der Verlegung dieser Ortschaften sei lediglich aus dem Kreise und der Stadt Wetzlar hervorgegangen und namentlich von der dortigen Handelskammer, die aber gar keinen Bexur habe, die envähnten Gemeinden gege,n deren Willen zu roirb als unbegründet kostenfällig verworfen^ — Der Landwirt Ludwig Bier in Staufenberg hat Wagen und Schlitten, von denen er wußte, daß sie gepfändet waren und die ihm in die Wohnung gebracht worden waren, dort in Empfang genommen und verwahrt und dadurch der Vollstreckung entzogen. Die vorn Schöffengericht Gießen gegen ihn verhängte zehntägige Gefängnis ft rafe wird auf eine solche von drei Tagen herabgesetzt. — Tas Schöffengericht Ortenberg Halle den Einspruch des Heinrich K äuper au Wolf gegen einen Strafbefehl, durch den er wegen Uebertretung des § 3662 Str.-4A.--B. in eine Geldstrafe von 2 Mk. genommen worden roar, vc. morsen, da der Angeklagte in der Hauptverhandlung nicht erschienen war. Seine gegen das Urteil eingelegte Berufung wird, Kirchliche Nachrichten. - Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, Zusammenkunft und Bibelbesprechung im Konsinnandensaal der Johanneskirche. Arrsmg ßH5 den Slgvdksamisreg'.stkra der ätadt Gietzen. Aufgebote. Am 4. Juni. Heinrich Georg Ludwig Martin Wagner, Lehr- amtsafseffor in Langen mit Wilhelmine Adolsine Mathilde Hahn dahier. Am 6. Juni. Heinrich Brenner, Taglöhner m Vetzberg mir Katharine Spamer dahier. Am 7. Juni. Johannes Rahn, Taglöhner bal)iey mit Elisabethe Großhaus in Kesselbach. Am 10. Juni. Heinrich Emil Erle, Kaufmann dahier mit Marie Louise Wilhelmme SDlüller Hierselbst. Am 11. Juni. Friedrich Römer, Eisendreher dahier mit Marie Seht Hierselbst. Am 12. Juni. Heinrich Martin Tilges, Kaufmann dahier mit Emma Elise Auguste Wolf in Otterbach. Eheschließungen. Am 7. Juni. Adam Heinrich Ommert, Schreiner dahier mü Minna Margarethe Dürr^ Hierselbst. Am 10. Juni. Otto Repp. Pfarroerwalier in MittebSeemen mit Wilhelinine Karoline Henckel dahier. Am 13. Juni. Otto Potzernheim, Kaufmann dahier mit Rahel Ganß Hierselbst. H Geborene. Am 1. Juni. Tem Kaufmann Richard Loewenthal eine Tochter, Milli. Am 3. Juni. Dem Geometer 1. Kl. Heinrich Volz eine Tochter. Am 5. Juni. Dem Landgerichtsrat Ferdinand Schmidt ein Sohn. Tem Schremer Julius Sack eine Tochter. Dem Schneider Gustav Paul em Sohn, Albert Ernst Oskar. Am 6. Juni. Dem Kaufmann Philipp Heyligenstädt eine Tochter. Am 7. Juni. Dem Former Wilhelm Bietsch ein Sohn, Ernst Wilhelm. Am 8. Juni. Dem Kaufniaiiii Georg Schmincke ein Sohn. Am 10. Juni. Dem Kaufmann Philipp Meyerhofs eine Tochter, Eva Margarethe. Gestorbene. Am 6. Juni. Hermann Wilhelm Rohmann, 52 Jahre alt, Euenbahnbetriebssekretär dahier. Ain 7. Juni. Margaretl)e Geisel, geb. Lerch, 36 Jahre alt, Ehefrau des Flaschenbierhändlers Friedrich Geisel dahier. Johanna Petri, geb. Schmitt, 64 Jahre alt, Witwe des Eisenbahnbetriebssekretärs Karl Petri dahier. Elisabethe Körber, geb. Brück, 71 Jahre alt, Witwe des Dieners Philipp Störber dahier. Am 8. Juni. Elisabethe Schmitt, geb. Wehrum, 81 Jahre alt, Witwe des Bauaussehers Konrad Schmitt dahier. Johanna Pahlke, geb. Fiedler, 73 Jahre alt, Ehesrau des Werk- meisters Johann Pahlke dahier. Ani 12. Juni. Wilhelmme Brück, 24 Jahre alt, Dienstmädchen dahier._____________________________ Auszug aus deu Kirchenbücher« der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 8. Juni. Tem Lackierer August Johann Karl Kranier ein Sohn, Wilhelni August, geboren den 6. Mai. Markusgemeinde. Ten 7. Ium. Dem Milchhändler Kaspar Karl Vogel ein Sohn, Willi, geb. den 9. Mai. Militärgemeinde. Dem Cbcrleutuant Robert Gieße eine Tochter, Magda Lina Emma Emilie Theodore Helene, geb. den 10. März. L u k a s g e in e in d e. Ten 8. Juni. Tem Schlosser Friedrich Schneider eine Tochter, Ehristiane Alwine, geboren den 18. Mai. Dem Hilfsielegraphisten Karl Geitz eine Tochter, Helene, geboren den 25. Februar. Johannesgerneinde. Den 8. Juni. Dem Weißbiiider unb Lackierer Wilhelm Sommeriad eine Tochter, Elisabethe Anna Wilhelmine, geboren den 25. April. Dem Fabrikarbeiter Heinrich Weber eine Tochter, Erna Lina Elisabethe, geb. den 22. April. Getraute. Markusgemeinde. Den 7. Mai. Adam Heinrich Ommert, Schreiner zu Gießen und Minna Margarethe Dürr, Tochter des Ofensetzers Adani Dürr zu Gießen. Lukas- gemeinde. Ten 10. Juni. Otto Franz Karl Ludwig Emil Repp, Pfarrverwalter zu Mittel-Seemen und Wilhelniine Henckel, Tochter des Hauptsteileramts-Rendanten i. P. Friedrich Henckel zu Gießen. .. 5' •C 1 Windstärke Wetter 13. 2“ 738,9 18,4 9,6 61 3. 4 Dero. Himmel 13. 9" 741,1 13,2 9,5 85 W. 1 Beb. Himmel 14. 742,0 11,7 8,4 83 SW. 1 ■ ■ 'nWürfe/n B-hnhosstr. 31 Che*. ÄB'MOid Bahnhofstr. r, empfiehlt 4268 Kaupt-Hage- und -Abendkursen beginnenden 4412 entgegengenommen. SS SS iai c 6 Unter ständiger Kontrolle von F. E. Bilz, Sanatorium ersten Ranges in Radebeul b. Dresden. 1939,55 v4L 546,90 „ 145,00 ,, 200,00 „ Stacheldraht. Mangen. Drahtgeflecht. Kisschränke. Gartenschere«. Kartenmöbel. Bügeleisen. Klee- und Grassamen. Rasenmäher. Dachpappe. Allttnoerkaul in la. Portlaud-Cement vou Ayckerhoff & Sohne. 1. Grabenarbeiten 2. Fuhrleistungen 3. Maurerarbeiten 4. Rainverschleffung In Zinntuben, neue praktische Verpackung - kleines Quantum, sofortige leichte Verwendbarkeit. 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