Mittwoch 14. Mai ISO» 152. Jahrgang Erstes Blatt. Die Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Heer und Flotte. Nachdem am Montag Abend in Kiel die 5 0jährige Jubelfeier des 1. SeebataillonS mit einem Kommers zur Begrüßung der aus allen Teilen Deutschlands erschienenen alten Seesoldaten seitens deS Bataillons durch Major Barse wisch und seitens deS Festkomitees durch Oberstleutnant a. D. Grüzmacher eingeleitet mar, erfolgte gestern Mittag auf dem Kasernenhofe des Bataillons die Einweihung eines Gedenksteines zur Erinnerung an die in den chinesischen Wirren 1900,01 Gebliebenen. Die ehemaligen alten Seesoldaten nahmen um 10 Uhr im Schloßgarten Aufstellung und marschierten alsdann zum Festplatz. Hier fand zunächst Festgoltesdienst statt, bei dem der evangelische Marine-Oberpfarrer Rogge und der katholische Gar- nrsonSpfarrer Klein in Ansprachen an die ruhmreiche Geschichte des Bataillons erinnerten. Tie Hülle fiel und unter den Klängen des niederländischen Tankgebets legten die Abordnungen Kränze nieder. Major Barsewisch dankte namens deS Bataillons und brachte ein Kaiserhoch aus. Hierauf nahmen die Truppe:- ^aradcaufttellüng, und nachdem Major Barsewisch auf die Prinzessin Heinrich welche von der Kaserne Die Lage in Südafrika. Unter dem Titel ,^!ord Kitcheners Thee-Ge- sell schäft" bringt „Daily Mail" folgenden Brief über die Versammlung der Burenführer in Pretoria: „Die Purendelegierten waren gestern alle hier und hatten eine Zusammenkunft mit Lord Kitchener, der sie vorzüglich zu behandeln weiß. Sie mögen ihn alle gern (?) und achten ihn — und fürchten ihn bis zu einem gewissen Grade. Steijn ist saft ganz blind und ein leuchtender Stern zwischen seinen schäbig aussehenden, gewöhnlichen Satelliten (!), wie Dewet. Hartzog imb ein oder zwei Andere. Lew et ist ein untersetztes, stiernackiges Individuum mit entschlösse,»em Gesichtsausdruck. Von den Transvaalern sind die besten unsere alten Freunde Botha und Delarey. Reitz ist die Seele des Ganzen, während Schalk Burger eine dumme, geistlos aussehende alte Eule. Von Reitz erwartete man die meisten Schwierigkeiten, aber Lord Kitchener drängte ihm das Amt eines Dolmetschers auf und be- schäfttgte i pi mit dem Uebersetzen der Argumente beider Parteien, sodaß er keine Zeck fand, für seine eigene gefährliche Persönlichkeit zu sprechen. Delarey ist ein ehrlich aussehende r alter Strolch, aber lange nicht so schön, wie er immer abgcbildet wird. Die Transvaaler wollen allem Anschein nach den Frieden, die Freistaatler den Krieg." Und tro: alledem hatte Herr Kitchener das dringende Bedürfnis, sich mit diesen „schäbigen Strolchen" zu unterhalten. Er wird auch wohl wertiger an den Äußerlichkeiten Anstoß genommen haben, die der Korrespondent der „Daily Mail" so anmutig betreibt, und dem offenbar der Aerger über die englischen Mißerfolge die Feder geführt hat. Allerdings haben die Buren keinen so rnhlgen Dienst, wie die englischen Offiziere, die in Galauniform mit ihren „Damen" in Kapstadt spazieren gehen. Diese Helden des Tennisplatzes wird auch wohl niemand mit F-eldsoldaten verwechseln. Eine Depesche Kitcheners aus Pretoria meldet, daß in der vergangenen Woche 19 Buren getötet, 6i verwundet und 802 gefangen genommen wurden. Es wurden 580 Gewehre, 5420 Patronen, 157 Wagen, 400 Pferde und 4300 Stück Vieh erbeutet. Bruce Hamiltons Kolonnen rückten am 9. Mai wieder nördlich von der Lindleylinie aus vor Fan Hamilton säuberte das Gebiet östlich des Hartsslusscs und rückte am 7. Diai in Verbindung mit Rochsort von Bloemhof aus westlich vor. Am 11. Mai trafen sämtliche Kolonnen auf der Westbahnlinie mit 357 Gesangenen und nahezu dem ganzen Wagen- und Viehbestände der in diesen Distrikten sich aufyaltenden Kommandos ein. Durch diesen Zug steigt die Verminderung von Delareys Streitkräften seit bei Jen erfolgreichem Angriff auf Major Paris vor 2 Monaten aus 860 Rkann. Nr. 111 Erscheint täglich außer SonnlagS. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Sessische« Landwirt die Siebener Zamtlien. HÜttter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. vertag der B rü h l'iche« Untverf.-Buch-u.Dlem- drucke re i Mels ch Erbend Redaktion. Expedition und Druckerei: Gchulstraße 7. Adresse für Depeschen: «uzetger Gieße«. ^ernsprechansckililß Nr. 51. Ausland. Wien, 13. Mai- Die Streichung des Namens Tolstoi von der Liste der Ehren-Mit gl jeder der tschechischenAkademiederWissensck) asten durch den Kurator der Akademie Erzherzog Fran^Ferdinand veranlaßte den Abg. Klofac und Genossen in der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses eine Interpellation an den Unterrichtsminister zu richten. Der Interpellant sprach den Wunsch aus, der Minister möge den Erzherzog über die Gründe befragen, welche ihn zu dieser Streichung veranlaßten. Paris, 13. Mai. Die englisch e Regierung hat nunmehr gestattet, daß die seinerzeit von Herrn Ville- b ois für die nach Südafrika bestimmten Ambulanzen gesammelten Medikamente nach Südafrika abgesandt werden dürfen. —Präsident Loub et trat mit Gefolge abends 10 Uhr die Rußlandreise an. Morgen trifft er in Brest ein. Am Bahnhof begrüßte ihn eine zahlreiche Menge mit dem Rufe: Es lebe Loubet, es lebe die Republik! — Außer Delcassöe, der nach Rußland mitgeht, bestiegen Waldeck-Rousseau und L a n e s s a n den Zug. Sie wohnen den Festen in Bre stbei und kehren Freitag nach Paris zurück. Als der Zug abfuhr, brach bie Menge in neue Hochrufe auf Loubet ans, der am Fenster stand und bewegt dankte. — Aus Perpignan wird gemeldet, daß Don Carlos, welcher seit einem Monat in Banyuls an der s v a n i s ch e n Grenze weilt, von den französischen Behörden aufgefordert wurde, seinen Wohnsitz, nach dem Innern Frankreichs zu verlegen. politische Tagessckau. Lehrermangel. Man schreibt uns von geschätzter Seite: Der Allgemeine Deutsche Schulverein sucht durch Vermittelung der Presse deutsche Lehrer kür das Ausland. Die gegenwärtigen Verhältnisse sind dem Gesuch nicht günstig, das trifft auf höhere Lehrer ebenso ^u wie auf Volksschullchrer. Der Mangel an jungen Lehrkräften beider Kategorien macht sich zur Zeit, in Preußen wenigstens, ungemein fühlbar. Die Gründe für den Mangel an jüngeren Volksschullehrern sind an dieser Stelle schon dargelegt worden, sie sind im wesentlichen finanzieller Art. Auch für die Kandidaten des höheren Schulamts spielt allgemein das finanzielle Moment eine erhebliche Rolle. Daneben wirkt die Institution des sogenannten „Seminarjahres" besonders ungünstig; es kann den Kandidaten schließlich auch nicht verdacht werden, wenn sie nach Ablegung des Staatsexamens verhältnismäßig hoch dotierte Privatstellen annehmen, anstatt sich, ohne Anspruch auf Entschädigung, dem „Seminarjahr" zu unterziehen mit der Aussicht auf ein weiteres, mit kärglichen Diäten bedachtes „Probejahr". Im Vergleich mit den privaten Lehrstellen im Jnlande sind aber auch die Auslandsstellen vielfach nicht so ertragbringend, daß sie ein Aequivalent böten für die aus Klima, Höhe der Lebensmittelpreise, im Hinblick auf die berufliche Gestaltung der Zukunft oder sonstwie erwachsenden Mißstände. Schon die Schulanstalten im Osten Deutschlands haben Mühe, ihren Bedarf an jungen Lehrkräften zu decken. Jahres ober Frühjahr 1904 dem Reichstage unterbreitet werden. Das neue Gesetz wird wesentliche Äenderungen in Sachen der Viehseuche aufweisen; auch bie Bestimmungen Hauses im Haag : bezüglich ber Hundesperre werben in dem neuen Gesetze liches Zeichen für wesentlich geändert werben. gl ", deren Kräft — Nachdem ber Bunbesrat in seiner letzten Plenarsitzung ber Vorlage ber am 19. März 1901 in Paris vollzogenen Uebereintunft zum Schutze ber Hir bie Land- wirtschaft nützlichen Vößel seine Zustimmung erteilt hat, ist nach ben „B. P- N." barauf zu rechnen, daß auch ber Reichstag recht bald mit dieser befaßt werden wird. . — Der Verband thüringischer und sächsischer Leberfabrikanten beschloß bie Stellungnahme gegen bie Erhöhung ber Gerbstoffzölle, weil jebe Zollerhöhung die Leberfabrikation schwer schäbigt. — Die Berliner Fleischer-Innung hat sich neuer- bings toieber mit der Stellung zu den agrarischen Forderungen beschäftigt und eine Resolution angenommen, in ber es heißt: „Ein Zusammengehen mit ber Lanbwirtschast ist auf bem Wege, welchen die Vertreter der Landwirtschaft jetzt eingeschlagen haben, unmöglich. Dieser Weg will nichts anderes, als auf Kosten des Gewerbestandes und der konsumierenden Bevölkerung alle Lasten auf andere Schultern abwälzen und alle Vorteile und allen Nutzen ohne jede Garantie der Landwirtschaft zuwenden. Die Berliner Fleischerinnung, die größte in Deutschland, spricht bei dieser Gelegenheit aber auch bie Hoffnung und das Erwarten aus, daß endlich die Zeit gekommen fein wird, wo die Reichs- und Staatsregierung nicht mehr willfährig allen unberechtigten und ein)eiligen Interessen dienenden Forderungen der Landwirtschaft äu schweren Schäden des Gewerbestandes und zum wirtschaftlichen Niedergang der konsumierenden Bevöikerung Deutschlands durch die Gesetzgebung nachgeben wirb." Wiesbaden, 13. Mai- Der Kaiser besuchte heute vormittag das städtische Rathaus. Er wurde empfangen vom Oberbürgermeister Dr. v- I b e 11 und von Mitgliedern der Ausschmuckungsiommission. Der Kaiser trug seinen Namen in das goldene Buch der Stadt ein und besichtigte die Räume des Rathauses. — Tie R e i ch s ta g s e r s a tz w a h l im dritten Wahlkreise des Regierungsbezirks Wiesbaden für den verstorbenen Abgeordneten Dr. Lieber ist dem „Rhein. Kurier" zufolge, auf den 28. Juli anberaumt worden- Die Ersatzwahl für das durch den Tod Liebers freigewordene L a n d - t a g s m an bat (Kreis Westerburg und llnter-Westerivald) ist auf ben 14. Juli anberaumt. Die Zentrumspartei stellt für den Reichstag den Rechtsanwalt Dr. Dahlen- Ober- lahnstein und für den Landtag den Amtsgerichtsrat Dr. Gerhardas -Limburg auf. Homburg v. d. H., 13. Mai. Der Eisenbahnminister v. Thielen wird morgen hier eintreffen, um dem Kaiser, der (wie bereits erwähnt) morgen von Wiesbaden aus hierher kommt, Vortrag über den neuen Homburger Bahnhof zu halten. Abends begiebt sich der Kaiser wieder nach Wiesbaden zurück. Braunschweig, 13. Mai. Zu den Petitionen der welsischen Vereine, der Ein g an g S f o rm e l der Gesetze zuzufügen „Im Namen des Herzogs von Cumberland" beschloß der braunschweigische Landtag einstimmig, die Petitionen unberücksichtigt zn lassen. Straßburg, 13. Mai. Ter ficritale „Elsässer" dementiert die römische Meldung des „Bcrl. Tagebl.", daß der zur Zeit in Rom weilende Reichsmgsabg. Freiherr von Hertling bei Wiederaufnahme der Peryandlungen über die Frage der Errichtung einer katholisch-theologischen Fakultät an der Universität Straßburg diesmal im Vatikan eine weit bessere Aufnahme jinben dürfte, und will aus absolut zuverlässiger Quelle erfahren haben, daß die Verhandlungen über die Fakultätfrage au die lange Bank geschoben worden seien, weil Rom seine Bedingungen zu hoch schraube. Schloß Loo, 13. Mai. Professor Roessingh gedenkt morgen seine Thätigkeit als Direktor des Kranken- " s im Haag wieder aufzunehmen. Dies ist ein deut- t.-.„ bie Besserung im Befinden der Köni - gi 'n, Heren Kräfte allmählich zunehmen. Ist auch die Frist bis zur Wiederherstellung nicht im Voraus zu messen, so sind doch die Aerzte von dem Verlaus, den die Krankheit genommen hat, überaus befriedigt. — Von den meisten Höfen sind Telegramme eingegangen, welche der königlichen Familie zur Genesung > e r Königin die herzlichsten Glückwünsche au5 - prechen. Auch die Aerzte der Königin erhielten in den etzten Tagen Glückwunschtelegramme, namentlich von wutschen und französischen Kollegen. Rom, 13. Mai- I t alienis ch e und fr an zö s isch e Kriegsschiffe werden infolge einer Vereinbarung zwischen beiden Regierungen behufs Unterdrückung des lZiratentums im Roten Meer gemeinsam operieren. Madrid, 13. Mai- Canalejas will trotz der Bemühungen Sagastas seine Demission nicht zurück- nehmen, wenn dem Nuntius seine Pässe nicht einge- händigt werden. Ta Sagasta dies schwerlich wagen wird, erscheint die Einrenkung der Lage unmöglich. Man hofft, daß das Kabinett noch bis zur Eidesleistung des Königs Deutsches Keich. Berlin, 13. Mai- Die Kaiserin traf heute mittag in Karlsruhe ein und wurde auf dem Bahnhof vom Gr o ß- herzog, der Großherzogin und dem Prinzen Max empfangen. Gegen 4V» Uhr kehrte die Kaiserin nach Badenweiler zurück. — Wie verlautet, wird der tn Wiesbaden lebende Rittmeister a. T- Graf BY 1 an d t-RH ey dt , früher Adjutant deS GroßtzerzogS von Sachsen-Weimar, zum Hof- marschall des Kronprinzen ernannt werden. — Gegenüber den neuerdings auftretenden Gerüchten Über eine anderweitige Besetzung des Statt- Halter-Kostens der R e i ch s l a n o e stellt der „Berl. Lok.-Anz." fest, oaß ein Rücktritt des Fürsten Hohenlohe - L a n q e n b u r g n i ch t z u e r w a r t e n steht. — Das Gesetz bet ;, i.aib die Aushebung des Diktatur-Paragraphen für Elsaß Lothringen, mit besten Einbringung beim Bundesrat der Kaiser den Reichskanzler beauftragt hat, ist bereits in der Ausarbeitung begriffen. — Ein neues Seuchengesetz befindet sich, wie ans fachwissen ' ? pichen Kreisen verlaute: gegenwärtig in Ausarbeitung. Es wird voraussichtlich im Herbst nächsten vezugSyretS, monatlich 7bPf., otertel* jährlich M. 2.30; durch Abhole- u. Hwe'gsteü« monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.— viertel- jährt, ausfchl. Bestellg. Annahme von Hn$eigen für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf* aufwärts 20 Pfg. verantwortlich: für den pollt. u. allgem. Xetl: P. Witiko; für .Stadl und L'anö* und ,GenchtSjaal*:R.Ditt» mann; für ben Anzeigenteil: Hnnö Beck. zusammenhält. — Die Königin-Regentin legte den Grundstein zu vier Schulen. Der Plan geht von der Königin-Regentin aus, die angesichts des Umstandes, daß 30 000 Kinder in Madrid infolge Mangels an Schulen keinen Unterricht genießen, das Werk ins Auge faßte. Petersburg, 13. Mai. Bezüglich der auswärts verbreiteten Nachrichten, der Reichsrat habe die Aushebung ber obligatorischen Haftpflicht der Bauerngemeinden bezüglich der Steuern und ihre Beitreibung beschlossen, sowie den Bauern " 20 Millionen Rubel Steuer- rüdftänbe erlassen, meldet die „Nuss. Telegrapbenagentur", daß diese Gegenstände auf den Vorschlag des Finanz Ministers im Reichsrat beraten werden, daß jedoch brSher keine endgiltige Entscheidung getroffen ist. — Das Regiments fest der Na r w a'schen Dr a- goner in Siedler war von einer deutschen Abordnung, bestehend aus dem Flügeladujtanten Grafen Moltke, dem Militärattache der hiesigen deutschen Botschaft Major Frhr. v. Lüttwitz und dem deutschen Generalkonsul in Warschau Axthausen besucht. Die Abordnung überreichte dem Regiment ein Gemälde seines Chefs, Kaiser Wilhelm II. Wie der „Regierungsbote" heute mitteilt, begrüßte Kaiser Wilhelm das Regiment mit folgendem Telegramm: „Sende dem glänzenden Narwaschen Dragonerregiment zu dem Re- gimentssest meinen herzlichen Gruß. Als Zeichen meines besonderen Wohlwollens und Wertschätzung des Regiments sende ich ihm mein Porträt. Möge es ein wahres Denkmal meiner Einigung mit dem Regiment sein. Wilhelm." Nach der llebergabe des Porträts richtete der Regimentskommandeur ein Telegramm an den deutschen Kaiser, worauf telegraphisch folgende Antwort eintraf: „Ich danke dem Regiment herzlich für die mir gestern von Ihnen übermittelten Gefühle des Regiments. Ich weiß, dag die Narwaschen Dragoner ihrer ruhmreichen Geschichte treu geblieben sind und stets ein Schmuck der russischen Armee und mein Stolz bleiben werden. Ich nehme regsten Anteil an allem, was mein Regiment betrifft. Ich erwarte Nachrichten über alle wichtigen Ereignisse im Regiment und sende den Offizieren und allen Dragonern meinen laiser- lichen Gruß Wilhelm." N e w y o r k, 12. Mai. Nach einer Depesche aus Port- au-Prince kam es anläßlich des We ch s e l s der Präsidentschaft zu einem Gefecht zwischen Regierungstruppen und der Gegenpartei, wobei die letztere siegte. Das Arsenal wurde ohne Widerstand preisgegeben und die Regierung ging in die Hände der Revolutionäre über. 2 Personen wurden getötet und 3 verwundet. Eine provisorische Regierung wurde eingesetzt. In der Nacht sanden weitere Straßenkämpfe statt. Einige Rebellensührer zogen sich nach der Gesandtschaft der Vereinigten Staaten zurück. Die Lage ist s e h r e r n st. Tie gesamte Bevölkerung ist bewaffnet und besteht darauf, daß Sam unverzüglich das Land verlasse. Peking, 13. Mai. Die chinesische Regierung giebt bekannt, daß in zweitägigen Kämpfen die Aufständischen Südtschilis völlig besiegt und die Anführer gefangen genommen seien. GicheimAnzeiger ” General-Anzeiger v Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen aus der Feier beiwohnte, ein Hoch ausgebracht hatte, beschloß em Parademarsch die Feier. An dem gleichen Tage fmtb in Wilhelmshaven oor der Kaserne des Secbataillons aus Anlaß deS 5 0jährigen Jubiläums der Marineinfanterie die feierliche Enthüllung eines Denkmals für die gefallenen Kameraden statt. Die Geistlichen beider Konfessionen hielten Ansprachen. Kontrcadmiral Kirchhoff brachte ein Hoch auf den Kaiser auS. Später fand ein Festessen statt. 1 _ ■■■■ —■ 3>ie vulkanische Katastrophe. Die Kleinen Antillen sind bekanntlich sämtlich vulkw- Nischen Ursprungs. Aus den meisten giebt es üoch jetzt tätige Vulkane. Daher erklärt es sich, daß die Ausbrüche nicht auf Martinique beschränkt blieben. Es ist offenbar in jenem ganzen Gebiet und noch darüber hinaus eine gewaltige unterirdische Bewegung im Gange, die immer weiter um sich greift. Von Martinique hat sie bereits nach St. Vincent übcrgegrifsen; und kaum sind die Schreckensbotschaften von diesen beiden Inseln bekannt geworden, so treffen schon wieder Unglücksnach- r ich t e n von andere n I n s e l n der Antillengruppe ein. Auf Jamaica und Dominica ist man in hö ch ster Sorge, denn allerlei unheimliche Anzeichen einer Re- volutio n im Erdinuern haben sich auch dort eingestellt. Aus Kingston auf Jamaica wird telegraphiert, daß die Schwefelquellen im Süden der Insel einen außerordentlich hohen Hitzegrad erreicht haben; man befürchtet weitere vulkanische Erscheinungen. Und auf Dominica ist der „Kochende S ee" plötzlich verschwunden, und die Luft ist überall voll von Schwefeldünsten. Ja, Professor H c i l p r i n , ein bekannter Geologe in Phil» delphia, erklärte sogar, es liege die Gefahr vor, daß die Inseln unter ►cm Winde überhaupt im Ozcan v e r s i n k e n, da die Eruptionen der Vulkane eine gewaltige Höhlung erzeugten. Der Seismograph an der Hopkins- Universität zu Baltimore indessen verzeichnete keine Erd- erschütterungen in der letzten Woche. lieber die schreckliche Katastrophe und ihre entsetzlichen Folgen liegen heute nur spärliche Meldungen vor. Wie beretts gestern berichtet, ist es endlich gelungen, auf Martinique bei St. Pierre zu landen. Am 9., 10. und 11. Mai wurden etwa 2000 Lerchen in den Straßen von St.Pierre ausgesunden. Die Kreuzer „Suchet" und „Valkyrien" und das Kabelschiff „Pouyer Quartier" nahmen die fast ver- hun gerten und verdursteten Bewohner von Precheur und Carbet, 2 a nderen Ortschaften auf Martinique, auf. „Ponher Quartier", dessen Kommandant rbagitän Thi- ricn ist, schaffte allein über 2000 Menschen fort, welche größtenteils furchtbare Brandwunden erlitten hatten . Von den Einwohnern von St. Pierre sind nur diejenigen nicht unrgekommcn, welche St. Pierre am Tage vor der Katastrophe oder am Tage der Katastrophe selbst vorL UHp früh verlassen hatten. Tie fr a n z ö s i s che Bank soll ihre Bücher und Wertsachen vor der Katastrophe aus St. Pierre auf den Kreuzer „Suchet geschafft haben. Eine im französischen Marineministerium ein gegangene Depesche besagt, daß, das durch den Ausbruch des Mont Pelse verwüstete Gebiet Carbet, Precheur, Grande Rivierre und Maeuba umfaßt. 400 Leichname sind bereits in Precheur beerdigt worden. Auch in Bassepinte ist der Schcrden beträchtlich. Der Mont P e - 16 e warf gestern immer noch aus und die Eruption schien sogar wieder stärker zu werden. Die Besichtigung der llnglücksstelle ergab, daß die Opfer der Katastrophe infolge Einatmens von giftigen Gasen plötzlich erstickt sind. Die Insel ist noch immer von dichtem Nebel umhüllt. Auf dem Meere schwimmen Schissstrümmer, daneben Leichen, die von den Möven angefressen und von Haifischen verschlungen werden. Heiße Windstöße wechseln mit kalten ab. Die Stadttrüminer brennen noch immer. Die Landung ist sehr schwer. Die Straßen sind kaum zu passieren. Es liegen ganze Haufen von Leichnamen da, die meist das Gesicht der Erde Mehren. lieber die Lage auf St. Vincent liegt eine Meldung des Reuterschen Bureaus arts Castries aus St. Lucia von gestern vor, dcrzufolge in St. Vincent, seitdem der Souff- riöre begonnen hat, Lava ausznwersen, 1600 Personen getötet sein sollen. Dasselbe Bureau meldet aus St. Thomas: Der dänische Kreuzer ,-Valkyria" rettete 500 Flüchtlinge im Norden und Nvrdvsten der Küste, der „Suchet" rettete 2000. Die Geretteten wurden nach Fort de France geschafft. Gestern früh ist der deutsche Kreuzer „Falke" in Fort de France eingetroffen, als erstes deutsches tfriegS- schiff, das seit 1871 auf Martinique anlcgtc. Das Mutterlcurd der französischen Kolonie Martinique thut sein möglichstes, um b-cm Jammer auf der unglücklichen Insel al'zuhelsen. Aber Frankreich ist so weit, weit entfernt von dem verwüsteten Eilande, unh wenn von Europa die erste ausreichende Hilfe einträfe, tonnte sie zu spät für die bedauernswerten Bewohner von Martinique anlangen. Infolgedessen hat sich, wie wir gestern telegr» phisch meldeten, die französische Regierung mit dem Ersuchen um schleunigen Beistand an die Vereinigten Staaten gemaiibt. Man beabsichtigt, alle noch lebenden Bewohn e r d e r I n s e l Ai a r t i n i q u e f o r t z u s ch a f f e n. Ter amerikanische Senat nahm debattelos einen Beschlußantrag an, wonach dem Präsidenten 5 000 0 0 Doll, einschließlich der bereits bewilligten 200 000 zur Verfügung gestellt werden, zur schleunigen Hllfeleistung für die durch die Katastrophe Betroffenen. Der amerikanische Kreuzer „Dixie", der gestern noch Vorräte an Bord nahm, wnjd voraussichtlich nach Martinique abgeyen. Der Präsident ernannte ein Komitee, aus den hervorragendsten Bürgern des ganzen Landes bestehend, zur Einleitung einer Hilfeleistung für Martinique. Indes nicht "Amerika allein, die ganze Welt nimmt Anteil an der schrecklichen Lage der Ueberlebenden und sucht der Not zu steuern. Im Abgeordnetenhaus zu W i c n bat gestern der Präsident nm die Erlaubnis, der französischen Regierung den Ausdruck des Mitgefühls des Hauses übermitteln zu dürfen. Das Haus stimmte der Kundgebung des Präsidenten zu. — Der Wiener Gern c i n d e ra t votierte zur Linderung der Not auf der Insel Martinique 5000 Kronem Der König von Italien hat der französischen Regierung durch den italienischen Botschafter 25000 Frcs. für die Opfer der Katastrophe auf Värrttnique zustellen lassen. — Ferner gab in der holländischen zweiten Kammer der Minister der Kolonien im Namen des Volkes und der Regierung dem Sch m er -en auf Martiniaue empfohlen habe, wie auf die Thatsache, daß amerikanische Regierungsschiffe mit Vorräten entsairdt seien, und ob die britische Regierung ähnliche Schritte zu ergreifen beabsichtige. Bal- our erwiderte, er habe nie vondemVorschlag einer »er artig en Bewilligung im englischen Parlament gehört. Jedermann empfinde den außerordentlichen Ernst der Lage und anerkenne den furchtbaren Um- ang der durch das erschütternde Unglück verursachten Leiden. Jede Hilfe, die von der englischen Regierung an Ort und Stelle geleistet werden könne, werde geivährt werden. Die Angelegenheit sei von den Ministern beraten, aber er habe keine Erklärung über den Gegenstand abzugeben. Im gestrigen Ministerrate gab der französische Minister des Aeußeren Delcass 6 Kenntnis von der aus Anlaß der Katastrophe auf Martinique von den auswärtigen Regierungen und Säubern eingegangenen Teil na hmeku nd- gebungen. Er teilte mit, daß Unterstützungen aller Art nach Fort de France gesandt würden. Für die Teilnahme- kundgebungen sprachen Präsident Loubet und die Regierung ihren h e r z l i ch st en Dank aus. Das französische Komitee zur Hilfeleistung für die Opfer auf Martinique hielt gestern unter dem Vorsitz des Ministers Decrais seine erste Sitzung abl. Decrais gab bekannt, daß bereits 98510 Francs gezeichnet seien, und teilte mit, daß das ivationale Hilfskomitee beschloß, einen Aufruf an alle Stadtvertretungen bezüglich Zuwendung von Lebensmitteln zu richten. Das Komitee ernannte einen Exekutivausschuß, der beauftragt wurde, die wirtschaftliche Zukunft Martiniques zum Gegenstände einer Unter» uchung zu machen. Aus Stadt und San). Gießen, den 14. Mai 1902. • * Sperrung der Wasserleitung. Wir verweisen auch an dieser Stelle auf die Bekanntmachung des städtischen Ga8- und Wasserwerks in der heutigen Nummer, nach der morgen früh von 4 bis 9 Uhr in der Frankfurterstraße und einem Teil der angrenzenden Straßen die Wasserleittmg abgesperrt wird. * * Für Radfahrer. Im amtlichen Teil unserer heutigen Nummer befindet sich eine Bekanntmachung des Gr. Polizeiamts, die die für Radfahrer geltenden gesetzlichen Bestimmungen bett, das Fahren innerhalb der Stadt erneut zur Kenntnis bringt. Wir wollen nicht verfehlen, die Radfahrer- besonders darauf aufmerksam zu machen. * • Verschüttet. Gestern Vormittag wurde in dem hiesigen Brannsteinbergwerk ein Arbeiter aus Naunheim, Kr. Wetzlar, der dort beschäftigt war, in einer Grube verschüttet. Er trug schwere innere Verletzungen davon, sodaß er in die hiesige Klinik gebracht werden mußte. • • Leichculündung. Gestern Abend wurde aus der Lahn bei der Badenburg, Gemarkung Wieseck, eine bis jetzt unbekannte männliche Leiche gekündet. • • Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Dieser Tage wurde in der Nähe des Gonsenheimer Thores in Mainz ein Mann mit einem Schuß im Kopfe aufgefunden. Er ist an der erhaltenen Verletzung gestorben. Aufgeklärt ist noch nicht, ob er sich den Schuß selbst bei- gebracht hat, wie angenommen worden ist, ober ob, wie er selbst angegeben hat, „ein unbekannter Mann mit schwarzem Schnurrbart" auf ihn geschossen hat. Vermischtes. * Bochum, 13. Mai. Auf der Zeche „Nordstern" stteßen zwei Förderkörbe zusammen, wodurch 2 5 Personen verletzt wurden. • Th orn, 13. Mai. Auf dem Schießplatz bei Drziwak ereignete sich gestern ein schweres Unglücf. Der „Ostd. Ztg." gufolgc setzte von drei mit Soldaten besetzten Lowries infolge übergroßer Geschwindigkeit an einer abschüssigen Stelle die erste Lowrie an einer Kurve aus und fiel um. Die anderen stürzten über die erste weg. Die Jn- sassen wurden herabgeschleubert. Ein Obergefreiter ist tot, zwei Soldaten sind schwer und zivei leicht verletzt. 25 erlitten Hautabschürfungen. * Paris, 13. Mai. Zur Affaire Humbert wird gemeldet, daß bei vier angesehenen Rechtsanwälten Haussuchungen vorgenonnnen und Akten konfisziert worden find. Einer derselben, Bazille, hinterlegte s. Zt. die scheinbar regelrecht ausgestattete Vollmacht der Brüder Eraw- ford. Die drei anderen Anwälte brachten gleichfalls für die Entscheidung in der Erbschaftsaffaire wichtige Dokumente vor. * Ein viel verheirateter A b c n t e u r e r ist heraus Deutschland stammende Baron, nach anderer Version sogar Graf, Karl Ludwig von Veltheim, dessen Name wieder einmal in einem Londoner Entschcidungsgericht auftaucht. Diesmal ist es eine Landsmännin, die der wüste Geselle auSgeraubt und unglücklich gemacht hat, ein geborenes Fräulein Paula Schiffer, das jetzt auf Lösung ihrer Ehe Nagte, nachdem es von der Existenz anderer Frauen Veltheims Kunde erlangt hat. Die Dame lernte Veltheim im Mai 1896 daheim in Deutschland kennen. Er trat ihr gegenüber als südamerikanischer Konsul auf. Sie hatte gerade eine größere Erbschaft gemacht. Ihr Vater wollte die Verbindung mit Hcrrrr von Veltheim nicht zugeben. Fräulein Schiffer folgte aber diesem nach England und heiratete ihn dort. Das Paar lebte eine Weile in London und an der See, dann gelang es Veltheim, seiner Frau 30000 Mark abzulocken, und nun erklärte er, nach Amerika reisen zu müssen. Er verließ fein junges trostloses Weib und begab sich nach Südafrika Ehe er aber aus London verschwand, schloß er — eS war wiederum im Monat Mai, und zwar 1897 — ein neues Ehebündnis mit einer Griechin au§ dem berühmten Geschlecht der Maurocordato. Auch diese Bedauernswerte ließ er im Stich, was damals zu einer senjatioirellen Episode in London Anlaß gab. In der Themse wurde nämlich ein mit Stricken zusammen- geschnurter Leichnam gefunden und Frau von Veltheim- Maurocordato rekognoszierte in dem toten Körper rhren Mann. Natürlich aber war es Veltheim nicht gewesen- Denn er tauchte nicht viel später in Transvaal auf, wo er eine neue Sensation erregte, indem er in das Bureau des Bankiers Wolf Josl in Johannesburg drang und irescn erschoß. Das Gericht sprach ihn später frei. Eine frühere Ehe hatte Veltheim in Perth in Westaustralien geschlossen, wo er im Jahre 1886 eine Miß Mary Luise Marsley heiratete, die ebenfalls noch am Leben ist. Unmersttäts-Uachrichten. Oberkonsistorialrat Prof. D. Dr. phil. et jur. Julius Köstlin, der seit dem Jahre 1870 in Halle lebte und bis 1896 als Lehrer an der Universität thätig gewesen ist, ist g e st o r b e n. — ftö|tlin ist am 17. Mai 1826 zu Stuttgart geboren und studiette in Tübingen und Berlin. Im Jahre 1855 folgte er einem Ruse als a o. Professor und zweiter Universitätsprcdiger nach Göttingen. Inden Jahren 1860—1870 lehrte er als o. Professor in Breslau, wo ex während der letzten drei Jahre feiner dortigen akademischen Tbä° tiakeit auch als Mitglied des schlesischen Konsistoriums wirrte. Sieben Jahre nach seiner Berufung nach Halle, im Jahre 1877 also, wurde Köstlin Dtitglied des Konsistoriums der Provinz Sachsen, feit 1875 gehörte er der preußischen Generaljynode, seit 1879 dem Generalsynodalrat an und im Jahre 1885 trat er in den Generalsynodalvorstand ein. Als am 31. Oktober 1892 die .restaurirte Lutherkirche in Wittenberg eingeweiht wurde, wurde der Verstorbene zum Oberkonsistorialrat ernannt. Auch andere Ehren und Auszeichnungen sind Köstlin für seine Verdienste als Universitätslehrer und Forscher und seine Thätigkeit im kirchlichen Leben zu Teil geworden. Aus seiner ungemein fruchtbaren schriftstellerischen Thätigkeit seien erivähnt feine „Autobiographie", die er auf der Höhe feines akademischeii Wirkens im Jahre 1891 in den „Deutschen Denkern" (Heft 9—12) veröffentlichte und vor Allem seine L u t h e r a r b e i t e n , durch die er auch in weiten Kreisen bekannt geworden ist, wie „Luthers Lehre von der Kirche", „Luthers Theologie", „Alartin Luther, sein Leben und seine Schristen", „Luther und I. Janßen". Außerordenttiche Popularität erlangte die zur Feier von Luthers vierhundertstem Geburtstage von Köstlin geschriebene und im Verlag von Otto Hendel erschienene Festschrift „Aiartin Luther", die innerhalb eines Jahres in 22 Auflagen Verbreitung gesunden hat und das größere volkstümliche Werk „Luthers Leben, mit authentischen Illustrationen." j)?ait schreibt aus Würzburg: Während der beiden letzten Semester sanden an der hiesigen Hochschule 136 Promotionen statt, in der theologischen Fakultät 1, in der rechtswissenschafllichen 12, in der medizinischen 87, in der philosophischen 36; unter diesen war eine Dame, der e r st e iv e i b l i ch e D o k t o r der Würzburger Universität. Bei der Bekanntgabe der Preisträger der letzljährigen P r e is auf g a b en stellte sich der seltene Fall heraus, daß sämtliche Aufgaben bearbeitet wurden und s ä m t l i ch c Bearbeitungen des Preises oder einer Anerkennung für würdig befunden wurden. — Aus Göttingen wird berichtet: Ein Gauß-Archiv, in welchem u. A. der handschrifllichc Nachlaß des großen Gelehrten untergebracht ist, wurde in den alten Gauß-Zimmern der hiesigen Stermvarte errichtet. Die Archivräume sind durch die Verlegung des Geophysikalischen Institutes ans der Sternwarte in das neue Gebäude aus der Höhe des Hainberges gewonnen ivordeti. — Die Akademie der Wissenjck)aften zu C h r i st i a n i a feiert, wie uns geschrieben >vird, im >seplember den auf den 5. August fallenden 100. Geburtstag Niels Abels eines der größten Geometer aller Zeiten und des berühmtesten Mitgliedes jener Akademie. Lemberg, 13. Mai. Die Erregung der Studenten des hiesigen Polytechnikums wegen des Verbotes der Abhaltung von Versammlungen im Gebäude des Polytechnikums ist im Wachsen begriffen. Falls dieses Verbot nicht aufgehoben wird, sind die Studenten entschlossen, die Vorlesungen nicht mehr zu besi nW Gerichtssaat. M. Gießen, 6. Mai. Strafkammer. Den Vorsitz fühtts Landgerichtsdirektor Dr. ©üngciidL die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Rcuß. — In oer Strafsache gegen den Friedrich W e i d l i n g wurde die am Freitag den 9. unterbrochene Verhand- liing fortgesetzt und derAngeklagte wegen der ihm zur Last gelegten Betrügereien zu einer — zusätzlich einer aegen ihn früher erkannten Strafe — auf 3 Jahre, 6 Atonate, 3 Wocheii festgesetzten Zuchthausstrafe verurteilt. — Der Landwirt Valentin Langohr von Wetlfaasen war wegen Unterfchlagung vom Schöffengericht Grün- berg zu einer Geldstrafe von 2ü Mk. verurteilt worden. Seine gegen das Urteil eingelegte Berufung wird kostenfällig als unbegründet verivorfen, da feslfteht, daß der Angeklagte einen bei einer posjagd geschossenen Hasen vom Wege ausgenommen, aus den Wagen eines Andern, mit dem er fuhr, gelegt und mit einer Decke zugedeckt hat. Forslbeamte der Hosjagdverivaltnng, die am Tage nad) der Jagd Nachsuche nach gefallenem Wild hielten, hatten den Angeklagten "beim Aufnehmen beobachtet und fid) gegenseitig durch Zuruse auf ihn ausmerkfam geinad)t. Ter Angeklagte, der die Rufe gehört hatte, warf alsbald den Hasen wieder aus dem Wagen. Diese nad)trägliche Wiederaiifgabe des Gewahrsams kommt jedock; für die Beurteiliing der Strafthat als Untersd)lagung uid)l in Betracht. — Der Landwirt August Marbach von Reichelsheim hatte zwei Rerd)elsheimer Burschen wider besseres Wiffen einer — nicht verübten — Körperverletzung beschuldigt und wird deshalb in eilte zweimonatliche Gefängnisstrafe verurteilt; dem einen der falsch Beschuldigten wird die Befugnis zuaesprod)en, den entscheidenden Teil deS Urteils an der Ortstafel in Reichelsheim aushängen nt lassen. — Der Taglöhner Heinrich Johann Schmidt von Alsfeld war wegen Körperverletzung von dem Schöffengerid)t Alsfeld zu einer Gefängnisstrafe von 6 Wochen verurteilt worden. Die gegen das Urteil eingelegte ^Berufung wird kostenfällig als unbegründet verworfen. — Ter Kaufmann Otto V o h r b a ch von Londorf ist des fcbweren Diebstahls und der Urkundenfälsd)una bejdjul- digt. Der Angeklagte, der 6 Jahre lang in einem Geschäft als Handlungsgehilfe thätig gewesen war, war unerwartet in deii^ Besitz einer Erbfd)ast von et nm 1700 Mk. gelangt. Er gab seine Stelle auf, geriet in schlechte Gesellschaft und bvad)te die ganze Erbschaft in wenigen Wochen durch. Nad)dern er mittellos geworden, fäl|d)te er ein Aceept auf einen Wcd)sel den er ansftcllte, und sandte es feinem früheren Tieiistherrn zur Einlösung ein. Derselbe erkundigte sich sedoch vorsorglich bei dem angeblichen Aceeptanten, erfuhr den wahren Sachverhalt und verweigerte naturgemäß die Zahlung. Nachdem der Angeklagte diese qualisizicrte Urkunden- fälschuiig utid den Betrugsversud) begangen, Geldmittel jedoch nicht erlangt Halle, schlich er in der Folgezeit nachts in die ihm bekannten Räumlichkeiten seines früheren Dienstherrn ein, erbrach die Ladenkasse utid stahl einen Geldbetrag von ca. 90 Mark. Das Gericht verurteilte den Angeklagten mit Rücksidst auf den groben Vertrauensmißbraud) gegenüber seinem früheren Prinzipal und wegen feines verbrecherlfd)en Leichtsinns zu einer Gesängiiisslrafe von 2 Jahren 6 Alonaten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. — Tie Dienslmagd Gertrude von Bad-Nauheim hat eine brennende Lampe derart unvorsichtig auf einen Betlrand gestellt, daß dieselbe, kaum daß die Atigeklagle daS Zimmer verlassen batte, umfiel, und das Bett und einen Teil des Fußbodens in Brand setzte. Da das Feuer alsbald gelöscht wurde, ein größerer Sdiaden mithin md)t entstanden war, so hielt das Gericht eine Geldstrafe von 10 Mark ausreichend zur Sühne. — Der Maurer Karl Otto Reitz von Stockhausen ist der Verleitung zum Ateineid angeklagt. Ter Landwirt Karl B i n g m a n n von Stockhausen war s. Zl. der Körper- verletzimg beschuldigt und dieserhalb verurteilt worden. In dieser Sttasfache behatiptele und beschwor der Angeklagte — ein Ver- wandter des Bingmann — daß er die fragliche Körperverletzinig verübt habe und unleriiahm eS zudem, eine Zeugin zur eidlichen Bekmidung feiner Thalerschaft zu verleiten, obwohl die Zeugin ihm gegenüber verschiedentlich geäußert hatte, d i e | e n Sachverhalt habe sie nicht wahrgenommen und könne sie nicht bejd)wören. Tas Verfahren wegen Meineids gcgeti^bc,t Angeklagten mußte eingestellt werden, da bei der verwirrten Sachlage, es handelte fid) um eine Schlägerei in einem Tanzlokal, der Tbatbestätid und die Personen der Beteiligten nidjt klar genug festgestellt werden konnten. Wegen Verleitung zum 2)ieineio mußte jedoch der Angeklagte bestraft werden, da er wußte, daß die Zetigm die fragliche Tatsächlich Linie sofort in gjährige Geschäftsleiter der-Jndustrie und 871% Reicheanleihe do. 8% sVt% Konsole Tendenz: fest. Für die Redaktion verantwortlich i. V.: R. Dittmaun. 3696 Vertreter für Gießen: Carl Petri, Hier. Ni o ne, ß iscuits Cakes-Tabritt g do Hessen 101.80 91.90 101.80 91.90 99.80 102*80 de France, 14. Mai. Nach Feststellung der Bees jetzt leichter möglich, nach St. Pierre zu Tie Trümmer rauchen nicht mehr. Bisher tour- 2000 verkohlte Leichen gesunden, deren Be- 3% 3*/2% 3% Hessen . . . . 4% Oesterr. Goldretne . 8'/o Mexikaner . . 4Vs /u Chinesen . , Electric, bohuckert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstadter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgcs. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . . , Laurabütte . . . Bochum . ... Harpener . . . Ordnung ist wieder hergestellt. . Peking, 13. Mai. Reuter. Durch bte Kämpfe der letzten Tage wird der Aus stand in Suedtschili als - —■ ■ < ----e-«.—, Die Truppen Juan- vorher Dampfer mit Lebensmitteln abgesandt. Die Presse sammelt Unterstützungsgelder und auch die private Wohlthä- tigkeit ist groß. Das Kriegsdepartement hat die Absicht, den Ueberlebenden für 14 Tage 40000 Nationen zu beschaffen, sowie für ausreichende Kleidung zu sorgen. Der Kreuzer Buffalo hat Befehl erhalten, sofort mit Lebensmitteln nach den Antillen abzugehen. Außerdem wurden zwei Kohlen- die Ereignisse vom 9.—13. Mai in der schon bekannten Weise schildern, bestätigen, daß die Katastrophe ganz plötzlich emtrat. MM vermutet, daß zuerst eine große Meuge . . 2Ö.5O . . 89.50 . . 101.80 . . 00.00 . . 212.20 . . 183.50 . . 135.80 . . 139.00 . . 151.90 . . 145.50 . . 14.80 . . 167.00 . . 199.00 . . 194.50 . . 172.50 Plenums abwarten. Newyork, 14. Mai. Nach einer Depesche aus Kap Haitien ist Emil Firmin, der frühere Gesandte von Haiti, zum Präsidenten ausgerufen worden. Er begab sich unter dem Schutz des französischen Gesandten an Bord des Dampfers „Olinde Rodrigez". General Berrenkanal nahm den Palast mit Gewalt. Viele Menschen sind umgekommen. Die ung verlief. . , Belgrad, 14. Mai. Infolge der fast einstimmig erfolgten Ablehnung des Anleihe-Projektes durch den Finanzausschuß der Skuptfchina stellte das Kabinet Wuitsch dem König Alexander seine Portefeuilles zur Verfügung, dürfte aber auf Wunsch des Königs noch die Entscheidung des Gas ausgellotzen wurde, da? einen parken Druck verursachte, der alles vor sich uiederriß, und daß der Fenerregen erst später eintrat, bie Menschen erstickte und die Leichen verkohlte. Em wahrer Hagel von Steinen muß auf die Stadt niedergegangen sein. Die Annahme, ein glühender Lavastrom sei auf die Stadt herabgefloficn, durch den die Katastrophe er- folgte, scheint unrichtig zu sein. — Ein in Manerouge, sieben Kilometer von St. Pierre, wohnhafter Gärtner sah ,m Augen- blick der Katastrophe 7 leuchtende Punkte auf dem Mont Peläe. Er hatte den Eindruck, als ob er durch den Luftdruck nach den Wolken hingezogen wurde. ^Danu spaltete sich der Berg und entsandte Feuerwirbel auf St. Pierre. Ncw-Uork, 14. Mai. Kriegsschiffe suchen an der Käste von Martinique die Ueberlebenden auf. Tie einzige Person, die in St. Pierre selbst gerettet wurde, war ein Zucht- 101.60 45.20 28.90 00.00 111.60 44.20 dampfer gechartert. Paris, 14. Mai. Im 1. Wahlbezirk von Martinique wurde am Sonntag die Deputirtenstichwah l vorgenommen. Gewählt wurde der Radikale Clement. An der Wahl beteiligten sich 11000 Mann. Die Zahl beweist, daß dieser Teil der Insel am Sonntag von dem vulkanischen Ausbruch verschont wurde und daß dort keinerlei Panik herrschte. ■ Fort Hörden ist gelangen. Häusler, der im Gefängnis saß. Fort de France, 14. Mai. Senator Knight, welcher 800 Bewohner auf das ttabelschiff „Paper Cuanicr“ brachte und mit den Geretteten nach Fort de France kam, erzählt: Der Vulkan Pel^e wirft immer noch Feuermassen aus. Eine weitere Absuchung des Terrains ist mit Lebensgefahr verbunden. Die Teilnehmer der Hilfs-Expedition müfien ausgerüstet sein wie Grubenarbeiter, um gegen die giftigen Gase geschützt^ zu sein. Derzeit sei es unberechenbar, wann man die 'Jin men von St. Pierre absuchen können. TaS Schiff „Poper Ouartier" wurde werde beauftragt, sich der Herstellung des Kabels zu widmen. Fort dc France, 14. Mai Bisher wurde eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Leichen inSt.Pierre vorgefunden. Wahrscheinlich ist d-es darauf zurückzufuhren, daß die am meisten bevölkerten Teile der Stadt von dichten Lava- muffen überschüttet find und die Leichen vollständig zu Asche verbrannt wurden. Fort de France, 14. Mai. Die meisten denn St. Vtn- cent Umgekommenen, deren Zahl auf 2000 geschätzt wird, sind Karaiben. New-Aort, 14. Mai. Nach einer 30jährigen Periode der Unthätigkeit giebt der amerikanische Vulkan L'Jna An- zetchen einer neuen Thätigkeit. Er speit große Massen Rauch aus. Die Einwohner der Umgegend haben die notwendigen Vorbereitungen zur Flucht getroffen. Die Sektsteuer ist «««mehr in dritter Lesung mit 50 Pfennig per Flasche angenommen und wird am 1. Juli 1902 in Kraft treten. — Schaumwein int Besitze von HaushaltuugSvorständeu, die weder Ausschank noch Handel mit Getränken betreiben, bleibt, sofern die Gesamtmenge nicht mehr als 30 Flaschen beträgt, von der Nachsteuer befreit! Wir empfehlen den Gönnern unseres ,,Henkell Trocken" hiervon Gebrauch zu machen und stch zum Bezug au den Weiuhandel zu wenden. Henkell & Co., Mainz. Telephonischer Kursbericht« Frankiurt •. H•, 14. Alai 1902. den über---- stattung nach und nach erfolgt. Der Feuerregen überschüttete das Gebiet bis 200 Meter von Lecarbet. Augenzeugen, welche raubte. Frankfurt a. M., 14. Mai. Finanzminister v. Rhein- baben traf heute Morgen hier ein undreiste 8,22 Uhr nach Wiesbaden weiter. Er wird an der Konferenz betr. den Bahnhofsumbau in Homburg teilnehmen. Wiesbaden, 14. Mai. Heute Morgen nnternahm der Kaiser einen Spaziergang nach Biebrich. Im Laufe des Vormittags hörte er die Vorträge des Kriegsministers und des Chefs des Zivilkabinets. Um 12 Uhr hatte er eine Besprechung mit den Ministern v. Wedel, v. Rheinbaben und | Graf Zedlitz-Trützschler. Um 1 Uhr begab er sich nach Homburg. Hamburg, 14. Mai. Der Hamburger Journalisten- und Schriftstellerverein richtete die Bitte -an den Senat, beim Bundesrat die Aufhebung des Keugniszwanges für Journalisten zu beantragen. Lond on, 14. Mai. Reuter meldet aus H a r r i s m r t h vom 12. Mai: Die Generale Wessels, LouiS Botha und andere Burensührer sind geftern hier emgetroffen und heute früh zu der ZusammenkunftderBurendele- gierten in Vereeniging weitergereist. Rotterdam, 14. Mai. Unter den Stadtverordneten-Ver- sammlungen des ganzen Landes ist eine Bewegung im 4% Ungar. Goldrente . . 4°l Italien. Rente . . . 4'/, % Portugiesen . . < 3°/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose ...... 4°/o 0 riech. Monopol -AnL 4'/,-6 äussere Argentiner 4XL% Oesterr. Silberrente 100.30 ’* ~ ' 101.90 SZ Mb ™nn das ,w.,ch°n bem Trust und d-n d°u.,chen Gesellschaften geschlossene Bündnis sich über den nordatlanUichen Lerkehr hinaus erstreckt, höchste Gesährduiig, für alle die; em gen britischen Linien eintrete, die nach Südafrika, Ostasien und Australien verkehren. Es sei zweifellos daß der Trust und die deutschenLinren gemeinsam bte englisch enLtnten ihrem Willen unterthan machen wurden. Tfcnttnrhhrh trete der Trust durch den Erwerb der White Star . den Besitz von Linien nach Afrika, Australien und Neu-Seeland. Neueste Meldungen. vriginaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 8. Darmstadt, 14. Mai. (Privattelegramm des „Gieß. Anz.") Der Gerichtsschreiber beim Amtsgericht Gernsheim, Waas, ein schon längere Zeit im Dienst befindlicher Beamter, hat sich gestern Nachmittag erschossen. Seit einigen Tagen weilte der GerichtSkontenrevisor Hohenstein aus Darmstadt zur Revision in Gernsheim und hat, wie es heißt grö-• IUUU UCL ^U(|lul4V ßere Unregelmäßigkeiten festgestellt. Waas hmterlaßtl unterdrückt angesehen. _ eine Wittwe mit 7 Kindern. _r „ „ schikais stießen am 1. Mai aus 3000 Aufständische in be- Berlin, 14. Mai- Einer Meldung der „Voss. Ztg. sesttgter Stellung. 1000 fielen, der zweite Anführer wurde aus Hamburg zufolge, ist der nach Newcastle bestimmte gefangen genommen, die übrigen ergriffen die Flucht. Gegen Dampfer „Floron" vor Lewesteft explodiert. Zwei Schluß des Gefechtes sollen die chinesischen Soldaten auch Matrosen sind tot, die übrigen schwer v erletzt- Das Verwundeten schonungslos umgebracht haben, Schiff ist verbrannt. einem anderen Gefechte sielen 200 Aufständische. Berlin, 14. Mai. Der langjährige Geschäftsleiter ------ per vereinigten Verwaltung der Led er-Jndustr ie und Berlin, 14. Mai- Der Präsident der Aeltesten der Papiermacher-Berufsgenossenschaft in Berlin, Direktor Ge- berliner Kaufmannschaft und der Berliner H and els- org Meyer, wurde gestern in seiner Wohnung unter dem fam m er veröffentlicht einen Aufruf zur Unterstützung Verdachte der Veruntreuung amtlicher Gelder v e r * n r Notleidenden auf Martinique. haftet. , . . Washington, 13. Mai. Präsident Roosevelt ver- Berlin, 14. Mai. Für die im April durch die g^ßte die Einsetzung von Komitees in den verschie- Wassersnot betroffenen ärmeren Klassen der berliner ^enen Städten der Vereinigten Staaten, welche Gaben zur Bevölkerung hat das Plenum der von den Stadtverordneten ber Notleidenden auf Martinique und St. gebildeten Notstands-Kommission gestern 60 000 Mark b e<:| Vincent entgegennehmen. willigt. , r Washington, 14. Mai. Die Departements des Krieges Berlin, 14. Mai. Der Kirchen- und Schul-I^ ^er Finanzen haben den Beschluß betr. eine Hilfsaktion diener in Stegl sitz wurde am Sonntag voneinem. Kri- Martinique nicht erst abgewartet, sondern haben bereits minalbeamten, ber fidj Sinter bem 2üta weftetft m3 s>eb'm8mitteln aba [anbt. Die Presse dabei abgesaßt, als er mit einem Nachschlu.sel die Op ferkästen in der evangelischen Kirche öffnete und be- «ÄS«-®» St.-G.-B. _ ein Jahr Zuchthaus — ausreichend zur Sühne und Elchen. Die Stadtverordneten von Dorttecht faßten bereite verurteilte den Angeklagten demgemäß. ___ gertern* einen Beschluß in diesem Sinne. pra y«i* Lberursel, 18. Ntai. Der Betrieb der Spin ne t et aui öer K, 011 au| bie Proklamation des Königs Al so ns. /»oben Mark wird binnen sechs Wochen eingestellt. Den bem Venedig den 3. Mai datierten Aufruf heißt es: -'N-- n.sam. und Inders g^wrrbe. ÄmbüBkreÄnU^ dem ^5'Änbe sich in einem N ea pel. 14. Mai. Der Vesuv scheint in ne ne befriedigenden Umsang bewegt. Tie Versammlung bewilligte die Th ä t i g k eit distKUtreten. Observatorium 0 f, Aussuhrvergütung für das dritte Vierteljahr. In der Hauptversannn- Regieriing aus die Gefahr aufmerksam gemacht, luna des Träaerverbandes wurde festgestellt, daß bte Werke «j. ^ie Bewohner an den Abhangen aus per Sette von Pam- durchweg gut beschäftigt sind. . . peji befinden. Mächtige Lavaströme fließen herab. Der London, 13. Mai. Man beginnt letzt erst zu erkennen, baß ^I?ater s^t lebhaft Feuergarben. Der Verkehr an den be- der Tampfertrust sich 111^1 auf b^nbro[)tcn ufern und den Abhängen des Vesuv ist für die beschränken will, sonderri vielmehr die Teilnat)me am. ge samt en h en{ untersagt worden. Weltverkeh r anstrebt, v^atly ^elegraph wetstat s i Wien 14 Mai. diacy Meldungen aus A g ra m wurde vorgesehene Erhöhung b« ^tabr^unb10 Min. ein starkes Er b. beben von kurzer Dauer verspürt, das m vertikaler Richt- Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Arbeiten an der Wafferleitung in der Frankfurter Straße wird die Leitung in genannter und den angrenzenden Straßen von der Wühelmstraße ab in der Richtung nach Klein-Linden am Donnerstag den 15. d. Mts., morgens von 4 bis 9 Uhr abgesperrt werden, was wir hiermit zur Kenntnisnahme der Anwohner bringen. Gießen, den 14. Mai 1902. Städtisches Gas- und Wasserwerk. Otto Bergen. 3711 tzolMdhaucrei. Empfehlen uns im 02199 Alisertigcii aller Arten Schschnitzercien für An n. Möbel. Spiegel- und Bildcrrahmen, Wappen, Wand- fchilder, Gravierungen auf Möbel, Schriften, Monogramms u. f. w., werden in jeder Preislage und Stilart ausgeführt. — Durch Aufstellen einer Tecoupirsäge neuester Konsttuktion sind wir in der Lage, alle Sägearbeiten bis zu 10 Zentimeter Dicke, sauber und billigst auszuführen. Schmidt & Ummenhofer, Möhnner, Gießen, Sonncnstraße 1, im Hause des Herrn Spediteur Adam._________ Lonys Bierkeller. 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