Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen Zeilenpreis: lokal 12 Pf* auswärts 20 Pfg. Derantwortltchr für den polit. u. allgem. Teil: P. Wittko: für ,(Stabt und Uanb* und ,(Bertd)tß(aal*:9L$)ttt« mann; für ben Anzeigenteil: HanS Beck. Nr. 8« Erscheint tSgNch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kes fischen Lim-witt die Siebener Zamille«' Hättet viermal in der Woche bei gelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univech-Buch- u.Stei»- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schnlftratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. KrrnsprechanschlvßNr.bl. Zweites Blatt. L SS. Jahrgang Montag 14. April 1902 ______ _ _ Bezugspreis, MM Vf O monatlich7bPf.,viettel- /W ▼ Ar H ▼ . jährlich Mk. 2.20; dcrrch GletzenerAmelger ■ ” General-Anzeiger " Die heutige Mmmer umfaßt 10 Seite«. Deutsches Reich. Berlin, 13. April. Der Kaiser ließ sich gestern Nachmittag im Reichskanzlerpalais vom Grafen Bülow Vortrag halten über die Ergebnisse der Besprechungen in Venedig und Wien. — Die ,Nat.-Atg.* bestätigt, daß auf Grund zuverlässiger Mitteilungen über die Unterredungen des Grafen Bülow in Venedig und Wien angenommen werden darf, daß der Dreibund erneuert werden wird. Ferner glaube man, daß auf der Grundlage deS von den verbündeten Regierungen im Reichstage eingcbrachten Zolltarifentwurfs der Abschluß neuer Handelsverträge zwischen Deutschland einerseits und Italien und Oesterreich-Ungarn andrerseits erfolgen kann. Die wirtschaftlichen Fragen seien jedoch in Venedig und Wien noch nicht eingehend erörtert worden, während die politischen Bündnisie den hauptsächlichen Gegenstand der mit Prinetti und Goluchowski gepflogenen Unterredungen bildeten. — Der Kaiser wird während des Kaisermanövers, das vom 6.—12. September stattfindet, an vier Tagen im Jo- hanniter-OrdcnSschloß zu Sonnenburg Wohnung nehmen. — Ueber die Polenpolitik hat sich der Kaiser kürzlich in privatem Kreise ausgesprochen. Bei einem Mahle, das der Staatssekretär des Auswärtigen Frhr. von Richthofen jüngst veranstaltete, traf der Kaiser auch mit dem Historiker Prof. Dr. Th. Schiemann zusammen, dessen Name infolge der Polendemonstration in seiner Vorlesung in diesem Winter genannt worden war. Bei dieser Gelegenheit sprach sich der Kaiser, rote eine hiesige Korrespondenz meldet, mit vollster Entschiedenheit für die Fortführung einer energischen Polenpolitik auS. — An einem Th6 dansant, den gestern der Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben veranstaltete, nahmen u. A. auch der Kronprinz und die Prinzen Eitel Fritz und Albert teil. — Der vom Bundesrat angenommene Gesetzentwurf, betr. die Beseitigung des fliegenden Gerichtsstandes für die Presse besteht aus einem einzigen Ar- ttikel, der eine Aenderung des § 7 der Strafprozeßordnung besttmmt, woraus sich ergiebt, daß der fliegende Gerichtsstand für die Presse nicht aufgehoben werden soll für alle Druckschriften strafbaren Inhalts, deren Erscheinungsort im Auslande liegt sowie ftir Privatbeleidigungsklagen. Doch bleibt für letztere der Gerichtsstand, abgesehen von dem Erscheinungsort der Druckschrift, wo die Klage selbstverständlich auch angestrengt werden kann, fortan auf den Wohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthaltsort des Beleidigten beschränkt. Wiesbaden, 12. April. Zu den Erörterungen, wer dem Dr. Lieber nach Durchdringung der Flottenvorlage verschiedene hohe Staatsämter zur Auswahl angeboten habe, erklärt das katholische „Wiesb. Volksblatt", das man für gut unterrichtet halten kann: ,2ßir haben von vornherein angenommen, daß es der Kaiser gewesen sei, der in der Freude über das Zustandekommen des Flottengesetzes sich dem Abg. Lieber gegenüber auf diese Weise dankbar erweisen wollte." Bonn, 12. April. Prinz und Prinzessin Hein- r i ch sind heute, von Darmstadt kommend, hier eingetroffen und von dem Prinzen und der Prinzessin zu Schaumburg- Lippe, sowie der Erbprinzessin von Sachsen Meiningen empfangen worden. München, 12. April. Nach dem Protokoll erklärte Minister von Feilitzsch jüngst im Ausschuß der Kammer der Reichsräthe, über die Rheinregulirung sei zwischen den beteiligten Staaten ein Vertrag zu Stande gekommen. Die Staatsregierung werde hauptsächlich in der Voraussetzung sich an der Obercheinregulirung beteiligen, daß Preußen und Hessen bezüglich der Mainkanalisation das gleiche Entgegenkommen zeigen, das Bayern in ersterer Beziehung gezeigt habe. Von Preußen werde eine durch Ausführung des Projektes entstehende Einbuße an der Eisenbahneinnahme für die preußisch-hessische Eisenbahngememschast geltend gemacht. Die bayerische Regierung stehe auf dem Standpunkt, daß solche indirekten Schädigungen weder nicht in Berücksichtigung gezogen werden dürsten. Ausland. Bern, 13. April. Samstagabend wurde in Lausanne der berüchtigte Tessiner Anarchist Bertoni, Redakteur des in Genf erscheinenden Blattes,Msveglio", wegen dessen Artikeln es zum diplomatischen Bruch zwischen der Schweiz und Italien gxkommen ist, verhaftet. Bertoni hatte eine Versammlung zur Besprechung des Themas „Gewerkschaftsorganisation und Generalstreik" angekündigt, trotz des Verbots der waadtländischen Behörden, die von Bern aus Weisung erhalten hatten, die Reise von Genf nach Lausanne gemacht und seine Rede vor einer Zuhörerschaft von 60 Personen begonnen, worauf er verhaftet wurde. Er wird voraussichtlich wegen Zuwiderhandlung gegen ein behördliches Verbot vor das Polizeigericht gestellt werden. Budapest, 13. April. Cirka 3000 Arbeitslose hielten hier gestern eine Versammlung ab. In derselben wurde die Aktion der belgischen Sozialisten verherrlicht und eine. Resolution beschlossen, die betagt, daß wenn sich dre Lage nicht bessert, die ungarischen Arbeiter sich an den belgischen ein Beispiel nehmen würden. Konstantinopel, 13. April. Der Sultan empfing den Landgrafen von Hessen in Audienz und verlieh ihm den Großcordon des Mediidie-Ordens mit Brillanten. Einem Galadiner im Mldizkiosk wohnte auch der Baron Marschall bei. Vom Burenkrieg. Folgendes Telegramm traf im Laufe des Samstag bei uns ein: Pretoria, 12. April. (Reuter.) Schalk Burger, Louis Botha, Lucas Di eher, Delarey, Steijn und D e w e t trafen hier heute vormittag mit Sonderzug von Klerksdorp ein. Es haben jetzt also die gemeinsamen Beratungen der Burenführer mit Kitchener bereits stattgefunden und wir dürfen für die nächsten Stunden Nachrichten über die Ergebnisse erwarten. Wenn man den aus europäischen Buren kreisen stammenden Nachrichten Glauben schenken darf, so ist anzunehmen, daß kein einziger der Burenführer für die bedingungslose Unterwerfung stimmen wird. Das Blut der seit Beginn des Krieges gefallenen Buren soll nicht umsonst geflossen, und ine unsäglichen Leiden der Frauen und Mnder in den Konzentrationslagern nicht vergeblich gewesen sein. Lieber kämpfen bis zum letzten Blutstropfen und mit Ehre,, untergeben, cuS sich dem Jock der verhaßten Fremdherrschaft beugen. Jedoch sollen die Buren zu Konzessionen geneigt sein, die die Unabhängigkeit zu einer bedingungsweisen machen. Ueberhaupi b.steht bei den Burendeputierten nicht die Unversöhnlich^ it und Starrköpfigkeit, die man ihnen zuschreibt, und selbst Kürger würde sich schließlich, wenn nötig, überzeugen lassen. Trotzdem aber scheinen alle Fr ie d en s h o f f n u n g e n gescheitert zu sein. Reuter teilt mit, die im Volke verbreitete Annahme eines baldigen Friedensschlusses sei gegenwärtig ganz unbegründet. Man halte es nicht für wahrscheinlich, daß die Burenführer in erster Linie Bedingungen Vorschlägen, die der englische Oberstkommandierende annehmen kann. Der „Sunday Special" bringt in Form eines Pariser Telegramms eine Mitteilung, in oer es heißt: Es war zu erwarten, daß Steijn nicht bereit sein würde, sofort Englands Hauptbedingungen anzunehmen, nämlich die Aufgabe der Unabhängigkeit und Uebergabe der Waffen. Die Mitteilung schließt mit dem Ausdrucke der Erwartung, daß, wenn auch die gegenwärtigen Unterhandlungen zu nichts führen sollten, doch in nicht ferner Zeit die Transvaalführer die Verhandlungen wieder aufnehmen würden, nötigenfalls aus eigene Rechnung. Sie seien überzeugt, daß genug gekämpft sei, um ihrer Ehre zu genügen, und daß mit einer unversöhnlichen Haltung nichts zu gewinnen sei. Leyds erklärt die Nachricht eines Edinburger Blattes über die angeblich von «den Burendelegierten in Holland formulierten Friedensbedingungen von Anfang bis Ende als Phantasie. Am Samstag Abend 11 Uhr fand in der Wohnung Chamberlains eine Besprechung von Ministern statt. Es verlautet, die Besprechung sei veranlaßt durch eine wichtige Mitteilung Kitcheners. Auch am Sonntag fand eine Ministerkonferenz statt. Aie Iorgänge in Belgien. Offiziös wird heute aus Brüssel verküiidet: Tas charakteristische Merkmal des Tages ist der offene Bruch, der sich in der Repräsentantenkammer zwischen den Sozickisten und dem Teile der Liberalen vollzog, der sich den Sozialisten angeschlossen hatte, um das allgemeine Stimmrecht zu erlangen. Die klerikalen Blätter zollen den Liberalen für diese patriotische Haltung Beifall. Dies wird für die Regierung bei der energischen Verteidigung der Ordnung eine neue Stütze fein. Die Gruppierung der für die Ordnung der Dinge und der Waffenstillstand der gemäßigten Parteien wird solange bestehen, als die Erregung andauert. Die Regierung, unterstützt von den Provinzial- und Kommunalbehörden, hat alle Maßregeln ergriffen, welche die Lage verlangt. Die Verteidigung der Ordnung ist gesichert. Polizei, Gendarmerie und die Elitekorps sind vom besten Geiste beseelt und bis jetzt hat ihr Eingreifen genügt, um die Heißblütigkeit einiger Manifestanten zu zügeln und die Ansammlungen zu zerstreuen, die — es sei gesagt — nicht aus ernsthaften Sozialisten, sondern aus Leuten bestanden, welche durch die Straßen ziehen, mit Revolvern auf die Polizei schießen, Fensterscheiben einschlagen und Verwüstungen anrichten, nicht um politische Rechte zu erlangen, sondern um Ausschreitungen zu begehen. Die Bürgergarde ist ebenfalls von bestem Geiste erfüllt und besteht zum größten Teile aus Bürgern, die bei einer Störung der Ordnung, welche die Geschäftsthätigkeit stört, nichts au gewinnen haben. Die Bürgergarde wird ihre Pflicht mit Mäßigung, aber ohne Zögern thun. Die Armee, die auf Grund gewisser Vorrechte der Gemeinden nur verwendet werden darf, wenn Polizei, Gendarmerie und Bürgergarde nicht genügen, ist von der sozialistifchen Partei stark bearbeitet worden. Es ist sicher, daß es in den Reihen der Truppen Anhänger der exstremsten Ideen giebt; was können aber diese wenigen vereinzelten Leute ausrichten, die von Vorgesetzten und Soldaten umgeben sind, deren Loyalität über jeden Argwohn erhaben ist? Tie Erregung hat ihren Gipfelpunkt noch nicht erreicht, das wird erst geschehen und zwar wahrscheinlich gleichzeitig mit dem allgemeinen Ausstande. Mer, es sei wiederholt, alle Maßregeln sind getroffen und Ueberraschungen sind nicht mehr möglich. Tie Regierung i st fest entschlossen, dem revolu - tip nären Drucke nicht nachzugebeu, und ihre energische Haltung findet die Billigung aller Ordnungsfreunde. Das Parlament muß in aller Freiheit beraten können, um seine Entscl-eidung über eine etwaige Revision der Verfassung und über das allgemeine Stimmrecht zu treffen. Soweit die offiziöse Note. Die Repräsentantenkammer bewilligte bisher aber nur sieben provisorische Zwölftel. Tas ist alles, was die Negierung erreicht hat, und es gilt für wahrscheinlich, daß die Hammer am Mittwoch, anstatt Oie von der Regierung zugesagte Beratung über Aenderung der Verfassung zu beginnen, nach Hause geschickt lverden wird. .... Tie Brüsseler Blätter schildern die Ereignisse der letzten Abende in sehr dramatischer Weise. In der „Maison du peuple" ist seit den letzten Abenden em Hospital errichtet. Als gestern nacht die Gensdarinerie dein Volle nicht erlauben wollte, seine Toten uub Verwundeten dort hmzubringen, nahmen die Kämpfe eine infernale Gestalt an. Man feuerte aus den Häusern, man warf Ziegel, Messer und Scherben und wütende Weiber gossen Vitriol auf die G e n d ar in en. An der Ecke der Rue Haute und der St. Ghislain wird eine regelrecht Barrikade gebaut, hinter der die Menge revolutionäre Lieder singt und Hochs auf die Revolution ausbringt. Ein furchtbarer Kampf entspinnt sich ui m einen Sterbenden. Gensdarmen uub Maniiestanten zerren ihn sich gegenseitig fort und entkleiden ihn dabei fast völlig. Endlich gelingt es den Geii- barmen, ihn auf ihre Sanitätswache zu schleppen; er ist tot. Tie gemäßigte „Etotte Beige" schreibt: Tas Blut floß heute nacht in Strömen, es gab 3 Tote und etwa 100 schwer Verwundete. Tie delegierten des Arbeitershndikats hielten im Volks- Hause eine Versammlung ab, in der sie einstimmig be? schlossen, daß heute Montag der allgemeine Ausstand beginnen soll. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß bei einem großen Teil von' Arbeitszweigen der Ausstand in Ueberein)timmung mit den Arbeitgebern erfolgt. Um Unruhen an. den Menden zu bcrmeiben, beschlossen die sozialistischen Deputierten allabendlich das Volkshaus um 7 Uhr zu schließen und die bisher an den Menden betriebene Agitation in Tagesagitation zu verwandeln. Als der sozialistische Deputierte Vandervelde am Samstag in Begleitung einiger Personen die Kammer verließ, trieb die Polizei die Menge, die sich ihm anschloß, auseinander, nahm ihn fest und führte ihn auf das Polizeibureau. Nach kurzer Zeit wurde, er jedoch wieder entlassen. Von der Treppe des Volkshauses aus richtete Vandervelde eine Ansprache an die Menge, in der er sie nochmals zur Ruhe ermahnte. Vandervelde schloß: „Ich fordere euch auf, fortzugehen, ohne Vorwand zu neuen Gewaltthätigkeiten zu liefern." Der Vorschlag wurde mit Beifall aufgenommen und die Menge verlief sich nach und nach. Ter Sonntag verlief bei prächtigem Frühlings Wetter in Brüssel friedlich. Man könnte fast an eine leise Beruhigung nach oen grauenvollen Vorgängen der letzten Nacht glauben. Eines der angesehensten Blätter Brüssels, die liberale „Gazette" schreibt: Ter Einzige, der die Situation retten könne, sei der König, der schon zu verschiedensten Malen gegen den Willen der Majorität die Minister zum Rücktritt wie zum Rückzug zwang. Wichtiger als alles andere bleibe, zu verhindern, daß belgisches Blut von Belgiern im einzigen Interesse der Mönche und Pfaffen vergossen werde. Auch in Antwerpen wurden alle Manifestationen und Ansammlungen verboten. Die Polizei zeichnete sich durch zunehmende Brutalität aus, wodurch die Erbitterung der Massen noch mehr gesteigert wird. Aus allen Gegenden des Landes kommen Nachrichten, daß die Aufregung aufs höchste gestiegen ist. Man kann ohne Uebertreibung sagen, daß der Bürgerkrieg in Belgien auszubrechen droht, wenn nicht im letzten Augenblicke, wofür aber bisher gar lein Anzeichen vorliegt, eine Verständigung eintritt. In Lüttich bewegte am Samstag Abend sich ein Zug von etwa 3000 Personen durch die Straßen der Stadt. Es wurden Steine in die Fenster -von Privathäusern geworfen. Die Scheiben in mehreren Straßen wurden durch Steinwürfe oder Stoaschläge zertrümmert, auch etwa 10 Revolverschüsse abgegeben. Vor dem Volkshause staute sich der Zug. Hier fand eine Volksversammlung statt, wobei heftige Reden gehalten wurden. In die Räume der katholischen Vereinigung in Timeon wurde nachts eine Bombe geworfen. Tie Exposion richtete bedeutendem Schaden an. Zwischen Courcelles und Trazegnies loar ein Telegraphenpfosten abgesagt und quer über die Schienen gelegt worden. Er wurde entfernt, bevor ein Unfall entstand. Tie Telegraphendrähte sind durchschnitten. In Mons wurden zwei Schwadronen: Jäger konsigniert, die Sicherheitsbehörde hat einen Ausweisungsbefehl gegen zehn bei den Kohlemverken in Ghlin bei Mons beschäftigte Ausländer erlassen, die revolutionäre Propaganda getrieben hatten. In La Louriöre wurde der Sekretär des Verbandet der sozialistischen Garde und der Präsident dieser Garde von Banin du Contre verhaftet. Tas fünfte Linienregiment wurde von Antwerpen dorthin beordert. Politische Tagesschau. Gegen den Hoftheater Umbau in Darmstadt wendet sich ein Artikel des „Mainz. Anz.". Es wird darin u. a. ausgeführt: Mit Mühe und Not ist es gelungen, das Gleichgewicht des hessischen Budgets und zwar mittelst einer Erhöhung der Vermögenssteuer von nahezu 40 Proz. herzu stellen. Tie hessische Vermögenssteuer stellt sich nunmehr um den fast gleichen Prozentsatz höher wie die Vermögenssteuer ** Omuibusverkehr Wieseck. S)te 2. Tour früh nach Herzog Ludwig IV., der hier so ost und gern weilte, ein1 Gerichtssaal. Aus Stadt und Sand. Gießen, 14. April 1902. Arbeiterbewegung. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Den Fürsten von Isenburg und Büdingen, den in Bern^ wie wir berichtet haben, ein Schlaganfall betroffen, hoffen die ihn behandelnden Aerzte wieder Herstellen zu können. — An der Berliner Börse war am Samstag das Gerücht verbreitet, der Oberbürgermeister von Frankfurt a.M., Adickes, werde in die Direktion der Diskonto-Gesellschaft eintreten. Letztere^ erklärt dieses Gerücht jedoch für unbegründet. ko. Frankfurt a. M., 13. April. In Hermsdorf bei «Prag wurden ein gewisser Johann Eisenbiech und seine Frau, die angeblich aus Elberfeld stammt, wegen versuchten Raubes, Betruges u. s. w. verhaftet. Man glaubt in der Frau die Person festgenommen zu haben, die in Frankfurt, Kassel, München und anderen Städten sich bei besseren Herrschaften als Dienstmädchen verdingte und nach Ausführung eines Diebstahls verschwand. Das Verbrecherpaar soll ferner den seinerzeit bekannt gewordenen Raubmordversuch auf die Freiin Thekla v. Truchseß in der Kapuzinergasse in Würzburg verübt haben. die Thäter hatten ein Drahtsell über die Landstraße gezogen, wodurch B. zu Fall kam. Die Staatsanwaltschaft sucht eifrig nach den Thätern. — Morgen wird das meist von Darmstädter Meistern angefertigte sogen, hessische Zimmer verpackt verladen, um in die Ausstellung in Turin verbracht zu werden. 8. Darmstadt, 13. April. Gelegentlich des letzten Jagdausfluges besichtigte der Großherzog mit dem Prinzen Heinrich von Preußen auch eingehend das Jagdschloß Romrod, an dem bekanntlich Erweiterungen auch der Parkanlagen nach der Stadtseite zu vorgesehen sind. Der Groß- hcrzog soll beabsichtigen, seinem verstorbenen Vater, Groß- b. Mainz, 13. April. Wie wir mitteilten, sind die hiesigen Volksschullehrer bei der städtischen Verwaltung Ium eine Gehalts-Erhöhung nach der irr Darmstadt, I Worms und Offenbach geltenden Norm eingekommen. Der städtische Finanzausschuß hat diesen Antrag abgelehnt, und I öroar irn Hinblick auf die gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse, die jede weitere Belastung des städtischen Budgets unthunüch erscheinen lassen. Mainz, 12. April. Vor einigen Tagen wurde im Eisbach zwischen Heppenheim a. d. W. und Offstein die Leiche eines Mannes aufgefunden, welcher anscheinend zu den befferen Ständen zählte. Die anfängliche Annahme, es liege ein Unglücksfall oder Selbstmord vor, ist nicht zutreffend, denn gestern wurde aus der Werntz'schen Mühle ein Dienstknecht, der im vorliegenden Falle des Raubmordes stark verdächtig ist, in das hiesige Untersuchungsgefängnis abgeführt. Der Ermordete soll aus Zweibrücken und Vater einer zahlreichen Familie sein. (Nach der„W.Z." soll der Knecht einen volb- ständigen Alibibeweis erbracht haben.) Wiesbaden, 13. April. Von dem 3 Uhr 7 Min. nachm. hier fälligen Rheingauer Personenzug ist unmittelbar vor der Einfahrt in den Rheinbahnhof die Lokomotive und ein Wagen entgleist. Sonstiger Schaden entstand nicht. Das Geleise ist vorläuftg gesperrt. Preußisches Abgeordnetenhaus. 57. Sitzung vom 12. April. . Ter Gesetzentwurf bctr. die Erweiterung des Hafens in Ruhrort (es wird für dieselbe eine Staatsunterstützunu von 7 Millionen Mark gefordert) wird an die Budget Kom- imission verwiesen. Hierauf wird die Beratung über den Etat der Eisenbahn- Verwaltung fortgesetzt. Abg. Goldschmidt (frs. Vp.) erörtert die Arbeitsver^ haltnche in den staatlichen Werkstätten. Tie Arbeits-! zert sei verkürzt, infolgedessen sei der Lohn gesunken, nnd um dieselbe Zeit sei der Sparerlaß des Ministers bekannt geworden, der bei den Arbeitern große Aufregung hervorgerufen habe. Auch die Arbeiter^usschüsse leien ungenügend organisiert und keine Vertretungen der Arbeiter. UnioerMs Nachrichten. Die von der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen vollzogene Wahl des Kardinal-Fürstbischofs von Breslau, Dr. Kopp, zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ist bestätigt worden.— Der Regierungsbaumeister Obergethmann zu Berlin ist zum etatsmagrgen Professor an der technischen Hochschule zu Aachen ernannt worden. ** Gewitter. Bereits am Samstag erhellten ab und zu Blitze den Abcndhimmel, ohne daß es indessen zu stärkeren elektrischen Entladungen gekommen wäre. Und am Sonntag Vormittag strahlte die Sonne wieder am fast völlig wolkenlosen Himmel. Es war ein Frühlingstag, wie man ihn sich schöner kaum denken kann. Kein Wunder deshalb, daß alle Chausseen mit Ausflüglern dicht besetzt waren, ja selbst die Gartenrestaurants begannen sich schon zu füllen. Aber das alte Sprüchwort: „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben", bewährte sich wieder einmal. Gegen 4 Uhr nachmittags begann ein ziemlich starker Wind zu wehen; bald folgten einzelne Blitze und Donnerschläge, und allmählich fing es an zu regnen, so daß alles schleunigst in die Lokale flüchtete. Zum Glück für die unterwegs Befindlichen hörte der Regen bei uns bald wieder auf. Heftige Unwetter haben | dagegen in anderen Gegenden gewütet. Wer z. B. sich kurz vor Ausbruch des Gewitters auf der Chaussee nach Lollar , i^.b.efarld, dem wird die eigentümliche Wolkenbildung am west- ^s- lichen Himmel aufgefallen sein. Heber einem streckenweise ' hellen Horizont türmten sich dunkle Wolkenmassen auf, die allmählich sich immer dunkler färbten. Dazwischen sah man eine ganz wunderbare Strahlenbildung, die sich besonders eigenartig an den hellen Stellen über dem Horizont ausnahm, ein Zeichen, daß in jenen Gegenden größere Regenmengen niedcrgegangen sind. — In Berlin ist am gestrigen Sonntage ein sehr schweres Frühlingsgewitter Imedergegangen. Der Blitz hat, wie uns telegraphisch gemeldet wird, dort mehrmals eingeschlagen und der Regen war so stark, daß noch heute früh Straßen zum Teil unpastierbar sind infolge der Ueberschwemmungen und die Straßenbahnen nicht fahren können. Der durch das Unwetter angerichtete Schaden ist bedeutend. In der Nachbarschaft des Bahnhofs Friedrichsstraße stand das Wasser so hoch, daß niemand den Bahnhof betreten konnte. Auf dem Lehrter Bahnhof mußte der Wartesaal 4. Kl. geräumt werden, weil die Decke einzustürzen drohte. In den Schulen mußte der Unterricht ausfallen. Auf der Strecke der Potsdamer Bahn bis Schöneberg ist ein Teil der Böschung fortgeschwemmt. Ein Teil des Dammes ist fortgeschwemmt, so daß nur ein Geleis befahrbar ist. Am nördlichen Teil der Ringbahn ist ebenfalls großer Schaden angerichtet. Eine große Anzahl von Kellern steht unter Wasser. Die Eisenbahn- Bei der Besprechung der Bürgermeister hessischer Städte, ^üge konnten teilweise nicht fahrplanmäßig abfahren. K. Wallernhausen, 12. April. Der von hier gebürtige Missionar Bach, Sohn des pens. Gensdarmen Bach, der schon mehrere Jahre in China im Dienste der Mission arbeitet, ist mit einem bezopften Kollegen zum Besuch bei seinen Eltern eingetroffen. Wie wir hören, wollen die beiden! längere Zeit hier verweilen. Der Zopfträgcr mit seinen seidenen Gewändern wird überall von der Bevölkerung staunend betrachtet. Herr Bach hat hier einen interessanten, Vortrag über die Mission und die Verhältnisse in China gehalten. Wie man uns mitteilt, wäre er auch bereit, anderswo über die Verhältnisse in China zu sprechen. ‘bie am Mittwoch in Worms stattfindet, wird Gießen durch Bürgermeister Mecum und ein Mitglied der Finanzdeputation vertreten sein. Auf der Tagesordnung steht bekanntlich eine Besprechung über die Höhe der Zuschüsse des Staates zu den Kosten der Polizei und Gendarmerie. Wie verlautet, wird ferner der Antrag Preußens beim Bundesrat, betr. Aufhebung des Oktrois auf diejenigen Lebensrnittel beraten werden, die an der Grenze von Reichswegen bereits verzollt werden müssen, und wie die Städte, in denen die Verbrauchsabgabe erhoben wird, beim Fortfall dieser Einnahmequelle dafür Ersatz schaffen. ** Der Petitiousausschuh dec Zweiten Kammer tagte am Freitag und Samstag in Darmstadt unter dem Vorsitz des Abg. Zinßer. Es wurde eine Anzahl Fragen zur Erledigung, gebracht. Die Kommission sprach sich u. a. gegen das non' £, g0, Köhler-Langsdorf emgereichte Ersuchen, betr. die Abschaffung des Schächtverbots, aus. j ^^ßeu, 12. April. Schöffengericht. Vor dem I Schöffengericht stand heute u. a. ein früherer Lehrer unter dem Verdachte, sich eines Betrugs zum Nachteile eines hiesigen Geistlichen schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte, der sich dem Berufe emes Volksschullehrers gewidmet hatte, war aus feiner Heimat, Westfalen, als Vertreter eines technischen Lehrers I an das Gymnasium in Wetzlar versetzt worden. Hier mußte er möeö wegen schlechter Führung entlassen werden. Er bat den betreffenden Pfarrer um ein Darlehen, ihm vorschwindelnd, er sei Gymnaftallehrer zu Wetzlar gewesen, auf der Reise zu seiner schwer- orkrankten Dlutter begriffen und werde demnächst eine Stelle am ^ophien-Realgymnasium in Berlin antreten. Leider sei er seiner Barschaft auf ber Reise nach Gießen verlustig gegangen und deshalb tn großer Not. Da der Angeklagte auf Befragen angab, daß w HaA Mathematik studiert habe, so erfüllte der Geistliche feine Da ber Angeklagte fein außerorbentliches Versprechen, < änruckzuzahlen, nicht hielt unb Erinnerungsschreiben erfolglos blieben, bie eingeholte Auskunft aber sehr ungünstig war, so rourbc ber Angeklagte auf Antrag im August v. Js. in Berlin verhaftet, iiach brct Wochen aber wieber aus ber Haft entlassen rpeit er ben Nachweis erbringen konnte, daß er in B. in Privat- Itetlung sich befinde unb bort auch festen Wohnsitz habe. Seine Freiheit benutzte er bazu, um sich aus benx Staube zu machen. Angeblich besuchte er Hollanb, Belgien und Frankreich, bis er vor Kurzem nach Deutschland zurückkehrte unb in Soest von neuem ver- Wet würbe. Der bereits wegen Betrugs vorbestrafte Angeklagte S* a b.abe sich bamals für befugt erachtet, sich ben Charakter Ial§ Gymnasiallehrer beizulegen unb habe auch in Halle a. S mathematische Vorlesungen gehört. Obgleich bas Gericht mit Rück- sicht hierauf em freijprechcndes Erkenntnis erlaßt, so muß neuer- ömgs bie Verhaftung bes Angeklagten verfügt werben, weil er noch wegen auberer Schwindeleien verfolgt wird. — Wegen Sach- "^lsbnbfgung erhielt bes weitern ein hiesiger Lackiererlehrling, der aeltanbig pt, bie Schutzvorrichtung an ben Lindenbäumchen in ber -ielngsiraße beschädigt zu haben, eine Gelbstrafe von 20 Mark. Verden, 12. April. Ter ehemälige Sparkassenrendant Wiener aus Peristrmgeil würbe heute von ber hiesigen Strafkammer wegen verurteilt Tagungen von 23 000 » zu 3 Jahren Gefängnis von 3000 Mk. heran. Die kopfmäßige Belastung an direkten Steuern in Hessen hat heute die Höhe von ca. 10.27 Mk. gegen nur 6.05 Mk. in Preußen erreicht. Der berftorbene Oberbürgermeister von Worms hat als Finanz Minister die indirekten Bnlastuugen im Großherzogtum Hessen vornehmlich unter die Bezeichnung von Stempelabgaben aus eine Höhe von 3 Mk. pro Kops der Bevölkerung zu bringen, wodurch die indirekten Belastungen in Hessen um mehr als 100 Proz. über die entsprechenden preußischen hinauAgchen. Trotzdem, so wird weiter ausgeführt, kommt die Re-! gierung mit einer Forderung von ca. 400 000 Mk. an die | Stände heran und zwar zur Verbesserung, Verschönerung und Vergrößerung des Hoftheaters in Darmstadt. Zu diesen Ausführungen bedient sich das genannte Blatt .einer .unnützen SckKrfe, die wir im Vorstehenden auf das Sachliche beschränken. Was der „M. Anz." aber weiter vorbringt. Hat seine volle Berechtigung. Er schreibt: Tas Land hat durchaus kein Interesse daran, ob das Theater in Tarmstadt 1200 oder 1500 Plätze hat. Es läge ungleich näher, sich mit der Stadt Darmstadt in Verbindung zu setzen, und zwar nicht nur zur lieber-! nähme eines Teiles der Kosten, sondern der Gesamt- ko st en. In der That hat die Stadt Darmstadt das unmittelbarste Interesse an einem guten, schönen und großen Theater. Man verweise nicht auf die Praxis der Ver- aangenheit, welche allerdings oft genug Theater- und sonstige Hofbaukosten getragen hat. Erstens war in sicheren Zeiten die Finanzlage im Großherzogtum eine bessere; zweitens war die Stadt Darmstadt eine kleinere und ärmere Stadt als sie es heute ist; drittens endlich war in früheren Tagen das Darmstädter Hoftheater ein besonders hervorragendes Kunstinstitut. Heute aber, wo das Darmstädter Theater von dem Frankfurter und Wiesbadener Theater überholt ist, heute, wo man nicht mehr nach Darmstadt fährt, um ein besonders gutes Theater zu sehen, kann auch die seitens der hessischen Regierung angeforderte Summe nicht auf die Pflege der Kunst im Großherzogtum Hessen verbucht werden, womit auch der letzte Grund wegsällt, dem überlasteten Hessenland auch noch diese neue Last zuzuwälzen. Wir Gießener aber haben dem beizufügen, daß wir längst danach streben, einen angemessenen Theaterbau zu erhalten, und unser jetziger Finanzminister, der jetzt diese Darmstädter Theatervorlage unterzeichnet hat, hat sich, solange er Oberbürgermeister von Gießen, mit großem Eifer dieser Sache gewidmet. Leider ist das Nämliche von seinem Nachfolger im Gießener Bürgermeister- amt nicht zu sagen! Mit mehr Recht aber als die Darmstadter könnten wir Gießener vom Landtage eine Summe >^um Bau eines Theaters uns erbitten, das zur Förderung der Frequenz unserer Universität von wesentlichem Nutzen wäre. Wir Gießener brauchen zu unserem Theaterbau die Hilfe des Lcurdes weit mehr als die Darmstädter Bei uns in Gießen versammelt sich, die gesamte künftige Beamtenhirarchie, die gesamte Heranwachsende Intelligenz । des Landes. Wirhaben ein Theater nötiger als Darmstadt!! ■ _b- Mainz, 33. April. In dem hiesigen Zunmergewerbe droht cme L o h nbe ro e g u n g auszubrechen. Die Gesellen wollen bie rege Bauthatigkesi hier benutzen, um eine Lohnerhöhung burcknu- Jenen. Sie habe» de» Dieistern bereits durch Zirkulare ü re tforberungen unterbreitet Eine Rückantwort ist nicht erfolgt J Kunst und Wissenschaft .. ^heu, 13. April. Die archaeologische Kommission beschloß r-C M_I^rLerstellung bes Erechtheion, von bemnoch sämtliche Stucke vorhanben ftnb. Minister v. Thie len erwidert, der Sparerlaß sei nötig gewesen zu einer Zeit, wo der Rückgang der Arbeitsgelegenheit vorauszusehen gewesen sei. Ohne Nachtdienst und Nachtarbeit gehe es im Eisenbahnbetriebe nicht. — Ak>g. Mischke (nl.) bringt Wünsche für bessere Eisenbahnverbindungen im Oberlahnkreise vor. — Abg v- Savigny (Ztr.) erörtert die Mängel des Signalwesens im Hinblick auf das Altenbekener Ungli'tck. Was die Arbeiterverhältnisse anlange, so müsse anerkannt werden, daß von den Arbeitern keine Unterwürfigkeit verlangt werde. Die Lohnreduktionen feien zu beklagen, aber die Arbeiter müßten sich tn Zeiten wirtschaftlichen Niederganges mit ihren Be- russgenofsen, die im freien Verkehr beschäftigt seien, trösten, ™ • u«^r ?cm "ohnruckgang noch schwerer zu leiden hätten. | Bei Bahnbauten und anderen größeren Bahnarbeiten bitte er die Mreszeit so zu wählen, daß sie nicht mit den landwirtschaftlichen Arbeiten zusammenfallen. — Ma. Horn (nl.) beklagt sich über die schäblonenmäßige Heranziehung der Kreise und Gemeinden zu den Bahnbaulasten zc Wg. v. Nickisch-Rosenegk (kons.) tritt für eine Ermäßigung der Tarifsätze ein, die beim Uebergange von Gütern von den Klein- und Nebenbahnen auf die Hauptbahnen erhoben werden. — Alle Einnahme titel werden bewilligt. I am kommenden halb Offerten in Lotterielosen macht, aber nach Einsendung des Geldes^Nichts mehr von sich hören läßt. Anscheinend «Ä«" Staate. DM fommt " OmuibuSverkehr Wieseck. «. ivur iurg nurg yerzog enonng iv., oer Hier ,o ok ihM HöchMtz?^c° Äftifcfe fällt b-r-Ä. van h-nte ab aus; dagegen Denkmal errichten zu lassen. - Hier scheint sich eine hinausgeht. Dabei ziehen die hessischen Stsuergesetze aM bCm Schönberger- S ch w > n dlerftrma etabliert zu haben, welche nach außer- die kleinen und kleinsten Einkommert und zwar von 500 ,^?cnb günstiger Witterung am kommenden halb Offerten m Lotterielosen macht, aber nach Einsendung Mark ab, sowie auch die kleinen und kleinsten Vermögen Sonn ag zu eröffnen. . , des Geldes Nichts mehr von sich hören läßt. Anscheinend ' 9AAA cmw ' " - Bezirrsversammluug des Kriegervereinsbezirks Gießen, heißt die Firma Bischof. — Arn Abend des 5. Aprll Gestem Nachmittag fand im Lenz'schen Felsenkeller unter dem zwischen 11 und 12 Uhr, wurde auf der Landstraße zwischen f Vorsitze des Präsidenten Bruch Häuser die Bezirkskrieger- Hüttenfeld und Viernheim an dem Milchhändler Phil. Bub . Versammlung statt. Nachdem Herr Bruchhäuser ein Hurrah von Mannheim von drei oder vier unbekannten Personen . auf Kaffer und Großherzog ausgebracht geht er auf den ein Raub anfall begangen und demselben 38 bis 40 - Jahresbericht des Hassia-Verbandes em. Im verflossenen Mark, darunter ein Zwanzig-Markstück, abqenommen; ' Veremsjahre wurden im Kriegervereinsbezirk Gießen von dem ‘~ - I Kaiser an zwei Vereine und zwar Burkhardsfelden und I Großen-Buseck Fahnenschleifen mit Nagel verliehen. Auch I zwei Ehrentafeln wurden vom Präsidium für 25jährige Vereinsangehörigkeit bezw. 25jähriges Bestehen ausgeteilt, die I eine an den Kriegerverein Burkhardsfelden, die andere an den Rechner Schmidt des Kriegervereins Lollar, der 25 Jahre dieses Ehrenamt unentgeltlich versah. Im Be- Irichtsjahre sind der H^ssia neu 25 Vereine mit rund 725 I Mitgliedern beigetreten. Unter diesen Vereinen wird besonders der Verein zu London begrüßt. Jnsgesammt. umfaßt I die Hassia 811 Vereine mit 53 637 Mitgliedern. Bei der! I vorjährigen Hassia-Lotterie kam der Hauptgewinn von 500 «Mark in den Gießener Bezirk, nach Allendors a. d. Lumda. Für dieses Jahr ist keine Lotterie geplant. Der Jahrbuchbezug hat sich im Bezirk auf etwa 100 vermehrt. Die ^Pa- !role" wurde in 959 Exemplareü von den Verbandsvereinen gehalten. Vom 1. Januar 1903 ab ist für den Hassia-Ver- banb die Gründung eines eigenen Vereinsblattes geplant. Am 1. Juni wird in Grünberg der Delegiertentag der Hassia abgehalten. Als Delegierter des Bezirks Gießen wird Vor-! sitzender Bruchhäuser, als sein Stellvertreter Bürgermeister Leun Großen-Linden gewählt. Zur Besprechung gelangen nun die Anträge für den Delegiertcntag zu Grünberg. Heber den Antrag des Präsidiums betreffend die Gründung eines eigenen Verbandsorgans" entspinnt sich eine ziemlich lebhafte Debatte. Kamerad Petri beantragt, daß der Delegierte Gießens gegen die Gründung stimmen solle, während Ehrenpräsident Meyer sich für die Gründung ausspricht. Nach längerer Diskussion bittet Herr Bruchhäuser, ihm freie Hand bezüglich der Abstimmung zu lassen, was durch Abstimmung auch beschlossen wird. Der Vorsitzende ersucht hiermit die Kameraden Oberheffens, sich am Delegiertentag zu Grünberg lebhaft zu beteiligen. Um das nächste Bezirkskriegerfest haben sich folgende sechs Vereine beworben, die damit noch eine Vereinsfeier verbinden wollen; Großen-Linden (Fahnenweihe), Garbenteich(25jähriges Bestehen), Mainzlar (25 jähriges Bestehen), Oppenrod (Fahnenweihe), Wieseck (30. Stiftungsfest und 25jähriges Fahnenjubiläum). Der Vorsitzende schlägt vor, daß die sechs Vereine losen. Das Loos trifft den Kriegerverein Wi eseck, wo also im Jahre! 1903 das Bezirksfest stattfindet. Nach geschäftlichen Mitteilungen wird die Bezirksoersammlung mit einem Hoch auf die Hassia geschlossen. Vermischtes. • Russische Sternbergs. In Kronstadt ist eine Reihe von verbrecherischen Vorgängen passiert. Eine freundliche „Dame" beschäftigte sich seit geraumer Zeit damit, Mädchen von 12 bis 14 Jahren an sich zu ziehen unter der Vorspiegelung mütterlicher Herzlichkeit; da sie selbst keine Kinder besitzt, übertrug sie ihre ganze Liebe und Zärtlichkeit auf fremde. Diese Liebe und Zärtlichkeit teilte mit ihr eine ganze Reihe älterer Herren, soweit vorläufig festgestellt, 20 an der Zahl. Tie Prokuratur hat sofort das Haupt jener liederlichen Gesellschaft hinter Schloß und Riegel gesetzt. Allen droht eine strenge Bestrafung. Unter den Opfern der Verderbtheit befinden sich viele Kinder ärmster Leute, die durch das schamlose Treiben der „Onkel" krank geworden sind und sofort in den Hospitälern untergebracht werden mußten. Die Empörung unter den Bewohnern von Kronstadt ist allgemein. Sofort hat sich eine Gesellschaft zum Schutze minderjähriger Mädchen gebildet, die bereits auf Abwege geraten sind. Es soll ein Asyl gegründet werden, das jenen Unglücklichen die Möglichkeit bietet, durch ehrliche Arbeit ihr Brot zu erwerben. * Eine Aufsehen erregende Heirats-Geschichte wird aus Newyork berichtet: Der amerikanische Maler George E. Cook, ein 35 Jahre alter Mann, hat die 70 Jahre alte Millionärin Nvye „entführt" und sich in Brooklyn mit ihr trauen lassen. Die Verwandten der alten Dame — Cook ist dritter Gemahl — wollen den Maler „wegen Entführung" verhaften lassen. Einem Berichterstatter gegenüber erklärte Cook: „Es ist wahr, daß meine Frau 70 Jahre alt ist und ich nur 35. So lange wir aber einander lieben (!), macht der Altersunterschied nichts «aus. Man sollte nicht glauben, daß eine Frau fliehen müßte, um den Mann ihrer Wahl zu heiraten. Dies war aber bei uns der Fall. Meine Stellung in der Gesellschaft ist so gut wie die meiner Frau. Unsere Familien gehören zu den ältesten im Lande. Ich wurde am Hof in London vorgestellt und bin an der Riviera ebenso bekannt wie in Rom, München und Berlin. Meine Frau und ich sind für einander geschaffen. Wir haben gleiche Lebensanschauungen." Na also! Erinnerung au Wilhelm Busch. Landwirt L. L in St. schreibt dem „Hann.Kour.": Lor mir liegt eine Karte von Wilhelm Busch, die in mir angenehme Erinnerungen an fröhliche und längst entschwundene Tage erweckt. Es war an einem schönen Maitage des Wahres 1884, als wir — eine Schar Göttinger Studenten, von denen einer, ein früherer Jlfelder Klosterschüler, mit einer großen Trompete bewaffnet war, der er wundervolle Töne zu entlocken Dci-ftanb — zu der alten Ruine Hardenberg hinaufstiegen. Das 'Bier da oben war famos. Als die „Fidelitas" ihren Höhepunkt erreicht hatte, rourbc eine Dierkarte fabriziert und Wilhelm Busch in Wiedensahl (vor zwei Jahren bat Busch seinen Wohnsitz nach Mechtshausen verlegt) übersandt. Diese Karte hatte etwa folgenden Wortlaut: Da uns sehr oft Max und Moritz gemacht vergnügt und froh, Und wir gerade aus dem Haroen- berge sehr vergnüglich warden, Dachten wir so hin und her, Daß es wohl das Beste wär', Wenn wir Sie, Herr Wilhelm Busch, Ehrten durch 'nen großen Tusch! Alsdann wir unsere Gläser nahmen, Und Ihnen einen Halben kamen — Löffeln ex!------- lZwei Tage später traf Busch's Antwortkarte ein, die mir gerade heute wieder in die Hände fällt, und auf der folgendes zu Gerad' vernahm ich von dem Hardenberg den Hörnertusch der Barden, Den man mir zu Ehren blus; Und ich öffne die Ventile Meines Hornes mit Gefühle Und erwidre diesen Gruß! — Bin auf jenem alten Nest Auch schon oft fidel gewest. Wiedensahl, den 6. Mai 1884. Wilh. Busch. Sport. 8. Darmstadt, 13. April. Vom herrlichsten Frühlingswetter begünstigt, fanden heute auf dem Weiterstädter Exerzierplatz die Frühjahrsrennen des Hessischen Reitervererns statt, denen auch der G r o ß h e r z o g, die Gräsll Erbach-Schön- berg'schen Herrschaften, der preußische unb der russische Gesandte 23, Audienz empfangen. Brüssel, 14. April. In den Straßen in der Nahe des Volkshauses kam es gestern spät abends zu Zusammenstößen mit der Polizei, wobei 5 Personen verwundet wurden^ darunter eine tötlick> 16 Verhaftungen wurden borgen nommen. Brüssel, 14. April. Die Sozialistenführer erlleßen ein Manifest, in dem die Arbeiter zur Ruhe ermahnt werden. Trotzdem wird an eure blutige Lösung des Konflikts geglaubt und öffentlich gesagt, man werde an der Gendarmerie Rache nehmen, die Gäslaternen zertrümmern und im Schutze der Dunkelheit gegen die Gendarmen und Polizisten vorgchen. Cuenza, 14. April. Heute früh stürzte unmittelbar nach den: Gottesdienst der Turm der Kathedrale ein. Drei Häuser in deren unmittelbaren 9tähe wurden zerstört und mehrere Personen aus den Trümmern noch lebend hervorgezogen. Offenbar besindet sich in den Ruinen auch eine Anzahl von Toten. real", Reiter Lt. v. Urff. 8. Lt. d. Res., Dr. Bopp's „Konraddin", Reüer Lt. v. Styrum. Tie Rennen verliefen unter Leitung des Oberstleutnants v. Werder flott und ohne nennenswerten Unfall. Ein Sturz hatte keine nachteiligen Folgen. — Tie Preisverteilung nahm der Groß- Herzog selbst vor. 1. Oberlt. v. Schmelzing's, a. Wernsteins, Drag.-Regt. „Wodan", Reiter Oberlt. v. Sybow. 2. Lt. Graf v. Limburg-Styrums, Drag.-Regt. 24, „Highlond- Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Verlauf: . L „ 1. Eroffnungsjagdrennen: 3000 Mir. Ehrenpreis bes Großherzogs bem ersten. 1. Oberleutnant v. Schmelzing v. Wernsteins Drag.-Regt. Nr. 23 a. F. W. „Earamboll" 2. Oberleutnant Zechi, Jnf.-Regt. Nr. 81, „Westwind". 3. Oberleutnant und Adjutant der 21. Kav.-Brig., Frhr. von Reitzensteins „Courmacher". 2. Hunter-Jagdrennen: 2500 Mtn 1. Lt. b. Res. des Train-Bat. 18 Riese's „Csikos", Retter Lt. Steuden. 2. Oberlt. Frhr. v. Bellersheims, Drag.-Regll 24, „Ereepmg rose". 3. Lt. d. Res., Drag.-Regt. 24, Dr. Bopp's „Maskenball", Retter Lt. Graf Styrum. 3. Weiter st ädter Jagdrennen: 2500 Mr. 1. Lt. v. Golderns, Drag.-Regt. 24, „Rhea". 2. Lt. Nolte's, Ul.-Reg. 6, .Hexe". 3. Lt. v. Sndow's, Drag.°Reg. 24, „Sensation". 4. Pallaswiesenjagdrennen: 3000 Mtr. mit ihren Familien bewohnten. Die Rennen nahmen folgenden sBukcrrest VEr e5 noch gelungen, seine F-reriannng zu cnurrtBL ~ - - London, .13. April. Chamberlain erschien heute auf dem Kolonialamte, was er sett den ersten Tagen des Krieges Sonntags nicht mehr gethan hat. Wie der Hof- berittst meldet, wurde Chamberlain heute vom König in. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 15. April, abends 7 Uhr: „Louise." Schauspielhaus. Dienstag den 15. April, abends 7 Uhr: „Hüttenbesitzer." Handel und Verkehr. Uolkswütschast. Märkte. ko. Frankfurt a. M., 14. April. (Telegr. Oria.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heuttgen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen 436 Ochsen, darunter 81 au§ Oesterreich 46 Bullen, darunter 7 aus Oesterreich, 789 Kühe, Fersen, Sttereund Rinder, lKuh aus Oesterreich, 325Kälber, 246 Schafe und Hümmel, 1306 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 00 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht; Ochsen 1. Qualität 64—66 Mk., 2. Qual. 57—60 ML., 3. Quall 52—54 All.; Bullen 1. Quall 54 bis 56 Mk., 2. Quoll 50—52 All.; Kühe 1. Quoll 58—60 Mk., 2. Quoll 55—57 Mk., 3. Quoll 43—45 Mk, 4. Quoll 32—34 Mll, 5. Quoll 30—31 Mk. Kälber: 1. Qualität80—82 Pfg., Lebendgewicht 48—50 Pf., 2. Qual. 73—76 Pfg., Lebendgewicht 44—47 Pfg., • Schlachtgewicht 65—68 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 63—64 Pfg., 2. Qual. 59—60 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 65 Pfg., Lebendgewicht 51—00 Pfg., 2. Qual. 64 Pfg., Lebendgewicht 50 Pfg., 3. Qual. 56 bis 58 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh schleppend, bei Kleinvieh gut. Markt: geräumt Ueoerstand unbedeutend. ko. Frankfurt a. M., 14. April. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Notterungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 17.25—17.50, Kurhessischer Alk. 17.50—00.00, La Plata Mk. 17.00—17.75, Kansas Mk. 17.00—17.75, Roggen (hiesiger) SDlt 14.25—14^0, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16.25, Hofer Mll 16.50—17.00, Mais Mk. 12.50 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mll 24^0—25.00, 2. Qualität Mll 22^0 bis Mk. 23.00, 3. Qualität Mk. 20.50—21.00, Roggenmehl 0 Mk. 22.50—23.00, 1. Qualität Alk. 21.25—21.50, Weizenkleie Mll 8.75 bis Mll 9.00, Roggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskeime All. 9.50 bis Mll 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Mainz, 14. April. Gestern abend fuhren drei Ruderer vom Gartenfelder Rutzer-Verein mit einem Ruderboot auf den Rhein. Bei der Landungsstelle der holländischen Boote wurde das Boot durch den Sturm umgeworfen. Ein Ruderer wurde gerettet, die beiden andern zwei jungen Leute von 20 Jahren sind ertrunken und bisher ihre Leichen nicht aufgefunden. Bonn a. Rh., 14. April. Gestern nachmittag kippte auf dem Rhein ein Boot mit zwei Insassen um. Beide erttankeu. Die Leichen sind noch nicht geläudet. London, 14. April. „Daily Mail" berichtet aus Bukarest : Der Kapitän des englischen Dampfers! „Nuriel" sei von den russischen Behörden in Konstanza verhaftet worden. Dem englischen Vertreter in Aprll Barometer auf 0° reduziert Temveratur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung '■C c s Wetter 12. 2“ 744,0 15,0 9,7 76 8E. Bed. Himmel 12. 9’5 743,6 10,1 8,6 94 N. Sternh. „ 13. 735 744,2 6,4 7,0 98 N. Bed. Himmel 13. 216 743,0 18,0 9,2 60 8. Sonnenschein 13. 925 744,9 12,3 8,6 82 NW. Bed. Himmel 14. 7*5 746,2 11,2 9,3 94 N. U ■ Höchste Temperatur am fttiedrigste „ „ 11. bis 12. Aprll 15,6» C. 11. _ 12. „ 8,0° 0. Höchste .7 12. , 13. h 23,8 0. Niedrigste V 12. , 13. V 5,4 C. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. JBL. 14. April 1902. 871% Reiohsanleihe . . 101.80 8% do. ... 92.40 3Vt% Konsole .... 101.80 3®/o do. .... 92.30 8Vg% Hessen .... 100.00 3% Hessen .... —.— 4% Oestorr. Goldrotne . . 102.70 4*/3% Oesterr. Silberrento 101.45 4% Ungar. Goldrente . . 101 JO 4% Italien. Rente . , . 100.90 4x’,i% Portugiesen . . . 43.45 8°/ Portugiesen. .... 28.45 8% Mexikaner .... 2645 4Va7o Chinesen . . . 90.10 Electric, tiohuckert . . . 111.00 Nordd. Lloyd .... —.— Kreditaktien , . . . . 212.80 Diskonto-Kommandit, . . 189.90 Darmstädter Bank . . . 137.00 Dresdener Bank .... 139.00 Berliner Handelsges, . . 154.00 Oesterr. Staatsbahn . . . 142.80 Lombarden , , e . . 17.60 Gotthardbahn .... 167.50 Laurahütte ..... 203.90 Bochum ...... 198.50 Harpener ..... 168.50 1% C. Türken .... —.— Türkenlose 111.40 4% Griech. Monopol.-Anl. 44.00 4*/,% äussere Argentiner —.— Tendenz: fest Mundwasser der Welt! Seidenstoffe i-Ä von Elten & Keussen, iauöluna Krefeld. Gikßmkl (Omnibus - (Otfrllfdmfl E. G. m. b. H. Dienstag den 22. April a. c., abends 81/, Uhr pünktlich, im Caf^ Bavaria: AHerordevtlilhe kenerckersstMlNg. Tagesordnung: 1. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 2. Wahl eines Aufsichtsratsmitgliedes. 3. Auflösung der Genossenschaft. Da nach § 20 des Statuts mindestens aL sämtlicher Genossen einem Beschlüsse auf Auflösung zugestimmt haben müßen, ersuchen tnrir unsere Mitglieder um allseittges Erscheinen. 3007 Gießen, den 12. April 1902. Der Vorstand: E- Hanau. F. Helfrich. Jean Kirch. Urrülietnüaen In meinem Hause ist eine schöne Mansarden-Wohnung an ruhige Leute zum 15. Alai zu vermieten. 01647 Grünbergerstraßc 48, III 2993] Das seither von Herrn .Tapezierer Nennsttel bew. Logis nebst Lagerraum und Werkstatt ist per 1. Juli zu vermieten. Leopold Schlatter. 3-Zimmer-Wohn. mit all. Zub. im müll. Swck per 1. 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Steller, Giessen, den 13. April 1902. Die Beerdigung findet Dienstag den 15. d. Mts., nachmittags 1% Uhr, vom Sterbehause, Dammstrasse 31, aus statt. 2991 heute morgen Bekannten mit 6 Uhr im 45. Lebensjahre nach kurzem, aber schweren Leiden zu sich zu rufen, was wir Verwandten, Freunden und der Bitte um stille Teilnahme anzeigen. Gott und Tante Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Willi. Kinkel. Ulna Kinkel. Emil Kinkel. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe, gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Bertha Kohlermann geb. Kolb nach kurzem Leiden durch einen sanften Tod zu sich zu rufen. Die tief trauernden Hinterbliebenen. Giessen, Frankfurt a. M., 12. April 1902. 3001 • Itie Beerdigung findet in Frankfurt a. M. statt. Die Ueberföhrung der Leiche zur Bahn erfolgt Dienstag den 15. April, vormittags 8 Uhr, vom Sterbehause, Stephanstrasse 15. Alle Sorten r^artoficüiiaagn.bonuni verkauft vV Ehr. Wagenbach, Wetzsteinstt38. ein Sportwagen zu verkaufen. 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