Nr. 38 Erscheint täglich außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeig« werden im Wechsel mit dem Kesstschen Landwirt die Siebener Lamllien- bUtter viermal in der Woche beigelegt. RotaNonSdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwerl.-Buch'U.Stein- druckeret (Pietsch Erbens Sredaktion, Erpedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Kdresse für Depeschen: Anzeiger Kietzen. ArrvsprkchanschlußNr.bl. Erstes Blatt 152. Jahrgang Freitag 14. Februar 1902 GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen monai: diePost Dlk.2.—meNel- jährl. aueschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür bic Tagesnummer bis vormittag- 10 Uhr. jcücnprcid: lokalILPs^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den poht. u. allgem. Steil: P. Wittko; sür .Stadt und Land* und .Gerichtssaal*: R.Ditt» mann; für den Anzeigenteil: Han- Beck. jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich Kr> Ps.; durch BezngSpreisr !uch7bPs.,viettel- t) Wir. 2.20; durch KeKanntmachung. Betreffend: Auszahlung der Entschädigungsbeträge durch die Post an Rentenempfänger der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenosfenschast für das Großherzogtum Hessen. Die Centralpostbehörden haben sich bereit erklärt, die Auszahlung von fortlaufenden Unfallrenten an Empfänger, die in einem Landbcstellbczirk wohnen, ohne Erhebung eines Bestellgeldes durch die Landbriefträger in allen den Fällen bewirken zu lassen, in welchen die Empfänger durch eine Bescheinigung der Großh. Bürgermeisterei nachweisen, daß sic wegen ihres körperlichen Zustandes, insbesondere wegen Alters, Krankheit oder anderer Gebrechen, — ausnahmsweise auch in besonders gearteten Fällen, z. B. bei Wartung und Pflege dritter Personen — zur Abhebung der Rentenbeträge bei der Postanstalt unfähig sind, und die Beträge auch durch Familienangehörige nicht abheben lassen können. Ein entsprechender Antrag hat unter Beifügung der verlangten Bescheinigung schriftlich oder mündlich bei der zuständigen Postanstalt zu erfolgen. Der Genossenschaftsvorstand wird in solchen Fällen in Zukunst im allgemeinen auch auf die Beglaubigung der Unterschrift verzichten. Die Auszahlung der einmaligen Geldbeträge für in Lan d- bestellbezirken wohnende Empfänger geschieht in allen Fällen gleichfalls ohne Erhebung von Bestellgebühren. Auch hier wird im Interesse einer möglichsten Erleichterung der Auszahlung auf Beglaubigung der Unterschrift verzichtet werden. Darmstadt, 31. Januar 1902. Der Vorstand der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für das Großh. Hessen. Rach, Regierungsrat. Aeutschtand, Amerika und England. Die deutsche Prinzenreise nach Washington wird be-' kanntlich vom einsamen Albion, das sich jetzt mit dem ostasiatischen Jnselreiche angefreundet hat, um wenigstens einen auf seiner Seite zu haben, mit mißtrauischen Augen betrachtet. Es ist besorgt, die linde Zuneigung Amerikas, die in letzter Zeit von Tage zu Tage immer mehr erkaltet ist, ganz einzubüßen, und hat daher versucht, die mögliche politische Wirkung der deutsch-ameri- lanischen Höslichteitsbezeugungen durch eine der üblichen diplomatischen Bosheiten im voraus zu neutralisieren. Tas englische Ministerium bestellte sich eines Tages von einem Abgeordneten die Anfrage, ob es wahr sei, daß vor Ausbruch des spanisch-amerikanischen Krieges im Zahre 1898 England eine geplante Intervention der europäischen Mächte, insbesondere Deutschlands, verhindert habe. Und der Minister beeilte sich seinerseits, diese bestellte Anfrage dahin zu beantworten, daß das Gerücht auf Wahrheit beruhe. So spielte sich England als Freund Amerikas auf, während Deutschland an der Spitze einer gegen Amerika gerichteten Intervention erschien. Ter deutschen Regierung ist diese „Enthüllung" gerade jetzt natürlich sehr unangenehm, wo der Bruder Wilhelms II. nach den Vereinigten Staaten reisen soll. Nun ist man aber glücklicherweise in Berlin in der Lage den Spieß umkehren zu können, da gerade ein Jnterven- tionsversuch Englands au dem Widerspruch der anderen Mächte gescheitert ist! Tie „Nordd. Ällg. Ztg." erklärte bereits, wie wir mitteilten, daß am 14. April 1898 — also einen Tag bevor der amerikanische Kongreß den Krieg beschloß, die Vertreter sämtlicher europäischer Großmächte in Washington nach Verabredung gleichzeitig und gleichartig an ihre Regierungen berichtet Hütten, von feiten des englischen Botschafters Lord Pauncefote sei eine Kollektivnote an die Regierung der Vereinigten Staaten über die Unrechtmäßigkeit der damaligen Intervention in Kuba vorgeschlagen worden. Man erklärt mithin von Deutschland, die Rolle, die Teutschland und England damals gespielt habe, sei von dem englischen Minister wahrheitswidrig angegeben worden; das Gegenteil von dem ist richtig, was von England behauptet wurde. Am Dienstag aber beharrte der Unterstaatssekretär Cranborne im englischen Unterhause bei seiner Darstellung, indem er die Stirn hatte zu erklären, die englische Regierung habe niemals durch einen Botschafter oder auf andere Weise irgendwelche Erklärung vorgeschlagen, welche sich gegen eine Aktion der Vereinigten Staaten in Kuba richtete. Die Regierung habe im Gegenteil es abgelehnt, irgend einem dahingehenden Vorschläge zuzustimmen. Tie letzte Erklärung Cranbornes veranlaßte nun die deutsche Regierung, zu einer neuen offiziellen Erklärung. Am Mittwoch fanden zwischen dem Kaiser, dem Grafen Bülow und dem englischen Botschafter in Berlin Besprechungen statt. Wilhelm II. besuchte den Botschafter und hatte eine längere Unterredung mit ihm, während der englische Botschafter zu einer kurzen Aussprack)e beim Grafen Bülow erschien- Am Mittwochnachmittag veröffentlichte der „Reichs- Anzeiger", um die „Frage, soweit Deutschland davon berührt wird, endgiltig auf zu klären", das folgende Telegramm, das am 15. April 1898 der deutsche Botschafter in Washington, Holleben, an den damaligen Staatssekretär Bülow gerichtet hat: „Der englische Botschafter ergriff sehr auffälligerweife heute die Initiative zu einem neuen Kollektivschritt der hiesigen Vertreter der Großmächte. Wir vermuten, daß die Königin-Regentin in diesem Sinne bei der Königin von England vorstellig geworden ist. Die sechs Vertreter telegraphieren an ihre Regierunyen auf Wunsch des englischen Botschafters in folgendem Sinne: „„Man kann angesichts der Haltung des Kongresses keine Hoffnung mehr auf Frieden hegen, und die allgemeine Meinung geht dahin, daß auch die Mächte nichts gegen den Krieg einzuwenden hätten. Eine gute Basis für neue Verhandlungen schien die Note des spanischen Gesandten vom 10. d. M. zu bieten. Wenn diese Ansicht von den Regierungen geteilt wird, so erscheint es angezeigt, hier den Irrtum zu zerstreuen, als finde die bewaffnete Intervention in Kuba die Unterstützung der zivilisierten Welt (der Präsident hatte in seiner Dezemberbotschaft gesagt, daß er nur in diesem Falle Intervention wolle-. Die hiesigen Vertreter glauben unter diesen Umständen, daß die Großmächte die Aufmerksamkeit der hiesigen Regierung auf die spanische Note vom 10. d. M. lenken unb erklären könnten, daß die bewaffnete Intervention ihnen nicht gerechtfertigt erscheine. Diese Erklärung könnte die Form einer von den Mächten an die Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika gerichteetn Kollektivnote annehmen. Eine solche würde größeren Eindruck machen, und die hiesigen Vertreter würden bann nicht dem Anschein ausgesetzt sein, als wollten sie lediglich chren ersten Schritt wiederholen, den der Präsident in seiner neuesten Botschaft nicht einmal der Erwähnung gewürdigt, hat. Falls eine identische Note beschlossen werden sollte, würde es sich empfehlen, dieselbe sofort zu veröffentlichen, damit die zivilisierte Welt, deren Autorität man anruft, von dem Vorwurf entlastet werde, als billige sie diesen Angriff."" Ich persönlich stehe einer solchen Kundgebung ziemlich kühl gegenüber. Holleben." Bülow. Randbemerkung des Kaisers zu dem Schlußsatz des Botschafters: „Ich halte sie für gänzlich verfehlt, zwecklos und daher schädlich .... Ich bin gegen diesen Schritt!" Man erkennt, daß damit die Angelegenheit tatsächlich endgiltig aufgeklärt ist, und die Randbemerkung des Kaisers beweist, daß Wilhelm II. von jener Intervention, die unmittelbar vor Ausbruch des Krieges erfolgte, nichts wissen wollte. Man ist schon längst daran gewöhnt, daß die gegenwärtige Diplomatie Englands dumm und plump lügt. Die Lüge ift freilich das Instrument der Diplomatie, nur pflegt sie sonst nicht so grenzenlos täppisch zu verfahren. Der Pfeil muß also auf den Msender zurückprallen. Zur Aufhellung trägt auch eine Erklärung aus Washington bei, wonach man in amerika nschen Kreisen das „Gefühl" habe, „daß die Thätigkeit des englischen Botschafters Pann- cefote im Sinne einer Intervention vor Ausbruch des spanisch-amerikanischen Krieges im allgemeinen mißverstanden worden ist. Es ist bekannt, daß der österreichisch-- ungarische Botschafter Hengclmüller in seinen Bemühungen zu Gunsten Spaniens unermüdlich war. Die Be- thätigung der Bande des Blutes zwischen den regierenden Hausern Oesterreichs und Spaniens hat dieses Verhalten zur Genüge entschuldigt. Im Verlause dieser Bemühungen hatte sich Hengelmüller, nachdem er am 7. April 1898 die Vertreter der Mächte und den Präsidenten Mc Zdinley besucht hatte, in dem Bestreben, den Krieg zu verhindern, an Pauncefote als den Doyen des diplomatischen Korps gewandt und sich bemüht, ihn zu überreden, zu versuchen, welche Maßnahmen etwa noch im ^innc einer wirksameren Vorstellung bei den Vereinigten Staaten getroffen werden könnten, um den Krieg als unerwünscht hinzustellen. Pauncefote war der Uoberzcugung, daß kein solcher Vorschlag etwas ausrichten würde, gab aber so weit nach, daß er Hengelrnüllers Vorschlag den anderen Vertretern der Machte unterbreitete." Danach ist jene vom „Reichsanzeiger" veröffentlichte Note kein Vorschlag des englischen Botschafters gewesen, sondern er hat den Vorschlag Oesterreichs nur als Aeltester dem Kollegium übermittelt. Der Artikel des „Reichsanz." erregt in Amerika große Sensation, indessen begnügen sich die Blätter mit dem Abdruck desselben, sowie der englischen Preßstimmen. Rur das Newporter „Journal" erklärt, daß Deutschland Englands Doppelzüngigkeit klar dargethan habe. Washingtoner Berichte sagen, man erwarte dort Aufklärung seitens Englands. Die „Sun" veröffentlicht eine Washingtoner Privatdepesche, die besagt, daß die Regierungskreise sehr erfreut darüber seien, daß die Korrespondenz die Freundschaft Deutschlands in kritischer Zeit betätigte. Indessen ist man geneigt, Paunccfotes Vorgehen lediglich als Erfüllung der ihm als Doyen des diplomatischen KorpS obliegenden Pflichten anzusehen, da Oesterreich den betreffenden weiteren Jnterventionsvorschlag vorlegte. Politische Tagesschau. Graf Mirbach und die „Deutsche Tagesztg." Die Grenzlinien zwischen den Konservativen und dem Bund der Landwirthe in der Zolltariffrage werden von den maßgebenden Preßorganen und den Führern der konservativen Partei immer schärfer gezogen. Aus den Ausführungen des Grafen Mirbach in der Sitzung der (Steuer- und Wirtschaftßreformer ist der Passus bemerkenswert, in dem er Verwahrung dagegen einlegte, daß Abgeordnete auf bestimmte Zollsätze verpflichtet werden sollten. Der Bund der Landwirte hat bekanntlich mehrfach bei den letzten Nachwahlen seine Unterstützung von einer derartigen Verpflichtung abhängig gemacht. „Von einem „imperativen" Mandat", so erklärte Graf Mirbach, „in Sachen der Zolltarifvorlage kann für einen gewissenhaften Abgeordneten gar keine Rede sein angesichts der Fülle des Materials, angesichts der notwendigen Prüfung, der Pflicht zur Erreichung des Möglichen." Hierzu bemerkt die „Deutsche Tagesztg.": Die Vertreter des Bundes der Landwirte im Reichstag wissen ganz genau, was ste zu thun haben und welche VerVitwortung sie tragen. Sie werden besonnen und ruhig Verständiaungsoorschläge prüfen; selbst solche zu machen, sind sie nickt in der Lage. Sie werden mit Ruhe den auf sie selbst entfallenden Teil der Verantwortung tragen, lehnen aber unbedingt ab, für Andere die Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich ist, wie wir mehrfach hervorgehoben haben, eine Verständigung schlechthin unmöglich, FenÜleton. Das Fastnachtsheft des Kunstwarts (Verlag Georg D. W. Callwey in München). Wir oenkeu, es braucht um fein „Fortkommen" schwerlich besorgt zu fein, denn die allerersten deutschen Zeichner-Humoristen helfen ihm dabei: Wilhelm Busch, Adolph Oberländer, Franz Stuck, Tl). Th. Heine, Thöny, Wilke, Hagen, Brandt. — Das Heft bringt mit etwa dreißig Bildern zu köstlichen Texten, eine Blüten lese des allerbesten aus dem besten Bilderhumore der Gegenwart. Und zu den Zeichnern haben sich die Sck)riftsteller gesellt, auch was sie an lustigen Sachen spenden, bedeutet so etwas wie eine kleine Anthologie bester litterarischer Satire. Eine Ueberrnschung besonderer Art aber giebt der Leitaufsatz, er teilt mit, daß unter dem Titel „Bunte Bühne, fröhliche Tonkunst, her- ausgegeben vom Kimstwart" ein Seitenunternehmen zu den „Meisterbildern" auf musikalischem Gebiete nun au erscheinen beginnt. Noten zur Probe werden gleich mit- gegeben. Freunde des Humors, die nicht Kunstwart-Abon- nenten sind, mögen sich dieses Fastnachtsheft bestellen, das für 60 Pf. einzeln zu haben ift Die Darmstädter KünstIer. Der Verleger Alex. Koch in Darmstadt, der Herausgeber der Zeitschrift „Deutsche Kunst und Tekoration" stellt den „Sieben" folgendes Zeugnis Hus: „In dem krankhaften Rivalisieren der Künstler untereinander, wobei jeder die Siegespalme davontragen wollte, wurde leider die Hauptsache übersehen; ein zielbewußtes Durchführen des eigentlichen Programms- Der Hauptkatalog strotzt von „Idealismus" und „Sangui- nismus" und hat den Witzblättern reichlichen Stoff geliefert- Die Selbstüberhebung ist aber der schlimmste Feind des Künstlers-"--Tie Nachrichten über die Uneinigkeit und die Rivalität der Kolonisten werden also überall bestätigt. Im Verlage von E A. Seemann in Leipzig ist für* lich eine große farbige Nachbildung des berühmten Gemäldes von Tizian, Der Zinsgroschen (Christus mit dem Pharisäer), das sich in der Gemälde-Galerie zu Dresden befindet, erschienen. Dieses Kunstblatt laßt an Treue des Eindrucks, an Korrektheit der Zeichnung und koloristischer Stimmung alles hinter sich, was seither an Reproduktionen alter Gemälde veröffentlicht worden ist. Man glaubt den Farbenauftrag des großen venezianischen Meisters selbst zu sehen; der ganze Änpfindungsgehalt des vornehmen Bildes, der Reichtum seiner Nüancen, der Goldton, den das Alter dem Werke verliehen hat, ja sogar die Sprünge des Originals treten darauf sichtbar hervor- Ein solches Blatt wird auch dem vorliehmsten Hause zum Schmuck gereichen. Tie Verlagsduchhanolung hat den ursprünglich auf8Mark angefetztenPreis auf 2 Mark ermä ßigt, wohl um den Absatz zu vervielfachen unb es auch den in bescheidenen Verhältnissen Lebenden zugänglich zu machen. Die Größe ist 40 mal 50 Zentimeter, die Bildflache 25 mal 33 Zentimeter- Tas Bild steht auf grauem Grunde- Solche Leistungen find in der That geeignet, die Kunst zum Gemeingut der ganzen Welt zu machen. Für die nächste öffentliche Versammlung der Bal- neologischen Gesellschaft in Stuttgart (7. bis 12. März) find unter anderem folgende Vorträge von allgemeinem Interesse vorgemerkt: Herr Koeppe-Gießen: Ter Salzhunger. Herr B u r w i n t e 1 - Bad-Nauheim: Chronische Herz- und Lungenleiden in ihren Wechselbeziehungen. Herr Grube-Neuenahr: lieber den Einfluß salzhaltigen Wassers auf die Blutbeschaffenheit nach Versuchen am Menschen- Herr Rothschild-Soden: Tas Heiraten Tuber- kulöser. Karlsruhe, 13. Febr. In der zwei t en badischen Kammer erklärte auf eine Anfrage des Abg. Wilckens-Heidelberg, wie die Regierung die Heidelberger Schwgfrage zu behandeln gedenke, Finanzminister jli. Buchenberger, daß die Regierung gründ südlich keine Restaurierung des Heidelberger Schlosses an st rede, sondern daß sie lediglich die Frage erwogen habe, auf welche Weise das Schloß möglichst lange zu erhalten fei. Zetzt werde die Technik zu entscheiden haben, ob die Ruine des Otto-Heinrichbaues mit Konservierungsmitteln, die ästhetisch zulässig seien, zu erhalten sei oder nicht. Würden hervorragende Techniker zu der gegenteiligen Ansicht gelangen, so würde die Regierung auch vor ourchgreifenden Restaurierungsarbeiten nicht zurückschrecken. Tis Kammer erklärte sich im allgepiöcinen. mit den grundsätzlichen Ausführungen einverstanden. Das Journal des Debats über den Kasseler Treberprozetz. M. In neben begann bereits das juristische Studium aufzukommen. Unter den Vorlesungen bildeten die kostenfreien Publica seines Schutzbefohlenen. Dec S-tud^n^ang richtete sich nicht nur nach dem i-,»-——- 1- —, m..a „4, uu. , z , ________v_ Die Nachrichten über den Fleiß der Studenten, besonders 'A^ist'rmmer^dieselLe^Ges§ichte-^»Ber-I"^h Wochen schon'Wieder verließen. Bei der Eröffnung!bezüglich des Kollegbesuchs, sind wenig günstig. Viehzucht und Bergbau in Deutsch - SLdwestafrika. Ansiedler aus Südwestafrika, die in Berlin anwesend sind, berichten mancherlei interessante Einzelheiten aus dem Schutzgebiete. Mit der Viehzucht auf Spitzkopje, wo die süd- westafrikanische Kolonial-Gesellschaft eine Zuchtstation eingerichtet hat, steht es nicht gut; die Angoraziegen sind fast alle gestorben; auch die übrige Viehzucht geht nicht vorwärts. Dieser Mißerfolg ist recht bedauerlich und ist ein neuer Beweis dafür, daß selbst die Viehzucht dort nicht so einfach ist, wie wohl vielfach angenommen wurde. Auch darin haben die Buren eine besondere Erfahrung und es ist sehr erklärlich, wenn die Kenner von Land und Leuten dort behaupten, die Buren müßten in der Besiedelung des Schutzgebietes unsere Lehrmeister werden. Europäische Ansiedler müßten dort erst nach allen Richtungen hin Erfahrungen sammeln und vow den Afrikanern lernen. Daraus ergiebt sich in recht deutlicher Weise, welch wertvolles Element die Buren-Einwanderung in unser Schutzgebiet bringt. Durch die Buren allein kann Südwest-Afrika als Landwirtschafts-Kolonie mit der Zeit einen Wert erhalten. Wenn bisher das Aufsuchen von Metallen in Südwest- Afrika noch nicht zu Ergebnissen geführt hat, die den gehegten Erwartungen entsprechen, so sind unzweifelhaft Mineralien vorhanden, die einen sicheren Ertrag versprechen. Ganz in der Nähe der Bahn von Swakopmund nach Windhoek sind große Marmorbrüche an mehreren Stellen entdeckt worden. Zu chrer Ausbeutung hat sich schon ein Syndikat gebildet. Zunächst ist nur eine sachverständige Untersuchung notwendig, um festzustellen, daß der Marmor brauchbar ist und nicht hinter dem europäischen zurücksteht. Diese Untersuchung würde nur einen Kostenaufwand von etwa 15 000 Mark erheischen. Doch möchte das Syndikat sich vorher versichern, daß ihm! von der Bahn niedrige Frachten gewährt werden. Die Eisenbahn hat zwar einen reichlichen Transport nach dem Innern, auf dem Rückwege aber fahren die Züge meist leer. Der Marmor würde eine sichere Rückfracht darbieten und die Einnahmen sehr erhöhen. Die jetzigen Tarife sind so hoch, daß ein Erträgnis aus den Marmorbrüchen nicht zu erwarten wäre. Daher ist es schwer verständlich, daß angegeben wird, von amtlicher Seite könne man sich nicht entschließen, billigere I Tarife zuzusagen. Man muß sich freilich hüten, die allgemeine studentische Entwickelung auch auf unsere Universität zu niemand. Die Statuten schrieben zwar bei der Ankunft eine kleine Prüfung vor. Doch ist es erklärlich, daß der Rektor bei großem Andrang und seinen sonstigen Geschäften ein Auge zudrückte. Die Prüfung unterblieb, namentlich wenn Fürsprecher da waren, und bei Adligen, die nicht abgeschreckt werden durften. In der ersten Zeit waren die Studenten, die vom Gießener Pädagogium kamen, besonders mustergültig. Dem Mangel der Vorbildung wurde in gewissem Maße durch die Einrichtung der Privatpräzeptoren abgeholfen. Es war vorgeschrieben, sich im ersten Semester einen solchen zu wählen, der den jungen Studenten überwachen und Lücken in den Kern. Daneben standen die Disputationen, die unseren Seminaren vergleichbar sind. Privatkollegs waren selten. zu ergreifenden Beruf, sondern auch nach den Mitteln des Studenten. Er erstreckte sich bis auf 12 Jahre. Jeder mußte zunächst in der philosophischen Fakultät eingeschrieben sein. Nachdem er den philosophischen Kursus durchgemacht, sollte er die Vorlesungen der höheren Gebiete hören dürfen. Doch schloß damit für manchen das Studieren bereits ab. Er hörte daneben höchstens noch einige theologische Vorlesungen und machte die Ma gift er Prüfung, um Schullehrer oder Pfarrer oder beides zu werden. Die Zahl derer, die blieben, um zuletzt den Doktorgrad zu erwerben, war gering. Da- über tragen. Dann birgt die Art des Materials aber, noch ^nem Wissen ausfüllen sollte. Ter Präzeptor war bis zu eine andere Gefahr in sich. Die DiSzipiinarakten um- einem gewissen Grade verantwortlich für die Thättgkeit Kießeuer Studententum in der Ilrüözett der Universität (17. Iayryunbert). n. Gießen, 14. Febr. Gestern abend hielt in der vom Oberhessischesti Geschichtsverein einberufenen Versammlung Dr. Milh. M. Becker einen sich auf das im hiesigen Universitäts-Archiv und im Darmstädter Staats-Archiv befindliche Aktenmaterial stützenden sehr interessanten Vortrag über das studentischeLeben und Treiben in Gießen in der ersten Periode des Bestehens der Universität. lieber die kurze Periode von der Gründung der Universität 1805 bis zu ihrer Aufhebung im Mai 1824, von wo an das Gießener Universitätsleben sich wie durch eine Seelenwanderung im Rahmen der Marburger Hochschule fortsetzte, bietet sich im wesentlichen befriedigendes Aktenmaterial. Von bürgerlichen Abgaben war er frei. In Gießen hatte stellung ist in drei großen, teils vollkommen neu er» der Student auch das seltene Recht der freien Jagd in bauten Hallen untergebracht und wird dem Besucher die der ganzen Gießener Gemarkung. Dadurch wurde bei den | Erzeugung des so notwendigen Schuhwerks vom Anfänge Studenten ein großer Standesstolz hervorgerufen. Sie traten | öurn Ende, vom Rohmaterial bis zum fertigen Schuh, den Bürgern mit Anmaßung entgegen. ,^8°" /uhrem Die ma>chinellen Arbeiten Bet der cm < c ± v. , , .... . , Schuhfadrrtatwn werden sämtlich im Betriebe gezeigt. Was biei bamahge t u den tentracht betritt, so trug g. Lollar, 11. Febr. Wie uns von geschätzter Seite der Student Pluderhosen, em Wams, einen großen Hut mit mitgeteilt wird, ist die Nachricht, daß die bei Rutters- Federn und einen langen Raufdegen. Auch Schußwaffen Hausen im vorigen Sommer erbaute L a h n b r ü cke dem- mutben häufig geführt, was man ihm zwar untersagen nächst dem Verkehr übergeben werden wird, leider ver- wollte; doch ließ sich ein solches Verbot bei seinem Jagdrecht! früht, weil noch sehr erhebliche Erdarbeiten und auch nicht durchführen; nur sollte innerhalb der Festung nicht ge- Arbeiten an der Brücke selbst zu vollenden sind, die unschossen werden. — In Begleitung des Studenten befand sich begreiflicherweise trotz der günstigen Herbst- und Winter- oft em Famulus, em sog. Studentenfunge, der oft M^ate nicht in Angriff genommen wurden, sodaß die selbst Student war. LTr'Ä.t °^IUn9 enä baSJo notige SBer- der Herkunft aus verschiedenen Landern war die Vorbildung frühere war. Die Kosten stellen sich erheblich niedriger erne verschiedene. Die mitgebrachten Kenntnisse waren als 90000 Mark, welche Summe unser Korrespondent uns oft gering, an die Forderung eines Reifezeugnisses dachte! nannte. penn bie Sätze des Tarrsentwurss als unabänderlich gellen sollen. Dieser Meinung ist auch die „Deutsche Volkswirtschaftl. Korresp.", die bekanntlich industrielle Interessen zu vertreten hat. Sie schreibt ausdrücklich, daß ein großer Fehler sein würde, wenn der Reichskanzler weitere Verständigungsvorschläge nicht prüfen, sondern unbedingt zurückweisen wollte. Welcher Art die Vorschläge sein müssen, ist auch von uns schon erörtert worden. Sie dürfen sich nicht auf einzelne Positionen beschränken, sondern müssen den gesamten Tarif ins Auge fassen. Geschieht dies nicht, beschränkt man sich vielmehr auf eine oder einige Positionen, um die sich der Hauptkampf zur Zeit dreht, so wird es sachlich unmöglich sein, zu solchen Vorschlägen jetzt schon bindende Stellung zu nehmen. die des e r n st e n Studierens, in den Hintergrund tritt Und doch ist auch viel gearbeitet worden. Viele bedeutende lutherische Theologen, Juristen und Schriftsteller haben in jener Zeit hier geweilt, aus der leider beinahe sämtliche Matrikel verloren gegangen sind. Neben den fleißigen Studenten gab es allerdings gar manchen, der nach der Sitte dieser Zeit bald hier, bald dort weilte, und dem das Genießen näher lag als das Studieren. So hat ein Student in den Jahren zwischen 1599 und 1604 auf nicht weniger als e l s H o ch s ch u l e n geweilt Ueber- haupt sammelte sich viel wildes Volk auf den Hochschulen, das nicht studieren wollte. . ... v vv ------- -- —i- — -v—7— । m«v «,-> ivu. -LVJ.0. Das beliebte Ballspiel gab zur |unb u°ch lunger traten. Besonders bet Vornehmen mußte Gründung eines Ballhauses Anlaß. man Rücksicht nehmen. 1608 wurden zwei Prinzen von fn?nf Schleswig immatrikuliert, die 13 und 14 Jahre zählten. J B Aber auch ältere, selbst verheiratete Studenten waren häufig. ..... ~ ----------------- Der neue Student hatte die Pflicht, sich innerhalb acht lita -fttnilt Itttil 4T= rv/ c. x u t Ganze war eine amtliche Handlung, die durch den Depositor, .. _ Zagdergebmffe. In Gobelnrod (&rei§ ®icfcen) hatte einen Pedellen, für eine Gebühr vollzogen wurde. Nun bie Versteigerung der Gememdesagd em für die Gemeinde sehr erhielt der Student einen Schein und konnte immatrikuliert günstiges Ergebnis; der jährliche Pachtpreis, der seither nur werden. I 260 Mark betrug, beläuft sich für die nächsten 6 Jahre auf w. Lindheim i. Oberhessen, 11. Febr. Ten Hinterbliebenen unseres früheren Mitbürgers, des Romanschriftstellers Leopold von Sacher-Masoch, geht es schlecht v. Sacher-Masoch hat leine Schätze hinterlassen, uno Frau Hulda v. Sacher-Masoch unb ihre drei unmündigen Kinder befinden sich in großer Not. Von Berlin aus ergeht soeben ein Aufruf zu ihren Gunsten. Gaben nimmt der Schriftsteller v. Schlichtegroll, Wilhelmstraße 35 in Berlin, entgegen, v. Sacher-Masoch war früher Besitzer des berüchtigten „Hexenturms" dahier. + Gedern, 12. Febr. Der hiesige Gesang-Verein kann am 12. April sein 60jähriges Stiftungsfest feiern. Bemerkenswert ist, daß noch zwei der Mitbegründer am Leben sind. Sämtliche Gesang-Vereine der Umgegend werden zu dem Feste eingeladen. Mainz, 13. Febr. Der hier festgenommene Geomete» ewe andere Gefahr in sich. Die DiSziPlinaraltrn umfassen fast nur die Seite dsS studentischen Leben-, die zu Mtigtvn Wfofi gaben, während W andere Seite, Wie sehr die Studenten auf ihre Stan de s ehr ei 700 Mark. — In Ostheim blieben bei der Verpachtung hielten, zeigt folgender heiterer Vorgang: Ein Student der Feldjagd eine Nauheimer Jagdgesellschaft, die Herren schießt sich auf der Reise nach Gießen einer Kaufmanns- Thielemann re. Meistbietende mit 1360 Mark pro Jahr. Hanseln beginnt In Meßen be- Seither war die gesamte Jagd an Fauerbacher und Ostheimer schwert er sich darüber bei befreundeten Studenten. Als er hier bei den Kaufleuten immer noch unten am Tisch x5a9*c* 5^2^, !??.n ® \ . sitzen muß, die ihre Spöttereien fortsetzen, erscheint plötzlich c Fach - Ausstellun g b e r b eu_t cf}le n Schuh- eine Anzahl Vermummter mit Depositionsinstrumenten. Der u bu st r i e r/n Frankfurt a. dem Studenten Zunächstsitzende wird ergriffen und erhält ^^it vom 16., 17. und,18. Z^bruar findet auf beml eine Maulschelle. Die Kaufleute springen auf, rufen utn We Ae,r ehemaligen RofewAusstellung, anläßlich beä. Hilfe und wollen nach ihren Waffen greisen finden sie Verbandstagesder deutschen Sch uh war en Händler eine aber nicht mehr vor. Und vor den Augen be§ ^e^änfe^teTt 23erbkanQbek üe^an^te.te werden sie sämtlich der Deposition unterzogen. “nb ?eder-Jndustrie ftatt Die Ausstellung, der Den Nichtstudenten gegenüber trat der Student damit eine außerordentliche Beteiligung zugeftchert ist, wird nicht . c. < ,, . r m nur für den Fachmann, sondern auch für den Laien viel m den Genuß der studentischen Rechte und Frei- Interessantes und Lehrreiches bieten, da alle Zweige der Heiken em. Kem bürgerliches Gericht konnte ihn vorladen. Schuh- und Leder-Industrie, darunter auch die in diesem Nur vor bemJRenor stand er zu Gericht, und nur nach den Fache hochentwickelte Maschinen-Jndustrie, mit ihren neuen akademischen Satzungen durfte gegen ihn verfahren werden, und besten Erzeugnissen vertreten sein werden- Die Aus- Das Journal des Debats über den Kasseler Treberprozeß. Zu den größten Universitäten hat Gießen nie ge- Ueber den Prozeß sich im einzelnen zu äußern, bevor rählt, doch läßt sich eine genaue Frequenzziffer für das Urteil gesprochen ist, vermeidet die deutsche Presse aus Meßen ebensowenig wie für andere Universitäten auf- naheliegenden Gründen. Einige Bemerkungen, die das Pa- lallen. Tie akademischen Behörden waren niemals davon riser „Journal des Debats" über den Prozeß macht, mögen unterrichtet, wieviel eingeschriebene Studenten sich auf indes hier wiedergegeben fein. Tas Blatt äußert sich dar-- ber Hochschule aufhielten oder wie viele sie vielleicht über wie folgt: „Es ist immer dieselbe Geschichte- Ver- Wochen schon wieder verließen. Bei der Eröffnung I bezüglich des Kollegbesuchs, sind wenig günstig. 1613 waltungsräte, die im täglichen Leben ehrliche Leute finb 1605 waren 200 Scholaren anwesend, darunter 70 Schüler ersuchte der Rektor die Regierung, den Weg vor dem Uni- und sich hüten, jemanden zu täuschen ober zu schädigen,! des Pädagogiums- ^n den nächsten Jahren wuchs ihre versitätsgebäude ausbessern zu lassen, damit die Studenten mit dem sie in direktem oder persönlichem Verkehr stehen. Zahl fo, daß 1608 bereits über Wohnungsmangel geklagt keine Ursache zum Kollegschwänzen hätten. 1619 gab ein Dieselben ehrlichen Leute verlieren iede Vorstellung von ^rde. Tie Zunahme erhielt ftch bis 1613 bie Pest die P^-sor an, in fein Kollea kämen bisweilen 20—30 bis- der eventuellen Verantwortlichkeit unb der Pflichten gegen- Studenten fa)t völlig zerstreute. Aus der geplanten Der- JJ1 k A J über den Aktionären, von denen sie ein Mandat angenommen! legung nach Grünberg oder Staufenberg mürbe i er B J haben, und scheuen sich nicht, Tantiömen von 50 000 bis nichts- Die Hochschule erholte sich aber bald wieder. 1617 übrig. Besonders geklagt wurde darüber, daß zu wenig nach- 100 000 Mark einzutassieren. Solche Verwaltungsräte be- sollen 150 Studenten immatrikuliert gewesen sein. Ten geschrieben wurde, obgleich die Mehrzahl der Professoren finden sich in völliger Ab hängig kett vom Dttektor, den sie Höhepunkt erreichte die Universität 1618, wo mau ihre Zahl diktierte. An dem mangelhaften Kollegbesuch waren aber als einen großen Manu betrachten, dessen Anordnunoen aixf 500 bis 600 annehmen kann. Dann beginnt ein Rück-!auch die Professoren mit schuld. Auch sie waren sehr sie ausführen und unterzeichnen, ohne zu prüfen, mö-ge Die Kriegsunruhen, schlechte Disziplin usw., geneigt, Kollegs auszusetzen, ohne den Studenten Mitteilung dieser Ätann nun Whttaker Wright von der London and | oollends aber die Bedrohung Gießens durch den Herzog davon zu machen. Die Pedelle mußten daher über die Gl°bEs°llsch«ft oder Schmidt von der T-ebertrocknlrng v°n Braunschweig, verlerdeteu den jungen Studenten die säum,gen Professoren Register führen, damit sie zur hcrtzem Es Ist die,etbe Aten chengattung, nur daß der Eng- h'/stge Hochschule, ,o dax manche Pro,es,oren ihre Vor. St use ae»oaen werden konnten Ucberlastet mit Kollea- länber geschickter in seinen Ntanipulationen ist. In Kassel Äsungen gänzlich emstellten. Auch der geplante Versuch , weroen tonnten, ueoeriaster mü stoueg- waren äußerlich bie Bücher in Ordnung; aber dieses che iw- b^ ^rof. Winckelmann, ein Fähnlein Stubenten auf bie b ä^Eilen, waren bll.etltbenteiLuber^aypt bar richtige Buchführung verbarg ganz un- Festungswälle zu führen, würde kaum von großem Erfolg rourbe nur am Montag, Dienstag, Donnerstag geheuerliches, unb es bedurfte monateianger Arbeit gewesen sein. Immerhin waren 1620 wieber gegen 200 und Freitag gelesen. um bie Wahrheit aufzudecken. Dieser Schmidt ist wirklich Stuhenten hier. J£)te Annahme, baß die Studenten wesent- Die Ferien waren zwar bedeutend kürzer als heute, ein außergewöhnliches Finanzgenie. Er gründet eine äted . au$ Oberhessen und der Katzenellnbogen'schen 'Herr- doch blieb den Studenten genügend Zeit, daß sie sich körper- sellschaft mit einem Anfangskapital von einigen Hundert-! stammten, wäre aber falsch. Nachgewiejenermaßen lichen Hebungen hingeben konnten. Gleich zu Anfang wurde tausend gjlarf, um eine Nebenindustrie in Betrieb zu setzen, waren knapp 10 Prozent aus den Hessen-Darmstädtischen ein italienischer Tanz- und Fechtlehrer mit einem Gehalt be- begetjtert sich für eine Erfindung ohne praktischen Wert, ^nden, wahrend Westfalen, Braunschweig, die Ostseeländer, ^sin das bie Professorenaebälter weit überftiea Trokdrm bemüht sich ein internationales Kartell für btt Holzver: Dänemark usiv saft b e gleiche Zahl stellten. Im übrigen für seine S unden Dab^ Wertung zusammenzubringen, ruft ein Netz von Tochter- regulierte sich bie Herkunft wesentlich nach dem Gesichts- r In? x- p 1 $ ? qesellschaften ins Leben, deren Dividende er garantiert, unb punft bes religiösen Bekenntnisses- Hauptsäch- fem ^trfa9 K 9ro^en bereu Erzeugnisse er selbst sehr teuer aufkauft, um sie mii Lutherische schickten ihre Söhne nach Gießen- P^nuf. . Es kam vor, daß feine Stunden mit Kollegs zu- Verlust als Brennmaterial sofort wieder loszuschlagen, treibt , .Das Alter der Gießener Studenten war sehr ver- sammenstelen, die dann geschwänzt wurden, um jene zu be- seine Aktien auf 900 pCtt, verttilt Dividenden von 50 pCt. schieden. Aehnlich wie heute bezog durchschnittlich auch!suchen. 1617 sand eine Fechtschule, ein festliches Schaufechten um schließlich mit einem Bankerott von 177 Millionen Mark, damals der junge Mann mit 17 bis 18 Jahren die Untt I statt, an dem auch Studenten teilnahmen. Auch eme Reit- zu enden, dem nur Aktiven von 1 PCt. gegenüberstthen. bbrsität. Aber es gab auch Studenten, die erst 14 Jahre schule gab es seit 1610. Schmidt ist dem Exner wett überlegen, dem allgewaltigen ' 3 t*''* m ------ “ und umschmeichelten Dttektor der Leipziger Bank, der damit beginnt, der Trebertrocknungsgesellschaft 200 000 Mk. Kredtt zu gewähren, um schließlich in dieselbe 87 Millionen hineinzupulvern. Ein würdiger Wschluß der Laufbahn dieser beiden eigenartigen, aber echt modernen Genies." WZähite AbsolüMbestes Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Stew-Pork cmgekommen. Wetter Februar begründen. Febr. Bew. Himmel Sternh. , Aeü. , Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. Berlin. Das Geld, das aus Wertpapieren bestand, fand der Schaffner des Wagens und übergab das wertvolle Objekt dem Fundbureau der Gesellschaft, wo es auch bald darauf von der Eigentümerin reklamiert wurde. Der ehrliche Finder bis 13. „ 13. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Febr. 4- 0,9° 0. , — 10,1® 0. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. ) Arbeiterbewegung. Greiz, 13. Febr. Die vom Fabrilanten-Verein für heute angedrohte Sperrung der Fabriken ist heute eingetreten. L i m o g e s, 13. Febr. 300ausftändigeArbeiter der Weiß gerbe rci Saint-Junten versuchten gestern abend in die Fabrik einzudringen, wurden aber von der Gcndarineric daran gehindert. Die Ausständigen zogen sich zurück und bewarfen die Gendarmerie mit Steinen. Auf den Direktor der Favrik wurde ein Rev ol ver s ch u ß abgefeuert. Heute gelang cs 500 Ausständigen^ den Gcn- darmerickordon zu durchbrechen und in die "Fabrik einzudringen. Die Gendarmerie wiirde verstärkt. Eine Kompagnie Infanterie traf ein. W. Friedberg, 13. Febr. Der gestrige Ferkelmarkt nahm einen ungemein animierten Verlauf. Die Nachfrage war fehr groß, die Preise darum sehr hoch und der Markt rasch geräumt. Das Paar Prima-Ferkel galt bis zu 48 Ml., ganz geringe ronrben noch mit 32—36 Mk. das Paar bezahlt. Mannheim, 13. Febr. Pfälzer Tabak. Die Klagen der Zigarrensabrikauon über mangelhaften Absatz wollen nicht vev- ftuinmen, und hak darunter naturgemäß auch der Tabakmarkt zu leiden. Ter Vcckehr an letzterem war in jüngster Woche ziemlich beschränkt. Sowohl die einheimischen wie auch die norddeutschen Fabrikanten legten nur schwache Kauflust an den Tag, wodurch die Umsätze klein blieben. In neuem Gewächfe wurden in dem pfälzischen Tabakorte Herxheim nod) mehrere Partien in der Preis- läge von Mitte der Alk. 20 die 50 Kilo bei Pflanzern auigekauft. erhielt eine Belohnung von 300 Mk. * Folgende Aufsehen erregen den Mitteilungen entnehmen wir noch der Dienstagsnummer der „M. N. N.": Tie Versuche mit den neuenclektrischen Schnellbahnen in Berlin haben in letzter Zeit glänzende Ergebnisse gebracht- Durch Anwendung des von Tesla erfundenen doppelschwefclsauren kondensierten Dreh- Wechsel-Wirbel-Wackel-Stark-Slroms werden Schnelligkeiten erzielt, die ans Fabelhafte grenzen, aber zu Fahrten auf In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 12. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Schnellpostdampser „Kaiser Wühelm der Große, Kapt. Högemann, vom Slorddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. JL NE. NE. NE. „Red Star Linie" Antwerpen. Der Postdampfer „Haversord" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 12. Februar wohlbehalten in „Hilfe Adam Arnold aus Hamm hat zugestanden, in einer aroßen Anzahl von Gemeinden, insbesondere RhemheffenS, auf den Bürgermeistereien vorgesprochen, als Geometergehilfe oder Beamter deS Katasteramts angeblich Einsicht tn die §lur- f art en begehrt und, als er dann allein auf der Amtsstube der Büraermeislereien war, die daselbst verwahrten Wayen- büchsen ausgebrochen und ihres Inhaltes beraubt zu haben. n hemie für Sozial- undHande lswissen- sausten in Frankfurt a. M._ Rach der von der Akademie veröffentlichten Statistik stellte sich der Besuch k! Rufenden Semester wie folgt: 1- nach dem Beruf Zd Kaufleute, davon 52 selbständig 66 Bankbeamte, 9 Der- ulc uus ™ . sicherungsbeamtc, 51 Juristen und bpbere ^rroaltung^ ber kurzen, 30 Kilometer langen Versuchsbahn nicht mehr! beamte, 5 akademisch und► o2 seminarisch.8b'ldete Lehrer, I geeignet waren. Tie Strecke war stets in einigen Sekunden 38 Industrielle und technische Leiter industrieller riebe, gurd)mc)-|etL unb Zug fuhr dann regelmäßig noch um Ingenieure, Architekten, Chemiker, 12 sonsttge geUhrtel.^^e Meilen über die Prcllböckc hinaus. Man hat nun Berufe (Aerzte ujw.), 24 mittlere Berwaltungvb^arnte, c cine kreisrunbe Bahn mit 20 Kilometer Durchmesser gebaut, sonstige Berufe und ..Leblose 4/^ Frauen, baD™ “-1 um darauf Probefahrten mit voller Geschwindigteit zu Lehrerinnen, 4 kaufmännisch Angestellte, 28 o^116 "9fru*1 unternehmen. Tabei geschah etwas Ueberraschendes: der 2. nach der Herkunft: ^ittsches Reich und zwar au^ ßtng f0 rasend schnell, daß er sich selber einholte, Preußen 58, Mmmreich Sachsen 9, Baden U)' Bauern , I b bic 2ofomotiüe fuhr alles zerschmetternd in die Württemberg 16, ^unsch^ig Cfta^Lothringen o,J0am beiben ätzten, zum Glück unbesetzten Wagen ihres Zuges bürg 2, Bremen 3, Lübeck 1, Oldenburg !, .^Mn-Kobu g ^t^ ^urch diese durch und stieß schließlich nut dem Gotha 4, S.-Meinnigen 5, S.-Weimar 1, vorderen Pufferpaar unter donnerähnlichem Krachen an Sondershausen 1, Reuß Snnf' ke eigenen Hinteren Puffer an- Der Lokomotivführer fiel aus dem Ausland 22 und zwar aus.Belgien v^nr- b^inahe aus den Wolken, hat sich dabei aber nicht der- besserem Sandblan sanden in der Rheinpfalz kleinere Ueber- reich 3, Italien 1, Luxemburg 2, Oesterreich-Unga , ^^tzt, während der Heizer Schulze, ein in weiteii Kreisen gänge zu Preisen von Mitte der Mk. 30 die 50 Kilo statt Ebenda Rußland 4, Schottland 1, Schweiz 1, Spanien 1, Nieder ^siebter Mundharmonikaspieler, durch den Krach sein kam auch einiges in neuen Tabaken zu 36—39 Mk. der Zentner lande 1. musikalisches Gehör verloren hat. — Tas Ergebnis hat die zum Absatz. Ter Verkauf der neuen Tabake schrettet nur langsam - Meine Mitteilungen aus Hessen und den Rachbarstaaleu. Leitung der Münchener Straßenbahn sehr interessiert, und ooran^^?rotz ^er suten^^ In Münster findet am 15. und 16. Juni baö 7. .öauS» man will das Teslasche System ankaufen, um auf dem I baran u.^t ^ic oben bereits ermähnte Geschäftsstille bei der Fab- berq-Wetterauer Sängerbundesfeft statt. — Prinz und Prinzessin Gebiet der Verletzungen durch Motorwagen wenigstens .^wn. In Originaltabaken neuer Ernte wurden Angebote zu Karl von Hessen besuchten am vergangenen Sonntag mit der Reichshauptstadt konkurrieren zu können. «Ende der 40 Mk. die 50Kg. gemacht. Umblatttabake, die in vor- kum m Jahr-Schloß F-'°dr.chsh°f. - K« In Frank,urt wurde -m SAZl-ck -°n Nniverlltäts NackrlckteN. !Emlaget?bak- mit Umblatt sind mit 43—47 Mk. die 50 Rg.be- 35 Kilo, der der Gold- und Silberscheideanstalt gehörte, bei X, I wertet. In alten Tabaken standen Einlagen anhaltend im Vorder einer Fahrt über die Eschershcimer Landstraße °°m Wagen $ c£ bisherige Abteilungsdirektor an der Bibliothek «rund des Jnt-re«-« bei ,-hr mäßigem Anaed«e. Es sanden herab »=tlorelt. S>« g.nto ,bcS.8u Berlin, Dr. Johannes Franke, .st zum Direktor Ä unbekannt. — Aus der Technischen Hochschule m ^)arm- u„chexfttätsbibliothek ernannt worden. — Der bisherige lchsigt blieben lose Pfälzer Rippen iroy preiswürdigen Angebots, stadt wurden in der letzten Zett Ueberzieher und Reißzeuge Direktor der Universitätsbibliothek zu Greifswald, Professor Ter Preis für gebündelte feine Rippen stellte sich auf 10 50 bis gestohlen. Den Bemühungen desPolizeiamts ist eS nun ge- Richard Pietschmann, ist zum Abteilungsdirektor an 11.7°JOtf. unb sür lose seine War- auf 8^0 Mk. bie 60 Kg. mt Lungen, die Diebe in drei jungen Handwerkern zu ermitteln.L Bibliothek zu Berlin ernannt worden. — Dein Hof- Durchschnitt. Märkte. ——SSS—SS—S——S -- kapellmeister Josef Sucher in Berlin ist der Tstel „Pro- Für die Frauen. feffor^ beigelegt worden. — Die Wahl des Profeffors ~ Gruner zum Rektor der Landwirtschaftlichen Hochschule Eiu Erfolg der Fraueurechtlenuue«- Durch -em sächsisches Berlin für die Amtszeit vom 1. April 1902 bis dahin Amtsgericht war die Eintragung emer Anzahl Frauen m bteLg()4 bcftäH t roorbem Liste emes Konsumvereins abgelehnt worden, weil die technischen Hochschulen Preußens Emwilligung der Ehemänner mPbefracht war. besondere Jnformationskurse (periodische Semi- hiergegen erhobene Beschwerde hatte das Landgericht abgelehnt, I Brests in der Praxis stehende Baubeamte über dagegen ist vom sächsischen Oberlandesgencht der Beschwerde! unb Wohnungshygiene, über die einschlägige Folge gegeben unb b'e Eustragung der betreffenden Fraum Gesetzgebung des In- und Auslandes und über die bei Auf- angeordnet worden. In der Begründung Hecht es ber oon Stadtbauplänen und Baupolizei-Verordnungen .Frauenbewegg." zufolge, es handle sich bei der Eintragung beachtenden Gesichtspunkte eingerichtet werden. Zunächst um em Rechtsgeschäft durch das si4 de- Betretende zu ?e- ^n zwei Versuchskurse, je einer bei den Technischen Hoch- wiffen Leistungen verpflicht. Hierzu bedürfe es, wenn eme in Charlottenburg und in Hannover, ausschließlich für Frau m Betracht komme, Zustimmung des Mannes nach) gliche Baubeamte im März d.J. abgehalten werden. Die § 1399 Abs. 1 des bürgerlichen Gesetzbuches nicht. Komme der Kurse wird 14 Tage nicht überschreiten, die eS zu einer Zwangsvollstreckung gegen em weibliches Veremv- ^öcer 20 betragen. Die als Hörer zugezogenen Mitglied, so könne eS allerdmgs, ^f kaubeanden erhalten eine zur Deckung der Reisekosten und Ehemannes fehle, häufig geschehen, daß die Haftpflicht sich b^§ Aufwandes außerhalb ihres Wohnortes bestimmte Bauschals undurchführbar herausstelle. Hiergegen könne aber jeber ucy „ 1 1 Verein sich dadurch schützen, daß er die Aufnahme der Frauen ^S^ung ^ischeNachrichten. Aus Marburg wird an entsprechende Bedingungen knüpfe oder ganz verweigere, ^kch^eben: Der Lektor der französischen Sprache an der was im vorliegenden Fall nicht geschehen sei. Das Recht Universität Königsberg Dr. Ernst Scharff ist in der Frauen auf Betelligung an Konsumvereinen ließe sich gleicher Eigenschaft an die hiesige Universität versetzt übrigens wohl auch durch § 1357 (Schlüsselgewalt der Frau) worden. ---“ST“ G-richkss-Ä. " 1 J Holzminden, 13. Februar. Die im Zeuanrs- • BreSlau, 13. Febr. In einem hiesigen Hotel er-.wangsverfahren gegen den Redakteur Schroff verschoß sich ein Herr, der sich in das Fremdenbuch unter dem hängte Geldstrafe wurde auf Beschwerde aufgehoben. Namen Julius Meyer, Direktor der KattowitzerFlliale des Die Kosten sind der Staatskasse mifertegt wordem A. Schaaffhausen'schen Bankvereins in Köln, eingetragen hatte. Weimar, 13. Febr. Ein hochachtbare, beiahrte Dame, Bemerkt sei hierbei, daß sich unter den Forderungen im Kon- die ledige Schwester des Oberlandesgertchtsprafidenten Dr. kurse der Aktien-Gesellschaft Rhederei vereinigter Schiffer hier o. Brüger m Jena, Fraulem El. Br ug er, war m den Ber-> erste Firma der Welt, welche mit einem auch eine solche des Schaaffhausen'schen Bank-Vereins in Höhe dacht gekommen, mit den Fahrmarken der elektrischen Benzin-Motorwagen herauskam, ist bekanntlich dieRhei- von 1 501 022 Mk. befindet. Straßenbahn insofern em Geschäft gemacht zu haben, daß n || e Gasmotoren-Fabrik Benz & Co. A.-G., 'Weiüensels 13 Febr. In dem Warenhause von sie von den Fahrgästen den Fahrpreis von 10 Pfg. emge- Mannheim, deren Senior Carl Benz unbestritten der Blumenreich wurde beute Morgen der Geschäftsführer sammelt, aber Fahrmarken, die nur emen Wert von 8 Pfg. Erfinder des Motorwagens ift Nun rst dre genannte > trx schwer verletzt aufgefunden Im hatten, in den Zählkasten geworfen zu haben. Der Direktor Firma auch wieder die erste in Deutschland, welche mtt That dringend verdächtig sind, verhaftet. für die Krankenkasse von Fraui em ruger, nur: un a üon go P. S. benötigt z. ^8. täglich nur etwa für • Bremen, 13. Febr. Der Fahrradhändler Ehri- Umstanden wurde m Rücksicht auf die hohe gesellschaftlicheI Kohlen, dabei ist die Behandlung denkbar einfach stensen erschoß heute Abend aus Rache seinen Konku- Stellung chres Bruders von emer Anzeige abgesehen werden.! b|e ^unftion tadellos- Es ist daher wohl begreiflich, renten Wühelm Kuhlmann, der früher auch als Renn- Es stellte sich heraus, daß eme Personenverwechselung vor- bie Aufträge auf Kraftgas-Motoren äußerst zahlreich fahrer bekannt war. lag. Die Strafkammer hier erkannte gegen den Direktor Klausen und Interessenten gut daran thun, sich zeitig • München, 13. Febr. Wie wir hören, ist bei dem Brose wegen Erpressung auf acht Tage Gefängnis. | mit Benz & Co. in Verbindung zu setzen. Jnfant.-Leib-Regtt die Genickstarre aus geb roch en und ' -- '■----- es sollen bereits^zwei, nach einer anderen Version sieben 4Trtniimirtfriinft Mann der Epidemie zum Opfer gefallen fein. Die beiden ^uiivwuifujuyu Kompagnieen, in welchen die Erkrankungen vorgekommen sind, Naturalien-Ankäufe. Das Proviantamt in sollen nach dem Lechfelde verlegt werden. Hanau giebt bekannt, daß es immer noch Roggen und *Diedenhofen, 13. Febr. In dem Bureau der Kranken- Hafer Tauft Der Heu-Ankaus ist bis zur neuen Ernte kaffe wurde in vergangener Nacht eingebrochen und der I beendet, dagegen wird der Stroh-Ankauf nach Maßgabe Geldschrank mit 2000 Mk. fortgetragen. ber vorhandenen Scheunenräume fortgesetzt Die Lieser- ' TournuS, 12. Febr. Ein betrunkener Zoll- ungen haben ftei Magazinhof aus Gefahr des Berkausers beamter bedrohte seinen Vorgesetzten mit bem Z"Urb?rlich°^ W^n be? g^ßen^C^t^ sodaß derselbe fluchten mußte. Er begab sich alsdann m Xie. ßieferung mittels Land führe unmöglich ist, dann das Haus seines Vorgesetzten und gab dort mehrere Schuffe ^6^blt es sich, daß mehrere Landwirte sich zu einer ab, ohne indes Jemanden zu verletzen. Nachdem er noch auf gemeinsamen Lieferung per Waggon vereinigen und aus einen Flurschühen geschoffen und denselben verletzt hatte, ging s^rer Mitte einen Vertrauensmann (Bevollmächtigten) er in ein Restaurationslokal, wo er mit einem seiner Be- mähten, ber bann mit dem Proviantamt in Verhandlung kannten Streit anfing und diesen nieder schoß. Erst jetzt tritt Es ist vorteilhaft, wenn die Bürgermeister selbst die qelanq es, ihn festzunehmen; er hatte noch einige Patronen Sache in bie Hanb nehmen und sich der kleinen Mühe bei sich unterziehen. Ten Produzenten wird m zeder dienstlich -Aussig, 13. Febr. Die Untersuchung über d°s Ulüssigen Weise^-ntg°g-ng-k°mn,en auch Karbitzer Els-nb-hnunglück hat «geben, daß !Wu^ch^agdnsack^^^ die Abfuhr Katasttophe durch Lockerung der Schienen settens verbreche- ^n der Bahn übernommen; letztere kostet 6 Pfennig rischer Hand herbeigeführt wurde. Zentner Körner und 15 Pfennig pro Zentner Stroh. • Oran, 12. Febr. In dem Dorfe Khemir stürzte Adresse für den Frachtbrief ist: Hanau, Bahnhof Nord, das Dach einesHaufeS ein und begrub 8 Personen Jede weitere Anfrage ist an das Proviantamt Hanau zu unter den Trümmern. Sechs Personen wurden als Leichen richten, welches jede gewünschte Auskunft mündlich, wre geborgen, zwei sind leichter verletzt. . schriftlich erteilt. ' Dreißigtausend Mark im Straß enbahn- ' wag en vergessen hatte eine Rentiere aus Steglitz bei) Höchste Temperatur am 12. Niedrigste „ „ 12. 13. 2” 741,8 — 0,2 3,2 13. 9“ 743,9 — 4,9 3,2 14. 7“ 745,3 — 6,2 2,7 Bilanz pro 1901 Aktiva. JL H 5029.95 Summa 12473.32 | Summa 12473.32 115 für Damen 115 522 Lieferung jeden Quantums frei ins Haus. Oen Nagel auf den Kopf 810 Section lOberh essen Ratten Cap Italien yerbandstoffi perWefffnes ■•X it ucrlnutfen Gentners Schuhfett 7' M 490.92 6952.45 Weich, dicht und dauerhsfl 'macht uni) erhält Las Leder rc CO en 16 | Mellfche I Kailian Passiva. 1. Mitglieder-Konto 2. Kapitalschulden 3. Warenschulden 4. Reservefond 5. Betriebsrücklage von früher 6. Betriebsrücklage 7. Ueberschuß 0615] Schön. Gart, in best. Lage d. Nahrungsberg (m. gut. Obst- bäumen)z.verp.Näh. Marktplatz 2. -1* Kaflenbestand am 14. Januar 1902 & Zlusstände 3. Warenbestand nach dem Einkauf Utensilien kominen nicht in Ansatz. Ernestine Döpfner Grünbergerstratze 17. Hoch- und Tiefbau (Baugewerkschule). Beginn des Sommer-Semesters: 15. April 1902. Prospekte kostenlos duch das Sekretariat. ) Backpulver Vanillin Zncker Puddingpulver 6 10 Psg. Allllonenfach bewährte Rezepte gratis von den besten ____________Geschäften. 567 L Krankheiten E schleppen die Ratten u. Mäuse ins HauS. Vertilgt dies, mit,£/a Uhr Restaurant zur Kaiserkrone (L. Grünewald), Löwengasse. PATENTE* .Patentanwalt SACK-LEIPZIG1?' Kunst-Ausstellung. im Turmhause am ^Bran^ _ *• ist täglich, mit Ausnahme Samstags von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. An Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 ununterbrochen. — Eintritt für Nichtmttglieder an W 50 Pfg., an Sonn-- und Feiertagen 20 Pfg. Dohversteigerung Die Holzversteigerung vom 10. Februar im Distrikt Ampel ist genehmigt. Die Ueberweisung des Holzes er- -folgt Samstag, 15. d. Mts. Londorf, 13. Febr. 1902. iFrhrrl. Oberförsterei Rabenau. Nicolaus. 1339 aus der Aktien-Brauerei (hell und dunkel) Gg. Bichler (hell und dunkel) Röhrte (Denninghoff) (hell) * Münchener Augustiner-Bräu Dortmunder Löwenbräu Kulmbacher Export-Bier Märzenbier. Theater - Verein 8. Vorstellung: Montag den 17. Februar: Haus Rosenhagen. Schauspiel in 3 Akten von Max Halbe. Gast: Otto Fricke, Frankfurt a. M. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 10 V2 Uhr. Billets Vorverkauf bei Ernst Challler (Rudolphs Nachfolger) - und abends an der Kasse. 1275 eingetroffen. Gebr. Genta Bahnhofstraße 27 Lindeuplatz 12. 1320 Teppiche Vorhänge,Portidren, Rouleaux, Gobelins Tischdecken, Läuferstoffe, Linoleum-Neste sehr billig. 289 H. O- Werner, Schreinerei, Polsterwerkstatt und Lagerräume: Settersweg 6, Htrh< ln jeder beliebigen Schriftart und Karton. vllin(incn lorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen v ****** Vereinigungen, liefert zu mähigen pressen vrühl'sche Univerfitäts-Vruckerei, Schulstrahe 7 U rdrr y