ihrem Publikum Vergnügen machen, dann schaffen sie sich selbst damit ein sehr angenehmes Gefühl, das man ihnen auch nicht zu verkümmern braucht. Es ist nur schade, daß die zwei Dresdener Dramatiker damals nicht der alten ehrlichen Prosa treu blieben, sondern, durch Fulda gereizt, zu der gebundenen Rede in intime Beziehungen traten und andere zu demselben Schritt von dem ihnen gewiesenen Wege verführten. So etwas wie Knallbonbon-Poesien waren die Früchte dieses unlauteren Verhältnisses. Reime wie „reizenden" und „dreizehnten" kennt die „Goldene Eva"; der einst in allen deutschen Gauen rühmlichst bekannten Berliner „Goldenen Hundertzehn" populäre Verse für den Hausgebrauch waren dagegen doch ein Ausbund vollendeter dichterischer Form. Es ist eigentlich seltsam, daß wir bei der so überaus lebhaften Einmengung einer sonderbaren Sorte von Allesbesserwissern in die ttunst noch kein deutsches Reichsgesetz haben, das Leuten, die keine Dichter sind, verbietet, „Vers- Lustspiels" zu machen; wir haben doch sonst wahrlich so ziemlich alle Gesetze, die man sich denken kann. Nun, ab und zu blühen ja auch ein paar Blumen, duftend nach der Poesie Julius Wolffs, in der „Goldenen Eva" auf; die Tiktion ist im ganzen leichtfließcnd, mitunter wohlklingend, stellenweise sogar fein pointiert, und wenn man sich mit einer Portion Unempfindlichkeit gegen die Tvrnen- stiche Schönthan-Koppelscher Voeterei rüstet, so wächst das Gefallen an dem munteren Lustspiel von Akt zu Akt. Die Geschichte, die dem Zuhörer von der Bühne herab er- Mflt wird, kommt ihm zwar ziemlich bekannt vor, auch die meisten der drolligen Situationen sind schon zu sehr ständiges Gemeingut der Lustspieldichter geworden, um irgendwie Anspruch auf Originalität und Neuheit erheben zu können, aber das romantische Beiwerk der lustigen Maskerade, die bunte und prangende Kostümierung wirft über die verbrauchtesten Lustspieltrics einen freundlichen Schimmer. Tie Verfasser hüllten mit ihrem vorzüglich geschärften Blick für alles Bühnenwirksame ihre unscheinbare Handlung in ein gewissermaßen historisches Gewand. Ter kraftvolle, aber eben nicht besonders feinsinnige Geist des deutschen Mittelalters durchweht die Handlung. Tie Ereignisse spielen sich in einem Bürgerhause zu Augsburg ab. Die Stadt des „goldenen Sterns" hat ja seit der schönen Bernauerin vor allen übrigen Orten des Bayer- landes das Privilegium voraus, die schönsten Bürgertöchter zu besitzen. Eva aber ist über die Jahre der höheren Töchter schon hinaus. Sie ist eine reiche, junge, schöne Goldschmiedswitwe, die ihre feine Linnenwäsche am liebsten mit einer neunzackigen Krone gezeichnet sehen möchte. In ihrer blinden Eitelkeit bleibt sie vor der Ehe mit dem arg derangierten und einfältigen kamillenthee- blütigen Grafen Zeck, einem Junker Spärlich und Dr. Eajus, zu gleicher Zeit, nur durch die Schlauhell und ZuneigünA ihres neuen, eben aus Italien angekommenen, fidelen, hübschen und tüchtigen Gesellen Peter bewahrt. Als Graf Zeck am Schlüsse des dritten Aktes sich als Ritter von der traurigen Gestalt zeigt, zerplatzt ihr Traum von Edeldame und Ahnenschloß wie eine bunt schillernde Seifenblase, und sie reicht beschämt, aber im innersten Herzen glückselig, ihrem jung-jung Goldfchmiedegesellen ihre Hand. Für den deutschen Humor schien den Verfassern ein derber Ausdruck angemessen, und so verwandelt sich die hellere Laune öfter in burleske Komik, der es aber leider an Urwüchsigkeit und Frische gebricht. Das beste Beispiel boten dafür der dicke, an Falstaffs Urbild und den schwäbischen Ritter in Lortzings „Waffenschmied"" gemahnende Hans von Schwetzingen und der alberne Graf, die beide von unaufhörlichem großem Hunger, größerem Durst und größerer Geldbeutelschwindsucht geplagt sind, und die doch keine freie, d. h. unwillkürliche und ungezwungene komische Wirkung zu erzielen vermögen. Tas Kupplerspiel des Ritters von Schwetzingen mit einer verliebten Alten will auch nicht recht herzhaft wirken, weil die Gestaltung der Eharaktere hier zu oberflächlich bleibt. Tie Liebesszene aber im zweiten Akt ist wlltlä.) recht niedlich. 'S ■•'ta d.i cht verübte ein 21W « dversuch au ihra ihrigen Lteinmetzgehö iehrere schwere jedoch ibrachte. ler^wer- nhause gebraut, öie Mrtn g im Dur fa rms vvr eich ffina, demzufolge - tetiottoeratteiHt ii M in einem m laai lassen in der M ümeisier Straus wib^ dieser Herr von rüqelt worden wäre. t von uns Herrn t hat, eine ssss erwähnt, rwp öie das vom W »Sw Md Vjunj ferner M w ÄgÄ * b?"* ft * rliO)eninn Ä nem 3QhtLabÄ mit 11 ÄH Notar bisher üi , anders als der fc Sanze Arbeits- So kann '-Meordnung feine «gen. Ae hL m Hvnd mit der Re- m >emer eigenen Per- iw,an9*e.Lblt" «e- »tour etmetiler. A- fahren durch die Erhöhung und eben- Pensionsverhältnissen !Nde Pensionszahlung ommen in höhe von inne aber bei einer Gliche Einnahmen und ark nicht in Betracht iesem Grunde brauche is sei daher erfteulich, der Stäbteorbmmg be- Kürze nicht mehr nm Wüklichkeü eine hes- neuerbaute evange- ber feierlich einge« erd der Superintendent flbring, vornehmen. aus 11’’ bA ** Nv. 867 »»scheint tLgttch außer Sonnlag». Dam Siebener Anzeiger «verden tm Wechsel mit dem kesslfcheu Landwirt bte «ießener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegL Rotattonflbrucf u. Der» tag der vrübl'schen Unlverl.'Buch- u.Slein- druckeret lPietsch Erden) Redaktion, Exvedilroa und Druckerei: Schul st ratze 7. Adresse Hk Depeschen« Anzeiger Gictzen. FernsprrchanlchinhNr 51. Erstes Blatt. 158. Jahrgang Donnerstag 13. November LÄV8 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezngsprei», monatlich 75 Pi., otertel* * jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pi.; durch die Post Mk. 2.— oierteU jährl. auslchl vestellg. Annahme von Anzeige» für die Dagesnummer viS oormUtagS 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12P^ auöivärtS 20 Psg. verantwortlich« tot den polit u. allgem, teil. P. Wtttko: föi „Stadt und LanhE und (Lenchwsaal^: L ll r t Plato, tot den Aw zeigenteil: HanS Beck Krkanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das 1. Bataillon, Infanterie-Regiment Nr. 168, am 18., 19. und 20. November d. IS. jedesmal von 8 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition, mit Schußrichtung von Rockenberg gegen den Buch-Berg (Teller B.) südlich Münzenberg, abhalten wird. Das für den Verkehr gesperrte Gelände wird begrenzt: im Osten durch die Straße Bellershetm-Obbornhofcn-Wohn- bach; fm Süden durch die Linie Wohnbach-Comthur-Berg (süd- westlich Wohnbach) Gabelpunkt der Chaussee OpperShosen - Södel mit dem Feldberg nach Wölfersheim; im Westen durch die Straße Rockenberg-Oppershofen und Oppershofen-Södel bis zu dem nach Wölfersheim führenden Feldweg; fm Norden durch die Straße Rockenberg-Münzenberg-Trais- Münzenberg-Bellersheim. Die als Grenze angegebenen Wege sowie die genannten Ortschaften dürfen betreten werden, jedoch muß das innerhalb dieser Grenzen gelegene Gelände 1 Stunde vor Beginn und bis 1 Stunde nach Schluß des Schießens von jedem Verkehr frei bleiben. Die beteiligten Großh. Bürgermeistereien des Kreises werden angewiesen, das Schießen in ortsüblicher Weise zur Kenntnis aller Einwohner bringen zu lassen, die Bekanntmachung nochmals am Tage vor dem jedesmaligen Schießen in den Gemeinden zu wiederholen und die Einwohner anzuhalten, den Weisungen der Posten Folge zu leisten. Gießen, den 11. November 1902. Großherzogliches üreisamt Gießen. Dr. Breidert. Zur ^uvdtagswuhl in Kühbach bringt das dortige Blatt eine längere Zuschrift zum Abdruck, der wir folgendes entnehmen: „Ein Teil der Bevölkerung des Wahlkreises, die sich stolz fühlt als Mllglied des selbständigen Bauernstandes eines Bezirkes, dessen politische Reife es schon mehreremal zuließ, freisinnige Abgeordnete in den Reichstag zu senden, läßt sich seit einigen Jahren von einem Offenbacher Zeitungsredakteur fast am Gängelbande führen. Ein Zeitungsredatteur, der nieLandwirt war, der den Wahlbezirk kaum kennt, hat es fertig gebracht, durch den Bauernstand einschmeichelnde Reden in Versammlungen einen Teil dieser Freiheit liebenden Bevölkerung tote Unterthänige an sich zu ketten. Tiefe Reden lohnen sich auch, denn fein Blatt, das an sich einen ganz seichten Inhalt hat, wird in vielen Exemplaren gelesen und als Lieferant an Konsumvereine dürfte er wohl, wie ja alle Lieferanten, so nebenbei Einiges verdienen und das von Rechtswegen. Tiefer Herr Redakteur, dem ein Reiseprediger seit einiger Zell zur Seite steht, der wohl auch nebenbei zu Aufträgen von Konsumvereinen anregen wird, hatte sich, in Verbindung mit einem Reichstagsabgeordneten, dem das Reichstagsgebäude anscheinend ein Greuel ist, denn man soll ihn in demselben fast nicht sehen, die Aufgabe gestellt, unserem bewährten seitherigen Abgeordneten sein Mandat zu entreißen. Pochend auf ihre Macht bei dem Bauernbund wurde eine Wahlmännerversammlung nach Ostheim einberufen — die Butzbacher Wahlmänner ließ man wohlweislich zu Hause — und in dieser wurde, nachdem der Herr Reichstagsabgeordnete in seiner bekannten derben Weise die Versammlung gegen Herrn Landtagsabgeordneten Joutz scharf gemacht hatte, auf Antrag des Herrn Redakteurs aus Offenbach beschlossen, nachfolgendes Ansinnen an Herrn Joutz zu stellen und von demselben unterschreiben zu lassen: Unterzeichneter erklärt hiermit, daß er bei bevorstehender Landtagswahl als Kandidat des hessischen Bauernbundes auftritt, sich im Falle seiner Wahl der Organisation des hessischen Bauernbundes anschließen und dessen Forderungen in und außerhalb des Landtages vertreten wird. Nach dieser Fassung wäre der Abgeordnete nur für den Bauernbund dagemesen und die N i ch t b a u e r n b ü n d- ler, die überwiegende Majorität im Bezirk, mochte sehen, wer sie int Landtage vertrat. Ob man angenommen, daß H>err Joutz diese für jeden Ehrenmann unerhörte und beleidigende Zumutung, bei deren Erfüllung jede selbständige Meinung desselben unterdrückt war, nicht annehmen würde und dadurch ein gutes Agitationsmittel beim Bauernbund vorliege, oder hatte man gedacht, wenn er unterschreibe, so habe man, da solche Zusicherungen ungesetzlich, ein Mittel, seine Wahl anzufechten, muß man dahingestellt sein las,en. Herr Joutz lehnte natürlich diese unverschämteZumutungab und so wurde denn sofort nach feiner Erklärung die Agitation von diesen beiden Bauernbeglückern, aber nur in der Rede und nicht in der That, ausgenommen. Ein Gegenkandidat, der mündlich und schriftlich, erftärt hatte, nicht zu kandidieren gegen Joutz, beteiligte sich an dieser Agitation. Ob und welche Verdächtigungen als Agitationsmittel gegen Herrn Joutz gebraucht wurden, entzieht sich der Öffentlichkeit. Thatsache ist, daß einige Wahlmänner, welche sich, vor ihrer Wahl verpflichtet hatten, Herrn Joutz zu wählen, bei der Wahl wortbrüchig geworden sein dürften. Thatsache ist, daß die Mehrzahl der Wahlmänner ihre freie Meinung aufrecht hielten und durch die Wiederwahl des Landtagsavgeordneten Joutz ihre Anerkennung für dessen seitherige Thätigkeit und ihr Vertrauen zu dessen künftiger Thätigkeit zum Ausdruck brachten! Tie Wahlschlacht ist geschlagen. Tas indirekte Wahlsystem hat hoffentlich zum letzten Mal bei der Landtagswahl seine traurige Rolle gespielt. Wenn auch dieses Mal nicht wie früher zuweilen Bestechungen vorgekommen sein dürften, so hat diese Wahl doch Gleich- giltigkell der Bevölkerung bei den Wahlmännerwahlen gezeigt und Wortbrüchigkeit, Unselbständigkeit und Undankbarkeit im Gefolge gehabt. Bei der direkten Wahl können solche unschönen Tinge wenigstens nicht in dem Maße Vorkommen, wie bei der indirekten, und ein Redakteur und Reichstagsabgeordnete, dazu noch aus anderen Wahlkreisen, konnten ivohl in offener Rede die Massen zu fangen suchen, aber nicht int Tunkeln arbeiten, wie dies seit Wochen und besonders an den letzten Tagen vor der Wahl geschah. Ter Staatsbürger unserer Zeit, bereits gewöhnt, in der Gemeinde und für den Reichstag direkt zu wählen, verschmäht es, seine Stimme für einen Wahlmann abzugeben, dem man, wie auch diese Wahl wiederum gezeigt hat, nicht immer trauen kann, und deshalb die schlechte Wahlbeteiligung. Ter Abgeordnete aber muß sich bewußt sein, durch die Majorität der Bezirksbewvbner gewähll zu sein und nicht durch einzelne Wahlmänner, deren Wahl vielleicht der Zufall geschaffen, und die sich, oft in letzter Stunde von Agitationen bewegen lassen, gegen bie allgemeine Volksmeinung zu stimmen. Deshalb weg mit dieser verwerflichen, zu Wortbruch und Pflichtverletzung verleitenden indirekten Wahl." Ein neues „Kahlpsändungsrecht". In der heutigen Aera der heftigen und erbittertem Jnterefsenkämpfe hat sich auch der Gegensatz zwischen den Mietern und Vermietern immer schärfer zuge- spitzt, wie dies auch in der Begründung der Hausbesitzer- und Mietervereine zum Ausdruck gekommen ist. Die günstigere Position ist bei diesen Kämpfen auf feiten der wirtschaftlich stärkeren Vermieter, denn wenn auch das Bürgerliche Gesetzbuch zu Gunsten der Mieter eingegriffen hat, so haben doch bie Vermieter im Kampfe gegen die Mieter eine sehr wirksame Waffe, den Mietkontrakt. Vielfach werden die Mietkoutralle von den Hausbesitzervereinen mit einer raffinierten Kunst entworfen, welche gar manche gute Absicht des Gesetzgebers zu schänden macht. Nun ist zwar niemand verpflichtet, einen Kontrakt zu unter schreib en, der ihm nicht gefällt. Aber einmal pflegen die meisten Menschen sich beim Unterschreiben eines Mietkontraktes wenig Skrupel zu machen, und andererseits ist eben der .Vermieter dem Mieter gegenüber, der eine Wohnung sucht und haben muß, in der günstigeren Sage, sodaß er ihm die Friedensbedingungen diktieren kann. Tie Fälle, in denen mit Hilfe des Mietkontraktes Vergünstigungen, welche das Bürgerliche Gesetzbuch den Mietern gewährt hat, aufgehoben werden, scheinen sich um einen neuen Dereuncrn zu roonen. & oo9 Des Burgen. Ges. räumt dem Vermieter für feine Forderungen aus dem Mietverhält- nis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen deS Mieters ein, aber dieses Pfandrecht erstreckt sich nicht „auf die der Pfändung nicht unterworfenen Sachen"". Welche Sachen dies sind, ist im § 811 der Civilprozeßordnung festgesetzt, die in ihrer neuen Fassung vom 17. Mai 1899 den Kreis der nicht pfändbaren, well für den Schuldner unentbehrlichen, Gegenstände erheblich erweitert hat. Als das Bürgerliche Gesetzbuch dem Vermieter an Stelle des früheren Retenttons- oder Zurückbehaltungsrechtes das Pfandrecht einräumte, aber den Kreis der Gegenstände, auf die sich das Pfandrecht erstreckt, gleichzellig! im Einklang mit dem sonstigen Pfandrecht einschränkte, war dabei die sozialpolitische Erkenntnis bestimmend, daß das Pfandrecht des Vermieters nicht bis zur wirtschaftlichen Ruinierung des Mieters gehen dürfe. Da das Bürgerlich^ Gesetzbuch das sogenannte Kahlpfändungsrecht, wo es nicht, wie in Preußen durch Gesetz von 1894, schon früher aufgehoben worden war, beseitigte, war es nur logisch, daß dem Vermieter das Zurückbehaltungsrecht an den der Pfändung nicht unterworfenen Sachen abgesprvchen wurde, denn ein solches Zurückbehaltungsrecht käme in der Praxis dem Kahlpfändungsrecht ziemlich gleich. Kürzlich ist nun eine Reichsgerichtsentscheidung ergangen, welche leider sehr geeignet ist, dieses Kahlpfändungsrecht, welchem man die Vorderthür verschlössen hat, durch eine Hinterthür wieder einzulassen. Das Reichsgericht hat entschieden, daß ein Abkommen, durch welches der Mieter dem Vermieter wegen dessen Forderungen aus dem Mietverhältnis an sämtlichen eingebrachten Sachen ein Zurückhaltungsrecht einräumt, rechtswirksam sei, sodaß er also berechtigt sei, bis zu seiner Beftiedigung die Weg- Gießener Stadtlhcaler. Die goldene Eva. Don Franz v. Schönthan und Franz Koppel-Ellfeld. Vor sieben Jahren, als die lustige .Corntesse Guckerl" das Licht der Welt erblickte, war die damals viel beliebte Firma Franz von Schönthan und Gustav Kadelburg gelöscht worden und als zweüer Tantiemen-Teilhaber hatte sich Dr. Koppel-Ellfeld in das Handelsregister der Lustspielbranche eintragen lasten. Auch diese Firma florierte einige Jahre sehr und erzielte die höchsten Einnahmen. Neuerdings hat sie wieder einen Wechsel erfahren, indem Herr v. Schönthan jüngst Arm in Arm mit dem unter dem Pseudonym „Frhr. v. Schlicht" wohl bekannten Militär-Humoristen Grafen Bau- distin „im bunten Rock"" auf den Brettern erschien. Damals aber, in jenen schönen Tagen, als die beiden urkomischen Franze ihre flitterbunten Bühnenbilder aus der deutschen Vergangenheit mit Schnellmalerkunstfertigkeit herstellten, da hatten einzelne ernsthaftere Poeten soeben schüchtern begonnen, dem Naturalismus Valet zu sagen. Es Hub die Zeit der romantischen Anwandlungen in der modernen Kunst an, und jene beiden geschäftskundigen Bühnenastocios sattelten ihren gemeinsamen Pegasus zum Ritt in die „Renaistance"". Auch „die goldene Eva"", 1897, ein Jahr nach der „Renaissance"" entstanden, ist ein Versspiel aus alter Zeit, aus der Hans Sachs-Periode, und die beiden Autoren erwiesen damit ihre Berechtigung, unter die besten Handwerker unserer Bühne gezählt zu werden. Dem jeweiligen Geschmack der Menge Entsprechendes wußten sie prompt zu liefern. Das ist etwas Achtenswertes, dem man den goldenen Boden des Handwerks wohl gönnen kann. Wenn ein Kritiker sieht, daß jemand in harmloser Weise andre vergnügt, dann sagt er am bel'ten nichts Grämliches dazu, und wenn Bühnenkünstler Vermischtes ■ ra!3 Pro DmjiQljgr Männer« Familiral zu (affen4 Mungo; sprach über Anatomie uud erste Hilse in Unglücksfällen. Bei dem Abturnen wurden Reigen, Ordnungs-, Frei-, Geräten- und besonders auch Stabübungen vorgeführt, zum Teil mit Klavier- und Gesangsbegleitung. Oberschulrat Dr. Scheuermann hielt zum Schluß eine Ansprache; er zollte Herrn Schmuck Dank und ermahnte die Teilnehmer, das, was sie hier gelernt hätten, hinauszutragen in die Kreise ihrer Kollegen zum Nutzen und Frommen der Volksschulen. Am Abend fand im .Kaisersaal4 eine Schlußfeier statt, an der u. A. der Obmann des Landeslehrervereins, Oberlehrer Backes, teil- leisten. — Der Stabsarzta. D. Dr. Wilhelm Sägert wurde gestern Abend, nachdem in seiner Wohnung eine umfassende Haussuchung erfolgt war, in Haft genommen. Schon seit einiger Zeit schwebt gegen ihn ein Verfahren wegen Meineids. Er soll die falsche eidliche Aussage in einem Prozeß gemacht haben, der wegen angeblichen Diebstahls von Wertpapieren in der Sägertschen Wohnung wiederholt vor der hiesigen Strafkammer verhandelt wurde und mit der Freisprechung der angellagten Person endigte. — Der Schreiber bei dem städtischen Elektrizitätswerk, Meirich, der au Probe angestellt war, hat etwas über 3 0 00 Mk. vermittelst nächsten Tagen begonnen werden. - In Amerika verstorbene Hessen. In New- Hott: Phrlippine Schneider, geb. Happel, aus kommen- heim, 72 Jahre alt. — In Louisville, Ky.: Jakob Horn aus Hesien-Darmstadt, 76 Jahre all. — In Bluffton, O.: Margaretha Kratz, geb. Bernhard, aus Auerbach a. d. B., 71 Jahre all. — In Eleoeland, O.: Katharina Ham el, Igefälschter Quittungen unterschlagen und wurde verhaftet. j Ml» f 1 i'iro », Jift i®"1 **eti Er wollte sich wieder, obschon er noch nicht geschieden war, verheiraten und verlobte sich mit zwei Bräuten, welche er anpumpte. Tie Stadt hatte ihm schon gekündigt. __ Wie es heißt, beabsichtigt die Behörde, den Schutzmann Baron, der von dem vom Schwurgericht verurteilten Zuhäller Eckert s. Z. lebensgefährlich verletzt wurde, gegen seinen Willen zu pensionieren, da er infolge seiner Wunde, die immer wieder aufbricht, und eine öftere Verbringung in das Krankenhaus notwendig machte, seinen Dienst noch nicht wieder aufnehmen kann. Schon un Aprll d. I. wnrde er von dem Polizeimspektor zum Wiederantntt seines Dienstes aufgefordert, und kürzlich legte ihm sein Vorgesetzter in offizieller Weise nahe, ferne Pensionierung freiwillig nachzusuchen, andernfalls dieselbe zwangsweise in kürzester Frist erfolgen werde. Da5 Buch, das mehr ng des allen Hauses ‘■’iefen, U 8i ----- * k'l-r t Äabi Jjk d-> Wllg« q , s*. Ä an das - ■ schlosse' | chie einsa • Met Th fahren V dii Ih W oog-e- a Mser 9 lieht mrd fyi, bleibt uutluhsta amdien, ' leib trügt, ^oordni. lüine, der ttil verlas dnan Tisl Inbcen v Herr soeben a Beiettiit rchwügei Vorurt v omnählt [donnftia in Eamil aber etw ein schw Ander y mehr gra scheint m h Die Lchn Aar ist d sich breit ’ • Ä ostpreußi schen Jes Itrung. i fitnbrn l «djangnh ;unga 9äc btamitnlc einige A ihr am ' verkauft und flu Ählonv Denkerstirn doch nur im Nacken gräulich. Als besagte rittertolle und an Lebenserfahrungen reiche Beschließerin von Leberknödeln mit Speck zeigte Frau Jenny ihr bekanntes Geschick für derartige Rollen. Die Bühnenausstattung nament- lich im zweiten Akte war gediegen und solid. P. W. Worms, ia Nov. Eine wichtige gesetzliche Bestimmung, durch welche der Verschleuderung oder Verschleppung kulturhistorischer Funde vorgebeugt werden soll, ist sell dem 1. Oktober in Rheinhessen in Kraft getreten. Nach derselben müssen alle derartige Funde, bewegliche und unbewegliche Gegenstünde von kulturgeschichtlicher oder sonst geschichtlicher Bedeutung von dem Eigentümer des Grundstückes, auf dem sie gefunden worden sind, dem Bürgermeister des betreffenden Ortes oder dem nächsten Krersamt sofort zur Anzeige gebracht und den Anforderungen dieser Behörde wegen dieses Fundes unbedingt Folge gegeben werden. Selbst derjenige, der beabsichtigt, eine Ausgrabung nach derartigen Gegenständen vorzunehmen, muß dieses zur Anzeige bringen. Hinsichtlich der Aus- führung dieser Ausgrabungen, der Verwahrung und son- snger Sicherung, sowie der Behandlung etwa aufzufindender Gegenstände hat der Nachsuchcnde den Anforderungen der Behörde unbedingt Folge zu leisten. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden mit Geldstrafen bis zu 1000 Mark oder mit Haft bestraft. ctttian h J? . .Mfalle imb roncen von höchst 5er «rlmer Gesell. jXingenieurs DA°nne geschieh, dEer betrogen haue. FMAe stainnlle en Mten nach bei ^on M Matt. Mit redenden, fcou Sch. Annika ans. Drüben blieben Beide Jahre dle,es Jahres erhielt ^eder geheiretct hatte, ^Philadelphia. Unter Frau Baumgart, daß is an Schasser ver« W Sie selbst sei idsucht, und habe nur >e noch einmal Groß, eberfahrt schicken, da« Im Einverständnis ilier der Unglücklichen ? Freistelle in einem ne Großmut ist jedoch r einigen Tagen mit Banmgatt inMschen V'Ä “btt ““Mt ’J* °rde? 7°>Ipe!v XMatlä ii* in der pshchiatri- SelbstMld, Die die hrecklicher achnmalev x psychiatrischen Llinil auses begangen. Bor mtbeamter eingeliefert -n GeislLskWkheit und sucht, welchen Perioden t fßatient wurde daher rcht. Sorgejlent falt anfall; schreiend alt* ttes und schlug, 'mit g, daß WM, W» di-zuV M Das nm lerne lG LtteÜe der UnglücklH ab, und erst nach da Vorsicht g^ciartjö Rasenden zu überW Wärter em unheM rf[eiid)fe mit de« iSen's5^im i‘ Mit größter Dörens- die ldnchden^ TZ- Tir SaI* 9 t »°« «^Sbnngue 3'S ldenb ^Arken äußer ... Jet»!1? - tlT* «rf vs» it V“»1 UniverMs-Uachrichten. Lesungen: Markte. 1 Gießen gebrachte Kranke kommen. •c Wetter Z s Bed. Himmel am 1L—12. November + Höchste Temperatur an Niedrigste , 11.-12. 8(1) 1(1) 2 1 2 8(1) 1 KD -E e Es starben an: Bösartige Neubildungen Masern Schlagfluß 8,6 °C. 0,6° 0 Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) „Philaletes". Was Sie an unserem Bericht über das „Siegburger Ehedrama" mit Ihrem langatmigen Ausschnitt au5 dem Bonner „Gen.-Anz." berichtigen wollen, bleibt unverständlich« Der einzige Unterschied in beiden Berichten ist der, daß der unsere in kurzer und kurzweiliger, der Bonner in langer und langweiliger Fassung dasselbe sagen. Warum sollen Kinder Katpreiner's Malzkaffee trinken? Meteorologische Beodachtuugen der Station Gießen. E. 7085 Weil namhafte Aerzte «achgewiefen haben, daß Bohnenkaffee den Kindern durchaus nicht zuträglich ist, chährend durch Äath- retner's Malzkaffee mit Milch glänzende Erfolge in dem Gedeihen der Kleinen erzielt wurden! Dieses Getränk wird vou den Kindern auch dauernd ger« genommen, während reine Milch ost bald widersteht nud tu vielen Fällen nicht gut vertragen wird. Urahne, Ahne, Mutter und Kind Mit Vatern zusammen im Bade sind. Der Konsistorialrat wandett vorbei, Das Kindlern sieht er und spricht: ,Ei, dl' Und Vater neckt sich mit Muttern froh, Da seufzt der Konsistorialrat: ^Ohl Und der Ahne Formen bespütt die See, Da ächzt der Konsistorialrat: „Weh!" Doch als er erst die Urahne gesehn, Trieb es chn eilig von bannen zu gehn. Und auf der Synode zu Stettin Erfaßt em heiliger Eifer chn. Auss tiefste bedauert er, daß man hat Erlaubt das schlimme Familienbad. Urahne, Ahne, Mutter und Kind Nebst Vatern daraus zu vertreiben sind. So hat sich selbst im Pommerland Zur Fleischnot die Synode bekannt. Arbeiterbewegmg. Leus, 12. Novbr. Die Zahl der Grubenarbeiter, Mr im Kohlenbecken von Pas de Calais die Ar bei t wieder aufgenommen haben, betragt mehr als 10 000, d. h. /, des Ge- amtpersonals, und ist noch im Zunehmen begrigQu Kunst und Wissenschaft. Duriu. 12. Novbr. In Anwesenhett des Herzogs von Aosta cks Vertreter des Königs wurde die intern a t t o n a l e Kunst- 7;werb eausstellung geschlossen Der Prinz hiett eine An- macke in welcher er den fremden Regier-ungen für ihre Mit- virkung dankte und den glänzenden Erfolg der Ausstellung betonte. Seinemim Verlage von Ernst Wasmuch rn Berlin erschemmden )Ächt?ge7 und großen Lieferungswerke werden die bemerkens- verttn^ Stücke der Ausstellung vorzüglich reproduzier.) Rewyork, 12. November. Der verhaftete Komponist Nascagni telegraphierte heute an den ita^mschen Minister- sräsidemen Zanardelli, den er um diplomatische Hilfe anruft Zanardelli anlivorlete beruhigend. Die.Trlbuna^glaubt, ItalienI ionue diplomatisch intervenieren, weil der Kontrakt über die Tournee | in Italien abgeschlossen wurde. Opernfreunde, namentlrch Sefudjer der frankfurter Oper, seien aus dre im Verlage von Hermann Seemann Nachfolger erschemenden „Opernführer" (ca. 100 Nummern ä 50 Psg-) hutge- iviesen, die in weit höherem Maße als alle sonstigen Text- and Führer-Ausgaben erschöpfende, fesselnd geschriebene unb mit vielen Notenbeispielen erläuterte Klarlegungen liier bedeutenderen Bühnenwerke bringen. An der Hand tiefer von hervorragenden Musikschriststellern verfaßten Opernführer wird jeder gebildete Leser sich den Genuß emes Overnabends ungemein erhöhen können. Auch ermge neuere beste der Sammlung mit Erläuterungen zu Glucks „Orpheus", Paderewskis „Manru", Tonizettis „Don Pasquale", Samt hat, der Wiener Zeitung Wfolge, nur werttg-e Ml-I' lullen gedauert. Selbst die Aerzte, die an den Anbllck der i furchtbarsten Krankheitsbilder gewöhnt sind, und ine aue3 r zetthan haben, um den Rasenden vor dieser blutigm Selbst- > )Lrftümmelung -u schützen, waren aufs tiefste erschüttert. Aenige Stunden später erlöste der Tod den Unglücklichen I )nn ipinen Oualen. »'Der Zo-n des Kaisers von Rußland über !|)üe Beziehungen seines Oheims, des Gr o ßfürsten Paul ■tm Frau v .Pistolkors, geb. Karanegm, und über )2ssen Heirat mit dieser Dame nach ihrer Scheidung von b.rrrn v. Pistolkors, hat sich noch in nachdrückliche Werse Juift gemacht, als es nach den ersten aus den Fttll bezüglichen Trahtmeldungen der nordischen Telegraphen- äzentur annehmen durfte. In jener Meldung hieß es, ri:oßfürst Paul sei „verabschiedet" worden, habe also, wie mirn sich in Deutschland ausdrückt, den „schlichten Abschied ^halten. In dem amtlichen Teil der „Petersb-Ztg. heißt Ä jedoch, daß der Großfürst durch allerhöchsten Tagesbefehl i® das Militärressort aus dem Dienste ausge- jlchlossen worden ist, was eine schärfere Strafe ist, als I eune einfache Verabschiedung. ♦ Großsürsten-Jdylle. Im „Berl- Tgbl. be- nicktet Theodor Wolff aus Paris von zwei neuvermahlten Ären: In einem Restaurant, dos fett einer Reihe von I,ihren sehr in Mode ist, sitzt, an einem Tische der Groß- s i r st Alexis, der Onkel des Zaren, mit der prachtvollen k::auz die ihn überall begleitet, seinem Adjutanten und ber kurzbeinigen, breitmäuligen und vergnügten Bull- vegge. Der Großadmiral der russischen Flotte, der die Pariser Restaurants den Petersburger FesttviEen vor- ucht und in der Avenue Gabriel eine eigene Wohnung h®t, bleibt eine der interessantesten und sicherlich eine der stattlichsten Erscheinungen aus den europäischen Fürsten-> amilien, und seine Begleiterin, die ein grünes Sammet- kl eid trägt, ist fett dem Frühjahr womöglich nckch schöner geworden. Dos Frühstück ist beendet, der Großfürst, die Lame, der Adjutant und die Bulldogge wollen dos Restcui- rant verlassen. Nahe beim Ausgong sieht der Großfürst an eünem Tisch einen Herrn und eine Dame — er läßt ine Oberen vorausgehen, tritt an den Tisch heran und reicht b*m Herrn und der Dame die Hand. Der Herr ist fein j üngerer Bruder, Paul Alexandrowitsch, der oebeu aus der russischen Armee ausgeschlossen und aus Ikrtersburg verbannt worden ist, die Tome ist seine neue £ chwögerin, die geschiedene Baronin Pistolkors, sett einem Monat vermählt mit dem Großfürsten Paul. Diese Neu- o-ermähtten erholen sich in Paris von dem Petersburger Aannftrahl und machen ihre Einkäufe für ihr neues Heim in Cannes. Paul Alexandrowitsch, der fast noch großer, aier etwas weniger breitschultrig als AlexiA ist und nur ein schwarzes Schnurrbärtthen trägt, ist erfreut, seinen gruder zu sehen. Mexis begrüßt lächelnd die sehr schlanke, aiehr graziöse als schöne Entführerin, die ein wenig leidend scheint und einen Mantel mit weißem Hermelinkrogen über Die Schultern gelegt hat. Dann lächeln alle Drei- Der Lar ist weit, und der Himmel, der über Poris und Cannes si h brettet, ist milde. * Auch ein Ballgesprach. In entern kleinen oitpreußischen Städtchen treffen sich bei einem patriotischen Feste einmal ausnahmsweise olle Kreise der Bevol- leruna. So kommt es, daß bei dem sich barem anschlie- b enben Tanz, wöhrenb ber Polonaise beim Kommando .changez les dames" ein in einem Schuhgeschäft cmgestellter jimger Mann für kurze Zett der Kavalier einer höheren Secuntentochter wird. Im ersten Augenblick gerät er ui I einige Verlegenheit. Da fällt chm zum Glück em, daß er iHr am Tage zuvor zufällig ein Paar Hauspontofselchen verkauft hat. Er neigt sich also verbindlich zu chrem Ohr mnd flüstert: „Na, Frellainch.en, wie tragen sich, die | Schlorren?" , ' - DaS Familienbad. Ein Antrag des Konsistorial- r rtS Prof. Dr. Cremer-Greifswald: „Die pommersche Pro- mnzialsynode bittet die Behörde, das gemeinsame Baden von Männern und Frauen grundsätzlich zu verbieten, und bie Namilienbäder, wo sie schon bestehen, unverzüglich schließen 3ja lassen", wird vom „Kladderadatsch' in folgenden Versen Anders „Fra Diabolo" mck> Smetanas „Der Kuß", Ine unS jüngst zu Händen kamen, haben uns nur in der Ansicht bestärken können, daß den Seemannschen Opernführern alS erstklassigen musikalischen Blldungsmitteln Verbrettung zu wünschen sei. z_ . Marcel Prsvost, Die Jungfrau (Lettres ä Francoise), Umschlag-Zeichnung von F. v- Rezntcek, geheftet 3^0 Mk. Verlag von Albert Langen, München. Dieses neue Buch des berühmten Franzosen, interessant tote ein Roman, durchweht von einem freien Geist, spricht fein und klug von allen Dingen, die eine Rolle int Leben des junoen Mädchens spielen. Prsvost sogt uns, was dos junge Mädchen von ! heute ist und was es fein sollte, nach welchem Ideal es ftreben muß, wie es sein Leben regeln muß, um sich gesund zu erhalten rc. Er spricht von der Tollette und der Ko- lettene, von der Ehe und der Liebe, vom Familienleben, der Geselligkett «und dem Sport, der Hauswirtschaft usw. „Die Jungfrau" ist ein Buch, das, ganz abgesehen von dem, was man aus ihm lernen kann, auch zur Belebung der Geselligkeit beitragen muß, beim es wirb lebhafte Gespräche und Diskussionen anregen. eine Umhüllung gegen Kälte aeschützt ist, die Temperatur durch ein Oeschen oder geeigneten Falls etwa durch eme Gasflamme auf genügender Höhe zu erhallen. ___ __। Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorüber- Summa: 5 (2) 4 (3) 1 I aefjenb nicht m Gebrauch befindliche Klosetts (wie in Vereins- Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie vill L^-ern usw.) werden durch Einstreuen von etwas Salz (Viehsalz) der Todessälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach bad Schlußwasser des Syphons (Wasserabschluffes) gegen Aus- — * frieren der Schüsslln geschützt. Die Wasiermesser nebst dem nächstauschließeuden Teil der Rohrlettung sind während des Winters mit Stroh, Säcken ober ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die bett. Kellerfenster geschlossen zu hallen. — Die Herstellung aller Wassermesier, die in Folge ungenügenden Schutzes gegen Kätte Schaden erleiden, erfolgt aus Rechnung der Hausbesitzer. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Liejerung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen au Lettuug und Gebäude fern gehalten. Wir empfehleu daher vorstehende Borsichtsmaß- I regeln allen Beteiligten zur ganz besonderer: Beachtung. Reparaturen und Aufchauung von Hauswasserleüungen werden am schnellsten von denjenigen Jnstallationsgeschäsren besorgt, welche die bett. HauswasserleiMngen s. Zt. ausgeführt haben. Gießen, den U. November 1902. Städtisches GaS- und Wasserwerk Gieße«. Otto Bergen. 7897 «Ine eidgenössische Akademie der Wisseusthaften. Wahrend im Deutschen Reich bedeutende Gelehrte und Schriftsteller zu dem Projekte der Gründung einer deutschen Akademie öffentlich Stellung nahmen, überreichte in der schweiz.Bimdesitadt em Triumvirat von Hochschulprofessoren, dem sich Dr. I. V. Widmann an- geschloffen hatte, den Bundesbehörden ein Memorandum das die Gründung einer schweizerischen Akademie derW.ssenschaf en em- vsiebll. Wie das Bwidesgericht die oberste Instanz m Rechtsfragen bildet so soll diese neue Akademie vom Volksbewußtsem getragene und vom Staat sanktionierte oberste wissenschafttlche Behörde darstellen. Sie soll alle wahrhaft wissenschaftlichen Kräfte der Schweiz wie in einem Brennpunkt fammeln, aufstrebende Talente fördern, neue Funde veröffentlichen, im Lande gemachte wissenschaftliche Entdeckungen der Welt kundgeben. aber auch durch Stipendien und Expeditionen solche Funde und Entdeckmigen herbei- führen. Tie Akademie würde Ausgrabungen unternehmen, an Tiefseeforschungen und wiffenschafttichen Expedllionen sich beteiligen, Reisestipendieu für junge Forscher gewähren usw. Atz der Aka- demie ist Bem. Die Geschäfte fuhrt em besoldet« ftanbiger Sekretär. Die Mitglieder beziehen weder Gehalt noch Sitzungsgelder. Dieses Memorandum ist vom schweizerischen Departement des Innern den Erziehungsdirektionen derienigen Kantone, die Hochschulen haben, sowie dem Polotechnckum m Zurich, der geschichts- forfchenden und der naturforfchenden Gesellschaft zur Mernungs- äußerung überwiesen worden. Für die Einführung eines Staatsexamens für Chemiker tritt die .Chemiker-Ztg." ein. Sie hofft, daß dadurch eine wesentliche Besserung in der Lage der Chemiker eintreten wird. Ob aber wirklich, fragt die .Voff. Ztg/, mit der Emfuhruna des Staats- eramens und der Erschwerung der Zulaffung zum Ehemlesüldium eme Gesundung der wirklich recht traurigen Sage der großen Mehr- zahl der studierten Chemiker eintreten wird? Das medizinische Studium ist heute bei uns schwer genug gemacht. Wie lange dauert es, bevor ein Jünger Aeskulaps die Praxis als Arzt aus- üben darf! Und trotzdem haben wir eine UeberfuUe von Aerzten, von denen nur eine sehr geringe Zahl laut den statisttschen Ermittelungen zu den Selbsteinschätzem gehört also über em Jahreseinkommen von 3000 Mark oder mehr verfügt. So viel Gutes auch ein Staatsexamen für Chemcker haben mag, der Andrang zum Studium der Chemie wird daduach kaum sonderlich nachlassen. Das vorgeschriebene Reglement für em etwaiges Staatsexamen kann unter Umständen auch verhindern, daß der Einzelne ^emm=euw Ä Vorkehrungen fe ÄJifÄ gegen Ginfrititn der SM-WchckltMgeil. I als zu wenig geprüft. Und gar Mancher, der auf amtlich gestem-1 Uuter Hprweis auf die „Bestiinmungen über Anlage der Haus» pellem Papier seine Staatsprüfung bescheinigt erhall, glaubt, er sei Wasserleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, bafc,. nun über alle Fährnisse hinweg, trotzdem da erst der Kampf ums um bem (Huftieren des WasierS in den HauSwafferlettuuge» Dasein beginnt. bet ettttreteuder Kälte vorzubeugeu, es erforderlich ist, diel ____________________ — Hauswasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu ent-1 ~ ,, leeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wasser- Kandel und Verkehr. Uolkswittschast. I ' Frankfurt. 12. Novbr. Auf den 19. Dezember ist in Frank- des Gefäß untergestellt, geöffnet wird und dies so lärme geöffnet : furt cuM. eine ordentliche Generalversammlung der Lothringer gehalten wird, bis das m der Hausleitung Eisenwerke einberufen. . ständig abgelaufen ist, woraus bezeichnetes Hähnchen wieder ge- Sasiel. 12. Novbr. Inder am 8. Dezember stattfindenden schlossen wird. ... 3 t Generalversammlung derHessischenAktienbierbrauerei' ßwr-™.™ ... ormtrfen. tft oeboten. soll eine Dividende von ö Prozent in Vorschlag gebracht werden. Äöttt, 12. Novbr. Es wird den Besitzern der noch im Umlauf befindlichen 4prozentigen Obligationen der M as db inenb au- Anstalt Humboldt zu Sait bet Rhein .(letztere siiid per 1. März 1903 gekündigt) der Umtausch chrer Stucke m neue 4‘/.projentige Obligationen bis zum 1L Dezember d. I. fteigstellt. Der Umtausch der bprozeutigeu T^ttscheu Zoll-Obtt- aatioueu vom Jahre 1886 in 4vrozenttge Obllgatwnen von 1902 Tann bis zum 20. Slooember bewttkt werden. Zum U/14. Januar i 1903 sind diejenigen b prozentigen Zoll-Obligationen, die nicht zum Umtausch eingerächt werden, zur Rückzahlung gekündigt. Ltmbnra a. d. L^, 12. Novbr. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Maller. Roter Weizen 13.38 Mll,2Leißer Weizen K — - --»— 13J6 SDIL, altes Korn 00.00 Mk^ neues Korn 00.00 Mark, Gerste wieder vollständig geöffnet werden. 8.57 Mä/aller Hafer 7.00 Mk^ neuer 0.00 Mk., Erbfen 0.00 Mk., Sibzweiglettnugeu nach Waschküchen, Badezimmern, Hof- Kartoffeln 0.00 Mk. raumen, Gärten usw. sind während des Winters mittelst chrer be- __ _ sonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und erteilt ~ d hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Aus- MöckkllMe AebeMt der Todesfälle m der staot Gleßen kunft, welcher die betreffende Leitung gefertigt hat. Bei anhatten. Kk f rc bcr' außerordentlicher Kälte empflehll es sich, die Wasserentnahme 45. Woche. Dom 2. bis 8. November 1902. auch während deS TageS auf kürzere festgesetzte Zett zu be» Einwohnerzahl: angenommen zu 26 400 (inkl. 1600 Mann Milttar) -^^keu und während der übrigen Tageszeit die Hauswasser- Sterblichkeitsziffer : 10,04, | leitungen gleichfalls in oben angegebener Wttse «ckzustellut. Dem , Qr, o rvtrtromhpn r n» o/„„ I Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Kuchen unbenutzter nach Abzug °°° 2 Ortätamben WohüÜngen gesühr! sind, tan man durch UnterhaUung eines im nnm llemen vkrdjeuers uorbeugen. Auch ernpftehU es sich, in k-lten Sulammm. ^wEene. 3/_15. Jahr «losett- oder sonstigen ungeheizien Räumen, durch welche bie 9 Wasserleitung führt, sofern dafewst die Lettung nicht schon durch- 1 ■ geschützt ist, die Temperatur durch Schissslmchrichten. ,R e d Star Linie* Antwerpen. Der Postdampfer .Friesland* der ,Red Star Linie^ ta werpen ist laut Telegramm am 11. November wohlbehalten in New-Bork angekommen. . w. Der Postdampfer „^enntanb" der Red Star Lfttte m Arck werpen ist laut Telegramm am 11. Nov. wohlbehallen m Philadelphia angekommen. Kirchliche Nachrichten. HottrsdienK der iZraelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 15. November 1902. Freitagabend 4.15 Uhr. Samstag Vormittag 8L0 Uhr^ Nachmfttags 3.30 Uhr. Sabbachausgang 5.30 Uhr. Wochengottesdienst: Atorgens 7 Uhr, abends 4.00 Uhr. Hl . - ‘JA Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, wahrend derselben das in dem obersten Stockwerk deS Hauses befindliche Zapfventtt der Hausleitung offen zu hallen, damit die Luft ZuttiU in die Leitung erhalle. — Ein größerer Teil des Wassers kann auch schon durch das Zapfventtl der untersten Rüche' entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller veremfacht wird — Stach stattgehabter Entleerung sind die beiden Zapfventile, welche dem (Eintritt der Lust und der Entleerung des Waffers dienten, wieder zu schließen. o , Das Schlie«eu des Hauptubsperrhahues erfolgt durch Auffetzen des beigegebenen Schlüssels auf den vier- fanhgen Hahnzapsen und Drchurm im Sinne eines Uhrzeigers, bis Wider tand erfolgt — Das Oeffnen des Haupt- abfperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengesetztem Sinne, bis Wider tand erfolgt c Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Haupkabsperr- November Barometer auf 0° reduziert n 5 c 1 E der Lust 1 Abfolute Feuchttgkeit Relattve Feuchttgkeit 12. 2“ 7513 + 8,5 6,7 81 12. 9“ 753,2 + 4,6 5,7 90 13. 7" 752,8 + 5,0 5^ 89 MAGGI’5 Familienbillet bis zu 3 Personen L Personenbiüet ä im beweisen zahlreiche Asthma - Bonbons itcln L 1 Ml. 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Der Ertrag ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. m unserer Turnhalle, bestehend in Konzert, turnerischen Aufführungen, Gesangsvorträgcn vom Sängerchor des T. V. Theater, lebenden Bildern und Tanz. Hierzu ladet freund- lichst ein Ter Vorstand. Nur Mitglieder haben Zutritt. Sonntag, de« 16. Novbr .. Dutenhofen, JagdschlSßchcu. Abfahrt nach- mlttagü 3 Uhr 2o Atm. 7ö(£j Pfg. bei 17273 K Kluchbach, Drogene 6.— 2.20 Zu ijaben m Den meinen Moioiiuil» waren-, Schuhwaren- u. Drogen- geschälten.4220 Turnverein. Samstag, den 15. November, abends 8 Uhr Damen-Schnürstlcfel Mk. 7.50 bis 10.— Damen-Halb-Schnürsnejel Alk. 5.75 brö 8.— Damen-Spangenjchuhe Alt. 5.75 bis 7. - VM denen bereits 180 Stück verkauft, bringe Ich In empfehlende Erinnerung. Vollste Garantien in jeder Beziehung. Kassenpreis . ä , 0,50 Die Liste zirkuliert. Der Anfang der Konzerte wird Gießener Anzeiger" bekannt gegeben. Hießener Gisverein, e.D. Jahresbeitrag 2 Mk. EintMgMMk. Derselbe wird von dem Vereinsdiener Adolf Schwan im Laufe nächster Woche erhoben werden. Wir machen darauf aufmerksam, daß jeder Quittung eine Beikarte (nicht übertragbar) beigefügt wird, daß aber weitere Beikartcn gegen Ausstellung des mitfolgenden Bezugsscheines und gegen Ent- richtung von 50 Pf. pro Stück gefordert werden können. Beikarten können nur für die Hau§- standSmitglieder der engeren Familie verlangt werden und sind nicht übertragbar. Mißbräuchliche Benutzung dieser Karten zieht zunächst den sofortigen Ausschluß aus dem Verein nach sich und wird gegebenen Falles gerichtlich vcrfchgt. Die Bezugsscheine und Eintrütsbeikarten sind beim .Vcremsrechncr, Herrn Alex Kuhr, Schottstraße 10, sowie beim Vereinsdiener und an der Kasse am Eisplatz erhältlich. Gießen, den 5. November 1902. 7917 __Der Vorstand. vor» V0 Pfg. an per Pfund und höher. 70ö7 J. H. Fuhr, LMtnstiHt 25. NB. Strickt« vo» Strümpfen, Zlöckc« eie. wi e 6tforet - aehe° Mnaerröcke ju.n ^Siirtcken ratU jnr Kerfügung. Zu haben m Schach und Beuteln ä 3u Pfg Herren-Hakenstiefel, Kalbleder Mk. 8.50 bis 15.— Herren-Zugstieiel, Kalbleder Alk. 8.50 bis 15.— Arbeiterfchuhe Alk. 7.50 bis 10.— Herren^Hausjchuhe Alk. 6.- bis 8.- Kinder-Schnürschuhe, Rmd- un! Eine erstklassige, hocharmige Tretmaschlnt (Pr&züiousarbeitj mit gebogenem Vt-recbluMkealM mit 6jlhr. uarantie, das Fernste am Markte Mark ?5.- Monnemeilts-Konzerte. Die Kapelle des Infanterie-Regiments »Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116 erlaubt sich zu einem Cyklus von Abonnements-Konzerten einzuladen. Die Konzerte finden in Stein'S Garten statt. — Dieselben werden mit Streichmusik auSgeführt, wozu ein musik- und kunstliebendes Publikum eingeladen wird. Der AbonnementSpreiS für 6 Konzerte beträgt: Famllienbillet bis zu 4 Personen ä, Nlk. 7.— J. 31. Nchulhof Telephon 119. 814 Promoter Verland! nach oufiro. Eine hocharmige Famllien-Tretmaschine mit gebogenem VcreCblus»kästen (keine Berliner) Mark 56.- Klug- und ScliwlngacldUuiaacbiuen fQr Famili i gebrauch und «l.e Gewerbe. Sattler- uud Schiibuiacheriuaschlucu« Carl Graf, Giessen Ladeneingaug Sciüossgasse. AUv l.issutriie. 5591 Grösste eprz « -neparaUir 'n wkstätte. ähmajchineti kauft man am beeten und billigsten beim Fach manne, der auch ein reichhaltiges Lager unter- hilt in Fahr katen von: H. Koch k Co., Akt.-Gesellscb., Bielefeld. G. W Insel mann, Altenburg. Tlttel k Mess, Saalfeld. Strickwolle (Marke M & K.) in allen Farben und Qualitäten zu billigsten Preisen, AHademisdie Vorträge. Im Laufe des Winters werden in der Universitätsaula folgende fünf allgemein verständliche Vorträge stattsinden: Getr. Champignons „ Ptteinpliae „ Mo» chela ,. Trüffeln wieder zu haben bei 7890 L. htcinliHUMer Neuenbäue 17. Telphon 844 Pferdeverkauf. Freitag, den 14. d. MtS. vormittags 10 Uhr 30 Allnuten werden auf dem Hofe der neuen Kaserne an der Grünbergerstraße 311 Gießen vier ausrängierte Dtcustpferde öffentlich meistbietend gegen Barzahlung verkauft. Krümperverwaltnug [7912 Infanterie-Regiments Str. 116. 7904] DaS Liefern der für die Zusammenlegungssache von Krofdorf - Gleiberg erforderlichen Grenzsteine soll im Wege der Submission vergeben werden. Die Steine müssen wetterfest sein, 50 cm lang, 15 cm Durchmesser und franko Abendstern Metzer Bahn geliefert werden. Lieferanten müssen einen Probestein mir zuschicken. Offerten sind bis zum 20. d. Mts. bei dem Deputierten Ferdinand Karl Abel, Krofdorf, emzureichen. ChrisibescheriillgrierAleillkillrier-LeVahrallitalt Am Advent-Sonntag, den 21. Dezember d. I., soll die Ehrtstbescherung für die Kinder unserer Anstalt staufinden. Wir haben in diesem Fahre über 200 Hin Dem die Bescherung her- zurichten und den Weihnachtstisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sirm der Freunde unserer Anstatt und ihrer Kinder. Wir hüten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, ©am und dergleichen, besoirüers aber auch Gelvgaben, die uns die gleich- mätzigsle Bescherung für unsere Kleiueir ermöglichen, zuwenüen zu wollen. Man kann bei den sich maiien- haft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haarleiden nicht genug auf das beretts fett 34 Fahren sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Haarwasser von Retter, München, aujmerf* sarn machen.welchcs wirklich leistet, was es verspricht: Konseroiecung u. Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung 0011 Schuppen, weich und glänzend machen btt Haare. Zu hab. um 40 Psg. ssb 2llk. 1,10 bei Z. H. Fuhr, Sonim.- ftrabe 25. 757 von H. Pottharst in Hießen, Hswalds Harten. Freitag abenv 8>/, Uhr: Erössmgs-Varjiellilllg. An den Wochentagen: Täglich Vorstellung, abends 8V, Uhr. Sonntags: 3 Vorstellungen. 4, 6 und 8»/» Uhr. ?*?*rittsprcise: Reservierter Stuhl Mk. 1.25 (Famckienkarten, 3 Sluck ziffammen u,id mehr * 1 Alk.), 1. Raiig 1 Alk. (Famitten- 7a rtnn' 4 «A^uck zusammen und mehr L 75 Pfg.), II. Rang 50 Pfg., ©aflenc 30 Pfg. Kinder unter 10 Jahren zahlen auf den drei ersten Platzen dte Hälfte, haben aus Gallerte leinen Zutritt. e Mittwochs und SamStagS finden nachmittags 5 Uhr Kinder- und Kamitten-'DorÜellüngen statt. Eintritt für Kinder L Rang 30 Pfg., IL Rang 20 Pfa ^at^5lCv V dfy- Erwachsene volle Preise, haben jedoch das Recht' em Kind frei einzuführen. 1' Zu diesen hochinteressanten Vorstellungen ladet ergebenst ein e x „ Die Direktiou. DaS a-heater ist fußwarm gehcijt.. 05091 T Bersaudtabteiluug haben wir diese Saison dem geehrten Publikum zum Bezug von jedem Aletermaß anzu- bieten: 7281 Weltberühmte, echte fomser tewlitk in allen Farben 100 cm breit, per m x L— sonstiger Verkaufspreis 1.35 Herrenanzagstoffe Spezial-Marke „Wormatia" aus echter Kammgarn-Wolle hergestellt, in Hellen u. dunklen Farben 145 cm breit, per m X 5.50 sonstiger Wert X 9.— Master stehen ohne Kaufzwang Iranco zu Diensten. Die Zusendung der Stoffe geschieht per Nachnahme. Aufträge von 15 X an franco. Adreffe: Versandtabteilung Vogel & Lied . k WormS a. Rh. Theater-Verein. 2. Vorstellung: Samstag den 15. November. Gastspiel von Agnes Sorma als „Hora11. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 10V, Uhr. Tageskarten bei Ernst Challier und an der Kasse im Preise von Mk. 6 b.s Mk. 2. 7353 21 Jahren nicht mehr hier. Mechanisches Theater Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgehen. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenaimten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Rechtsanwalt Grünewald, Ltebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Ostanlage 81; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, ^udwigstraße 7; ijrau Professor Leist, Ostanlage 36; Frau Bürgermeister Mecum, Löberstrasze 23; Frau Pfarrer Raumann, Südanlage 8: Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schwall, Lstan- lage 36; Fräulein Luise Wortmauu, Dammstraße 32. Auch die Schwestern unserer Anstalt sind bereit, Gaben an- aunehmen; man wolle freundlichst beachten, daß cs die Kleinkinder- fchulschivestern sind Diczstraße 15. Gießen, den 10. November 1902. Der Vorstand der Kleinkinderbewahranstalt. Dr. Naumann. 7865 Sonntags-Jerein für Mädchen. Die Vereinigung der jungen Mädchen am Sonntag soll für das Winterhalbjahr am nächsten Sonntag den 16. November wieder ihren Anfang nehmen. Die Vereinigung sindet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkiuderschule; die Mädchen können zu ieder Zeit kommen und gehen. Von 4 bis o Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute, unterhattende Bücher und Spiele sind in großer Hahl vorhanden. Eröffnungsfeier am Sonntag dem 16. November er., nachmittags 4 Uhr. Wir laben die Mädchen zu zahlreicher Beteiligung ein, und bitten Ettern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen aus den Sonntagsoerem Hinweisen und denselben die Teilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den IL November 1902. 7905 ________________Für den Vorstand: Dr. Nanmann, Pfarrer. Melee berühmten Aetvoleunrherzofeir Einen Posten Kartoffeln prima iuaguum bouum (Wctlerauer Ware) hat preiswert abzugeben 7806 J. VS ei*el, Sonncustrait. Prima gelbe Mäuschen-La latkartoffelR. Bei Husten Fritz Eccarius Wilhelm Orbig Nachfolger Markt 7 7073 7 Markt 7 Aneckennnngen „ , die yor szlichhnl von KkkschlklM»b IßlctbS inulielfi 4 i2^ J6 F* 8 Porturntti enthaltend, find mit allerbestem Fleischextrakt, Suppenqemüse x. her- gefteüt und SZben sowrt durch einfache» Uebergießeu mit heißem Waffcr, eine Portion Fleischbrühe für 6 ober starker Kraftbrühe für 8 Pfg. Stets frisch bei GuMmv Wa ter. Mäusburg 13. *2/ nonciren Hol- Hierdurch ufflUlger Aus- Mohr- Reihe kosten, degegen eine von Vortheilen, wie: I freie fachmännische Chung hinsichtlich Gesuche — wendet sich mit Vortheil an die Annoncen-Expedition Rudolf Mosse FRANKFUBT A. M.