Nr. 136 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siehener KamUlen- dtätler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl Aschen Unioers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpeditton und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 15Ä. Jahrgang Freitag 13. Juni LN«S ' _ VezngSpret»» jr-ragy A © monatlich 7b Pf., viertele SietzenerAnzeiger a w General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt fiir den Kreis Gießen KeKmmtmachung. Betr.: Vornahme von Walzarbeiten auf der Kreisstraße Gießen—Wieseck. Fuhrwerksbesitzer werden darauf aufmerksam gemacht, daß vom 13. ds. Mts. ab auf der Kreisstratze Gießen— Wieseck eine Dampfstraßenwalze in Thätigkeit ist. Gießen, den 11. Juni 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v. Bechtold. Gießen, den 12. Juni 1902. B etr.: Vertilgung der Raupennester. Das Großherzogliche KreMmt Gießen IM die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie werden hiermit, soweit erforderlich, an die Erledigung unseres Ausschreibens vom 3. April 1902 (Kreisblatt Nr. 37) erinnert. v- Pechtold. Gießen, den 11. Juni 1902. 93etr.: Vertilgung der Blutlaus. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie werden hiermit, soweit erforderlich, an die Erledigung unsres Ausschreibens vom 6. Mai 1902 (Kreisblatt Nr. 51) erinnert. v- Bechtold. Bekanntmachung. Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 18. Juni ds. Js. in Wetzlar anstehenden Viehmarktes an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine den Markt in Wetzlar betreffende Bekanntmachung in Nr. 64 des Kreisblattes von 1902 veröffentlicht worden sind. Der Auftrieb beginnt um 8 Uhr vormittags. Aus der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen .darf Rindvieh nicht aufgetrieben werden. Wetzlar, den 9. Juni 1902. Der Königliche Landrat. Der Main Nettarbahn-Vertrag in der Zweiten Kammer. Gießen, den 13. Juni 1902. Die Main-Neckarbahnfrage hat weiteste Kreise unseres Landes m hohem Blaße bewegt. Wir hielten es darum für angemessen, die Stellung hiesiger Handelskreise zu der nun erfolgten Erledigung der Angelegenheit in unserer Zweiten Kammer zu ermitteln, und geben m folgendem unserm Herrn Gewährsmann das Wort: Vergangenen Dienstag wurde in der Zweiten Kammer amserer Landstände der Staatsvertrag zwischen Hessen, Preußen und Baden über die Vereinfachung der Verwaltung der Main-Neckarbahn mit 31 gegen 17 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten geschlossen die Sozialdemokraten und das Eentrum, dafür die Nationalliberalen und Freisinnigen. Mit Annahme des Vertrags wird die Main-Neckarbahn in die preußisch-hessische Eisenbahngemeinschaft einbezogen und es steht zu hoffen, daß sich das finanzielle Ergebnis durch die bedeutende Herabminderung des Venvaltungsaufwandes besser gestaltet. Die Ausgaben verschlangen bisher nicht weniger als 70 Prozent der Einnahmen. Die Debatten der vier Verhandlungstage sind nun nicht etwa deshalb für uns besonders interessant, weil die 94,48 Kilometer lange Strecke in Gemeinschaftsverwaltung genommen wird oder weil ein dritter Staat mit ganzen 36,78 Kilonieter cm der Fmanzgemeinschaft partizipiert, sondern weil man die Gelegenheit benutzt hat, wieder einmal die Vorteile und Nachteile des 96er Vertrags in der Kammer zu beleuchten. Der Vertagungsantrag und dann der Antrag des Abg. Schmitt, bte Beschlußfassung über den vorliegenden Vertrag auszusetzen and das Ersuchen an die Großh. Regierung zu richten, wegen einer Revision des Vertrags von 1896, namentlich wegen Herbeiführung einer besseren Teilungsziffer, in Verhandlungen mit der preußischen Regierung einzutreten, sind bezeichnend für die Stimmung, und es ist weiter bezeichnend, daß der Finanzminister die Vertraucnsftage an die Kammer stellen mußte. Es ist ein müßiges Beginnen, zu untersuchen, ob in der That, wie behauptet wird, diese Vertrauensfrage des Ministeriums ausschlaggebend für das Schicksal des Vertrages war. Der Vertagungsantrag ist zurückgezogen, der Antrag Schmits mit 29 gegen 20 Sfimmen abgelehnt worden. Und das ist gut so, denn eine Vertagung hätte gar nichts genützt; im Gegenteil — sie hätte, wie vom Regierungstische aus so nachdrücklich betont wurde, nur geschadet. Die Einbeziehung der Main-Neckar-Bahn in die Eisenbahngemeinschaft ist weiter nichts als eine Konsequenz des Vertrages vom 23. Juni 1896, die früher oder später gezogen werden mußte. Da bereits bisher die auf Preußen und Hessen entfallenden Betriebsüberschüsse der Main-Neckar-Bahn dem Ueberschuß der Gemeinschaft zugerechnct wurden und mit diesem zur Verteilung kamen', wäre es eigentlich selbstverständlich gewesen, daß der neue Vertrag, der ja nur ein Zusatzvertrag ist und bereits bei den 96er Abmachungen vorgesehen war, von der Kammer angenommen wurde. Zudem hat die Regierung nachgewiesen, daß Hessen aus der Main- Neckar-Bahn infolge seiner Finanzgemeinschast mit Preußen einen höheren Ertrag erzielt hat, als es sonst der Fall gewesen wäre. Nach der betreffenden Berechnung hätte Hessen ohne die Finanzgemeinschaft 1899 aus den Erträgen 1 131 367 Mk. erhalten, in Wirklichkeit erhielt es 1 345131 Mk., also 213 764 Mk. mehr. Für das Jahr 1900 ergiebt sich ein Mehr von 156151 Mk. (1 197 500 Mk. gegen 1 353 651 Mk.). An der Richtigkeit dieser von der hessischen Regierung mitgeteilten Zahlen vermögen wir nicht zu zweifeln, wie es von sozialdemokratischer Seite gethan worden ist. Es ist das ein Mißtrauensvotum gegen die Negierung sondergleichen, den Kampf mit derartigen Mitteln zu führen. Berechtigt ist aber wohl der Einwand des Ausschusses, daß die demnächstige sehr erhebliche Ersparnis an den Betriebskosten Hessen anstatt nach Verhältnis der Baukapitalien mit etwa 42 Proz. nur mit 2 Proz., Preußen dagegen mit 98 Proz. zu gute komme. Das schließt in der That eine Unbilligkeit in sich, da von den 94,48 Km. 49,37 auf hessischem, 6,33 nur auf preußischem Gebiete liegen. Die Regierung hat diesen Einwand allerdings nicht als berechtigt anerkannt, da eben Hessen an den Ersparnissen und Mehrausgaben des Ganzen (also inkl. der Main-Neckar- Bahn) nach seinem Anteil teilnehme. Wenn man die Vorwürfe, die in der Kammer gegen die Regierung und gegen Preußen erhoben worden sind, einer gerechten Kritik unterzieht, so bleibt nicht viel übrig, was wirklich für die Revisionsbestrebungen der Opposition spricht und Verhandlungen mit Preußen rechtfertigen könnte, die bei der Uebcrmacht dieses Staates in der Gemeinschaft nicht einmal Aussicht auf Erfolg haben. Es ist wahr und für den, der Hessens Selbständigkeit voll und ganz wahren möchte, eine unbestrittene Thatsache, daß Hessen in Verwaltung seiner Bahnen die Freiheit verloren hat, die es vor 1896 besaß. Was aber Hessen in dieser Freiheit geleistet oder nicht geleistet hat — oder sagen wir besser — hat leisten können, dem verschließt man sich in Kreisen der Gemeinschaftsgegner ganz und gar. Die geographische Lage Hessens ist eben so, daß es unter der Konkurrenz Preußens leiden mußte; das trifft in erster Linie für Oberhessen zu, das von preußischen Gebieten vollständig eingeschlossen ist. Es durfte nicht erwartet werden, daß Preußen aus reiner Liebenswürdigkeit keinen Druck ausüben würde, wie es neuerdings z. B. Sachsen gegenüber wieder gethan wird. Die Eisenbahnen werden vor allem nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben, daran wird niemand etwas ändern. Daß diese wirtschaftlichen Gesichtspunkte allzusehr überwiegen und zu dem bekannten Eisenbahnfiskalismus, der ein Hauptfehler preußischer Politik ist, führen, das zu verhindern, ist Hessen in der Gemeinschaft eher in der Lage, als bei der freien Konkurrenz mit Preußen. Es ist durchaus verkehrt, das Widerstreben der süddeutschen Staaten gegen eine Eisenbahngemeinschaft mit Preußen auch für Hessen auszuspielen. Die geographische Lage und die Größe der süddeutschen Staaten ist eine ganz andere und was Sachsen anbetrifft, so kann dies den Kampf infolge seiner wirtschaftlichen Größe vielleicht etwas länger aushalten, als wir es gekonnt hätten. Der von den sächsischen Ministern immer und immer wieder abgeleugnete Eisenbahnkrieg zwischen Preußen und Sachsen wird auch sein Ende finden. An einem Siege Sachsens kann mit Recht gezweifelt werden. Die Abhängigkeit Hessens ist u. E. bedauerlich, aber nicht zu ändern, und ist besser, als eine Lahmlegung unserer Bahnen. Daß Preußen unsere Abhängigkeit ausbeuten wird, ist durch die Fassung des Vertrages ausgeschlossen. Es wäre zu wünschen, daß man sich den Vertrag erst einmal näher ansehen wollte, ehe man sich für oder gegen entscheidet. Obwohl wir ein eigentliches Milverwaltungsrecht in dern Sinne einer formellen Mitgenehmigung der einzelnen Verwaltungsakte nicht haben, bietet die Zusicherung des Art. 18, daß die Gemeinschaftsverwaltung die preußischen und hessischen Linien in jeder Beziehung gleichmäßig behandeln und die Verkehrs- und volkswirtschaftlichen Interessen der hessischen Landesteile dabei in gleicher Weise berücksichtigen werde, wie diejenigen der preußischen Gebietsteile, eine nicht zu unterschätzende Garantie für unser Verkehrsleben. Finanzminister Dr. Gnauth hat ausdrücklich festgestellt, daß die preußische Regierung noch keinen von der hessischen Regierung im Sinne des 1896er Vertrages geäußerten Wunsch abgelehnt habe. Die finanziellen Erfolge, die Hessen aus der Gemeinschaft erzielt hat, werden teils nicht beachtet, teils sind sie der Opposition zu gering. Von den seit 1896 eingetretenen Verkehrsverbesserungen, von der Ausdehnung des Bahnnetzes, von der fruchtbaren Thätigkeit des Frankfurter Bezirkseisenbahnrats, in dem doch Hessen auch mitzureden hat, von der Erweiterung der Bahnhofsanlagen, Einlegung neuer Züge, Einführung der Rückfahrkarten, Verbesserung der Besoldungsverhältnisse, Verbesserung und Vergrößerung des Wagenparks usw. usw. will die Opposition nichts wissen? Man führt Gründe für die Schädigungen Hessens durch den 96er Vertrag ins Feld, die recht kleinlich sind. Unter andereni wurden die harten Bestimmungen der Bahnsteigsperre vorgebracht, die mit einer Vertragsänderung recht wenig zu thun haben und noch weniger sie rechtfertigen. Der Hauptgrund aber für die Gegner des Vertrags von 1896 war die finanzielle Seite der Sache. Eine Revision der Teilungsziffer zu Gunsten Hessens war es, was man erstrebte. Die finanzielle Behandlung Heffens, wie sie der Vertrag festsetzt, ist nicht günstig genug, und bisher waren es doch gerade die finanziellen Erfolge, deretwegen man mit der Eisenbahngemeinschast zufrieden war. Daß diese Erfolge Thatsache sind, das brauchen wir nicht noch besonders zu betonen. Ein recht merkwürdiger Vorschlag, der geradezu uto- pistisch genannt werden muß, ist es, die Erträge nach dem Maßstabe der beiderseitigen Bevölkerungsziffer zu verteilen. Demnach hätte Hessen im Jahre 1900 statt 11,4 Millionen Mark 18,8 Mill. Mk. erhalten müssen. Es ist kl^r, daß Preußen einen derartigen Vorschlag nie acceptieren und demnach 7,4 Mill. Mk. mehr an Hessen abgeben würde, als der 96 er Vertrag vorschreibt. Preußen würde schon deshalb nicht für derartige Vorschläge sein, weil es seinerseits zunächst nicht so erhebliche Vorteile von der Gemeinschaft gehabt hat wie Hessen. Wollte man schließlich gegen den 96er Vertrag anführen, er sei nur dadurch zustande gekommen, datz sich bei der damaligen Abstimmung Stimmengleichheit (24 gegen 24) ergab, so ist dieser Grund für die Unzufriedenheit mit dem Vertrag hinfällig durch die jetzigen Verhandlungen. Diese haben ergeben, daß die' überwiegende Mehrheit der Kammer prinzipiell nichts gegen die Eisenbahngemeinschaft einzuwenden hatte. Es dürfte dies kaum Resignation sein, weil die Verhältnisse einmal nicht mehr zu ändern sind. (Die Betriebsgemeinschaft ist bekanntlich nach Artikel 21 unkündbar.) Was für uns bedenklich bleibt, das ist der schon oben erwähnte Fiskalismus Preußens. Gegen diesen aber können wir allein nicht viel ausrichten und es ist des Erwägens wert, ob nicht die rechtzeitige Annahme des Bismarck'schen Planes einer Reichseisenbahn deni vorgebeugt hätte. Vielleicht ist das auch für die Zukunft der richtige Ausweg, der Ueberlegenheit Preußens auf dem Gebiete des Verkehrswesens ein entsprechendes Gegengewicht zu bieten. Nur dann kann darauf gerechnet werden, auch eine günstigere Stellung Hessens zu erlangen. Sowohl der Staats-Vertrag von 1896 wie der Main-Neckarbahnvertrag sehen eine Uebertragung der Bahnen an das Reich vor. Hessischer Landtag. Zweite hessische Ständekammer. 112. Sitzung. Darmstadt, 12. Juni. Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 91/2 Uhr. Am Regierungstisch: Staatsminister Rothe Exz., Geh. Staatsrat v. Krug, Oberregierungsrat Weber, MinisteriaL- sekretär Weber. Es wird mit der Beratung der Wahlvorlage fort» gefahren. Abg. Jockel (natl.): Gegen die Vorlage nehme er z-ur Zeit einen ablehnenden Standpunkt ein, weil die Materie noch nicht spruchreif sei. Es drehe sich hier nicht nur um die Umwandlung des indirekten Wahlrechts in das direkte, sondern auch um die Art und Weise, wie es eingeführt werden solle. Tiefe Frage sei noch nicht genügend geklärt. Das direkte Wahlrecht sei vor Jahren auch sein Ideal gewesen, allein es habe nicht das gehalten, was es versprochen habe, und er sei um eine Hoffnung ärmer geworden. Ob die übrigen deutschen Staaten uns nachfolgen würden, sei sehr fraglich; Sachfen sei sogar von dem direkten Wahlrecht zum indirekten zurückgekehrt. Wie man das direkte Wahlrecht ausgestalten solle, darüber sei man noch im Unklaren. Die Sache fei absolut noch nicht spruchreif, das beweise auch die dürftige Begründung des Entwurfs, in der man sich nur auf die frühere Resolution des Hauses berufen habe, die nicht einmal einstimmig gefaßt worden sei und die die Erste Kammer abgelehnt habe. Ter Älusschuß habe mehr als ein Jahr gebraucht und der Bericht enthalte nur ein einfaches Referat über die Verhandlungen des Ausschusses, ein weiterer Beweis, daß die Materie noch nicht spruchreif sei. In seiner Fraktion seien die Meinungen über die Vorlage sehr verschieden, und deshalb habe sie auch keine einheitliche Stellung zum Entwürfe eingenommen. Die große Mehrheit des Volkes sei indifferent gegen die Vorlage. Der Abg. Gutfleisch sage, daß bei der direkten Wahl Mißstände nicht ausbleiben würden; aber diese Mißstände seien schon vorhanden. Es frage sich, wer solle wählen und wie solle gewählt werden. Me Stände müßten eine Vertretung ihrer berechtigten Interessen haben, sonst sei es ein unvollkommenes Gesetz, das nicht lange bestehen könne. Sowohl die Interessen des kleinen Mannes als auch diejenigen von Bildung und Besitz müßien in gleicher Weise gewahrt werden. Daß dies nicht genügend berücksichtigt sei, mache er der Vorlage zum Vorwurf. T>er Besitz müsse nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte haben, und denjenigen, die zu den Staatslasten mehr beitragen, müßten auch korrespondierende Rechte gewährt werden. Als großen Nachj- teil habe man die mangelnde Wahlbeteiligung bei der! indiretten Wahl hervorgehoben; dies gebe er gern zu. Allein politischen Sinn könne man nicht durch. Wahlagitation ins Volk bringen, es komme vor allein auf beit Zeitgeist an. Lurch ein Wahlgesetz könne man dem Volke den politischen Sinn nicht künstlich beibringen. Der Abgeordnete n 9 Die Zolltarifkommisfion des Reichstags setzte in der DonnerstagvormitLagsitzung bei Position 363, Zündpillen, Zündspiegel, Zündhütchen, gefüllte Patronen 2c., nach einem Antrag Gothein den Zoll von 36 auf 30 Mk. (wie bisher) herab und nahm Position 364, Zündhölzer, Zündstäbchcn aus Pappe, 10 Mk. an. Position 365, Zünd- kerzchen aus Stearin, Wachs 2c., wurde von 12 Mk. au: 10 Mk. (wie bisher), Position 366, Feuerwerk aller Art, von 50 Mk. auf 30 Mk. (wie bisher) herabgesetzt. Die Postweg umzubauen beabsichtigt. Das Gesuch der Firma Kauffmann u. Go. um Der- längerung der Frist zur Erbauung eines lt. Baugenehmigung vom Jahre 1897 ausbedungenen Vorderhauses vor dem Fabrikbau am Schiffenbergerweg wird abgelehnt, da nach erfolgter Festlegung der Baulinie ein Grund zu einer weiteren Fristverlängerung nicht vorliegt. — Eine Anfrage des Stadtv. Krumm, wie es bezüglich der von der Firma Gail geplanten Arbeiterhäuser stehe, beantwortet Bürgermeister Mecum dahin, daß in der nächsten Sitzung darüber beraten werde. Schirmfabrikant M. Levi Hut an die Stadt 5.3 Quadrat/ meter Gelände an seinem Hause am Seltersweg abgetreten und seine Forderung von 450 Mk. pro Quadratmeter, dem Gebote der Stadt auf 100 Mk. entsprechend ermäßigt; der Kaufvertrag wird' genehmigt, desgl. ein Tauschvertrag zwischen der Stabt und dem Maurer^ meister G g. Pfaff über Gelände am Riegelpfad, die End fernung einer Mauer und Versetzung eines Zaunes. Die Lieferung des Fußbodenöls für die städtischen Schulen wird der Firma Gustav Walter hier zum Am gebot von 50 Mk. für 100 Kilo übertragen. Zur Beschaffung von 40 bis 50 Ebrn. Pflastersteinen für die Straßenunterhaltung zum Angebot von 18.50 Mk. pro Cbm. wird Genehmigung erteilt. Die Reinigung und Heizung der Schulbaracke am Hamm wird der Ehefrau des- Straßenkehrers Weller für 12 Mk. monatlich übertragen. Posttionen 371 — Rohleim 3 Mk., 372 Leim aller Art, ausgenommen Eiweißleim, Gelatine 5 Mk., 373 verschiedene Gelatinegegenstände 30 Mk. an, setzte bei Position 374, ela- tischer Leim für die Herstellung der Buchdruckwalzen und Hektographenplatten den Zoll von 20 auf 10 Mk. herab, genehmigte ferner die Positionen 375 bis 378, setzte bei Position 379, Chloroform, Chloralhydrat, den Zoll von 30 auf 20 Mk. herab, genehmigte unverändert Position 380, etzte die Beratung über Position 382 (Süßstoffe 8000 Mk.) owie 383 (Süßholzsaft) aus und genehmigte Posttion 384 Balsame, 385 Fruchtsäfte, 386 zubereitete Arzneiwaren und anderweit nicht genannte pharmazeutische Erzeugnisse nach der Vorlage, ebenso Position 387. 9 bis 2 Uhr zu beraten und alle 14 Tage eine Pause vom Freitag Mittag bis Dienstag früh zu machen. Die Kommission nahm ferner einen Vorschlag des persönlich erschienene Reichstagspräsidenten Grafen Ballesttem, belr. V e r t e i l u n des Pauschquantums, an. Die Mitglieder erhalten für die Zeit der Kvmmissionszugehörigkeit vorschußweise täglich 15 M k. Der Rest wird nach Schluß der Beratung propor- sei ihm sympathisch, allein man dürfe deren Unterlassung nicht mit Geldstrafen, sondern mit Entziehung des , Wahlrechts für eine Periode ahnden. Staatsbeamte dürften in ihrem eigenen Dienstbezirk nicht wählbar sein. Der springendste Punkt sei für ihn die Vermehrung der städtischen Abgeordneten. Was der Mgeordnete Bähr dagegen gesagt habe, sei weder vom Regierungstisch noch von dem Abg. v. Brentano widerlegt worden. An dem historischen Recht der Städte Alsfeld, Friedberg und Bingen dürfe man nicht rütteln. Wenn die Freunde der Vorlage diese haben wollten, so müßten sie in Bezug aus die Vermehrung per städtischen Abgeordneten nachgeben, sonst seien sie ür die Vorlage nicht zu haben. Staatsminister Rothe: Mit der Vermehrung der tädtischen Abgeordneten erfülle man eine berechtigte For- rerung. Das Verhältnis zwischen Stadt und Land wolle man nicht wetter korrigieren als dies berechtigt sei. Auch in der Reichsverfassung entscheide über die Beteiligung an der Wahl die Bevölkerungsziffer. Man wolle an der Zahl der Abgeordneten nur insowett rütteln, als es die Billigkeit erfordere. Abg. Koch (nl.) spricht sich gegen die Vorlage aus Mnzipiellen Gründen aus. Abg. Häusel (nl.) macht seine Stellungnahme zur Vorlage abhängig von der Nichtbewilligung der Vermehrung der städtischen Abgeordneten, der er ablehnend gegen- Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 12. Juni 1902. Anwesend: Bürgermeister Mecum, der Beigeordnete Grüneberg, die Stadtverordneten Brück, Emmelius. Euler, Flett, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Loos, Orbrg, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schaff st aedt, Schm all, und Wallenfels. Entschuldigt: Der Beigeordnete Gcorgi, die Stadtverordneten Faber, Dr. Fuhr, Dr. Gaffky, Löber, Heyligenstaedt und Schiele. Bürgermeister Mecum teilt zunächst mit, daß Gerichtsassessor Schlosser bis auf weiteres zu seiner Information in der Stadtverwaltung mit arbeiten und den Sitzungen der Stadtoerordneten-Versammlung beiwohnen werde. — Eine weitere Mitteilung betrifft die am 6. Juni d. I. durch Beigeordneten Grüneberg vorgenommene Revision der Stadtkasse, deren Richtigbefund bekundet wird. — Assessor Cursch- mann hat die Wahl zum Magistratsassessor angenommen. — Maschinenmeister Weber hat den Ertrag des von ihm mit anderen veranstalteten Ueberbrcttlabcnds im Bettag von 85 Mk. der Bürgermeisterei behufs Verwendung für den Fonds zur Beschaffung warmen Frühstücks für unbemittelte Schulkinder überwiesen; Bürgermeister Mecum nimmt Veranlassung, den Veranstaltern, dj^e sich in den Dienst der Wohlthätigkeit gestellt, öffentlich zu danken. Frau Carl Hensel Wwe. hat lt. Testament olgende Zuwendungen verfügt: 1) 500 Mk. der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, 2) 3000 Mk. der Kleinkinderschule, 3) 3000 Mk. dem Allg. Verein für Armen- und Krankenpflege, 4) 500 Mk. der Epileptischen-Anstalt Bethel bei Bielefeld, 5) 25000 Mk. der Stadt Gießen zu einer „Carl und Emilie Hensel-Stiftung"; es soll aus je 5000 Mk. eine Pfründe für Witwer oder Witwen und deren Töchter ohne Unterschied der Konfession errichtet werden; 6) 600 Mk., deren Zinsenertrag zu Gunsten des Jugendfestes verwendet werden soll, 7) 20000 Mk. der Stadt Gießen; die von der Stadt zu entrichtenden 3^/zproz. Zinsen sind der Dienerin der Erblasserin, Marg. Becker aus Alten-Buseck, lebenslänglich zuzuweisen; nach ihrem Ableben soll das Kapital zur obenbezeichneten Hensel-Stiftung geschlagen und weitere Pründen errichtet werden; 8) 3000 Mk, der Stadt Gießen; die Zinsen davon sind zur Erhaltung der Gr abstätten der Hensel'schen Eheleute zu verwenden. Die Finanzdeputatton hat beantragt, die Stiftung anzunehmen; der Bürgermeister wird ermächtigt, die landesherrliche Genehmigung zur Annahme nachzusuchen und ferner den Erben den Dank der Stadt abzustatten. — Stadtv. Dr. Schäfer wünscht vor Annahme der Stiftung festzustellen, daß unter der Bezeichnung „Bürger" diejenigen zu verstehen sind, di- den Unterstützungswohnsitz in Gießen haben. Die Meliorationspläne für den rechts der Lahn gelegenen Test der Gemarkung Gießen werden auf Antrag der landwirtschaftlichen Kommission, die nur geringfügige Aenderungen getroffen, genehmigt. Bei der Auslosung der zur Rückzahlung kom^ menden Obligationen der städtischen Anlehen werden die folgenden Nummern gezogen: 1890er Anlehen; Ltt. A (ä, 2000 Mk.) Nr. 32, 113, 37, 112; Lit. B (ä 1000 Mk.) Nr. 129, 138, 146,73,88, 29; Lit. 0 (L 500 Mk.) Nr. 150, 293, 46, 43, 202, 447, 137, 8, 54; Lit. D (L 300 Mk.) Nr. 26, 115, 143; Lit E. (ä 200 M.) Nr. 93, 57, 66.— 1892er Anlehen: Ltt. E (L 2000 M.) Nr. 150, 112, 41; Lit. G (ä 1000 Mk.) Nr. 64, 65; Lit. H (L 500 Mk.) Nr. 47, 48, 7 ; Lit. I (ä 300 Mk.) Nr. 44; Ltt. K (a 200 Mk.) Nr. 1. Das Baugesuch der Firma Büttner u. Damm für ein Geschäftshaus in der Ederstraße, bezüglich dessen Dispens wegen des Bauplatzes, der Ausführung von Gebäudeteilen in Fachwerk und Ueberschreitung der Gebäudehöhe erforderlich, wird befürwortet, das Gesuch des Albert Rahnefeld, der sein Haus in der Schanzenstraße um ein Stockwerk erhöhen will, beanstandet; ; ebenso wird Genehmigung versagt bezüglich des Gesuchs von : Otto Schaaf, der das Erdgeschoß seines Hauses am Selters- tion 367, Pechfakeln, Schwefelfaden rc., 5 Mk. bisher 3 Mk.) 368 Glühstrümpfe 120 Mk. (bisher frei), 369 Eiweiß und Eiweißstoffe frei, 370 Käsestoff (Casein) 10 Mk. (bisher frei) wurden genehmigt. Im Laufe der Sitzung beschloß die Zollkommission, die erste Lesung hintereinander fortlaufend zu erledigen und alsdann den Beginn der zweiten Lesung zu bestimmen. Einstimmigkeit herrschte über die Notwendigkeit, beide Lesungen unbedingt vor dem 14. Oktober zu erledigen. Im Laufe der Debatte forderte Staatssekretär Graf Posadowsky auf, die Arbeiten zu beschleunigen. Eine rechtzeitige bestimmte Entscheidung über die Regierungsvorlage werde dem Ansehen Deutschlands gegenüber dem Auslande nützen. Die Kommission beschloß, Freitag zu schließen, dann vom 18. Juni ab, wochentäglich außer Samstags von Zett zur Reife. (Bravo!- Staatsminister Rothe: Tie Vortette und Nachtette ' Leider Wahlsysteme seien ja genügend erörtert worden. Es . handele sich bei der Vortage um ein Stück der Verfassung und deshalb müsse man prüfen und immer wieder prüfen. : Beständen die Wahlvorschriften ettimal, dann könne man weder abthun noch zuthun Die Regierung teile, was die . gewünschte Vorsicht an lange, den Standpunkt des Abgeordneten Jöckel. Die Regierung habe sich keineswegs rn die geschäftliche Behandlung der Vorlage durch den Ausschluß, eingemengt. Dadurch habe die Regierung erreichen wollen,, daß die Vorlage objektiv, ruhig und sachlich behandelt werde. Letztere müsse gründlich studiert und durchge arbeitet werden, damtt sich jeder ein Urteil darüber bilden könne, das hier cprszusprechen jeder ein Recht habe. Abg. v. Brentano (Ztr.): In dem Entwürfe, der ein gründliches Studium erfordere, zeige die Regierung das offensichtliche Bestreben, den Wünschen der Einzelnen nachzukommen. Eine Vertagung der Vorlage, die alles erreichen lasse, was zur Zeit erreichbar sei, habe gar keinen Zweck, und es sei ein Unrecht, dem hessischen Volke das direkte Wahlrecht vorzucnthalten. Man l-abe ein ganzes Jahr Zeit gehabt, den Entwurf zu studieren. Die Regierung habe ihren Wechsel eingelöst. Durch eine Ablehnung der Vorlage werde man eine verhängnisvolle Verantwortung dem Volke gegenüber, das alsdann seine Antwort darauf geben werde, übernehmen. Der springende Punkt der Vorlage fei der Paragraph 4, der an Stelle des rn- diretten Wahlrechts das direkte fetze. Den Entwurf erachte es keineswegs als ein fehlerloses Gebilde. Der Landtag dürfe nicht nur ein Spiegelbild des wirtschaftlichen Lebens des Landes sein, sondern müsse auch die politischen oder sozialpolitischen Interessen vertreten, sonst würde dies eine schroffe Stellung zwischen Stadt und Land zur Folge haben. Seines Erachtens sei das Pluralwahlsystem, das bei einem gewissen Atter, Bildung und Besitz eine wettere Stimme gewähre, das Erstrebenswerteste. Trotzdem Sachsen das indirekte Wahlrecht eingeführt habe, hätte es keine Sozialisten weniger bekommen. Mer trotz chrer Mängel dürfe man die Vorlage als Ganzes nicht ablehnen. Das direkte Wahlrecht habe zwar erhebliche Schattenseiten, aber Kritisieren sei leichter als Bessermachen. Ein kautellrifreies Wahlrecht sei zur Zeit für ihn unannehmbar, denn dies werde zur Herrschaft einer verhetzten Masse führen. Auch die Regierung sei ein gleichberechttgter Faktor bei der Gesetzgebung. Ein innerlich abgestorbenes System solle mau nicht künstlich aufrecht erhalten wollen. Tenn abgestorben * sei ein System, bei dem die Gleichgiltigkeit fast so weit gehe, daß oft nur die Wahlkommission wähle. Daß man die Wahlrechtsgrenze auf 21 Jahre herabgesetzt haben wolle, gehe viel zu weit; die Festsetzung von 25 Jahren sei durchaus richtig. Durch das direkte Wahlrecht, das gebe er dem Mgeordneten Gutfleisch zu, werde die polittsche Einsicht und Reise des Volkes geweckt. Daß man der geforderten Erhöhung der Zahl der städtischen Mgeordneten von 10 auf 15 widerstrebe, begreife er nicht. Bon der Regttrung abhängige Staatsbeamten dürften nicht wählbar fein, dagegen halte er den Ausschuß der anderen Beamten nicht für wünschenswert und er hoffe, daß auch aus diesen weisen demnächst Mgeordnete erscheinen werden. (Ruf: „und etwas weniger Rechtsanwälte"!) Ihre beiden Wünsche: Wahlpflicht und proportionales Wahlsystem, von denen der eine den anderen bedinge, stellten sie^ zurück im .Hinblick auf die ablehnende Haltung der Regierung. Mer nicht nur die direkte Wahl sei das Zie des Entwurfs, sondern auch die Freihett der Wahl, und dies schätze er noch höher. Der Idealismus des Abgeordneten Jöckel lasse sich mit den realen Verhältnissen nicht vereinbaren. Engel feien sie alle nicht, auch nicht der Abg. Jöckel Das Beispiel mit dem Sozialdemokraten und dem beklexten Wahlzettel gefalle ihm nicht. Bismarck habe seinerzeil in der absolutesten Wahlfreiheit die _ Grundlagen und Existenzbedingungen eines jeden Derfassungs- staates erkannt. Der Entwurf biete uns unendliche Vorteile und die Nachtette der direkten Wahl seien beseitigt durch die Kautelen. Deshalb werde er ohne Furcht vor den Sozialdemokraten für die Vorlage stimmen. Mg. Korell (fr. w. V.): Auf den geschichtlichen Rück- Lttck des Abgeordnettn David einzugehen müsse er sich versagen und sich mehr auf praktischem Gebiet bewegen. Prinzipiell gebe er der direkten Wahl den Vorzug vor dec indirekten. Der Gedanke der allgemeinen Wahlpflicht überstehe. Mg. Erck (nl): Je mehr ein Volk sich politisch und kulturell entwickele, desto größer werde seine Berechtigung, an dem politischen Leben Mteil zu nehmen und sich selbst zu regieren. Aufgabe der Regierung und der Gesetzgebung ei es alsdann, das richtige Tempo zu erkennen und einzuhalten. Tie Wahlpflicht halte er nicht für undurchführbar. Tie Vermehrung der städtischen Mgeordneten verwerfe er, weil in den Städten eine größere Summe von Intelligenz anzutveffen sei als auf dem Lande und schon dadurch der Einfluß der Städte überwiegend sei Das direkte Wahlrecht sei das Beste und Idealste, aber dessen Voraussetzung ei die Wahlpflicht. Abg. Ulrich (Soz.): Wenn der Abgeordnete Jöckel es sich zur Aufgabe gemacht hätte, das Totenlied der Na- ttonalliberctten zu komponieren, so hätte er es nicht besser ertig gebracht als mit seinen Ausführungen. Diese seien eine Verleugnung aller liberalen Grundsätze und eine Preisgabe seines eigenen Jchs gewesen und damit habe er sein Schwanenlied gesungen. Wenn er an seine frühere Agitation in Oberhessen zurückdenke und lese das Stenogramm feiner heutigen Rede, so müsse der Abgeordnete Jöckel sagen, daß er sich selbst zum Petrefakten gemacht habe, einer Versteinerung, wie man sie sich interessanter nicht vorstellen könne und die zeige, wie sehr der Liberalismus des Herrn Jöckel verschwunden sei. Er brauche in dessen Wahlbezirk nur die Rede auszugraben und in Friedberg werde man sagen, das könne der Abgeordnete Jöckel nicht gesagt haben. Dieser wolle das direkte Wahlrecht verhindern und habe sogar dem geheimen Wahlrecht den Krieg geschworen, weil es die Untreue und Heuchelei irämiere und habe sogar den Fall Friedberg verteidigt. Tas begreife er nicht, denn als Rechtsanwalt müsse der Mg. Jöckel doch wissen, daß die Verwendung des bellexten Wahlzettels ein Unfug und eine strafbare Handlung sei Er habe jenen Vorgang dazu benutzt, um sie seinem Lieblingskind, der öffentlichen Wahl, geneigt zu machen. Wett man die wirtschaftliche Whängigkeit der arbeitenden Bevölkerung kenne, deshalb habe man das geheime Wahlrecht gegeben. Mtt der öffentlichen Wahl werde die Heuchelei groß gezogen, was man angeblich bekämpfen wolle, weil die wirtschaftlich Schwächeren gezwungen würden, gegen ihre Ueberzeugung stimmen zu müssen, um ihr Brot nicht zu verlieren. Die Vermehrung der städtischen Mgeordneten begegne im Hause einem starken Widerspruch. Man solle deshalb das Land in annähernd gleiche Wahlbezirke einteilen, dann erreiche man eine Vertretung im Hause nach der Bevölkerungszahl An und für sich habe er gegen die Wahlpflicht nichts einzuwenden; aber dann müsse die Steuerklausel fallen, denn wer dann nicht wählen wolle, der zahle dann einfach feine Steuern nicht. Wahlpflicht und Steuerklausel lasse sich nicht vereinbaren. (Sehr richtig!) Sie verlangten eine völlige Gleichberechtigung der Arbeiter. Bildung und Besitz zum Maßstab des Wahlrechts zu machen, sei eine veraltete Anschauung. Durch die Arbeit werde erst Kapital geschaffen und deshalb solle man die Arbeit nicht dem Besitze gegenüber zurücksetzen. Gerade der heutige Arbeiter gebe dem Besitz an Intelligenz nichts nach und es sei durchaus falsch, Intelligenz und Besitz zusammenzustellen. Man solle erreichen, was zu erreichen sei Was man zu stände bringe, könne man bei der Zerfahrenheit der Meinungen im Hause noch nicht sagen, aber man solle sich wenigstens über die Frage des direkten Wahlrechts einigen. Schluß 1,15 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 9 Uhr. David habe davon geredet, alles alte Gebilde müsse verschwinden, und habe erinnert an die französische Revolution und an das Metternichsche System, das habe fallen müssen, wett es keinen Fortschritt bedeutet hat. Allein das 1872er Gesetz sei noch, neueren Datums, das Reichstagswahlrecht sei noch älter; heute noch habe es seine volle Berechtigung. Wetter habe der Mgeordnete David ihnen mit dem Ausstand der Arbeitern: ass en grausig machen wollen. Wer habe denn der Mgeordnete David setther geschlafen? In Belgien habe sich vor wenigen Wochen ein derartiges Schauspiel abgespielt, bei dem die Sozialdemokraten das allgemeine Wahlrecht hätten erobern wollen; aber so kläglich habe noch keine Partei abgeschnitten. Die Herren vom Mttizsystem, das die Sozialdemokraten, die größten Feinde des Milttarismus, in den Himmel heben, hatten nur einmal auf die Herren zu knallen brauchen und sie hätten sich vor Angst in ein Maus'loch verkrochen. Also den angedrohten allgemeinen Ausstand fürchte er nicht, ganz abgesehen davon, daß es bei uns gar nicht so wett kommen könne. Vor den Männern mit der schwieligen Faust fürchte, er sich nicht. Tas dttette Wahlrecht führe zu Mißständen schlimmster Art und die Heimlichkeit der Wahl prämiiere die Untreue, Feigheit und Unredlichkeit. Der Fall in Friedberg, bei dem ein Eisenbahubeamter Strafantrag bei seiner vorgesetzten Behörde wegen des Msdrucks, „er sei ein Sozialdemokrat", gestellt habe, liege etwas anders. Wett össenlliche Klage auf Ersuchen der vorgesetzten Behörde durch den Staatsanwalt erhoben worden sei, habe der Beleidigte beeidigt werden müssen. Vom Verteidiger gefragt, ob er st^ialdemokratisch gewählt habe, habe er nein gesagt. Run sei dieser dem Zeugen etwas naher getreten und habe diesem gesagt, er solle es sich doch noch einmal überlegen, da er dies beschwören müsse und sei mit dem Tintenklex auf dem Wahlzettel gekommen. Der Zeuge habe alsdann zögernd und dann unumwunden zugestanden, daß er sozialdemokratisch gewählt habe. Sei das nicht die Heuchelei großgezogen und protegiert! Die össenlliche Kontrolle müsse da sein und die Männer auf Herz und Nieren prüfen. Die Sache sei absolut noch nicht spruchreif und man solle erst abwarten, wie sich die anderen deutschen Staaten zu dieser Frage stellten. Er wünsche nicht, daß man das dirette Reichstagswahlrecht, das dem Volke in Fleisch und Blut übergegangen sei, diesem genommen werde, aber er wünsche auch nicht, daß hier ein neues Wahlrecht eingeführt werde. Man möge ihm beitreten und den Entwurf ablehnen, denn die Materie, um die es sich hier handele, bedürfe der tionnlitcr verteilt. In der Nackmttwassitzung nahm die Kommission bie| Don den noch ausFuführenden Arbeiten au den Reichstag gelangen ganzes Schaffen acht ein maßvoller, vernünftiger Zug, bat mcm Jahren wiederholt und durch sein „Hamburger Semperameitt erklärte, und der srcherltch Wiesen Reckarbahn zu verhandeln . S. Darmstadt, 12. Juni. Unsere Prinzessin Elisa- den Anliegern jedoch gestattet werden, die Straße aus finden, ihre Kosten auszubauen. Wndt melius ^eitn^ Kirch, :t. Dr. ^nsel«, 'genslaedt Gerichts» lormatioa mgen der ~ Eine urch Bei- Lladt- Cursch- znommen, von ihm m Betrag 3 für den bemittelte mit Ver. ienst der ela- und ha, ei H von 30 °n 380. )0 X) l°n 384 rUei. surter Straße an. — Zur Verteilung der Remuneratron an dre Schutzmcmn- schaft für die Personenstandsaufnahme (300 Mk.) wird Genehmigung erteilt. Ter Vertrag zwischen der Theaterdirektion Kruse und dem Wirt Jakob Noll, woran die Stadt mit dem bisher gewährten Zuschuß interessiert ist, soll zunächst für die Theater-Saison 1902/03 verlängert werden. Der Voranschlag der Realschule und des Realgymnasiums für 1903/04, der einen städtischen Zu- Leslament deutschen ) Mk, der ir Amen- en-Anstalt Gießen tng"; es ’.t Witwen n errichtet .nsten des der Stadt oz. Zinsen cker aus n Ableben iftung ge- 3000 B Itung der en. Drr üche Geben Erben '.Schäfer daß unter n sind, di» der Lahn iuf Antrag ,eringfügigk ng kow' >en werden en; aA iooo M ) fr. 160, 300 M) 57, 66. - , 112, 41; ; 500 2JIL) )amm fül sen Dispens .udeteilenm chordertich, jaust"1* beanstand»' Gesuchsüon amSelters- o. uni^ 10t d°» d° «A * in« des Stadtv- „cum *> Sc Ks • SÄ? über dem Kapellenraum und die Fertigurrg von Thoren der Firma E. H. Müller, der Eisenbeschslag der Th. Schiossermeister Wigandk übertragen werden. ■ Anlage und jährlichen Unterhaltung eines Epheubeetes im Don den noch auszu führenden Arbeiten auf dem Kaufmann ^^A^e^KMfWDNl WM Dodo^halsrtu"g ^^^wett^wtt^ neuen Friedhof soll das Aufbrinaen eines Fußbodens Er atzmanner: Bauunternehmer tzch Wmn, ___ „ ___-’ < < . X, , . n—<. . .. C, „2 CC-— ™ z. T -i. • P ^urch Tod des Presto's Otto Cämauu hat das meisteramt, Pollzeisergeant, Gehalt tCls ien cmf deutsche Kunstgewerbe einen schweren Verlust erlitten. 1200 Mk., sowie Kleidergeld und Dienstwohnung und 180 Mk. oeugche^ gü^rer ber mobernen kunstgewerblichen Wohnungsgeldzuschüß- Renaissance, eine der mrsgezeichnetsten Kräfte des Berliner Kuust- ** Durch den Leichtsinn eines Schulkameraden gewerbe-Museums ist einem Lungenleiden erlegen, das fett verunglückte gestern ein hiesiger Volkss chül er. Der Monaten seine Schaffenskraft lähmte Der noch bis vor kurzem siebeniäbriae Sohn des Zuschneiders K. stürzte über das rastlos thätige Mann war 1865 geboren: er hat also kaum das UZ-lthäter Ä Schule M"* fe WiÄS-ch wSst erhielt, so durften doch {eure Mern für die Kurkosten . F-igurenpaare in dekorativ-stilisierter Landschaft auf. Als usw. regreßpflichllg gemacht werden. t einer der Begründer und Hauptmttarbetter der Münchener Jugend *• Hauptversammlung des deutschen Verbandes kaufmännischer hatte dann Eckmann Gelegenheit, sich mit den graphischen £ed)» N-reine Der Verband deutscher kaufmännischer Vereine hielt am niken vertraut zu machen. Allmählich gewann er immer mehr M°ntag und DienStagim großen Saale uiä^SstL^ige^eSch^^achtenSn bald^m^Me^?-? Juf bS in Eassel seme Hauptversammlung ab. Das Reichsamt des oerschiedensten^Gebieten derselben. Dre Berufung an das Berliner Innern war diesmal durch Geh. Regierungsrat L o h m a n n Kunstgewerbe-Museum versetzte chn in die Lage, seine Ideen in (Berlin) verlleten. Als erster Gegenstand der Tagesordnung größerem Maßstabe praktisch durchzuführen und auf weite Kreise I ferh? s;e Erricktuna kaufmännischer Schied sqerichte mrregend zu wirken. Es giebtkaum euren Zwerg des Kunstgewerb^, schuß 'zu" den ^MtLwlln beraten. Nach längerer Besprechung stimmte wll wir in der m ^Mem^n^mcht ^chtmd und^ r^ornmtorsich chat^ sachliche Ausgaben un Betrage von 7430 Mk. vorsieht, wird ßtg." lesen, der Verbandstag folgendem Anllage em- Holzschnitte nach japanischen Vorblldern hergestellt; das dekorative nicht beanstandet. - Stadtv. Jann bemerll Mit Bezug Plakat verdankt ihm viel und mehr noch die Typographie. Der auf eine iu Nr. 126 des „Gießener Anzeigers enthaltene I Der deutsche Verband kaufmännischer Vereine hat mit Be- Ersindungsreichtum und das Stilgefühl, welcheer m den von ihm redaktionelle Bemerkung, daß eine Aenderung des Lehrplans rm davon Kenntnis genommen, daß die Vorlage eines geschaffenen Schriften und typographischen Ornamenten bewies, bei Ausbau der Realschule zu einer Oberrealschule Nicht Entwurfes betr. Errichtung von Sondergerichten zur zeichnen auch seine Teppichmuüer seme ^apeten, sowie seme Ent- ,eintrete- der Lehrplan werde nur nach oben ewertert ©nttoeibunq von Streitigkeiten aus dem kaufmännischen An- würfe für die Fayance- und Aretallmdusttie aus. Durch fern (Dadurch erledigen sich nicht die übrigen Gründe, die Mir stellungsverhältnis nunmehr endlich an den Reichstag gelangen ganzes Schaffen geht em maßvoller, günstiger Zug, dm mcm in unserer Nr 126 aeaen die Erweiterung unserer Real- soll. Er halt an seinen innerhalb 10 Jahren wiederholt und durch sem ^Hamburger Temperament elllarte, und der sicherlich in eine' Oberrealschule im Anschluß an die wohl- aus verschiedenen Gesichtspunkten begründeten Beschlüssen fest, dazu beigetragen hat, die stilisttsch werwolleu Elemente der muen schule in bitte ' ser Gxosib Regierung in welche überdies von der überwiegenden Mehrheit der kaufmänni- Kunstrichtung von den Auswuchten derselben zu scheü>^i und die berechtigte ablehnende Haltung der Oroßy. Jgraing w e Ullb Verbände vertreten werden. In erster Linie ist Sezession wenigstens aus dem Gebiete des Kunstgewerbes zu voller •’XWSi ÄWKÄ!“ fÜt bieWerUnS bi°'°-S°nd-rgeuTcht° an d.e Schonh-.t retjen vor geschlagene Anlage eines Bl eich p latze s hin I m nächste Punkt betraf die Erhebungen über die Ar- llttlÜf I litÜter V! dl tfH» S'feJ Estnfvru^erboben^w^den^^^^ der ^Bleicher Schmal l beitszeitimGroßhandel. Der Berichterstatter Pfitzner- Die Akademie für Sozial- und Handelswiffeuschafteu stra^ Einspruch erhob^i npÄte? soll vor dertzand Apolda besprach die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der j« Frankfurt a. M.. von der kürzlich, gelegentlich der Verleihung !?^wi^n auf den Platz verzichtet, chlt vor oer^ano Erhebungen der Kommission für Arbeiterstatistik. Es wurde der Berechtigung, Neuphilologen im Französischen auf das L v°?vkr1ZLen^folgender Antrag angenommen: für eine Bleicherei im Osten dar Stadt anerkannt, von „®er deutsche Verbaist) ^ufmannstcher Vereine hall zur Ver--1 unter denen sich 45 Frauen befinden. Auf die emzelnen anderer Seite in Abrede gestellt, bezw. das Gelände zwischen vollstandibung der Erhebungen auch hinsichtlich der sonstigen Ar° Bbrufskateqorien verteilen sich diese Besucher folgendermaßen: Wiesen- und Mollkestraße für ungeeignet bezeichnet. Betr. beitsverhaltniße der Angeltellten UN Großbetrieb mündliche Er-1^. »eute 219, darunter 42 Bankbeamte und 7 Versicherungs- ÄtooM in bÄaäe? bet Mieger Wie vom Stadtvü°bu,.g°n durch beamte 2) Snbl.ftrieOe, Ingenieure u. f. w. 13; 3) Juristen und »on9 Schlamm am Aus. eÄWJÄ vd » ÄM L gange der Wiesenstraße bemerkt Bür geringster Mecum, an[Q|fen und für die Auswahl der Auskunstspersoneii die die übrigen Lehrer besuchen teils ebenfalls die daß er davon keine Kenntnis hübe; die Stadt werde für Vorschläge des deutschen Verbandes kaufmännischer Vereine zu kaufmännischen Vorlesungen und Uebungen; einen geeigneten Lagerplatz sorgem rucksichtigen." ' p 6) Lehrerinnen 25. Den Rest bilden Angehörige sonstiger gelehrter Zur Lagerung von solchen Srelbaumateriallen, , dre Weiter sprach Generalsekretär Dr. B o rn-Frank-ungelet)rter Benife, sowie Berufslose. Von besonderer Bevor den Einflüssen der Witterung geschützt werden müssen, a. M. über die Alters- und I nva lid enver- deutung sür die Akademie sind die Besucher im engeren Sinne soll die Maschinenhalle und das Kesselhaus der Marga- .^ ^^ der Handelsanaestellten. Es wurde einstimmig (immatrikulierte Studierende). Deren Zahl beträgt gegenwärtig 45, «oßenaufmanbe von RL 2330 °m- R-foLon angenommen, welche dafür emtrüt, daß d,e ßÄ Verpachtung von weiteren Lagerplätzen auf der Alters- und Jnvalldenverstcherung im Rahmen der letzigm Lier Messoren, die sich dem Konsul-tsdienste zu widmen litte wird zuaestimmt Siadtv Reichsverficherungsgesetzgebung eingerichtet werden soll. In beabsichtigen, wurden der Akademie von Setten des Auswärtigen ® in b“ tie®Ä bie ^uH»: ber SienStagfitjnng rouröe in Bezug aus die Ausbil- Amtes zugewieien. Ebenso ist den Jolldeamten der Besuch d^ Änito^^to(Meaf^^attto^e 'Lagerplatz/^ düng weibitcheZ Angestellter folgende Resolut.on an- «n der Margarethenhütte pachten. Bürgermstr. Mecum genommen: , empfohlen, und steht eine Ausdehnung dieser Einrichtung in Aus- tellt mit daß seinerzeit eine bezügliche Anfrage gestellt „Mangelhafte Vorbildung der m den kaufmännischen Beruf gegenwärtigen Sommersemester werden an der Akademie worden sei er habe die Verpachtung jedoch ab gelehnt. zumeist ohne Ableistung einer praktischen Lehrzeit eingetretenen wöchentlich die folgende Anzahl von Stunden auf Vorlesungen und ^l>r Verlängerung des Mietvertrags zwischen der Stadt Gehilfinnen bedingt in der Hauptsache ihre geringe, auch die Ge- Hebungen der betteffenden Fächer verwendet: Volkswirtschaftslehre i.nh ~ber Brauerei Bichler bezügl. der Riem erschen hälter der Gehisien herabdruckende Besoldung. Im Jntereffe so- (einschließlich Sozialpolitik) 24, Versicheriuigswissenschaft 5, Rechts- s „ s? t^bemals^ August Scklessingersche Besitzung) wohl der weiblichen als auch der männlichen Handlungsgehilfen Wissenschaft 11, Handelstechnik, Handelsgeographie und Warenkunde Wirtschaft (ehemals nugust ^Ustei,ingei.iu^ ^eiiyung- Einbeziehung der weiblichen Gehilfen u,id ^ehrlmge c^'^fleute 17, sür Nichtkaufleute 5, Neuere Sprachen (Fran- wird zugestimmt. p m bie Verpflichtung zum Besuche kaufmännischer Fortblldungs- -sisch, Englisch, Spanisch, Italienisch) 33, Technik und andere Die gegen den Fluchtlinienp lan für di e Mar-^^^bben." Hilfswissenschaften (Einführungen in chemische und mechanische bur ger straße erhobenen Einwendungen von Interessen- Ferner gelangte über die Anwendung der Ko nkur- Technologie, Maschinenivesen undElektrotechntt, Berg- und Hütten- ten und Anliegern werden auf Antrag der Baudeputation laufet in Verträgen folgender Antrag zur Annahme: wesen für Nichttechniker) 19, im Ganzen 114 Stimden wöchentlich, abschlägig beschieden. . Der Verband hält es für dringend geboten, die Bestimnumgen Im nächsten Wintersemester, für welches das Vorlesungsverzelchn^ Frankfnr^-^^und^ Bahnhofstraße^geleg^nri/^Gartcn^hapen Ä JÄÄ vern.e^S Efe * L 'mwwron <_ Nächstjährige i&rbanbstag soll in Nürnberg ÄK tn<’r PM T1> nu K-*<-**v gehalten werden. Darmstadt, 12. Ium. Heute sind hier von Berlin 1 ; drei höhere Beamte aus dem Eisenbahnminifteriuni ein- Krleskalien oer Keoaktlon. bernahme der Main-, (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) S—z. in H. Eine Art Städtebund-Theater besitzen eit einigen Jahren die Städte Nordhauseii, Mühlhausen und Langen- hm°r W ustnn, W .. Horni Emmelins, Rentner (Sa. Koch. In die Kommission h^gestellt, daß sm das!Vett »erlassenr Dr P z^sm T^ore dem ffc d« zweite Abteilung wurden gewählt als Mrtg reder: wird wahrend der Dauer des AusenthaNs oes ea . - Bei der Stadtv. Jughardt, Stadtv. Helfrich, ©tobte. Flett Kaufmann her z o g s rn England, wohin er bel-mntlrch am . W jährlichM Unterhaltung eines Epheubeetes im Friedrich Habenicht (Westanlage), Kaufmann Aug. Mich«,\b J nebmeii um alsbald nach der Wiederkehr des Dorhof, für das Gärtner Karl Becker 397 Mk. bezw. 310 Mk. Rentner W. Hartmann, Rentner Otto Schmidt,SÄÄ Wolfsgarteii zurückziv, klangt, wird BesGußfassung ausgesetzt und nochmalige machermeister Karl Berg sen.; itfhnrftnnJnach ^unaen begonnen. Es folgt unmlltelvar Anlagen um die Stadt Blumenbeete angelegt werden; er wredergewahlt. . = J werde eine städtische Friedhossgärtnerei einrichten, wenn Dre Stelle eures Schutzmanns wurde dem Metzger stellen ermchtet. ba§ Stadttheater, falls Dll. die Versammlung ihr Einverständnis damit bekunde; die Georg Klos, die beiden HWschu^mnner stellen d Stein b ach^nicht freiwillig früher zurücktritt, erst Unterhaltung solle dem Gärtner Becker auch nur auf d^i H^ren &ar *™h”?cx^nq ?ür bie ^Vbauiin, am 15.^ptember 19^ üatot tDÜ:b, irar ber SSeirer 1)101^ iHiieiieiiebiie MWWWW8SWMW der Prwatgraber durch die Stadt. — Stadtv. KrummI 4Trtnh Stadttheater in Hamburg, Ploecker-Ekardt, Letter der Se- bemerkt, daß man dieStadt zu em em UHV cessions-Gastspiele in Berlin (ein geborener Wiesbadener, wenn man sich auf den gefährlichen Standpunkt stelle, Gießen, den 13. Juni 1902. D Red. d. Gieß. Anz.), Rainer Simons, ehemals Direktor daß die Stadt überhaupt fern Gewerb e treib en solle; es ** Ernennung. Ter Großherzog hat den Oberhof- Stadttheaters in Mainz, Adolf Steinert, Direktor des Meia niemand gezwungen^werden, diefetten durch die Pollbrecht Riedesel Frhrn. zu Eisen buch von gebrannten Stadttheaters in Barmen, Willy Wertheim, Stadt aussuhren zu laßen, sobald das Wohl der Allgemein-seitherigen Funkttonen als Oberhofmerfter enthoben Beamter am Stadttheater in Frankfurt a. M. heit es fordere, mutzten aitoere Jnterefsen znrncktveten. - znw Oberkammerherrn ernannt. | 7 -- Z ' ' " ' Stadtv. Heichelheim ist für Ruckverweisung der Sachje an > ■ - 9- ■ • ■ - • die Kommission und Einholung von Offerten anderer Mrt- ner. — Stadtv. Schmält legt gegen den Vergleich mit Krähwinkel Verwahrung ein; es solle aus der Stadt Gießen etwas gemacht werden, deshalb müsse auch das Wohlbefinden des Einzelnen berücksichtigt werden, denn damit hänge das Wohl der Stadt zusammen. — Stadtv. H aub ach wünscht, das Stadtbauamt zur Abforderung von Geboten nicht nur einer, sondern mehrerer Firmen zu veranlassen. Die Erneuerung eines Rahmens an der Last wage. in der Neustadt, wird dem Schlossermeister Kleinke für 170 Mark übertragen, die Kosten für die Freilegung des von der Firma Bär und Wetterhahn gepachteten Lagerhauses an der Margarethenhütte im Betrage von 550 Mark bewilligt, des gl. 220 Mark für Verbesserung der Wasserableitung von der über den Oberhessischen Bahnhof führenden Brücke. Stadtv. Kirch regt hierbei die Verbesserung der Beleuchtung zwischen der Ueberführung und der Frank- Fn der nichtöffentlichen Sitzung wurden in getroffen, mn über die Ueb die K^mmi"si-n . SU^^anlug ung^der^Ver- Reckarbahn zu verhandeln,. Mls" Mitglieder: ^Beigeordneter Georgi, beth, die fich durch den ungeheuren Älimw-Witterungs-f fn,,a, nur fehlt'di-!-m freien Bunde, wenn wir recht unterrichtet ItS. §eLr, KlMrat tzäfchhorn, Fabrikant Louis Lotz,I wMel zwischetl SMost Fabron in. Italien und Äobnrg eme,stnd, die staatliche vubvemwn. ■ I Ha L \ isldasbeste K \Metall-Pukmi ttely . ><> , . --■ 4..• f Hafer-Mahl. Beste! Kinder] Nahrung Ärztlich empfohlen tfiederlagen durch Plakate ersiohtl/c/j. 3761 In Steinbach bei: H. Krämer 1. L M. 1.20, 1.40, 1.50, 1.60, Verkaufsstellen in Gießen bei: Ehr. Bieker, Neustadt 55. L. Kalkhof, Westanlage. C. G. Kleiuhenn, Bahnhofstraße. In Lich bei: A. Bing. 8^828^ in Packeten mit vollem Firmen - Aufdruck A. Zuntz sel. Wwe^ Kgl. 2C. Host., Bonn, Berlin, Hamburg, verabreicht werden. CarameBisierte und helSglasierte Röstung Achten Säe darauf, daß Ihnen ^untz M Zjßebroimte Khflces 1.70, 1.80, 1.90, 2.— per 1/2 Kilo. Frau M. I. Rühl. I. M. Schulhof, Marktstraße. R. Schlabach Rachf., Ludwigsplatz. Fof. Seeler. In Lollar bei: A. Zimmermann. gegii eine wer! 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Nachdem der Vorstand beschlossen hat, daß künftig LtenStagS, Mittwochs und Samstags, jedesmal von 8 bis 12 Uhr und Mittwoch auch nachmittags von 2 bis 4 Uhr Geschäftslage abzuhalten find, wird dies mit dem Anfügen zur äffenttichen Kenntnis gebracht, daß der erste GeschaftStag im neuen Gebäude — Johanrresftr. 5 — Mittwoch de« 18. L Mts. abgehalten wird. Gießen, den 9. Juni 1902. 4325 Der Direktor der Spar- und Leihkasse Gießen. Wiener. w kmcktmß feinster Qualität empfiehlt 3944 ChristianWalleniels Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal Telephon 262. Gegründet 1826.. ßamemöerts-, Kronen-, Irüystücks-Käse empfehlen in frischer feinster Ware jU billigsten Preisen 703 A. & 6. Wallenfels 21 Markt 21. Telephon 46. GchnMck Ingkchmd Wieseck. gflnnftto dm 15. nnd Montan den 16. Juni d. Z. AM MlllS-I’fSl in dem Garten des Gastwirts Adam Ziegler, Romme SamStag auf den hiesigen Kisch mar tt mit einer großen Sendung lebeudfrischem Kabliau ohne Hopf, 12 Psg. per Pfund. 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Aus obigem Verrnäcktnis sind zehn Gaben zu 19 Mk. 71 Pfg. an zehn bedürftige Familien, bezw. Witwer ober Wttwen zu vergeben. Anmeldungen zum Bezug fraglicher Zinsen find bis zum 25. Juni 1902 emschl. bei bem Armenamt (Zimmer Nr. 4) münd- heb vorzubringen. GÜßen, den 6. Juni 1902. , 4831 Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Mecum. I irüche durch die Gemeinde elbst betrieben und wird ein eder, wer aus den genannten Brüchen Steine beziehen will, gebeten, sich an Großh. Bürgermeisterei dahier zu wenden. Münzenberg, 11. Juni 1902. Großh. Bürgermeisterei. _________Gorr. 4371 Heugras. Versteigerung der Grast. Oberförstern Arnsburg. Mittwoch de« 18. Juni wird das Heugras der Gottesackerthal-Wiesen und derVierzig Morgen, sowie das Heu-- und Grummetgras derLangenzugs- wiese versteigert. Beginn 9 Uhr vormittags im Kloster, Fort- etzung bei Colnhausen um Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge der aus der Ebelstiftnng für 1902 tot arme Kinder zu verabfolgenden Kleidungsstücke Jinb bis zum 80. Juni bei dem Armenamt (Zimmer Nr. 4 des Bürgermeisterei« aebcmdes) vorzubringen. Gießen, den 6. Ium 1902. 4330 Die Armen-Depntation der Stabt Gießen. Mecum. Bei eintretender Dunkelheit: 4246 Illumination des ganze» Festplatzes. Heuchelheim. e e Mutt Gesuche Urrfdikiifiifs