Nr. HO erf*ei*t täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden hn Wechsel mit dem veffische« Laudwitt bU Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Vertag der Brüh lachen Unioer1.-Buch- u. Steindruckerei (Pietl ch Erden) Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchalstrahe *U Adresse für Depeschen: Anzeiger Sieben. Kernsprechanschluß Nr. bl. P* V. |Ufc und Land' und a Erstes Blatt. 15». Jahrgang Dienstag 13.2)rai lttO» «■HHW ^8äT* .-a75'L'L,vtertel- ▼ Är V jährlich Mk. LL0; durch GietzenerAMiger sg V General-Anzeiger " »WrL Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bekanntmachung. Setr.: Die Ernennung der Vertrauensmänner und deren Stellvertreter der land- und forstwitthschaftlichen BerufS- genossenschast für das Großherzogtum Hessen. ' Herr Otto Schneider in Utphe ist zum Vertrauensmann des 87. Bezirks an Stelle des Herrn Dr. Shiguft Fillberth in Utphe ernannt worden. Gießen, den 10. Mai 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v- Bechtold. ölet englischen Goldes patriotischen Erwägungen oorziehen, vor Scham erröten zu müssen." Der iuternationale Bergarbeiter-Koügreß ivird am Pfingstmontag im Gewerkschaftshause in Düsseldorf eröffnet. Der Hauptgegenstand der Beratung wird der Acht- stundentag inkl. Ein- und Ausfahrt bilden; die englischen, französischen und belgischen Delegierten haben einen dahingehenden Antrag eingebracht, seine Annahme ist zweifellos. Die Franzosen haben die Nationalisierung (Verstaatlichung) der Gruben beantragt; die Stimmung hierfür ist zweifellos im Wachsen, jedoch ist wohl noch nicht daran zu denken, daß dieser Antrag angenommen wird. Die Deutschen sind mit zwei größeren Anträgen erschienen, der eine beziveckt die Errichtung eines internatronalen Berg-Arbeiter- Sekretariats mit dem Sitz in Brüssel, in dem anderen wird verlangt, daß bei Wahlen zu gesetzgebenden und Verwaltungs-Körperschaften die Bergarbeiter nur für solche Kandidaten stimmen sollen, die sich verpflichten- den Forderungen der Bergarbeiter gesetzliche Anerkennung zu verschaffen. Die Franzosen und Engländer beantragen die Festsetzung von Minimallöhnen, die Franzosen allein eine Vereinbarung der Nationen über die Haltung bei ausbrechenden Streiks, überhaupt eine festere internationale Organisation. Das Programm ist also nach jeder Richtung sehr reichhaltig; die Entscheidungen in Düsseldorf können von größter Bedeutung werden; denn daß gerade in den Bergarbeiterkreisen überall viel Streitlust herrscht, große Gährung vorhanden ist, unterliegt keinem Zweifel. Eduard Bernstein hat sich bereit erklärt, bei dem deutschen Kongreß der Bergleute in Essen, welcher dem internationalen vorangeht, als Uebersetzer mitzuwirken; denn auch in Esten werden fremde Delegierte anwesend fein. Jedenfalls wird der nationale Bergarbeiter-Kongreß in Esten und der internationale in Düsseldorf die Bergarbeiterbewegung stark in Fluß bringen, jedoch kann als ganz sicher angenommen werden, daß von einem Streik bei uns absolut keine Rede sein wird. ^andcspferdezuchtvercin. i C riginalbericht des „Gieß. Anz.") n. Mainz, 12. Mai. Am Sonntag sand hier int Kasino zum Gutenberg die 2 5. ordentliche Mitgliederversammlung des Zur Auhlaudfahrt. Heute tritt der Präsident der französischen Republik die Reise nach Rußland au . Das Panzerschiff „Moittcalm", geleitet von dem eigens zusammengestellten baltischen Geschwader, trägt .Herrn L o u b e t nach Kronstadt, wo der Zar seinen Gwst persönlich begrüßen wird. Zur Maien- zeit des vorigen Jahres weilte Frankreichs Minister des Auswärtigen. Herr D e l c a s s 6, am Newastrande. Seine Ausgabe war es bekanntlich, das Anleihegeschäft ins Reine zu bringen und die Vorerörterungen roegen des im Herbst erfolgten Zarewbefuchs in Frankreich zu führen. Diesmal dürfte das finanzielle Thema nicht zur Diskussion stehen; Rußland ist einstweilen der Geldsorgen überhoben, es hat seine 300 Millionen-Anleihe vom März d. I. mit Umgehung des französischen Marktes im Handumdrehen untergebracht und kann mit dem Selbstgefühl des out Akkreditierten besonders auf die starke Ueberzeichnung feiner Anleihe in Deutschland Hinweisen. Was das also anbetrifst, so befindet sich Präsident Loubet eher in der Lage, gegebenenfalls zu versichern, daß Frankreich die Kreditwürdigkeit feines Verbündeten keineswegs geringer einschätzt und jederzeit bereit istz dies von neuem durch die Thal zu beweisen. Ebensowenig hat die Vermutung für sich, Präsident Loubet werde Verabredungen wegen eines erneuten Zarenbesuchs in Frankreich treffen. Nikolaus II. ist lein Freund politischer Auslandsreisen, zu solchen entschließt er sich nur bei zwingenden Anlässen, selbst an dem mit dem russischen durch verwandtschaftliche Bande eng verbundenen Kopenhagener Hofe ist der Zar ein seltener Gast. Besuchsreisen in Frankreich zählen vollends zu den Ausnahmen, u ngeachtet der telegraphisch nach Paris gerichteten Versicherungen Nikolaus IL, daß er die Erinnerung an den Besuch in Frankreich zu den schönsten seines Lebens zahle. Es ist letzteres mehr ein Ausdruck der Höflichkeit, der Vertiefung des Dankes für die glänzende Aufnahme. Irgend ein politisches Moment, was dem Zaren Anlaß geben könnte, eine neue Reise nach Frankreich ins Auge zu fassen, ist zur Zeit weniger denn je ersichtlich. Die Wahlen zur Deputiertenkammer haben an der politischen Physiognomie der Republik nichts von Belang geändert. Paris hat wiederum stramm nationalistisch gewählt, eine Erscheinung, die /Väterchen" nicht gerade den Gedanken ehted Besuchs in der Seinstadt nahelegen wird. Im übrigen bleibt das ätlianzfreundliche Ministerium Waldeck-Rousseau am Ruder, dem der Zar bereits feine „Karte" abgab. Gegenstcurd der Unterhaltung zwischen Nikolaus II. und Präsident Loubet dürste in der Hauptsache die Ausland spolitik sein, speziell die o st a s ia t i s ch e Politik. Der Gegen-Zweibund hat die politische Konstellation im fernen Osten wesentlich verändert. England und Japan stehen jetzt vereint gegen Rußlartd, Rußland und Frankreich vereint gegen England. Die Kenner der ostasiatischen Verhältnisse, unter ihnen Graf Waldersee, meinen allerdings, dajß der nächste Zusammenstoß dort zwischen Japan und Rußland zu erwarten fei. Das würde dann umsomehr den Wunsch des Zaren nach einer Rücksprache mit dem Präsidenten der Republik, einer Konferenz zwischen den Staatsmännern, erklären. Ein solcher persönlicber Meinungsaustausch über den stanzösisch-rusfischen Chinavertrag hat bisher nicht stattgefunden. Möglicherweise kommt mau in Petersburg während der Besuchstage auch auf den südafrikanischen Krieg zu sprechen, sicherlich aber nicht int Sinne einer schiedsrichterlichen Intervention. Diese ist erst recht jetzt für alle Mächte ein „Rührmichnichtan." Alles in allem: die viertägige Anwesenheit des Präsidenten Loubet am russischen Hofe wird eine besondere politische Wirkung nicht haben. Sie ist in erster Reihe ein Akt der Höflichkeit, die allgemeine politische Bedeutung dürfte durch die Tischreden der beiden Staatsoberhäupter und die Kommentare der offiziösen Presse klargelegt werden. Politische Tagesschau. Das Rhodes-Stipendium und die deutschen Korpsstudenten. In den „Akademischen Monatsheften", dem Organe der deutschen Korpsstudenten, lesen wir über das Rhodes-Stipendium folgendes: „Wir können uns nicht vorstellen, daß deutsche Hochschüler, aus deren Mitte sich der erste gewaltige Sturm gegen Chamberlains Schmähungen unserer Armee erhob, jemals von dem Danaergeschenk eines Mannes Gebrauch machen, der noch in seinem Testamente seine englischen Gesinnungen und Plane so unverhohlen gezeigt hat. Es gehört mchr als Naivetät dazu, zu glauben, ein Rhodes, der mit brutalster Rücksichtslosigkeit die englische Hcrr- chast über ganz Südafrika erstrebte, werde dem gefährlichsten Rivalen Altenglands auch nur den geringsten Borteil zuwenden. Rhodes wußte nur zu gut, wie unzugänglich seine Landsleute für remde Einstüsie sind, wie sehr dagegen der Deutsche geneigt ist, ich fremdem Wesen anzusügen, ja unterzuordnen. Wenn er seine Stipendien nicht für Engländer, die in Deutschland studieren sollen, ondern für deutsche Studenten in England bestimmte, so rechnete er sicher mit den erwähnten Eigenschaften beider Völker. Und wenn selbst solche Folgen nicht eintrelen würden, so dürfte schon allein der Gedanke ihn zu dem für seine Vermögensverhältnisse nicht einmal großen Opfer bewogen haben, daß seine Landsleute den die Stipendien annehmenden deutschen Studenten mit Recht zurufen könnten: „Seid ihr nicht wie die Hunde? Wenn man euch mit Stockschlägen traktiert, knurrt und bellt ihr, wirft man euch aber einen Brocken hin, so kommt ihr heran und nehmt ihn dankbar schweifwedelnd entgegen." Wir hoffen, daß es uns erspart bleiben wird über Kommilitonen, die das non Landespferdezuchtvereins statt. Dieselbe war aus allen drei Provinzen des Landes gut besucht. Trotz der großen Entfernung war die Provinz Oberhessen verhältnismäßig stark vertreten. Dem Präsidenten des Vereins, Exz. von Westerweller, welcher 25 Jahre an der Spitze desselben steht, sprach der Vertreter der Regierung, Ministerialrat Braun, die Glückwünsche und die Anerkennung für die mühevolle 25jährige Arbeit im Interesse der Pferdezucht des Landes aus. Der Vorsitzende dankte und betonte, daß er von frühester Jugend lebhaftes Interesse für die Pferdezucht gehabt habe. Seine Beobachtungen der Pferde- zücht des Auslandes, besonders Frankreichs und Englands hätten ihn angespornt, im Verein mit vielen anderen gleich- denkenden die .Hebung der Pferdezucht in der engeren Heimat anzustreben. Tas sei Tank der energischen Mithilfe der Vereinsmitglieder, insbesondere aber auch der Regierung, des Oberlandstallmeisters v. Willich, des Generals An- schütz bis zu einem gewissen Grade heute gelungen. Mit Befriedigung könne man aus die Arbeit von 2o Jahren zurückblicken, so viel auch noch zu thun übrig bleibe. Ter Verein ist im Mai 187 7 ins Leben gerufen durch den jetzigen Präsidenten der Zweiten Karniner, den damaligen Polizeirat Haas in Darmstadt. Seit dieser Zeit führte Exz. v. Westerweller den Vorsitz. Die Mitgliederzahl ist auf 2400 gestiegen und wächst stetig. — Es giebt im Großherzogtum 56 UOO Pferde, die Qualität derselben steht nicht im richtigen Verhältnis zur Quantität. Durch die große Zahl der Händler wird viel minder^ wertiges Material ins Land gebracht. — Durch den Jrnpo;. von gutem Stutenmaterial durch den Verein werden all- mählich aus diesem nutes Material geschaffen. Es ist heute schon ein guter Stamm Zuchtstuten im Lande, der aber an Zahl fortgesetzt zunehmen muß. Besonders ist im Reich Mangel an gutem Pferdematerial für das Militär. Die Einfuhr an Pferden für das Reich stellt die Summe von 50 Millionen bar, das Großherzogtum Hessen verausgabt jährlich 1 Million für Einfuhr von Pferden. Es müßten in unserem Lande jährlich 5000 Fohlen geboren werden, um die Einfuhr unnötig zu machen, ein Ziel, das erstrebt, aber unter den Verhältnissen voraussichtlich nie erreicht werden wird. — Der Regierung müsse man dankbar sein, daß sie durch Bewilligung von Geldmitteln die Bestrebungen des Vereins unterstütze. Bedauerlicherweise seien von den erbetenen 19 000 Mk. für 1902/03 8000 Mk. gestrichen worden infolge der ungünstigen Finanzlage des Landes. Da große Gebiete des Landes sich für die Pferdezucht sehr eignen, stehen der Entwicklung derselben nach große Aufgaben bevor. Bei der Aufzucht der Pferde sei freie Bewegung auf der Weide ein .Haupterfordernis, man habe daher für Fohlenweiden gesorgt,'für Rheinhessen und Starkenburg durch Erwerbung der großen Fohlenweide bei Dieburg, in Oberhessen sei durch den Provinzialverein durch Schaffung einer Fohlenweide in Merlan, im Tiergarten bei Hungen gesorgt. Auch auf anderen Jnngviehweiden der Provinz Oberhessen werben Fohlen zugelassen. Nach diesen einleitenden Worten wurde die Jahres« rechnung vorgelegt und dem Rechner Entlastung erteilt. Die nach den Statuten ausscheidenden Mitglieder des Ausschusses wurden wiedergewähtt und Ergänzungswahlen vorgenommen, infolge der Erwerbung der Rechtsfähigkeit des Vereins wurden unerhebliche Aendernngen und Ergänzungen der Statuten vollzogen. Für den Fv h l e n i m pv r t aus Belgien und Oldenburg ernannte man die Ankaufskommission. Oberlairdstallmeister v. Willich referierte über die Stutenkörung für 1902 und über die Einführung des allgemeinen Stntbuches. Als Anträge ftanben auf der Tagesordnung: 1. Antrag der Herren Pf. Wechsler und E. R o e m e r im Auftrage einer Versammlung von Mitgliedern des Landespferdezuchtvereins zu Gau-Odernheim betr. die Einführung von Zuchtstuten und Fohlen aus Nheinpreußen, lieber diesen Antrag entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Oberlandstallmeister b. Willich erkannte an, daß man in Rheinpreußen in den letzten 35 Jahren mit der Zucht des belgischen Pferdes sehr große Fortschritte gemacht habe, dank dem Bestreben, nur allein die Zucht des belgischen Pferdes zu fördern und dank der reichen Weiden des Niederrheins und der sonstigen kräftigen und ausreichenden Ernährung der jungen Pferde in dieser Landschaft. Tie Futter- und klimatischen Verhältnisse ähnelten denen im benachbarten Belgien sehr. Man dürfe aber nicht behaupten wollen, daß Zuchttiere aus Rheinpreußen denen des belgischen Landes jetzt schon gleichwertig seien. Zur Zucht des belgischen Pferdes bei uns solle man immer noch an die Quelle gehen und Zucht- material erwerben, selbst wenn es an der uQelle nahezu doppelt zu teuer sei, als in Rheinpreußen. Gingen doch die Züchter in bnefem Landesteil auch immer wieder nach Belgien zurück, «um ihr Zuchtmaierial zu ergänzen, und lieferten damit den Beweis, daß sie selbst ihre seit 35 Jahren herangezogenen belgischen Pferde noch nicht als konstant vererbend ansähen. Von anderer Seite wurde behauptet, daß die rheinpreußischen belgischen Pferde die belgischen auf der Weltausstellung in Paris geschlagen hätten, was wiederum vom Oberlandstallmeister lebhaft bestritten und durch Thatsachen widerlegt wurde. Es sprach eine ganze Reibe von Rednern, zum Teil recht leidenschaft' lich, zu dem Gegenstände. Als nach Schluß der Tebatte der von den Antragstellern schriftlich eingereichte Antrjag zur A b st i m m u n gl am, fiel derselbe gegen eine geringe Mehrheit. 2. Antrag der Herren C. Fritsch, F. R. Ramge und Schönberger betr. Gründung einer Pfer debr. Pfund 66—76 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schwem^ fleisch pr. Pfimd 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 66—70 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50-70 Psg., Kartoffeln pr. 100 Rar. 2,80-3,50 Mk., Weiß raut per Stück 00-00 Psg., Zwiebeln pr. Zenmer 7,50—8,50 Mk., '-Utua) per Liter 18 Psg. Acpfcl per Psd. 0—60 Psg., in Körben 00—00 Pfg. Trauben 00—00 Pfg. Dauer der Marktzeit von morgens < Uhr bis nachmittag* 1 Uhr, während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf nur auf den bestimmten Verkaufsplätzeli und nicht im Umherziehev icilgcboien werden. __ _. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter Mai •E ■c - Q ~ 2"-C & 2” 9« 15 12. । 12. 13.1 I 2 I Regen 2 1 744,2 744,1 7,0 | 6,8 742,6 ; 4,8 j 6,0 Höchste Temperatur am 11 12. Mai + 10,9° C. Niedrigste „ „ 11. 12. „ — 0,2u C. 79 8E. -J1 NW. 94 WNW. F Die Beleidigungen, Ä S ° ** J der Wäsche ausgestoßm werden, vermindern sich, wenn man die Wäscherinnen ermahnt, entiveder nur mit Serfa oder wenigstens mit einem Zusätze von Serfa zu waschen. 3372 Leibniz, Hannelade Cahes-Tabrik 0 Die deutsche chemische Industrie hat ben Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung, zu denen man hinsichtlich eines der niedrigst stehenden pflanzlichen Gebilde, der Hefe, gelangt ist, einen neuen Triumph zu verdanken. Es ist nämlich festgestellt roorben, daß sich in der Hefe alle die Extraktstoffe vorfinden, die der tierische Körper enthält. Das führte zu dem Versuche, ein Präparat daraus herzustellen, das m seinem Gehalt und Werte bcin Fleischextrakt entsprechen mußte. Und in der That ist dieser Versuch nicht nur in einer glänzenden, sondern auch in einer geradezu überraschenden Weise gelungen, insofern nämlich, als das pflanzliche Präparat vor dem tierischen Vorzüge entwickelt hat, die man kaum erwarten durfte. Bekanntlich ist der Fleischextrakt kein eigentliches Nährmittel, sondern mehr ein Geschmackserreger. Dieselbe Eigenschaft besitzt auch das pflanzliche Produkt, das unter dem Namen „Siris" ein- geführt wird. Nur mit dem Unterschiede, das; Fleischextrakt dem Siris hinsichtlich seiner Ausgiebigkeit und Württraft erheblich nach- steht. Dadurch schon würde Siris den Fleischextrakt vorteilhaft ersetzen. Da es sich außerdem aber im Preise um die Hälfte bilttgÄ stellt, so erscheint es geradezu als eine wirtschaftliche Wohlthat für die weiten Volksschichten, die der hohe Preis des Fleischextraktes von seinem Konsum ausschließt. Damenlländschähe Preislagen 1 Waag, wÄ i>rekems5Mng auf Jacketts, Kostüme, schwarze Paletots, Regen-Paletots, Capes. 36ie Carl Nowack. Bekanntmachung. In dem hiesigen Handelsregister, Abt. A, wurde heute oorgemerkt: Die offene Handelsgesellschaft E. Fritzges & Reuning zu Allendorf a. Lumda ist in Folge Ausschetdens des Gesellschafters Carl Fritzges erloschen. Das Geschäft ist mit Actioen und Passiven auf den seitherigen Gesellschafter Wilhelm Reuning übergegangen und wird unter der Firma „Wilhelm Reuning" weitergefuhrt. Gießen, den 12. Mai 1902. 3683 Großherzogliches Amtsgericht. Wßherzoglich Hessische Landes-zrriMnstalt. Die Stelle eines einjährig-freiwillige« Hilfsarztes wird am 20. Juni frei und soll alsbald auf ine Dauer eines Jahres wiederbesetzt werden. Bargehalt 600 Mk. neben freier Station. Verpflichtung auf die Dauer eines Jahres. Psychiatrische Vorbildung nicht erforderlich. Bewerbungen werden zunächst brieflich hierher erbeten. Heppenheim a. d. 33., den 12. Mai 1902. 3682 Großherzogliche Direktton der Landes-Irrenanstalt. Medizinalrat Dr. Bieberbach. Bilanz am 31. Dezemöer 1901. Aktiva. Jt 1. Kaffenbestand 796.82 2. Ausstände 505.91 3. Warenvorrat nach Einkauf 7659.84 4. Utensilien 137.38 Passiva. Jü H 1. Warcnschulden 2986.50 2. Aufgenommenes Kapital 1500.— 3. Stammguthaben 520.— 4. Reseroefond 1643.41 5. Betriebsrücklage 1511.05 6. Reingewinn 938.99 9099.95 9099.95 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1900 101 Während 1901 gingen zu 3 8681 104 Während 1901 gingen ab — Daher Stand der Mitglieder Ende 1901 104 Beuern, den 10. Mai 1902. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Konsumvereins Beuern 11. Konrad Sommerlad IV., Ph. Lindenstruth V., Direktor. Lagerhalter. SIRIS übertrifft an Wohlgeschmack Würze nnd Ausgiebigkeit die amerikanisch. Fleisch- extracte, kostet aber nur die flälito * • • z*--- ff Für einen Teller Suppe W genügt schon die der i Grösse einer Erbse I entsprechende Menge I SIRIS, um dieselbe U wohlschmeckend und ä kräftig zn machen. # • Neue Formen. Neue Ausstattungen. Bekannt billigste Preise. Aug. Montanus Nachf. Inh.: Gebt. Imheuser 3164 Damen- und Herren - Modewaaren Marktplatz 9—Hk Giessen.Marktplatz 9—10 Gute, praktische Verwendungsart unb Billigkeit zeichnen 3413 — Würze und Maggis Suppenwürfel vor allen ähnlichen Produkten hervorragend aus. Stets frisch zu haben bet Carl Seibel ______________Frantfurterstraße 76. Sommerspiele sowie ^Sportwagen von 5 Mark an, Leiterwagen bis zu 3 Centner Tragfähigkeit von 3 Mark an in größter Auswahl und enorm billig empfehlen 2999 Moritz Gregori&Sohn MAGGI Franz Neumeier “ Sonnenstraße 20 Schuhlager Sonnenstraße 22 Spezialität in ®riginal=Goodyear=$DrltflrtiMti. Herreu-Chevreaux-Schuür-, Knopf- u. Zugstiefel v. JC. 11.— an Herren-Borkalf-Schuür- und Zugstiefel „ „ 11.— , Herreu-Boxkalf-Schualleuftiefel „ „ 13.— Hochfeine Herreu-Zug-, Schnür- und Schnallen-Stiefel, m amerikanischer Ausführung, System Handarbeit, Mk. 15.—. ki*Fii*iNWn in modernster Ausstattung von den billigsten bis zu den hochfeinsten Sorten, sowie eine größere Auswahl empfiehlt Friedrich Kühne sen. 2 Asterweg 2. 2406 UM IIW I K' IW ta- o. Porzellan. Lang & Wiederstein schäft geeignet. Die von mir in der Lcrnggaffe D 37 betriebene WM-, PsrzMn- nnö ßlnSwaren^nhlnnti ist mit Laden, Wohnung und Lagerräumen per L Juni auf längere Iah« zu verpachten. Durch seine günstige Lage ev. auch z« jede« andere» Ge. cd) 3634 Theodor Michel, Wetzlar. Vom Gute« das Beste! In sämtlichen feineren, sowie geringeren 3Ö87 Herren- nnö Amen-Ännr-, Schnnllen- M Knopsßieseln, farbige« Schnhware« zu billigsten Preisen ernpftehlt sich Friedrich Magnus, Weidengasse 10. ......—....... ' ---------------k für Damen und Kinder im Preise von 0,45 an bis 12. Mk. Frack-Kor seit en zu S.50, 3.75, 4.75 und SeKA Mk. Tadelloser Sitz und neue Formen. "HW Seltersweg 20. A. Holterhoff Söhne Seltersweg 20. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 teilen 4.75 regul. Wert Ml. 6.50. Paar M. 3679 sowie sämtliche zur 12.00 Sin Poften 0.95 vor-llgltche Mrahm-Tchldutttt Sonnenschirme GetterSweg 85 Seltersweg 35 Sulun«, Liminrger- § HM«, Krnnter- Z LtinWkSnMl- 3648 Billige Preise. Grossartige Auswahl Casseler Schirm-Fabrik Seltersweg 9. Giessen Seltersweg 9. An Posten Lin Posten Lm Poften 6m Posten Au Posten Em Poften Ein Posten Ein Posten Ein Posten Lin Poste» 9.50 9.75 Lin Posten Kinder- und MädctienstiefeS zu staunend billige« Preise«. Ein Posten Oamen-Lastingschuhe mit Fleck „ „ gegenüber Teufelslustgärtchen. elegante Neuheiten BT vom einfachsten bis hochfeinstem Herren-Agraffenstiefel dauerhaft Herren-Agraffenstiefel gutes Mchsleder, elegant, Herren-Agraffenstiefel prima Kalbleder Herren-Agraffenstiefel Boxcals, elegante Fa?ous, Herren-Zugstiefel dauerhaft Herren-Zugstiefel gutes Mchsleder Damen-Scftnürstiefel Kid mit Boxcalf-Besatz, neue Fayons, Damcn-Knopfstiefel Kid mit Lackblatt, r». Qualität Oamen-BCnopfstiefel gutes Mchsleder Öamen-Spangenschuhe 7. Absatz Damen-SpangenschuBie Wichsleder,Vi Absatz, schöneFayous Bamen-Sgiangenschuhe mit Lackblatt, schöne Form 10.50. 18.50. 15.00. 6.50. 10.00. 18.00. 18.50. 6.50. 3.00. 4.25. Doewien-wweme per Flasche 55 und 65 Pfg. empfiehlt 8578 0. E, Seng, Schulstrasse 5. (Sm Posten Oamen-Chevreaux-Stt,,*,F= Es bietet sich daher für jedermann die wohl selten wiederkehrende Gelegenheit, sich für wenig Geld Schuhwareu jeder Art in guten und soliden Qualitäten beschaffen zu können und bitte ich das geehrte Publikum, sich von der Billigkeit und Solidität meiner Ware überzeugen zu wollen. — Sämtliche Herren- «ud Dameustiefel sind erstklassige Fabrikate und wird Ntchtpaffendes bereit- willigst umgetauscht oder der Betrag zurückbezahlt. 3601 Schulstr. S. Adolf Baer Schulstr. 6. M Kuchenbäckern M nötigen Artikel in nur besten Qualitäten zu billigsten Preisen, fgohert Stuhi, Neustadt 23. Kamemöerts-, Kronen-, Irüyflücks-Käse Fromage de Brie mü> Gervais empfehlen in frischer feinster Ware (U billigsten Preisen 708 1 & G. Wallenfels 81 Markt 21. Telephon 46. 3^g^J^abH»a*****£g*£*X*££*** Reisemuster- lllltz bei ber §a6rilation leicht Mierte (kaum bemerkbare Fehler) 3421 Sonnenschirme werden spottbillig abgegeben 2.25 3.50 4.25 t 90 10.50 4.50 7.00 7.50 Total-Ausvcrkauf in 3641 Wern, Violinen, Mmeln, * Mfikwerken re. z« bedeutend ermäßigte« Preise«. Fran» Eyserbeck, Bahnhchr. kl. empfehle einen gebrannten vorzüglichen Kaffee von ä Pfd. M. 1.-, 1.2V, 1.40, 1.60, 1.80, i Schuhwareu. Durch große Maffeu-Sirrkärrfe in den größten unb renommiertesten Fabriken Deutschlands bin ich in der Lage, eine wirklich gfr+i» ttnb solide Ware zu deutbar billige» Preise« verkaufen zu können. So lange der Vorrat reicht offeriere ich: ggp Sandalen sind wieder eingetroffen. Ara«) Neuweier, Schuhlager, Sonnerütraße 22. 2040 atze 5. Adolf Bieler, ist das beste, sicherste Mittel gegen Motte«. Pack 20 Pfg. Adler-Drogerie SelterSweg 30 Otto Schaaf. 2143 zum Selbstfärben I giftfrei! empfiehlt 3480 Adolf Bieler, Victoria-Drogerie. Marktetrasse 5. Hämatogen Flasche 2 Mk. 3439 Victoria-Drogerie Durch gemeinsamen Einkauf mit ca 200 Geschäften sind wir in der Lage, besonders billige Preise bei nur guten Qualitäten zu bieten. 3491 [eich „Naumaonla-Seife“ ist die beste, billigste und dabei praktischste Wasch-Seife, denn sie lasst sich nach jeder Wasch-Methode auszukommen! „Naumannla-Selfe" ist eine garantiert reine, neutrale Seife, die sich vermöge ihrer soliden Basis viel langsamer verwascht, wie gewöhnliche Seifen und trotzdem vorzügUeh reinigt! „Naumannla-Seife“ ißt für weisse Wä-che, für bunte Wäsche, für kostet nur 18 Pfg. das Stück! 398 In allen Seife führenden Geschäften zu haben! stoff -Farben fa mlW W etzlar. fa mW! Jensen’s Wein-Restaurant gegenüber der Reichspost Beine Weine In grosser Auswahl. Vorzügliche Küche — alle Saisonspeisen. Grosse, mit modernem Comfort ausgestattete Wirtschaftsräume. Schöner schattiger Garten. Besitzer: H. Jensen. Wein-Kellerei und. Restaurant. 3447 Kutscher-Verein Gießen. Am zweiten Mngst-Ieiertage: GrohesZommerfest auf der Lielügshöhe. Alle» Ritherr durch Ptgtate. 3636