Zweites Blatt Donnerstag 13. Februar 1902 Die heutige Yummer umfaßt 10 Seiten 152. Jahrgang dem gestrigen Abdruck) durch charaktervolle Mannhaftigkeit im Leben hervorgethau. Ausland. London, 12. Febr. Lord Dufferin ist gestorben. Fredenck Temple Blackwood, Marquis von Dufferin und Ava, wurde 1826 geboren. 1871 wurde er zum Earl erhoben, nachdem er als Unterstaatssekretär mt indischen Amt mit Auszeichnung gewirkt Hails. Bon seiner Stellung als Generalgouverneur in Kanada wurde er im Jahre 1879 zum englischen Botschafter nach Petersburg berufen, welchen Posten' er zwei Jahre später ran dem eines Botschafters in Konstantinopel vertauschte. Als Vizekönig von Indien (1884—1888) wusle Dufferin den englischen Einfluß in Afghanistan zu behaupten und gewann während seiner Amtszeit Birma für daS Nr. 37 Orfchetut täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesfischen fanbrolrt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Untvers.-Buch-u.Stein- druckereilPtelsch Erben) Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schul st raße 7. Adresse für Depeschen: «n^tger Gießen. FlrwKkchanschlußNr.51. Deutsches Deich. Berlin, 12. Februar. Kaiser Wilhelm hat an den Prinzregenten nachstehendes Dankschreiben gerichtet: Euere Königliche Hoheit haben mich durch die überaus 0 herzlichen Glückwünsche, welche dieselben zugleich im Namen der bayerischen Armee aus Anlaß des Tages an mich richteten, an dem ich vor 2ö Jahren zum Dienst in die Armee eintrat, von ganzem Herzen erfreut- Mein eifriges Streben, die Armee auf der Höhe ihrer Aufgabe zu erhalten, findet durch die Worte Eurer Königlichen Hoheit eine mich wahrhaft beglückende Anerkennung. Ich bin mir aber wohl bewußt, welche wirksame Unterstützung und Förderung ich hierbei jederzeit durch die bingeben de, verständ- n i s i n n i g e Mitarbeit der deutschen F ü r st e n gefunden habe. Es ist mir daher ein aufrichtig empfundenes Bedürfnis, Eurer Königs. Hoheit dies mit meinem vom Herzen kommenden Dank für den neuen Beweis aufrichtige Freundschaft und treue Waffenbrüderschaft zum Ausdruck zu bringen. Das treue Zusammenhalten der deutschen Fürsten und ba£ auf ruhmreichen Schlachtfeldern gemeinsam vergossene Blut bat unseres teueren Vaterlandes Einigkeit begründet, und hierin darf ich auch in Zukunft die f e st e st e Bürgschaft für seinen G l a n z u n d seine Sicherheit erblicken. Ich verbleibe mit der Versicherung der vorzüglichen Hochachtung und freundschaftlichen Gesinnung Eurer Königlichen Hoheit freundwilliger Vetter und Bruder. Wilhelm. — Durch Kabinettsordre vom 8. Februar ist, wie der „Hann- Kour." wissen will, die Gleichberechtigung der neunklassigen Rea lauft alten mit den Gymnasien auch für die Offizierslaufbahn genehmigt worden- — Nach einem Erlaß des preußischen Ministers des Innern tritt dieser hinsichtlich der Frage über die Form der Führungsatteste für bestrafte Personen, deren Strafen in der polizeilichen Liste infolge eines Gnadenaktes des Königs gelöscht sind, der Ansicht bei, daß die Strafen nicht, wie von einer Seite vorgeschlagen worden ist, mit dem Zusatz, daß sie durch Gnadenatt nachträglich gelöscht seien, aufzuführen sind- Durch ein solches Verfahren würde der Zweck der Begnadigung, im Interesse des Fortkommens der begnadigten Pc rson das Bekanntwerden unerheblicher und vollständig gesühnter Verfehlungen zu verhindern, vereitelt werden- Es erscheine der Sach- und Rechtspflege entsprechend, daß in den bezeichneten Fällen die Führungszeugnisse sich auf die Erklärung beschränken, daß „ein Strafvermerk in den polizeilichen Listen nicht vorhanden ist, oder daß der Betreffende „als „bestraft" polizeilich nicht vermerkt" ist. Klausthal, 12. Febr. Dieser Tage tagte die Versammlung der Vertreter sämtlicher Versicherungsanstalten Deutschlands, sowie die zugelassenen Kasseneinrichtungen, soweit sie eigene Heilstätten besitzen, in Vogelslust. Zur Sprache kam u. a. folgendes: Bisher zahlte die Versicherungsanstalt zu D a r m st a d t den Kranken, deren Heilverfahren sie übernimmt, zur Fahrt nach der Heilstätte nur ein Billet 4. Klasse. Fortan wird nun auch die hessische Versicherungsanstalt den betreffenden Kranken ein Billet 3. Klasse vergüten. Braunschweig scheint noch für Lungenkranke vierter Klasse beibehalten zu wollen, wogegen man nur protestieren kann. Tie hessische Versick-erungsanstalt wird fortan auch Zehrkosten sowohl für die Reise nach der Heilstätte zahlen als auch für eventuelle Reise zu einer Nachuntersuchung nach der Heilstättenpflege. Tas neue Kochsche Tuberkulin hat nach Aussagen der Vertreter von Brandenburg und Schlesien große Erfolge gezeigt, sodaß auch andere Versicherungsanstalten mit dem Gedanken umgehen, das neue Tuberkulin nicht nur zu diagnostischen Zwecken, sondern auch wieder mehr zu Heilzwecken zu verwenden- Dresden, 12. Febr. Als Nachfolger des Justiz- Ministers und jetzigen Finanzministers Tr. Rüger ist der Geh. Justizrat Tr. Börner in Aussicht genommen, der in den letzten Tagen bereits wiederholt im Reichstage die sächsische Justiz gegen verschiedentliche Angriffe verteidigte. Tr. Rüger ist übrigens aus der Reaftsanwalrschaft hervorgegangen. Ter jetzt Vierundsechzigjährige war von 1865 bis 1875 in Tresden Advokat. Tann trat er beim damaligen Bezirksgerichte Tresden in den Staatsdienst em, um 1865 bereits als Geheimer Justizrar im Justizministerium befördert zu werden. 1880 übernahm Dr. Rüger alsdann den Posten eines B ü r g e r m c i st e r s i n T r e s d e n, kehrte aber 1885 in das Justizministerium als Geheimer Justizrat zurück. Aas englisch-japanische Mndnis. Das englisch-japanische Abkommen ist das Ereignis des Tages- Ter Kaiser hatte gestern (Mittwoch) mit dem englischen Botschafter eine längere Beim: echuna, eine zweite Besprechung fand mit Sir Frank Bascelles und dem Reichskanzler statt. Auch aus diesen Unterredungen geht hervor, daß an den Abmachungen von deutscher Seile großes Interesse genommen wird- Man behauptet, Deutschland habe durch eine separateVer- ständigung mit den Vertragschließenden sich gesichert. Wir möchten bis auf weiteres an eine solche unmittelbare Beteiligung Deutschlands an den Verhandlungen nicht glauben. Denn darüber herrscht doch nirgends ein Zweifel: die Spitze dieses ersten Bündnisses, das England nun doch der „glänzenden Isolierung" entreißt, deren Vorzüge die britischen Staatsmänner erst verkündeten, richtet sich gegen Rußland, in zweiter Linie gegen dessen Verbün- eten Frankreich. Wie sollte die deutsche Politik dazu kommen, da sie doch so außerordentlichen Wert auf ein gutes Einvernehmen mit dem Zarenreich legt, an Abmachungen teilzunehmen, die man in Petersburg fast als eine Herausforderung betrachten wird? England mag ja Grund haben, ein Gegengewicht gegen den Einfluß Rußlands in Oftasien zu schaffen, und dafür, weil Englands Macht allein nicht Senügte, die Mitwirkung Japans zu gewinnen. Deutschlands änflußspl)ären in China sind jedoch, soweit bekannt, in keiner Weise von Rußland beeinträchtigt oder bedroht- Eher ist der Fall denkbar, trotz» Äes deutsch-englischen lieber ein- kommens, daß England uns zu nahe tritt- Der Grundsatz, den Stand der Dinge in Ostasien aufrecht zu erhalten, ist von den Leitern unserer auswärtigen Politik nachdrücklich genug betont werden, aber man wird von Deutschland wahrlich nicht erwarten tonnen, daß es sich dem Standpunkt des japanisch-englischen Bündnisses auch nur nähert, daß, wenn tÄrgland oder Japan gleichzeitig von zwei Mächten — also etwa von Rußland oder Frankreich — angegriffen wird, die andere Bündnispartei zur Hülfe eilen muß. Verpflichtungen von solcher Schwere wird Deutschland sicherlich nicht auf sich laden, vielmehr ausdrücklich zurückweisen, daß es irgendwie an dieser gegen Rußland gerichteten Koalition beteiligt sei- Ten russischen diplomatischen Kreisen in Berlin soll übrigens das englischjapanische Abkommen eine vollständige Ueberrasch- ung gewesen sein- Man wird wohl bald erfahren, wie man in Petersburg über diesen Schachzug denkt und — wie man ihn beantwortet- Der Zar, der aus freien Stücken der englischen Regierung das Versprechen gab, den südafrikanischen Krieg nicht auszunützen gegen England, dürfte von dieser eigenartigen Revanche wenig erbaut sein- Tie Urteile der Berliner Presse stimmen darin überein, daß, wie auch die Londoner Blätter größtenteils zugeben, England und Jovan Rußland als Gegner in Betracht ziehen. Auch dies Bündnis soll der Aufrechterhaltung des Friedens dienen. Ob sich Rußland wirklich durch England und Japan einschüchtern lassen wird? Schwerlich. Aus dem Inhalte des Bündnisvertrages ist noch zu berichten: In der Einleitung wird erwähnt, daß eines der Ziele Englands und Japan sei, in China und Korea gleiche Gelegenheiten für Handel und Industrie aller Stationen zu sichern- Im Artikel 1 wird erklärt, daß die vertragschließenden Teile wechselseitig die Unabhängigkeit Chinas und Koreas anerkannten und erklären, daß sie von ke i n e r l e i aggressiven A b s i ch t e n in einem dieser beiden Länder beeinflußt seien, jedoch ihre speziellen Interessen im Auge haben- Von diesen bezögen sich diejenigen Großbritanniens hauptsächlich auf China, während Japan neben den Interessen, die es in China besitzt, in besonderem Grade, sowohl in politischer Hinsicht, als in Bezug auf Handel und Industrie, in Korea interessiert sei- Die vertragschließenden Teile anerkennen, ba{L, für jeden derselben zulässig sein soll, solche Maßregeln zu ergreifen, die zur Wahrung seiner Interessen unentbehrlich seien. Der die Dauer des Abkommens betreffende Artikel bestimmt nicht, daß es in fünf Jahren aufhören soll, vielmehr soll es bindend sein bis zum Ablaufe eines Jahres von dem Tage an, an welchem von einem der beiden vertragschließenden Teile gekündigt wird- Tie „Westminster Gazette' wirkt die Frage auf, ob es staatsklug sei, daß England sich in eine Lage versetze, wobei Japan, das feine europäischen Interessen hab», EnglandseuropäischePolitikundseineRe ichs- Politik in hohem Maße b ee i nf Iuf f en könne Das Abkommen erscheine wie eine ziemlich eilige Antwort auf die Feindschaft Europas, indem es sich einem neuen Volke zuwende, dessen Energie und aufsteigende Zivilisation eine Bewunderung der Well bilde- Tie „Pallmall Gazette" meint, der Vertrag füge eine weitere Garantie zum Grundsätze hinzu, den das deutsch-englische Abkommen voll anerkenne, aber der neue Zweibund kläre die Luft und halte alle etwaigen Störer des Welt»- friedens zurück- Tie „Saint James Gazette" bringt einen mit „Eingeschränktes Entzücken" überschriebenen Artikel, in dem der Vertrag in mehrfacher Beziehung kritisiert wird, und sagt: Nichts hindert, daß sich Japan unbedacht in einen Kampf stürzt, in dem es den Kürzeren zieht, und wir uns zu Feindseligkeiten mit zwei oder mehr Machten verpflichtet sehen, zu einer Zeit, wo unser Verbündeter keine toirtfame Hilfe mehr ist- Ter Artikel legt schließlich den Gedanken nahe, vielleicht werde sich erweisen, daß Amerika in formeller oder nicht formeller Weise Teilnehmer an der neuen Friedensliga sei- Die Unruhen in Belgien. Aus Brüssel, 11. Februar, wird uns geschrieben: In Belgien geht das Gespenst der Revolution wieder um. Durch den sozialistischen Antrag auf Einführung des allgemeinen Stimmre ch ts ist es heraufbe- schworen worden. Als Ausdruck des Bestrebens der bel- aischen Radikalen, jbte parlamentarische Macht zu erlanaen, sind die Straßenkundgebungen, deren Wiederholuna für die nächsten Tage man befürchtet, zweifellos von Bedeutung. Daß sie zur Revolution führen, ist wenig wahrscheinlich. Belgien kann als das klassische Land solcher Straßenkundgebungen bezeichnet werden. Wenn wichtige politische Fragen die Gemüter bewegen, dann zögern zumal die Arbeiterführer nicht, die Politik auf die Straße zu verpflanzen, leidenschaftliche Reden an die Menge zu halten, sich an deren Spitze zu stellen, vor den Redaktionen gegnerischer Zeitungen Protestkundgebungen zu veranstalten it s. w. Eine überaus starke Bewegung entwickelte sich vor annähernd drei Jahren, als durch das Ministerium van den Peereboom das neue belgische Wahlgesetz eingebracht wurde. Es kam damals zu scharfen Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der bewaffneten Macht. Die Ersteren erreichten ihr Ziel, die Beseitigung der klerikalen Parlamentsmehrheit, nicht, und ebenso wenig dürsten sie jetzt auf gewaltsame Weise erlangen, daß das allgemeine und gleiche Stimmrecht als Basis für die nächsten Wahlen festgelegt wird. Es ist schon berichtet worden, daß eine Schar von Manifestanten, geführt von einem sozialistischen Mitgliede des Gemeinderats, unter Hochrufen auf das allgemeine Stimmrecht am Palast des Prinzen Albert vorbeizog. Die radikalen Politiker sehen nämlich in diesem Prinzen dem Neffen des Königs, insofern „ihren Mann", als sie glauben, daß er, der künftige Thronfolger, den Forderungen der links stehenden Parteien nicht so energisch ent- gegentreten werde, wie Wnig Leopold. Eine ähnliche Auffassung scheint der König selbst zu haben. Zum wenigsten sind Die Hofkreise überzeugt, Leopold II. sei von seiner Abdankungsabsicht zurückgekommen, weil er den Prinzen Albert für das Regentenamt nicht genügend vorbereitet halte. Darauf beruht auch wohl der Wunsch des Königs, die Heeresreform durchgeführt zu sehen, damit fein Nachfolger gegebenenfalls eine auf der Höhe der Zeit stehende Wehrmacht hinter sich habe. Ter Gesundheitszustand des belgischen Herrschers läßt, wie bekannt sein dürfte, seit längerem zu wünschen. Er befand sich auch jetzt wieder zum Kurgebrauch an der Riviera, als die Meldungen von den Unruhen in Brüssel ihn plötzlich zurück- riefen. Er hat ungesäumt die zur Aufrechterhaltung der Ordnung erforderlichen Maßregeln verfügt, und es wird, wie eingangs erwähnt, voraussichtlich gelingen, die Ruhe wieder herzustellen. Eine Mißstimmung dürfte an den maßgebenden Stellen freilich zurückbleiben, und zwar umsomehr, als der König, nicht zuletzt im Hinblick auf die Volksstimmung, manchem liebgewordenen Projekt entsagt hat. Es sei Da erinnert an die Schaffung einer belgischen Kriegsflotte, die Errichtung belgischer Schiffsverbindungen mit der Ostsee, dem Weißen Meere und China, den Erwerb von Landbesitz in China, die großen Bahnprojekte in der Aeguatorialprovinz. Der überwiegenden Mehrheit des belgischen Volkes widerstrebt dies Hinüberführen in die „Weltpolitik", und der König glaubt diese Auffassung berücksichtigen zu müssen. Er konzentriert sein Interesse, von Belgien selbst abgesehen, auf den Kongostaat. In Bezug auf sozia le Reformen ist Belgien einer b'cr rückständigsten Staaten Europas. Wäre hier seitens der Regierung und der Mehrheitsparteien nicht soviel versäumt worden, Dann würden Straßentumulte und Revolutions-Drohungen nicht soviel Beifall finden. Die Besserung der Lebens- und Arbeitsbedingnugen der hunderttausende belgischer Industriearbeiter ist das einzige Vorbeugungsmittel gegen die Umwälzung, die Belgien bedroht. Brüssel, 12. Febr. In der heutigen Sitzung der Repräsentantenkammer wurde Die Generaldebatte über den Antrag betreffend das allg. Stimm recht begonnen. Abg. Be thune, der seinen Bericht vorlegt, wird von den Sozialisten mit den Rufen: „Betrüger ! Dieb!" empfangen. Man wirft ihm vor, die Wählerliste gefälscht zu haben. Bethune erwidert, Daß das Schwurgericht ihn von dieser Anklage freigesprochen habe. Ter Sozialist Smeets greift ihn fortgesetzt heftig an, obgleich der Präsident ihm das Wort entzogen hat. Der Präsident erklärt die Sitzung für geschlossen und bedeckt sich. Die Mitglieder der Rechten erheben sich unter lärmenden Kundgebungen der Linken von ihren Sitzen. Tie sozialistischen Abgeordneten werden beim Verlassen der Kammer von einer großen Menschenmenge lebhaft begrüßt. Ein großer Teil derselben begiebt sich im Zuge nach dem Volks- Hause, wo sich die Manifestanten ohne Zwischenfall zerstreuen. Politische Tagesschau. Zur Zweikampffrage. Wir brachten gestern eine Zuschrift des Herrn Pfarrers Gg. Schlosser zum Abdruck. Leider sind darin durch ein sehr bedauerliches Ueberfehen des Setzers an bedeutsamer Stelle ein paar Worte in Fortfall gekommen, die den Sinn wesentlich verstümmeln. Der betr. Satz lautet nach dem Manuskript wörtlich folgendermaßen: Nach meiner sicheren Erfahrung haben sich die ehemaligen Mitglieder schlagender Korporationen keineswegs mehr als andere (die durch den Truck hür hervorgehobenen Worte pchlen in GlchenerAnzelgerM y General-Anzeiger ” ** ISST v ** ür den polu. u. allgcm. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM v zeigenleil: Hanü Beck. britisch-indische Reich. 1888 wurde Dufferin zum britischen gepflegtem Schnurrbart verbreitet worden. Der Betreffende Ludwigshafen, 12. Febr. Der in der Wrebe- m r' • 0—" i ^u-juulluuh, cctuteuei woroen. ^ec Verrepenoe " r5u ow igsh a fen, 12. Tvebr. Der in der Wrede. welchem Posten^er bis 1896 erscheint^wie ein Provinzler, trägt grünen Pelerinemantel, strotze wohnende Gastwirt Stähli hat dem ledigen Maurer Ruhestand trat vorstand — rittri^ämiSLnnrTF r I®Cöue!t « Brille nut gelber Fassung. Richard Bergmann das Betreten seines Gastlokales unter» bie 2hneÖ*- ite auitehnt^nhJIr- §r ®r“nber0' 12*„ t?cbr* Ein Grünberger, Theodor sagt, weil dieser wiederholt in der Wirtschaft Exzesse verübt ieIiqkeif des AuSlan^Tfi aJJ ÄriEwL der gegenwärtig als Schiffsoffizier im Dienst der hatte. Bergmann machte in derFolge mehrfach den Versuch, , . . .. . _ gegen britische Güter, die Not-I ^Hambura-Südamerikaniicken Daninllckniiicibnts-- i tn hf<* #■ al«.«— ™ -___1 ___ in die Wirtschaft zu gelangen, immer ober konnte er noch an Hause sterben. vermischtes seligkeit des Auslandes gegen brittsche Güter, die Notwendigkeit der Steuererhöhung infolge des Krieges und die starke Neigung der Kolonien, den Produkten des Mutterlandes eine Bevorzugung zuteil werden zu lassen, hat den Gefühlen zugunsten einer Ueberprüfung des Freihandelssystems, wie es durch Cobden eingeführt wurde, neue Nahrung gegeben, umsomehr, als nirgends in der Welt diesem System gegenüber Gegenseitigkeit geübt wird. Der Ausschuß der Vereinigten Reichshandelsliga hat daher be=, schlossen, über diesen Gegenstand am 5. März unter dem j Vorsitze James Lowthers eine öffentliche Konferenz abzuhalten. Als Ziel dieser Liga wird „fair trade" und insbesondere die Entwickelung des Handels zwischen allen Teilen des Reiches auf Grundlage einer Bevorzugung erklärt. Paris, 12. Febr. Das Journal berichtet, daß der Papst den Wunsch geäußert habe, seinen Nachfolger selbst zu bezeichnen. Madrid, 12. Febr. Der Senat hat den religiösen Erd der Zeugen vor Gericht abgeschafft; die Zeugen haben fortan nur zu versprechen, daß sie die Wahrheit sagen «erden. Petersburg, 12. Febr. DieAbreise des Erzherzogs FranzFerdinandnach Warschau erfolgte unter den gleichen Feierlichkeiten, unter denen die Ankunft stattgefundcn hatte. hervor, ein Schuß krachte, und der unglückliche Jerksen sank,, in den Kopf getroffen, entseelt zu Boden. Aus Stadt und Kand. Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommeii und werden angemessen honoriert. Gießen, den 13. Februar 1902. Aodienzeu. Der Groß Herz og empfing am 12. ds. U. ä. den Oberstaatsanwalt beim Landgericht der Provinz Oberhessen Kammerherrn v. Hessert, den Pfarrer Werner mm^ Nidda, den Professor Groos von der Landesuniversität Auszeichnungen. Der Großherzog hat dem Vor- «better Balthasar Heß 511 Darmstadt, in Diensten der Firma. E. Merck 311 Darmstadt, das Allgemeine Ehrenzeichen mit! der Inschrift „Für treue Arbeit" und der Katharina W e i n r i ch aus Lollar, m Diensten der Zigarrcnfabrik F. Bender u. Co. zu Gießen, dos Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbett" verliehen. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Hanau wurde am Dienstag ein alter Achlund- vlerziger, der 87jährigc Realgymnasiallehrer Wilhelm Dietz, zu Grabe geleitet. * „Echte Osdorfer Havanna". Die Berliner Verwaltung für die Rieselfelder hat Versuche mit dem Anbau von Tabak in Osdorf gemacht, die vorzüglich ausgefallen sind. Die aus dem gewonnenen Tabak hergestellten Zigarren haben, wie magistratsoffiziös versichert wird, „allgemeinen Beifall gefunden." Ob die Herren von der betr. Verwaltungs- depiltation auf Gruiid eigener Bemühungen und Versuche zu diesem Urteil über die Marke „Osdorfer Havanna" gekommen find, wird leider nicht verraten. gniiiiiuirtlTIjnfL O '..Za„r ua für Landwirte. In der „Hess. Landw. Zeltlchr. Nr. 6 vom 6. Febr. l. I. nürd in einem Artikel oon 4>vot. 4>r. Magner m Darmstadt vor der sogenannten 0-rantsurter „Pouorette" (Schlammerde) eindringlich ge- .Ua -ungemittel, das zum Preise von 7—8 Mark pro 100 Kilo verlauft würde, l,aoe, sagt Prof. Wagner erneu Wert von kaum einer Mark- ' r_. * Tumulte beim Karneval. In Catania auf S'znien kam es am Dienstag zu schweren Tumulten wegen, eines strengen Verbotes des Cv n f e t t i w e r f e n s. Als die Menge einen verhafteten Arbeiter befreien wollte, gab ein Schutzmann drei Alarm-Schüsse ab, wodurch ein KinÄ totlich verletzt wurde. Die Menge steckte in ihrer Wut einen Karnevalswagen, der die Straße passierte, in Brand und bewarf die Polizei mit Steinen. Endlich attackierte Kavallerie die Leute. 30 Menschen wurden schnür verletzt Aus hem Stesichoros-Platz wurüen drei Bomben geworfen, wobei zwei Damen schwer verwundet? wurden. Sämtliche Scheiben des Theatro Massimo wurden zerstört Guter beschwichtigenden Rede des Präfekten gelang es, die Menge zu beruhigen. •* Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 2, enthält: 1. eine Bekanntmachung, die Neufassung des Erbvertrags, sowie die Ergänzung und Vergrößerung des Familienfideikommisses der ^reihcrrlichen Familie Riedesel zu Eisenbach betr. 2. Ordensverleihungen. 3. folgende Konkurrenzeröffnungen: Erledigt smd: die mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Bisses, Kr. Büdingen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden, eine mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Burk ha rds-! selben, Kr. Gießen, eine mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crumstadt, Kr. Groß- Gerau. Mit der Stelle ist ein Teil des Organistendienstes verbunden, eine mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dudenhofen, Kr. Offenbach, zwei mit eo. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gememdeschule zu Fränkisch-Crumbach, Kr. Dieburg. Mit der einen dieser Stellen kann ein Teil des Organistendlenstes verbunden werden, eine mit einem eo. Lehrer zu be- fttzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Geilshausen, Kr. Gießen, die mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrer- ftelle an der Gememdeschule zu Groß-Hausen, Kr. Bens- Heun. Mit der Stelle ist Lektordienst verbunden, die mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Inheiden, Kr. Gießen. Mit der Stelle ist Organisten- und i Lektordienst verbunden. Dem Grafen zu Solms-Laubach steht das Präsentationsrecht zu derselben zu, eine mit einem eo. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Klein-Gerau, Kr. Groß-Gerau. Mit der Stelle ist Lektor- dlenst verbunden, die mit einem eo. Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gememdeschule zu Obbornhofen, Kr. Gießen, eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der- Gemeindeschule zu Büdesheim, Kr. Bingen. Geländeerwerb. Oekonom Wilhelm Kitz erwarb für 7OOo0 Mk. das auf dem Seltersberg belegene Deru'sche Gelände, das ungefähr 11 500 Quadratmeter groß ist. Kitz soll beabsichtigen, dieses Gelände in 25 Bauplätze cinzuteilen und diese einzeln wieder zu verkaufen. ** Jubiläum. Im Hause des Direktors Pascoe fand gestern eine seltene Feier statt, an her sich die Mitglieder der! ^anulie Pascoe sowie eine Anzahl geladener Gäste beteiligten. I Gestern waren 25 Jahre verflossen, seit die jetzt im 56. Lebensjahre stehende Köchin und Wirtschafterin Lieschen Weber aus Nordeck bei Direktor Pascoe in den Dienst trat, in dem ste bis heute ununterbrochen verblieb. Glückwunschtelegramme Blumenspenden und reichliche Geschenke aller Art zeugten zur Genüge von der Liebe und Verehrung, welche der treuen Dienerin von allen Gliedern der Familie Pascoe und aus ihren Verwandten- und Bekanntenkreisen entgegengebracht! wwd. Bei Gelegenheit des am Abend zu Ehren'der Jubilann oeranftaltcten Festmahls hielt u. a. Pfarrer Geibel aus Dudenhofen eine Ansprache, die in ein dreifaches Hoch auf die Jubilarin ausklang. Darauf verbrachte man noch einige (5tunben in gemütlichem Zusammensein, und erst nach ck-atternacht trennten sich die Feslteilnehmer. Auflauf Gestern abend gegen 6 Uhr verursachte der Besitzer eines Geschäfts in der Bahnhofstraße, der an zeit- metligen geistigen Störungen leidet, einen großen Menschen- '"dem er, offenbar unter dem Einflüsse eines An- falles, plötzlich aus dem Laden auf die Straße rannte und hort laute Hilferufe aus,ließ. Nach kurzer Zeit beruhigte er h? wieder, worauf auch die vor dem Laden angesammelte Menschenmenge sich rasch wieder verlief. - Falsche Reichsbauknoten zu 100 Mk. sind in Frank- !,“r ™ bcn Verkehr gebracht worden. Das Papier ist rauh die Zasern fehlen, die Nummern sind unsauber, die unleserlich. Die Banknoten finb von einem r*4 AS Jatz« alten mtttelgroßen blonden Manne mit schlecht 8. Nieder-Ramstadt, 12. Febr. Aus der hiesigen Blöden- Anstalt für jugendliche Kinder ist vorgestern der 17jährige Zögling A. Ruhland nach Erbrechung der Kasse des Vorstehers unter Mitnahme von etwa 2500 Mk. entwichen Er wurde aber gestern abend in He-delberg festgenommen' Der größte ^eit der gestohlenen Geldsumme war noch in seinem Besitz. * Berlin, 13. Febr. Bei einem abends in einer Woh- nung in der Memelerstraße ausgebrochenen Feuer verbrannte ein von den Eltern allein in der Wohnung zurück- flctaffcncs 1 jähriges Kind. — Der Abg. Sattler erlitt einen K u ö ch el b 111 ch. Das Allgemeinbefinden des Patienten litt durch den Unfall nicht. , * A"?,erborn, 11. Febr. Im Offizierskasino hgt sich heute -Icacht nach Schluß des Fastnachtsballs der Leutnant v. Bergen erschossen. * Wurzen, 12. Febr. An der Zigarrenhändlerin Moser wurde ein Raubmordversuch verübt. Man fand die Frau mit schweren Wunden bewußtlos hinter dem Ladenttsch. Der Thäter, von dem noch jede Spur fehlt raubte ar. 150 ' 12- Febr. Abg. Wolf van Stadecken er. sir u l r-' u f all alle Rhl-, thcsjen ohne Unierschied der politisaisn^Parieistellung, in dem er zu einer Ber- panimtung Qiij den 16. Februar nach Alzey einlädc, in der dic:r he in hessischen Wähler ihre Stimmen erheben sollen Daniil bie neue W a h t r e ch t s v v r l a g e der Regierung durch die Kainniern Gesetzeskraft erhalte. Aus dem Um- standc, da st eine Reihe nationalltberaler Abgeordneten sich Leö.e" dre Regierungsvorlage ausgesprochen haben, folgert Wolf, dast oer Mitwur, schwerlich Annahme in der Kammer finden wird, weshalb er auf die Gefahren aufmerksam macht, die der.Wahlfreiheit und dem volrstüm- l ich en Wahlrechte drohen. Besonders wendet er sich an -s rauchestischen Abgeordneten mit dem Ersuchen, oott- zaylich m der Bersamm.'nng zu erscheinen, um die Wnnscye per rheinischen Wähler in dieser wichtigen Angelegenheit M Aorer":ff— Die Mainzer „Narrhalla" erzielte aus zwei ISCKtü“^ CU Unb 5‘VCl Konzerten eine Einnahme von Gcrichtssaal. Neu-Isenburg, 12. Febr. Trotz der vielen unb mitunter empsindtichen Sc rasen für M i l ch p a n t s ch e - r^e ic n wollen die Fälscher ihr Handwerk nicht einstellen. ^.er schon wegen Rcilchsälschung vorbestrafte Heinrich Ä r ,ß bon hier wurde türzlich abermals der Milch- pamscherei — die beschlagnahmte Milch enthielt 16i/2 Proz ^afserzusatz — überführt uno zu 100 Mk. Geldstrafe ver- urteilt. ^Anch bei dem Milchhändler Zacharias Ant- hvser zu Tiey c n ba ch wurde unlängst eine Kanne kvn- |i-3iert, bereii Inhalt der Eigenrumer für „Buttermilch" hielt, obgleich es cm Gemisch von Milch unb 75 ProL. Was ser warv Anthöfer wollte vermutlich dieses Gemisch aus dein Markte zum Ausjüllen und Berläu ac.ru der Per- laussmilch benastcu. Line Geldstrafe von 50 Mk. soll ihii'vor ahulicheil Dtttnistulationen warnen. . „Hamburg-Südamerikanlschen Dampsschifffahrts - Gesellschaft"»m oie ^viriscyast zu gelangen, immer aber konnte er noch an I sieht, zeichnete sich kürzlich durch eine mutige That aus. Mit | ber Lhüre abgefertigt werden. Gestern nun versuchte er unter einer aus Freiwilligen der Besatzung des Dampfers „Pata- dem Schutze des Maskentreibens aufs Neue in die Wirtschaft gonia bestehenden Bootsmannschaft rettete er 22 See-»cinzudringen, und diesmal leider mit Erfolg. Stähli trat ihm €tr?C! 'Stenden englischen Dampfers. Der brave sofort entgegen und erklärte ihm, daß er nichts zu trinken be- ^fstzier ist der zweite Sohn des früheren Kaufmanns Semler, komme und die Wirtschaft sofort verlassen solle. Bergmann der seinerzeit die an der Gießener Straße stehende Fabrik dem es offenbar nur darauf ankam, mit dem Wirt zusammen- grundete später sedoch auswanderte und im Dienste der ost- zukommen und „abzurechnen", zog statt aller Antwort ein Handelsgesellschaft thatig mar. — Emem großen langes Messer und führte damit einen furchtbaren Mißstände wird nun endlich abgeholfen, indem der sogeii. Stoß nach dem Kopfe des Stähli; das Messer drang am 8" " g an der Alsfelder Straße umgebaut werden soll, linken Auge ein, durchbohrte die Mundhöhle und die Spitze Da die Arbeiten bereits zur Vergebung ausgeschrieben sind, kam unterhalb des Unterkiefers wieder heraus. Aber selbst durfte voraussichtlich bei Beginn des Frühjahrs mit dem Bau diese Verletzung genügte dem Messerhelden nicht, er zog das begonnen werden. Von den Landwirten und Fuhrleuten wird Messer aus der Wunde und stach wütend auf Stählt die Ausführung dieses Planes, dessen Verwirklichung schon ein, wobei er den zur Abwehr erhobenen Arm nicht weniger seit Jahren vergeblich angestrebt wurde, mit Freuden begrüßt als viermal traf. Bergmann wurde nur mit Mühe über» . t ri , mältigt und von der Gendarmerie festgenommen. 'Man fand x r’ Flensungen, 12. Febr. Es durfte zu den Seltenheiten bei ihm noch einen mit 6 scharfen Patronen geladenen Regehören, daß m einem Zeiträume von kaum 20 Stunden volver und es gilt bereits als erwiesen, daß Bergmann drei, Personen tn einer Familie und in einem die Absicht hatte, den Wirt zu töten. Stählis Zustand ist - Dieses traurige Schicksal hat die Familie »hoffnungslos. Bergarbeiters Chr. Deubel betroffen Jn der * Augsburg, 11. Febr. Das Kommando des 13 Jtaub em Sohn und 16. Armeekorps in Metz sendet der „Augsb. Abdztg." die bQrouf e,n Deubels und am 12. starb seine Erklärung, daß die in Ulm und Neu-Ulm umlaufenden * r ot..» k . _ . Gerüchte über ein Duell zwischen einem preußischen Ober- forderen DogklSberg, 12. Febr. Seit gestern leutnant und einem bayerischen Leutnant vollständig lruht eine gleichmäßige, halbfußhohe Schneedecke über Flur grundlos seien. b lunb Feld. Eiligst hat man die Schlitten hervorgeholt. 3luch * i-> m • n-t. rr t. < btc Post komn.t feit heute morgen per Schlitten o>.§ dem durck enb'e Bem^holsperrenbau wurden Gebirg. Dobei benutzt sie ein Gefährt, dos mit demSchütten st^tet ° Geste.nmafsen zwe, Arbeiter zugleich vier Räder mitführt, damit nötigenfalls auf schnee- 9 » freien Stellen der Schlitten schnell in einen Wagen um- ®er gegen den Domänenpächter gewandelt werden kann. Mit dem Schnee ist auch bei unseren 0'alkenhagen wird am 17. d. Mts. seinen Anfang nehmen, gefiederten Wintergästen die Not eingekehrt. Die Staare, die ’Uei bie Verteidigung noch die Ladung mehrerer Zeugen be- seither treulich bet uns aushielten, sind verschwunden. ' Die hatte. Es werden u. a. der Vater des erschossenen übrigen Standvögel zeigen sich zum ersten Mal m den Dörfern. . , . DOn Bennigsen, der Ob-rpräsident Rudolf von Ben- Jetzt gilt es, die kleinen, nützlichen Sänger zu füttern unb rcrner ber Bater des Angeklagten, Abg. Ai,.tsrat zu schützen. I Falkenhagen, die Schivester der Frau von Bennigsen, Frau Bad-Nauheim, 12. Febr. Vor Kurzem hat sich hier eine üon ®^ne^eri aus Leipzig, und die Sekundanten der Duell- Ja gdgenossen schäft gegründet, welche den Namen Nau- a[§ Zeugen vernommen werden. Der Ausschluß Heimer Jagdklub „Hubertus"" führt. '(St beabsichtigt, ber Oesfentl ichkett in den auf zwei Tagen berechneten „Nauh. Ztg." zufolge, größere zusammenliegende Jagden zu Berhandlungen wird damit begründet, daß die ganze Vorpachten und diese waidmannisch zu betreiben. Die derzeitigen I ßosaM)te des verhängnisvollen Duells, die in dem Verhalten Mitglieder sind die Herren Seethaler, Tielcmann Atetter bcL ^rau ^anbrat uon Bennigsen ihren Ursprung hat, ein» ^Heinrich, Meißinger, Sprengel, Lemke, Schröder.' 2j3Qib=' 9cI)Gnb 5ur gerichtlichen Erörterung gelangen soll. Es wird gerechten Jägern soll Gelegenheit zum Eintritt in die ©cJHa^cr auc$ nöh9 sei», die jetzt bet ihrer Schwester, ber nossenschaft geboten sein. Frau von Schnehen, in Leipzig wohnenben Frau von k. Vilbel, 12. Febr. Die Nidda ist nun auch zwischen B°mmgfen als Zeugin zu hören, doch ist eine Ladung Vtlbel und Berkersheim über die Ufer getreten. Der ganze berfc(ben bl§^ec »och nicht erfolgt. Der Angeklagte Falken- Wtesengrund ist überflutet. Soweit das Auge sieht, gleicht ist trotz eines hohen Kautionsgebotes nicht aus ber alles einem großen See. Auch der niedrig gelegene Teil entlassen worden und wird daher zu dem bevorstehenden unserer Stadt ist überschwemmt. Selbst eine Fußbrücke ift ~en™nc aus der Untersuchungshaft vorgeführt werden, nicht mehr passierbar. * Ein Menschenleben als Opfer des Garne- S. Darmstadt, 12. Febr. Der Großherzog hatte Der 26jährige Apotheker Jerksen aus dem Orte Bis- ! gestern zu einer kleinen Familientafel den Staatsminister in Weftfalen belästigte eine Dame, welche nachts vow Rothe nebst Gemahlin, Geh. Staatsrat Krug v. Nidda bem ^ner Kaufmann Götte zum Bahnhof begleitet wurde, sowie den als Oberstaatsanwalt an das Landgericht Gicfcen ®ökc W mehrmals die Zudringlichkeiten, und es ent- versetzten Kammerherrn v. Hessert zugezogen. Heute abcnb|Jtanb oin Wortwechsels Plötzlich zog Götte einen Revoler jotgt e. Ä. H. einer Einladting der Prinzessin zu Solms- Braunfels. — Die Eheftau eines Handwerkers aus der Alsitadt vermißte seit Rlontag früh ihren Mann. Da er während der Fastnacht in Gesellschaft einer anderen jüngeren ~ame gesehen wurde, ist anzunehmen, daß er mit dieser eine kleine Reise unternommen hat. Mi Ai^i out. Mv bttfo. Halber, bie ho nid)t \ unb n Mel W 450- ringi peo (Xie (Tie unt( gern nur 3ab Ctife 8 tw 8 Di anderer ’oÜ jur Sri anLn Si r ü den Ti DeÜer 10 ID fange Konze. unb .i ca.20 2 ^ich, b L H V Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Breslau, 12. Febr. In dem Konkurs der Rhederei der Ve reinigten Schiffer fand heute beim Amtsgericht der Termin zur Prüfung der anaemeldeten Forderungen statt- Vorläufig wurden ungefähr 700000 &atf anerkannt. Alle auf gefälschte Ladescheine gestützten Forderungen wurden mit Rücksicht darauf, daß die Firma nicht vollständig auf diesen Ladescheinen verzeichnet ist, nämlich nur „Rhederei Vereinigter Schiffer", ohne den Aur Firma gehörigen Zusatz „Aktiengesellschaft", vom Konkursverwalter einstweilen bestritten. Ein neuer Termin ist auf den 19. März angesetzt worden. Hamburg, 12. Febr. Tie Portland-Cement- sabrit „Saturn" setzte in der heutigen Generalversammlung-das Kapital von zwei Mill, auf eine Million herab durch Zusammenlegung von zwei Aktien zu einer. Außerdem ivurden in diesen Stammaktien heißenden Aktien 1000 Vorzugsaktien au je 1000 Mark geschaffen, das Kapital also wieder auf 2 Millionen erhöht. Tie Vorzugsaktien erhalten vier Prozent, die Stammaktien ebenfalls vier Prozent, der Rest des Gewinns wird zwischen beiden Aktienarien geteilt- Leipzig, 12. Februar. Die Unterhandlungen zwecks Gründung einer großen deutschen Buchhändlerbank mit 10 Millionen Mark Grundkapital sind resultatlos verlaufen. — Fabrik für säure- und feuerfeste Produkte in Vallendar. Der Teil der Arbeiter des der Gesellschaft gehörigen Werkes zu Wirges hat die Arbeit eingestellt. Der Grund der Ar - bettSeinslellung ist Lohnreduktion und Kündigung einheimischer Arbeiter. Bekanntlich ist die Fabrik der Siemens-Glasindustrie- Gesellschaft. Märkte. Gieße«, 12. Febr. Viehmarkt. Der Diehmarkt hatte einen Auftrieb von 1050 Stück Rindvieh unb 230 Stück Schweinen. Für Rindvieh maiigelte es diesmal nicht an Käufern, da die alte Gießener Marktkundschaft vom Main und Rhein zahlreich gekommen war. Dadurch entivickelte sich der Handel übergus lebhaft In Milchvieh kunnte ein weiteres langsames Weichen der Preise seitens der Verkäufer nicht ausgehalten werden, während die Preise für Kälber, besonders für schwere Ware, gegen den letzten Markt in die Löhe gingen. Der Ochsenhandel war für eiuen Februarmarkt nicht schlecht, wenigstens waren mittlere Gangochsen stark gefragt und würben auch gut bezahlt, währenb für schweres Gangvieh keine Abnehmer vorhanben waren, sobaß dieses unverkauft blieb. Fettvieh war wenig am Markt unb auch bafür fanb sich keine Nachfrage. Bezahlt'wurde für Milchvieh: Einzelne schwere Exemplare 400—460 Mk., 1. Sorte 390—440 Mk., 2. Sorte 330—370 Mk., geringere Ware unter 280 Alk. pro Stück. Für Gangochsen wurden peö Paar 600—700 Mk. bezahlt. Kälber erzielten 1. Qualität (Tiere über 50 Pfund Schlachtgewicht) 64—80 Mk., 2. Qualität «Tiere 40—50 Pfund Schlachtgewicht) 54—58 Mk., 3. Qual. (Kälber unter 40 Pfund Schlachtgewicht) 48—53 Mk. pro Ltr. Schlachtgeivicht Die Preise für Schweine blieben aus bet alten Höhe, bei nur kleine Auftrieb ging daher sehr langsain ab.___________________ Kirchliche Nachrichten. HottesdirnK der israelitischen Keligionsgeseüschast. Labbathseier am 15. Februar 1902. Freitag abend 510. Samstag vormittag 880. Nachmittag 3B0. Sabbalhauögang 6M. Wochengottesdienst: morgens 700 Uhr, abends 500 Uhr. Neueste Meinungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. 8. Darmstadt, 13. Febr. (Tel. Meld, des „Gieß. Auz.") Der Groß Herzog hat den Ministerialrat Geheimrat Schlippe von der Stelle eines Direktors der Prüfungskommission für das Justiz. und Derwaltongssach auf sein Nachsnchen unter Aner- kenuung seiner in dieser Stelle geleisteten guten Dienste enthoben, sowie den Ministerialrat Puckel zum Direktor und den Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Preetorius zum Mitglied dieser Kommission ernannt. Rom, 23. Febr. Angesichts des zirkulierenden Gerüchts von einem bevorstehenden Besuche des Königs Viktor Emanuel in Cannes und seiner anläßlich dieses Besuches bevorstehenden Zusammenkunft mit König Eduard hatte ein Redakteur des Giournale eine Unterredung mit einem Mit- gliede des ttalieaischen Hofes. Dieses erklärte, die Reise sei im Prinzip beschlossen, jedoch sei noch kein endgültiges Programm festgestellt' Eine Zusammenkunft mit dem Könige von England sei nicht unmöglich. Aussig, 13. Febr. Gestern abend gegen 11 Uhr ent- gleiste der von Teplitz nach Aussig verkehrende Personen- zog der Aussig Teplitz-Bahn bei der Einfahrt in die Station Karbitz. Ter Lokomotivführer wurde getötet, der Heizer schwer, und einige Reisende leicht verletzt. Köln a. Rh., 13. Febr. Der Wasserstand des Rheins beträgt heute 5,30 Meter. Das Wasser ist seit gestern um 40 cm gefallen. Auch die Nebenflüsse des Rheins fallen. Bremen, 13. Febr. Der „Wescrzeitung" zufolge wird Prinz Heinrich am Samstag gegen 1 Uhr mittags hier eintreffen und nach Ankunft seines Gefolges gegen 2 Uhr nachmittags mittels Sonderzuges nach Bremerhafen weiter reisen. Dort begibt er sich sofort auf den Schnelldampfer „Kronprinz Wilhelm", der gegen 4 Uhr nachmittags die Rhede verläßt. Hamburg, 13. Febr. Der Hofbesitzer F in n e ma n n aus Taarning, der ausgewiesen und Dienstag nachmittag über die Grenze gebracht worden war, war zurückgekehrt, um eine gerichtliche Entscheidung in der Frage seiner Unterthanenstellung zu veranlassen. Er wurde verhaftet- London, 13. Febr. Aus Peking wird gemeldet: Der amerikanische Gesandte erhiell die Versicherung, daß die Rechte der Eisenbahn-Gesellschaft Hankau-Peking, welche durch eine ähnliche Konzession an die Belgier angebüch bedroht sein sollten, geschützt würden. Prinz Tsching erklärte, er werde keine Konzession gut heißen, welche die erstere schädigen würde. Haag, 13. Febr. Der Burendelegierte Fischer ist hier eingetroffen, um mit den Mitgliedern der Buren- Delegation zu beraten. Derselbe wird alsbald nach Brüssel zurückkehren. Brüssel, 13. Febr. In hiesigen wohlinformierten Kreisen ist man der Ansicht, daß es auf der am 17. d. M. stattfindenden Zucker-Konferenz zu einer Vereinbarung kommen wird, da begründete Aussicht vorhanden ist, daß Oesterreich und Deutschland teilweise nachgeben. Die Vereinbarung dürfte auf höchstens 5 Jahre abgeschlossen werden. Rom, 13. Febr. Ueber die Verlängerung der Hande l s-Verträ ge ist hier an amtlicher Stelle nichts bekannt, doch wird von italienischer Seite einer solchen nichts in den Weg gelegt werden, vielmehr würde dadurch der Wunsch aller Freunde der Vertrags-Politik erfüllt sein. Wien, 13. Febr. Der Londoner Vertreter des „Neuen Wiener Tageblatt" hatte eine Unterredung mit dem japanischen Gesandten Hayas chi. Dieser Diplomat ist danach japanischerseits allein der Schöpfer des ostasia tischen Bündnisses. Ter Gesandte erklärte, die Spitze der Allianz richte sich nicht gegen Rußland, woht aber fei die künftige Haltung Japans und Englands gegen-, über Rußlands Bestrebungen in der Mandschurei ün Vertrage vorgesehen. Der Vertrag spricht ausdrücklich von der Beibehaltung des Status quo für das ganze chinesische Territorium und die Mandschurei sei noch immer chinesisch. Toch habe der Umstand insofern keine akute Bedeutung, als di- Vereinigten Staaten neben anderen Mäck)tcn mit Rußland Verhandlungen wegen der Ptandsckmrci jül>ren, und es fei zu erwarten, daß diese Verhandlungen zu einem allseitig befriedigenden Resultat führen Ein sogen. R ü ck v e r s i ch e r n n g s v e r t r a g Japans mit Rußland sei nicht beabsichtigt, da derartige Abmachungen im Geheimen nach Artikel 4 des englisch-japanischen Vertrages ausgeschlossen seien. Toch könne ein denselben Zielen dienender Vertrag mit Rußland unter Vorwissen Englands geschlossen werden. Der Gesandte meinte, das BniidniS werde in Japan außerordentlich populär sein. Wien, 13. Febr. Die gesamte hiesige Presse bezeichnet daS euglifch-japamsche Schutz- und Trutz-Bündnis als ein weltgeschichtliches Ereignis, das geeignet sei, das Gleichgewicht und den Frieden im fernsten Osten noch lange Zeit zu sichern. Petersburg, 13. Febr. Im Bergwerk der metallurgischen Gesellschaft im Don-Gebiet erfolgte eine Explosion, wobei mehrere Personen getötet und zahlreiche verwundet wurden. Washington, 13. Febr. Dem Sohn des Präsidenten Roosevelt geht es erheblich besser. Die Gefahr ist anscheinend vorüber. Tokio, 13. Febr. In einer gestern im Parlament abgegebenen Erklärung bezüglich des japanisch-englischen Abkommens betont der Ministerpräsident, daß es in durchaus friedliebender Absicht abgeschlossen worden sei. Die Mitteilung fand großen Beifall. 31/»°/o Beiohaanleihe 8<>/o do. 3’/,% Konaola 8% do . 103.30 Tendenz: test. . 26.80 . 91.50 . 124.00 8*/e% Hessen . . 3-6 Heesen . . . 496 Oesterr. Goldrente 3% Mexikaner . . 4*/a7o Chinesen Electric. Schlickert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diekonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatobahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . , . Laurahütte . . . . Bochum . , . . . Harpener . . . . 4% Ungar. Goldrente . 4°/g Italien. Rente . . 4‘/,96 Portugiesen . . SO/ Portugiesen . . . 1% C. Türken ... Türkenlose..... 4% Griech. Monopo 1-Anl 4’/»% äussere Argentiner . 102.10 . 91.60 . 101.65 . 91.40 . 99.90 . 220.80 . 190.80 . 137.80 . 188.50 . 153.50 . 147.70 . 20.70 . 169.70 . 199.50 . 199.00 . 170.00 4',. 56 Oesterr. Silberrente 101.40 ---- ~ ' . 10L25 . 101J0 . 41.60 . 27.50 . 28.10 . 115.60 45.20 Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 18. Februar. Unübertroffen zur Heut- und Schönheitspflege sowie als beste Kinderseife irztlkh empfohlen. Bekanntmachung. Die Benutzung des Schweinemarktplatzes und verschiedener anderer Plätze zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter Freitag den 14. Februar, vormittags 11 Uhr, an Ort unb Stelle öffentlich meiftbietenb versteigert werden. Gießen, den 13. Februar 1902. 1323 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Holz-Versteigerung in der fürstlichen Höersörsterei <^rch. ES sollen versteigert werden: non tag den 24. Februar, vormittags 9'/, Uhr, aus den Distrikten Köter, Konzebühl, Langeberg unb Wehrholz: Buchen: 46 rm Scheiter, 100 rm Knüppel, 18 rm Stöcke, 1000 Wellen; Eichen: 100 rm Knüppel, 48 rm Stöcke, 1100 Wellen; 10 rm Bicken-, Linden- unb Nabelholz-Knüppel; 27 Fichten-Derb- stangen — 2,32 fm — sämtlich aus dem 2i|trift Höler. Unbesehen wirb im Höler mitverkauft: Tas Windfallholz int Konzebühl, etwas Buchen- und Eichen-Scheiter, -Knüppel, -Stöcke unb -Reisig, zusammen ca. 5 rm unb die Wellen; im Langeberg co. 20 rm Nadelholz-Stöcke, im Wehrholz ca. 4 rm Nadelholz-Stöcke. Die Zusammenkunft ist auf dem Weg oon Lich nach Garbenteich, beim sog. Holereck (Schutzhütte). Lich, den 12. Februar 1902. 1319 Fürstliche Obersörsterei. Alldeutscher Verband sv, b. ein, Eichen-Nutzholz-Grubenholz. 38 Iilanz am 31. Dezember 1901 oeee®»ee®®e®e®®eee®e 4. , 1900 MwirtschaMkl Konsum-Verm I lchgkftero. Der Borstand: 1199 Johannes Textor IV. Balthasar I Möbel-Fabriklager und Ausstattungs-Geschäft | r-ncnhöficinirai- smsb. äx res y___________ Schreinerei, Polsterwerkstätte, Lagerräume tsraea» ä Schreinerei, roisterwerKsiaue, idqci । aumt H, C. Werner SelterswegB,™^ Geschäftsiokal: 266.67 1234.82 Abgang in 1901 . . < Mitgliederstand Ende 1901 2. Kapitalschulden 3. Reservefond 4. Betriebsrucklage 5. Dividenden 1500.— 2382.35 1200.— 1303.36 Waren-Konto Geschäftsutensilien Debitorenkonto a, gi/z Uhr vormittags im Hollerberg beginnend 79,81 Festmeter Eichen-Stammholz, darunter vorzügliche Schneidstämme und Glaserholz, 2,21 Festmeter Buchenstammholz. 121/ uhr mittags auf dem Gemeindesaal ev. auch an Ort und Stelle Hohensolms, den 11. Februar 1902. 1328 Der Bürgermeister Huttel. Aktiva. 1. An Kassen-Konto JL H 84.22 5620.— Summa 7205.71 Mitgliederstand Ende Zugang in 1901 . 2. 3. Stöbt. Schlachthaus. Freibank. Heute uno Morgen: «GiSeilch 54 Pfg. Siubflrifdj 54 M KMkisch 40 M 121,10 Festmeter Kiefern - Stammholz, darunter schöne Schneidstämme, 28,57 Festmeter Kiefern-Stangen, 1 Raummeter Nutzholz-Kiefernholz, Ortsgruppe Hießen. Wir laden auf Freitag den 14. d. Mt*., abends Uhr, in den oberen Saal des Caf& JHbel zu einer Versammlung in welcher Herr Oberlehrer Karl Verger ans Morins über Passiva. JL H 1. Mitgliederguthaben 820.— Holz - Versteigerung im Gemeindewald Erda am Mittwoch, 19. d. Mts. SchellEschs I Eaih I lebendfrisch eingetroffen. I Gebr. Berduxl Bahnhofstraße 27 ” Lindenplatz 12. BMllkchen-BergMrk Romberg $ Homberg, Aez. ßastel G empfiehlt 1318 ä Stückkohlen zum Hausbrand, E Rätekohlen für Fabrikbetriebe re. M Summa 7205.71 . 87 3 90 . 7 . 83" ühtiietiereiü Im Strickm u.Anyricken von Strümpfen empfehle ich mich anaelegenrlichst KLrickgarue Saufsc Ti -luszah sie in1 eine? $ Fällen eine Be daß s" wegen nahmsn Wartun Renienk träge ( lönnen. Ei ?onn. bem - Ängen Ameri mH sucht, lanG dchlMo Ta- en einem $ tot Au re Ta WOjgcj UM feu alle dabei: Stuck - DaZ Men 5 besten B & I' Küchen ?6-e Le sonLerex unter de f? A feinen gegeben P^ten 'f, ‘•ft 4 Ä0A5 in fSft r M ilelbi Ne. U stellte A aus Wal Freun der Lpi vention Ter tobe je» Ahelm- Nun ist den LPik tivnsveri Machte bereits, also eii Krieg b Mächte ßieichart des eng ltttivnot die llnre, borgest Junges Mädch. mit gut. Zeugir sucht Stell, als Verkäuferin in Putz- oder Weißwaren-Äeichäst Gefl. Angebote unter 0597 av die Exp. d. Bl. erbeten._________ 0604] Suche für meiue Tochter (17 I.) perfekte Kleidermacherin, auch im Weitzzeugnähen erf., St. in bess. Haufe, wo ihr Gelegenh geb., das Hausw. zu erl. Karl Meier, Wetzlar, Langgasse D. 41 0607] Frau sucht Lanfstell^ Sandgasse 50. 40,000 M. gegen hypothekarische Sicherheit ariszulerbem Offerten beliebe man unter 0608 bei der Expedition d. Bl. niederzulegen.____________ 0609] Den 9. Febr. in Eaf6 Leib ein Paar Gummischuhe stehen geblieben. Abzuholen bei Dienst-- mann Reuter, Kaplaneigasse 9. , v Auskunft erthellen Krd Star fink m Ants-erpev, Ioh. «fr. Schggf in Gießen, fj Klippgrill in fimgsLorf. Gießener Zither-Club (Wohlthätigkeits-Berein) Sonntag, 16. Februar 1902 Kmilien-MHilg nach dem Bernhardtshäuser Hof, Klein-Linden. Abmarsch pünktlich 734 Uhr vom Seltersthor. 1327 Um recht zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Die Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, i. 1. Ph. Ph. E. Ph E. Ph. A. M. A. M. von dem am 10. d. M. zu Naurod (Taunus) erfolgten Ableben i. 1. Ph. Giessen, den 12. Februar 1902. Die studentische Reformverbindung Adelphia. L A. d. 0.: Weiffenbach XXX. Die Nnnoncen-erMMon des Cicssencr Anzeigers empfiehlt sitz )ur Vermittelung von An)eigen für fümtiiche Zettungen des Jn* u- Auslandes ju Oriflinalprcifen RedStar]in$ L Rothe A) Stern JUßinie E» ^ojldampfer von SektionGiessen D. & Oe. A.-V. Sonntag den 16. Aevruar, Tour 11: Staufenberg— Frauenberg— Marburg 1324 ab 8.16 Uhr vorm. nach Lollar. Sonntagsfahrkarte Marburg 1321 I Suche sofort Ersatz für erkrankten, voraussichtlich länger verhinderten 1316 MM- Schreiber, Dauernde Stellung nicht ausgeschlossen. Bewerber (15—18Jahre, Vorkenntnisse im Bureaubetrieb etro.), rooEL Angeb. m. selbstgeschr. Lebensl. richten an Rechtsanwalt Raab, Bahnhofstraße 42. Für ein Nolontalwarev-Ge- schäft ein tücht., jung. Mann für Kontur unö Reise 1290 an die Exp. d. Bl.________ Alhtigen Schreinerzesetleil auf dauernde Arb. s. sof. Ä. Jung, Schreinermstr., Kl.-Llinden. 0574 1330] Fleißiger, solider Arbeiter, tüchtiger Pferdeknecht gegen gut. Lohn auf dauernd gesucht. __________Alicestratze 24. 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Für die Beweise aufrichtiger Tellnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Bruders und Onkels sagen herzlichen Dank Fm Mathilde Sitton Witwe. Fowilie Keozetliag. Gießen, den 13. Februar 1902. 1326 Stockfische! eingetrofsen. Gebr. Bertha Bahnhofftratze 27 Lindenplatz 12. 1320 Offtllk Kttlleli t nir Hn vermieten Älietn etliche