Donnerstag 13. Februar 1SVS Erstes Blatt der 2) 3) 1) S) 4) 3) Die Satiren Lucians, des altgriechischen Poeten, sind in Paul Lindaus Bearbeitung neulich in Berlin mit schönem Erfolge über die Bretter gegangen. Sie werden demnächst im ungarischen Nationaltheater, am Breslauer Stadtlheater und am Mannheimer und Stuttgarter Hof- lheater in Szene gehen. Fritz Mauthner, der bekannte geistreiche Mitarbeiter des „Berl. Tagebl.", hat sich von der Schauspielkritik zurückgezogen, um sich ganz der Vollendung seines großen Werkes „Kriti k der Sprache" (Verlag von I. G. Cotta in Stuttgart) zu widmen. 152. Jahrgang Volitische Tagesschau. Zum Zolltarif. Bekanntmachung. Vetrrffend die Ausstellung der D. L. G. in Mannheim im Juni d. Js. Ich gebe den Viehbesitzern davon Kenntnis, daß eine Beschickung der Mannheimer Ausstellung mit Vogelsberger Vieh seitens des Zuchtvereins nicht stattfinden wird. Büdingen, den 9. Febr. 1902. Der Direktor des Kreiszuchtvereins für Vogelsberger Rindvieh. Boeckm ann. Die Versammlung erklärt, daß der gegenwärtig dem Reichstage vorliegende Zolltarif den Erwartungen nicht entspricht und deshalb für die Landwirtschaft nicht annehmbar ist. Beide Anträge wurden mit großer Mehrheit an- Steuer- und Wirtschaftsreformer spricht ihre Befriedigung darüber aus, daß die Verbündeten Regierungen bei der Zolltamfvorlage im Prinzip zur nationalen Wirtschaftspolitik des Fürsten Brsmarck zurückgekehrt sind. Sie muß andererseits ihrem Befremden darüber Ausdruck geben, daß die gegenwärtigen Zollvor- schläge für die Hauptgetreidearten selbst hinter den von den Verbündeten Regierungen im Jahre 1887 vorgeschlagenen Zollsätzen zurückbleiben, obwohl Leine der großen Forderungen der Landwirtschaft realisiert ist, ihr seit 1887 schwere Belastungen auferlegt wurden, ihre Notlage sich dementsprechend seit jener Zeit auf das äußerste verschärft hat — zu schwerem Nachteile der ländlichen Bevölkerung und der Gesamtwohlfahrt im Deutschen Reiche. In der ferneren Erwägung, daß bei dem Abschlüsse der gegenwärtigen Handelsverträge ausschließlich die Landwirtschaft die Opfer gebracht hat, spricht die Vereinigung der Steuer- und Wirtschaftsreformer die zuversichtliche Erwartung aus, daß aus den Beratungen des Zolltarifgesetzent- wurses eine Vereinbarung des Bundesrates und des Reichstages hervorgehen werde, welche der durch die jetzigen Handelsverträge schwer geschädigten Landwirtschaft künftig einen wirksamen Zollschutz gewährt. Geltung zu bringen. Das Zolltarifgesetz läßt den Versuch erkennen, die inländische Landwirtschaft in ihrem gegenwärtigen Besitzstände zu erhalten. Nur unter diesem Gesichtspunkte kann das Ziel einer wirklich nationalen weitsichtigen Handelspolitik erreicht werden: die Hinderung einer einseitigen, vorwiegend industriellen, wesentlich auf unsicherem Auslandsabsatz gerichteten Entwickelung — und die Erhaltung eines gesunden, die gleichmäßige Förderung der agrarischen und der industriellen Werkthätigkeit sichernden Wirtschaftskörpers, der seine Stärke im Jnlandsmarkte findet. Die notwendige untere Grenze der Zölle für Getreide — 1887 von den verbündeten Regierungen bei Roggen und Weizen auf 6 Mk. beziffert — ist gegenwärtig nicht isoliert, sondern nur im Zusammenhänge mit der Gestaltung aller sonstigen landwirtschaftlichen Tarispositionen, sowie der für die Landwirtschaft als Verbraucherin in Betracht kommenden Jndustriezölle zu bemessen. — Als Ziel hat die Erreichung durchschnittlich mittlerer Kurse für den Jnlandmarkt zu gelten. Der Zolltarif dient bei solcher Gestaltung dem Interesse aller Produktivstände, ganz besonders der Arbeiterschaft. Die feindselige Haltung eines großen Teiles der Industriearbeiter ist durch poli, tische, der Gegnerschaft gegen die herrschende Gesellschaftsordnung entspringende Motive beein- flußt. Volkswirtschaftlich betrachtet, verbürgt die Kräftigung und Erweiterung des Jnlandsmarktes, Erhöhung der Löhne und Stetigkeit der Arbeit. Arbeiterfrage ist keine Brotkrage. Stete Arbeitsgelegenheit und guter Verdienst sind jedenfalls, selbst wenn das Getreide etwas höher zu bezahlen ist, für den Arbeiter wertvoller als Krisen auf dem Arbeitsmarkt bei niedrigen Brotpreisen. Sodann sprach Graf v. Mirbach -Sorguitten im Sinne folgenden, von ihm beantragten Erklärung: 1) Die 27. Generalversammlung der Vereinigung der Sachverständigen Bankier Plaut und den Angeklagten- Letztere gaben zu, den Vertrag unterzeichnet zu haben, ohne mit dem Inhalt genügend vertraut gewesen zu fein. Sie hätten sich darauf verlassen, daß alles in bester Ordnung gewe,en märe- Sch leget betrachtete sich als Seldstschuldner bei der Sache- Hermann Sumps wird ein Brief vom 11- 3. 1899 vorgehalten, welcher an seinen Bruder gerichtet nxir, und der folgendermaßen schließt: hoffentlich geht das belgische Geschäft glatt, sonst wirds brenzlich- Sumps giebt zu, daß sich diese Wendung auf das Geschäft mit hemixen und der Eaisfe Eommerciale bezog. R. A. Barthel stellt fest, daß das ganze vielgenannte Geschäft des Syndikates der drei belgischen Banken und der sechs Mitglieder der Trebergesellschaft mit der Hemixen-Gesellschaft überhaupt nicht zur Ausführung gelangt- Nur der erst im Jahr 1899 zwischen der Hemixen und der Treber- Gesellschaft abge,chlossene Kauf von 4 Mill. Mark Nominal- Tochterwerten ist durchgeführt worden- Bemerkenswert ist, daß der Sachverständige, Bankier Plaut, das 1899 ab- geschlossene Geschäft als ein verstecktes Lombard- Geschäft mit 10 Prozent Z i n s e n-Ve r gü t un g bezeichnete. Ob das der Hemixen Gesellschaft laut früherem Vertrage zu zahlende Agio von 800 000 Mark von der Treber-Gesellschaft zu decken war, kann der Sachverständige nicht feststellen. Nackchem die Erörterung der Angelegenheit Hemixen und Caisse Eommerciale beendet ist, wurde mit der Vorführung des urkundlichen Beweismaterials fort-- gefahren. Es wurde zunächst eine Expose vorgetragen, das Schmidt au Schulze-Dellwig und Otto sandte. Es handelt sich dabei, um reine Bücher zu erhalten, die 27 M i l l- betragenden Forderungen derTochtergesell- schaften, sowie 18 Mill. Schulden bei der Leipziger Bank zu übernehmen- Diese Schulden sollten nach dem Vorschläge Schmidts innerhalb 12 Jahren, und zlvar vom 1- April 1903 bis 15. Oktober 1915 getilgt lverden. Für diesen Betrag sollten die Aufsichtsratsmitglleder durch Uebernahme des Betrages von 4 200000 haften- Er, Schmidt, lehnte das Verlangen der Leipziger Bank auf Solidarhaft der Aufsichtsräte ab. Durch diese Transaktion sei es möglich, reine Bücher zu erhalten- Die Oeffent- lichkeit brauche von diesen Schulden nichts zu erfahren. Tie Angeklagten bemerken, daß sie den Geschäftsgang der Tochtergesellschaften für gut hielten und große Hoffnungen in die Sache setzten- Im Anschluß an das Geschäft mit der Leipziger Bank schreibt u- a. Schulze-Dellwig an Schmidt: „Das wird aber eine Wechsel-Reiterei werden, daß ich mich kaum noch von Hause fortwagen kann. Ich als alter Mann sollte mich ein bischen entlasten, statt dessen komme ich immer mehr herein." Von erheblichem Interesse ist ferner ein Briefwechsel zwischen Arnold und Hermann Sumpf. Ersterer schreibt am 13. November 1900: „Es besteht doch wirtlich ein großes und berechtigtes Mißtrauen gegen unsere Treber-Gesellschaft, was ja auch in dem Schreiben der Mecklenburgischen Bank zum Ausdruck kommt. Auch mit dem ungarischen und bosnischen Werk steht es sehr sch lech t" Hierauf gelangt ein Brief des Angeklagten Otto zur Verlesung, dessen Schluß lautet: „Jeder einzelne von uns wird wegen des Inter- ventions-Kontos bei der Leipziger Bant abgeschlachtet werden- Es wird sich dann Herausstellen, daß wir uns bezüglich unserer Vermögenslage sehr arg ge- genommen. Der Reichstagsabg. Franken hat in einer Versammlung in seinem Wahlkreise erzählt, eine an der Spitze, der verbündeten Regierungen stehende Persönlichkeit habe chm angedeutet, der Bundesrat werde in eine Herabsetzung des Zolles auf Hafer und Weizen bis 4 M k. willigen. Dazu schreibt jetzt die „Dtsche. Tagesztg.": Das sind ja recht interessante Enthüllungen. Daß der Abg. Franken für Herabsetzung des Beizen- und Hafer- zoll.es stimmen wird, ist ja bedeutungslos. Man wird ihm aber Gelegenheit bieten müssen, sich etwas klarer darüber zu äußern, welche an der Spitze der verbündeten Regierungen stehende Persönlichkeit ihm angedeutet habe, daß die Regierung in eine Herabsetzung dieser Zölle willigen werde. im übrigen hervorragend schönen deutschen Kunstrevue, die wir unseren Lesern wiederholt aufs angelegentlichste empfehlen, Verlag von F. Bruckmann in München) über die Da rmstädter Künftlerkolonie in folgender Weise in einem Münchener Blatte richtig: „Die Behauptung, es sei am Morgen nach dem Schluß der Ausstellung der Künstlerkolonie Räumung des Ernst- Ludwighauses und Uebergabe sämtlicher Schlüssel verlangt worden, ist unwahr. Die Herren der Kolonie traten nach Schluß der Ausstellung sofort in den Genuß ihres Ateliers, der nur auf Grund vorheriger Verhandlung mit den Herren Christi ansen und Olbrich vom 21. Oktober an succes- sive für kurze Zeit unterbrochen wurde, um im Interesse der Künstler die zu schwache Ofenanlage zu ändern. Die große Mittelhalle blieb der Kolonie bis in das Jahr 1902 hinein für Zwecke der Abwickelung der Ausstellung überlassen. Nur bezüglich dreier Souterrainrüume, in welchen während mehr als drei Wochen Ausstellungs-Gegenstände gepackt worden waren, ist die Kolonie sechs Tage zuvor um Räumung bis zum 10. November ersucht worben, weil dieselben als Dienstwohnung für den Hauswärter herberichtet werden mußten. Ter Benutzung anderer Souterrarn- räume zu Packzwecken stand nichts entgegen. Die fragliche Räumung wurde von der Künstlerkolonie sofort bereit» willigst zugesagt und richtig ausgeführt. Es sind den Herren der Kolonie nie Schlüssel ab verlangt worden. Nur fand mehr als vier Wochen nach Schluß der Ausstellung eine die Künstler in keiner Weise berührende Kontrolle der Vollzähligkeit der Schlüssel zwischen dem Bauunternehmer des Gebäudes und dem Baubeamten des Großh. Kabinetts statt. Die Angaben über die Ende Oktober v. I. an die Herren der Künstlerkolonie gerichtete Umfrage sind völlig unzutreffend. Die Nichterneuerung der am 1. Juli d. I. ablaufenden Verträge der Herren Bürck und Huber steht mit der Nichtbeaniwortung der Umfrage in keinerlei Zusammenhang." Der Großherzog von Weimar hat den Professor Emil Friedrich Graf v. S ch l i tz genannt v. Görtz auf sein Ansuchen „unter gnädigster Anerkennung seiner langjährigen oer- Nr. 37 erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesstschen Landwirt bie Siebener iamilien- blLNer oiermc1 in der Woche beigclegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'scheu Unwers.-Buch-u. Steindruckerei (Welsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger tticßeu. g^rnsprechanlckilnß Nr. 51 dienstlichen Wirksamkeit" von der Leitung der großh. Kunstschule in Weimar entbunden. Allerhand Nachdenkliches vom deutschen Bühnenspielplan bietet Heinrich Stümcke über die Ergebnisse einer Spielplan-Statistik. Otto Ernst's „F'lach s m an n"-Komödie marschiert mit 951 Vorstellungen im Spieljahr 1900/01 an der Spitze. Sudermanns „Johannis feuer" erzielte 727, Hartlebens „Rosen- m o n t a g" 715 Aufführungen. Der 1. Teil von Björnsons Kr a f t - Tragödie und die „T a m e v o n M a x i m" stehen mit je 400, der 2. Teil von „Ueb er unsere Kraft", der uns Gießenern ja auch noch bevorsteht, mit 190 Vorstellungen im Spielplan. „T ie Macht der Finsternis" ist 133mal, „Die strengen Herren 388, „Le- ontinens Ehemänner" 253, „Coralie L Co" 204, „Ter Ausflug ins Sittliche" 154, „T i e Zwillings- sch wester" 143mal gespielt. Von Hauptmanns Dramen scheint „Die versunkene Glocke" mit 150 Aufführungen dauernd die stärkste Anziehungskraft auszuüben. Sudermann ist, abgesehen von den „Reiherfedern", mit seiner ganzen bisherigen dramatischen Produktion in stattlichen Ziffern vertreten, „Tie Heimat" z. B. mit 131 Aufführungen. Halbes „Jugend" bildet mit 159 Vorstellungen immer noch einen Trost für den mit seinen übrigen Werken auf der Bühne nur schwach vertretenen Dichter. Feuilleton. Ein Kaiserpo r t rä t mit Untersch rift- Der Kaiser sandte an Ludwig Barnay, den berühmten Mimen und Begründer und früheren Direktor des Berliner Theaters, zu dessen 60. Geburtstag fein großes Porträt mit Unterschrift- Diese Mitteiluna ruft dre Erinnerung an ein anderes Kaiserporträt wach, das Hofrat Barnay in einer denkwürdigen Zeit zu ging, und das eine noch denkwürdigere Unterschrift trägt. Die „Franks. Ztg." erzählt darüber: Nachträglich — es sind seither anderthalb Jahre verflossen — wird uns Kemttnis von einer schriftlichen Aeußerung des Kaisers, die an sich scheinbar ohne Beziehung, ihre besondere Geltung aus der Zeit herleitet, in der sie entstanden. Diese Zeit ist der Anfang des Monats August 1900. Am 27. Juli hatte der Kaiser in Bremerhaven feine „Hunnenrede" (gemeint ist die Rede des Kaij'ers vor der Abreise des Grafen Waldersee nach China. D. Red. d. „Gieß Anz.") gehalten („Pardon wird nicht gegeben"), die allenthalben so großes Aufsehen erregten. In den Tagen, die ihr folgten, und die an Betrachtungen über diese Rede gar reich waren, hatte der Kaiser Herrn Hvfrat Ludwig Barnay in Wiesbaden feine mit einer eigenhändigen Widmung versehene Photographie übersendet. Und auf diesem Bild war zu lesen: „Ich schau herab von meinem Tier Auf das Gehudel unter mir!" Es ist dies kein eigentliches Zitat, sondern eine Re- rniniseenz aus „Wallensteins Lager". Dort spricht der Erste Kürassier, nachdem er die Vorzüge eines friebfamen bürgerlichen Lebens geschildert, die Worte: „Ich, — ich hab' kein Gemüt ba$u. Frei will ich leben und also sterben, Memand berauben und niemand beerben, Und auf das Gehudel unter mir Leicht wegschauen von meinem Tier!" Der Verkehrverein Darmstadt stellt Ausführungen des Dr. Benno Rüttenauer in der „Kunst (einer In der Vereinigung der Steuer - und Wirtschafts-Reformer, von beten Generalversammlung wir bereits gestern berichteten, sprach zur Zolltarifvorlage Justizrat Dietrich-Prenzlau. Er verglich unsere Zollverhältnisse mit denen des Auslandes, namentlich mit denen der Vereinigten Staaten von Nordamerika und suchte durch historische Hinweise, sowie durch Erörterungen über die Notwendigkeit ausreichend erhöhter Getreidezölle den Nachweis zu liefern, daß die Sätze des gegenwärtig vorliegenden Zolltarifes für die Gesundung unserer Landwirtschaft nicht genügen. Er beantragte schließlich folgende Erklärung: Tie 27. Generalversammlung der Bereinigung der Steuer- und Wirtschafts-Reformer erklärt: Der Entwurf eines Zolltarifgesetzes ist prinzipiell als ein geeignetes Werkzeug zu erachten, um in unseren Handelsdeziehungen zum Auslande den Grundsatz wahrer materieller Gegenseittgkeit zur Der Kasseler Hreöerprozeß. X. Kassel, 12- Febr. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen wird Rechtsanwalt Barthel über bie verwickelten Verträge mit der Fabrik Hemixen und der Caisse Eommerciale vernommen. Daran schloß sich eine Auseinandersetzung mit dem GletzenerAnzemerW W General-Anzeiger ” ** SS v ** für den polü. u. atigern. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WGZ v 1 U jcigenleil: Hans Beck. Mit zerschmetterter Schädeldecke wurde er Dienstag im Die Uhr des Verunglückten ist * Eine Frau als Armeearzt. Nach der „St. Jam. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Leser, Rhein, Donau. lni,6 er die Vorbereitungen zur Bepflanzung und zur Er '«CY.'.rr« rirhhinn pmrÄ (5mnn2 nokn ft»« Pia hoi' CYit Sin.» Vermischtes Der ^Angeklagte ist seit 12 Jahren Kreisdiener und definitiv angestellter Beamter. Er hatte eines Tages für das Kreisamt 485 Mark beim Hauptsteueramte abzugeben und erhielt infolge eines Versehens des betr. Beamten 3 Mark zurück. Diese lieferst er erst nach erhaltener Aufforderung verspätet an vier Stellen von etwa 280 Arbeitern fortwährend gearbeitet. Wenn der Unterbau, dessen Fertigstellung in diesem Jahr geplant war, eine Verzögerung erleidet, so trägt die Geländeerwerbung, die hier und da auf Schwierigkeiten ge- inuß beispielsweise die in der Nähe der Kantine begonnene Angeklagte nicht Beamter des Hauptsteueramts sei. — Auf Arbeit wieder aufgeschoben werden. die Revision des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das —Urteil auf und verurteilte den Angeklagten wegen Amtsver- Lairbach, 10. Febr. In der vorigen Woche erfolgte auf der im Bau befindlichen Eisenbahnstrecke nach der Fremseencr Seite zu der Tunneldurchbruch durch das Kaff, nachdem vor etwa zwei Monaten der Tunnel von der Waldseite aus in Angriff genommen worden war. Infolge der günstigen Witterung find die Erdarbeiten gut vorgeschritten; es wird I zu retten, was zu retten war, und das Richterkollegium begab sich in das Beratungszimmer, um eine oberflächliche Reinigung I oorzunehmen. Als die Verhandlung dann wieder ausgenommen werden konnte, beschloß der Gerichtshof, den Än- I geklagten, der sich jetzt ruhig verhielt, wieder nach dem Zucht- I Hause zurückführen und ihn dort auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. verurteilt wurde ein Angeklagter, der vom Landgerichte zu einer geringen Geldstrafe verurteilt worden war. Es handelte Iich um ein Urteil des hiesigen Landgerichtes, durch das der Kreisdiener Johannes Konrad wegen einfacher Unterschlagung unter Annahme nrildernder Umstände zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt worden ist. Die Anklage ging dahin, daß er als Beamter zu Bingen 3 Mark, die er in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, sich rechtswidrig angeeignet habe. I brecher gefesselt und unschädlich gemacht. Der Zuhörerraum würde geräumt, die Gerichtsdiener suchten vom Aktenmaterial für den laufenden Meter, jedoch nicht mehr als 125 Milreis für die Familie. Im Falle der Not sollen Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsmittel gewährt werden. Einer Familie soll in der Regel nicht mehr als ein Grundstück von 25 ha zugewiesen werden, ausgenommen, wenn sie mehr als 10 Köpfe stark ist. Großjährige, verheiratete Söhne haben Anspriich auf ein eigenes Grundstück. Der Preis der ländlichen Grundstücke soll nicht weniger als 1 Real (l/iQ Pfg.) für den Quadratmeter betragen. Grundstücke, die zum Ackerbau untauglich sind, werden nur an Viehpächter abgegeben. Die Kolonisten haben ihre Schulden für Land und Unter- von da an noch mehr gefürchtet. Die Dame verstarb plötzlich in London. Ihr Grab befindet sich noch heute auf dem Friedhöfe in Kensal Green und ziert den Grabslein die durch die Einwirkung der Jahrzehnte recht verwitterte Inschrift: „Dr. James Barry, Armeearzt und General-Inspektor der Armee-Hospitale. Verstarb 15. Juli 1815. Alter 71 Jahr." Gerichtssaal. Mainz, 12. Febr. Vom Reichsgericht zu Gefängnis dem Theaterbureau. Am Freitag giebt Herr Earl Schneider zu seinem Benefiz Paul Lindaus vieraktiges Schauspiel „Maria und Magdalena" und spielt darm den „Professor Laurentius". An diesem Abend wird auch die Solotänzerin Frl. Emmy Hoffmann Mitwirken. Dieselbe tanzt nach 1. und 3. Akt ein Walzerreverie aus »Pupp en fee" und den Tanz „Alt und Jung. Nächsten Sonntag ist nachmiltags „Kindervorstellung". Gegeben wird stoßen ist, die Schuld daran. Infolge des letzteren'Umstandes I ub. Das Landgericht begründete sein Urteil damit, daß der das beliebte Märchen „Dornröschen." Abends 8 Uhr " " ~ wird die große Posse mit Gesang und Tanz „Die Maschinenbauer" aufgeführt. Die Dekoration des ersten Aktes, „Maschinenhalle", ist von Herrn Theatermeister Jenny neu angefertigt worden. Aus Stadt und Knud. (Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestaltet) Gießen, 13. Februar 1902. ** Das Grohh. Regierungsblatt Nr. 5 enthält: 1. Verordnung, die Gebühren der Rechtsamvälte betreffend. 2. Bekanntmachung, das Landgestüt, insbesondere das Sprunggeld betreffend. 3. Bekanntmachung, die Anlegung des Grundbuchs betreffend. 4. Bekanntmachung, die Fortführung der Grundsteuerkataster betreffend. ** Konzert. Tas wegen des „Irene Triesch-Gastspiels" verschobene Konzert des Tenoristen Meltzer wird, wie man uns niitteilt, unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräulein Frieda Secbcr unb des Violinvirtuosen Herrn Siegmund Groß köpf am Sonntag, den 16. Februar im Hotel „Einhorn" stattfinden. Saragossa, 12. Febr. Rack Beendigung einer 5$ocJ Kommunen und andere Kreise neue Anleihen aufnehmen stclluug im Theater entdeckte man eine Menge leicht w'Ker ebte Sefcbung bet »ibuftrie -urpigche». ^Petroleum ist nacOcm Ä'ÄÄ.ÄV'.Ä daß la$ die Absicht vor, da» Theater IN mit der Steigerung UN Rentengeschcyt eine starke Steigerung am Brand zu stecken. y^nbiiffvicattitmnactt zu beobachten war. — Trotz allem tutb alle- Haftpfl'chttasse Deutscher Gastwirte. Diese, von Hotelbesitzern und Gastwirten im April v. Js. mit dem Sitze in ' Darmstadt begründete Kasse hat für die ersten 9 Monate ihres Geschäftsbetriebes gute Ergebnisse zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl beträgt, trotz des kurzen Bestehens der Kasse, bereits nahezu 500 mit etwa Mk. 8000. — Jahreseinnahme an Beiträgen. Auch besitzt die Kasse, außer ihrem erheblichen Reservefonds, einen Garantiefonds in Höhe von Mk. 60 000, auf welchen die gesetzlich vorgcschriebcnen Einzahlungen bereits erfolgt sind. Diese neue Haftpflichtkasse zeichnet sich durch niedrige Beiträge, volle Versicherung und bequeme Schadenregulierung vorteilhaft aus. ' gehens nach § 350 Str.-G.-B. zu der niedrigsten zulässigen Zlnswanderung nach Brasilien. Strafe nämlich 3 Monaten Gefängnis. ~ = m . ... t Berlin, 12. Febr. Eine förmliche Panik rief ein Zucht- „S'surren Häusler im Sitzungssaal- der ersten St-afkamm-r beS InL rfÄn 8 P g-riehts I hervor. Aus dem Zellengefängms war der Ar- ‘ m r, m .. . beiter Fiebranz vorgeführt worden, gegen den noch eine Dio wichtigsten Bestimmungen dieses Reglements sind die Nachtragsanklage wegen Diebstahls verhandelt werden sollte, folgenden. Als er den Anklageraum betreten, und der Vorsitzende, Land- Die einzelnen Kolonie-Grundstücke haben einen Flächen- gerichtsdirektor Tackmann, ihn gefragt hatte, ob er der Ar- inhalt von ungefähr 25 ha. In jeder Kolonie bleiben beiter Fiebranz sei, wurde der Gefragte — wenn cs sich nicht 300 ha zur Gründung eines Stadtplatzes reserviert. Ebenso um einen vorher gefaßten Plan handelte — plötzlich von werden Grundstücke für Schulen und öffentliche Gebäude einem Wutanfall ergriffen! Er schrie den Vorsitzenden an: zurückbehalten. In jeder Kolonie soll eine landwirtschaftliche »Du Lump! Du Spitzbube! Du kennst mich ja, Du hast mich Versuchsstation gebildet werden. Die den Einwanderern ge-Ija selbst einmal verurteilt. Ich werfe Dir einen Stuhl an währten Vergünstigungen sind die folgenden: Freier Trans-Iden Kopf! Und blitzschnell ergriff er dabei einen der im Anport von der Hafenstadt Rio Grande do Sul bis zum Be- I klageraum befindlichen Stühle und schleuderte ihn gegen den stimmungsort (aber nicht Verpflegung in Rio Grande do Vorsitzenden. Einer der Beisitzer versuchte, dem Wurfgeschoß Sul); Unterkunft und Verpflegung in Porto Alegre bis zu eine andere Richtung zu geben, er packte den Stuhl an einem 10 Tagen; desgleichen am Bestimmungsort für 8 Tage im Bein und erzielte dadurch, daß derselbe auf den Richtertisch Falle von Krankheit oder höheren Gewalt länger; freie Wahl I stel. Von den Richtern wurde keiner beschädigt, aber eine des Grundstücks seitens des Einwanderers; Lieferung von heillose Verwirrung wurde auf dem Richtertische angerichtet. Spaten, Schaufel, Hacke, Beit, Waldmesser, Hammer und I Mehrere Tintenfässer wurden zertrümmert, ihr Inhalt ergoß Nägel im Gesamtwerte von 30 Milreis (zirka 20 Mk.), mst I sich nicht nur über fast sämtliche Richter, sondern auch über welcher Summe der Einwanderer belastet wird; während! die Akten, die auf dem Tische lagen. Im Nu war der Ver- dcr. ersten 6 Monate Lohnarbeit an Wegen gegen 500 Reis I brecher gefesselt und unschädlich gemacht. Der Zuhörerraum ■ aber ist vielleicht, daß durch einen günstigen Kanal diel • Absturz eines Münchener Studenten 'im »uss beste ausgenützt werden^k-nn, K-is-rthal bei Kufstein. Am letzten Sonntag machten selbst nicht immer mehrere Münchener Studenten einen Ausflug m das Kaiser. dieÄtLr tod) "öftaft ob« tt)0X ^w-g wurde in dem Pfandlhof Einkehr aber auch durch Segel fortb-ewegt werden. Zumeist toer»! deoolten,roo ^te Gesellschaft bis 10 Uhr abends zusammen- den die Schiffe indes getreidelt, d. h. durch Kräfte, die blieb. Dann machte sich der 25jährige Student Fritz Lutz, auf den Wegen zu beiden (Eliten des Kanals sich be-- Sohn eines Generaldirektionsrats aus München, in heiterer finden, mittels Seile gezogen. Neuerdings beginnt man Stimmung auf den Weg nach Kufstein und eilte seinen auch die Elektrizität diesem Zwecke dienstbar zu machen. Freunden voraus. Nunmehr hat sich herausgestellt, daß der — Schon bis hierher hatte der Redner seine Ausführungen junge Mann in. der Dunkelheit zwischen dem zweiten und durch eine stattliche Reihe von prächtigen trefflich ge. dritten Hof nächst dem Beitenhos fehlgegangen und abgestürzt lungenen Lichtbildern erläutert und unterstützt. Nunmehr ist Mil «JtLniriirik-. ™ ä ■ -- ■ führte er seine Zuhörer an den deutschen Flüssen entlang und zeigte ihnen an einer großen Menge von außer- ^yeivacyryai autgesunden. ordentlich guten Lichtbildern, wie herrlich doch unser Vater- |um 11 Minuten stehen geblieben. land ist, wie viel Fleckchen Erde von wunderbarer land- "* ®ine Frau als Armeearzt. Nach der „St. Jam. schaftlicher Schönheit es in Deutschland giebt, und wie wenig ,Gaz." diente am Anfang des 19. Jahrhunderts im britischen der Deutsche es nötig hat, in die Ferne zu schweifen, wenn Heere eine Frau als Armeearzt, ohne daß ihr Geschlecht zu er landschaftliche Schönheit sehen will. Die Wanderung I ihren Lebzeiten bekannt wurde. Die Dame hatte ihr Examen begann am grünen Strand der Spree, ging dann die Ufer lauf der Universität mit Glanz bestanden und den Doktortitel die bekannten herrlichen erworben. Dr. James Barry, wie sich di- Heldm der kleinen »""'Li »«M. . - » 4 Abstecher nach der Weser gemacht, dann Helgoland besucht. A "ßen Ia.l& daß mehrere Auch dem zukünftigen Mittelland-Kanal, der „seinerzeit doch der Abschied drohte. ^Doch einer ihrer Gönner und gebaut wird" — der Redner eitierie das letzthin gefalleneWort Vorgesetzten, der Lord Fitzroy Somerset, legte sich bei solchen eines Ministers — wurde eingehende Würdigung zuteil. Der-IGelegenheiten immer wieder ins Mittel und er erwirkte stets, bei kam der Dortmund-Ems-Kanal zur Sprache, insbesondere daß „Dr. James" in seiner Stellung verblieb. Die scharfe wurde das gewaltige Schiffshebewerk in Dortmund genau! Zunge der Dame traf nicht zum wenigsten einen damals weit betrachtet. Nun ging es bie-Ufer des Rheins entlang, die bekannten Adjutanten, und einmal spitzten sich die Verhält- au) den Redner weniger wegen ihrer landschaftlichen Schön- nisse qar dermaßen zu, daß es zu einer Duellsorderunq as vielmehr durch ihre sagennmwobenpn Burgruinen kann Bei dem Zwei kämpfe wurde der Adjutant nicht Reiz üben. Die Wanderung wuroe an der Donau beendet.! , < < .x ... ar * 1 , J Wit einem Blick auf die Verkehrsentwicklung uyserers öst-I""erheblich verwundet, und der schneidlge Armeearzt wurde ichen Nachbarreiches, Rußlands, schloß der Vortragende eine lebendigen Schilderungen. Er betonte, welche ge- valtige Kraft in dem Slaven tum noch schlummere, und wie diese Kraft, einmal zur Entfaltung gekommen, eine g r □ ß e Gefahr für uns werden könne. Da heiße es, sich rüsten ür den Kampf, der sicher kommen werde und durchgesochten werden müsse. Eine Verschiebung könne höchstens durch den Verkehr eintreten, durch den die nationalen Gegensätze ausgeglichen werden könnten. So sei es möglich, daß einmal eine Zeit komme, wo es nur Nationalitäten auf der Erde gebe, die nur iwü) einen großen, gemeinsamen Kampf kämpften, den der Kultur, sodaß eigentlich nur noch ein Geschlecht, der Mensch, auf Erden woyne, und dieser Name nicht mehr Gattungsname, sondern ein Ehrentiteb sei. ** Vortragsabend. Trotzdem tags zuvor Fastnacht gewesen ist, durch die gewiß mancher arg mitgenommen wurde, war doch der gestern abend in Steins Saatbau von dem Kaufmännischen Verein und dem Ortsgewerbeverein veranstaltete Vortragsabend außergewöhnlich zahlreich besucht. Der Grund dafür dürfte wohl, abgesehen von dem interessanten Thema, auch mit in der Person dessen liegen, den man für den Vortrag gewonnen hatte. Der Dozent an der Humboldt-Akademie in Berlin Jens Lützen sprach über ,,Malerisch'e Wanderungen an den deutschen, Wasserstraßen mitBerücksichiiguiig der ft an oT e". In überaus gewandter, formvollendeter Rede wußte er fast zwei Stunden hindurch seine Zuhörer zu fesseln, die seinen Ausführungen mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten. Einleitend legte der Vortragende dar, daß der allgemein gebräuchliche Satz „wir befinden uns im Zeitalter des Verkehrs" nicht ausschließlich richtig sei. Denn es habe auch früher schon Zeitalter gegeben, auf die man den Satz hätte anwenden können . Die Völker aber, die den größten Verkehr gehabt haben, sind auch stets am weitesten in der Kultur vorgeschritten gewesen. Das bezieht sich nicht nur auf große Stämme, sondern auch auf kleine Völker. Man braucht nur an die Phönizier, eines der bedeutendsten Völker des Altertums, an die frühere kleine Republik Vene- «cdig, an Holland zu denken, dessen Wassevbautechniker noch heute maßgebend sind. Von der größten Wichtigkeit für den Verkehr sind die Wasserstraßen. Auch Deutschland kann in dieser Hinsicht nicht (lagen. Es hat nicht nur eines der bedeutendsten Eisenbahnnetze, sondern auch sehr günstige Wasserverhältnisse. In Deutschland giebt es über 150 Flußläufe, von denen allerdings nur sieben Ströme sind: Memel, Weichsel, Oder, Elbe, W-,'-., L.2_______ Dann kommen aber noch eine Anzahl Flusse und Nebenflüsse für den Schiffsverkehr in Betracht. Außer den Flüssen giebt es nun noch andere Wasserstraßen, die vorzügliche Verbindungswege sind. Cs sind dies die großen Seen, an denen besonders Ost- und Westpreußen und auch Brandenburg reich jinb,^unb die fünft! ich e n Wasserstraßen, die Kanäle. Im Osten des Reiches sind mehr Kanäle als im Süden gebaut worden, weil das Flachland des Ostens sich für den Kanalbau mehr eignet. Tie Kanäle bieten nicht unwesentliche Vorteile vor den Flüssen. Da das Wasser in i0leichmäßiger fliegt, sind die Kähne auf ihnen leichter hm au ft und hinabzutrausponiereil. Ferner kann mau die Kanal streck en durch Llichkauäle nach jedem beliebigen Ort führen. Weiter lassen sich die Ufer so einrichten, daß man an jeber Stelle em- und ausladen kann. Das Wichtigste stützungen nach 5 Jahren zu bezahlen. Zahlen sie im zweiten Jahre, so erhalten sie 12 Prozent Rabatt. Bei Nichtzahlung werden im sechsten Jahre 20 Prozent, im siebenten 30 Prozent der Schuldsumme zugeschrieben. Der Einwanderer I hierfür seien verschiedenartig.' Einer vofi diesen wird darin gc- hat die Verpflichtung, das ihm überwiesene Grundstück zu funben, daß sich neues Kapital viel schneller als früher reproduziert kultivieren und auf ihm zu wohnen. Innerhalb 90 Tagen I damit das Bedürfnis nach neuen Anlagen rascher als in ver- ? ! gangenen Zeiten wieder zum Vorschein kommt. Eine andere Ur- o ”i er” r r ’o-.v « v. T y 1 jache liege darin, daß eine von den Thatsachen, die mit zu der richtung emes Hauses getroffen haben. biet» geschehen, l Krisis beitrugen, thalsächllch verschwunden oder doch wenigstens so erhält er einen provisorischen Besitztitel; nach Bezahlung im Schwinden begriffen sind. In dieser Hinsicht sei nun auf das des Kaufpreises und der gewährten Unterstützung den defini- Schwinden der Wirkungen hingewiesen, die durch den Transvaal- tiven Titel. Bis dahin bleibt das Grundstück dem Staate mine"inbufh'ic u.^. en‘Üef)ung ,,„s . .. . x . '^luulclöer Goldzusuhren von dort nach Europa auf die Vertheuernnq des yypolhilleit und kann nicht veräußert werden. «Geldes ausgeübt wurden. Die Raschheit, mit der diese Krisis eine | Wendung zum Besseren nimmt, scheint sich auch in folgender Weise — — jUi äußern: Einem Rückschlag in der Industrie und in Industrie- I Aktien, wie er 1901 bei uns beobachtet wurde, pflegt eine Aera des niedrigsten Geldstandes und der Rentenwerte zu folgen und von I der Steigerung der Renten und von der Erleichterung, mit den 12. Febr. Nack Beendiauna einer 55or-1 Kommunen und andere Kreise neue Anleihen auf nehmen täuscht haben. Morgen kommt auch Herr Exner her. Ter hnrb große Augen machen, wenn er erfährt, daß er mit der Kontinental-Hochofen-Gesellschaft auch so arg hereingefallen ist." Zum Schluß richtet Otto die Bitte an Schmidt, alle verdächtige Briefe zu verbrennen. In einem weiteren Briefe giebt Otto der Ansicht Ausdruck, daß die Treber-Gesellschaft gar nicht fo floriere, wie immer verkündet werde, und daß die Gegner schließlich einmal Recht behalten würden. Tie Verhandlung berührt ferner die Wechselreiterei der Gesellschaft, der Aufsichtsräte in Verbindung mit dem von der Anklage behaupteten Versuch einer Bilanzverschleierung. Ter unbeeidigt vernommene Prokurist Vollmann bemerkt, die Accepthergabe hatte den Zweck der flüssigen Gestaltung der Aktionen. Wenn man darin eine Verschleierung erblicken wolle, so würde es nach seiner Ansicht kaum eine Bank geben, wobei keine Verschleierung vorkomme. Er könne in dem Acceptverkehr mit den Tochter-Anstalten nichts auffälliges finden. Sachverständiger Bankier Plaut erklärt, daß bei den Tochtergesellschaften legitime Forderungen waren und daß durch die Transaktionen aber bezweckt wurde, Forderungen über die Bilanz hinauszubringe n. Der unbeeidigt vernommene Oberbuchhalter Stirl will den Eindruck legitimer Geschäfte gehabt haben. Der Vorsitzende verweist den Zeugen auf das entgegengesetzte Gutachten der Sachverständigen, das Zeuge selbst seiner Zeit unterschrieben habe. Die Sitzung wurde sodann nach 4 Uhr nachmittags geschlossen, wobei der Porsitzende die Erklärung abgab, daß morgen der Rest des Urkundenmaterials erledigt und die Sachverständigen noch über einige Fragen der Bilanzverschleierungen befragt werden sollen. | — Besteht noch eine Krisis? Diese Frage wird in vielen |xagc§= unb auch in volkswirtschaftlichen Zeitungen verneint unb I die Behauptung aufgestellt, daß die diesmalige Krisis rascher übcr- I wunden würde, als es kaum je zu beobachten war. Tie Gründe hierfür feien verschiedenartig. ( v„- möchten wir aber auch jetzt noch nicht dem guten Wetter allzu ££ ^^dieFrühlingszeit:isk noch nicht angebrochen, es können Lch immer wieder Wmlerstürme komme... WöchkvMk ziebrrvcht der goötsfüilt in brr Stabt (5ic^rn. 6 Voche. Vom 2. Februar bis 8. Februar 1902. ^n-i-mbl ■ angenommen zu 26 400 (inf(. 1600 Mann Militär). Einwoyneii ) - Sterblichtettszifser: 28,lu, nach Abzug von 7 Ortsfremden 14,05 / Kinder ES starben an: Zusammen Erwachsene: 1. im Lebensjahr: 2. vom —15. Jahr Acute Tuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Ellervergismng 1 (1) — — 1 (1) 1 (1) Tiphleruis 1 (1) Bronchins 1 Schlagfluß Herzfehler Nierenenrzunbung 3 (1) 1 4 (1) 1 — — Tarmoerjchluß 2 (2) 2 (2) — Lebensschwäche 1 (1) — 1 (1) Krämpfen 1 — 1 Verunglückung 1 1 Summa : 14 (7) 10 (4) 2 (1) 2 (2) _ Anm.: Tie in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viel ber betteffenben Krankheit auf von auswärts nach der Todesfälle in Gießen gebrachte Kranke kommen. Märkte. W Friedberg, 12. Febr. Tas Geschäft auf dem gestrigen Dferdemarki mar zwar anfangs schleppend, wurde aber später besser sodas; der Marktverlaus gut war. Es wurden etwa hundert Abschlüsse gemacht. Gesucht waren hauptsächlich schwere Zugpferde und gute leichtere Arbeitspferde. Bevorzugt waren, rote auch |cit= her auf unseren Pserdemärkten, Belgier und Holländer, die von cim »einen Finnen direkt importiert werden. Ganz verschwunden von unseren Märkten sind die anierrkanischen Pserde, weil sie an Ort und Stelle eine so hohe Preissteigerung ersahren haben, sodaß bei Öen beträchtlichen Transportkosten nichts mehr zu verdienen ist. Vie» bis sechsjährige gute Zugpferde wurden mit 2000—3000 Mk. bezahlt, geringere ältere Arbeitspferde waren für 200—500 Mk. das etüdf zu haben. Ganz unbedeutend war, wie immer hier, das Geschäft in Luruspferden. Bemerkt sei noch, daß viele Pferde hier ansgclrieben waren, die an dem Tags zuvor in Kreuznach abgehobenen Faslnachtsmarkt unverkauft geblieben waren, und das; bereits am Montag hier einige Kaufgeschäfte abgeschlossen worden waren. Limburg a. d. 8., 12. Febr. Frnchtmarkt. Durchschnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.20 Mk., Weitzer Welzen ÜU.OO Mk., Korn 10.25 Mk., Gerste 0.00 Mk., Hafer 0.00 Alk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Alk. Meteorologische Beobachtungen der Station (»ließen. Februar Barometer aus 0° reduziert üeniperatiir ber Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 12. 2» j 746,2 — 0,6 3,6 83 NE. 2 Sonnenschein 12. 9,s 746,3 — 6,3 2,8 100 ENE. 2 Sternh. Him. 13. ? 26 743,1 — 9,7 2,1 98 NNE. 4 Bew. , Höchste - Niedrigst remper e „ atur ar n 11. „ 11. Febr. bis 12 „ 12 Febr. + 3,2° C. — 9,3° C. Seid. Bluse Mk. 4.35 u. höher — 4 Meter sowie „Henneberg- ecibe" m schwarz, weitz u. farbig von 95 Pf. bis Mk. 18.65 p. Mei. Absolut kein Zoll za zahlen! da die portofreie Zusendung der Stoffe durch meine Seidensabrik auf deutschem Grenzgebiet erfolgt. 9lur echt, wenn direkt von mir bezogen! Muster umgehend, Henneber<, Seidenfabrikant (K. u. K. Hoflief.), Zürich. 342 U nt *n allen Fällen beseitigt worden, FlalllJUvIlCII m denen eine Waschung oder Ein- feihmg der betr. .Körperstellen, sei cs bei Kindern oder Erwachsenen, durch ObermeyerS Herdaseise ftattflcfunben hat. Frau 6. in R. schreibt: „Habe Ihre ccife gegen ein starkes Hautjucken angewandt und war erstaunt, wie schnell ich dadurch von meinem liebel befreit war. Ick kann Ihre Herbase,sc deshalb nicht genug empfehlen.- Obermeyers Herdaseise, ärztlich warm empfohlen, ist per Stuck Mk. 1.25 in allen Apotheken und Drogerien oder durch den alleinigen Fabrckanten I. Gtoth in Hanau a. M. zu haben 907 Hof-Möbelfabrik und Kunst$«>hrelnerel von Ludwig Alter in Darmstadt Hochfeine, stilvolle Einrichtungen | 758 Etablissement allerersten Ranges Grossh Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant. Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungen Auf Wunsch kostenlose Cnlerbreitung meiner Haupt-Kollektion. Nicht durch den Gebrauch vou sogenannten Schönheitsmitteln, welche häufig ätzende für die Haut schädliche Stoffe enthalten, sondern durch vernünftige, gc- sundheitsgemäße Hautpflege und den täglichen Gebrauch der „Patent-Myrrhol'.n-Scise" erzielt man einen fchönen Teint. Ties ist das Geheimniss der Schönheit Tie „Patent-Alyrrholin-Seise" ist als unübertroffene hygienische Toiletteseise tausendfach erprobt und ärztlich empfohlen. Wegen ihrer Milde und Reizlosigkeit für die zartcite Haut der Frauen und Kinder unentbehrlich. UcbcraU, auch in den Apotheken erhältlich, und bestelle man darauf, nur diese Seife zu erhallen. 286 MAGGI'5 BOUILLON - KAPSELN ä 12 und 16 Pfg., jede 2 Portionen enchallend, — mit allerbestem Fleisch-Extrakt unb Gemüsen hergeftelll. -7 geben durch einfaches lieber» fließen mit heißem Wasser — sofort eine Portton vorzüglicher Fleischbrühe für 0 Pig. oder extra starker Kraftbrul)e für 8 Pfg. Bestens empfohlen von A. A W. VV alieiifel«, Marktplatz. 1131 Die nachstehende Bekanntmachung des Großh. Feld- beretntgungskomimssärs zu Friedberg bringen wir hierdurch zur Kenntnis der betr. Grundbesitzer. Gießen, den 11. Februar 1902. 1283 Großherzogllche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Feldberetnigung in der Gemarkung Gießen, linkes Lahnufer. Nachdem sich in dem Abstimmungstermin vom 10. August v. IS. 199 Grundeigentümer mit 105,7216 ha beteiligter Fläche gegen die rubr. Feldbereinigung erklärt haben, während im Ganzen 1492 Grundeigentümer mit 1265,5434 ha Fläche an dem Unternehmen beteiligt sind, hiernach also mehr als die nach Art. 6 des Feldbereinigungsgesetzes erforderliche Mehrheit für die rubr. Feldbereinigung vorhanden ist, und nachdem innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit dieses Ergebnisses erhoben worden sind, hat Großherzogliches Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel nnd Gewerbe, den Beginn der Feldbereinigungsarbeiten angeordnet und den Unterzeichneten zum Bereinigungskommissär ernannt. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntnis bringe, lade ich m Gemäßheit des Art. 16 des Feldbereinigungsgesetzes vom 28. September 1887 die sämtlichen beteiligten Grundbesitzer zu der Donnerstag, 27. Februar L I», vormittags IV'/z Uhr, in der Turnhalle des Turnvereins (Steinstraße 3) zu Gießen stattfindenden Versammlung ein. Diese Versammlung hat: 1. zu bestimmen, wie die Bereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächen- gehall, oder den Abschätzungswert der Grundstücke, oder durch Bildung und Verkauf von Massegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalaufnahme aufgebracht werden sollen; 2. die zur Vollzugskommission zu berufenden Sachverständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mitglied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen. Außerdem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat ein jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse erfordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilen der Anwesenden, und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Beteiligten verbindlich. Kommen gütige Beschlüsse nicht zu stände, so hat: zu 1. die Vollzugskommission die erforderlichen Beschlüsse zu faffen, zu 2. Großherzogliches Ministerium de§ Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe die Sachverständigen und die Schiedsrichter zu ernennen. Friedberg, den 3. Februar 1902. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: Spam er, Kreisamtmann. ”fiir alleinstehende Damen * ist günstige Gelegenheit geboten, sich selbstständig zu machen durch Uebernahme eines feü mehreren Jahren am hiesigen Platze bestehenden befferen Spezial- gefchästes der Lebensmillelbranche gegen billigfle Barzahlung und unter günstigsten Bedingungen. Gest. Angebote sind an die Expedition d. Bl. unter Nr. 1269 zu richten mit Angabe ihrer bisherigen Thättgkell und ungefähren - BermogenS-Derhällmffe. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten-Versammlung hat beschlossen, in die städtische Schlachthaus - Kommission einen Metzger zu wählen, welcher der Innung nicht angehört und hierfür Vorschläge seitens der der Innung nicht angehörenden Metzger- meister entgegenzunehmen. Die hier ansässigen Metzgermeister, welche der Innung nicht angehören, ersuche ich, zu diesem Zwecke sich Mittwoch den 19. Februar, nach«. 3 Uhr pünktlich, im Stadtverordneten-Saale einzufinden. Gießen, den 10. Februar 1902. 1288 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vorkehrungen gegen das Einfrieren her SM-Wnfserleitnngen. Unter Hinweis auf die „Bestimmungen über Anlage der Haus- roafierleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerkfam, daß, um dem Einfrieren des Waffers in den Hauswafferleitungen bet eintretender Kälte vorzubengen, es erforderlich ist, die Hauswafferleitungen des Abends für die Dauer der Nacht au entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Waffer- meffer befindliche Hauptabfperrhahn geschloffen und bann das seitlich desselben befindliche Entlecrungshähnchen, nachdem em passendes Gefäß untergestellt, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelaufen fft, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen rotrb. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, i|i es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk dcS Hauses befindliche Zapfventil der Hausleitung offen zu hallen, damit die Lust Zutritt in die Leitung erhalte. — Ein größerer -teil des Wassers kann auch schon durch das Zapfventil der untersten Kucke enüeert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht roirb. — Nach stallgehabter Entleerung sind die beiden Zapfventile, welche dem Eintritt der Luft unb der Entleerung bes Waffers bienten, roieber zu schließen. Tas Schließen des Hauptabsperrhahnes erfolgt durch Auffetzen bes beigegebenen Schlüssels auf ben vier- fantigen Hahnzapsen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigers, bis Widerstand erfolgt — Das Oeffnen des Haupt- absperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengesetztem I Sinne, bis Widerstand erfolgt Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperr- hahn wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, Hos- rLumen, Gärten usw. sind während des Winters mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entieeren und erteilt hierüber im Besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betreffende Lellung gefertigt hat. Bei anhaltender außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenutzter Wohnungen geführt sind, kann man durch Unterhaltung eines kleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten Klosett- ober sonstigen ungeheizten Räumen, burch welche bic Wasserleitung führt, sofern bafelbft bie Leitung nicht schon durch eine Umhüllung gegen Kälte oeschützt ist, bie Temperatur burch ein Deichen ober geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhallen. Lehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts (rote in Vereins- Häusern usro.) werden durch Einstteuen von etwas Salz (Viehsalz) m das Schlußwaffer des Syphons (Wasserabschluffes) gegen Ausfrieren der Schüsseln geschützt. Die Waffermeffer nebst dem uLchstanschließenden Teil der Rohrleitung sind während des Winters mit Stroh, Säcken ober ähnlichen Schutzmitteln gegen Kalle zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellersenster geschloffen zu hallen. — Die Herstellung aller Waffermeffer, die in Folge ungenügenden Schutzes gegen Aalte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Hausbesitzer. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. Wir empfehlen daher vorstehende Borfichtsmag- regeln allen Beteiligten zur ganz besonderen Beachtung. Reparaturen und Anschauung von Hauswafferleitungen werden am schnellsten von denjenigen Jnftallattonsgeschäften besorgt, welche die betr. Hauswafferleitungen s. Zt. ausgeführt haben. Gießen, den 6. November 1901. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. _ Otto Bergen. ®09 Holz-Versteigerung in der Amstlicheu Abersörsterei <-Lich. Es sollen versteigert werden: ~ Montag den 17. Februar, vormittags 9Va Uhr, im Distrikt Alönchwald: Buchen: 22 rm Knüppel, 1360 Durchforstungs- Wellen; 1000 Weichholz-Wellen; Kiefern: 120 rm klnüppel, 14 rar Stöcke, 900 Wellen. . „ 221 Stück Fichtcu-Derbstaugeu — 13,79 km (für Wagnep zu Sparren u. s. w.) Unbesehen werden verkauft: Aus dem Distrikt Meilbach: 1 rm Buchen-Scheiter, 1 rm Buchen-Knüppel, 10 Buchen-Wellen, 16 rm Fichten-Slöcke; aus dem Distrikt Riedwald: 10 rm Kiefern» Knüppel, 14 rm Kiefern-Stöcke und 300 Krefern-Wellen. Tic Zusammenkunft ist da, wo sich bie Viemalwege Albach» Hattenrob unb Burkharbsfelben-Lich (Schlagweg) kreuzen. Dienstag den 18. Februar, vormittags 9*/i Uhr, w den Distrillen Mühlberg und Grauborn: Buchen: 190 rm Scheller, 40 rm Knüppel, 100 rm etbd^ 2600 Wellen; Eichen: 17 rm Knüppel, 17 rm Stöcke, 700 Wellens Bwken: 2 rm Rundschell, 4 rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 60 Wellsp Nadelholz: 16 rm Knüppel, 20 rm Stöcke, 700 Wellen. 2 Stück Eichen - Schnittholz (1 in Mühlberg = 0,67 fm, 1 im Höler, blind, Nr. 114 = 1,93 £m); 4 Stück Buchcn-Schnitt- holz — 3,16 km; 2 Ahorn — 0,67 im; 2 Elsbeer ° Stämmchco = 0,26 km. Die Zusammenkunft ist aus der Ehaussee beim Albacher Hoi Lick, den 5. Februar 1902. 1H® Fürstliche Oberfürsterci. KekaMtmachung. I Das Haus Maigasse Nr. 7 I ist per 1. März 1902 zu vermieten. Nähere Auskunft erteilt das Armenamt — Bürgermeistereigebäude Zimmer Nr. 4. Gießen, 21. Januar 1902. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. ________Wolff. 824 Konkursverfahren. Heber das Vermögen des Handelsmanns Herm. Ziegelstein zu Treis a. Lda. wird heute am 12. Februar 1902, vormittags 11^ Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Jean Boeck von Gießen wird zum Konkurs- verwaller ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 1. März 1902 bet dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und ein» tretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 7. März 1902, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ober zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch bic Verpflichtung aus- erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. März 1902 Anzeige zu machen. 1315 Großherzogliches Amtsgericht zu Gießen.________ Verdingung. Die Lieferung von 2000U cbm Hartgestein-Kleinschlag tu5000 ebnj Basalt - Femsckolter für Gleisunterhaltung |oll vergeben werben. Die VerbingungsmUerlagen können in unserem Amtsgebäude Voststraße 6, hieHelbst emgeschen bezw. gegen Einsendung von 0,50 Mk. bezogen werden. 1237 Die Angebote sind oerschloffen mit entsprechender Aufschrift bis Montag den 24. Februar er. vormittags 11 Uhr, hierher ein- zusenben, zu welchem Zeitpunkt bie Eröffnung ber Angebote statt- finbet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Frankfurt a. 'Dl., 6. Febr. 1902. Königl. Eisenb.-Betriebsinspekt. 2. Jagdverpachtung. Lamstag, IS. Februar l. I., nachmittags 3 Uhr, soll auf dem Bureau unter-» zeichneter Bürgermeisterei die. der Gemeinde Trohe zu» stehende Jagd unter den im Termin bekannt zu gebenden Bedingungen verpachtet werden. Trohe, 8. Februar 1902. Gr. Bürgermeisterei Trohe. Schmidt. 1221 Jagdverpachtung. Montag, 17. Febr. l. nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus dahier ein Teil der hiesigen Gemeirckejagd, bestehend aus Jagdbezirk Nr. 1 (Wehrholz), ca. 228 Hektar Wald und 522 Hektar Feld, nunmehr in 2 Bezirken eventl. auch zusammen auf weitere 6 Jahre nochmals verpachtet werden. 1313 Gr. Bürgermeisterei Lang-Göns Rompf. empfiehlt billigst 1248 Otto Schaaf. Dienstag den 4. März: Dienstag den 18. März: Mittwoch den 9. April: Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 10V* Uhr. Bessere Schlafzimmer-Möbel in echt Nussbaum: 1309 ßrühl’sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei von » Man verlange ausdrücklich MßnordkUtWkv Kslllpt-VkrsWMlW welche empfiehlt in besten Qualitäten zu Areitag den 28. f. Ms., nachmittags 4 | Chri£i Wallenfels befindet sich jetzt 0470 s Banshaltaiigs-Thee per V, Kilo Mk. 2.60. FamWiiee per 7i Kilo Mk. 3.—. FrühstMs-Thee per 7i Kilo Mk. 8.50. GesetoaMee per 7i Kilo Mk. 4.—. War-Thee per 7i Kilo Mk. 5.—. Niederlage von Original-Dosen mit Schutzmarke Tages-Ordnung: Erlaß einer Geschäftsordnung nebst JnstruÜionen und Dienstanweisungen; hier: Mitteilung. 2. Erbauung eines neuen Sparkassengebäudes; hier: Kredit- erwetterung. Gießen, den 10. Februar 1902. 1311 Der Direktor der Spar- und Leihkafse Gießen. Wiener. Sonntag den 16. Februar, abends 8 Uhr im Saale des Hotel Einhorn: Konzert von M e 81Z e I*| Tenorist aus Mailand unter gefälliger Mitwirkung von Fräul. JFrieda Seeber, Konzertsängerin aus Frankfurt, und Herrn Sigmund Grosykopf (Violine). Billets bei Ernst Challier (Rudolphs Nachf.): Vordere Reihen Mk. 2.—, hintere Reihen Mk. 1.—. 795 aus der Aktien-Brauerei (hell und dunkel) Gg. Bichler (hell und dunkel) Röhrle (Denninghoff) (hell) Münchener Augustiner-Bräu Dortmunder Löwenbräu Kulmbacher Export-Bier Märzenbier. Nack dem I. Akte: Spitzenreverie ausdemBallet,DiePupperrfee7 nach dem III. 2Ute: Alt und Jung, Tanz, ausgeführt von Frl. Emmy Hoffmann. Detaillisten- und Kaufmännischer Verein Vorträge des Herrn Rechtsanwalt Dr. Spohr, Giessen mit nachfolgender Diskussion. Erster Abend Dienstag den 18. Februar: Das erste Buch des neuen Handelsgesetzbuches. Schulstraße 5 1I. . cö Xf Q- "OJD 10 Die Vorstände. Kluß- und Seefiich Mein Fröhei’soiier Kindergarten Fritz Nowack, Betten-GeschäfL Weder nikotinarm, noch nikotinfrei. Aerztlich empfohlen. Ungeschmälerter Tabaks-Genuss. la. Cigarre für Leidende, Rekonvalescenten, Nervöse, Qualitäts- wie auch Gelegenheitsraucher. Zu haben m der Cigarren-Handlung von Schulstrasse 5.