Nr. 10 Erscheint tSglkch außer Sonntags. DemGießenerAnzciger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Lietzener FarnUien- blitler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Bei lag der Brüh l'schr. Univers.-Buch- u.Stein druckerei (Pietsch Erben Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul ft ratze 7. Adresse für Depeschen. Anzeiger Gießen. FernsprcchanschlußNr.51. Zweites Blatt Montag 13. Januar LNESA 152. Jahrgang GretzenerAnzelgerW W General-Anzeiger " IST V lür den polrt. u. allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WGZ ____________________________________________________ zeigenteil: Hans Beck. Die heutige Mmmer umfaßt 12 Seiten. zu Dslitische Tagesschau. Entseudllug des Prinzen Heinrich nach Amerika. Zu der von der Tochter des Präsidenten Roosevelt vollziehenden Taufe der in New-York im Bau be- Hine neue Rede Kyamöerlaius. Birmingham, 12. Januar. In einer Rede, die Chamberlain hier gestern abend hielt, führte er aus: Die Animosität gegen (Snglonb werde einer unbedachten Redeweise des Kolouialsekretärs zu- geschrieben. Er nehme nichts zurück, modifiziere nichrs und habe nichts zu rechtfertigen. Kein englischer Minister habe jemals seinem Lande treu gedient und sich zugleich in dem Ausland einer Popularität erfreut. Man müsse daher die Kritik des Auslandes schon etwas zu gute halten. Er wolle aber nicht dem Beispiel folgen, das für ihn ausgestellt sei. Er wolle keinem auswärtigen Mü- nister Lehren erteilen, noch irgend welche aus dessen Händen entgegennehmen. Er sei einzig seinem Souverän und seinen Landsleuten verantwortlich. Aber, so fuhr Chamberlain fort, ich bin bereit, mich der Kritik zu stellen, die hier im Lanoe gcübt und hier zum Export fabriziert wird (Heiterkeit, Beifall), von den Freunden jeden Ärndes, blos nicht des eigenen. Ich frage Sie, wie kann einigen Worten, die ich vor einigen Wochen in einer Rede geäußert habe, zugeschrieben werden, daß Monate lang und Jahre hindurch, schon vom Beginn des Krieges an die Auslandspresse von Beschimpfungen unseres Landes strotzt. Wie kann ich für das verantwortlich gemacht werden, was Edward Grey gemeine und schmutzige Lügen genannt hat, was Rosebery als schmähliche und abscheuliche Entstellungen bezeichnete, welche im Auslande ausgesprengt würden, ohne ein Wort des Protestes, ohne die geringste Einmischung der verantwortlichen Behörden. Nein, meine Gegner müssen einen anderen Sündenbock finden, müssen lveiter zurück Ausschau halten nach jenem Gefühl oer Feindseligkeit, das, wie ich glaube, wir nicht verdient haben, das aber seit etwas mehr oder weniger als hundert Jahren existiert unb stets zum Vorschein kommt, wenn wir uns in irgend einer Schwierigkeit befinden, uns aber bisher noch nicht ernstlich geschadet hat. Wenn unsere Vorgänger im Amte glauben, daß sie auf dem Kontinent populär gewesen sind, so leiden sie an ganz außerordentlicher Selbsttäuschung. I ü) stelle nicht in Abrede, daß wir Frieden hatten, als wir unser Amt antraten, wir fanden.aber mindestens sechs bremiciibc internationale Fragen vor, die unsere Vorgänger in der Schwebe gelassen hatten, nämlich die siamesische Frage, dem Grenzstreit mit Venezuela, die Frage über das Hinterland unserer westafrikanischen Kolonien, woran wir mit Deutschland und Frankreich zugleich beteiligt waren, die Samoafrage, die Frage der Inseln im Stillen Ozean und zuletzt FrauO üchs Position am 'Nil. Die jetzige Regierung, rie, wie man Ihnen erzählt, unfähig, schwach und verbraucht ein soll, hat alle diese Fragen in erfolgreicher Weise ange- aßt. Abgesehen davon, daß wir die britischen Interessen im Osten gewahrt und die seit lange vorhandene Ursache von Differenzen mit unserem amerikanischen Verwandten beseitigt haben, indem wir uns über den Vertrag einigten, der den sofortigen Bau des die Ozeane verbindenden Kanals gestattet, möchte ich auch die Transvaal frag e hierin einschließen, denn es wäre absurd, wenn man nicht anerkennen wollte, daß der Kampf zwischen den Buren und Briten um die Oberherrschaft in Südafrika schon lange, bevor wir unser Amt übernahmen, begonnen hatte. Das sind gewichtige Leistungen auf friedlichem Gebiet. Wenn wir auch außer stände waren, das Vorurteil auf dem Kontinent zu beseitigen, das stets bestanden hat, wenn es auch niemals in gröblicher Form zum Ausdruck gekommen ist, so haben wir doch auf jeden Fall einige wesentliche Differenzpunkte erledigen können. Aber wir haben noch mehr gethan, noch wichtigeres, als das Wohlwollen der fremden Nationen für uns bedeutet, wenngleich ich dessen Wert damit nicht berabsetzen will. Was mehr Wert hat, ist die Zuneigung und das Vertrauen unserer Verwandten jenseits der Meere. Trotz der schweren Verluste hat der Krieg dazu gedient, zu zeigen, daß, wenn wir wieder einmal zu impfen haben um unsere Existenz gegen die Well in Waffen, wie schon einmal, daß wir dann nicht allein stehen. Es kann kaum ein Opfer zu groß erscheinen für das Ergebnis, daß wir uns zur Höhe eines Imperiums erheben können, das nicht an die Grenzen des vereinigten Königreichs gebunden ist, sondern jeden Mann britischer Rasse in jedem Teil der Erdkugel umfaßt. Das ist ein Imperiallsmus, um dessen Willen ich von jedem patriotischen Briten Unterstützung verlange. Chamberlain besprach den Unwlllen, der in den Kolonien über die Vorwürfe von Barbarei und Inhumanität entstanden ist. Ein neuer Faktor ist in der Politik unseres Landes hervorgetreten. Wir werden in Zukunft auch die Anschammg unserer Kolo- nien mll in Rechnung zu ziehen haben. Wir sind nicht berechtrgt, Frieden zu schließen, wenn nicht auf der Grundlage der Bedingungen, welche den Verbündeten genehm sind, bte ihre besten Leute entsandten, um für die gemeinsame Sache zu kämpfen und zu sterben. Chamberlain erwähnte zum Schluß die Vorzüge des B l o ck h a u s s y st e m s und rühmte Lord Kllchener und die Armee. Irgend eine andere Armee nut Der englischen in Vergleich zu stellen, sei das höchste Kompliment, das England vergeben könne. England sei golz auf ihren heroischen Mut und unerschütterliche Humanität. Chamberlain sprach der Arbeit Mil- ners ferne Anerkennung aus und sagte, wenn der Friede proklamiert sei, so würde England bereits die Verwaltung in seinen .Händen fertig vorfinden. Er hoffe und glaube, die Stimmung des Parlaments, das binnen wenigen Taaen zusammentrete, werde auch die der Nation sein. Viel Geschrei und wenig Wolle' Etwas Verständiges hat Herr Chamverlain nicht vorgebracht. Man sucht in dieser ganzen Rede vergebens nach einem Worte, das ihn uno seine ganze Poütik nur im geringsten gerechtfertigt erscheinen läßt- Er giebt kaltlächelnd zu, „unbedacht" geredet zu haben, nimmt aber nichts zurück, im Gegentell beharrt er mit frechem Eigensinn auf dem einmal Gesagten, schon um der englischen Presse einen Gefallen zu thun, die nach der ersten Bülowschen Rede mit Erfolg den Versuch gemacht Hütte, die Gemüter aufzuregen durch die Behauptung, daß diese Rede nicht nur für Chamberlain, sondern für ganz England eine Beleidigung bedeute, und daß Schritte unternommen werden müßten, um für diese Beleidigung von Berlin aus eine Genngthuung zu erlangen- Schrieb doch sogar ein sonst gemäßigtes Matt: „Wir können nur hoffen, daß die deutsche Regierung eine möglichst schleunige und befriedigende Abbitte leisten wird" Und fast in der gesamten britischen Presse war auf die erste Rede des Grafen Bülow geantwortet worden mll dem Hinweis auf die Isolierung Deutschlands, die für uns geradezu tätlich sem würde, wenn wir auch das „Wohlwollen" Englands verscherzten- Hätte allerdings die englische Presse die Ausführungen des Kanzlers mit ruhigem Blute gelesen, so würde sie auch zu der Erkenntnis gelangt sein, daß er wohl Herrn Chamberlain ein kurzes, aber eindringliches Kolleg über politischen Takt gelesen habe, daß aber seine Rede nicht die geringste Andeutung einer feindseligen Stimmung gegen das englische Volk enthält- Man braucht in der That nicht das englische Volk zu hassen, wenn man Geschöpfe wie Rhodes, Milner und vor allem diesen Chamberlain, und zwar nach dieser letzten Rede mehr denn je gründlich verachtet; man kann trotzdem aber vor der zähen Energie einer Nation, die selbst für einen unheilvollen Krieg die schwersten Opfer bringt, einen gewissen Respekt besitzen, und man wird auch nach wie vor darauf Rücksicht zu nehmen haben, daß unsere Exportindustrie England in erster Linie nötig hat, wenn sie weiter lebensfähig bleiben will- Deutsches Deich. Berlin, 12. Jan. Der K a i1 e r harte gestern Marinevorträge. Am Nachmittag trafen der Großherzog und die Großherzogin von Oldenburg im Neuen Palais ein- — In seiner Neujahrsrede an die kommandierenden Generäle soll der Kaiser anerkannt haben, daß in Bezug auf das Duell seine Anordnung von Jahr zu Jahr mehr respektiert, werde, indessen sei Offizieren, die den Befehl ihres höchsten Vorgesetzten in normalem, wie betrunkenem Zustande nicht beachten, sondern aus eigene Faust ihre angegriffene Ehre zu reinigen suchen, neben strenger B e- strasung auch der Abschied sicher. Aus kaiserliche Gnade tollten sie nicht rechnen, da die höchste Pflicht des Offiziers der Gehorsam sei und bleiben werde- — Aus Anlaß des schweren Eisenbahnunglücks bei Altenbeken hat der Bundesrat in seiner letzten Sitzung verschärft Schutz- und Sicherheitsvor- schriften beschlossen- Die Einfahr-, Ausfahr- und Blocksignale müssen in der Ruhestellung „Halt "ziehen und dürfen m dieser Stellung von den Zügen, für die sie geilen, ohne besonderen Auftrag nicht überfahren werden- Sie sind nur für Ein-, Aus- und Durchfahrt zu öffnen- — Aus der preußisch en Einkommen steuerst atistik für 1901 teilt die „Voss- Ztg." mit, daß von dem Gesamtemkammen von 8 376 0a 7 778 Mk- 5 850 104 801 Mark auf die Städte und 2510 952 977 Mk- aus das Land entfallen- Der Rückgang des Durchschnittseinkommens ist in den Städten well stärker als aus dem Lande- Unter den Städten mit höchstem Durchschnittseinkommen stand bisher Franksurt a- M. obenan, das jetzt aber die erste Stelle an Bonn hat abgeben müssen. In Frankfurt a. M. war von 1898 zu 1899 das Durchschnittseinkommen von 4938 auf 5405 Mk- emporgeschnellt; im Jahre 1900 ging es aus 5368 Mk- zurück und im Jahre 1901 beträgt es nur noch 4790,6 Mk., ist also in einem Jahre um 577 Ml. oder 12 Prozent zurückgegangen, was wohl zum größten Teil aus die Geschästsstockung an der Börse zurückzusühren ist- Bonn, wo das Durchschnittseinkommen von 4263,2 auf 4964,9 Mk- gestiegen ist, hat zugleich mit Frankfurt a. M. auch Wiesbaden überholt, desien Durchschnitiseiutommen fast in demselben Maße wie das von Franlsurt a- M., nämlich von 4876,6 aus 4390,1 Mk- zurückgegangLu ist. Kiel, 11- Jan. Die feierliche Uebersührung der bei der Verteidigung der deutschen Gesandtschaft in Peking eroberten ch in e s i s ch e n Fahne sand heute nach- mittag {tat!-, Gras v. Sodew, führte die Fahneutompagnie griffenen kaiserlichen Renn-Yacht hat der Kaiser Anord- iiungen getroffen, die jenem Akte eine hervorragende Bedeutung verleihen. Zunächst soll die Nacht „Hohenzollern" nach New-York abdampfen, um der Tauffeierlichkeit bei- zuwohnen, dann soll aber auch Prinz Heinrich sich nach Amerika begaben, um dort als Vertreter seines kaiserlichen Bruders an dem Stapellauf teilzunehmen. Ein Depeschen wechsel zwischen dem Kaiser und Präsident Roosevelt kündigt diese Entschlüsse an. Das in englischer Sprache abgesaßte Telegramm des Kaisers lautet: „An den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Washington. Sehr dankbar ftir Ihre freundliche Zustimmung zur Vollziehung der Taushandlung beim Stapellaus meiner Nacht durch Miß Roosevelt, ist es mir eine große Freude, Ihnen anzukündigen, daß ich die Ueberfahrt meiner Yacht „Hohenzollern" und chre Anwesenheit bei der Feierlichkeit besohlen habe. Mein Bruder, Admiral Prinz Heinrich von Preußen, wird als mein Vertreter erscheinen, sich dort mit meiner Yacht treffen und wird Gelegenhell haben. Ihnen nochmals meine aufrichtigen Gefühle der Freundschaft für die Vereinigten Staaten und deren ausgezeichnetes Oberhaupt auszudrücken. Wilhelm." Hierauf ist folgende telegraphische Antwort des Präsidenten in deutscher Sprache eingegangen: „Euer Majestät Absicht, Ihre Yacht „Hohenzollern" herüber zu schicken, um beim Taufen Ihrer neuen Yacht durch meine Tochter anwesend zu sein, ist mir sehr erfreulich und befriedigend, und ich versichere Sie eines herzlichen Willkommens Ihres Bruders, Admirals Prinz Heinrich, dem ich dann das aufrichtige Gefühl meiner Hochachtung Eurer Majestät, sowie meine besten Wünsche für die Wohlfahrt des deutschen Volkes persönlich aussprechen werde. Theodor Roosevelt." Es versteht sich von selbst, daß die EntsendurH des Prinzen Heinrich nach Amerika, wenn sie auch unmittelbar durch eine private Angelegenheit des Kaisers veranlaßt ist, doch einen Vorgang von hervorragender politischer Bedeutung darstellt. Es ist bekannt, daß der Kaiser auf die Aufrechterhaltung guter, freundschaftlicher Beziehungen zu den Vereinigten Staaten größten Wert legt, und daß er keine Gelegenheit vorübergehen läßt, diese feine Gesinnungen auch öffentlich zu bethätigen. In Amerika fehlt es aber nicht an Elementen, die es sich angelegen fein lassen, durch Erfindung böswilliger und thörichter Geschichten Mißtrauen gegen Deutschland zu säen. Man kann auch leider nicht behaupten, daß diesen Bemühungen jeglicher Erfolg versagt geblieben sei. Erst kürzlich hat die Abrechnung, welche die deutsche Regierung mit dem Präsidenten von Venezuela vorzunehmen genötigt ist, wieder feindselige Preßerörterungen hervorgerufen. Man sucht die Amerikaner glauben zu machen, daß Deutschlands Absichten auf Festsetzung an llgend einem Punkte der süd- amerikanischen Küste gerichtet seien, daß also der heiligen Monroe-Doktrin Gefahr drohe. Vielleicht vermag der jetzt so ostentativ bekundete und ausgesprochene Entschluß des Kaisers, mit den Vereinigten Staaten die besten Beziehungen zu unterhalten, jenen Gerüchten ein für allemal den Boden zu entziehen. Die Mission des Prinzen Heinrich dürfte sich nicht auf ihren unmittelbaren Zweck beschränken. Hoffen wir,' daß sie in jeder Richtung die gewünschten Erfolge zeitigen, und zu dauernder Befestigung der Bande beitragen möge, bte das deutsche mll dem amerikanischen Volke verbinden. Die Abfahrt der „Hohenzollern" ist auf den 22. d. M. festgesetzt. Prinz Heinrich wird nach den bisherigen Dispositionen nicht diese kaiserliche Yacht, sondern vermutlich ein Schiff des Norddeutschen Lloyd zur Ueberfahrt nach Amerika benutzen. Der Stapellauf Der Renn-Yacht des Kaisers, die bei Townsend und Downey in New-York gebaut wird, dürfte gegen Ende Februar, wahrscheinlich am 26., stattfinden. In Kiel sowohl wie im Auslande, waren Gerüchte verbreitet, denen zufolge der Kronprinz vom Kaiser zu der Tauffellrlichkell entsandt werden würde. Diese Absicht hat aber, wie jetzt bestimmt versichert wird, niemals bestanden. Parlamentarisches aus Hessen. Das FinanA-Ministerium hat den Ständen eine vorläufige Ueberficht sämtlicher Rechnungs-Einnahmen und -Ausgaben aus der Frnanzperiode 1897/1900 überreicht- Die Vertretungen der Gemeinden Alsfeld, Grebenau, Schwarz, Bieben, Wallersdorf, Eulersdorf, Reimenrod und Udenhausen richteten an die Kammer das Ersuchen: „dem vorliegenden Staatsoertrag betreffend die Main-Neckarbahn als Vertragsbestimmung beizufügen, daß das preußische Eifenbahnministerium sich verpflichtet, die Eisenbahn- strecke Alsfeld — Grebenau — Niederaula in die preußisch-hessische Eisenbahn gern e in s ch a ft aufzunehmen und die nur 11 Kilometer lange preußische Strecke Landesgrenzebis Riede rau la zu erbauen- Eine Anfrage des Abg. Häusel betr. die Baumpflanzung auf öffentlichen Straßen und Plätzen geht dahin, ob bte Regierung beabsichtigt, den Landständen demnächst eine Gesetzesvorlage zu machen, durch welche die bei Anwendung der zur Zeit bestehenden Vorschriften öfters zu Tage • tretenden Zweifel über die einzuhallenden Abstände derartiger Pflanzungen von der Nachbargrenze beseitigt werden; außerdem, ob und in welchen Fällen Entschädigungs- Pflicht für die Eigentümer öffentlicher Straßen einzutreten hat- Weiter fragt Abg. Häusel an, ob die Regierung geneigt ist, mll einer Hagel-Versicherungsgefe llschaft Vertrag abzuschließen, wie dies in Baden und Württemberg der Fall ist, um den Versicherung suchenden Landwirten den Beitritt durch Ermäßigung der Prämien zu erleichtern- Ein Antrag der Abgg. Häusel und Genossen betrifft die Unterstützung armer Gemeind en au s Staatsmitteln zu Schulhausbauten- In der Begleitschrift wird u- a. ausgeführt: Gegenüber den Aufwendungen seitens des Staats für die höheren BildungS- anstallen, besonders an Baukosten erscheint der für Unterstützung bedürftiger Gemeinden zu Schulhausbauten unter Kapitel 41 Titel 6 mit 40 000 Mk- jährlich für sämtliche unterstützungsbedürftige Gemeinden des Landes viel zu gering- Die Antragsteller glauben, daß es nötig ist, daß seitens der Regierung demnächst Erhebungen iin Lande an gestellt und für das laufende Budget für 1902/03 statt 40 000 Mk-, 100000 Mk. bereitgestellt werden. 40 000 Mk. sollen nach dem Willen der Abgg- Häusel und Gen. allein dem Kreise Erbach zu Gute kommen- nttb übergab die Trophäe dem Admiral v- Köster, welcher sie im Namen des Kaisers an den Inspekteur des Bildungswesens der Marine Vizeadmiral v. Arnim zür Ueberw-eisung an das Marinemuseum übergab- — Der kleine Kreuzer „Gazelle" ist heute vormittag nach Venezuela in See gegangen. Elberfeld, 11. Jan .Die „Elberfeld. Ztg." bringt einen längeren Bericht über die unglaubliche Behandlung eines unschuldig Verdächtigten, die, wie wir bereits mitteilten, im preußischen Landtage zur Sprache kommen wird- Der Vertreter einer großen süddeutschen chemischen Fabrik, C- G. Kulenkampff, erhielt vor etwa zwei Monaten eine Vorladung vor die Kriminalpolizei, bei der es sich um Erkundigung nach einem von der Staatsanwaltschaft in Neu-Ruppin wegen verschiedener Betrügereien gesuchten Manne handelte, der indes Keulenkamp heißt und ein ganz anderes Aussehen hat- Trotzdem wurde K. am 2. Januar in seiner Wohnung, ohne daß auf seinen kranken Fuß Rücksicht genommen wurde, von zwei Kriminalbeamten auf einen Verhaftungsbefehl der Neuruppiner Staatsanwaltschaft hin festgenommen, zunächst nach dem Amtsgericht und von dort, nach kurzem Verhör durch den Amtsrichter Dr. Gerte, zum Gefängnis in Bendahl gebracht. Sowohl die die Verhaftung vollziehenden Polizeibeamten wie der Amtsrichter Dr. G., sollen davon überzeugt gewesen sein, daß er ittcht der Gesuchte sein könne. Im Gefängnis wurden Kulenkamps die Wertsachen abgenommen, dann zwang man ihn, im Waschraum sich zu entkleiden sowie Sträflingshemd und Strümpfe anzuziehen, und sperrte ihn mit vier bereits verurteilten Sträflingen zusammen ut eine sogenannte Zugangszelle. Bei diesen Vorgängen sollen die Bitten des K., Rücksicht auf seinen kranken Fuß zu nehmen, nur dem Spott der Unterbeamten begegnet sein- Nach verschiedenen anderen unerquicklichen Prozeduren wurde K- endlich um 7 Uhr abends entlassen, nachdem sein Alibi für die Neuruppiner Strafthaten .durch ein Telegramm seiner süddeutschen Firma festgestellt worden war. München, 12- Jan. Der Justizminister erklärte im Ausschuß der Reichsratskammer: Es sei nicht richjtig, wenn gesagt würde, daß jüdische Richter nur in größeren Städten angestellt wurden- Bei der Justizverwaltung sei schon seit längerer Zeit darauf Bedacht genommen, jüdische Richter auch auf dem Land unterzubrcngen. Wo es geschehen sei, seien noch keine Klagen laut geworden- Auch habe er von keiner Seite gehört, daß man Anstoß genommen habe- Man habe jetzt unter etwa 2400 Justizbeamken 51 Juden, was einem Prozentsatz von 2,8 entspreche- Würde man in Zukunft nach dem m der Kammer der Abgeordneten gefaßten Beschluß bei Anstellung jüdischer Richter verfahren, also Israeliten nur im Verhältnis der Zähl ihrer Glaubensgenossen zur Gesamtbevölterung verwenden, so könnten in den nächsten 10 bis 12 Jahren keine Juden mehr Anstellung finden- Er wolle noch bemerken, daß die jüdischen Staatsdienstaspiranten in der Regel sehr tüchtig und daß sie ausnahmslos mit sehr guten Zeugnissen und Roten versehen seien- Sie seien sehr brauchbar und besondere Klagen habe er über sie niemals vernommen. Unter diesen Umständen glaube er, daß vielleicht der Ausschuß der Kammer der Reichsräte empfehlen könnte, im Hinblick auf die Erklärung des Staatsministers in der Kammer der Abgeordneten vom 29. November über den Antrag Dr- Heim zur Tagesordnung überzugehen. Dies geschah dann auch. Ausland. Krakau, 11. Jan. Der Redakteur des nationalpolnischen Blattes „Polak" Namens W o j n a k wurde durch Beschluß des Offizier - Ehrenrates der Offiziers- Charge für verlustig erklärt, weil er als national-polnischer Agitator sich nach Rußland begeben und dort verbotene Schriften verbreitet hat, wobei er mit den russischen Behörden in Konflikt geriet. Lemberg, 12. Jan. Hier findet demnächst eine Konferenz angesehener Persönlichkeiten statt, in welcher der Beschluß gefaßt werden soll, in Lemberg und anderen Städten Galiziens Vereine zur Einleitung einer größeren Aktion gegen d a s D u e l l zu gründen. Triest, 12. Jan. Die hier wohnhaften, Buchdruckergehilfe Anton Giraldi, Handlungskommis Humbert Cosetti und Studeni Humbert Pittony wurden wegen anarchistischer Propaganda verhaftet. Alle drei sind geständig. Peking, 12. Jan. Ein sehr kostspieliges Vergnügen ist für die Unterthanen des Sohnes des Himmels die Reise des kaiserlichen Hofes nach Peking gewesen. Trotz der vor kurzem veröffentlichten kaiserlichen Willenskundgebung über Vereinfachungen und Ersparnisse in der Staatsverwaltung, hat die Rückreise des Hofes wegen des riesigen Gefolges für weite Gebiete schwere Schädigungen zur Folge gehabt, namentlich durch die von den Eunuchen verübten räuberischen Erpressungen. In Tschili erpreßten btc Eunuchen 100.000, in Honau 250 000 Taels. Die der Provinz Tschili durch den Unterhalt des Hofes verursachten Kosten werden auf drei Millionen Taels geschätzt: die anderen Provinzen hatten noch höhere Kosten, da Tschili sich durch seine Eisenbahnen in günstigerer Lage befand. Die Kosten für die im Triumph erfolgte Rückkehr des Hofes würden genügen, um für ein Jahr den Zinsendienst de^ von China zu. zahlenden Entschädigungssumme zu — Dem Vernehmen nach werden die Gesandten m einigen Tagen in Audienz empfangen werden. In dieser Zeit würden wahrscheinlich die Schwierigkeiten in befriedigender Weise behoben sein, die durch die Weigerung des französischen Gesandten Beau, sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen, ent* Itanöen sind. Das Vorgehen Beau's ist in der Absicht geichehe^ das französissche Protektorat über die katho- liichen Missionen, in Verbindung mit der vor kurzem erfolgten Ermordung von zwei Missionaren in Kansu und der noch nicht geregelten Frage des Missionswesens tn der Mandschurei, zu vertreten. Aus Stadt und Lauö. Nachrichten von allgemeinem Interesse finö uns stets willkommen und werden angemessen honoriert. Gießen, den 13. Januar 1902. " Der Finanz-Ausschuß der 2. Kammer hat am Samstag ieme Beratungen abgebrochen und wird sie am Mittwoch in Gemeinschaft mit den Regierungsvertretern fortsetzen. __ Es wurden allerdings Stimmen gegen eine Steuererhöhung aut, doch kam es nicht zu Beschlüssen. Der 2. Gesetzqeb- mgsausschuß wird am Dienstag unter dem Vorsitz des Herrn Brentano feine Beratungen wieder beginnen. * * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtver- MLe^r^-BersLmmilung Donnerstag den 16. Januar, nachmittags 23/* Uhr pünktlich. 1. Diensteinführung und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten. 2. Mitteilungen. 3. Auslosung von Schuldverschreibungen des 1896er Anlehens zur Rückzahlung. 4. Baugesuch des W. Nachtigall für die Weserstraße; hier: Dispens. 5. Desgl. der Firma Klein u. Dömling für die Crednerstraße. 6. Ausbau der Straße „Wetzlarer Weg". 7. Verbreiterung der Rodheimerstraße. 8. Verwertung von Gelände am Alten Steinweg. 9. Gesuch des PH. Pfeffer 111. von Annerod um Ueberlassung eines Lagerplatzes an der Steinrutsche. 10. Dekre- tur von Kostenrechnungen. 11. Herstellung eines Verbindungsweges zwischen Bahnhofstraße und Hammstraße. 12. Die Straßenbeleuchtung; hier: der Landgrafenstraße und der Wall- thorstraße nächst der Abzweigung am Asterweg. 13. Wirt- schastsplan für die Waldungen der Stadt Gießen für 1902/03. 14. Antrag auf Versteigerung des Brennholzes in größeren Mengen. 15. Festsetzung der Coakspreise. 16. Die Städteausstellung in Dresden im Jahre 1903. — Auf Anordnung des Kreisamts ftndet um 3 Uhr nachmittags die Wahl von vier Kreistagsmitgliedern durch den Stadtvorstand statt. Es scheiden aus die Mitglieder des Kreistages: Beigeordneter Georgi und Stadtverordneter Dr. Schäfer, die aber beide wieder wählbar sind. Erledigt und durch Neuwahlen zu ergänzen sind die beiden Mandate zum Kreistag, die als Oberbürgermeister Finanzminister Gnauth und der verstorbene Stadtverordnete Scheel innehatten. ** Rotstaudsarbeiten. An den Notstandsarbeiten haben sich in der vergangenen Woche in unserer Stadt 75 teils jüngere teils ältere Personen beteiligt. Die Löhne bewegen sich zwischen 18 und 25 Pfg. pro Stunde bei einer Arbeitszeit von täglich 8 Stunden. Täglich bleiben von den Leuten einige fort, andere kommen hinzu und zwar so, daß die Gesamtzahl der Arbeiter, welche beschäftigt sein wollten, von Tag zu Tag langsam zunahm. Ein großer Prozentsatz der Leute besteht aus Handwerkern, nur ganz wenige sind mi: Erdarbeiten, womit man die Arbeitslosen beschäftigt, vertraut. Beschäftigt werden diese Arbeiter bei der in der Ausführung begriffenen Verbreiterung der Rodheimerstraße, zur Planierung und Ausbesserung der alten Marburgerstraße, zu Erd- und Planierungsarbeiten auf dem neuen Friedhof und an der Roonstraße, wo vor dem Ausbau der Straße der wertvolle Mutterboden abgehoben wird. Es wird auf allen vier Arbeitsstellen von morgens halb acht bis abends 5 Uhr mi einer halben Stunde Frühstück- und einer Stunde Mittagspause gearbeitet. Wer ohne Voreingenommenheit diese sogenannten Notstandsarbeiter bei ihrer Hantierung beobachtet, wird ja wahrnehmen, daß er Menschen vor sich hat, die mit Hacke und Schippe umzugehen nicht gewohnt sind, man muß aber anerkennen, daß mit geringen Ausnahmen jeder bestreb ist, für den kargen Lohn auch wirklich zu schaffen. Nur ganz vereinzelt hat man den Eindruck, als wenn unter den Männern sich sogenannte Drückeberger befinden, und diesen fitzen, wie man sich überzeugen kann, die Vorarbeiter gehörig auf dem Nacken. Man muß sagen, daß bei der Anstellung der Arbeiter an den einzelnen Arbeiterstellen human verfahren wird, und zwar in der Weise, daß man schwächlicheren leichtere Arbeit und stärkeren Personen die schwereren Arbeiten auszuführen überträgt. Es wird uns übrigens mitgeteilt, daß die Zahl der Arbeiter, die bei den Notstandsarbeiten Beschäftigung suchen, tn unserer Stadt wohl vorerst noch steigen dürfte. Doch wird eine größere Anzahl bei den Arbeiten für den Bahnhofsumbau, mit denen noch im Laufe dieses Monats begonnen werden wird, Beschäftigung finden. ** Radaubrüder. Zwei hiesige rauflustige junge Burschen tarnen in der Nacht vom Freitag zum Samstag, mit dicken Knütteln bewaffnet, in ein Wirtschaftslokal in der Bahnhof- traße. Sie wurden wegen ihres rüpelhaften Benehmens vom Wirt aus dem Lokale gewiesen. Auf der Straße verursachten ie ruhestörenden Lärm und schlugen mit ihren Knüppeln gegen die Thüre des Lokals. Dann begaben sie sich in die Westanlage, wo sie ohne Veranlassung Passanten belästigten. Beim Erscheinen der Polizet ergriffen sie die Flucht. Sie wurden jedoch erkannt und zur Anzeige gebracht. — In der Nacht vom Samstag zum Sonntag kam es in der Bahnhof- traße zwischen jungen Leuten zu einer Schlägerei, wobei Körperverletzungen oorkamen. Anzeige ist erhoben. — In der- elben Nacht wurden auf dem Marktplatze zwei Studenten von vier bekannten Raufbolden von hier angerempelt und geschlagen. Die Thäter wurden ermittelt und zur Anzeige gebracht. Unfug. In der Brandgaffe mürbe an einem Wirtschaftslokale eine große Glasscheibe zertrümmert. Die Per- 'onalien des Thäters wurden alsbald festgestellt und er selbst wegen Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht. — Aehnliche Dummejungenstreiche wurden in der Sonnenstraße verübt, wo Fensterscheiben zertrümmert wurden, und in der Alieestraße, wo ein Firmenschild krumm gebogen wurde, desgleichen in der Ludwigstraße, wo an verschiedenen Häusern die Druckknöpfe der elekrischen Leitungen gewaltsam abgerissen mürben. ** Ruhestörer. Gestern früh verursachten mehrere Studenten auf dem Kreuzplatze einen derartigen Lärm, daß die Anwohner erheblich dadurch belästigt wurden. Die Ruhe- törer wurden an Ort und Stelle arretiert und zur Anzeige gebracht. — Gestern abend fuhr eine Anzahl Studenten in einem Wagen durch die Stadt, wobei sie m verschiedenen Straßen großen Radau machten. Da sie trotz zweimaliger Verwarnung der Schlitzleute, die sie zur Ruhe aufforderten, ortfuhren zu lärmen, mürben sie ausgeschrieben. — Desgleichen würben in ber vergangenen Nacht mehrere Stubenten wegen Ruhestörung am Seltersthor notiert. Dec 1. Preis der Darmstädter Künstlerkolonie-Lotterie im Werte von Mk. 10 000 ist einem Darmstädter Kollekteur zugefallen, dem über 1000 Lose unverkauft liegen blieben. Der Gewinn, eine Wohnungseinrichtung in- modernem Style, ist in einem Laden in Darmstadt zum Verkaufe ausgestellt; doch behaupten Sachverständige, daß kaum die Hälfte des Gewinn-Ansatzes zu erreichen fein wird. Aus dem Theaterbureau. Arn Dienstag wird Brieux' effektvolles Schauspiel „Die rote Robe", welches vor acht Tagen mt Theaterverein mit großem Erfolge zur Aufführung gelangte, wiederholt. Den „Mouzand" spielte diesmal Herr Schneider. Diese Voritellung findet der hohen Honorarkosten wegen bei erhöhten Preisen statt. Abonnementsbillets haben mit Zuzahlung Gültigkeit. Hessische Landeö-Lottene. Al^LiechunLZtage für- die demnächst beginnende 6. Kläffe der 4. Großh. Hess. Lcmdesloiterie sind nunmehr festgesetzt der 24., 25., 28., 29., 30 und 31. Januar, sowie der 1. und der 4. Februar. Der Losabsatz ist fortwährend gut. * * Die höheren Bürgerschulen des Großherzogtums Hessen. In Hessen giebt es gegenwärtig 29 höhere Bürgerschulen mit staatlicher Unterstützung. Neu errichtet wurden solche in Schlitz in Oberhessen und in Groß-Biberau im Odenwald. Die höhere Bürgerschule zu Reichelsheim in der Wetterau wirb am 1. April eingehen. * * Schon wieder ein Frühlingsbote. Heute vormittag brachte uns ein Leser unseres Blattes ein Schächtelchen auf die Redaktion. Ws wir es öffneten, entflog ihm ein Schmetterling, und zwar ein Kohlweißling, der lustig in unseren Redaktionsräumen umherflatterte. Wie uns der Ueberbringer mitteilte, hat er das Tierchen in der Mhe der hohen Warte auf einem Strauch sitzend gefunden. * * Revision. In der Sache der aus Stammheint gebürtigen Witwe Schneider und deren Sohn August wegen Mordes, deren Freisprechung durch die Geschworenen s. Zt. allgemeine Sensation hervorgerufen hat, steht am 20. Januar vor dem Reichsgericht Termin an. Staatsanwalt Zimmermann hatte gegen das Urteil Revision eingelegt, und die Aushebung desselben besonders damit begründet, daß der Ersatz-Geschworene bei der Zurückziehung der Geschworenen zur Urteilsberatung mit in deren Beratungszimmer eingetreten sei. (Er that dies, um seinen Hut zu holen, da er sofort abreisen wollte.) x Klein Linden, 13. Jan. Unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen Bewohner brachte man heute den Schlosser Philipp Jung zur letzten Ruhe. Ein schrecklicher Unglücksfall hat seinem Leben ein plötzliches Ende gemacht. Der Verunglückte, der von hier gebürtig ist, war als Maschinen- Schlosser auf dem Hüttenwerk zu Wetzlar thätig. Am Freitag verunglückte er bei der Arbeit derart, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Gestern wurde die Leiche nach Klein-Linden übergeführt. Der Verstorbene ist kaum 25 Jahre alt, und hinterläßt eine Frau und ein Kind. Er galt als ein ge- ivifsenhafter Arbeiter. ]?[ Lang-Göns, 11. Jan. Gestern Abend fand hier eine vom Bund der Landwirte einberufene Versammlung statt, in der das Mitglied des Bundes, der Landwirt Klein sprach. Er erntete aber keinen Beifall und gewann auch keine Mitglieder. Hier besteht eine Ortsgruppe des hessischen Bauernbundes, die 130 Mitglieder zählt. — Ein hiesiger Landwirt Konr. Wilh. Müller fand auf feinem Felde dieser Tage lebende Maikäfer. u Mendorf a. d. Lahn, 12. Jan. Der hiesige Kriegerverein hielt gestern seine Jahresversammlung ab. Nach Erledigung der Tagesordnung, die mit einem Hoch auf den Kaiser und unseren Landesfürsten geschlossen wurde, brachte der Vorsitzende auch die Burenfrage in Erwähnung. Es wurde eine Sammlung veranstaltet, an der sich auch einige Mitglieder des hiesigen Gesangvereins beteiligten und die Summe von 7 Mk. 70 Pfg. ergab. + Griedel, 12. Jan. Hier ist die Tochter des Lehrers Meyer vor Schreck über den plötzlichen Tod ihrer Mutter so schwer erkrankt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. + Lich, 11. Jan. Gestern waren es 25 Jahre, daß der Stiftsdechant Klingelhöffer hier seine Thätigkeit als Pfarrer begann. Leider war der Tag des Jubiläums zu spät bekannt geworden, sodaß eine der Beliebtheit des Jubilars angemessene Feier nicht mehr veranstaltet werden konnte. Am Nachmittag sprach der Kirchenvorstand dem Jubilar seine Glückwünsche aus, und am Abend brachte der Cäcilienverein dem verehrten Geistlichen ein Ständchen, wobei der Vorsitzende Schmidt eine Ansprache hielt. § Butzbach, 12. Jan. Gegenwärtig kommt in unseren Schulen eine größe Anzahl von Exeniplaren des deutschen Tierschutzkalenders für 1902 als Geschenk des Butzbacher Tierschutzvereins zur Verteilung. st. Butzbach, 11. Jan. In einer der letzten Gemeinderatssitzungen wurde beschlossen, daß Butzbach zu den Kosten der projektierten Bahn Butzbach-Lich eine Summe von 200 000 Mk beisteuert. Im Lustgarten wird gegenüber dem Exerzierhaus ein Wohnhaus für verheiratete Unteroffiziere gebaut. Bereits erheben sich die Grundmauern, mit denen wegen des weichen Bodens mehrere Meter tief gegangen werden mußte, über den Boden. Der stattliche Bau dürfte im Herbst bezogen werden können. — Die Vorbereitungen für den vom Turnverein geplanten Maskenball schreiten rüstig fort. Das Fest soll in Gestalt einer Bauew- kirmes mit den dabei vorkommenden Vergnügungen durchgeführt werden. — Das neue Realschulgebäude ist nunmehr fertig unter Doch gebracht. Das Gebäude macht einen imposanten Eindruck. A. Ober-Schmitten bei Nidda, 12. Jan. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich heute Morgen auf der hiesigen Staffel'schen Papierfabrik, indem ein daselbst beschäftigter Arbeiter in den Siedekessel fiel. Der Bedauernswerte wurde am ganzen Körper schwer verbrüht, und es ist zweifelhaft, ob er mit dem Leben davon kommt. Am Nachniittag wurde der Verletzte in die Klinik nach Gießen verbracht. Groß-Zimmcrn, 11. Jan. Dem fahrenden Publikum bietet sich auf der Bahnstrecke zwischen hier und Dieburg ein, ür diese Zeit wenigstens ungewöhnlicher Anblick, nämlich ein großer, noch vollständig bestandener Kartoffelacker. Die Kartoffeln sind von der vortrefflichen Sorte der magnum bonuni, noch größtenteils gesund und brauchbar, allein noch niemand übte fein Eigentumsrecht bis jetzt aus. 8. Darmstadt, 12. Jan. Heute Abend gegen 6 Uhr brach auf dem Großh. Hofmeiereigut Kranichstein, das dem Großh. Jagdschlösse benachbart ist, Feuer aus. Es brannten ein großer hölzerner Schuppen, in dem Futtervorräte lagerten, oroie eine 25 — 30 Meter breite, massiv in Stein ausgeführte Scheune mit Stall nieder, in deren unteren Räumen 15 Kühe untergebracht waren; die Scheune war mit Stroh, Heu :c. gefüllt. Die Kühe konnten gerettet werden, während die ge- amten Vorräte im Werte von nahezu 10 000 Mk. ein Raub der Flammen wurden. Die rasch herbeigeeilte Feuerwehr konnte nur das Feuer auf feinen Herd beschränken und die Nachbar- gebäude, die ausgeräumt wurden, schützen. Dieselbe Scheune ist im Jahre 1893 schon einmal abgebrannt. Man vermutet Brandstiftung, da beide Gebäude gleichzeitig in Brand gerieten. — Ein unverheirateter Herr in angenehmer Stellung, der von einer allerdings nicht im besten-Rufe stehendem Dame aus seinem Bureau besucht wurde, soll, von der Liebenswürdigkeit der Besucherin hingerissen, sich soweit vergessen haben, daß die Dame große Kosten verursachende heikle ?ln- sorüche an ihn geltend macht. Auch ist Anzeige wegen Außerachtlassung der seinem Berufe schuldigen Pflichten gegen den Herrn erfolgt, und so dürste der Vorfall ein für diesen unangenehmes Nachspiel haben. — Wie uns versichert wird, wird der hiesige Stadt-Kommandant, General-Major v. Tamm demnächst in den wohlverdienten Ruhestand treten. Sein Nachfolger soll ein hessischer Offizier werden. Mainz, 10. Jan. Wir berichteten gestern von der Zugentgleisung zwischen Raunheim und Kelsterbach. Die Passagiere wurden von dem Luxuszug 9 Uhr 5 Min. ab Frankfurt aufgenommen und hierher befördert. Hierbei ereignete sich nun, dem „Mainzer Anz." zufolge, das folgende echt Lureaukratische Stückchen, daß nämlich den betr. Passagieren von dem Personal des Luxuszugs 90 Pfg. Zuschlagsgebühr abgefordert wurden. Tic Passagiere verweigerten natürlich die Zahlung der Zuschlagsgebühr, da sie nicht frei» willig den Luxuszug benutzten. Frankfurt a. M., 12. Jan. Die in den letzten Tagen hier stattgehabten Ansammlungen Arbeitsloser haben den Regierungspräsidenten veranlaßt, mit dem Polizeipräsidium und dem Magistrat persönlich über die zur Vermeidung von Wiederholungen ähnlicher Vorkommnisse zu ergreifenden Maßnahmen zu konferieren. Es ist Vorkehrung getroffen, daß seitens der Exekutivpolizei alle Ansammlungen auf das energischste von vornherein unterdrückt werden; seitens der städtischen Behörden wird für Beschaffung regelmäßiger und vermehrter Arbeitsgelegenheit weiter gesorgt werden. fc. Frankfurt a. M., 12. Jan. (Telephon-Meld, des „Gieß. Anz.") Gestern frül) wurde in einem Uhrladen auf der Neuen Zeil eingebrochen. Durch die elektrische Allarmglocke erhielt die Inhaberin von dem Einbruch Wind. Sie ries um Hilfe und vertrat den Dieben den Weg, chnen einen geladenen Revolver vorhaltend. Zwei Schutzleute eilten herbei und nahmen die Diebe, einen Schlosser und einen Schreiner fest. Die beiden hatten für etwa 1000 Mark gestohlene Uhren in ihren Stiesel- schasten verborgen. Fran kfürt a. M., 11. Jan. Heute kam es an beiden Enden der Schnurgasse zu einer stärkeren Ansammlung Arbeitsloser, die durch eine größere Anzahl Schutzleute, ohne daß die Menge Widerstand leistete, bald- zerstreut wurde. Auch sonst wurde die Ruhe dank den von der Polizei getroffenen umfassenden Maßnahmen nirgends gestört. fc. Hanau, 12. Jan. Vor einiger Zeit wurde von der hiesigen Polizei die Rezitation des Dramas „Die größte Sünde" von Otto Ernst verboten. Auf die Beschwerde des Vereins Prometheus, der die Rezitation s. Z. veranstalten wollte, traf nun vom RegierungssiräsÜrenten in Kassel die Antwort ein, daß er die bezügliche Verfügung des hiesigen Polizeidirektors nicht für gerechtfertigt erachten könne. Die Verfügung beruhe auf einer Verkettung bedauerlicher Zufälligkeiten, deren Wiederkehr vorgebeugt sei. Die Rezitation des Dramas soll nun Mitte Februar stattfinden. Vermischtes. * München, 12. Jan. Dr. Si g l hinterließ etwas über 300 000 Mk. * Paris, 12. Jan. Der Marineleutuant D e r a i s o n hatte heute wiederum infolge der Berröffentlichung seiner Broschüre „Mes Maritimes" ein Duell mit dem Leutnant Pidal vom 112. Linien-Regiment. — Gestern abend fand eine große Protestversammlung gegen die Verurteilung des Kindesmörders Briöre statt. * Tourcoing, 10. Jan. Die Maschine des heute früh 7 Uhr aus Belgien auf dem hiesigen Bahnhofe eingelaufenen Zuges wurde von der Zollbehörde beschlagnahmt. Man fand nämlich unter den Kohlen der Maschine 100 KilogrammTabakversteckt, welche vom Maschinisten und Heizer eingeschmuggelt werden sollten- Beide wurden verhaftet und die Maschine zurückbehalten. * ® en ebig, 10. Jan. Der Hauptmann Succi, ein Bruder des bekannten Hungerkünstlers, hatte ein Duell mit dem Baron Daffalo- Taffalo wurde am Halse und Succi am Kopfe verletzt- Die Veranlassung zu dem Duell war eine Differenz über eine Adelsfrage. ♦ Graz, 11. Jan. Der Artiller i eh auptmcrnn Beranck stürzte beim Remontereiten vom Pferde und brach das Genick- Der Tod trat sofort ein. * Budapest, 11. Jan. Der Ohrenarzt Dr. Th o m ka, welchem kürzlich mittels Einbruchs über eine Viertelmillion Kronen Wertpapiere gestohlen wurden, stürzte sich aus dem vierten Stockwerk auf die Straße und blieb sofort tot * Petersburg, 13- Jan. Beim Brand e eines hölzernen Hauses in der letzten Nacht kamen zwölf Menschen um; zwanzig Personen erlitten Brandwunden- * Neue Eisenbahnunfälle. Auf der Strecke Witten-Langendreer der Märkischen Straßenbahngesellschaft stürzte am 11- d. M. ein Wagen um. Non den Passagieren des Wagens sind drei schwer, die übrigen leicht verletzt worden- — Ein Materialzug stürzte am 12- d. M., wie aus der süditalischen Stadt Brindisi gemeldet wird, in den EillareYsbach- Ter Zug führte etwa 20 Arbeiter und Material zur Wiederherstellung der vor einem Monat eingestürzten Brücke über den Bach mit sich- Bis heute nachmittag sind vier Tote und neun schwerverletzte festgestellt worden. Ter Maschinist des Zuges ist flüchtig geworden, der Heizer wurde verhaftet-______ Kittrratur, Wissenschaft und Kunst. — Ein Neubau des Hofthcaters in Darmstadt. Wiener Blättern wird aus Darmstadt berichtet: Vor Kurzem wurde der Wiener Theaterarchitekt Baurat Helmer zum Großherzog von Hessen berufen, um mit demselben über den Plan einer Rekonstruktion des hiesigen im Jahre 1b'8 erbauten Hoflheaters, das sich als unzureichend erwiesen har zu konferieren. Baurat Helmer hielt dem Großherzog über die Angelegenheit eingehenden Vortrag, doch konnte derselbe sich nicht alsogleich entschließen, weil es sich um einen Kostenaufwand von 900,000 Mk. handelt, zu dem das Land 600000 Mk. beizutragen hätte. Nach der Entscheidung der Kammer über diese Beilragsleistung wird der Großherzog den Umbau des Hostbeaters beschließen. — Dem Bildhauer Magnussen ist der Auftrag zu Teil geworden, die drei Meter hohe Statue des Jenenser Prof. Ernst Häckel für ein Denkmal zu schaffen, das zu Lebzetten des Ge- lchrlen nach der Natur qearbettet werden soll, aber ersl nach dem Tode enthüllt wird. Ein Verehrer des großen Forschers hat 60000 All. für das Werk ausgesetzt, das vor dem zoologischen Institut zu Jena, Häckels vierzigiähriger Arbeitsstätte, errichtet werden wird. — Pater Jacob em nachgelaffenes Doirsstück mtt Gesang m fünf Akten von Earl Morre (dem Verfasser des „Nullere") vollendet von Leo Harand, gelangt demnächst zur Versendung an die deutschen Büsnen. Tas e>tüc£ hatte kürzlich in Wien starken Erfolg. — Wilhelm Mcycr-Förstcrs „Tltt-Hcidclberg" erzielte bei wicksamer Jnscenierung durch Tr. Rauch einen glänzenden er Verein für wissenschaftliche Heilkunde in Königsberg, dessen Mitbegründer Helmholtz gewesen ist, hat die Universitätsprofessoren DDr. Goltz- Straßburg, Langendorff-Rostock, v. Leyden-Berlin und Vossius-Gießen zu Ehrenmitgliedern ernannt Kandwirlfchast. — Das Baccelli'schc Heilverfahren gegen Maul- und Klauenseuche. Tie „Tarmst. Ztg." enthält einen längeren Aussatz amtlichen Charakters, in dem die Ergebnisse der Anwendung des Baccellischen Heilverfahrens bei an Maul- und Klauenseuche erkranktem Rindvieh im Großherzogtum Hessen während des Monats Dezember 1901 geschildert werden. Der Artikel kommt zu folgendem Schluß: Was den Einfluß des Baccellischen Heilverfahrens auf den Verlaus der Erkrankungen von Rindern an Maul- uiid Klauenseuche betrifft, so genügen die Beobachtungen, welche hier gemacht morden sind, nicht für einen sicheren Schluß. Tie Ergebnisse der verhältnismäßig wenigen Fälle, welche hier erwähm sind, haben jedoch gezeigt, daß die Anwendung des Baccellischen Verfahrens auf die bei dem diesmaligen Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Hessen beobachtete Sterblichkettsziffer einen merkbar günstigen Emsiuß nicht ausgeübt hat. Aus Berlin wird geschrieben: Die Unterdrückung derMaul- und Klauenseuche, die ja unendlich vil Soden angerichtet hat, ist der preußischen Regierunng immer noch nicht gelungen; auch die Untersuchungen über die Seuche selbst sind infolge der Schwierigkeiten und Langwierigkeiten der zu prüfenden Untersuchungsmethoden noch nicht zum Abschluß gelangt. Die bisher aber durch die Untersuchungen gezeitigten Resultate sind durchaus günstig, und die Regierung hat die Hoffnung, daß es gelingen wird, auch für Rinder ein wirksames und, praktisch durchsührberes Jmmunisierungsverfahren zu finden. Markte. Grünberg, 12. Januar. Frachtmarkt (DurchschnAS» preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.16 bis 16.25 Mk., Korn 13.50 bis 00.00 All., Gerste 13.24 bis 00.00 Mk., Hafer 13.78 bis 15,00 Mt, Erbsen 15.66 bis 00.00 Mk., Linsen 00.00 Alk., Lein 00.00 Mk., Wicke» 00.00 Mk., Samen 00.00 All., Kartoffeln 0.00 bis 0.00 Ack. fc. Frankfurt a. M., 13. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Skalierungen der heutigen Fruchtmarktpreise.' Weizen Alk. 16.50—16.75, Kurhessischer Alk. 16.75—17.00, La Plata Alk. 17.75—18.00, Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiges Mk. 14.25—00.00, Gersle (Wetterauer) Mk. 15.75—16.50, Kleie Mk. 00.00—00.00, Haser Alk. 14.50—15.75, Mais Alk. 00.00 bis Mk. 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.00—25.50, 2. Qualität Mk. 23.00 bis Alk. 23.50, 3. Qualität Alk. 21.00—21.50, Roggenmehl 0 Alk. 22.00—22.50. 1. Qualität Mk. 20.75—21.00, Weizenkleie Alt 8.50 bis Alt 00.00, Roggeiikleie Alk. 9.50—0.00, Maiskcime Alk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. io. Frankfurt a. M., 13. Januar. (Telegr. Orig.-Bericht deS „Gieß. Am/). Amtliche Notierungen der heutigen Biehmarkt^ preise. Zum Verkaufe standen 412 Ochsen, darunter 123 auS Oesterreich, 48 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 928 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 332 Kälber, 325 Schafe und dämmet, 1411 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht. Ochsen 1. Qualität 67—69 Alk^ 2. Qual. 59—63 Alk., 3. Qual. 53—56 Mk.; Bullen l.Qual. 53 bi» 55 Ack., 2. Quall 48—50 Akk.; Kühe 1. Qual. 58—60 Mk., 2. Qual« 55—57 Mk., 3. Quoll 43—45 Ack, 4. Quall 32—34 Mk., 5. Quoll 30—31 Ack. Kälber: 1. Qualität78—80Pfg.,Lebendgewicht 46—48 PÖ 2. Quoll 71—73 Psg., Lebendgewicht 42—44 Pfg^ 3. Quoll Schlochb- gewicht 60—66 Pfg., Schafe: 1. Quall Schlachtgewicht 56—58 Psg^ 2. Quall 46—48 P(g., 3. Qual. 40—44 Pfg.; Schweine L CLuaL 68 Psg„ Lebendgewicht 54—00 Psg., 2. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 53 Pfg., 3. Quall 58 bis 60 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gedrückt, bei Kleinvieh gut Markt: geräumt. Ueberstand sehr bedeutend. Evangelische Gemeinde. Montag den 13. Januar, abends 8 Uhr, Bibel st unbe inr Konfirmandensaale der Johanneskirche. Abschiedsworte des Herrn; von Ev. Johannes Kap. 13, Vers 33 an, der den Jüngern bevorstehende Trennungsschmerz und ihr Trost Pfarrer Dr. Naumann. , Neueste Welöungen. Gerichtssaall Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Frankfurt a. M., 13. Jan. Auch für die nächsten Tagt Telephonischer Kursbericht Tendenz: fest 101.45 90.40 101.60 90.30 99.80 372% 3% 3 y.’/o 3% 31/2% 102.70 100.30 100.30 100.80 40.40 26.95 27.35 105.80 42.30 daß viele umkehren mußten, besteht hauptsächlich auä Kaufleuten, Arbeitern der intelligenteren Berufe und Lehrern., Berlin, 13. Jan. Wegen gemeinschaftlichen Land- Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . zogen blaut und teilten nach allen Seiten Hiebe aus. Nach längerem Widerstande wurde die Menge von der ver- stärtten Schutzmannschaft zersprengt und auseinandergetrieben. 15 Personen wurden festgenommen, 7 davon wieder entlassen. Der ungeheure nächtliche Lärm rief große Auf- reguug hervor. Berlin, 13. Jan. Gestern mittag wurde int Bürger^ » Soä hto f r»i » CS n rfi f rfvir f ßtöffußt, Das Publikum, das sich in so großer Zahl eingefunden hatte, int Duell erschossen hat) wurde unter Annahme mildernder Umstände zu zwei Jahren drei Monaten Festungshaft mtd Hauptmann v. Seebach ebenfalls unter Annahme mildernder Umstände zu 14 Tagen Festungshaft verurteilt. I S'Vq Mexikaner । 4Vs A Chinesen I Electric. 8c> ackert , Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresd- ner Bank . Beniner Handelsges Oesterr. Staatobahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . find von der Polizei die strengsten Vorkehrungen getroffen, um Straßeudemonstrationcn zu verhindern. Sollten fie fich wieder- holen, so wird die Ausgabe der kostenlosen Stellungsnachweise des „Franks. Gen »Anz", zu deren Empfangnahme fich die Arbeitsloseo täglich auf dem Roßmarkt ausammeln, verboten werden. Wilhelmshaven, 13. Jan. Die Kaiseryacht ,Hohem zoll er n tritt am nächsten Samstag ihre Reise nach Ame» rika au. Au der Fahrt uimmt das Mufikkorps der zweite« Matrosendivifiou teil. Bremen, 13. Jan. Die Rettungsstation Cuxhafen der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert unter dem 2L Januar. Von dem auf der Robbenglate gestrandeten deutschen Dampfer „Sekundant", Kapitän Eisen- Hardt, wurden 3 Personen durch das Rettungsboot „Renwerk" gerettet. Larocke sur Yonne, 13. Jan. Ju einem Dachzimmer der Frauenabteilung des Departement-Irrenhauses brach in der vergangenen Rächt Feuer aus. Die 250 Kranken wurden sämtlich geweckt und in den Hof gebracht Das Gebäude brannte vollständig nieder. Am Morgen fehlten 12 Kranke. Mau glaubt, daß mehrere davon bei einem Fluchtversnch in dem nahen Fluß ertranken. Aliwal North, 13. Jau. Der Bureuführer Liebenberg ist hiugerichtet worden. Berlin, 13. Jan. Einem Gerücht zufolge soll die Absicht bestehen, das Posener Korpskommando an den Prinzen Friedrich Leopold von Preuße« zu übertragen. — Gestern morgen brach in der Emacklv- Fabrik von Bruno Bersch in Moabit F,euer aus, das bis nachmittag 3 Uhr wütete und einen Schaden von annähernd 100,000 Mk. verursachte. Das Feuer kam in der Nähe des! Schmelzofens aus, nahm seinen Weg durch den Luftschacht in die oberen Stockwerke uneb zerstörte den ganzen Oberbaus Frankfurt a. JH.. 13 . 202.70 . 184.80 . 129.40 . 131.50 . 143.70 . 140 00 . 19.70 . 166.20 . 193.00 . 181.50 . 164.0' Januar. . . 26.50 . . 87.75 . . 112.80 fried en sbruchs sind in der Nacht zum Sonntag acht junge Leute im Alter von 16 bis 23 Jahren, die an derSpitze einer großen zusammengerotteten Menschenschaar im Norden Berlins eine Polizeiwache ftürnten wollten, verhaftet worden- Die schwere Ausschreitung hängt noch mit der Sylvesterfeier zusammen- Die Freunde eines in der Sylvesternacht Verhafteten wollten sich an dem Schutzmann,' der die Verhaftung vorgenommen und dabei den Widerstand Leistenden durch einen Säbelhieb verwundet hatte, rächen. Etwa 60 Personen verursachten vor der Wache einen Höllenlärm und erklärten den ihnen gegenübertretenden Beamten, sie verlangten den Schutzmann heraus, und würden ihn, wenn er nicht freiwillig käme mit Gewalt Handel und Verkehr. Volkswirtschaft — Il/oprozeutige Darmstädter Stadtauleihc. Für die Submission auf Mk. 6 Atillionen 3l ,proz. Darmstädter Stadtanleihe sind acht Offerten abgegeben worden. Die für die Stadt günstigste Offerte bot die Gruppe Darmstädter Bank, Robert Warschauer u. Eo., Pfälzische Bank und Bank für Süddeutschland, die 96,51 Proz. offeriert hatte. Ebenso auf 96,51 Proz. lautete auch die Offene einer zweiten Gruppe, die sich aus dem Bankhause Delbrück, Leo u. Co., Nationalbank für Deutschland, Hardy u. Co., G. m. b. H. in Berlin, Ferdinand Sander und Ed. G. ©erft in Darmstadt zusammensetzte; jedoch wurde diese Offerte nicht berücksichtigt, weih keine Solidar-Garantie zugesagt wurde. Tie Diskonto-Gefellschaft, S. Bleichröder-Berlin und Aron Heichelheim - Gießen offerieren 96,35 pCt., die Deutsche Ge- iwssenschaflsbmck und Ephraim Aiener u. Sohn in Hannover 96,26 pCt., die Dresdener Bank mtt L. u. E. Weriheimber in Frankfurt a. Ai. 96,17 pCt., die Commerz- und Diskoittobank mit All M. Warburg xu Co. in Hamburg 96,07 pCt. und endlich die Deutsche Effekten und Wechselbank zusammen mit den hiesigen Bankhäusern L. Speyer-Ellissen und Jakob, S. H. Stern sowie die Mitteldeutsche KreditbaM 95,82 pCt. Tic Offerte der Deutschen Bank wurde überhaupt nicht geöffnet, weil das Institut auf die Bedüsung der Kautionsstellung nicht angegangen war. erschien auf erfolgte Ladung nicht vor dem Gericht und wurde die S2 . ? I. Z.‘_____ i.....1 1 von ihm gegen den die Rente emstellenden Bescheid eingelegte Be- faule des Rathauses die „freie Hochschule' rufung auf die Akten zurückgewiesen. — Wegen Nichtvorlegens von ~ c - - ■ - " " Erwerbsbeschranktheit hatte die Genossenschaft den Entschädigungsanspruch des Heinrich Bockenheimer zu Harhenn abgelehnt. Der hiergegen eingelegten Berufung mußte der Erfolg versagt werden. — Ebenso ging es der Berufung des Karl Kuhl-Gedern gegen den ablehnenden Bescheid der Genossenschaft, da das Augenleiden nicht auf einen Unfall, sondern auf Krankheit zurückzuführen ist. — Gemäß § 94 Ges. hatte die Genossenschaft den Antrag beim Schiedsgericht gestellt, die Rente des Hch. Georg V.-Jlbeshaufen auf 40 pCt. herabzufetzen. Diesem Antrag gab das Gericht nach Anhörung des Kreisarztes Dr. Königer statt. Gewählt wurden als ärztliche Sachverständige pro 1902: Kreisarzt Medizinalrat Dr. Haberkorn, Kreisarzt Dr. Königer, Prof. Dr. Poppert, Prof. Dr. Sommer, Prof. Tr. Riegel, Prof. Dr. Vosius, Prof. Tr. Leutert, Privatdozent für Chirurgie Dr. Bötticher, prakt. Arzt Sanitätsrat Dr. Haupt, prakt. Arzt Dr. Zinfer. Fcua, 11. Jan. Heute fand hier unter Vorsitz des Oberstleutnants von Haustein die kriegsgerichtliche Verhandlung gegen den Leutnant Thieme vom hiesigen Bataillon wegen Zweikampfs uni) gegen den Hauptmann v. Seebach wegen Kartelltragens statt. Leutnant Thieme (der bekanntlich den cand. chem. Held sch. Gießen, 1L Jan. (Schiedsgericht für Arbeiterversicherung.) In der gestrigen Sitzung führte Polizeiamtmann Hechler den Vorsitz. Auf der Tagesordnung standen 11 land- und forstwirtschaftliche Unfallversicherungssachen, ferner die Wahl der ärztlichen Sachverständigen für das Jahr 1902. Der Landwirt Georg Fink zu Uellershausen war mit dem wegen feines Bruchschadens geltend gemachten Rentenanspruch von der Genossenschaft abgewiefen worden. Die hiergegen eingelegte Berufung wurde von dem Gericht verworfen, weil der Bruch nicht infolge des Unfalles entstanden isll — Aus demselben Grunde wies das Gericht die Berufung des Heinrich Klos IV. von Harbach nach Llnhörung des Prioatdozenlen Dr. Bötticher zurück. — Landwirt Andr. Stürz von Rainrod hatte gegen den Bescheid der Genossenschaft, die ihm wegen eines Wadenbeinbruchs außer der Behandlung in einem medico-mech. Institut zunächst eine 65prozentige und bann eine 30pro$entige Rente bewilligte, Berufung verfolgt, die jedoch von dem Gericht nach Anhörung des Kreisarztes Dr. Königer als urrbe- gründet verworfen wurde. — Friedr. Eurich zu Weid-Moos erachtete die fettens der Genossenschaft erfolgte Einstellung der Rente von 10 Prozent für ungerechtfertigt und legte Berufung ein. Das Gericht gab derselben keine Folge. — Heinrich Goll VL von Glau- berg erhielt wegen eines , Bruches des rechten Oberarmes Zuerst eine Rente von 50 Prozent und später eine solche von 30 Prozent, außerdem kostenlose Behandlung in einem medico- mechanifchen Institut, während derer die Rente wegfiel und eine Angehörigenrente bezahlt wurde. Die gegen die Festsetzung der Rente und Angehorigenrente eingelegte Berufung wurde für teilweise begründet erachtet und die Genoffenschaft verurteilt, für die Zeit bis zum Eintritt in das medico-mechanische Jnstttut die gesetzliche Vollrente und während der Zeit der Behano- lung eine Angehorigenrente von 60 pCt. des Jahresarbettsverdienstes au zahlen. — Die gegen den wegen Verlustes des l. Zeige- und Mittelfingers eine Ibprozentige Rente bewilligenden Bescheid fettens des Landwirts Louis H i l d von Nieüer-Seemen eingelegte Berufung wurde für begründet erachtet und die Genossenschaft zur Gewährung einer Rente von 33*/, pEll verurteilll — Mit Bescheid vom 19. Juli 1900 hatte die Genossenschaft die dem Landwirt Ernst Schaaf- Ober-Gleen gewährte Rente eingestellt, weshalb dieser Berufung einlegte. Zu der angeordneten ärztlichen Unterfuchung erschien Kläger jedoch nicht, weshalb die Berufung nach Lage der Akten verworfen wurde. — Taglohner Heinrich Euler-Attenstadt herausholen- Durch Zuzug von Neugierigen schwoll die Menge auf etwa 200 Personen an- Während Beamte Verstärkungen herbeiholten, drang die Rotte ungestüm auf sis ein und bewarf sie mit Steinen- Die Schutzleutej 3% Hessen . . . . « 4% Oesterr. Goldrente 4' 5% Oesterr. Silberrenfe 4% Ungar. Goldrente . . 40/ Italien. Rente . . . 4‘/2 % Portugiesen . . . °l Portugiesen . . . . 1 % C. Türken . . . . Türkenlose ...... 4"/u Griech. Monopo 1-Anl 41;2 % äussere Argeutin« 462 em Hochachtungsvoll Beorg Emi! Sestg Gießen, im Januar 1902. 458 Die Vorst and schäft. sagen wir unser 0187 Dammstraße. 0186 Abzugeben Steinstraße 15, Heller 456 469 furta. M. 451 Pianos Anfang Urrfdiicbciico 3n ucrltmifcn (Offene Strllrii Stinummgeu. Transporte. t>) ») Gutgehende Wirtschaft hier ob. Umgegend zu pachten ev. zu kaufen gesucht. Näheres durch H. Wallach, Bismarckstraße. Instrumente. Saiten etc. Musikalien. Billards .Kerkau- Unserm Vereinsmitglied Herrn Arthur Schubert Pianos Kauf. Miete. Geschäftslage sehr geeignet, gute Verkehrsstr., preism. zu verk. Gefl. Off, erb. u.PR 0140 au die Exp. von Eugene Brieux. Mittlere Preise! (Monnementbillets haben mit Zuzahlung Gültigkeit.) rtg 8 Uhr. Ende 10s/4 Uhr. 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Die von den Hcurs gewerbetreibenden ihrerseits angenommenen Arbetter sind gemäß § 1 des 51rankenversicherungsgesetzes versicherungspflichtig und es gitt denselben gegenüber der Hausgewerbetreibende als Arbettgeber im Sinne des § 51 d^ Gesetzes. _ § 4. Dieses Statut tritt mit dem 3. Februar 1902 in Kraft. Glichen, den LL Januar 1902. SJon.ten'fcäa (W ohlthätigkeitsverein). Samstag den 18. Fanuar, abends sy2 Uhr beginnend, findet die siMgemße ^e«eralvechMlmg bei Mitglied Rahnefeld (Pfälzer Hof, Schanzenstraße) statt. Tagesordnung: 1. Quartals- inkl. Jahresabrechimitg. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Me Bestimmungen über An- und Abmeldung, sowie Zahlung Her Beiträge finden auf die in § L pos. a, dieses Ortsstatuts genannten Personen (Hausgewerbetreibende) in der Weife Anwendung: a) daß die Hausgewerbetreibenden für sich und die etwa von ihnen beschäftigten Personen selbst die ^forderlichen Meldungen ~~ vollziehen haben; 3 den versicherten Hausgewerbetreibenden selbst die Gn- 446] 4 - Zimmerwohnung auf 1. oder 15. März gesucht. Off. mit Preisangabe unter 8. 446 an die Expedition dieses Bl. erbeten ZWttkrMMSMM ür dauernde Stellung gesucht. A. & G. Wallenfels, 468 Markt 21. Zn vermieten. In Gießen ist in erster Lage, eine sehr gutgehende 461 Restauration an tüchtige junge Wirtsleute zu vermieten. Off. n M. W. 100 an K.L.IMLKi>., Weu. Sammlung vom 7. Nord. Ministeriums des d. I. 37610 wird in icherungsgesetzes vom 375] Jg. Kaufmann, milttäv- frei, sucht, gestützt auf gute Zeug- niffe, alsbald Stellung in einem Fabrik- oder Engrosgeschäft. Gefl. 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AMl 1892 für die Stadt Gießen das folgende Ortsstatut erlassen: § L Die Verficherungspflicht wird gemäß § 2 des Krankenver- Pckerungsgesetzes ausgedehnt: a) auf sAbständige Gewerbetreibende, welche in eigenen Betriebsstätten ttn Auftrage und für Rechnung anderer Gewerbetreibender mtt der Herstellung oder Bearbeitung gewerblicher Erzeugnisse beschäftigt werden (Hausindustrie), und zwar auch für den Fall, daß sie die Roh- und Hllfsstoffe selbst beschaffen und auch für die Zett, wahrend welcher sie nur vorübergehend für eigene Rechnung arbeiten; b) auf Handlungsgehilfen und -Lehrlinge, fowett dieselben nicht ^^dcs Krankenversicherungsg^etzes versicherungs- § L. Die Vorschriften der §§ 49—54 des Krankenversicherungsgesetzes finden auf die Arbeitgeber der Handlungsgehlsten und -Lehrlinge Anwendung. 387] Beletage, besteh, aus sechs Zimmern, Badez., ger. Korridor und allem Zubehör, in meinem Neubau Bismarckstr. 38 zu verm. Chr. 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Im einzelnen wird zu öem Ortsstatut das Folgende bemerkt: Handlungsgehilfen ftrtb von der Versicherungspflicht befrett, roenn der Arbettsverdienft an Lohn oder Gehalt sechs zweidrittel Mark für den Arbeitstag ober, sofern Lohn oder Gehalt nach arößeren Zettabschnitten benreffen ist, zwettausend Mark für das 'Jahr gerechnet übersteigt (vergt § 2b des Krankenversicherungs- gesetzes). Die versicherungspflichttgen Handlungsgehilfen und -Lehrlinge find, sofern sie nicht nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 63 des Krankenversicbermrgsgesetzes) einer Betriebskrankenkaffe anzugehören haben, oder Mitglieder einer freien HUfskaffe sind, welche den Anforderungen des § 75 des Krankenversicherungsges etzes genügt, zu oer dahier bestchenden Ortskrankenkasse anzumelden, da rrach dem Ortsstatut die Vorschriften der §§ 49 und 54 des Krankenversicherungsgesetzes auf die Arbettgeber der Handlungsgehilfen und -Lehrlinae Anwendung zu finden haben, find die Arbeitgeber, fowett ihre Gehilfen und Lehrlinge einer Ortskrankenkasse angehöreu, insbesondere verpflichtet: a) den geltenden Meldebeflimmuugeu nachzukvmnreu, d) die statutenmäßige« Kasseubeitrage au die Ortkraukeu- kasse einzuzahle«, v) ein Drittel der Kasfenbetträge aus eigenen Mittel« z« leisten. Meßen, den IL Januar 1902. GroßheiHogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolfst Ortsstatrrt filr die Wrovivzial-Lairptffadt Kicßen. Betreffend:: Ausführung des KraukeuverficheruugSgesetzeS. MW