Nr. 10 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt bie Siebener Zamilien- bÜtter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Der» lag der Brü h l'scheu Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Erstes Blatt. 15Ä. Jahrgang Montag 13. Januar 1902 BietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertel- sährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePost Akk. 2.— viertel- lährl. ausschl. Bestellg. Innahme von Anzeigen ir die Tagesnummer . i§ vormittags 10 U^. ^eUenpreis: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. verantwortlich: ür den polit. u. aNgem. Teil: P. Wittko; für „Stadt und Land" und „Gerichtssaal":R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Nolitische Wochenschau. Nach eitler kurzen Zeit der tiefsten Stille auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens hat der Wiederbeginn der Reichstagsarbeiten, mit denen zugleich auch der Zusammentritt des preußischen Landtags erfolgte, uns ,mit einem Schlage auf den Höhepunkt der parlamentarischen und damit auch der politischen Erörterungen gebracht- Die mancherlei Fragen, von deren Lösung zu einem guten Teil dre Zukunft des Reiches abhängt, beginnen nunmehr akut zu werden, und es muß sich allmählich zeigen, nach welcher Richtung hin sich, die staatsmännische Weisheit unserer leitenden Kreise bethättgen tritt) Bislang bestand darüber noch nicht sonderlich viel Klarheit, und sie besteht auch heute noch nicht. In der Zolltariffrage hat schon die erste Kommissionssitzung erkennen lassen, tote wett man noch von irgend einem bestimmten Ziele entfernt ist- Die Reichsfinanzen haben in der Etatsdebatte Natürlich eine unangenehm wichtige Rolle gespielt. Die Erhöhung der Mcttrikularbeiträge bringt die Finanzen der Einzelstaaten in Unordnung und arge Bedrängnis. Die Zusch ust-An lei he erregt ebenfalls Bedenken. Für neue Einnahmequellen aus Bier undTabak, wie sie der Reichsschatzsekretär sich denkt, kann sich erst recht niemand erwärmen, und eine Reichseinkommen- und Vermögenssteuer würde die Einzelstaaten auch nicht sonderlich erfreuen- Unter solchen Umständen klammert man sich an Worte, und setzt seine Hoffnung aus die Reichsfinanz^- reform, mtt der man angesichts der geplanten Zollerhöhungen zu einem guten Ende zu kommen gedenkt. Vorläufig haben wir das Weitere abzuwarten. Wer kann wissen, was bei dem neuen Zolltarif herauskomntt- Das Zentrum wünscht die Mehrerträgnisse für eine Witwen- und Waisenversorgung der Arbeiter festgelegt zu sehen- Einen ziemlich nüchternen Eindruck hinterließ die den preußischen Landtag eröffnende Thronrede, etwa wie ein kaufmännisches Zirkular, das dem p- t. Publikum des Königreichs Preußen unter einem Rückblick auf die „vorjährige Ernte" Waren der verschiedensten Quantitäten und Qualitäten ankündigt. Ein neuer Beweis, für die Schwächezustände, an denen das gegenwärtige preußische Regime leidet- Die preußische Regierung scheint mtt der Kanalvorlage ihr Glück nicht wieder versuchen zu wollen, und vertröstet auf gelegene Zett- Dagegen wirkte erfrischend und befreiend das Extratänzchen, baS, der Herr Graf Bülow mit dem skrupellosen Herrn Chamberlain wagte- So elegant wegwerfend ist noch fetten ein englischer Minister von dem leitenden Staatsmann einer befteundeten Nation behandelt worden! Trotzdem war der deutsche Kanzler so klug Und höflich, ihn gegen die ungeschickten Ausfälle des Herrn Liebermann von Sonnenberg in Schutz zu nehmen Und bei diesem Anlaß unsere offiziell herzlichen Beziehungen zu England ins rechte Licht zu setzen, was freilich im Auslande schwer mißverständen und unbegreiflicherweise als ein Rückzug des Grafen Bülow gedeutet worden ist, der ganz gewiß nicht beabsichtigt war. Auch über den T r e i b u n d hat GrsftBülow gesprochen und diese Gelegenheit wahrgenommen, dem Auslande und den italienischen Dreibundgegnern vor allem zu Gemüte zu führen, daß Deutschland dieses Bundes entbehren kann, wenn es sein müßte, daß er heute durchaus nicht mehr derart zur absoluten Notwendigkeit gehört, wie es vor zwanzig Jahren der Fall war. Auf solche Reflexionen war man allerdings nicht gefaßt, was wunder also, daß sie allenthalben, im Jn- lande sowohl wie draußen im Auslande Auffehen erregten und lebhaft kommentiert wurden- An und für sich könnte man es ja begreiflich finden, daß Graf Bülow sich zu solchen Anschauungen durchgerungen hat, denn viel Freude haben unsere Verbündeten ihm in der letzten Zett wahrlich nicht bereitet. Die slavischen Preußen-und deutschfeindlichen Demonstrationen in Oesterreich, das Liebäugeln Italiens mit Frankreich und England, und dio Kundgebungen, die aus beiden Ländern gegen die neuere deutsche Zollpolitik gerichtet wurden, könnten schon geeignet sein, dort Verstimmung und Gereiztheit aufkommen zu lassen, wo die Fäden unserer internationalen Beziehungen zusammenlaufen- Die nächste Zeit wird es ausweisen, wie es mit dem Dreibünde steht, da unser Bündnisverhältnis mit Italien in diesem Jahre abläuft und erneuert werden muß, wenn der Dreibund nicht zum Zweibund zwischen Oesterreich und Deutschland werden soll. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß Graf Bülow durchaus recht hatte, wenn er erklärte, Deutschland stehe derart stark und gefertigt da, daß es den Blind entbehren könnte, wünschenswert aber bleibt er doch! Die Weltpolitik ist es, die nach Ansicht des Grafen Bülow die Spannung in Europa vermindert und den Dreibund einigermaßen entbehrlich gemacht hat- Thatsüchlich hat die Weltpolitik die Aufmerksamkeit, den Ehrgeiz und den Thatendrang Frankreichs und Rußlands von Europa abgelenkt und Deutschland Mittel in die Hand gegeben, seine Beziehungen zu diesen Mächten freundlicher zu gestalten- Wir haben an mehr Orten „den Finger in der Pastete", wir haben mehr mitzureden und wenn wir auch freckich eher in Konflikte geraten können, so haben wir auch mehr Gelegenheit, unsere Freundschaft wertvoll und unsere Gegnerschaft gefährlich zu machen- Das stellt höhere Anforderungen an unsere Diplomatie, aber wenn sie ihnen gewachsen ist, vermag sie vielleicht auch ohne den Dreibund eine bedenkliche Isolierung zu vermeiden. Das Wort des großen Ephesers: „Alles fließt!" gilt auch für die internationale Politik. Und namentlich mit des nichtsnutzigen' italienischen Parlamentarismus Mächten „ist kein ewiger Bund zu flechten!" In I t a lien scheint man indessen Vorsorge zu treffen, unter Umständen etwas anderes an die Stelle des Bündnisses mtt Deutschland und Oesterreich setzen zu können- Die Extratour Italiens mit Frankreich ist von so wirbelnder Flotthett, daß die beiden Länder bereits Gebiete aus- getauscht haben, die ihnen gar nicht gehören- Italien bat Frankreich bereitwillig M a r o c c o überlassen, während bas galante Gallien als Aequivcttent Tripolis dar- brachte, das zu besetzen Italien sich angeblich vorbereitet- Aber die Frau, die sich von einem flatterhaften Courmacher durch die Aussicht auf gleißende Geschenke den Kopf verdrehen läßt, läuft Gefahr, sich auf eine sehr verhängnisvolle schiefe Ebene zu begeben- Man sollte doch meinen, daß die italienischen Staatsmänner aus der Tunis-Frage und aus dem Kriege mit Abessinien einige gute Lehren gezogen hätten- England, das im Norden Afrikas erheblich interessiert ist, sieht einstweilen ruhig zu; vielleicht wett es sich in Südafrika gebunden fühlt, vielleicht auch, um von der italienisch-ftanzösischen Freundschaft auch einigen dkutzen zu ziehen, denn es fühlt sich der Freunde sehr bedürftig, nachdem es eingesehen hat, daß es mit den Deutschen unter den obwaltenden Umständen vorerst eine wirllich intime Anfreundung schwerlich erreichen wird- Solange die brttische Gewaltpolitik, wie sie den Buren gegenüber praktisch bethätigt wird und den Engländern noch immer bittere Erfahrungen bringt, beibehalten wird, ist auf die Freundschaft des deutschen Volkes nicht zu rechnen, und selbst die Boykottversuche der deutschen Industrie gegenüber, die gegenwärtig von England aus gemacht werden sollen, vermögen darin keine Wandlung herbeizuführen. Es ist nun einmal ein eigenartiger Saft, der in den deutschen Adern fließt, ein Saft, der durchaus nicht den Verdickungsprozeß an sich erfahren hat, derbem englischen Blute zu tett wurde- Im übrigen bietet sich seit Beginn des neuen Jahres die Weltlage unverändert var- Zwar kamen vom Balkan Nachrichten, die von einem klipp und klar ausgearbeiteten Aufteilungsplan bezüglich der türkischen Erbschaft zu berichte:: wußten, aber es zeigte sich bald, daß es wohl nur ein vorzeitiger Fastnachtsscherz war- Noch ist der „kranke Mann" gesund genug, seine Besitztümer selbst zu verwalten. In China hat der Hof wieder von Peking und die ränkesüchtige alte Kwa-si von der Herrschaft Besitz ergriffen- In Venezuela aber beginnt man endlich, gute Miene zum bösen Spiele zu machen, bevor das deutsche Ultimatum präsentiert wird, doch scheint es den dortigen Machthabern außerordentlich schwer zu fallen, und wenn die Mündungen der deutschen Schiffskanonen nicht in zu gefährlicher Nähe drohten, würden sie sich wohl kaum bewogen fühlen, ihren Verpflichtungen nachzukömmen- Man kommt — wie der Fall beweist — auch mit Langmut zum Ziele und das ist gut so. Es wäre ein ungleich Ding, wenn sich der Adler mtt dem Sperling zausen wollte. Politische Tagesschau. Die Polen in Preußen. x Heute steht im preußischen Abgeordnetenhausc die von nationallibcraler Seite eingebrachte Poleninterpellation zusammen mit der von der Polenfrage eingebrachten Interpellation über die Vorgänge in Wreschen auf der Tagesordnung. Diese beiden Interpellationen werden wahrscheinlich 2 Tage in Anspruch nehmen. Das allgemeine Interesse, das man der polnischen Frage entgegenbringt, veranlaßt uns, eine klare Uebersicht über die Wohnsitze und Stärke der polnischen Bevölkerung im Königreich Preußen zu geben. Die Polen bewohnen die, der russischen Grenze benachbarten Gebiete und sind besonders stark in der Provinz Posen, dann in Westpreußen und Schlesien vettreten. Sie bilden in Posen 59,8°/0, in Westpreußen 30,8%, in Schlesien 23%, in Ostpreußen 11%, der Gesamtbevölkerung. Nach Regierungsbezirken geordnet, finden wir die stärkste, polnische Bevölkerung in Posen (65%) und Oppeln (58%), dann in Vromberg (50%), Marienwerder (38%), Danzig (27%), Gumbinnen (18%) und Königsberg (15%), wobei Masuren und Cassuben mitgerechnet sind. Für ganz Preußen ergab die Zählung vom Jahre 1890 ohne die 102,941 (in Ostpreußen 100,126), meist evangelischen Masuren 2,765,101 Polen, und insgesamt ist ihre Zahl wohl auf 15,000,000 zu veranschlagen, von denen der größte Teil in Rußland, vornehmlich natürlich in Russisch-Polen, wo 1884 nicht weniger als 5,670,000 Einwohner polnischer Abkunft d. h. 73,4% der Gesamtbevölkerung lebten, seine Wohnsitze hatte. In Oesterreich sind sie hauptsächlich in Galizien zu finden, wo sie 1890 mit 3,505,183 Köpfen 59,34% der Provinzialbevölkerung ausmachten. Auch in Oesterreich-Schlesien sind sie stark vertreten. 1890 wurden dort 178,114 Polen gezählt, die fast den dritten Teil der Bevölkerung ausmachten. In keinem der vorgenannten Länder kann man die Polen als mustcrgillige Staatsangehörige bezeichnen. Sie haben sich vielmehr oft genug als ausgesprochene Reichsfcinde erwiesen, und sich daher die regierungsseitig gegen sie zur Anwendung gebrachten Maßregeln selbst zuzuschreiben. Bei allen Neichsangebörigen deutscher Nationalität aber wird man* cs mit Freuden begrüßen, daß die preußische Regierung den festen Willen hat, in den polnisch durchsetzten Gebieten den in der Minderzahl vorhandenen, unter den Ile6ergriffen der Polen schwer leidenden Deutschen gesetzlichen Schutz zn gewähren, und allen unberechtigten Ansprüchen der polnischen Bevölkerung mit Entschiedenhett entgegenzutreten. Der österreichische Reichsratsabgeordnete Wolf. Das Ausscheiden des einflußreichsten und rastlosesten Führers der Alldeutschen Partei Oesterreichs, Karl Hermann Wolf, aus der Pattei und die ihm aufgenötigte Niederlegung sefner Mandate für den österreichischen Reichsrat und den böhmischen Landtag hat, nachdem Wolf auf das Drängen seiner Freunde hin wieder eine Kandidatur in Trautenau angenommen hat, zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen ihm und seinen Gegnern gefühtt. Die Anschuldigungen des „Trautenauer Wochenbl." versucht Wolf in der „Ostd. Rundschau" durch eine Gegenerklärung zu paralysieren, die auf die präzisen Anschuldigungen nicht eingeht. Durch die „tttter- liche Genugthuung", die er Seydl gab, hält Wolf die Sache für erledigt. Er schreibt: ' »Ich habe keine Lust, aus lauter hier übel angebrachter Rücksicht mich politisch und als Mensch vernichten zu lassen durch ein Vorgehen eines rachsüchtigen Gegners, welches nahezu an Erpressung grenzt. Ich muß es Psychologen von Fach überlaffeu, zu erklären, durch welche Mittel ein Mann seiner Frau Geständnisse solcher Art zu entlocken vermag, die zweckloser- und unsinnigerweise Unglück und leider nicht nur über die Schuldigen, sondern, Gott sei es geklagt, über viele Unschuldigen bringen. Der Psychopatholog aber muß herbei, um zu erkunden, wie eine Frau zu Mitteilungen völlig erdichteter Dinge gebracht werden kann, und wie ein Mann seine Frau veranlassen mag, einen derartigen, sür eine politische Vereinigung, also für die weiteste Oeffentlichkeit bestimmten 9rief mit solchen gewiß auch ihrem Ansehen nicht besonders förderlichen „Geständnissen" mit ihrer Unterschrift zu versehen. Ich denke trotz des Fehlers, den ich in einer Sache begangen habe, worin wir alle sterblich sind — natürlich außer den Pharisäern — den ich aber zu sühnen suche (l), und dessen Folgen ich tragen werde, trotz dieser von mir keineswegs beschönigten Versündigung ivirb niemand von denen, die mich kennen, mich für fähig halten, daß ich mich durch eine Lüge den Folgen einer begangenen Thal feige entziehen möchte. Und so erkläre ich denn alle von feiten meines Gegners in die Oeffentlichkeit gebrachten Angaben, welche daraus abzielen, der ganzen Angelegenheit eine meiner Honorigkeit abträgliche Färbung (!) zu geben, für unwahr, und erachte jeden, der diese Mischung von psychopathischer Eisersucht und Hysterie gegen mich als Waffen gebrauchen will, für einen ehrlosen S chust. Hätte ich in der so folgenschweren Angelegenheit an meiner Honorigkeit Schaden ae- litten, und wäre das wahr, was mein Gegner behauptet, so lebte ich heute nicht mehr. K. H. Wolf." Die Nummer der „Ostd. Rundschau", in der Wolfs Erklärung wiedergegeben war, wurde mit Beschlag belegt, weil sie auch eine satittsche Schilderung einer Weihnachts- bescheerung enthielt, der Mitglieder des Kaiserhauses beigewohnt hatten. Wolf veranlaßte eine zweite Ausgabe, die aber die Post versäumte. Jungst ist nun, wie wir bereits am Samstag mitteilten, in der „Ostd. Rundschau" ein sechs Spalten langer Attikel mit einem Briefe von der Mutter der Frau Seidl erschienen, in dem geschildert wird, wie Frau Seidl in einer heiligen Stunde dem Gatten ihr Geheimnis anvertraut, Wolf scharf anklagt, um sich selbst zu entschuldigen, und die Hand bietet, zu einer unerhötten Handlungsweise. „Das Monströseste von allem" — heißt es darin — „ist das angebotene Ehrengettcht mit der Frau als Belastungszeugin gegen Wolf. Wem schauett da nicht die Haut? Welche Rolle kann Wolf beim Ehrengettcht spielen? Kann er ihr entgegentreten, ihre Beschuldigung durch die nackte Schilderung des wirklichen Sachverhalts entkräften? Niemals kann er das! Der Brief Frau Sophie Tschans, der Mutter der Frau Seidl, erteilt der „Ostd. Rundschau" das Recht, die Thatsache zu veröffentlichen, daß die Alldeutsche Pattei an die Familie das Ansinnen stellte, sie solle Wolf zum Selb st mord zwingen. Auch teilt sie mit, Professor Seidl habe am Hochzeitstage das ganze Vermögen der jungen Frau geschenkt verlangt, worauf aber die Eltern nicht eingegangen seien. Die Eltern sind nunmehr bemüht, ihre Tochter aus den Händen Seidls zu befreien; dies sei jedoch schwer, wett sie sein willenloses Werkzeug geworden sei. Aus Wien wird vom 11. d. M. gemeldet: Wolf kam heute Morgen im Hauptort seines Wahlbezirks, Trautenau, an. Auf dem Bahnhof wurde er von persönlichen Freunden und Anhängern festlich empfangen. Das bekannte Memorandum gegen Wolf wird durch Flugblätter masfenhaft verbreitet. Am Vormittag fuhr Wolf nach dem nahen Hohen- elbe, wo er von der ganzen alldeutschen Stadtoettretung festlich empfangen wurde. Am Abend sprach er dort vor der Wählerschaft. Wolf ettlätte, das Mandat trotz der Angriffe seiner früheren Patteigenossen annehmen zu wollen. Aortragskurs für praktische Landwirte. (Originalbericht des „Gieß. Auz.") IV. N- Gieße n, 10. Januar. • Auch am letzten Vortragstage hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden. Reg.-Baumeister Schilfer-Berlin fetzte feinen Vortrag über „landwirtschaftliche Mach in en und Geräte" fort. Im besonderen ging Redner auf. die M a s ch i n e n zur Heubereitung ein. Bekannt- ich erreicht das Gras nach einer ganz bestimmten Zeit einen höchsten Wert. Je länger es über diese Zeit steht, umsomehr verliert es an Wert. Die Mähmaschinen, die das Zehnfache der Menschenarbeit leisten, beruhen auf bemi eiben Prinzip. Die Bewegung der Räder überträgt sich mittels Kette ober Kegelräder auf eine senkrecht stehende Axe, an deren unterem Ende ein verschieden (bis 1,50 Meter) langes Messer befestigt ist. Im höchsten Grade bedauerlich ist es, daß diese Maschinen von deutschen Fabriken fast gar nicht gebaut werden. Alljährlich werden sür 8 Mül. Mark Maschinen eingeführt. Um nun , die Prof. Dr. Hofrat Streit» Leuckart in Berlin zugefallen. Die am Nachmittag folgende Diskussion gab dem Redner Anlaß zu einigen interessanten Erörterungen- Die Feuergefährlichkeit der Spirituslampen ist bedeutend geringer als die der Petroleumlampen. Gelegentlich einer anderen Frage erklärte Schiller, daß Spiritus zum Betrieb von Maschinen sich ebenso gut eigne, wie der Dampf; während aber Dampfmaschinen nicht unter bewohnten Räumen aufgestellt werden dürfen, können Spiritus- motore überall plaziert werden. ferner, rügt der Verteidiger, daß der Gerichtsherr v. AN em? als Zeuge vernommen wurde. Der Gerichtsherr habe sich von jeder rechtlichen Handlung fern zu halten. Exzeller^ v. Alten habe aber art dem Ermittelungsverfahren tell- genommen, selb st Haussuchung bei YtaeI un j M arten abgehalten. Wenn das aber ungesetzlich sei, dürfe auch nicht unzulässig zu stände gekommenes Beweis- material verwertet werden. . . Dann wurde ein Schreiben des kommandierenden rals Finck von Finckenstein an den Generalleutnant v. Alten' verlesen. Infolge dieses Schreibens hat letzterer sehr euv* gehend über die von ihm vorgenommene Haussuchung ml den kommandierenden General berichtet. Nunmehr nunmt das Wort der Verteidiger Martens, Rechtsanwalt Dr. von S i m s o u ans Berlin. Er geht vor allem ein auf die beiden Verhandlungen der Vorinstanz und auf die in densewen gefällten Urteile. Des weiteren begründet er auf das Eingehendste die Revision und verweilt ganz besonders lange bei der Frage wegen der Besetzung des Gerichtshofes. Am Schlüsse seiner Ausführungen plaidoyiert Dr. o. Simson für Au f h e b u n g d e s U r t e i l s und für Zurückverweisung der Sache an das Berufungsgericht. Obwohl es sich hier um Leben und Tod handle, liege es ihm doch fern, das Mitleids des Reichsmilitärgerichts anzurusen. Er bitte nur, dem Angeklagten fein Recht zu teil werden zu lassen, Hieraus, tritt eine längere Pause ein. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung nimmt Obermilitäranwalt Frhr. v. Pech mann das Wort. Derselbe erklärte gleich bei Beginn seiner Rede, daß er sich dem Anträge des Ve rteidigers anschließe und ebenfalls die Aufhebung des Urteils betreffend Marten und Zurückweisung der Sache an das Berufungsgericht beantrage. Der Militär anwalt geht dann zur Erörterung der Revisions-. gründe überund stimmt auch darin dem Verteidiger bei, daß die Besetzung des Gerichtshofes zur Aufhebung des Urteils führen müsse. Des weiteren giebt der Obermilitäranwalt zu, daß die Ausschließung der O effentlichkeit ungesetzlich gewesen sei. Dagegen sei der Umstand, ba& der Verteidiger genötigt gewesen, die Revision zu begründen,, ohne das Urteil zu kennen, nicht stichhaltig; denn es sei. festgestellt, daß dem Verteidiger die Akten ins Hans geschickt worden seien. Nachdem der Obermilitäranwalt eine ganze Reihe von Revisionsgründen als hinfällig bezeichnet hatte, geht er auf den Fall Hickel ein und beantragt auch hier Aushebung des Urteils und zwar aus dem Revisionsgrunde, weil die Zeugen Melzer und Schneider nicht während der Vernehmung des Skopeck aus dem Saale entfernt worden seien. Der Gerichtsherr behaupte, dadurch habe Skopeck nicht alles bekundet, was Hickel belaste. Diese Bekundung würde wohl zur Verurteilung Hickels geführt Haden. Die Sache Hickel beantrage er, der Obermilitäranwalt, zur nochmaligen Verhandlung an das- Oberkriegsgericht zurückzuweisen. Der Verteidiger Hickels, Rechtsanwalt Dr. Bieber aus Berlin beantragt in längerer Rede, die Revision desGerichtS- Herrn zu verwerfen. hieraus zieht sich der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil lautet: Das Reichsmilitärgericht hebt daH Todesurteil gegen Marten auf wegen ungesetz^ kicher Besetzung des Gumdinner Gerichtshofes und verweW es nach Gumbinnen zurück. Das Hickel freisprechende Urteil! wird gleichfalls aufgehoben, well in der zweiten Verhandlung die Zeugenvernehmung über das Midi Hickels; ungenügend war. Die neue Verhandlung gegen beide findet voraussichtlich im Atärz oder Aprll in Gumbinnen statt. Der Senat, so tautet es in der Begründung dess Urtells, hat sich u, a. dem Ober-Militäranwall dahin, angeschlossen, daß die Bestimmung betr- die Berufung der Offizierrichter vor dem 1- Januar nur eine regle- mentäre Bedeutung habe, und daß die Versäumung der-, Frist dem Prinzip der Stetigkeit des Gerichts nicht ent- gegenstehe, denn es komme nur darauf an, daß dio Richter für eine längere Dauer ernannt werden- Daß hier im vorliegenden Falle eine Ernennung ad hoc erfolgt sei, sei nach der Auskunft des kommandierenden Generals ausgeschlossen- Es liege also in der späteren Einberufung nur eine Ordnungswidrigkeit, nicht aber eine Gesetzwidrigkeit- Der Senat habe nun aber den weiter; gehenden Einwand der Verteidigung prüfen müssen, welche behauptet, daß hier für den speziellen Fall ständige Richter berufen und beeidigt worden seien- Da die in Königsberg bestellten Richter nicht behindert waren, war die Bestellung der Richter in Gumbinnen unzulässig, da sie dem Prinzip der Stetigkeit widerspreche- Das Gesetz kenne, unzweifelhaft nur ein Oberkriegsgericht in jedem Korpsbereich, und somit seien durch die Konstituierung eines neuen Ober-Kriegsgerichts in Gumbinnen wesentliche Gesetzesnormen verletzt- Auch die Rüge, betreffend die unzulässige Beschränkung der Oesfent^ lichkeit bei den Inaugenscheinnahmen, hat der Senat für durchgreifend erachtet- Die Inaugenscheinnahme war ein Bestandteil der hauptverhandlung, bei welcher die Öffentlichkeit nicht beschränkt war- Jedenfalls bedeute der Ausschluß einer ganzen Klasse von Personen eine unzulässige Beschränkung der Öffentlichkeit- Der dafür vom Vorsitzenden geltend gemachte Grund sei nicht zutreffend: es hätte zu einem solchen Ausschluß auf alle Fälle auch ; eines Gerichtsbeschlusses bedurft- Die übrigen Beschwerden der Revision des Marten hat der Senat nicht als begründet anerkannt- — Was die Revision des Gerichtsherrn betrifft, so hat der Senat die Zulässigkeit derselben anerkannt- Es konnten aus den vorn Verteidigen vorgebrachten Thatsachen Zweifel an der Korrektheit des Verfahrens nicht hergeleitet werden- Die Beurkundung sei nicht an die Frist gebunden, sondern sei ein selbstständiger Akt- Es komme nur darauf an, daß innerhalb der vorgeschrriebenen Frist auch eine Begründung der Re- Vision stattgefunden habe, die Beurkundung könne später 1 stattfinden und es sei unwesentlich, daß irrtümlicherweise : ein falsches Datum untergelaufen sei- Nicht berechtigt hat der Senat die Beschwerde über die Beschränkung des' - Fragerechts erachtet, dagegen den letzten Beschwerdepunkt^ : die Ablehnung des Antrages auf Entfernung zweier Zeugen : während der Vernehmung desSkopek für durchschlagend : erachtet- • Deshalb laute das Urteil auf Aufhebung des Be- : rufungsurteils mit den thatsäch liehen Feststellungen und , Zurückweisung der Sache in die Berufungsinstanz- i Hoffentlich findet die Angelegenheit bei der zweiten i Behandlung in der Berufungsinstanz nun eine Erledigung, : die nicht nur den militärischen Interessen entspricht, foiu 1 dem auch dem Rechtsbewußtsein des deutschen Volles. die Vermutung, daß vielleicht das im Kainit enthaltene Kochsalz eine Rolle bei diesem Ergebnis spielen mochte. Kainit enthält auf 100 Teile Kali 400 Teile Kochsalz, das 40 prozentige Kalisalz dagegen auf 100 Teile Kall 50 Teile Kochsalz. Um das nun festzustellen, nahm man nun bei der Düngung ein Kalisalz, das kein Kochsalz enthielt. Man entschied sich für schwefelsaure Kalimagnesia, d. h. Kainit, dem man den ganzen Kochsalzgehalt entzogen hat. Eine Düngung mit Kainit lieferte 233, mit kochsalzfreiem Kainit 14, bei einer anderen Versuchsreihe lieferte eine Düngung mit Kainit 147, mit kochsalzfreiem Kainit gar keinen Mehrertrag. Daraus geht also hervor, daß Kochsalz bei der Düngung eine entscheidende Rolle spielte. Ob das wirklich so sei, mußte sich flat ergeben bei einer Düngung mit reinem Kochsalz. Man nahm soviel Kochsalz, als in dem Kainit enthalten war. Nun ergab eine Düngung mit Kainit 233, mit Kochsalz 206, bei einer zweiten Versuchsreihe mit Kainit 156, mit Koch- alz 125. bei einer dritten mit Kainit 194, mit Kochsalz 137 Doppelzentner. Daraus ergab sich, also der für den Bau von Futterrüben wichtige Satz, daß bei deren Düngung Kochsalz hauptsächlich zugeführt werden muß. Ein anderer Versuch ergab, daß diese Kochsalzdüngung nur ür Futterrüben, aber nicht für Zuckerrüben Wert hat. Redner ging sodann auf die Frage der Düngung mit Thomasschlacke ein. Vor ca. 30 Jahren kam das Kilo Phosphor dem Landwirt auf 1,20 Mark, vor 25 Jahren auff 1 Mart, vor 16 Jahren, als die Thomasschlacke auf kam, auf 0,10 Mark. Der Wert des Thomasmehls wurde bald erkannt. 1885 betrug der Konsum ein Zehntel Mill. Zentner, 1900 18 Mill. Zentner. Die Eisenwerke können nach dem heutigen Stande des Eisenmarktes nicht mehr liefern. Wie kann nun dem Mangel an Thomasmehl abgeholfen werden? Der einzige Ersatz für Thomasmehl ist durch Knochenmehl gegeben- Selbstverständlich ist die Produktion des Knochenmehls aber nur beschränkt, sodaß der ganze Ausfall nicht dadurch gedeckt werden kann- Auf gewöhnlichem Ackerboden wirkt es nicht so gut wie Thomasmehl- Es eignet sich mehr für sehr humusreichen Boden- Deshalb können für das Thomasmehl nur die Superphosphate eintreten- Was die Menge anbe- langt, in der man sie verwenden soll, so genügt es, wenn man für das Geld, für das man sonst Thomasmehl gekauft hat, nun Superphosphate tauft- Derselbe liebelst and machte sich bei der Stickstoffdüngung bemerkbar- Es ist anzunehmen, daß. in ca. 30 bis 35 Satyren die gesamten Lager von Salpeter erschöpft sind, sodaß an Ersatz gedacht werden muß. Bekanntlich vermögen die Leguminosen unter Mitwirkung von Bakterien sich den Stickstoff der Luft in aufnahmefähige Verbindungen umzusetzen. Durch Reinkulturen dieser Bakterien hofft man — Pros- Jüttner in Berlin beschäftigt sich hauptsächlich mit dieser Frage — den Stickstoffgewinn aus der Lust intensiver gestalten zu können- Die Versuche, den Stickstoff direkt chemisch zu binden, haben ziemlichen Erfolg, indem es gelang, eine Verbindung aus Stickstoff mit Kohle und Kalk herzustellen- Doch ist dieser Stickstoff noch teuer- Am Nachmittag fand eine angeregte Diskussion statt- Oekonomierat Schiente dankte den Referenten für ihre Bemühungen sowie dem hessischen Landschaftsrat dafür, daß er diese Kurse ermöglicht habe, und sprach die Hoffnung aus,' daß die Anregungen den Landwirten recht viel Nutzen bringen mögen- In drei Jahren findet ein ähnlicher Kurs statt- Die KrostgL-Affaire vor dem Neichsrnttttärgericht. Berlin, 11. Januar. Vor dem ersten Senat des Reichsmilitärgerichts begannen heute unter dem Vorsitz des Generalmajors v. Kaltenborn-Stachau die Revisionsverhaudiungen in dem Gumbrnner Prozeß gegen Dragoner Marten und Sergeanten Hickel. Von den beiden Angeklagten war nur Hickel erschienen, der beim Au stuf der Sache in voller Uniform sich beim Vorsitzenden meldet und von demselben Erlaubnis erhält, neben seinem Vertreter vor dem Reichsmilitärgericht, Rechtsanwalt Bieber- Berlin, Platz zu nehmen. Marten wird durch Rechtsanwalt Dr. v. Simson vertreten. Die Verhandlungen werden eingeleitet durch ein Aktenreferai über die Vorgänge bei der Ermordung des Rittmeisters v. Krosigk am 21. Januar v. I. und die Ergebnisse der Beweisaufnahme in den beiden Gumbinner Prozessen, das Reichsmilitärgerichtsrat M e n tz erstattet. Nach rund zweistündigem Vortrag der Tchatumstände beschäftigt sich das Referat mit den Revisionsgründen. Marten habe die Begründung der angemeldeten Revision seinem Verteidiger Rechtsanwalt Burchard übertragen. Als erster Punkt sei eingewendet worden, daß das Oberkries- gericht nicht vorschriftsmäßig besetzt gewesen sei. An dem Oberkriegsgericht dürfen nur ständige richterliche Beamte mitwirken. Der Beisitzer Dr. Rößler sei Assessor gewesen und nicht ständiger Richter. Dagegen mache der Gerichtsherr geltend, daß Dr. Rößler vorher nicht Assessor, sondern Amtsrichter war, und er sei am 1. Januar 1901 mm Kriegsgerichtsrat für das 1. Armeekorps bestellt woroen. Dann rüge der Verteidiger, daß § 68 verletzt sei, da die militärischen Richter nicht zu Beginn des Geschäftsjahres, sondern im Juni zu diesem Falle ernannt seien, dies gelte insbesondere von der Ernennung des Majors Zier mann. Daraus erwidert der Gerichtsherr: Die Richter seien nicht für diesen Prozeß, sondern als ständige Richter für den Rest des Geschäftsjahres ernannt worden. Die Generalakten ergeben, daß die Richter am 23. Juni ernannt worden und am 24. in Gumbinnen vom kommandierenden General vereidigt worden sind. Weiter werde der Ausschluß des Publikums von den Lokalbesichtigungen ohne Gerichtsbeschluß gerügt. Der Gerichtsherr gebe zu, daß die Verfügung des Vorsitzenden sich auf eine Kab in e 11 s o r d r e stützte und nicht erst auf einen besonderen Beschluß. Als ein weiterer Revisionsgrund wird Verletzung des § 388 (Beschränkung der Verteidigung) angeführt. Das Gesetz schreibe vor, daß dem Angellagten sämtliche Zeugen und Sachverständige namhaft zu machen seien. Das sei aber bei der Terminsansetzung nicht geschehen, vielmehr sei nachträglich ein Offizier im Arrestlokal erschienen und habe ihm die Namen verlesen. Da es sich um etwa 100 Namen handle, könne von einer Namhaftmachung im Sinne des Gesetzes keine Rede fein. Auch ein Gesuch des Verteidigers nach dieser Richtung sei abgelehnt worden. Der Gerichtsherr habe barffuf erwidert, daß dem Verteidiger mitgeteilt sei, daß sämtliche Zeugen der ersten Instanz geladen seien, außer denen, von deren Vernehmung damals wegen Unerheblichkeit Abstand genommen worden sei. Unzulässig sei deutsche Diaschinen - Industrie zum Wettbewerb mit den englischen und amerikanischen Fabriken anzuspornen, wurde im vorigen Jahre eine Konkurrenz für Mähmaschinen ausgeschrieben. Bei der Prüfung stellte es sich heraus, daß 16 englische und amerikanifche Firmen ihre Erzeugnisse eingesandt hatten, aber daß sich keine einzige deutsche Firma beteiligt hatte. Auch die Weiterbearbeitung des Heus erfolgt hauptsächlich auf mafdjinelteinjfficge. Mittels Wendemaschinen, deren es verschiedene Systeme giebt, wird das Gras gewendet, mittels gewaltiger Rechen-Vorrichtungen zusammengehäuft, und schließlich auf den Wagen verladen. Redner bespricht ausführlich die verschiedenen Typen der Maschinen. Auch das Sagern des Heus in den Scheuern wird durch Maschinen bewerkstelligt. Wie gewaltig die Leistungen dieser Maschinen sind, geht z. B. daraus hervor, daß sie einen hochbeladenen tzew- wagen in der Zeit von noch nicht ganz 5 Minuten ab- laden, und das Heu in der Scheune aufspeichern. Redner wendet sich sodann der Spiritusbeleuchtung zu und beschreibt den Vorgang in einer Spirituslampe. Die Leistung der Spirituslampe ist mindestens ebenso hoch ivie die einer Petroleumlampe. In Anbetracht dessen, daß das Petroleum uns jährlich ca. 200—300 Mill. Mark kostet, die der amerikanischen Oil Standard Company zufließen, sollte man bestrebt fein, diese Summe dem eigenen Lande zu erhalten, indem man statt des Petroleum Spiritus verwendet. Der Kaiser hat fein Interesse an dieser Frage dadurch gezeigt, daß er als Preis für einen Wettbewerb eine Vase ausfetzte. Dieser Preis ist der Firma büngung allmählich eine sehr große Verbreitung gefunden. Im Großherzogtum Hessen zeigt sich ein eigentümliches Mißverhältnis zwischen dem Verbrauch von Kali und dem Verbrauche von Phosphorsäure. Die Genossenschaft der Konsumvereine hat im Jahre 1898 12 000 Zentner Phosphorsäure gekauft, aber nur 2000 Zentner Kali, d. h. einem Verbrauche von 100 Teilen Phosphorsäure entspricht hiernach ein Verbrauch von 17 Teilen Kali. Diese Zahlen entsprechen aber nicht dem Verbrauche der Pflanzen. Beim Klee z. B. kommen auf die Aufnahme von 100 Teilen Phosphorsäure 170 Teile Kali, bei her Kartoffel auf 100 Teile .Phosphorsäure 350 Teile Kali. Das Kalibedürfnis der Pflanzen ist also nicht gesättigt morden. Um durch die Kunstdüngung allein dies Bedürfnis sättigen zu können, hätten die Konsumvereine mindestens 36 000 Zentner Kali beziehen müssen. Wenn nun auch die Phosphorsäure nicht vollständig aufgenommen wird, vielleicht nur zu einem Drittel, so hätte das noch immer einen Kaliverbrauch von 12 000 Zentner bedingt. Nun ist der Boden selbst kalchaltig, was selbstverständlich in Betracht gezogen werden muß Bei vierjähriger Rotation (Fruchtwechsel) werden dem Boden pro Hektar rund 500 Mo Kali entzogen. Erhält der Boden nun eine Stallmistdüngung von 400 Doppelzentnern, so enthalten diese 200 Kilo Kali.' Es werden dem Boden also jedes Jahr 300 Kilo Kali entzogen. Nun ist der Ackerboden clller- dings nicht kaliarm; man kann im Durchschnitt pro Hektar auf 10 000 Kilo Kali Vorrat rechnen. Wenn nun aber jedes Jahr dem Boden 300 Mo Kali entzogen werden, muß tu 130 Jahren der ganze Vorrat aufgezehrt sein. Dabei ist in dieser Berechnung noch ein Fehler, indem angenommen ist, daß diese 10 000 Mo Kali im Boden sich in einer Form finden, in der sie von den Pflanzen auf» genommen werden können. Das ist nun aber keineswegs der Fall. Der Kali des Bodens ist in einer sehr schwer löslichen Form vorhanden. Die Pflanzen können den Kali- . gehalt des Bodens sich recht nutzbar machen: wenn unter atmosphärischen Einflüssen durch Verwitterungsvorgänge der Kali in andere, leichter lösliche Verbindungen gebracht ist. Da dieser Verwllterungsprozeß aber äußerst langsam ist, reicht der Kalivorrat des Bodens nicht für die Ernährung aus: es muß dem Boden noch Kali zugeführt werden. Auf ein^n Hektar eines kalireichen Bodens ergab sich bei Zufuhr von Kali ein Mehrertrag von 4 Doppelzentnern Hafer, 6 Doppelzentner Gerste, 13 Doppelzentner Mrtoffel. Bis vor drei Jahren wurde in Oberhessen nur wenig Kali verwendet. Er selbst fichrte die Düngungs- versuche auf dem Gut Wick stadt aus, wo ein Ackergelände von 260 Parzellen, deren jede 1 Ar groß war, zu diesen Versuchen verwendet wurde. Hier wurden nun verschiedene Fragen der Düngung einzelner Pflanzen mit Stickstoff, Kall, Phosphor usw. untersucht. Ein Feld mit Zuckerrüben erhielt pro Hektar eine Düngung von: 6 Doppelzentner Superphosphat, 12 Doppelzentner Kainit, 6 Doppelzentner Chilisalpeter. Es wurde ein Ertrag von 502 Doppelzenrner Zuckerrüben erzielt gegen einen Ertrag von 333 Doppelzentnern ohne Düngung. Dcckrei sind die Düngungsstoffe in einem Jahre noch keineswegs völlig aufgezehrt, sondern der übrig bleibende Teil reicht noch für einige Jahre. Fehlte in der Zusammensetzung der Düngemittel ein Teil, so war das Resultat geringer. Wie aber ähnliche Pflanzen unter Umständen ganz andere Nahrungsbedingungen erfordern, ergab ein Vergleich mit einem Feld von Futterrüben. Dieses Feld war pro Hektar gedüngt mit 10 Doppelzentner Thomasschlacke, 2 Doppelzentner Superphosphat, 4 Doppelzentner Chili- salpeter Das Feld lieferte nach dieser Düngung 1109 Doppelzentner Rüben gegen 732 Doppelzentner Rüben ohne Düngung. Fehlte eine Substanz, so erniedrigte sich der Mehrertrag. Dieselbe Düngung wurde vorgenommen, nachdem man dem Acker 400 Doppelzentner Stallmist zuge- führt hatte. Es ergab sich ein Mehrertrag von 297 Doppelzentnern Rüben. Ließ man den Kainit weg, so ergab sich nur ein Mehrertrag von 141 Doppelzentnern. Daraus ergiebt sich, daß der Boden sehr kaliarm war. War das wirllich so, dann mußte eine Düngung mit 40 Prozent Kalisalz noch weit bessere Ergebnisse liefern. Man düngte also zum Vergleich eine gleiche Fläche mit 40 Prvzent Kalisalz. Nun aber ergab sich gegen die Annahme, daß das Kaimt 232 Doppelzentner Mehrertrag lieferte, bas 40 prozentige Källsalz dagegen nur 134. Man kam auf. Den zweiten Vortrag hielt Geh. Wagner-Darmstadt übet: „Einige Zeit- und fragen aus dem Gebiete der Düngerlehre". Zunächst sprach er über Kalidüngung. Seitdem man neue Kalisalze gefunden hat, und sich der Preis für diese Salze bedeutend ermäßigt hat, hat die Kali- Hier starb gestern die Frau des Herzschlag in ihrer eingetretenen Tod feststellen. konnte nur den heim “ » «D 03 «> "o 2 S B ’S NN d E SJ c Si vcy- a £ 15 5 a *5 e ?= 030 E^ Q S> W .> e 03 o C C 9» 5 E ^3 66 Z54Z O p — Q O ES ’S 2 N " öc €c C® Q 2 % 'S» e «S £ a® K — 03 s 2 ® L-S K gs L« E o> B N , g ° ?>o' rr 3« " 5 ejg* « L Z D NN-ff L rr T K.^ r- 6' g'CQ «g- Z-G §-s « B-2= B ® -e *-* — S - B «??: ^■ö-e - AI e s Z b L ff ÄE’ _ o L^e p g T _S 2 E >s'>bN ‘s E§Z zu den hiesigen Holzversteigerungen selbst Kauflustige aus entlegenen Ortschaften, wie Allendorf a. L., Lützellinden, Garben- Der Kaufpreis des Brennholzes stellte sich durch- 3Q LZ ßg, Aus Stadt und Sand. (Der Abdruckder unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ift nur unter genauer Quellenangabe: „Gietz. Anz." gestattet.) Gießen, 13. Januar 1902. — Personalnachrichten. Der Großherzog hat dem Psarrverwalter Karl Eschenröder von Worms die evang. Psarrstelle an der Dreifaltigkeitskirche daselbst übertragen und den Gerichtsaecessisten Dr. jur. Erwin Frhrn v. Heyl zu Herrnsheim zum Hofjunker ernannt. — Durch Entschließung des Ministeriums der Justiz wurden die Gerichts- accessisten Hermann Allwohn aus Gießen, Dr. Franz Bittel aus Darmstadt, Karl Curschmann aus Friedberg, Dr. Rudolf Everling aus Offenbach, Dr. Heinrich Friedenrerch aus Mainz, Dr. Adam Gärtner aus Lorsch, Josef Gehm auS Mainz, Otto Heyl aus Darmstadt, Wilhelm Jöckel aus Gießen, Erich Kintscher genannt d. Köbke aus Darmstadt, Theodor Kranz aus Friedberg, Robert Lanz aus Auerbach, Dr. Alfred Leoni aus Mainz, Max May aus Worms, Philipp Meintzinger aus Mainz, Dr. Theodor Metz aus Homberg, Erich Pro sch aus Offenbach, August Reinheimer aus Mein-Gerau, Ludwig Rohde aus Darmstadt, Karl Schuhmann aus Bensheim, Friedrich Sieger aus Darmstadt, Ludwig Stenz aus Darmstadt, Äar( Stumpf aus Ober-Ramstadt, Adolf Trümpert aus Darmstadt, Dr. Philipp Winckler aus Ober-Flörsheim, Erwin Würth aus Darmstadt zu Gerichtsaffessoren ernannt. - Gemälde-Ausstellung. Diese Woche findet in der Ge- mälde-AuSstellung im Turmhaus am Brand wieder ein größerer Wechsel der Gemälde statt. Die seit kurzem ausgestellten 3 Gemälde von Paul Müller-Kaempff gelangen schon zur Weitersendung. Unter den Gemälden, die nun zur Ausstellung gelangen, befindet sich auch das Porträt unseres Großherzogs von ErnstKretschmar-Gera. Auch einige plastische Werke der Bildhauerkunst gelangen zur Ausstellung. *• Einjährige Freiwillige werden ausnahmsweise am 1, April sowohl in Gießen beim Jnf.-Regiment Rr. 116 sowie in Darmstadt beim Jnf.-Regiment Rr. 115 und in Frankfurt beim Jnf.-Regiment Rr. 81 eingestellt. •* Zu der hiesigen Klinik starb am Donnerstag Abend un 50. Lebensjahre der Gerichtsvollzieher Venator aus Butzbach. Er war vor drei Tagen nach Gießen gebracht worden, um sich einer Operation wegen eines Unterleibsleidens zu unterziehen. Seit der Neuorganisation des Juskiz- wesens im Oktober 1879 versah V. zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten sein Amt in Butzbach. 0 Krofdorf, 10. Jan. Bei der ersten deisjährigen Holzversteigerung der Königl. Forsten, bei der u. a. 623 Rm. Scheit- und 1019 Rm. Reisigholz zum 2lusgebot kamen, wurden ziemlich hohe Preise gezahlt. Kommen doch Thatsache, daß er seinen Kollegen in nahe gelegene^ oberhessischen Landstädtchen Visiten abstattete. Darmstadt, 11. Jan. Ter Großherzog und bet Großfürst und die Großfürstin Sergius von Rußland! hörten heute die Experimentalvorträge der Geh. Hofräte' Professoren Dr. Schermg und Dr. Stadel m der Technische»' Hochschule und folgten am Abend einer Einladung be® russischen Ministerresidenten Fürsten Koudascheff. — Der ,D. ß.* zufolge ist für den 15. Januar ein Hoffest im Residenzschloß, für den 20. d. M. ein Hofball im Alten Palais vorgesehen. —( Der Großherz og empfing heute u. a. den Oberbergrat Prost, Dr. Chelius von Bad-Nauheim, den Opern-Komponiste» Wendelin Weißheimer von Osthofen, die Stadtv. Keller und Petri sowie den Kanzleirat Demuth von Gießen. Maiuz, 12. Jan. Tie erste Herrensitzung des Mainzer Carnevatvereins hat stattgefunden. Sehr zahlreich waren die Narrhallesen erschienen, wozu der spätere Anfang um. 8 Uhr 11 Minuten sehr viel beigetragen haben mag, ebenso auch der Umstand, daß in dem Preis von 12 Mk. für Kappe und Stern sämtliche Veranstaltungen des Mainzer Carnevab» Vereins mit Ausnahme der beiden Fastnachts-Maskenbälle' mit einbegriffen sind, eine Neuerung, die mit Freuden zu be* grüßen ist. Nach einer wirkungsvollen Eröffnungsszene, oa> faßt vom Urnarren Binder, in der u. a. auch das Komitee mitwirkte, zog das letztere unter den Klängen des Narrhallcv»- marsches ein. Präfident Hans Metz eröffnete die Sitzung mit?' einer närrischen Ansprache, die in einem Hoch auf den Mainzers Carneval und die Devise desselben: .Narrheit, ©inigEeitl*- gipfelte. Als närrischer Sekretär führte sich das Komitee^ mitglied Konrad Gerlich sehr vortellhaft ein. Wahren ©türm', des Beifalls entfesselten auf eine Begrüßung der anwesende» Spitzen der Behörden seitens des Präsidenten die Ansprache» der Herren Provinzialdirektor Geh.-Rat Frhm. v. (Sagern,; Kommerzienrat Haffner als Vertreter des abwesenden Obev- bürgermeifterS Dr. Gaßner und Stadtkommandant General, v. Zastrow. ** Kleine Mitteilungen ans Heffen nnb den Nachbarstaaten^ Der Oberheizer und Fahrer Siegle in Lau dach, der feit) Jahren auf der Sttecke nach Hungen fuhr und letzthin ftdti mehrmals durch scharfe Aufmerksamkeit und besonnenes Handeln in seinem Dienste auszeichnete, wurde zum Loko^s motiofuhrer auf der Station Neunkirchen bei Saarbrückern ernannt — In den Buderus'schen Eisenwerken in Wetzlar verunglückte durch eigene Unvorsichtigkeit im Maschinenhau^ der neuen Röhrengießerei der 25 Jahre alte Maschinisten-, gehllfe Philipp Jung aus Niedergirmes. Jung woll obgleich ihm dies verboten war, die Maschine in Betri setzen, dabei schlug der Jnbetriebsetzungshebel zurück und ihn auf den Kopf, wodurch die Schädeldecke zertrümm wurde. Der sofort herbeigerusene Geh. Med.-Rat Dr. n d- ' ?ten KL E"den - sehr ein* «e Sj?*' nders lano» shofis.^ ?- Simfon dasMlch nm, dem |en’ hierauf nimmt Ober- L Derselbe !uh dem An- A ebenfalls ndZurück- V beantrage. 'ec Revision^ Wrbchdatz 3 . des Urteils nilitäranwE '»tlichkeit umstand, bQ6 ju begrünben, denn es fei ns Haus oe» ranwalt eine li9 bezeichnet eantragt auch ür aus dem ^nd Schneider ns dem Saale mpte, dadurch belaste. Diese g Hickels - Obermilitär« ung an dch Bieber aus n desGerichL' ratung zurück, ht hebt das egen ungefe^ j und vemM rechende Urteil zweiten Der« «litt HickelZ i beide findet Mw M. pinbung des anwalt dahin, die Bemsimo vc eine regle« rsaumung bö, hts nicht ent« an, daß dis werden- Daß ab hoc erfolgt nden Generals^ n Einberufung ht ober eine er den weiter müssen, welche ständige Richter die in Kömas- aren, war die Essig, da sie as Gesetz kenne jedem W* uterung eu^ wesentliche M,bettchend er Oefsent. hat der Senat heinnahme war »i welcher dw -nfalls bedeute sonen eure u»- Vt dafür vom icht ÄO alle rjülle E »k (y C i 1 . ^rrektheü des U wsS •eäP cbunS unb it9»'ÄciW v*- Wohnung. x Burkhards, 10. Jan. Ein Bursche von hier, mit Namen Wilhelm Lang, der schon mehrfach wegen Diebstahls unb bergt vorbestraft ist, lockte geftern ein 4jahriges Mädchen in ein Haus und verübte dort ein Sittlichkeits- verbrechen an dem Kinde. Die Sache kam zur Anzeige. Der Thäter ist flüchtig. r- Eberstadt, 10. Jan. Am Montag sind es 50 Jahre her, seit Lehrer Hassel bäum hier seine Wirksamkeit begann. Der alte Herr, der noch außerordentlich rüstig ist, befindet sich seit 3 Jahren in dem wohlverdienten Ruhestafid. O Dlcichenbach, 10. Jan. Heute starb nach kurzem Krankenlager der langjährige Rechner des hiesigen Vorschuß- und Kreditvereins, Heinrich Naumann I. — Im Jahre 1878 gründete Naumann den Verein und stand diesem als tüchtiger Rechner bis vor kurzem vor. Die letzte Generalversammlung wählte, da Naumann sein Amt wegen Krankheit niederlegte, seinen Sohn zum Rechner; vor einem viertel Jahr wurde dieser auch zum Bürgermeister hier gewählt. + Volkartshain (Kr. Schotten), 9. Jan. Während einer Tanzbelustigung in dem nahen Völzberg wurde bei einem hiesigen Spezereihändler ein Einbruchsdiebstahl verübt Ein Mann war durch das Fenster in den Laden gestiegen und nahm die Kaffe mit etwa 40 Mk. mit Die Frau des Ladenbesitzers hörte das Geräusch und eilte sofort herbei, sie sah aber nur noch den Dieb fortspringen. ? Reichlos (Kr. Lauterbach), 10. Jan. Die Ehefrau eines hiesigen Einwohners, die vor Kurzem vor Gericht etwas unterschreiben sollte, ist Tags zuvor verschwunden. Ihren früheren Aeußerungen zufolge nimmt man an, daß sie sich em Leid angethan hat. Aus dem oberen Vogels berg, 10. Jan. lieber die näheren Umstände, die es dem Schwindler Haug möglich machten, fast ein Jahr in Ulrichstein als Dr. Laug als praktischer Arzt sich aufzuhcllten, erfährt der „Darmst. Tagt. Anz." folgendes: Haug hatte gelesen, da.ß ein Student der Medizin Namens Haug in Bonn promoviert und das medizinische Examen dort bestanden hatte- Unter einer unwesentlichen Namensänderung, Haag statt Haug, wandte er sich bald darnach, unter der Angabe, die Zeugnisse verlegt zu haben, um Neuausstellung derselben an die Quaestur in Bonn- So in Besitz der ihm nötigen Zeugnisse gelangt, bewarb er sich, als der er* krantte Arzt Dr- Schmrdt in Ulrichstein eine Stellvertretung suchte, um diese, die er auch erhielt- Sein Auftreten, war gewandt unb schneidig; wer ihn zmn erstemnal« sah, konnte ihn für einen Kavallerieoffizier in Zivil halten. We sicher er sich in seiner Stellung Mlte, zeigt die •ü 'n -KZ «ft C1> OJ ’S JL t ’S © iE „ 2 C^Oft ü— Qi o -Z. . O ■ -5 'q & g S K Ki. i§ «ft B e £ = L E S Hamburger Engroslager Schulstrasse 4. M-KZLL i Z alomon & Co. Schulstrasse 4. Von Sonntag den LS. bis Sonntag den 19. Januar werden nachstehend verzeichnete Artikel einem BI i t smiin - Ausverkauf C3r 20°/ Nur vom 12. bis 19.