OB Zweites Blatt. 152. Jahrgang Freitag 12. Dezember 1SVS • rfdietnt täglich ” veznuäpret»: aufeet Sonntag«. O /S /X © monatlich7bPI., o.erlel» Dem Gießener Anzeiger Y jj. - . . . . S? . - ▼ . . A . jährlich Mk. 2.20, durch werben im Wechlel mH M A. jXk vl W A Jk Xk AA Abhole- u. Zweigstellen Müst«Imfl>HXän/> v f I ttzAtOt>v Höller viermal in der El fc3j M Efi HMA ’’Lr B £2 KLr R Bz IS UM f? &t öL^ R jährl. auSlchl. Besiellg. Woche be,gelegt. M W M W H 'M ST frg EJ ET fcd >C JnS SS 16?* §S ?' \ KT S Annahme von Snreigen Rotationsdruck u. Per- Ar Bw K MM IffW pS S?L JPL- äau W! 1ät\wZ '^L XffiJSä. W-W ffiL. für die Tagesnummer lag der Br ühl'jchen \f H M fej ▼ H V W V vHZ Xf dis vormittag« 10 Uhr. Aniverl.-Buch-u.Stein- U 0 _ , M M Zeilenvreis:lokal 12Pf. dructereilPietjchErben) tX^ * Ji ttldt auswärts 20 Psg. Redaktion, Expeditwn xz vilvl Mi * *411 Jv IWvl- Verantwortlich füri und Druckerei: v w den polit. u. allgem. Teik -LL'L Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Stehen MW F'rnlprechanlchluß')rr 51 VW 1 KP zeigenteil: HanS Beck. Die Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Iwird die dritte Lesung, der große „Zoll-Kehraus", ' | ftattfinden. Aas Dossschifi im Kcfen! Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 11. Dezember: Dom Reichskanzler eine Rede zum Zolltarif nu hören, war heute mancher in den Reichstag gekommen. Wollte fick die Regierung auch nicht in den häuslichen Streit der Parteien, in den Kampf um die Geschäftsordnung einmischen, so hatte man doch erwartet, Graf Bülow werde daS Einverständnis mit dem Antrag Kardorff durch Volttische Gründe zu rechtfertigen suchen. In der ungefähr fünf Minuten beanspruchenden Erklärung des Grafen Bülow zum Antrag Kardorff war von solchen politischen Momenten, obwohl sie nahe lagen, nichts enthalten. Heiterkeit erregte und mußte erregen auf feiten der Linken, daß Graf Bülow verhieß, die verbündeten Regierungen würden den Antrag Kardorff in ernste und wohlwollende Erwägung ziehen. Als ob das Kompromiß nicht schon längst sich des „Segens" der Regierung erfreute. Diese „.Erwägung" wird den Bundesrat zur gegebenen Zeit nicht lange aufhalten. Abg. Bassermann (nl.) hatte den Reichskanzler zu der Erklärung „angelegt", aber sie wäre erfolgt mich ohne eine solche Anregung. Es nimmt sich nur feierlicher aus. Wenn es die Absicht der Sozialdemokraten war, durch Üeberweisung eines ganzen Bandes von Abänderungsanträgen die hohe Versammlung zu verblüffen, so haben sie diese Absicht vollkommen erreicht. Nicht weniger als 1V2 Stunden währte die Verlesung des Mcnstückes durch die Schriftführer. In solchem Umfange ist die Lungen- kraft der Herren vom Bureau des Hauses noch nie in Anspruch genommen worden. Tie Anstrengung war für die vorlesenden Schriftführer, die Abg. Pauli (Rp.) und Ce- gielski (Polei, um so größer, als sie gegen das Stimm* aewirr im Parkett anzukämpfen hatten. Von dem Inhalt der Anttäge nahm der überwiegende Teil der Parlamentarier 136 Stimmen Ä Schlussel nm ~ hin. Er Eonir. > eigentlich int v keinerlei Notiz. Die im Zollkartell Verbündeten ttieben frisch-fröhliche „Obstruktion", indem sie die Uebermittelung der Abänderungsanttäge einfach niederkonversierten. Sie Kütten das gar nicht einmal nötig gehabt, denn die mit soviel Mühe bewerkstelligte Aktion der äußersten Linken erwies sich als ein Schlag ins Wasser. Tie Antragsteller hatten merkwürdigerweise verabsäumt, ein zweites für die Drucklegung bestimmtes Exemplar des Anttags-Sammel- Werkes herstellen zu lassen. Aber selbst wenn dies zweite Exemplar vorhanden gewesen wäre, dann hätten sich der Vervielfältigung desselben durch den Truck technische Schwier igkeiten in den Weg gestellt. Präsident Graf Balle st rem konstatierte, daß die Drucklegung des „Sammelwerks" in der ReichAdruckerei dreißig Stunden in Anspruch nehmen würde. Selbst eine mit 50 Setzern arbeitende Druckerei müßte 7—8 Stunden zur Herstellung benötigen. „9ITfo ich werde die Anträge nicht drucken lassen" entschied bestimmten Tones Graf Ballestrem. Da ihm in solchem Falle die Geschäftsordnung zur Seite steht, war das Schicksal der Anträge besiegelt. Sie finden eine Statt lediglich im Sitzungspvotokoll. Selbstverständlich hätte man auch nicht zugelassen, daß sie in der Diskussion „Schaden anrichteten", daß sie die Fahrt des ZollschiffeS hemmten. Tie Kosten der Diskussion über den Anttag Kardorff fangen natürlich Vertreter der Linken. Die Abg. Bebel (Soz.), Müller-Meiningen (freis. Bolksp. l und G o t h e i n (freif. Ver.) bekämpften mit aller Energie den Anttag Kardorff und das widerspruchsvolle Verhalten der Kompromißler. Bon den rein sachlichen Ausführungen war das Bedauern des Abg. Müller-Meiningen bemerkenswert, daß die deutsche Presse sich so wenig rührig gezeigt habe in der Agitation gegen die Erhöhung der Papierzölle. Gegen den Anttag Kardorff erklärte sich auch Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antis.), weil er die Interessen der Landwirffchaft und Gärtnerei nicht genügend berücksichtigt glaubt. Wenn Abg. v. Liebermann der Mehrheit seinen Dank abstattete, daß sie ihn, als Mitglied einer kleinen Fraktion, hatte zu Wort kommen lassen, so hatte er guten Grund dazu. Denn alsbald ttat der „Oberregisseur", Abg. Dr Spahn (Zentt.), in Aktion mit einem Antrag auf Schluß der Tiskussion. 195 Abgeordnete unterstützten frerrn Spahn, 113 stimmten gegen seinen Antrag. Ter Minderheit war also das Wort kurz abgeschnitten. Ter Unmut hierüber machte sich in kräftigen Worten Luft; den Abg Roesicke-Tessau (fr. Ver.), der den Mehrhetts- parteien Brutalität vorwarf, ereilte ein Ordnungsruf. Unter 2r Spahns Führung beförderte alsdann das Zollkartell alle zum Antrag Kardorff gestellten Anttäge mit 202 gegen 119 Stimmen „in den Orkus". Eine eigenartige Laune des Zufalls fugte es, daß die Abstimmung über den Antrag Kardorff selbst also über: dre Formel zur Lösung des Zollratsels^dre h u n d e r t st e Ab - immung nach der Aichbichler-Methode war. Tie frohlockende Zollmehrheit ließ zur Feier dreffs Ereignisses einen Blumenstrauß zum Präsidententisch tragen, doch Graf Ballestrem lehnte für seine Person diese Ehre ab und wres dem Boukett einen Platz auf dem Schriftführerpult an. Ter Antrag Kardorff wurde mit 184 gegen lob Stimmen, also mit einer Mehrheit von nur 48 Stimmen, angenommen. 9 Abgeordnete, darunter wohl einige Konservative, enthielten sich des Votums, ^m ganzen mögen etwa 17 Kons-rvative sich gegen den Antrag erklärt haben. Ter grundlegende Paragraph des Zoll- tarifgesehes mit dem Tarif in der Form des Antrages Kardorff fand alsdann in zweiter L'sung mit 182 gegen ’■ “'n na firne. Graf Bülow, der bis znrn ■! . lächelte stillzufrieden vor sich i ; f,im; hatte er doch gesiegt, ohne . i n zu s in. Am Samstag bereits Der Konflikt mit Venezuela. Die Gestaltung der Dinge an der nördlichen Käste Südamerikas nimmt einen immer ernsteren Charakter an, sowohl im Hinblick auf die Notwendigkeit eines weiteren bewaffneten Einschreitens von Deutschland und England, wie auch hinsichtlich der Stellungnahme der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Wie aus Washington gemeldet wird, stimmt das Staatsdepartement mit der deutschen und englischen Diplomatie Überein in der Ansicht, daß die Verhaftung der Unterthanen beider Mächte in Caracas durch den Vräsidenten Castro einen Bruch des Völkerrechts bedeute, der einer verbrcherischen Handlung gleichkommt. Das StaatSdepattement glaubt aber nicht, daß Castro sich zu bewaffnetem Vorgehen entschließen wird, da er weiß, daß ein bewaffnetes Vorgehen seinerseits die Landung von Streitkräften und die Beschießung der venezolanischen Häfen zur Folge haben würde. Die venezolanischen Aufständischen beabsichtigen, bei Deutschland und Großbritannien die Anerkennung als kriegführende Macht nachzusuchen, da sie nach der Wegnahme der venezolanischen Flotte hoffen, Castro gegenüber siegreich zu bleiben. Im Senat soll einer weiteren Meldung zufolge Senator Cullom, Vorsitzer des auswättigen Komitees des Senats, bedauert haben, daß die Mächte venezolanische Kriegsschiffe zerstörten. Diese Schiffe würden sich den deutsch-englischen nicht widersetzt haben und ihre Zerstörung möge die Schadenersatzfrage komplizieren. Weiter legte Repräsentant Shafroth eine gemeinsame Resolution vor, die den Präsidenten ermächtigt, Deutschland und England vorzuschlagen, die Aktion einzustellen, ihre Ansprüche einem Schiedsgericht zu unterbreiten und den zugebilligten Betrag durch die Vereinigten Staaten zu garantieren. — Es muß als ausgeschloffen gelten, daß diese Vorschläge im Ernste den beiden Großmächten seitens der Unionsregierung zur Annahme empfohlen werden könnten. — Die weiteren Nachrichten lauten: New-Pork, 11. Dez. Der amerikanische Gesandte Bowen erlangte anscheinend von siebenundneunzig verhafteten Deutschen die Freilassung nur beS Konsuls Blohm und des Dr. Köhler. Letzterer ist Arzt. Die Gattin des deutschen Gesandten, welche seit zwei Monaten bettlägerig ist, hatte infolge des Sturmes eines Volkshaufens auf die Gesandtschaft entsetzliche Momente auszustehen, indessen konnte die Dienerschaft die Thüren und Fenster rechtzeitig verbarrikadieren, sodaß der Pöbel nicht einbringen konnte. Ein gewaltiger Steinhagel flog inbefien gegen bie Fenster, ebenso wie gegen daS Konsulat, baS Hotel Klinbt und ben beutschen Klub. Den letzten Nachrichten zufolge lanbeten Truppen in ber Nähe beS Zollhauses von La Guayra. New-Pork, 11. Dez. Eine Depesche aus Kingstown besagt der »Frkf. Ztg.* zufolge: Die britische Kriegsschaluppe »Alert* faperte das venezolanische Truppenschiff „Zamora* und den TranSportdampfer „Mayo*. — „Vineta* und »Retribution* sind gestern abend 6 Uhr von La Guayra ab» gedampft. Man nimmt an, daß sie die Antwott Venezuelas auf die Forderung der beiden Mächte an Bord haben. In La Guayra sind 18 Geschütze auS Caracas eingetroffen. Die Munition wurde nach Fort Laoigia geschafft. Die Wegnahme des »Bolivar* hat große Aufregung heroorgerufen. Außer ben 2000 Mann, bie hier unter Kriegsminister Ferrer eingetroffen finb, werden heute noch 800 unter dem Befehl eines Bruders des Präsidenten erwartet. New-Port, 11. Dezbr. Der »Sun* erklärt, die Bundesregierung fei durch Deutschland und England getäuscht, da die Mächte venezolanische Schiffe zum Versinken brachten. Den Vereinigten Staaten von Amerika sei erklärt worden, lediglich die Saisirung von Zollhäusern fei beabsichtigt. Die Abendblätter erklären das Versinken der Schiffe für ungerechtfertigt. Im en glischen Unterhaus teilte Lord Cranborne in Beantwortung einer Anfrage die neuesten amtlichen Nachrichten aus Venezuela mit: Er bestätigt die Beschlagnahme der drei venezolanischen Schiffe in La Guaira durch Boote der englischen und deutschen Kriegsschiffe und erwähnt ferner, daß ein viertes Schiff kampfunfähig gemacht worden fei, daS venezolanische Kanonenboot »Bolivar* sei ebenfalls beschlagnahmt. Zwei Prisen, die vom deutschen Kommodore genommen seien, wurden versenkt. Die Freigabe der britischen und deutschen Untetthanen sei geforbert, bie Forderung aber, soweit bekannt, bisher unerftittt geblieben. Ferner werde berichtet, der englische Konsul in Caracas sei verhaftet worden. Es sei aber nicht bekannt, ob der Bericht der Thatsache entspreche. Der englische Vizekonsul in La Guaira fei mit einigen Frauen und Kindern von einem britischen Kriegsschiff aufgenommen worden. ES verlautet, Castro behalte bie beutschen und englischen Unterthanen als Geiseln zurück. Nach dem letzten Bericht, der vergangene Nacht von Sa Guaira abging, seien die englischen Untetthanen, obgleich in Haft, doch soweit unversehrt. * * Von La Guayra enttoar6 Dr. A. Olinda, der sich längere Zeit in Venezuela aufgehalten hat, in einem im Feuilleton der „Frankfurter Zeitung" vom 9. Januar b. I. veröffentlichten Artikel folgende Schilderung: Ter von Europa kommende Fremde landet in der Regel in La Guayra. Diese etwa 12 000 Einwohner zahlende Hafenstadt zieht sich an einem schmalen Saume ebenen Landes, den hohe Berge zwischen ihr und dem Meere übrig lassen, hin und erinnert durch ihre schroffe Felsnatur an die Umgebung von Marseille. Freilich, in ber Bucht von Marseille sind die 23erae lange nicht so hoch, treten auch nicht so nahe an die Küste heran, wie hier. Ten Aufenthalt in ber Stadt verleiden dem Europäer die engen, staubigen Gassen, bie schwüle, erstickend haiße Lust, die vielen verfallen und verwahrlost aussehenben Häuser. Ter eben an gebeutet en Schattenseiten La Guahras wegen ziehen es viele der bartigen Kaufleute vor, ihren Wohnsitz in dem einige Kilometer östlich gelegenen Seebabe Mocuto aufzuschlagen, bas per Bahn in einer Viertelstunde bequem zu erreichen ist. Cs ist ein kleines Paradies in stiller, idyllischer Natur. Unter rauschenden Kokospalmen, unter dem Blätterbaldachin weitästiger Mangobäume, in der Schatten kühle eines schönen Parke-, umfächelt von dem erfrischenden Meerwinde kann man hier in einer von dem Wohlgeruch ttopischer Blumen erfüllten Luft, den Blick versenkt in ben wetten MeereS- horizoitt und umbraust von ben mächtigen Orgeltönen der Brandimg, schöne Stunden verleben. Und scheut man nicht die Anstrengung, etwas höher in die Berge hinaufzuklimmen, wo allerlei farbiges, kaum bekleidetes Volk, das von dem harten Kampf ums Dasein in unseren nordischen Zonen nichts weiß, vom Ertrage einer kleinen MaiS- unb Bananenpflanzung ohne Sorge dahinlebt und sich seines Daseins freut, so bat man hier Landschaftsbiiber vor sich, die in Bezug auf die Farben glut, in bie sie getaucht sind, an Italien und Griechenland erinnern. Von La Guayra führt nach der .Hauptstadt Caracas eine 37 Kilometer lange Gebirgsbahn, doch ist es wohl ausgeschlossen, daß bie fremden Truppen soweit Vorbringen würden. Von Caracas fühtt bie von ber Berliner Diskontv- gesellschaft gebaute „Große venezolanische Eisenbahn" nach der zweitgrößten Stadt des Landes, Valencia (40 000 Einwohner), deren erstes Drittel den ausgesprochenen Charakter einer Gebirgsbahn trägt. Die Strecke von Caracas nach Valencia ist 185 Klm. lang und es mußten 60 Tunnels und ebensoviele Diadutte und Brücken gebaut werden. In der Nähe von Valencia liegt der große Tacarigna- ober Valenciasee in einem reichbebauten Thalkessel. Von Valencia führt mitten durch das Gebirge, zum Teil mit Zahnradbetrieb ein Schienenweg nach der bedeutenden Handelsstadt Puerto Cabello, das sehr schön Hegt Politische Tagesschau. Graf Bülow und der Anttag Kardorff. Reichskanzler Graf Bülow hat, tote auS unserem heutigen Reichstagsbericht zu ersehen, im Namen der verbündeten Regierungen eine Erklärung zum Anttag Kardorff abgegeben, die in der Presse eine sehr verschiedene Beurteilung findet. Wir geben nachstehend die hauptsächlichsten! der bereits vorliegenden Urteile wieder. Bon den Organen der Rechten äußert sich bie „Kreuzzeitung" in einem kurzen Referat: Nur schwachen Beifall erntete der Reichskanzler, und ein Gefühl des Staunens beherrschte das HauS, daß die Hauptrebe (bie des Abgeordneten Bassermann) und die Erklärung bet Regierung sich in einer reichlichen Viertelstunbe abgewickelt hatten. — Die „Deutsche Tageszeitung" bemerkt: Wenn ber Reichskanzler angesichts ber Sachlage und tu diesem Stadium der Beratungen nichts anderes zu sagen hatte, bann hätte er füglich schweigen können. Die Zusage, daß die verbündeten Regierungen bie Herabsetzung ber Jndusttiezölle in wohlwollenbe Erwägung ziehen würden, mußte geradezu wie Hohn wirken. Tie Erklärung über die Biehzölle und bie Grenzsperre ist so allgemein und inhaltlos, daß diejenigen, welche im Vertrauen auf diese Erklärung bie Brücke der sogenannten Verständigung betreten hatten, tief enttäuscht und ziemlich überrascht waren. — Tie „Vossische Zeitung" erklärt, ein derart peinliches Gefühl, welches die Rede des Reichskanzlers bei denen hervorrief, bie ihm keineswegs feindlich gegenüberstehen, hat schwerlich je zuvor im deutschen Reichs^ tage geherrscht. Auf aller Lippen lag die Frage, wie hätte in dieser Lage Fürst Bismarck gehandelt. Auch Msmarck hätte den Tarif durchgesetzt, aber wie er es that, hätte auch dem Gegner imponiert, heute aber imponierte Graf Bülow nicht einmal seinen Parteien, geschweige dem Auslände. — Tas „Berliner Tageblatt" schreibt: Mit eleganter Wendung ging Graf Bülow über die nicht ab- zuleugnende Thatsache hinweg, daß bie Kommission den ohnedies hockischutzzöllnerischen Zolltarif der Regierung noch weiter zum Teil in geradezu ungeheuerlicher Weise erhöht hat. — Die „Germania" äußert sich dagegen über bie Rede ziemlich zufrieden. Sie sagt, bie Erklärung des Reichskanzlers gebe besonders in Betreff ber Vieh- und Fleischzölle befriebigenbe Zusicherungen. — Tie „Volkszt g." meint, bie Erklärung des Reichskanzlers wird dem deutschen Volke mit erdrückender Deutlichkeit zum Bewußtsein bringen, daß es thatsächlich neue ungeheure Opfer im Betrage von Hunderten von MMionen zu bringen haben werde. — Tie „33erl. Ztg." meint, weniger habe der Reichskanzler unmöglich sprechen können. Nach dieser Erklärung werde e5 denjenigen Mehrheitsparteien, die ihren Wählern goldene Berge über die Regierungsvorlage hinaus versprochen hatten, noch schwerer werden, bad ein gegangene Kompromiß zu rechtfertigen. Der gesichttte Zolltarif. Tas unttrdlich schwierige Werk des Zolltarifs ist auf Grund ber gestrigen Annahme bes Antrags Kardorff in zweiter Lesung gesichert. Die Annahme des letzteren er- er zur Bewachung Zelte aufgeschlagen. Deutsches Pcidj Berlin, 11. Dez. Der Kaiser hörte heute vormittag! die Vorträge des KricgSministerS v. Göhler und deS Chefs deS MilitarkabinetS Grafen v. Hülsen-Hoeseler. — Die sächsischen StaatSeisen bahnen haben ihr Anlagekapital im Jahre 1901 mit nur etwas über 8 Proz. verzinst, während die Verzinsung im Jahre 1900 noch die Höhe von 3,7 Proz. erreichte. — Auf eine Resolution der Münchener Studentenschaft, betreffend Einschränkung der Pistolenduelle, hat das bayerische KriegSminislerium erwidert, daß eS im Hinblick aus § 201 des Reichsstrafgesetzbuches al- Behörde nicht in der Sage sei, auf die in der Resolution geäußerten Wünsche über die Art deS Zweikampfe- eine Verfügung zu treffen, und daß Yachrnf für Pfarrer Ir Art-drich $rdit. Gießen, den 10. Dezember 1902. Parlamentarisches. Vor Eröffnung der gestrigenSitzung deS Reichstags unterhielt sich der Reichskanzler Graf Bülow sehr eingehend er sich der neuen Mutter mit kindlichem Vertrauen an. häufig zu?ieftpredigtcn nach^ Zu erwähnen ist noch, weil eS für seine Entwickelung doch Nadt Darmstadt hegte s hr bald den Dun sch, ihn f auch nicht ohne Einfluß geblieben war, daß er als Lohn zu gewinnen. Da- erste Mal hat Herr Prälat HabiW des HofpredigcrS auch zu den Lpieloefährten unsere- Groß' unsere etabt vor dem afTyi b • Herzog- gehörte und viel im Großherzoglichen Palai- ver- aber nach mehreren weiterm versuch«, m diesem So kehrte. Daß er auch sonst bi der -Zugendzeit einen Kreis s di« entscheidende Anfrage kam, glaubte er scch seiner einen guten Aus gang einflößen. Gegen den Antrag v. Kardvrff haben am Donnerstag 136 Abgeordnete gestimmt. Es sind dies außer den Abgeordneten der Freisinnigen Volkspartei, der Freisinnigen Vereinigung, der Deutschen Volkspartei, der Sozialdemokratie, der Teutschhannoveraner Baron v. Arnswald, der bayerische Bauernbündler Bachmeier, der Deutschhannove- raner Graf v. Bern stör ff-Uelzen, die Antisemiten Bindewald, Gäbet, Gräfe, Liebermann v. Sonnenberg, Müller- Waldeck. Raab, Werner, der Wildkonservative v. Blödau. die Nativnalliberalen Büsing, Prinz Carolath, Depken, Ende- mann, Esche, Wehl, die Konservativen v. Bonin-Bahren- busch, v. Dewitz, v. GerSdorfs, Htlgendorff, Freiherr von Langen, der Vorsitzende der konservativen Fraktion von Norrnann, der konservative Redakteur der „Deutsch. Tages ztg.", Dr. Oertel, v. Oldenburg, v. Queis, Rother. Schrempf, v. Sperber, v. Treuenfels, Freiherr v Wangenheim, von Weitzel, Will, der Bündler Tr. Diederich Hahn, der bayerische Bauernbündler Hilpert, der Teutschhannoveraner Frhr. v. Hodenberg, der Bündler Lucke, der Elschfer Preiß der Wildliberale Schwarz-München, der Zentrumsabgeordnete Szmula und der Teutschhannoveraner Frhr. v. Wangen- heim. Es haben danach 17 Konservative und 6 National- liberale dagegen gestimmt. Auffallend ist, daß von den 14 Mitgliedern der polnischen Fraktion nur Cegielski, von Ezarlinöki, v. Walszlegier geegen den Antrag gestimmt haben, während die 11 übrigen Polen bei der Abstimmung fehlten. — Enthalten haben sich außer elsässischen Abgeordneten der NationaMberale Hilbck, Prinz Hohenlohe, der Teutschhannoveraner Frhr. v. Schele-Schclenburg, der Na- tionalliberale Uhlemann. Angenommen wuroe der Antrag mit 183, also nicht mit 184 Stimmen. Eine Stimme war ungiltig. mit den Äbg. Spahn, Baffermann, Prinz Arenberg, Graf o Armin, Baron de Schmid und dem Grafen Stollberg. Rach Iwachsen, wie ebenfalls ihr Mann, von Jugend tief ein» Beendigung seiner kurzen Rede zog er den zweiten Vizepräsi» getaucht in alle Interessen des Pfarrhauses, eine eifrige, dcnten Büsing längere Zeit ins Gespräch. treffliche Hausfrau, voll lehmiger geistiger Interessen Zur dritten Lesunq des Zolltarifs im Reichstage und treffenden Mutterwitze?. Do nahm er -m gntes 8rbte>l ,°ll wie die .Germ.- WH, eme von ^Webern b« Zentrums, den Konservativen und der Reichspartei unter- a^e mehrfach mit einander verwandt und verschwägert, zeichnete Resolution eingebracht werden, daß die Regierung oon benctt citt Teil mit in demselben Hause wohnte beim Abschluß von Handelsverträgen nicht unter die von der unb m Familie gehörigen Institut unterrichtete. Kommission beschloßenen Mindestsätze der Vieh- und Fleisch- ist wohl begreiflich, wie unter diesen Umständen sich zölle gehen darf. Ferner wird die Regierung ersucht, bei eine stark aut Es wird wohl noch anderen Besuchern der heutigen Aufführung des Akademischen Gesangvereins so ergangen sein, wie dem Schreiber dieses, daß die tief ergreifenden Klänge des DrahrnSschen Requiems von Sterben und Vergehen, noch eine ganz besondere Bedeutung gewannen, und daß dem Trost der christlichen Hoffnung, der da so herzandringend in Tönen verkündigt wurde, eine ganz bc-1 sondere Empfänglichkeit entgegenkam. Wir mußten immer wieder an unseren lieben Grein denken. Man kommt ia nicht in die höheren Jahre, ohne daß man recht viele schmerzliche und herbe Verluste erlitten hat. Aber sein I Scheiden, so in der Blüte der Jahre, so aus dem Sonnenschein des Lebens, so aus der Fülle der Liebel heraus, gerade in der Zeit, da ihm so recht die Flügel I gewachsen schienen zum Flug in die Höhe — das hinterläßt nicht bloß eine sehr schmerzliche Lücke, nein es erschüttert unser Lebensgefühl und unsere Zuversicht bis an die Wurzel. Darüber kommt man nicht so leicht hinweg. Ich denke, es wird vielen erwünscht sein, wenn wir uns unter diesen Eindrücken noch einmal in sein Gedächtnis vertiefen, und ein kurzes Bild seines Lebens und Wesens an unserem geistigen Auge vorüberziehen lassen. Friedrich Grein wurde geboren zu Darmstadt am 4. Januar 1868 als das dritte Kind, der zweite Sobn des damaligen Mitpredigers, späteren zweiten Hofpredigers, | Ern stGrein, und seiner ersten Gattin Johannette, geborenen Stamm. Nach ihm wurde dem Ehepaar noch eine Tochter geboren. Der Vater war damals Lehrer an der Stadtmädchenschule und unterrichtete zugleich an dem weitbekannten, hochangcs''henen Hofmännischen Mädcheninstitut, das sich damals noch im alten Hause an der Ecke des Wil- helminenplatzes befand. Die Eltern Grein wohnten in dem- selben Hause im unteren Stock, während Vater Grein seine Studierstube, seine Prophetenkammer, wie er sie gerne nannte, im Hinterhause hatte. Es war ein überaus glückliches Familienleben, das den jungen Friedel in seiner Kindheit umfing. Vater und Mutter waren beide sehr anziehende und charaktervolle Persönlichkeiten, er ein ehrenfester, frommer Mann, so herzlich und fröhlich, so arbeits- I freudig und eifrig, sie, aus altem Pfarrcrsgeschlecht er» wertvolle Dissertation aus der Friedberger Reformation-- geschichte vorlegte. Nachdem er noch sein Jahr als Ein- jährig Freiwilliger in Hannover gedient hatte, wurde er als Pfarrverwalter der neugegründeten hiesigen Pfarrstelle, der Markusgemeinde, berufen, und am 23. Oktober 1892 in der Stadtkirche ordiniert. Es war für einen jungen An- fänger keine leichte Aufgabe, die er damit übernahm. Es waren vielfach noch unfertige Verhältnisse, die er vorfand. Tie neugeschaffenen Gemeinden waren wohl auf d.-m Papier organisiert, aber sie hatten noch keinen Zusammenhalt, keine Gemeindeeinrichtungen, keine Traditionen. Grein war dafür ganz der rechte Mann. Mit seiner großen Gewandt- hrit im Verkehr wußte er rasch nack allen Seiten hin persönliche B-ziehimgen anzuknüpfen. Seine feine, liebenswürdige Persönlichkeit gewann chm bald die Herzen, und die große Lauterkeit seines Wesens fesselte auch bei näherem Verkehr, nur immer fester. Erstaunlich war für uns Aeltere die große Sicherheit, die der junge Prediger auf der Kanzel entwickelte. Er hat allerdings von Mfang an eine ganz besondere Sorgfalt auf die Msarbeitung seiner Predigten verwandt. Sie lagen alle sauber geschrieben vor, und er pflegte sie sehr gewissenhaft zu memorieren. Mer daran ^lag eS doch nickt allein. Neben seiner aufrichtigen Fröm- lmigkeit und seiner lebendigen Ueberzeugung machte sich hier ein Zug an ihm geltend, der ihm bis in die Mannes- jahre hinein einen ganz besonderen Reiz verlieh: eine gewisse Kindlichkeit seines WesenS und seine? SinneS. AM als ob es ihm an männlicher Kraft oder innerem Ernst gefehlt hätte. Mer er faßte die Tinge so einfach, so ohne viel Reflexionen, er hatte so viel Sinn auch für das Kleine, so viel Freude auch am Alltäglichen. Das sprach er dann so frisch und frank aus, daß es niemals seines Eindrucks verfehlte. Dazu kam noch etwas Anderes. Sein stark ent- wickelter Sinn für Menschen befähigte ihn zu einem sehr feinen Verständnis für andere, und sein warmes, freundliches Herz ließ ihn auch an den kleinen Erlebnissen anderer leicht und gerne teilnehmen. Dadurch gewannen seine I Predigten nach dieser Seite von Anfang an eine für einen jungen Mann ganz ungewöhnliche Reife und erne starke praktische Haltung. Das machte sich noch viel mehr vn allen Casualhandliinaen geltend. Bei diesen, bei denen das Persönliche so sehr in den Vordergrund tritt, fand er immer das rechte, wohlthuende und treffende Wort. Daß er sich dabei auch der Einzelseelsorge an Kranken und Troftw- dürftigen, der Fürsorge für Arme sehr eifrig annahm, I versteht sich bei ihm von selbst. Es sind sehr viele, die .gerade darin sehr viel von ihm empfangen haben, unb ihm I dafür zeitlebens ein dankbares Gedächtnis bewahren. Seine eifrige Thätigkeit in der Armenpflege wurde seitens der I Stadt dadurch anerkannt, daß er zuerst zum Bezirksvorsteher des 5. städtischen Armenbezirks, der sich ganz mit seiner I Gemeinde deckte, und dann zum Mitglied der Armendepu- folgte mit 184 gegen 136 Stimmen. Die zuerst weit über 200 Stimmen betragende Kartellmehrheit ist also gestern nicht unerheblich zurückgegangen. Immerhin aber ist nun die hauptsächlichste Entscheidung gefallen, und die Reichstagsabgeordneten, die „der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe", sich zu einem längeren Aufenthalt in Berlin entschlossen hatten, um das Haus füllen zu helfen, können am Samstag frohgemut heimwärts fahren. Bis sich der Tag geneigt hat, verfügt Graf Bülow über die Zustimmung des Reichstags in kndgrltrg entscheidender dritter Lesung zum Antrag Kardorfs und damit zum Zolltarif und dem Zolltarifgesetz. Daß es em großer und bei der Kürze der Zeit erstaunlicher Erfolg ist, den insbesondere der Reichskanzler durch seine geschickten und zähen Unterhandlungen mit den Parteiführern der Mehr» Helt errungen hat — wer will es leugnen? Mer es giebt , , Erfolge, deren man nicht recht froh werden kann, entweder I ^n’”nn'b "auch ' alle" diejenigen" Arbeiter entlassen worden, I oorgeschriebenVn Examina, die cr hier in Gießen/ und nach w *tiNsissre%rs«»a8T »W ÖMTÄ, X. 8Ä-*» - ---- Position nach ihren Auffassungen und Wünschen umgestaltet. Schulenbur g-OscherSleben genannt. Das der Regierung zurückgelieferte Heft wimmelt von Kor-1 München-Gladbach, 11. Dez. Der Ausschuß bc5 rekturen. Graf Bülow tröstet sich rmd die Jndustri^ poweit , Westfälischen Verbandes der evangelischen die beschlossenen Abänderungen nicht nach deren^^chmack Arbeitervereine hat gestern einstimmig beschloffen, an den ÄfeÄ^t WÄÄ* ""Raiter ein Telegramm' ,u senden mit dem ehrerbietigsten heblicher Bedeutung sei, weil ja dieser Tarif nur als Dank für daS m der Breslauer Rede von neuem bekundete Grundlage für die Handelsvertragsverhandlungen dienen Wohlwollen für den Arbeiterstand und dem Gelöoniv der soll. Dieser Trost hat aber Wert nur unter der DorauS- Treue zu Kaiser und Reich. fetzung, daß der Handelsvertrag, den man anstrebt, auch Straßburg i. E., 11. De^. Eine in der Ortschaft zustande kommt. Solange aNes klappt bei den Vertrags- ßaqcrbc konzessiomrte Bohrgesellschaft auS Aschersleben fing Verhandlungen, ist der Zolltarif em Jnstnrment, cmf dem L Meinung, auf deutschem Boden zu sein, etwa die Regierung ihre Wersen späelt indem sie b« der Meter jenseits der Grenze zu bohren an. Die Bohr- wird der Zolltarif zur Waffe, und zwar muß sie so gut I Grenzaufseher haben bei den beschlagnahmten Gegenständen und so schlecht hingenommen werden, wie die Reichstags-1 zur Bewachung Zelte aufgeschlagen. Mehrheit sie geschmiedet hat. Graf Mlow hofft nicht in diese ungünstige Lage zu kommen. Mer wo muß mehr mit ungünstigen Wendungen gerechnet werden, als in der Politik? Denn es können die Personen und die Richtungen im Auslande wechseln, die gegenwärtig das Vertrauen auf tation berufen wurde. Sehr wichtig war es,für die Entwickelung der Gemeinde, daß Grein auch sehr rasch ein vorzügliches Berchältni- zu seinem Kirchenvorstand zu gewinnen wußte. Bn seinen Unternehmung en und Veranstaltungen für seine Gemeinde kam e s ihm sehr zu statten, daß er eine geradezu unwiderstehliche Gabe besaß, die Menschen sich gefällig zu macben. Es konnte ihm eigentlich niemand gut etwas abschlaqm. Sonst verschlossene Thüren öffneten sich ihm bere.nviing- Eine ganz besonders erfolgreiche Thätigkeit war 'M im Evangelischen Arbeiterverein beschieden. besten Festung er nach dem Rücktritt des langiährigen ersten Vorsttzevoen, Professor Tr. Stamm, übernahm. Mit dem ganzen ^euer der Jugend, und mit all den vortrefflichen, ihm zu Gevor stehenden Gaben warf er sich in diese Arbeit hm "in unv durfte eS erleben, daß für den Verein eine Zeit der schönsten Blüte anbrach AlS neuen Zweig der Arbeit begann er darin die Veranstaltung von DolkSkonzerien, die vielen Beifall fanden. Ebenso betrieb er sehr energisch den ZU" ^sammenschluß mit den «rudervereineu im Mittelryemi i schen Verband Die strahlend war er, als in diesem Sommn da- so wohkgelunaene VerbandSfest hier gebaltm xmnot. UCH1C1|11,„ 1U1C u„_ ___________ Km 18. Sufi 1895 ,-YIvtz «rein zu KSkn den «und der saepräate Familienart und ein lebhafter Fa- Ehe mit Paula Gebühr^ der Tochter ber Kaufm"^ Abschluß von Handelsverträgen nicht nur industrielle, sondern I miliensinn entwickelte. Die vier Geschwister hingen mit Gebühr, die er im Jahre zuvor im "a e auch landwirtschaftliche Sachverständige zuzuziehen. großer Liebe aneinander, und besonders dw beiden Driider Mo,el kennen und lieben geleimt hatw. scheint, Trm Rr.ch-.ag- ging ein von d°r ZentrumSsEon w°^^n»er^nnlvche^meraden. unterzeichneter Antrag Speck zu. an Stelle der vorge- sionat, in dem immer viele Ausländerinnen vereitelt hat. ihn sckvn damals nach Deririck und trn schlagenen Resolution Heyl S" Herrnsheim eine Resolution gei^^ige Cntmidfriung ber JTinber übte. Grein seinem Eheglück zugeführt bat. Und reiche- GMck anzunebmen, daß der Reichskanzler möglichst noch vor Er- „hielt dort feinen ersten Unterricht, und ist seine ganze hat er in ber in dieser Ehe an der^-seue , iner Neuerung der Tarifverträge daS bestebende Meistbegün- ^^„d„it hindurch in stetem Verkehr mit den Insassinnen Ilieben Frau, die ihm Mit ihrem naren ronoi stigungSverhältniS zu allen Ländern löse, wo bicIPensionats geolieben, und wußte davon später noch Wesen und ihrem tiefen Pflichtgefühl rasG zu ct b. Erfahrung gezeigt habe, daß ein solches Verhältnis den sehr ergötzlich zu erzählen. Da gewann er denn frühe die Gehilfin auch als Pfarrfrau erwuchs, gefun en. deutschen Jntereffen nachteilig gewesen sei, und darauf hin- ihn so besonders auSzeichnende Gewandtheit im Umgang völlig, als ,ich nach einander dre n e . > m wirke, daß mit solchen Ländern MeislbegünstigungSverträge mit Menschen, in dem er geradezu ein 2?irhipfc genannt ^niigen unb ein . a .rr^”c r.jnc ^äuslickkeit unb nickt mehr abaesckloffen werden hu werden verdient. Da entwickelten sich die fernen und Hausvater. Wie stolz war er auf seine Hausumreii ___ ___ ' _________________________harten Zllge feine? Mesens und memüteä. Er war ein aNeS. was sie e>nM°ß. °°n war lein ” fröhliche? Kind, und in dem großen Kreis fröhlicher Jugend Nemsten neuen Schtmuckftück, wie wohrgrpfl S > m verlebte er eine gar sonnige Jugend. Tiefe Verkmltniffe behagliedeS Studier»,mmer! Nur daS '-gene P Organs bargen ia auch ihre Gefahren, «ancher andere rofire an hat er. fo lange er hier war. f<^e$u$ ttrniBt. feiner Stelle, der aNgemeine Liebling, der er war der- fehlte tn bem Hingen £>anj^(t je ttvethf1 wrtett, verweichlicht und eitel geworden. Tavor behütete und Dorgen. Wer daran rechten f,e vewe y^ran uno !hn der gesunde Geist jeiueS TlternbaufeS unb bet Clttrn heften frch. unb er1°nrUen unontbehr, ch e4 ernster Sinn. Im Jahre 1878 traf ihn ber schmerzliche gerade dem Psatr^use fei. biJ*«1"'Seiten beheben» Lrblag, daß er bie geliebte Mutter verlor. Sr war noch nicht nur an «nberen y «kennen, fonbetn fie selbst ju noch zu jung, um die ganze Größe deS Verluste- zu er- erfahren. - . messen, und als sich fei« Vater im Jahre 16-90 wieder Ts ist Inn ^ude», daß Marm, wie Gre , ' " * Seydbecker, so schloß I cniswärt« nicht unbeachtet blieb^ Nicht nur da» mwn iyn häufig zu Festpredigten nach auswärts berief ^'ne Vater- 2 . ' , ... t M fX Kan tTDun frft I hn TI I r 1117 formt btt berührten Punkte in Anbetracht der in der Armeei treuer Jugendfreunde gewann, denen er zeitlebens zugetha» b'Nehenden ehreng«icht,ichen lZestimmungen keinen Anlatz zur bliebest W^'^en^nawrlichw^e weiteren-Behandlmig geben. hies,gen Howaldtwe^ ^rmstadt ^f^t ^te.^b^^erfi®. um sich erbaute kleine Kreuzer .Je ist heute vormittag 11 Familientradition und eigene, am Vorbild deS VaterS ge* 30 Min. glücklich von Stapel gelaufen. Die Taufe vollzog ^Ejhrte Neigung von frühe den Weg gewiesen hatten. Dem der Präsident deS deutschen Flottenvereins Fürst zu Salm- Wunsch des VaterS folgend, ging er zuerst nach dem da- Horstmar. DaS Schiff erhielt den Namen .Undine'. malS für Theologen noch besonder? angesehenen Erlangen, Dresden, 11. Dez. König Georg ist unter leichten von da nach Leipzig. Im Jahre 1889 kam er bann zur tfebererWeinunqen an Bronchtalkatarrh erkrankt und genStigt. Vollendtm^seiner^Stud^ W.^e ^verlebte Seit baS Bett zu hüten. „ . , fcfieibenbc aeworden. Mit voller Freudigkeit roan^** *“ MEb"rg, 1 De^. heute Ergänzend b ch ei I ^icr bc^. modernen Theologie zu, die ihm zur Freiheit wird, erhielten sämtliche Arbeiter deS Krupp schen Grus on- l Klarheit seines inneren Lebens und damit zur vollen Werkes, welche die Adreffe an Frau Krupp nicht unter»I^arn;onic seines Wesens half. Taß er übrigens mit Ernst ! schrieben, ihre sofortige Entlastung. Rach einer anderen Mel» jeincTn stubium abgelegen hatte, bewies er außer in den Oesterr Staab-bahn 1 T Amkoriian . 2425 . 90.60 . 77 00 . 95.00 . 21110 . 188 80 . 136.25 . 142.90 . 156 75 , 146.20 . 17 60 178.70 . 204 00 . 169.30 . 168.00 121.00 44.60 3Vto/e 3*/,°/ 3°/n 3'/o Mexikaner 41 /f / Chinesen Electric. Hc^ ackert Nord4 Lloyd . » Kreditaktien . Diskonto-Kommandii Oarmstädt-T Bank Dresdener Ba> k . Ber iner Handelsges Verein zur Pesckiästigung A Keitsloser Frankfurt a. M., 11. Dez. Harpener .... Teodene: rahig. Nachmittag? 5 Uhr: Pfarrer Scheunemann. Beichte und heil. Abendmahl für die MarktiSgemetnde, wozu noch besonders die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde, Alicestraße Nr. 13, Donnerstag den 18. Dezember, abends 8 Uhr, im oberen Konfirmandenfaal, Kirchstraße 9: Bibel'tunde. Psalm 62. Pfarrer Schlaffer. In der JohanneSktrche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johanne-- . 102.00 . 90.95 . 101 95 . 90 90 . 100 75 . 99 80 . 103.00 101.40 . 101.50 . 103.30 R % Ob-rhessen . . 4 % Oesterr GoMrer ie 4' Oesterr. Siiberrente 4% Ungar. Ooldr-nte . 4° Italien Rente . . 4’,% Portngies n . . Ans Stadt und Land. Gießen, den 12. Dezember 1902. - Personalien. S. K. H. der Großherzoq haben Allergnädigst geruht, am 6. Dezember den von dem Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die evangelische Pfarrstelle zu Hitzkirchen, Dekanat Büdingen, präsentierten Pfarrver- walter Adolf Herrmann zu Gelnhaar für diese Stelle zu bestätigen. •* Auszeichnungen. Zur Hoflieferantm S. K. H. des GroßherzogS wurde die Aktien brau erei Gießen ernannt. Bekanntlich hat die Aktien-Brauerei in den letzten Jahren häufig die Ehre gehabt, an die Hofhaltung ihr Reicheanleibe do. Koneols . do . . Hessen ftrantfurta.ro., 11. Tez. Ter gemischte Ausschuß, über die Ausgestaltung der Frankfurter etag lich-S W* mußte. für feint ie gerabeju ur- , gefällig it etwas < Ää t ersten t dein lichen- 'hln^ ynb r Arbeit ^,.(nt hr Ä in’* eit nn, it«in’"£<'■ hier «’ftni * Sade^ist ein; hatte- chemt. gfif5.? „ttb *!'! ’Ä 8» h ein seiner , align'^und^ eide^tbehÄ^ gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittag« 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heilige? Abendmahl für die LukaSgemeinde. Hu dieser Abendmahlsfeier find die Neukonfirmierten besonder« eilt- geladen. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten. Montag, den 15. Dezember, abend« 8 Uhr, Bibelftunde im Konfirmandenfaal der JoHanneskirche. 1. JohanneSbrief, Kap. 2, 28 bis 3, 10. Die Zukunft des Herrn und wie der auS Gott Wieder- 35* SJä Bi.il “4 »•£ ,« bann’S ■' ""lebte £ 7 ei zur toolK mit w r*inbi 90 dahin tt, 1 Rchrmativnz. ein. .R, tombt n ?Enfs°rrW, ^Jungen b u uberiiahrn. U aus bcni^iet x Zusarnmeiihi!!, i°nen. Grein k« großen GewM, Een ^titen ft lfle, feine, lieber» die Herzen, urj onch bei nähere it für uns 5ete ier auf bei mg an eine je; I seiner Predizin :ehen vor, unb t; eren. Wer bi:? lufrichtigen igung machte: is in die laib i verlieh: ein; nc5 Sinnes.i >ei innerem fc so einfach, so - ach für bas Kie. os sprach er fr: s seines GiM :s. Sein ihn zu em® n iparrn^, Nb« Erlebnisse mdmr h geW seine an rat für einen fe unb eint fiatfe och viel mehr bei [en, bei denen dal •itt, fanb er tonte tot Tvß et W km unb Trvstl t «W «nnahi nb W vielk'K aln 29^45 Pfg- im Vorjahr. Die Betriebskosten der Kolonie Mgen Die Kolonie vereinnahmte 'S m Ä/W°r h°b hervor, daß die meisten stellenlosen dem Trünke ergeben waren; auch periodische Uu er fehlten nicht; dle Gesetzgeber oNten da- ihre höchste Aufgabe darin erblicken, am « eber wurden gewählt. für ^^stchbrzienr d- Mainz Beigeordneter Hasfner-Mamz; für Dupermtend nt Wissemann-Hofgeismar Metropolitan Ri ) _' L- Polizeipräsident Prinz Ratibor-Dres^en Regieru^^aft Stent Hengstenberg-Wiesbaden; für Geb ließen Provinzialdirektor Dr. Dr^ib^-Gießen, für Geh^ .Kommerzienrat Emil Ladenburg-Frankftrrt a. M. dess^n r^ohn August; für Polizeipräsident D. v. Hergenyayn ^ustizrat Dr. Oswalt-Frankfurt a. M-, für Geistl. Jiat Nahl dessen Nachfolger Dr. Hilfrich-Frankfurt: aM. An s-telle des Herrn Dr. Breidert-Gießen wurde Freiherr von »öraney-Darmstadt für die Provinz Starkenburg ge h ^ '^lize-präsident a. D. v. Hergenhahn wurde zum Ehren -nitglied «des Vorstandes ernannt. Telephonischer Kursbericht. Franl« Inrt e. 12. Dezember 1902 49 50 ! Lombarden 31 00 Gohhar bahn 28 30 ■ Laura ütto . Bochum . . f:Sten Vaterstadt nicht länger entziehen zu dürfen. Trvtz- tm wurde ihm das Scheiden von seiner Gemeinde, an der c mit ganzer Seele hing, und aus den lieb gewordenen icichältgissen nicht leicht, und er hatte es bis Zuletzt noch iEt völlig verwunden. Am 7. September hielt er seine fb'chiedSpredigt. In einer am Abend in Steins Garten tq;ehaltenen Abschiedsversammlung kam dann noch ein- 1QC[ alle Liebe und Anhänglichkeit zu lebhaftem und weh- lülttgem Ausdruck. Am 5. Oktober wurde er von Herrn ^iperintendent D. Floering in sein neues Amt eingeführt, r'-udig und thatenlustig widmete er sich den Aufgaben, ik!ihm da erwuchsen. „Volldampf voraus", so kennzeichnete - in einem Briefe die Stimmung, mit der er an die fi ieit ging, und in Darmstadt begann man schon etwas LH?on zu spüren. Ta warf ihn Gottes dunkle Fügung aufs Dinkenlager, von dem er nach kurzem, schwerem Ringen icht mehr erstehen sollte. Eine Operation, die von be- :i|?nfter Hand unternommen wurde, konnte ihn nicht mehr .'Ilten. In der Nacht vom 29. auf den 30. November hauchte r seinen Geist aus. am 2. Dezember haben wir ihn auf dem 'mrmstädter Friedhof an der Seite seiner heim getan genen illiern zur letzten Ruhe gebettet. Ich will die Klage, die in unser aller Herzen klingt, -icht wiederholen. Ein seltener Mensch ist mit Grein von :nti gegangen, kein großer Geist zwar, keiner von denen, lief ihre Zeit mit mächtigem Ruck vorwärts bringen, aber imer von den seltenen harmonischen Rattiren. von denen Zcvnnenschein ausgeht, die denen, mit denen sie ihr Weg nflammenftihrt, das Leben lieber und freundttcher machen. turcT) diese Welt voll Kämpf und Streit ist er als ein (triebenoTinb gegangen. Er hat den Kampf nicht gescheut, :co er Pflicht war. Aber, ohne Ecken und Schärfen, wie er itnr, hat er nur schwer Anlaß zum Streit gegeben. Wir ymden nicht aufl;ören, um ihn zu trauern und ihn zu femnissen, aber wir hoffen zuversichtlich, daß auch seines «uzen Lebens Spuren nicht so bald verwehen werden. Schlosser. Kirchliche Knchrichlcn. Evangelische Gemeinde. Am 3. Advent, den 14. Dezember. G o l l e s d i e n sL In der Stadtkirche. Vormittags 9' , Ichr: Pfarrafsistent Voot. Vormillaa- 11 Uhr: Kinderkuche für btc MatthauSaememde. «jarrer Schlaffer. medizinischen Anstalten beraten sollte, ist zum^ Abschluß seiner Beratungen gekommen, die darin gipfelten, daß durch Zusammenwirken aller beteiligten Faktoren eine „Akademie für praktische Medizin" gegrunde werden solb Tas Senckenber g sche anatomische Institut soll auf dem Terrain des städttschcn Krankenhauses Unterkunft ftndrn, und es soll eine Verständigung wegen einer gemein- sam en Anatomie getroffen werden. Gevlant ist ferner eine Vergrößerung des städtischen Krankenhauses um 4o0 Betten und Errichtung eines st a d t i s ch e n h y g i e n i sch en Instituts in Verbindung mit einer Unter,uchungsstelle für Ti° Soften finb auf 2VtroilI rot veranschlagt. _______ » o *'orbi(;ie8' n. . . . . \% C. TOrten . . . . Türkenlose . . . . . 4*/, Orieoh Monopo* - Aul. V-,.% äussere Anrentiner Pilsener Bier zu liefern. - Do« Per,onalverzeichnfS der LandeSumoerstt«t, ---------------------------------------- aus dem wir Auszüge bereite brachten, für das Wmterhalv- geborene wider die Sünde kämpft. medfzfnffchen Ge- «ot^en f-'-schktt .n®u6en fiS« “am l«.D;-°mder ^8 3V, N". ^r>s.b°fch.rung-t-.er «r d.-m-.n- Uhr in ber hiesigen Frauenklinik statt. Aerzte find alö <^ie Pfarrer und Kirchenvorstände ber vier Kirchen» ®äfte willkommen. aemeinben bitten ihre Gemeindeangehörigen, ihnen auch in diefem •• NnnhaliSmuS Schon mehrfach wurde in letzter Jahre Gaben Aitr Ehrtstbeicherung b^.^^en spenden zu Wandalismus, öajon 9 mofien. Solche Gaben wolle man freundlichst den Pfarrern oder Zeit das städtische Wetterhäuschen in ber Subanlage vo qircI)Pnüorftehern jeber Gemeinde übermitteln. Auch die Gemeinde- unbefugter Hand teils mehr teils weniger beschädigt, ohne sj„d bereit, Gaben entqegenumebinen. Än^cru™LnÄ’äS «SÄ’g ÄE durch Zertrümmern einer Glasscheibe beschädigt, doch konnten mil Betch,? statt am diesmal die Thäter ermittelt werden, die nunmehr wohl eine L Weihnachtsfeiertag für die Lukas- und die JohanneSgemeinde im exemplarische Bestrafung für derartigen Unfug an gemein- Bormtttagsgottesdienst. _______ nützigen Anstalten zu gewärtigen haben dürsten. Katholische Gemeinde. " EiS-Abend-Lauf. Infolge des scharfen ^ord- SamStag, den 13. Dezember. ostwindes und des hierdurch bedingten geringen Besuches Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Delegenhnt zur wird der Abendlauf auf der Eisbahn des ElSoereinS vor- heil. Beicht. Sonntag, den '4. Dezember: läufig sistiert. , —. - x < i I 3. Adventssonntag. " Die Vereinigung deS Gießener ^tadt»^EittaaS von 6'/, Ichr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. theaterS mit dem Bad Nauheimer Kurtheaterl um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, ist vom Großh. Finanzministerium genehmigt worden. vor und in derselben Austeilung der heil. Rom- oerein"sb^zick Pse^er^heim^/md° der V°erttn' zu^lllendor? a. Vormittags um.8 Uhr: d. Lunda hatten für den am 1. Juni 1902 m Grünberg I Z'/. Uhr: Christenlehre, darauf Andacht mit Segen, 'tattgehabten Delegiertentag den Antrag eingebracht: „Das —————-- Präsidium der Hassia wolle bei Großherzoglichem Ministerium Jlfllfltf MtlttNNfltN. oorfteQig werden, daß Kriegervereinen bei Veranstaltung van CrUinatbre6(me1bunflcn des Giestener «n,e!ger. patriotischen Feiern, Geburtstagsfeier des Großherzogs oder Berlin, 12. Dez. Zu dem Vorgehen in Venezuela Kaisers, eine Ctempelabgabe nicht auferlegt werde . Die I bem ^ok.-Anz." über London gemeldet: Der Pöbel diesbezügliche Vorstellung des Präsidiums ist vom Ministerium ^warf die deutsche Gesandtschaft in Taraeas mit abschläglich beschieden worden. , Steinen und versuchte, glücklicherweise vergebens,die Thür Ausstellung von Han d-Arb eiten. Wie erbrechen. Aus Caracas werden in Eile venezolanische aus bem ^n erateutcil ersichtlich, findet Sonntag Truppen nach La Guayra geschickt Mus der Bevöl-runa Handarbeiten statt. Insbesondere benierkenSwert find neben _ Nx Londoner „Central-News" erklärt, in den allen Nadelarbeiten die modernen Kunsthandarbeiten, gingen des Unterhauses herrschte große ^forgnta Schnitzereien rc. Zum Besuch ist Jedermann emgeladen. für ^e Sicherheit der Europäer in La Guayra. Diese Be- ,d. Hungen, 12. Dez. (Eig. Drahtbericht.) Der ^rgnis toQr bestimmt durch das Eintreflen einer Privat- Wagnermeister Jakob Bach wollte mit einem Fuhrwerl ^pesche üont geftrinen Nachmittag, daß die Verbündeten Brckttts von der Grube Friedrich in Trais-Horloff holen. L„e Abteilung Marinesoldaten gelandet hätten und daßl eß 8,i ber sog. Jnh-,d-ner T änke scheuten di- Pferde, Bach Str a ß en käm p s-n ge ommen sei. Das Muswärtige ^r^3b^ Wagen und erst» fchw-r- ^rle6un8C11 .iu^ ^atiy^t Mels bach *« «"3“" Kreises Friedberg hat sich einstimmig dafür Qu§gefproct)en, j>eenbc^ _ ^ach einer weiteren Meldung aus London daß für Bad-Nanheim mit Wirkung vom Zusammen» 1 ^hafteten bie ^wohner von Puerto Cabello den eng- ' tritt der neu zu wählenden Stadtverordnetenversammlung au,^^^^ unddeutschen Konsul nebst ihrem Personal ‘ hi- Städte ordnung für anwendbar erklärt wird. 93on I un& a[{e anderen Engländer und Deutschen daselbst. Sie I ,,,verläsfiaer Seite verlautet, daß dieselbe bereits am 1. Slpril griffen ein englisches Kauffahrteischiff im Hafen an und ’ SoSX taMe-®«’«" in Straft treten soll. B°. verbarrikadierten bie Stadt Ti- Jut-r°»rtion des amert. kanntlich' HÄ- der Orlsoorstand oon Bad.Nauh-im am ^E-K-msn» w^enich. ^achtet^Ter^ Wasstingtone- 4. November mit Stlmmenniehrheit die Einführung de Ko respu^b xeMschlands sei für Washington voll- Städteordnung beschlossen. . . ständig unerwartet gekommen und habe einen peinlichen 8d. Offenbach a. M., 11. Dez. Verhaftet wurde in j^im^ in den Kreisen ber Exekutive hervorgerufen, die Frankfutt der Knecht G. M. Müller aus @ppert§haufen, g(aubten/ bie Beschwerde führenden Mächte würden e8 toer» roeldjer wegen verschiedener Diebereien in Offenbach, die er ^iden, einen wirklichen Krieg mit Blutvergießen und Zer- in den letzten Monaten begangen, steckbrieflich verfolgt roar L-törung bOn Eigentum zu schaffen. und der auch im September d. I. in Bieber emem tm London, 12. Dez. »Daily Mail" meldet an« Wille«. Spital befindlichen Kollegen, den Anzug, Hut und Schuhe hab vom 11. d. M.: Die vcnezolanisdien Behörden von Puerto aestohlen hat. (EabaHo befestigen die Stadt, der englische und der den fche Mainz, 11. Dez. Einen für das Verkehrsleben un- Konsul, sowie die hier anfäffigen Engländer und Deutsche« ierer Stadt ungemein wichtigen Tag begehen wir heute; wurden verhaftet «nd ihr Eigentum befchlagnahmt. Eia beute Nachmittag sind es nämlich 40 Jahre, daß nach Voll- englischer Dampfer, der hier Kohlen löschte, wurde beschlagnahmt, endung der Eisenbahnbrücke über den Rhein nach bei der amerikanische Konsul versuchte zu intervenieren, seine Vor- Gustavsburg die erste direkte Eisenbahnverbindung stellungen waren aber erfolglos. .Aschen Mainz und unserer Nachbarstadt Frankfurt London, 12. T-ez. Tas Reservegeschw aber deratt inS Leben trat, daß die ersten Güterzüge zwischen diesen erfter Klasse tn Dovenport erhielt den lich lnn L S^ädt-n"vertehrt-n. Am Nachmsttag d-sf-.b-n Tag-s, ^ 24, also am 11. Dezember 1862, fand noch /me eingehende Be- .Hvgu^ erteilte Beseyl, nacv -15 g z (aftnng§probe der neuen Rheinbrücke statt, indem zuerst sechs 9En™bo 12 Dezember. „Daily Mail" meldet aus Lokomotiven und dann 40 beladene Güterwagen nut 4 toH ... Aufständischen, welche bedeutende Un- komotiven über die Brücke abgelassen wurden. Man hatte Yangtsethale heraufbeschworen haben, sind von vor 40 Jahren wahrlich keine Ahnung davon, in welcher kaiserlichen Truppen ins Gebirge verfolgt worden. TaS W-iie fick der Verkehr zwischen Mainz und Frankfurt ent-«Militär wurde jedoch von den Insurgenten geschlagen. Die wickeln würde und daß die damals noch sehr bescheidene letzteren sind mit Gewehren amerikanischer Herkunft he- Ludwigsbahn einstens einer preußisch-hessischen Eisenbahnge- waffneü Resultat deS Reser en- m-mschaftd-n^ Platz rm,m-n must-. au3f($ufi; bum 8 über d - ä A uS^and ist —hr brk°ur.b M. gestimmt haben 1142 Seeleute, von denen 792 für und öpu gegen den Streik gestimmt haben. Tie Haltung der übrigen Arbeiter-Verbände ist noch nicht bekannt. Madrid, 12. Tez. Der K ö n i g v o n P o r t u g a l ist gestern abend hier eingefroren und vom König Alfons auf dem Bahnhofe empfangen worden. Bekanntmachung- Der Voranschlag der Feldgemarkung Ob er-St einberg pro 1003'04 liegt vom 13. dS. MtS. an acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Büreau deS Ge- markungSoorsteherS offen. Watzenborn-Steinberg, den 11. Dezember 1902. 6640 Der Gemarkt,ngSoorÜeber: Hirz. Bekanntmachnng. Der Voranschlag der Gemeinde Geilshausen für 1003 04 liegt vom 16. Dezember ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten aus hiesiger Bürgermeisterei offen. Geilshausen, den 11. Dezember 1902. Grobherzogliche Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner._______________8647 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Nieder-Bessingen für 1908'04 liegt vom 16. d. MtS. an acht Tage lang zur Ein- sicht der Intereffenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Nieder-Bessingen, am 10. Dezember 1902. Grobherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. __________Hör st.___________________8650 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steinheim für 1903/04 liegt vom 13. d. MtS. an acht Tage lang zur Ein- sicht der Intereffenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Steinheim, den 10. Dezember 1902. Grobherzogliche Bürgermeisterei Eteinheim. ___________________NicklaS.__________________8658 Holz-Versteigerung. Donnerstag den 18. Dezember 1902, vormittags i/t10 Uhr, werden in den Waldungen der Gemeinde Allen- borf a. d. Lumda, Distrikte Todenberg, Kringelsberg, Fichtenwiese zc., nachverzeichnete Holzsortimente versteigert: 12 8,5 10 51,6 60 42 67 1 166 rm Eichen-Scheit, rm Buchen-Knüppel, rm Eichen-Knüppel, rm Nadel-Knüppel, Buchenwellen, Eichen-Stämme von 1826 Eichenwellen, 1760 Nadelwellen, 4 rm Buchenstöcke, 16 rm Eichenstücke, 20 rm Nadelstöcte, —43 cm Durchm., 4—8 Länge mit 23,24 fm, Eichen-Stämme von 10—24 cm Durchm., 10—19 Länge mit 21,42 fm, Eichen- und 169 Nadel-Derbstangen, Nadel-NeiSstangen. m m DaS Holz in der Wann, WellenfelSwÜstung und Winnereck wird bei der Versteigerung nicht voroezeigt und kommt am Schluß der Versteigerung zum AuSgebot. Zusammenkunft hinter Todenhausen, am Todenberg. Allendors a. d. Lda., am 10. Dezember 1902. Großh. Bürgermeisterei Allendors a. d. Lumda. Rein. 8669 Holz-Versteigerung. Freitag den 10. Dezember wird im BellerSheimer Markwald, Distrikt Slreubel, an der Kreisstraße VellerSheim— TraiS-Münzenberg folgendes Bau- und Nutzholz versteigert: 131 Fichten-Stämme von 16 bis zu 86 cm Durchm. und von 14 bis zu 23 m Länge ----- 118,16 fm haltend, 6 rm Nuhknüppel von 8 m Länge = 8,60 fm, 22 rm Nutzreisig (Bohnenstangen) ----- 4,40 fm. Der Anfang der Versteigerung ist morgens 11 Uhr. — Zusammenkunft der Steigerer am Eingang in den Wald, an der KreiSstraße von Bellersheim nach TraiS-Münzenberg. Bellersheim, den 11. Dezember 1902. 8641 Der Markmeister: Bopp. ■H verpcheruugSstand über 44 Tausend Poltzeu. Allgemeine Nenten-Anflalt ^egrAnbet 183$. ZU StUttgSPt. S"rg«E,rt 1855. Versicherungsgesellschaft auf volle Gegenseitigkeit. Lebclis-, 3i(otcn= n. fiopitalocrfitfiernngtn Aller Gewinn kommt ausschließlich den Mitgliedern der Anstatt zu gut. BSlfflflfl berechnete Vrä^i,«. » JeeHr Neuteuöezüqe. Außer den Prämienreserven noch bedeutende, besondere Sicherheitsfonds. Nähere Auskunft, Prospekte und Antragsformulare kostenfrei bei den Vertretern: Generalagcntur Darmstadt: Ane-net Bcrbenlch, Waldstr. 20, I; in Gießen: Hauptagent * lh- rt Wallen- teia, ü sta. Christian Wallenfels, kßetni-. Friseur, SelterSweg 43; Lanin Kinkel. Franksurterstr. 25; in Gr--ßeN'Ltudeu: lletnr. W I»«, Bauunternehmer; in Großcn-Buscck: M»»l«»ni<»n H. rün; in Lanbach: Wllh. _ Klip ; in Wieseck: Ludwig KI rrhner, Raufm.; I in Steinberg: Kurl Hlnkler. Werkmeister. |8269 I Sonntaqsvcrcin für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Lont'.tag zwischen 2 und 7 Nhr nachmittag» im Saale der Kleinlindcrschule; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 6 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorttägen. Gute unterhaltende vücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: 8500 __Dr Xnnmann Pfarrer. Hasldälllt.isslhülkMFllLMlllllN Weilinachts-^nsllcll'ung der Handarbeiten findet statt am Sonntag dem 14. und am Montag dem 15. Dezember, von vornittr.-.gS 11 bi« abend- 8 U*-r, und ist ledermann, insbesondere die O ttern unb Angehörigen der Schülerinnen, zum Besuche freundlichst emgeladen. 8856 Verding,mg. Die Arbeiten und Lieferungen für den Um* und Erweiterungsbau deS EmpfangSgebäudeS auf Bahnhof Lauterbach sollen öffentlich vergeben werden. Die DerbingnngS- Unterlagen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Betr.-Jnfp. 2 zur Ein- fiutt au«; auch können dieselben gegen postireie Einsendung von 4 Mk. — nicht in Briefmarken — ebendaher bezogen werden. Angebote fmb versiegelt mit der Aufschrift: .Angebot Um-und Erweiterungsbau de« Empfangs- gebäudeS Lauterbach' versehen biS zum EroffnungStermin Montag, den 29. Dezdr. 1902, vormittags H1/, Uhr nach hier einzureichen. 8620 ZuschlagSfrift 4 Wochen. Fulda, den 10. Dezbr. 1902. König!. Eisenb.-Betr.-Jnsp. 2. Stabt. Schlachthaus. 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