Nr. 214 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- blälter viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck u. Verlag der Brüh loschen Univ ers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. tibrefle für Depeschenr Anzeiger Gießen. FernsprechanschlußNr.51. Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag IS. SeptemberLTvS Gießener Anzeiger ’Mr General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen BeHngSpreiS, monatlich 7bPsi,viertel^ jährlich Mk. 2L0; durch Avhole- u. Zweigstellen! monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer oiS vormittag- 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12 Pf, auSwärtS 20 Psg. Verantwortlich: für den potiL u. allgem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und Land' und .Gerichtssaal'r Eurt Plato; für den Anzeigenteil: HanS Deck. Bekanntmachung. Betr.: Bildung einer öffentlichen Wafsergenofsenschast in SteinVaH. Die zufoLe unserer Bekanntmachung vom 16. vorigen MonatK aus SantKdag, den 20. September laufenden JahreS anberaumte Tagfahrt zur Beschlußfassung über die zu gründende Wassergenossenschaft sowie zur Wahl der Vertreter der Grundeigentümer wird hiermit aus Freitag, den 19. September l. F., vormittags 9 Uhr, verlegt. Der übrige Inhalt unserer Bekanntmachung vom 16. vorigen Monachs bleibt aufrecht erhalten. Gießen, den 12. September 1902. Großherzogliches Kreis amt Gießen- I. B.: Dr. Wagner. Der Kaiser sah bekanntlich beim Einzuge am 2. September in Posen außerordentlich ernst, wenn nicht gar finster aus. Aus den Kreisen höherer Eisenbahnbeamter wird uns nun hierzu folgendes mitgeteilt: Als der Kaiser 6 Uhr nachmittags auf dem Haupt- bahnhos ankam, überflog er die zu seinem Empfange ausgestellten Personen zweimal prüfenden Blickes. Man sah es dem Monarchen an, daß er Jemanden suchte und eine der Spitzen vermißte, und dies war der Erzbischof von Gnesen-Posen, der auch, wie es zum mindesten Anstandspflicht gewesen wäre, keinen Vertreter auf den Hauptbahnhof geschickt hatte, während die evangelische Geistlichkeit durch den General-Superintendenten Hesekiel vertreten war. Eine der ersten Fragen des Kaisers lautete nämlich: „Wo ist der Erzbischof?" Wie unser Gewährsmann weiter berichtet, soll dann der Kaiser gesagt haben: „Wenn der Erzbischof nicht bettlägerig krank ist, so soll er sofort in das Palais des kommandierenden Generals kommen," wo der Kaiser bekanntlich abstieg. Thatsächlich erschien auch alsbald der Erzbischos im Palais des Kommandirenden. Ob nun der Erzbischof aus eigener Initiative in das Palais zur Begrüßung kam, oder ob er erst der Aufforderung des Kaisers Folge leistete, entzieht sich unserer Kenntnis. Kin Minister üöer Minister. Zu den begabtesten und vielseitigsten deutschen Ministern im 19. Jahrhundert gehört Ludolf Camphausen. Er wurde in der sturmbewegtesten Zeit seit den Befreiunas- kriegen, nümlich den Märztagen des Jahres 1848, an die Spitze der preußischen Staatsleitung berufen und hat durch weise Mäßigung und feste Charakterhaltung verhütet, daß der Staatsverband durch schroffen, plötzlichen Uebergang in alle Folgen des neuen Regierungssystems aus den Fugen ging. Als preußischer Bevollmächtigter beim Frankfurter Parlament und später im Erfurter Volkshcruse leistete Camphausen der Sache der deutschen Einheit noch gewichtige Dienste, und hat sicy die Hochschätzung und den Tunk des preußischen Königshauses in solchem Maße erworben, daß mm in schweren Schicksalsschlägen stets von der Kaiserin Augusta Trostbriefe zugingen. Man ersieht dies aus der soeben erschienenen Biographie Ludolf Camphausen's, die sich auf ein reichliches Briesmaterial stützt. Bon besonderem Interesse darin sind auch Camphausens Auslassungen über Ministerschneckengang auS der vormärzlichen Zeit. Camphausen, damals einfacher Kaufmann, aber im Besitz des Vertrauens seiner Kölner Mitbürger, Mitglied des Stadtrats und der Handelskammer, war einer der ersten Männer Deutschlands, die neben Friedrich Lift die ersten Eisenbahnen ins Leben riefen. Aus der Biographie ergiebt sich, wie steif die preußische Regierung damals den neuen Impulsen gegenüberstand. Manch bittere und sarkastische Bemerkung hat Camphausen darüber gemacht. Als er sich entschloß, den Ministern persönlich die Sache auseinanderzusetzen, begleitete er diesen Entschluß mit der brieflichen Bemerkung: „Ich thue es ungerne und ohne großen Mut; der Dummheit ist in der Welt zuviel; wenn man den Leuten mit einem Amboß auf die Schädel klopft, begreifen sie doch nicht. ... Ich wünsche oft, der Teufel möge die ganze Bescherung holen." An anderer Stelle zeigt sich, daß Protokolle und Berichte einfach ungelesen geblieben, und von den Herren Referenten höchstens einmal durchgeblättert waren. Mer Camphausen verliert den Mut nicht, er ist weit entfernt, seine Sache aufzugeben, „weil in Preußen die hohe Aristokratie uns gerade krumm macht." Und merkwürdig, gerade der Träger dieses Widerstandes im Ministerium gegen die wichtigste Angelegenheit des 19. Jahrhunderts war der aus dem Subalternbeamtenstand hervorgegangene Minister Rother. Camphausen schreibt über seine Erfahrungen mit den Ministern: „Die nähere Einsicht in die Staatsmaschiue ist für mich nicht sehr erfreulich gewesen, und ich mußte mit einigem Schmerze lernen, daß es ein sehr kindlicher Irrtum von meiner Seite war, wenn sich glaubte, daß es nicht schwer sein könne, das Recht zur Erkenntnis zu bringen." Um so rückhaltloser ist aber später die Anerkennung Bismarcks. Im Juli des Jahres 1864 schreibt Camphausen über die auf- steigende Größe: „Mismar-F war in den letzten Wochen unter sämtlichen europäischen Staatsmännern der größte und der dominierende. Welcher Erfolg! Welches Glück! Tas wird man ihm zugestehen müssen, daß er seit 1815 in Preußen der erste mhn handelnde Staatsmann ist." Und zwei Jahre später erscheint ihm Bisinarck als „ein Mann ,der in dem klaren Bewußtsein lebt, daß es schwieriger ist, Eroberungen zu sichern, als sie zu machen." Und 1871 schreibt Camphausen: „Man wird recht inne, welche Größe Bismarck für Gegenwart und Geschichte erreicht hat, wenn man sich' nach den Staatsmännern umlieht, die überhaupt in Preußens Geschichte figurieren, und noch mehr, wenn man wahrnimmt, wie wenig das große Frankreich gegenwärtig aufzuweisen hat. Tie Art, wie daS neue Deutsche Reich beginnt, finde ich überhaupt glücklich und glänzend, nicht glänzend durch überraschende, imponierende Aktionen, sondern vielmehr, weil sie fehlen, weil der neue Organismus so besonnen und gemessen einherschreitet, als ob sich alles von selbst verstehe, als ob es gar nichts Wsonderliches sei, daß wir plötzlich in dem so lange ersehnten, lange erstrebten, seit Jahrhunderten entbehrten, einheitlichen, großen Teutschland leben; nichts Bewundernswertes, daß eben dieses junge Deutschland gegenwärtig der einzige, völlig gesunde Staat auf dem europäischen Kontinente ist." Tie Bewunderung Bismarcks gewinnt dadurch an Wert, baß sie ein Vkanr; äußert, der als Staatsmann ausdrücklich daraus stolz war, Wahrheit und Traum über Diplomatenkniffe gestellt zu haben und der Ueber- zeugung lebte, daß die größte uid> realste politische Macht diejenige des großen Gedankens ist. Ucber das Verhalten des Erzbischofs Stablewskr gegenüber dem Kaiser wird der „Rhein.-Westf. Ztg." aus Posen geschrieben: Die Burengenerale in Holland. Amsterdam, 11. Sept. (D r a h t b e r i ch t.) Die Burengeneräle trafen in Begleitung Wessels, Wolmarans und Reitz hier ein. In seiner Ansprache dankte Delarey für den Empfang und sagte, ihre Sendung sei feine politische. Der einzige Zweck sei, Unterstützung zu erlangen. Nach der „Franks. Ztg." sagte Delarey weiter: Die Generäle seien nicht zu Ehrungen nach Amsterdam gekommen, aber man habe nach reiflicher Erwägung geglaubt, die Hand nicht abweisen zu sollen, die als erste sich in Madeira schon ihnen entgegenstreckte. Obwohl die Generäle lieber nach ihren Farmen zurückgekehrt seien, hätten sie doch das Opfer gebracht, nach Europa als Abgefertigte zu aehen und mit Beiseitesetzung der Politik für ein gebrochenes Volk zu wirken, wo Arm und Reich jetzt genötigt sei,' mit dem Hut in der Hand zu laufen, um für die Leibesbedürsnisfe zu sorgen. — Auf den Straßen wogten gewaltige Mengen. Es gab eine großartige Demonstration, während die Generäle nach der Kirche am Dam fuhren, die gedrückt voll war.. Professor Louter predigte. Darauf erfolgte die Fahrt nach dem Stadthaus, wo der Bürge r- m eist er eine Ansprache hält. Ein intimes Frühstück wird folgens woraus eine Versammlung im Palast für Volks fleiß Den feierlichen Empfang beschließt. Im Rathaus hielt D e w e t eine längere nach seiner Arl oft von humoristischen Einfällen begleitete Rede. Er sagte: Auf Zweifel an der Zukunft von Transvaal gebe das Burensprichwort Antwort: „Halt deinen Weg gradaus und geh' ihn durch!" Dieser Weg sei für jetzt, treue Unterthanen au sein. Zeige England Großmut, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit, so werde es m den gewesenen Republiken so treue Unterthanen finden wie wenig in seinen Landen. Wenn nicht, so werde man mit Feder und Wort Gerechtigkeit zu erlangen suchen. Das sei das gute Recht des Unterthanen. Dewet bezeichnet als Zweck ihrer Reisen, Gelder zu sammeln einmal um einen Fonds zu bekommen für die Ausbreitung des Schulwesens; nur hierdurch könne die Nationalität erhalten werden, nachdem die Unabhängigkeit verloren ging. Tann aber gelte es vor allen Dingen, Gelder zur Unterstützung zu bekommen. Er fügte hinzu, daß bei der Verteilung nur die Bedürftigsten bedacht werden sollen und nicht die, welche sich durch teilweisen Landverkauf wieder aufhelfen können. Dewet endigt, indem er vorher einen Augenblick innehält, den Schirm in den Teppich bohrt und die Augen wie zum Gebet schließt: „Ist es wirklich Gottes Wille, daß wir Nachkömmlinge der Hugenotten Unterthanen Englands sein sollen, dann werden wir es bleiben so lange Gott will!" Nach einem Drahtbericht aus Amsterdam bestätigen ein- geweihte Burenkreise, daß die Generale mit den Besprechungen in London keineswegs zufrieden sind. Die angestrebten Zugeständnisse, namentlich nach der Richtung, entsprechende Kapitalien zur Errichtung der niedergebrannten Farmen sicher zu stellen, wurden nicht erreicht. Aus Berlin wird uns ferner geschrieben: „In den Kreisen der Berliner Burenfreunde hat der Entschluß der Burengenerale Botha, Dewet und Delarey, der Reichshauptstadt demnächst einen Besuch ahzustatten, lebhafte Freude hervorgerufen. Tie heldenmütigen Männer können eines begeisterten Empfanges sicher fein. Ob sie in öffentlicher Versammlung sich vorstellen und das Wort ergreifen werden, ist einstweilen noch nicht entschieden. Doch die Bewohner Berlins, die in der Hilfsbereitschaft für die Buren während des Krieges nicht zurückgestanden haben, dürften wohl Mittel und Wege finden, ihrer Bewunderung für die Freiheitskämpfer anderweitig Ausdruck zu geben. Umsomehr, als die Bärenführer nach der jüngst stattaehabtenKonferenz mit Chamberlain in ihren Hoffnungen, ein größeres Entgegenkommen Englands in Bezug auf die politische Behandlung ihrer Landsleute und Kampfgenossen zu erlangen, im Wesentlichen sich getäuscht sahen. Daß die amtlichen Stetten den Burengeneralen näher treten werden, ist nicht wahrscheinlich. Tas nächste Ziel der Burengenerale wird von Berlin voraussichtlich München bilden. Deutsches Reich. Berlin, 11. Sept- Aus Norderney wird gemeldet: Reichskanzler Graf Bülow unternahm heute mit dem Lloyddampfer „Nixe" einen Ausflug nach Helgoland, an welchem u. a- die Reichstagsabgeordneten Freese- Bremen, Rintelen-Trier, Graf Arnim-Muskau, Prinz Ar en berg, Oberbürgermeister Wittin a-Posen, Gräfin Plesser-Sierhagen, Prinz und Prinzessin Johann v. A r e n b e r g und Konsul A ch e l i s - Bremen teil- n ahmen. _ , _ — Juristentag. Bei Beratung der Frage über die Zweckmäßigkeit der Zwischen-Prüfungen für die Ausbildung der Juristen wird auf Antrag des Professors Enneccerus-Marburg und des Landgerichtspräsidenten Dorr er-Karlsruhe beschlossen: „Zur Förderung der Ausbildung bedarf es mindestens sieben Semester Studienzeit, Pflege der Uebungen, und einer strengen ersten Prüfung. Zwischenprüfungen sind weder erforderlich noch zweckmäßig. Dringend wünschenswert ist hinsichtlich ihrer .die Vermeidung ein-s einseitigen Vorgehens der einzelnen Bundesstaaten. Bezüglich der Haftpflicht auf Fahrzeugen wurde beschlossen: Ausdehnung der Eisenbahnhaftpflicht auf Betriebsunternehmungen von Kraftfahrzeugen und Einführung von Zwangsgenossenschaften der Kraftfahrzeugunternehmer behufs Tragung von Schadenersatzleistung nach Maßgabe der Unfallversicherungsgesetze. Die Abteilung für Prozeßrecht beriet die Frage über Aendernng der Zivilprozeßordnung in der Richtuna größere Mitwirkung der Richter beim Prozeßebtrieb und nahm einen Antrag des Justizrats Heinitz-Berlin an, worin eine Aendernng der deutschen Zivilprozeßordnung in der Richtung größerer Mitwirkung der Richter beim Prozeßbetriebe als nicht empfehlenswert erklärt wird. Sodann wurde ein Zusatzantrag des Oberlandesgerichtspräsi- denten H ü m m - Köln angenommen, zu erwägen, wie der Vereitelung von Verhandlungsterminen vorzubeugen fei. Darnach wurden die Abteilungssitzungen beendet. Morgen ist Vollversammlung. — Die Abteilung für Strafrecht nahm bei Beratung der Frage, welche Maßregeln sich für die rechtliche Behandlung der Ringe oder Kartelle empfehlen, einen Antrag des Professors Menzel-Wien an, nach dem der Juristentag die Ueberzeugung ausspricht, daß für die gesetzliche Regelung der Jnöustriekartelle vorerst empfohlen wird, die Statuierung einer Auskunftspflicht gegenüber der Staatsverwaltung seitens der kartellierten Unternehmer und ihrer Organe und Kommissionäre. Die Angelegenheit wird der morgigen Vollversammlung überwiesen. Mit der Berichterstattung wurde Professor Menzel betraut. Düsseldorf, 8. Sept. Der Verband deutscher Teigwarenfabrikanten, der gestern und heute hier tagte, hat vor zwei Jahren, obgleich es bis dahin als erlaubter Handelsbrauch galt, Teigwaren zu färben, ohne dieses anzugeben, den Be^eichnungszwang für seine Rcit- glieder eingeführt und daourch einen neuen Handelsbrauch geschaffen. Auch stehen den' Mitgliedern zwei geschützte Verbandsmarken zur Verfügung, deren eine die damit bezeichneten Waren als aus reinem Weizenmaterial unter Zusatz von Ei, aber ohne Farbzusatz gewährleistet, während die andere Waren aus reinem Weizenmaterial mit Farbzusatz kennzeichnet. Der Verein hat nunmehr beschlossen, um nach allen diesen Richtungen hin eine bessere Kontrolle über den Markt ausüben zu können, eine Verbands- Untersuchungs stelle für Teigwaren ins Leben zu rufen und einen zu dem Zwecke vom Vorstande vorbereiteten Vertrag mit den öffentlichen Chemikern Dr. Popp und Dr. Becker zu Frankfurt a. M. genehmigt. Dem • Geschäftsführer des Verbandes wurde weiterhin der Auftrag gegeben, etwaige Verstöße gegen den Farbe-Bezeichnung- Zwang und eine unrechtmäßige Benutzung der Verbandsmarten, die zu feiner Kenntnis gelangen, bei den Organen der Nahrungsmittelpolizei zur Anzeige zu bringen. Unter anderem wurde noch beschlossen, Arbeitern, Arbeiterinnen und Angestellten, welche 25 Jahre lang in demselben Betriebe tyätig gewesen sind, von Verbandswegen ein Ehren- Diplom zu stiften. Dem Verband gehören 92 Fabriken aus allen Gegenden Deutschlands an, die reichlich 90 Prozent der gesamten Teigwaren-Produktion umfassen. Wiesbaden, 11. Sept. Wie der „Rheinische Kurier" aus zuverlässiger Berliner Quelle erfährt, schweben zwischen Deutschland und China Verhandlungen betreffend den Ab- schluß eines ähnlichen Handels-Vertrages als der englisch- chinesifche. Heer und Flotte. Frankfurt a. O., 11. Sepr. Von 6 Uhr ab fand auf dem Manöver-Terrain wie gestern ein großes Gefecht statt. Tas blaue (dritte) Korps und das Kavalleriekorps von 16 Regimentern, letzteres unter dem Kommando des Kaisers, griffen von Norden ein, von Osten her das fünfte Korps; das Kavalleriekorps ritt eine große Attacke. Tie rote Partei ging nach Südwesten zurück. Tie Kaiserin wohnte dem Manöver zu Pferde bei, ebenso die Prinzen und fremden Offiziere. Ter Kaiser gedenkt wiederum auf dem Ma- növergelände zu verbleiben. Wilhelmshaven, 11. Sept. Prinz Heinrich, bon Preußen ist an Bord des Panzerschiffes „Kaiser Friedrich III." mit der Uebuugsflötte heute abend hier eingetroffen. Tas Manöver-Automobil des Kaisers. Für das diesjährige Kaisermanöver ist auch eine Anzahl Auto» mobilwagen für den Personen- und Lastverkehr in Dienst gestellt worden. Ein Wagen davon ist zur Benutzung für den Kaiser bestimmt und besonders elegant ausgestattet. Er ist in hellgrauer Farbe gehalten und kann eine Fahrtgeschwindigkeit von 6u Kilometer in der Stunde entfalten. Tie Bedienungsmannschaft besteht aus einem Ingenieur- Offizier und einigen Unteroffizieren der Eisenbcchnorigade. Kirche und Schule. Mainz, 10. Sepl. Die Konferenz der Bischöfe bet oberrheinischen Kirchenprovinz ist heute hier zufam- mengetreten. Zu derselben sind gestern hier eingetroffen Erzbischos Nörber von Freiburg und die Bischöfe Willi von Limburg, Endert. von Fulda und Keppler von Rottenburg. Ausland. Paris, 11. Sept. Ter Schah von Persien wird Samstag vormittag nach A l e x a n d r o w o reisen, von wo ein kaiserlicher Sonderzug ihn nach Warschau zur Teilnahme an den russischen Manövern bringen wird. — Tie Einnahmen aus den indirekten Steuern im August 1902 übersteigen die Einnahmen im August des Vorjahres um 2 099 700 Fr. und bleiben hinter dem Etats- Voranschlag um 18576300 Fr. zurück- ... Brüssel, 11. Sept- Hier geht das Gerücht, Präsident Loubet werde dem König Leopold demnächst einen sonntags und Montag? drängten ftd) Diele Hnnverre ax ** Eine öffentlich e Sitzung des Pro^vinziaL- Präftdent Werde ün königlichen Jä -sä aifiSTE essstes« ALLMZZLML iS;SÄS=..J«3 ^ÄS§SsI*uä±.SÄ.’* chlüsselloch und ein Loch, welches sie mit einem Kunst und Wissenschaft. wird uns ferner geschrieben: Das Gerücht von dem sivere Gestalt an, für ebenso sicher gilt der Rücktrittdes nannt, während en Emmerlings übernehmen soll : Geheimrats Emmerling. In eingewechten Kreisen wird alS "Nackifolger Rothes Ministerialrat Braun ge- Rothes, den P nächsten Tage bringen. werden d- vond-n ngä uno andn Regent louitt, $ btt grLtz Härte, i ?°n to. Riti “•e,„ bestens----- ------- - , von diesen seien zudem etwa 2000 ungültig und etwa lich alS Kombinationen bezeichnet. Aus Darmstadt voraussichtlich hierüber #’"Si Sei degE ipicMj Palier bildenden Bevölkerung ins Schloß/ woselbst um 6 Uhr Tafel stattfand. ' Prag, 11. Sept. Große Err egun a unter den Deutschen ruft eine Meldung des „Narodny Listi" hervor, , . , . , _ . daß sich der Prager Stadtrat, um dem fortwährenden anwaltschaft nach Kempten. Tort lockt worden ist. Ter Prinz selbst leugnet dieThat, deren er beschuldigt wird. Er behauptet, einen Sektrausch gehabt zu haben, und in diesem den Knaben Gehör g&- schenkt zu haben, die ihm gesagt hätten, sie würden ihn in lustige Gesellschaft führen. Er will dadurch auch erklären, wie es zu verstehen ist, daß er den Knaben Goldstücke gab, die bei diesen gefunden wurden. Aus London wird uns dazu telegraphiert: Die Großjury von Old Bailey entschied als Kammer für die Versetzung in den Anklagezustand, daß Prinz Franz von Braganza unter der Beschuldigung, eine die Sittlich kett gröblich verletzende Handlung begangen zu haben, vor dem Schwurgericht zu erscheinen hat. wieder herunter." — Für das hiesige Blatt war vorstehende Notiz Wasser auf die Mühle. Mit Vergnügen druckt es die Meldung der „Volks.-Ztg." ab, d. h. nur soweit, wie es die Notiz gebrauchen kann. Denn die „Vlks.-Ztg. erklärt diese Verhältnisse weiterhin mit vollem Recht, daß in jener Gegend der Handel noch nicht genügend entwickelt ist. ----‘ -= ;- *--'<• tfl neuer öetennarrneDmnqajer v «1 i.;; m. Tas neue Provinzial-Siecheuhaus sur man, daß er unter einem Erdrutsch begraben ' «die Provinz Oberhessen an der Licherstraße wird am L * Jubiläums-Briefmarken. ^.ie aus Svf"» P?t7rS bürg, 11. Sept- Die Meldung des Londoner Oktober in Benutzung genommen werden . R* Scki^s?i e r ^ubll2^Ä?e?m«k^ 5^ Rundschreiben des Ministers des Innern an bie Provinzial, eines Hauses erne Anzahl gut erhaltene Münzen rn einem G«,amübetrag° mm r^^^n behüroen g est°h l-n wurde, ist nachden a^unterr.ch.°ter stus ,dem ^16. -ck> 17 Münder^ Ä Ä 1 — ----- —u. Igung des Schipkapasses auf die heranslürmcnden Soldaten Suleiman Pascha? Felsblöcke und Holzstämme herabwälzen. * Prinz Franz Josvf Braganza vor Ge- .'O, t. Vor dem Zentralkriminalgerichtshofe in London wurde am 10. Sepr. wiederum gegen Prinz Josef von Bra- I Sittlichkeit verhandelt. Tie Angelegenheit hat unS schon öfter beschäftigt. Ter Sachverhalt stellle sich nach der Verhandlung wie folgt heraus: Prinz Franz Josef von Braganza, 23 Jahre alt und österreichischer Offizier, war zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London gekommen. Ter I älteste Mitangeklagte, ein Kommis, mietete in der Duke Street zwei Zimmer, Über deren Verwendung er sich nicht äußerte. Es zogen sodann die beiden jugendlichen Arbeiter, CH an dl er und Sherman, zu ihm. Ter Hauswirt will die jungen Leute von Anfang an in Verdacht gehabt haben, und er beobachtete sie deshalb. Am 124. Juni legte er sich mit einem anderen Hausbewohner auf die Lauer, und sie sahen, wie die beiden Knaben mit einem elegant gekleideten Herrn, dem Prinzen, gegen Mitternacht nach Hause tarnen. Sie wollen sodann durch. MH« ammkai Ni »ö lüftrei Den M iss mehr worden i sichert. ! vMbtta sichtiral davre t nchr, ba tenbtn 1 . r bet wir sör die land-Te beträgt, und zu ländische N Land eine Z d'erd de Preisreite hier l'tb nrtener etrol Ausleg« hielt bet denht-r itrf jun 1^" 9-hren grltill. v' amml $eru$ (taube, mit, baf Ärbeilsi -Jlaffe bt stch mit irr men Wtäliflttr ißtyt von pflffl®** gdl dem «er Mission ctngtgnfi otganifte «*' zesahrl eiligen stimmig Haltung bigte bi der Arb juchen, gesetzten der um geslwoch lung be: Ausjch drückun! .Sole* i'allzeit lolgebef gestern em Sch lichen i blauet liüiMt tri Donnerstagabend ereignete sich in den llnion-Gruben, wieder die illustrierte Zeitschrift ,Z u r g ut en S t u nd e" (Preis Forest Dean bei Blakeney (Norfolk in England), em Un- des DierAehntagheftes 40 Pfg. Deutsches Verlagshaus Bong u. Co. hem sieben Bergleute lebendig begraben wurden. Berlin W. 57), die soeben mit ihrem glanzend auSgeslatteten ersten die Pumpen Tag und Nacht in Bewegung gejetzt. Dienstag! -perle" von Helene Aeckerle bilden mit ihren Anfängen den morgen? um 4 Uhr wurde die angestrengte Arbeit von Hauptinhalt des schönen Heftes. Und noch ein übriges thut die Erfolg gekrönt. Mittlerweile war das Wasser genügend übrige Verlagshandlung, indem sie dem neuen Jahrgange eine gesunken um einen Eingang in die Werke bahnen zu Gratisbeilage von bleibendem Werte mit au, den Weg giebr. .künnm und sofort bildete sich eine Gesellschaft zur Er- Klassischer Humor der ^6111(1161X111^, au§geroab(t unb emgeleitet Rücktritt deS Staatsministers Rothe nimmt immer inten- ^"'. her Gruben Zuerst sand man den toten Körper von Tr. Edward Snlgebauer darf den Werken zugezah t werden, n„ ill, sick^ » u c I ion einem ber jieben veMüttcten Sergleute. Tie Leiche j du dazu befrimmt sind, e.nen Schatz bet a°mll.°nb.blwth-r des konnte bis jetzt noch nicht identifiziert werden, später Jahrgang der illustrierleu Zeitschrift „Kür hatte man jäwch die Genugthuung, drei der Unglücklichen Welt", beL°nneu,' miiMno^meu ,h°tL>. Wühreud des Äunsta^, I Pr-knS- des In., and AuLlanbes stellen chre u-b°r m ben £unfi Berlin, 11. Sept. Die Abendblätter melden, daß von Professor Virchow am Tage vor der Beisetzung eine Toten- maske angefertigt wurde. Bremen, 11. Sept. Wie die N2Befer$eitung" meldet, stellte der Großkaufmann Franz Schütte dem Senat die Mittel für ein an der Kaiser Friedrich-Straße in Bremen zu errichtendes KaiserFriedrich-Denkmalzur Verfügung. Königsberg, 11. Sept. (D r a h t b e r i ch l.) Die Abend» blätter melden: In Sachen der Freilegung deSkönig- l i ch e n S ch l 0 s s e s an der Südseite fand heule eine Sitzung deS Komites ziir Freilegung des Schlosses statt, an der lellnahmen Graf Lehndorsf-Preyl (Ehrenvorsitzenden), Provmziallandtaasprä- sident Graf zu Eulenburg-Prasseii, Graf Dönhoff-Fnedrichstem, Graf zu Eulenburg-Wicken und die Vertreter des verhinderten Oberprasidenten und Regierungspräsidenten; ferner Bürgermeister Stundet und Stadtoerordnetenvorsteher Kröhne. Es i|t gelungen, sämtliche Häuser an der Südseite des Schlosses zum Gesamtprelse von 902 000 Mark bis 1. Januar 1903 angestellt zu erhalten. Die Turchsührung des Projektes wird etwa 960 000 Mark erfordern. ----- Tas Stomitee beschloß, eine Immediateingabe an den Kaiser zu Früher gab es tn Deutschland viele darin dre Bitte auszusprechen, die Fortsetzung der be- ...i August auS Deutsch- abgelegene Gegenden, wo mehr Vieh produziert wurde, st^enden Schloßfreiheilslotterie in weüeren sechs Ziehungen zur Sie sind seitdem spurlos ver-I als die nächste Umgebung verbrauchte. 5)01^1^ tourbe I Aufbringung einer Summe von 960 000 Mark zu genehmigvi zur die Waffen wurden auf einen bann ber Preis solange herabgedrückt, bis der Händler Turchsührung des Gesamtplanes, das Schloß von allen Sellen, - 1 ■ ^-5.—Kz.6 <»r also setit auch von der letzten, der Südseite, frelzulegen. uiiu Der 1 - " a.-.x. i.:- — Stabtbaurat Mühlbach üroürfe für das Projekt I Uj L ll Ul U l v il a l* |ivuvni, qw VVHV* / I * - - < < < Maßnahme veranlaßt gesehen hat. Am heutigen Tage, an zu fein und in Bingen Arbeit gesunden zu haben. Nur welchem die Schul-Einschreibungen für Volks- und Bürger- bie Billigkeit habe sie veranlaßt, in Kempten Nachtlager schulen beginnen, wurde ein Delegierter des Prager Stadt- zu suchen. In der Nacht starb das Kind und ein Binger rates ernannt, um darüber zu wachen, daß diejenigen Arzt stellte den Totenschein aus. xie Eltern erntfernten Stint)er, welche infolge sprachlicher Schwierigkeiten dem sich, kamen aber nicht, wie versprochen, zum Begräbnis Unterricht nicht folgen können, von der Einschreibung zu- zurück. Ta das auffiel, ließ gestern die hiesige elaatM rückgewiesen werden. I anwaltschaft die Leiche sezieren. Verdächtiges wurde nicht! Konstantiiioptel, 11. Sept. Tie Pforte erteilte gefunden, indes wurden Teile des Magens zur chemischen dem neuen russischen Konsul für Mitrovitza, Sicher- Untersuchung mitgenommen. Tas verschwundene Pärchen bina, das Exequatur. Die russische Botschaft fordert in soll in Elberfeld unterstützungsberechtigt fern und wird einer energischen Note die sofortige Verhaftung des in jetzt steckbrieflich verfolgt .. ä .. Mitrovitza ansässigen Albanesenchefs Botjetinatz sowie! Marburg, 11. Lept. Das hiesige reaEtwnare Blatt dessen Ausweisung aus Mazedonien und Albanien. Bol- bringt aus einer Alsfelder Meldung der „Berliner jellnatz steht an der Spitze der Bewegung gegen die Er- Vks. Ztg/' folgende Stelle::,„H.^r rn unserem-Kreise nrerkt richtung des russischen Konsulats in Mitrovitza. Er vertrieb man noch nichts von Fleischnot. Gestern abend begegnete bie bereits angetommenen Kawassen unb die Tienerschaft mir ein alter, treuer Jagd-Kollege, der Lundwirt F- H' rn bes neuen Konsuls, inbem er ihnen mit dem Tode drohte, Altenburg bei Alsfeld und teilte mir gesprächsweise wenn sie Mitrovitza nicht sofort verließen. Ein kaiserliches mit: Ich habe zwölf gute, nut ^^ gemaftete 5^0)61116 Jrade ordnet die Erfüllung der russischen Forderung an. zu verkaufen, kann aber kaum auf. 50Pfg. per Pfund pir Newvork, 11. Sept. (Reuter-Meldung.) lieber das Lebendgewicht kommen. (Folgt die Behauptung des H., Gefecht bei Santa Martha (Venezuela) wird aus daß in Sachsen Fleischnot «alles nur „Mache der Frei- Kingston weiter berichtet: Tie Aufständischen überwältigten sinnigen ist.) Heute vormittag begegnete nur ber Metzger- die Regierungstruppen, welche sich zurückgezogen, unb be- meister W. K- dahier und auch er geigte toemg Lust, setzten Samstag Banana im Senegadistrikt, zerstörten die Schweine zu 50 Pfg. pro Pfunb ^b end gewicht zu kausen, Eisenbahn und setzten, als die „Valencia" am Montag in obgleich er nut H. sett J^rbnhandelt, und mit dessen See ging, den ÄrnLrsch. fort. Mast sehr zufrieden ist. Der Metzger sagte: Ich habe — Der Präsident von Nicaragua reifte über zu 45 und 47 Pfg. noch viel Schweine abzunehmen und Lorin to zu einer Besprechung mit dem Präsidenten bei den Bauern liegen^ außerdem lle^u^a^auch die greise von Honduras nach Fonseca-Bai. Buenos Aires, 11. Sept. In Montevideo frilbete sich eine neue kaufmännische Gesellschaft zum Studium der Rüb enzucker f abrikation. Hongkong, 10. Sept. Ter Vizekönig Yuan-Shi- Kai hat einen Beamten nach Shanghai geschickt, umj zu untersuchen, was aus den 10000 Mausergewehren und 50 Vomvoms geworden ist, welche im " Lr land in At a c a 0 auf am en. Sie sind seitdem spurlos ver-lals dse nächste Umgebung verbrauchte. Dadurch wuroe 1 Ausbringung einer Summe von 960 000 Mark zu genehmigvi zur totounben Sirnt bermutet, bi° Massen tourbm auf einen | bann ber Preis solange herabgebrnckt brs ber yanbler Turchsllhrnna de- G-!°>ntplanes bas. Schloß °°n °Üen S-u^ e$$ä*sS Luh an-Eisenbahn wurden zwischen Peking und Pao-- vortornrnen, daß in einer solch .^gelegenen Gegend Vieh Eondou, 11. Sepr. Tie Marconi-Gelells chast teilt tingfu von Chineseii angegriffen und beinahe getötet genug vorhanden ist, wahrend sonst Bieymangei yerrschl. & . gjlarconi ^^cher am 23. August England an Bord des Eine große zur Lohnzahlung bestimmte Geldsumme wurde Ein Beweis gegen bie allgemeine Fleischteuerung ist aqo italienijcf)en Kriegsschiffes „Carlo Alberto" verließ, während der ihnen aeraubt ein solch vereinzelter Fall durchaus nicht. I Fahrt nack Sve-ia mit seiner «talion m Poldhu (Cornwall) ü * ---- 1 ---, . - - telegraphischer Berbmdung gewesen ist Marcom telearaphierte u x ir s ikriBl Ult£5. gestern aus Spezia, er habe im Hafen von Gibrastar und aus der Aus Ätüdt und Land. * _ r. „ S Dresden gemeldet M'lzen Fahrt durch das Mittelmeer direkt aus Poldhu korrekte <8**^ ® * Berlin, 11. Sept Wie aus Dr eS0 en gemetDel L°.^mme erhalten. Wie die Karle von Europa zeigt, müssen Gießen, 12. September 1902. wird, ist gestern daselbst bei einer Explosion an der Pump- ^ese Telegramme über die Bay von Biseaya, Spanien, -Frankreich k Staatsminister Rothe Wie uns von station der deutsch-amerikanischen Petroleum- en gegangen sein. Telegramme der Mareoni-Gesell. —k. Cta^at^minilter Ulviye, ^ic uns ^ Gesellschaft der Oberingenieur Harnehaufen, der aus schast an den König von Italien und den italienischen Mannemi- unterrichteter Seite aus Tarrnstadt mitgeteut wird, ent- eingetroffen war, um einen Elektromotor als nister sind von Poldhu abgeschickt worden und an Bord des „Carlo behrt die von verschiedenen Blättern sehr angezweifelte Betriebskraft zu erproben, verunglückt Harriehausen Alberto" im Hasen von Spezia korrekt eingegangern------------. Nachricht, Staatsminister Rothe beabfichtige ist heute seinen Brandwunden erlegen. Außer ihm mußtQi - f vonseinemAmteznrückzutreten, keineswegs einer zwei verletzte Maschinisten ins Stadtkran kenhauS gebracht ^lNerÜlUr. Grundlage, indem der Genannte verschiedentlich seine W- werden^Tage lebendig begraben. Am letzten ^eUbicgeae^t?mbUmcS Teil auch diesmal zurückzu^iehen und nur auf allerhöchsten Wunsch biS jetzt von der Ausführung dieser Absicht Abstand genommen habe. Lediglich gesundheitsrücksichtliche Grünbe sollen hierbei für Staatsminister Rothe bestimmend sein. Tie bezüglich eines Nachfolgers des Staatsministers Rothe bis jetzt genannten Personen, werden von unterrichteter Seite sämt- an unterrichteter ans dem 15., 16. und 17. £^rbunbert. Stelle eingezogenen Erkundigungen vollständig un- sd. Tarmst--t, 12. '-"4*- V* ' . - . begründet Verordnetensitzung machte der Oberbürgermeister ^kannt, — Der „Regierungsbote" veröffentlicht eine Anzahl daß die von der Bürgermeisterei vorgeschtagene Eingabe neuer Bestimmungen, welche Abänderungen der für Stu- an den Bundesrat bezüglich der L^^lch Verteuerung denten geltenden Vorschriften enthalten. Ferner ver- mittels Zirkulation durch alle Stadtverordnete unter- rich . öffentlich! das Blatt ein Berzeichnes aller Strafen, welche schrieben wordenjei urü) nut einer nocf) äugefugtOT e-tatTjtif ^^oeklaate" im Alter 'vön 15 17 und ben Studenten der Hochjchulen, bie dem Ministerium für übet bie ettheriaen Ueilchpreise morgen abge,aTibt werbe. g°nza und bre^ JJh angeHagte irai -Uter oon o, i uno Volksaufklürung unterstellt sind, oom Disziplinargericht - Prinzessin Eki ab eth von § ejf en tU heute rnti-124 Wen wegen ^ernesFngM.chen Vergehen- 8^^° sowie vom Rektor oder dem Direktor auferlegt werden mittag halb drei Uhr aus Coburg über r^anyurt a. JJL tannen in Jagdschloß Wolfsgarten eingetroffen. Auch Prinzessin Saspar, 1L Sept. Kaiser Franz Joseph ist Friedrich Karl von Hessen traf heute vorrntttag zu Besuch heute nachmittag unter strömendem Regen zu den Manö- in Wolfsgarten ein und kehrte abends wieder nach Franr- vem hier eingetroffen, und von der erwartenden Menge furt a M. zurück. . begeistert begrüßt worden. Der Kaiser begab sich sogleich Offenbach, 11. Sept- xaö erste Schiff im ins Hauptquartier. Auf dem königlichen Schlosse sowie O f f e n b ach e r H af en! In unjerem nunmehr mit allen auf dem Königszelt wurde bald darauf die deutsche Flagge Umschlag- und Lade-Einrichtungen fertiggestellten vaten gehißt. Tie Erzherzöge Rainer und Josef, Ersterer in preu- ist heute das erste große Kohlenjchiss Voluntas Der ßischer Gmeralsuniform, Letzterer in preußischer Oberst- für die hiesige Firma A. Neuhaus emgelaufen, um dort uniform, später der Kaiser in der Uniform seines preußi- entladen zu werden, ^as Lchisi faßt 20 000 Zentner, scheu Regimentes, erschienen auf dem Bahnhof, um den —t— Mainz, 11. Sept Tie Folg ender h oh en deutschen Kronprinzen zu erwarten. Um 3 Uhr Fleisch preise machen ficf) ber den hresfgen Metzgern 48 Min. traf derselbe mit Sonderzug ein. Der Kaiser schon sehr empfindlich bemerkbar, indem fett dem letzten MWD-MM DWW?WW!WMMMM seines kaiserlichen Vaters, die der Kaiser dankend entgegen- alle Klasten ber S8eoo^ferung f u ”Ärr^t J8Ommia5 faite lma^^ ^nä£lia war fuhren aefolat von den Erzherzögen und ber Suite unter besagt, wurden vor einigen Tagen inMainz einem Herrn Geno) e versäumten, das mit dem Fed«meuer in die ^^ur nyui Kemple.1. Tort kehrte am letzten liegt demnach der Verdacht nahe, daß es sich MU eiNLN einer Wirtschaft ein Pärchen mit einem etwa Erpressungsversu ch gegen deii Prinzen handele, und ■ . rrv._____ _ _< ___ ff-I Sntö Sor flirirti imüprrrffifhPTttipifp: unter iraend einem 4". 3l/2°/o Reichsanleihe 80/0 do. 3Vt% Konsole do. Ehrverlust ver- rcn :l/2% Hessen 3 2- Wetter September s Bed. Himmel immel Bed. Bed. Hi Zimmel I. Der Borstand. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 745,4 743,8 740,0 19,7 15,5 13,8 12,6 11,4 11,2 8. 8. 8. 1 1 2 20,0° C 12,0° C . 102.20 . 92.75 . 102.10 . 92.30 . 100.35 . 99.70 . 103.60 103.40 50.40 80.90 29.25 123.80 44.20 74 87 96 200 500 2 “ 9“ 3% Oberhessen 4% Oesterr. Goldrente Der Sutton läßt den Tod seiner Mutter offiziell bekannt machen. Z-G 5$ S ■ß -o f 9. Sept, bis 9. „ „ 11. 11. 12. Harpener...... Tendenz: schwach. ler Rubrik „Neueste Erfindungen und Entdeckungen" um die Leser xon dem Wichtigsten und Neuesten auf allen Gebieten der Natur- -Wissenschaft und Technik aus dem Lausenden zu^erhaltem Zähren Zuchthaus und a ar teilt. Leipzig, 11. Sept. Das Befinden des verunglückten Renn- lahrers Linton hat sich unerwartet gebessert. Der Schwerverletzte ist seit gestern ohne Fieber, die Geschwulst ist in Abnahme begriffen. Voraussichtlich wird Linton schon in einem halben Jahr Dieder zur Rennbahn zurückkehren. 8% Mexikaner 4,/a°/o Chinesen . Electric. Schachert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandi Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M., 12. September 1902. Von dem Anlehen im Jahre 1861 Lit. A. Nr. 23, 34, 70 ä. 100 fl. 3°/o [ dadurch auch erden Knaben Golden. Ans London roßjury von Old Ler/'etzllng in den Srabanza unter 5$ nur geriet 10. Sept. 10. „ . 20.70 . 177B0 . 201L0 . 183.50 167.50 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 37.0d 92.90 92.00 108.00 217.70 188.20 134.90 145.60 158.00 154JS0 | Dr.W.Knecht'sltaqenbilter «SÄNTISlst der beste W derWelt. Höchste Temperatur vom Niedrigste „ „ Garant reine weiße Kernseise per Pfd. 24 Pfg., 5 Psd. L 23 Mg. Remy-Stärke per Psd. 30 Pfg., 5 Pfd. L 29 Pfg. Spiritus, 27 w Petroleum, amerikan., per Liter 18 Pfg- Fussbodenglanzlack „China“ in 6 verschiedenen Farbentönen völlig streichfertig, sehr schnell trocknend per Pkd.-Dose 85 Pfg., 2 Pfd.-Dose Mk. 1.60 5 Pfd.-Dose 4 — Mk. 6318 Iußöodeuöl, lose, per Pfund 65 Pfg. Gebrüder Berdux Bahnhofstraße 27. Lindenplatz 12. A üdm, dch von Pro« ^nntz loten« ihing* meldet, fteHte enot die Mittel für em einen zu errichtendes Stj Ab--» Frankfurt. 10. Sept. Wie alljährlich, so geht auch diesmal Sem H e r b st - P f e r d e m a r kt eine Prämiierung von inländischen, von ihren Züchtern nach Frankfurt gebrachte,: Pferden voraus, sie findet am Sonntag, 13. Sept., vormittags 10 Uhr, in 2er Landwirtschaftlichen Halle statt. Zum Zwecke der Prämiierung -ist eine Summe von 1250. Mark ausgesetzt. Das Standgeld pro «jferb beträgt 10 Mark. Die Konkurrenz ist sehr groß. Das Preisreiten und -Fahren findet auf dem Juxplatz, Sonntag, 21. September, statt. ___ M liegt* sStS SSfe 7° it ta ä'w rjl(9 N der 'der, war zu gekommen. $£• eie in der Duke 'uug er sich nicht ugendllchen Ar- thm. Ter Haus- lg an inL te deshalb. Am tt Hausbewohner lden Knaben mü Prinzen, gegen ■en sodann durch einem Fede^ Machtet haben, L Es wurde Po- ,te verhaftet-, den ). Auffällig war Mswirt und sein nesser in die Thür ch.sie davon erst uchung ergab, daß hatten beobachtet! oben wollten.' G es sich um einen inzen handele, und rter irgend einem l in das Haus ge- ret die Thar, deren neu Sektrausch Gerichtssaal. Offenbach, 9. Sept. Der Schuhmachermeister Louis H. von Ker liebt eS, sein Ladengeschäft zuweilen auch noch nach elnge- rretener Polizeistunde offen zu halten. Die rhm zugehenden Strafbefehle pflegt er weiteren Kreisen des Publikum? durch Uuslegen in sein Schaufenster bekannt zu gebem Neuerdings erhielt der Schuhmachermeister wegen abermaliger Uebertretung der Polizeistunde in zwei Fällen Strafbefehle. Tas Gericht verwarf den hiergegen erhobenen Einspruch und veriirteilte den Mann zu LOO Mark Geldstrafe. Berlin, 12. Sept. (Drahtbericht.) Die „Voss. Ztg/meldet tuS Schwerin: Der Hoftischler Peo Hierselbst wurde wegen Wechselfälschungen, durch welche er Bankmstitttte und Private mi 150° bis 200 000 Mk. betrogen bat, in 149 Fällen zu sechs Arbeiterbewegung. Berlin, 11. Sept. Eine außerordentliche General-Ver- ammlung der Berliner Klempnermeister und verwandter Werufsgenossen beschäftigte sich am Dienstag Abend mit dem Aus- itande der Klemvnergesellen. Der Obermeister Berger teilte mit, daß sich zahlreiche Arbeitswillige in den letzten Tagen auf dem llrbeitsnachwetse selbst gemeldet hätten, was vom Generalsekretär Nasse bestätigt wurde. Nach längerer Erörterung wurde beschlossen, sich mit den von der Innung zum Berliner Klempnerausstande getroffenen Maßnahmen einverstanden zu erklären. Die Versammlung teftätigte, daß die Bauklempnermeister bereit sind, einen Normal- ohn von 55 Pfg. für die Stunde zu zahlen. Der von der Generalversammlung Im August gefaßte Aussperrungsbeschluß soll qnti dem heutigen Tage aufgehoben werden. Berlin, 11. Sept. Die Berliner Gewerkschafts-Kom- »rission hat in den Streit der beiden Töpferorganisationen eingegriffen und sich entschieden gegen das Verhalten der lokal- »rganifierten Töpfer wie gegen die Lokalorganisationen überhaupt liusgesprochen. Die lokalen Organisationen wurden als „gemein- ;esahrlich für die Arbeiterbewegung" bezeichnet und einer wlligen Trennung von ihnen das Wort geredet. In einer ein- siimmig angenommenen Resolution erklärte die Kommission die Haltung der lokalorganisierten Töpfer für Streikbruch, und beschul- -bigte die Führer der Lokalisten, daß sie systematisch die Verhetzung 2er Arbeiter unter sich betreiben und deren Kräfte zu zersplittern ßuchen. Den Lokalorganisierten wurde schließlich wegen ihren fortgesetzten Verstöße gegen die Grundsätze der Arbeiterbewegung und 2er unwürdigen Haltung ihrer Führer das tieffte Mißtrauen ausgesprochen. Triest, 11.Sept. (Drahtbericht.) Eine geheime Versammlung der Hafenarbeiter hatte beschlossen, Kundgebungen und Ausschreitungen zu veranstalten, sowie die Behörde zur Unter- fcrüdiing des bei den Arbeitern mißliebig gewordenen Blattes Sole" zu zwingen. Die Kundgebungen wurden jedoch durch Holizeimaßregeln verhindert und die Rädelsführer verhaftet. Infolgedessen traten heute 700 Hafenarbeiter in den Ausstand. Seit extern sind mehrere Hafenarbeiter verhaftet. Ferner wurde gestern ein Schriftsetzer der „Sole" wegen Versuchs einer schweren körper- lichen Beschädigung, sowie ein Mitarbeiter und em Reporter des Blattes wegen Mitschuld festgenommen. Die drei letzteren sind italienische Staatsangehörige. , „ Trieft, 12. Sept. Eine gestern nachmittag stattgehabte Ver- sammlmig der ausständischen Hafenarbeiter beschloß die Fortsetzung des Ausstandes, dem sich auch die Schiffsheizer des Lloyd uno anderer hier liegender Schiffe anschlossen. Newyork, 11. Sept. Der Streik der pennsylvanischen Kohlend er g leute dürfte, wie aus unterrichteten Kreisen per- lautet, zum 15. September beendigt werden. Der Inhaber einer der größten Kohlen-Handelsfirmen Newyorks, Mr. Herbert, er- klärte, wenn am Montag nicht sichere Anzeichen für die Seen» fcigung des Streiks vorlagen, werde sein Haus 1000 To. Anthracit- Ichlen auS Wales importieren. Andere Kohlenfirmen dürften das Gleiche thun, da Wales-Kohle gegenwärtig billiger ist als die «merckanische. Zanbet und Verkehr. Volkswirtschaft. Köln, 11. Sept. Bei den von der Aktiengesellschaft für Verzinkerei und Eisenkonstruktion vorm. Jakob Hilgers in Rheinbrohl Jen Aktionären zum Bezug angebotenen 5 Prozent Vorzugsaktien ist mehr als der vorgesehene Mindestbetrag von diesen gezeichnet ivocben und damit der Erfolg der Reorganisation vollständig gekichert. Wegen nochmaligen Anbietens des verbliebenen mäßi ■äfes* iiit a..h|t und eli y rien, GW LKW 'ne. Es ist gelungen, ’bie Fortsetzung der de- 0 । Aa Ziehungen zur ® W aenMigen.iur äu9ycL Seiten, N von der sSKx " Derftfiu (G.omroaö) on m Po ds gierte Varconi bec i Eibr^ldbu korrekte ■eit n ^Lgnkreich ue der ^VariE und an kchert. Wegen nochmaligen Änbietens des verbliebenen mäßigen Restbetrages der auszugebenden Prioritätsaktien wird der Auf- kchtsrat demnächst eine Bekanntmachung erlassen. Paris, 11. Sept. Der Präsident der Handelskammer in chavre erhielt von dem brasilianischen Konsul die a m t li ch eNach- nicht, daß die Hälfte der Kaffee-Ernte infolge der anhal- nenben Kälte vernichtet sei. Deutscher Cement in England. Wie aus Hamburg gemeldet wird, ist eine große Cementlreferung nach England und zwar Hör die Eray Water-Works von Wales, deutschen Port- ^and-Eernentfabriken zugefallen. Die Lieferung, die ca. 150 000 Faß ■beträgt, ist zu zwei Drittel der Hamburger Fabrik „S a t u r n" -und zu ein Drittel der Fabrik „H e m m o o r" übertragen worden. Märkte. 4l/3% Oesterr. Silberrente 101.70 4% Ungar. Goldrente . . 101.90 4°/o Italien. Rente . . . 4Va% Portugiesen . . . 8% Portugiesen..... 1% C. Türken .... Türkenlose...... 4% Grieoh. MonopoL-Anl. 47?% äussere Argentiner Katholische Gemeinde' Samstag den 13. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 14. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Dormittags von 6*/2 Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. w um 7 Uhr: Die erste heil. Meße, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertteten durch Earl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 10. Sept. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdampfer.„Großer 5lurfürst^,Kpt.R. Meyer, vom Norddeuischen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Alorgens wohlbehalten in New-Pork angefommen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 16. Sonntag nach Trinitatis, den 14. September. Gottesdienst. Ju der Stadtkirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrassistent Vogt. Die A b s ch i e d s p r e d i g t des Herrn Pfarrer Dr. Grein Ist im Druck erschienen und außer in den Buchhandlungen bei Kirchendiener Wagenbach, Wetzsteinstraße 38 zu haben. Preis 30 Pf. In der Johanneskirche. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Euler. Am Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibel- Besprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Schriftstelle: Eph. 3, 13—21. Die Neukonfirmierten derLucasgemernde werden ein- geladen nach dem Gottesdienste zu einer kurzen Besprechung zürück- gnbleiben. ________ 9Va Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27» Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge^ Füdantage. Israelitische Neligionsgemeinde. Samstag, den 13. September 1902. Vorabend! 680 Uhr. Morgens: 8°° Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. SabathauSgang: 7“ Uhr. GsttesdiruS der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbathfeier am 13. September 1902. Freitagabend 616. SamStag vormittag 800. Nachmütag Wochen^tteSdienst: Morgens 6« Uhr, abends 600 Uhr. Methodisten-Gemeinde. (Asterweg 16.) Evangelischer Gottesdienst. Sonntag nachmittag 47e Uhr: Predigt. Mittwoch abend 87, Uhr: Bibelstunde. II. Von dem Anlehen im Jahre 1888 Lit. A Nr. 13 . . . 200 Mk. „ B , 19, 40 . ä 400 , III. Von dem Anlehen im Jahre 1895 Lit. E Nr. 53, 51 L 500 M. „ F , 32 . . 200 , Grünberg, den 10. September 1902. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. 6309 B „ 30 C , 27 Kvhlenliefevung. Die Lieferung der im kommenden Winter für die Stadt» kirche, die Johanneskirche und das Konfirmandenhaus nöthigen Hüttenkoks, Anthracitkohlen und Anthraeit- Eisormbrikets soll vergeben werden. Angebote wolle man bis zum 19. d. Mts. dem Unterzeichneten zukommen laffen. Gießen, am 12. September 1902. 6320 Der Evangelische Gesamt-Kirchenvorstand. ______Dr. Naumann.______________ Von den SchMverschttibllMN her M Grüllberg wurden am Heutigen durch Auslosung zur Rückzahlung Ende Dezember l. I. bestimmt: Wer plagt sich unnötig? £2E die für ihre Wäsche nicht die richtigen Waschmittel zum Kochen benutzt, muß sich destomehr nut Reiben plagen, wodurch auch d:e Haltbarkeit der Wäsche beeinttachtlgt wird. Mit Gioth's gemahlener Kernseife mit Salmiak und Terpentin kann die Wäsche ohne Schaden behandell werden, da dieses Pulver nicht scharf unö die Wäsche doch außerordentlich reinigt. Preis per Packet 15 Pfg. Fabrikant: I. Gioth, Hanau._____________________ Für die gesamte Redaktion verantwortlich. Curt Plato, Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Auzergers. Berlin, 12. Sept. In einer von zirka 2000 Personen besuchten Versammlung in den Concordia-Sälen sprach gestern Abend Graf Pückl.er über das Judentum in der Kritik der Geschichte. Graf Pückler, der mit Hochrufen, teilweise aber auch von Gegnern mit Gelächter empfangen wurde, ging zunächst auf seine Verurteilung in der Duell-Affaire ein, und erklärte, daß die Strafe eher Dr. Neumann hätte treffen müssen. Er schwor, daß er bis zum letzten Atemzuge kämpfen wolle und daß weiter gesprochen werden würde. Im zweiten Teile seiner Rede richtete Graf Pückler überaus starke Angriffe gegen die Juden. Die Versammlung nahm im übrigen einen ruhigen Verlauf. Ein großes Polizeiaufgebot war zur Stelle, fand aber keinen Anlaß zum Einschreiten. Unter Hochrufen auf Pückler und dem Absingen des Liedes: „Deutschland, Deutschland über alles" ging die Versammlung auseinander. Berlin, 12. Sept. Gestern Abend fanden in Berlin und den Vororten 17 von den Sozialdemokraten ein» berufene Versam mlun gen statt, die sämtlich stark beucht waren. In denselben wurde gegen die hohen Fleischpreise protestiert. Mehrfach mußten die Säle wegen Ueberfüllung polizeilich abgesperrt werden. In sämtlichen Versammlungen gelangte eine gleichlautende Resolution zur Annahme, in der die Aufhebung der Grenzsperre unter Anwendung hinreichender sanitärer Kontroll-Maßregeln gefordert wird. Zugleich wird gegen die in dem neuen Zolltarif-Entwurf geplante Erhöhung der Viehzölle, durch welche die Fleischnot auf die äußerste Spitze getrieben werden müßte, pwtestiert. Berlin, 12. Sept. Zur Frage der Errichtung einer katholischen Fakultät an der Universität Straßburg erfährt der römische Korrespondent des Berliner Tageblattes aus vatikanischen Kreisen, daß im Herbst Freiherr von Hertling nach Rom zurückkehrt und voraussichtlich die endgültige Einwilligung der Reichsregierung zum Vetorecht des Bischofs von Straßburg betteffs der Besetzung von katholischen Professuren an der katholisch-theologischen Fakultät überbringt. In diesem Falle sei eine Verständigung sicher, da die Mehrheit des Kardinal-Kollegiums dem Projekte günstig gesonnen sei. London, 12. Sept. In hiesigen Finanzkreisen wird versichert, daß die russische Anleihe auf nächstes Jahr verschoben sei, da der französische Finanzminister Rouvier bekanntlich die Verausgabung der Anleihe vor der Emission der französischen Milliarden-Anleihe verweigert hat. London, 12. Sept. Infolge Bruches eines Dampfrohres an Bord des Dampfers „Borneo" im Hafen von Boolwitsch sind 10 Mann schwer verletzt worden. London, 12. Sept. Nach Meldungen aus Kingstown wird die gestern gemeldete Niederlage der Regierungstruppen heute amtlich bestätigt. London, 12. Sept. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt: Während der gestrigen Parlamentssitzung hielt der Abgeordnete Merriman eme scharfe Rede gegen die Aufhebung der verfassungsmäßigen Rechte, wobei er heftige Angriffe gegen Milner richtete. Sir Gordon Sprigg übernahm die Verteidigung Mllners nicht. Eine Ministerkrisis scheint bevorzustehen. London, 12. Sept. „Daily News" berichtet aus Kalkutta, daß unter der Bevölkerung Indiens eine große Protestbewegung sich bemerkbar mache gegen die Krönungsfeierlichkeiten, welche eine Summe von 300000 Lstr. erfordern. Die Festlichketten sollen in Dehli stattfinden. Brüssel, 1£. Sept. Am 2. Oktober geht die erste Schienenladung zum Bau der Verlängerung der Kongobahn aus Antwerpen ab. Die zu bauende Strecke hat eine Länge von 100 Kim. Brüssel, 12. Sept. Wie zuverlässig verlautet, ist der Besuch der Burengenerale in Belgien auf die nächste Woche verschoben worden. Andererseits heißt es, der Besuch sei ganz aufgegeben. Barcelona, 12. Sept. Die Polizei verhaftete fünf Anarchisten. Der Maurerausstand dauert fort. Fez, 12. Sept. Gestern hat seitens der Regierungstruppen cm Angriff auf den Stamm Jeruam in der Nähe von Metinez stattgefunden. Die Truppen des Sultans erbeuteten eine Menge Waffen und Munition. Die übrigen Stämme haben sich infolge des Sieges der Regierungstrrippen unterworfen und die Obechohett des Sultans anerkannt. — Benzin- nnd As-Mm, Antomobile. Für völlig konkurrenzlose Motore u. Automobile tüchtige eingeführte u. solvente Vertreter gesucht, «u Offert, imt. W G 747 an Kaasensteln & Aogler, KrauLfvrta.M, ßieuenstchtttverein für Gießen v. UW. Versammlung Sonntag den 14. September, nachmittags 3 Uhr, bei Bauer. Tagesordnung ist durch Nr. 9 der Biene bekannt. 6328 wßmrr* in 100,000 Familien und an deutschen Höfen getrunken. Probepakete 60, 80 Pfg., Mk. 1.—, Mk. 1.25. VerkaufABtellen durch Plakate kenntlich. 6262 Dir so beliebte» echte» Thüringer Stangen- Kümmel- Käse sind soeben wieder irisch eingelr. bei ChristianWallenfels Marktplatz 17, am Kriegerdenkmal Telephon 262. Gegründet 1826. Neues Sauerkraut Neue Gurken Prima neue holländische Vollheringe empfiehlt 6288 Karl Eichmann Ederstratze 1. Rordaulage. Neves Lllllerkraut per Psd. 10 Pfg., empfiehlt C. Roth 11. 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