Nr. 85 Erscheint täglich außer Sonntags. Lern Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Notanonsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Unwers.-Buch-u.Slem- dructerei lPretsch Lrbeni Redaktton, Grpedition und Druckerei: Schul st raße 7, Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Ar. 51. Erstes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 12. April LSOS GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen vezugSpretS: monattlch75Pj., viertel- jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel» jährt ausscht Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer brs vormittags 10 Uhr., ZeüenpreiS: lokal 12 Pf, auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polit. il allgern. Steil: P. Wittko; für ,Stadt und Land^ und »Genchtssaal": R. D i 11- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die ZosstarisKommisstou. Berlin, IL April. Die Zolltarifkommission nahm den gestern emgebrach- len Kompromiß-Antrag Gamp und Gen. betr. die Höhe der Zölle für Pferde inet der Anmerkung an, daß die Pferdezolle vertragsmäßig nicht mehr als 20 Prozent ermäßigt werden dürfen, was Graf Posa- dowskh im Laufe der Debatte bekämpfte. Die heutige Sitzung begann mit der Beratung der Viehzölle, Positron 99, Pferde, einschließlich der Kompromißanträge Gamp und Gen., sowie des Antrags Müller-Sagan auf Ermäßigung, und des Antrags der Sozialisten auf Abschaffung der Pferdezölle. Graf Schwe- rin-Löwiß begründet den Antrag Gamp. Das Interesse der Landespferdezucht erfordere einen höheren Zollschutz. Antrick bekämpft den Pferdezoll, der nur den Großgrundbesitzern nütze, und die Fleischnahrung der armen Leute verteuere. Landwirtschaftsminister v. P o d b i e l s k i betont, die Pferdezucht betreiben, von der Edelpferdezucht abgesehen, gerade die kleineren Züchter. Der Pferdezoll sei auch im Interesse der Schlagfertigkeit des Heeres nötig, damit im Kriegsfälle die ersorderuchen Hunüerttausende von Pferden existieren. Den Kompromißantrag halte er für nickst unbedenklich. Tie geforderte Bindung der Viehzölle sei ausgeschlossen. Tr. Pachnicke bekämpft den Kompromißantrag. Redner bittet den Grasen Posadowsky um Auskunft über die Ergebnisse seiner Rundreise. Herold befürwortet den Kompromißantrag im Interesse der bäuerlichen Züchter. Handelsverträge dürften nicht blos auf Kosten der Landwirtschaft geschlossen werden. Graf Posadowsky erklärt, ihn beseele der Wunsch, rm Interesse der Landwirtschaft, der Industrie und oer Arbeiter eine neue Grundlage unseres wirtschaftlichen Verhältnisses zu schaffen, ohne Erschütterung unserer handelspolitischen Beziehungen. Der Doppeltarif fei ein gutes Instrument nur unter der Voraussetzung niedriger Minimalzölle. Die Forderungen der Agrarier seien unhaltbar. Tie vom Grafen Schwerin gewünschte Bindung würde der Handelspolitik neue Schwierigkeiten schaffen. Man solle in der ersten Lesung, die eine erste Skizze des zu schaffenden Bildwerks sei, nicht zu viel ändern. Es bestehe die Mög- lichkeit, in zioeiter Lesung noch eine wundervolle Bildsäule herzustellen. (Heiterkeit. Widerspruch) Er bitte, vom System der Minimalzölle an dieser Stelle abzusehen, über seine Ziundreise könne er nichts mitteilen. Tie Kommission nahm schließlich den Kompromiß-Antrag betr. die Pferdezölle, einschließlich Minimalbildung an, ferner nach der Regierungsvorlage den Zoll von 30 Marl pro Stück für Maulesel und Maultiere und lehnte den geforderten Stückzoll von 5 Mark für Esel ab, wofür 3 dem sozialdemokratischen Antrag Zollfreiheit be- en wurde. Hieraus folgte die Mittagspause. ,u Position 102, Rindvieh, beantragen ferner Dr. Müller-Sagan Bullen und Kühe für 1 Stück 9 Mark, Jungvieh 5, Kälber 3, Ochsen 20 Mark; Gradnauer und Gen. Zollfreiheit Herold begründet den Antrag Gamp. In Deutschland müsse die steigende Viehproduktion erhallen werden, die Einfuhr sei ganz unnötig. Die Mindestsätze seien die Konsequenz der Bindung der Getreidezölle. Be- b e l bezeichnet die Viehzölle als schwere Schädigungen der arbeitenden Klassen, denen sie den Fleischgenuß um so schwieriger machen, als schon das Fleischbeschaugesetz eine ganze Anzahl Fleischsorten ausschließe. Im Verlaufe der Sitzung entsteht große Unruhe durch Unterhaltungen. Als Stadthagen den Unterhaltenden zuruft, binaus- zugehen, wenn sie sich unterhalten wollen, und trotz der Ermahnungen Rettichs nicht aushört, dazwischen zu rufen, wird er zur Ordnung gerufen. Bebel fährt fort : Die Agitation der Agrarier werde zur Einschränkung des Fleischverbrauchs führen und dadurch wieder zum Her- abgehen der Preise. Minister v. Podbielski erklärt, es gehe nicht an, daß man die deutsche Viehzucht, für die Millionen auf» gewendet seien, der ausländischen Einfuhr opfere. Tre Sicherung des nach vielen Millionen zählenden Viehstandes sei durchaus notwendig. Das Ausland habe andere, günstigere Verhältnisse für seine Viehzucht als Deutschland, das wohl in der Lage sei, seinen Fleischbedarf zu decken. Die Grenzsperre verbesserte wesentlich die ftüher ungünstigeren Verhältnisse bezüglich der Maul- und Klauenseuche, dafür besitze er amtliche Beweise. Die Verseuchung nahm ab, wir kamen wirtschaftlich weiter. Eine Minderung der Zölle für Vieh sei ausgeschlossen. Mll gema schlos der Bindung auch dieses Titels könne er sich nicht einverstanden erklären. Müller-Meiningen erklärt die Ausführungen des Ministers über die Sperre für ganz unrichtig. Deutschland würde mit den vorgeschlagenen Sätzen zukünftig die höchsten Zölle der Well haben, sowie das teuerste Fleisch. Spahn erachtet die Fleischzölle nicht für schuldig an der Verteuerung des Fleisches. Ter Landwirtschaft erwachse kein Nutzen aus den gestiegenen Fleischpreisen. Staatssekretär Graf Posadowsky weist auf die gesunkenen Schiffsfrachten, sowie auf die gewaltigen Fleischexporte Nordamerikas, Argentiniens rc. hin. Die jetzigen Vertragszölle seien gegen eine solche Einfuhr nicht mehr ausreichend. Die Zölle müßten so gestellt werden, daß Deutschland den eigenen Bedarf decken könne, was baldigst möglich sei, da die Viehzahl stark gestiegen sei. Tie Viehzölle wirkten ausgleichend gegenüber den Ländern mit günstigeren Viehzuchtsbedingungen als Deutschland. Der Antrag Gamp gehe zu weit. Staatssekretär v. Richthofen tritt mit Entschiedenheit für die Zollsätze des Ent wurfs ein, indem er geltend macht, daß durch die Erhöhung, welche der Antrag Gamp Vorschläge, namentlich der durch die Festlegung der Minimatsätze den Abschluß von Handelsverträgen, vor allem mit Oester reich-Ungarn ganz wesentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Redner erläutert dies durch vertrauliche Mitteilungen. Geheimrat C l a u und bayerischer Bevollmächtigter Geiger sprechen sich gegen die Gewichtszölle aus. Dr. Müller-Sagan ändert in seinem Anträge den Ochsenzoll durch Teilung in Schlachtochsen 25.50 und Zugochsen 20 Mk. Gamp meint, die Ausführungen des Staatssekretärs v. Richthofen widersprächen denen des Ministers v. Podbielski und des Grafen Posadowsky und vertritt das System der Gewichtszölle. Tie jetzigen hohen Fleischpreise feien ungesund und würden sicher wieder heruntergehen. Zum Entgegenkommen sei er bereit, falls die Regierungen ein Gleiches thun. Staatssekretär v. Richthofen spricht die Hoffnung aus, daß aus der zwellen Lesung eine Verständigung erreicht werde. Staatssekretär Graf Posadowsky warnt vor zu hohen Zöllen auf Kühe, überhaupt auf Rinder. Müller-Sagan meint, die Sperrmaßregeln hätten die Bekämpfung der Tuberkulose in Deutschland gehindert. Bei der Abstimmung wird der Antrag Gamp mit großer Mehrheit angenommen. Politische Tagesschau. Amtlicher Bericht DelareyS über die englischen Greuel. Tie Behandlung der Frauen und Kinder, dieser armen Wehrlosen, ist das schwärzeste Blatt unter den vielen schwarzen Blättern dieses traurigen Krieges. In seinem Beginn wurden zuerst Frauen, die in den Dörfern wohnten, zu Hunderten gefangen genommen und zu den verschiedenen Kommandos gesandt. Nachdem wir überall Frauenlager eingerichtet hatten, in denen unsere Frauen und Kinder versorgt wurden, kam wieder eine Veränderung in das Verfahren des Feindes. Unsere Frauen wurden auf den Farmen gefangen genommen, und nachdem dort alles verbrannt war, wurden sie oftmals wochenlang auf Brückenwagen mit dem Heere mitgeführt. Des Nachts wurden die Frauen dann verteilt als Schutzwehr gegen einen nächtlichen Angriff von unserer Seite. Als die Frauen dessen gewahr wurden, begannen sie zu fliehen, und wurden nun vom Feind verfolgt. Sowohl großes Geschütz als Klein- g e w e h r ist dabei auf unsere Frauen gerichtet worden. Häufig wurden sie dann wieder gefangen genommen und hierauf weggeführt nach entlegenen Orten und in Zellen untergebracht. M>er aus den Franenlagern kommen allzeit, zu Hunderten, die frohen Botschaften: „Kümmert Euch nicht um uns, sondern haltet ans im Kampfe für Euer Land." — Viele Frauen sind schon getötet worden durch Kugeln, und andere durch das Elend, in dem sie sich befanden. Meine eigene Frau ist eine derjenigen, die auf Befehl von Lord Methuen chre Wohnstätte verlassen mußte, mit Hinterlassung von allem, was sie besaß. Sie irrt nun schon zwölfMonatemit ihren sechs kleinen Kindern umher. Meine Mutter, eine Witwe von 83 Jahren, und seit neun Jahren Witwe, wurde gefangen genommen. All ihr Vieh ist geraubt. Ihr Haus wurde verbrannt. Sie selbst ist nach Klerksdvrp weg- geführt roorben. — Ich nenne hier die Namen von einigen Frauen, die gefallen sind: Im Distrikt Rustenburg. Zu Feuilleton. — TaS neueste GedtHt des Papstes wird von der vatikanischen Druckerei veröffentlicht. Es ist in lateinischen Distichen versaßt und hat die letzte Wechnachtsseier zum Anlaß genommen. Eine freie Verdeutschung würde den Sinn des Gedichtes etwa so wiedergeben: . Wieder kehrt er heul', der Tag, da Jesus geboren. Und wir feiern ihn heut', wie es von Alters der Brauch. Aber nimmer wie einst, als Botschaft heiliger Freude Leuchtet er uns; nicht bringt er des Friedens Geschenk. Wehe! Das Menschengeschlecht bedrauen Schaaren der Bösen, Klägliches — ach! — geschah, Klagenswerteres naht. Rimmer denkend an Gott, der Eltern schnöde vergessend, Schüttelt dieses Geschlecht ab sich jegliches Joch. Spaltet voll feindlicher Wut die Bürger in kämpfende Rotten, Und es fließet das Blut, grauenvoll wütet der Mord, Recht wird nicht mehr geachtet, es wichen die Scham und die Treue. Und die Begierde, sie wagt Frevel ganz ungestraft. Komm', Du heiliger Knabe, o, hilf der Zeit, der bedrängten, Daß sie nicht elend vergeh', hilf, o Gott, unser Hellt Wo Dein Segen erglänzt, da blüht in Milde die Erde. Und es taucht aus dem Pfuhl reiner das Bild der Zett, Uralt göttliche Lehre der Religion — sie erleuchte Mit beglückendem Licht alle Seelen durch Dich! Möge entbrennen durch Dich der edle Wettstreit des Glaubens, Beut' die Palme des Siegs dem, der die Feinde »erschlug. Alle Wolken des Wahns, des Zornes dräuende Flammen, Seien gelöscht und es kehr' himmlische Ruhe zurück. So denn mag der Friede, der. lang ersehnte, uns nahen, Und die Herzen umschling' brüderlich liebendes Band! Das Berliner Jbsentheater, das am Sonntag und Montag bei uns zu gastieren beabsichtigt, ist von argem Mißgeschick in Marburg heimgesucht worden. Die dort für Donnerstag abend vorgesehene Ausführung von „Hedda Gabler" hat nicht stattgefunden. Das Verbot der Aufführung ist, wie die ,^ess. Landesztg." mitteill, nicht von der Polizei erfolgt, sondern durch einen Vertreter der Museumsgesellschaft und auch von ihm nicht wegen des Stücks, sondern aus anderen Gründen, die hoffentlich öffentlich bekannt gegeben werden. Das genannte Marburger Blatt ist überzeugt, daß von einer finanziellen Schädigung des Rietfontein wurden die Ehefrauen des Stoffel Fourie und noch ein Fräulein Diederiks vor ihrer Thüre, unter der Veranda, durch eine Maxim-Kü gel getötet, und das, ohne daß ein Mann in der 'Rähe des Hauses gewesen wäre. Auf der Farm Groenfontein wurde die Ehefrau des L. van der Merwe durch den Kopf geschossen und darauf allein, mit ihrer Wunde, in einem Gartenhäuschen im Stiche gelassen, während ihre Wohnung verbrannt wurde. In einem andern Distrikt, zu Schweizer-Reneke, wurde eine Tochter des Sonikus totgeschosfen und eine andere schwer verwundet (worüber eine beeidigte Erklärung beiliegt.) Im Potschefstroom-Distrikt, Gatsrand, wurde die Ehefrau des Hans Brits in ihrem Wagen durch eine Ka- nonenkugel getötet. Heer uuo Flotte. General der Kavallerie für Mecklenburg. Ter am Geburtstage des Großherzogs von Mecklenburg- Schwerin von diesem zum General der Kavallerie a la suite des 1. Großh. Mecklenburgischen Dragoner-Regiments 9tr. 17 ernannte Herzog Paul Friedrich zu Mecklenburg führt Rang und Titel nur für das mecklenburgische Kontingent, nicht aber für das deutsche Heer. Der Herzog wurde mit zwölf Jahren als Leutnant im 1. Mecklenburgischen Tragoner-Regiment angestellt. Als die mecklenburgischen Truppen in den Verband der preußischen Armee übertraten, wurde er als aggregierter Leutnant beim 17. Triagonev- Regiment weiter geführt und 1870.auch a la suite des Zieten-Husaren-Regiments gestellt. Den Krieg von 1870/71 machte er im Hauptquartier der 2. Armee mit, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde Oberleutnant. 1875< rückte er zum Rittmeister auf und that bann einige JahreI als Eskadronschef beim Husaren-Regiment von Zieten Dienst. 1880 wurde er zur Dienstleistung beim Generalkommando des 3. Armeekorps kommandiert, trat aber infolge feiner im Mai 1881 stattgehabten Vermählung mit der Prinzessin Marie von * Windischgrätz, deren Mutter die Schwester des Großherzogs Friedrich Franz II. war, vom' aktiven Dienst zurück und wurde Major a la suite des 17. Dragoner- und des 14. Husaren-Regiments. Infolge seines' Uebertritts zur katholischen Religion, der damals viel Aufsehen erregte, nahm er am 29. Atärz 1884 den 'Abschied aus der preußischen Armee, wurde aber vom Gvoßherzoge von Mecklenburg als Major a la suite des mecklenburgischem Kontingents belassen und von 1887 ab in der Rangliste wieder als mecklenburgischer Major a la suite des 17. Dragoner-Regiments geführt. 1889 wurde er Oberstleutnants 1893 Oberst, am 7. Oktober 1894 Generalmajor und am 9. April 1898 Generalleutnant. Aus Stadl und Sand. Gießen, den 12. April 1902. ""Ernennung. Der Großherzog hat den Ministerial- revisor Karl Weisel zum Ministerial-Buchhalter bei den Ministerien des Innern und der Justtz mit Wirkung vom 1. April an ernannt. ** Das Regierungsblatt Nr. 20, ausgegebew am 10. April, enthält folgende Bekanntmachung, die Stoffe* Verwaltung der Provinzialschulfonds für Oberhessem und Rheinhessen betreffend: Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht- daß die Kasseverwaltung der beiden Provinzialschulfonds! für Oberhessen und Rheinhessen von Gießen und bezw. Mainz nach Darmstadt verlegt und dem Großh. Rechnungsrat I. Weitzel übertragen worden ist. ** Tie Besprechung der Bürgermeister der hessischen Städte und von Delegierten der Stadtveroro- netenversammlungen über das den Ständen vorzulegende Polizeikostengesetz und den Antrag der Zolltarif- kommission betreffs des Oktrois der Städte auf Lebensmittel rc. findet Mittwoch, 16. April, nachmittags 3 Uhr, in Worms statt. ** Carlschulz-Abend. Für den heute abend im Hotel Schütz stattfindenden fein-humoristischen Carlschulz- Abend ist ein vollständig neues, sehr interessantes Programm aufgestellt. Dasselbe bringt u. a. ein un gedruckt e s, humoristisches Gedicht von Schiller, das Herrn Carlschulz zur Verfügung gestellt worden ist. Es dürfte wieder ein sehr genußreicher dlbend voll gesunden echten Humors bevorstehen. ** In der G mälde-Ausstellung im Turnhaus am Brand sind neu ausgestellt von I. v. A st u d in-Wiesbaden „Abend Ensemble durch den Ausfall des Abends nicht die Rede sein darf. Dagegen hat die Aufführung von „Rosmers- holm" gestern abend stattgefunden. Die Direktion deK Theaters ist an dem Ausfall der ersten Aufführung völlig schuldlos. Die angeblich bis nach den Wahlen verschobene Pariser Theaterfahrt Leipziger Studenten ist nunmehr enbgiltig aufgegeben. Die Räuber-Aufführungen werden lediglich in Antwerpen und Utrecht stattfinden. . Wilhelm Jordan und Friedrich Nietzsche. Tr. Stephan Gruß sprach dieser Tage im Wissenschaftlichen Klub in Wien über Jordan und Nietzsche und die überraschende Ähnlichkeit chrer Gedanken und Ziele. Er führte aus, daß beide Denker in merkwürdiger Uebereinftimmimg die aus dem Darwinismus, sich ergebenden Folgerungen für die menschliche Moral zogen, indem sie statt der allen Ideale des Glaubens und Handelns neue Werte schufen, welche auf eine Höherzüchtung des Menschengeschlechtes hinausloufeu. Gerichtssaal. chinen ausgefunden werden. In verschiedenen Jahren wurden auch Trichinoseerkrankungen beobachtet, die zwar meist gutartig waren, deren letzte jedoch auch einen Todesfall herbeigeführt hat. Die Erfahrungen haben fast durchweg ergeben, daß die Erkrankten entweder rohes oder nicht vollständig gar gekochtes bezw. durchgebratenes Fleisch gegessen hatten. Trichinen sind aber auch an anderen Orten Nauheims und die Heilerfolge sind so groß uud von der Wissenschaft längst anerkannt, daß nur wenige Bäder sich, -................. ,vv<.vv„. der Sprudelstadt unseres Hesseulandes gleich stellen können. Prinz zur Tafel kam, fand er das Bier schon zur Stelle sie doch gut behandelt worden seien, erwiderte die Jed- Ilicka, daß im Hause der Familie Kraus die Suppe oft mit Blut gekocht worden und daß das Blut in einer Flasche enthalten sei, die ihren bestimmten Platz in der Kredenz habe. Diese Angabe machte stutzen: man mußte feststellen, was das Mädchen damit meine. Ein Beamter und ein Detektiv wurden mit der Iedlicka in die Wohnung des Ehepaares Kraus entsendet, und dem Herrn und der Frau Kraus wurde mitgeteilt, es handle sich um eine Erhebung an Ort und Stelle bezüglich einer Aussage der Magd. Die Iedlicka ging sofort zu der Kredenz und entnahm dem Innern derselben mit sicherem Griff eine braune Flasche, von der sie erklärte, daß sie Blut enthalte. Diese Flasche wurde dann zum Amt gebracht, auf den Gerichtstisch gestellt, und es wurde protokollarisch kon- Verhastete nach mehrfachen Angaben von Hausbewohnern vor der Thür des Geschäftes zu Beobachtungszwecken aufgestellt haben soll, wird eifrig gefahndet. * Bukarest, 11. April. Gestern nacht sind in der Stadt Platra Neamz 20 Häuser abgebrannt. Zahlreiche meist israelitische Familien sind obdachlos geworden und haben chre ganze Habe verloren. Mehrere Personen sind unter dem Verdacht der Brandlegung verhaftet worden. wahrgenommen worden, wo eine anscheinend gut organisierte und gewissenhafte obligatorische Trichinenschau die Unschädlichkeit des Fleisches hätte verbürgen sollen. Aus all diesen Gründen ersucht das Ministerium die Verwaltungsbehörden, das Publikum dahin aufzuklären, daß dasselbe vor dem Genuß von rohem Schweinefleisch nachdrücklichst gewarnt werde, denn nur völlig gar gekochtes oder durchgebratenes Fleisch tonne die etwa vorhandenen Trichinen abtöten, auch starkes Salzen und längeres Räuchern und Trocknen des Schweinefleisches vermögen eine gewisse Sicherheit zu bieten, was bei leichtem Einsalzen und schwachem Anräuchern des Fleisches nicht der Fäll wäre. ** Ucber die Anwendung der Ortsbrieftaxe hat der Staatssekretär des Neichspostamts soeben eine bemerkenswerte Verfügung erlassen. Bei Orten, die nur während eines Teils des Jahres mit einer Postanstalt versehen sind, sonst aber von der Bestellpostanstalt eines anderen Ortes bedient werden, war die Frage entstanden, ob sie auch während der Zeit, in der sie nicht zum Bestellbezirk des anderen Ortes gehören, die Vorteile der gemeinsamen Ortsbrieftaxe dieses anderen Ortes genießen oder ob sie je nach dem Bestehen der besonderen Postanstalt die gemeinsame Ortsbrieftaxe des anderen Ortes haben oder nicht. Diese Frage war bisher von den Oberpostdirektionen selbständig und mit verschiedenem Ergebnis entschieden worden. Eine Anordnung des Staatssekretärs bestimmt nun, daß die für das Publikum günstigere Aus- auf der Werdet, von A. St äh le-München „Der Notnagel ^.1 keine gesetzlichen Rechtsnachfolger Eingetragener sind, Doch bleiben diese Bilder nur ernt morgigen Sonntag aus-I Grundstücke von letzteren ohne (£rtoerbtitel im Besitz; da- >gestellt. Am Montag tritt ein teilweiser Wechsel der Ge- neben herrscht noch bezüglich einzelner Eigentümer Zweifel mälde ein. Es gelangen auch einige erst seit Kurzem ausge- über die Identität des von ihnen erworbenen Geländes mit stellte Gemälde zur Weitersendung, worauf wir besonders auf- ,.e? {en' ^e, im Besitz haben, sodaß eine richter- merksanr machen. Von Dienstag an bleibt die Ausstellung r! Ziehung der Interest enten aus 4 nofrMnfirn dem an preußisches Gebiet grenzeiiden Gemarkungsteile »v 9 >cy iien. . I nötig wurde. Die Schwierigkeiten haben bis jetzt beseitigt P h. Ohrs ll n i b e r) u ni. Aus Oswalds GartenIwerden können fodaü in Bälde (^rmittelunasvftri$»t!v,v, Verkäuferin in Kaisers Kasfeegeschaft in der Königs- L ^.'0 Romrod, . April. Ganz unerwartet trafen gestern anspruchncchme der Bücher. Der Gründung unterlag bie I cinem ®^ra3u9 kommend I. Kgl. Hoheiten Absicht, die Mitglieder des Vereins in chrer Vaterlands- Groß Herzog und Prinz Heinrich von Preußen liebe durch Bereicherung ihrer Kenntnisse in vaterländischer um 3 Uhr 8 Min. auf der Station Zell ein und fuhren von I Geschichte zu stärken. Bei den beschränkten Mitteln, die! da hierher zur Besichtigung des vor dem hiesigen Schlosse dem Verein zu diesem Zweck zur Verfügung stehen, muß liegenden Terrains, das durch Niederreißung einiger aufge- die Anschaffung von Büchern sich in engen Grenzen halten, kauften Häuser entstanden ist und das in Gartenanlagen um- Um so freudiger ift e3 zu begrüßen^ wenn durch Schenkung I gewandelt werden soll. Zu diesem Zwecke waren auch vor von gediegenen Werken anderen Inhalts dem Bildungs- r.Va bedürsnis der Mitglieder in weiterem Umfana Recknunn Ce* Hofmarschall v. Westerweller und Geh. oen Vericyrsnfcy gepetir, und es wurde protokoUarrsch kon getragen werden kanm^ werterem Umsang Rechnung Oberbaurat Hofmann von Darmstadt hier, um in nötige statiert, daß Mefe 9)laggi§ entW. ** Esset Grünes! Das gilt hauptsächlich für das Verhandlungen mit der Stadtverwaltung zu treten. Nach'---- Frühjahr. Der junge Frühling bietet bereits die ersten mehrstündiger Besichtigung des Geländes und des Schlosses frischen Sprossen von Brunnenkresse, Petersilie, Rapünz- und nachdem im Schlosse selbst der Thee eingenommen war, ch^n, Spinat usw. Namentlich in den Suppen ist Grünes fuhren die hphen Herrschaften zu Wagen nach Alsfeld und! M. Gietzeu, 11.April. Strafkammer. Den Vorsitz führte erfrischend, es erhöht den Geschmack, stärkt den Magen, stiegen daselbft in der „Krone" ab. Am Abend ginq's in I Landgerichtsdirektor Dr. Günaerich, die Anklagebehörde vertrat remigt das Blut. Die mit Grün versetzten Frühjahrs- den Grebenauer Jagdbezirk zur Auerhahnbaü LeuteMoraen Gerichtsaffessor Hoos. — Der Barbier Martin Christian Zindel suppen sind die besten! ;n bec ftrübe führte der Gcrtrnntn ■ L au| Frankfurt a. M. hatte m der Gemarkung Vilbel im Dezember ** T r i ch i n o s i s. Tas Ministerium hat sämtliche Ver- ^rück nack Darmstodk 8 9 Fürstlichkeiten wieder 0. Jahres Lapms mittelst Netze unb gemei.lfchastlich mit zwei Anderen waltungsbehörden beauftragt, auf das Vorkommen der ii ^uattsizier-ten Jagdvergehens vom Trichinosis im Grosiber^oatum aufmerksam ' H- April. Der Kurpfuscher Fepdinanb Schöffengericht Vilbel zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden. . ff*“ Betrngsstvafe vvn 4 Jahren ZnZthans?4ö00 Mk. \ g®«!’ SS beschau geübt wird, nicht allein in eingeführteti, sondern auch im Lande gezüchteten und gemästeten Schweinen Tri- K Kr W 5i«»e,g Sc K- fierani-^ Anbruigung keilsundo 2a aa fc&W? tonnte W 1 Opperman animorlen. lange die H kam, um 'h raqen, mar derAngM als einen ich »: anzeige- w dangen i“ ■ MStandpi sersiandigc, Lrgebriisie de des An.geklac aui unschlich jeugung kam knoten J Paris, der drei Kabunia, zu lautete aui wurden W Mandell, der Porsche nicht verhö drei RuM zu erleiden Klmdr Bom( AMes heigl, Mm ( Äage noch P'älzi dm es g> ttttgeb. 1 Taglohner Rächst i hausbmfcl . st ° M st , KAM, । izAnmüll «•öteuunü Schmidt ^-Steinmi ® &*• KZeinmi M Weitzel, ffabel, ^-^euuni Diese Gies vj “St,, - Absolut’ bestes ’ ~Mündiasseri der Welt. ! den ftönbigm Aufenthalt eines der Unternehmer zum Zwecke der ÄtiriebslcituncL überhaupt eine monatelang dauernde Arbeit erfordere, zu einem gewerblichen Betrieb alle Art der Herstellung nötige uud nicht mehr nur als, eine von Preußen — Cölbe — aus bethatigte gewerbliche Aiissührungshandlung gelten könne. Aus diesen Gründen hält das Gericht einen steuerpflichtigen Gewerbebetrieb für vorliegend und die Inhaber desfelben zur Lösung eines Gewerbepatents für verpflichtet, dessen Nichteinlösung sie nach § 25 der Gewerbesteuer-Verordnung vom 83. Juli 1884 strafbar mache. — Der Landwirt Heinrich Z ockler von Babenhausen ist beschuldigt, durch Fahrlässigkeit den 4wd firnes eigenen Sohnes verursacht zu Habern Ter letztere stand eines -tages an der Kreissäge, während ein gewisser Deubel versuchte, ein Latten» stück neben der Säge her auf den Säge lisch vorzuschieben ; fahrlässigerweise kam derselbe zu nahe an die Säge heran, dieselbe erfaßte bte Latte, trieb sie in die Höhe und schleuderte lie mit voller Wucht gegen den Nacken des jungen Zöckler. Während der gen. Deubel bereits früher wegen fahrlässiger Tötung zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden ist, hat jich der Angeklagte heute deshalb zu verantworten, weil die von ihm schuldhaslerweise unterlaßene Anbringung der vorgeschriebenen Schutzvorrichtungen — des Spaltkeils und der Schutzhaube — die Bedingung zu dem Unfall geletzt hat. Da nach dem sachverständigen Gutachten das Vorhandensein der Schutzvorrichtiingen den Unfall unmöglich gemacht hätte, so erkannte das Gericht wegen fahrlässiger Lotung auf eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen gegen den Angeklagten. Berlin, 10.April. Wegeii rhätlicher Beleidigung einer verheirateten Frau haue sich geltem der Chemiker Ur. phd Oppermann vor der 9. Straskanuner des Landgerichts I zu verantworten. Der Angeklagte betreibt in ziemlich bedeutendem Umfange die Heiltunst. Als eine Frau N. als Patientin zu ihm tarn, um chn wegen eines körperlichen Leidens um Rat zu ragen, war sie e ntsetzl über die An der Untersuchung, die der Angeklagte für angemessen hielt. Sie betrachtete fein Vorgehen als einen schweren Angriff auf ihre Frauenehre, verließ empört die Behausung des Angeklagten und machte in voller Erregung ihrem Manne Mitteilung von dem Vorgefallenen. Dieser erstattete Strafanzeige. Ter Angeklagte bestritt, sich im Sinne der Anklage vergangen zu haben, und behauptete, daß er lediglich eine Unterfuajung oom Standpunkte des HeilkünstlerS vorgenommen habe.. Der Sachoerständige, Gerichtsarzt Dr. Puppe, bei tritt dies auf (Stunö der fcrgebnifie der Beweisaufnahme, und erklärte, daß das Vorgehen des Angeklagten jeder ärztlichen Gepflogenheit widerspreche und nur auf unsittliche Motive zurückgeführt iverden könne. Zu dieser Ueber- zeugung kam auch der Gerichtshof der den Angeklagten zu drei Monaten Gefängnis verurteilte. Paris, 11. April. Der Appellhof hat die Verurteilung der drei russischen Studenten Akimoff, Nazarjew und Gabunia, zu drei Monaten Gefängnis bestätigt. Die Anklage lautete auf Rebellion und Beleidigung" wider die Polizei. Sie wurden selbst an Ort und Stelle und besonders im Polizeirevier mißhandelt. Tie Entlastungszeugen wurden nicht verhört, da, wie der Vorsitzende meinte, auch die Belastungszeugen, die Polizisten, nicht verhört würden. Außer der gerichtlichen Strafe werden die drei Russen noch die bereits beschloffene Ausweisung aus Frankreich zu erleiden Haden. ________ Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Boni Geldmarkt. Die Geldflüssigkeit hat wieder zugenommen. Tägliches Geld ist zu 2 Prozent in beträchtlichen Mengen zu haben. Es heißt, daß die Reichsbank die Diskontierung auf dem offenen Markt in Erwägung zieht; doch hat sich das Direktorium mit der Frage noch nicht offiziell besaßt. Pfälzische Bant. Das Institut hat einen Prozeß gewonnen, den es gegen den Ansbacher Landwirtschaftlichen Kreditverein führte. Das Gericht hat den Kreditverein zurl Zahlung von 171650 Mark nebst Zinsen verurteilt. . S> ,proz. Württeurbergische Staatsanleihe. Die SubfTnp-1 tion auf 14 Millionen Mark obiger Anleihe wurde alsbald nach der Eröffnung wegen Ueberzeichnung des aufgelegten Betrages wieder geschlossen. Getreide. Weizen. Seit dem letzten Berichte hat sich die Stimmung wesentlich befestigt, nachdem aus verschiedenen Weizendistrikten Nordamerikas Frostmeldungen eingelaufen waren. Das Geschäft war auch hier schließlich etwas lebhafter, ohne daß jedoch bedeutende Umsätze stattsanden. Amerika hat seine Offerte ca. Mk. 1—2.— per Tonne erhöht; Argentinien und Rußland stellen ebenfalls etwas höhere Forderungen. Roggen unverändert. Gerste rnhig. Hafer fest. Mais billiger. Die heutigen Notirungen sind: Redwinter 2 —. Kansas 2 133.50—134.50 Alk. Süörufs. Weizen 128 bis 141 Mk. Laplata Weizen feinere Qualitäten 135—137 Mk. Rufs. Roggen 10g—109 Mk. Russische Futter- qerfte 101 Mk. Russischer Hafer 129—140 M. Mixed Mais —. Donau Mais 92.50—93 Mk. Russischer Mais 91—92 Mk. Neuer Laplatta Mais r. t 93—94 Mk. Aiai Juni-Abladung per Tonne cif Rotterdam. Kraftfuttermittel. Die Lage des Futtermittelmarktes hat gegen die Vorwoche kaum eine Aenderuna aufzuweisen. Prompte und Frühjahrslieserung sind weniger beachtet, während die Stimmung für Herbst- und Wintermonate schon etwas besser geworden ist. Größere Umsätze scheuern freUich an dem mangelnden Angebote für spätere Termine, namentlich in den proteinreicheren Futtermitteln, Baumwollsaatmehl und Erdnußkuchen. Auch Palrn- kern- und Leinkuchen sind infolge knapper Zufuhr von Palmkemen sowie sehr hoher Forderungen für Leinsaat auf Winterlieferung nur zu erhöhten Preisen käuflich. Tabak. Während der Bericktswoche wurden uns nennenswerte Umsätze nicht bekannt, das Geschäft am hiesigen Platze liegt sehr ruhig. Auch nach außen hin ist eine Besserung tm Geschäfte nicht zu verzeichnen. Die vor einigen Wochen bei der Spekulation gekauften Tabake, welche jetzt teilweise schon empfangen sind, fielen in ihrer Beschaffenheit nicht zu Gunsten der Käufer aus, bte Nachfrage nach diesen Tabaken hat daher sehr nachgelaffen, und da die Spekulatwn durch das rasche Eingreifen des Handels veranlaßt ihre Forderunen bedeutend erhöhte, war eine Kauflust sehr wenig bemerkbar. Der Handel ist zur Zeit noch mit dem Säubern der Tabake stark beschäftigt, es befindet sich hierunter sehr viel faule und angesteckte Ware, die vor der zweiten Fermentation ausge- schieden wird. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 9 bis 9,50 9JIL, gebündelte 10,50 bis 11 Mk. AISM US des StMesmtsttMkrll der Steil Sichre. Aufgebote. Am 4. April. Julius Erhärt, Gastwirt in Alsberg mit Marie Petronella Adrian dahier. Karl Eugen Dürr, Kaufmann dahier mit Katharine Wasmuth m Walstatt-Burbach. Am 7. Friedrich Wilhelm Lehnhardt, Schneider dahier mit Elisabethe Niebch in Wetzlar. Heinrich Kappes II., Landwirt in Harbach mit Margarethe Grölz dahier. August Marx, Oekonom dahier mit Anna Uhl in Darmstadt. Johann Michael Kreßmann, Backer dahier mit Kacharine Jost hierselbst. Am 8. Adam Horny, Dienstknecht auf Hof Albach mit Margarethe Diehl dahier. Arn 9. Gustav Johannes venn, Gemüsehändler dahier mit Anna Marie Jakobine Hardt hierselbst. Am 10. Wilhelm Julius Christian Hermann Allwohn, Großh. Amtsanwalt in Fürth mit Emilie Krailing dahier. Dr. Johannes Heinrich Anton Wagner, prakt. Arzt m Hungen mit Lomse Wilhelmine Ottilie Karoline Balzer dahier. Am 1L Ludwig Christian Heinrich Hermann Raab, Rechtsanwalt dahier mit Emilie Lauer hierselbst. Eheschließungen. Am 5. April. Heinrich Wahl, Sabnarbeiter dahier rntt Karo» line Wack hierselbst. Heinrich Lorenz Vogt, Kaufmann dahier mit Alwine Alma Öertel hierselbst. Geborene. Am 3. April. Dem städtifchen Vorarbeiter Ludwig Schmidt ein Sohn. Dem Lademeister Ludwig Germer eine Tochter, Ella. Dem Taglöhner August Schaumburg cm Sohn, Karl Georg. Dem Fuhrmann Jost Rüspeler ein Sohn, Ernst Ludwig. Am 4. DemDer- sicherungs-Oberinfpektor Franz Umstetler eine Tochter, Johanna Fraw- ziska. Dem Großh. Amtsrichter Ludwig Neuenhagen ein Lohn. Dem Zugführer Johannes Georg ein Sohn. Am 5. Dem L-chneider Georg Schmidt eine Tochter, Margarethe Christiane. Am 6. Dem Schneider Johannes Ludwig fDlanfel ein Lohn, Konrad. Am 9. April. Dem Frifeur Karl Schmidt ein Sohn, Ferdinand. Gestorbene. Am 3. April. Elifabethc Michel, geb. Weifel, 74 Jahre alt, Privatin dahier. Am 5. Emst Ludwig Karl Kaminka, 3 Jahre alt, Sohn des Uhrmachers David Kaminka dahier. Am 6. Emma £>iU, 1 Jahr alt, Tochter des Fuhrmanns Johannes Hill dahier. Am 8. Marie Elise Gerndt, geb. Eckhardt, 59 Jahre alt, Witwe dahier. Am 9. Karl Lotz, 40 Jahre alt, Straßenkehrer dahier. Louis Dreher, 55 Jahre alt, Metzgermeister und Wirt dahier. Passendes Geschenk für Schüler! 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Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler. Dünsberg*-V er ein. General-Dersammlung Dienstag den 15. April 1902, abends 81/* Uhr, im Hotel Großherzog von Hesse». Hages-Hrduung: Jahresbericht. — Rechnungsablage, — Erbauung einer Wirtschaftshalle. — Verschiedenes. 2944 hiesigen Bäcker. 28 H iKg. (2 Pfd.) Schwarzbrot 56 „ 2 , (4 „ ) 26 „ 3 „ (6 „ ) 52 „ 2 . (4 1 , (2 2 , (4 ___auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: L. Schmidt, Gr.-Linden. . 24 H W. Weitzel, Lang-Göns . . L. Steinmüller, Gr.-Linden 24 „ Heinr. Weber, Heuchecheim W. Steinmüller, L.-Göns . 24 „ W. Fabel, Wieseck . . . 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: L. Schmidt, Gr. Linden . . 48 Heinr. Weber, Heuchelheim L. Steinmüller, Gr.-Linden 48 „ W. Fabel, Wieseck . . . W.Steinmüller, Lang-Göns 48 „ Jakob Appel, Krofdorf. . 50 W. Weitzel, Lang-Göns . . 48 , 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bei: L. Schmidl, Gr.-Linden. . 22 W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 22 , W.Steinmüller,Lang-Göns 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfimd) Schwarzbrot bei: I. Kd. Velten, Kirch-Göns 42 W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 „ L. Schmidt, Gr.-Linden. . 44 „ Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 44 „ Jakob Appel, Krofdorf . . 46 „ 2954 Lchweizer-, Nmn- Rchw-, LiwbllW- hirnii-, Krällter- Stflngcntümmcl= Das Kommando: Wigandt. ßamemberts-, Kronen- Arüfistücks-Käfe Fromage de Brie und Gervais empfehlen in frischer feinster Ware zu billigsten Preisen Gjkftutt freiwillige Feuerwehr. Montag den 21. April, abends 8»/a Uhr: Grdenlliche Hauptversammlung bei Kamerad Berg, Marburgerstraße. vorzügliche Alißrahlll-Tchlbutttt A. & G. Wallenfels 8t Markt 2t. Telephon 46. schiedenes. Uniform: Arbeitsanzug. Mr Ladenbesitzer. Marquisen » zum Hochdrehen mit Stoff und Zubehör liefert fertig Carl Krailing, Südantage 22. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. — 2. Entlastung des Rechners pro 1900/01. — 3. Rechnungsablage pro 1901/02. — 4. Voranschlag pro 1902/03. — 5. Ersatzwahl des Vorstandes. — 6. Ver- Schott s Weinstube 2762 Bahnhofstraße. Täglich "W frische Rai-Bowle. KeKanntmachung. Es ist die Bahnhofswirtschaft in Homberg a. d. O., Strecke Nieder-Gemünden—Nieüer-Oflei- den, vom 1. Juli 1902 ab zu verpachten. Die Bedingungen können in unserer Kanzlei — Amtsgebäude Frankfutt a. M.-Sachsenhausen, Hedderichstraße 67 — sowie beim Stations-Verwalter in Homberg a. d. O. eingesehen, auch gegen portofreie Einsendung von 20 Pfg. in bar bezoaen werden. Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe des Pachtpreises, Beifügung ihrer Befähigungsnachweise und einer kurzen Lebensbeschreibung, in Briefumschlag verschlossen mit der Aufschrift: Angebot auf Pachtung der Bahnhofswirtschaft zu Homberg a. d. O." portofrei bis zum 29. April 1902 vormittags 11 Uhr, an uns ein- senden. 2956 Die Oeffmmg der Angebote erfolgt zur angegebenen Zeit in Gegenwart der erschienenen Bewerber. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Frankfurt a. M., 8. April 1902. Königl. Eisenbahndirektton. 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