Nr. 85 Erscheint täglich außer Sonntag?. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »erfische« Landwirt die Siebener Zamiliea- tziätter viermal m der Woche beigelegt. Rotationsdruck il Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Qcrbeix) Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Drittes Blatt. 153. Jahrgang Samstag 13. April LS«S Amts- und Anzeigeblatt für den Meis Gietzen vezugSpretfir monaluch75Pf., mertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen' monatlich 65 Pf.; durch! diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg.! Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer! bis vormittags 10 Uhr.s ZeilenpreiS: lokal 12 Ps^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den poltt. u. allgem. Teil: P. Wtttko: für ,Stadt und 2anb* und ,Gerichlssaal*:R.Ditt- m a ti n; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Die neue oöerßesstsche Irrenanstatt. 3* dem Hauptvoranschlage der Staatseinnahmen und Ausgaben des Großherzogtums im Etatsjahre 1901/02 halte die Regierung die Errichtung einer dritten Irrenanstalt in Gießen für Geländeerwerb und zwar für 60 Hektar zu je 3000 Mb., 150000 Mk. angefordert und diese Forderung ausführlich begründet. In der Verhandlung der Zweiten Kammer über die betreffende Einstellung vom 20. Riärz 1901 wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, die cmgeforderteu 150000 Mk. zu bewilligen mit der Maßgabe, daß dieselben zum Geländeerwerb in Oberhessen und Rheinhessen verwendet werden, und daß die Platzsrage durch eine den Ständen zu machende Vorlage chre Erledigung finde. Tie Erste Kammer ist dem Beschlüsse der Zweiten Kammer einstimmig beigetreten. Es wird nun in einer neuen Regierungsvorlage u. a. ausgeführt: Tie Fürsorge für die Geisteskranken, insonderheit für die der Anstaltsbehandlungbedürftigen unter ihnen, liegt ün Großherzogtum von jeher in den Händen des Staates. Tamit ist nicht allein den Kranken selbst eine weitgehende Bürgschaft für einen sicheren Schutz und eine sorgfältige Behandlung gegeben, sondern auch für die Angehörigen und VerforgungSpflichtigen eine allzustarke Belastung ihrer materiellen Leistungssähigkeit vermieden. Private Anstalten haben bis in die letzte Zeit in Hessen nicht existiert und soweit die Unterbringung hessischer Staatsangehöriger in privaten Irrenanstalten in Betracht kam, hanoelte es sich nur um auswärtige Unternehmungen. Es ist zu bedauern, daß, wie in allen anderen deutschen Bundesstaaten, so auch in Hessen die Erweiterung unb Vermehrung der Irrenanstalten mit der Zunahme der Anstaltsbedürftigen nicht gleichen Schritt gehalten hat. Einmal war dieses starke Anwachsen die Folge der Bevölkerungszunahme überhaupt, andererseits aber war sie auch durch die relative Vermehrung der Anstaltspflegebedürftigen bedingt. Tas Bestreben der Regierung, den hervorgetretenen Mängeln Abhilfe zu schaffen, hat im letzten Dezennium nicht allein zur Errichtung einer psychiatrischen Klinik an der Landesuniversität, sondern auch, zum vollständigen Um- und Ausbau des Ändeshospitals, das nunmehr in der Lage ist, 950 Kranken hygienisch einwandfreie Unterkunft zu bieten, geführt. . . Wird in Rücksicht gezogen, daß die psychiatrische Klinik 80 Plätze zur Verfügung hat, welche freilich wegen der Eigenartigkeit dieser Anstalt nicht immer völlig belegt werden können, so stehen zur Zeit 270 und 950 und 80 Plätze, im ganzen 1300 zur Verfügung, die aber am 31. Dezember 1900 mit 1567 Kranken belegt waren. Zur Zeit ist diese Zahl wiederum angewachsen, sodaß sie auf wenigstens 1600 bis 1650 geschätzt werden must Es ergäbe sich hieraus nur ein Bedürfnis von 350 neuen Plätzen, wenn nicht 1. darauf Rücksicht genommen werden müßte, daß die psychiatrische Klinik mit ihren 80 Plätzen nicht voll gerechnet werden darf, 2. wenn nicht noch eine große Zahl von Landesirren für die Ausnahme vorgemerkt wäre, 3. wenn nicht in den Hospitälern der größeren Städte fort- tvährend eine gewisse Zahl von Geisteskranken verpflegt würde, welche in die Irrenanstalt abzuschieben nicht mehr versucht wird, weil die Aufnahme doch nicht erfolgen kann, 4. wenn nicht ebenso auch Kranke mit Not und Beschwerde in Familienpflege gehalten würden, deren Aufnahme wegen Platzmangel doch nicht zu erreichen ist, 5. wenn nicht eine Anzahl von Kranken wegen der Ueberfüllung der heimischen Anstalten in auswärtige Anstalten überführt worden märe und 6. wenn man nicht auf fortwährende Zunahme der Krankenzahl infolge der Bevölkerungszunahme rechnen müßte. Die psychiatrische Klinik bietet, wie gesagt, insofern besondere Verhältnisse, welche nicht erlauben, sie mit 80 Plätzen in Rechnung zu stellen, weil sie dieselben infolge der Anordnung von verschiedenen Stationen, nie ganz zu besetzen in der Lage ist und weil es ihr gestattet ist, in wissenschaftlichem Interesse auch einzelne Ausländer aufzunehmen. Für die Evacuation der klinischen Kranken, welche für die Klinik kein Interesse mehr bieten, muß übrigens eine bestimmte Anzahl von Plätzen in den übrigen Anstalten jederzeit offen gehalten werden. . . . Wollte man annehmen, daß das Verhältnis von 2 :1000 für das Großherzogtum etwas zu hoch gegriffen wäre, so würde man unter Berücksichtigung der Bedürsuisse der Zukunft doch auf die Notwendigkeit von 700—800 neuen Plätzen kommen. Bei der Schaffung von 800 weiteren Plätzen wäre aber voraussichtlich nicht nur für die Gegenwart, sondern für die nächste Zukunft gesorgt. Es war in Aussicht genommen, eine An st alt für 700 Pfleglinge bei Gießen zu errichten. Einmal konnte betont werden, daß bei der Laae von Heppenheim und Hofheim, bei den guten Bahnverbindungen, welche für beide Orte bestehen, die Erreichung der im westlichen Teile der Provinz Starkenburg gelegenen Anstalten auch von Rheinhessen aus leicht ermöglicht sei, daß letzteres aber weniger für die Provinz Oberhessen, namentlich für den nördlichsten Teil derselben, zutreffe; int weiteren aber kam für die spezielle Wahl in Gießen die N o t w e n d i g- feit de r Herbeiführung einer erleichterten Evacuation aus der psychiat rischen Klinik in eine Heil-und Pflegeanstaltin Betracht (was wir als im besonderen Interesse unserer jungen Mediziner, der zukünftigen hessischen Aerzte, liegend, für außerordentlich wichtig halten. D. Red. d. Giest Anz.). Bei der Verhandlung über die Negierungsvorlage in der Zweiten Kammer vom 20. März 1901 wurde der Antrag des Finanzausschusses, der auf Errichtung zweier neuen Anstalten und zwar je einer in Rheinhessen und Oberhessen ging, angenommen und von dem Vertreter der Regierung erklärt, daß letztere gegen den Beschluß nichts einzuwenden habe. Es erübrigt demnach die Zustimmung der beiden Kammern der Stände hinsichtlich der in den beiden Provinzen in Aussicht genommenen Plätze einzuholen. Für die von der Regierung ursprünglich projektierte größere Anstalt in Oberhessen waren 150000 Mk. zur Erwerbung von 50 Hektar Gelände angefordert worden. Für jede der kleiner gedachten Anstalten wird man mit-25 Hektar auskommen, wenn man von eigentlich kolonialem Betriebe absieht und zur landwirtschaftlichen Beschäftigung der Pfleglinge etwa nur Spalen- knltur in Aussicht nimmt . . . Die 'psychiatrische Klinik in Gießen ist nur als Aufnahmestation gedacht und die oberhessische Irrenanstalt wird für sie dieselbe Rolle zu spielen haben, wie Hofheim für die rheinhessische Anstalt und Heppenheim. Aus einer zahlenmäßigen Zusammenstellung vom 31. Dezember 1900 geht hervor, daß damals in den beiden Anstalten zu Hofheun und Heppenheim 736 Starkenburger, 312 Oberhessen und 439 Rheinhessen verpflegt wurden; berechnet wurde für die psychiatrische Klinik nach der Zahl der Aufnahmen, daß bei der völligen Besetzung der 80 Plätze 42 Kranke auf Oberhessen, 26 auf Südhessen entfielen. Es können deshalb der obigen Zahl soviel Kranke zugerechnet werden, daß die Zahl der Oberhessen sich auf 350, die der Rheinhessen auf 450 erhöht. Es besteht nun aber die Absicht, zwei etwa gleich große Änstalten zu errichten. Die Begründung hierfür dürste darin zu finden sein, daß: 1. mit der Anstalt in Oberhessen, wo sich die beiden großen Strafanstalten zu Marienschloß und Butzbach befinden, eine Abteilung für kriminelle Irre verbunden werden soll und daß 2. nach bekannten und oft wiederholten Erfahrungen die psychiatrischen Kliniken aus allen Teilen des Landes mit großer Vorliebe von den Angehörigen Kranker dann ausgesucht werden, wenn sich jene vor der eigentlichen Irrenanstalt fürchten und den Zustand ihrer kranken Familienmitglieder möglichst lange zu verbergen wünschen. Werden solche Kranke nicht bald gesund, dann müssen sie nach einiger Zeit doch einer Pflegeanstalt übergeben werden, und es wird für viele dann leichter zu ermöglichen und angenehmer sein, in der Nähe der Klinik zu bleiben, als einen weiteren Transport und wenn er selbst in die heimatliche Provinz vorgenommen würde, zu ertragen. Nach wie vor der Errichtung der neuen Anstalten wird die psychiatrische Klinik, besonders von dem zahlungsfähigen Teil der Bevölkerung, in Einspruch genommen werden und Schranken bezüglich der Wahl der Anstalt wird man den wohlhabenden Selbstzählern überhaupt nicht setzen dürfen. . . . ' Nachdem es auf Grund vorstehender Erwägungen angemessen erscheint, zwei gleich große, auf 400 Stellen berechnete Anstalten in den Provinzen Oberhessen und Rheinhessen zu erbauen, steht die Wahl der Plätze zur Erwägung. Die Regierung hatte in der Vorlage einen Platz in der unmittelbaren Nähe von Gießen vorgesehen. Maßgebend für diese Wahl war nicht sowohl die Erleichterung der Verbringung der oberhessischen Geisteskranken nach Gießen, das einen Knotenpunkt verschiedener Bahnlinien bildet, als vielmehr auch die Möglichkeit, die psychiatrische Klinik in einen innigen organischen Zusammenhang mit der Irrenanstalt im Interesse des Unterrichts und der Kranken, für die eine Evaenierung notwendig wird, bringen zu können. Die leichte Erreichbarkeit der neuen Anstalt von den beiden großen Strafanstalten Oberhessens aus mußte ebenfalls ins Gewicht fallen. Zu der Regierungsvorlage, die Errichtung einer dritten Irrenanstalt betreffend, gingen bezüglich der Wahl eines Platzes zwei Anträge ein, welc zugleich mit jener zur Beratung kamen und welche die iratjl eines Platzes in oer unmittelbaren Nähe von Grün berg bezweckten, der eine Antrag seitens des Abg. Schön feld, der zweite war in einer Vorstellung des Stadtvorstandes Grünberg niedergelegt. Der'. Abg. Leun von Großen-Linden empfahl, insofern vvrr Grünberg abgesehen werde, einen Platz in den Gemarkungen. Leihgestern—Großen-Linden. Wenn das Ministerium trotz der entgegenstehenden Meinung einer Anzahl von vber- hessischen Abgeordneten, wie sie in den Verhandlungen vom 20. Marz v. I. zu tage trat, an dem be i Gi eßen in Aussicht genommenen en Platze fefthält, so trägt nicht hieran die Schuld ein Mangel an Wohlwollen für eine durch die Folgen von Organisationsänderungen! schwer geschädigte kleine Landstadt, nicht das Verkennen der für die Regierung so dankbaren Ausgabe, einem durch, äußere Verhältnisse in Rückgang geratenen ländlichen Gemeindewesen einigen Ersatz zu schassen, sondern es find' Rücksichten maßgebend gewesen, die auf einem anderen ethisch nicht weniger beachtenswerten Gebiete liegen. Zunächst sind es Rücksichten auf die Kranken selbst. Wenn bei der Forderung der Errichtung einer Irrenanstalt für die Provinz Rheinhessen nicht ein einseitig partikulariftischer Standpunkt, sondern der Gedanke, die ausnahmebedürftigen Kranken möglichst rasch in die Anstalt zu bringen, die Richtungslinie bezeichnete, so muß die gleiche Erwägung für Oberhessen zur Wahl eines Platzes führen, der von den verschiedenen Teilen der Provinz auf mehreren Bahnlinien leicht, d. h. mit t h un liehst er Vermeidung von mehrmaligem Umsteigen zu erreichen ist. Mährend in Gießen fünf Hauptbahnen ihren Knotenpunkt finden, treffen in Grünberg nur die Linien von Gießen und Lauterbach zusammen, zu Denen noch als vollspurige Nebenbahn die Lollar—Londorser Linie hinzutritt. Tas Interesse der Kranken kommt aber noch weiter insofern in Betracht, als sich die Evacuation aus der psychiatrischen Klinik in eine Jrrenpslgeanstalt bei Gießen viel leichter und ohne Inanspruchnahme der Eisenbahn vollzieht, als von Grünberg aus. Daß auch die Angehörigen der Kremten diese viel leichter in Gießen als in Grünberg aufsuchen und sehen können, versteht sich nach dem Gesagten ganz von selbst. An Wichtigkeit kaum hinter den aus dem Interesse der Kranken zu schöpfenden Gründen für die Wahl von Gießen zurückstehend ist der Nutzen, Maudereien aus der Kaiserstadt. (Nachdruck verboten.) Das Schillertheater und fein Publikum. — Ein mutiger Dramatiker — und ein ewig junger Dichter. In der Wallnerthealerftraße, nicht weit von der Stadtbahn-Station Jannowitzbrücke, liegt Berlinsbilligste s Theater, bei dessen Taufe der Dichter des „Teil" feinen berühmten Namen hat geben müssen. Dieses Theater pflegt wohl das umfangreichste Repertoire Berlins. Auf 50 oder gar mehr Wiederholungen irgend eines „Zugstückes" darf es sich nicht einlassen, denn sein Stamm- publikum ist meist abonniert und hat verbriefte Rechte auf Abwechslung im Programm. Dieses Publikum besteht aus den buntesten Elementen. Der kleine Rentier, dem die „großen" Theater einen Schüttelfrost im Portemonnaie verursachen, sitzt hier für 1,15 Mk. im ersten Parquet oder auf dem ersten Rang-Balkon, ganz vorn; das zweite Parquet ist im Abonnement schon für 0,90 Mk. M haben, und selbstverständlich finden sich hier Näherinnen, Verkäuferinnen, kleine Handwerker rc. gern ein', sofern sie nicht durch die öde Tingeltangelei der Gegenwart den Geschmack und die Freude an echter Kunst verloren haben. Auf die Gallerte kann man, wenn man für vier Abende belegt, schon mit 0,35 Mk. gelangen, und es ist hierbei wohl zu beachten, daß man allemal seinen Zettel gratis mitbekommt und für Garderobe nickst etwa noch 25 Pfg. draufzulegen bat. Es steht ausdrücklich vermerkt: „Preise einschließlich Garderobe und Zettel". Zn bunter Reihenfolge giebt es hier nun klassische Kost, moderne Schau;.p-lele von Sudermann, Hauptmann, Dreyer rc., die ^m „Deutschen ' oder „Lesjing-Theater" nicht genügend Kasse mehr machen, altere Volksstücke von L'A rr onge, Schwänke von Blumenthal rc., dazwischen auch einmal eine wirk- ftu,e Novität, die aus diesem oder jenem Grunde anderswo keine Heimstätte finden konnte. Mitunter sind das ganz prächtige Stücke, bei denen man sich vergeblich fragt, warum sie nicht im „Lessing-Theater" oder „Schauspielhause" Aufnahme gefunden haben; mitunter freilich--! So ein zweites „mitunter" ereignete sich am vorigen Montag auf den Brettern der SchUlerbühne. Lothar Schmidt, der aus Bescheidenheit das „Gold" aus seinem eigentlichen Familiennamen gestrichen, hatte die kühne J-dee gehabt, die Albernheiten und Lächerlichkeiten einer sogenannten „Tichter schule" — sagen wir der Posenschen — dramatisch zu verspotten. Dichterlinge aller Gattungen, mit den schwersten Versverbrechen beladen, laufen in dem Stück auf der Bühne umher; aber sie erheitern nicht, sie langweilen. Und das Tier-Schauspiel, eine vergröberte Zettel- Komödie aus dem Sommernachtstraum, das der Bankbeamte Gottlieb Ladenbeil zur Humboldtfeier gedichtet hat, ist so unverdaulich wie die ganze Provinz Posen — auch in der satyrisch fein sollenden Beleuchtung, die Herr Goldschmidt im dritten Akt bei der „Generalprobe" darüber ergießt. Tas sonst so geduldige Publikum des Schillertheaters folgte dem Beispiel, das er bei seiner Namensnennung gegeben: es strich ihm die Hälfte dieses letzten Aktes, allerdings hierbei die letztere. Es erhob sich nämlich ein Zischen, erst ganz piano, das durch Scharren der Füße langsam wuchs: plötzlich setzten auch ein paar schrille Pfeiftöne ein, das Crescendo wuchs sich aus zum Fortissimo; von den Schauspielern verstand man kein Wort mehr. Endlich senkte sich betrübt der Vorhang. „Der Mensch in der Bestie" so hieß nämlich das Stück — mar von der Bestie im Menschen mitten auseinandergerissen! Langsam I leerte sich das Theater. Nur die Freunde des traurigen Herrn Schmidt blieben noch auf einen Augenblick, um ihrer durch keine kritischen Rücksichten beeinflußten Privatmeinung Ausdruck zu geben. Und siehe da, Herr Schmidt war gar nicht traurig. Verschämt lächelnd trat er zweimal vor die Rampe und bedankte sich lächelnd für den ihm gewordenen Beifall. So erntete er schließlich doch noch Anerkennung, nachdem ihm klingender Lohn schon in Gestalt einer Konventionalstrafe von 1000 Mark von der Tireklion des „Neuen Theaters", die fein Bestienstück angenommen, aber nicht gegeben hatte, in den Schoß gefallen war. Vor der Aufführung dieses mutigften aller Dramatiker, die ich bisher gesehen, kam einer unserer Alten zu Wort. Hans Hopfen, der fruchtbare Erzähler, zeigte uns in feinem „Hexenfan g", einem schelmischen Abzweig vom großen Baume des „Faust", wie echte Dickster scherzen. Dis schalkhafte Idee, wie ein „weiser Meister" sich in der Walpurgisnacht ein paar Hexen fängt, die ihn anfänglich vor Entzücken aus dem Häuschen bringen, bis sie sich in gräuliche Megären verwandeln, denen gegenüber der weife Meister zum hilflosen Zauberlehrling wird, ist dramatisch höchst reizvoll durchgeführt und in anmutige Verse mit manch gutgemünztem Wort gekleidet. Tas zahlreiche Publikum kam so doch wenigstens durch den Anfang des Mends auf feine Rechnung. Es jubelte dem Autor zu, der trotz seiner 67 Jahre so frisch und elastisch erschien, als ob er selbst noch auf den „Hexenfang" gehen könne, — wenn er nicht viel zu gescheit dazu wäre! Hans Hopsen^ der ein geborener Münchener ist, hat sich in Berlin seit langem eingebürgert und fühlt sich hier äußerst behaglich. Tafür hat der 'Norden so manchen an München abgegeben, der von Berlin nichts wissen will. frage seinen Arzt. 2053 vom Güterversteigerung. Tropelin Montag den 14. April, nachmittags 2'/» Uhr, erspart die WMeiche. sollen die den Grundstücke auf hiesigem veranschlagt zu 2850 Mk. » 168.75 820.— 2896 Spezialität; Billige Ausgaben. 960| ff ff ff Abteilung wird der iheinpfalz, Württem- Vorführuna bringen iscbe Aus- , oie zum Bekanntmachung, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. 473.80 265.— Den größten Raum in der Erzeugnisabteilun. Tabak einnehmen, welchen Baden, Elsaß, dieR' , ’ berg und Brandenburg mit 850 Proben zur Vorführung bringen werden. Eine ebenfalls für Süddcutschland charakteristif' ~ " stellung bilden etwa 200 SQummem Edelbranntweine, 0..... PreiSbewerb stehen. An Brau- und Brenngerste und-Weizen werden 108 Nummern vorgeführt werden und von Hopsen 79. Es sind dies diejenigen Proben, welche auf der Berliner Vorprüfung im Herbst 1901 mit Preisen ausgezeichnet worden sind. Außerdem wird noch eine größere Sendung von Hopfen aus dem Elsaß zur Großh. OrtZgericht Gießen. Gros. 408.— 168.— 36.— April, nachmittags 2’/2 Uhr, Chr. Löber I. Erben gehörigen a) Turmstraße. 1. Steinhauerarbeiten in Lungsteinen . 2. Maurerarbeiten ..... 3. Erdarbeiten zur Kanalisation . . 4. Eisenguß-Lieferung .... . 5. Lieferung von glasierten Thonröhren 6. Pflasterarbeiten ..... 7. Liefern und Verlegen von Cement- Trottoirplatten . . . 8. Lieferung von 4 Waggon Schlackensand 9. Lieferung von 1 Waggon Basaltgries b) Gießenerstratze. 10. Maurerarbeit zur Kanalisation . 11- Lieferung von glasierten Thonröhren (Steingut) ..... 12. Steinhauerarbeiten in Lungsteinen . 13. Liefern und Verlegen von Eement- Trottoirplattcn .... Lich, den 9. April 1902. Fort mit Soda und Bleichsoda, verwendet als Zusatz zur Seife nur Tropelin. Man mache einen Versuch und man wird von der Wirkung, Einfachheit, Zeitersparnis überrascht sein und in Zukunft nur das unschädliche Tropelin verwerrden. Zu haben mben bekannten Niederlagen in Packeten zu 10, 15 und 25 Pfg. 2558 Fabrikant: L. Spuck II., Lollar. Vertreter gesucht.______ Bemerkt wird, daß die Wiese in der Speck, Gemarkung Wieseck, in einzelne Morgen aufgeteilt ist und so ausgeboten wird. 789.48 274.50 344.50 70.— 219.05 186.40 Forman (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman-Watte lDose 30 Pfg.) In hartnäckigen Fällen Forman-Pastillen zum Jn- haliren 50 Pfg. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man pro Pferdekraft und Stunde, je nach Grösse des Motors. Gas-, Benzin- und Spiritusmotoren, Benzin- und Spirituslocomobilen, Motorwagen. Prospecte und Kostenanschläge gratis. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller. Dichte,preiswürdige.schöne,dauerhafte aa a. ® M- s^e^e man her aus den Ewtadl MiSMWÄP* ächten Andernachs Fabn^ Asphalt-St empappen aus der Fabrik von A.W. Andem3 Ch in Beuefam Rhein. -"Xusier. Anlegung, beweise über Bewährung postfrei und umsonst Zu haben in Gieße» auf dem Fabriklager bei Herrn Emil Horst, Riegelpfad. ” 175 Landwirtschaft. Die Erzeuguisabteiluug auf der 16. Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft zu Mannheim vom 5. bis 10. Juni 1002. Dergeöung von Mauaröeiten bei der Stadt Lich. Donnerstag den 17. April 1902, mittags iys Uhr, sollen zur Herstellung der Turmstraße und Fortsetzung des Trottoirs an der Gießenerstraße nachstehende Arbeiten und Ortsgericht einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Lieferungen durch öffentliche Versteigerung in Akkord gegeben werden, als: Vorhänge in weiß und cröme. Großer Posten v. Mk. 3.50 anp. Fenster. Gestickte Übergardinen zu billigen Preisen in großer Auswahl bei (2409 Th. Brück Schloßgasse - Brandplatz- Kanzleiberg. Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von 100 Centn ern guter Speife- tartoffelu auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die für diese Lieferung gil- tigen allgemeinen Bedingungen (Erlaß der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893) und die speziellen Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten sind versiegelt mit entsprechender Aufschrift versehen und unter Beifügung von Probekartoffeln bis zum Samstag den 19. April 1902, vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis 26. April 1902. 2868 Gießen, am 8. April 1902. Großh. Verwaltungs-Direktion der psychiatrischen Klinik. I. V.: Dr. Dannemann. _____ —ytex» Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik, Act.-Ges., Mannheim. | Neuer Kraft-Gasmotor „BENZ“ sein Gas selbst erzeugend. Betriebskosten sich bei Grünberg passende Plätze für eine größere Irrenanstalt finden lassen, so muß andererseits darauf hingewiesen werden, daß dies für die in der Gemarkung Leihgestern—Großenlinden vorgeschlagenen Plätze nicht der Fall war, daß nicht allein die Bodenbeschaffenheit und die Untergrundverhältnisse an sich, sondern auch die ganze Lage des Platzes der Besichtigungskommission wenig passend erschien. Tie rheinhessische Irrenanstalt soll nach dem Wunsche der Regierung in Alzey errichtet werden. Aus den Darlegungen der Regierung geht weiterhin hervor, daß die Notwendigkeit einer Entlastung der psychiatrischen Klinik durch Evacuation und die Schaffung einer Abteilung für kriminelle Irre besonders dringlich erscheine, daß daher mit dem Neubau entsprechender Abteilungen, d. h. eines Baues für Kriminelle und für unruhige Männer nebst dem Verwaltungsbau und den Wirtschaftsgebäuden in O b e r h e s s e n m Ü g l i ch st rasch vorgegangen werden müßte. Die Einrichtung einer Abteilung für geisteskranke Verbrecher und verbrecherische Irre ist auch vom Ministerium der Justiz in Anregung gebracht worden und die Unmöglichkeit, jeweilig unruhige geisteskranke Männer in die Landesirrenanstalten abschieben zu können, hat die Aufnahmefähigkeit der psychiatrischen Klinik schon wiederholt in Frage gestellt. Sollte die Wahl der Plätze gebilligt werden, dann würde nach dem Geländeerwerb zunächst an die Feststellung und Bearbeitung der Pläne für die beiden Anstalten herangetreten werden müssen. In Kapitel 124 Titel 18 des Hauptvoranschlages für 1902/03 E 21 sind für Ausarbeitung der Pläne und Veranschlagung der geplanten Anstalten je 8000 Mk., zusammen 16 000 Mk. vorgesehen. Ter Antrag der Regierung geht auf Bewilligung dieser Summe. In einer erläuternden Bemerkung zu dem gleichen Titel sind für jede der beiden Anstalten 1800 000 Mk. in Aussicht genommen, wobei die Erfahrung, daß je ein Bett oder ein Platz auf 4500 Mk. kommen würde, leitend war. Bei rascher Förderung der bezüglichen Vorarbeiten würde es möglich werden, vielleicht noch im Herbst laufenden Jahres mit der Fundamentierung und Unterkellerung der Mftc der beiden Anstalten beginnen zu können; voraussichtlich würde dazu eine Summe in der Höhe von 7 Prozent des halben Bautäpitals für die beiden Anstalten, also etwa 120 000 Mk. genügen. Nach dem Vorausgeschickten geht die Vorlage der Regierung dahin: 1. zu genehmigen, daß die für Oberhessen geplante Landesirrenanstalt in die unmittelbare Nähe von Gießen, diejenige für Rheinhessen bei Alzey errichtet werde, 2. für Ausarbeitung der Pläne und Veranschlagung der geplanten Neubauten je 8000 Mk. zusammen 16 000 Mk. und 3. als erste Baurate für die Errichtung der beiden Anstalten 120 000 Mark als Nachtragsforderung zu bewilligen. -velcher für die psychiatrische Klinik, für die wissenschaftliche Durchbildung der jungen . Mediziner und für die Fortbildung der psychiatrischen Wissenschaft an der Lande sunive r- si.tät an sich von der innigen nahen Verbindung der Klinik mit einer. Irrenanstalt erwartet werden darf. Die Regierung wiederholt in der Vorlage einen Ausspruch des Geheimrats Dr. Ludwig, der bekanntlich bereits in einem sehr vortrefflichen Artikel im „Gieß. Anz" für die Errichtung der Anstalt in Gießen eingetreten ist, sowie folgende Bemerkung der Redaktion des Gießener Anzeige rs vom 22. März v. I.: „Es ist von höchstem Interesse und von größter Wichtigkeit, daß das Krankenmaterial in der Klinik für die studierenden Mediziner ständig, oder möglichst oft wechselt. Nur durch Vorführung verschiedener Fälle kann dem Studenten die Ausbildung zu teil werden, die er in diesem jüngsten Zweig der medizinischen Wissenschaft braucht. Tie Geisteskrankheiten sind zu verschieden, als daß einzelne Patienten allgemeine Schlüsse zur Behandlung zuließen. Tas ist so klar, daß es eines Beweises nicht bedarf. Neue Fälle bringen dem Psychiater neue Rätsel, deren Lösung oft wohl erst der Vergleich mit den anderen Kranken bringen kann/' Diese unsere Ausführungen werden von der Regierung noch weiter ausgebaut und auch mit Recht der Gewinn hervorgehoben, der sich für die Irrenanstalt wie für die psychiatrische Klinik aus der Nähe weiterer klinischer und wissenschaftlicher Institute überhaupt ergeben würde. Tie 9iähe des pathologisch-anatomischen Instituts wird sich durch Unterstützung bei der Deutung der erhobenen Leichenbefunde ebenso wertvoll erweisen, wie die zu jeder Zeit zu Gebote stehende Hülfe durch den inneren Kliniker, den Chirurgen und Gynaekologen, insbesondere auch den Ophtalmologen beim Auftreten von Komplikationen, bei vorkommenden Verletzungen; in wichtigeren Fällen können seltene pathologisch- anatomische Befunde aucty den Studierenden zugänglich gemacht werden. Zu allen diesen Gründen kommen nun weiter noch die wertvollen Beziehungen, die sich aus der Nähe der größeren Stadt für den bautechnischen und ökonomischen Betrieb der Anstalt ergeben, wie das Vorhandensein leistungsfähiger Handwerker und Geschäftsleute, maschinentech- nsicher Arbeiter und Aufsichtsbeamten usw. Auch die Rücksicht auf die Beamten und Bediensteten der Anstalt wird in der von der größeren Stadt reichlicher dargebotenen Gelegenheit zu körperlicher Erholung und geistiger Erfrischung, zur Erziehung und zum Unterricht der Kinder usw. chre Beachtung finden. Das Ministerium kann sich der Meinung nicht ent- schlagen, daß das Gewicht der aufgezählten Gründe zu Gunsten des Platzes bei Gießen und einer innigen, unmittelbaren Verbindung der Irrenanstalt für Oberh-essen mit der psychiatrischen Klruik den Ausschlag geben müsse. Nachdem , mit Sicherheit zu erwarten steht, daß der Erwerb des not- < wendigen Geländes bei Gießen die von beiden Kammern genehmigte Summe von 150 000 Mk. — 75 000 Mk. nicht übersteigen wird, bleibt von den für Grün berg geltend zu machenden Gründen nur die Rücksicht auf die geschädigte 1 wirtschaftliche Lage des Landstädtchens übrig. So wünschens- 1 wert es wäre, Grünberg einen Ersatz für den Verlust einer ' großen Zahl von Amtsstellen durch Errichtung einer Krankenanstalt daselbst zu bieten, so scheint doch die vor- \ liegende Gelegenheit, einen derartigen Versuch zu machen, J wenig geeignet. Wenn es als richtig anzusehen ist, daß . Vorführung kommen. Flachs bringen sechs Aussteller aus Baden. Von norddeuffchen Provinzen liefern Posen und Schlesien hiervon 22 Nummern.1 ;Jn der Hanfabteilung werden 66 Aussteller aus Baden und Elsaß-Lothringen mit 86 Losen Rohhans und 13 Nummern der verschiedensten Bearbeitungssormen erscheinen. Auch die Molkerei-Ausstellung wird eine sehenswerte werden. Um diese zu beschicken, haben auch die norddeutschen Gebiete den weiten Weg nicht gescheut und haben die Zahl der Anmeldungen aus Süddeutschland sogar übertroffen; denn von 450 Butteranm el- dungen aus allen Teilen Deutschlands steht Schleswig-Holstein mit ungefähr 200 Proben an der Spitze der Beschickung, dann folgt Bayern mit 73, Württemberg mit 40, Westfalen und Lippe mit 26 und Elsaß-Lothringen mit 20 Proben. Weitere Länder, bezw. Pro-- vinzen sind mit kleineren Beschickungen vertreten. Ferner werden sich etwa 150 Käseaussteller mit 250 verschiedenen Sorten aus Schleswig-Holstein, Westfalen, Lippe, Waldeck, Elsaß-Lothringen und dein bayerischen Allgäu beteiligen. Besondere Beachtung verdient auch die Dauerwarenausstellung, welche in diesem Jahre wieder veranstaltet werden wird. Die Anmeldungen betreffen in der Hauptsache Dauerbutter, Teig waren und Weine. Im ganzen werden sich 46 Aussteller beteiligen. Auch die Samenausstellung, zu welcher sich 15 Aus» steller mit 81 Nummern angemeldet haben, wird die Beachtung der Besucher verdienen. Zu ihr zählt die Vereinigung deutscher Saatgutzüchter, bestehend aus 9 Ausstellern mit etwa-50 Nummern. In erster Reihe beteiligen sich an dieser Ausstellung die Provinzen Sranbcnburg, Sachsen, Rheinprovinz, Westfalen, Pommern, ferner Baden, Sachsen-Weimar-Eisenach und Königreich Sachsen. Mitten im Weinland wird hier in Mannheim wieder eine T r a u b e n w e i n k 0 st h a l l e errichtet werden, die zum Bedauern vieler Besucher in den letzten beiden Jahren nicht in der früheren Form eingerichtet war. Die Traubenweinkosthalle wird aus den wesentlichsten Gebieten des deutschen Weinbaues beschickt werden, sodaß etwa 130 Proben der besten deutschen Gewächse zur Stelle sein werden. Außerdem wird Obst- und Schaumwein von 7 Ausstellern in einer besonderen Halle, wie immer, vertreten sein. Schließlich findet eine kleinere Ausstellung von Dünger, Futtermitteln und anderen Hilfsmitteln für den lcmdwirt-- lichen Betrieb statt. Die Ministerien beider Länder, welche den Ausstellungsgau bilden, also von Baden und Elsaß-Lothringen, werden in sehr umfänglicher Weise die Landeskultur in den verschiedenen Zweigen der landwirtschaftlichen Verwaltung zur Darstellung bringen, und zwar hat jedes der beteiligten Ministerien einen größeren Zeltbau für die Vorfübrrmg vorgesehen. Die deutsche Kornhauskommission wird auch diesmal wieder ihre Bestrebungen zeigen. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß _____ 1. April 1902 bis dahin 1903 der südöstlich der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil, und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Zwesch zugewiesen worden ist. Gießen, den 7. April 1902. 2926 c>n Steuersacheu fertigt Be \1 ruiungen, Bcrmögeus und Eirrkommen-Lteuererklär uugeu, Mich erteilt Auskunft iw Ev. Hotte, KchpkmSgasse 2 Preuss-Renten-Versicherungs-Anstalt (Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) Gegründet 1838. m LSlM, KaiSerhOfStT. 2. Gegründet 1838 Renten- und Kapital-Versicherung auf den L bensfall besonders empfehlenswert zur Erhöhung des Einkommens, zur Altersversorgung und zur Sicherstellung der Mittel für Aussteuer Studium und Militärdienst 584 Vertreter: Chr Emil Derachow, Frankfurt a.M., Kaieerstr. 14,Kaiserp!. I Ernst Challier (RudolphsNachfj| Glessen. Spccial-Geschlff fir Musikwaarei aller Art. I Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. ■ Musikalien-Handlung und -Leihanstalt W Bekanntmachung. Die Stelle des besoldeten Beigeordneten der Stadt Gießen ist — wegen Rücktritt des bisherigen Inhabers in den Staatsdienst — aus die Dauer von 12 Jahren neu zu besetzen. Das Gehalt beträgt jährlich 4500 Mark, steigend von 3 zu 3 Jahren um je 500 Mark. Etwaige Vordienstzeit im Staatsoder Gemeindedienst kann bei Bemessung des Anfangsgehaltes be- rücksichttgt werden. Ruhegebalt, Wittwen- und Waisenversorgung sind wie bei höheren Staatsveantten geregelt. Bewerber, welche die Befähigung zum höheren Verwaltungsdienst oder zum Richteramt in Hessen besitzen, wollen ihre Meldungen mit kurzem Lebenslauf und Zeugnisabschriften bis zum 27. d. Mts. an unterzeichnete Stelle gelangen lassen. Gießen, den 11. April 1902. 2927 .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. lllPliische 130 Ctm. breit 2384 reichhaltige Auswahl in vielen Qualitäten. Ernst Bloedner, ______Seltersweg.______ Selbstgekelterteu Aepfelwein empfiehlt M. Schäfer Wwc., 2735 Grünbergerstraße 6. Schöne Aussicht. Schöne Aussicht. Grosse Neuheit! Habe mit dem heutigen Tage ein neues Patent- Linsia - Karussell mit Musik — für Kinder und Erwachsene zur gefälligen Benutzung angelegt. 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