Erstes Blatt ISS Jahrgang Donnerstag 11. September 1002 Md Seefische iege teilgenommen hätten, sowie Be- g aller Personen, die schuldig besunden seien am I 1. 6 2. 2 3. 1 4. 1 5. 1 6. 1 Zuteilungskarten, Bände Gütergeschoffe, Band Zuteilungsoerzeichnis, Band Geldausgleichungsoerzeichnis, Band Obstbaumverzeichnis, Band Obstbaumgeschoß, Burghers. Die Burengeneräle protestierten ferner gegen die Erzwingung der Ablegung des Unterthaneneides. Chamberlain antwortete, daß Zahl und Charakter der Vorschläge ihn in Erstaunen setzen. Er erinnerte die Generäle daran, daß die Bedingungen, welche zu Vereeniging garantiert worden seien, an Großmut in der Geschichte nicht ihresgleichen hätten. Die Vorschläge der Buren würden ein vollständig neues Uebereinkommen erforderlich machen, das in vielen Punkten dem unterzeichneten Abkommen widersprechen würde. Es sei mit seiner Pflicht nicht vereinbar, eine Besprechung solcher Vorschläge einzutreten. Cham- tischen Staatsangehörigen, die an dem südafrikanischen Kriege teilgenommen hätten, sowie Be- Man erlange V» Ärztlich empfohlen. In ülen Preislagen. Preise »uf den Metten. U*bli Mk.5.—, ickerfrelltk.3.-. IOr Genesende und ckerkranke. iderlage fürengros] Id.GeisseinGiessen Der Fall des abberufenen französischen Botschafters russischen Hofe Grafen Montebello zeigt wieder einmal, mit welchen ungeheuren Schwierigkeiten eine r e - publikanische Regierung in Frankreich auch heute noch, 32 Jahre nach der Errichtung der dritten Republik, zu kämpfen hat.' Graf Montebello ruft in alle Winde hinaus, man habe ihn brutal behandelt, er habe sich an seinen Posten geklammert, er habe der Aufforderung, seine Entlassung zu verlangen, widerstanden, darauf habe man ihn einsaa- zur Thür hinausgeworfen. Er fügt auch die Erklärung seines Verhaltens und desjenigen der Regierung hinzu. >oar mit der inneren Politik rIWus > Asterweg Nr. j Aus Stadt und Land. Gießen, 11. September 1902. Mitteilungen aus dem Publikum werden gern entgegengenommen und angemessen honoriert. ** Personalien. Nach einer Laffan-Meldung aus Darmstadt wird dort als Nachfolger des zurücktretenden Ministerpräsidenten Not he der Justizminister Dr. Dittniar genannt. ** An den Staat und die Gemeinden treten fort» während so viel Aufgaben heran, daß es von Zeit zu Zeit nötig wird, zur Förderung mancher Zwecke Lotterien zu genehmigen. Es ist auf diesem Wege schon viel Gemeinnütziges und manches Schöne erreicht worden. Man braucht nur an die so wohlthätige große deutsche Schillerstiftung, an die Frellegung und Vollendung des Kölner Domes und andere Dombauten zu denken. Zur Förderung einer durch Zweck- mäßigkeits- und Schönheitsrücksichten gebotenen Anlageverbesserung ist die Darmstädter Schloßfreiheitslotterie genehmigt worden. Da für diese Lotterie ihrem Gegenstand nach ein allgemeines Interesse nicht zu erwarten war, hat man umsomehr für ihre reiche Gewinnausstattung Sorge getragen. Es entspricht durchaus der Wahrheit und kann an der Hand der Spielpläne aller anderen bisher abgespiellen derartigen Gelegenheitslotterien nachgerechnet werden, daß die Darmstädter Schloßfreiheitslotterie an Zahl und Höhe der Gewinne im Vergleich zur Anzahl der herausgegebenen Lose und zum Preis derselben alles bisher Dagewesene weit übertrifft. Die Hauptausspielung, in der im günstigsten 250000 Mk. wie alle Gewinne dieser Lotterie vollkommen abzugsfrei gewonnen werden können, sindet vom 18. bis 22. d. M. statt, und sind nach uns gewordenen Mitteilungen eine Anzahl Lose zu dieser Ziehung zum Preis von 6 Mk. für das Zehntel auch in größeren und entsprechend theuereren Abschnitten bei den Los Händlern noch erhältlich. Die Abberufung des Botschafters Grasen Wonteöesso. Paris, 7. Sept. z 1.L0 M» pu> ni^hauSg'elM Särge -g -folkengaHU^-— Ws? Casseler birmfabrÄ " gelter«'”?9’ araturen f le#?1* d ii dauernd billig Wasche» 7. das Protokollbuch zur ijZinsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, den 2 7. September 190 2, vormittags von 10 bis 11 Uhr im Amts- zimr.ner der Groß. Bürgermeisterei Daubringen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterschei- nen^>en mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwen- dunigen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Votier in Aktengröße (mindestens x/a Bogen) einzureichen. I Friedberg, den 9. Sept. 1902. Der Großherzogliche Bereinigungskommissar: I. V. Schnittspahn, Regierungsassessor. sZyamöerlains Konferenz mit den Aurengeneralen. London, 10. Sept. "(Drahtbericht.) Der amt- jiiche Bericht über die Besprechung der Burengene- i: ä l e mit Chamberlain, der heute veröffentlicht wurde, l.iesagt: Die Generäle ersuchten Chamberlain am 20. Mai jtim eine Besprechung zur Erörterung einer Frage von größter Bedeutung. Sie baten um Festsetzung eines Ter- i Titne» für diese Besprechung. Chamberlain erklärte sich 'bereit, eine Unterredung zu gewähren, wünschte aber zuvor zu erfahren, welche Gegenstände man zu erörtern wünschte, damit er sich unverzüglich zu denselben äußern könne. Die Generäle erwiderten, die Hauptgegenstände seien die Bitte um völlige Amnestie für alle bri- gn abigun l wegen Akte, die sie während des Krieges begangen. Ferner wollten sie in Verbindung hiermit zu erreichen suchen, daß britischerseits jährlich ein ausreichender Betrag gezahlt werde zur Unterstützung der Witwen und Waisen von Burghers und verstümmelten Burghers. Ferner gingen die Vorschläge der Burengeneräle dahin: Für die englische und holländische Sprache gleiches Recht in den Schulen und vor den Gerichten, das gleiche Recht für Engländer und Burghers, erträgliche Bedingungen für die Uebergabe einschließlich der sofortigen Repatriierung der Burghers, Freilassung der Gefangenen, Wiedereinsetzung oder Entschädigung der Beamten der früheren Republiken einschließlich der während des Krieges eingegangenen Annullierung der geplanten Einverleibung eines Gebietsteils mit Natal, Verlängerung der Frist für die Bezahlung der den Burghers den Regierungen der Republiken gegenüber obliegenden Verbindlichkeiten, Sicherung der Vorteile des Artikels 10 der Uebergabebedingungen für die berlain erklärte, er sei verpflichtet, reinen Tisch zu machen. stehe nicht in seiner Macht, von neuem über Punkte, die bereits erledigt seien, zu verhandeln. Botha erwiderte, die Bedingungen für die Uebergabe feien den Buren in einer Weise gestellt, daß sie sie nur im Ganzen annehmen ober ablehnen konnten. Zu dem Zwecke, weiteres Blutvergießen zu vermeiden, hätten sie die Bedingungen angenommen, aber sie seien entschlossen gewesen, so bald als möglich um Milde zu bitten. Sie hätten sich auf die Versicherungen von Milner und Kitchener verlassen, daß, wenn sie die Bedingungen annehmen, es ihnen nicht versagt sei, als Untertanen zu erreichen zu suchen, daß der König auf sie Rücksicht nehme in allen Angelegenheiten, die ihnen als Untertanen in den neuen Kolonien zum Schaden gereichen können. Tie Burengeneräle erklärten ferner in einer Mitteilung an Chamberlain, Milner und Kitchener hätten versprochen, zu Gunsten der Amnestie Vorstellungen zu machen. Botha sagte, fte träten Chamberlain nicht gegenüber mit der Forderung eines neuen Abkommens, sondern als Untertanen, die ihren König um Anhörung ihrer Wünsche nach Milde und Gerechtigkeit ersuchen. Chamberlain sprach sein Bedauern aus, daß die Burengeneräle nicht auf die Bedingung eingegangen seien, keinen Versuch zu einer neuen Erörterung des Abkommens von Vereeniging zu machen. Botha gab die Erklärung ab, do,h die Buren süchj dieser Bedingung unterwerfen wollten. Bei der nunmehr erfolgenden offiziellen Besprechung hieß Chamberlain die Burengeneräle willkommen. Botha stellte in Abrede, daß von feiten der Buren die Absicht bestehe, die Uebergabebedingungen zu ändern. In seiner Antwort führte Chamberlain aus, die Untersuchungskommission für den Krieg werde nicht alle Verurteilungen einer Notprüfung unterziehen, in denen die Strafzeit noch nicht abgelaufeu sei. Sie werde nur in den Fällen, die einer Revision bedürfen, eine neue Untersuchung anstellen, in den übrigen Fällen lediglich die Frage erwägen, ob man die Verurteilten dem Erlaß der ganzen Strafe oder eines Teiles empfehlen könne. Botha erklärte, daß die Nichterteilung der Amnestie bei Gelegenheit der Krönung enttäuscht habe, da Kitchener versprochen habe, diese der Regierung zu empfehlen. Chamberlain erwiderte, daß in dem ihm zur Verfügung stehenden Material nichts darauf Bezügliches enthalten sei. Tie Regierung wollte irgend welchen edlen Ansichten der Regierung der Kap- foTonie und Natals hinsichtlich der Behandlung der Aufständischen nicht entgegentreten. Botha erklärte weiter, er wünsche nur, daß die Großmut alle in stand setzt, im Frieden in Südafrika zu leben. Chamberlain sagte in Erwiderung auf Bothas Erklärung, es werde sich keine Schwierigkeit gegen die Rückkehr derjenigen Gefangenen erheben, die ehrenhaft und ehrlicy feien. Niemand dieser Art würde unfreundlich behandelt und an der Rückkehr verhindert werden. Chamberlain bestritt ferner die Richtigkeit der Meldung der Blätter, Milner beabsichtige die Farmen der Burghers zu verkaufen. Botha sprach sein Mißfallen darüber aus, daß National Scouts in die Kommission ernannt seien, welche die bewilligten drei Millionen Pfund Sterling verwalten sollte. Hierauf entgegnete Chamberlain, die National Scouts seien in keinem größeren Prozentsätze in der Kommission, als die anderen. Tie Regierung müsse sich aber denjenigen gegenüber, die sie unterstützt hätten, ehrlich erweisen, und fügte hinzu, die in Natal zurückbleibenden Buren würden nicht niedergetreten werden. Tas Kriegsrecht werde nicht mehr lange aufrecht erhalten. In Bezug auf die Witwen und Waisen machte die Regierung jede mögliche Anstrengung. Schließlich wies Chamberlain dringend auf die Politik des Vergebens und Vergessens hin. Ter Krieg sei jetzt vorbei, England wünsche die Burenals Angehörige desselben Staates mitarbeiten zu sehen an der Wohlfahrt und Freiheit Südafrikas. Ter Beginn der Selbstregierung hänge von der Schnelligkeit ab, mit der die alte Animosität ab- sterbe. Tie Regierung wünsche, daß kein Teil gänzlich unvertreten sei, und verlange nur, daß die neuen Staatsangehörigen ihr auf halbem Wege entgegenkämen. Damit schloß die Besprechung. London, 10. Sept. (Nachtrag zu dem amtlichen Bericht über die Besprechung der Burengeneräle mit Chamberlain.) Chamberlain bemerkte ncd), im Anschluß an die Worte, in denen er bestritt, daß Milner die Farmen der Burg Hers zu verkaufen beabsichtige, daß es der Regierung gestattet fein müsse, für öffentliche Zwecke bestimmtes Land gegen Zahlung der vollen Entschädigung in Besitz zu nehmen. Chamberlain verwies dabei auf die in England und Neuseeland bestehenden Gesetze, wo die Ortsbehvrden gegen Zahlung des vollen Preises Landstriche aus größerem Grundbesitz erwerben könnten, um kleinere Besitztümer zu schaffen. Sollte aber ein solcher Gebietserwerb geplant werden, so werde die Absicht jedermann bekannt gegeben, bevor sie durchgeführt werde. Schulhof ilepf)on 119, 811 versandt nach Mw. btiübtto tijttö Anger ngen« ümmel- Käse viedersrischemgetr.be! anMnM nnhch eute ab ofimtte Nr. SIS Urfchetvt täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Nnivers^Buch-u.Stetn- druckeret (Pietsch Erben) Redaktion, Expedition aftb Druckerei: Vchulstraße 7« Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. reichs sehr unzufrieden. Er hat es schon vor drei Jahren nicht fassen können, daß man einen Sozialisten in das Ministerium Waldeck-Rousseau ausgenommen Hot. Er findet das Vorgehen des Ministeriums Combes gegen die Schulschwestern empörend. Seine Frau hat die Absicht gehabt, eine Ordensniederlassung auf ihrem Gute persönlich gegen die Angriffe der Regierungsorgane zu verteidigen. Es ist sein Stolz, daß er seit Herrn Melines Rücktritt feinen einzigen französischen Minister persönlich kennt, Herrn Delcasse ausgenommen. Mit „diesen Leuten" will er nichts zu thun haben. Das ist ein Teil der Aeußerungen, die dem Grafen Montebello von ihm befreundeten Zeitungen in den Mund gelegt werden, und die er nicht berichtigt hat. Von Männern solchen Geistes ist Frankreich bisher im Auslande amtlich vertreten gewesen, ist es zum Teil noch. Wie das Heer, wie die höhere Rechtspflege, fo ist eben auch die Diplomatie in klerikal-reaktionären Händen. Die Partei, die drei Jahrzehnte lang geduldig und unablässig das Offizierkorps mit Zöglingen der Rue des Postes bevölkerte, hat sich auch des diplomatischen Dienstes systematisch bemächtigt, in der Hoffnung, daß gelegentlich von außen auf die inneren Verhältnisse eingewirkt und der Zustand herbeigeführt werden könne, auf den die Gegenrevolutionäre hinarbeiten. Auf das russische Bündnis hatte diese Partei die größten Hoffnungen gesetzt. Sie zweifelte nicht daran, daß mit der Zeit die vertrauten Beziehungen zu dem osteuropäisch-asiatischen Absolutismus auch in Frankreich die religiöse und politische Reaktion stärken würden. Sie rechnete auf einen Temperaturausgleich zwischen dem heißen Radikalismus Frankreichs und der eisigen Selbstherrscherdespotie Rußlands. Es schien ja auch so kommen zu sollen, denn die Felix Faure, Msline, Hänotaux, Boisdeffre wünschten nichts Besseres, als sich in allen Dingen moskowitischen Vorbildern anzupassen. Für solche Strebungen war Montebello in St. Petersburg der geeignete Vermittler. Er stellte Frankreich den maßgebenden Russen gegenüber als ein Land dar, dessen Thron einstweilen erledigt sei, das einen Herrn erwarte und sich inzwischen im Schatten des russischen Adlers auf eine bußfertige Umkehr vorbereite, und in Paris suchte er nach Möglichkeit mit der Unzufriedenheit des Petersburger Hofes Schrecken zu erregen, wenn die Regierung Miene machte, irgend eine fortschrittliche, freisinnige Maßregel zu beschließen. Hr. Combes hat es satt, die Republik von Leuten dieses Schlags vertreten zu sehen. Er ist der Ansicht, daß die Gegenrevolutionäre im Dienste des Staates nicht an ihrem Platze sind. Wollen sie die Republik bekämpfen, die Demokratie verachten und Frankreich zum an eien rögimc zurückführen, so sollen sie dies hinter den Mauern bretonischer Klosterschulen zu thun versuchen, aber nicht in den Botsch aftspalösten der französischen Republik. — Paris, 9. Sept, lieber die in der Pariser Presse viel erörterte Erklärung des Marquis de Montebello veröffentlicht der „Matin" eine Unterredung mit einer der berufensten Persönlichkeiten, die gesagt haben soll, man werde n i emand en g lau b en mach en, daß die Pensionierung ohne Zustimmung des Kaisers von Rußland erfolgt sei. Montebello möge unbesorgt sein. Sein Nachfolger habe in Rußland feine Schwierigkeiten zu befürchten. Der neue Botschafter Bompard werde an dem russischen Hofe die Ausnahme und den Erfolg finden, die seine langjährige Thätigkeit verdiene. In Marquis de Montebello hatten wir, fügte die Persönlichkeit hinzu, einen Botschafter gewisser französischer Parteien. In Bompard werden wir einen Botschafter der französischen Republik haben. äsen, ehe Weitertet UH . 2 038% 18 Schafen ÖW18. A A Bezugspreis, ÄESÖr V rsär ® monatlich 75^f., oierteh Gletzener AnzelgerW W General-Anzeiger " “'SST Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ _______________________________________ " getgenteil: Hans Beck. Gießen, 9. September 1902. Betr.: Den Termin für die Einsendung der Kirchenrechnungen für 1901/02. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die evangel. Kirchenvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie an Erledigung unserer Verfügung vom 1. v. M. bis zum 20. d. M. Dr. Breibert. Bekanntmachung. Die „Allgemeine Kranken- und Sterbe fasse /ür Arbeiter aller Berufe Deutschlands, Eingeschriebene Hilfskasse" mit dem Sitz in Meißen hat für den Bezirk der Gemeinde Treis a. Lda. eine örtliche Verwaltungsstelle errichtet. Die örtliche Verwaltung führen: 1. Johannes Lemp, Vorsitzender (Bahnhofstraße 3); 2. Heinrich Klein III., Kassier (Altenbuseckerstr. 12); 3. Heinrich Klein IV., Revisor (Weinbergstr. 5). Es wird dies hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die genannte Kasse den Anforderungen des § 75 des Krankenversiche- rungsgesetzes nicht entspricht. Gießen, den 9. September 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen. - Dr. Treibert. -_______ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen. In der Zeit vom 13. September l. I. bis einschließlich 26. September l. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Daubringen die Arbeiten des 3. Abschnittes vom 2. Felde obiger Feldbereinigung, nämlich: D. Unfall. Der hiesige Spenglermeister D. und sein Gehilfe, welche am Neubau der Provinzial-Siechenanstalt beschäftigt waren, kamen gestern Morgen infolge Bruches einer Gerüstdiele zu Fall. Während es dem Gesellen gelang, sich an einer Gerüststange festzuklammern, stürzte D. in die Tiefe. Er wurde schwer verletzt in seine Wohnung gebracht. ** Zu der Frage des Fabrik- oder Hand- werksoetriejbes im Konfektionsgeschäft veröffentlicht jetzt die „Deutsche Juristenzeituna" ein bemerkenswertes Urteil des Kammergerichts, durch das der Inhaber eines großen Tamentorifektionsgeschäfts von der Anschuldigung, die Vorschriften der Gewerbeordnung für den Fabrikbetrieb verletzt zu haben, freigesprochen wurde. Nach den gerichtlichen Feststellungen lagen in dem Falle die meisten derjenigen Merkmale vor, welche in der Rechtsprechung und Wissenschaft regelmäßig als für die Annahme eines Fabrikbetriebes sprechend aufgeführt werden, so namentlich die leitende, wesentlich kaufmännische Thätig- keit des Unternehmers im Gegensatz zu der mehr technischen der Gehilfen, die große Zahl der beschäftigten Arbeiter, die Arbeitsteilung unter den Gehilfen, der große Umfang der Arbeitsräume und die Größe des Umsatzes. Tas Kammergericht erkennt jedoch nicht an, daß in denjenigen Fällen, in denen diese Merkmale vorliegen, und selbst dann, wenn noch andere für einen Fabrikbetrieb sprechende Umstände, wie z. B. die Verwendung elementarer Kraft hinzukommen, stets ein Fabrikbetrieb vorliegt, und führt u. a. aus: Für die Annahme eines Fabrikbetriebs ist immer erforderlich, daß ein Betrieb im großen statt - indet, daß also, soweit Waren hergestellt werden, diese ich als Fabrikware, nicht als Jndividual-Arbeit, als Pro- rukt handwerksmäßiger Thätigkeit oder als Kunsthandwerk darstellen. Wird in dem Gesamtbetriebe wie von den einzelnen Arbeitern gleichzeitig oder kurz hintereinander eine große Menge gleichartiger Arbeit geleistet, insbe- jonbere die Herstellung gleichartiger Ware bewirkt, so liegt ein Fabrikbetrieb auch dann vor, wenn diese Waren auf Bestellung verschiedener Personen zu deren Gebrauch gefertigt werden. Anders liegt die Sache, wenn von dem Gesamtbetrieb wie von dem einzelnen Arbeiter jede be- steÜte Arbeit einzeln und in einer von den anderen abweichenden Weise geleistet wird. Hier wird keine Arbeit /m großen, keine Fabrikarbeit, sondern eine Arbeit im einzelnen, eine Jndividual-Arbeit geleistet. Dieser Fall liegt stets vor, wenn auf Bestellung Kleidungsstücke, Wäschestücke, Schuhwaren nach Maß für einzelne Personen gefertigt werden. Die Verschiedenheit zwischen einer solchen Arbeit und einer Fabrikarbeit ist nicht bloß wirtschaftlicher, sondern auch technischer Art; sie ist ferner nicht bloß in Bezug auf die Arbeitsleistung des Gesamtbetriebes, sondern auch in Bezug auf die Arbeitsleistung des einzelnen männlichen oder weiblichen Gehilfen vorhanden. -l- Heuchelheim, 10. Sept. Ein hier beschäftigter junger Mann befand sich in der Nacht von Sonntag auf Montag, von der Krofdorfer Kirchweihe zurückkehrend, in Begleitung eines jungen Mädchens auf dem Wege nach Heuchelheim. Bei dem Windhof wurde er von zwei unbekannten Burschen überfallen und in der rohesten Weise mißhandelt, so daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Der nicht unerheblich Verletzte befindet sich z. Z. in der elterlichen Wohnung. Die Raufbolde werden sich auf eine exemplarische Bestrafung gefaßt machen dürfen. 1 W. Darmstadt, 10. Sept. Aus Anlaß des gestern in Berlin erfolgten Ablebens des Geh. Baurats Hob recht, welcher Ehrenbürger der Stadt Darmstadt war, fand heute im Sitzungssaale des Rathauses, welchen das mit einer Trauerdekoration versehene Bild des Dahingeschiedenen schniückte, eine außerordentliche Sitzung der Stadtverordneten statt. Oberbürgermeister Morneweg widmete dem verstorbenen einen warmen Nachruf, in dem er die außerordentlichen Verdienste Hobrechts um die Wasserversorgung und Kanalisation der Stadt Darmstadt hervorhob. Die Versammlung ehrte das Gedächtnis des Entschlafenen durch Erheben von den Sitzen. Ein Beigeordneter der Bürgermeisterei wird an der Begräbnisfeier in Berlin teilnehmen und namens der Stadt einen Kranz am Grabe de§ Ehrenbürgers von Darmstadt niederlegen. G. Darmstadt, 10. Sept. Am 14. September d. I. findet in dem Kaisersaal, Grafenstraße 18 zu Darmstadt, der 1. hessische Spengler- und Installateur-Tag statt. Die Tagesordnung umfaßt: 1. Begrüßung; 2. die berufliche Organisation unseres Handwerks, Gründung eines Landesverbandes und Anschluß an den süddeutschen Verband; 3. Wahl des Ausschußes des Landesverbandes; 4. Wahl eines Mitgliedes m den süddeutschen Verbandsausschuß; 5. der süddeutsche Verbandstag 1904 in Darmstadt und Festlegung eines Programms; 6. der genossenschaftliche Zusammenschluß im Handwerk; 7. das Submissionswesen im Großherzoglum Hessen; 8. der obligatorische Befähigungs- nachweis in dem Bailgewerbe. Nachmittags 2 Uhr findet ein gemeinsames Mittagessen statt, um 4 Uhr Fahrt zur Ludwigshöhe, daselbst gemütliches Zusammensein. s. Aus Rheinhessen, 10. Sept. Mit Anfang der nächsten Woche findet in den meisten diesseitigen Gemeinden Schluß der Weinberge statt. In der Gemarkung Nieder-Jngelheim wird nächste Woche bereits eine Auslese der Frühburgundertrauben vorgenommen. Vom Main, 10. Sept. In Wicker bei Hochheim hat die R e b l a u s t o m m i s s i o n an verschiedenen Stöcken zweier Weinberge das Vorhandensein der Reblaus kon- stattert. Für das in Frage kommende Gelände sind die gesetzlichen Sperrmaßregeln angeordnet. -k- Mainz, 10. Sept. Tie alljährliche Konferenz der Bischöfe der oberrheinischen Kirchenprovinz ist heute hier zusammengetreten. Zu derselben sind gestern hier eingetroffen der Erzbischof Dr. Nörber von Freiburg und die Bischöfe Dr. Willi von Limburg, Dr. Endert von Fulda und Dr. Keppler von Rottenburg. Den Vorsitz bei der Konferenz, an welcher außer den oe- nannten noch Bischof Brück von hier teilnimmt, führt Erzbischof Nörber von Freiburg. Bei der Konferenz kommen ausschließlich kirchliche Angelegenheiten zur Beratung. Gießener FferdemarLt. Der gestrige Herbst-Pferdemarkt war nicht so stark befahren wie der Frühjahrsmarkt, doch weit besser, als man unter den jeweiligen Verhältnissen erwartet hatte. Es standen ca. 300 Pferde zum Verkauf, meist treffliches Arbeitsmaterial. Der Umsatz war mäßig, wohl deshalb, weil die Landwirtschaft und das augenblicklich nicht besonders günsttg dastehende Baugewerbe in Ansehung des Winters keinen Bedarf an Pferden hat. Die Preise waren der Marktlage angemessen. Der Besuch von Interessenten war ebenfalls mäßig; die Landwirte und sonstigen Pferdeliebhaber müssen das günstige Wetter zum «Änbringew der Felderzeugnisse, in erster Linie des Grummets, benutzen, auch die mit Kosten und sonstigem Aufwand verbundenen Festlichkeiten auf dem Lande, die Kirchweihen usw. hielten manchen, der sonst den Markt besuchte, diesmal ab. Nachstehend teilen wir das Ergebnis der Preisverteilung mit: i [ । I. Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt. Stallmeister Crentzburg- Gießen 30 Mk., Anerkennung. II. Wagenschläge, paarweise prämiiert. Gebrüder Löwenthal - Friedberg 1. Preis 80 Mk. Illa. Schwere Arbeitsschläge, paarweise prämiiert. Seligmann Salomon- Wetzlar 1. Preis 80 Mk. Simon Kaufmann -Nieder-Weisel 2. Preis 60 Mk. S. Michel- Gießen 3.Preis 40Mk. August Frensdorf -Gießen 4.Preis 30 Mk. Illb. Leichte Arbeitsschläge, paarweise prämiiert. S. Michel- Gießen 1. Preis 60 Mk. S. Michel- Gießen 2. Preis 40 Mk. August Frensdorf- Gießen 3. Preis 20 Mk. A. Bing- Lich 4. Preis 15 Mk. IVa. Schwere Arbeitsschläge, einzeln prämiiert. S. M i ch e l - Gießen 1. Preis 30 Mk. Simon Kaufmann- Nieder-Weisel 2. Preis 20 Mk. IVb. Leichte Arbeitspferde, einzeln prämiiert. Isidor Meyer- Ober-Mockstadt 1. Preis 30 Mark. Levi Kaufmann - Niederweisel 2. Preis 20 Mark. A. Bina - Lich 3. Preis 15 Mark. Isidor Strauß- Lber-Mockftadt 4. Preis 10 Mack. Va. Arbeitsschläge, paarweise prämiiert. (Tie Pferde müssen nachweislich tm Besitz von Landwirte? sein, die Mitglied des Landespferdezuchwereins oder der landwirtschaftlichen Provinzialvereine sind.) Ga. Konrad S l r a ß h e i m - Griedel 1. Preis 50 Mark. I. Faber X. - Leihgestern 2. Preis 30 Mark. Johann Keßler XI. - Gr.-Linden 3 Preis 20 Mack. Vb. Arbeitsschläge einzeln prämiiert. Georg Hildebrand IV. - Niederweisel 1. Preis 30 Mack. Peter Hauser XI. - Niederweisel 2. Preis 20 Mack. Joh. Sames - Oueckborn 3. Preis 10 Mack. Via. dreijährige Fohlen kalten und warmen Schlages. Philipp M ü l l e r-Oberhöraern 1. Preis 50 Mark. Karl Heil- Butzbach 2. Preis 40 Mk. Gg. Konr. Straßheim- Griedel 3. Preis 80 Mack. Tret weiter ausgesetzte Preise foimten nicht vergeben werden. VIb. Zweijährige Fohlen kalten und warmen Schlages. Wilh. Straßheim-Griedel 1. Preis 40 Alk. August Dietz- Nieder-Weisel 2. Preis 30 Mk. Julius Philippi-Wohnback 2. Preis 30 Mk. I. Rahn II., Engelrod, 3. Preis 20 Mk. Aug. Dietz-Niederweifel 4. Pr. 10 Mk. Wilh. Müller 11^ Ober- Hörgern, 4. Preis 10 Alk. Melchior W allboll X., Garbenteich, 4. Preis 10 Mk. Heinrich Walther- Reichelsheim 4. Preis 10 Mk. VII. Zuchtstuten kalten und warmen Schlages (für inländische Züchter, welche Mitglieder des Landes- pferdezuchtoereins sind). Konrad Weitz IV., Dock-Gill, 1. Preis 75 Mk. Jul. Konr. Straßheim-Griedel 2. Preis 50 Alk. Heinrich Walther- Reichelsheim 2. Preis 50 Mk. Hcinckch Hanack - Kirch-Göns 3. Preis 40 Mk. Heinrich Gottfried Niarstelle r - Gröningen 4. Preis 30 Mk. Friedr. Vian t-Alünchholzhausen 4. Preis 30 Mk. Karl Heil-Butzback 5.Preis 20Mk. Johannes Samcd-CLued- born 5. Preis 20 Mk. Wilhelm Straßheim-Griedel 6. Preis 15 Mk. Wilhelm Kinzenbach- Münchholzhausen 6. Preis 15 Mk. Die ausgesetzten Ehrenpreise wurden den Pferden der Herren Bichler, Tribus u. Sundheim, C. Klingspor und Heinrich Herzberger zuerkannt. Vermischtes. • Essen a. d. R., 10. Sept. In Oberhausen brach in einem Hause, in welchem sechs polnische Familien wohnen, Feuer aus. Die Polizei fand in einem Zimmer sieben Dynamitpatronen und eine große Anzahl Zündschnüre und Zündhütchen. Ein polnischer Bergmann und dessen Kostgänger wurden verhaftet. * Bad en-Bad en, 7. Sept- Die Wellen, die der „Fall Humbert" erregt hat, sind bis hierher gedrungen und haben ein kostbares Strandgut abgesetzt, das nun bei einem Antiquitätenhändler zum Verkauf bereit steht. Da ist, wie man der „Köln. Ztg." schreibt, eine Diana, die aus Silber besteht und 30 Pfund wiegt: das weibliche Schwindelgenie hat sie angeblich für 50 000 Fr. erworben, und jetzt soll sie zum Silberpreise losgeschlagen werden. Dann ist eine wertvolle Elfenbeinschnitzerei, eine französische Königsfamilie darstellend, zu verkaufen, die der Frau Humbert 100 000 Fr. gekostet haben soll- Ferner finden wir kostbare und zum Teil sehr geschmackvolle Bon- bonniören, Porzellane, Emaillen und eine Reihe der hübschen Nichtigkeiten, die „das Leben vergänglich zieren". Wenn jedes Ding reden könnte, würde nicht nur ein scannender Sensationsroman, sondern wohl auch ein sehr brauchbares Vademecum für Hochstapler herauskommen. * Madrid, 10. Sept. In der Stadt Pazol? be Borden trat eine verdächtige Krankheit auf. Aerztliccher- seits glaubt man, daß es sich um eine Art Cholev ine handelt, gereifte Fälle zeigen jedoch Symptome von geLbem Fieber. c • Der Hofreagen mit der Prinzessin Heinrich überfuhr, wie aus Kiel gemeldet roirb, einen 11 jährigen Kieler Gemeindeschüler Franz Macht und verletzte Phn Kölns altes und neues Theater. Köln, 7. September. Von all dem Glanz und Reichtum, der aus dem neuen Hause spricht, von all der Hoffnungsfreudigkeit, die man auf seine Zukunft setzt, von au der Großartigkeit, die mit dem Muscntempel des Köln von heute verbunden ist, hebt sich primitiv, schlicht, manchmal sogar tragisch Kölns theatralische Vergangenheit ab. DaS, was einstens war, und das, was heute ist, sie kennzeichnen nicht nur die Vergangenheit und die Entwickelung theatralischer Geschicke, sondern der größten, reichsten und blühendsten Stadt am Rheine, die vor 80 Jahren gegen 55 000 Einwohner zählte, und heute . . . Einst war es in Köln sogar verboten, ein ständiges Theater zu unterhalten, es mußte sich gefallen lassen, daß seine deutsche Bühnenkunst von französischer bedrängt und unterdrückt wurde. Napoleon I. erließ ein Ministerial- dekret, laut welchem in Köln nur reisende Gesellschaften spielen dürften und die Behörden verpflichtet seien, die gastierende französische Truppe nach Möglichkeit zu unterstützen. Die Fürsorge Napoleons für seine Landsleute ging sogar so wett, daß der Bürgermeister die wohlhabenden Familien der Stadt amtlich zum Abonnement der französischen Vorstellungen auffordern und dafür sorgen mußte, daß an den Abenden, an denen die Franzosen spielten, keine größeren Familienfestlichkeiten und keine öffentlichen Vergnügen stattfanden. Als nach fünf Jahren eine deutsche Schauspielgesellschaft, der auch die Ettern von Carl und Henriette Sonntag angehörten, in Köln austrat, wurde sie ausgepfifsen, weil sie „anstatt den Anstand zu respektieren, die größten Exzesse verübt und durch die Schamlosigkeit ihres Spiels das Publikum herausgefordert". — In den Jahren 1822 bis 1832, unter der Tirettion Ringethardt, nahm das Kölner Theater, zu dessen Mitgliedern damals auch Albert Lortzing gehörte, einen gewissen Aufschwung, »)ami tarn als Leiter ein ehemaliger Bergveamler Julius '.Rühling, der infolge der guten. Tyeatergeichäfte, die er hier und später in Hamburg machte, das Hotel de Rome in Berlin übernehmen konnte. Mit der wirtschaftlichen Entwickelung der Stadt, deren Einwohnerzahl in zwei Jahrzehnten von 55 000 auf 380 000 gewachsen war, stellte sich auch eine nottvendige theatralische Reformation ein, als deren Mittelpunkt der als Kapellmeister nach Köln berufene Conradin Kreutzer gelten kann. — Direktoren kamen, Direktoren gingen, schließlich kam auch Eberhard Theodor L'Arrvnge, der Vater von Adott L'Arronae; ex verfügte über ein gutes Schauspiel, dessen hervorragendste Kraft Fräulein Ellen Franz war, die nachherige Gemahlin des Herzogs von Meiningen. Ta brannte das Theater ab, auf seinen Trümmern erhob sich ein neuer Bau, dessen Di- rettion wiederum Theodor L'Arronge übernehmen mußte, der in der Jnterimszeit in einem provisorischen Theater die Kölner mtt den Werken ihres Landsmanns Jacques Offenbachs, dos Pariserischsten Komponisten, vertraut gemacht hatte. Unter der folgenden Tirektion Moritz Emst spiegelte sich ein eigenartige^ Stückchen Frauenemanzipation am Theater ab — die RegU des Schauspiels führte nämlich die Fran Tirettorin. Emst, der stets ein ehrenwerter, tüchtiger Bühnenleiter war, wurde von einem ausgesprochenen Pech verfolgt; als er im Jahre 1866 das Kölner Flora- Theater leitete, brannte der sommerliche Musentempel ab, und drei Jahre später widerfuhr das gleiche Schicksal dem ihm übertragenen Stadttheater. Ein neues großes Theater sollte gebaut werden, allein, da ertönte die Kriegsfanfare von 1870, und Thalia mußte in Köln in der Schildergasse wieder ein armseliges Heim beziehen, dessen Leiter ein ostpreußischer Fuhrherr Namens Eduard Kullack war, der viel Geld und außerdem das Glück hatte, für seine Oper drei Anfänger mit den später weltberühmten Namen Emil Fischer, Paul Bulß und Theodor Reichmann zu finden. Endlich am 1. September 1872 konnte das nach den Plänen des damaligen Kölner Stadtbaumeisters Raschdorf errichtete neue Theater in der engen Kreuzgasse mit dem „Freischütz^ eröffnet werden. Ter erste Direktor war Heinrich Behr, sein Nachfolger wurde der wieder zurückgemfene Adolf Emst, der inzwischen als Regisseur am Königl. Schauspielhause thätig war; allein Emst blieb sein Pech treu, es verließ ihn auch nicht, als er nachher das Berliner Viktoriatheater übernahm, an dem er Ernst v. Wildenbruchs „Karolinger" zur ersten Aufführung brachte. Nun kam Julius Hoffmann, über den Hemrick Kipper in einer interessanten Festschrift das für die früheren Kölner Theaterverhättnisse bezeichn- nende Urteil fällt, daß, „so lange in Köln Theater gespielt wurde, es noch niemandem gelungen, den schwierigen Posten so lange und in allen Ehren zu behaupten". Julius Hoffmann besaß, wie einstens Pollini in Hamburg, das rechte Gefühl für die Entwickelung Kölns, der auch eine Steigerung und Besserung der volkstümlichsten und leichtfaßlichsten Kunst, der theatralstchen, folgen mußte. Hoffmann fand auf seinem Gebiete den richtigen Weg zum neuen Köln, er sah ein, daß er nur dann reüssieren konnte, wenn er der Stadt, die allmählich zu einer modernen Großstadt emvorwuchs, als Bühnenletter das gab, was ihr gebührte. Und so fand sein Wirken in Köln reiche Anerkenn > ung, und so erwarb er sich nicht nur um das Theater, son- • dem auch durch das Theater große Verdienste. Tas Kölner Stadttheater wurde unter seiner Leitung eine Kunststätte, . deren Entwickelung man auch außerhalb der rheinischen Lande mit sympathischer Aufmerksamkeit verfolgte; seine; Hauptstärke lag, wie bei allen unseren großen Provinz^ bühnen, an denen das Schauspiel leider nur unter dem Gesichtspunkt auszunützender Zugstücke oberflächlich behandelt wird, in der Oper, deren leuchtendster Stern Emil Götze war. — Julius Hoffmann hat im Verlaufe einer mehr als 20jährigen Thättgkeit dem Kölner Stadttheater nicht nur eine solide künstlerische Grundlage gegeben, sondern auch das Ansehen seiner Mitglieder, die in gesicherte finan< zielle Verhältnisse kamen, sozial gehoben, und dämm ist es erklärlich, daß ihm das auch jetzt eröffnete neue Theater, trotz der zahlreichen Bewerber, unter denen unser Königl., Schauspiel-Regisseur Max Gmbe die meisten Chancen hatte, übergeben wurde. Julius Hoffmann ist ein 62jähriger Mann, allein er, der erfahrene Bühnenleiter, hat heute einen neuen Wirkungskreis sich zu erobern, er hat das Alte zu erhalten und das Neue fest äu gestalten. Er hat heute einen täglichen Etat von 35U0 Mk.; er hat allerdings jetzt zwei Theater, das alte und das neue, allein diese beiden Bühnen ergänzen sich nicht, sondern konkurrieren fast miteinander. Man hat einen großen Fehler begangen, da man beide Theater nicht trennte, sondern einte, da man beide Theater für Oper und Schauspiel bestimmte, anstatt das alte zu einem Schauspielhause und das neue HauS, in dessen wetten, prunfooHcn Räumen eine intime Shau- spielstimrnung nimmer erzielt werden kann, ausschließlich zu einem Lpernhause zu gestatten. Köln hätte dann sein eigenes Schauspieltheater, das dieser so kunstfreudigen Stadt ernsthaft fehlt, und das Publikum brauchte über den künstlerischen Charakter der beiden .Häuser nicht im unklaren zu sein. — Vorläufig gehört das Interesse, namentlich das der Abonnenten, naturgemäß dem neuen Hause, das alte Stadttheater, das jeden Aband 1000 Mk. Abonnement hatte, ist jetzt schon miserabel besucht, und darum wäre nicht nur aus lünstlerischen, sondern auch aus prattiscken Gründen eine Scheidung notwendig gewesen, durch welche auch das Publikum, welches das Schauspiel und jenes, das die Oper bevorzugt, zu seinem klaren Recht gekommen wäre. lieber den äußeren und inneren Eindruck, den dieses, pruntoollste aller Privattheater heroorruft, habe ich bereits referiert, sein Erbauer, der Regiemngsbaumeister Moritz. Wh* Liiert. !l$ Don 2ohs . "vhcllnr "liiert. ?Ä< ' •*# 85 jp.6** ffi. August Dietz. ?L'k°hnb°ch "bott X LZev N^eimi^jg " Schlages lec Landes« ^Mk. Jul. Kann '"nnch Walther, rnack - Kirch. / m' Duingen len Preis 30 M nm^\mreS43u^ 7'^nedel 6. PlllS i°^au|en 6. fe E" den Pferden der b C. Klingfpor 'berhausen brach : Familien wohnen, iem Zimmer siebm Anzahl Zündschnüre m und dessen Kost« : Vellen, die der hierher gebrungen gesetzt, das nun bei m Berkaus bereit tg." schreibt, eine Pfund wiegt; das lich für 60 000 Fr. weise losgeschlagen bemschntzerei, eine zu verkaufen, die iahen soll Ferner geschmackvolle Bon« ie'Reihe der hüb« wgänglich ziertik'. nicht nur ein ftfrmv st auch ein W herauskommen. Stadt Pazoi^ dt it auf. Aerztlirher- ne Art Cholev-ine nptome von gelbem injeffi" d, einen lliahrPen g und verletzte n Je» «’ FÄÄftJ le.S'äfirt fiM11-. e w-Mm isc l »en, unoA„;Tfieflier, i, d^en E HM, I ein 62jahck^ i tl* Z bat heute ] tioiW'Ä'bÄ I robern, hat u sestKlerdiuss diese > neue, Äera: <Äbeg^2 en .V M ntcn 1 6®5- ,nt »? S, Sh°^ eint "AließlÄ °vln F.Len^ achte ^^^eu5 S L--S 8 ! SS -S- - , tung abgelöst werden. Ferner sind die Falsifikate von den echten Scheinen besonders noch dadurch zu unterscheiden, dajh sie sowohl in der Länge, als auch in der Breite ein bis zwei Millimeter kürzer sind. Ter Aufdruck ,Lieichsschulden- Verwaltung" am linken Rande aus der Rückseite der Falschscheine, unterhalb der 9iummer, ist sehr undeutlich und die Schrift in demselben kaum lesbar. * Ueber „Berliner Bauschwindel" erzählt der Vorsitzende des Bundes der deutschen Bodenreformer Adolf Damaschke in seinem jüngst erschienenen Buche „Bodenreform"' (Verlag von Johannes Rade in Berlin W. 15) u. a. folgendes: ,Ln gelesenen Berliner Zeitungen finden sich öfter merkwürdige Inserate, die zunächst dem normalen Menschen völlig unverständlich klingen. „Wertvolles baureifes Gelände ist ohne Anzahlung zu verkaufen; Bargeld wird auf Wunsch noch dazu gegeben." In dieser Großstadt finden sich Existenzen, die nichts mehr zu verlieren haben. Warum sollen sie solche Gelegenheit nicht benutzen, wertvolles Land und Baugeld dazu in ihren Besitz zu bringen? Sie setzen sich mit dem Ausgeber solcher Inserate in Verbindung. Es ist das meist eine Bank oder eine Gesellschaft, damit der Privatname der betreffenden Herren Besitzer möglichst bei diesem Geschäft aus dem Spiele bleibt. Das Bauland ist vielleicht 100 000 Mark wert. Aber die Bank fordert 200 000 Mark dafür. Der Käufer bewllligt diese Summe leichten Herzens. Er hat ja weder die eine Summe noch die andere. Dann werden die 200 000 Mark als erste Hypothek aus das .Grundstück für die Bank eingetragen. Nun erhält der Herr Bauunternehmer die ersten Raten des Baugeldes von der Bank. Eine respektable Wohnung wird gemietet. Möbel auf Abzahlung oder auf den Namen der Frau werden hinein gesteckt. Bauhandwerker, die nach Arbeit suchen, finden sich bald. Der Bau beginnt. In den ersten Wochen wird das Geld für Arbeit und Materialien pünktlich bezahlt. Dann wird vertröstet von einer Woche zur anderen. Um das Haus überhaupt zu einem Wertobjett zu machen, vollenden die Handwerker den Bau. Nun stellt sich heraus, daß der Bauunternehmer ein völlig mittelloser Mann ist. Die Bauhandwerker beantragen die Zwangsversteigerung des von ihnen errichteten Gebäudes. In diesem Augenblick meldet die Terraingesellschaft chre erste Hypothek über 200000 Mark an. In diesen 200000 Mark steckt schon der Wert des Gebäudes drin. Die Bauhandwerker sind unfähig, eine devarttge erste Hypothek auszuzahlen. „Von Rechts wegen" wird verkündet, daß dem Besitzer der ersten Hypothek der Boden und das Gebäude gehört, und daß alle anderen Forderungen ausfallen." .Die alte Geschichte, tätet nur zu wahr! ♦ Auch die Medizin soll teurer werden. Durch die 'am bevorstehenden 1. Otober in Kraft tretende Branntweinsteuernovelle wird die Steuerfreihett des zu Heilzwecken Verwendung findenden Spiritus aufgehoben. den ist. * Große Ueberschwemmungen in Spanien haben, wie uns aus Madrid berichtet wird, sehr bedeutenden Schaden angerichtet. Mehrere Flüsse sind über die Ufer getreten und überfluten weithin das Gelände; ganze Ortschaften stehen unter Wasser. Zwölf Personen kamen in den Fluten ums Leben; in manchen Bezirken ist die ganze Ernte durch Hagelschläge vernichtet. Bei Gerri, in der Provinz Lerida, erfolgte bei dem Unwetter ein Bergsturz, der zahlreiche Opfer forderte. Eine Kolonne von Chausseearbeitern wurde verschüttet und man fand bisher vier Leichen, während noch 25 Personen unter den Felstrümmern liegen. * Das Ende der Dynamitgeschütze. Tas in den letzten Jahren zu tage getretene Bestreben der Erfinder, der Arttllerie eine Waffe zu geben, die in gründlicherer Weise als bisher unter den Bataillonen aufräumt, hat sich zum lebhaften Bedauern der Erfinder als verlorene Liebesmühe erwiesen, und die in Aussicht gestellten „Umwälzungen"" im Gebiete des Artilleriewesens sind einstweilen ausgeblieben. Von der elekttomagnetischen Kanone des norwegischen Professors Birkeland, die bei entsprechen- der Länge ein Geschoß von 2000 Kgr. Gewicht 150 Km. weit schleudern soll und zu deren Ausnutzung sich bereits eine Gesellschaft gebildet hatte, ist es ganz still geworden. Tie Dynamttgeschosse des Schweden Elmelin lieferten solche Ergebnisse, daß die Prüfungskommission nach Abgabe einiger Schüsse, wobei etliche Geschosse im Laus ttepierten, gern .auf wettere Versuche verzichtete, und nun werden auch die amerikanischen Tynamitgeschütze und der Tynamit- kreuzer, der zur Zett des spanisch-arneriLmischen Krieges von sich reden machten, zur Ruhe gebettet. Obschon seiner Zeit die Sachverständigen ein nichts weniger als günstiges Urteil über die pneumatischen Geschütze abgaben, die eine Ladung Dynamit ausschleudern, ließ die Marineverwaltung der Flotte der Vereinigten Staaten einen Dynamitkreuzer bauen, der ausschließlich mit Tynamitgeschüüen ausgerüstet wurde. Ebenso errichtete man an verschiedenen Punkten der amerikanischen Küste, so bei Sandy Hook, am Einlauf von San Francisko usw. 'Batterien, die gleichfalls Geschütze genannter Art erhielten. Tamtt glaubte man gegen alle Flotten der Wett gesichert zu sein. Indessen stand die Wirkung der Schüsse, die der Dynamitkreuzer, der Vesuvius, im Kriege mit Spanien gegen die Forts von Kuba abgab, in keinem Verhältnis zu dem fürchterlichen Lärm, mtt dem die Explosion erfolgte. Tie Dynamttgeschütze von Sandy Hook, die Hunderttausende von Dollars kosteten, schlug man für 20000 Dollars los, und jetzt sollen auch die Geschütze des Vesuvius nebst den verwickelten Apparaten, die für die Handhabung dieser Kanonen nötig waren, verkauft werden. Wahrscheinlich werden sie kaum andere Preise wie altes Eisen erzielen. * „Kein Soldat, nur etn Yeoman . . Aus London wird geschrieben: Die Deomanry (freiwillige Landmiliz), die während des südafrikanischen Krieges be- kanntlich so schwache Proben nicht nur ihres Mutes, son- schwer. Der Knabe war infolge eigener Unachtsamkett unter die Räder geraten. Die Prinzessin ließ den Schwerverletzten ins Krankenhaus überführen, wo er auf ihre Kosten be* handelt wird. • Der älteste Lehrer Deutschlands ist der Lehrer Schlie im Dorfe Totenwinkel bei Rostock. Der alle Herr ist jetzt 90 Jahre alt und versieht immer noch mtt Energie und Erfolg seinen schweren Dienst in einer mit 60 Kindern besetzten Schulklasse. Zur Zeit hat er 66 Dienstjahre hinter sich. Ein schwerer Schlag war es für den alten Schulveteranen, als er vor einigen Wochen seinen im 60. Lebensjahre verstorbenen Sohn, den Direktor des Großh. Museums in Schwerin, Geh. Rat Professor Dr. Schlie zur letzten Ruhe geleiten mußte. * Falsche Zwanzigmarkscheine sind in Köln angehalten worden. Die Falsifikate sind sehr sorgfälttg hergestellt und von den echten Scheinen schwer zu unterscheiden. Tie Fasern am linken Rande der Rücksette der Falschscheine sind in der Art nachgemacht, daß die dunklen Haare eines weichen Pinsels in Stücke geschnitten, auf das Papier gestreut und mit ganz dünnem Seidenpapier überllebt worden sind. Ter so mit Fasern versehene Teil des Papiers ist dann mtt blauer Farbe leicht angetuscht worden. Tas überklebte Seidenpapier kann bei Befeuch- Infolgedessen wirb der deutsche Ap-ochekerveretn bei sämtlichen Bundesregierungen, die eigene A^nettaxe besitzen, dahin vorstellig werden, daß eine entsprechende ^are- erhöhung aller spirituosen Präparate vorgenommen werde. *Voue in emtötlichen Unfall, der einer Berlinerin in der Sommerfrische in den Alpen zustieß, wird aus Bern gemeldet: Heute wollte ein Herr L. aus Berlin mtt seiner Frau und deren Kammerjungfer mit 'Exttapost von St. Moritz über den Julierpaß nach Hause reisen. Auf dem Julierhospiz hiett daS Gefährt Mittagsrast. L. und der Kutscher stiegen ab. Während nun die Pferde gefüttert wurden, scheuten sie Plötzlich und rannten mit den erschrockenen Frauen im Wagen in rasendem Galopp die stelle Alpenstraße hinunter. Sie kamen bis zur zwetten Biegung des WegeS, wo Pferde und Wagen amt den Insassen über den Straßenbord hinunterstürzten. Frau L. wurde von der nacheilendeu Hllfsmannschaft als Leiche unter den Wagentrümmern hervorgexogen. Tie Kammerjungfer ist mit anscheinend leichteren Verletzungen davongckommen. Das Kreisgericht Oberhalbstein hat die Untersuchung angeordnet. Wian vermutet, daß das eine Pferd beim Füttern von einer Wespe gestochen wor- bent auch ihrer Reit- und Dreffsicherhett ablegte, bietet noch immer den Gegenstand zeitwelliger Anzapfungen in der englischen Presse. Aber auch an anderer Stelle schaut man recht wenig anerkennend aus sie herab, wovon ein Vorfall bei einer jüngsten Gerichtsverhandlung vor dem Londoner Soutwark-Polizeigerichte Zeugnis ablegt &n Zeuge war im prächttgsten, nagelneuen Khaki-Anzuge erschienen. „Sind Sie ein Soldat?"" fragte der Richter, h „91 ein"", wurde ihm zur Antwort; „ich bin in der Heo- manry."" Tie Richter lächetten verständnisvoll. * Eine eigenartige Erbsch a f tsfrage tff durch den Tod des Ehepaares Fair, welches auf einer Automobilfahrt in Frankreich zusammen das Leben verlor, entstanden. Es liegt ein von Herrn Fatt hinterlassenes, in San Francisco deponiertes Testament vor, worin er sein gesamtes, auf 10 000 000 Dollars veranschlagtes Vermögen seiner Frau vermacht. Es entsteht nun die Frage, ob die Frau oder der Marrn zuerst starb. Nach dem für die Behandlung der Erbschaft maßgebenden Gesetz des Staates California ist, wie die „Weserztg." bemerkt, anzunehmen, daß, wenn ein Ehepaar ZU gleicher Zett auf dieselbe Weise ums Leben kam, der Mann, well von> größerer Lebenskraft, später starb als die Frau. Sollte dieser Grundsatz im vorliegenden Falle zur Anwendung kommen, so würde Herrn Fairs Testament als durch den Tod seiner Frau ungiltig geworden erachtet werden müssen. Das Vermögen des Mannes würde an seine gesetzlichen Erben fallen, nämlich an seine Schwestern Frau Oelrichs- und Frau W. K Vanderbilt, die beide zu den reichsten, Leuten Amerikas gehören. Muß jedoch entschieden werden, daß der Mann vor der Frau starb, so würde Frau Fair als die Besitzerin des Vermögens chres Mannes gestorben sein und dies Vermögen würde, im Falle sie kein Testament gemacht hat, an "ihre gesetzlichen Erben, die in sehr bescheidenen Verhältnissen leben, zu fallen haben. Es heißt, daß Frau Fair ihr eigenes, auf 250 000 Dollars bemessenes Vermögen testamentarisch zur Hälfte ihrem Manne unb zur Hälfte ihren Verwandten, mit denen sie sehr gut stand und um deren Wohlergehen sie sich stets bekümmerte, vermacht hat. Ein solches Testament ist aber noch nicht gefunden worden. Andererseits behaupten die Verwandten des Herrn Fair, Grund zu der Annahme zu haben, daß derselbe noch ein anderes und zwar später als das oben. erwähnte gemachtes Testament hinterließ, aus dem hervorgehen würde, daß er über fern Vermögen anders als in ersterem verfügte. Nach diesem zweiten Testament soll noch gesucht werden. Einstweilen ift das Fairsche Vermögen unter gerichtliche Verwaltung gestellt worden. Zu einem Erbschaftsstreit wird es nicht kommen. Beide Setten sind bereit, sich in gutem zu einigen. * Wozu die Freundschaft gut ist. Zwei Schnorrer, die sich Zett ihres Lebens nicht ausstehen onnten, treffen sich in Karlsbad in einem Restaurcrrtt, in dem eine Zigeunerkapelle aufspielt. Der Saal ist gekrängt voll, und den beiden bleibt schließlich nichts übrig, als sich an einen und denselben Tisch 'zu setzen. Wütend sehen sie sich an, und sie sind bald nahe daran, auf einander loszufahren. Da kommt ein brauner Zigeuner zu ihrem Tisch und reicht den Teller, um abzusammeln. Der eine greift ärgerlich in die Tasche und wirft eilten K-reuzer darauf. Der andere aber schmunzelt jetzt behaglich und sagt: „Wir Zwei gehören zusamm'! . . Nach dem Gebrauch von Wasser hat man sich gewöhnt, das Kulturrttveau nicht HXIV i- nur eines ganzen Vollsftammes, sondern auch jeder einzelnen Persönlichkeit zn beurteilen. Wie uns scheint, nicht ganz mtt Recht, denn es giebt viele Menschen, besonders Damen, denen jede Seife körperliches Unbehagen, Jucken und Brennen aus der Haut verurfacht. Diesen zum Trost mag hierdurch mttaeteilt sein, daß es endlich gelungen ift, eine Tottetteserse herzustellen, welche frei von jeder Schärse ist, mild, zart und erfrischend auf die Haut und verbessernd auf den Teint einwirkt. Diese neue Toiletteseife wurde unter dem Namen Bacheberle's Hygienische Priskalin- Seife in den Handel gebracht und ist in allen Apotheken, Drogerien, Parfümerien und besseren Friseurgeschästen zum Preise von bV Psg. per Stück zu haben. Für die gesamte Redattion verantwortlich: Gurt Plato. Ungehindert gelangte ich zu Kommandant Conrooij, mtt dem ich nach Kaemas aufbrach. Dort wurden wir von einer großen englischen Uebermacht umzingelt. Albert Rettmann und ich ritten auf ein Fort los. in welchem sich Leute von uns befinden sollten. Es saßen aber Engländer drinnen, die uns bis auf 30 Schritte herankommen ließen und dann feuerten. Rettmann fiel. Ich kroch zurück auf eine Kopje und feuerte von dort aus mtt meiner Mauserpistole in das Fort, in welchem wir später zwei Tote scmdeu. Von 3 Uhr morgens bis 8 Uhr abends dauerte das Gefecht. Dann gelang es einigen Leuten von uns, die Engländer im Rücken zu fassen, worauf sie flüchteten. ,,, , _ , Nach vielen Patrouillegefechten und Scharmützeln stteßen wir zu General Maritz, bei dem em Holländer namens Steuerwald kämpfte. Vor diesem tapferen Holländer hatten die Buren solche unbegrenzte Hochachtung ob feines Mutes und seiner beispiellosen Tapferkeit, daß Maritz erklärte, er wolle nie als Kommandant über ihm, wohl aber neben ihm stehen. Der tapfere Steuer« wald siel. Von Windhoek im Distrckt von Rheinsdorp aus begaben ron uns zu General Smuts, der die Absicht hegte, unter allen Umständen nach Kapstadt vorzurücken. Der Plan mußte gelingen. Leider sielen noch kurz vor unserem Eintreffen in unbedeutenden Scharmützeln einige der besten Kommandanten des Generals Smuts Darunter war Feldkornet Weffels, der in Holland studiert hatte Lange hatte er sich geweigert, den Offiziersrang anzunehmen; eines Abends nahm er ihn doch an; zehn Sttmden spater war er lot. Vechtgeneral van Deventer wurde durch die Kehle geschossen, Feldkornet de Voß durchs Herz, Kommandant Bomver durch beide Beine. Der Plan mußte aufgegeben werden, zumal General Maritz es für nötig hielt, nach Klein-Namaqualand vor- zurücken. Auf diesem Marsch erhiett ich bei Garijs einen Schuß durch den Schenkel. Der englische Spion Garinger, der zu uni gestoßen war, um uns zu vergiften, diesen Plan aber nicht aus- führte, weil er uns wahrscheinlich für viel zu gemütliche Leutt hielt, verband meine Wunde mit einer Frauenhose. Ich vermute daß noch ein Stuck dieser Hose m meinem Bein sitzt, denn es juckt und reitzt abscheulich. Am Freitag reise ich nach Berlin, um mich operiren zu lassen. Nach dem Friedensschluß beschloß unser Kommando, bei dery sich lauter schlecht angeschriebene Rebellen befanden, nach Deutsch- Südwestafrika zu reiten, um dort die Waffen zu strecken. Kommandant Schoeman, de Kersauson und ich ritten voraus, verfehlten aber die Schuttdrifl und mußten 100 Mark Strafe bezahlen, weil wir den Oranjefluß an einer unerlaubten Stelle überschritten hatten. Im übrigen zeigten sich die Deutschen äußerst liebenswürdig und zuvorkommend. General Maritz benützte die „Schuitdrift"' jum U ebergang. Er. seine 150 Buren und auch wir verkauften unfere Pferde an den deutschen Leutnant Bosch oder von Buschjes. Unser« Gewehre hatten wir auf englischem Boden zerbrochen und in den Oranjefluß geworfen." Kunst gebührend ehrt, aber auch das Neue, das Werdende, daS aus unseren Freuden und Leiden, aus uttserem Sehnen und Ringen entporwächst, versteht und frei von allen Borurtellen willkommen heißt. >A H> Wie Andries de Wet von Kmopa aus auf den Kriegsschauplatz gelangte. Der sympathische junge Kapkolonist Andries de Wet, der sich durch feine Vorträge in Deutschland und Oesterreich so viele Freunde erworben hat, ist vor kurzem in Gesellschaft des 25jährigen Vechtgenerals Maritz und dessen französischen Adjutanten im Viktoriahotel in Amsterdam angekommen, de Wet erklätte dott einem Mitarbeiter der »Deutschen Wochenzeitung in den Niederlanden": Bevor ich mich von hier aus nach Afrtta einschiffte, hatte ich mtt niemand über meinen Plan gesprochen, deshalb war ich sehr erstaunt, die deutschen Beamten in Teutsch-Südwestaftlka von meinem Vorhaben unterrichtet zu finden. Die Herren müssen be- onders feine Spürnasen haben. Alle hatten Heidenangst, ich könne die Neutralttät verletzen und einen Konflikt mit England inszenieren. Ich muß wie ein geborener Lügner aussehen, sonst fann ich mir nicht erklären, warum man . mir nicht glaubte, datz ich Land ankaufen und mich ansiedeln wollte. Nur Piet van der West- huizen in Gibeon schien mir Glauben zu schenken und erbot sich, selbst ein Pferd für mich in Pflege zu nehmen. Ich dankte jedoch für die Freundlichkeit. Kersausson, der nach mir kam, that dies und machte die Erfahrung, daß Piet van der Westhuizen nicht nur ein ausgezeichneter Patriot, sondern auch em genebener Pferdehändler ist, denn er verkaufte den Gaul des Franzosen für 30Pfd. Sterling — vergaß aber, das Geld abzuliefenr. Ich zog darauf zum Oraniefluß, den ich eines Abends als weder deutsche noch englische Soldaten m der Nahe waren, durch- schwamm, worauf ich nach Kokamas ntt Dort in der Nahe war einige Zett vorher Piet Botha mtt Berichten aus Atropa für den Generalkommandanten angekommen. Er war m Ge,ell,chaft von Steidler, Willy Stein, Jan Osthmzen und zwei Bayeni, welche s. 8. in Ceylon vom Gefangenenschiff zu einem ntssi chen Schiff geschwommen waren. In einem Gefecht mit den Engländern bei de Aar wurde Bocha schwer verwundet hatte aber noch dw,Kmft, die Berichte Krügers zu vergraben; daneben legte er ferne Strumpfe, um den Platz zu kennzeichen. Er ftarb aus emem Bauernhof, wohin chn die Engländer gebracht. Zuvor fytfte er ledoch emem Sur die Mitteilung von den Rapporte gemacht die denn auch sechs Monate später in die Hände des Generals gelangtem Die Begleiter Bothas brannten das Zollamt in van Wilksvlei nieder und wurden deshalb von den Englmidem verfolgt und umzmgelt. Boomzaaijer stürzte fich in den Oranfefluß, van Wyk wurde gefangen und in Colesberg erschossen. Feidler erhielt lebenslang- sich? und die Deutschen zchnjätznse Gefaugmästrake. hat in seinen Architekten und Mnstlern, Mldhcruern Meißner und Hoffmann (Berlin), Bildhauern Schreiner, Altmann und Haller (Düsseldorf), Maler Seuffert und Karl Hemming (Düsseldorf), Maler Karl Rickett und Wagner (München), Maler Friedrich Oehme (Köln), Architekt Ferdinand Schmitz (Köln) usw. Mttarbetter gefunden, die eben» falls bemüht waren, durch plastischen und malerischen Schmuck dem Hause das moderne Gepräge zu geben. — Und dieses Bestreben, modern zu wirken, zeigt sich ganz! besonders in der Heranziehung Sascha Schneiders) dessen zeichnerisch feine, förmlich schwebende symbolische Leichen- gebllde am Plafond trotz aller Bizarrerie fesseln, allein sie passen eher für die Kuppel einer Friedhofskapelle als für die Decke eines modernen Theaters. Der von Wagner (München) gemalte und von dem Kölner Bürger Friedrich Oehme gestiftete Vorhang ist sehr bunt, sehr figurenreich, allein^die einfachste Gardine wirkt heutzutage stimmungsvoller als der bemalteste Vorhang. Erwähnt sei, daß der als Theaterbaumeister ganz von Jugend erfüllte Künstler, dem die Kölner jetzt so zujubeln, daß Regterungsbau- meister Moritz ein Berliner Kind llt Me viel zahll Hoffmann Pacht, tote vrel kostet das Theater? Das alles sind Fragen, die nicht nur in Köln, jondern in der ganzen Theaterwelt diskuttert werden. Hier die Beantwortung der Fragen. Direttor Hoffmann zahlt jährlich für beide Theater 50 000 Mt. Pacht, fernerhin 50 000 Mk. für Beleuchtung, kostet die Beleuchtung mehr, dann tragen Stadt und Di^ rektor die Mehrkosten zur Hälfte. — Das Zuschauer- und Bühnenhaus kostete 1800 000 Mk., bte Buhnenmaichrnerre, die vom Obermaschinenmeister Rosenberg vortrefflich angelegt ist, 540 000 Mk, das Mobiliar des Foyers, des >luschauerraumes usw. 210000 Mk, das Restaurations-Ge- bäude mit den Gartenhallen, Terrassen usw. 352 000 Mk, die Einrichtung des Restaurants 79 000 Mk, bte Gartenanlagen und die Beleuchtung 46 000 Mk, das unglückliche Maaazinaebäude mit Einrichtung 300 000 Mk, Dekorationen und Kostüme 580 000 Mk, das Grundstück 500 000 Mk Gegen 41/2 Millionen kostet also das modernste Prrvat-Theater Deutschlands. c. . m Hoffnungen und Wünsche begleiten diei en neuen Prunkbau, der fertig dasteht und doch et\l etwas Werdend^ ist. Möge er sich entwickeln, würdig der Bedeutung des Kölns von einst und von heute, möge in des Rheullandes ehrwürdigster und machtvollster Stadt, in der da» Alte und das Neue an allen Wegen und Stegen sich einen, eme statte erstanden sein, in der man die wahre, alte, nie alternde 6169 Hathol. Liirchenvorstand zu Gießen. Hochfeine M ©otijner 6178 empfiehlt 5994 Robert Statt!, Neustadt 23. und ist von bester Bodew Junker & Ruh, der unterzeichnete Konkurs. Mundlos & Co., Grltzner. 75 Mark 85 empfehlen in grosser Auswahl und unter langjähriger Garantie 6292 Königreich Sachsen, “k Technikum Hainichen R I L Maach.- u. Elektrotechnik. Inge- ßg I nleure, Techn. n. Werkm. Labo- HN | Tatorten. Progr. frei. Dir.: E. Boltz BSm Btaat^Oberaufricht. II. 35 3.60 X, 28 JC Wißmar, den 10. September 1902. 6290 Der Gemeinde-Vorsteher: Pausch. Kirchenplatz 11. Ladeneingang Schlossgasse. 11 an in n Eigene Metalldreherei und Armaturenfabrikation. findet das 03928 Anmeldungen vom 5. Sept. ab erbeten. 6003 Kirchweihfest Lina Petri, geprüfte Lehrerin. iaHresfregüena l&b Schüler. zu verkaufen. 6285 Birkenstock & Schneider. Praktisch, billig, bequem ist 6154 wozu ergebenst einladen 03924 J. M. Schulhof, Kolomalwaren. Marktslraße 8. S291 jtrwfcto. Neel 1 • ahmaschinen Urrfiliifhfiifs ÄanfGeiuche MAGGI Neue holl. Mhmnge prima ksfiggillkea V 549B JLangschiff-jXfähmaschlne Schwingschiff-Nahmaschine Weck 03895 Holtershausen. Am Sonntag i)tn 14. iinh 3llonfii(| den 15. September Hauptlehrer. Für den Aussichtsrat: E. Ringshausen, Vorsitzender. ■Wnr7P denn wenige Tropfen »V Ul 4iv, verbessern augeublid- lid) alle schwachen Suppen, Saucen, Olemüse :c. In Fläschchen schon von ! 35 Psg. an stets zu haben bet in vorzüglicher, frischer Qualität empfiehlt und außer dem Hause Neustadt 28. teils um die Mühle herum beschaffenheit. Nähere Auskunft erteilt Verwalter. Grünberg (Hessen). Die Schulleitung: Höhn, Großh. Hauptlehrer. Sonntafl iien 14. nnö Montag Sen 15. September: Kirchweihfest ju Bieber dci lloölifim ChristianWallenfels Marktplatz 17 am Kriegerdenkmal Telephon 262 Gegründet 1826. 3ii vevltnufen 6084 Karl, Sparkassenrechner. Vergtbang Von Banarbdkn. Für den Neubau der katholischen Kirche zu Gießen sollen die Erd- M Mamerarbeiten, sowie die Lteinmetzarbciten vergeben werden. Bedingungen und Zeichnungen in 1:100 liegen im kathol. Pfarrhause zu Gießen und beim Architekten L. Becker in Mainz, Pfandhausstraße 5, Detailzeichnungen nur beim Architekten offen. Angebotsformulare sind gegen vorherige Einsendung des Betrages (2 Mt. für die Erd- und Maurerarbeiten, l.bö^Mk. für die Steinmetzarbeiten) vom Architekten zu beziehen. Angebote sind bis zum 18. September einzusenden an den Wasche mit Luhns • Höhere Handelsschule Landau i. Pfalz. Unter Staatsaufsicht stehende, stldt subv. Lehranstalt die Wirte Ludwig Schlierbach. Ludwig Gerlach. bei Wirt Fischbach in Kirchberg bei Lollar statt. Mhlkii- nut GilimchigNW. Die zur Konkursmasse des Philipp Heister in Merlau gehörige Herrnmühle nebst ?i/8 Hektar Ackerland und 2i/J Hektar Wiesen sollen Montag den 15. Sept. I. I., nachmittags V23 Uhr, in dem obengenannten Hause versteigert werden. Die Mühle wurde im Jahre 1900 neu erbaut und besteht aus einer Getreide- und einer Schneidmühle. Die Getreidemühle besitzt 1 Schrotstuhl, 2 franz. Mahlgänge, Sichtung durch Sichtmaschinen, gute Putzerei und Mehlmischvorrichtung, sowie Sackaufzug, ausgeführt von der Firma Friedrich Horn, Maschinenfabrik in Worms; die Schneidmühle besteht aus einem Herkules-Vollgatter mit 70 cm Durchgang, einer Kreissäge mit eisernen Wasserrädern und eisernen Wellen aus der Fabrik von Karl Hoffmann in Auer; es ist eine elektrische Anlage vorhanden. Die Wasserkraft von ca. 18—20 Pferdekräften ist im heißesten Sommer immer noch 14—15 Pferdekräfte stark; Eis giebt es nicht. Gefäll ist 4,25 mit 2 m lichte Breite. Das Anwesen liegt 5 Minuten von der Station Mücke 6er Oberhess. Eisenhahn, in waldreicher Gegend. Das Wohnhaus ist sehr schön eingerichtet und bei der Sägemühle ist ein großer Lagerplatz vorhanden. Da§ Feldgut liegt meisten- Bekanntmachung. DaS Einsammeln von Beeren im Gemeindewalde und in der Gemarkung Wißmar ist nur gegen Berechtigungsschein gestattet, welcher vom Unterzeichneten gegen eine Abgabe von 0,50 Mk. ausgestellt wird. Zuwiderhandlungen ziehen strenge Besttafung nach sich. $Don einem in Sprachheilkunde erfahr. Geisllichen in der Nähe (Bahnstation) werden an Sprachgebrechen (Stammeln,Stottern rc) leidende Kinder u. Erwachsene in Behandlung genommen. 6225 Näheres zu erfragen bei Herrn Buchhändler Krebs, Schulstr. 10. Morgen nachmittag 3—5 Uhr, Bücher- Dersteigerung. Die Bücher können vormittags besichtigt werden. 6241 Karl Krebs, Buchhandlung, Schulstraße 10. J. Schulhof Telephon 119. 814 Prompter Versandt nach ou6ro. Grmlllchm von circa 30000 Quadratmetern Wiesengelände ist in fünf Losen Iuschneide-Lehranfial't Grünbergcrstraße 14 a (Mittelbau). Mahuchmcn, Musterzeichner», Zuschneiden und Verarbeiten kann jede Dame gründlich erlernen. Der Kursus beginnt am 15. September 1902. Montag, Mittwoch und Freitag von vormittags 9 Uhr an bei Hofbäcker Noll Mäusburg. 4960 MkerKieönM-L^ Natron-Lithion-Ouelle. A ' _ | ' W Bewahrt gegen Gicht u. Rheumatismus^ ■ Bll 0 I 9 O :~l Leicht verdaulich, daher \ FL I E unentbehrlich für Magenleidende \ ~ -~=l empfiehlt die 5481 Ifliiirralmüffcrljiiiiblnng Jean Weisel, Zoullkvstraßc 6. In allen besseren Restaurants und Hotels zu haben. Gewerbeschule Wdda. Staatlich beaufsichtigte Fachschule. Fachunterricht für alle Berufsarten, insbesondere für Bauhandwerker. Beginn des Winterhalbjahres am 27. Oktober 1902. Programme und nähere Auskunft durch unterzeichneten Wasserleitungsartikel, Closets M Elektrische Klingeln, Telephone, Feuermelder. Komplette Anlagen unter Garantie. 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