Nr. 84 Erscheint täglich außer SonntagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesslschrn Landwirt die Siebener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-u. Steindruckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedition unb Druckerei: Schul st raße 7« Adresse für Depeschen: «nzeiger «ließen. ßrfrnfpredjanfd'hifi Ar. 51. Zweites Blatt. 152. Jahrgang Freitag 11. April 1908 GletzenerAnzelger» ’V-F General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen fe™ • V " zeigenteil: HanS Beck. Z>ie veutige Mmmer umfaßt 10 Seite«. Politische Tagesschau. Graf Bülow in Wien. Aus Wien wird vom 10. d. M. gemeldet: Der deutsche Reichskanzler Graf Bülow empfing heute vormittag den Militär-Attachee v. Bülow und fuhr um 11 Uhr nach dem Auswärtigen Amt, wo er den Minister des Aeußern Grafen Goluchowski besuchte. Die Konferenz mit Goluchowski dauerte l1/* Stunde. Der Reichskanzler war dann Gast oer Fürstin zu Eulenburg bei dem Frühstück in der deutschen Botschaft, an dem u. a. der deutsche Geschäftsträger, Botschaftsrat Wedel, die Mitglieder der Botschaft, der bayerische Gesandte Podwils, der sächsische Gesandte v. Rex und Ge- neralstabschef Feldzengmcistcr Beek teilnahmen. Um 2i/2 Uhr wurde der Reichskanzler von dem Kaiser inAudienz empfangen. Die Audienz dauerte über eine Stunde. Darauf machte der Reichskanzler Besuche bei den Botschaftern von Italien, und Rußland, dem päpstlichen Nuntius, dem Ministerpräsidenten v. Körber, dem Neichskriegöminister, dem Reichs finanzminister und dem ungarischen Minister a latere. Während der Abwesenheit deS Grafen vom Hotel gaben der Chef des Generalstabes Frhr. v. Beck, der Sektionschef im Ministerium des Aus- lvärtigen v. Mercy, sowie die Gesandten Bayerns und Sachsens ihre Karten ab. Abends war der Reichskanzler zum Grasen Goluchowski geladen, wo auch der ungarische Ministerpräsident v. Szell erschienen war, sowie der italienische Botschafter Graf Nigra, der sächsische Gesandte Rex, der bayerische Gesandte Podewils und die Minister v. Körber und v. Kallay. Vorher hatte Graf Bülow im Hotel abermals eine Konferenz mit dem Grafen Goluchowski. Heute früh ist er nach Berlin zurückgereist. In Begleitung des Reichskanzlers Grafen Bülow befindet sich übrigens der Geh. Legationsrat v. Lindenau vom Auswärtigen Amt. Die Wiener Blätter widmen dem Grafen Bülow sympathische Leitartikel. Sic heben als Ursache der Reise des Reichskanzlers nach Wien eine Ergänzung der mit Prinetti gepflogenen Unterredungen durch eine Besprechung mit dem Grasen Goluchowski hervor und geben übereinstimmend der Hoffnung Ausdruck, das Resultat werde die Erneuerung des Dreibundes bilden. Das Fremdenblatt begrüßt den Grafen Bülow nicht nur als den Kanzler des der österreichisch-ungarischen Monarchie eng verbündeten Reiches, sondern auch als hervorragenden Staatsmann, als eine der bedeutendsten Erscheinungen der Zeit. Seine Ankunft werde im Publikum die Zuversicht auf die Fortdauer der gegenwärtigen Verhältnisse kräftigen. Das Blatt sagt dann weiter, an der Erneuerung des Dreibundes könne ebensowenig gezweifelt werden, wie an der vertragsmäßigen Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen. Das Blatt hebt insbesondere hervor, daß der Dreibund die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu anderen Staaten ermögliche, wie die Italiens zu Frankreich und Oesterreich-Ungarns zu Rußland. Nack einer Wiener Depesche der ,/ßoft" ist es nicht richtig, daß der Reichskanzler Graf Bülow seinen Entschluß, nach Italien zu reisen, plötzlich gefaßt habe. Vielmehr stand die Reise bereits beim Abschluß der Zusammenkunft in Venedig fest. Der Münchener „Ällg. Ztg." wird aus Wien telegraphiert: Es wurde, wie von unterrichteter Seite verlautet, gemeldet, daß Graf Bülow in nächster Zeit nach Wien kommen werde, daß er aber auf der Durchfreise von Venedig Wien gleich besucht, war der Entschluß der allerletzten Tage. Auch Graf Goluchowski wurde erst vorgestern davon unterrichtet. Es ist sicher, daß es nichtdie Handelsverträge sind, die Graf Bülow nach Wien führen. Tie Ausstreuungen der englischen Blätter, er wolle die angeblich unüberwindlichen Schwierigkeiten bezüglich der Handelsverträge überbrücken, sind grundlos. Anders verhält es sich bei den politischen Bündnissen. Es zeigt sich, daß der Erneuerung des Bundesvertrages Italiens mit Deutschland keine Schwierigkeiten gegenüberstehen. Dagegen hegt Italien bezüglich Oesterrerch-Unyarns mehr als ein Bedenken. Ein Streit zwischen Italien und der Schwerz. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und der Schweiz sind abgebrochen worden. Unsere Leser er> innern si > der Meldung, daß der italienische Gesandte in Bern, Silvestrelli, sich bei dem schweizerischen Bundesrate über die völlige Straflosigkeit beschwert hatte, die einer langen Artikelreihe des Blattes „Le Reveil" voll Beleidigungen gegen das Gedächtnis an König Humbert und Verherrlichungen des Königsmordes von Monza zugestanden war. Daraus ist nun, wie heute die italieniscye offiziöse „Agenziä Stefani"" meldet, ein persönlicher Zwischenfall zwischen dem Gesandten und d ni Bundesrate eingetreten, in dessen Verfolg die Regierung der Schweiz von der italienischen Regierung die Ersetzung Silvestrellis verlangte. Da Italien die Forderung ablehnte, brach der Bundesrat die amtlichen Beziehungen zu Silvestrelli ab. Infolgedessen hat Italien gleicherweise die amtlichen Beziehungen zu dem schweizerischen Gesandten in Rom, Carlin, unterbrechen müssen. Der säMeizerische Bundesrat machte der Bundesversammlung zu Bern darüber kurze Mitteilung unter dem Beifall bei Versammelten. Ter Bundesrat behält sich vor, demnächst darüber unter Mitteilung der mit dem italienischen Gcsc.udten gewechselten 9h)teil um ländlichen Bericht zu erstatten. Nur toeniae italienische Blätter besprechen den Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Die „Patrick" fordert die Regierung auf, mit Rücksicht auf die Würde Italiens fest uno energisch zu bleiben. Die „Tribuna" beklagt die Storung der traditionellen Freundschaft und glaubt, die Schweizer Regierung werde sich versöhnlich zeigen. Freilich sei beklagenswert, daß die Schweiz der anarchistischen Propaganda zu großen Spielraum lasse. Die italienische Regierung wird über den Fall ein Grün buch herausgeben. Personenstands- und Familienverhaltnisie der Juden. In den „Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik"" veröffentlicht Arthur Ruppin den ersten Teil einer Untersuchung über die sozialen Verhältnisse der Juden in Preußen und Deutschland. Dem ersten Kapitel, das über die Personenstands-- und Familienverhältnisse der Juden handelt, entnehmen wir folgende Angaben, die von besonderem Interesse sind: Während bis zum Janre 1880 der prozentuale Anteil der Juden gegenüber den Christen (einschließlich aller Sekten und Dissidenten) beständig stieg, ist seit 1880 in Preußen jener prozentuale Anteil von 13,3 auf 11,4 pro Mille frurütfgegangen und hat sich für ganz Deutschland von 12,5 im Jahre 1871 auf 11,5 im Jahre 1890 pro Mille vermindert. Ausschlaggebend hierfür ist der überraschend große Rückgang der jüdischen Geburtsziffer. Im Durchschnitt der Jahre 1820—1866 kamen auf 1000 Juden jährlich 37,20 Geburten, 1878—1882 jährlich noch 30,32 Geburten; im Jahrfünft 1893-^-1897 dagegen ging jene Ziffer auf 22,25 zurück, während sie bei den Christen 38,15 betrug. Ruppin hält diese Thatsache für entscheidend über büc Zukunft der Juden in Deutschland: von der Geburtenhäufigkeit hänge es in erster Linie ab, ob sie sich inmitten der christlichen Bevölkerung selbstständig erhalten würden. Die innersten Gründe des Geburtenrückganges lassen sich mit völliger Sicherheit nicht an geben. Vorzüglich dürfte der im 19. Jahrhundert stark gewachsene Wohlstand der jüdischen Bevölkerung eine ähnliche Einschränkung der Kinderzahl zur Folge gehabt haben wie in Frankreich. Das Zahlenderhältnis wurde für die Juden noch ungünstiger geworden fein, wenn nicht die Geburtsziffer in einer sehr günstigcn Sterbezif f er ein Gegengewicht hätte. 9tach einer int Jahre 1895 zu Berlin veranstalteten Erhebung erreichen unter den Juden weit mehr Personen ein Hobes Alter, als unter den Christen. Das 70. Lebensjahr totro von 2,632 Prozent aller Juden und nur von 1,862 pCt. aller Christen, das 60. Lebensjahr von 7,235 pCt. aller Juden und 5,532 pCt. aller Christen, das 50, Lebensjahr von 15,769 pCt. aller Juden und 12,863 PCt. aller Christen erreicht. Tie soziale Lage der Juden dürfte hierfür ebenso ins Gewicht fallen, wie für die geringere Säuglingssterblichkeit bei den Juden im Vergleich mit der bei den Christen. Selbstmorde sind unter den Juden häufiger als unter den Christen. Es kommen im Durchschnitt der Jahre 1893/97 auf 100 000 Christen 31,17 Selbstmörder, auf 10U 000 Juden 36,50. Ruppin erklärt diese Erscheinung für die männlichen Juden aus der erheblichen Beschäftigung mit dem an Wechselfällen reichen, und mit Spekulationen eng verknüpften Handel. Was den Ueberschuh der Geburten über die Todesfälle anbelangt, so zeigt sich hier die Folge der Verringerung der Geburtenhäufigkeit bei den Juden besonders augenfällig. Im Jahrfünft 1878—1882 vermehrten sich die Juden jährlich um 12,79 aufs Tausend, 1893—97 nur um 7,52; bei den Christen stieg die Vermehrung von 14,29 auf 16,31 aufs TauMd. Auch in der Zahl der jüdischen Eheschließungen ist seit einem Menschenalter ein bemerkbarer Rückgang eingetreten. Die Anzahl der jüdischen Eheschließungen des Jahres 1875 ist bis zum Jahre 1899 nicht wieder erreicht worden. Die Folge davon ist, daß auf 1000 christliche Eheschließungen 1895—99 nur noch 9,49 jüdische Eheschließungen entfallen gegen 11,42 im Jahrfünft 1875—79. Die Zahl der Ehescheidungen hat in der Zeit 1890—96 auch bei den Juden stark zugenommen. Nach einer Berliner Zählung wurden 1895 und 1896 durchschnittlich 3,26 von 1000 jüdischen Ehepaaren geschieden, während von 1000 katholischen 3,35 und von 1000 evangelischen Ehepaaren 4,73 geschieden worden sind. Neue hessische Scsitzenlwürse. Ter Gesetzentwurf, die Wo hnungsfür sorge für Minderbemittelte betrefsend, hat jetzt von der Regierung eine umfangreiche Begründung auf seinen Weg erhalten, die klar uno einwanblos die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes darlegt. Es heißt darin u. tu, und man wird zugeben, daß auch diese Ausführungen durchaus zutreffend sind: „Je mehr hier wie auf anderen Gebieten der sozialen Fürsorge die zu ergreifenden Maßregeln den besonderen örtlichen Verhältnissen angepaßt werden, um so gewisser wird auf einen Erfolg und den Ausschluß von Mißgriffen zu rechnen fein. Wie die Stärke dieser Erwägung unverkennbar der vielfach angesrrebten reichsrechtlichen Regelung der Materie entgegepsteht, so hat sie auch den Kreis der- feniaen Fragen beschränkt, mit welchen der Entwurf sich befaßt. Er sieht aus diesem Grunde davon ab, einheitliche Grundsätze für eine kommunale Bodenpolitik im Sinne der Bekämpfung ungesunder Bodenspekulation aufzustellen und namentlich zu der Frage Stellung zu nehmen, rb und inwieweit im Gegensatz zur Abgabe von Baugelände zn. vfteHung von Wohnungen für Minderbemittelte für ■ r ferung der Wohnungsverhältnisse die Rechtt ' -5 eine besonders geeignete Form der 92r . . n tr 5 Er und besitzes der Gemeinden ist oder ob ' n c b:;..hingen nicht so sehr den Mietern, als dem Grundeigentümer zu gute kommt. Weiter war es ausgeschlossen, eine Verpflicht tu n g der Gemeinden zur Befreiung von Straßen- und Kanälkostcn oder zur eigenen Herstellung von Kleinwohnungen, sei cs für die niederen Beamten und Arbeiter der Gemeinden, fei es für andere Minderbemittelte, gesetzt lich auszusprechen und sich damit z. B. in der wiederum nur von den lokalen Verhältnissen abhängigen Frage festzulegcn, ob und in welchem Umfange einer örtlichen Wohnungsnot nicht zweckmäßiger im Wege einer Erleichterung und Verbilligung deS Vorortverkchris begegnet wird. Nicht minder glaubt sich der Entwurf einer Stellungnahme hinsichtlich des geeignetsten Systems für kleinere Wohnungen enthalten zu sollen, oic allen Anforderungen der Gesundheit und Sittlichkeit entsprechen. So erstrebenswert das Cottagesystem — Beschaffung von Wohnungen mit Gartenland für eine oder zwei F-amilien mit der Möglichkeit des Eigentumscrwerbs gegen allmähliche Abzahlung auch fein mag — so wird doch oic weitaus große Mehrzahl aller durch Beruf, Gewohnheit, Neigung oder sonstige Gründe an den Ort der Erwerbsquelle gefesselten Minderbemittelten auf eigentliche Mietwohnungen der eben bezeichneten Art angewiesen bleiben, bereit Herstellung in ausreichender Zahl die Maßregeln des Entwurfes in erster Linie sichern helfen wollen. Endlich fordert die Rücksicht aus den Staatskredit zur finanziellen Seite eines gesetzlichen Eingreifens in Hessen, daß der Staat nicht vorbehaltlos und im ganzen Umfange eines vorhandenen Bedürfnisses zur Hcrgabc der erforderlichen Mittel für verpflichtet erklärt wird. Eine solche Verpflichtung soll vielmehr nur insoweit bestehen, als einmal durch die der gäbe von Wohnungsdarlehen die sonstigen Zwecke der Landcs- kreditkasse nicht beeinträchtigt werden unb als außerdem bie Möglichkeit nicht vorhanden ist, diese Darlehen zu zweckentsprechenden Bedingungen anderweitig zu erhalten. In diesem Sinne kommt dem Inhalt des Entwurfes nur eine subsidiäre Tragweite zu; er will die kommunale Wohnungsfürsorge für Minderbemittelte nur in der Weise sichern, baß der Staat unter der Voraussetzung jederzcitiger Zulänglichkeit seiner eigenen Mittel eine Stetigkeit dieser Für- sorge im Falle jdes Versagens sonstiger Mittel zu ihrer Erl- füUung gewährleistet." Eine neue Regierungsvorlage betrifft die Errichtung von Irrenanstalten. Da diese Vorlage für uns Gießener ganz besonderes Interesse hat, werden wir sie morgen ausführlich wiedergeben. Deutsches Reich. Berlin, 10. April. Der Kaiser hörte heute die Vorträge des Obersten Wachs, des Kriegsministers von Goßler, des Chefs des Generalstabes Grafen Schliessen und des Chefs des Militärkabinetts, Grasen Hülsen- Häseler. — Ein hiesiges Lokalblatt schildert das Tagesleben des Reichskanzlers Grasen Bülow, und plaudert dabei auch von seiner Zeitungslektüre. Danach liest der Reichskanzler regelmäßig in extenso von Berliner Blättern die „Nationalzeitung"", die „Kreuzzeitung"", die „Freisinnige Zeitung", die „Deutsche Tageszeitung"" und den „Lokal- Anzeiger", von ausländischen den „Pariser Figaro"", die „Neue Freie Presse", den „Pester Lloyd" und den „Popolo Romano"". — Wegen der Aushebung des Jesuiten» gesetzes hat Gras Posadowsky bei seiner Rundreise zu sondieren versucht. Wie der „Volksztg."" von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, hat Württemberg eine entschieden ablehnende Antwort gegeben; es erklärte, daß es auch nicht den Aufenthalt eines preußischen Jesuiten in Württemberg dulden werde, ebenso verhielt sich der Großherzog von Baden. — Zur Begründung einer Berliner Ortsgruppe des Nationalen Reichswahlverbandes ist ein Ausschuß eingesetzt worden, dem 40 Herren aus Berlin und den Vororten beigetreten sind. Der Verband ist bekanntlich erst am 2. März begründet worden, unb zwar sofort mit einem Bestände von 131 Ortsgruppen. Er umfaßt zur Zeit schon etwa 4000 Vertrauensmänner, die sich auf alle preußischen Provinzen (mit Ausnahme von Ost- und Mestpreußen) sowie auf die drei Hansastädte, Oldenburg, die beiden Mecklenburg, Braunschweig, Anhalt, die thüringischen Staaten, Hessen und Baoen verteilen. Der Verband, der auf b:r Grundlage eines ausgeprägt nationalen Programms eine Zersplitterung der nationalen Parteien bei den Reichstagswahlen zu verhüten bezweckt, will nun auch in der Reichshauptstadt, namentlich aber in den Vororten, Zweigvereine zu organisieren versuchen. Ter in der Verhandlung am Mittwoch von an tisemitisch er Seite gemachte Versuch, auch antisemitische Forderungen in das Programm hineinzubringen, fand nicht die Zustimmung der Mehrzahl der Versammelten. München, 10. April. Ter Referent des Kultusetats, Domkapitular Tr. Schädler, verlangt in seinem Antrag an den Finanzausschuß eine Konfessionsstatistik der ordentlichen unb außerordentlichen Professoren, sowie der Privatdozcnten an jeder der drei Landesuniversitäten. Ausland. London, 10. April. Der „Central News" wird aus Shanghai depeschiert: In Ningpo ist ein Aufstand gegen die Europäer ausgebrochcn. Britische und zwei deutsche Kriegsschiffe laufen eiligst aus. Die Eingeborenen beschuldigen katholische Missionare, chinesischen Jungen die Augen a u 5 g c r i f j c n zu haben. Tie Situation ist ernst. Wien, 10. April. Die heutige Sitzung des Abge. vrdueLeuyauseS begann ruhig ohne sichtbare Erregung bei mäßigem Besuche. Im Einlaufe befindet sich die Interpellation Brade über die Bevorzugung tschechischer Gerichts beamten in Böhmen und eine Interpellation Pecek über die Germanisierung böhmischer Gerichte. Letzterer Abg. richtete sich scharf gegen den Justizminister. Der Zusatzantrag Ploy zur Ämsschußresolutiou betr. Staatsgewerbeschule in BudweiS, wird angenommen. Die Alldeutschen verließen vorher den Saal. Die Anhänger Wolffs protestierten lärmend gegen die Annullierung der Abstimmung, die Wolff als Blödsinn bezeichnete. Wolff verlas Resolutionen gegen eine tschechische Schule in Budweis, schrie und versuchte fast allein eine obstrub- tionistische Störung der Abstimmung. Die Ausstaudsbewegung in Belgien. Wegen der Einberufung der Milizklaffen von 1898 und 1899 herrscht in Brüssel auf sämtlichen Bahnhöfen größte Aufregung. Die meist in betrunkenem Zustande befindlichen Reservisten sangen revolutionäre Lieder. Es siyd die strengsten Maßregeln getroffen worden und ein Erlaß des Bürgermeisters verbietet Zusammenrottungen von mehr als 5 Personen. Die Sozialisten setzten trotzdem an den beiden letzten Abenden die Kundgebungen fort. Ein Zug oon 12—1500 " Demonstranten zog vom Volkshause durch die Straßen der Stadt und begab sich vor das Redaktionslokal des katholischen Blattes „Das 20. Jahrhundert"; sämtliche Fensterscheiben des Gebäudes wurden zerstört. Von dort begaben sich die Kundgeber nach dem katholischen Institut der Missionen, wo ebenfalls die Fensterscheiben durch Steinwürfe zertrümmert wurden. Alsdann kam es zu einem Zusammenstoß mit der Polizei, wobei 6 Personen durch Säbelhiebe schwer und etwa 20 leichter verletzt wurden, ein Polizeiagent erlitt schwere Verletzungen am Kopfe. Die Demonstranten zogen nun nach dem Nordbahnhofe. Drei sich ihnen entgegenstellende Polizeiagenten wurden umringt, verwundet und alsdann ihrer Waffen beraubt. Ein Polizist wurde durch den Mund geschossen, ein anderer erhielt einen Schuß in die Lunge. Drei Polizeiagenten flüchteten in ein Haus, dre Menge stürzte ihnen nach und als sie die Flüchtlinge nicht finden konnte, steckte sie das Haus in Brand. Einer der schwer verwundeten Polizeiagenten ist im Hospital gestorben. Der Generalrat der sozialistischen Partei hielt eine längere Sitzung ab. Die Debatte war sehr erregt. Sie befaßte sich mit Agitationsmitteln und besonders mit dem Generalausstand. Die Mitglieder der Partei leisteten einen Eid, völliges Geheimnis über die Beschlüße zu wahren. Die Deputierten forderten nach der Versammlung die Arbeiter auf, den Ausbruch des Ausstandes am nächsten Dienstag erfolgen zu lassen. Der Führer des sozialistischen Jugendbundes Volkert wird steckbrieflich verfolgt. Die gestrige Sitzung der Kammer, welche eigentlich über das Budget der Staatsschulden abstimmen sollte, war gänzlich von hin- und herfliegenden Schmähungen und Schimpfworten ausgefüllt. Als Woeste sich dem Ministerpräsidenten näherte, um mit ihm zu sprechen, begannen die Sozialisten gegen ihn zu brüllen. Der klerikale Delbeke rief, ihn hätten die Sozialisten in Antwerpen beinahe ermordet, dennoch ziehe er fast die Sozialisten den Liberalen vor, weil sie offen seien, während die Liberalen in der jetzigen Situation im Trüben fischen wollen. Darauf furchtbarer Tumult; Schimpfworte wie „Hund", „Jesuit", „Spitzel" fallen. Vandervelde erklärte, alle Mittel znr Verhinderung des Bürgerkriegs seien erschöpft, und dennoch, wenn ein Erfolg zu hoffen ist, sei er, der überzeugungstreue Republikaner, bereit, selbst das Letzte zu thun, und im Namen der Menschlichkeit den König aufzusuchen und ihn zu bitten, durch persönliche Einmischung ein Blutvergießen zu verhindern. (Großer Beifall links.) Vor dem Nordbahnhof in Brüssel wurden zwei Männer verhaftet, welche ein von den hervorragendsten Frauen der sozialisttschen Partei unterzeichnetes Manifest an die Soldaten verteilten. Es lautete: Wir bitten unsere Söhne, Brüder und Verlobten, die Forderung der zehn Gebote und des christlichen Gesetzes zu befolgen, welches Eure Mütter, Eure Lehrer und Geistlichen Euch gepredigt haben, und welches lautet: „Du sollst nicht töten!" Die Reservisten pro- testterten laut gegen diese Verhaftung und pfiffen ihre Vorgesetzten aus. Aus der Provinz werden wieder zwei weitere Attentate berichtet, eines in Haudeng-Aimeries, wo in einer Fabrik zwei Dynamitpatronen explodierten, jedoch ohne Schaden anzurichten, das andere fand in Worlanwelz statt und war gegen den Pfarrhof gerichtet. Auch hier wurde kein Schaden angerichtet. Die Ausstandsbewegung in der Provinz dehnt sich immer mehr aus. Zleöer die südafrikanische» Isriederisverhandluugcn liegen heute wichtige Nachrichten vor. Im englischen Unterhause erklärte am Donnerstag der Kriegsminister Brodrick: Lord Kitchener teilte mir mit, die Vertreter aus Transvaal, darunter Schalk Burger, Reitz, und Lucas Meyer trafen in Klerksdorp ein, wo Botha mit ihnen zusammentraf. Steijn, Dew et, Delarey und drei Mitglieder der Negierung des ehemaligen Oranje- sreistaats sind ebenfalls nach Klerksdorp gereist, wo sie gestern ankamen. (Beifall.) Von den Führern ist keine Mitteilung eingegangen, außer der bezüglich der Gewährung freien Geleits für die Teilnehmer an der Konferenz. Kolonialminister Chamberlain führt aus: Ich weiß nicht, ob das freie Geleit für einen abgegrenzten Zeitraum gewährt ist, es wird aber zweifellos so lange aufrecht erhalten bleiben, als die Verhandlungen fortschreiten. Am Schlüsse derselben würden die Abgesandten ermächtigt, jeder nach seinem Bezirk zurückzukehren. Black fragt, ob Schalk Burger und die anderen der Verbannung ausgesetzt wären, falls sie nach ihrer Rückkehr zu den Linien der Buren gefangen würden. Chamberlain erwidert, die Proklamation bleibe in Kraft. — An der Börse verlautete gestern gerüchtweise, daß in Klerksdorp auch eine Zusammenkunft der Burenführer mit englischen Bevollmächtigten stattgefunden habe, deren Ergebnis die Hoffnung auf baldigen Friedensschluß begründe. Eine Zigarrenfabrik in .Heidelberg teilt einen vom 3. April datierten Brief mit, den sie von einem ihrer Kunden in England erhalten hat, der zunächst meldet, daß die Bestellungen auf deutsche Zigarren irr den letzten Monaten aufgetzörck hätten, und dann wörllich bemerkt: „Unsere südafrikanischen Firmen berichten, daß infolge der unverantwortlichen Verleumdungen gegen die britische Armee seitens bei kontinentalen Presse, insbesondere der deutschen greife, deutsche Waren so- viel als möglich geooykottet werden. Das Militär konsumiert rur Zeit monatlich nicht weniger als drei Millionen mdische Zigarren geringerer Sorte, ein Handel, den wir früher in deutschen Zigarren machten, und obgleich wsir selbst bis zu einem gewissen Grade in dieser Sache die Leioenden sind, können wir doch den Boykott kontinentaler Waren nur für gerecht halten. Mit Ausnahme des Geschäfts mit dem Militär steht der Handel in Südafrika vollständig still, und Sie können gewiß nicht erwarten, daß der britische Soldat die Beleidigungen, die ihm von fetten der kontinentalen Nationen zu teil werden, ruhig hinnimmt und zugleich deren Maren benutzt. Es thut uns daher leid, daß wir für die nächste Zukunft keine Hoffnung auf irgend etwas wie ein großes Geschäft machen können, und verbleiben mittlerwelle rc." Aus Stadt und Zand. Gießen, 11. April 1902. I. I. K. K. H. H. der Großherzog und Prinz Heinrich von Preußen trafen gestern Mittag um 1,49 von Darmstadt kommend auf dem hiesigen Bahnhofe ein. Sie reisten mit Sonderzug nach Zell-Romrod weiter, um sich, wie uns aus Darmstadt gemeldet wurde, zur Auerhahnjagd zu begeben. Heute morgen 7.55 Uhr kamen die hohen Herrschaften mit Sonderzug von Zell-Romrod zurück und reisten mit dem V-Zug 76 um 8.02 vormittags nach Darmstadt weiter. * ) Erlaubniserteilung. Der Kaiser hat folgenden Personen die Erlaubnis zur Anlegung ihnen verliehener hessischer Ordensauszeichnungen erteilt und zwar des Großkreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem General- eutnant v. Palszieux, gen. Falconnet, Generaladjutanten des Großherzogs von Sachsen, und des Ritterkreuzes 1. Klasse desselben Ordens dem Hauptmann Grafen v. Sch lief f en, Flügeladjutanten des Großherzogs von Sachsen. — Der Großherzog hat den Mitgliedern des Zentralkomitees des Alice-Frauenvereins für die Krankenpflege im Großherzogtum Heffen: Elise Wittich, geb. Grandhomme, Kommerzienrat Friedrich Engelhard und Dr. med. David Bennighof in Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen vom Kaiser verliehenen Roten Kreuz-Medaille 3. Klasse erteilt. * * Ernennungen. Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Realschule zu Gießen Professor Dr. Pitz zum Direktor der Realschule zu Alsfeld mit Wirkung vorn 1. Mai an, den Bureaugehilfen Hartherz zu Darmstadt zum Bureau- und Registraturbeamten an der Großh. Technischen Hochschule, den Amtsgerichtsdiener Hansi in Lorsch zum Kanzleidiener am Landgericht der Provinz Starkenburg mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers und den Steuerauffeher Stauß zu Offenbach mit Wirkung vom 1. April an zum Kanzleigehilfen bei dem Erbschaftssteuecamt ernannt. * * Bahnhofsumbauten. Eine interessante Arbeit wurde gestern auf dem oberhessischen Personenbahnhof vorgenommen. Um Raum für das neue erste Gleis zu gewinnen, hat man die alte Holzhalle auf Rollen gestellt und den ziemlich langen Bau um ca. 2!/2 Meter nach der Seite des Main- Weser-Bahnhofes zu gerückt. Wir hören übrigens, daß an Stelle der Holzhalle eine eiserne Halle errichtet werden soll. *’ Carlschulz-Abend. Arn Samstag den 12. April giebt Hofopernsänger F. Carlschulz einen dritten und letzten fein- humoristischen Abend im „Hotel Schütz". Was Carlschulz zu leisten vermag, hat er an den beiden Abenden, die er hier schon auftrat, bewiesen. Nachstehend seien noch einige Sätze aus einer Kritik eines Marburger Blattes wiedergegeben. Dasselbe schreibt: Herr Carlschulz hat sich gestern mit seiner liebenswürdigen Kunst in die Herzen aller, die ihn hörten, hineingestohlen und wird sich darin behaupten. Im Anfang war die Haltung des Publikums reserviert, aber je weiter der Abend fortschrilt, desto wärmer wurde der Beifall, desw größer die bewundernde Anteilnahme, die wir an den Borträgen des Künstlers nahmen. Auf allen Gebieten ist Carlschulz anscheinend zu Haufe. Wie steht ihm der wichtiae, nervenerschütternde, dramatisch bewegte Ton zur Verfügung, welch amüsanter Plauderer ist er, wie fein versteht er die satirische Geißel zu schwingen. ** Büglers berühmtes Löwentheater giebt am Samstag und an den folgenden Tagen auf OswÄds- garten Vorstellungen. Die uns vorliegenden Berichte aus größeren Städten, in denen das Theater auscrat, lauten sehr günstig. So schreibt ein Blatt: „Die Vorstellungen übertreffen jedes Erwarten und erregen nicht selten Schaudern. Tie Dressur der Tiere ist ganz vorzüglich. Wir wollen nur den Ringkampf mit dem Löwen „Faust" erwähnen. Tie Leistungen der jüngsten Tierbändigerin sind großartig. Ein wildes Bild bietet die am Schluß stattsindende Löwen- und Bärenjagd. ** Die allgemeine Sterbekaffe Gießen hatte seit der Generalversammlung am 6. Dezember 1901 einen Zugang von 82 Mitgliedern zu verzeichnen. Der Verein zählt nunmehr 1065 Mitglieder. Durch diesen Zuwachs, der sich wohl im Laufe des Jahres noch erhöhen dürfte, wird der Verein in die angenehme Lage versetzt werden, das Sterbegeld — wie dies seither immer der Fall war — bei der nächsten Generalversammlung erhöhen zu können. Bei jedem Sterbefall eines Mitgliedes ist nur der geringe Betrag von 25 Pfennigen zu entrichten. Der Verein zahlt gegenwärtig ein Sterbegeld von 210 Mark; dieser Betrag kommt eintretenden Falls sofort zur Auszahlung. Anmeldungen zum Eintritt in die Kasse werden von den beiden Vorsitzenden, Schneidermeister Georg Pfaff und Schuhmachermeister H. Seidewand, sowie dem Rechner H. Bruchhäuser jederzeit entgegengenommen. Sitzung des Hessischen Landwirtschaftsrats. Am 8. ds. trat der Hessische Landwirtschaftsrat in Darmstadt zu einer Gesamtsitzung unter dem Vorsitze des Präsidenten Geh. Reg.- Rat Haas-Darmstadt zusammen. Zunächst wurde der Voranschlag des Landwirlschaftsrats pro 1903/04 nach dem vorliegenden Entwurf mit 48 336 Mk. 53 Pfg. rn Einnahmen und Ausgaben genehmigt. Es wurde weiterhin be- schlosfen, den dem Landtag zugegangenen Initiativantrag und Gesetzentwurf betr. die Errichtung einer Landwirtschafts- kammer für das Großherzogtum Hessen zunächst den Ausschüssen der lcmdw. Provinzialvereine zur Beratung und Beschlußfassung zu überweisen und alsdann erst im Landwirtschaftsrat unter Berücksichtigung der ihm zugegangenen Beschlüsie und Anträge der Provinzialoereme den Gegenstand in Beratung zu nehmen und Stellung zu fassen. Als Beitragsleistung zur Errichtung eines Denkmals für den verstorbenen Agrikulturchemiker Geh. Reg.-Rat M aercker-- Halle wurde die Stiftung von je 100 Mall seitens der drei landwillschaftlichen Provinzialvereine, also zusammen 300 Mark, in Aussicht genommen. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurde beschlossen, bei der Großh. Regierung die Inangriffnahme geeigneter Maßregeln zur B ckäm p fung lind Tilgung der Tuberkulose unter den Viehbeständen zu beantragen, so insbesondere die Einführung der obligatorischen Impfung der Gemeindebullen, die Beschränk-, ung der Seucheverbreitungsgefahr durch die ständige Vorschrift der Erhitzung der Magermilch und anderer Mollerei- abfälle, die systematische Tilgung der Tuberkulose in den Zuchtviehhöfen der Provinzialvereine u. a. Für bi? Führung und Herausgabe der Sim >n ent Haler Herdbücher wurden einheitliche Bestimmungen für das ganze Großherzog« tum beschloßen. Ferner wurde als Beitrag zur Stiftung eines Preises für die Erfindung eines Verfahrens, natürlichen Honig von künstlichem auf chemischem Wege zu unterscheiden, 100 Mark bewilligt. Mit Rücksicht auf das starke Ueberhandnehmen der Krähen, deren massenhaftes, empfindlich schädigendes Auftreten in den letzten Wintern wird die Regierung dringlichst ersucht, geeignete Maßregeln zur Vertilgung der Krähen, insbesondere Vernichtung der jungen Brut, durch die staatlichen und Gemeindeorgane zu veranlassen. Bübingen, 10. April. Von Lausanne, wo eben Fürst Bruno zu Ns en bürg und Büdingen weilt, wurde telegraphisch gemeldet, daß der Fürst dort von einem Schlaganfall hermgesucht worden ist. Die Nachricht erregt bei der Einwohnerschaft viel Teilnahme, da der Fürst sich hier großer Beliebtheit erfreut. Die Fürstin und der Erbprinz reisten sofort nach Lausanne ab. Vilbel, 10. April. Präsident Thome von der Eisens bahndirektion Frankfurt a. M. befuhr gestern in Begleitung einiger Regierungsvertreter die Strecke der künftigen Linie Vilbel-Stockheim. Die Herren kamen über Bergen hierher. Wie verlautet, soll die Bahn im nächsten Herbst endlich in Angriff genommen werden. Offenbach. 9. April. Daß unser Schiffsverkehr tetig wächst, beweisen die folgenden Zahlen: Es kamen im vergangenen Monat 161 Schiffe an, 13 aus Baden, 36 aus Bayern, 66 aus Hessen und 46 aus Preußen. Die Ladung betrug 181,716 Doppelzentner und bestand größten- eils aus Kohlen (64,350 D.-Z.), Steinen (53,257 D.-Z.), Kies (49,150 D.-Z.), Sand (11,415 D.-Z.), Stückgüter,. Nutzholz, Brennholz und Getreide waren geringere Mengen. Gegen den Monat Februar d. I. ist ein Mehr oon 89 Schiffen und 89,100 D.-Z. Ladung zu verzeichnen. Auch die finanziellen Erträgnisse weisen eine erfreuliche Steigerung auf; es gingen im Monat März an Hafengeldern Mk. 1449,99 ein, gegen denselben Monat des vorigen Jahres eine Mehrein- nahrne von Mk. 645,80. Erwähnenswert ift auch, daß im vergangenen Monat das größte Schiff hier einlief, das bis jetzt den Main befahren hat. Es hatte eine Länge von 85 Metern, eine Breite von 10,20 Metern und eine Ladefähigkeit von 33,00 Zentnern. Frankfurt a. M., 10. April. Der Direktor der Palmengarten-Refta uratio n, Eppler, ist in Haft genommen worden, und zwar auf Requisition der schweizerischen Behörden. Die Anzeige soll von einer in Zürich, wohnenden Dame aus-gegangen sein, lleber die Ursache der Festnahme gehen verschiedene Gerüchte; u. a. spricht man auch von Bigamie. — Nach Mitteilung des statistischen Amts» ist die Volks zahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung, wlizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Ueberschusses der Geburten über die Sterbe-- älle am 1. April mit rund 297 800 anzunehmen. § an au, 9. April. In der gestrigen Hauptversammlung des Hanauer Geschichtsvereins wurde mitgeteilt, daß die in der Gemarkung Eichen vorgenommenen Ausgrabungen das für die Forscher wichtige Ergebnis gezeitigt hätten, daß auch je nseitsder Nidderröm ischeNie- derlassungen gestanden haben. Zwischen Oberdorfelden und Kilianstädten wurde ein römisches Grab aufgedeckt. ** Kleine Mitteilungen aus Heffen und den Nachbarstaaten. In Wiesbaden entleibte sich durch einen Revolverschuß der Kaufmann Ernst Wolff, Inhaber der seit langen Jahren bestehenden Firma Ernst Wolf, L Co., Weingroßhandlung und Liqueurfabrik. Wolff, ein alter Herr, soll geloste Geschäftsverluste erlitten haben und dies der Grund des Selbstmordes sein. Vermischtes. * Berlin, 10. April. Große Güter-Diebstähle wurden dieser Tage auf dem Anhalter und Tempelhofer Bahnhofe oon der Polizei aufgedeckt. Vier Bahn arbeit er wurden verhaftet, die sich zum gemeinsamen Plündern von Warensendungen verbunden hatten. Sie schnitten von den Wagen die Bleisiegel ab, erbrachen Kisten und Körbe und nahmen, was sie nur bekommen konnten. Bitterfeld, 10. April. In der chemischen Fabrik Elektron explodierte eine Flasche mit Wasserstoffgas. Zwei Arbeiter wurden getötet, 2 schwer, 2 leichter velletzt. Gerichtssaal. Butzbach, 10. April. Ein Metzger, welcher seiner Fleischwurst Stärkemehl zugesetzt und dieses Fabrikat verkauft hatte, ohne die Abnehmer von den zur Anwendung gekommenen Bindemittel in Kenntnis zu setzen, wurde in der letzten Schöffengerichts- sitzung wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- g e s e tz zu 50 Mk. Geldstrafe verurteilt. Leipzig, 10. April. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs der „Volksstimme^ in Frankfiirt a. M., Dr. >-uarck, der am 13. November vom dortigen Laudgellcht wegen Beleidigung des ostasiatischen.Expeditionskorps, begangen durch Veröffentlichung der sogenamiten Hunnenbriefe zu drei Wochen Gefängnis verurteilt war. München, 9. April. Das Landgericht verilrteille den inzwischen abgesetzten Pfarrer u n d D i st r i t t s s ch u l i n s p e k tor Gras von Oberalting wegen fünf Verbrechen gegen d i e Sittlichkeit, verübt an Schulmädchen, die er in den Pfarr- hof oder in die Kirche gerufen hatte, in einem Falle im Kom- mumonunterricht, zu 2'/, Jahren Gefängnis und sprach ihn Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. 2123 Gegen Schurrpfen hilft Forman. Etablissement allerersten Ranges. 758 Tendenz: fest. 77*5 Dividende von 6 Prozent in Anschlag 311 bringen. 101.10 100.80 43.60 28.55 37«% 3% 3'/,°/o 3% 872% 111.20 44.00 Hof-Möbelfabrik und Kunstsohreinerei von Ludwig Alter in Darmstadt. . 101.80 . 92.10 . 101.80 . 92.05 . 100.20 8% Mexikaner , . 472% Chinesen . , Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . Reichsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen . 26.30 . 90.40 . 106.75 21L50 . 190.00 . 137.30 . 138.70 . 152.30 . 142.70 . 18.30 . 167.50 . 201.50 . 195.30 . 166.50 3% Hessen 4% Oesterr. Goldretne . . 47a% Oesterr. Öilberrento 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 47,26 Portugiesen . . . ä% Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose 4% Griech. Monopol.-Anl. 47,26 äussere Argentiner Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. 2L.. 11. April 1902. Grossh. Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant. Permanente Ausstellung von 120 Zimmer-Einrichtungen Auf Wunsch kostenlose Unterbreitung meiner Haupt-Kollektion. Hochfeine, stilvolle Einrichtungen Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Landwirtschaft. Petersburg, 9. April. Der „Regierungsbote' veröffentlicht die vom Kaiser bestätigten Beschlüße einer besonderen Konferenz, betreffend die Bedürfnisse der landwirtschaftlichen $ iv dustrie. Danach werden in den Gouvernements imb Kreisen Lokal-Komitees errichtet, die Berichte an die Konferenz einzusenden haben. süddeutschen Bahiwerwaltur^en ist cb Aeümger^ gantz ech^-' liche Verbesserungen der wcstöstlichen und ostweslücherr über die Strecke Mühlacker-Stuttgart-Ulm lausenden Schnellzüge einzusühren. Ein Teil der bisherigen be- schleunigten Personenzüge sowie der bisherigen Schnellzüge wird im neuen Fahrplan mit der Bezeichnung .Eilzug' erscheinen. Bei diesen Zügen wird ein SchnellzugszuschlaA nicht erhoben. 7- Die schweizerische Bahn wird in diesem Fahre zum ersten Male die Sommerfahrpläne uuLj die deutschen und österreichischen Bahnen am 1. Mai ein- führen. . London, 11. April. „Reuter" meldet aus Pretoria vom 9. April: Die kombinierten Operationen im Oranje- freistaat stnd soeben beendet worden. Lie erstrecken stch von Westen nach Osten über den nordöstlichen Distrikt des Oranjefteistaates. Es wurden 60 Gefangene gemacht und eine erhebliche Menge Vorräte erbeutet. London, 11. April. „Daily Mail" meldet auS Pretoria: Die einzige Bedingung, aus die England einen besonderen Wert bei Beratung der Friedensverhandlungen legt, ist die Aufgabe der Unabhängigkeit sowie die Auslieferung der Waffen. Die übrigen Fragen werden Gegenstand einer leichten Verständigung sein. Das Blatt fügt hinzu, wenn die Buren diesmal aufrichtig sind, und wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, so ist nicht jede Hoffnung auf Erfolg der Produktion aufs allerempfindlichste zu treffen, und in maßgebenden I Kreisen hat sich diese Ausfassung längst zu ihrem Recht verhalfen. Es war kein Zufall, daß sich das Drängen nach emer geschlossenen Wahrnehmung der gcmeinsamenJntereffen der industriellen Syndikate am lautesten 'tm Schoß des Zentralverbandcs deutscher Industrieller regte. Tas Tirektorium des Zentralverbandes hat sich schon vor geraumer Zeit aus gründ einer umfangreichen Denkschrift eingehend mit der Sache beschäftigt und in einem Rundschreiben bei allen bedeutenderen deutschen Syndikaten angefragt, ob sie geneigt wären, -sich an einer Konferenz zur Beratung der Frage zu beteiligen. Nachdem auch nicht eine einzige Absage erfolgte, sondern sich in | vielen Kreisen die lebhafte Zustimmung äußerte, soll, wie die ge-1 nannte Quelle meldet, die Konferenz gegenwärtig tagen. Man darf also auf Beschlüsfe gefaßt und wird jedeirfalls darauf gespannt sem. — Im übrigen scheint das ganze Konserenzproiekt ziemlich geheim geilten worden zu sein, denn wir haben in den Tagesblattern bis jetzt keine nähere Verlautbarung darüber gefunden. — A. Schaaffhausenschcr Bankverein und Pfälzische Bank. Aus den längeren sachlichen Ausführungen eines Finanzblattes geht hervor, daß die Meldung von der geschaffenen „Jrtter- essengemcinschast" zwischen den beiden Banken doch nur so aufzu- foffen sei, daß dies nur ein e r st e r Anknüpfungspunkt ist, von dem aus eine weitere Annäherung der Pfälzischen Bank an das Kölner Institut bis zur völligen Verschmelzung angebahnt werden dürfte. Wenn heule gesagt wird, daß eine derartige Absicht nicht besteht und daß die Pfälzische Bank ihre Unabhängigkeit sich bewahren wolle, so ist nach Ansicht Berliner Bankkreise nicht allzuviel darauf zu geben. Ter Schaaffhausensche Bankverein will offenbar schrittweise vorgehen und nicht mit einem Schlage das ganze sehr ausgedehnte Geschäft der Pfälzischen Bank erwerben, in welchem Falle er das eigene Aktienkapital sofort hätte um einen namhaften Betrag erhöhen müssen, wozu die Gelegenheit bei der niedrigen Dividende öcy Jahres 1901 schlecht gewählt gewesen wäre. Tie ganze Transaktion macht den Eindruck, daß es mit der Uebernahme des Restbestandes der jungen Psälzischen Bankaktien nicht sein Bewenden Haden und daß die Annäherung schon in der Kürze weitere Fort- ... T." zu der Annahme, I Haus, ein fünfstöckiger Fabrtkbau, steht in Hellen Flammen, schwärzer darstellt, als ^em Gebäude befindet sich eine Kammfabrik, eine Tischlerei on h»A mxfcorKnth das Feuer reichliche Nahrung fand. Die an- • »eX&XSSä,! mitte gelten als g-sahrder. Man spricht auch abgelaufene Geschäftsjahr bei der nächsten Gencralversammlug eine davon, daß Menschenopfer zu beklagen find. ~ 7 r" » I Stuttgart, 11. April. Den Bemühungen der württem- > bergischen Eisenbahn-Verwaltung im Verein mit den übrigen Verhandlungen verloren. Brüssel, 11. SLpriL Nach der Versammlung vor dem Nolkshause durchzogen gestern abend große Scharen die Stadt iiadj allen Richtungen. Ein ^rripp, der in den Vorort S-chärbeck einzuoringen snchte, wurde von der Bürgergarbe mit gefälltem Bajonett daran gehindert. Auf der Plaee Rouppe fand ein Zusammenstoß der Menge mit der Polizei statt, wobei mehrere Revolverschüsfe geivechselt und einige Verhaftungen vorgenommen wurden. Auch bei der Avenue Louise kam es zu Thätlichreiteu, wobei mehrere Personen Verlegungen erlitten. Die Polizei trieb die Menge auseinander, welche sich vor der Synagoge wieder versammelte, jedoch abermals wieder zerstreut wurde. An vielen Häusern int Zentrum der Stadt, darunter am Palast des Senators Merode, wurden sämtliche Scheiben zertrümmert. Besonders hefttg war der Zu-, sammenstoh in der Rue Minimes in der Myc des Volks- Hauses und vor demselben, wo beiderseits mehr als zehn Schüsse fielen und die Menge und die Polizei handgemenr wurden, lieber 30 Verwundete, darunter Frauen und Kür- der, wurden in dem, in ein Lazarett um gewandelten Volkshause untergebracht, und die anderen in die Krankenhäuser oder auf die Polizeibureaus geschafft. Als ixte Menge die Straße zu verbarrikadieren suchte, machte dio Gendarmerie vom Bajprmet Gebrauch, wobei sie mit Steinwürfen empfangen wurde. Mitternachts schien das! Stadtviertel, wo das Volkshaus liegt, in voller Re-i volution zu sein. Man hatte die Schienen der Stra.ßeu-1 bahn losgelöst, und eine Barrikade vor dem Volkshanse errichtet. Nach wiederholten Bemühungen gelang, es der Polizei, die Straßen beim Volkshaus, wohin viele geflüchtet waren, zu säubern. Um 1 Uhr früh schien bie Ruhe wieder hergestellt zu sein. Die klerikalen und lrbe-. raten Blätter schreiben mit Empörung gegen die uuwurtch gen Ausschreitungen in den letzten Tagen. Brüssel, 11. April. Bei der Wiederherstellung der Ordnung vor dem Volkshause wurde die Polizei durch Gendarmerie und Jägerkompagnien unterstützt. Als der Befehl gegeben wurde, das Volkshaus mit Gewalt zu säubern, erboten sich die Führer der Sozialisten, dtes auf friedlichem? Wege zu bewirken. Gleich darauf herrschte Ruhe. Bulawayo, 11. April. Die Leiche Cecil RhodeS wurde gestern unter zahlreicher Beteiligung von Europäern^ und Eingeborenen auf dem Gipfel des Matoppo bestattet. Merksdorp, 9. April. Gegen 11 Uhr morgens kamen unter Parlamentär flagge Vorposten mit der Meldung hier an, Steyn, Dewet und Delarey wünschten in die Stadt zu kommen. Ein Offizier wurde mit Eskorte aus» gesandt. Gegen Mittag langten die drei Bnrenführer zu Wagen mit ihrem Stabe au. Die Vertreter des Oranje» staats erhielten Quartier in der alten Stadt, während stch 2W larey mit den Vertretern Transvaals nach der neuen Stadt begab. Die Vertreter beider Staaten werden angemeffen bewacht. Verständigung zwischen den beiden Regierungen ist gestattet. Für die Zusammenkunft ist zwischen beidenStadtteUen eiu Zelk errichtet. Berlin, 11. April. An den Staötverordnetenvorsteher Dr. Langerhans ist gestern vormittag ein Brief gelangt, der mit dem Namen Kaufs mann unterzeichnet war. Tas Schreiben rührt nicht von der Hand Kaufs- ichritte machen werde. ' l manns her. Ter Unterzeichner des Schreibens v er- Lchuckcrt-Gcsellschaft. Diese Gesellschaft wird in Warschau zichtet auf seine „Kandidatur", wahrend Kausf- eine Zelitralstation zur Herstellung elektrischer Kraft und Beleuch-1 mann selbst sich stets und auf das entschiedenste als ge- tung errichten. Tie Entwürfe sind dem Magistrat in Warschau wählten, wenn auch von der Regierung nicht bestatrgten bereits vorgelegt und es soll mit den. Arbeiten begonnen roerben, Sürqenneifter bezeichnete. In einem großen Greife von sobald der Magistrat die Vorlagen bestätigt hat. Stadtverordneten wird angenommen, daß, wennKäusfrnann Ungarische Konversion. Das Abgeordnetenhaus hat die- < Kenntnisnahme des Inhalts den Bries thatsächlich ungarische Konversion angenommen. Der Uebernahmekur^s der wranraw j Zustande schwerer Ge- "°U°N jyropronenrente bewert stch auf 95 Proz. und °,n Bruch- U°terlchrr-den hyat, Tas ^reiben eines Bcraisch-Märkische Bank. Tie Generalversammlung hat sachverständigen Arztes lag^dem Briese bei, in dem der die Tividende von 8'/, Prozent genehmigt; desgleichen die Kapital- Arzt erklärt, daß der ^tadtverordnetenvorsteher das erhöhung um 47» Prozent. I Schriftstück nach Empfang ad acta legen soll. Weiter teilt Bom Kohlenmarkt. Im 1. Quartal 1902 beträgt die der Arzt mit, daß Kausfrnann in wenigen Tagen in einem Minderförderung des Kohlenfyndikats mchr weniger als 3030406 offenen" Sanatorium untergebracht werden dürste. Tonnen oder 21.13 Prozent gegen 8.60 Prozent tm Vorjahr Dte " " n April. In der Wiener Straße fit heute Minderförderung war noch niemals fo hoch und zeigt deutlich die 'ÜCtu“' ’ 71 r roHen. Das hinter tert hat. Nichtsdestoweniger gelangt das„B.T." zu der Annahme.'' ' daß die „Rhem. Westf. Ztg.' die Lage noch sä r sie ist und damit die Absicht verfolgt, Zechen, die außerhalb des Syndikats stehen, in dasselbe hineinzudrangen. Bekanntmachung. Die Stelle des besoldeten Beigeordneten der Stadt Gieße» ist wegen Rücktritt des bisherigen Inhabers m den Staatsdienst — auf die Tauer von 12 Jahren neu zu besetzem Tas Gehalt beträgt jährlich 4500 Mark, steigend von 3 M 3 Jahren um je 500 Mark. Etwaige Vordlenstzett tm Staats- oder Gemeindedienst kann bei Bemessung des ^nfangsgehaltes be- rücksichtigt werden. Ruhegehalt, Wittwen- und Walsenversorgung sind wie bei höheren Staatsbeamten geregelt. Bewerber, welche die Besähigung zum höheren Verwalttmgs- dienst oder zum Richteramt in Hessen besitzen, roollen ihre Meldungen mit kurzem Lebenslauf imb Zeugnisabschriften bis zum 27. d. Mts. an unterzeichnete Stelle gelangen taffen. Gießen, den 11. April 1902. 292? .Großherzogliche Bürgermeifterei Gießen. Mecum. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sorrntaa Miserico rdias-D om ini, don 13. April. Gottesdienst. In der Ttadtkirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrassistent Vogt. Vormittags 11 Uhr: Militäraottesdienst. Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde. Pfarrer Dr. Grein. Die Kinderkirche der Maühäusgemeinde sowie die Vorbereitung dazu fallen aus. In der Johannesttrchc. Vormittags 97, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- gemeindc. Pfarrer Dr. Naumann. in sechs weiter eit Fällen frei, ßamattert wurde auch, daß fern Verkehr mit Lehrerizu allerlei Vermutunaen Anlaß gab. Der Angeklagte suchte mit Ausnahme emes Falles bte Vorgänge als unichuldig darzustellen. Als Gefitticher war er allge- ^^"Landau L Pf., 9. April. In heutiger Strastammersitzung wurde der B ü r g e r m e i st e r I a k o b G ck e r von Sckaidt zu einem Jahr drei Monate Gefängnis verurteilt, weu er als Kassier der Molkereigenoffenschaft Schaidt den Betrag von 2356 Mk. unterschlagen^ und bei dem von chm betriebenen Holzhandel Wechsel gefälscht hat. Wien, 10.April. Im Hazardspielerprozeß des Jockey- kl ubs verurteilte das Bezirksgericht Josephstadt alle Angeklagten, nämlich Nikolaus de Szemere, Graf Joseph Potockr, Graf Lours Trautmannsdorff, Baron Helfried Kaiserstein, die Markgrafen Alfons und Bela Pallavicini, Bezirkskommissar Baron Gzekelu^-skwsenseld, Rennstallbesitzer Arthur Tränkei, Grubenbesitzer Graf Adam Skrzynski, Nennstallbesitzer Andor von Pechy: Graf Eugen Kmsky, au ie 1000 Kronen Geldstrafe, im Nichteinbringungsfalle zu 48 Stunden Arrest. Potocki, Szemere und Pechy mürben aus Oesterreich ausgewiesen. - Tas Lyndikatswescn in Deutschland. Angesichts dessen, ^driffalTlYliir irfltpll paß mancherorts verlautet, daß das ^Rheimsch-Westfalifche Kohlen- glUJ lUJILlU syndikat" .m Begriff sei, aus dem Leim r» gehen.dürfte es mter> Red Star Linie' Antwerpen. Gionenb*Ä De- Postdamps« .V°d°-l°nd- de- Red Sta-LI»!°- in und ca. 220 au\ die Produkton entfallen. Schoii lange reifte in Antwerpen ist laut Telegramm am 7. April wohlbehalten m industriellen Syndikatskreiseii das Beivußtsein heran, daß alle solche I New-Pork angekommen. Qin» in 9fnf> Vereinigungen, mögen sich auch im einzelnen ihre Interessen gegen- Der Postdanrpfer ,Pennlaich der Red ^tar -ine hi Jnt überstehen, doch and) ein solches Maß von gemeinsamen Interessen werpen, fit laut Telegramm am 9. April wohlbehalten m Newyork hatten, daß es ein Gebot der Stotwendigkeit sei, sich zu einer Organi- angekommen. sation derselben zusaniinenzuschließen. 80 Syndikate der Metall- ---------- . -——------ K Inbuftric, 40 aus dem Gebiet von Glas, Stemen und Erden, 30 m dßrWfkllßtn ßtt Ne0aKN0N. ber diemffdien Jiidiistrie, 20 in der Textilindustrie und je 10 in der I r > ® , Kohleuindiistrie, Nahrungsmitteliichustrie und Papierindustrie, so- (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt. wie einige Heinere Gruppen in anderen Industriezweigen legenI B. Man befördert die Erweichung^des Gerstenkorns und Zeugnis davon ab, daß das Bedürfnis der Syndizierung I beschleunigt den Aufbruch des Geschwüres durch halbstündlich allenthalben da ein allgemeines ist, wo die Produktion sich nicht iii wiederhotte warme Brei-Umschläge von Semmel mit Mllch. Auch unzählige Spzialitäten spaltet, wie etwa bei Wollwebereien, sonoern l die Schmerzen werden dadurch bedeutend gemildert. Ist die auf eine gleichartige Mafsenerzeugung ausgeht. Daß diese neue Rötung und Schwellung erst im Entstehen begriffen, so wende man Wirtschaftsform, welcher bereits em festbegründetes Heimatrecht in falte Wasserumschläge mit einem weichen Leinwandläppchen an. dem heutigen Weltwirtschaftssystem zukommt, sich nicht ohne weiteres I Das Gerstenkorn kehrt gern wieder, ja in mancher Fällen folgt ein von der Tafel der Zeit wegwischen läßt und daß ihre Vertreter auch Gerstenkorrr dem andren, und es enfiteht dadurch ein langwieriges, gar nicht gewannen sind, sie sich auf irgend welchem Wege ver-1 das Gesicht verunstaltendes Leiden, namentlich in den Entwick- fümmern zu lassen, sollte jedem klar fein, der von unserem nationalen lungsjahren treten solche Rückfälle ein, dann ist vor allem eine Wirtschaftsleben mehr sieht als die Oberfläche, schreiben die „Berl. fäfteremigende Kur und reizlose Diät, die mehr in Obst, Gemüse, Pol. Olachrichten" und fahren fort: Niemand kann heute mehr an Milch und Eiern, als in Fleischgenuß besteht, nötig dazu, täglich das Syndikatsweseii die Hand legen, ohne unsere gesamte nationale fleißig Bewegung in frischer, freier Luft. Dadurch heilen auch •- " u" ' ■■ :---i hartnäckig eingetrocknete Gerstenkörner; natürlich muß man auch die Ursachen vermeiden, welche die Entstehung des Leidens begünstigen. Hierzii gehören der Aufenthatt in heißer, trockener oder mit Staub, Tabakqualm sowie Gasen verunreinigter Luft, ferner alle Unmäßigkeiten im Trinken zc. KuÄÄ aSe n G-ttk-di°nst in de- Synagoge, Sndanlage. ist demselben die Bilanz zu dem statuarisch vorgeschriebeneii 4.er- Israelitische Religionsgemeinde, mm nicht vorgelegt worden und das nut der Aufstellung derselben Samstag, den 12. Apnl 1902. beschäftigte Vorstandsmitglied nicht anwesend. 9lach den Vorbe- Vorabend: 6" Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. reitungsarbeiten, die heute dem Aufstchtsrat vorgeleat wurden, Sabbachausqanq: 8°‘ Uhr. jedoch ein endgilttges Resultat noch nicht gewahren, scheint das -------- S±c'„s»„günstige-,u fein, als b.she- an- d-ttr-dimst kr i-raelitischen Z-ligion-gesellschafi. Eisen, 10. April. Der „Rhein. Westf. Ztg." zufolge, betrug Sabbachfeier am 12. April 1902. bet dem Kohlensyndikat für das 1. Quartal 1902 bte I Freitag abend 6". Samstag vormittag 830. Nachmittag 4°°. Minderförderung 21.13 Prozent gegen 8.60 im 1. Quartal 1901 Sabbathausgang 806. bcinj. 14.57 im 4. Quartal 1901. Seit dem Bestehen des Wochengottesdienst: morgens 6^ Uhr, abends 6^° Uhr. Kohlenfyndikats ist dies die größte Minderförderung in einem ------- ^""Königsberg, 9. Slpril. Die ©tabto er ordneten haben gestern ©amStag d^l^Ap^ll das Ang°d°.,d°- Deutsche« Bank und^»°n,°-t-n au,. u^e-nahme ^°m^t a g^°>. 1 lim 8 UH-: Gelegenheit zu- einer neuen toerte ber ötabtanletffe von iuui tm -oeiragei •- a bell. Beicht «°n b Millionen Mark angenommen, S ° n n t a g den 13, April. Hamburg, 10. April. Die „H. B.-H. meldet. In der Auf-I 2. Sonntag nach Ostern. sichtsratssitzung der Bank für Chile und Deutschland rouräe Zmittags von 6'/« Uhr an: Gelegenhett zur heil. Beicht, beschlossen, der auf den 9. Mai emzuberusenden Generalver- um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, fammlung, eine Dividende von 7 Prozent rote tm Vorjahre vor- vor und in derselben Austeilmtg der heil. Korn- zuschlagen. c. I munion. Ncw-York, 9. April. Nach dem ,,Jron Age" schlossen bte 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. bauptintereffenten des Metallkurzwaren-Großhandels der Verein. I 97, Uhr: Hochamt mit Predigt. Staaten sich zusammen. Die Vereinigung reprasenttert em Kapital I um 27, Uhr: Andacht. von 120 Mill. Doll. ' > - -- — " — Bekanntmachung, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß vom 1 April 1902 bis dahin 1903 der südöstlich der Straße von Frankfurt nach Marburg gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Keil, und der nordwestlich dieser Straße gelegene Stadtteil dem Kaminfeger Zwesch zugewiesen worden ift. Gießen, den 7. April 1902. 2926 .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Danksagung Geschwister Kerndt teil Dießen, den 11. April 1902. 2935 Versteigerung. 15tädt. Schlachthaus Montag den 14. d. Mts., I RrctbfltiL nachmittags 2 Uhr, versteigere . ich dahier im Otto Luft'schen VkUte ituö morgen: fa.mtas" Wen erlernen. 2909 Caf« Ebel. 2910 Tüchtiger 1666] Für einen 18^ährigen 2914 Mulch, Pfandmeister. —------■ .r - -£u-“cr -l.rugelyoger, '^Ilerweq Baer, Große Dlühtgaffe 38. Sieuenweg 2 fata-GeelWt jiotri-ömnihv; immer mit Stab. ammslraße 26. 2932 unt Nr. 01569 an die Exped. 1616] Schon, groß. möbL Zirn- ^chön möbliertes Zimmer zu vermieten. Ebelstr. 23, II. 2792 «aÄMfuNheetdiiiÄMtafc ■RACT^ N Nur ächt mit ««« Im Stricken ^t’lüu MaHfl kl (fcme ü°Ztmmer-Wohuuug fo fort zu vermieten. 2639 SctterSweg 62. ^Mansarde an ruh.Leute zu oenn. 2704 Südaulagc 10. Güdanlage 10. Lxpedition dieses Blattes. WWUUK WerWedelles Zu vermieten Wietgriuchr Beachten Sie meine Schaufenster. Beachten Sie meine Schaufenster. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verlust unserer innigst geliebten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank 2872] Unmöbliertes Zimmer auf 15. April oder 1. Mai zü vermieten. Stephanstraße 12. ^Neueste Erfindung öbliertes Zimmer zu verm. ^'01418 Bahnhofstraße 23, Hl. ein Zimmer zu vermieten. 27zO Wolkengasse 24. 1877. Saison-Eröffnung unb ei» Lehrling sofort gesucht. 2829 Cafe Ebel. (ßnt möbliertes Zimmer zu ver- mieten. Stirchftr. 13, 1 Tr. H. putzt besser als jedes andere Putzmittel. | I ■ILL 1U ■■ ■ !■______ ____ 1894 £ ich dahier im Otto Luft'schen Saale — Neuenweg 28 — gegen Barzahlung ein gut chaltcnes,ftii ncncs M M Geschwe Bügler, Pferde zum Schlachten werden stets augekauft. u.Anstricken von Strümpfen empfehle ich mich ange'eg-nürchst Grösste Auswahl in Neuheiten für Damen, Herren und Kinder in schwarz, braun, rot, Kalbleder Box-Calf, Chevreaux etc. in allen Formen und Weiten. .«.«Äiü.9... I Stall toslritirei I! ucht- Adr. zur schnsttz Bewerb. bei der Exped. zu erfr. 2710 TicnMnöchcn gejllHt. Frankfurterstr. 32 (Weglarerw.)pt. Eine frischmelkende Ziege zu kaufen gesucht. 01575 Schiffeubergerweg 58. Es ist kein Schuh - Geschäft im Stande gleiche Ware billiger abgeben zu können und leiste für jedes Paar Garantie. Gichn, LMM Arten sind eingetroffen Geschw. Bügler mit ihren gut dressierten Königs-Löwen Jacken Schürzen tt. werden zu sehr billigen Preisen abgegeben. Robert Stuhl, 23 Neustadt 23. Setzerlehrling Sfliwi SuZ" bä 2923 Augenklinik, i Grünbergerstratze 17. f£*iit möbliertes, schönes Zimmer zu vermieten. 2653 I. H. Fuhr, ^onnenstraße 25. an Haafenstein & Bögler, A.-G., r Bekanrttmuchuug. 3n das hiesige Handelsregister wurde heute bezüglich der Firma „Carl Bieler" zu Gießen eingetragen: Der Ehefrau Minna Bieler, geb. Wallenfels, ist Prokura erteilt. Gießen, den 10. April 1902. 2916 ________________Grosiherzogliches Amtsgericht. (Leitern ein grauer Spitzhuud zugelaufen. Derselbe kann gegen Jnseratgebühren und Futtergeld abgeholt werden. 01567 H. Bernhardt, Klein-Linden. billig zu verkaufen. 2917 __Vh-H Triesch, Herborn. Achöue Parterre-Wohnung per 1. Julr zu vermieten. 2635 Alicestraße 19. Näheres auf dem itontor daselbst. ^>ie Beletage meines Hauses,! ckt. öbliertes Zimmer zu verm. elegante 8-Zim,nerwohnung Seltersweg 81, Nebenhaus. entsprE^nd^^einaerirbt?t ^-Uieit 1616] Schön, groß. mobt Zim- zu vermieten. Näheres 2371 -lliccstraße 23. Part. Hotel Schützlö Samstag bett 12. April, abends 8 /< Uhr: Letzter seiu-humonftischer 25000 Mark im ganzen ober geteilt aus erste Hypothek auszuleihen. Offerten unter 2908 an die Exped. d. Bl. Allein-Verkauf der berühmten Fabrikate 0. Herz & Co., A.-G. | Billige Preise. ,938 Gute Bedienung. Ebelftratze 3 ist der 3. Stock sofort zu verm. Näheres Seltersweg 24. 2844 Junges Ehepaar sucht per 1. Ium schöne 4-Zimmerwohtt- Uttg. Offerten mit Preisangabe unter K b 01537 an die Exped. 2918] Eine alte, deutsche renomrn. Versich.-Aktien--Ges. sucht für die Uüflill-, ßastpjlicht- Uiiö Einbroch-Iiebstiihl-BttU.- Branchen bei hohen Bezügen tüchtige Vertreter. Gest. Offerten erbeten unter F. P. B 6672 an Rudolf Moste, Fran kfurt a. M.____________ MhmßchmH. Eine ältere, solide Gesellschaft sucht einen tüchtigen Rerfe- be amten (Fachmann) unter besten Bedingungen. Auch finden Vertreter jederzeit Anstellung. Gest. Offerten unter V K 22« Student sucht lustiges, schön - , mobltertes Zrrnrner (evtl, zwei) M eletage per 1. Jult ob. früher in feinerer Lage der Stabt. s" vermieten. 27031 Offerten umer Nr. 2921 an K Bin PjerS unter zwei die Wahl, zu verkaufen. Bäcker Klingclhöffer, Asterweg | Kaufen Sie Ihre Schuhe und Stiesel | im Schuhwaarenhaus von Marktstrasse 9 L. Süss Wettergasse j ^GLOBUS-zir^ PUTZ- Alleiniger --- ^abrlkahi 2801] Logis, 2 große Zimmer und ebenso Küche, 1. Stock nach hinten, zu verm. Marktplatz 17. 2854] Fretmdl., klemere Wohn- ung per 1. Alai zu vermieten. ^>läheres Mäusburg 4._____ Moltkeftraße 2 ist eine eleg. 6-Zimmerwohn. per 1. Juli zu v. 1838 Max Stahlberg. ^hür 1—2 einzelne ruhige Leute O 2—3-Ziminer-Wohnung in meinem Öieubau zu vermieten. 2930] Aus sofort em braves Mädchen ob. alleinstehende Frau zur Aushilfe bis Pfingsten aesucht. Näheres Nordanlage 38, 1. MM sofort ein Lausmädchen ge-- sucht. Ebelsttaße 23, pari. NWr N*»* la. verzinkte Wafchtöpfe m Küche i. 2. Stock, Grunderger. Sptt o-anneu straffe, per 1. Juli zu vermieten. Waschc-Leiucn "W: Offert. u. 2305 an die Expedition. rO^uL^mbSOje^ u.Abchor,A.^ WiHttttA 2590 Uanstmaun Cie. w wB*vv, V1571] Laufsrau od.Laufmädchen Frankfurt a. M. 28891 gegen guten Lohn gejucht. Weferstraße 3, I. junges, ordentl. Alädchen für V kl. Haush. alsb. gejucht. Näh. d. Frau Bärrn, Leujelslustgärtch. 2763] Ein ordentliches Mädchen für Hausarbeit gesucht. ________ arten. 01562] Suche ein zuverlässiges, in Küche und Hausarbeit erfahrenes Mädchen gegen hohen Lohn. Frau Prof. Zimmermann, Bahnhofstraße 42. ■ Wschch-Abenis ■ — unt. Mitwirkg. der Pianistin EPeamna. Dasselbe kann von heute au dortselbst probiert werden. NB. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 2931 Gießen, den 11. April 1902. Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Freitag den 25. und Samstag den 20. d. Mts., nachmittags 2 Uhr ansangend, versteigere ich im Pfandlokal, Seltersweg 11, gegen Barzahlung: 2 Pianinos, 2 Schreibsekretäre, 1 Schreibtisch, 1 Kasjaschrank, 4 Wirtstische, 1 Fahrrad, 1 Billard, mehrere Sophas, Kommode und Kleiderschränke, 1 9lähmaschine, 3 Regulateure, 1 Hobelbank u. a. m. Gießen, den 11. April 1902. Kleefarnen Grassamen in garantiert feidefreier Qualität empfiehlt billigst ISobert ^tulil, 23 Neustadt 23. 2911 Emma Seuling Wetzsteinstraße 45. 2936 Schwmrürisih 50 Pfg, Prima Hammelßeisch empsiehlt 01577 Julius Rosenbaum. _________Telephon 319._________ £5 Hosen —<=? Hemden Installateur für Hausinstallationen auf sofort gesucht. 2913 _ . „ Städtisches Gaswerk Dillenburg. lAÜrtnerglthlLfen 2907] Em Dekoratiousmaler, Wird StküUttft gesucht, der s^bständig arbeiten kann, und I Näh. auf dem Armenamt Gießen, em Wechbiudergehilfe, der gut ——-----------------— tapezieren kann, werden auf so- —'—“---------- fort gesucht von Otto Habig, Weißbindermeister in Braunfels. 01576] Ein Schreinerlehrling i, gesucht. Kost und Logis im Hause. atiudit 9 8 01578 Schiffcnbergerweg U | L^orstratze L7 20 »S 30 tüdjiijt ßriaritito i gesucht. Einschnitt zwischenGießen und Großen-Linden der Bahnstrecke Frankfurt—Gießen- Cassel. Wilh. Rosenthal, Baunternehm. 2920] Ein kräftiger und reinlicher Hauöburfche per sofort für mein Flaschenbiergeschäft bei gutem Lohn gesucht. Daniel Heil Nächst., Lindenplatz 3. Samstag den 12 AprU abends 8 Uhr: UEröffnungs- VorsteÜt lo|)0£rjjd)ilic Atjüchl. । Nachhilfestunden Adolf Noll, Grünbergerstr. 3a. |. LouiS Beil, Grünbergerstraße. 82ÖOO Btßark lucht. SchteinerzclcSeii ges. 1. Hypochek zu 4% von pünkt- 2873 E. H. Schön, Liebiast^65 "H^^dzahler gesucht. Schriftl. —- - v‘ ^eot9'u- vo. Offerten nur von Selbftdarleihern Lin oiigehen-er Muer .....m ..... i 2498] freundlich möbl. Zimmer __I zu vermieten. Südanlage 22. 2919] Infolge meiner Berjetzung öbliertes Zimmer zu verm. ist meine Wohnung, 7 8 Zimm. m 2791 Bergstraße 17. mit Gartenanteil, von Ansang anstand. Leute erhalten Logis. ru Li 01488 SchulstraK- 11, IV. JM.ar.»t^runberflerflr.14 ———-jJjj— ffl Zimmer zu vermieten. 0H90 . x)llll Bahnhofstraße 58, Nebenhau^ eine elegant eingerichtete Fünf- TZ-:—;------------------------- Zimmerwohuuug mit Zubehör Möbliertes Wohn- und Schlaf- zu vermieten. i(-17 Simmet an einen, auch zwei Karl Wenzel, Stephanstraße 13 Herren zu verm. Ludwigstr. 35. Feldbraud, empfiehlt Heinrich Kiöek I., 01568 ____ Heuchelheim. , wenig benutzt, preiswert au verk rr^-tr ^^aiohnte Logis (10 Wohn- Kortofieln te? I?La,1:°U(ra bonum HÄr der frequenten Lage' wegen, pert billig Carl Stemberger. I besonders für Aerzte, Rechtsan- ^artostein maium,verkauft matte ob. kaufmännische Büreaux, Ehr.Wagenbach,Wetzsteinst.38. die gleichzeitig Lager bedürsen. __________2922 2651_____________Otto Schaaf. edjoppen 8 Pfg 2832] Wohnung von 2 Zin^. »erfauft 01o73|unb Küche sofort au vermieten. Neuenweg 2, Vorderhaus. _____________,9 gut möbl. Zimmer zu verm. tQebrauchterFahrftuhlz.tamen " ^716______Asterweg 6, l. gesucht Offerten mit Preis- 2673] Schön möbl. Zimmer in angabe unt. Olot2 an die Exped. I angenehmem Hause, ruhige Lage, Gut erhaltener, 1—3 pjeröetrafL ä" verm. Schillerstr. 11, 111. Benzin-Motor dm,mcr SU kaufen gesucht. Offerten an Neustadt 1, II, Ecke Bahnhofstr. L. Bramm, Wieseck. 2912 >-------------—--------- ■■■■ ■ Bursche 16 Jahren sofort gesucht. 2642 Löwen-Drogerie, W, Ritbinger.. Vlumiun ?Ö4bX-Pür iunaen Alaun mit i3 Keoöora owslia B 9Ububm^‘° Lchliiiüöjlelle L « ^rOfl(eP7/,, 6arb- und Humorist. Gedicht v. Schiller. Kolomalwarenge chaft ucht einen g ite Lichte »vd die 2»alme ■ »Ä aUVST km,Uc B n^ pcife. । im ‘!nb ß°9It' Sündagsruh',Humor.,Reuter Si ^bst- Offerten unter g ^a(entc in der Kamilie B Nr. 292o an die Exped. d. Bl. » Autt.rsack,Humor. Za»mu- « ^.uchbiudertehrliug jucht hkak. fachen, GenSe. £oa- v.H. Schneider, Buchbinder- S j» lt.W«rzcr,Turand.PicZln. H megter, Kirchenplatz 5. 01461 ^grücklich.gr.Op.chum.Soloszene^ Lehrling gesucht B vorher tu der Mustlalteu- H ur das Kontor eines hiesigen haudluug von (Lhallier " Fabrckgeschäftes. Selbstgeschr.Lsj, und im Hotel Schütz zu erbeten u. B 2845 an die Exped, g haben. Kassenpreis 75 Pfg. ■ Bou einer hiesigen Eigarren- EE3 Eü3 ETä3 abrik wird ein --- BesletFotzmÄ>jfr j tel Für alle 7/ kStHÖ • ’&Tril? Nur ächt mi ■X.Firma uülohur 7Tv'™ rofhom Mn/, _ _ , ung. Preise der Plätze: Stuhlsitz 80 Pfg.. 1. Platz 60 Pfg., II. Platz 40 Pfg. Gallerte 25 Pfg. Kinder bis zu zehn ^Iuhreti zahlen auf allen Plätzen die Hälfte, Gallerte 15 Psg. Zu zahlreichem Besuch laden ergebenft ein Sonntag den 13 ApräS d. JL "W Gicßencr Fischbörse Marktptah 5. — Telephon 50. Empfehle, Samstagmittag eintreffend, solange Vorrat reicht: Aste. Aluß-Haseszander per Pfund 45 Pfg. 2934 Louis BühB, Marktplatz 5. 2410] Haus zum Alleinbewohn., I 8 Zimmer, 2 Mansarden- und Badezimmer, der Neuzeit ent- sprechend eingerichtet, im Großen ^nVCIl g Steinweg Azurn 1. Juli zu ver- mit Wohnung, neu hergerichtet, tuteten. Slah. Wallthorstr. 71. sofort zu verm. Mäusburg 7. L LSZÄW n-M äjtä ^ÄÄ™ie eventL auch früher, zu üermieteiL ^nhPtt mit -3 ziehzöll! Mpromlöc MüllerEagc Sozialisten < rin^öm der Landesv Antriä bi Grundbesitzer ■i?!” Und dj°