Samstag I I.Jarmar LDOA 152. Jahrgang Zweites Blatt. Pie Heutige Zlummcr umfaßt 16 Seiteu en. die sich dem Minister genähert und gepfiffen hatten, wurden verhaftet- Minister-Präsident Waldeck-Rousseau kam später von Nizza an- abend wurden die Antrag au! wirtschcü der Denkmalsgruppen in der Sieges-Allee in der Glückwunsch-Adresse dargebracht hat. Ich freue mich, daß das von mir unternommene Werk durch die hervorragende Arbeit Berliner Künstler in einer so würdigen Weise durchgeführt und meine Absicht, meiner Haupt- und Residenzstadt einen allseitig bewunderten Ehren- schmuck zu stiften, voll erreicht ist. Der Anblick der Meisterwerke wird, wie ich hoffe, der Berliner Bürgerschaft für alle Zeiten ins HerzundGedächtnisein- p rügen, was Berlin und das gesamte Vaterland der weisen Fürsorge einer solchen Reihe von Lyon, 10. Jan. Die Minister Millerand, Andre und Decrais sind hier angekommen und begaben sich nach dem Stadthause- Als Millerand dieses verließ, wurden Kundgebungen veranstaltet, wodurch es zu Sch Jägereien kam- Einige Manifestanten, Deutsches Keich. Berlin, 11. Jan. Wie die „Naü-Ztg." hört, empfing gestern der Kaiser den Bildhauer Harro Magnussen und gab chm den Auftrag, eine Statue Friedrichs des Großen für eine Nische des Weißen Saales im kgl. Schlosse Nr. 9 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ver lag der B r ü h l'schc.. Univers.'Buch- u. Steindruckerei (Pietsch Erben. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. Adresse für Depeschen. Anzeiger Gießen. Fernsprechanschluß Nr. 51. Saragossa, 10. Jan. Gestern Klöster von einer Anzahl Manifestanten wiederum mit nur noch fteundschaftlichen Verkehr mit Wolf unterhielt Frau Tschau schließt: „Wir haben uns mit Wolf aus einandergefetzt; wie, das geht niemanden etwas an. Abei sein blutiger Schatten soll nicht auf unseren Weg falle, und ob jenen auch das Volk zujauchzen wird, wenn ji- ihn doch zum Aeußersten bringen, wird sich zeigen- Cettinje, 10. Jan. Wie verlautet, soll der Zar dem Vorschläge des Fürsten von Montenegro, den ältester in Petersburg studierenden Sohn des Fürsten Peter Kara, georgiewitsch als Thronfolger für (Serbien zu nominieren, zugestimmt haben- In Petersburg er wartet man, daß auch Oesterreich den jungen Karageorgie witsch als Kompromiß-Kandidaten aceeptieren werde- Washington, 10. Jan. Der Kriegs-Sekretär Roo unterbreitet dem Kongreß Telegramme, bie ihm von aller hervorragenden Handels-Gesellschaften auf Muba zuge gangen sind, und tporin sich dieselben einmütig dahir aussprechen, daß Kuba unverzügliä) der Ruin drohe wenn nicht der Kongreß eine Tarif-Ermäßignn; bewillige namentlich auf Zucker und Tabak- Einig' erklären, der unausbleibliche Notstand werde ernste Auf stände int Gefolge haben- Bueno s-Ay r es, 10. Jan. Eine Depesche aus Asun ciott (Paraguay) meldet: Infolge der Präs.dentenwcch ist hier eine Revolution ausgebrochen. Der Präsident ha seine Entlassung eingereicht, die vom Kongreß angenom men wurde. Es kam zu einem bewaffneten Zusammenstos innerhalb des Kongreß^Gebäudes- Senator Facundo Ino fr an wurde getötet, General Caballers, die Senatorer Migael, Corbalan und Freitas, sowie der Deputierte Earre, eas schwer verwundet- vollem Umfange weitergeführt werden. — Ferner hat aus demselben Anlaß der preuß, Minister der öffentlichen Arbeiten die Kgl. Eisenbahndirektionen veranlaßt, die Bau- thätigkeit der Eisenbahnverwaltung nach Thunlichkeit zu erhöhen. Vielfach wird der Baubeginn trotz der bereitstehenden Mittel daourch hinausgeschoben, daß die landespolizeiliche Prüfung oder das Enteignungs- Verfahren nicht zeitig zum Abschluß gebracht werden können. Die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten sind ersucht worden, mit allen Mitteln dahin zu wirken, daß durch thun- lichst schnelle Abwickelung derartiger Verhandlungen der Minister in seinen Bestrebungen überall unterstützt wird. Auch wird in gleicher Absicht auf die Städte und sonstigen Selbstverwaltungskörperschaften dahin einzuwirken sein, daß sie die mit der Eisenbahnverwaltung zu führenden Verhand-- lungen über die Vorbedingungen von Bauausführungen nach Thunlichkeit beschleunigen. — Abweichend von der Gepflogenheit früherer Jahre wird der Reichstag dieses Mal nur eine beschränkte Anzahl von Kapiteln und Titeln des Reichshaushaltsetats der Budget-Kommission überweisen und dem Plenum alle Erörterungen Vorbehalten, die für die Öffentlichkeit von Interesse sind. Abg. Richter hat einen entsprechenden Antrag bereits eingebracht. — Nach Beendigung der ersten Lesung des Etats werden im Reichstage die Interpellationen Dr. Arend, Graf Oriola und Fürst Radziwill noch zur Verhandlung gelangen beziehungsweise noch zu Ende geführt werden. — Gras Mirbach hat im preuß. Herrenhause einen Antrag eingebracht, in dem die Staats'regierung ersucht wird, demnächst vom Landtage einen die Herabsetzung des Fideikommiß-Stempels betreffenden Gesetzentwurf vorzulegen. — Der Reichstagsabg. Pingen soll sich neulich über die Integrität hoher Ministerialbeamten in einer Neve folgendermaßen ausgesprochen haben: Zu den Feinden der Tarisoorlage rechne er auch die Kapitalisten, die ihr Geld im dluslande angelegt haben. Selbst im Ministerium säßen Leute, die meilenweite Strecken in Argentinienihr eigen nennen und die ein großes Interesse daran haben, sich Deutschlands Kundschaft zu erhalten. — Die „Köln. Ztg." bemerkt hierzu: Ein längst verstorbener rheinischer Großindustrieller hat vor vielen Jahrzehnten in Argentinien eine umfassende Farm errichtet, and sie einem seiner Söhne zur Bewirtschaftung überwiesen. Vater und Sohn sind inzwischen längst gestorben und der Besitz ist gemeinsames Familien-Eigentum geworden. Einer der Miterbeu und jetzige Miteigentümer ist in der That ein in den letzten Jahren vielgenannter Ministerialbeamter, der aber mich nicht das Allergeringste mit dem Zolltarif and der Zolltarifvorlage zu thun hat." — Die „Germania" veröffentlicht eine Zuschrift des Abg. Pingen, welche die Verichte über seine Rede vielfach als unzutreffend bezeichnet. £r habe insbesondere im Zusammenhang feiner Rede lediglich darauf hingewiesen, daß deutsches Kapital große Strecken Landes in Argentinien besitze und Interessenten dieses Kapitals in allen Schichten imferer Gesellschaft bis in die Ministerien hinein säßen. Tie Ehre unseres Beamtenstandes habe er in keiner Weise verletzen wollen» Steinen beworfen; es kam darauf zwischen der Gensdarmerie und den Teilnehmern an der Kundgebung zu einem Handgemenge, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Auf einen Befehl des Ministers des Innern hat der Präfekt seinen Posten verlassen und sich nach Madrid begeben, wo er heute eingetroffen ist. Die Verwaltung der Präfektur ist interimistisch einem höheren Offizier übertragen worden. Zürich, 10. Jan. Die schweizerischen Schuhhändler haben heute den Boyeott gegen die schweizerischen Schuhfabriken beschlossen- Wien, 10. Jan. Die „Ostd. Rundschau" veröffentlicht in der Affaire Wolf ein Schreiben der Frau Sophie Tschau, Gemahlin des Reichsratsabg. Tschau und Mutter der Frau Professor Seidl, worin sie Folgendes mitteilt: Es wurde an sie das Ansinnen gestellt, Wolf zum S e l b ft- mord zu zwingen, was sie nicht thaten, weil Wolf dem deutschen Volke erhalten bleiben müsse. Seidl, welcher einen maßlosen Haß gegen Wolf habe, häbe seine Frau Nächte lang um Geständnis^ gemartert, und genötigt, das scheußliche Memorandum an Schönerer ungelesen zu unterschreiben. Frau Seidl er Härte, in einem Brief an ihre Eltern, daß jie nach einem einzigen Stelldichein Ausland. London, 10. Jan. „Daily Mail" sagt: Wir find in der Hgge zu erklären, daß in Sachen der Chamber- lainschen Rede keine diplomatische Korrespondenz erfolgt ist. (Hat auch niemand behauptet. Red.) Chamberlain selbst gab die von dem Grasen Bülow erwähnten Versicherungen in Briefen ab, welche er geschrieben hat, damit sie an die deutsche öffentliche Meinung gelangen. Sie stellten einfach die Thatsache fest, daß die betreffende Stelle in der Rede Chamberlains falsch wiedergegeben sei. Die sonst erteilten Versicherungen geschahen aus freiem Antrieb auf einem (Ärrpsange des Auswärtigen Amts, und waren lediglich mündliche und nicht amtliche. — „Daily Graphie" meldet: Hierzulande ist keine diplomatische Bemühung irgend welcher Art erfolgt, um Chamberlains Worten eine andere Auslegung zu geben, als sie an der Oberfläche tragen. Allerdings ist auf Chamberlains Rede in nicht formellen diplomatischen Besprechungen sowohl in London, als in Berlin Bezug genommen worden, doch nahmen diese Bemerkungen nicht die ihnen in Deutschland zugeschriebene Form an. Kürzlich wies der Botschafter Lascelles die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung auf die böswilligen Verdrehungen der Rede Chamberlains hin, welche in Deutschland int Umlauf seien, und betonte den peinlichen Eindruck, den dies in England hervorgerufen habe. zu , , ,, — Auf die Neujahrs-Glückwunschadresse des Berliner Magistrats hat der Kaiser nachstehendes Antwortschreiben dem Oberbürgermeister Kirschner übersenden lassen: Dem Magistrat danke ich vielmals für die freundlichen Glückwünsche, welche mir berfelbe zum neuen Jahre ausgesprochen hat. Gern habe ich zugleicb den Ausdruck d-s Dankes entgegengenommeu, welchen oer Magistrat mir namens der Reichshauptstadt anläßlich der Vollendung — Das Befinden des Abg. Dr. Lieber soll sich neuerdings wieder bedenllich verschlimmert haben. — Wie das „Berl. Tgbl." erfahrt, ist der Streitfall zwischen dem Präsidenten Castro und der deutsch- venezolanischen Eisenbahn-Gesellschatf beigelegt. Altenburg, 10. Jan. Die herzogliche Regierung hat, wie halbamtlich gemeldet wird, beim Bundesrat den Erlaß eines Reichswohnungsgesetzes beantragt. Gotha, 10. Jan. Der Regent empfing am 8. Jan. den Vorstand des evangelischen Bundes des Herzogtums in Audienz. Er erwiderte auf die Dankadresse des Bundes für den Festakt am 26. Dezember, er wolle die Gelegenheit wahrnehmen, auf einige bedeutsame Irrtümer hinzuweisen, die in der öffentlichen Erörterung jener schönen Gedächtnisfeier hervorgetreten find. Vielfach sei die Anschauung aus- gedrückt, als handle es sich um eine Vjerschmelzun g der einzelnen evarrgel. Landes kirch en Deutsch? lands zu einer Einheit in Glauben und Lehre. Sowohl der Kaiser wie er hätten nur von der Schaffung einer solchen Gemeinschaft gesprochen, die den Bekenntnis st and und die inneren Einrichtungen einer jeden unserer Landeskirchen in ihrer Selbständigkeitgänzlichun- berührt lasse. Es handle sich auch nicht um eine neue, bisher unbekannte Bewegung, deren Aufnahme innerhalb der bestehenden landeskirchlichen Vertretung noch zweifelhaft sei. Die Frage des Zusammenschlusses der Landeskirchen für bestimmt begrenzte Zwecke sei vielmehr schon seit lange eingehend erwogen und in der Sitteratur uno auf großen Versammlungen behandelt, auch hätten die Synoden größtenteils mit den Grundgedanken solcher Einigung sich längst einverstanden erklärt. Die Schwierigkeiten der Durchführung seien in vollem Maße beachtet und gewürdigt worden, sodaß die Hoffnung auf bestimmte Thatsachen gegründet, daß das ersehnte Ziel erreichbar sei, int Einklang der freien Entschließung deutscher evangelischer Fürsten mit den Wünschen des protestantischen Volkes. Er hoffe von Herzen, daß die Anwesenden im Geiste voller Anerkennung uitb Gleichberechtigung der Andersgläubigen und Duldsamkeit gegen die einzelnen Richtungen innerhalb der eigenen: Kirchen gemein schäft mit ihm diesem Ziele zustreben würden. Rudolstadt, 10. Jan. Hierselbst erfolgte heute die offizielle Konstituierung des Verbandes deutscher Kohle neinkaufsver eine. Als- -Sitz des neuen Verbandes ist ab 1. April Leipzig vorgesehen. FürstenverschiedeuerHäuserzudanken hat." Neues Palais, den 8. Januar 1902. (gez.) Wilhelm. — Das Zeutrumhat heute den bereits angekündigten f Verwendung der Mehrüberschüsse der l and- stlichen Zölle nach dem neuen Zolltarif für Witwen und Walsen bei der Zolltarifkommission eingebracht. — Mit Rücksicht auf die ungünstige wirtschaft- liche Lage, mit der zurzeit namentlich der Arbeiter- stand vielfach zu kämpfen hat, hat der Staatssekretär des Reich sp o stamtes die Oberpostdirektionen angewisen, bei den bereits begonnenen Bauten unter Verwendung der Mittel, die von den bewilligten Bauraten noch verfügbar sind, weiter arbeiten zu lassen, sofern und soviel es die Witterung gestattet, namentlich aber Sorge zu tragen, daß nach dem Aushören der eigentlichen Winterruhe die Bauten in O ZX'Tf O mo”ctnd,76*”iertd. GleheimAmelgerW w General-Anzeiger " sS für den polit. u. atigern. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ____________ ___________ _________________________________________________ geigenteil: Hans Beck. Politische Tagesschau. Fortschreitende Ernüchterung. Aus Berlin, 10. Januar, wird uns geschrieben: Es ist interessant, wie sich erst nach und nach in. Auslande der Bann der Verblüffung über die Rede deä Grafen Bülow löst. Was bezweckt er mit den Ausführ, ungen über den Dreibund, deren Pointe bei a-ler Würdig- ung des WertI der Alliance. doch in den Worten lag „Für uns nicht mehr eine absolute Notwendigkeit"? Ers jetzt bekommt man in Oesterreich-Ungarn wie in 3tatter das volle Verständnis dafür, daß die Rede eine ernst« Warnung enthielt, in zwischen den Zeilen liegender Form die Vorzüge des Bündnisses mit Deutschland zu unterschätzen und mit dem Gedanken an Verbindungen mii anderen Mächten zu liebäugeln. Der Vorteil des Drei- bundes, die Notwendigkeit der Verlängerung des Bündnis- Vertrages, liegt nicht so auf deutscher, wie auf anderer Seite. Im Reichstag wurde dieser Eindruck sogleich ge- toonneu- Hier setzten Sprechweise und Bewegungen bee Kanzlers, das, worauf es an Farn, ins rechte Licht- 23 et dieser Rede machte in der That „der Ton die Musik" Alles, was Graf -Bülow zum Lob des Dreibunds sagte, war ja in einem anerkennenden, wenn man will, warmen Tone gehalten — aber die volle entschiedene Ueberzeugung gelangte erst in dem Satz von der „Nicht-Notwendigkeit zum Ausdruck- Das Vorausgegangene hatte, um uns eines Bildes aus der Tonkunst zu bedienen, in geschicktem „Crescendo" dies „Fortissimo" entwickelt. Schade, daß nicht eine kinematographische Aufnahme den Grasen in diesem Moment festhielt, aber auch dann würde der Eindruck nicht vollständig sein, weil eben die so charakteristische Hervorhebung der Worte durch die Sprache fehlte. . . Graf Bülows Rede, so wird aus Rom gemeldet, hat zu rasch fortschreitender Ernüchterung bezüglich der italienisch-französischen Verständigung beigetragen. Die offiziöse „Tribuna" dankt dem Grasen Bülow für die klare, unumwundene Feststellung des wahren Sachverhalts- In der That, es war dringend erwünscht, daß einmal gegenüber den ,mehr oder minder verhüllten Kündigungs-Drohungen, die in neuerer Zeit von autoritativen Männern in den verbündeten Reichen geäußert worden wären — hauptsächlich aus Verdruß über den deutschen Zolltaris- entwurf — das kühle Wort Bismarcks zurückschallte: „Wir laufen niemand nach." Wenn nicht — dann nicht. „Ter Starke ist am mächtigsten allein", das darf Deutschland immerhin mit größerer Berechtigung von sich sagen, als seine Verbündeten- Die Staatsmänner in Wien wie in Rom, sie werden den „Wink" verstanden haben, und es war das beste, was sie thun konnten, indem sie die amtliche und halbamtliche Presse anwiesen, dem deutschen Reichskanzler „freudig zuzustimmen". Hoffentlich wird nun für längere Weile das so wenig der rechten Freundschaft würdige Gerede von der „Revision der Beziehungen", von der „Beeinflussung der Politik durch wirtschaftliche Rücksichten" verstummen! Wer es sich immer wieder überlegt, ob er unser Freund bleiben kann, auf dessen Zuver- lässigkert und Treue läßt sich nicht bauen- Der Pariser „Temps" hört aus den Erklärungen des Reichskanzlers heraus, daß Graf Bülow „dem Dreibunde keine große Bedeutung mehr beimißt". Wir glauben, dies Urteil ist in dem Sinne richtig, daß der Reichskanzler allerdings einem etwa mit Widerstreben und Unlust erneuerten Bündnisverträge das Fallenlassen des Bündnisses entschieden vorziehen würde- Eine gezwungene Freundschaft ist keinen Pfifferling wert- Ganz außer sich scheint ein großer Teil der englischen Presse über die verdiente Abkanzelung des geliebten Na- tiormlHeros Chamberlain. „Genugtuung" wird gefordert, von „Verletzung internationaler Höflichkeit" gesprochen, man geht sogar in der lächerlichen Anmaßung soweit, die Leistung „schleunigender und befriedigender Abbitte" von der deutschen Regierung zu verlangen- Weiter nichts?! Keinen „Kanossa-Gan " des Grafen Bülow nach Enall^^? sten mehr 5 btt bewährten iutamalyutfer) 30 Psg. empfiehlt Malier, lb»rg 13. 178 Ml itt 242 ich Noll, Mer. Hing ren Preise“: >n, kl»"-- Tröge M niartu md billigst e üniv.-DracM ind SlOhle geflochten. 0131 Wwe.Mersw.81 \ Ohrenleiden Dr. Holtz, >, L, Zeil 448, rJHanptposl 401 farenS* Inst. Arras, Ver- nhetm 1. Wer ! I ZU haben! W.^Lpar.nach HM. m 4 Mischa. OOetiict Preisper '6,1-u.MMt. « der „Htrsch- Giegen. 240 lellschaftm.b.H., in NW. 7. le: Blätter d.Tabak- ibis, indica, Datura, nisöl, Salpeter. >Uebrigens hat Graf Bülow heute im Reichstag versöhnlich genug gesprochen. Vom Burenkriege Dewet ist unausgesetzt wacker an der Arbeit- Aus Wolvehoek meldet vom 9- Januar Reuter in seiner bekannten tendenziösen Art: Dewet, der über eine starke Streitmacht verfügt. wurde gestern früh von Delisle in ein Gefecht verwickelt- Delisle richtete ein heftiges Geschütz feuer auf den Feind- Im Laufe der bereits in unserer heutigen Parlamentsausgabe erwähnten Rede, die Milner während eines Festmahls int Rathause zu Johannesburg hielt, betonte er weiterhin die Notwendigkeit, den Krieg durch einen steten physichen Druck zu beendigen, ohne sich mit Verhandlungen abzuquälen. Milde und Versöhnlichkeit seiet! für die Buren am Platze, die sich ergäben- Man dürfe aber Wohlthaten nicht an diejenigen wegwerfen, welche im Kampfe beharrten. Milner trat den Prophezeiungen entgegen, daß dem Kriege eine schreckliche Zukunft folgen würoe. Die Aufgabe des Staatsmannes werde zwar mühevoll, jedoch nicht so schwierig sein, wie die des Soldaten. Aus London wird der „Frkf- Ztg." depeschiert: Die „Liverpool Post" meldet, daß, weil die Anwesenheit von etwa 3000 gefangenen Buren mit dem bewachenden Militär auf Bermudas Geld in diese Kolonie bringt, auch andere Inseln petitioniert haben, Burengefangene zu erhalten- Da die gelvöhnlichen Gefangenen so bald als möglich nach Südafrika zurückgeschickt werden, werden die westindischen Inseln wenigstens einige Führer der Buren erhalten, die nach Kitcheners Proklamation verbannt werden sollen, weil sie es unterließen, sich zu ergeben- Aus Stadt uud Kand. Gießen, 11. Januar 1902. ** In der Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpen-Vereins sprach in der ersten Monatsversammlung des neuen Jahres Herr Dr. Schroeder über „Eine Pfin gst- fahrt nadj den nord friesischen Inseln und den Küsten S ch l esm ig -Ho lste i ns". Nachdem er einen kurzen Ueberblick über die lZntwickelungSgeschichte sowohl der betr. Gegenden, als auch der den nordfriesischen Inseln und den Halligen vorgelagerten Nordsee gegeben hatte, ging der Redner dazu über, den Verlauf einer geographischen Unterrichtsreise oorzutragen, die in den Psingsferien 1900 von dem Direktor des geographischen Instituts der Landesuniversität, Herrn Prof. Dr. W. Sievers, ausgeführt wurde. Es sei hier in großen Zügen der Reiseweg wiedergegeben. Nachdem die Herren in Hamburg — soweit es in der kurzen Zeit möglich toar — die Stadt, öffentliche Gebäude und den Hafen besucht hatten, fuhren sie mit der Bahn nach Husum. Von hier aus wurde der Dampfer benutzt, der die größeren Inseln des Wattenmeeres anläuft. Nach kurzem Aufenthalt auf Amrum, dessen erst 1890 angelegtes Seebad in raschem Aufschwung begriffen ist, wurde die Insel Föhr mit dem altberühmten Wyk besucht. Von hier aus segelte die Exkursion nach der Insel Sylt, wo sie am geologisch sehr interessanten Morsumkliff landete und bei der Landung Gelegenheit hatte, die Wirkung eines Seebades in früher Morgenstunde am eigenen Körper zu erproben. Das bekannte Westerland wurde als Ausgangspunkt einer langen Strand- und Sandwanderung nach dem alten Königshafen an der Nordspitze der Insel gewählt. Auf dem Wege war den Herren Gelegenheit geboten, sowohl die zerstörende und aufbauende Thätigkeit des Meeres, als auch das Wesen der Dünen kennen zu lernen. Auch wurde eine am Wege liegende Vogelkoje besichtigt. Von Mankmarsch aus brachte ein Dampfer die Teilnehmer der Exkursion nach Hoyerschleuße, von wo sie mit der Bahn über Tondern, Tingleff nach Apenrade an der Ostküste von Schleswig-Holstein und von da mit dem Dampfer nach Sonderburg auf Alsen fuhren. Von hier aus führte der Weg über da§ Schlachtfeld von Düppel nach Eckensund und von Eckensund nach Flensburg. Nachdem noch auf der Strecke Flensburg-Schleswig bei Idstedt, die Endmoräne angesehen worden, fuhren die Herren nach der Station Levensan am Nord-Ostseekanal, die durch eine Hochbrücke über den Kanal bekannt ist, gingen bis zur Mündung des Kanals bis Holtenau und nahmen von dort den Dampfer nach Kiel. Hier hatte Herr Univ.-Prof. Krümmel die Liebenswürdigkeit, den Teilnehmern der Exkursion die Apparate zu erläutern, die zu marinen Forschungen benutzt werden. Auf dem Rückwege nach Gießen wurden noch die schleswig- holsteinischen Seen befahren, die sich, was landschaftliche Schönheit angeht, jeder anderen Gegend Deutschlands ebenbürtig an die Seite stellen lassen. Nach kurzem Aufenthalt in Lübeck, wurde das Grab des Altreichskanzlers in Friedrichs- ruh besucht. Nach 11 Tagen kam die Exkursion, die dank der vorzüglichen Leitung in allen Punkten gelungen war, über Lüneburg - Celle - Hannover - Porta - Westfalica-Detmold- (Teutoburger Wald)-Warburg-Kassel nach Gießen zurück. — Die interessanten Ausführungen schlossen mit dem Wunsche, die Mitglieder der Sektion möchten für Frühsommertouren die von den Teilnehmern der Exkursion durchstreiften Gebiete unseres Vaterlandes berücksichtigen, um Ruhe und Erholung und Kraft für neue Arbeit zu gewinnen. ** Jubiläum. Am Donnerstag fand im Hotel „Großherzog" zu Ehren de§ Kommerzienrats Koch, der, wie wir mitteilten, am 1. Januar auf eine 25jährige Thätigkeit an der hiesigen Handelskammer zurückblicken konnte, ein Festessen statt, an dem die jetzigen sowie die hiesigen früheren Mitglieder der Handelskammer und als Ehrengäste Geheimrat v. Bechtold und Bürgermeister Mecum teilnahmen. Kommerzienrat Heichelheim leitete die Feier mit einem Hoch auf den Großherzog ein. Sodann begrüßte er die erschienenen Gäste und gedachte der hervorragenden Verdienste, die sich der Jubilar während seiner 25jährigen Thätigkeit um den Gießener Handelsstand erworben hat und schloß mit einem Hoch auf diesen. Geheimrat v. Bechtold toastete auf den .Handelsstand und hob das gute Einvernehmen und Zusammenwirken hervor, da? stets zwischen Behörde und Handelskammer geherrscht habe. Bürgermeister Mac um betonte das große Jntereffe, das die Stadt an der gedechlichen Entwickelung des Handelsstandes nehme, und schloß mit einem Hoch auf die Handelskammer. Herr Katz brachte ein Hqch. auf die Gemahlin des JqbilarS aus. Don den freundschaftlichen Beziehungen, die Her Gefsierte zu den weitesten Kreisen des Handels hat, gaben die zahlreichen Glüct- wunsch-Telegramme und -Schreiben Zeugnis, die er erhielt. Auch eine große Anzahl von Handelskannnern hatte Glückwunsch-Telegramme gesandt, so die Handelskammern Darmstadt, Mainz, Frankfurt a. M. u. a. ** Unsere Regimentskapelle veranstaltet am, morgigen Sonntag von 4 Uhr nachmittags ab im Philosophenwald ein Konzert, auf das auch an dieser Stelle hingewiesen sei. (Näheres siehe im Inserat). ** Konzert. In der Südanlage sindet morgen Promenadenmusik mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. Die Felsenmühle von Reißiger. 2. Am Kaiserhof: Fackeltanz von Förster. 3. Venus steig hernieder: Walzer von Lincke. 4. Potpourri a. d. Op. Die Hugenotten von Meyerbeer. *• Ein Bubenstreich. Das Wetterhäuschen m der Süd-Anlage ist schon wieder einmal der Gegenstand eines rüden Vandalismus geworden. Es ist in der Nacht vom 10. zum 11. d. Mts. von bübischer Hand gewaltsam erbrochen und das große Quecksilberbarometer daraus gestohlen worden. Hoffentlich gelingt es auch diesmal, wie im letzten Winter, die Thäter zu ermitteln und in gebührende Strafe zu nehmen. ** Oberhesfische Postpcrsonalveränderungen. Versetzt sind: die Postpraktikanten Geist von Bad-Nauheim nach Halle a. S. und Weigele von Halle a. S. nach Alsfeld, die Post- assistenten Drescher von Berlin nach Gießen, Schultheiß von Groß-Zimmern nach Lauterbach, Vogt von Butzbach nach Ortenberg, D esch von Michelstadt nach Niederwöllstadt, Bardong von Gießen nach Groß-Steinheim. — Angenommen als Postgehilfe ist der Realschüler S e i tz in Heldenbergen. ** In das Untersuchungsgefängnis Gießen wurden am Donnerstag drei Einwohner aus Zell wegen dringenden Verdachts des Meineids übergeführt. Ihre Verhaftung bildet die Einleitung zu einem Nachspiel eines vor Jahr und Tag spielenden Prozesses wegen eines hier voraekommenen Wtrtshausstreites mit darauffolgendenThät- lichkeiten. **PrinzAlfredKu2)senburgundBüdingen feiert heute das 25jährige Jubiläum seiner Ernennung zum Major. Als er im Jahre 1877 aus dem aktiven Dienste schied, wurde ihm der Charakter als Major und die Genehmigung zum Tragen der Uniform des jetzigen Königs- Ulan en-Regiments (1. Hannoverisches) Nr. 13 verliehen. Prinz Alfred zu Isenburg und Büdingen war bei der Formation des Regiments 1866 als ältester Leutnant zu diesem versetzt und wurde bei seinem Ausscheiden aus dem Dienst zu den Offizieren a la suite der Armee versetzt. .** Königl. PreußischeundGro ßh. Hessische Eisenbahndirektion. Der „Mainz. Anz." hatte eine Mitteilung gebracht, in der Klage geführt wurde über die Nichtberücksichtigung hessischer Firmen bei Lieferungen und Leistungen für den Bezirk der genannten Behörde. Dem genannten Blatte wird nun von der Preuß- Hest'. Eisenbahndirektion geschrieben: „Die Annahme, die Eisenbahndirektion Mainz sei angewiesen, ihre Einkäufe zum größten Teil durch rein preußische Direktionen vornehmen zu lassen, was einen Mitbewerb hessischer Firmen ausschließe, ist u n z u t r e f f e n d. Wegen der Heranziehung hessischer Firmen ist vielmehr seit Einsetzung der hiesigen Eisenbahndirektion Weisung dahin ergangen, daß eine Berücksichtigung derselben an erster Stelle erfolgen solle, wenn deren Erzeugnisse konkurrenzfähig seien. Daß hiernach verfahren worden ist, ergiebt sich u. a. aus den Abschlüssen der Rechnungsjahre 189$ »nd 1900 ohne weiteres. Hiernach sind von allen ^denjenigen Arbeiten und Lieferungen, bei denen hessische Firmen in Frage kommen konnten, vergeben worden: Im Rechnungsjahre 1899: an hessische Firmen 52 Prozent, an nichthessische Firmen 48 Proz.; int Rechnungsjahre 1900: an hessische Firmen 73 Proz., an nichthessische Firmen 27 Proz. Soweit hessische Firmen nicht berücksichtigt werden konnten, hatte dies einerseits seinen Grund in deren ungünstigen Angeboten, andererseits darin, daß ein großer Teil derjenigen Gegenstände, welche in dem Etat der Eisenbahndirektion jährlich ganz bedeutende Ausgabeposten bilden (z. B. Schienen, Weichen, Schwellen) in Hessen überhaupt nicht produziert werden." __________________________ Markte. - Gießen, 11. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfund 0,75—1,00 Mk., Hühnereier pr. Stück 7—10 Pf., 2 Stück 00.00 Pf., Käse pr. Stück 5—7 Pf., Käsematte 2 Stück 0—0 Pfg., Erbsen pr. Liter 20 Pfg., Linsen per Liter 30 Pfa., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. Stück 1,00—1,40 Mk., Hahnen pr. Stück 0,90—1,50 Mk., Enten pr. Stück 2,20—2,50 Mk., Gänse pr. Pfd. 60—75 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 66—76 Pfg.,, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 60—64 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 70—80 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr.'Pfund 84 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 60—66 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—70 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,50—0,00 Mk., Weißkraut per Stuck 00—00 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepfel per Pfd. 9—15 Pfg., in Körben 12—15 Pfg. Trauben 35—50 Pfg., Tomaten, per Pfd. 18—20 Ucueffo Melmmgcn. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Bremen, 11. Jan. Der Bevollmächtigte Bremens znm Bundesrat, Senator Dr. Pauly, hat wegen der Verhaftung und Behandlung des in Elberfeld infolge Namensverwechslung fest- genommenen bremischen Staatsangehörigen Kullenkamp Beschwerde bei dem Reichskanzler erhoben. Kiel, 11. Jan. Gestern fand eine Gegenüberstellung der von dem Kieler Mefferftecher Verletzten mit dem verhafteten Dr. Kleinertz statt. Sämtliche 22 Verletzte bestreiten, daß er der Thäter sei. London, 11. Jan. Der „Standard" meldet aus Pretoria yon gestern: De Wet soll nach dem Süden vorrücken. Man glaubt, er versucht, in die Kapkolonie einzudringen. Manchester, 11. Jan. Balfour hielt gestern hier vor einer großen Versammlung eine Rede, in der er ausführte, daß das Gebiet, in dem der Guerillakrieg in Südafrika sich abspiele, immer kleiner werde und daß die Guerillabanden weiter und weiter zurückgedrängt würden. Auch er fei mit Rosebery der Ansicht, daß der Umstand, daß die öffentliche Meinung auf dem europäischen Kontinent England so entschieden feindlich sei, eine ernste Sache sei. Rosebery denke wie die Regierung, daß dieser gerechte Krieg human geführt sei- Redner hofft, daß vielleicht diese Erklärung Roseberys im Ausland seine Wirkung auSüben werde. Die Engländer lehnten eS ab, Betrachtungen anzustelken über die widrige Flut von Schmähungen, die unaufhörlich von der kontiuentalen Presie ausge- goffeu würden. Seiner Ansicht nach könne man dem Mut und der Humanität der Armee irgend einer Nation keinMeres M erteilen, als wenn man sage, daß sie dem Mut und der Humanität nahe komme oder erreiche, die die engllschen Soldaten in Süd- afrika bewiesen hätten. Graz, 11. Jan. In der gestrigen Sitzung des Gemeinde, rats verlas der Bürgermeister eine Erklärung des Stadtsyndicus, die besagt, der Schädel des Dichters Hämmerling sei, da in der Totenkammer Gypsabgüffe nicht vorgenommen werden konnten, dem Prof Klatter mit dem Bemerken überwiesen worden, daß er binnen 14 Tagen wiedererstattet werden müsse. Die Frist sei jedoch nachträglich verlängert worden, da die M ffungen in 14 Tagen nicht beendet werden konnten. Berlin, 11. Jan. Ans den Verhandlungen der Zoll- tariikommission wird ein heiterer Vorfall bekannt. Abg. Staothagen kam auf das schuldenfreie Gut von 50 Hektar zurück, das Abg. Gamp bei der Zolldebatte vor Weihnachten den Sozialdemokraten zu schenken anbot, damit sie sich durch Bewirtschaftung des Gutes von der Not der Landwirtschaft überzeugten. Stadthagen erinnerte Gamp an sein liebenswürdiges Anerbieten und dieser erklärte sich sofort bereit, sein Wort durch schleunige Uebergabe des Gutes einzulösen. Da ersuchte plötzlich Stadthagen mit ernsthafter Miene die Kommission, die Beratung des Zolltarifs so lange zu vertagen, bis er ein Jahr das Gut bewirtschaftet habe und von feinen Erfolgen berichten könne. Der Vorschlag wurde mit großer Heiterkeit ausgenommen. Berlin, 11. Jan. Die Sozialdemokraten haben in der Zolltarifkommission des Reichstages eine Reihe von Anträgen eingebracht, die auf Zollfr eih eit namentlich für Getreide abzielen. Weitere Anträge sind in Vorbereitung. — Außer Preußen soll nach der „Nationallibi Korr." namentlich auch Bayern nicht geneigt sein, dem vom Reichstage gefaßten Beschluß wegen Aufhebung des; Jesuitengesetzes beizutreten. Berlin, 11. Jan. Die Musterungen des Zentrumsabg. Pingen über ,Leute im Ministerium", die durch großen Landbesitz in Amerika an dem Zolltarif „interessiert^ seien, soll auf den Oberregierungsrat im Handelsministeq rium, Wendel st adt, abzielen. Dieser soll Teilhaber einesj von seinem Bruder vor 10 bis 12 Jahren erworbenen Besitztums in Argentinien sein, auf dem neben dem Betrieb der Viehzucht deutsche Musterwirtschaften eingerichtet sind. Der Getreideexport der Familie Wendelstadt aus Argentinien soll jedoch zurzeit noch recht unbedeutend sein. Kiel, 11. Jan. Die Kais e r-A acht „Hohen- zollern" erhielt Befehl, sich mit Beschleunigung inStaud zu setzen, und für 10 Wochen auszurüsten. Reiseziel noch unbekannt. Kiel, 11. Jan. Die Strafkammer sprach gestern den Stadtv.-Vorsteher Neve- Eckernförde von der Anklage des Betruges bei Lieferungen an die städtische Armen-An- stalt frei. Der Staatsanwalt hatte eine sechsmonatlichs Gefängnisstrafe und drei Jahre Ehrverlust beantragt. Die; Erhebung der Anklage veranlaßte seiner Zeit den Magistrats die Wiederwahl Neves zu beanstanden. Loudon, 11. Jan. „Daily Mail" erhält aus Amster-, dam ein Telegramm, welches besagt, daß thatsächlich Verhandlungen zwischen den in Europa weilenden Buren- Delegierten und den Burenführern in Südafrika augenblicklich stattfinden. Eine Depesche des! Buren-Vertreters in Lourenzo-Marques an einen Buren- Delegierten in Europa wurde von der englischen Behörde an Bord eines Dampfers beschlagnahmt- Die Depesche soll bestätigen, daß sich Krüger einverstanden erklärt hat, die Meinung der verschiedenen Buren-Kommandanten über eine eventuelle Verständigung mit England einzuholen- (??) Liver po o l, 11- Jan. In später Abendstunde sand gestern die Jahres-Versammlung des Lokal-Komitees gegen die Fortsetzung des Krieges statt- Die Haupt rede hielt der frühere Abg- Courtney, der sich bereits bei Beginn des Krieges gegen Chamberlain ausgesprochen; hatte. Die Versammlung nahm eine Tagesordnung an, worin gegen die Führung des Krieges protestiert und die Regierung ersucht wird, Friedens-Verhandlungen! einzuleiten- Brüssel, 11- Jan. Ueber die gestern stattgehabtü Konferenz der Burenführer verlautet gerüchtweise, daß die Burenführer sich bereit erklärt haben, statt der Un- abhängigkeft die Au tonomieanzunehmen. Der Kommandant Clark sei beauftragt worden, dies der englischen Regierung zu notifizieren- (??) Wien, 11- Jan. Die hiesige Presse bespricht die gestrige Rede Bülows in meist zustimmender Weise- Das „Neue Wiener Tageblatt" sagt, daß dieselbe geeignet sei, im Auslande den wohlthuendsten Eindruck zu machen und alle durch die ftühere Rede Bülows hervor gerufenen; Mißverständnisse wegzuräumen- Telephonischer Kursbericht 372% Reichsanleihe 3% do. 37,o/o Konsole 3% do 102.40 4' -o% Oesterr. Silberrente 100.00 27.45 Lauraliütte Tendenz: fest 100.80 100.80 40.00 26.60 106.00 42.50 Bochum . Harpener . 101.60 . 90.50 . 101.75 . 90.50 . 99.50 3*/2% Hessen . . 3% Hessen . . . 4% Oesterr. Goldrente 3% Mexikaner . . 47a A Chinesen . , Electric, Schlickert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdi ner Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatabahn . Lombarden . . . Gotthar-1 bahn . . . 4% Ungar. Goldrente . 4°/ Italien. Rente . . 47, % Portugiesen . . '•°l Portugiesen . . . 1% C. Türken . . . Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl 47» % äussere Argentiner . 201.80 . 184.30 . 129.20 . 130.75 . 142.90 . 140.20 . 19.80 . 166.40 . 192.00 . 179.50 . 26.50 . 88.00 . 110.80 Gerichtssaat. M. Gießen, 10. Jan. Strafkammer. Der Bürgermeister von Göbelnrod, Heinrich Tamm, isl des Vergehens im Amte angeschuldigt. In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni v. Js. gab es in Göbelnrod anläßlich einer Grundstücksversteigeruna Freibier, von dem auch der Angeklagte und ein gewisser Kaspar Th örner 11t. mittranken. Thörner befürchtete einen unfreundlichen Empfang seitens seiner Ehefrau, wenn er nachts um 2 Uhr heimkehre, und bat den Bürgermeister, zu seinem Schutze mitzugehen. Seine Ev- Wartungen wurden auch insofern nicht getäuscbt, als es nicht zwischen ihm und seiner Gattin sondern zwischen dein Bürgermeister und dieser alsbald zum Wortwechsel und zu Thätlichkeiten kam. Bei diesem ersten Zusammenstoß erhielt die Ehefrau Thörner einen Schlag ins Gesicht von dem Bürgermeister und der Bürgermeister einen Stoß in den Rucken von der Ehefrau Thörner. Ter Angeklagte fühlte sich durch diesen Stoß m seiner Amtsebre gekränkt und holte einige Leute herhei, um die Ehefrau Thörner wegen dieser Thätlichkeit gegen die Ortsobrigkeit zu arretieren. Aus der Strafprozeßordnung läßt sich diese beabsichtigte Verhaftung nicht erklären, wohl aber aus der Angetrunkenheit des Angeklagten. Sic. erklärt es auch, daß er mit einem Besenstiel bewaffnet und müden Worten: „Jetzt kommt die Ortspolizei" die Tborner'sche Wohnung wieder betrat. jSap -er nun in seiner -Eigenschaft als Ortspottzei- errcht- l beim behorbe die Ehefrau Thörner mit dem Besenstiel gegen Arm und Schultern stieß, daß er sie auf eine Bank und gegen eine Säule stieß und daß er sie durch Zerren an einem Halstuch würgte, machte ihn strafbar und zwar nach der Ansicht der Anklagebehörde in dem Maße, daß eine drcunonatliche Gefängnisstrafe als Sühne angezeigt schien, daß derselbe nur mit einer Geldstrafe von Mk. 200 — ec. 20 Tage Gefängnis — davonkam, verdankt er nur seiner Unbestraftheit, seiner Angetrunkenheit und den unerheblichen Folgen der zugefügten Verletzungen. Verteidiger: Herr Rechtsanwalt Beilstem-Grünberg. — Ter wegen Diebuahls vorbestrafte Tienstknecht August Hardt aus Weilmünster hat m der Gegend von Rodheim eine Uhr gestohlen. Entgegen seinem brs- berlgen Leugnen gesteht er in der heutigen Hauptverhandlung sein Delikt sofort ein; unter Zubilligung mildernder Umstände erhalt er eine durch einen Monat erlittener Untersuchungshaft verkürzte fünf- monatliche Gefängnisstrafe, die er sogleich antrrtt. — In dem Italiener "Andrea Manarin sitzt ein angeblicher Majestätsbelerdiger auf der Anklagebank, augenscheinlich sehr gedemütigt, sei es durch Hermann und dessen Sohn Karl in Anspruch, die der Beleidigung eines Beamten angeEIagt sind, begangen in einer Eingabe an bie Staatsanwaltschaft in Gießen, yn ihr war Beschwerde geführt über das Verhalten des Beamten anläßlich einer Vernehmung des Ad. Hermann als Zeugen und über einen Einstellungsbeschluß, der in einer Strafsache erlassen worden war, deren Weiterverfolgung Hermann gewünscht hatte. Es wurde anerkannt, daß die Angeklagten in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt haben; da jcbod) in der Form der Aeußerung eine absichtliche Beleidigung zu erkennen war, wurde Ad. Hermann zu 12 Mt. und Karl Hermann zu 6 Alk. Geldstrafe verurteilt. Verteidiger R.--A. Grünewald. — Zuletzt wurde gegen den Karl Diehl aus Villingen wegen Körperverletzung verhandelt. Der Angeklagte hat Berufung eingelegt gegen ein Urteil des Schöffengerichts Laubach, durch das er zu 3 Monüt Gefängnis verurteilt worden war. Er behält seine Strafe und erhält dazu die Kosten der Berufungsinstanz. Verteidiger R.-A. Dr. Jung. Ten Vorsitz fül)rte Landgerichtsdirektor Jockel, die Anklagebehörde vertrat Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich. die Nachbarschaft der Gendarmen, sei es durch die ganze m tiche Zeremonie. Während er in der Nähe von Laubach Bahnbau beschäftigt war, hat er zu einigen Mitarbeitern geäußert, er fahre jetzt nach Berlin (ober Rom), um sich einen Anzug in einem „Kreditgeschäft" zu kaufen; bann werde er in Berlin den deutschen Kaiser aus dem Wege räumen. In dieser Aeußerung an sich konnte das Gericht in Uebercinftimmung mit der Anklagebehörde eine Majestätsbeleidigung nicht finden. Ter Gebaute, baß gegen Aeußerungen wie die vorliegende etwas geschehen müsse, ist, wie die Anklagebehörde aussührte, eine menschliche, aber keine juristische Erwägung; auch unter den Begriff des groben Unfugs lasse sich diese Thal nicht subsummieren. Wie übrigens der Angeklagte zu einer solchen Aeußerung gekommen ist, hat ein Zeuge aus der Art italienischer Arbeiter zu erklären versucht, die mit den „furchtbarsten" Redensarten und Trohungen wie mit Messer und Dolch gleich bei der Hand seien. Der Angeklagte wurde entsprechend dem Anträge der Staatsanwaltschaft freigesprochen. — Längere Zeit nahm die Verhandlung gegen den Landwirt Adam Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Gartenftrake 2. Angebot der Arbeitnehmer: 1 Schlosser, 1 Mobelschrerner, 3 Laufsrauen, 1 Köchin, 1 Köchin zur Aushilfe. Nachfrage der Arbeitgeber: 1 Laufbursche. 2 Lauffrauen, ; Frau zum Brötchenaustragen, 1 Lehrmädchen ob. Weißzeugnäherin. Bekanntmachung. In bas hiesige Handelsregister wurde heute bezüglich der Firma „Goldenberg & Marcus" zu Gießen eingetragen: Dem Kaufmann Carl Pfeiffer zu Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, am 9. Januar 1902. 430 Großherzogliches Amtsgericht. Holz-Versteigerung. Am Donnerstag dem 16. d. Mts., von vormittags 9 Uhr ab, kommen aus dem hiesigen Rachause folgende Holzsortimente aus dem Gemeindewald Krofdorf zum Verkauf: Distrikt Seiles 7 c, d, Eichen: 81 rm Scheit und Knüppel, 42 rm Stöcke, 335 rm Reiser; Buchen: 437 rm Scheit und Knüppel, 115 rm Stöcke, 779 rm Reiser. Distrikt Seileserstuck 7 e, Nadelholz: 1 rm Knüppel, 76 rm Reiser. Distrikt Eichwald 9 b, Eichen: 60 rm Knüppel, 255 rm Reiser; Buchen: 3 rm Knüppel; Nadelholz: 3 rm Knüppel, 117 rm Reiser. Steibusch 13 a, Wegelinie, Eichen: 10 rm Knüppel, 11 rm Stöcke, 59 rm Reiser. Leschewald 14 a, Wegelinie, Buchen: 40 rm Scheit und Knüppel, 12 rm Stöcke, 65 rm Reiser, 1 rm Birke-Knüppel. Eichwald 10 a, Wegelinie, Eichen: 17 rm Knüppel, 7 rm Stöcke, 100 rm Reiser; Buchen: 1,5 rm Knüppel, 25 rm Reiser; Nadelholz: 8,5 rm Stöcke, 70 rm Reiser. Distrikt Erlenschlag 18 a, Buchen: 25 rm Scheit und Knüppel, 12 rm Stöcke, 74 rm Reiser. Distrikt Eichwald 12a, Eichen: 31 rm Knüppel, 285 rm Reiser; Buchen: 176 rm Scheit und Knüppel. Krofdorf, den 9. Januar 1902. 436 Der Bürgermeister. Versteigerung. Dienstag den 14. d. Mts., von ll,2 Uhr au, versteigere ich Neuenweg 28: 1. 1 Musikautomat, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Waschkommode. 2. 1 Kassen,chrank, 1 Schreibtisch, 2 Kleidcrschräuke, 1 Tivan, 1 Chaiselongue, 1 Berticow, 1 Trumcaux, 5 Kücheuschränkc, 11 Waschkommoden, 4 Nachtschränkchen, 3 Kommoden, 1 Wanduhr, 4 Tische, 2 Paar Bett- stelle«, 1 vollständiges Bett, 2 Kinderwagen, 6 Kuabcn- auzüge, 9 Sommerjacketts u. v. A. zwangsweise gegen bar. NB. Sämmtlrchc Sachen sind neu und findet die Versteigerung bestimmt statt. 0169 Greßen, 10. Januar 1902. Seipel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Montag den 13. d. Alts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier Bahnhofstraße 34: 400 Ctr. Authracitkohleu, 150 „ Preßklötz, 150 „ Briketts. 438 Gießen, 10. Januar 1902. Seipel, Gerichtsvollzieher. Hohversteigerung imMiksccktt törmrinbnudb. Freitag den 17. Januar 1902, vormittags 10 Uhr beginnend , sollen im Wiesecker Gemeindewald, Distrikt Badenburgerwäldchen, versteigert werden: a) Bau- und Stutzholz: 36 Eichenstämme mit 24,27 fm, meistenteils zu Schnittholz geignet, 116 Nadel - Stämme mit 29,87 fm, 1006 Nadel-Derbstangen mit 62,27 fm, b) Brennholz: 27 rm Buchen-Scheitholz, 157 „ Eichen- „ 2 „ Aspen- „ 70 , Nadel- „ 4 „ Buchen-Knüppelholz 105 „ Eichen- „ 124 „ Nadel- „ 2210 Wellen Buchen-Reisig, 1765 „ Eichen- „ 3015 „ Nadel- 2 rm Buchen-Stockholz, 36 „ Eichen- „ 19 „ Nadel- „ Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Lollar, am Badenburgerwäldchen. Wieseck, 10. Januar 1902. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 434 Versteigerung. Dienstag den 14. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 437 1. Salon- und Sopha-Tische, Rohrstühle, Berticows, Nachtschränkchen, Kleiderhalter und etwa 18 gebrauchte, aber «och gut erhaltene Stehlampen. 2. 5 Pferde, mehrere Wagen, 250 Meter Schienengeleise, Aorzellanwaren, Gold- und Silbersachen u. diverse Atöbel. Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt und zu 2 teilweise statt. Born, Gerichtsvollzieher. 0 v Statt jeder besonderen Mitteilung 6 0 0 0 442 Km-crmchl -Büchsen kauft 0141 KnnlMelnche WWWM o 0 0 o 0 0 Rahel Ganss Otto Potzernheim Verlobte. Kartoffeln prima auserlesen, magnum bonaro und gelbe Mäuschen, liefert frei Haus äußerst billig 440 J. Weiwei. Sonnenstraße 6. Die Verlobung ihrer Tochter Rahel mit dem Kaufmann Herrn Otto Potzernheim beehren sich anzuzeigen S. Ganss und Frau, Bictoria-Drog., Marktstr. 5. Atctstltms WM- zu kaufen gesucht. Geometer Philippi, Ober-Ohmen. 343 094J Büglerin empf. sich m u. außer dem Hause. Brandpl. 12. Auch werd, das. Kleider gereinigt. Frk., nn Weißzeugnah. u. 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D. ReichS.-Anl. do..... Preuß. Consols do..... Badische v. 86 . Bayern . . . Bayer. St.«Obl. Heff. St.-Obl. . do..... do..... Württemberg. . Bremen v. 1899 Hambg. v. 1899 Ausländische. Griech. E.B. von 1890 . . . Griech. Monop. Italiener Rente do..... Oester. ^Solbrtc. 101.15 90.90 101.40 90.90 99.40 105.15 99 90 105.20 99.- 88.— 99.45 98.40 98.90 37.50 42.30 100.75 64.55 101.45 101.30 90.40 101.60 90.40 105*05 100.30 105.20 99.40 87.90 99.90 98.80 37.80 42.30 101.10 102*50 1 4 3 4 4% 5 4^ 4 5 6 5)4 4 >4 3y 3 5 5 3 3)4 3y2 4 3 y 4 Türk. Lit. 1). . Ung. Goldrente Ung. Anl. . . do. Staatsrente do. E. B. Gold v. 89 . . . Arg. inn. Anl. do. äuß. v. 88 . Aeuß. v. 1897 . Chinesische Aul. Chinesen. . . ," v. 1898 Egypt. priv. . „ garant. . Mexico v. 99 . do. Ser. I-IV.. do. Silber . . Städte-Gblig. Gießener (alte). do. v. 96 . . Mainzer. . . do..... Offenbacher. . 100.15 84.20 95.60 102.80 70.'- 64.20 97.80 103.40 102.30 88.05 102.80 100.- 97.85 41.20 26.65 102*10 24.75 100.75 84.20 96.15 103.30 7L— 64.90 98.20 103 70 103.90 88.20 103.- 100.— 97.65 41.45 26.80 103*30 102*25 47» 4 37» 37- 4 37» 4 4 4 4 3 4 3 3 3 3 3 Lisend.-Priorit. Deutsche. Homburger. . Pfälzische . . Pfälzische . . Südd. Eisenb. . Braunschweig. LdS.-E.-B.II.E. do. I. E. . . Allg.dtsch.Kleinb. Ausländische. Elisab.-B. strfr. Kaschau-Oderbg. v. 91 . . . Lombarden . . do. .... Oest. Staatsb.. do. I—VIII . do. v. 85 . . do. Erg.-Netz . Prag-Dux 96 . Raab-Oedenbg. (alte) . . . 103.10 98.- 92.80 101.50 94.- 55.50 100.95 9T30 67.75 101.- 93.30 89.- 92.20 82.10 75.50 103*50 92*20 102.— 94.— 54.55 101.20 92*80 101*40 92*25 83 — 75.60 37e 37» 4 4 37» 4 4 3V» 4 37» 37» 37, 4 4 4 4S do. Ser. 28, 30, 33 ... . do. Ser. 29 . Ldw. Cred.-Bk. Hambg. Hypbk. Ser. 141—250 do. 46—190 . Meining. Hyp. do. neue . . . do. unk. 1907 . Preuß. Hypbk. . do. 1905 . . Rhein. Hypbk. unk. 1904 . Westdlsch. Boden« credit in Cöln Ung. Lds.-Ctr.. Diverse. Buderus . . Ersenb. Rtbk. . Hirzh. u. Lollar Bank-Aktien. 92.— 92.— 98.50 91.50 99.50 100.- 92.50 85.90 79.30 93.- 91.60 88.50 94*60 92.50 92.50 96.15 98.50 92.25 99.50 100.— 92.50 85.50 80.30 93L0 91.70 89.- 95.60 95.- Industrie -Aktien Kleyer Fahrrad Henninger Brauerei . , Farbw. Höchst . Zementfabrik Karlstadt . . Bad. Anil.- u. Sodafabrik . Fabrik Griesh. Chem. Fabrik Albert . . . Elektr. Boese . „ Kontinent Nürnbg.. „ Helios . „ Lahmeyer „ Schuckert „ Siemens u. Halske Filzfabr. Fulda Löhnberg.Mühle Faber u. Schleicher .... Maschf. Gritzner Schnellpressen Frankenthal . Schuhfabrik Otto Herz u. Co. . Siemens Glas Nordd. Lloyd . Concordia Bergwerk . . . Dortmund.Uuion Eschwlr. Bergwerk . . . Donnecsmark« Hütte . . . Hörder Bergw. Kölner Bergw. Mannst.-Fayon Nordstern Bergw. Phönix Riebeck Montan Schalker Grub. Bochumer Guß. Gestent. Bergw. 139.- 135.50 324.- 83.50 373.- 212.— 161.— 103.— 65.- 35.60 111.30 107.50 142.- 102.— 66.- 120.— 150.- 140.— 138.— 323.- 92.80 380.— 217.- 162.30 103.70 36.70 112.- 110.10 143.- 102.— 66.- 120.— 152.— 4 4 5 3*» 3 4 5 Harpener Bergwerk . . . Der. Königs« u. Laura . . . Sisenb.-Attien. Oester. Staatsbahn . . . Oesterr. Südbahn Gotthardlbahn. Jura Simplon Princ Henry . Northern Pac. Transvaal . Lose in Prozenten. Bad. Thlr. 100 Bayer. Thlr. 100 Donau-Regul. . CölN'Mindener Madrider . . Mein. Thlr. 100 Oesterr v. 1860 Oldenb. Thlr.100 Raab-Grazer . Türk. Frs. 400 pr. Stück i. Mk. Ansbacher fl. 7 Augsburg, fl. 7. Brfchw.Thlr.20 Freiburg. Frs. 10 Mailand. Frs. 10 Meimnger fl. 7 Pappenh. fl. 7 Venediger L. 30 158.70 187.50 140.50 20.90 165.50 90*50 100.50 165.50 140.80 131'.— 44.- 128.80 142.75 99*80 105.— 56.- 27.95 128.— 28.80 16.— 27.20 162.70 190,10 140.50 20.40 165.— 92*.- 141.90 133*.- 131.40 44.10 130.75 145.40 101*20 106.50 66LO 28.50 29*15 17.50 27.70 29 — 27.60 47, 3 5 3 5 Oester.Silberrte Oest. Lokalbahn „ Galiz. Karl« Ludw.-Bahnin Silber . . . Portug. Staat. do..... Rum. am. Rte. 99.50 103.20 39.25 26.30 94.70 99.85 101.40 39.85 26.60 94.95 4 3y 3/4 3J4 4 4 4 4 Wormser . . do..... Frankfurt a. M. Darmstadt . . Mannheimer . Münchener . . Nürnberger. . Pforzheim . . Wiesbaden . . Babenhausen . Lissaboner . . Rom Il-VIII . Buenos-Aires . Standerhrl. Anl. S.-Braunf. . . do..... do. Lich Ascnb.-Bierst. . 102.60 96.50 97.25 96.60 103.10 103.15 103.- 102.50 102.55 96.70 97L5 103*— 103.10 102.75 103.25 71*50 100.10 71.— 96*10 3 4 3 3 4 5 4 4 do. v. 97 . . Rudolf Gold Jtal. gar. E. B. Livorneser . . Sizil. v. 91 . Toscanier . . Ruff. Südost . do. Südwest Rjäsan-UralSk. Wladikawkas . Anatolier . . Salon.-Mon. . Pfandbriefe. Franks. Hypotbk. XIV .. . do. xn-xm . do. xv . . Frkft. Hypoth.- Credilverein . do. Ser. 27 , 71.50 100.95 64.10 65.- 100.80 101.65 71.90 64*35 65.05 100.85 101.75 98.50 Dtsch. Reichsbk. Berliner Hand. Darmstadt. Bk. Deutsche Bk. . Dtsch. Genoffbk. Discl.-Comm. . Dresdner . . Franks. Bank . D.Eff.u.Wechs.« Bank . . . Pfälzische Bank Schaffhsr. „ Bank für Süd« deutschland . Mitteldtsch. Nationalbk. Oest. Cred.-Akt. Wien. Bankoer. 150.— 140.20 126.15 204.80 101.— 182.— 129.70 180 154.— 143.90 129.- 205.95 101.50 184.95 131.80 183.— 103.— 114.— 114.— 102.30 108.50 104.- 204.10 164.— 125 — 227.- 105.50 271.50 45.50 186.75 185.— 99.10 308.75 140.50 211.25 132.30 207^0 296.— 177^- 164.- 125.— 234.— 107.90 271.— 46.25 189.— 187.60 102Lo 310.— 144.— 221.75 134^0 214.— 312.— 179LS 17W 3 27- 3 £ 4 3% 3%. 3 : 5 L Ruman. v. 1890 Russen v. 80 . Ruffen Gold« Anl. . . . Ruff. Staats» Rte., Rubel . 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Goldmark. 2. Konzert für Cello, A-moll....... . . C. Saint-Saöns. 3. Einleitung zu Manfred . . . .......R. Schumann. 4. Solostücke für Cello mit Pianoforte ..... D. van Goens. 6. Ouvertüre zur Oper: Die verkaufte Braut ... Fr. Smetana. Eintrittskarten zmn Konzert kür Hiohtmitglieder zu Mk 2.60 (Sperrsitz Mk. 8.50), sind in der Musikalien- handlung von Ernst Cballier (Rudolphs Nohfl.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Hauptprobe: Vormittags H Uhr. Eintrittskarten Mk. 1.—. — Schülerkarten 60 Pfg. 816 419 Erster großer Maskenball des MaWeOMr-Dereivs Samstag den 88. Januar abends 8 Uhr, tot Saale des ßafö Lew. Es kommen die schönste» und ueuesterr Gruppe» zur Aufführung, sowie sonstige große Ueberraschungen. Eintrittspreise: Herrenkarten im Vorverkauf 75 Pfg., an der Kasse Mk. 1.—, Damenkarten im Vorverkauf und an der Kasse 50 Pfg., Geheimkarten 30 Pfg^ Gallerte 20 Pfg., zu haben bei den Friseuren Ast, Neuenbäue, Zsteik und Ankt, Wallthorstraße, Htestaurant Wogt, Sonnenstraße, Restaurant Kuhnhold, Riegelpfad, nnb bei ben ^itgüede---. $ct jx,rstau°. Lony's Bierkeller. Sonntag den 12, Januar 1902: Hroßes Tanzvergnügen. Närrische Überraschungen. Anfang 4 Uhr. 0152 Anfang 4 Uhr. 3n vermieten 0162] Eine 4-Zimmerwohn. an ikinderl. Leute z. v. Westanlage 9. 0158] Schöne Manst-Wohnung im 3. St., 5 Räume nebst Zub., Meichpl. u. Gartenant, p.l.April a.rL.z.v. Hderstr.2, EckeNordanl. * 435] Die Wohnung im mitt- leren Stock der Kleinkinder- schule, Diezstraße 15, mit 5 Zimmern und Riansardenstube, ist von April 1902 an neu zu vermieten. Man wolle sich an den Unterzeichneten od. an Herrn Fabrikant und Stadtrat Emil Schmal! wenden. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. 0168] 3. 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