Freitag 10. Oktober L»«S ISS. Jahrgang Erstes Blatt. Lchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger «ießen. FernsprechanscklußNr.51. Heer und Flotte. Im Verlage der Hofbuchhandlung von Karl Sigismund in Berlin erschien soeben: Stecherts Armee-Einteilung und Quartier-Liste des deutschen Reichsheeres und der Kaiserlichen Marine. Nach amtlichen Quellen bearbeitet und herausgegeben von der Redaktion des Deutschen Soldatenhorts. Einzelpreis 80 Pfg. Berlin, 9. Oft. Die Einführung eines neuen Gewehrgriffes hat der Kaiser nach der Vorstellung der beiden Ehren-Compagnien, die er in Rominten beabsichtigte, angekündlgt. Der neue Griff soll dem früher unter den 91a» men: Faßt das Gewehr an! bekannten Griffe ähnlich sein. Er soll eine Ehrenbezeugung darstellen. Dresden, 9. Olt. Der König bestimmte unterm 6. Oktober, daß an Stelle der Kriegsartikek für das Heer vom 31. Oktober 1872 die Kriegsartikel vom 22. September 1902 treten sollen. Wien, 9. Okt. Das Armecverordnungsblatt meldet: Der Kaiser ernannte den König Georg von Sachsen zum Oberstinhaber des 3. Dragoner-Negts., den Prinzen Johann Georg von Sachsen zum Oberstinhaber des 11. Jnfanterie- Regts. und den Prinzen Ruprecht von Bayern zum Oberstinhaber des 43. Jnf.-Regts. Wien, 9. Okt. Das Armeeverordnungsblatt macht bekannt die Enthebung des Oberstleutnant Grafen Stürghk von seinem Posten als Militär-Attachs bei der öslerr.- ungar. Botschaft in Berlin, unter dem Ausdruck der allerhöchsten Zufriedenheit, sowie die Ernennung des Hauptmanns Alois Ritter v. Klepsch-Kloth zum Militär-Attachö in Berlin. Nr. 238 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem kesfischen Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Untvers.-Buch-u.Stetn- druckerei (Pietsch (Erben) Redaktion, Expedition Bekanntmachung. Großh. Ministerium der Justiz hat als Tag, an welchem mit der Anlegung deS Grundbuchs für die Gemarkung Burkhardsfelden zu beginnen ist, den 16. Oktober 1902 bestimmt. Gießen, den 8. Oktober 1902. Großh. Amtsgericht. Wiener. 12.^' ii-IWii Meldungen werden ' angenommen. " Schülerinnen unöuf- bis S Uhr abends chinöerl smd, begM d igeph LehrmÄ sprechende 'i cmAchende Ä Mheres m d.^ 3^71' bess. Mädcher cm oder Stütze,, und kinderlieb, Ausland. London, 9. Okt. Der Regierung nahestehende Kreise versichern, daß man entschlossen sei, die Buren-Generale aufzufordern, entweder sich von den Einflüssen des Dr. Leyds gänzlich loszusagey oder aber jede Hoffnung aufzugeben, daß die Regierung den Buren weiter entgegenkommen werde. Birmingham, 10. Oktbr. Chamberlain hielt gestern hier eine Ansprache an seine Wähler. In Birmingham ist ein bedeutender Teil der liberalen Unionisten mit der Erklärung hervorgetreten, daß er gewisse Artikel der Unterrichtsbill energisch mißbillige. Chamberlain erkannte in seiner Rede an, daß die Vorlage Unvollkommenheiten enthalte, und erklärte, die Regierung werde Abänderungsanträge zu dem Gesetzentwurf annehmen, den Entwurf selbst aber nicht zurück- ziehen. Der Minister schloß mit einem warmen Appell an die Einigkeit der Partei, und erklärte, falls der Entwurf abgelehnt werde, werde das Kabinet zurücktreten. Zürich, 9. Okt. Beim Bau des Simplon- DM vormmage 85 Zrmädche« fttättltte v.W Ä*» ßillze W hützenvere- am SoMltag^ lag' *JJjyib nach & bangenden Fragen zu erörtern. Man glaubt, daß die zweite Beratung im Plenum schon am 16. d. M. beginnen werde. — In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde der Antrag des Königreichs Sachsen betreffend Ergänzung der Prüfungsvorschriften für Trichincnschauer, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Ferner wurde Beschluß gefaßt über den zollfreien Einlaß der von der diesjährigen ersten internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin zurückgelangenden Güter. Zustimmung wurde erteilt: Dem Bericht des 4. und 2. Ausschusses über die Vorlage, betreffend die Abänderung der Vorschriften über Zulassung ehemaliger Angehöriger des Maschinenpersonals der kaiserlichen Marine als Maschinisten in der Handelsflotte, sowie Bericht des 4. und 6. Ausschusses, betreffend Entwurf von Vorschriften über Einrichtung und Betrieb von Roßhaar-Spin- n e r e i e n, Haar- und Borstenzurichtereien, sowie Bürsten- und Pinselmachereien, ferner dem Entwurf einer Verordnung wegen anberweiter Anrechnung des Wohnungsgeldzuschusses bei Bemessung der Pension für die Reichsbeamten und der Vorlage vom 18. September d- I., betreffend die U e b e r s ch r e i t u n g des Besoldungsund Pensions-Etats der Reichsbankbeamten (mit Ausnahme der Mitglieder des Reichsbankdirektoriums) für das Jahr 1900. — Der erste deutsche Koloüialkongreß, der auf Anregung der deutschen Kolonialgesellschaft von einer großen Anzahl kolonialer, geographischer und Missions- Gesellschaften einberufen worden ist, beginnt: morgen im Reichstagsgebäude seine Verhandlungen. Ueber 1000 Teilnehmer sind aus allen Teilen des Reiches und des Auslandes eingetrosfen. Sie werden sich heute zunächst in der Wandelhalle des Reichstages zu einem Begrüßungsabend vereinigen. Tie diesjährige Generalversammlung des Bundes der Industriellen wurde heute vormittag im Kaiser- Hof durch den Geh. Kommerzienrat Wirth mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Als Vertreter des Reichsamts des Innern wohnt Regierungsrat Volker den Verhandlungen bei. — Tie „Freisinnige Ztg." meldet: Seitens der Freisinnigen Volkspartei wird eine Interpellation betr. die Fleisch teuerung sogleich bei Beginn der Reichstagsverhandlungen eingebracht werden, mit der Anfrage, welche Maßnahmen die Verbündeten Regierungen ergriffen haben oder zu ergreifen beabsichtigen angesichts der herr- jchenden Fleischteuerung. Posen, 9. Ott „Im Interesse d e s Di e n st e s" sind, wie der „Kur. Poznanski" aus Posen meldet, sieben polnische Eisenbahn-Unterbeamte nach Halle versetzt. _________ Zucht. _ ~ a _ Bezugspreis, W ® monalltch7bP1^ viertel» Glehener Anzeiger»« ** General-Anzeiger ” ** ‘SS Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen WZZ v ? ** zetgsnteil: Han» Beck. i.u.h nrnuni iwd) Kur: lHWantnun6(niBtrt' tynWMIV. W ariehne Itaweto tollen i'. th, Berlin, > bC.üSu. kuQckporto y:m’j.liai)a).|,eieiLL;. müch.,d.allesbM!»:: andarb.versl.KiPzn^ Ü] Lüchl. SDiäbt^i sl] Emr aümjitbc Stau, mit am Z«. jucht Zlell. aUKch: :au. 9ldt), iu Miet Tunnels sind offenbar Schwierigkeiten solcher Art entstanden, daß die Unternehmung befürchtet, den Akkord- Vertrag nicht einhalten zu können, und deshalb auf einen neuen Vertrag ausgeht. Nach der „Züricher Post" schweben zwischen der Jura-Simplon-Direktwn, der Bau- Unternehmung und dem eidgenössischen Eisenbahn-Departement ernste Verhandlungen über eine bedeutende Verstärkung der Installationen für Luftzufuhr. Man spricht davon, in den Rückkauf der Jura-Simplon-Bahn den Tunnel vorerst nicht einzubegreifen. Madrid, 10. Okt. Tie Cortes wurden auf den 2 0. Oktober einberufen. Gibraltar, 10. Okt. (Reuter.) Infolge der von den spanischen Behörden angeordneten Schließung eines in spanischer Grenzzone gelegenen sozialistischen Klubs kam es gestern nachmittag zu schweren Ruhestörungen, wobei die Sozialisten auf die Polizei schossen. Tiese erloiderte das Feuer. Fünf Ruhestörer sollen getötet und mehrere verwundet worden sein. Tie Sozialisten: machten darauf einen Angriff auf das Stadthaus und andere Gebäude, wurden aber von den Truppen zerstreut. Neue Unruhen werden befürchtet. Wien, 9. Okt. In hiesigen diplomatischen Kreisen werden die alarmierenden Meldungen aus Mazedonien als mindestens stark übertrieben bezeichnet. Auch wird die Meldung von einer revolutionären Proklamation des Obersten Nicolow als gefälscht erklärt. Weiter wird daran festgehalten, daß die Türkei den Einwirkungen Rußlands und Oesterreichs Rechnung tragen werde und daß dann die Aufstandsbewegung wegen Mangel an auswärtiger Unterstützung baldigst in sich zusammenbrechen wird. Port au Prinee, 9. Okt. Tie provisorische Regierung erklärte für Go naives und St. Marc eine neue Blockade, die am 12. d. M. 6 Uhr früh beginnen soll. Die Ktkämpsung des MädcherchandeLs. Frankfurt a. M-, 9. Okt. In der heutigen Vormittagssitzung, die sehr zahlreich besucht war, führte Saburosf-Petersburg den Vorsitz. B4- renger-Paris hatte abgelehnt, weil er $u schlecht deutsch spricht. Coote-London gab bekannt, daß die englische Regierung zum Zeichen ihres Interesses an den Verhandlungen des Kongresses ihren hiesigen General-Konsul oder dessen Vertreter beauftragt habe, den Verhandlungen beizuwohnen. Pfarrer B u r ck h a r d t - Berlin referierte sodann über die „Aufgaben des National-Komitees." Bor allem müsse strengste Ueberwachung erfolgen. Ausklärende Veröffentlichungen in der Presse, Vorträge und Reden in Vereinen und Versammlungen tragen zur Heranziehung neuer Mitarbeiter bet Tie Vermietungsbureaus, die Quellen des Mädchenhandels, seien genau im Auge zu behalten. Zusammenarbeit des National-Komitees mit den Negierungen sei geradezu unerläßlich. Jedes National-Komitee sei ein Glied der internationalen Kette und müßte sich dessen bewußt jein. Kein Verbrechen sei so international wie der Mädchenhandel und gerade deshalb so schwer zu bekämpfen. Man müsse soweit kommen, daß jedes Nationalkomitee genaue Erkundigungen einziehe über die Verhältnisse seiner Töchter im Auslande und dann eventuell darüber mit den Nationallomitees der betreffenden Länder verhandeln. Außer der Zentralisation sei auch eine ausgedehnte Dezentralisation nötig. In allen Hauptstädten, Hasen- und Grenzstädten müßten Zwei-Komitees bestehen. Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit den bestehenden Sittlichkeitsund anderen Vereinen. Redner stellt schließlich folgende Anträge: 1. Ter Kongreß empfiehlt jedem National-Komitee, Zweigkomitees zu bilden, mit der Regierung sowie mit allen größeren für unsere Frage interessierten Vereinen seines Landes in Verbindung zu treten, und in jedem Jahre eine National-Konferenz zu veranstalten. 2. Der Kongreß beschließt die Bildung eines möglichst zentral gelegenen Arbeits- oder Informations-Bureaus, mit dessen Bildung ein engerer Ausschuß beauftragt wird, welches in engster Fühlung mit dem leitenden Komitee in London zu arbeiten haben würde und dessen Kosten vom Kongreß, bezw. den von ihm vertretenen National-KvmiteeS aufgebracht werden sollen. 3. Ter Kongreß beauftragt das leitende Komitee, in allen Ländern, in welchen National-Komitees noch nicht bestehen, solche unter Hilfe der verschiedenen National- Komitees baldigst ins Leben zu rufen. Wo die Bildung eines eigentlichen Nationalkomitees nicht angängig ist, sind Kommisjivnen zu bilden, bezw. Vertrauenspersonen zu gewinnen, und diesen Verbindung mit den europäischen Gesandten oder Konsuln zu verschaffen. Alsdann beginnt die Diskussion. Frl. Helene Lange- Berlin, Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Lehrerinnen- Vereins, bittet, im Auslande die Lehrer und Lehrerinnen zur Mitarbeit heranzuziehen. Frau Fuchs-Budapest stellt den Anschluß des ungarischen Vereins zum Schutze junger 'Mädchen an den internationalen Verein der Freundinnen junger Mädchen in Aussicht. Geistl. Rat Werthmann- Freiburg i. 58. wünscht die Gründung einer internationalen Liga gegen die Unsittlichkeit. (Beifall.) Pfarrer Sic. We- b e r-M.-Gladba.ch tritt für die Anträge des Pfarrers Burck- hardt ein. Frau Henriette Fürth sagt, in erster Linie müsse man die Erziehung der jungen Mädchen verbessern, für Arbeitsgelegenheit und anständige Bezahlung sorgen. Tas sei auch eins der Mittel gegen den Mädchenhandel. Arbeiter-Bildungsvereine und gewerbliche Organisationen wirkten schon lange in diesem Sinne. Propst r>. d. Goltz Berlin befürworte! die Anträge Burckhcrrdts. Verenger- Paris ist gegen Annahme des Antrages 2, und beantragt Uebermeifung aller Anträge an die einzelnen National- Komitees. Graf Keller ist für Annahme des Antrages. Zu der Berliner Aeise der ZZurensirhrer. Wie vorauszusehen war, hat das Scheitern der geplanten Audienz der Burengenerale beim Kaiser überall peinliches Aufsehen hervorgerufen. Man hat allgemein das Gefühl, daß nnserm Kaiser hier eine hochherzige Absicht schlecht gelohn wurde und daß ihm ein Affront widerfahren ist, wo er freudige Dankbarkeit erwarten durfte. Aber gerade in solchen Augenblicken politischer Erregung ist es andererseits doppelt die Pflicht, in ruhiger Weise den inneren Zusammenhang der Tinge zu prüfen und zu erkunden. Die Audienzfrage dürfte folgende Vorgeschichte haben: Dem Kaiser ist von dem beabsichtigten Besuche der Buren- generale in Berlin Mitteilung erstattet worden, wie dies von jedem Ereignis von politischer Bedeutung pflicht- näßig zu geschehen hat; an diese Mitteilung dürften sich weitere Erörterungen geknüpft haben und hierbei auch geragt worden sein, wie sich die Regierung zu verhalten jätte, falls etwa die Generale um eine Ar.diez bitten ollten. Darauf ist die bekannte Entscheidung gefallen, der Kaiser werde sie empfangen, wenn sie sich durch den englischen Botschafter vorstellen ließen. So war die Angelegenheit von vornherein der englischen Regierung anheim- gegeben, denn selbstredend kann der hiesige englische Botschafter nur solche Personen unserem S-ouverain vorstellen, die seiner, der englischen, Regierung genehm sind. Ter Burenkommandant Louis W. Botha, ein Neffe des berühmten Generals Botha, der vorgestern abend von Köln kommend in Berlin eingetroffen ist, wurde bei feiner Ankunft von einem Herrn von Loßberg, der an dem Feldzug auf feiten der Buren teilgenommen hatte, erwartet. Ter Kommandant nahm mit seiner Begleitung im Hotel de Russie Wohnung. Tie zahlreichen Besucher, die sich eingefunden hatten, wurden sämtlich abgewiesen mit oer Erklärung, daß der Kommandant heute abend bereits nach Köln zurückreise. Botha hat den Haag, wie aus seiner Umgebung mitgeteilt wird, am Dienstag, 7. d. Mts., mit dem Nachtzug verlassen. Kurz vor seiner Abreise hat er, so behauptei er wenigstens, seinen Oheim gesprochen. Aus der Unterhaltung hat er den Eindruck gewonnen, daß die Generale iu bester Stimmung der Reise nach Berlin entgegensahen und zumal über die Aussicht erfreut waren, den deutschen Kaiser kennen zu lernen. Von irgend welchen Bedenken bezüglich dieser Frage will Herr Botha auch nicht das Geringste wahrgenommen haben. Tie Stimmung, welche die gestrige halbamtliche Erklärung in England hervorgerufen hat, schildert folgendes Londoner Telegramm: Die Entscheidung Kaiser Wilhelms in Sachen des Empfanges der früheren Burengene- rale wird von allen Organen der englischen öffentlichen Meinung im Interesse des guten Einvernehmens zwischen England und Teutschlaud willkommen geheißen und die vollkommen korrekte Haltung der kaiserlichen Regierung Frankreich und den Vereinigten Staaten zur Nachahmung empfohlen. Tas Verlangen einer kaiserlichen Einladung seitens der Generale wird als eine auf völliger Verkennung der Lage beruhende Dreistigkeit und ihr offenbarer Wunsch einer Umgehung des englischen Botschafters als ein Symptom bezeichnet, das die Gewährung der den Generalen zugedacht gewesenen Verrrauens- stellungen in der Verwaltung der eroberten Republiken unmöglich mache. Weiter wird uns ans London telegraphiert: Fast alle Morgenblätier beschäftigen sich mit der gestrigen Mitteilung der „Nordd. Allg. Ztg." über den Empfang der Buren- generale. „Taily Telegraph" schreibt zum Schluß eines längeren Artikels: Alle die, welche bessere Beziehungen zwischen den beiden großen Volkern und Forderung der wahren Interessen der Burenführer selbst wünschen, werden ohne Frage froh sein, daß der Empfang der Buren- generale durch den deutschen Kaiser nicht stattfindet. „Daily Chronicle" führt aus, daß die Angelegenheit in dieser Weise entschieden sei, gießt Anlaß zur Befriedigung im Interesse interiracionalen Entgegenkommens. „Standard" sagt, wir hätten zur Ehrung derjenigen, die wir als furchtlose und gewandte Gegner achten gelernt haben, gewünscht, daß die Generale vermieden hätten, sich in die Position zu begeben, in der sie sich jetzt befinden. Die französische Regierung wird sicher her korrekten Haltung des Kaisers folgen und sich.mit einigen schönen wohlwollenden Worten begnügen. Tas wird die Billigung aller vernünftigen Fran- ;osen finden. Deutsches Reich. Berlin, 9. Okt- Aus Kabinen wird gemeldet: Beim Kaiser sind zum Vortrag in Cadinen die Minister v. Hammerstein und Studt eingetroffen. — Tie Fürstin Hohenlohe-Langenburg, die längere Zeit in einem hiesigen Sanatorium weilte, konnte dasselbe, wie die „Germania" meldet, heute nach einer glücklich überstandenen größeren Operation vollständig ge- heilt wieder verlassen. — Wie ein parlamentarischer Berichterstatter meldet, dürfte der Seniorenkonvent des Reichstages bereits am 15. d- M. zusammentreten, um die mit der zweiten Beratung des Zolltarises im Plenum zusammen ie' ©ilM1 er ar. wurden von Bi und zei bormei L menti digei bovyt, "taai5ar ?ter > f*W yfij ^vuat Kunst und Wissenschast Berlin, 8.Cf:. Mae 1 erlinck's Schauspiel „Monnö 23 onna' erzielte im Deutschen Theater einen starken, wenn auch und Schauspieler E. Walkotte-Berlin unter gütige Mitwirkung des Herrn Kantor W. Schmidt-Wetzla unter $ jtnionl San ,L m labrff t b eui|frip m erreichen *Men .kV Aasten j ^wtine, Syuätu ’Aftene 1 Aus Aladt und Land. Gießen, den 10. Oktober 1902. •* Gedenktage. Vor 100 Jahren, am 11. Oktober 1802, wurde der Bildhauer August Kiß zu Paprotzan in Obcrschlesicn geboren. Nachdem er als Modellarbeitcc in einer Eisengießerei gearbeitet hatte, kant er nach Berlin zu Rauch. Seine berühmt gewordene Antazonengruppe, die 1843 auf der östlichen Treppenwange des Berliner Museums Aufstellung fand, beschäftigte ihn schon damals. Schloß Babelsberg, der Schloßhof zu Berlin, der Wilhelmsplatz, Breslau und Dessau sind durch Standbilder aus seiner Hand geschmückt. Kiß starb 1865 in Berlin als Mitglied der Kunst- akadeniie und Professor am Gewerbeinstitut. ** Universitäts > Nachrichten. Ueber den Lebensgang des Professor Tr. Wuensch, der als Nachfolger Prof. Gundermanns an die hiesige Universität berufen wurde und diesen Ruf aud> angenommen hat, erfahren wir folgendes: Tr. Richard Wuensch wurde geboren zu Wiesbaden im Juni 1869. Sein Vater verlegte 1877 seinen Wohnsitz nach Wetzlar, woselbst Wuensch in das Gymnasium eintrat und die Reifeprüfung ablegle. Sodann bezog er der Reche nach die Universitäten Marburg, Berlin, Bonn und promovierte im Jahre 1893 zu Marburg auf Grund seiner Tissertation „De Tactti Gcrmaniae codicibus Ger- manicis". Im Oktober 1898 habilitierte er sich an der Universität Brcslan mit der Schpist „Prolegomena in Jo° annis Laurentii Lydi librum de mensibus denno edendum." Leipzig. B. G. Teubner 1898. (Erschien vollst, u. mit dem Texte 1898 im gleichen Verlag.) 1'lußerdem veröffentlichte er: „Scthianische Versluchungstafeln er Vorschriften Über die Verordnung der Tagegelder, Reiseosten und Umzugskosten der Zivilbeamten betreffend, zur Bflicht gemacht. Namentlich ist bei der Festlegung von Terminen zur Vornahme auswärtiger Dienstgeschäfte thun- lichst darauf Bedacht zu nehmen, daß eine vorhandene Bahnverbindung benutzt werden kann. Wird aoer trotz vorhandener Bahnverbindung ausnahmsweise ein Wagen benutzt, so ist dies in dem Kostenverzeichnis zu erläutern. Muß mangels anderer Beförderungsmittel oder aus sonst lästigen Gründen ein Wagen benutzt werden, so ist mög- lichst aus Ersparung bepc Kosten Rücksicht zu nehmen. Wo es die Verhältnisse angezeigt erscheinen lassen, sind mit Fuhrwerksbesitzern Verträge über Leistung von Fuhren ab- ;uschließen. Die Genehmigung soll versagt werden, wenn )ie'ausbedungenen Preise die üblichen und angemessenen Sätze übersteigen." Diese Bestimmung ist am 1. Oktober in Kraft getreten. ** We gen der Beförderung der Begleiter von Viehtransporten auf der Eisenbahn ist der LandwirtschaftlicheVerein der Provinz Oberhessen bei der Eisenbahndirektron Frankfurt a. M. vorstellig geworden. Bekanntlich sollen die Viehbegleiter nach § 44, Absatz 4 in den Viehwagen Unterkunft finden, welche Bestimmung nach Ansicht der Beteiligten eine große Härte enthält, umsomehr, als der Aufenthalt in diesen Wagen mit dem Vieh zusammen für Menschen mit Lebensgefahr verbunden ist. 'Tie Eisenbahndirektion hat nun dem Landwirtschaftlichen Provinzialverein geantwortet, daß sie hinsichtlich der Beförderung der Viehbegleiter ihre Dienststellen bereits vor einem Jahre angewiesen hat, die betreffenden Bestimmungen der E.-V.-O. milde zu handhaben. Die Beförderung der Viehbegleiter soll bei Personenzügen in Wagen 4. Klasse, bei anderen Zügen thunlichst im Packwagen, namentlich zur Nachtzeit, während der heißen Jahreszeit und bei lange dauernden Transporten zugelassen werden. Auch soll diese Vergünstigung da gewährt werden, wo die Beförderung im Viehwagen eine unnötige, durch Betriebsrücksichten oder andere Umstände nicht bedingte Härte bedeuten würde. Die Eisenbahndirektion bittet, falls in einzelnen Fällen gegen diese Grundsätze gehandelt werden fällte, um Mitteilung, damit sie in der Lage ist, für Abhilfe zu sorgen. ** Aufbesserung der O r g anist en g ehälter. Der „Tarmst. Jtg." wird geschrieben: Durch die Blätter läuft die Nachricht, daß bei dem diesjährigen Orgelkursus Mitteilungen über die demnächsst bevorstehende Aufbesserung der Organistengehälter gemacht worden seien. Diese Nachricht ist in ihrem Schlußteil, der sogar schon bestimmte Summen nennt, irreführend und geeignet, ganz falsche Erwartungen zu erwecken. So richtig es auch ist, daß im Oberkonsistorium zurzeit Beratungen über eine Erhöhung der Organistengehälter stattfinden, so wird es doch bei den Schwierigkeiten, welche die von den verschiedensten Faktoren abhängige Regelung dieser Frage bereitet, wohl kaum in Kürze bereits zu einer allgemeinen Aufbesserung kommen. Insbesondere wird die Erhöhung bei der Lage vieler Kirchenfonds, die zur Zahlung der Orgatiisteiigehälter gesetzlich verpflichtet sind, sich in mäßigeren Grenzen halten müssen, als in Versammlungen und Zeitungsartikeln angenommen zu werden scheint. Tie demnächst zusammentretende evangelische Landessynode dürfte jedenfalls mit einer vorbereitenden Erörterung der Frage befaßt werden, und ist zu erwarten, daß die Hoffnung der Organisten auf eine entsprechende Gehaltsaufbesserung hierbei thunlichste Bc- rücksichtlgung finden werde. — Nösberts (Kreis Lauterbach), 8. Oft. Ein hie- siger Beamter entdeckte in einem Laib Brot, den er von einem Bäckermeister au§ Crainfeld gekauft hatte, eine 11 h r- fette, welche eingebacken war. — Was doch einem Bäcker nicht alles passieren kann. )( Wölfersheim, 9. Oft Ter hessische Staat erbaut zurzeit an unserem Bahnhof eine Briquett-Fabrik, in welcher das von der neuen Braunkohlengrube ,Ludwigs Hoffnung" geförderte Rohmaterial oerarbcuct und gepreßt werden soll. Die neue Grube liegt m Melbacher Gemarkung, 2 Km. südöstlich von hier und ist erst seit Frühjahr im Betrieb. Sie wird mit der Fabrik am Bahnhof durch eine Drahtseilbahn, deren Grundpfeiler schon zum Teil herge'lellt sind, verbunden. Bei günstiger Witterung hofft man die Bauten bis Neujahr zu vollenden und den Betrieb zu beginnen. In voriger Woche weilten Finanzminister Gnauth und Ministerialrat Braun mit mehreren Herren der Lberbergbehördc aus Darmstadt zur Besichtigung der Bauten hier. Neben der Fabrik wird ein Schornstein von 45 Meter Höhe errichtet, er soll gleichzeitig auch als Wasser- türm bienen; die Kosten des Schornuems sollen 60 000 Mk. betragen. In der Nähe befinden sich ferner ein Trocken- schuppen und vier Gebäude im Bau; letztere sind im Rohbau fertig und sollen als Beamtenwohnungen und Bureaux dienen. Die Fabrik ivird elektrischen Betrieb und elektrische Beleuchtung erhalten. Der hessische Staat hat für die Gesamtkosten 950 000 Mk. — fast eine Million — vorgesehen. Tas alte Bergwerk,Ludwigshoffnung" bei Melbach ist fast ausgebaut, der Betrieb wird m beschränktem Maße fortgesetzt. Maschinen und Betriebseinrichtungen wurden zum Teil nach der neuen Grube gebracht. Bekanntlich plante der Staat vor einigen Jahren den Verkauf des Melbacher Bergwerks an die Fürstlich Braunsels'sche Familie, die eine Viertelstunde östlich von hier bereits ein Braunkohlenbergwerk besitzt. [] Darmstadt, 9. Olt. Auch in der hiesigen Stabt* Verordnetensitzung werfen die demnächstigen Landtagswahlen ihre Schatten voraus. Der durch die Be- zirlsvereine seinerzeit in die Stadtverordnetenversammlung gewählte Buchhändler Seng hielt dem Oberbürgermeister Morneweg vor, daß die Antwort auf ein Gesuch einer Anzahl Einwohner um Verlängerung einer Strecke der elektrischen Bahn durch die Bürgermeisterei direkt ablehnend, teschieden worden sei, während die Stadtverordneten te- chlossen hätten und auch glaubten, daß die Angelegenheit in geschäftsordnungsmäßige Behandlung genommen werde. Ter Oberbürgermeister verteidigte dagegen seinen Stand- )unlt in energischer Weise; es wurde dann nach einer über eine Stunde dauernden, teilweise sebr scharfen Debatte mit großer Mehrheit ein Antrag Nodnagel angenommen, nach welchem sich die Versammlung mit der Behandlung >er Angelegenheit durch die Bürgermeisterei e in verlande n erklärt. Aus der ganzen Debatte konnte man genau die politische Situation überschauen; es war sehr auffallend, daß fast alle zur sogen. Oppositionsfxrrtei gehörenden Stadtverordneten den Beschluß seinerzeit in dem von dem Bürgermeister entgegengesetzten Sinne verstanden und aufgefaßt hatten. Durch Annahme des erwähnten Antrages wurde indessen dem Oberbürgermeister ein glänzendes Vertrauensvotum ausgestellt. Darmstadt, 9. Oft. Prinz Heinrich von Preußen unternahm am 8. ds., wie dem „23erL Lok.-AnL" aus Kiel gemeldet wird, eine Reise auf dem Automobil nach Darmstadt. Unterwegs wird er in Düsseldorf die Anstellung besichtigen. Mainz, 8. Oft- In einem hiesigen Hotel nahm vorgestern ein unbekannter Mann Wohnung. In der Nacht öffnete er die zu seinem Zimmernachbar führende Thür und stahl dem dort schlafenden Reisenden die Brieftasche mit mehreren Hundert Mark und sämtlichen Privatpapieren. Tann ging er, um unauffällig aus dem Hotel herauszu- kommen, zum Portier und erzählte ifjm, er habe furchtbare Zahnschmerzen und müsse sich unbedingt noch in der Nacht einen Zahn ziehen lassen. Seine Reisetasche hatte der schlaue Patron vorher an einer Schnur zum Fenster hinaus, in einer .Seitengasse, hinabgleiten lassen. Er konnte bis letzt nicht ermittelt werden. sc. Mainz, 9. Okt. Zu den Schweinefleische preisen wird aus Grünberg (Oberhessen- geschrienen: „In Angelegenheit der Schweinepreise teilen wir Sastveine- züchter in Oberhessen der Metzgerinnung er geteuft mit, daß bei uns alle Schweinesorten von 150—300 Pfd. zum Preise von 48—50 Pfg. pro Pfd. lebend (nicht teurer) zu haben sind. Auf den Grünberger Gallusmarkt werden viele hundert Stück am 15.—16. Okt. für diele Preise seilgeboten. Käufer sind willkommen und toerben hier sehr gesucht." Worms, 9. Okt. Wegen Majestätsbeleidi* g un g wurde gestern im 23ahnhos hier ein 62 Jahre alter Dachdeckergeselle aus Wald, z. Z. angeblich in Rtaimheim wohnhaft, verhaftet. sc. Frankfurt a M., 9. Okt. Am Sonntag den 19. Oktober hält die hiesige Ortsgruppe des Handels- vertragsoereins eine öffentliche Versammlung ab, in der die Beschlüsse der Zolltarifkommission, 'die Stellung von Regierung und Parlament zum Zolltarifentwurf, die Fleischnot u. a. besprochen werden sollen. Hanau, 9. Okt. Die Handelskammer hatte Erhebungen über die Arbeitstage veranstaltet. Tie zur Ausgabe an die Arbeitgeber gelangten Fragebogen bestätigten sämtlich, trotzdeni mehrfach Arbeiterentlassungen und Arbeits- Kündigungen vorgenommen werden mußten, regelmäßige Arbeitstage. Eine Besserung der Lage ist nicht zu erwarten. Wetzlar, 9. Okt. Tie hiesige Lesevereinigung wird, wie im Vorjahre, auch in diesem Winterhalbjahre eine Reihe von Vorträgen veranstalten. Nach dem bis jetzt feststehenden Programm finden folgende Borträge statt: 1. National-Lekonomie „Die deutsche Reichs bank" von Herrn Tr. jur. u. phil. M. Sicrmer, ordentlicher Prof, der Nationalökonomie an der Universität Gießen. 2. „Enoch Arden", Melodram von A. Tennyson von Herrn Recttator — Pfarrer Burckhardt zieht den «deiten Teil des Antrages 3 zurück, der von der Bezahlung des Agenten handell. Frau Vincent-Paris wirft dem deutschen Na- tional-Komitee vor, daß es die ausländischen Delegierten mit seinen Anträgen förmlich überrumpelt habe und beantragt, die Angelegenheit für den nächsten internationalen Kongreß zurückzustellen. Pfarrer Burckhardt wünscht schriftliche Erledigung feiner Anträge innerhalb eines Jahres. Graf Keller giebt ein aus Schloß Kabinen eingelaufenes kaiserliches Telegramm bekannt, welches folgerten Wortlaut hat: ,-Jch habe mich gefreut, daß der zweite Kongreß zur internationalen 2klämpfung des Mädchenhandels in meinem Lande zu ernster Arbeit zusammengetreten ist, und ich spreche der Versammlung für Die freundliche Begrüßung meinen herzlichen Tank aus. Tie auf die Beseitigung des schimpflichen Gewerbes gerichteten Bestrebungen werden stets meine volle Sympathie finden. Dem Kongreß wie allen Tellnehmern desselben wünsche ich zu dieser Arbeit Gottes reichsten Segen. Wilhelm." T4e Anträge 1 und 3 werden angenommen, der Antrag 2 zurückgezogen. An seine Stelle tritt ein Antrag Vincent- Burckhardt, wonach die Anträge den National-Kvmttees zur raschmöglichsten Erledigung übermittel werden. Ter Antrag findet einstimmige Annahme. Die Prinzessinnen von Sachsen-Altenburg, Ludwig Ferdinand von Bayern und Eugenie von Oldenburg haben telegraphisch für Die Begrüßung gedankt, und den Kongreß-Verhandlungen besten Erfolg gewünscht. Damit schloß die 2Zormtttagssitzung um 12i/3 Uhr. In der heutigen Nachmittagssitzung führte Sabu- rofs-Petersburg den Vorsitz. De Graaf aus Utrecht spricht über: „Maßnahmen zur wirksamen Fortführung des Kampfes und Organisation desselben". Polizei-Präfekt L6pine-Paris freut sich über die bisherigen Beschlüsse des Kongresses und stellt' einige Thesen auf, nach denen verfahren werden müsse. Ausbau der Organisation, fortgesetzte Anregung der Regierung, damit die Parlamente eingreifen, Aussetzung von Prämien für Polizei-Beamte und Veröffentlickungen in der Presse. Reichstags-Abg. Honning-Berlin weist auf die Bestrebungen des deutschen Vereins bet Freundinnen junger Mädchen hin. Pfarrer Ach tn ich -Mannheim ist für Mobllmachung der ganzen Frauenwelt zum Kampfe gegen die Unsittlichkeit. Kanonikus Dr. Müller-Simonis-Straßburg i.'E stimmt Hönning zu, und weist auf die Thätigkeit des Marianischen Mäochen-Schutzvereins hin. Pfarrer Burckhardt teilt den Antrag des deutschen National-Kvmttees mit, die Schiffahrts-Linien aller Nationen zu bitten, daß auf sämtlichen Schiffen auf die Mädchenhändler geachtet werte, wie dies bei einigen deutschen Linien bereits geschieht. Pfarrer Wagner sagt, man müsse in erster Linie die Erziehung der jungen dNädchen besser gestalten, damit diese nicht mehr wie es jetzt verkomme bewußt ins Unglück und 23er- berten gingen. Rabiner Dr. Horrwitz aus Frankfurt am Main hofft, baß man auch aus ben tiefer stehenden sozialen Schichten Mitarbetter herbeiziehen möge. Fräulein Heß- Zürich stellt namens ber Frauendelegierten einen Antrag an ben Kongreß, wonach bie Regierungen ersmcht werben sollen, zu dem Artikel 2 der Pariser Konvention noch folgendes einzufügen: „Durch Ausbeutung der Notlage oder der Abhängigkeit". Dieser Antrag wurde ins Protokoll aufgenommen. Graf v. Bernstorfs gab sodann folgendes an chn gerichtetes Telegramm der Kaiserin bekannt: „Neues Palais, 9. Okt. Ich bitte Sie, den Kongreß- Mitgliedern meinen Tank für das gestrige Telegramm auszusprechen und ihnen gleichzeitig meine aufrichtigsten Wünsche für segensreichem Erfolg ihrer Arbeiten, deren Gelingen mir sehr am Herzen liegt, zu übermitteln. Augusta Viktoria." Nach weiterer Diskussion schlug Graf Bernstorff vor, den nächsten Kongreß in drei Jahren in Paris! abzuhalten. Den genauen Termin bestimmt das internationale Komitee. Dieser "Vorschlag findet einftünmige Annahme. Dem französischen National-Komitee wurde der Tank für seine Vorarbeiten zur Pariser Zwnferenz, dem deutschen "National-Komitee für seine Vorarbeiten zum Frankfurter Kongreß ausgesprochen. Kammerherr Graf Keller sprach allen Kongreßteilnehmern den Tank des deutschen National-Kvmitees aus und rief ihnen zu: „Auf . Wiedersehen in Paris." Damit erreichten bie Kongreß-23er- handlungen um 5 Uhr ihr Enbe. e Ülrbru len. { rantf 1 tun) b fatale itn itib. öfiaulfa benfofon dir Mo letaler abgrschl mtlte s! iwü je. der Ä, schloß. dar IM Üdnbigt Arden z gänzlich, Dänen gegen di meinten Kngeslel! d« sie fn tic Ausweis verscnnn 3. Mittelalterliche Kunst, „Raphael", vorgetragen von Herrn Rektor Lang, Mitglieb bes Ausschußes für 23olks- Dorträge zu Frankfurt a. M. 4. Musikgeschichte, „W e i h- nach tslieb er", mit musikalischen Erläuterungen von Herrn Gesang- und Musiklehrer Gerolb zu Frankfurt am Main vorgetragen. 5. Litteraturgeschichte, „Schillers Jugendjahre". Redner: Herr Prof. Dr. Manutz e i m e r, Mitglied des Ausschusses für Volksvvrträge zu Frankfurt a M. Vermischtes. • Dresden, 9. Okt. Wie die ,D. N. 9Le melden, hat sich ber Sohn des sächsischen Mimsterial-Tirektors Dr. Vodel, RegierungSrat Dr. Vodel, heute früh im Hause seiner Eltern aus dem vierten Stockwerk herabgestürzt. Er wurde tot aufgefunden. Der Grund der That ist M Nervenüberreizung zu suchen. im Tei Schächten Schaden an. lieber die Höhe desselben | Zu Noeux les Mines verlies die Nacht sehr er- vorgekommen. Lage der Kohlenindustrie zu beraten. Gearg Orlenbach, Wetzlar frirrobmli flr Ktzrüngr 7102 Wiederbeginn: Austern, Wildenten. HU 103.25 50.75 31.85 28.70 122.60 44.20 37a% 8% 3V,% 3% 872% 102.15 92.20 101.85 92.10 100.20 99.70 102.90 8% Mexikaner , . 4%% Chinesen . . Electric. Bohuckert . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden ... Gotthardbahn . . . Laurahütte .... Bochum..... Harpener .... Tendenz: fest. 4-6 Ungar. Goldrente . , 4°/o Italien. Rente . . . 47,-6 Portugiesen . . . S°/ Portugiesen. . . . 1-6 C. Türken . . . Türkenloso..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 47,-6 äussere Argentiner Sonntag, den 12. Oktober: 7094 Krammetsvögel, Seemuscheln, Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 10. Okt. Die Eröffnung der neu gegründeten staats- unnd rechtswiffenschaftlichen Fakultät an der Universität Münster wird am 24. und 25. Oktober in feierlicher Weise in Anwesenheit des Kultusministers Studt erfolgen. An alle deutschen Universitäten sind zu dieser Feier Einladungen ergangen und diese werden auch durch Deputa- ti onenan dieser Feier vertreten sein. Berlin, 10. Okt. Tie Burengenerale reiften nach einer Brüsseler Tepesche des „Berl. Tagebl." gestern abend 8-6 Oberhessen 496 Oesterr. Goldrente Gerichtssaal. Berlin, 9. Okt- Zum Prozeß gegen die „Staatsbürgerzeitung" liegen heute folgende Meldungen vor: Staatsanwalt Kan zo w beantragt gegen Tr. Bötticher unter Freisprechung in einem Falle die Verurteilung in 24 Fällen eine Ges amt st rase von einem Jahre sechs Monaten Gefängnis, gegen Bruhn sechs Monate Gefängnis, ferner Unbrauchbarmachung der Reiohsanleihe do. Konsole . do. . . Hessen . 26.80. . 92.80 . 81.20 , . 106L0 . 216.80i . 187.50 . 135.70 . 143.50 . 156.20 . 154.10 . 20.60 . 180.00 . 203.00 . 179.80, . 170^> W, i larke^ I gonnefeldtslhee aromatisch und ausgiebig, bHHß Im Verbrauch. I| Niederlage bei:. Adolf B'te.lCT. Sonntag den 12. Oktober 1902, abends 6 Uhr in der Gewerbeschule (Asterweg). Alle Lehrlinge sind fremrdlichst eingeladen. Vogt New-York, 10. Okt. Die Lage des Ausstandes war gestern abend unverändert. In Detroit wurde vom Bürgermeister eine Versammlung einberufen, um über die Hotel «ahm j. Zn der Nacht führende Thür die Brieftasche ßrwatpüjieren. otel herMszu« ade futtybnre । in der Lacht tte der schl>8e * Richt ganz unbestrittenen Ersola. Die Aufführung war ganz realistisch gehallen. So kamen Diele der lyrischen Schönheiten nur zum Tell, Die eigentümliche Mystik gar nicht zum Ausdruck. Um so stärker traten die dramatischen Wirkungen hervor, an Denen es m Diesem doppelzüngigen Wert nicht fehlte. __ Berlin, 9. Ott. Der Direktor der hiesigen kgl. Sternwarte Wilhelm Förster gedenkt der ,NaL-Ztg." zufolge am L Oktober N. IS. von seinem Posten zurückzutreten. betr. Exemplare, Platten und Formen und' Befugnisse der UrteilSveröffentlichmng für die Beleidigten in der „StaatS- bürger-Zeitung", der ,Lvnitzer Zeitung" und der „Nordd. Allg. Ztg." Berlin, 9. Oft Wie aus Leipzig gemeldet wird, erkannte daS Reichsgericht im Fall Stietencron auf Aufhebung des Urteils, welches die Klageansprüche der Witwe Fazzi verneint hatte, und Zurückverweisung des Prozesses. Brüssel, 7. Ott Der oberste Gerichtshof des Kongostaates hat den UrteUSspruch in Angelegenheiten des Staats an walts Schmitz heute gefällt, welcher beschuldigt wurde, die H i n r i ch t u n g eines Neg ers vor der Verwerfung der Berufung an geordnet zu haben. Das Urteil lautet auf Freisprechung, da der Angeklagte in gutem Glauben gehandelt haben will. . 91. Arbeiterbewegung. Paris, 9. Ott. In La rmaux wurde heute früh in allen Schächten das Zeichen zum a l l g e m e i n e n A u s st a n d ge- gegeben. Kein Bergarbeiter ist eingefahren. Es herrscht vollkorn- nittre Ruhe. Aus D a l e n c i e n n e s wird gemeldet, daß die m Anzin versammelten Bergarbeiter einstimmig den Aus st a n d beschlossen. Es feiern hier von 14 000 Grubenarbeitern 2800. Von 6000 Grubenarbeitern wurde eine Petition unterzeichnet zu Gunsten der Arbeitsfortsetzung. Andere Versammlungen wurden in Denain, Hau Ich in und anderen Bezirken abgehalten. In Denain ist Alles ruhig. In den verschiedenen dort bestndlichen Gruben sind nur 600 Bergarbeiter eingefahren. Eine Anzahl Ausständiger brachte die Nacht in der Nähe der Grube zu Douchn zu, um die Einfahrt zu verhindern. Zu Haveluy richteten die Ausständigen in den nn llphpr dre Lione Des ist nichts bekannt. ------------- v - regt Trupps Ausständiger durchstreiften das Minengebiet, um die Ausnahme der Arbell zu verhindern. . Parts, 9. Okt. In einer heute vormittag m der Arbells- börfe abgehaltenen Versammlung beendete das Natioiialkomitee der Grubenarbeiter seine Arbeiten und machte sich über den Wortlaut eines an den Ministerpräsidenten Co mb es gerichteten Schreibens schlüssig, in welchem die Forderungen der Grubenarbeiter aufgezählt werden. Auch an den Präsidenten des Komitees der Grubenbesitzer Frankreichs tuurbe ein Schreiben gerichtet, in dem dies Komitee für den Konflikt verantwortlich gemacht wird. Nach Telegrammen, die im Laufe des Vormittags auf der Arbeitsbörse eingingen, ist die Ausstandsbewegung fast überall eine allgemeine. Paris, 9. Okt. In dem vom Ausschuß des Bergar- b e i t e r v e r d a n d e s an den Ministerpräsidenten L o m b e S gerichteten Schreiben wird die Hoffnung ausgesprochen, daß Corn- bes seine Autorität geltend machen werde, um den Verein der Kohlengewerke zu einer kontradiktorischen Verhandlung zu veranlassen und somit dem Konflikt ein Ende zu machen. Bei diesen Verhandlungen möge die Regierung gleichzeittg mit den Arbeitern vertreten sein. Der „ßibertti" zufolge glaubt man in unterrichteten Kreisen, daß der Ausstand kaum länger als 14 Tage dauern werde. Einer Londoner Privatdepesche zusolge hätten sich Die Bergarbeiter von Wales bereit erklärt, zum Mindesten die Kohlenerzeugung einzuschränken, um hierdurch den Ausstandder französischen Bergarbeiter zu unterstützen. Albi, 9. Okt Die Grubenarbeller von Albi und Cognac 47, % Oesterr. Silberrente 101.30 " ~ " ■ 101.60 Handel und Uerkehr. Uolksunttschast. Mannheim, 9. Okt. Die Werkzeug- und Holzbearbeitungs- sabrik Philipp Tutein hat den Konkurs angemetbei. London, 9. Okt. Wie Reuters Bureau erfährt, wurde die Subskription auf japanische Anleihe von 50 Millionen 9)en heute mittag geschlossen. Gestern abend waren bereits über 6 Millionen Pfund Sterling gezeichnet. Die heutigen Zeichnungen erreichten den gleichen Betrag. Unter den Zeichnern befinden sich dem Vernehmen nach viele Privatpersonen. Märkte. § Butzbach, 9. Okt. Der heutige Herbstmarkt war von herrlichem Wetter begünstigt und brachte unserem Städtchen einen lebhaften Verkehr. Auf dem Viehmarkte waren gegen 80 Wagen Schweine, meist jüngere Tiere, angefahren. Es kosteten je nach Qualität und Alter: Ferkel 35 bis 70 Mk. das Paar und Einlegeschweine 130 bis 150 Mk. Der Krämermarkt dagegen hatte wenige Verkaufsbuden aufzuweisen. Um so mehr erfreuten sich die hiesigen Geschäftshäuser eines Zuspruches Der auswärtigen Niarkt- oesucher. 61/2 Uhr unter kolossalen DoNskundgebungen nach ÄLrecht ab, um dort den heutigen 77. Geburtstag KrügerS zu feiern. Dewet n>ar bereits in aller Frühe vorausgefahren^ während Botha, Delorey und Dr. Leyds den Abendzua nahmen. Die offiziöse Note der „Nordd- Allg. Ztg." har anscheinend sehr deprimierend auf die Burenkreise gewirkt, die sich in tiefes Schweigen über die Angelegenheit des, Empfanges beim Kaiser hüllen. Für heute wird ihre offin ziöse Erklärung auf die Mitteilung der „Nordd." im „Petit bleu" erwartet. Die plötzliche Abreise Tewets scheint die Folge der Note der „Nord. Allg. Ztg." zu sein. Eine beit Buren nahestehende Persönlichkeit erklärte, Dewet wurden die Empfangsklauseln des Kaisers mitgeteilt. Er nahm sie an, ohne die Kollegen zu befragen. Diese äußerten such bisher nicht offiziell. die Ungeduld von Berliner hochstehenden Personen veranlaßte jene Notiz. Die Generals bitten, ihre Erklärung abzuwarten. Stuttgart, 10. Oktober. In der Umgebung von Hechingen wurde gestern nachmittag abermals ein Erdbeben verspürt. Dasselbe ging von Südwesten nach Nordosten und dauerte drei Sekunden. London, 10. Okt. Ter Ausschuß, welcher die Angelegenheit der Remonte-Kommission zu untersuchen beauftragt ist, hat seine Arbeiten veröffentlicht. Nach der „Taily Mail" bestätigt derselbe vollkommen die gegen die Mitglieder der Remontekommission erhobenen An klagen. Sie haben sich ihrer Aufgabe während des Krieges vollkommen unfähig erwiesen. London, 10. Okt. Ter Viceköni g von Indien, telegraphiert: In den südlichen Barken, in Tekkan und Bengalen, herrscht Regenwetter, im Nordwesten unb' im Innern dagegen ist wenig Regen gefallen. Sonst ist die Her bst ernte gesichert und -ie Aussaaten für die Frühjahrsernte vollziehen sich unter günstigen Bedingungen. Tie Aussichten für die Landwirtschaft sind im allgemeinen sehr gut. London, 10. Okt. Die Morgenblätter, selbst die liberalen, loben die politische Klugheit, mit welcher Chamberlain gestern in seiner Birminghamer Rede (Vgl. „Ausland". D. Red.) seinen Gegnern geantwortet hat. Brüssel, 10. Okt- General Botha erklärte, er werde die Berliner Note offiziell rektifizieren und selbst auf die philantropische Mse in Deutschland verzichten, falls man dieselbe politisch auszubentert gedenke. Utrecht,10. Ott- Bei den Feierlichkeiten aus Anlaß des 77. Geburtstages Krügers erklärte Dewet, er fei durch die vielen Empfangsfeierlichkeiten abgespannt und habe auch aus diesem Grunde bereits früh Brüssel verlassen. Genua, 10. Okt. Der bekannte Publizist Earbony hat sich erschossen. Das Motiv ist Verfolgungswahnsinn. Genf, 10. Okt. Zwischen den Ausständigen und dem Militär kam es in der vergangenen Nacht zu einem hef- tigen Zusammenstoß. Das Militär wurde von der Menge mit Steinen beworfen. Es giebt bereits verschiedene leicht Verwundete. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen und weitere Truppen wurden mobilisiert. Yokohama, 9. Okt. Hier sind mehrere Pestfälle stellten die Arbell ein. Le«S, 9. Okt. In der vergangenen Nacht wollten die Ausständigen den Schacht 7 a n g r e i f e n. Ein Unteroffizier feuerte in dte Luft, um Hilfe herbeizurufen. Die Ausständigen wurden zerstreut, ohne ihren Zweck zu erreichen. In den Minen von Bruay versuchten die Ausständigen m Schacht 3 einzudringen und zerstörten das Eingangsgitter. Sie wurden jedoch von Gen° barmen und Soldaten zurückgeworfen. Leus, 9. Okt. In allen Kohlengruben des Departements Pas de Calais ist der A u s st a n d ein v 0 l l ständiger. Die Zahl der Ausständigen erreicht 47 600. Der allgemeine Ausstand in Genf. Genf, 9. Okt. Die Arbeiter, welche sich vormittags zu den Arbeitsplätzen begeben wollten, wurden von Streikposten angehalten. In der Lebensmittelbranche wird noch gearbeitet, Die Restaurants und Läden sind geöffnet. Der Ausstand macht sich nur dadurch bemerklich, daß viele Arbeitergruppen nach Den Gewerkschaftslokalen ziehen, wo Versammlungen abgehalten werden. In ben städtischen Betrieben wird ebenfalls gearbeitet ,Peuble" veröffentlicht eine Liste von 20 Gewerkschaften, welche bedingungslos den sofortigen allgemeinen Ausstand proklamierten. Militärpatrouillen durchziehen die Stadt. Die Ruhe wurde bis jetzt nicht gestört. Genf, 9. Okt (Nachmittags.) Der S t a a t s r a t h beschloß die Mobilmachung weiterer Truppen und Schließung des Theaters. Etwa hundert Personen wurden heute über Die Grenze abgeschoben. Vor Der Buchdruckerei Des „Genfer Journals" sammelte sich heute Vormittag eine große Gruppe AusstÜnDiger an, weil »ehn Arbeiter ihrer Beschäftigung nachgingen. Der Direktor Des Blattes mußte polizeilichen Schutz nachsuchen. Tas Blatt beschloß, Die Werkstätten zu schließen. Alle übrigen Blätter thaten das Gleiche. Gegen Mittag Durchzog ein orDnungsloser Zug Ausständiger die Straßen und zwang Die Dort thclligen Arbeiter, Die Arbell zu verlassen. Auf den Bauten ruht die Arbeit seit 2 Uhr gänzlich. Es wird gemeldet, daß die Gemeinderäle der benachbarten französischen Gemeinden bei der französischen Negierung gegen die Unterbrechung Des Straßenbahnverkehrs, Die Die Ge- meinDen schwer schäDigt, Einspruch erhoben. Die ausständigen Angestellten Der Straßenbahngesellschaft selbst verhalten sich ruhig, da sie sich eines guten Ausgangs Des Ausstandes sicher glauben. Genf, 9. Okt. Die Zahl der Streikenden beträgt gegen siebzehntausend. Im Laufe Des Tages erfolgten 26 Ausweisungen. Eine von über 10 000 Personen besuchte Volksversammlung beschloß einstimmig Die Fortsetzung des Generalstreiks. Alsdann zog eine Menge von mindestens 30 000 unter Demissionsrufen gegen das Trambahndirektionsgebäude. Die Demonstration verlief ohne Zwischenfall. & ’*% ih"”1’9 hofft Betrieb ?nanMni|tet !?9ün9 der J°*n oon E> Safier, * 60 000 U ’ Trocken' "* Rohbau dienen, ^^euchtung 5 alte W gebaut, norf ?a^en M der neuen al einigen Jn die Fürst« "de östlich öon ^sigen Stchfi lgen Land, durch die "Versammlung Bürgermeister >uch einer An- recke der elek- ekt ablehnend, -ordneten Le. Angelegenheit unmen werde, leinen LlMd- ach^einer über -n Debatte mit angenommen, 'r Behandlung erei ein der- te konnte man ; es Ivar sehr tionspartei ge- merzest in dem inne verstanden erwähnten An- : ein glanzende nnrich m Berl. dem Autorm Dorf biete Warum soll jede Hausfrau KaLyreiner's Malzkaffee kaufen? 7085 Weil es nicht utöglich ist, mit anderen von den vielen augeboteuen Kaffee-Zusätzen einen wirklich gutschmeckendeu und dabei wohlbekömmlichen Laffee zu bereiten. Allein Äathreiuer'S Malzkaffee erfüllt diese Aufgabe vollkommen! Für die Erwachsenen als Zusatz genommen und den Kindern „rein" gegeben, leistet er in beiden Fällen jeder Hausfrau unschätzbare Dienste. ; Dr.W. Knechts Magenbitter MWWKWA Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 2 0. Sonntag nach Trinitatis, den 12. Oktober. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Erntedankfest. Vorrnlltags 9Vs Uhr: Pfarrer Scheunemann. Feierliche Einführung durch Herrn Dekan Strack. Vormittags ll1/« Uhr: Kinderttrche für die Markusgemeinde. Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser. Daran anschließend: Feierliche Eröffnung des Konfirmanden- Unterrichts der Matthäus gemeinbe, wozu die Ettern, Paten und Angehörigen der Konfirmanden hiermit noch besonders einge- laden werden. Montag, den 13. Oktober, abends 8 Uhr, imKonfirmanden- saal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Die Vereinigung Der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgmeinde wird auf Freitag, den 19. Oktober, abends 8 Uhr, in den Konfirmandensaal ein- geloben. Donnerstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr, im unteren Konfirmandensaal (Kirchstr. 9): Bibelstunde. (Evang. Markus, Kap. 1 Vers 1 u. 7.) Pfarrer Scheunemann. Die Anmeldung der Konfirmanden der Markusgemeinde wird Donnerstag, den 16. unb Freitag, ben 17. Oktober, jebesmal vormittags von 11—1 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr in ber Wohnung des Pfarrers, Alicestraße 12, entgegengenommen. Der Konfirmandenunterricht für die Markusgemeinde beginnt Montag, den 20. Oktober; die feierliche Eröffnung findet Sonntag, den 19. Oktober, im Abendgottesdienst statt. In der JohanueSkirche. Vorrnlltags 97s Uhr: Pfarrer Euler. Im Anschluß an diesen Gottesdienst Eröffnung des Konsir-- mandenunterrichts für die Kinder aus Der Lukasgemeinde und der Atilitärgemeinde. Zu diesem Gottesdienste werben bie Eltern unb Angehörigen ber Konfirmanden herzlich etngelaben. Vormittags 117« Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Im Anschluß an diesen Gottesdienst Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für Die Kmder aus Der Johannesgemeinbe. Zu biesem Gottesdlensl werben Die Eltern unb Angehörigen ber Konfirmgnben herzlich emgelaben. Nach allen Gottesbiensten besonbere Sammlung für die Armen. Sonntag, abends 8 Uhr, Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal ber Johanneskirche. Dienstag, ben 14. Oktober, nachmittags 5V2 Uhr, finbet im Konfirmanbensaal ber Johanneskirche Vereinigung ber neukonfirmierten Mäbchen der Lukasgemeinde statt. Pfarrer Euler. Katholische Gemeinde. Samstag ben 11. Oktober. Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenhell zur heil. Beicht. Sonntag, Den 12. Oktober: 21. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in Derselben Austeilung ber heil. Kommunion. Vorrnlltags um 8 Uhr: Die zweite hell. Messe. „ „ 97z Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 27, Uhr: Christenlehre, Darauf Rosenkranz-Andacht mit Segen. An ben Werktagen ist täglich des abends um 67, Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Gingesandt. (Für Form und Inhalt alle», unter Dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, den 8. Oktober 1902. Bon der Bieberthalbahu. In dem von Ihnen herausgegebenen Taschenfahrplan kann man lesen: Bieberthalbahn Zug Nr. 13 Haltepunkt Krofdorf-Gleiberg 62>. Wenn mit dieser Zeitangabe gemeint ist, daß der Zug 6" diesen Punkt passiert, dann haben Sie recht, aber gewöhnlich nimmt man an, daß bann auch gehalten unb eventuelle Passagiere mitgenommen werben, was aber hier anscheinend» nicht ber Fall ist. Als Schreiber bieses gestern abenb müde unb hungrig im wonnigen Gefühl auf bie weichen Polster des Zuges an genannter Stelle wartete, mußte er zu seinem Schmerze sehen, baß ber Zug, ohne von ihm Notiz zu nehmen, stolz vorbeifuhr. Als es bann auf meinem Heimwege noch sanft zu regnen anfing, können Sie sich ausmalen, baß ich gegen das Institut so ungesähr Dieselben Gefühle hegte, wie etwa einer ber oielgebrüften Aktionäre beim Stubium Der letzten Jahresbilanzen ber Kleinbahn-Gesellschaft. Hochachtungsvoll I. S. Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) Dr. E. Wir besprechen nur Bücher, die uns vom Verlage zur Rezension zugehen. 1 1 Telephonischer Kursbericht. .Frankfurt a. Lil., 10. Oktober 1902. Ser bfe Ausführung der Holz« fällungen im Lützellinden er Markwald in diesem Waldwirt- Brhr übernehmen will, hat orberunqen schristlich und iffen mir dis qum 18. Oktober d. 3. einzu reichen. 7088 Bedingungen können hier und beim Gemeindevorsteher zu Lützellinden eingesehen werden. Gr.-Rcchtenbach, 8. Lkt. 1902. Das Bürgermeister-Amt. Hchlieseriillg. Wir beabsichtigen den Wrnbeu- Holz-Bedarf unserer (Gruben im 3obre 1003 zu vergeben. Bedarfslisten und AngebotS- formulare nebst LieferungLbeding- ungen sind bet uns unentgeltlich zu haben. 7096 Angebote erbitten wir uns btS spätestens den 22. d. M. Wetzlar, den 9. Oktober 1902. Buderns'sche Eisenwerke. mniMMiM Stadt. Schlachthaus. Freibank. Heute und morgen: Wtsstchq 54 jjfg. Slhvelllkßeisch 54 Kfg. 8ra«ksiirter Wütslcheii la. Linsen Emil Fischbach. Lüßer LmbkMSst aus bester Lage. Weinstube Schott, 7103_____________Bahnhofstraße. WeTeltmrWchell 1 Pfd. 30 Pfg. Ullliellische Äfljtßnien 1 Pfd. 30 Pfg. Echte Monitendamer Bratbücklinge per Stück 8 Pfg. empsiehU in frischer Ware L. Steinhäuser, 7117 Neuen-Bäue 17._______ 04479] Morgen (Samstag) sind zu haben aus dem Braudplatz Zwetschen, ÄM- u. prima Wcttcraucr Zwiebeln, das Pfd. 5 Pf., bei Krau Kerber. Tcher-LchijW Zier-LchSrztll HM-Llhürzkll Llhlv-irze Wrzen Weitzc LGrzea Kirröer-Lchürze« in großartiger Auswahl zu sehr 7087 billigen Preiscii. Aelterc Muster bedeutend unter Preis. C. Röhr„& Co. 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