Montag 10» März 1903 153» Jahrgang Erstes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblati für den Kreis Gießen Nr. 58 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener §arml!en- Hätlcr viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'schen Univers.-Buch- u.Slein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedition und Druckerei: Lchulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger (Sieben. ksernfprrchansck>lußNr.51. Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertele jährlich Mk. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich Go Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummev bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pst, auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den volit. u. allgem^ Teil: P. Wittko: für „(Stabt und Land" und ,,Gerichtssaal":R.Ditt« mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Bekanntmachung, betreffend Schießübungen. Es ivirb hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 am 14., 16^ 17., 18., 19. und 20 d. M. jedesmal von 9 Uhr vormittags bis 3x/2 Uhr nachmittags gefechtsmäßiges Schießen mit scharfer Munition im Gelände nördlich Staufenberg- Mainzlar in der allgemeinen Richtung Fortbach-Hassenhausen abhält. Gefährdet ist das Gelände zwischen folgenden Ortschaften: Staufenberg, Mainzlar, Ilschhausen, Fortbach, Hassenhausen, Sichertshausen, Staufenberg. Die von den genannten Orten in das Schießgelände führenden Wege sind für den Verkehr während des Schießens gesperrt, auch dürfen Arbeiten im Walde während des Schießens nicht ausgeführt werden. Die Straßen Lollar-Sichertshausen-Marburg und Lollar- Mainzlar-Allendorf a. Lda. werden nicht gefährdet. Gießen, den 10. März 1902. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v- Bechtold. Gießen, den 10. März 1902. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Gr. Bürgermeistereien Staufenberg, Mainzlar, Attendors a. Lda., Treis a. Lda. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie in ortsüblicher Weise zur Kenntnis aller Einwohner bringen und dieselbe nochmals am Tage vor dem jedesmaligen Schießen wiederholen. Auch sind die Einwohner darauf hinzuweisen, daß sie den Weisungen der Posten unbedingt Folge zu leisten haben. v- Bechtold. Wranntmachlmg. Zn dem Verfahren zur Anlegung des Grundbuchs und Berggrundbuchs für die Gemarkung Annerod beginnt die An- meldungsfcist mit dein 15. März 1902 und endigt mit dem 14. Juni 1902. Die Vorschriften darüber, was seitens der Betelligten während der Anmeldungsfrist zu geschehen hat, können auf der Amtsstube des Großh. Ortsgerichtsvorstehers zu Annerod und aus dem Anschlag an der dortigen Ortstafel ersehen werden. Gießen, den 7. März 1902. Großh. Amtsgericht. Minz Keinrich in Amerika. New York, 8. März. Prinz Heinrich verbrachte den heutigen Vormittag im Hotel Waldorf-Astoria und gab den Besuch des Grant- Denkmals auf. Jedoch ließ er durch den Leutnant v. Egidy dort einen Lkranz niederlegen. Heute mittag nahm der Prinz das Lunchevn bei der Familie Ogden Mills ein und kehrte sodann nach dem Hotel zurück. Dort hörte er ein sehr interessantes Neger ko nzert. Der Sängerchor bestand aus Negern und Indianern, Männern und Frauen. Es wurden acht Lieder gesungen, die alle verschiedenen Charakter besaßen, und sämtlich sehr eindrucksvoll und mit höchster Vollendung vorgetragen wurden. Als sich die Sänger nach etwa dreiviertelstündigem Aufenthalt verabschieden wollten, sagte der Prinz zu ihnen, er wünsche, daß sie ihre ebenso eindrucksvoll gezeigten schönen Traditionen sich bewahren und die Schönheit ihrer nationalen Gesänge weiter pflegen möchten. Der Chor sang zum Dank für diese Worte noch ine „Wacht am Rhein" im englischen Text und das „Star spangled banner". Der Prinz gab dann nochmals ferner Freude Ausdruck. Im Festsaal des Waldorf-Astoria-Hotels wurde heute abend das 117. Stistu ngssest der „Deutschen Gesell , a) ast" gefeiert, an dem Prinz Heinrich mit Gefolge terlnahm. An tausend Gäste waren erschienen. Der Vorsitzende Gustav H. Schwab hielt eine Ansprache, die eine Menge Einzelheiten aus der ruhmvollen Geschichte der Gesellschaft enthielt, überreichte ein Gedenkblatt und schloß mit einem Hoch auf den Prinzen Heinrich. P Karl Schurz hielt sodann eine Rede, in der er die alte Freundschaft zwischen Amerika und Deutschland behandelte und ausführte, seit Amerika eine Großmacht sei und auf festen Füßen stehe, habe es Freunde überall. Ms jedoch die Union in 9Lot war, da sei das deutsche Volk sein bester Freund gewesen. Ebenso sei die Herstellung der deutschen nationalen Einheit nirgends so sympathisch begrüßt worden wie von den Amerikanern. Alle Preßhetzereien, die darauf gerichtet seien, die deutsch - amerikanische Freundschaft zu zerstören, seien nur kraftlose Giftmischerei und knabenhaftes Geschwätz gewesen. Ein Friedensbruch wäre ein Verbrechen, doch sei solches Verbrechen schlechtweg un- woglich.^ Des Kaisers herzgewinnender F r e u n d ) ch a f t s b o 1 e sei mit einem so elementaren Ausbruch von Wärme begrüßt worden, daß alle ^^it sich von der Aufrichtigkeit überjzeugen mußte. Der Erfolg sei eine Freude für jeden Freund der Menschheit. Der Redner sprach alsdann die Bitte aus, der Prinz möge in Deutschland erzählen, wie hoch die Weisheit des Karsers, des Urhebers dieses Freundschafts- und Frie- oenssestes, hrer geschätzt werde. Die deutsch-amerikanische Freundschaft verjünge die große Garantie des Weltfriedens. Der Präsident der Columbia Urriversity, Butler, feierte alsdann die deutschen Unterrichts- und Wissenschaftsmethoden, der Fortschritt der Welt beruhe hierauf; Amerika habe sie jetzt adoptiert; beide Länder fiepen nunmehr in friedlicher geistiger Nebenbuhlerschaft. Ruvolf K e e p p l e r sprach über „das alte und neue Vaterland"; es fei sicher, daß Deutschland, ja der Kaiser selbst das hohe Ansehen der Deutschen in Amerika freudig anerkennen. Frederick W. Holls behandelte in ähnlichem Sinne das Thema „der Deutsche in Amerika". In seiner Rede sagte Prinz Heinrich folgendes: Wenn die Stimmungen eines Volkes, eines Publikums, dem Ausdruck geben könne oder die Gefühle, die ein Volk hegt, ausdrücken, und ich habe keine Ursache, an der Echtheit dieser Gefühle zu zweifeln, so möchte ich glauben, daß der Wunsch Sr. Majestät des Kaisers, meines allergnädigsten Herrn, in Erfüllung gegangen ist, dem die Mission seines Vertreters zwischen zwei Nationen zu Grunde gelegen hat. (Stürmischer Beifall.) Während des Banketts trug der „Liederkranz" mehrere Chöre vor. Prinz Heinrich telegraphierte der Columbia Uni- versity, die Lldmirale v. Dippitz und v. Eisen,- decher würden in seinem Aufträge die Universität besuchen, um seine Wertschätzung der wohlbekannten Stätte amerikanischer Wissenschaft auszudrücken. Das Danktelegramm, das der Präsident der Harvard- Universität Eliot an den deutschen Kaiser gerichtet hat, lautet in der Uebersetzung: „Die Harivard-Universität dankt Ew. Majestät für Ihr Begeisterung weckendes Telegramm an Prinz Heinrich und für Ihre hochherzige Gabe. Mögen die Handlungen Ew. Majestät die beiden verwandten Völker einander immer näher bringen." - Die dLumismatie and Archaeological Societh wird dem Prinzen eine goldene Erinnerungsmedaille überreichen, die 2.75 Zoll im Durchmesser zeigt; auf der einen Seite befindet sich die Büste des Prinzen, auf der Kehrseite der Merkur. Silberne Exemplare sollen später in den Handel gebracht werden Ko'ntreadmiral Gras v. Baudis srn veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt, die städtische Gesundheitsbehörde Newyorks sei überzeugt, daß die sanitären Maßnahmen auf der „Hohenzollern" so wirksam sind, daß dem weiteren Bestich des' Publikums auf der Aacht keinerlei Bedenken ent> gegensteht. Preußisches Abgeordnetenhaus. / Fortsetzung der Beratung des Kultusetat. Abg. Dr. Bachem (Ztr.) führt ans, seine Partei habe niemals die Berechtigung des Staates auf dem Gebiete der Volksschule bezweifelt, aber Kirche und Familie müßten in gleicher Weise berücksichtigt werden. Min.-Dir. Schwartzkopf erwidert, über mangelndes Entgegenkommender Regierung gegenüber den katholischen Orb eit könne eine berechtigte Beschwerde nicht erhoben werden. Abg. Graf Limburg-StirUm (kons.) glaubt, daß die Vorwürfe, die man der Regierung mache, zum Teil nicht begründet feien. Die Rechte des Staates müßten gewahrt werden, weil dies itotwendig sei, den konfessionellen Frieden zu erhalten. Abg. Roeren (Ztr.) bemerkt, den Religionsunterricht solle man nicht zu Germanisieren gs- zwecken mißbrauchen, sondern ihn dazu benutzen, wozu er da ist, um den Kindern einen sittlichen Halt für das Leben zu geben. Kultusminifter Dr. Studt erwidert, es handle sich bei der Frage nur um einen Deckmantel für die p o l n i s ch e Agitation. Abg. Hakenberg (natl.) verteidigt den Gustav Adolf- Verein und den Evangelischen Bund gegen die vom Zentrum erhobenen Vorwürfe. Abg. Dr. Bachem (Ztr.) tritt wiederum den Aussühr- ungen des Abg. Hakenberg entgegen._____ Deutsches Reich. Berlin, 9. März. Der Kaiser wohnte gestern Reit- besichtigungen bei den hiesigen Kavallerie-Regimentern bei. — Generalfeldmarschall Graf Waldersee hat seine für Anfang April geplante Amerikareise bis zum nächsten Jahre verschoben. — Der Bundesrat hat den Antrag Hessens, betreffend den Entwurf eines Gesetzes wegen Entschädigung von Personen, die unverschuldet Strafe oder Untersuchungshaft erlitten haben, den zuständigen Ausschüßen überwiesen. Hebet die Resolution des Reichstages zu dem Etat über den Reichsinvalidenfonds für das Rechnungsjahr 1902 und die Resolution des Reichstags, betr. die Uebertragung des Postens für das Bekleidungsamt (154 000 Mk.) vom Etat für die Expedition nach Ost- asien (Kapitel 15, Titel 1) auf den Militäretat, wurde Beschluß gefaßt. Ferner wurde beschlossen, daß das Gesetz wegen Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1901 zur Allerhöchsten Vollziehung vorgelegt werde. — Der Gesetzentwurf wegen Gewährung von Entschä- digungsgeldern an die Mitglieder der Zolltarifkommission befindet sich bereits in Vorbereitung und dürfte die Zustimmung des Bundesrats finden. Dem Reichstag soll er möglichst noch vor den Osterferien zugehen. Er sieht für die einzelnen Mitglieder der Kommission eine Pauschal- ocrgütung vor. Die Mitglieder der großen Justizkommission vom Jahre 1866 erhielten 2400 Mk. Dieselbe Summe dürfte auch jedes Mitglied der Zolltarif-Kommission erhalten. — Zu den Nummern 30—43 des Tarifs sind von agrarischer Seite bereits 12 Abänderungsanträge eingegangen. Unter anderem soll der Hopfenzoll, der gegenwärtig 14 Mk. beträgt und im Tarifentwurf auf 40 Mk. erhöht ist,, auf 87,50 Mk., das Hopfenmehl, für das der Tarifentwurf 60 Mk. Zoll vorschlägt, auf 120 Mk. festgesetzt werden. Zugleich sollen hier Mindestsätze von 70, bezw. 100 Mk. fefigelegt werden. — Die nationalliberale Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses hat es einstimmig abgelehnt, den konservativen Antrag wegen Befürwortung höherer Getreidezölle zu unterstützen (Vgl. die heutige „Pol. Wochenschau".) — In der Reichsschuldenkommission teilte gestern Staatssekretär Frhr. v. Thielmann mit, daß die Reichsschuld am 1. Februar 2813 Milionen beträgt und daß nach einer kürzlich aufgestellten Bilanz des Reichsinvalidenfonds dieser bis zum Jahre 1910 vollständig auf gebraucht sein wird. Alle daraus bestrittenen Ausgaben fallen also von da ab dem Etat zur Last. Hadersleben, 9. März. Reichstagsersatzwahl. Nach vorläufiger Feststellung erhielten Redakteur Jessen (Däne) 9963, Pastor Jacobsen Scherrebeck (Deutscher) 4540, Schneider-, meister Mahlte (Soz.) 480 Stimmen. Das Ergebnis üoh' der Insel Aaroe steht noch aus. Stuttgart, 8. März. Dem „Merkur" zufolge wurde der kommandierende General des Württembergischen Armeekorps Frhr. v. Falkenhaus unter Verleihung des Großkreuzes des Kronenordens seiner Stellung enthoben. Augsburg, 9. März. Der Bischof Dr. v. H ö tz l ist heute geworben. Ausland. London, 9. März. Lord Kitchener berichtet auA Pretoria: Tas Resultat der Operationen in der Nähe von Reitz seit dem 4. März ist folgendes: 35 Buren wurden ein gefangen, 23 Wagen, viel Vieh und Vorräte wurden erbeutet. — Die Kolonne Remington entdeckte nordöstlich! von, Reitz eine Höhle, worin sich 300 000 Patronen für Maschinen-Gewehre, 10 000 Patronen für Lee Madford-Ge- wehre, mehrere hundert Granten-Gewehre, ein Maschinen^ geschütz, zwei Heliographen, zwei Instrumente für Feld- Telegraphie, 200 Pfund Pulver und andere Vorräte befanden, was alles erbeutet worden ist. Devonport, 8. März. Heute sand hier der Stapellauf des neuen Schlachtschiffes „The Queen" statt, nachdem der König den bei der Feier anwesenden Offizieren und Mannschaften, die in China und Südafrika gedient hatten, Medaillen überreicht hatte. Bern, 8. März. Der Staatsrat untersagte eine von mehreren hiesigen Bürgern geplante Kundgebung; dieselben wollten morgen, Sonntag, mit umflorter Fahne des Roten Kreuzes vor das Haus des Präsidenten des internationalen Komitees des Roten Kreuzes, Moynier, ziehen, um gegen die Verletzung des Kriegsreeyts' durchs England in Transvaal Einspruch zu erheben. Petersburg, 9. März. Wie von unterrichteter' Seite versichert wird, sollen neue Verhandlungen wegen Abschlusses eines neuen Handelsvertrages mit Oe st erreich- Ungarn eingeleitet werden, um zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn engere Handelsbeziehungen herzustellen. Hongkong, 8. März, Die Aufständischen iw der Provinz Kwangsi haben den Ort Kaitschou, 80 Meilen von Kwongtschwan, erreicht. Tort über fielen sie die Mandarinen, überwältigten die Garnison und befreiten die Stra fgefangenen, welche sich den Aufttändischen anschlossen. Es heißt, daß die Treifaltigkeits-Gesellschaft mit den Aufständischen bei ihren Raub- und Brandzügen gegen die Dörfer zusammenwirke. Newyork, 8. März. Tie unmittelbare Ursache, daß Frl. Roosevelt nicht zur Krönung nach England geht, war, daß auch eine Einladung des deutschen Kaiser Paares unterwegs war und daß die Engländer ihr besondere Aufmerksamkeiten zugedacht hatten. Ter Präsident als Familienvater dachte nun, daß die Auszeichnungen zuviel für ein 17 jähriges Mädchen seien und sie ihm leicht den Kopf verdrehen könnten. Mithin schickt er sie jetzt zum Besuch nach Kuba zum Generalgouverneur. _______________________________ Die Uerliner Stadtmisstoa beging am Sonntag die Feier ihres 25jährigen Begehens. Sie wurde begründet von dem bekannten Missions- freunde Michern. Wie dieser in Hamburg im Jahre 1848 den ersten Stadtmissionar ans dem „Rauhen Hause" installiert hatte, so ließ er, nach seiner Berufung als vor- tragender Rat in das Ministerium des Innern, ein Jahrzehnt später das „Johannesstift" in Plötzensee errichten. Neben Wichern schuf der damalige Propst und spätere Generalsuperintendent Brückner eine Organisation, die auch dem Missionszweck diente. Nach Einführung des Civil- st a n d g e s e tz e s erfolgte die Bereinigung der beiden Institute. Drei Männer übernahmen 1877 die Aufgabe: Geh Regierungsrat Dr. Bosse, der spätere preuß Kultusministers Hofprediger Adolf Stöcker und Kaufmann Johannes Gerold. Stöcker trat an die Spitze. Seit Stöcker 1891 fein Amt als Hof- und Domprediger niedergelegt hat, widmete er seine sprechen. Rechtsanwalt Dr. K i l z e r - Frankfurt a. M. weist die Geschworenen daraus hin, daß sie bezügl. seines Klienten und des Walther zwar die Frage zu prüfen hätten, ob diese am 12. April v. I. den Einbruchsdiebstahl in Okarben begangen hätten, zu welcher Ansicht man nach all den Indizien kommen könne; aber damit sei keines Falles erwiesen, daß Fröber und Walther sich auch der Anstiftung zum Meineid schuldig gemacht hätten. Nach seiner Uebcr- zeugung habe Hentschel keinen Meineid geschworen, Karl Schefer habe das ihm zur Last gelegte Verbrechen zwar zu- ,gestanden, abex erklärt, zu dem Meineid von seinem Vetter bestimmt worden zu sein; damit falle im Fall Hentschel wie im Fall Karl Schefer die Anklage gegen Fröber. Adolf Schefer sei von vornherein bereit gewesen, zu Gunsten der beiden Fröber und Walther einen falschen Eid zu leisten. .Sie Beweisaufnahme habe nicht ergeben, was Fröbel und Walther etwa unternommen hätten, um einen der drei Zeugen zu falschen Aussagen zu bestimmen. Sein Klient jei ein Aufschneider. Wenn er den Einbruchsdiebstahl in Okarben mit allen Einzelheiten wie sie später die Anklageschrift enthiell, schon Wochen vorher genau so schildern konnte, so erklärt sich das einfach daraus, daß Flatow ihm die Art der Ausführung des Einbruchs genau mit- geteill habe. Der Verteidiger bittet die Geschworenen, den Angeklagten von der Anstiftung zum Meineid in allen drei Fällen freizusprechen. Rechtsanwalt K l a r e n a a r, der Verteidiger des Mallher, schließt sich den Ausführungen Dr. Kilzers an und kritisiert scharf die Aussagen der als Zeugen vernommenen Sträflinge. Rechtsanwalt Grünewald weift auf die Aussagen der Sträflinge eingehend, darauf hin, daß man ihren Depositionen gegenüber doch Vorsicht walten lassen müsse. Was die Aussage Hentschels betreffe, edle Zunft der Pausensänger, mit denen manch' anderer Verein rechnen muß, gänzlich unbelämrt. Unterstützt wurden die fleißigen Mannen durch zwei liebenswürdige, jugendliche D a m c n , einer Sängerin und einer Pianistin, zwei begabter, auf hoher Stufe stehender Schülerinnen Polsters. ird)ont werden. Garantiert chlorfrei. Preis Beide haben mit Ehren bestanden und den fteundlichen Bei-1 Alleiniger Fabrikant I. Gioch in Hanau a. M. fall vollauf verdient. Dem Verein mit seinem Dirigenten möchten wir schließlich noch zurufen „so weiter, Ihr seid aus dem richtigen Wege." ** Schwer geschädigt wurde durch den gelungen <2türm ber Besitzer des Kmematographen auf Oswaldtsgarten, welch' letzterer gestern zum ersten Mal dem Publikum vorgeführt werden sollte. Das Dach wurde durch den Sturm wie in Fetzen gerissen, Bogenlampen und zahlreiche Glühlampen wurden zertrümmert; die vielen Schaulustigen, die sich emge- funden hatten, mußten enttäuscht weggehen, da nicht daran ru denken war, daß eine Vorstellung stattfinden konnte. Es wird einige Tage dauern, bis das Theater wieder hergerichtej sein wird. * Lollar, 9. März. Bei der am Samstag stattgehabten Verpachtung der Gemeindejagd blieb Ingenieur Gutmann-Gießen mit Mk. 710.— Höchstbietender. — Das hiesige Gasthaus „Zur Germania" hat ein Frankfurter Restau- rateiw für die Summe von 55 000 Mk. käuflich erworben. () Selters, 9. März. Um Mitternacht wurde die Einwohnerschaft durch den Ruf: „Feuer" aus dem Schlafe geweckt. Die Scheuer des Landwirts Heinrich Walther stand in hellen Flammen. Das Gebäude brannte gänzlich nieder. Mit htapper Not konnte das Rindvieh aus den Stellen gerettet worden. Darmstadt, 8. März. Die Tochter des Großherzogs, Prinzessin Elisabeth, die vor etwa 6 Wochen zu ihrem Vater kam, reist am 12. oder 13. März wieder zu ihre, erkennen. „ t L . Ter Gerichtshof erließ folgendes Urteil: Adolf Schefer erhielt 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, KarlSchefer lJahr3MonateZuchthaus, worauf 3 Monate der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt, in Anrechnung kommen. Tie Angeklagten Fröber und Walther erhielten je 1 I a h r 3 M 0 n a t e Zuchthaus. Gegen sämtliche vier Angeklagte wurde aus dauernde Unfähigkeit, vor Gericht eidlich als Zeuge oder Sachverständiger vernommen zu werden, erkannt, und außerdem wurden den drei mit Zuchthaus be- traste Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Tauer von drei Jahren aberkannt. Der Angeklagte Georg Hentschel wurde f r e i g e s pr 0 ch e n und der gegen ihn erlassene Haftbefehl aufgehoben. Aus Stadt und Kand. Gießen, 10. März 1902. auch an jedem Beweggrund, weshalb Hentschel versuchen sollte, zwei junge Burschen, die er näher gar nicht kennte, herauszuschwören. Hentschel habe ebensowenig einen Meineid wie einen fahrlässig falschen Eid geleistet. Er bitte die Geschworenen, die wegeir seines Klienten gestellten beiden Schuld fragen zu verneinen. — Rechtsanwalt Leun, der Verteidiger des Adolf Schefer, pfaidiert in erster Linie auf Freisprechung fernes Menten. Sollten fae^Geschworenen aber der Ansicht sem, daß ein falscher Eid geschworen sei, sv könne man nur zu einem Schuldig kommen wegen fahrlässigen Falscheides. - Rechtsanwalt Hoos, der Verteidiger des Karl Schefer, niadjt die Geschworenen darauf aufmerisam, daß fein Klient bei Begehung der ^hat noch nicht 18 Jahre alt gewesen sei, und schon deshalb milder bestraft werden müsse, als sein älterer Vetter. Tie Plaidoyers waren erst nachmittags um 2.4o Uhr ,u Ende. Nach erfolgter Rechtsbelehrung durch den Vor- itzenden, Landgerichtsrat Sandmann, zogen sich die Geschworenen zu einer dreiviertel Stunden wahrenden Beratung zurück, worauf der Obmann Rentner Gr 0 ß-Friedberg den Wahrspruch verkündet, wonach Adolf und Karl Schefer des Meineides schuldig find. Georg Hentschel wurde weder des Meineids noch des fahrlässigen Falscheides für schuldig befunden. Bei Fröber und Walther wurden dle Fragen wegen Anstiftung des Adolf Schefer zum Meineid b ejah t, wegen Anstiftung des Karl Schefer verneint. Staatsanwalt Zimmermann beantragt gegen Adolf Schefer 2 Jahre Gefängnis, gegen Karl Schefer, Fröber und Walther 2 Jahre Zuchthaus, gegen Georg Hentschel auf Freisprechung. Ferner beantragte Staatsanwalt Zimmermann gegen die vier zu verurteilenden Angeklagten auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren und Unfähigkeit zur Eidesleistung zu Kraft ganz der Stadtmission, die aus den kleinsten Verhältnissen heraus §11 einer weitverzweigten Organisation gediehen ist. Im Anfang der 90er Jahre wurde der kleine Grundbesitz der Stadtmission durch den Ankauf der Grundstücke 3, 4 und 5 in der Johanniter Straße vermehrt, und bald erhoben sich neben dem StadtmisfionshauseNeubauten, welche die Buchhandlung, Buchhruckerei, Buchbinderei, den Schriftenverlag, die Kunstanstalt re. in sich aufnahmen. 1892 wurde der Grundstein zur Stadtmissionskirche gelegt und 1895 wurde sie eingeweiht. Der neben der Kirche gelegene Versammlungssaal besitzt 1500 Sitzplätze. Weiterhin liegen das Hospiz und die Zufluchtsstätte für entlassene Strafgefangene. An der Ostseite erhebt sich das fünfstöckige Geschäftshaus, dessen einzelne Abteilungen der Leitung des Pastors Evers unterstehen. Tie Stadtmission unterhält ferner im Norden und Osten der Stadt Berlin mehrere Kapellen, Sonntagsschulen und Hospize; außerdem bestehen zwei Ferienheime im Harz, von beiten das eine für die Angestellten und deren Familien bestimmt ist. Im ganzen sind heute mehr als 50 Stadtmissionare in Thätigkeit. Stöcker ist von der theologischen Fakultät Greifswald zum Ehr en d 0 k t o!r der Theologie ernannt worden. In der Begründung wird nur auf seine Verdienste um die innere Mission in Berlin Bezug genommen und gesagt, daß er sowohl hierdurch wie durch seine in beredter Weise die reine Lehre des Evangeliums bekennenden Predigten der Kirche sehr genützt hat. Die Berliner Stadtmission ist ausschließlich auf die christliche Liebe und Barmherzigkeit angewiesen. Darauf gestützt hat es ihr noch nie an Mitteln gefehlt. An der Stodt- mission nehmen nicht nur die geborenen Berliner Anteil, sondern besonders auch die, die aus allerlei Volk in der Riesenstadt sich zusammen finden und größtenteils das nicht erreichen, was sie in der Hauptstadt erhofft und sich vorgestellt haben. So ist die Berliner Stadtmi|sion unentbehrlich geworden. Freilich liegen noch viele Gebiete brach, die aus Mangel an Mitteln bis jetzt nicht haben in Angriff genommen werden können. Auch sie müssen bald betreten werden. Dazu ist aber nötig, daß die Berliner Stadtmission neue Freunde gewinnt, die ein Herz haben für die Not und das Elend, das in der Weltstadt sich aufgehäuft hat. Und wer wollte nicht gerade in der Jubiläumszeit ein Scherflein beisteuern? Gaben nimmt der Pfarrer Stock in Ober- Breidenbach, Post Romrod, entgegen. Schwurgericht. P. Gießen, 10. März. '(Schluß der Verhandlung gegen Schefer undGenossen wegen Meineids und Anstiftung dazu.) Am Samstag Vormittag nahm Staatsanwalt Zimmermann das Wort zur Begründung der Anklage. Die Beweisaufnahme habe klar erwiesen, daß die Angeklagten Fröber und Walther den Einbruchsdiebstahl am 12. April v. I. ausgeführt hätten. Es sei bewiesen, daß Fröber und Walther an dem fraglichen Abend nach 7 Uhr mit dem Zuge in Okarben pngefommen und daß sie 6 Uhr 41 Min. am Bahnhof in Eschersheim gewesen seien, jedoch den etwa 20 Minuten später von dort nach Okarben gehenden, Zug zur Fahrt dorthin erst benutzten, weil sie sich zweifellos erst vergewissern wollten, ob Flatow sich etwa mit dem gleichen Zuge nach Hause zurückbegeben würde. Wenn aber seststehe, daß Fröber und sein Genosse vor 7 Uhr aus dem Bahnhöfe in Eschersheim gewesen seien, dann könnten sie kurz vor oder nach 7 Uhr die Wirtschaft Hentschel ni der Clauburgstraße verlassen haben. Tamit sei ferner erwiesen, daß der Angeklagte Hentschel einen Meineid geleistet habe. Daß die beiden Schefer meineidig seien, sei handgreiflich. Ter Angeklagte Karl Schefer sei ch geständig, wissentlich falsch geschworen zu haben, und Adolf Schefer sei glatt überführt. Von fahrlässig falsch geschworenen Eiden könne bei beiden ebenso wenig die Rede sein, wie bei dem Angeklagten Hentschel. Ter letztere habe gewußt, daß es nicht kurz vor oder nach 7 Uhr war, als die beiden Fröber und Walther am 12. April seine Wirtschaft verließen. Er habe überdies die Frage, ob er sich in der Zeit nicht irren könne, entschieden verneint. Staatsanwalt Zimmermann erörterte darauf alle Momente der Beweisaufnahme, welche dafür sprechen, daß die beiden Schefer und Hentschel von Fröber und Walther zu dem Verbrechen angesttstet seien und bittet die Geschworenen sämtliche Angeklagte schuldig räumt. Ueberstand unbedeutend. Ifjioth’s gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin wird zum Kochen selbst der feinsten Wäsche und zum Auswaschen gebraucht. Sie bcfifct so hohe Waschkraft, daß man die damit ge- 1 kochte Wäsche nicht mehr zu reiben braucht, wodurch die Stoffe gern erb en. Garantiert chlorfrei. Preis per Packet 15 Pfg. ' - * .....- ' * 1996 Mutter nach Italien zurück. m „ S. Darmstadt, 9. März. Obwohl zu dem von dem Präsidenten der Zweiten Kammer veranstalteten Parlamentarischen Abend nur Einladungen an die Nliniflerien 2c. ergangen und die Vertreter der Presse nicht eingeladen waren, verstand es ein bester gekleidetes Individuum, unter der falschen Angabe, Vertreter der „Köln. Ztg." zu sein, bis in das Zimmer, in welchem sich der Großherzog aushrelt, unbeanstandet vorzudringen. Nur mit Mühe gelang es, den frechen, anscheinend noch angeheiterten Eindringlmg aus den oberen Räumen zu entfernen, und schließlich wurde er so renitent, daß er mit sehr unsanfter Gewall auf die Straße befördert werden mußte. — Der Selbstmord des dem ! Füsilier-Regiment Nr. 33 angehörigen Leutnants Paul ^Spitta wird immer rätselhafter, da nach den bisherigen •* Landgerichtsrat Seeger *j*. Am Samstagabend 6^/2 Uhr I Feststellungen ein triftiger Grund, der den beliebten Offizier starb hier der Landgerichtsrat Seeger nach langjährigen, gu bem Schritt bewogen haben kann, nicht vorlag. Er klagte chweren Leiden im 50. Lebensjahre. Mit dem verstorbenen jeit einigen Tagen über Schmerzen in Brust und Rücken, und Landgerichtsrat Seeger ist ein sehr tüchtiger Beamter und ein ^eß sich am 6. wegen Schwindelanfällen vom Dienst dis- guter Mensch aus dem Leben geschieden. In der Theorie pensieren. An demselben Vormittag fand ihn der Bursche des Rechts, besonders des Strafrechts, wohlbewandert, wiesen bewußtlos auf dem Sopha seiner Wohnung, Louisenstt. 34, ihn sein überraschend schnell und treffend urteilender Verstand IiegetL Die alsbald herbeigeeilten Aerzte vermuteten Ver- und ein stark ausgeprägter Sinn für das, was recht und billig, giftungssymptome. Am anderen Morgen ist Sp., ohne das auf die Praxis hin. Den frischen, heiteren Mann sah man $ßerou£tfcin wieder erlangt zu haben, im Garnisonlazarett, überall gern, sein freies, offenes Wesen gewann ihm treue wohin er am Abend auf Anordnung des Bataillons- Freunde. Sie alle erfüllte es längst mit banger Sorge, daß xommandeurs gebracht worden war, verschieden., Seine Unrein schweres Leiden, das den kräftigen Mann vor einem halben gcbung hatte vorher in keiner Weise ein irgendwie auffälliges Jahre befiel, sich fortwährend verschlimmerte. Mutig hat er Benehmen an ihm bemerkt. auf feinem Schmerzenslager gegen die tätliche Krankheit ge- Mainz, 8. März. Bischof Heinrich hat am 3. März, kämpft; die opferfreubigfte Pflege konnte ihn nicht retten. am Krönungstage des Papstes, eine Gratulation folgenden Sein Andenken wird.in vielen Herzen lebendig bleiben! Inhalts an den Papst gerichtet: „BeimBeginn des fünfund- ** Neubau einer höheren und erweiterten Mädchenschule, zwanzigsten Jahres Deines Pontifieates erfleht der unter- Bei dem Wettbewerb zur Erlangung von Ent w ürf en zeichnete Bischof mit seinem Domkapitel, dem gesamten Klerus für den Neubau einer höheren und erweiterten Mädchenschule unb bem gläubigen Volke der Diözese Dir Glück und Segen )ierselbst waren 104 Entwürfe eingegangen. Das Preis- oon dem Herrn und bittet zu den Füßen Deiner Heiligkeit gericht, welches am 7. und 8. März zusammentrat, beschloß niedergeworfen auf innigste um den apostolischen Segen für einstimmig, den 1. Preis (1500 Mk.) dem Entwurf 11, Kenn- selbst und die ihm anvertraute Herde. Heinrich, Bischof wort: „Im besten Licht", Verfasser: Professor Eugen Beck- Dcm Mainz." — Am 4. März erhielt der Bischof folgende Karlsruhe, den 2. Preis (1000 Mk.) dem Entwurf 6, Kenn- Antwort vom Kardinalstaatssekretär Rampolla: „Der Heilige ivort: „Fastnacht", Verfasser: die Architekten Paul Weber- Puter hat die Glück- und Segenswünsche mit Wohlgefallen Leipzig, und Arthur Wern er-Leipzig - Connewitz, den 3. angenommen und gewährt den erbetenen apostolischen Segen. Preis (500 Mk.), dem Entwurf 53, Kennwort „Nordostklasse", | Kardinal Rampolla." Verfasser: Architekt Alwin G e n s ch e l - Hannover zuzuerkennen - - "" ~ und den Entwurf 28, Kennwort: „Vortrefflich", Verfaster: die Qi/ing^)UUvL Architekten Ferdinand K ö hler und Paul Kr an z-Char- In der Erwiderung auf das Eingesandt über die Ar- lottenburg zum Ankauf zu empfehlen. Wegen öffentlicher beit des Dr. König in unserer Samstagnummer hat sich Ausstelluna der Entwürfe wird noch Bekanntmachung er- in Zeile 16 ein sinnentstellender Fehler eingeschlichen. Es aehcn heißt da: „Sondern ich bin auch der Ansicht, daß dre 9 - fotaiuiSmeUun«. ®er Kaiser hat folgenden Offi- Frage °°n ^ei^oder tad ober 8« «6 « zieren die Erlaubnis zur Anlegung ihnen verliehener hessischer E ^w. ®§onm“6ei 6 S ' Ordensauszeichnungen erteilt und zwar des Großkreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem dienstthuen- Handel und Verkehr. Volkswirljchasl. den Generaladjutanten, Generalleutnant v. S ch o l l, des Ritterkreuzes 1. Klasse mit Schwertern desselben Ordens dem Grünberg, 1. März. Fruchtmarkt. (Durchschnitts- Major v. Hofmann im Generalstabe der 33. Division, I preis pro 100 Kilo.) Weizen 16.16 bis 00.00 Mk., Korn 00.00 bis Spa Ritterkreuzes 2 Klasse desselben Ordens dem Oberleut-100.00 Mk., Gerste 13.24 bis 00.00 Mk., Hafer ^08 bis 00,00 Mk., naut L a u t e s ch l ä j e’ m ™-" Regiment Nr. 143, dem Leutnant Mischer un 6. Badischen Frankfurt a. M., 10. März. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Infanterie-Regiment Kaiser Friedrich III. Nr. 114 und dem Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Leutnant Muth er im 7. Badischen ^i5en^ ** Kunstverein. In der Gemälde-Ausstellung wird J ^^11^' ^a^r^C^TTG^.50—'17.00^Mtt'12.50^bis in dieser Woche wieder ein teilweiser Wechsel der Ge-sMk. 12.75, Weizenmehl 0 Mk. 25.50—26.00, 2. Qualität Mk. 23.50 rnälde vorgenommen. Einige Gemälde, die erst 14 Tage bis Mk. 24.00 , 3. Qualität Mk. 21.50—22.00, Roggenmehl 0 ausgestellt sind, gefangen schon zur Weitersendung. Auch Mk. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 21.25—21.50, Weizenkleie Mk. 8.50 die Kollektion von I. Lip p m an n-Offenback, bleibt nur Ibis Mk. 8.75, Roggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskenne Mk. 9.50 noch kurze Zeit ausgestellt. | bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mk. 00.00-00.00. Alles per E.Ch Das 32. Stiftungsfest des Bauer scheu Gesang- fa Frankfurt a.M., 10. März. (Telegr. Orig.-Bericht des Vereins, das gestern in Sterns Saalbau ftattfand, verlief mI,Gieß.Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktschönster Weise. Der Verein ist bereits als „ Gutsänger" Ipreise. Zum Verkaufe standen 366 Ochsen, darunter 112 aus bekannt und hat auch gestern seinen alten Ruf befestigt und Oesterreich, 49 Bullen, darunter 2 aus Oesterreich, 763Kühe, Fersen, weitert. K°p°llm-ist°r Polster der seit emigen Wen gtasunb ffinbev, ^37 . Salbe^BU E^unb. gammt den Verein leitet, ist em musikalischer und ungemem tempe= 10Q s^un^ Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 64—66 Mk„ ramentvoller Dirigent, der es nicht nur versteht, korrekt em- 2. Qual. 59—61 Alk., 3. Qual. 54—57 Mk.; Sutten l.Qual. 54 bis zustudieren, sondern auch die Gabe hat, seine Schaaren mit 56 Mk., 2. Qual. 49-51 M.; Kiihe 1. Qual. 58—60 Ack., 2. Qual, sich fortzureißen und was er empfing auf «£« 3u übe. g-g tragen. Gradezu willenlos, und so muß es sein, folgen ihm 12; ^al. 69—72 Pfg., Lebendgewicht 40—43 Pfg., Schlachtseine Sänger, da gibt es kein Vorschlägen, kein Nachklappen, gewicht 58—60 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 62—64 Pfg., Einsatz, Crescendo, Decrescendo kommen vollkommen zur 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 50—52 Pfg.; Schweine 1. Qual. Geltung, das gehauchteste P-ano ist aber io Hat roie ba§ 67 Sebeubgam^t 53 -00Du^^^fg.^e^en,^ Forte-Forte, welches Niemals zum Geschrei ausartet. Ueber Geschäft bei Horiwieh mittelmäßig, bei Kleinvieh gut. Markt: ge* prächtiges Stimmmaterial verfügt der Verein, um eine Anzahl alter bombenfester Sänger schaart sich junges Blut mit quellenden, frischen Stimmen; den „Bauern" ist die Ls sei an jenem Abend kurz vor oder nach 7 Uhr gewesen, so müsse man in Betracht ziehen, daß der Begriff „kurz vor oder kurz nach einer Stunde" sehr dehnbar sei. Hentschel habe fest geglaubt, es sei so um 7 Uhr herum gewesen und er sei als Zeuge unter Eid verpflichtet gewesen, so auszusagen, wie er es gethan habe. ES fehle Neueste Meldungen, vriglualdrahtmcldunge» des Gictzencr Anzeigers. Darmstadt, 10. Mär,. Am Sonntag fand ou bet ..fttHAen HochMe die erste Doktor i»g.>Prüfung statt. Tn Prusnug unterzogen sich I. M-lling-r, Obenngem-n- htt Sinn« Schuck-rt u. Co. in Nürnberg, der seine Gesamt, üudien an der hiesigen Hochschule beendete, und Dr. Vetter. Uin 1 st. Assistent für die Lehrstuhle „Baukunst 1, 2 und ä‘ "n der hiesigen technischen Hochschule, der die Hausttprusaug im Hochbausach an der technischen Hochschule IN Aachen bc. Lnhnihat — Ter Student Grwm Faßbender aus gmunden (Obcrösterreich) hat sich am SamStag Abend kurz vor 11 Uhr in seiner Wohnung mittels Revolverschuffe in die rechte Worms!$ v?März. Eine gestern Nachmittag m Ost- ftattaehabte Versammlung von 150 Vertrauensmännern L^ationalliberalen Partei des Wahlkreises Warms nahm einstimmig eine Erklärung an, m der der Vertreter des Wahlkreises im Reichstag, Frhr. v. Heyl zu Herrnsheun,^ ersucht wird, an dem von der Mehrheit der Zolltanfskommyston unter seiner Zustimmung beschlossenen Kompromiß festzuhalten und auch fernerhin für denselben entschlossen em- b Berlin, 10. Marz. Einem Berliner Mädchen Händler ist die Kriminalpolizei auf die Spur gekommen. In einem Hause der Schönhauser-Allee wohnte ein Zigarettenarbeiter Paul Winckler, aus Warschau gebürtig, mit seiner Eaefrau und vier Kindern. Es fiel den Rachbarn auf, daß zerwerfe Mädchen mit Reisekorbcn zu Winckler kamen. Die Polizei ermittelte, daß Winckler junge Mädchen für Stellen im Auslande suchte. Winckler ist inzwischen verreist. Dagegen nahm die Polizei in der Winckler'schen Wohnung eine Frauensperson fest, die mit einem Mädchen zu Besuch gekommen war. Die Frau fungierte als Schlepperin. Kreuznach, 10. März. Im nahen Staudernheim sind im Hause des Bahnwärters Jakob Dietz die echten Pocken ausge- brachen. Ein Kind ist bereits gestorben, ein zweites schwer erkrankt. Saragoffa, 10. März. Sieben Kinder aus dem Orte Tuent fanden in einer Höhle Pulvcrvorräte. Um den Kücken ganz zu finden, zündeten sie Streichhölzer an. Dabei entstand eine furchtbare Explosion, durch die sämtliche schwer verletzt wurden. New-York, 10. März. Gestern Abend 9,30 Uhr stattete Prinz Heinrich dem New-Yorker Yacht-Klub einen Besuch ab. Von Kommodore Leidyard geleitet, besichtigte er den Modellsaal, in nem er die Modelle verschiedener Yachten, welche um den Amerikabecher gekämpft haben, sowie die vom Klub errungenen Trophäen in Augenschein nahm. Besonders bewunderte er den Amerikabecher. Nach einem Imbiß kehrte der Prinz vor Mitternacht nach dem Woldorf-Astoria-Hotel zurück. New-York, 6. März. Prinz Heinrich empfing mehrere Besuche, darunter eine Abordnung des St. Pauler Komme rzialklubs. In der Gallerie des Hotels Waldorf- Astoria sang der Broklyner „Arion" das Kaiserpreislied und „Old Kentucky Home" sowie „Dies ist der Tag des Herrn". Der Prinz dankte und beglückwünschte den „Arion" zu den vorzüglichen Leistungen. Nie habe er zartere und feinere Töne von einem Männerchor vernommen. Er habe anch andere Musik in Amerika gehört, die ihn auf das Höchste entzückte, und die Ansicht gewonnen, daß der Sinn für Musik in das Herz des Menschen, ohne Rücksicht auf Rasse und Hautfarbe, gepflanzt sei. Der „Arion" übersandte telegraphisch an den Kaiser eine Huldigungsadresse und überreichte dem Prinzen eine künstlerisch ausgestattete Adresse. — Corbin, Hill, Evans, Binham und Cowles gaben dem Prinzen ein Lnncheon un University-Ktub, wobei die eben beendete Rundreise des Prinzen lebhaft besprochen wurde. Telephonischer Kursberichti Frankfurt a. ML., 9. März. S'/gO/o Reiohsanleihe . . 101.85 80/0 do. ... 92.85 SVjO/o Konsole . . . . 101.85 3% do..... 92 65 S‘/2% Hessen .... 100.20 3% Hessen ..... —.— 4% Oesterr. Goldretne . . 103.00 4‘/a% Oesterr. Biiberrente 101.50 4% Ungar. Goldrente . . 101.20 4°/ Italien. Rente . . . 100.80 41/„% Portugiesen . . . 42.50 0/ Portugiesen. .... 28.35 1% C. Türken .... 28.05 Türkenlose..... 00.00 4% Griech. Monopol -Anl. 45.50 3j/q Mexikaner 4V2 /1 Chinesen Electric. 8c> ackert Nordd Lloyd . . Kreditaktien , . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber iner Handelsges. Oesterr. Staatobahn Lombarden . . Gotthard bahn . . Lauranütte . . . Bochum ...» Harpener . . . 4'/z56 äussere Argentiner —.— Tendenz: ruhig. . 26.60 . 91.20 . 118.50 219.80 . 194.20 . 142.10 . 137.50 . 154.55 . 145.10 . 19.10 . 168.80 . 203.00 . 199.10 . 167.25 2000 Eintritt Mk. 1.50. Anfang 8 Uäar. Karten im Vorverkauf ä Mk. 1.— sind bei Herrn E. Challier 2U06 (Rudolphs Nachfolger) zu haben. Der Vorstand. 1992 Nadel 2009 74 742 b l. I., vormittags 9 Uhr: 2015 la. 1994 2 n Rein. 1998 Stämme von 12 bis 20 cm Durchmesser mit 57,96 km. n u n tr Stämme 200, ?.u verkaufen 164 190 25 74 122 21 195 233 26 118 80 131 5 6 63 25 35 44 197 64 rm 145 rm rm rm rm rm 2 5 458 25 50 9520 162 rm // Buchen-Scheit. Eichen-Scheit. Nadel-Scheit, hierunter 16 rm Rundscheit. Buchen-Knüppel. Eichen-Knüppel. Nadel-Knüppel. Zusammenkunft an jedem Tage im Distrikt Lausköppel bei Bauholz-Nr. 1. Allendorf an der Lumda, am 9. März 1902. GroßherzoglicheBürgermeisterei Allendorf an der Lumda. Technikum Ilmenau Höhere u mittlere Fachschule fflr Elektro- n. Maschinen-losen leere; Elektro- u. Maschinen-Techniker o. . Werkmeister Di ektor Jentzen. l. I 404 30—41 cm Durchm., 3—12 m Länge — 20,41 im, Birkenstämme von 20—28 cm Durchm., 9—11 m Länge ----- Scheiter rm: 56 Buche (hiervon 3 II. Kl.), 37 Eiche (hiervon 2 II. Kl.), 6 Nadel, 20 Aspe; Knüppel rm: 88 Eiche, 9 Nadel, 49 Aspe; Reifig rm: 230 Buche, 436 Eiche, 22 Nadel, 130 Aspe; Stöcke rm: 28 Buche, 71 Eiche. Das im Distrikt Aspenstrauch zum Ausgebot kommende Holz (Nummern rot unterstrichen) wird nicht vorgezeigt. Gleichzeitig werden noch aus Distrikt Burghain (bei Ruine Staufenberg) mitversteigert: Stämme: 25 Nadel = 12,51 fm (Bauholz); Stöcke rm: 5 Nadel; Reifig rm: 5 Nadel. Zusammenkunft im Distrikt Nieder-Sellbach, am Gießener Weg. Nähere Auskunft erteilt Großh. Förster Schick zu Solzversteigerung im Gießener Staiitronlb. Freitag den 14. März 1902, vormittags 972 Uhr beginnend, ollen im Gießener Stadtivald in Treis a. d. Lda. Treis a. d. Lda., den 8. März 1902. Großherzogliche Oberförsterei Treis. Schneider. , vormittags 9 Uhr: Nadelstämme mit 177,18 fm. Nadel - Derbstangen mit 6,13 fm. Nadel - Reisstangen mit 2.79 fm. Freitag, 14. März von 9 Uhr ab, aus den Distrikten Aspenstrauch, und Nieder-Seilbach: Stämme: 19 Eichen — 4,92 fm (Bauholz), 33 ----- 6,68 fm; Derbftangen: 13 Nadel; Hohmrfteigerung In den Waldungen der Gemeinde Allendorf an der Lumda, Distrikt Lausköppel, Mark re., Streitkopf, werden folgende Holzsortimente versteigert: a. Donnerstag, 13. März Großen-Buseck, am 10. März 1902. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. Holzversteigerung. Samstag den 15. März, nachmittags von 2 Uhr ab, werden im Anschluß an die im Staatswald der Großh. Oberförsterei Treis a. d. Lda. stattfindende Holzversteigerung aus den Ober-Seilbachswaldungen der Freiherrn W. und R. von Schutzbar, gen. Milchling, versteigert: Scheiter rm: 276 Buche, 1 Eiche; Knüppel rm: 55 Buche, 7 Eiche; Reifig rm: 520 Buche; 10 Eiche; Stöcke rm: 69 Buche, 2 Eiche. Zusammenkunft am Jagdhäuschen. Nähere Auskunft erteilt Gr. Förster Schick zu Treis a. d. Lda. Treis a. d. Lda., den 8. März 1902. 1995 Schneider, Oberförster. Submissions-Holzverkauf. In den Waldungen der Gemeinde Großen-Buseck lagert in verschiedenen Distrikten nachverzerchnetes Fichten- Stammholz zum Verkauf: Abteil. I, Distrikt Kirschbaum rc. zum 22. März d. I., mittags um 1 Uhr, bei der den Distrikten Neuheege und Waldshnte versteigert werden: Fichten-Stämme m. 47,23 fm Kiefern-Stämme m. 38,95 fm Fichten-Derbstangen mit 13,01 fm sehr schönes Tier, Umständehalber preiswett zu Verkäufern 0947 Alicestraße 23, Part. 20 , , über Abteil. III, von 12 bis , 20 , WOentsche Menkrckt- Ustult Köln a. Rh. Die am 1. April er. fällig werdenden Zinsscheine unserer Pfandbriefe werdenvomlä. März er. ab an unserer Kaste und bei den bekannten Zahlstellen eingelöst. Köln, im März 1902. Hohversteigerung Am Freitag dem 14. ds. Mts., vorm. von 9 Uhr ab, kommt in der Wirtschaft Schneider zu Wißmar folgendes Holz aus dem Gemeindewald Wißmar zum Verkauf: Distrikt Berghausen 3: 47 rm Eichen-Scheit u. Knüppel, 317 rm Buchen-Scheit und Knüppel, 3 rm Erlen-Nutz- holz, 11 rm Weichholz-Scheit und Knüppel, 739 rm Reiser. Distr. Kreuzheck 41 b: 15 rm Buchen-Scheit und Knüppel, 16 rm Weichholz-Scheit und Knüppel, 700 rm Reiser. Distrikt Asselbach 16 und 17: 120 Fichtenstangen 1. und 2. Kl., 70 rm Fichten-Knüpp., 230 rm Fichten-Stöcke, 900 rm Fichten-Reiser. Totalität, Distr. 2, 6, 10, 20, 21, 23, 25, 41 und 43: 7 Fichtenstämme ----- 2 fm, 85 rm Buchen-, Eichen-, sowie Kiefern- Scheit und Knüppel, 14 rm Stöcke, 343 rm Reiser (gemischt). Krofdorf, 8. März 1902. Der Bürgermeister. Lichtenth äler. 1991 Statt. Schlachtham. Freibank, uny M-vcaen: Kalbfleisch 45 Ksg. Während der Matttzeit findet der Vettauf des Fleisches in der Großschlachtviehhalle statt. Eichen-Scheitholz Nadel-Scheitholz Eicb en°Knüpp elholz Naoel-Knüpvelholz Eichen-Stockholz Naoel-Stockholz unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. Die Eröffnung tndet am 22. d. Mts., mittags um 2 Uhr, im Rathaus- aale statt, wozu die Interessenten eingeladen sind. Der Ortsvorstand behält sich die Genehmigung im einzelnen wie im ganzen vor. Bei annehmbaren Geboten und gegen vor- chriftsmäßige Bürgschaft kann Zahlungsftist für die erste Hälfte des Betrages bis zum 1. Juli, für die zweite Hälfte bis zum 11. November 1903 gewährt werden. 1000 6tr. Mnrz zu haben bei 0998 Kitz, Steinstraße 82. 20 , 30 über 30 Letzte Holz-Versteigerungen. Freitag den 14. März, vormittags von 9 Nhr ab, aus den Distritten Todtenberg, Zipfenwald, Buchwald, Pfingstkopf, Himberg, Fortbachseck, Alte-Unner, Heege und Hainbuch: Stämme: 24 Eichen — 7,28 fm (hiervon etwas Schnittholz), 25 Nadel — 5,37 fm; Derbstangen: 2 Eiche, 2 Buche, 217 Nadel; Scheiter rm: 49 Buche, 7 Eiche (hiervon 2 II. Kl.), 1 Aspe; Knüppel rm: 1 Buche, 4 Eiche, 67 Nadel, 2 Aspe; Reifig rm: 1 Buche, 5 Nadel, 1 Aspe. Das in den Distrikten Todtenberg, Pfingstkopf und Heege zerstteut sitzende Holz wird nicht vorgezeigt und wollen Kaufliebhaber dasselbe vorher besichttgen. Sämtliche Nummern des zur Versteigerung gelangenden Holzes sind rot unter- sttichen. Zusammenkunft im Distrikt Hainbuch. Weitere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Mandel zu Treis a. d. Lda. 30 , ff 149,54 /, 42,65 Portland - Cemont aus den ersten Fabriken Mark 1.75 pro ein Sack C. Rübsamen, Telephon 259. — Westanlage 60. Samstag den 15. März, vormittags pünktlich Ober- Donnerstag den 13. März d. I. soll in dem Gemeindewald zu Hungen in den Distrikten Galgenwald, Rucksberg und Herborn nachstehendes Holz versteigert werden: 25 Eichen-Schnittholzstämme von 37—51 cm Durchm., 2—11 m Länge — 18,14 fm, 29 Kiefern-Schnittholzstamme von 2460 Wellen Eichen-Reisig 7790 Wellen Nadel-Reisig Die Zusammenkunft ist auf der Licherslraße am Waldeingang. Gießen, am 10. März 1902. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Meeum. 1985 Kaufmännischer herein und Hrts-Keweröeverein. Der auf Dienstag den IL März 1902 angesetzte Vortrag fällt wegen Verhinderung des Redners aUS> Abteil. II, Distrikt Beuerergraben. Stämme von 12 bis 20 cm Durchmesser mit 22,83 fm Steins O-arten. Donnerstag den 13. März 1902: Grosses Extra-Konzert der Konzertsängerin BlftrgÄretllÄ Brandt und OsketF Fürst, Rezitator und Monologist, sowie der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Wellen Buchen-Reisholz „ Eichen-Reisholz. „ Nadel-Reisholz. rm Nadel-Stockholz. 0,96 fm, 397 Stück Fichten-Derbstangen von 7—12 cm Durchm., 8—17 m Länge — 27,07 fm, 18 Fichten-Nutzreisig zu Bohnenstangen — 3,60 fm. Der Anfang der Versteigerung ist vormittags 10 Uhr an der Pfingstweide Distrikt Galgenwald Hungen, den 8. März 1902. Großh. Bürgermeisterei Hungen. _________Buttron._____2012 Versteigerung Mittwoch den 12. März, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Bieker'schen Saale, Neustadt 55, den Nachlaßbestand eines Gold- und Silberwaren- geschäftes, u; a.: Broschen, Ohrringe, Herren- und Damenringe, Medaillons, Armbänder, Uhrketten, Manschetten- und Hemdenknöpfe, Kreuze in Gold und Döublä, Sttber- und Alsenide-Gegen- stände usw. 2001 I. A.: Schneider. 30 r ff « 109,51 , 30 * « „ 40,81 „ Distritt Entenpfuhl. 20 cm Durchmesser mit 65,59 fm griWarlojitlit I MMchiil und Kaiserkrane sehr ertragreich u. wohlschmeckend, bei Karl Euler, Hammstraße 5. Körbe luiö Stühle werden billig geflochten. Ferd. Parthter Wwe., Seltersweg 81, -—c— Thüringisches gLLrLMnbcherWM zu verkaufen. 1885 Louis Faber, Wolkengasse 11. Mittelgroßes Sans Z unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Näh, in der Exp. d. Bl. Ausverkauf in Mren, d)öfb- und Silßerwarm. Da das Geschätt nur noch bis Ende dieses Monats besteht, verkaufe den noch vorhandenen Restbestand des Warenlagers 2007 zu jedem annehmbaren Preise. 6dto*t|73. Ohr. Le® Wwe. Haus mit Garten sofort zu verkaufen oder zu vermieten. /, ,/ über 30 , „ „ 43,98 , Das Holz kann den Hetten Kaufliebhabern bis vor dem Eröffnungstermin durch Forstwart Wagner dahier vorgezeigt werden, und lagett etwa 4 Kilometer von den Bahnstation. Die Gebote können getrennt für jede einzelne Abteilung, für jede einzelne Dimension, aber auch für das gesamte Holz eingereicht werden, ohne jeden Vorbehalt. Die Gebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis Die Vorstände. ZMiigsMsteigemfl. Mittwoch, den 12. März 1902 mittags 12 Uhr, versteigere ich in Krofdorf (Zusammenkunft Haltestelle Krofdorf-Gleiberg) gegen gleich baare Zahlung meis - bietend etwa 50000 Stück Backsteine und zwei doppelspännige Arbeitswagen. 2014 Wetzlar, den 10. März 1902. Plaumann, Gettchtsvollzieher in Wetzlar. Todes-Anzeige Landgerichtsrat Theodor Seeger fünfzigsten Lebensjahre, Die tief trauerten B-ii^terbliebeeiero 1987 Landgerichtsrat Theodor Seeger geziemend in Kenntnis zu setzen. Der C.C. der Starkenburgia 8CEU0 Tücht. Weißbinder u. Hand langer sucht 01001 forderlich. 0990 Seltersweg 5 gesucht. evtl, auch 17 Jahren gesucht. 2001 Bierhaudlung, Ludwigstr. 26 0904] Klein. 1902 an ruh. Leute z. verm. Atarktplatz 20. ine 6 nung mit 1962 Ed. Lind, Hof-Konditor. früher. Birkenstock & Schneider Giessen. Rio de Janeiro und Eich, den 8. März 1902 sucht H. Schneider, Buchbinderei u. Papierhandlung, Kirchenplatz 5. Ein braver Junge in die Lehre gesucht von Agent ged. z. Berk.u. ren. Eigarr. 250 p. Mon. u. mehr. Vergüt. H. Jürgensen L Co., Hamburg Dienstag den 11. Mar; Im Abonnement Giessern den 9. März 1902 Nr. 15 mit 5 Zimmern, Bad, sowie Bleichplatz und Trockenboden ist per April zu vermieten, desgl. in Nr. 14 ewige 4-Zimmer- rvobnungen per Unterfertigter C. 0. erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben E. M. E. M., A. H. A. H. und i. a. C. B. i. a. C. B von dem nach langem, schweren Leiden gestern abend hierselbst erfolgten Ableben seines lieben A. H. 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