Freitag 1V. Januar LSVS ISS. Jahrgang Erstes Matt. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v ** Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Nr. 8 Erscheint tSgNch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Zamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ber lag der Brühl'sche., Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben- Redaktion, Erpeditio.r und Druckerei: Gchulstratze 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße». Fern sprechcmschlußNr.51. Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen lnonatlich Ko Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr, Zeilenpreis: lokal 12Pf* auswärts 20 Psg. Verantwortlich: für den polit. il allgem. Teil: P. Witiko: für .Stadt und Land" und „Gerichtsfaal":R.Ditt« mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Preußischer Landtag. Herrenhaus. 2. Sitzung vom 9. Januar. Am Ministertisch v. Podbielsky. Der Gesetzentwurf betr. Grundstücks-Umlegung in Frankfurt a. M. wird en bloo angenommen. Cs folgte die Interpellation des Grafen Schlieben: Ist der Regierung bekannt, daß ein unerheblicher Teil der Arbeiterfamilien, welche im letzten Dezennium aus den östlichen Provinzen nach dem Westen gezogen sind, den dringenden Wunsch hegen, in ihre Heimat zurückzukehren, aus Mangel ert hatte, spritzte man dieses Serum- Lymphgemisch 10 Ochsen in die Jugularvene, stellte die Ochsen in Seuchenstallungen immer zwischen zwei verseuchte Stücke Rindvieh, und alle Ochsen blieben gesund- Nun glaubte man, das Universalmittel gegen die Seuche gefunden zu haben; aber es folgte eine gründlicheEnt- täuschung- Die Höchster Farbwerke brachten den Impfstoff unter der Bezeichnung „Seraphthin" in den Handel. Der Vortragende war der erste Tierarzt in Deutschland, der diese Schutzimpfungen in großem Stil in der Praxis ausführte. Gegen 600 L>tück Großvieh wurden von ihm in den Kreisen Büdingen, Gelnhausen und Hanau geimpft- Auf den ersten, vier Gütern ging die Sache glatt ab- Diese Tiere waren aber, da die Gehöfte bei früheren Seuchengängen nie verschont blieben, sicher immun- Aber auf den vier zuletzt geimpften Gütern hatte die Impfung nicht nur keinen Erfolg, sondern die Seuche brach infolge der Impfung nach 8—14—28 Tagen aus- Danach wurde die Ausgabe der Lymphe sistiert-, Geheimrat Löffler klärte das bald auf- Von den Höchster Farbwerken war von einem frischen Seuchenausbruch in der Nähe neue Lymphe eingestellt worden- Diese besah aber eine so hochgradige Viruleur, daß sie von dem zur Verfügung stehenden .^mmunferum nicht neutralisiert werden konnte. So besaß das Lymphe-Serumgemisch keine immunisierende Eigenschaften, sondern bewirkte im Gegenteil den Seuchenausbruch. Man hat den Fehler begangen, daß das später fertiggestellte „Seraphthin" nicht vor der Abgabe geprüft wurde- Leider ist das Rezept der zuerst hergestellten, sehr brauchbaren Lymphe verloren gegangen. Um Mißerfolge zu vermeiden, galt es nun, einen Gradmesser für die zur Verwendung kommende virulente Lymphe zu finden. Diesen glaubte Löffler in dem vier Wochen alten Ferkel entdeckt zu haben- Bei mehr als 100 Versuchen glückte es ihm, die für Ferkel tätliche Dosis zu finden. Nun schien jede Schwierigkeit gehoben. Denn nun hatte man eine Immun 1 tötseinh eit, auf deren Grundlage man die Menge des Serums und der Lymphe bestimmen konnte, die nötig ist, um äin Rind immun zu machen- Aber die Plage ist noch nicht aus der Welt geschafft, und neue Schwierigkeiten haben sich gezeigt. Von den Höchster Farbwerken wird jetzt ein hoch immunisierendes Serum verkauft, das durch wiederholte Einspritzungen von in der Virulenz gesteigerter Lymphe hergestellt ist- Doch verleihr das nur eine Immunität von etwa 14 Tagen und ist sehr teuer- Der Redner schloß seinen mit dem größten Beifall aufgenommenen Vortrag mit dem Hinweis, daß wir deshalb nach wie vor auf eine polizeiliche Bekämpfung der Seuche angewiesen feien; di-- besten Mittel zur Bekämpfung seien dementsprechend das Verbot der Dieheinfuhr aus verseuchten auherdeutschen Ländern und die Anordnung strengster Maßregeln bei dem Auftreten der Seuche dry In lande- Kunst und Wissenschaft. Berlin, 8. Jan. Dem Staatssekretär de§ Innern ist von dem: Generalkonsul in Sidney die telegraphische Anzeige zugeganaen, daß der für die deutsche Südpol a r-Exp editio n gecharterte Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Tanglin" die Kerguelen am 21. Dezember verlassen hat, nachdem er alle Ladung gelöscht und die Station irr der Obseroationsbai Royalsund errichtet ist. Alle Stationsmit- glieder sind gesund. Tie Nachricht ist nach Sidney von einem: englischen Tampfer überbracht worden, welcher den „Tanglin" am. 21. Dezember unter dem 44. Grad südlicher Breite und 73. Grab Länge gesprochen hat. An Bord des „Tanglin" alles wohl. — Vom Shakespeare Denkmal in Weimar. Zur Errichtung eines Shakespeare-Denkmals in Weimar hatte sich, wie uns auS Weimar geschrieben wird, im vergangenen Jahre ein Komitee ge* bildet. Für die Durchführung des Unternehmens sind 50 000 UJIL' in Aussicht genommen. Die Errichtung dieses Denkmals wirb einen Vorgang ohnegleichen in der KulMrgeschichte aller Völker bilden; dem Tichterheros einer fremden Nation wird von einem anderen Volk das geistige Ehrenbürgerrecht erteilt und sein Kultus unlöslich und neidlos mit dem der eigenen Geistesheroen verknüpft; Die geistige Zusammengehörigkeit des Treigestirns Göthe-Schillev^ Shakespeare durch Errichtung eines Sheakespeare-Denkmals auf) deutschem Boden in Erz zu verewigen, ist Weimar unzweifelhaft! besonders berechtigt und berufen. Arn 6. Januar ist m Warschau der russische Staatsrat Johann v- D l 0 ch , der vorn Kaiser Nikolaus zur Provagier^ ung seiner Friedensidee her an gezogen wurde, im 65- Le» bensjahre gestorben- Herr v. Bloch war Ches dess Warschauer Bankhauses I- G. Bloch und Präses der War^ schauer Kaufmannschaft, sowie mehrerer russischer Bahnck gesellschasten- Er ist am meisten bekannt geworden burdi sein großes vierbändiges Derk gegen den Krieg, das auch in deutscher Übersetzung erschienen ist- Dieses Werk solb den Zaren zur Berufung der Haager Konferenz veranlaßt; haben- Herr v. Bloch war auch nach der Haager Konq ferenz unermüdlich für die Sache des Friedens thätig- * W 0 ist Büchners A r e f 1 n 0 ? Gelegentlich der Aust sührung von Georg Büchners, des genialen hessischen Poeten, Drama „Dantons Tod" durch die Freie Volksbühne in Berlin sei daran erinnert, daß des jung verstorbenen Dichters letztes und vielleicht sein bedeutendstes Werk, das Drama! „Pietro Aretino", verschollen ist. Büchner hatte es int Sommer 1836 vollendet. Mit wieviel Eifer und Liebe ec an diesem Drama aus dem Cinquecento gearbeitet undj welche Hoffnungen er auf dieses Werk gesetzt hatte, dass er selbst für fein bestes hielt, geht aus feinem Briest wechsel hervor. Er wollte es nicht so rasch an die Oeffenb, lichkeit geben. „Ich bin noch mit manchem unzufrieden"^ so schreibt er, „und will nicht, daß es mir geht wie baäf erste Mal. Das sind Arbeiten, mit denen man nicht M einer bestimmten Zeit fertig werden kann, wie der Schneider mit seinem Kleid." Endlich aber war die Arbeit doch vollendet und, wohl zur Prüfung und Beratung darüber, versandte er es, wahrscheinlich im September 1836 an je* mand, der ihm gewiß eine besonbers teure Persönlichkeit war. Am 2. Februar 1837 erkrankte der Dichter; die Er* fr an hing nahm schnell eine sehr traurige Wendung. ArH 13. Februar starb er. In seinen letzten Lebensaugenblicken stammelte er etwas von dem genannten Drama; sichtlich wollte er eine Anordnung darüber treffen. Er rang nach Worten, aber die Zunge wollte ihm nicht mehr gehorchen; er suchte sich durch Zeichen verständlich zu machen, aßen die Hand sank kraftlos zurück auf das Bett des Sterbendem, Es ist nie bekannt geworden, wo sich das letzte Werks des Dichters befindet, trotz eifrigster und mühevollster 2üw ftrengungen der Familie Büchner und der Freunde beä-l verstorbenen Dichters. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Darmstadt, 8. Jan. Die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellfchast ruft auf den 1. März dre Resteinzahlung von 50 Prozent cnif 3 600 000 Mk. Aktien Lit. B. ein. ' Berlin, 8. Jan. Wie die „Nat.-Ztg." hört, hat ein großes schlesisches Werk einen Auftrag auf Eisenbahnmaterial von Indien erhalten. Vermischtes. *DieErziehung der linken Hand- Eine höchst bemerkenswerte Anregung, welche in Amerika ihren Anfang genommen hat, beschäftigt gegenwärtig die europäischen Pädagogen und Künstler- Einer Anregung von Benjamin Franklin folgend, ist man in Philadelphia auf Grund zahl» reicher Versuche zur Ueber&eugung gelangt, daß die allgemeine Vernachlässigung oer linken Hand nicht auf eine angeborene Schwäche und Unbrauchbarkeit derselben, sondern auf eine Erziehungsgewohnheit der Menschheit zurück- zuführen sei- Die Erziehungskommission von Philadelphia hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt, und nachdem sie zuerst mehrere tüchtige „ambidextre" Professoren herangebildet, eine Schule für Schreiben, Zeichnen und Mo« dellieren mit beiden Händen, eröffnet- Die Befürchtungen mehrere Aerzte, daß die volle Ausbildung und der Gs-> brauch der linken Hand neben der rechten zu gefährlicheys Herzstörungen führen könnte haben Jidj als unbegründet erwiesen, u>nd dank zahlreichen Vorträgen und Broschüren der Anhänger der „Beidhändigkeit" finden sich immer mehr? Eltern, die ihre Kinder nach dem neuen System erziehen lassen- Neuerliche Beobachtungen haben zu dem Ergebnis geführt, daß kleine Kinder keineswegs eine natürliche oder ererbte Neigung zur vorwiegenden Benutzung der rechten Hand aufweisen, ja daß sie im Gegenteil alles lieber mit der linken Hand angreifen. An unserer Einhändigkeit ist also nur die Mahnung schuld, welche Kindermädchen, Lehrer! und Eltern stets tm Munde führen: „Thue alles mit dev rechten Hand!" Mehrere Pariser Künstler haben nun bie Sache an sich selbst erproben wollen; die Revue La Contem» poraine veröffentlicht eben die Reproduktionen mehrerer gelungener Zeichnungen, welche die Maler Mstinet und Goss, die bis jetzt nur mit der rechten Hand gezeichnet, mit der linken Hand entworfen haben- Man darf also hoffen, daß binnen kurzem ein vollkommeneres Geschlecht, das der „Beidhänder" erwachsen wird- (Man scheint in Amerika nicht zu wissen, daß bereits der deutsche Dichte- Wilh- Jordan die Erziehung der linken Hand in außer» ordentlicher Weise gepflegt hat- Bei der Niederschrift der 33000 Verse seines gewaltigen Nibelungenepos kam es wohl vor, daß feine rechte Hand ermüdete- Mit eisernem Fleiße erzog» >er darum feine linke Hand so weit, daß er mit ihr bald fast ebenso deutlich und fast ebenso schnell schreiben konnte, wie mit der rechten- Er plaudert darüber aus» führlich in einem Aufsätze „Ambidexter", bet in seinen schönen „Episteln und Vorträgen" enthalten ist. D. Sieb, des Gieß Mz.) o w ast X C o ' $ US ast x x te= c ’ CD _ X ’M — jO >o xx S JO C "ry C 5 — jQ ±J es e *2 — :o CD X ast XXX X X =■> m X »e-s CD.— -cs o LN- » ä S >S'2 w .9 -X CD V i X X X>.X"— :c :g -X Ä -— — X ** x-ctx m K 2 — ast S E X v ». «st «St X 2 ° 2 ast c X cs jo = = o -X- 03 •C O X" CD Z.b ?€ N-UX e "S‘W QiS a>ia a»» x Ad L-ttO e x <-> 77 Oft ‘E'S CO _ X _ CD CD — C XX 3 " >b ’Z e . ast x -- ’M jO d U tg''O T" 2 iXL Ö- -X71 • a j». p 2* L) -X tiQ S ast "x X ast -L iX cx c* o p X o »’M -p p — X) c X , X ’M jO «o 'S ’M X rr Ml X cx- <-» ä x X 00 X 00 ix-co X »b X 'S X xr.2 ■ x 'S X -X» x ’M c_» ^TjQ a® « x «.5 X x -x. CD s 2 >§» S s x ’M A <7? . Z CD Z Z N 'S X £ 8 e- ’M R § X. Q MCS- MZ x Z.2 x ’M tse. Z tu 2 X 'M iS io r» v s 'M t— CD -,-; x CD X x "St L f jQ V , Ci 2 » ’M t± CD et ’M p :s; XD^ MX QD ±i X Z"S *3 S «< _ ZZ , , ’M ’M MS O MS Ä .. fCt . <2 Z X ’M ’M JD i$Q_ O SSt x ’M L<% g CD a A X X X W” § X ,, o n S--^- . G « « ast 'M X'O cS ej •» X CD'— ast -p "c " ’M o .2 c 'S'X .. 2 - *7 -0 40-2 « X -X '^> W Ci 3-^2 X X CD -*-* o "x e"5" p« " “ @"-=.-S=geB ^^«ZLZ-ZK^Z WLG§ZsZ?ZZ 3“H-- O-X X 5 x ß MO <■« Q “ 03 E» ttjT C3 E.H5- cX. X CD x-X ’M Em' S C ’M ^K x C x t- CM ••* 2 'S y ’M M Z 4 Z 5, g H .s ZZ-ffH ZL-sI S?S? ’M «X- ’M « x « — ‘X’ E Z^"x M " CD ’M X ** «* X L - XM ■-> u P. "O4D M "5" s->SSx'&: -2 'O'tj „- x *2 5 s x5 x x 5$ *5L -X «st x p <» X «J CD.— LS X ic y •’E^A S?" CD X M— "C c «St 5-9 r- Hamburger Engros-Lager Schulstrasse 4. Alexander Salomon & Co. Schulstrasse 4. Von Sonntag den LS. bis Sonntag den 19. Januar werden nachstehend verzeichnete Artikel einem Räumungs - Ausverkauf ausgesetzt. Trotz billiger Preise werden noch AO in Abzug gebracht. Wollwaren: I—■—■■Illi I II IIM.I'aiWITIIBIf—lB Gestrickte Herren- und Damenwesten, Sohulterkragen, Strümpfe, Handschuhe, Capotten, Mützen, ünterzeuge, Tücher, Unterröcke, Blusen in nur neuen Mustern. 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Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehr- wrdnung werden alle im Jahre 1882 geborenen Militärpflichtigen, sowie diejenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, aber sich Imx Musterung noch nicht gestellt haben, oder her der Äiusterung m 1901 zurückgestellt tvorden sind, und entweder in Gießen chren Buchen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und ege anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschafts- e, HandttmHsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier auf- jhatten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen m die Rekrutierungsstammrolle in der Zeit vom 15. Januar fbiS 1. Februar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren ’jütb, ihren Geburtsschein, welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und, roemi sie bereits bei einer früheren SItuftecung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, ^welche die Anmeldung unterlassen, sich zu gern artigen haben, daß !sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen, und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung üsw. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zett der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Ettern, Vormünder, Lehr-, Brot- ober Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, Lit. a, b, o, d, e, f und g der Weyrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dcchier vor^ubringen sind; verspätete Gesuche können kerne Berücksichügung finden. Gießen, den 3. Januar 1902. 864 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________________I. B.: Wolfs._____________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Armenkasse und der Plock'schen iStistung für 1902/1903 liegt zu jedermanns Einsicht acht Tage lang auf dem Armenamt offen. Gießen, am 7. Januar 1902. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. Ilch habe mich hier als Rechtsanwalt | niedergelassen. 272 || Mein Bureau befindet sich Seltersweg 87, II. M Klarenaar, Rechtsanwalt. K. 53/00. Keitag den 24 Januar, nachmittags 27, Uhr, sollen auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Wilh. Steinbach stehenden Grundstücke öffentlich meistbietend versteigert werden. Es wird bemerkt, daß, wenn Äe Hindernisse nicht ent-- tehen, der Zuschlag vom Amtsgericht auch dann erteilt würde, wenn ein der Schätzung entsprechender Preis nicht erzielt wiro. 253 Gießen, 4. Januar 1902. Großh. Ortsgericht Gießen. _________Gros._________ Samstag den 11. Januar 19V2, nachmittags 2 7,UKr sollen auf hiesigem Ortsgericht oie zum Nachlaß der Friedrich Müller EHeleutedahier gehörigenGrund- stucke der Gemarkungen Gießen, bezw. Wieseck öffenllich nur einmal meistbietend freiwillig versteigert werden. Gemarkung Gieße«: 1/1209 = 119 qm Hofraiche in der Sandgasse, 1/1211 — 31 qm Hofraum mit Scheuer daselbst, 2/74 — 525 qm Wiese Laggärten am Krofdorfer Weg, 2/75 — 825 qm Wiese daselbst, 2/156 — 2781 qm Acker zwischen dem Gleiberger und Leuferts- röder Weg, 2/167 = 1369 qm Acker daselbst, 2 158 — 1369 qm Acker daselbst 4/88 — 3925 qm Acker, stößt auf den Wismarer Weg, >5/21 — 1338 qm Wiese in den Weiden, 5/27 — 1038 qm Wiese daselbst, 5 28 — 1038 qm Wiese daselbst, 16/206 — 1088 qm Acker auf der Hohleiche, 16/207 = 962 qm Acker daselbst, 17,106,3 — 962 qm Acker auf die Mühlbach auf den Weg, 17/107,i — 285 qm Acker am Hamm auf die Wieseck, 17 107,5 — 913 qm Acker daselbst, 32/69 — 1962 qm Wiese am Heegstrauch bei den Müllerwiesen, 36/245—1437 qm Wiese am Gänseacker. 36/246 — 488 qm Wiese daselbst, 37/220 — 1662 qm Wiese hinter dem Waldbrunnen an den Aeckern, 39/172 — 1725 qm Wiese unter dem Wiesecker Weg. 44/199 — 1975 qm Acker in der Lichtenau auf die Mesen. Gemarkung Wieseck: 20/315 — 1837 qm Wiese hinter dem Wellborn, 24/27 — 2669 qm Wiese an der Ursulum. Gießen, den 21. Dezember 1901. Großh. Ortsgericht Gießern Gros. 112 MpsMilllM Stahlpauzer- Grldjchränks feuer- und fturzsicher, thermit- und diebessicher. J. C. Petzold, Geldschrankfabrik, Magdeburg. Preise äußerst billig. 373 Illustrierte Kaialage kostenfrei. Gelegenheitskänfe zu aussergewöhnlich billig. Preisen. Großer Posten ZZamnwoll-Itanelle Meter 35, 40, 45 Psg. frühere Preise 55, 65, 75 „ Großer Posten schwere Detours-Ktanelle Meter 45, 50, 60 P!g. frühere Preise 75, 85, 90 „ Kroßer Posten Satin Augusta, beste Lnolitöt, in neuen Bettmustern, Meter 45 Pfg., früherer Preis 60 Psg. Großer Posten öaumwoll. WaschKteiderstoffe Meter 50, 65, 75 Pfg. frühere Preise 70, 90, 110 „ Großer Posten 110 cm breiter Wöbelkrepp zweiseittg bedruckt, Meter 90 Pfg. und 1,20 Mk., früherer Preis 1.50 Mk. Großer Posten 95 cm Schürzendruck (IoMlßrnik) Meter 50 und 60 Pfg./ frühere Preise 75 und 85 Pfg. 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Orchester: Verstärkte Homburger städtische Kurkapelle. Programm : 1. Ländliche Hochzeit, Symphonie..... 2. Konzert für Cello, A-moll....... 3. Einleitung zu Manfred . . ...... 4. Solostücke für Cello mit Pianoforte . . . 5. Ouvertüre zur Oper: Die verkaufte Braut . . C. Goldmark. . C. Saint-Saens, , R. Schumann. . D. van Goens, . Fr. Smetana. Eintrittskarten zam Konzert für Nichtmitglieder zu Mk 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50), sind in der Musikalienhandlung von Ernst Challier (Rudolphs Nchfl.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigten Preisen zu haben. Hauptprobe: Vormittags 11 Uhr. Eintrittskarten Mk. I.—. — Schülerkarten 50 Pfg 316 ■TOBOHÄi M find Weinhandlung. Kirchenplatz 10. Empfehle als preiswerte Jischweine Weissweine: pr.Fl. Laubenheimer . ... 60 Pfg. Graacher . .... 70 „ Oppenheimer .... 75 0 Zeltinger.....90 „ Niersteiner . ♦ . t . 90 „ Dürkh. Feuerberg , .100 „ Rüdesheimer . . . .120 , Rotweine: pr. Fl. Ital. Rotwein ... 60 Pfg. 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