Sollte auf das Ultimatum nicht alsbald eine in 437|| 10 in in die ge° der Zusammen Aus dem hessischen Staatsbudget 1903/04. Für die „Gymnasien, Realgymnasien, Oberreal- und Realschulen, sowie pädagogischen Seminarien" sind die Einnahmen veranschlagt zu 1 157 554 Mark (1902—1903 — 1 124 629 Mk.), die Ausgaben zu 2 066 261 Mk. (1 983 849 Mk.), diese Anstalten verlangen also einen Staats- zuschuß von 906 707 Mk. (859 220 Mk.). Im Einzelnen stellen sich Einnahmen, Ausgaben und Staatszuschuß wie folgt: $I?r. 289 erscheint täglich außer Sonnlags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wectüel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Kamttten- Mälter viermal in der Woche beigelegt. -iolalionSdruck u. Verlag der Brüt, l'schen Univers.-Buch- u.Siem- druckerei (Pie lich Erben) IRebaftion, Exvedltton und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse iür Deoeschen: Anzeiger Gießen. ^ernsprechanlckluhAr 51. stadt .... Gymnasium in BenSbeim Gymnasium in Offenbach Obcrrealfchule in Offenbach Gymnasium in Gießen Gymnasium in Büdingen Gymnasium und Realschule Friedberg Gnmnasium Fridericianum Laubach Osteigymnasium in Mainz derbstgymnasium in Mainz befriedigende Antwort erfolgen, würde kaiserliche Regierung zu ihrem Bedauern nötigt sein, die Sorge für die Durchsetzung deutschen Ansprüche selbst zu übernehmen. schuleinGießen. Realaymnasium, Realschule rc. in Mainz . Realschule in Gernsheim Real- ii. Landwirlschaftsschule in Groß-Umstadt. Realschule in Heppenheim Realschule in Michelstadt Realschule in Wimpfen . Realschule in Alsfeld Realschule in Butzbach . Realschule und Progymnasium in Alzey . . . - Realschule und Progymnasium in Bingen . Realschule in Oppenheim * . zusammen Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt . Neues Gymnasium in Darm- Gymnasium und Realschule Worms..... Realgymnasium in Darmstadt Oberrealschule in Darmstadt . Realgymnasium u. Real- In den Erläuterungen ist u. a. gesagt: In dem vorliegenden Voranschlag ist die Trennung deS Offenbacher Gymnasiums von der Oberrealschule vorgesehen. Die beiden Anstalten, insbesondere die Oberrealschule, haben eine solche Ausdehnung angenommen, daß die Leitung durch einen Direktor nicht mehr möglich ist, zumal beide Schulen nicht in einem Gebäude untergebracht sind und räumlich weit von einander entfernt liegen. Die Trennung erfordert an neuen Ausgaben die Gehalte für einen Direktor, für einen weiteren Lehrer und für einen Schuldiener, sowie einen erhöhten Aufwand für sachliche Ausgaben. Tie Aufbringung der Kosten durch den Staat und die Stadt findet in der seitherigen Weise statt. Die Zahl der ordentlichen Lehrer (Oberlehrer, provi* sorifche akademische Lehrer, seminaristische Lehrer und technische Lehrer) ist in dem gegenwärtigen Voranschlag von 437 im Vorjahre auf 447, also um 10 gestiegen, und zwar hat man die Zahl der Oberlehrer um 10 und diejenige der desinitiven seminaristischen Lehrer um 9 vermehrt, dagegen die Zahl der provisorischen akademischen Lehrer um 2 vermindert und die 7 provisorischen seminaristischen Lehrer überhaupt wieder beseitigt. Die allmähliche Verminderung der Zahl der provisorischen akademischen Lehrer entspricht einem schon mehrfach geäußerten Wunsch der Landstände sowohl als auch der Lehrerschaft. Die in den beiden letzten Jahren neuerrichteten seminaristischen Lehrerstellen hat man der Ersparnis halber nur als provisorische Stellen mit Vergütungen von je 1500 Mk. eingestellt. Die dauernde Besetzung dieser Stellen hat sich jedoch als recht schwierig erwiesen. Zudem erscheint es nicht zweckmäßig, die ohnehin nicht geringe Zahl provisorischer Volksschullehrer noch zu vermehren. Die Zahl der Lehrerstellen an den einzelnen Anstalten ist nach dem vorliegenden Hauptooranschlag bte folgender Zu gleicher Zeit ist dem Reichstage auch eine Denkschrift des Reichskanzlers zugegangen, in welcher die Reklamationen Deutschlands näher behandelt und die Be- nveggründe für das Ultimatum dargelegt werden. Es heißt m der Denkschrift: Venezuela gab der kaiserl. Regierung durch dieBehand- iung der deutschen Reklamationen zu ernsten Beschwerden Ansatz. Es handelt sich um Forderungen in Venezuela wohnender Deutscher und um Ansprüche deutscher Unternehmer vegcn Nichterfüllung der von der venezolanischen Regierung vertragsmäßig übernommenen Verbindlichkeiten. Während der letzten Bürgerkriege ist dort ansäsiigen Deutschen durch Lrpressung, Zwangsanleihen, Wegnahme deS Viehes und Plünderung der Häuser und Ländereien bis 1900 ein Schaan von rund 1 700000 Bolivares, aus dem neuesten Bürgerkrieg allein von rund drei Millionen Bolivares erwachsen. Auf vielfache Reklamationen erließ die venezolanische Regierung am 24. Januar 1901 ein Dekret, nach dem eine lediglich aus venezolanischen Beamten bestehende Kommission Iber die Reklamationen entscheiden sollte. Dieses Dekret er- schien unannehmbar, weil erstens alle aus der Zeit vor Tastro'S Präsidentschaft stammenden Ansprüche unberücksich- ijgt bleiben, zweitens jeder diplomatische Einspruch ausge- chlossen, drittens die Zahlungen nur mit Scheinen einer neu ;u schaffenden Revolutionsschuld erfolgen sollten, die nach den bisherigen Erfahrungen nahezu wertlos sein würden. Nachdem alle Versuche des Ministerresidenten in Caracas, das Dekret in diesen drei Punkten abzuändern, gescheitert waren, erklärte er bestimmt, daß die kaiserl. Regierung sich ummehr genötigt sehe, dem Dekret überhaupt ihre An erkennung zu versagen. Aehnliche Erklärungen gaben auch England, Amerika, Italien, Spanien und die Niederlande ab. Da Venezuela ruf dem Standpunkte beharrt, daß eS die Fremden nicht mders als die Staatsangehörigen behandeln könne, und daß c§ die Reklamationen als innere Angelegenheit betrachte, hat die kaiserliche Negierung die deutschen Reklamationen selbst geprüft und, soweit sie begründet sind, bei der venezolanischen Regierung anhängig gemacht. Venezuela stellte darauf eine befriedigende Lösung durch den Kongreß in Aussicht. Letzterer aahm aber nur jenes ungenügende Dekret wieder auf. Weitere Erörterungen lehnte Venezuela ab, da die Regelung fremder Kriegs-Reklamationen auf diplomatischem Wege auSge- ichloffen sei. Das steht mst dem Völkerrecht nicht im Einklang. Da in dem ganzen Verhalten der venezolanischen Regierung hiernach nur das Bestreben zu erblicken war, den fremden Reklamationen die ihnen völkerrechtlich gebührende Regelung ;u versagen, und da außerdem im letzten Bürgerkriege die Deutschen von den venezolanischen Regierungstruppen mit besonderer Gewaltthätigkeit behandelt worden waren, waS, wenn 's ungestraft bliebe, den Eindruck erwecken könnte, als seien die Deutschen in Venezuela fremder Willkür schutzlos preis- zegeben, hat der kaiserliche Geschäftsträger tn Caracas am 7. Dezember der venezolanischen Regierung ein Ulti- inatum überreicht, in dem alsbaldige Zahlung der Kriegsreklamationen bis 1900 und eine befriedigende Er- klärung wegen Festsetzung und Sicherstellung der Rekla- nationen aus dem neuesten Bürgerkriege verlangt wird. Gleichzeitig sollen auch die Reklamationen deutscher Firmen au§ dem Bau deS Schlachthofes in Caracas, sowie die An- prüche der Deutschen Großen Venezuela-Eisenbahn-Gesell- ichaft aus der ihr zustehenden Zinsgarantie Erledigung sinden. Pas parlamentarische Schauspiel. Don geschätzter Seite erhalten wir aus Berlin folgende Zuschrift: Seit Samstag sind, wie eine parlamentarische Korrespondenz berichtet, alle Tribünenkarten für die morgen, Dienstag, stattfindende Reichstaassitznng vergriffen. Bekanntlich steht auf der Tagesordnug der Antrag (Gröber und Gen.: Beschränkung der Redezeit in Geschäftsordnungs-Debatten. Ein rein politi sches Interesse ist es nicht, das das Publikum in Scharen zu den Tribünen strömen läßt, die Jahre hindurch, --von etlichen großen Sitzungen abgesehen, einen sehr mäßigen Besuch aufzuweisen hatten. Man ist auf ein neues Spektakel- stück gespannt und man geht in den Reichstag wie in ein Theater. Daß es so ist, und daß dies Motiv den größeren Teil der Tribüncngäste zum Erscheinen, zur Uebernahme von allerlei Beschwerlichkeiten veranlaßt, um nur ja einer Karte habhaft zu werden — das kann für den Beobachter des Tribünenpubliknms nicht zweifelhaft fein. So lange unten im Saale nichts besonderes vor sich geht, die Verhandlungen einen sachlichen Verlauf haben, ist das Tribünen- vublikum sichtlich zerstreut und gelangweilt. Während eines sich ausdehnenden Kvmmissionsreferats, wie wir deren letzthin mehrere hatten, entfernt sich gar mancher Enttäuschte, und gegen Schluß der Sitzung haben sich die Reihen, zu Anfang von oben bis unten, Kopf an Kopf besetzt, stark gelichtet. Wie anders, wenn die äußerste Linke eines ihrer Gefechte aufführt — mit einem Schlage ist die Aufmerksamkeit der Zuschauer und Zuhörer hergestellt, jegliche flüsternde Unterhaltung verstummt, man beugt sich weit vor, Operngläser werden hastig ans Auge gebracht und von Nachbarn erbeten, und wie ein Lauffeuer muß die Kunde nach außen dringen, daß es im Reichstag ein Schauspiel gießt, denn von allen Seiten eilen Besucher den verschiedenen Tribunen zu, fast atemlos eintretend, um keinen der aufregenden Momente zu verlieren. Sonst sehr gesetzte und würdig aussehende Herren nehmen mit einer Eilfertigkeit ihren Platz ein, die sie si'ch selbst kaum zugetraut hätten, und nicht minder bejahrte Damen sieht man im Laufschritt nahen, wie auf dem Bahnhof unmittelbar vor dem Abgang des Zuges. Wir erinnern uns aus dem alten Reichstag, feit dem Rücktritt des Fürsten Bismarck, einer ähnlichen stürmischen Teilnahme der Oeffentlichkeit nur bei der Gelegenheit, als der antisemitische Abgeordnete Ahl- wardt dem Reichstag sensationelle Enthüllungen über „Judenstinten" versprochen hatte und — glänzend schuldig blieb. Ehrlich gesprochen: Der Zolltarifentwurf und sein Schicksal ist der Mehrzahl der Tribünenbesucher ziemlich gleichgiltig. Diese komplizierten technischen Fragen interessieren nur einen kleinen Kreis, der hiervon etwas versteht oder der durch seinen Berus unmittelbar beteiligt ist an der künftigen Gestaltung der Zollpolitik. Aber jeder begreift das Drum und Dran dieser sogenannten parlamentarischen Verhandlungen, wenn Mitglieder des hohen Hauses des trockenen Tones satt sind und die Kraft der Stimmen für die Kraft der Gründe wirken lassen. „Das hätte ich mir gar nicht so amüsant vorgestellt!" hörten wir jüngst eine jugendliche und anmutige Besucherin des Reichstages beim Verlassen des Gebäudes sagen, und diese naive Bemerkung ist charakteristisch für die Situation. „Theater im Reichstag" — es mag scheinen, daß man dem Reichstag mit dieser Bezeichnung, die man gegenwärtig vielfach vernimmt, zu nahe tritt. Wir sind der Meinung, man tritt beinahe dem Theater mit dem Vergleich zu nahe. Denn es wird ans unseren größeren Bühnen ... besser gespielt. Nur in kleinen Theatern kann man die Beobachtung machen, daß die Schauspieler so aus der Rolle fallen, daß sie sich untereinander heimlich anlachen aus Ergötzen über das, was sie vorzustellen haben; nur in kleinen Im englischen Unterhause führte Premierminister Balfour bet der Beantwortung einer von Sir H. Campell- Bannermann gestellten Anftage wegen Venezuelas aus: Seit zwei Jahren hatte die Regierung bei verschiedenen Gelegenheiten ernstlichen Grund zur Klage über nicht zu rechtfertigende Eingriffe der venezolanischen Regierung in die Freiheit und den Besitz englischer Unterthanen. Aus unserer Seite sind keine Anstrengungen gespart worden, um eine freundschaftliche^ Regelung dieser Angelegenheiten zu erlangen, aber bei ferner unserer Bemühungen haben wir eine zufriedenstellende Auseinandersetzung erreicht. Tie neuerlichen Vorstellungen des englischen Gesandten sind thatsächlich unbeachtet geblieben. Es sind aueb Fälle vorhanden. in denen englische Untertlianen und Gesellschaften große Forderungen haben. Wir sind in Gemeinschaft mit der deutschen Regierung vorgegangen, die ebenfalls große Forderungen gegen Venezuela hat. Eine letzte Mitteilung des englischen Gesandten und des deutschen Geschäftsträgers an die venezolanisch» Regierung gebt dahin, daß, wenn keine befriedigende Antwort erteilt wird, die beiden Regierungen beschlossen haben, dieienia-m Maßregeln zu ergreifen, die nötig s'nd, um ihre Forderungen zu erzwingen. (Beifall.) Auf eine weitere Anfrage erwidert Balfour, er sei in Kenntnis gesetzt worden, daß diese letzte Mitt-nlung weder eine gemeinsame noch eine identische gewesen sei. Theatern sieht man, „wie es gemacht wird", und erkennt mit Heiterkeit in dem agierenden „Volk" die künstlich befeuerten, von Haus aus gemütlichen und phlegmatischen wackeren Bürger. Es liest sich ja sehr dramatisch und aufregend, was jetzt aus dem Reichstag berichtet wird, aber wer schärfer hinzusehen gewohnt ist und bei diesen Szenen kühl bleibt, hier kommt bald dahinter, daß an diesen Auftritten beispielloser Empörung, Entrüstung, höchsten Zorne- doch manches „Mache" ist, und gar nicht einmal sehr geschickte Mache. Pas deutsch-englische P-rgeyeu gegen Aenezueka. Ein Telegramm des Wolff'schen BureauS meldete unS gestern abend auS Berlin: Das Ultimatum Deutschlands und Englands an Venezuela wurde gestern in Caracas überreicht. Ein roeiterefi Telegramm deS Wolff'schen BureauS meldet »ai§ Caracas, 7. Dez. Die Vertreter Deutschlands und »Englands übersandten heute Nachmittag 3 Uhr dem hiesigen Minister des Acußeren namenS ihrer Regierungen gleichzeitig Ktn Ultimatum, in welchem sie unverzüglich die Befriedigung ihrer Forderungen verlangen. Mit diesem Ultimatum hat das Deutsche Reich endlich ^iner Situation der Zögerung ein Ende gemacht, die nach- zerade unhaltbar geworden war. Tas Ultimatum fordert "bte sofortige Zahlung des streitigen Betrages von 1 700 000 bolivares und weiteren 3 (W 000 Bolivares, Beträge, die benjenigen Forderungen entsprechen, die von der deutschen 'Regierung als gerechtfertigt anerkannt worden sind. In ivelcher Weise die Zwangsmaßregeln im Falle weiterer Widerspenstigkeit der mittelamerikanischen Republik sich gestalten werden, steht noch dahin. Ein Telegramm aus Berlin meldet heute, daß zunächst der deutsche Kreuzer .Gazelle" in La Guaya vor Venezuela anekommen ist. Vräsioent Castro thut jedenfalls am besten, wenn er sich ben vereinigten Forderungen Deutschlands und Englands ichleunigst unterwirft. Seine Spekulationen auf den Schutz bet Vereinigten Staaten im Hinblick auf die Monroe-Doktrin sind jedenfalls vollständig fehlgeschlagem Tie beiden Turopamächte werden sicher ihr zwangsweises Vorgehen mit allem Nachdruck ins Werk setzen und nicht eher ablassen, bevor sie nicht in jeder Hinsicht befriedigt worden sind. —1 —1 Erstes Blatt. 152. Jahrgang Dienstag 8. Dezember 1903 ZlWty A yrX 'Vgr O monafltd)7B$1.,merteU GietzenerAilMgeM General-Anzeiger v w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Akademische jSemiaaristisheLrh er I Technische Lehrer Oberlehrer Lehrer mir man voller akadrmischer B'ldung | Provisorische Lehrer | i 23 —- 2 1 — 14 — — _ — 11 — — 1 — 10 — 2 1 — 12 1 3 9 — 12 — — 1 —- 9 — 1 1 — 17 — 1 3 1 7 — 3 1 — 17 — — 1 — 11 — 1 1 1 23 — 5 2 1 21 — 4 6 2 20 1 1 4 — 21 — 3 6 — 31 — 6 6 — 6 — — 2 — 8 — 2 2 — 6 -— - - - 2 — 6 — 2 3 — 6 — — 3 — 5 — 2 2 — 4 — 8 2 — 8 — 2 8 — 10 — 3 3 1 5 — 2 2 — Ü323 2 1« | 68 6 \ * <> \ Ä’A »AU —-A6# /// ? StoalsloHtrit) 2. Marl MM Warl im üm In aller ftubm: mäßigen pn ,$d*| 356 063863 W 5)59 731® 657 Sil 81 96 233 $6 K v. W\ M LW413UM 465 558 5W SS M (|«n| 57: 65 Al w 1851^ Ä* v> 765 990 11008 11' 191 12061 70 2t 126 79 425 5« ? 62 72 909 t71 & W Y1 78 134- 172 516 28 79 £ 87 977 K8 56 68 litt ' 9 735 48 7 4155 220 303 47 4. g? 924 25 33 57 986 28002 19!-: )019 28 61 721$ W, 51 31122&■ 32047 81 E ? 09 50 58 93 »■ 51'285 340 88^- 4 6 927 36007 ?; 186 300 38 553 6(6 49 761-■ 68 924 03 d 883 411w* M Atz ’ 88 833j»Ä * 960 * ^6)1' 88 8^;$ 934 90 Bezeichnung der Anstalten u. in Groß-Ilmstadt . in Hevvenhcim in Michelstadt in in Wimpfen Alrfeld . Realschule Realschule Realschule Realschule Realschule Realschule Gymnasium in Gießen Gymnasium in Büdingen . Augustinerschule ^Gymnasium Realschule) in Friedberg . Gymnasium Fridericianum in in in in Butzbach. und Progynnrasimn Ludwig ° GeorgS - Gymnasium in Tarmstadt . ReueS Gymnasium in Tarmstadt Gymnasium in Densbeim . Gnmnasium in Ofienbach . Ooerrealschule in Offenbach. Alzey..... Realschnle und Progymnasium Bingen ..... Realschule in Oppenheim . . Weiter sind vorgesehen: Bertretungskosien bei Krankheiten und sonstigen Verhinderungen der Tirekioren, Lehrer rc., Pädagogische Seminarien zur pro ft. Ausbildung der Lehrer an höheren Lehranstalten. Reisestipendien an Lehrer, insbesondere für solche der neueren Sprachen..... Naturwissenschaftliche Fortbildungskurse für akademisch gebildete Lehrer an den höheren Lehranstalten . . . . Höhere Handelsschule in Mainz Realschule in Gernsheim Real- u. Landwirtschastsschule Laubach ..... Ostergymnasium in Mainz . Herbstgymnasium in Mainz . Gymnasium und Oberrealschirle tn WormS L Realgymnasium in Darmstadt . Oberrealschule in Darmstadt Realgymnasium u. Realschule in Gießen Realgymnasium, Realschule rmd Einnahme an 1 nn Sen die Petitionen wohl beim Untersuchungsrichter enden. — Tie Kammer beschäftigte sich mit einer Interpellation über den Einsturz deS MarkuSturms in Venedig. Der Unterrichtsminister Nasi erklärte, daß zunächst die Fonds aufgebracht mb bmrq ein Gesetz über Wiederaufbau vorgelegt werde. Nizza, 8. Te$. Gegen ehren englischen Offizier, der ein Postpaket aufgegeben hatte, in dem angeblich Zigaretten enthalten waren, in dem aber beim Ocffnen durch die Zollbehörde zwei geladene Granaten und eine Anzahl Patronen gefunden wurden, ist ein gerichtliches Verfahren eingeleitet worden. Paris, 8. Dez. Die Presse will wissen, daß in der Budgetkvmmission die Angelegenheit der angeblich aus dem Marineministerium verschwundenen Pläne von Unterseebooten zur Sprache gebracht worden sei. Der frühere Marineminifter Lockron und noch zwei Mitglieder der Koro, miffion hätten sehr deutlich zu verstehen gegeben, daß der Ingenieur Pictct vor etwa H ? Jahren die Pläne von Unterseebooten nach Deutschland mitgenommen habe. Marino Minister Pctlelan habe, ass er Victet vor drei Monaten mit der Ausarbeitung eines Planes für Unterseeboote betraute, die Angelegenheit der entwendeten Pläne sowie die Beziehungen zwischen Pictet und deffen Mitschuldigen im Marineministerium gekannt. — Tas Civilgericht verurteilte heute den ünrnta» ligen Tirektor des „Figaro", Perivier und den Direktor des „Matin", Poidatz, in dem von dem früheren Vertteter bet Dresdner Bank, Bayer, gegen bi^clben angestrengten Prozeß zu einem Schadener'ak von 20000 Frs. Gegen Bayer war von Perivier und Poidctt. der Vorwurf erhoben, daß er mittefft verschiedener Mach nschaften den „Figaro" in den Besitz einer angeblich kosmopolitischen Gcsellsckxtft bringen wollte. — Präsident Loubet empfing heute vormittag ben zum Gesandten im Haag ernannten bisherigen ersten S'kre- tar der deutschen Botschaft v. Schlözer in Abschieds« audienz. London, 8 Tez. Auf der deutschen Botschaft fand gestern zu Ehren des Königs von Portugal ein Mahl statt. Unter den OHatieneit befanden sich u. a. Prim zessin Beatrir von Battenbnrg, mehrere Zerren aus der Umgebung des Königs, die Herzogin von Rorburghe. L'-dn Znneskerr, der Earl of Cork, Discount Churchill und Lord Brougham nebst Gemahlinnen und Lord Jveagh. — Ter König von Portugal ift nach Beendigung seines B^nch^S in Enal^nb wio^-'r abaereist. Aus 5taiit und lnnd. Gießen, den 9. Dezember 1902. ** Hofnachrichten. Aus Tarmstadt wird un» gemeldet: S. K. H. der Großfürst und I. K- H. die Großfürstin Sergius von Rußland sind heute vormittag 11 Uhr 51 Min. bi er eingetroffen und wurden von S. K. H. dem Großherzog und I. K- H. her Prinzessin Ludwig von Dattenberg am Dabn- Hofe begrüßt und nach dem Neuen Palais geleitet. Am Bahnhöfe waren auch der russische Gesandte Fürst Kndascbeff und die Hofstaaten erschienen. Im Gefolge befanden firfi Hofdame v. Toropcenikoff, General Stepanoff und Cbrrfr Gadon. M Auszeichnungen. Dem Zugführer Rörig t f. in Gießen ist von S. M. dem Kaiser auS Anlaß M Uebettritts in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen morden. ** Ter Kronbau er'sche Quartctt-Bcrcin feierte am vergangenen Samstag sein 26. Stiftungsfest in althergebrachter Weise durch Konzert und gemrinschast liches Mahl in Steins Garten. Wir nehmen auf Wunsck des geschäßten Vereins von seinen eigenen Tarbietungcn niemals öffentlich Notiz. Ta aber am Samstag zwei junge Künstler mitgewirkt haben, sei für diesmal eine Ausnahme gestattet. Fräulein Küchel von hier — eine Schülerin der Frau Ende-Andrießen, Frankfurt — ift im Besitze einer frischen Sovran-Sttmme von bemerkenswertem Umfange, die, wohl gebildet, in allen Lagen gleichmäßig anspricht. Tie junge Tante trägt geschmackvoll vor, und wir glauben sicher, daß sie nach Uebenvindung ihrer, für den Anfang so natürlichen Befangenheit noch üollf'mroflre Proben ihres Könnens geben wird. — Herr Hahn, em begabter Pianist, hat sich die Sporen bereits längst Der dient: eS waren ihm in der Begleitung des Chorwerks ven Wvyasch und vor allem in den Solostücken (Tnrantrlla von Liszts schwierige Aufgaben gestellt, die er aber ausnahmslos glänzend löste. Schöner Anschlag, gediegene Auffassung, vorgeschrittene Technik sind ihm zu eiaen. unb wenn er seiner gelegentlich hervortretenden Nervosität einige Aufmerksamkeit schenken wollte, so dürften wir ifim gegenüber wunschlos sein Wenn wir zum Schluß dann noch ein anerkennendes Wort für den Tiriaenten des Quartetts. Herrn Leopold Geller, für die imisterhafte Leittmg b'’-5 Ganzen haben, so almkben wir ni^t zu indiskret zu stin *• A:is dem Bureau des Staditbeaters. Mittwoch, den 10. Dezember wird aus allgemeinen Wunsch das reizende vieraktige Schauspiel „Preciosa" unter Mitwirkung der hiesigen ReaimentSkapelle wiederholt und zwar als ooff9« tümliche Vorstellung. — Ferner sei schon heute daraus aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 14. ds. nachmittags 4 Uhr wieder eine Kindervorstellung stattsindet und miri* „König Drosselbart", Zaubermärchen in 4 Akten vor Leo Melitz, in Szene gehen. Abends wird Fräulein Jose- vhine Kottmann, erste -Heldin und Liebhaberin aw Franksirtter Schauspielhaus, als „Vroni" in „Der Mein- e i b 6 a u e r" von Lu dwig Anzengruber, gastieren. ** Hessische Landes-Hypothekenbank. Tic auf Grund des Gesetzes vom 12. Juli 1902 durch den Staat unter Beteiligung von Kommunalverbänden und Sparkasieu zu errichtende Landes-Hypothek'mbank wird anfangs Zanucn des kommenden Jahres ihre Tbätigkeit beginnen. Als ae- meinnühiges Institut soll die Bank bekanntlich keine Er werbszwecke verfolgen; sie wird deshalb die Schuldner nur mit solchen Zinssätzen und Nebenleistungen belegen, dir ehte Deckung der Derwaltnngskoften und eine allmähliche Schaffung eines anaemeffenen Reservefonds ermöglichcu. Die Spannnnq zwischen dem Zinsfuß der von ihr aus zugebenden Pfandbriefe und der Darlehen wird also eine geringe sein. In erster Linie sollen AmortisationI- hypotheken abgeschlossen werden, die für die Schuldner namentlich den Vorteil haben, daß durch jäbrliche, tfiren Verhältnissen angepasste TilgungSbeiträge, also in einer nicht drückenden Weise die allmähliche Heimzahlung der Schuld erreicht wird. Durchschnittlich wird eine Tilgungsrate in Höhe von i/2 pCt. zu wählen sein, doch ''oll die Dünsche der Anleiher billige Rücfficbt genommen werden DeS weiteren empsiehlt sich die Arnortisationshvpothek für )ie Schuldner insofern, als sie seitens der Bank unkündbar ist, also auch für die Zeiten höheren Gelbstandes die Steigerung deS Zinsfußes seitens der Dank ausfckiließl, Umgekehrt bleibt aber den Schuldnern die Möglichkeit gewahrt, nach Ablauf eines gewissen Zeitraumes den etwaigen Eintritt günstigerer Geldverhältnisse dadurch auszunützen, daß sie ihrerseits ki'mdigen bezw. das Darlehen von der Dank in ein billigeres umwandeln lassen; sic haben dabei den Vorteil, sich für die ganze restliche Berttags dauer den günsttgcrcn Zinsfuß sichern zu können. Als BeleihungSgcbict kommt nur das Großherzogtum Hessen in Dctracht. Mit der Gründung der Landes-Hypothekenbank gewährt die L a n d e s k r e d i t k a s s e keine Darlehen an Private mehr (sofern nicht Meliorationen in Frage kommen', da die Aufgaben der letzteren nach dieser Richtung voll- tändig auf erstere übergehen. Außer der Förderung des lartett-Att» n 26. Stiftllyg-r : und gemÄW nehmen wfKm/ck jenen Mte am Such Wn für Mal eine [ M M - eint ymffiirt - ift « tt 6emer!entoert?: Lagen gleickmb ckoo//m, md fr itg ihrer, für 1 roch üottbxw lerner des Chorwei Mckeu $A'.' t die er ab •• Mag, gediegerti ikm zu eigen, ß reienden so dürsten m " m Muß baffl* uten des W erfiafte Leitung u indiskret F .ttheater=. meinen ®»«® a- unter und zwar als *■ m deute dami 14 dtz. nadfinF itattfinbet^; en in 4 oird M-"lnn ^ nb ,i« in ,,te« bet, thefedajA- iv)9 durch den * sSr, «ZL- p Dtc t.ffflen. ' m? ffernii^ i der »•" L * SÄ K’‘ ( W » 4, ’ 1 i» r lW nuto £ |öu " Waffen;^ 6 W"“’«K Glieder u e Z«^> teÄ "•Sfel .T-s-lls^ erste» ™ AZ zis«, Knu- «• H c Herren Dz t, ^orbutgfie, o.l ftWWutJ b Jveagh. 11 nach 'Beendig unC Dezember W. mstadt mird k und I. K. !>and sind fe- -assen und w- mb I. k h, k nberg am &- ilai? geleitet J bte Uirsi Kndast folge befanden^ 'Panoff und C? uhrer SR orig tr aus Anla, ,ememe Chreni ä schast beantragt. Markte. Schirmfabrik WI Levi. 8284 3V8% 3n/n 3V,o/0 3°/o W/n . 109.10 . 90.95 . 101.75 . 91.00 . 100.50 . 99 90 . 102.90 101.50 . 101.56 . 103.10 . 49.70 . 30.90 . 28.35 . 121.80 . 44.10 Reicheanleihe do. Konsole „ do. . . Hessen trägt aber immer noch 549 gegen 611 im letzten Winter. Der nicht erhebliche Unterschied ist im Wesentlichen aus die hinsichtlich der Russinnen verschärften Znlaffungshedingungen mrückzuführen. schert. Breslau, 9. Dez. Tine für gestern etnberufnte Der» ämmlmig, in toettRer die BroSlcm er Arbeiter ihn Festhalten an der Sozialdemokratie demonstrieren tpoTTten^ wurde pvrizeilich aufgelöst, Ritr beute ist eine neue 93ei> Universität ließen. Am 9. Dezember d. I?. wurden noch immatrikuliert a. Medizinische Fakultät. M Dennemark, Tierblk., Düsseldorf, Ludwigstr. 36. £?. Glaessgen, Med., Münster a. St., Bahnhofstraße 89. M. Hübener, Tierhlk., Markoldendorf, Ludwigstr. 40. Johannsen, Tierhlk., Gettorf. Sonnenstraße 8. V. Wiemeyer, Med., Oesede, Bleichstr. 17. b. Philosophische Fakultät. G. Blank, Geschichte, Gonterskirchen, in Lauterbach. ft. Brustmann, Naturw., Winkel, Ludwigstr. 40. Jgn. Denis, N. Philol., Chartres, Liebigstraße 31. F. Elbaum, Philos., Lodz, in Friedberg. S. M. Hallav, Philos., Bialystok, in Friedberg. /,96 Portugiesen . . . *«•/ Portugiesen..... 1% C. Türken . . . . Türkenloee..... 4°/o Grieöh. Monopol -Anl. 41% ältere Artr*ntiner IF>/f) Mexikaner . . 4 Verlain und dessen Gemahlin an Bord ist gestern hier eingefroren. Washington, 8. Dez. Präsident Rovs-Velt empftng den Vertreter Deutschlands für die Ausstellung ht Louis, Lewald. Im Laufe der Unterreduna sagte letzterer, der Wunsch des Kaisers, 'Deutschland solle auf der AuS» stellung gut vertreten sein, metfte erfüllt werden. anzuscbließen. Marseille, 8. Dez. D,e antzstandiaen Matrosen hielten eme Dersammlunq ab. Seitens der Streik-Kommission wurde erhärt, daß, falls im Laufe des f)einigen Taqes eine Antwort der Rheder nicht einqinqe, der allqemeine Aus st and in allen fran- zösiscben Häfen verfügt werden würde. Das letzte Mtimattim würde heute den Rbedern übermittelt werden. Petersburg, 7. Dez. Laut Nacbrichten aus Rostow am Don dauern die Arbeiterunrnhen daselbst fort. Gestern wurden neue Proklamationen verbreitet. Heute früh kamen zur Arbeit mehr als 1000 Arbeiter weniger. Die Verhaftungen werden fortgesetzt. Als heute Mittag Arbeitswillige zum Mittagsmahl gingen, wurdeu sie mit Steinen beworfen. Militär unterdrückte die Unruhen ohne Blutvergießen. An der Eisenbahnlinie von Wladikawkas sind 600 Soldaten, an der Bahnlinie von Tichorjetzky 500 Soldaten eingestellt. In Tvehorjetzkn näheirn sich die Unruhen ihrem Ende. Ein Teil der Arbeiter nahm die Arbeit wieder auf. Die Ausständigen werden durch Militär ferngehalten. In Neutemernitkaja wurden Soldaten mit Steinen beworfen. Am 21. November wurde im Stadtgarten daselbst eme Arbeiterversammluug zersprengt, der Garten geräumt und geschloffen, doch wird die Arbeit jetzt allmählich wieder ausgenommen. 60 Arbeiter wurden ausgewiefen. Zandcl und Verkehr. Volkswirtschaft. Bei der Nheinisch-Westsälifchen Bodenkreditbank in Köln hat sich der Geschäftsgang während des ganzen JahreS so befriedigend gestaltet, daß die Verwaltung die Verteilung einer Dividende von 6 V, pCt. beabsichtigt. — Auf den 15. ds. Mts. beruft die Gesellschaft der Sardinischen Sekundärbahn eine Generalversammlung behufs Herabsetzung des Aktienkapitals um Le. 2631750 auf Le. 10 Millionen durch Ankauf im freien Markt. — Die Generalverfammlung der Bierbrauerei A.-G. vormals Gebrüder Hugger beschloß die Verteilung einer sofort auszahlbaren Dividende von 8 V, pCt. und eine Reservestellung für Maschinen-- Anlagen mit 25 000 Mk. — An der Frankfurter Börse hat die Deutsche Effekten- und Wechselbank die Notterunq von 16 Millionen Kronen 4 pCt. Priori- tätöanleihe der Graz-Koeflascher Eisenbahn- und Bergbau-Gesell- lieber Hautjucken diriq. Arzt der Heilanstalt in, _______________________z------------ F. 17. Juli 02. Habe mit der von Ihnen gelieferten .Obermeyer's Herba-Seife" in einem Falle von schwerem, überaus störendem Hautjucken, in dem alle sonstigen Mittel versagten, ebenso schnellen wie vollständigen Erfolg erzielt. Z. h. m Apotheken, Drogerien u. Fabrikant I. 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