15S. Jahrgang Drittes Blatt. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen letten, r: Jcken, sten. jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Ziveigsiellen monatlich 65 Ps.; durch diePost 9)if. 2.— viertel- jährl. auslchf. Beslettg. Annahme von Anzeigen tür die Tagesnunnner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis, lokal 12Pf.. auswärts 20 Psg. Verantwortlich tür den poltt. u. allqem. Teil i.V.. Fr. Kanne mann; tür „Stadt ii. Land" und „Gerichtsjaal": Curt Plato; tür den Anzeigenteil: Hans Beck. tberaTmten Acht fQb Kopenhagen, 8. Dez. Der Professor der orientalischen Philologie an der hiesigen Universität, Sören Sörensen, ist heute gestorben. Dienstag 9. Dezember 19OS VrzugspreiS: monatlich75Ps.,otertel- 5»?r. 2S9 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem GteßenerAnzetger iverden im Wechsel mit dem kcsfischen Landwirt die Siebener Zamilien- dlätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen llnwers.-Buch- u.Slein- druckerei (Pietsch Crbens Redaktion, Crveditwn und Truderet: Schul st ratze 7. Udreiie für Deveschen: Anzeiger Gictzeu. lZernsprechanlchliihNr 51. GietzenerAnzeiser General-Anzeiger w ** Vermischtes. * TieTame mit d em P a ket. Ein für Unbeteiligte nnüsantes i'lbenteuer hat in Paris ein junger Beamter Lus dem Marineministerium erlebt. Er hatte am Vormittag einen Freund besucht, welcher in der Nahe von Gerichtssaal. München, 6. Dez. Vom guten bayerischen Durst zeugt eine Verhandlung vor dem hiesigen Landgericht. Ter Tagelöhner Johann Resch von Kröblitz brachte am 12. August d. I. unaufgefordert einem inMoos seine Hochzeit feiernden Kameraden ein Fäßchen Bier, das er im Graßlfinger Moos auf dessen Namen „entnommen" hatte. Als der Bedachte den Ehrcntrunk dankend abgelchnt hatte, weil die Hochzeitsgesellschaft schon ausreichend mit Bier versehen war, lud Resch das 31 Liter haltende Fäßchen wieder auf seinen Schiebkarren, fuhr es in die benachbarte Waldung und trank das ganze Fäßlein in Gottes freier Natur allein aus. Er wurde wegen dieser Liebhaberei an „fremdem" Bier §11 einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt. Aus Stosch's Denkwürdigkeiten. Tie Fortsetzung der Denkwürdigkeiten Stosch's, die im Dezemberheft der „Deutschen Revue" veröffentlicht wird, rrftretft sich auf die Zeit vom 22. Dezember 1870 bis zum D. Januar 1871. Demgemäß ist in diesem Abschnitte viel wn der Beschießung der französischen Hauptstadt die Rede. „Wir haben zu lange getrödelt", klagt Stosch am 22. Dezember, „und Paris ist langsam an unserer Schwäche ge- vachsen, sie haben Armeen gebildet, einen Artilleriepark formiert und angesangen, uns zu bedrohen." — Ueber 'Slumenthals Eigensinn im Punkte der Beschießung klagt «Ltosch wiederholt. Noch am 4. Januar schreibt er: „Blumenthal ist auch heute noch der obstinate Nichtschießer." Dagegen mißt Stosch dem Kronprinzen Albert von »wachsen, der die Beschießung auf eigene Hand betrieben Me, „ein vorzügliches Verdienst" um den Beginn der Be- ffchießung bei. „Der Kronprinz ist" — schreibt Stosch am M Januar an G. Freytag — ,augenblicklich ohne Zweifel nmser bester Heerführer, ein sehr guter Kamerad und strenger 'Vorgesetzter. Er ist so sehr Soldat, daß ich meine, es kann ihm nicht viel von Partikularismus verbleiben." Sehr bemerkenswert ist eine Auslassung Stosch's über 'die Rolle, die unsere Marine während des Feldzuges gespielt hat. Am 4. Januar äußerte Stosch hierüber: „Es wird gewiß nicht vorteilhaft für die Entwickelung der Marine sein, daß sie in diesem Kriege so gar nicht jur Geltung gekommen ist; hätten wir sie gar nicht gehabt, |o wäre uns daraus kaum ein Schaden entstanden. Damit ist sie aber nicht in alle Ewigkeit verdammt, sondern kann ms noch mal sehr dienlich werden oder sehr fehlen. Roon ist anhaltend krank uno kommt dadurch mit der Leitung 'der Marine völlig auseinander; das war das Malheur." Die ernsten Reibungen, die vor der Kaiser-Pro- !l a m a t i o n unter den leitenden Persönlichkeiten bestan- -.den, hatten ein vermittelndes Eingreisen des Kronprinzen '.friedrich Wilhelm zur Folge, und damit erhielt auch Stosch -Gelegenheit, sich mit der hohen Politik zu beschäftigen. Der cherausgeber der Denkwürdigkeiten Stosch's scheint indessen der Ueberzeugung zu sein, daß die Zeit für nähere Mitteilungen über Stosch's Thätigkeit und Urteile in der ge- Sachten Richtung noch nicht gekommen ist. Zwar fehlt es Euch in dem neuesten Abschnitt nicht an Hinweisen auf jene Reibungen. Aber bemerkenswerte Einzelheiten werden nicht unitgeteilt, auch nicht in Stosch's Brief vom 18. Januar, norm es u. a. heißt: „Die Rede des Predigers Rogge gefiel mir gar nicht; ich meine, eine feierliche katholische 'hiesse erfüllt für solche Gelegenheiten besser ihren Zweck . . . Ns der Kaiser die Huldigungen der Fürsten und Offiziere mgenommen hatte, ging er die Reihe der Unteroffiziere md Mannschaften hinunter und sprach mit den Leuten. Das var schön und berührte echt preußisch." - Die Ueberführung cher gesamten Fahnen zur Kaiserfeier im Versailler Schloß brachte die biederen Versailler auf die Vermutung, man irdne die Fahnen schon jetzt, um sie bei der Kapitulation !>er deutschen Armee ordnungsmäßig an Trochu zu überleben'" „Das ist" — meint Stosch sehr richtig — „Heller Wahnsinn bei den Leuten, die uns seit vier Monaten als wiener bei sich sehen." — Der Glaube der Franzosen an ihre Unüberwindlichkeit ging eben trotz der Erfahrungen des Krieges „ins Aschgraue". «111*** It 7. lM(,nLb* flben'1’‘] Üb' tof, •St-dtW?« fiTrtoW* 5^ > *ger ».•* HO*16 . ! eflWön8‘ Pf. J. 0. - igt ein w B 20 Pfg U* yw* v । b* Paris wohnt. Als er nun des Abends mit dem letzten Zuge nach Paris zurückkehrte, stieg in sein Abteil eine reizende junge Dame mit einem Pakete ein, welches sie oben in das Gepäcknetz legte. Tann legte sie sich in die Polster Zurück und vertiefte sich in di ' ktüre einer Zeitung, ohne den jungen Beamten auch nur eines Blickes , u würdigen, während dieser alle nur möglichen Versuche machte, mit seiner reizenden Reisegefährtin ein Gespräch anzuknüpsen. Als der Zug endlich in die Halle des Pariser Bahnhofes einlief, bat der galante .Herr um die Erlaubnis, der Tame das Paket tragen zu dürfen und wurde erhört. So passierte man den auf dem Bahnsteig postierten Steuerbeamten. Auf die übliche Frage desselben antwortete die Tame mit einem schüchternen „Nein", desgleichen der junge Schwerenöter, aus dem Ministerium. Doch der Steuerbeamte traute dem Frieden nicht, öffnete vielmehr das Paket und siehe da, es befand sich in ihm ein feister Hase. Nunmehr wurde der Steuerbeamte ungemütlich und beschuldigte den Träger des Pakets der versuchten Steuerentziehüng, während dieser nur immer wieder beteuerte, er habe keine Ahnung von dem Inhalte des Paketes gehabt. Doch der Steuerbeamte ließ sich darauf nicht ein. „Ach was", meinte er, „faule Ausreden, die kennt man schon? Aber ich. falle darauf nicht hinein!" Der junge Mann mußte die Steuer bezahlen, und außerdem wartet seiner noch eine Strafe. Tie Dame hatte sich während der ©jene im Gedränge verloren und das Paket mit dem Hasen stillschweigend mitgenommen. Der geprellte Kavalier soll geschworen Haben, niemals wieder allein reisenden jungen Tarnen, und seien sie auch noch so hübsch, ein Paket abzunehmen. * D i e Liste der polizeilichen Uebergriffe ist durch einen neuen, sehr unschönen Vorfall bereichert worden, den die „Magdeb. Zeitung" mitteilt. Das Berliner Tonkünstler-Orchester unter Leitung des Hofkapellmeisters Richard Strauß, der erst Freitag in Halle dirigierte, hatte am Sonntag eine Matinee in Brünings Saalbau in Braunschweig veranstaltet, die auf ganz unerwartete Hindernisse stieß. Als der Tonsatz „Auf der Campagna" ausgeführt worden war, holte ein Diener den Komponisten und Dirigenten hinaus, der bald wieder mit der Meldung in den Saal zurückkehrte, daß ein Polizeibeamter ihm soeben verboten hätte, weiter zu spielen. Nachdem sich das anfängliche Erstaunen über dieses Verbot gelegt hatte, ging ein Sturm der Entrüstung durch den Saal. Schon packten die 70 Künstler ihre Instrumente ein, da kam die unerwartete Botschaft, daß das Konzert fortgesetzt werden dürfe. Der Polizeibeamte hatte nämlich nach eigenem Ermessen gehandelt und geglaubt, daß das Orchester so eine Art Tamenkapelle sei, für die allerdings eine Erlaubnis zum Spielen erforderlich gewesen wäre. — Dieser Vorfall ist charakteristisch. Bekanntlich handelten bei den bekannten Ereignissen der letzten Zeit, die zur Interpellation im Reichstage führten, die Schutzleute auch meist nach „eigenem Ermessen". Richard Strauß als Dirigent einer Damenkapelle! Wer lacht da! *EineRäu Verbände unter demBefehl einer vornehm en Dame. Wie Peterburger Blättern aus Moskau gedrahtet wird, drangen nachts drei bis an die Zähne bewaffnete Räuber unter dem Befehl einer feinen Dame in das Schloß des Großgrundbesitzers W. A Mackie- witsch ein; nachdem sie die Thüren erbrochen hatten, knebelten sie alle Hausbewohner und raubten 29 000 Rubel in barem Gelbe und 250 000 Rubel in Schmuck und Wertpapieren. Die drei Räuber waren ganz junge Leute. Die Dame, die als ihr Hauptmann auftrat, war maskiert der bevorstehenden Reform der Strafgesetzgebung wird die Entscheidung zu treffen sein, ob das neue Gesetzbuch nur eine Veränderung und Verbesserung des jetzigen sein soll, oder ob ein ganz anderer Weg eingeschlagen werden soll, der nur ein Ziel kennt, eine Besserung der bestehenden Rechtsunsicherheit. Tie naturwissenschaft- liehe Betrachtungsweise hat zahlreiche Ursachen der Verbrechen ausgedeckt, die unfern sozialen Verhältnissen entspringen. Die Ursachenlehre ist der Gegenstand des ersten Teiles des vorliegenden Buches. Wir finden besonders eingehend den Einfluß der Jahreszeiten, der Bötkerrassen, der Religion, der Trinksitten und Prostitution, der wirtschaftlichen Lage geschildert. Ueberall ist versucht worden, den Zusammenhang durch Zahlen zu beweisen, wobei die wichtigsten Angaben der Reichskriminalstatistik entnommen wurden. Tie eingehende Ausnutzung dieser überaus wertvollen Quelle erhöht die Zuverlässigkeit der Beweisführung. Ter zweite Teil befaßt sich mit den individuellen Ursachen des Verbrechens. Der Einfluß des Alters und Geschlechts, die große Bedeutung der Abstammung und Erziehung sind eingehend gewürdigt. Besonderen Wert legt der Verfasser auf den dritten Teil, den Kampf gegen das Verbrechen, dem er eine Darstellung des Schadens vorausschickt, den Volksgesundheit und Volkswohlstand alljährlich durch die Verbrecher erleidet. Jedenfalls ist es die Pflicht aller, denen die Besserung der heutigen Rechtsunsicherheit am Herzen liegt, auch solchen Stimmen Gehör zu schenken, denen die heutige Methode der Strafverfolgung unhaltbar erscheint. Anschauungen der Art, wie sie der Verfasser vertritt, werden jedenfalls bei der Reform der Strafgesetzgebung nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Gr. Oktav, geh. 6 Mk., fein Leinwandband 7 Mk. Karl Winter's Universitätsbuchhandlung in Heidelberg. zum Selbststudium der lateinischen Sprache von Oberlehrer Dr. Ehr. Roese in Gießen. Die drei ersten Briefe liegen uns vor; alle 14 Tage wird ein weiterer Brief folgen. Probebrief und jeder folgende Brief kostet 50 Pf. Das im ganzen aus etwa 45 Unterrichtsbriefen bestehende Werk zerfällt in drei Kurse zu je 15 Briefen: Der 1. .Kursus umfaßt das grammatische Pensum der Sexta, Quinta und Quarta des humanistischen Gymnasiums. An der Hand des reichen Vokalmaterials wird d a s L a t e i n fortlaufend alsHauptguelle unserer Fremdwörter nachgewiesen. Ein vielseitiger Ueber- setzungsstoff vermittelt nicht nur die Kenntnis von Haupt- thatsachen und Zuständen des klassischen Altertums, sondern bringt und erläutert auch fast alle die zahlreichen lateinischen Ausdrücke, Redensarten, Sprichwörter und Zitate, die noch heutzutage im täglichen Leben gebräuchlich sind. Diese Redensarten usw. werden übrigens nach dem 1b. Briefe sämtlich alphabetisch geordnet und übersetzt, nochmals als besondere umfangreiche Beilage zugegeben werden. So dürfte dieser erste Kursus u. a. im wesentlichen auch den Ansprüchen derjenigen zahlreichen Bildungssuchenden beiderlei Geschlechts genügen, die, zum Teil schon in vorgerücktem Alter, die Nichtkenntnis wenigstens der Elemente des Lateins als eine empfindliche Lücke in ihrer Bildung fühlen, und sie beseitigen wollen. Der 2. Kursus, das Pensum der Unter- und Ober-Tertia und Unter-Sekunda des Gymnasiums umfassend, soll, nach Durchnahme des ersten, zur Ablegung der Einjährigen- Freiwilligen- und verwandter Prüfungen befähigen. Der 3. Kursus endlich, das Pensum der Ober-Sekunda, Unter» und Ober-Prima umfassend, soll den Schüler bis zur Reifeprüfung (Maturitäts-Examen) auf einem Gymnasium bringen. , _ , Professor Aschaffenburg hat soeben ein Werk über das Verbrechen urtb seine Bekämpfung veröffentlich, welches alle an der Wohlfahrt des Staates inten"! ' w in muß. Bei Feuilleton. FrankfurterOper. Die Tenorftage, die man für eine Zeit lang zur Ruhe gekommen glaubte, fängt wieder an sich bemerkbar zu machen. Der holländische Tenor Lhiyssen wird aus dem Verband der Frankfurter Oper au^scheid"n, da er für Hamburg in Aussicht genommen wurde. Als Ersatz für ihn gastierte Herr Conrad vom Stadt- lheater in Breslau als Lohengriu. Der Künstler entwickelte schöne stimmliche Vorzüge und ein lebendiges Spiel, doch hat das Gastspiel als Lohengrin nur den Zweck allgemeiner künstlerischer Information. Der Gast muß für die Frankfurter Vakanz in erster Linie die französischen und italienischen Opernhelden vertteten und lyrische Partten, aber keine ausgesprochen Wagnersche Helden übernehmen Für letztere haben wir in Ejnar Forchhammer einen stimm- schönen und intelligenten Vertreter. , Hammer und Ambos", etn neuer dreiaktiger Schwank von Heinrich Lee, erzielte unlängst bei seiner Uraufführung am Hoftheater in Meiningen einen durch- schlaaenden Erfolg. Tas Stück erscheint im Verlag von Felix Bloch Erben, Berlin. . Otto Ernst's Komödie „Gerechtigkeit fand bei ihrer Erstaufführung im Hoftheater zu Wiesbaden eine beifällige Aufnahme, die aber wohl mehr der guten Dar- Coguelin wird mit seiner Künstlertruppe im Januar n. I. abermals in einem der Kgl. Hoftheater in Berlin gastieren. Der Künstler weilte vor einigen -^agen in Berlin; er begab sich von dort aus nach Neudeck aus das Schloß des Fürsten Henckel von Donnersmarck, nahm daselbst an den für den Kaiser veranstalteten Jagden teil und ließ auch seine Künstlerschast durch den Vortrag einiger Monologe glanzen. _ . In dem Verlage von E. Haberl and in Leivzig-R., CrusiuSstraße 4/6, erscheinen jetzt Unterrichtsbriefe und trug die Tracht vornehmer Frauen, über die sie eine kostbare Pelzboa geworfen hatte. In den Händen schwang ie einen Revolver. Die Polizei, die sich mit allem Ernst auf die Suche nach den frechen Räubern begeben hat, neigt )er Ansicht zu, daß die Dame ein — verkleideter Mann gewesen ist, der diese Verkleidung zu dem Zwecke gewählt hat, um die Polizei auf eine falsche Spur zu lenken. — So wird es wohl sein. * Waldmanns Ende. Man schreibt den „M. N. N.": Ich ging mit meinem Tanel in den Staffelseewaldungen bei Murnau spazieren. Plötzlich steht Waldl einem Rehbocke gegenüber. Beiderseitiges Erstaunen: Waldl karrt den Rehbock, der Rehbock starrt Waldl an. Mit einem Male macht der Rehbock einen gewaltigen Satz nach rückwärts und zu gleicher Zeit springt Waldl entsetzt nach )er anderen Seite. Es war eine köstliche komische Szene. — Waldl hat sich rasch gefaßt und verfolgt den Rehbock. Alles Pfeifen und Rufen ist vergeblich und rasch find beide Tiere durch das Dickicht gegen den See zu entschwunden. Kurz darauf höre ich Waldl kläglich heulen. Ich eile durch das Dickicht, sehe aber erst nach geraumer Zeit unten beim Seeufer den Rehbock, der sich gestellt hat, meinen ärmsten Waldl aber im Wasser, wie er ganz erschöpft ans Ufer will. Kurz bar auf wird «r vom Rehbocke wieder in den See hinausgestoßen. Meine Hilfe kam bereits zu spät. Waldl ist jämmerlich ertrunTen. * Eine reizende Geschichte ereignete sich vor einiger Zeit in dem Dorfe G. bei Coburg. Dort hatte der Pfarrer schon lange seinen Aerger darüber, daß des Nachbars Hühner feinen Garten aufsuchten und darin scharrten, um ihrer Nahrung nachzugeben. Aber so oft er auch den benachbarten Bauern aufforderte, seinen schadhaften Zaun, durch den die Hühner in den Pfarrgarten bequem Einlaß sanden, auszubessern, erhielt er die Antwort: „Nu, wenn mer amol Zeit harn, kann mer's ja mit mach gelaß"; jedoch der Dauer hatte niemals Zeit, und der Zaun wurde nicht gemacht. Eines Tages nun, als des Nachbars Hühner wieder einmal im Pfarrgarten sich tummelten, kam dem Pfarrer eine geniale Idee. Er ließ sich von seiner Frau zwei Eier geben und schickte diese dem Nachbarn mit einer schönen Empfehlung, die Hühner hätten die Eier in den Pfarrgarten gelegt. Der Erfolg war durchschlagend, und am andern Tage war der Zaun ausgebessert, fürchtete doch der Bauer, seine Hühner könnten noch mehr Eier in den Pfarrgarten vertragen. >000000« M'W de» 8478 empfehlen wir zu billigen Preisen: 83» „Kaiser Wllhetar* J. 8. Back S. Ein deutsches Requiem 4. Reste aller Artikel bedeutend unter Preis Bahnhofstr. 54. C. Röhr & Co. Bahnhofstr. 54. Ferd. Kennstiel J. HIRZ Wökeltzandlung. MoLliraße 8. vis-ä-via der Ploikstnßr. zu jedem annehmbaren Preise. 7009 6 8167 Johann Seibel zu bekannt billigsten Preisen. 8411 LudwigSplatz U empfiehlt LudwigSplatz 13 ^achenerßadeöfen * O.R.F* Aebrauch. August Ossinann 89 Seltersweg 89. Möbel-Handlung. 8446 Reichhaltiges Lager in Franko-Lleferung. Unter Garantie. Moritz Gregor! h §s'»n, Kreuzplatz 14 Giessen Flocjsstrasae 14. Gfe*8*n. Farbiges Panorama v. Glessen Postkarten and Farbendruck*. .. T J. 8. 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