Nr. 8Ä Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Zamillea- Mätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'schen Unwers "Buch- u.Stein- druckerei lPietsch Erdenk Redaktton, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Ldresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprrchanscbliißNr.bt. Erstes Blatt. 1558. Jahrgang Mittwoch 9. April LAOS GietzeimAnMger General-Anzeiger v '**' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Bezugspreis: monatlich 7b Pi., viertelt jährlich Wit. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch dicPost Alk. 2.— viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnuminer bis vormittags 10 Uhr* Zeilenpreis: lokal 12 Ps^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich: für den polil. u. allgem. Teil: P. Witt ko; für ,Stadt und Land' unb ,Ger«chtssaal*:R.Ditt- mann; für den Anzeigenteil: Hans Beck. O Die ZosstarisKommisflon. Berlin, 8. April. Tie Zolltarifkommission hielt heute die erste Sitzung nach der Osterpause ab, welcher die Staatssekretäre Güaf Posadowsky und Frhr. v. Thielmann beiwohnten. Tie Beratung wird bei Position 44, Weintrauben, fortgesetzt. Gemäß einem Antrag des Berichterstatters Dr. Blankenhorn werden die Positionen 44 und 178, Wein in Fässern, verbunden, Position 44 bestimmt für frische Weintrauben einen Zollsatz von 15 Mk., für gemostete, gegohrene oder Weinmaische 24 Mk., was den bisherigen Sätzen des allgemeinen Tarifs entspricht, während die Zollsätze in den Bertragstarifen auf 4 und 10, bezw. 20 und 10 Mk. herabgesetzt sind. Ein Antrag Wallenborn verlangt Erhöhung des Zollsatzes für frische Weintrauben auf 20 9)1l, ein Antrag Wangenheim Festsetzung des Zollsatzes auf frische Trauben für Die Zeit vom 1. Juni bis 31. Oktober auf 20, für die Zeit vom 1. November bis 31. Mai auf 150 Mk., .aus gemostete auf 30 Mk. Ein Antrag Blankenhorn-Wallenborn-Lurz will der Unterpositon gemostete, gegohrenc oder Weinmaische die Bemerkung anfügen: als Weuimaische sind alle einge- stampsten oder eingeraspelten Weintrauben und Weinbeeren anrusehen und zu verzollen, auch wenn die Gährung noch nicht oder nur teilweise eingetreten ist. Ein Antrag Müller- Sagan wünscht die Anmerkung: Weintrauben mit der Post in Sendungen von 5 Kilogr. Ztohgewicht und weniger sind frei. Dr. Erüger beantragt, Tafeltrauben mit 4 Mk. und andere mit 10 Mk., Weinmaische mit 4 Mk. zu verzollen. Tie Position 178 verlangt für Wein und frischen Traubenmost in Fässern oder Kesfelwagen mit einem Weingeistgehalt bis 14 Proz. 24 Mk., bis 20 Proz. 30 Mk. und über 20 Proz. 160 Mk. Antrag Erüger verlangt bis 18 Proz. 20 Mk., bei über 20 Proz. wie Branntwein, rote Weine und Most zum roten Wein zum Verschneiden unter Kontrolle 10 Mk. Nachdem der Berichterstatter über die Petitionen berichtet hat, begründet v. Wangenheim seinen Antrag, der hauptsächlich bezwecke, die heute mögliche zollfreie Einfuhr von Auslandstrauben in Postpaketen von 5 Kilogr. zu verhtndern. Dr. Mü ller-Sagan betont demgegenüber, die rheinischen Weinbauern fürchteten keinen Schaden durch Einfuhr ausländischer Trauben. Die Einfuhr von Verschnitt- Weinen, namentlich zur Herstellung guter deutscher Rotweine, sei dringend notwendig. Inzwischen ging ein Antrag Antrick ein, Weintrauben und Wein zollfrei einzulassen. Antrick begründet seinen Antrag. Er vermisse jeden Beweis, daß die Einfuhr die Weinbauern schädige, nur eine llnterbinoung der Einfuhr würde schaden. Der Weinhandel dürste nicht unterbunden werden, auch solle man sich hüten, Italien durch Maßregeln gegen die Einfuhr feiner Weine au schädigen, da Italien ein guter Abnehmer unserer Jn- dustrieerzeugnisse sei. Wallenborn entgegnet, die deutschen Rotweine seien auch ohne Verschnittweine genießbar, er wolle zum Beweis dafür der Kommission rote Ahrweine zu kosten geben. Erüger betont, daß kein Gegensatz zwischen dem Weinhandel und den Weinproduzenten bestehe. Letztere wünschten sogar die Einfuhr von ausländischen Trauben. Tr. Erüger begründet sodann seine Anträge zu beiden Petitionen, welche auf Beibehaltung der jetzt geltenden Tarifsätze hinausliefen. Die Einfuhr dürfe nicht verhindert werden, als Ziel müsse man vor Augen haben, die Trauben aus einem Luxusartikel zu einem Gegenstand des Massenverbrauchs zu machen. Unterstaatssekretär Fischer tritt gegenüber allen bisher ausgesprochenen Meinungen für eine Staffelung des Weinzolles ein, die auch in anderen Ländern Gesetz sei. Dr. Blankenhorn verlangt bei Unterstützung seines Antrages: die Regierung möge die Vorteile des deut- schen Weinbaues bei Abschluß neuer Handelsverträge künftig zielbewußter vertreten, als seither. Man solle sich nicht Italien an die Brust werfen. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt zunächst die Zeitungsmeldung für erfunden, daß der Reichskanzler dem italienischen Minister Prinetti Konzessionen gemacht habe. Dergleichen Abmachungen seien unmöglich, da weder der Reichstag noch der Bundesrat bisher über den Zolltarif Beschlüsse gefaßt habe. Tie Statistik zeige, daß der deutsche Weinbau nicht zurück- gegangen sei, vielmehr der Weingenuß in die größeren Bevölkerungsschichten Eingang gefunden habe. Man möge nichtdurchzuhoheZollsätzeHandelsvertrags- verhandlungen erschweren. Die Regierung habe guten Willen, man möge ihr jedoch nicht durch allzuhohe Zollsätze, die einem Einfuhrverbot gleichkämen, die Arbeit erschweren. Redner bittet unter Mitteilung v ertr au- licher Thatsachen, um Annahme der Vorlage. Durch zu hohe Zollsätze werde die Regierung ge genüber Dem Auslande in ein schiefes Licht gestellt und der Verdacht erweckt, als ob sie die autonomen Zollsätze gar nicht ernst nehme. So seien sie auch i n n e r p o l i t i s ch bedenklich, weil unbegründete Erwartungen dadurch groß ig. exogen uni) nachher aber enttäuscht würden. Gras Kanitz betont, daß ihm überhaupt das ganze Niveau des Zolltarifs im Hinblick auf den Abschluß von Handelsverträgen zu niedrig sei. Für die Herab- fetzung des Weinzolles lägen keine Gründe vor, man würde in Süddeutschlano dadurch nur Verstimmung schaffen. Redner fragt, ob die Herabsetzung des Tarif-Weinzolles bei den Handelsvertragsverhanblungen beabsichtigt fei, er würde dann für die Erhöhung des Zolles über die Vorlage hinaus stimmen. Auf Anfrage Kanitz erklärt der Direktor des Auswärtigen Amtes, Rösner, daß Mmachungen mit Italien nicht getroffen seien. Es folgt die Mittagspause. Nach Wiederaufnahme der Sitzung setzt die Kommission in Position 44 den Zollsatz für frische Weintrauben gemäß dem Antrag Wallenborn auf 20 Mk. fest und behält für gegohrene den Zollsatz der Vorlage (24 Mk.) bei. Position 178 wird nach der Regier- nugsvorlage angenommen. Tie Sommifjion nahm sodann auch Position 45, Nüsse, nach der Regierungsvorlage mit 4 Mark an, nachdem Bebel für Zollbefreiung derselben eingetreten war. Es folgt der Abschnitt „anderes Obst". Position 45 bestimmt: Frische Aepfel, Birnen, Quitten, unverpackt ober nur in Säcken sind zollfrei, in anderer Verpackung 6 Mark, frische Meichseln, Mispeln 2 Mk., frische Hagebutten, Schlehen oder noch nicht genanntes Steinobst oder Kernobst sind zollfrei, frische Erdbeeren, 15 Mk., frisck>e Himbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren, Wachholderbeeren und sonstige Aprikosen, Pfirsiche 8 Mk., frische Pflaumen, Kirschen, Beeren zum Genuß frei Zu Position 46 beantragt v. Wangenheim: Aepfel, Birnen und Quitten, unverpackt in Schiffsladungen, frei einzulassen von Anfang Oktober bis Mitte November, sonst einen Zoll von 2.50 Mk., verpackt dagegen einen Zoll von 20 Mk. Aprikosen, Pfirsiche ab Anfang März bis Ende Juli 200 sonst 25 Mk., Pflaumen re. 6 Mk., Hagebutten rc. 3 Mk., Erdbeeren von Anfang März bis Ende Juni 100 Mk., sonst 20 Mk., Himbeeren, Johannisbeeren 10 Mk., Stachelbeeren re. 5 Mk. Remboldt (Ztr.) beantragt, unverpackte Aepfel, Birnen und Quitten frei von Mitte September bis Ende November, sonst für 2.50 Mk., verpackt für 10 Mk. zuzulassen. Graf Oriola beantragt, in dem Antrag von Wangenheim bei Äepfeln rc. die Zeitunterscheidung zu streichen, und für verpackte 20, für unverpackte 2.50 Mk. Zoll zu verlangen, und falls dos abgelehnt wird, zu unterscheiden unverpackt 2.50 Mk., zur Aepfelweinbereitung und Birnen mo st- Bereitung von Ansang Oktober bis Mitte November 1.50 Mark, verpackt 20 Mark, ober, wenn auch das abgelehnt wird, 2.50 Mk., zur Aepfelwein- und Birnenmostbereitung frei, verpackt 20 Mk. Die Sozialdemokraten beantragen für alle Arten Zoltfreiheit. v. Wan g e n h eim betont, Deutschland könne seinen Obstbedarf allein d.cken. Gras Oriola meint, im Interesse der mittleren und kleinen Landwirte müsse der dänische Obstbau gegen Ueberscbwemmung vom Auslande geschützt werden. Menn Württemberg sich gegen solchen Zollschutz sträube, so sei das irrig, Württemberg könne durch Frachtvergünstigungen in den Eisenöahut ri.u mehr gefördert werden. Württembergischer Finanzdirektvr Schneider weist darauf hin, daß in Württemberg Obstmost ein unentbehrliches Hausgetränk sei, namentlich für Bauern und Arbeiter, dies dürfe nicht verteuert ober die Zufuhr des Rohmaterials erschwer^ werden. Ter Bedarf Teuischlaudö an Obst werde vom Jnlande noch nicht voll gedeckt, namentlich in schlechten Erntejahren sei eine Zufuhr notwendig. Wolle man aber den Obstzoll nicht fallen lassen, und wünsche man durchaus eine zeitliche Beschränkung des Zolles, so solle man diese wenigstens möglichst weit fassen. Elsaß-lothringischer Geheimrai Scheidt bittet im Interesse der elsaß-lochrmgischen Konservenfabrikation und Branntweinbrennerei, von einer Zollerhöhung auf Kirsche abzusehen. Hieraus wurde ein Schlußantrag angenommen. Sodann wurde gemäß dem Antrag Oriola für Aep fel, Birnen, Quitten (unverpackt) in der Zeit vom Anfang Oktober bis Mitte November Zollfreiheit, für die übrige Jahreszeit ein Zollsatz von 21/2 Mark beschlossen und für verpackte Aepfel, Birnen und Quitten gemäß dem Antrag Remboldt ein Zollsatz von 10 Mark. Für Aprikosen und Hagebutten werden die Sätze der Regierungsvorlage beibehalien, für Pflaumen wird nach dem Antrag von Wangenheim der Zollsatz auf 6 Mark, für Erdbeeren auf 20 Mark und für Himbeeren auf 5 Mark festgesetzt. Tarauf vertagt sich Die Kommission auf morgen. * • * In führenden Zentrumskreisen hofft man die erste und zweite Lesung der Zolltarifvorlage in der Kommission bis Ende Juli erledigen zu können. Hesttrreich-Flngarn. In Wien haben in den letzten Tagen mehrere politische Beratungen von Wichtigkeit stattgefunden. Zuerst wurde eine gemeinsame Ministerkonferenz ab gehalten, an der die österreichischen und die ungarischen Kronräte text» nahmen. Es handelte sich da in erster Reche um die Feststellung des gemeinsamen Staatshaushalts, der den anfangs Mai zusammentretenden Delegationen vorgelegt werden soll. Nebenbei wurde auch die Frage des österreichisch-ungarischen Ausgleichs gestreift, Die freilich noch immer ungeklärt bleibt. Endc. 1907 läuft der provisorische Ausgleich ab, dessen Zustandekommen nicht wenig Mühe gekostet hat, und für den die österreichische Reichshälfte nicht geringe Opfer hat bringen müssen. Man ist sich auf beiden Seiten darüber klar, daß. es nicht so weiter fortgehen kann. Soll das gemeinsame Handels- und Zollgebiet aufrecht erhalten bleiben, so muß größere Sicherheit für einen längeren Zeitabschnitt vorhanden fein. Ist es schon vom Hebel, baß die habsburgische Monarchie nur „auf Kündigung" besteht, so ist es um so schlimmer, wenn solche kurze Kündigungsfristen festgesetzt sind. Vielleicht werden die letzten Schwierigkeiten das eine Gute aezeitigt haben, daß man jetzt etwas Dauerhafteres und Lebensfähigeres schaffen wird, als e5 der Ausgleich vom Jahre 1867 gewesen ist. Von diesem wünschenswerten Ziel ist man freilich noch sehr fern. Weiß man doch noch immer nicht, welche Vollmacht die österreichische Regierung für diese Unterhandlungen wird aufweisen können. Wird die österreichische Volksvertretung arbeitsfähig bleiben? Das läßt sich kaum von Woche zu Woche voraussagen, geschweige Denn auf Monate nin. Bereits ist die Frage aufgeworfen worden, ob Herr von Szell, dec jetzige Ministerpräsident von Ungarn, sich geneigt zeigen würde, auch mit einem parlamentslosen Ministerium Koerber zu unterhandeln. Jahrzehnte hindurch galt in Ungarn das Prinzip, die ungarische Regierung, die eine rein parlamentarische ist, dürfe nur mit einer konstitutionellen Regierung in Wien unterhandeln. Dieses Prinzip hat aber feiner Zeit Baron Banffy durchbrochen, wofür er der ungarischen Reichshälfte erhebliche Vorteile gesichert hat. Ob auch das Kabinett Shell so verfahren wird, ist zur Stunde ein Geheimnis, aber Eins ist klar: ein definitiver und auf eine Längere Reihe von Jahren abgeschlossener Ausgleich kann nur von Parlament zu Parlament vereinbart werden. Keine Regierung in Oesterreich, die auf Grund des § 14 regiert, kann einen entscheidenden Schritt unternehmen, und keine ungarische Regierung wird in solchem Fall mehr als ein Provisorium zugestehen. Ta der derzeitige, provisorisch vereinbarte Ausgleich noch bis Ende 1907 in Kraft bleibt, könnte man in! Wien und in Budapest die Entwickelung derDinge in Deutschland ab märten und erst, nachdem Die deutsche Zollpolitik geklärt sein wird, in ernste Unterhandlung treten. Allein eine weitere Bestimmung des 1899 abgeschlossenen Kompromisses zwischen Oesterreich und Ungarn, durch welches der Ausgleich provisorisch bis Ende 190/ verlängert wurde, besagt, daß, falls bis Ende 1903 die Perfektionierung des Zoll- und Handelsbündnisses nicht gelingen sollte, keine internationalen Handelsverträge bis über das Jahr 1907 hinaus abgeschlossen werden sollen. Darum ist es immerhin zu befürchten, daß die Zeit zu kurz werde. Allein fcibft für den Fall, daß ein deutsch- österreichischer Handels - Vertrag doch zu stände kommen sollte, ist es dabei von großer Bedeutung, rechtzeitig zu erfahren, ob Oesterreich-Ungarn ein gemeinsames Zollgebiet bleibt. Bei Den jetzt in Giltigkeit stehenden Handelsverträgen wurde dies als Grundlage gewählt. Wohl ist es auch verfassungsmäßig zulässig, daß jede Reichs- hälste für sich allein Handelsverträge abschlöfte; aber in Der Praxis würde dies unzählige Schwierigkeiten bieten, da man bisher an Die Möglichkeit solcher Zustände nicht gedacht hat. Jedenfalls wird dadurch die Ausgleichfrage komplizierter und verwickelter. In der Volksvertretung? werden diese Tinge wohl in der nächsten Zeit berührt werden, aber schwerlich wird sich eine Regierung dazu entschließen, nähere Aufklärungen zu geben, da dabei nicht nur innerpolitische Fragen in Betracht kommen. Tie Stellung der beiden Regierungen und ihre eigentümliche parlamentarische Lage sind gewiß nicht geeignet, sie bei den schwierigen Unterhandlungen zu unterstützen. Am schlimmsten ist es natürlich in Oesterreich, wo die Unsicherheit den höchsten Grad erreicht hat. Schrittweise kann sich das Ministerium nur fortbewegen, und auch dies gelingt ihm nur dadurch, daß es jede andere wichtige Frage zurückstellt, unb es beim Allernotwendigsten beläßt. Wie lange sich ein solches „Fortwursteln" noch ermöglichen wird, läßt sich nicht voraussehen. Tie Regierung hat bisher stets betont, sie habe es mit keiner Partei zu thun, sie sei ein reines Geschäftsministerium. Ein anderes wäre auch unter Den obwaltenden Umständen! in Oesterreich gar nicht möglich. Die Parteien sind höchst zersplittert, und die einzelnen Gruppen hegen großes Mißtrauen gegen einander. Aber so notwendig auch dieses Gesck/äftsministerium erscheinen mag; es ist gewiß keines, das große Aktionen vornehmen kann. Es ist eine einfache Verwaltung und feine Regierung. Ilm sie einigermaßen zu stärken, wurde in diesen Tagen in Vorschlag gebracht, |ie zur Vertreterin sämtlicher größerer Parteien zu machen. So soll in erster Reihe ein Vertrauensmann der Deutschen als deutscher Landsmannminister in das Kabinett treten. Aber wir müssen der Befürchtung Ausdruck geben, daß Die Sache dadurch nicht um einen Strich besser würde. Mit einem deutschen Minister ohne Portefeuille ist ja bereits in den letzten Jahren des Kabinetts Taaffe der Versuch gemacht morden. Aber der Mißerfolg war ein so ausgesprochener, daß man es unbegreiflich finden muß, wie man einem solchen Experiment noch Vertrauen entgegenbringen kann. Und Dabei hatte die Zersplitterung unter den Deutschen damals noch lange nicht einen solchen Umfang angenommen wie jetzt. Wen soll ein deutscher Landsmannminister unter den gegenwärtigen Umständen vertreten, und wessen Vertrauen ,vll er besitzen? Wird er aus der Reihe Der Fortschritts- oder Volkspartei entnommen? ODer aus Der Reihe d.r Alldeutschen, oder von den Christlich-Sozialen? Wenn es sich darum handelt, in der Stunde der höchsten Gefahr gemeinsam über Abwehrmaßregeln zu beraten, gelingt es kaum, ein Zusammengehen aller verfassungstreuen Deutschen herbeizuführen. Zu positiver Arbeit werden sich die einzelnen Gruppen nie und nimmer vereinigen. Ein deutscher Landsmannminister könnte aber nur bann Einfluß im Kabinett besitzen, wenn hinter ihm das ganze deutsche Volk oder zumindest eine große Partei stände. Viel besser ist wohl die Stellung des Ministeriums Szell in Ungarn; aber auch ba ist die Zeit vorüber, wo ein großer Staatsmann eine aroße Partei anführen konnte. Solchergestalt sind die Schwierigkeiten in be chm Reichs- Hälften, die das politische und ix5 wirtschaftliche Leben umiassen, und Die Möglichkeit, in b esem Chaos auch nur einigermaßen Ordnung zu schassen ist vor Der HanD noch gar ntcht abzusehen. Heer uud Florre. Wie aus Berlin berichtet wird, tritt der Eirb groß- h er zog von Baden 11t Der Kürze von dem Posten des kommandierenden Generals des 8. Armeekorps in ^»blenz zurück. An seiner Stelle soll der Kommandeur Der 21. frage seinen Arzt. 2053 Passendes Geschenk für Schnier! 12,30 c. 2,4° C. 8. April 8. „ Leute, 10—12 an der Zahl, aus Nußland hierher, um von Ende März bis zum September hier zu arbeiten, worauf sie in die Heimat zurückgehen. Auf dem Werk wird ihnen auch Wohnung gewährt. In einer Küche werden von einem der Arbeiter die Nationalgerichte gekocht, wobei der Posten des Kochs alle 8 Tage einem Wechsel unterliegt. Die Fremden sind für die heimischen Arbeiter keine Konkurrenz, da es in für unsere Abonnenten. I Preis für Dichtabonnenten Mk. &OO früheren Jahren zu Arbeiten für den Dampfziegeleibetrieb beschäftigt zu werden. Seit 3—4 Jahren kommen diese eine Prämie von 2000 Mk. ausgesetzt. Diese 2000 Mk. gelangen anfangs Dezember 1902 nach dem Verhältnis der eingelieferten Fänge zur Verteilung. Für jedes Paar Fänge von Wanderfalken wird, da dieses den Brieftauben am gefährlichsten ist, noch eine Zusatzprämie von 1 Mk. gezahlt. Zur Erhebung eines Anspruches auf Prämien müssen die „beiden Fänge", nicht der ganze Raubvogel, bis spätestens Anfang November 1902 franko eingesandt werden (für den Umkreis von Gießen an den Brieftauben-Klub z. H. des Herrn Georg Forbach, Marktstraße 11, in Gießen). Die Läufe sind bis kurz über dem ersten Gelenk abzuschneiden, sodaß ein kleiner Federkranz stehen ÄILeteorologische Beobachtungen ________der Station Gießen. Forman (Schnupfenäther) klinisch erprobt und ärztlicherseits mehrfach als geradezu ideales Schnupfenmittel bezeichnet! Bei leichtem Schnupfen Forman-Watte (Dose 30 Pfg.) In hartnäckigen Fällen Forman-Pastillen zum Jn- haliren 50 Pfg. Wirkung frappant! In allen Apotheken. Man Aus Stadt und Sand. Gießen, 9. April 1902 und den angrenzenden Gebietsteilen zum Preise von Höchste Temperatur am 7. bis Niedrigste „ „ 7. „ ** Raubvogel - Schußprämie. Der Verband deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine hat für das Abschießen und Fangen von Wan derfalken, Hühner- Gerichtssaat. Würzburg, 6. April. Das Kriegsgericht der 4. Division verurteilte gepern den Leutnant Grübel der in Germersheim garrn- sonierenden Abteilung des 2. Trainbataillons wegen ooldaten- mißhandlungen zu 42 Tagen Stubenarrest. Wegen „Gefährdung der dienstlichen Interessen" war während der ganzen Verhandlung die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. manditisten zum Kurs von 160 pEt. dergestalt angeboten, daß auf je nom. 8400 Mk. alte Anteile ein neuer Anteil von nom. 1200 2)iL entfällt. -Mieskäjten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt. Herrn Dr. K. Besten Dank für freundliche Uebersendung der Druckschriften der A n t i - D u e l l l i a a. Wir haben aber bereits vor mehreren Monaten sowohl den Aufruf wie die Satzungen im wesentlichen zum Abdruck gebracht und werden auch in Zukunft die Bestrebungen mit Interesse verfolgen. Vorträgen über das Bergwesen irr seiner-8-irtschaft^ l i ch e n Beziehungen zu gewinnen. Die Vorträge werden im bevorstehenden Sommersemester alle 14 Tage am Samstag von 6—8 Uhr abends stattsinden und am 3. Mai beginnen. Dazu haben sich schon eine große Anzahl von Angehörigen Frankfurter Metall-, Kohlen- und sonltigen am Bergbau besonders interessierter Firmen gemeldet. Die Vorlesungen sind jedoch nicht blos für die engeren Fachkreise beftimmt, sondern allgemeinverständlich gehalten. Weitere Anmeldungen sind bis zum 14, April erwünscht. Landwirtschaft. — Verlosung. Der durch Verfügung pes Ministeriums des Innern vom 19. März gestattete Vertrieb der Lose einer vom Viehmarkt-Komitee zu Vilbel beabsichtigten Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Geräten in der Provinz Oberhessen ist nunmehr auch im Kreise Offenbach zugelassen worden. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Bezüglich fremder Warenzeichen für Tabakfabrikate schwebt beim Kaisers Patentamt zur Zeit ein interessantes Er- inittlungsverfahren. Es handelt sich um die Feststellung, ob fremdländische Bezeichnungen für Zigarren und Zigaretten (wie z. B. Jamadi, Jsmaldi, Jadik, Jolietu, Karaci, Ganymedes, Theophilidis. Manoli, Dimitri, Lysandros usw.) auch wenn sie sich nicht durch Zusätze als Firmenbezeichnungen oder Eigennamen offensichtlich kennzeichnen, vermöge ihrer sprachlichen Bildung oder ihres An- klaiiges im Verkehr als Personennamen aufgefaßt werden und dadurch über die Herkunft der Ware täuschen tonnen (§ 4. 3 des Gesetzes zum Schutze der Warenbezeichnungen). Der deutsche Tabak- Verein hat sich dahin geäußert, daß das Bestreben der soliden deutschen Zigarren- usw. Industrie darauf gerichtet sei, das Publi- kunr an die deutsche Herkunft von Primawaren durch die Wahl deutscher Bezeichnungen zu gewöhnen, damit nicht gerade die zahlungsfähigeren Kreise fortgesetzt „echt importierte" Ware verlangten. Diesen Bestrebungen werde mit Unrecht durch die Eintragungen von Wörtern, welche wie spanische, griechische, türkische usw. Personennamen gebildet seien, entgegengewlrkt. Die Täuschung sei offensichtlich, da trotz eines Firmenzusatzes zu dem an sich irreführenden Wort die ausländische Bezeichnung als Personen- oder Firinen-Namen ausgefaßt zu werben pflege. Von anderer Seite wird geltend gemacht, daß nicht grundsätzlich jedem fremdländisch klingenden Namen die Eintragung wegen Täuschungsgefahr versagt iverden dürfe, es müsse in jedem Fälle geprüft werden, ob das betr. Wort mfolge besonderer Bildung und Gestaltung den Eindruck eines Firmennamens hervorzurufen geeignet sei. Was Patentamt hat beschlossen, sich weiter über die in dieser Beziehung geltenden Verkehrsgebräuche und Anschauungen zu unterrichten. — Vom Kohlenmarkt wird aus E s s e n gemeldet, daß die Situation fortgeschritten eine recht prekäre ist. Viele Syndikatszechen haben ihre Förderungen gegenüber chren Beteiligungsziffern seit 1. April schon bis zu 30 pEt. eingeschränkt, und trotzdem muffen sie noch große Mengen Kohlen auf Lager nehmen. Die Entlassung weiterer Arbeiter dürfte unter den obwaltenden Umständen kaum zu umgehen sein. — Oesterreichifche Südbahu. Wiener Meldungen zufolge sind die Verhandlungen der Südbahn mit der Regierung wegen Arrangements mit den Prioritären dem Abschluß nahe. — Süddeutsche Eifenbahugesellschaft. Die Dividende wird voraussichtlich 5'/, pEt. betragen gegen 61/« pCt. i. V. Die allgemein ungünstige Geschäftslage i. V. hat sich auch bei diesem Transportunternehme»! geltend gemacht, insbesondere bei denjenigen Linien, die vorzugsweise dem Güterverkehr dienen. Wenn auch die Gesamteinnahmen sich gegen das Vorjahr etwas erhöht haben, so ind doch die Ausgaben in stärkerem Maße gestiegen. Auch nehmen an der diesjährigen Dividende durchschnittlich 19,5 Mill. Aktienkapital gegen 17,1 Mill, int Vorjahr teil. — Diskontogesellschaft, Berlin. In der am Montag stattgehabten Generalversammlung wurde die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung einstimmig genehmigt. Auch die beantragte Erhöhung des Kommanditkapitals auf 150 Mill. Mk. durch Ausgabe von 20 Mill, neuen Kommanditanteilen mit Dividenden- verechtigung für ein Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres wurde beschlossen. Die neuen Kommanditanteile iverden den Kom- Division in Frankfurt a. M., Generalleutnant v. Deines, Kommandeur des 8. Armeekorps werden. Herr v. Deines blickt auf eine Karriere zurück, wie wohl kaum noch ein — OuU))Ut VUu wu» u cH um» , anderer Truppenführer der preußisch-deutschen Armee. Den habichtenund Sperber Weibchen pro 1902 wiederum Feldzug 1870/71 machte er als Einjähriger bei den Bonner ' " •— """" * ' ■ • ~v'* Husaren mit, zeichnete sich verschiedentlich aus, so bei Beaumont, wo er das Eiserne Kreuz erhielt, und entschloß sich erst auf Zureden seiner Vorgesetzten, Offizier zu werideu. Schon 1884 wurde er Stabsoffizier. Besonders bekannt ist er aus seiner Thätigkeit als Attache in Madrid und Wien. Er gehörte lange Jahre dem Großen Generalstab an. m‘L»Cn oT" Einikbaut-N am bleibt/ Bor der Absendung sind die Fänge gut zu'dLLk f schont ’n , nächster Zeit begonnen - werden zu! Sendungen, die irgend welche Spur von Verwesung ver- souen. Aus dem Gartengelande an der ^rankfurterstraßel raten, müssen ohne weiteres dem Feuer überwiesen werden zwischen den Häusern von Rusag und Prof. Dr. Boström 1 und kommen deshalb nicht in Anrechnung. Nur die Fänge sind bereits seit einigen Tagen die Obstbäume und Sträucheri obengenannter Raubvögel können Berücksichtigung finden, entfernt worden. In den nächsten Tagen soll auch, wie man! ** Eine Versteigerung von alten Bauholz-Bretrern und hört, die Mauer, die das Gartengelände nach der Straßei Schwellen hielt gestern die Eisenbahnbehörde ab. Trotzdem zu abschließt, niedergelegt werben, woburch ein Zufuhrweg!ca. 400 Haufen versteigert wurden, während keine hundert nach der hinter den Grundstücken cm der FrankfurterstraßeI Bieter zur Stelle waren, verteuerten sich diese bas Brennholz Hegenben, ausgedehnten Baustelle für die Kliniken geschaffen I tüchtig. Die Gebote für alte Bretter schwankten zwischen 3 wird. Vielleicht ist dieser Zufllhrweg später, wenn die Ibis 6 Mark, während für den Haufen morsche Schwellen Kliniken fertig sind, als öffentliche Straße gedacht. 16—9 Mark bezahlt wurden. ** Gast spiel de sJbfen-Theat er s. Wie bereits 0 Abendstern, 8. April. Seit einigen Tagen sind bei der bekannt, wird das „Ibsen-Theater" am 13. d. M. „Hedda! Lahn-Kalk- und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr. die E 14. d. M. „R0 s m e r s h 0 l m" zur Aus-! p 0 lnischen Erdarbeiter wieder angelangt, um wie in suyrung bringen. Es erscheint wünschenswert, au, die be-'- - -...... - - sonderen Ziele und Bestrebungen dieses Theaters in Kürze hinzuweisen. Direktor Gustav Lindemann, der künstlerische Leiter des Ensembles, geht von dem Gedanken aus: Das moderne Drama braucht einen neuen Stil. Der moderne Dramatiker schreibt nicht Rollen und Theaterschablonen, sondern Lebenstypen und Individualitäten. Deshalb verlangt er auch keine Fachschauspieler, sonderit Iridis vidualitätsschauspieler. Die Figuren des modernen Dramas I haben den Boden des Traditionellen verlassen und sich auf den des Originellen beaeben. Denselben Weg vom Tradi- der' besseren' Jahre'sleit, "menen bcr^fb^rTeY/^^n ungE inWmif ©^"folatio^eiü^gÜng6 unb Sprache) Arbeitskräften besonders für den Ziegeleibetrieb der Schauspieler für das moderne Drama machen Nach ^-as Verhaltnts der Polen zu den andern auf dem diesem Grundsätze hat Direktor Lindemann sein Ensemblebeschäftigten Arbeitern ist gut unb friedlich, wobei an- in Jahre langer Arbeit geschult, und zwar zunächst an Ibsen, ä^rckennen pst, daß der Führer der Polen streng darüber In Ibsens Dramatik sah er den empfindlichsten Prüfstein für wacht, daß seine Leute nicht trinken. Die polnischen Arbeiter die Leistungen eines Ensembles. Tie Schwierigkeit des auf dem Abendstern sind übrigens die einzigen Polen in der Dialogs bei Ibsen ist bekannt. Seine feine, geistreiche Her-! ganzen Provinz, welche auf industriellen Werken beschäftigt Pointen er- werden. Anderweit gemachte Versuche, polnische Industrie- seit und Uusbs?chtli'AettdmÜß^g°w?hr?w"dem bi° die sogenannte Stimmung ein wesentlicher Faktor der Tbsen- verließen nach kurzer Zeck die Arbeitsstelle. Darstellung. Alles das ^sucht das „Ibsen-Theater" bis in 4 w b 6 T 9 \8- 9fytL r UnJei dre scheinbar letzten Kleinigkeiten aufs Genaueste zu beob- §^br Wettner ist auch als Ortsgerichtsvorsteher und achten. Ter Zuschauer soll mit dem ersten Aufgehen des esbeamter bestätigt worden Vorhanges in die vom Dichter gewollte Illusion versetzt!^« cv' J" ~et Schulverwalter Ma gnus von ÄÄStoKÄ ,, Sw in denen es bisher gespielt bat ahl wurde m dem zwei Kilometer von hier entfernten ** Po st di en st n a ch r i ch t e n. Die Postinsvektoren Z.^dhäuschen im Walde verübt. Die entwendeten Gegen- Jugelt und Schulz sowie der c. Postinspektor Nau- ^l^ren einem Frankfurter Jager, der in unserer mann in Darmstadt sind zu Ober-Postinspektoren ernanntt vorübergehend hier worden. — Der Postkassierer Neumann in Apolda und ^n dem Dwbe fehlt ;ede Spur. der Telegrap'henamtskassierer Köst ermann in Breslau - aub ach , 7. April, ^as hiesige Gym nasium befind als Oberpostinspektoren nach Darmstadt versetzt toord Mutigen Tage fern neues Schuhahr. ^zm Lehrerden. — Uebertrageil sind: Hilfsreferentenstellen bei d^r ^vnal trat eure Veränderung ein, indem Oberlehrer Ober-Postdirektion in Darmstadt den Postkchsierern An- ^chmrdt an, die Augustmerichule m Friedberg beding aus Eisenach und Kuhlmann aus Gelsenkirchen! wurde, an jeme Stelle trat Lehramtsacce),ist Dr. unter Ernennung zu Postinspektoren, neu errichtete Post-! ^^ahmeprufung bestanden 12 Schüler, Jnspektorstellen: in Darmstadt (Haupt-Postamt) dem WtJ r0?ün 8 1 n untersten, 4 tn die Mittleren Klassen fassierer Regis aus Worms, in (^1^0^^ ) ?"^en; außerdem traten noch einige dem Postkassierer Lenhardt daselbst, in Gießen (Hauptpo tam .anderen höheren Lehranstalten in das hichge dem Postkassierer Olbricht daselbst, in Offenbach dem M , Postkassierer Schultze daselbst. — Versetzt sind- der ^ber- - 8. April. Die Kai) errn hat die hiesige Postinfpektor Höynck von Darmstadt nach Berlin der M°^^?^^/ ^ Oflern mit einem hochherzigen Ge- e. Postinspektor Krüger in Darmstadt unter ®rnennUn5 LU ber $6^11111111^^, ba&bernamWe zum Ober-Postinspektor nach Köln, die Postkassierer 301tl^audstock für den notwendigen Neubau einer in Mainz unter Ernennung zum Ober-Postinspektor nach bilden soll. Hannover, Brümmleef in Bingen unter Ernennung arm st adt, Prinz Max v 0n Bad en und die Land- zum Postinspektor nach Köln, Forkel in Darmstadt als 0 n H e) s en sind heute hier eingetroffen. Postdirektor nach Friedrichshagen, der Telegraphenamts- Staatsminister v. Köller kassierer Wiehle in Mainz als Telegrapheninspektor na^ LraTs9C-f 2u^trl^ut9 ^ierein^ef f en Hannover. Im weiteren sind unter ^Ernennung zu Posö ™:rb,ublMarken Fr 0 st berichtet, der in der Nacht von inspektoren versetzt: die Ober-Postdirekrtonssekretäre Eg- ^ntag auf Dienstag geherrscht hat. Die Blüten von gers von Darmstadt nach Wismar, Jahn von Darm- Aprikosenbäumen smd vielfach erfroren; auf stadt nach Worms, Hirsch von Konstant nach Binaen ^ch^rpfutzen bildeten stcy Eisdecken. — Vom Lokalverband Senger von Darmstadt nach Wittenberg (Bez Halle) ^"??^nschaft deut'c^r Bühnenangehörigen wird uns und Wag en er von Posen nach Mainz (Bahnbofs^Lost- daß nach der Schlußabrechnung das Bühnenamt) sowie unter Ernennung zu TelegrapheninspektorM a l m e n g a r t e n einen Reinertrag von 10 000 die Ober-Poftdirektionssekretäre Rink von Darmstadt nach lleliefert hat, der an die Penfionsanstalt der Genossen- Mainz (Telegraphenamt) und Völker von Darmstadt nach ^^Ä9^?^^ord^ii ^st. Die Fächer-Damenspende mit Duisburg; endlich die Ober-Postpraktikanten £) 0 f r m a n u ben Bildnifsen. des Kunstlerpersonals beider Theater wurde und Schmidt von Frankfurt (Main), Jung von Hirsch- 1U11 aufgelegt. berg (Schlesien) zur Ober-Postdirektion in Darmstadt " Kleine Mitleilungeu aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Sta edler von Potsdam nach Bad-Nauheim, Fuchs In unserer Notiz aus Nidda betr. die Versetzung des von Darmstadt nach Münster (Wests.), der Poftmeister Hie- Postmeifters Hues ker von Altenbeken nach Nidda, hat ronimus von Wafselnheim nach New-Isenburg' der bingeschlichen, indem der Name in H u n s ke r Postsekretär Schmidt von Frankfurt (Main.)--t-.achs^-! verilummelt wurde __________________ hausen nach Alzey, die Postpraktikanten Theobald von Großgerau nach Darmstadt und Best von Berlin nach f , c - , "-PS. N. N." hatten neulich mitgeteUt, baß einem Kriegerkametadfchaft „Hassia". Aus der allbeutschen Prosesfor aus Oestereich, ber an der Universität Ernst Ludwig und Viktoria Melita-Stiftung H^elberg als Lehrer thätia war unb jetzt in ber Reichshauptstabt der Kriegerkameradschaft „Hassia" haben 195 Waisen und der Naturalisation verweigert worben berücksichtigt werden Keine Beruck,ichtig- ehe bic Naturalisation erheiratet habe, unb baß ber Reqie- ung fanbeii 10 Gesuche, teils weil die Väter gar nicht, oder rung jcbe Möglichkeit fehle, sich derartiger Manipulationen m er» bis zu ihrem Ableben Kriegervereins - Mitglieder wehren. Doch ugt bic „Tgl. N." hinzu: „Was von bemaus waren, teils weil die Väter der betreffenden Halbwaisen uammenben deutschen Universitätsprofessor erzählt wirb noch aktive Mitglieder sind. In einem Falle erfolgte so schlechthin unglaubwürdig, baß uns eine Aufklärung keine Genehmigung, weil der Vater unb die Mutter noch scheint. Gelten die Vorkänipfer alldeutscher lebte, in einem weiteren weil der Verein h.Pn - 1 ' ö nux bie lauter te Starninesbegelfterung treibt, Aalender nickt B. Die all» ich bei diesem bei denjenigen 'Senn and) bie Jßt haben, fo Auch nehmen Mll. Mw- i Montag statt- üedieEewum- die beantragte !k. durch Aus- it Dividwden- Geschästsjahres erden den Kam- boten, daß auf inom-IMM jil ichtiat. , berscndung der n aber bereits Sayunaen im ch in Zukunft Ä'Ä-N. ür die E-n. jgj 'usteriumz bN »r D°m 5ieL 1,1 "unniehr S-rM-rs^ M & *** -S L T wißen eÄÄ Vida»»«. ^8 CT» 8- C 2 _•£ «ft e? CD 5? c C3 <&*e :Q ns, Q ’S Q enfe «2 L) s e C-vQ« —ä e A’Ö» e _ s 5 5 Z H iÄÜ "w’m Tos. Ö«g £ A % E 'N O « ÖS _£ 5 e1“ = § "v <3 s8 S Si-Ä « IC «s» 3t a» -- L A L <= •- al P P n 65 = '2 cqx >.5 " uä£e'; en .- O %>' ■&S G - U.E-K y *e x> i >£)j ^=■.2 "E? S-> Q .St C n$» OS» J-» ' - coo WZMZMs 2 -t-t» « U 3JJO)1$ l ED- C 2 8,50 Mk. 6 Mk. 6 Mk. 5-10 Mk. Für die C 1,*^ 5 7 Mk. 8 Mk. 6 Mk. 6 Mk. 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